1882 / 117 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

sonders aus der niederländiswen S{ule, sind von unbekannten Künstlern, Die weite Abtbeilung enthält nur 3 Nummern, deren Maler ni<t bekannt find, während bei den Skulpturen neben 6 neueren Werken bekannter Meister si< 4 na Antiken finden. Was die Erwerbung dieser Kunstshäßze betrifft, so sind davon 57, wie {on erwähnt, von Seiten der Universität Überwiesen und 7 andere ältere Bilder vom Staate überlassen. Dur< Schenkung von Kunstfreunden gelangten 77 Werke, nämli 52 Oelbilder, sämmt- lide 16 Aquarellen und Zeichnungen und 9 Skulpturen an die Galerie, während 31 neuere, zum Theil große Oelbilder und 1 Skulptur vom Kunstverein na< und nach ange- kauft, 3 bei Verloosungen anderer Kunstvereine gewonnen wurden, Die ältere Kunst ift dur< folgende Malernamen repräsentirt : Bassano (JIacopo da Ponte), Abraham Blomaart, François Boucher, einen (allerdings zweifelhaften) Correggio aus der Suermondtscen Sammlung, Balthasar Denner, Garofalo (Benvenuto Tisi), Jan van der Meer, Aart van der Neer (beide jedo< nicht sicher), Ädrian van Ostade, Antonio Pereda, Franz Snyders und Wouverman. Von neueren Malern find vertreten: Emil Adam, I. Chr. Dahl, F. H. Füger, A. Flamm, L. Gurlitt, . Heger, E. H. und . Hünten, I. Chr. Kröner, Karl Rahl, Charles Roß, Valentin Rotbo, E. Schleich, Frd. J. Volt, Moriß von Schwind (Kaiser Rudolf von Habsburg, nah Speyer zum Sterben reitend), Anton v. Werner (Graf Moltke und sein Generalstab vor Paris) u. A. Unter den Werkeln unbekannter Herkunft ist besonders bemerkenêwerth ein antikes Wandgemälde, welches folgendermaßen beschrieben wird: «Der Maler Chares Roß kaufte dieses Gemälde 1851 bei einem Trödler in Rom. Kunstkenner und Archäologen erklären es mit Bestimmtheit für antik, sowohl nah Gegenstand und Darstellung, wie nah der technischen Ausführung. Das Bild ist gemalt auf eine Grundmafsse von kohlensaurem Kalk, welche mit einer wa<s- und harzartigen dünnen Schiht überzogen ist. Dieser Stuccogrund ist auf eine Tafel von steinhartem harzartigem Holz gebracht, welches, seiner Beschaffenheit nah, Jahrtausende alt sein muß. (Das Ge- mälde ist beschrieben von Professor Otto Jahn in der „Allgem. Monatsschrift für Wissenschaft und Literatur“ 1853.)“ Die anderen Werke dieser Abtheilung sind byzantinischer, altdeutscher, niederländi- \cher Herkunft. In der Abtheilung der Aquarellen und Zeicbnungen begegnen wir_den Namen Bonaventura Genelli (ein großer Karton: Dionysishe Scenen), Julius Schnorr von Karolsfeld (die Befreiung Schleswig: Holsteins, Allegorie); die Skulpturenabtheilung hat Ori- inale von Lürsfen (Reltefporträt in Marmor von Carstens) und Fontad Knoll (Germania) aufzuweisen. /

Die in Leipzig am 20. Mai c. erscheinende Nr. 2029 der „Illustrirten Zeitung“ enthält folgende Abbildungen: Die Iudenverfolgung in Rußland: Auêëwanderung der Juden aus einer podolischen Ortschaft. Nah einer Skizze gezeichnet von G. Broling. Die Fröbel-Feier in Leipzig: Die Bekränzung der Fröbelbüste dur< Kinder. Originalzeichnung von F Waibler. Prinzessin Wilhelm von Württemberg, 7 am 30. April. Scene aus Boitos Oper „Mephistopheles.“ Nach der Aufführung im Wiener Hofopern- theater gezeibnet von W. Gause. Karl CEchtermeiers Länder- ftatuen. 4 Marmorfiguren im Treppenhause der Gemäldegalerie zu Cassel. Raph Waldo Emerson, f am 27. April. Aus A. Menzels JlUustrationen zu den Werken Friedrichs des Großen. 3 Ab- bildungen. Lord Frederi> Cavendish, Generalsekretär für Jrland und Thomas H. Burke, Unter-Staatssekretär für Irland, ermor- det am 6. Mai im Phönirpark zu Dublin, Polytec- nis<he Mittheilungen: Kombinirte Schwaben- und Fliegenfalle.

Figuren. Neues Sicherheitsvorlege\{loß. 2 Figuren. Von der ersten Internationalen Kunstauéstellung in Wien. Zweite Serie. 12 Abbildungen. [Zweiseitig]: 1) Motiv aus Tarvis. Von

ugo Darnaut (Oesterreich). 2) Der erste Schritt. Von Paul Vágó Ungarn). 3) Erbsenernte in Auvers. Von Charles Joseph Beauverie Frankreich). 4) Der Zusammenstoß. Von H. Willem Mesdag (Hol- land). 5) Heimkehr vom Seidenmarkt im Gebiet von Bologna. Von R. Faccioli (Italien). 6) Am Morgen nah der Grablegung. Von Albert Baur (Deutschland). 7) Das Frühstü> des Modells. Von G. J. Dantan (Frankrei). 8) Orpheus’ Tod. Von P. F. Feyen (Frankreich). 9) Hunde von St. Hubert im Schnee verloren. Von Louise Lalande (Frankreich). 10) Palmenwald bei Memphis. Von Ludwig Hans Fischer (Oesterreich). 11) Kölner Wirthshaus zur Zeit der französis<en ODfkkupation. Von Vinc. St. Lerche (Norwegen). 12) Venetianiscer Kanal. Von Ludwig Dill (Deutschland). Feuer- \speiende Pflanze.

Land- und Forstwirthschaft.

Von der Mosel, 12. Mai. (Cobl. Ztg.) Der Stand der Weinberge ist im Angetneren sehr günstig und liefert den Beweis, daß die Rebe durch die Aprilfröste nicht gelitten hat, denn sie treibt re<t glei<hmäßig an. Wenn auch die regneris{h-kalte Witterung der leßten Woche die zarten Trieblinge etwas in ihrem Wachsthum zurückgehalten, fo kann das nur als sehr günstig bezeichnet werden, da bet aller Mildheit und Zartheit der herrshenden Witterungs- verhältnisse Spätfröste selbs no< im Wonnemonat Mai nit aus-

eshlofsen sind, welche der zu sehr entwi>kelten Rebe großen Nachtheil

Bartel, ja, wie es die Erfahrung in den verflossenen fünf Jahren gelehrt, des Winzers Hoffnungen und Erwartungen in eiyer Nacht ganz zunichte machen können.

Gewerbe und Handel.

Eine britishe Gehcim - Rathêverordnung vom 12, d. Mts. ge- stattet für die Zeit vom 2. Juni bis 31, Dezember d. J. die Lan- dung von Vieh aus Schleswig-Holstein an den foreign animals wharves in England, Wales und Schottland zum Zweck des Schlachtens, S s

Na einer Bekanntmachung des Kaiserlichen Senats für Finn- land soll die bereits früher festgeseßte Ermäßigung des finnischen Eingangzolls für Spant- und Ekeisen (eins{<ließli< Winkel- eisen, breites und \{<males Eisen) sowie für einfaches und doppeltes T. und H. Eisen auf 55 Penni finnis< pro Liespfund au< für das Jahr 1882 in Kraft bleiben, und au< auf Stahl in Stangen und

açonstahl ausgedehnt werden. ür gröberes Stahlble< zu Dampf- esseln und Cylindern werden 20 Penni pro Liespfund, für anderes Stahlble< 24 Penni pro Lieépfund erhoben. pr Chilifalpeter ift für die Jahce 1882 und 1883 der Eingangszoll auf 5 Penni per Liespfund ermäßigt worden. Ï

Die „New-Yorker Hdls.,-Ztg.“ äußert \i< in ihrem vom 5, d. M. datirten Wocenbericht über die Geschäftslage olgendermaßen: Eine Belebung des Geshäftes am Waaren- und

roduktenmarkt hat si< au< in dieser Woche nicht ergeben.

rodsto ffe, namentli< Weizen und Mais, verkehrten anfänglich in steigender Tendenz, waren am Schluß aber wieder matter; für Export ist in diesen beiden Getreidesorten wenig gethan worden. Der Frachtenmarkt verharrt in sehr gedrü>ter Faun Baume wolle hatte in disponibler Waare mäßig lebhaftes Geschäft, Ter- mine waren dagegen fehr ill. Für Rio Kaffees schien si in den letzten Tage eine bessere Stimmung Bahn brechen zu wollen; west- und ostindisde Sorten verkehrten dagegen in weicender Tendenz. Der NECECMEL es war ftill, aber stetig. Schmalz bat bei lebhafter Spe Ut eags im Werthe angezogen; Schweinefleisch fand für Export mäßige Beachtung, während Rindfleish fest und Spe>k nominell war, Terpentinöl war flau und niedriger, Harz ruhig, aber fest, Am L E herrshte eine bessere Stimmung vor. Raff. Petroleum fest, Das Geschäft in fremden sowie einheimi- {en Manufakturwaaren kann nicht anders als still bezeichnet werden. Der Import fremder Webstoffe für die heute beendete Woche beträgt 1 728 434 Doll. gegen 1 231 817 Doll. in der Parallelwoce des Vorjahres. Der offizielle Ausweis über I mpo rt undErxport der Union während des Monats März c. und für die ersten 9 Monate des laufenden Fiskaljahres lautet sehr ungünstig. Während im März v. J. der Waaren- und Produktenerport den gleichzeitigen Import um mehr als 24 Millionen Dollars überstiegen hatte, ist im März cr. im Gegentheil der Import um fast 6 Millionen stärker gewesen, als der Export, demna ein Abfall von 30 Millionen in einem ein-

zigen Monat, und voi 236 Millionen Exportübersbuß für die ersten neun Monate des Vorjahres ift derselbe in der Parallelperiode des laufenden Fisfaljahres auf 65 Millionen gefallen, oder, die Bewegung von Edelmetall in Rechnung gebra<{t, von 156 Millionen Dollars auf ca. 50 Millionen Dollars.

Wien, 17. Mai. (W. T. B) In der Generalversammlung der Mährish-Sc<lesis<en Centralbahn machte der Ver- waltungsrath die Mittheilung, daß die befriedigenden Betriebsergeb- nisse die Verwaltung in die Lage versetzen, bei dem Handelsgerichte neuerdings den Antrag auf Einlösung eines Prioritätencoupons stellen zu können. Dieselbe beabsichtigt, den Coupon vom 1. Januar 1875 vom August ab voll einzulösen und das Handelsgericht zu bitten, gegen Aufzahlung von 15 Kreuzern per {oupon die avfgelausenen Ver- zug8zinsen zu erlassen. Der Verwaltungsrath theilte ferner mit, daß der Handels-Minister ihm die Zusicherung ertheilt habe, keinen Ver- trag wegen Verkaufs dex. Bahn abzuschließen, ohne vorher die Ver- tretung der Aktionäre gehört zu haben.

Wien, 19. Mai. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath der Galizishen Karl-Ludwigsbahn besæloß, bei der General- versammlung die Ausbezahlung einer Superdividende von 4} Fl. zu beantragen, so daß die Gefammtdividende 154 Fl. betragen würde, und demgemäß den am 1. Juli fälligen Coupon nebst den Zinsen à 5% mit 10 Fl. einzulösen. Bezüglich der Lokalbahn derroslau-Sokal beantragt der Verwaltungsrath die Erwerbung Ia einem Privatkonsortium bereits verliehenen Konzession und die Ermächtigung zur Beschaffung des erforderlichen Kapitals in der den Aktionären günstigsten Weise. L

Wien, 19, Mai. (W. T. B.) Die Generalversammlung der österreihis<- französischen Staatsbahn genehmigte, aus dem erzielten Reinertrage von 1 673 398 Sl. eine Superdividende von 6 Fr. zu vertheilen. Die außerordentliche Generalversammlung der österreichish-französischen Staatsbahn genehmigte die Cmission einer neuen Serie 4°/ Obligationen im Betrage von 30 Millionen, unter Vernichtung der zur Begebung vorbereiteten 5°/gigen Obligationen im gleichen Betrage. / , |

Amsterdam, 17. Mai. (W. T. B) Die Nieder- ländische Bank hat den Diskont von 5 auf 4409/5 herabgeseßt.

London, 18. Mai. (W. T. B) In der gestrigen Woll- auktion wurden die Eröffnungspreise behauptet. /

Glasgow, 17; Mai. (W. T. B.) Die Verschiffungen von Roheisen während der leßten Woche betrugen 14 982 gegen 10 568 Tons in derselben Woche des vorigen Jahres.

Verkehrs-Anstalten.

Triest, 19, Mai. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Ceres“ ist gestern Nabmittag aus Konstantinopel hier eingetroffen.

Plymouth, 17, Mai. (W. T. B.) Die Hamburger Postdampfer „Vorseßen“, „Teutonia* und „Suevia“ sind hier eingetroffen.

New-York, 18. Mai. (W. T. B.) Der Hamburger Postdampfer „Lessing“ und der Dampfer „Canada“ von der National-Dampfschiffs-Compagnie (C. Messingsche Linie) sind hier angekommen.

Berlín, 19. Mai 1882.

In der lehten Hauptversammlung des Vereins für deutsche Kunstgewerbe, am 10.d.Mts., hielt der zweite Vorsitzende, Baumeister Schäfer, einen Vortrag über ältere Metalltechnik, speziell die des Mittelalters und der Renaissance. Die damals verarbeiteten Metalle waren im Wesentlichen dieselben wie heutzutage : Gold und Silber, Kupfer, Messing; die Bronze, welche in der antiken Zeit so viel ver- wendet wurde, kommt während der gothisben Periode gar nicht vor. Gold stand damals in weit höherem Preise als heute, es wurde da- her selten massiv verarbeitet und mehr zum Vergolden benütt. Die Metalle wurden theils gegossen, und zwar vermittelst sog. verlorener Foanen, theils getrieben; ebenso fertigte man auch Punzarbeiten und das \o beliebte O aus Goldfäden. Das Ciseliren, das Löthen und Pressen verstand man auch damals, nicht minder das Emailliren. Redner schilderte eingehend die bei den einzelnen Arbeiten zur Verwendung kommenden Verfahren. Hr. M. S{lesinger hatte eine große Anzahl deutscher und ausländischer Tish- und Gratulationskarten ausgestellt; der Vor- chlag desselben, alljährli< in Berlin eine große Ausstellung von Entwürfen (Zeichnungen und Modellen) für kunstgewerbliche Gegen- stände aller Art zu veranstalten, fand lebhaften Anklang; der Verein beschloß, den Vorstand mit der weiteren Berathung dieser Angelegen- heit zu beauftragen. Ein von Hrn. R. Thiele vorgelegtes, in Sti>kerei ausgeführtes Album, zur Feier des 2öjährigen Jubiläums der S Bessert-Nettelbe> angefertigt, hatte sih der verdienten Anerkennung zu erfreuen.

Der Antheil der deutschen Binnenschiffahrt am Güterverkehr. Dies Thema behandelte der Sekretär des deuschen Handelstages, Gustav Berger, in einer am Mittwoch Abend im Reichs- tag8gebäude stattgehabten Aus\{ußsißung des „Centralvereins für Hebung der deutschen Fluß- und Kanalschiffahrt. És sei sehr s{wierig gewesen so ungefähr äußerte Hr. Berger eingehendes Material bezüglih der zu behandelnden Angelegenheit zu erhalten, er fei aber heute in der Lage, über den Verkehr von Handelsgütern von 24 der größeren deutschen Pans, und Industrie- pläße zu berihten. Der Gesammtverkchr (An- und Abfuhr) von PEDCEON in diesen 24 Pläßen betrug im Jahre 1880 31986 436 t,

avon entfallen 12181032 auf den Schiffahrts- und 19 805 404 auf den Eisenbahnverkehr, Jn den einzelnen 24 Handelspläten stellt sich dieses Verhältniß folgendermaßen: In A betrug der Gesammt- verkehr an Handelsgütern (An- und Abfuhr) im Jahre 1880: 493 252 t, davon per Wasser 436090 t, in Thorn Gesammtverkehr 1762166 t, davon per Wasser 1 530564 t, in Bromberg Gesammt- verkehr 741 707 t, davon per Wasser 540178 t, in Mannheim Ge- sammtverkehr 1878 924 t, davon per Wasser 1073 469 t, in Passau Gesammtverkehr 355913 t, davon per Wasser 194188 t, in Papenburg Gesammtverkehr 91 682 t, davon per Wasser 44232 t. In Hamburg Gesammtverkehr 3 531 328 t, davon per Wasser 1576529 t, in Mülhausen im Elsaß Gesammtverkehr 467 695 t, davon per Wasser 199 003 t. In Berlin (pro 1879) Gesammtverkehr 8685976 t, davon per Wasser 3674762 t, in Duisburg Gesammtverkehr 4 600 612 t, davon per Wasser 1 553 470 t, in Heilbronn Gesamml1verkehr 380804 t, davon per Wasser 115 982 t, in Mainz Gesammtverkehr 454 510 t, davon per Wasser 123 779 t, in Ludwigshafen Gesammtverkehr 102 337 t, davon per Wasser 239658 t, in Colmar i./E. Gesammtverkehr 106 983 t, davon per Wasser 23 311 t, in Lübe> Gesammtverkehr (d. h. nur Einfuhr) 254950 t, davon per Wasser 48 321 t, in Dresden Gesammtverkehr 1420207 t, davon per Wasset 212907 t, in Emden Gesammtverkehr 92163 t, davon per Wasser 13187 t, in Cöln a./Rh. Gesammtverkehr 1,651 672 t, davon per Wasser 214 369 t, in Riesa Gesammtverkehr 175 150 t, davon per Wasser 19455 t, in Frankfurt a. M. S Dertyo 884 701 t, davon per Wasser 93 822 t, in Breslau Gesammtverkehr 1520718 t, davon per Waller 145,902 t, in Wesel Gesammtverkehr 214 428 t, davon per Wasser 18547 t, in Neuß Gesammtverkehr 1 119 630 t, davon per Wasser 81889 t, in Kehl Gesammtverkehr 77892 t, davon per Wasser 3400 t. Der Redner theilte hierauf noh mit, daß in einer großen Anzahl von Handelsplätzen der Gütertransport, anz besonders der perWasser, in den letzten Jahren E zurü>kgegangen fei. Ganz befonders sei dies der Fall in Königsberg, Tilsit, Memel, Danzig, Thorn 2c. er Schiffahrtsverkehr auE der Oder, ganz vor- nehmlih der in der Gegend von Breslau, leide daran, daß dort nur zumeist Segelschiffe existiren. Gunslio stehe der Wasßsergüterverkehr auf der Warthe, ebenso auf der Ostsee, und ganz erheblich gestiegen sei der Schiffsverkehr auf der Elbe. Die auf der Elbe in erheb- lihem Maße fortgeschrittene Schiffahrtstechnik sei wesentlih die Ur- sache des gesteigerten Verkehrs, Au<h der Schiffsverkehr in Berlin

und im Wesergebiet se: in den leßten Jahren gestiegen. Der Redner {loß mit der Bemerkung: er werde bemüht sein, diesen seinen Vor- trag dur< weitere Quellenftudien zu ergänzen und ihn dann dem Dru>e zu übergeben. “‘

Die am 16. d. M. abgehaltene Monatssißung des Heraldi- \<hen Vereins Herold zu Berlin bot Fetealnis Interesse dur< die Anwesenheit mehrerer auswärtiger Herren, die als Delegirte zur Heraldischen Ausstellung hier anwesend sind. Von denselben er- griffen im Laufe der Sitbung Graf Daugnon aus Mailand Namens der italienischen Heraldishen Akademie, Graf zu Limburg-Stirum für den „Nederlandsen Heraut“ und Dr. Hartmann v. Franzenshuld aus Wien das Wort, um die Sympathien ihrer Vereine mit den Bestrebungen des diesseitigen und ihre Glü>kwünshe zum Ge- lingen der heraldis<en Ausstellung auszusprechen. Nah Auf- nahme von a<t neuen Mitgliedern und Anmeldung von 11 fol<en (wodur die Zahl der Mitglieder nunmehr 600 über- schritten hat) erfolgte die Erledigung ges{äftliher Angelegenheiten. Von besonderem Interesse war die Mittheilung des Vorsißenden, daß Se. Majestät der König von Bayern dur< den Legationssekretär Baron von Podewils Allerhöchstsein Interesse für den Verein und die Heraldische Ausstellung sowie den Wunsch hat ausf\prechen lassen, von einigen der ausgestellten Gegenstände photographische Abbildungen zu erhalten, insbesondere von dem Porträt des Wiedertäufer-Königs Johann van Leyden , von dem Gräflih Brühlschen Porzellan sowie von dem Ordensgewand des Ordens vom heiligen Geiste.

Paris, 16. Mai. (Cöln. Ztg.) Gestern Abend 85 Uhr wurde die von einer Gruppe Künstler veranstaltete internationale Gemälde- Ausstellung in der Rue de Séze eröffnet. FÜünfzehn Künstler haben die Ausstellung beschi>t, nämlih: Menzel und Knaus (Deutschland), Jules Dupré, Gérome, Baudry (Frankrei), Alfred Stevens (Belgien), de Nittis (Italien), Bogolubow, Pokitonow (Nuß- land), Alma Tadema, Millais (England), Madrazo (Spanien), Charlemont (Oesterrei), Wahlberg (Schweden) und Israels (Hol- land). Von Knaus sind se<s Bilder, von Menzel nur eins, feine „Prozession“ ausgestellt. Der Zudrang war sehr groß. Die Zahl der ausgestellten Bilder beträgt 115.

Das Programm der am Sonntag im Königlichen O pernhause stattfindenden, von dem Verein , BerlinerPresse“ veranstalteten Matin ée ist nunmehr festgeseßt. Dieselbe wird dur einen von Hermann Kletke ver- faßten und von Frl. Clara Meyer gesprowenen Prolog eingeleitet, Hierauf fingen die Herren Parboni, Aramburo und Gasperini und Frl. Adini von der italienis<hen Oper den II1. Akt aus „Poliuto“, Die Direktion des Orchesters hat Hr. Direktor Bimbini mit der Berliner Symphoniekapelle übernommen. Sodann bringen Lr Frieb-Blumauer, die Frls. Conrad und Mariot und die Herren Dehni>e und Keßler vom Königlichen Schauspielhause das Putlißsche Lustspiel „Eine alte Schachtel“ zur Aufführung. Die Herren Giordano, Brogi und Gasperini und Frl. Adini werden hierauf den 111. Akt qus „Grnani“ vortragen. Frl. Schoen<hen vom Königlichen Theater am Gâärtnerplaß in München folgt mit 2 Vorträgen und der Schluß bringt die belustigende Posse „1733 Thlr. 225 Sgr.“ von Ed. Jacobson. Neben Emil Thomas werden darin mit Bewilligung des Hrn. Direktor Wolf einige der beliebtesten Mitglieder ves Belle- Alliance-Theaters mitwirken und zwar die Damen Helzig, Strahl und Heine und Hr. Dorn. Ein Zufall will, daß neben dem „Kälbchen“ des Hrn. Thomas auch der erste Darsteller einer anderen komischen Figur des Stü>es bei der Matinée mitwirken wird. Es ist dies Hr. Otto Schindler, der bekannte draftische „Hans Styx“ in „Orpheus in der Unterwelt “, der zufällig in Berlin anwesend ift, und sich bereit erklärt hat, in der damals von ihm gespielten Rolle des Chaussee-Cinnehmers aufzutreten.

Gs ist dem Publikum sicher selten ein \o vorzügliches und mannigfaltiges Programm geboten worden, das an und für si, ab- gesehen von dem guten Zwe>, nicht verfehlen wird, auf einen zahl- reichen Besuch der Matinée hinzuwirken.

Friedrih-Wilhelmstädtisches Theater. Die Herzo g-

Hostheatergesells<aft wird

lih fsa<hsen-meiningens<e am Sonntag und Montag die Aufführungen der „Wallenstein- Triologie“ zum Abs{luß bringen. Eine spätere Wiederholung ist unmöglich, da der ganze Apparat na< Nürnberg gesandt werden muß wo die Gesellschaft am 3, Juni ein Gastspiel beginnt. Der Sluß des hiesigen Gastspiels findet am 31. d, Mts. statt. Krolls Theater. Als nächste Sonntagsvorstellung geht Lorßings reizende romantische Oper „Undine“ in Scene. Den Opern- aufführungen, die fast an jedem Abend we<{seln und bis jeßt in den ersten 14 Tagen der Saison nur 2 Wiederholungen gebracht haben gewiß ein Beweis für den Fleiß des Personals wird vom Publi- kum das regste Interesse entgegengebrabt, Auch bei ungünstiger Witterung ist das Haus fast immer gefüllt. Central-Skating-Rink. Aus Musikkreisen der Direktion der Italienischen Oper zugegangene Zuschriften haben eine Wieder- holung der reizenden komischen Oper „Crispino e la Comare“ als sehr wünschen8werth bezeihnet, und die Direktion willfahrt diesem Wunsche, indem Le morgen, Sonnabend, diese melodienreihe Oper der Ge- brüder Ricci in der aus früheren Vorstellungen bestens bekannten Be- seßung in Scene gehen läßt. Reprise des „Maskenball“.

In dem Flora- Etablissement zu Charlottenburg er- regen gegenwärtig unter der reichen Frühlingsblüthe, wel<e die gärtneriscben Anlagen ziert, die großen Stiefmütterhen-Teppichbeete, die U ems an der s<rägen Rasenböshung des Vorplatzes hingebreitet sind, Bewunderung. In der großen Glashalle hat wieder eine Musa Ensete eine mä<tige Vollblüthe entwi>elt. Auch \ ringt hinter den tropishen Gewächsen im Hintergrunde der Halle ein blühender hoher Rhododendron in die Augen, während man mebr im Vordergrunde reizende Gruppen von dunkelrothen und gelben Pan- toffelblumen mit rothweißen Glailezinien und sternförmigen blauen und rothweißen Concrarien erbli>t.

Die Konzerte der ehemals Bilse'schen Napelle unter Leitung des Königlichen Musikdirektors, Professors von Brenner, erfreuen \i< großer und wohlverdienter Theilnahme. Die rauhe Witterung kommt diesen Konzerten insofern zu Statten, als sie im Saale stattfinden, wo das Piano, dur< welches diese Kapelle \i< besonders auszeichnet, im geschlossenen Raum unglei< mehr zur Geltung fommt, als im Freien, Bei dem gestrigen Konzert war der große Saal überfüllt, und die Kapelle, namentli<h der Violoncellosolist Hr. Antoine Hek'- king, erhielt raushenden Beifall.

Die gestrige Ballonfahrt des Mr. Godard, die vorletzte in dieser Saison, nahm wieder einen gelungenen Verlauf. Kurz nah 7 Uhr bestieg Mr. Godard mit seinem Sohne und zwei anderen Perten die Gondel, um um 7 Uhr 59 Minuten bei Großbeeren zu anden,

Am Sonntag folgt dann die zweite

London, 19, Mai. (W. T. B.) In dem Drurvlane- Theater wurde gestern Abend die deut\<e Oper unter den Direk- toren Franke und Pollini mit dem „Lohengrin“ von Richard Wagner unter Leitung des Kapellmeisters Richter eröffnet. Das Haus war bis auf den leßten Play besetzt, die Ausführung äußerst glänzend.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Dru>: W. Elsner. Vier Beilagen (eins{ließli< Börsen-Beilage),

avßerdem ein Fahrplan der Königlichen Eisenbahn-Direktion Magdeburg.

Berlin:

Zweite Beilage | Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 19. Mai

zum Deutschen Reichs-

A 116.

21852.

{verfahren au< die Gewinnung der Preßhefe über- hat die Verarbeitung von Obst, Beeren- , Mais, Kastanien und dergleichen ge- sibtigung gefunden. Hieran \{ließt sich in der zweiten Gntwikelung der Branntweinsteuergesetzgebung in r dritten Abtheilung endli reihen fi an die Para-

hervortretend und Erläuterungen lben ausmachen und dazu ung und ibrer Wirkungen Die vorliegende zweite, vielfah ver- mehrte und verbesserte Auflage des Buches bietet nit allein den sihtsbeamten zur erfolgreihen Handhabun stimmungen und zur Ermittlung, sowie Festste Gesetesübertretungen instruktive Fingerzeige, den mit der Unter

Statistische ZMachriBteu.

e Erscheinen des von Hrn. Geh. Rath en Generalberihtes über das Medizinal- dt Berlin in den Jahren 1879 und 1880 itgetheilt. Hier geben wir aus diesem igen wieder: Was die Kanalisation aren bis Ende 1880 im Ganzen an die Kana- Häuser oder 41,1%/5 der bewohnten Grund- <net der Verwaltungs- Radialsystem die 5 134 199 cbm befördert worden sind, sich fol-

gewöhnlichen Wai sicbtlich dargesti..t früchten, Weintrauben, Melasse bübhrende Berück Abtheilung die

eihfalls überw

affins baben, MEDIE Reinwasserbassin kommt.

„als Filtermaterial zu

e Schicht von grobem Kies, d em Sand. Die oberste sich b teren wird, so o ganze Sandschich 1877 eine D Wasser in

dagegen in befriedi ( Die mikroskopis liche Abwesenheit aller O rung entwi>eln

Wir haben das kürzli Prof. Dr. Skzreczka erstattet und Sanitätswesen der Sta bereits an anderer Stelle m Berichte folgende Mitthei lur von Berlin betrifft, so w lisation angeschlossen 7478 stüde überhaupt. F beriht des Magistrats, daß îm IIL. Kanaiwasser, welche aus der Stadt ( zusammenseßzten: der Straßenleitungen den Kanälen ] NRegenwasser Wirth|haftswasser 4 587 252 ebm 89,3 %. das täglich wegzupumpende Haus- und ‘ea. 12 565 cbm p Grundftü>k. Zur Unterbringung der K nigung durch Ueberrieseln von L bekanntli die Güter Osdorf Über 824 ha) und die Güter Marzahner Ointerpläne (zusa Der erstere Komplerx ist für die Wässer der 1TII, bestimmt, der zweite für die regelmäßigen Mie Theile von Falke1 dens abgesehen, jedo< stellte si

: Die gemauerten unterst große Feldsteine, dann ann eine 600 mm ald {wärzli< fär ft erforderli, abgehoben t erneuert. Für die R ampfsandwäsche eingerichtet. seiner <emis<hen Zusammen ender Weise geklär

. Außerdem

dire Schicht ärbende Schicht , mit der Zeit die des Sandes

Durch die Filtration wi seßung nur went t und zum Theil be Untersuchung ergiebt meistens r Vrgantismen. _sih in dem fi Ver günstige Erfolg ieselbe sehr langsam un auf die Reinh

gedru>t sind, welche einen wesentlihen Bestandtheil desse dienen, den Geist und Zwe> der Gesctzgeb zur Anschauung zu bringen.

Ergänzungen

ür das Jahr 1879 bere g geändert,

gendermaßen [trirten Wasser nur \pärl ider Filtration wird dadur d unter sehr geringem Dru> b teinhaltung der Filter die äu filtrirte Spreewasser, wie es die zur Zeit liefern, kann, so bemerkt der ein re<t brau<bares Trink- und eignet si< au< für all brauchen. Theil von de bin geschaffte reservoir von wo aus es dur< natürlich Tegeler Wasser Ufer des fast ganz von Havel gebildeten Tegeler S von einander, nahe dem Ufe [egt auf ca. 10—24 m Wassertiefe. aus den Brunnen drücken es durch ein

„gezubet wurde: 80410 cbm = i einzelne Hierna< würde sich Wirthschastswasser allein auf en und 5,14 cbm täglih pro Kanalwässer und zu ihrer Rei- and sind von den städtischen Behörden und Friederikenhof (zu Falkenberg und Bürknersfelde, sowie die mmen etwas über 736 ha

der geseßlichen Be- 1g der verschiedenen sondern verschafft au< fu<hung und Entscheidung in derartigen Prozessen uten Behörden ein Bild von dem Gange und den Eigenthüm- iten dieses Verfahrens, namentli< insoweit fie selbst zu einer Mitwirkung bei denselben berufen sind. So dürfte denn das Buch in seiner neuen Bearbeitung in den Kreisen, für die es bestimmt ift, eine ebenso wohlwollende Aufnahme finden, wie die erste Auflage.

ewirkt und rste Sorgfalt verwandt wird. erke vor dem Stralauer Thor der Bericht, im Allgemeinen als und Wirthschaftswasser bezeichnet werden welche reines Wasser rstraße wird das zum Tegeler Werken dort- n überwölbtes Hoch- e gehoben, von rtheilt wird.

Tag heraus1tell

e Gewerbebetriebe,

An der Hebestation in der Belforte n Stralauer, zum Theil von den

Wasser mit Dampfpumpen in ei 1065 cbm Inhalt bei 4,5 m Wa en Fall in der Hochstadt ve verke entnehmen wir dem Berichte: Am geschlossenen, dur< eine But der ces sind in Entfernungen von 50—100 m seiner Linie folgend 23 Tiefbrunnen ange- maschinen heben das Wasser - Reservoir und 3 andere <messer na< Char- asser von Tegel nah ttenburg hat die Auf- Wasser (42 200 cbm) Bedarf der Bevöl- {wankt in den Tages- und 70% des täglichen Verbrauchs. MReservoir von 12000

ijammen etwas

/ ) angekauft. _NRadialsysteme I., II. und Radialsysteme IV. und V. Im eile von Dédorf und seit 1879 rde von einer Drainage des Bo- dieselbe als nothwendig heraus

e E T Witterungserscheinungen im nördlichen und mitt-

leren Deutshland während des April 1882.

Seit dem November des vorigen Jahres hatte die Witterung einen von dem normalen Verlaufe derselben abweichenden Charakter infofern gehabt, als die Monatstemperaturen vom November bis März; sämmtlih ihre langjährigen Mittelwerthe um mehr oder Bald na< Beginn des April gestaltete sich das Wetter rauher und kälter und an den einzelnen Stationen zählte man Frosttage in dieser Zeit, als während des März, in welcheur ( derselben überbaupt Frosttage gar nicht hatten. im ersten Monatédrittheile,

Ueberrieselung

| im Winter namentli

landwirthschaftlichen sser im Winter in Bafsins Umwallung einzelner Stücke 1 die Bassins dur< Beginn a vver Bassins

l ausführbar , sichten, und es werden da die auf den

in das Ausgleichungs enrohr von 910 mm Dur lottenburg. Es werden pro Minute 31 ebm W Charlottenburg beförder

her die Kanalwä Ac>kern durch Im Sommer werder und bestellt.

eingestaut,

hergestellt werden. weniger Üübectrafen.

l Die Station Charlo n den 24 Betriebsstunden geförderte zu vertheilen und den ftündlid we<{selnden

kerung Berlins Î ¿zwischen 1 läufig „genügt ein

do<h ist die Erbauung eines

oßes offenes Standrohr si Die Leistung der Tegeler Werke hat i als eine völlig befriedigende ergeben, d Inbetriebsetzung in Beziehung auf di stände hervor, die ih zu einer förm gestaltet haben. lien Stadttheilen,

liden und westlice \caffenheit des Wa gélbbrännliche bis selben cin krümelicher, to Es wurde alsbald der U dieselbe in massenhafter En der Tegeler Werke

Schien es nun als ob für den auffallenden Wärme- vorangegangenen Wärmemangel des April eine Z werde, so hob si< do< die Wärme später, so daß, wie die eist, die Gesammttemperatur des ganzen <nittêwärme desselben nur wenig ab- r der diesjährige April no< etwa um nah Westen betrug der Unterschied we- Ueber die Menge der Niederschläge läßt fich kaum etwas All- sagen, leßtere \hienen mehr von lokalen Verhältnissen ab- Im Allgemeinen wurde das Durchschnittsquantum nicht Nur an mehreren der \{lesishen Stationen, welche im hr wenig Niederschläge gehabt hatten, waren dieselben im , als die Durschnittszahl angiebt. Die erste Ô auch no< einige Schneetage an solchen Stationen, an denen im März kein Schnee gefallen war. Am 1. April war die Witterung no< ebenso mild, als sie zum Schlusse des März gewesen war. Mit dem Steigen des Barometers, welches bis zum 6. und 7, April, wo der Luftdru> sein Monatsmaximum erreichte, kontinuiclich fortdauerte, f längere Zeit die polare Windeëströmung aufz in den ersten 10 agen wehte überall fast kontinuirli< Ost- und Nordostwind. Die Stärke war an den meisten Stationen rar mäßig, an einigen aber wechselte Windstille mit kurzen stürmischen Unterbrechungen wiederholt mit einander ab. Bei den vorherrschenden östliben Winden war die Atmosphäre im Allgemeinen tro>en uitd namentli des Nachmittags, wenn die Wärme sib mehr steigerte, die relative Feuchtigkeit sehr gering. Die ersten Monatstage hatten fast überall ftark bede>ten Pimmel, bei dem anhaltenden Ostwinde hellte er sich aber mehr und mehr auf; die Tage vom 5. bis 8. April waren überall heitere Tage und an den meisten Stationen ohne alle Wolkenbildung. {läge fielen bis zum 10. April entweder gar nicht, oder, wo es ge- \<ah, meist nur in geringer Menge, die Feuchtigkeit {lug si viel- mehr des Nachts und des Morgens als Reif nieder. t stationen Schreiberhau und Wang maten hiervon eine Ausnahme, beide hatten am 3. April und dann wieder vom 8. April an starke Schneefälle, die Schneekoppe aber erst vom 9. April an und in auch auf den Höhen des Thüringer Waldes in Großbreitenbah —, sowie im Harz in Clausthal gab cs an diesen Tagen Schnee und Regen, zum Theil unter sehr stürmischen. Wetter. Was die Wärmeveränderung anlangt, so trat eine Abnahme der Temperatur in den östlichen Provinzen sofort zu Anfang des Monats ein, es be- trug dieselbe vom 1. zum 2. April mehrfa< 3 bis 4 Grade. Im äußersten Osten sank das Thermometer {on vom 3. April an untér den Gefrierpunkt, weiter nah Westen hin vom 6. April an. In den westlichen Provinzen blieb während der ersten Monatstage die Wärme ziemlich unverändert und mit Ausnahme der Höhenstationen fiel das Thermometer erst beim Schlusse des ersten Monatsdrittheils unter Das absolute Minimum erreichte die Wärme an pril; es betrug dasselbe uur auf der S<neekoppe —13,6 Grad, im Uebrigen ging es nirgends bis —9 Grad. Bereits zu Unfang des zweiten Monatsdrittheils hatte das Barbmeter zu sinken angefangen und erreichte an mehreren der öfst- lihsten Stationen bereits am 15. April sein Monats8minimum. Es drang nun die äquatoriale in die polare Strömung, jedo< so, daß leßtere abwechselnd ab und zu wicder zur Geltung kam; es fielen jeßt überall Niederschläge, hier und da unter elektrischen Entladungen. Da die Lufttemperatur no< niedrig war , so traten die Niederschläge in dieser Zeit meist als Schnee auf. | 1 fiel in diesem Monate der leßte Schnee am 13. und 14., in den mittleren {on ein paar Tage früher,

den Bassins sind 11 bereits drainirt. ¡u deen.

und Friederikenhof entwäfsern sich in die Havel ergießt. werke sfecien hier folgende Polizei-Präfidium längere Zeit hindur war, die städuschen Behörden dazu nete Anlagen die Versorgung der Wasser zu bewirken, -Hinceldey

Ländereien v in das Flüßchen Nuthe, Ueber die städtischen W Angaben w

on Osderf

t cbm Gehalt, 1 in Aussiht genommen. <ert die Stadt vor Ueber < in quantitativer Beziehung agegen traten bald nach ihrer e Qualität des Wassers Uebel- lihen Kalamität für die Stadt gust wurden Anfangs vereinzelt in den süd- dann in immer vermchrtem Maße in allen \üd- n Stadttheilen Klagen über die \{<le<te Be- sserleitungswassers laut. Es zeigte: lo>en und beim Stehen schied sich aus dem- hnliher Bodensaßz in großer Menge aus. rsache dieser Erscheinung nahgefors{t und twidelung einer Algenart in den Reservoirs tung der städtishen Wafsser- daß eine gründliche Abhülfe der erreichen ließe, wenn das aus den Tegeler Filter gereinigt würde, „unter dem 5, Oktober

Ausgleichung iedergegeben: Nachdem das < ohne Erfolg bemüht gewesen rerseits durch geeig- reinem brau<hbarem olizei-Präfident von 14, Dezember Unternehmern ,

unten folgende Uebersi&zt nahw Monats April von der Durchs\ wich; im äußersten Osten wa einen Grad zu warm, weiter

zu bewegen, ih ) Stadt mit : t {{<loß der damalige P im Auftrage der Staatsregierung

verpflichteten, und Gassen der Stadt Berlin nah Vertrages mit fließendem Wasser zu 1. Januar 1856 gerechnet) sollten die [längerung des Vertrages erfolgte, des Staates übergehen. eine englische Ges Spreewassers, we

näherer Bestimmung verschen, Nach 25 Jahren Wasserwerke, wenn keine gegen den Taxw hen. Die Unternehmer, an de ellschaft trat, bewirkten die Wasser _weles nahe oberhalb des Oberb nommen und filtrirt wurde. Die Versorgung blieb den Bestimmungen des Vertrages war die Ges 60259,2 m Straßen und

1 sich in demselben April bedeutender

erth in den Besitz des April hatte

ren Stelle später versorgung mittelst aumes dem Flufse ent- eine unzulängliche. Nach t nur verpflichtet ehen und obgleich i n im Jahre 1856 blieben do< große Stadttheile ge von der Wasserversorgung ganz ausges{lo ler Zustand einen Hauptanlaß en hatte, erfolgte ß eine Abstellung der früheren Uebelst 1nd gar nicht bewirkt wurde. {ih sogar, weil mit der Wasserversorgung der richtung von Water-Closets allg vielfah in die Rinnsteine gelangte.

erst 8114 Grundstü>ke mit

Grund1tü>e

gefunden. Die Verwaltun kam zu der Ueberzeugung, Uebelstände sih nur dadur Tiefbrunnen und demgemäß beantragte der Magistrat 1878 bei der *Stadtverordneten-Ver erforderlichen

2 e : ewonnene Plätze mit Wasserröhren zu ver 9

¡gber diese Grenze alsbald hinaueging und \<o 325,4 m Nöhren gelegt hatte, wegen ihrer Höhenla die Spülung der

Herstellung no< Versuche

einverstanden Magistrat, behufs genauerer Unter- en anstellen zu lassen und hr eingeseßten Aus\<{usses s Aus\busses Sacverstän- esultate die Ver- anzustellen. angs 1879 in Be- dem Kuratorium Wasserwerke erstatteten Bericht mit Nüksiht dar jen von den bedeutenden Kosten, des Beschlusses der Stadtverordnetenv Tiefbrunnen zu erwarten

| Rinnsteine, deren üb zur Errichtung der Wasserleitung gegeb hafter Weise, da Bezichung ganz 1

mit Abessynierbrunnen

subung des Wassers aus verschiedenen Tie bei diesen Versuchen Mitglieder des von zuzuziehen, event. au< no< auf Antrag de dige zu hören und andere Experimente, meidung der Anlage von Filtern erwarten ließen, oire wurden demnächst gebaut und Anf trieb geseßzt. Der Magistrat hatte nah dem von der städtischen daß, abgesehen

in fo mangel- belstände in dieser

Dieselben steigerten Häuser auch die Ein- emeiner wurde und deren Spülwasser Zu Ende des Jahres 1873

16704 bebaute

Grundstücke 1873 nah dem Durchschnitt auf ca. 15 660, so waren Ende 1873 ca._51 °/9 derselben mit Wasserleitung versehen. Zu Ende des Jabres 1873 sah sich die städtische Verwaltung daher im öffent- lichen Interesse veranlaßt, die englishen Wasserwerke anzukaufen, und übernahm nunmebr selbst die Versorgung der Stadt mit Wasser. Eine Erweiterung der alten Werke wurde nit für zwe>mäßig erachtet, fondern die städtisben Behörden gingen fofort daran, neue Wasser- werke am Tegeler See bei Berlin zu errichten, welcbe ein durch Tief- brunnen ers{<lossenes Quellenwasser liefern sollten. Dieselben konnten bereits im November 1876 in Betrieb genommen werden und lieferten 1877 bereits nahezu die Hälfte des Wassers für die Stadt. Die alten Werke wurden gleichzeitig dur< Einrichtung einer neuen Wasser- fog. Windmühlenberge (Belforterstra vervollftänd

neuen Reserv E : Die Höhen-

dur< die Ausführung 1 ersammlung Gefahren für die geringexem Maße; herbeigeführt ,

h Polizeipräsidium Schlusse dieses Abschnitt Standpunkte, wie die V und halte es vor Allem für dur gelieferte für die mei der Tegeler Werke d namentli auch aus sanitären Gründ theilige Wirkung des Te niht wahrscheinli sei, Benutzung des sehr

/ Bericht am 8 beinerkt, im Wesenilihen auf demselben der Wasserwerke und dec Magistrat, us nothwendig, daß das bisher sten Zwe>ke unbrauchbare Wasserleitung8wasser und vorwurfsfreies ersetzt werde, en, weil, wenn auch geler Wassers in seiner jeßigen Beschaffenheit

die Bevölkerung mehr und mebr zu der eren Beschaffenheit nah runnen gedrängt werde.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

betreffend die Besteuerung des Brannt- 8, Juli 1868, unter Berücksichtigung der Motiv ammelten amtlichen Materialien, reußischen Ober-Tribunals und Genehmigung des Herrn gegeben von Staemmler, Ober-Skteuer- Zweite, vielfaW vermehrte und verbesserte

Verlag von Julius Springer. 4,60 M Die vorliegende Arbeit bes{dftigt i vom 8, Juli 1868, wie solches in den Großh Me>lenburg-Schwerin , Mecklenburg-Streliß, Lauenburg,

ur< ein anderes eine na(h-

hebungsftation \{le{<ten, aber seiner äu

den Gefrierpunkt. verlo>enden Wassers der alten Haus

ender den meisten Orten den 11. erbaute Hoch-Reservoir > l

die hocgelegenen Stadttheile im Norden und Nordwesten de (mit ca. 60000 Einwohnern), die bisher v fast ganz ausgeschlossen geblieben waren, : Der Bericht über die Verwaltung der städti 1879 giebt für das Vorjahr die Größe des in Wasserquantums auf 18 661 679 cbm an, Bewohner der an die Wasserleitung angeschlossenen Grundstü>te wird als an Wasser geliefert angenommen: 1873 68 1, 1874 74 1, 1875 74 1, 1876 74,5 1, 1877 74,5 1, 1878 66 1, 1879 62 1 und 1880 ergiebt sib, daß wenn auch ein der Stadt mit Wasserleitung versehen ift, nämli 85,9% der bebauten Grundstü>ke im Jahre 1880 gegen 51% im Jahre 1873, do die Menge des von jedem Bewohner der angeschlossenen Häuser verbrauhten Wassers in den letz ringer geworden und im Vergleiche mit dem Verbrauche in anderen mit Wasserwerken versehenen Städten ein re<t geringer ist, Ein nit geringer Theil der im Ganzen jährli gelieferten Wassermenge wird nicht in den Hauskaltungen und Gewerbebetrieben, so . aut, wie für Spülung der Rinnsteine und Ka- nâle, Straßensprengung, Speisung der Springbrunnen, Unterhaltung der Gartenanlagen und Spülung der öffentl ür diese Zwe>ke wurden verbraucht in dem Betriebsja 1, April 1878 bis 31, März 1879 1 037 802 cbw, 1. April 1879 31. März 1880 1 628 278 cbm oder resp. 4,70 und 8,53% der anzen gelieferten Wassermenge. Die Wasserwerke am Stralauer entnehmen das Wasser aus der Spree unmittelbar oberhalb des Ober- baumes, filtriren dasselbe und drücken es mittelst mehrerer Dampf- maschinen in das aus gußeisernen Röhren beste au nach der Hebestationin der Belforterstraße. von diesen Werken aus ver

on der Wasserversorgung ,„ mit Wasser zu versehen. chen Wasserwerke pro die Stadt geförderten Pro Tag und Kopf der

weins8s, vom Verhandlungen des Reichstags aus ges sowie Entscheidungen des früheren p des Neicb3gerichts. inanz-Ministers heraus n\pektor zu Coblenz.

Berlin, 1882.

Erläutert und mit

In den östlihften Provinzen viel größerer da hier die < mit dem Gesete erzogthümern Hefen, Herzogthume

Schneetage. dur< das

ten 5 Jahren erbeblich ge- Niederschläge

Lübe> und Geseh vom 16. Mai 1873 au<h in Elsaß-Lothringen

Besteuerung

Bedeutung Riesengebirges. Scthreiberhau ergaben die Schncefälle vom 8. bis 12, April eine Wasserhöhe von 35,5 mm, in Wang von 45,7 mm, ( diese Höhe nur 23,5 mra, in Eichberg 18,9 mm, in Breslau 122 ma, An den westlicher gelegenen Höhen- owie an der ohngefähr in tlihen Station

Brannlweins während auf der Scneekoppe in den Regierungsbezirken Wiesbaden und Cassel, sowie in dem Ge- en Königreichs Hannover und der Herzogthümer e Paragraphen wörtli< überein,

stimmungen des dur die Aller-

öffentliche Zwecke verbr biete des vormali

Schleswig und H und ebenso

in Görliß 7,0 mm betrug. P Ra p Ti

leiher Höbe mit letztern gelegenen südwoe Ln de Scthneefälle in dieser Zeit nur unbedeutend, Die Aende- rung in der Windesrichtung führte in der Mitte des Monates eine allmähliche Steigerung in der Wärme mit sich, die während des zwei- pril mehr betrug, als die Wärmeabnahme im ersten Drittheile. Jm äußersten Osten war sie gering, weiter na Westen zu wus sie. Die mittlere Temperatur des 11. April betrug in Königsberg 4,29, die des 19. April 8,2. I; dieser Zeit die Tage8wärme von 1,99 bis 11,59, in Breslau von 1,09bi811,59, in Berlin von 3,69 bis 12,89, in Hannover von 1,89 bis 13,39, in Cöln von 4,90 bis 13,2%, Auch an den Höhestationen nahm die Wärme in dieser Zeit bedeutend zu, in Wang von 3,19 b der Schneekoppe, wo am 11. April den ganzen Tag heftiger Nord- sturm mit Schnee herrschte, von —9,89 bis 3,29, Zeit fiel au von den höher gelegenen

euerlösczwe>e,

olstein bis a hen Bedürfni

mit den wesentli{sten Be hôchste Kabinetsordre vom 8, Dezember 1833 in den hen Zoll- und Handelsverein gehörigen preußische eingeführten Regulativs vom 24, November 1833, Regulativ \{on na< dem Erkenntni 14, November 1862 als cine authenti dahin über die Branntweinbesteuerung in Preußen erlassenen rfte das vorliegende Gesetz, tsordre vom 10. Januar April 1854

zum Thüringi- n Landestheilen Wie nun dieses des Ober-Tribunals vom

ten Drittheils des he Jaterpretation ter bis

nde Leitungssystem und er Stadtbezirk, welcher sorgt wird, ist kein in sih abgeslofsener, ndern die Röhrenleitungen derselben kommuniziren mit denen der cler Werke, so daß je nah den Dru>verbältnissen vielfach die- en Häuser mit Wasser bald aus den alten, bald aus den neuen Der Geruch und Geshma> des Wa ist oft cin etwas dumpfiger, modriger. Die Filtration des Wa wird mittels elf Filterbasfins v Grundfläche von zus

werden konnte die Bestimmungen der sowie das Gesez vom 19. und wel<hes alle gültigen Bestimmungen, z, etreffend: die subsidiarishe Ha t, selbst den älteren preu andbu< erweisen. Was die Eintheilung des andelt die erste Abtheilung den te<nis<hen Be- trieb der Brennerei dur< alle Fabrikationsakte, und ist neben dem

n Bromberg stieg während ten Kabinet zum Grunde das Gesetz

ischen Beamten si

is 8,69 und auf 8,7; Juli 1868,

Unternehmers, enthäl als ein brau<bares Buches anlangt, so be

erken versorgt werden, Während dieser

überall der leßte Frosttag im April, und nur an einigen tationen sank au< in der nächsten das Thermometer no< unter den Gefrierpunkt, Nachdem vom 15.

on nahezu gleicher Größe mit einer ammen 37 000 qm bewirkt, von denen 3 über-