1882 / 103 p. 10 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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9902] Oeffentliche Zustellung. S Buchhändler Karl Baedeker zu Leipzia, Klemm t ‘gegen den Buchhändler Georg Gerb. Lanareuter, alleinigen Inhabers der Firma Wilh. Logier's Kunst- und Buchandlung, unbekannten Aufenthalts, aus einem Lieferungs- geschäft mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zablung von 594 4A nebft 6% Zinsen seit dem Tage der Klagezustellung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 4. Kammer für Handelssachen des Königlichen Landgerichts I. zu Berlin auf

den 6. Juli 1882, Mittags 12 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwee der öffentlichen Zujtellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Berlin, den 28. April 1882.

David, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts I.

[19640] Oeffentliche Zußellung,

Die Ehefrau des Arbeiters August Müller, Emma, geb. Scilling, zu Neustadt b. M., ver- treten durch den Justizrath Schult, klagt gegen ihren in unbekannter Abwesenheit lebenden Ghe- mann, den Arbeiter August Müller, wegen böslicher Verlafsung mit dem Antrage auf Trennung der Che, fowie den Beklagten für den allein {huldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur münd- lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die erste Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Magde- burg auf

den 2. Oktober 1882, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

pu Zwedke der öffentlihen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt aqemat:

Magdeburg, den 24. April 1882,

Die Gericbts\chreiberei der T. Civilkammer Königlichen Landgerichts. Nuthmann, Landgerichts-Sekretär.

[19678] Oeffentliche Zustellung.

Der Brauereibesißer Friedrich Carl Ulrich in Stötterit, vertreten durh den Rechtsanwalt Un- deuts in Leipzia, klagt gegen den Hausbesitzer Carl Friedrich Scieferdecer, früher in Stötterik, jett unbekannten Aufenthalts, auf Grund ciner in Folge Vüragaschaftsvertraqs vom 24, Mai 1881 am 8. und 9. März d. J. für Beklagten an die Leipziger Kredit- bank geleisteten Zahlung von 882 4. 36 4, welche Forderung von der Letteren an den Kläger abge- treten worden ist, mit dem Antrage, den Beklagten in Zahlung von 882 # 36 „4 sammt Zinsen zu 10 % von 800 M und zu 5% von 82 M. 36 S vom 9, März 1882 ab koftenpflichtig zu verurthei- len, auch das Urtheil gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündliben Verhandlung des Rechts- streits vor die I1I. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Leipzig auf /

den 8. Zuli 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Leipzig, den 27. April 1882.

Starke,

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts: [19900) Oeffentliche Zustellung.

Der Handelsmann Löb Goldschmidt zu Langen- selbold, vertreten durch den Justizrath Osius bier- selb, klagt gegen die Wittwe des Johannes Schwindt 3r. Anna Marie, geb. Dönges, früher in Langendiebach, jetzt unbekannt wo? abwesend, aus Abrecbnung vom 3. Februar 1880 für käuflib er- baltenes Fleisch und Vieb, sowie an baarem Dar- lchn die Summe von 512 M 56 A, die sie vom 1. Januar 1880 an mit 6% zu verzinsen versprocben babe, mit dem Antrage auf Verurtheilung der Ver- klagten zur Zahlung dieser 512 4A 56 «„Z, sammt 6 9/6 Zinsen s\cit dem 1. Januar 1880, ein und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des

Nechtsstreits vor die Civoilkammer des Königlichen

Landgericbts zu Hanau

auf den 15. Zuli 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderuna, cinen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwedle der öffentlichen Zustcllung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Hanau, den 20. Avril 1882,

Baabe, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts,

[19922] Oeffentliche Zustellung.

Der Sciffer August Kausel zu Wustrau, ver- treten durch den Recbtêanwalt ron Uflanéki zu Neu-Nuppin, klagt gegen seine dem Aufenthalte nach unbekannte Ebefrau Avgusie, geb. Erdmann, aus bôélicher Verlassung mit dem Antcage auf Ebe- scheidung, das zwischen ihnen bestehente Band der Gbe zu trennen, die Beklagte für ten allcin \ckul- digen Theil zu erachten und derselben die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen, urd ladet die Beklagte zur mündliten Verbandlung des Rechtestreits vor die zweite Civilklammer des Königlichen Landgerichts zu Neu-Ruppin

auf den 26. September 1882, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Auwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentliben Zustellung wird

dieser Auczug der Klaae bekannt gemacht. Krämer, Gerichtëschreiber des Königliceu Landgerichts.

[1904] Oeffentliche Zustellung

Die Spar- und Darlchnëkasse zu Merzia, ver- treten durch ihren Rentanten Deuster zu Merzig, vertreten durch Recbtéanwalt Rothscebild, klagt gegen den Mathias Schneider, Aerer, feüher zu Weier- weiler, jetit ohne bekannten Wobn- und Aufeathalts- ort, aus einer Schuldurkunde vom 1. September 1880 mit dem Antrage: Das Königliche Landgericht wolle den Beklagten kostenfällig im Urkunden-Prozesse ¡ur Zahlung von £00 4 nebst sechs Prozent Zinsen seit dem 1. September 180 und zu ten Kosten cines dinglichen Arrestes mit 12,55 K verurtbeilen und ladet den Beklagten zur mündlicen Verkband-

Ü geritenße 43b, vertreten durch den Justizrath“ ag Christian

lung des Rechtsstreits vor die Il. Civilfkammer des Königlichen Landgerichts zu Trier auf den 28. September 1882, Vormittags 9 Uhr,

mit der Aufforderung, einen bei dem gedabten Ge- rite zugelaffenen Anwalt zu bestellen. Î

um Zwecke der öffentlihen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Trier, den 25. April 1882. Oppermann.

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[19897] Oeffentlihe Zustellung.

Der Vorschuß-Verein, E. G., zu Neustrelitz, ver- treten durch den Rechtsanwalt Brunswig daselbst, flagt gegen den Kaufmann I. C. F. Lange, früber in Penzlin, jeßt unbekannten Aufenthaltes, wegen Schuld von 500 A und Zinsen aus einem Dar- lehen, mit dem Antrage auf Verurtheilung des Be- flagten zur Zahlung von 500 Æ nebst 69/9 Zinsen seit dem 5. April 1882, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Erste Civilkammer des Großherzoglichen Land- gerihts zu Neustreliß auf

den 12. Juli 1882, Mittags 12 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rite zugelassenen Anwalt zu bestellen. um Zwecke der öffentlihen Zustellung wird dieîer Auszug der Klage bekannt gemacht. Neustrelitz, 29. April 1882. Scarenberg, Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Landgerichts.

[19903] Oeffentlihe Zustellung.

Der Bauerrichter Bergmann in Donop, vertreten dur den Rechtsanwalt Schnitger in Detmold, klagt gegen den Müller Heinri Kublmann, zuleßt in Großenmarpe, dessen zeitiger Aufenthaltsort unbekannt ist, wegen einer betagten Darlehnsforderung aus dem Schuldscheine vom 9. November 1881 mit dem An- trage, den Beklagten unter Zurlastlegung der Kosten des Verfahrens zu verurtheilen, am 1. September d. Is. 300 M nebst 4 9/9 Zinsen seit 9. November 1881 und eventuell Verzugszinsen zu 5% vom 1. Sep- tember 1882 zu zahlen und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Fürstliche Amtsgericht 1I. zu Blomberg i./Lippe

den 15. Juni 1882, Vormittags 9 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auézug der Klage bekannt gemacht.

Schulze, Gerichtéschreiber des Fürstlichen Amtsgerichts, I. [19895] Oeffeutliche Zustellung.

Der Partikulier Friedri Weiß zu Karkeln, ver- treten dur den Justizrath Schoendoerffer in Labiau, ksagt gegen den Häusler Michael Schwabe, un- bekannten Aufenthalts, aus dem von Letßterem accep- tirten Wechsel d. d. Karkeln, den 17. März 1881, mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 159 /6 nebst 6"/6 Verzugszinsen davon seit dem 18. Juni 1881 im Wecselprozeß, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Kau- fehmen auf

den 14. Juni 1882, Mittags 12 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Kaukehmen, den 27. April 1882.

Genuert, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[19920] Oeffentliche Zustellung.

Die Ehefrau des Metgers Gecrze Degenhard, Mathilde, geb. Eberhard, zu Lüneburg, vertreten durch den Rechtsanwalt Thon in Cassel, klagt gegen ihren genannten Ebemann, in unbekannter Ferne ab- wesend, wegen Ehescheidung, mit dem Antrage, die zwischen ihr und dem Beklagten bestehende Ebe dem Bande nach zu trennen und den Beklagten für den \ch{uldigen Theil zu crkennen, uxzd ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts- streits vor die dritte Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Cassel auf den 6, Oktober 1882, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, cinen bei dem gedahten Ge- ricbte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird diesec Auszua der Klage bekannt gemacht.

Cassel, den 25. April 1882,

Hurttig, Gerichtsschreiber des Königlichen Langerichts, Dritten Civilfkammer.

(19899) Oeffentlihe Zustellung.

Der Piivatmann Peter Reinfeld zu Bremen, Vollmannstraße 14, kAagt gegen den Nadler Paul Alcrander Leecpold Friêdrid JIörß, unbekannten Aufenthalts, aus Obligation vom 12. Oktober 1870 auf Zahlung der am 12. April d. J. fällig gewese- nen Zinsen eines Kapitals von 5000 Thlr. Gold, indem er seinen Anspru in diesem Verfahren auf 3 0 reduzirt, mit dem Antrage auf Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 300 K unter Voll- streckbarfeitserilärung des Urtbeils, und ladet den Beklagten zur mündliben Verbandlung des Nechté- streils vor das Aintágericht zu Bremen auf

den 4, Zuli 1882, Vorniittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Ausmg der Klage bekannt gemacbt.

Die Einlafsungéfrist ist auf 14 Tage festgeset:t.

Bremen, den 27. April 1882,

R TRTTE, Gerichtsschreiber des Amtêgerichts.

(99%) Zwangsverkaufssanzeige und Aufgcbot.

Auf Antrag des Abnabminemannes Jürgen Lange zu St. Jürgen - bei Sc(leswig, Gläubigers, ift auf Grund eines vollftreckbaren Zablungsbescbls, wegen einer demselben zustehenden rüdckstärtigen Abnahme aus dem Jabre 1881 ad 5009 M und Kosten, in die in dem Gemeindebezirk St. Jürgen belegene, verpfändete Katbenstelle des Schuldners, des Käth- ners Heinrich Lassen, z. Z. in Altona, vom unter- zciwneten Gericht die Zwangsvollsirelung angeordnet und Termin zum öffentiliben Verkauf auf

den 27. Zuni 1882, Morgens 10 Uhr,

r Ecrichiéftelle anberaumt.

Das Verkaufsobjekt besteè aus Wohnhaus mit ne, Hofraum uyd Hausgarten, Abnahmehaus mit Scheune und Hausgarten und einem Landareal von 1 ha 29 a 37 qm mit einem jährlihen Ka- Gfermertekge resp. Nußungswerth von zusammen Mit Ausnahme der protokollirten Gläubiger wer- den alle Diejenigen, welche dingliche Ansprüche, ins- besondere auch nach dem Geseß vom 27. Mai 1873, als privilegirt anerkannte Forderungen an das qu. Gewese zu haben vermeinen, aufgefordert, solche unter Vorlegung der die Rechte begründenden Urkunden bis spätestens in dem angeseßten Verkaufstermin bei Vermeidung des Rechtsnachtheils anzumelden, daß im Nichtanmeldungsfalle der Aus\{luß durch Urtheil erfolgen und das Verkaufsobjekt dem Käufer anspruchsfrei zuges{lagen werden wird.

Die Verkaufsbedingungen liegen 14 Tage vor dem n in der hiesigen Gerichtsschreiberei zur Ein- iht aus.

Schleswig, den 18. April 1882.

Königliches Amtsgericht, Abth. T1. Hennings, in Vertr.

[19909] Verkaufsanzeige

nebst Ediktalladung.

In Sachen des Kaufmanns C. W. Lindemann in Rethem, Gläubigers,

gegen den Wiesenbauer H. Best in Rethem, Schuldner, soll das dem Schuldner gehörige, laut Kontrakt vom 5. Mai d. J. von der Königlichen Finanz- Direktion zu Hannover erworbene Grundstück am Nienburger Wege, welches nach jenem Kontrakte einen «heil der Parzelle 304 des Kartenblatts 7 von Rethem bildet und vorläufig als Parzelle b/304 des Kartenblatts 7 von Rethem zu einem Areal von 23 a 23 am veranlagt ist, zwangsweise in dem

dazu auf Freitag, den 7. Juli 1882, N 10 Uhr, im Gerichtslokale zu Rethem anberaumten Termine öffentlich versteigert werden.

Kaufliebhaber werden damit geladen.

Alle, welhe daran Eigenthu418-, Näher-, lehn- rechtliche, fideikommissarishe, Pfand- und sonstige dingliche Rechte, insbesondere Servituten und Real- berechtigungen zu haben vermeinen, werden aufgefor- dert, selbige im obigen Termine anzumelden und die darüber lautenden Urkunden vorzulegen, unter dem Verwarnen, daß im Nichtanmeldungsfalle das Necht im Verhältniß zum neuen Erwerber des Grundstücks verloren gehe.

Ahlden, den 20. April 1882.

Königliches Amtsgericht. Roßner. [19892] _ Aufgebot. :

Die Chefrau des VBüdners Joachim Drews, Christine, geb. Schrocder, zu Jülchendorf, hat hier- her angezeigt, daß der unter dem 5. August 1872 von dem Sala! Amte Warin auf ihren Namen ausgestellte Hypothekenschein über eine auf die ihrem Chemanne gehörige Büdnerei Nr. 6 zu Jülchendorf Fol. 1 zur ersten Priorität zinsenlos für sie eingetragene Kapitalforderung von 516 Thlr. Courant bei dem am 28. November v. Is. stattge- habten Abbrande der gedahten Büdnerei Nr. 6 zu Jülcbendorf verbrannt ist, und das Aufgebot dieses Hvpothekenscheins beantragt.

Cs werden deshalb Alle, welche aus vorgedabtem Intabulat und dem verlorenen Scheine Ansprüche zu macben gedenken, aufgefordert, spätestens in dem auf

den 14. November d. Js.,

Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- gebotêtermine ihre Ansprüche anzumelden, unter dem Rechtsnachtheile, daß sie mit denselben für immer werden präkludirt werden, der ausgefertigte Hypo- thekenschein für kraftlos erklärt und der Provokan- tin au deren Antrag ein neuer auégefertigt werden wird,

Crivitz, den 26. April 1882.

Großh. Mecklenb. Amtsgericht.

K. Amtsgericht Neuenburg. Aufgebot.

Johann Georg Kraft von Oberlangenhbardt hat als Pfleger des verschollenen und für todt erklärten Jacob Burkhardt von Oberlangenhardt das Aufge- bot tes von der Oberamtssparkasse in Neuenburg für cine Einlage von 205 #6 38 d ausgestellten, jeßt vermißten Sparbüchleins Nr. 778 beantragt.

Der Inhaber der Urkurde wird aufgefordert, \pä- testens in dem auf

den 1. November 1882, Vorm. 9 Uhr, vor dem diesseitigen Gerichte anberaumten Aufge- botstermine scine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen würde.

Den 21. April 1882,

Gerichtsschreiber : Weinbrenner.

QGOgI e 09] Bekfanntmahung.

Dur Aussc{blußurtbeil des unterzeibneten Amts- gerihts vom 15 April 1882 ift die Urkunde über die im Grundbube von Sc{hwaneberg Band 1. Blait 1 bei den Eruntdstücken der Frau Goede, Wilbelmine, geborcne Botbe, in Dresden, Abtbei- lurg 111. unter Nr. 2 eingetragenen Post von 4648 Thlr. einsc{ließlich 448 Thlr. Gold nebît einer standeëmäßigen Ausstattung an Betten, Leinen, Kleidungsftücken, ingleihen drei Kühe und zwanzig Schafe als Jilaten der verebelihten Bothe, Catha- rine Elisabeth, geb. Mahrenhbolz, zu Scchwaneberg für kraftlos erklärt worden.

Wanzleben, den 17. April 1882,

Königliches Amtêgericht. 1.

[19937] Aufgebot.

Nab Beschluß des K. Amtsgerichts S({cinfeld vom Heutigen ergeht auf Antrag der Erbbereh- tigten der seit mehr als zwanzig Jahren landes- abwesenden Bauersfkfinder von Haag, Namens Zohaun Georg Anger, geb. am 24, Januar 1817, und Margareta Barbara ier. geb. am 5, August 1819, für die kei dem K. Amtsgericdte Schcinfeld na den eins{blägigen Kuratelakten Ver- mögen, und zwär für Ersteren 145,79 K, für Letz-

[19893]

tere 671,85 Æ, angelegt bei der Gräflih Castell- schen Kreditkafse zu Castell, verwaltet wird, biermit die Aufforderung: , 1) an die Verschollenen, spätestens im Aufgebots- termine, nämlich am Samstag, den 24. März 1883, . Vormittags 9 Uhr, persönli oder \{riftlich bei Gericht sich anzu- melden, widrigenfalls fie für todt erklärt

werden ;

2) an die Erbbetheiligten, ihre Interessen im Auf- gebotsverfahren wahrzunehmen ;

3) an alle Diejenigen, welche über das Leben der Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung bierüber bei Gericht zu maen.

Scheinfeld, den 26. April 1882. - Der ge\schäfteleitende Sekretär des K. As allda: o.

[19928] Bekanntmachung.

Die Vol. I. Fol. 298 Grundbuch von Waldbauer rubr. III. Nr. 1 für Wittwe Gottfried Bühren zu Niederbühren aus der Obligation vom 2, März 1821 eingetragenen Hypothekenpost über 375 Thlr., gem. Geld nebst Zinsen, ist aufgeboten und sind durch das am 24. Februar cr. verkündete Aus\{lußurtel die Wittwe Bühren und deren unbekannte Rechts- nachbfolger mit ihren Ansprüchen hieran e tien dagegen dem Oekonomen Berker zu Niederbühren seine Rechte an der Post vorbehalten worden.

Hagen, den 22. April 1882.

Königliches Amtsgericht.

[19888] Bekanutmachung.

Am 29. August pr. ist zu Neu-Trebbin der Knecht Carl Schubert auch genannt Jentshar ohne Hinterlassung bekannter Erben gestorben. Auf An- trag des Nachlaßpflegers, Amtsgerichts - Sekretärs Gröning hierselt\, werden der unbekannte Erbe, be- ziehungsweise dessen Erben oder näcbsten Verwandten, aufgefordert, ihre Erbansprüche spätestens in dem

auf den 28. Februar 1883, Vormittags 92 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Aufgebots- termine anzumelden, andernfalls der Nachlaß als herrenloses Gut dem Staate anheimfällt.

Wriezen, den 19. April 1882.

Königliches Aintsgericht. Abtheilung T].

[19915] DEgtutmaang, - j Durch fkriegsre{tliches Urtheil vom 27, März 1882 sind die nachbenannten Rekruten 1) der am 15. März 1861 geborene Schreiner Christian Wilhelm Müller von Bernhausen, 2) der am 24. Mai 1861 geborene Schlosser Jo- hann David Pfeiffer von Ruith, j der Fahnenflucht für \{huldig erklärt und ift dem- gemäß alles densellen gegenwärtig oder künftig zu- stehende Vermögen mit Beschlag belegt worden. Stuttgart, den 28. April 1882. K, Amtsgericht-Amt. Faber.

[19925]

Durch Urtheil des unterzeichneten Gerichts vom 14. Juli 1881 sind alle unbekannten Interessenten mit ihren Ansprüchen an die in der Schießhaus- besißer Eduard Körber'shen Subhastätionssache von Luckau bei der Kaufgeldervertheilung gebildete Spe- zialmasse von 1447 M 59 - ausges{lossen worden.

Lucau, den 27. April 1882,

Königliches Amtsgeriht. Abtheilung I. [19926] Bekauntmachung.

Auf den Antrag des Metzgermeisters Albert Bönner hierselb hat das Königl. Amtsgeriht zu Arnsberg N 7. März 1882 für Recht erkannt und ver- ündet:

„Daß die geribtlihe Scbuld- und Pfandverschrei- bung vom 26. März 1861 nebst angeheftetem Hvpo- thekenbuch8-Aus8zuge vom 19, April 1861 über 400 Tblr. nebst 59/6 Zinsen zu Gunsten der Obst- und Samenhändlerin Wittwe Caspar Stolz in Arnsberg, eingetragen im Grundbuche von Arnéberg Vol, XIII. Fol, 56 Abth. 111. Nr. 2 auf den Grund- stücken des Antragstellers, für kraftlos zu erklären und dem Antragsteller die Kosten des Verfahrens

aufzuerlegen,“ Königliches Amtsgericht. Ausgefertigt : Arnsberg, den 21. April 1882. Boot. Gerichtsschreiber.

[19914] Beschluß.

Na Anhörung des Berichtes des Landgerichts- Raths Burguburu, sowie nah Einsicht des Antrags der Kais. Staatsanwaltschaft verfügt die Straf- kammer des Kais. Landgerichts unter Mitwirkung des Landgerichts-Direktors Wachter und ter Land- erihts-Rätbe Burguburu und Pochn, für den

isfus und bis auf die Höhe von 3000 M, die Be- shlagnahme des Vermögens der abwesenden Rekruten :

1) Anton Albéncsius, geboren am 10. Mai 1860

zu Schaffhausen, Kreis Weißenburg,

2) Maria Moriy Benjamin Leopoldes, geboren am 21. September 1861 zu Schaffhausen, Kreis Weißenburg.

Strasiburg, den 28. März 1882.

Kai}. Landgericht, Strafkammer. gez. Wachter. gez. Burguburu. gez. Poehn.

[19923] Jm Namen des Königs!

In Sacben, betreffend das Aufgebot des über die auf Lyck Nr. 249 Abtheilung 111. Nr. 4 einge- tragene Post gebildeten Dokuments über 9090 K hat das Königliche Amtsgericht, 111, in Lvck dur den Amttérichter Dr. _Frißsben in der öffentlichen Sitzung am 17, April 1882 nach Lage der Akten für Recht erkannt:

1) das über die auf Lvck Bd. X111. Bl. Nr. 249 Abtbeilung 111, Nr. 4 für die Geschwister Marie Auguste, Clara Johanne Amalie und per August Sanio eingetragene Post gebildete

ofument über 9000 M erklärt,

2) die Kosten tragen die Antragsteller.

Von Rechts egen. Lydck, den 17. April 1882. Königliches Amtsgeritt.

wird für kraftlos

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zum Deutschen Reich

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Der Inhalt dieser Beilage, in welcher au die im §. 6 des Gesetzes über den Martenschut, vom 39. November 1874 sowie die in dem G om 11. November 1876, und die im Patentgeseß, vom 25. Mai 1877, vorgeschriebenen Bekanntmachungen veröffentlicht werden, erscheint auch R cincleve

CEentral-Haudels-Re

Das Central - Handels - Register für das Deutsche Reih kann durch alle Post - Anstalten, für öniglihe Expedition des Deutschen Reihs- und Königlih Preußischen Staats-

Berlin auch durch die K Anzeigers, SW., Wilhelmstraße 32, bezogen werden.

Die Zahlung einer Forderung mit Vor- behalt ift, nah einem Erkenntniß des Reichs- gerichts, I. Hülfsfenats, vom 24. Februar d. J,., im Geltungsbereich des Preußischen Algemeinen Landrechts nicht gleih dem Falle, in dem Zahlung überhaupt noch nicht geleistet worden. In leßterem Falle hat im Prozeß der Gläubiger seine Forderung zu beweisen, wogegen im ersteren Falle der Schuld- ner seine Einwände gegen die Rechtmäßigkeit der unter Vorbehalt geleisteten Zahlung zu beweisen hat. „Mag auch in der Zahlung, sobald sie mit Vorbehalt geleistet ist, nicht mehr ein Anerkenntniß Schuldverbindlichkeit zu fin- den sein, so werden doch andererseits durch den Vorbehalt niht alle rechtlichen Folgen der Zahlung beseitigt, sondern die Zahlung wirkt

troß des Vorbehalts als Erfüllung, der Empfänger

wird Eigenthümec des Gezahlten und nur ob und wie weit die Wirkung der Zahlung wieder aufge- Hoben wird, hängt davon ab, ob und wie weit der Vorbehalt (dur wirksame Geltendmachung der Ein- wendungen) realisirt wird. Die volle Wirkung der

Zahlung tritt nur bedingter Weise ein, und zwar

unter der Resolutivbedingung, daß die Zurückforde- rung des Gezahlten geschehen dürfe, wenn sich später ergeben sollte, daß der Zahlende keine Zahlungsver- pflichtung hatte. Auch von diesem Gesichtspunkte aus hat der Kläger bei der Zurückforderung den Eintritt der Resolutivbedingung geltend zu machen und dem- gemäß den Beweis desselben zu führen.

Beanstandet der Käufer von Getreide das von einem anderen Orte übersendete Getreide, so ist er nah einem Erkenntniß des Reichsgericts, I, Civilsenats, vom 15. März d. JI., verpflichtet, für die einstweilige Aufbewahrung und für die zur Kon- servirung des Getreides erforderliche Bearbeitung der Waare zu sorgen. Der Käufer hat, wenn die Beanftandung sich als begründet erweist, wegen der Kosten der Bearbeitung, gleichwie der Aufbewah- rung, einen Erstattungs8ansprub. „Nach Art. 348 Al. 1*des Handel8geseßbuchs ist der Käufer einer ihm von einem anderen Orte übersendeten Waare, welche er der Qualität halber beanstandet, zunächst verpflichtet, für die einstweilige Aufbewahrung der- selben zu sorgen. Diese Pflicht \{ließt, wenn Getreide verkauft ist, nothwendig au die zur Kon- servirung erforderliche Bearbeitung in sich. Aus- nahmsweise ermächtigt das Gesetz (Art. 348 Al. 5) den Käufer, die Waare unter Beobachtung der Vor- \chriften in Art. 343 verkaufen zu lassen. Die bei einer Ausnahmevorschrift eine ausdehnende Anwen- dung nicht zulassende Voraussetzung Ber Ermächti- gung ist, daß die Waare dem Verderben ausgeseßt und Gefahr im Verzuge is. Diese Voraussetzung kann nun deéhalb allein, weil eine Bearbeitung des aufzubewahrenden Getreides nach vorgängiger Zu- bodennahme nothwendig werden würde, nit als vorliegend angenommen werden, da die Pflicht der Bearbeitung aus der Pflicht der Aufbewahrung folgt. Eine Gefahr des Verderbens kann also daraus nicht gefolgert werden, daß das Getreide verderben würde, wenn es nicht ordnungsmäßig bearbeitet würde, und daß diese Bearbeitung Kosten verur- saht. Der Käufer hat, wenn die Tan dung sich als begründet ergiebt, wegen der Kosten der Bear- beitung einen Erstattungsanspruch ; daß Kläger wegen dieses Ersatzes Seitens des Verklagten gefährdet

ewesen sei, ist nicht behauptet, würde auch das Requisit des Gesetzes, daß die Waare dem Verderben ausgesetzt sei, nit ersetzen können.“

Nach dem Jahresbericht der Handels- kammer zu Frankfurt a. M. für 1881 war im Berichtsjahre sowohl für die Neuanlage von Parks und Gärten, als auc für Baumschul- artikel und krautartige Pflanzen für Blumengärtnerei und Blumenbeete merklih gesteigerte Nachfrage; auch der Blumenhandel und die Bougetbinderei patte einen befriedigenden Absaß. Für den Brenn-

olzhandel waren die Absatzverbhältnisse andauernd ungünstig. Die Ausdehnung der Steinkohlen- feuerung sowie der fortwährende Anfall von Obst- baumbholz in Folge des strengen Winters von 1879 bis 1880 s{ränkten den Brennhbolzbedarf auch bei der Landbevölkerung cin. Die Preise insbesondere für die geringeren Brennholzsorten waren so niedrig, daß die Einstandskosten kaum gedeckt wurden. Das srüher zum Brand beliebte Buchen- holz nimmt in der Preisskala eine tiefere Stufe als das neuerdings zum Anmachen bevor- zugte Nadelholz ein. Zufolge dieser Verhältnisse war die Forstwirthschaft eni bedacht, bei der Aufbereitung möglichst viel Nuyhölzer auëzusortiren und zu verwerthen. Glücklicherweise veranlaßte der ungewöhnlich bedeutende Bedarf des Kohlenbergbaues einen umfangreiwen Export von Grubenholz aus solden Waldungen, welhe von den Güterstationen niht zu weit entfernt lagen, In Frankfurt kamen im Jahre 1881 29 214 389 kg Bau- und Nutkholz an, der Versandt belief sich auf 3 905 462 kg, gegen 32 549 490 bzw. 2 864 244 kg in 1880, Der Mebl- handel konnte dur die Konkurrenz des amerika- nischen Mebls keine lohnenden Preise erzielen, e im August besserten \sih die Verhältnisse, Auch die Mürllerei lohnte nicht, da auswärtige, namentli norddeutshe Müller ihr Produkt zu Schleuder- preisen auf den Markt warfen. Kleie und Futter- mehl hatten flotten Absay zu annehmbaren Preisen. Die Bâdckerei setzte weniger Brod ab als im Jahre 1880, Der Empfang von Müblenfabrikaten belief ih auf 18800 575kg, der Versandt auf 6848033 kg, gegen 16 515 664 bzw, 7 882 371 kg in 1880. Die Spi-

Sunufte Beilage

Berlin, Dienstag, den 2. Mai

Vom --Sentral-Fandels-Negister für das Deutsche Reich“

rituspreise gingen Ende Oktober 1881 um 20 % zurück, ni{ts destoroeniger ließ der Absaß zu wünschen; per Bahn gingen 2961 305 kg Spiritus= ein und wurden 660574 kg versendet, gegen 2 887 158 bzw. 340 266 kg in 1880. Die Essig- spritfabrikaïüion hat einen erfreulichen Aufschwung genommen, In Sognac war die Produktion eine sehr kleine bei festen Preisen. Der Weinhandel nahm keinen besonders befriedigenden Verlauf; der Umsaß wurde durch den Mangel billiger Mittelweine und die Vertheuerung der kleinen guten Bestände be- \{ränkt; besonders in feinen Weinen war der Absatz ein geringer. Empfangen wurden in Frankfurt 9 494 234 kg, versendet 3 259 858 kg gegen 5 431 487 und 3 195 943 kg in 1880. Die Apfelweinproduk- tion hatte ziemlich befriedigenden Verlauf. Die Bier- produktion ist erheblich gestiegen: es wurden 273 761 Ctr. Malz versteuert, 40 837 Ctr. mehr als im Vor- jahre, und 3081277 kg Bier eingeführt (gegen 2 705 686 kg in 1880); die Bierausfuhr erreichte 13 566 156 kg, gegen 12433 878 kg im Vorjahre. Die Cigarrenfabrikation erzielte auch im verflossenen Jahre kein befriedigendes Ergebniß. Der zunehmende Rückgang im Konsum und die übergroße Kon- kurrenz bei ständiger Ueberproduktion erschwerten den Absaß ungemein, zumal auch das Export- geschäft fast gänzlih ruhte. Die Fabrikanten müssen in Bezug auf Arbeit, Qualitäten, Packungen und Preise große Anstrengungen machen, die nicht im Verhältniß zu den hohen Spesen stechen, um bei reduzirter Produktion nur einigermaßen Absay zu finden. Das4 Geschäft mit importirten Cigarren war sehr zufriedenstellend; der Umsay erreichte den- selben Umfang wie vor Erhöhung der Taba(steuer. In Südfrüchten und Delikatessen , hauptsächtlich Konserven, war cine s{wache Aufbesserung des Seschäfts unverkennbar. Jm Kaffeehandel er- hielt sich die rückgängige Tendenz; die Ver- zollungen von Kaffee in Frankfurt betrugen 4 743 029 kg, außerdem transitirten noch ca. 30 000 Ctr. Im F pgaven- Seoßhandel verfolgten die mei- sten Artikel, namentlich Kokosnuß- und Palmenkern- Del eine weichende Richtung; von Oelen und Thran wurden 3 361 855 kg zu-, 937094 kg ausgeführt, gegen 2252178 bzw. 684143 kg in 1880, von Talg und Seife 1051978 bzw. 1230 45? “kg, gegen 1 313 971 bzw. 1158410 kg in 1880. JIn- digo blieb im Preise fehr gedrückt, dagegen ftieg Terpentinöl im Laufe des Jahres wesentlich im Preise. Auch Gummikopale wurden hoh bezahlt. Die Pferdemärkte in Frankfurt a. M. verliefen nit günstig; im Frühjahr wurden 1045, im Herbst 1122 Pferde zugeführt, gegen 1206 und 1168 in 1880, Auf dem S{lachtviehhof in Franksurt a. M. wurden 21 531 Dfen (1880: 22 819), 20 258 Kühe, Rinder und Stiere (17 742), 34710 Kälber (30 833), 17 420 Hammel (18 870), 31690 S{weine (37 987) und 9828 Ferkel (9914) ges{lachtet, in den beiden Scchlachthäusern 11 500 Ochsen, 3709 Kühe, Rinder und Stiere, 80 000 Kälber, 20 000 Hammel, 33 000 Schweine, 300 Spanferkel und 500 Lämmer. Das Geschäft in rohen Wildhäuten krankt noch immer an der Ueberproduktion der Gerbereien. Von gesalzenen Häuten und Fellen wurden 497 374 kg ein- und 863122 kg ausgeführt, gegen 367860 bzw. 692105 kg in 1880, von trockdenen Häuten und Prren 5416424 bzw. 4582668 kg, gegen 5 309032 zw. 3476016 kg in 1880.

Die Haarfabrikation litt unter dem Einfluß der amerikanischen Zölle, das Borstengeshäft war nicht gerade unbefriedigend; die Zufuhr in Borsten und

aaren stellte sich auf 93 706 kg, der Versandt auf 340321 kg, gegen 336 991 bzw. 98 181 kg in 1880. Knocen waren sehr gesucht.

Das Kohlengeshäft war belebt, von Steinkohlen wurden 205053 120 kg zugeführt, 3991639 kg versendet, gegen 214671400 bzw. 1021 060 kg in 1880, Feine Brillanten waren bei wenig Vorrath sehr ho, jedo erhielt sich auch Mittelwaare, ob- wobl genügend vorhanden, gut im Preis, Rubin blieb sehr gesubt, war sehr selten und theuer. Nah Smaragden war wenig Nachfrage, für feine Steine werden jedo gute Preise bezahlt. Saphire haben in Folge übergroßer Importation aus Birma einen starken Rückgang erlitten und sind {wer verkäuflich ; dagegen sind Ceylon-Saphire sehr gesubt und hoch

im Preis. Perlen sticgen beim Mangel feinerer |

Waare noch weiter im Preis. Z

Das Edelmetallges{häft der deutshen Gold- und Silberscheideanstalt, vormals Rößler verlief rubig und gewann an Ausdehnung. Für alle Metalle zeigte sich eine fstetige und lebhafte Konsumfrage. Der CEisenbahnverkehr in Wagenladungen in Eisen 2c. gestaltete sich (verglihen mit 1880) wie folgt: wverarbeitetes Eisen Empfang 7 940 099 kg (9 141619 kg), Versandt 3 056 442 kg 3121650 kg); Eisen- und Stahlwaaren 2265617 bezw. 985 387 kg (1 584 bezw. 684 896 kg); Eisenblech 2038 931 bezw. 300186 kg (1555234 bezw. 265898 kg); T O ry 1988061 bezw. 1439278 kg (2212556 bezw. 590 071 kg); Maschinen 1 637 103 bezw. 2478617 kg (1451 385 bezw. 1485544 kg). Die Eisengießereien waren in der zweiten Hälfte Jahres mit Auf- trägen gut A, en, erzielten getow nicht entsprechend böbere Preise. Auch die Maschinenfabrikation nahm Aufschwung, indessen blieben au bier die Preise fe drückt. Sehr lebhaft war der Vertrieb landwirthschaft- licher Maschinen, besonders nah Rußland, und von Müllerci- und Getreiderein gungsmaschinen nah Eng- land. Die Nähmaschinenfabriken waren so lebhaft be-

\chäftigt, daß sie nicht allen Aufträgen genügen konn- [en Jn B Pianofortefabri rien bat u: der

Das Central -

s-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

fs8S2.

betreffend das Urheberrecht an Musteru und Modellen esonderen Blatt unter dem Titel

gister für das Deutsche

Reich. (Nr. 1034.)

andels - Register für das Deutsche Reich erscheint in der Regel täglih. Das

Abonnement beträgt 1 A 50 4 für das Vierteljahr. Einzelne N fosten 2 E Insertionspreis für den Raum einer Drugzeile 30 i e Uuemeras. Loe BO.

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Umsaß nicht zugenommen, jedo {find die \{lechten abrikate mehr durch bessere verdrängt worden. Die chiffbauerei ist in Folge der ungünstigen Schiff-

fahrt8verhältnisse des Mains wiederum zurückgegan- gen, dagegen hat die Bootbauerei an Ausdehnung gewonnen, thr Hauptabsaßgebiet ist jedoch nur Mittel- und Süddeutschland sowie Oesterreih, da Nord- deuts{land und Rußland von England billiger ver- forgt werden,

„Industrie-Blätter.“ SVnhalt von Nr. 17, 1882: Enthält der Kartoffelzuker gesundheits\chäd- lihe Stoffe? Ueber sekundäre Batterien. Milchkuranstalten. Dr. Liebauts Regenerator. Galvanisiren resp. Verzinken von Eisenblehen. Das Veberziehen feuchter Wände mit Staniol als Isolirmittel. Ueber die Bildung von Patina. Grsaß von Thonwaaren. Ueber Heliosbrenner. Wintergrünöl als Antisepticum. Paraffinirung von Kautschuk. Bleichen von Carnaubawachs. Künstliches Fischbein. Ueber Pilze der Zahnearies. Versilberung von Eisen. Deutsche Reichs- patente, Quellen zur Geschichte des Weines 2c. Brumata-Leim. Flüssige Glycerinseife. ODriburger Wasser. Weingeistficnisse. Färben von Elfenbein.

Allgemeine Brauer- und Hopfen-Zei- tung. Nr. 34. Inhalt: Badischer Brauerbund. Zum Gründungsfeste des österreichischen Brauer- bundes. Einiges über Braugerste und deren Ge- winnung. Die Bierbrauerei in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Jauchenvertheiler von L. Kühn in Durlach. Berichte über Hopfen. Literatur. Kleinere Mittheilungen: Bayerische Landesindustriegewerbe- und Kunstauëstellung in Nürnberg. Vorbereitung von Körnerfrüchten zum Maischen. Selbstthätige Mäusefalle. Bierbrauerei in Landau. Handelsregistereinträge. Maschinenfabrik Germania in Chemniß. Neuerungen an Eiskeller- anlagen. Beitrag zur Gründung einer Hopfenbau- Versuchëstation. Verkehr von Nakhrungs- und Genußmitteln. Bierbrauerei in Frankfurt a. M.

aßspund-Schneidemaschine von Otto. Klaunig in München. Verbreitung der Reblaus. Bierbrauerei in Gießen. Briefkasten. Anzeigen.

Handels-Register.

Die Handelsregistereinträge aus dem Königreich

Sachsen, dem Königreih Württemberg und

dem Großherzogthum Hessen werden Dienstags

bezw. Sonnabends (Württemberg) unter der Rubrik

E resp. Stuttgart und Darmstadt

veröffentlicht, die beiden ersteren wöchentlich, die „leßteren monatli.

[19978 Barmen. In das hiesige Handels-(Gesel/chafts-3 Negister ist heute eingetragen Worden unter Nr. 1136 die am 28. April 1882 erritete Handelsgesellschaft unter der Firma „J. H. Giersiepen & Comp.“ mit dem Sitze in Remscheid-Hasten, und als deren Gesellschafter die Feilenfabrikanten Johann Heinrich Giersiepen zu Remscheid-Hasten und Richard Klein u Remscheid, von welchen jeder zur Zeichnung der irma und Vertretung der Gesellschaft berechtigt ist. Barmen, den 29. April 1882. Königliches Amtsgericht, Abtheilung I.

Berlin. Handelsregister [20021]

des S gien Amtsgerichts L. zu Berlin. ufolge Verfügung vom 1. Mai 1882 sind am

selben Tage folgende Eintragungen erfolgt :

In unser Gesellschaftsregister, woselb unter Nr. 5251 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: Louis Kraft & Co.

vermerkt steht, ist eingetragen: Die Handelsgesellsaft ist durd Uebereinkunft der Theilhaber aufgelöst. Der Kaufmann Wil- helm Wolff zu Berlin ist zum alleinigen Liqui- dator ernannt.

In unser Gesellschaftsregister, woselb unter Nr. 7412 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: vermerkt steht, ist eingetragen :

E a./Rh. ift eine Zweigniederlassung er- richtet.

In unser SPesellsGastöregilier , woselbst unter Nr. 4964 die biesige Handelsgesellsbaft in Firma: Meyerstein, Aronheim & Co.

vermerkt steht, ist eingetragen : Die Gesellschaft ist durch Uebercinkunft der Ve- theiligten aufgelöst. Der Kaufmann Hugo Ernst Meyerstein zu Berlin seyt das Pauvetgetat unter unveränderter Firma fort. Vergleiche Nr. 13,670 des Firmenregisters. Demnächst ist in unser Firmenregister unter Nr. 13,670 die Firma: Meyerstein, Aronheim & Co, mit dem Siye zu Berlin und es ist als deren Jn haber der Kaufmann Hugo Ernst Meyerstein hier eingetragen worden.

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 8226 die biesige Handels de {aft in Firma: Patent- opha-Fabrik mit Dampfbetricb, raumaun & Schulz, vermerkt steht, ift eingetragen : Theilhaber aufgelöst. Das Handelsgesäft ist au s Han durch Vertrag auf den Kaufmann “Potttries

werden heut die Nrn. 1034. und 103 ß. ausgegeben.

C L mora

Gebert zu Berlin übergegangen, welcher dasselbe unter der Firma: Patent-Bettsopha-Fabrik mit Dampfbetrieb, Graumann & Schulz, Zuhaber: Gottfried Gebert, fortseßt. Vergleiche Nr. 13,671 des Firmenregisters. Demnäcst is in unser Firmenregister unter Nr. 13,671 die Firma : Patent-Bettsopha-Fabrik mit Dampfbetcieb, Graumann & Schnlz, / Zuhaber: Gottfried Gebert, mit dem Siye zu Berlin und es ist als deren Inhaber der Kaufmann Gottfried Gebert hier ein- getragen worden.

In unser Gesellschaftsregister, wose1bs unter Nr. 7884 die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: E. Schreuyel & Co.

vermerkt fteht, ist eingetragen: Die Gesellschaft is durch Uebereinkunft der Betheiligten aufgelöst. Der Kauf:nann Jacob Emil Sthrenßel zu Berlin seßt das Han- delsgeschäft unter unveränderter Firma fort. Vergleiche Nr. 13,672 des Firmenregisters. Demnächst ist in unser Firmenregister unter Nr. 13,672 die Firma: ; E. Stchrenzel & Co. mit dem Sißte zu Berlin, und es ist als deren ÎIn-

haber der Kaufmann Jacob Emil Schrentzeel hier eingetragen worden.

In amser Firmenregister, woselbst unter Nr. 11,833 die Handlung in Firma: : , Moritz Lichtenstein jr. mit dem Siße zu Berlin und Zweigniederlaffung in Halberstadt vermerkt fteht, ist eingetragen : 2 Zweigniederlaffung zu Halberstadt ist auf- gehoben.

„In unser Firmenregister, woselbst unter Nr. 12,801 die Handlung, in Firma: G. M. Daeschler & Sohn

mit dem Siße zu Solnhofen und Zweigniederlassung zu Berlin, vermerkt steht, ist eingetragen: -

b e Zweigniederlassung zu Berlin is aufge-

oben.

Ein gleiher Vermerk is bei Nr. 4920 unseres Prokurenregisters eingetragen worden.

In unser Firmenregister sind je mit dem Sitze zu Berlin : unter Nr. 13,673 die Firma:

s R. F. Albrecht (Geschäflokal: Prinzenstr. 971.) und es ift als deren Inhaber der Verlagsbuchhändler Rudolf Franz Albrecht hier,

unter Nr. 13,675 die Firma:

A Wilhelm Wolf} (Geschäftslokal: Königgräterstr. 31) und es ift als geen Inhaber der Kaufmann Wilhelm Wolff

ier, unter Nr. 13,674 die Firma:

s Jean Wunderli (Geschäftslokal: Neue Grünstraße 20) und es ist als deren Inhaber der Kaufmann Jean

: aniel Wilhelm Wunderlich hier eingetragen worden. „Dem Eduard Friedrich Kühnert zu Berlin ift für leßtgenannte Firma Prokura ertheilt und ist dieselbe unter Nr. 5325 unseres Prokurenregisters eingetragen worden. Die hiesige Handelsgesellschaft in Firma: ) Jacquier & Securius (Gesellschaftsregister Nr. 2776) hat dem Theodor s{heyge und Adolf Duchstein, Beide zu Berlin, olleftivprokura ertheilt, und ist dieselbe unter Nr. 5326 unseres Prokurenregisters eingetragen worden. Dagegen ist bei Nr. 4485 des Prokurenregisters vermerkt worden: die Prokura des Ernst Ducbftein ist erloschen, die des Theodor Zscbevyge und des Adolf Duchstein ift übertragen nach Nr. 5326.

Der Kaufmann Friedri, Wilhelm Stolzenberg zu Pankow hat für sein bierselbst unter der Firma : W. Stolzenberg, vorm. F. C. A. Semler (Firmenregister Nr. 8165) bestehendes Handels- geschäft dem Alexander August Hermann Kor zu rlin Prokura ertheilt und ift dieselbe unter 5327 unseres Prokurenregisters cingetragen worden.

Berlin, den 1. Mai 1882, Königliches Amtögers I. Abtheilung 56 I. a.

E

RBieleseld. Oandeldeez! er [19979] des Köni ae Amtsgerichts zu A 1) In unser CleltGastoregmer ist unter Nr. 309

bei der Firma Sievert (Gesells

Kaufleute Gustav Adolph Sievert und Theodor

Sievert zu Brackwede) am 29. April 1882 Folgen-

des er E selsGaft ist dur gegenseitige Ueber

e Gese urch gegen eber- einkunft aufgelöt. Der Kaufm Gustav

Adolph Sievert sett pat Handelsgeschäft unter

unveränderter a fort die Firma daber hier gelöst und unter fm enregifter unter I DaT

Nr. 947 des en J erner ist in unser Firmenregister l 1882 eins

rma: Sievert zu

und als deren der Ka

Sievert zu Bra am 29.

getragen.