1882 / 152 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Randers: __ Ende März pro 100 Pfd. dänisch: (120 Pfd. holl. {w.) 6,25 Kron. . . = April pro 100 Pfd. dânisch: (120 Pfd. boll. s{w.) 6,10 Kron. __Horsens: Mai pro 100 Pfd. dâänisch: (118—120 Pfd. holl. \{chw.) 6,00 Kron. Hijörring: Mai pro 100 Pfd. dänisch : (112—115 Pfd. hol. \{w.) 6,00—650 Kron. DGSEexstte Kopenhagen: Mai pro 100 Pfd. dänisch:

6,71

6,71—T7,31

2zeilige (112—114 Pfd. holl.) 6,40—6,70 Kron. = 7,19—7,55 4 pr. Ctr.

Greilige (108113 , , )680—700 , Aarhuus: Ende März pro 100 Pfd. dänisch: (110 Pfd. holl.) 6,30 Kron. = April pro 100 Pfd. dänisch: (110 Pfd. holl.) 6,20 Kron. = Mai pro 100 Pfd. dânisch: (110 Pfd. holl.) 6,10 Kron. Rändéts: Ende März pro 100 Pfd. dânisch: (110 Pfd. holl.) 6,20 Kron. = April pro 100 Pfd. dänisch: (110 Pfd. holl.) 6,10 Kron. Horsens: Mai pro 100 Pfd. dänish: 4 5 trocken geerntet O D, Bol) 0/90 Ron = 73 naß 3 (106 5 G00 G 5 Gor Inga! / Fi Be B Bn dänisch: 9zeilige (105—106 . holl.) D 6zeilige ( 95— 96 f : ) ( ° 6,50 Kron. 4) Hafer. Kopenhagen: Mai pro 100 pfd. dänish: (87—90 Pfd. holl. \{chwer) 6,40—7,00 Kron. = Aarhuus: Ende März pro 100 Pfd. dänish:_ . (80 Pfd. holl. s{wer) 6,40 Kron. = 7,19 4. pr. Ctr. April pro 100 Pfd. dänisch: J (80 Pfd. holl. {wer) 6,50 Kron. = 7,31 Æ pr. Ctr. Mai pro 100 Pfd. dänisch: (80 Pfd. holl. s{chwer) 6,40 Kron. = 7,19 M pr. Ctr. Randers: ; Ende März u. April pro 100 Pfd. dänisch: (80 Pfd. holl. \{wer) 6,20 Kron. = 6,95 4 pr. Ctr. Horsens: Mai pro 100 Pfd. dâänisch: (74—80 Pfd. holl. \{chwer) 6,50 Kron. = 7,31 4 pr. Ctr. H jörrin g: Mai pro 100 Pfd. dâänisch: 6,50—7,50 Kron. = U T Koppenhagen: Ï Mai pr. 100 Pfd. dânish süße Butter I.a. 120 Kr. = 270 ; a O. 2,48 gewöhnl. I.a. 90—96 ¿ II. a. 84—88 , g ITI. a. 80—82 ,

S,

7,31 M pr. Ctr.

7,19—7,88 4. pr. Ctr.

7,31—-8,45 M.pr. Ctr. M VL. Kilo;

1V.a. 76—78 V, a. 70—74

Aarhuus: |

Ende März pro 100 Pfd. dän. beste Butter 130 Kr. = 2,94 4. pr. Kilo.

" y y "” gute 120 "” E, 2,75 «v Mittel O6 geringe 90. _= 202 beste 120. = 20 gute 115 = 2,59 mittel 109 2,46 geringe 99 2,22 beste t 208 gute ÿ 86 = 1,99 mittel E 81 = 1,80 geringe T7 1/71 ¿ Randers: é. pr. Kilo. 100 Pfd. dän. sehr gute Butter 122—126Kr. = 2,75—2,84 gute v 116—121 , =2/61—2,73 mittel « 100—108 , =2,24—2,43 geringe ä 84— 95 „, =1,88—2,12 \blehte , 70— 80 , =1,54—1,77

E I

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Avril

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Mai

G. T0 R S S R. V 0 M U ch T4 A A 2 T 4 «I 2

Ende März pr.

sehrgute , 110—126 , =2,48—2 84 gute « 105—122 , =2,36—2/75 mittel 7 98—115 , =92,19—2,59 geringe 91—102 , =2/04—2/99 \blehte ,„ 73— 86 , =1,61—1,92 Hjörring:

gute s 94 - = mittel á 80 =

England. y

e e A L O E E __ N R e 1 E

Mai

2 7

7,07 M pr. Ctr. 6,95 M pr. Ctr. = 6/836 Pr Gtr

6,95 4 pr. Ctr. = 6,83 4 pr. Ctr.

,31 M pr. Ctr.

Hull: _Mai pr. Quarter à 594 Pfd. engl. : Gt E «48 3h = Mai pr. Ouarter à 480 Pfd. engl. : Danziger und Königsberger . 48—51 , = 11,25—11,95 Southampton: Mai pr. Quarter à 496 Pfd. engl. 50 8h = 11,34

Hartlepool: Quarter à 504 Pfd. engl. : O I =- Ouarter à 480 Pfd. engl. : A

_Mai pr. Englischer .

Mai pr. Kalifornischer Draa ¿s Amerikanischer Calcutta

I B S

E L red winter . 0) u E S A Brixham:

11,95 11,24

I N

Anf. Juni: pr. bag (Sa)

Amble: Ende Mai: _ pr. Quarter à 495 Pfd. engl. 31—40 sh = Glamorganshire und Carmarthenshire:

D Gerst é. London: Mat e. Quarter à 432 Pfd. engl.

à 400 Pfd. engl.

à 432 Pfd, engl. Oftsee-Malz- feinste Saat- Dänische L Yy y Englische

à 400 Pfd. engl, Futter- à 448 Pfd. engl. Englische

Saal- Oderbrük-

8,33— 9,11 M pr. Ctr. Ee 0 O C E

731 ver, Cir. 6,28— 6,53 4 pr. Ctr. 02919 S O8

6,12— 7,14 M. p. Sa

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I

Southampton: 26 sh. Hartlepool: 25—26 8h = 37—50 ,

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Anf. Juni per bag (Sack)

I

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Ende Mai pr. Quarter à 432 Pfd. engl. Malz- 26—29 sh = 6,77— 7,55 6 pr. Ctr. Glamorganshire und Carmarthenshire:

Anf. Juni pr. Quarter à 420 Pfd. engl“ | e 4 sh E 0 o. pr. Ctr. D Ae London:

Mai pr. Quarter à 320 Pfd. engl.: 225 sh =

Cardiff: Quarter à 304 Pfd. engl. : E E20 sh

"”

"”

7,93 A. pr. Ctr.

Mai pr. schwarzer

t 74 pr. Ctr, weißer .

H H

—21 23—25 Hull:

Mai pr. Quarter à 336 Pfd engl. : Ord.russisch.u. Königsberger 194 sh feinster Königsberger 2E Schwedischer . i E Norwegischer , L E

Southampton: Quarter à 320 Pfd. engl.:

259 N

Hartlepool:

Quarter à 336 Pfd. engl. : C S 24 ali

Dânisch. u. Schwedish. . 23}—248 ,

Schwarzer {wedis{ch. . . 235—24F ,

Schottisch. „Potatoe“ . . S j Brirham:

Anf. Juni pr. bag (Sack) 6—7 sh = 6,12—7,14 A pr. Sa. Amble:

Ende Mai pr. Quarter à 320 Pfd. engl. : (27a

23—28 sh = 8,08— 9,84 M pr. Ctr. Glamorganshire u. Carmarthénshire: Anf. Juni pr. Quarter à 320 Pfd. engl.: E 247 sh =! I L S Peterhead:

Mai pr. Quarter à 320 Pfd. engl. :

21—22t sh =

4 pr. Ctr.

I I

|

Mai pr. . pr. Ctr.

Mai pr.

8,03 A pr. Ctr. 7,66— 8,20 L 168. 80 9,03— 9,37

I N)

¿8,60 7,90

Á pr. Ctr.

7,38—' 7,90 Æ pr. Ctr. O Na off eln

London: Mai pr. Tonne à 2240 Pfd. engl. : Scosts{ch Champion . 60— 70 sh. s S. s 20 é Magnum bonum. . 110—120 o Flukes . 110—120 Linkoln Champion 60— 70 York u ._70— 80 York Victoria . . 130—140

= 3,00—3,50 M p. Ctr. = 3,50—4,00 = 5,50—6,00 - 5,50—6,00 = 3,00—3,50 = 3,50—4,00 = 6,50—7,00

8,48—10,71 M p. Ctr.

Á p. Ctr.

8,92— 9,15 M p. Ctr.

12 sh 6 à 13 sh = 12,75—13,26 Æ p. Sad.

7,02— 9,06 M. p. Ctr. Anf. Juni pr. Quarter à 520 Pfd. engl. 50 sh 6 d = 10,92 4. y. Ctr.

98 sh 5 d = 7,40 A pr. Ctr. 92 sh 8d = 6,38 M pr. Ctr.

Ackergeländen den Saaten nachtheilig, und die später

shnell wieder eintretende Wärme mit abwecselndem Regen wirkte dann sehr günstig, so daß die Saaten jeßt gut stehen, die. Wiesen sehr gut sind und der erste Schnitt Luzerne gute Erträge lieferte. Auch die Weinberge, soweit sie niht von der Reblaus zu leiden hatten, lassen einen- befriedigenden Herbst erwarten, wie auch der Stand der Aepfel- bäume (Cidre-Obst), der Oliven, Mandeln und übrigen Frucht- bäume zu guten Erwartungen berechtigt. Nur in den südlichen Provinzen macht si der Wassermangel stellenweise mehr und mehr fühlbar und haben hierdurch die Brotfrüchte, die Wiesen und das Gemüse gelitten, jedoch noch nit in so hohem Maße, daß jeglihe Aussicht auf eine gute Ernte vernichtet wäre.

Der Großherzog von Mecklenburg-Shwerin und die regierende Großherzogin Marie haben gleichß in den ersten Trauertagen nah dem Ableben der Prinzessin Anna, am 27. Fe- bruar d. JI., dem Kindechospital in Schwerin die Summe von 60 000 mit der Bedingung geschenkt, daß dafür demselben cin neues erweitertes Haus erbaut werden und daß fortan das Hospital den Namen Anna-Hospital führen solle. Zu diesem Gebäude, welches unter Leitung des Großherzogl. Bauraths Daniel aufgeführt wird,. ward nun vor einigen Tagen an der Blücherstraße zu Schwerin in Gegen-- wart der Großherzoglichen Herrschaften in feierlicher Weise der Grund- stein gelegt. Ferner hat der Großherzog zur Erinnerung an die Verewigte und in Anerkennung der Pflege, welche derselben in der leßten Krank- heit von zwei Diakonissinnen aus dem Stifte Bethlehem in Ludwigs- lust geleistet worden ist, für das dortige Diakonissenhaus ein Frauen- freibett gestistet, „welches den Namen Anna-Bett führen soll. Das erforderliche Kapital ist dem Stift mit 13000 4 behändigt, und weitere 7000 A hat der Großherhog der Anstalt als Beitrag zur Errichtung eines zweiten Frauenfreibetts, welchbes gleichfalls Anna- Belt heißen soll, überwiesen. Dem Johanniter: Krankenhause des genannten Ludwigsluster Stifts ist von dem Durcblauchtigsten Herren- meister des Johanniter-Ordens, Prinzen Carl von Preußen... Königliche Hoheit, unlängst eine Volksbibliothek von 340 Bänden zugestellt worden, die jeßt in der Stifts-Negistratur zum Gebrauche für die Kranken aufgestellt ist.

__ Wie wir erfahren, schreiten die Brandschaden-Regu- lirungsarbeiten der Hygiene-Aus stellung rüstig vorwärts, und in nicht gar zu langer Zeit wird die Beendigung des wesent- lichsten Theils derselben zu erwarten sein. Um sich eine Vorstellung von der außerordentlichen Schwierigkeit dieser Schadenfeststellung zu machen, braucht man nur ins Auge zu fassen, daß, abgesehen von den Schäden, welche die vom Ausschusse selbst gelieferten Objekte, z. B. Dekorationen, Betriebsmaschinen 2c. erlitten haben, die Anlegung von 1842 Stück kompletten Akten erforderlich war, weil für jeden Aus- steller der Nachweis des Angelieferten, die Werthbemessung desselben nach den Selbstkosten, in hunderten von Fällen die Feststellung von Theilschäden 2c. ausgeführt werd-zn muß. Rechnet man hierzu die Schwierigkeit, welhe die Rekognoszirung des Eigenthümers der geretteten oder theilweise beschädigten Gegenstände verursacht, und würdigt man den Umstand gebührend, daß beim Ausbruch des Brandes viele Gegenstände in Kisten verpackt, noch nicht an dem Ort ihrer Bestimmung aufgestellt, also auch von den Gruppenvorständen noch nit gesehen waren, daß auch wohl Theile eines Apparate noch auf der Bahn, andere shon im Gebäude si befanden, so wird man begreifen, daß es der hingebendsten Thätigkeit der Bevoll- mächtigten der Versicherungsgesellshaften und des Ausschusses bedurfte und noch bedarf, wenn man die Abwikelung einer so \{chwierigen Arbeit, für welche es absolut keinen Präzedenzfall giebt, innerhalb weniger Monate nach der Katastrophe in Aussicht nehmen kann.

Carl Riesels Separat-Courierzüge nach Müncen,. Salzburg (Reichenhall), Ku fstein und Schweiz werden am 8, Juli, 15. Juli und 5. August ab Anhalter Bahnhof, immer Abends 6 Uhr 45 Min., befördert Ankunft in München 11 Uhr 35 Min. Vormittags. Die Billete haben 6 Wocen Gültigkeit (diejenigen innerhalb der Schweiz 40 Tage). Dieselben berechtigen zur Mit- nahme von Freigepäck, zur Unterbrechung und Benutung aller Courier- züge auf der Einzelrückfahrt, welche beliebig über Nürnberg (Aus- stellung) und Hof oder über Eger genommen werden kann,

Die Beförderung findet am 8. Juli mit Separatzug bis München und auch, nach genügender Pause in München, bis Kufstein, Salzburg und Lindau statt. Das Billet nah einer entfernteren Station gilt stets zur Rückreise von einer näheren Zielstation, z. B. das Salz- burger Billet berechtigt auch zur Rückreise ab Kufstein und den ober- bayerischen Stationen

Sämmtliche Transportgesellschaften der Schweiz sowie auc die Direktion der Gotthardbahn haben Hrn. Carl Riesel den Vorverkauf ihrer Billete ab Basel, Rorshach, Romanshorn, Schaffhausen zu ermäßigten Preisen übertragen.

Bei rechtzeitiger Anmeldung erbält der Reisende jedes beliebige Schweizer-Billet für Post, Eisenbahn und Dampfs{iff sowie für die Gotthardbahn zusammengestellt. Carl Riesels Reisekontor ver- sendet behufs felbständigen Kombinirens solher Sc{weizerbillete mit Angabe der Kilometerzahlen (200 km muß jedes Billet haben) ein Informationsbuch à 30 &4 und Carl Riesels Reiselerikon à 1 K

Ueberhaupt lohnt sid ein Besuch voa Carl Niesels Reisekontor vor Antritt einer jeden größeren Reise dur die gratis gebotene Au.3- kunft, durch die Benußung des rei{lich vorhandenen Orientirungs- materials, der prafktis{sten Neise- und Kursbücher und muster- *"tic

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M 152. :

Erfte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Sonnabend, den 1. Juli

2.

2 Inserate für den Deutschen Reihs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Erpedition

des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin SW., Wilhelm-Straße Nr. 32. 2

1, Steckbriefe und Unterzuchungs-Sachen.

2, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl,

3, Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4. Verloosung, Amortisation, Zingzahlnng u. s, w. von öffentlichen Papieren,

Deffentlicher Anzeiger. 7

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „Juvalidendank“, Rudolf Messe, Haascustein & Bogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

. Industrielle Etablizsements, Fabriken und Grosshandel.

. Verschiedene Bekanntmachungen.

. Literarische Anzeigen.

. Theater-Anzeigen. |

9. Familien-Nachrichten,

In der Börsen- beilage,

Annoncen-Bureaux. adi P

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Chemiker Friedrih Bolleg, welcher sich verborgen hält, ist die Untersuchungshaft wegen Betruges ver- hängt. Es wird ersucht , denselben zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß zu Berlin, Alt- Moabit 11/12, abzuliefern. Berlin, den 26. Juni 188, Königliche Staatsanwaltschaft am Land- geriht T. Beschreibung: Alter 27/28 Jahre, Sta- tur mittel, Haare {warz, Bart s{chwarz , Klei- dung gut. Besondere Kennzeichen: trägt einen Zwicker und hat einen Schmiß im Gesicht.

Steckbriefs-Erneuerung. Der gegen den Kauf- mann Max Guido Eduard Holzt wegen Betruges in actis J. II. B. 480. 80 unter dem 14. April 1881 erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert. Berlin, den 16. Juni 1882, Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.

Steckbriefs-Erledigung. Der gegen den Arbeiter Friedrih Wilhelm Schwerdt wegen {weren Dieb- {tahls unter dem 23. März 1882 erlassene und unter dem 53. Juni 1882 erneuerte Steckbrief wird zurückgenommen. Beclin, den 24, Juni 1882, Der Untersuchungsrichter beim Königlichen Land- gericht II. /

_ Steckcbrief. Gegen den unten beschriebenen Tag- lôöhner Gustav Böhm genannt Traubert aus Hanau, welcher flücvtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen versuchten Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Land- gerichts-Gefängniß zu Hanau abzuliefern. Hanau, den 28. Juni 1882, Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte. Beschreibung : Alter 17 Jahre, Größe 1,60—1,62 m, Statur untersezt, Haare dunkelblond, Stirn gewöhnlich, Augenbrauen dunkel, Nase dick, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn gewöhnlich, Gesicht gewöhnlich, Gefichtsfarbe gesund, Sprache deuts, Kleidung \chwarzer Hut.

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Tage- Ióhner Wilhelm Adam von Hanau, welcher flüchtig ist, ift die Untersuhungshaft wegen versuchten Dieb- stahls verhängt. Es wird crsucht, denselben zu verhaften und in das Landgerichts-Gefängniß zu Hanau abzuliefern. Hanau, den 28. Juni 1882. Der Untersucbungsrichter bei dem Königlichen Land- gerichte. Beschreibung: Alter 17 Jahre, Größe 1,68—1,70 m, Statur \chlank, Haare blond, Stirn gewöhnlich, Augenbrauen blond, Augen blau, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn ge- wöhnlid, Gesicht länglih, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deutsch. Kleidung: grüne Sommerjadke und graue Hose.

Ladung. 1) Der Matrose Friedri Wilhelm Carl Herzberg, geboren in Velgast am 8. August 1855, zuleßt wohnhaft zu Barth, 2) der Matrose Christian August Theodor Badendick, geboren zu Vogelwiese am 29. August 1853, zuletzt wohnhaft in Barth, 3) der Matrose Carl Heinrich Hauenstein, geboren zu Prerow am 24. September 1852, zuleßt wohnhaft in Prerow, 4) der Tagelöhner Carl Jo- hann Theodor Prohn, geboren zu Martenésdorf am 10, April 1850, zuletzt wohnhaft in Carnin, deren Aufenthalt unbekannt ist und welcen zur Last gelegt wird im Jahre 1881 als kbeurlaubte Reservisten bezw. Wehrmänner der Land- resp. Seewehr ohne Erlaubniß ausgewandert zu sein -— Uebertretung gegen 8. 360 Nr. 3 des Strafgeseßbubs

[19249] Oeffentliche Vorladung.

Die nachstehend benannten Personen: 1) Der Hugo Robert Zander, geboren am 17. November 1858 zu Landsberg a./W., 2) der Adolph Korynsfi, geboren am 21. August 1856 zu Schwerin a./W., leßter bekannter Aufenthalt Friedeberg N./M., 3) der Seefahrer Adolph Georg Pietsch, geboren am 3. De- zember 1858 zu Landsberg a./W., 4) der Carl Fried- rich Wilhelm Bunzel, geboren am 20, August 1859 zu Landsberg a./W., s) der Eduard Friedri Wil- helm Haster, geboren am 16. Dezember 1859 zu Landsberg a./W., 6) der Julius Reinhold Hammel, geboren am 16. Juli 1859 zu Landsberg a./W., 7) der Carl Adolph Paul Hoepe, geboren am 17. August 1859 zu Landsberg a./W., 8) der Heinrich Wilhelm Carl Klebe, geboren am 5. Oktober 1859 zu Landsberg a./W., 9) der Frit Wilhelm Bernhard Leix, geboren am 23. Januar 1859 zu Landsberg a./W., 10) der August Theodor Hugo Leissing, ge- boren am 30. Oktober 1859 zu Landsberg a./W., 11) der Ioseph Albert Liebig, geboren am 23. Ja- nuar 1859 zu Landsberg a./W., 12) der Carl Lud- wig Richard Rauch, geboren am 30, Juni 1859 zu Landsberg a./W., 13) der Friedrich Carl Richard Schanze, geboren am 2. Oktober 1859 zu Lands- berg a./W., 14) der Reinhold Paul Hermann Thiede, geboren am 14. August 1859 zu Landsberg a./W,, 15) der August Ferdinand Paegelow, ge- boren am 31. Januar 1859 zu Heinersdorf , Kreis Landsberg a./W., 16) der Adolph Albert Leo Berge- mann, geboren am 28, August 1859 zu Morrn, Kreis Landsberg a./W., 17) der Franz Albert Alexander Becker, geboren am 16. September 1860 zu Landsberg a./W., 18) der Carl Rudolph Ferdi- nand Conrad, geboren am 2. August 1860 zu Lands- berg a./W., 19) der Julius Ernst Hochle, geboren am 4. Juni 1860 zu Landsberg a./W., 20) der Fer- dinand Gustav Kupke, geboren am 2. Januar 1860 zu Landsberg a./W., 21) der Ernst Gottlieb Küske, geboren am 17. Dezember 1860 zu Landsberg a./W., 22) der Hermann Emil Friedrich Lück, geboren am 29, März 1860 zu Landsberg a./W., 23) der Fried- rih August Marowsky, geboren am 19, August 1860 zu Landsberg a./W., 24) der August Friedrich Ferdinand Schnell, geboren am 12. Oktober 1860 zu Landsberg a./W., 25) der Gustav Hermann Wolf, geboren am 5. Februar 1860 zu Morrn, Kreis Landsberg a./W., 26) der Paul Hermann Emil Hentschel, geboren am 23. März 1861 zu Lands- berg a./W., 27) der Carl Hermann Hein- rih, geboren am 17. Sepliember 1861 zu Fichtwerder , Kreis Landsberg a./W., 28) der Carl Otto Schaefer, geboren am 21. Fe- bruar 1861 zu Ludwigsruh, zuleßt in Schöne- wald, Kreis Landéberg a./W., 29) der Seefahrer Eduard Reinhold Robert Stanudfkfe, geboren am 16. Dezember 1859 zu Landsberg a./W. werden beschuldigt, als Wehrpflichtige in der Absicht, sich dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entzichen, ohne Erlaubniß ent- weder das Bundesgebiet verlassen zu haben, oder nach erreichtem M Ie Alter sich außer- halb des Bundesgebietes aufzuhalten. Vergehen gegen 8, 140 Nr. 1 R.-Str.-G.-B. Dieselben werden auf den 8. September 1882, Mittags 12 Uhr, vor die Strafkammer des Königlichen Landgerichts zu Landsberg a./W. zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der na §. 472 der Strafprozeßordnung von den Königlihen Kreis-Ersatzkommissionen zu Landsberg a./W. und Birnbaum üker die der An- flage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. Landsberg a./W., den 20. April 1882, Der Erste Staatsanwalt.

aus irgend einem recchtlihen Grunde Ansprüche und Forderungen zu haben vermeinen, mit alleiniger Aus- nahme der protokollirten Gläubiger, hierdurch bei Vermeidung der Aus\{ließung von dieser Masse auf- gefordert, solche binnen 6 Wochen nah der leßten Bekanntmachung dieses Proklams und spätestens am 28. August 1882, Mittags 12 Uhr, als dem peremtorischwen Angabetermine, im unter- zeichneten Amtsgerichte, Auswärtige unter gehöriger Profkuraturbestellung, anzumelden und eine Abschrift der Anmeldung beizufügen. ; Zum öffentlichen Verkaufe des beregten Erbes ift

Termin

auf den 4. September 1882 anberaumt worden, an welchem Tage, Vormittags 11 Uhr, die Kaufliebhaber sich im hiesigen Amts- gerichte, e Nr. 24, einfinden wollen.

Die Verkaufsbedingungen können 14 Tage vor dem Termine în der Gerichtsschreiberei des unter- zeichneten Amtsgerichts, Zimmer Nr. 25, eingefchen werden.

Altona, den 27. Juni 1882.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung V.

[29632] Hivangsversteigerung und Aufgebot.

In Zwangsvollstreckungésachen des invalid?n Kunstzimmermanns Wilhelm Mummenthey in Claus- thal, Gläubigers,

wider den früheren Modelltishler, jeßigen Bergmann August Frik zu Zellerfeld, Schuldners, wegen Forderung, / follen folgende, dem Schuldner gehörige, in der Ge- markung Zellerfeld-Stadt belegene Grundstücke, als: 1) Kartenblatt 4, Parzelle Nr. 167, Hofraum in der Stadt zu 2,24 a, 2) Kartenblatt 4, Parzelle Nr. 168, Hausgarten ¡u 220 a, mit dem auf ersteren stehenden Wohnhaus Nr, 403 an der Teichstraße zu Zellerfeld sammt allem Zubehör, in dem auf Dounerstag, den 5. Oktober 1882, Vormittags 10 Uhr, angesetzten Termine iur hiesigen Gerichtslokale öffentlich versteigert werden, wozu Kauflustige sich einfinden wollen.

Alle, welche an diesen Grundstücken Eigenthums-, lehnrechtliche, fideikommissarische, Pfand- oder andere dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Realrechte zu haben vermeinen, haben folche unter Vorlegung der sie begründenden Urkunden in dem angesetzten Termine anzumelden, widrigenfalls das niht angemeldete Reht im Verhältniß zum neuen Erwerber verloren geht.

Das demnäcbstige Aus\{lußurtheil soll nur dur Anschlag veröffentlicht werden. Z

Die Verkaufsbedingungen liegen auf der Gerichts- reiberei zur Einsicht bereit.

Obickt 4200 M Zellerfeld, den 25. Juni 1882. Königliches Amtsgericht. (gez.) Manradch., Ausgefertigt und veröffentlicht : Q. 8) Söhle, Gerichts]chreiber des

[29668] Aufgebot.

Auf Antrag der Wittwe des am 31. März d. Is. zu Tondern verstorbenen Rechtsanwalts und Notars

Königlichen Amtsgerichts.

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nach den Vorschriften des Geseßes vom 7. März 1845 ‘beantragt. Es werden daher alle Diejenigen, welche Eigen- thumsansprühe an diese Grundstücke zu machen haben, aufgefordert, dieselben {pätestens in dem an hiefiger Gerichtsstelle auf den 4, Oktober 1882, Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termin anzumelden, mit der Warnung, daß die Ausbleibenden mit ihren etwaigen Real- ansprüchen an die Grundslücke präkludirt werden und us deshalb cin ewiges Stillshweigen auferlegt wird. Kemberg, den 21. Juni 1882,

Königliches Amtsgericht.

[29685] Zahlungsbefchl.

Auf Antrag des Sparkafsenrewnungéführers W. Mestwerdt in Bruchhausen, wird dem Anbauer Friedrih Ueckermann Nr. 23 in Hustedt aufgegeben, den Ersteren wegen des Anspruchs auf Zahlung von 22,50 Æ. (in Buchstaben: Zweiundzwanzig Mark 50 Pfennig) rückständige Zinsen, sowie wegen der unten berechneten Kosten des Verfahrens binnen einer vom Tage der Zustellung dieses Befehles laufenden Frist von zwei Wochen bei Vermeidung sofortiger Zwangsvollstreckung zu befriedigen oder bei dem unterzeichneten Gerichte Widerspruch zu erheben. Bruchhausen, den 29. März 1882. Königliches Amtsgericht. F. Müller. : Kostenberechnung : 1) Gebühr für den Zahlungsbefehl . 0,50 (8. 37 Nr. 1 des Gerichtskosten- gesetzes). 2) Streben O 3) Gebühr des Gläubigers und Anm. 0,50 , 4) Zustellung8gebühr . ¿ 0/650, 1,85 A. Vorstehender Zahlungsbefehl wird dem Schuldner, welcher sich im Auslande befindet, öffentlih zu- gestellt. Bruchhausen, den 27. Juni 1882.

E Hasper, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[23686] TProclama.

In dem am 4. April 1882 publizirten Testamente des Leinenwaarenhändlers Johann Christian Shmok und dessen Ehefrau Johanne Christiane, geb. Bunzel, früher verwittwete Herrmann, sind die voll- bürtigen Geschwister bezw. deren eheliche Descendenz des Leinenwaarenhändlers Johann Gottlob Herr- mann bedacht, dies wird den Betreffenden hiermit bekannt gemacht.

Berlin, den 17. Juni 1882.

Königliches Amtsgericht I., Abtheilung 61. [29630] Verkündet den 24. Juni 1882. Ref. Littauer, als Gerichts\creiber. Jm Namen des Königs!

In Sachen, betreffend das Aufgebot der bei der nothwendigen Subhastation des der Ida Anna Thusnelda Kessin gehörig gewesenen Grundstücks Margonin Nr. 146 gebildeten August Eduard und und August Wilhelm Jonas'\{Gen Spezialmasse er- kennt das Königliche Amtsgericht zu Margonin dur den Amtsrichter Wodtcke auf Antrag dcs Justizraths Hahn zu Wongrowiß, als bestellten Pflegers der unbekannten Betheiligten an der bezeichneten Masse, für Recht:

Die unbekannten Interessenten an der vor-

i, auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts Verwalt» l „auf den 26, September 1882, Vor- Begräbn! 's 11 Uhr, vor das Königliche Schöffen-

Die Ernteaussichten in England sind, wenn auch stellen-

G, Giessing werden Alle und Jede, welche Ansprüche weise zu viel Regen gefallen ist und Sturm auf verschiedenen

Mai pr. Sack: O 4— 43 und Rechte aus der Amtsführung des Genannten

1 Reisceffekten (Koffer, Taschen 2c.), Nachweis der empfehlensr. ¿tte Deutsche Rothe l 43 p! 31. ¿ften Cardiff:

bezeibneten Masse von 253,35 f werden mit Hotels und Pensionen an den Rastpunkten 2c. zu

= 4,08—4,59 A pr.Sadck ibren Ansprüchen an dieselbe ausgescblossen, und

Subhaftationen, Aufgebote, Vor-

Stellen Schaden anrihtete, im Großen und Ganzen ret günstig, wenn auch nicht mehr so viel versprehend, wie bei eginn des Frühlings. Der Weizen hat durch die nasse und kalte Witterung, besonders auf s{chwerem Boden, mehr oder weniger gelitten, wodurch die Ernte jedoch kaum nachtheilig beeinflußt werden dürfte, da die Pflanzen zu dicht standen und somit den dem Wetter Widerstand leistenden Pflanzen eine kräftigere Entwickelung ermöglicht ist, Sowmergetreide, Bohnen und Erbsen versprehen überall eine gute Ernte. Die Provinzen Glamorganshire und Carmarthensire wurden außer durch kalte Ostwinde auch noch dur Hagelschlag stark mitgenommen, so daß die Saaten stark gelitten haben; ob indessen die Aussichten für die diesjährige Ernte dadur bleibend geshmälert sind, läßt sich mit Gewißheit noch nicht behaupten. ; Für landwirthschaftlihe Produkte wurde in England bezaktit :

D. Weite l London: Anf. Mai pr. Quarter à 495 F. engl 47 sh 2 d = 10,669 p. Ctr. Sar :

_ Mai pr. Quarter à 496 Pfd. engl. : Snglisch, weißer . . 50—54 s Englisch, rother... . , 46—50 , Amerikanis{, rother Winter- 52—55 ,79—12,47 Kalifornischer. . 49—51 , 1,11——11,56 E S e M . = 9,62—10,88

1 E s e = 10,43 E 6 S 100

i Lancashire und Chesire: Mai pr. 100 Pfd. engl.: Oregon . . 10 sh 7 d 10 sh 9d = 11,90 Galcutta . . 8, 6,—10, —,= 95 Amerikanischer 10{— 104} sh = 11 Bristol:

Mai pr. Quarter à 495 Pfd. engl. 48 sh 8 d =

,33—12,24 M p. Ctr. ,43—11,33

09 í 4 2

53 43 11,03

12, 11,2 11,6

,

M P. Ctr,

Mai pr. Tonne à 2240 Pfd. engl.: Alte Irländische | Schottische / .

Deutsche /

S E G D. 1,50

é E M, 3,10 é D 15,00 b __Lancashire und Cha shire: Á pr. Ctr.

Mai pr. 100 Pfd. engl. . Champion 24—3 sh. = 5,62—6,75

T D Sherry Blues 3 —4 „, = 6,75—9,00

Magnum bonum 4 —45 , = 9,00-10,12

__Wiolt ; Mai pr. Tonne à 2240 Pfd. engl. Alte 30—60 sh. = 1,50—3,00 S o S o Ï O as 15,00

Hull:

Neue Mai pr. Tonne à 2240 Pfd. engl. Englische 50 —60 sh, = 2,50—3,65 / _Southampton: Mai pr. Tonne à 2240 Pfd. engl. Alte Englisbe 100 sh, = 5,00 v n e D =- 3820 Mai pr. 112 Pfd. engl. Neue Lissabon . . 12 „, = 12,00 g Í «N Vie. 117. = 10D s Brirham: Anf. Juni pr. 140 Pfd. engl. Alte . 44 sh, = 3,60 1 I 2 pce= 18,75

s Glamorganshire und Carmarthenshire:

L : A pr. Ctr. Anf. Juni pr. 1016 Kilo us 50 sh, = 2,50 Neue .

«R 9,00 Frankreich.

Auch aus Frankreich lauten die Ernteaussichten günstig, indem im frühen Frühling die ungewöhnliche Milde der Witte- rung und dann und wann eintretender Regen das Gedeihen der Saaten förderte. Durch das nelle Sinken der Temperatur in Mitte April trat zwar vorübergehend eine ernste Bedrohung

40 sh, 2,00 Æ pr. Ctr.

Neue

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der bisher so gesichert ershienenen Hoffnungen ein, doch wurden die leihten Nachtfröste nur in den Fehr tief gelegenen

Programme werden jederzeit gratis verabfolgt in ‘Tau 1gê- Reisekontor, Berlin, Centralhotel, Eingang Friedrichstrase n: fon Hauptportal.

Nürnberg, 30. Juni. (W. T. B.) Der deutsche Aerzte- tag hat, nachdem derselbe gestern durch eine Vorfestlichkeit eingeleitet worden, heute feine erste Versammlung abgehalten, bei welcber 84 Delegirte und 113 andere Theilnehmer anwesend waren. Den Vorsitz führt Sanitäts-Rath Dr. Graf (Elberfeld), Schriftführer ist Dr. Heinze (Leipzig). Die Versammlung bes{hloß die Wiederauf- nahme therapeutisher Artikel in das ärztliche Vereinsblatt und be- gann die Berathung des Entwurfs einer Aerzteordnung, deren erster Theil angenommen wurde. Die Berathung wird morgen fortgesetzt.

Aus Laibach wird unterm 26. d. geschrieben: Dieser Tage gab

es in unserem Oberkrain förmliheScchneestürme. Bei Kronau , Wurzen und Ratschah schneite es sogar im Thale. Der Karuwanken- zug ersien bis zur Thalsohle in weißem Kleide, und oben auf den „Almen“ fiel der Schnee in solher Masse, daß viele Pferde und Rinder, die man {hon auf die Weiden hinaufgetrieben hatte, wieder ins Thal zurückgebracht werden mußten, wollte man sie nit zu Grunde gehen laßen. In Krolls Theater tritt am Dienstag Fr. Marie Schroeder- Hanfstaengl zum vorlegten Male auf, und zwar hat die Künstlerin die Einnahme dieses Abends, an dem sie sich noch einmal als Rofine im „Barbier“ zeigen wird, für einen wohlthätigen Zweck, nämlich zum Besten des Unterstüßungsfonds des Vereins „Berliner Presse“ bestimmt. Am Dannerstag wird die Sängerin sodann ihr Gastspiel beschließen.

Redacteur: Riedel. Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsnen.

Berlin:

Vier Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage).

zu Barth zur Hauptverhandlung geladen. s i umentschuldigtem Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werden und die Ver- urtheilung auf Grund der Erklärung des Königlichen Landwehr-Bezirks-Commandos zu Stralsund vom 1. Juni 1882 erfolgen. Barth, den 7. Juni 1882, D LEO Gerichtsschreiber des Königliben Amts- gerichts.

[29356]

Gegen den Knecht Carl Cany aus Alt-Ruppin, welcher des Diebstahls einer silbernen Taschenuhr, verübt am 14. Juni d. J. in Niendorf bei Ludwigs- lust, beschvldigt ist, ist der gerihtlihe Haftbefehl erlassen. Jch ersuhe um Vigilanz, Verhaftung und Ablieferung in die Gefängnisse des hiesigen Groß- herzoglichen Landgerichts. (J. 397/82.)

Cany if 30 Jahre alt, 1,74 m groß, blond, bartlos, hat blaue Augen, fehlerhafte Backenzähne und ist von \{lanker. Statur, Spracbe bochdeutsc. Er ‘hat am reten Hinterkopf eine 0,05 m lange Narbe, ferner Narben links am Kopf und rechts in der Haargrenze der Stirn, sowie auf der rechten Wange dem Kinn zu und auf der Rüdckfläche des linken Daumens.

Schwerin i. M., den 27. Juni 1882,

Der Erste Staatsanwalt. I. V.: Büchner.

[29741]

Es wird um Ermittelung des Aufenthalts des Schieferarbeiters Ernst Carl Jacob Gebhardt aus Reicbmannsdorf gebeten.

Rudolstadt, den 22, Juni 1882,

Der Ecste Staattanwalt am Landgericht.

ladungen u. dergl.

(29653) Oeffentlihe Zustellung.

Die verehelihte Arbeiter Striekert, Friederike, geb. Blumenreuter, zu Tarmow bei Fehrbellin, ver- treten durd den Rechtsanwalt von Uklanski, zu Neu-Ruppin, klagt gegen ihren Ebemann, den Arbeiter Wilhelm Striekert, unbekannten Aufent- halts, aus bösëliher Verlassung, mit dem Antrage auf Ebescbeidung, das zwischen ihnen bestehende Band der Ehe zu trennen, den Beklagten für den allein \{uldigen Theil zu erklären und demselben die Prozeßkosten aufzuerlegen, und ladet den Be- flagten zur mündlihen Verhandlung des Recbts- streits vor die zweite Civiikammer des Königlichen Landgerichts zu Neu-Ruppin auf den 28. November 1882, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen. .

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Krämer, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

(%4%) Spezial-Konkurs-Proclam.

Nachdem über das auf Namen des Johann Fricd- rih Peters f\tebende, in Altona an der Wilhelm- straße Nr. 23 a. belegene und im Altona'er Stadtbucbe, Nordwestertheil Vol. G, VI. Fol. 28, 29 und 30 be- s{riebene Erbe auf Grund des vollstreckbaren Zah- lungsbefehls des Königlichen Amtsgerichts, Abthei- lung 1lle., bier vom 5, Juni 1882 und in Folge Antrags des klägerishen Sachwalters, Justiz-Raths Adolph Schmidt hier, die Zwangsvollstreckung im Wege des Spezial-Konkurses erkannt worden ift,

Kir{ner.

als Rechtsanwalt und Notar, namentlich auf Aus- lieferung von Dokumenten und Akten, an den Nach- laß desselben erheben, hierdurch aufgefordert, solche bei Vermeidung des Verlustes ihrer Ansprüche \pä- testens bis zu dem auf Freitag, den 25. August 1882,

Vormittags 10 Uhr, ] vor dem unterzeihneten Gericbte anberaumten Auf- gebotstermine hicrher anzumelden.

Tondern, den 26. Juni 1882, Könialiches Amtsgericht. Mateprang. -

(29692] Proclama.

Zur Erlangung eines Aués{lußurtheils behufs ibrer Eintragung als Eigenthümer im Grundbuch haben

die verehclidte Eisenbahnbeamte Myrow, Christiane, geb. Brückner, zu Berlin, Engelufer Nr. 7, die verehelihte Fuhrherr Arlt, Ernestine, geb. Brückner, daselbst, Allee 23, E die verehelihte Swuhmacher Voigt, Auguste Pa geb. Brückner, in Natrona Staat ennsvylvanicn und die Wittwe Brückner, Johanne Fricderike, geb. Klawe zu Kemberg, das Aufgebot folgender Grundstüe : i cine Achtel Hufe auf Mark Bufidorf, be- stehend aus den Plänen 309, 147 und 60 von resp. 17 a 40 qm, 21 a“59 qm und 99 a 60 qm, als deren Eigenthümer die Wittwe Johanne Christiane Krafft, geb. Haubold, im Grundbu von

Auguste Pappel-

die gerichtlicbben Koften des Aufgebotsverfahrens, sowie die Gebühren und Auslagen des Pflegers, JustizeRath Hahn zu Wongrowiy, aus der Spezialmasse entnommen.

gez. Wodtdcke.

Verkündet am 29. Juni 1882.

(aez.) Voß, Gerichtéscbreiber. Jm Namen des Königs!

In Sachen, betreffend das von dem Altentheiler, früheren JIn- terimswirth Friedri Sculze in Oiten beantragte Aufgebotsverfahren wegen Mortifikation einer Cess sionsurkunde i

erkennt das Königliche Amtsgeridt zu Uelzen,

Abtheilung 111, durch den Amtsrichter Harriehausen für Recbt :

Das Protokoll des Amtsgerichts Uelzen vom 20. Februar 1869, laut wel{en der Lehrer Heinri Carl Plinckde aus Uelzen die ibm laut der Obligation vom 14. Februar 1857

E 5. Dezember 1857

\ 0 g ( Vor E aeg und der Cessionéurkunde vom 12. Februar 1869 zustebenden Recbte dem Interimswirth Fricd- rid Schulz in ODiten cedirt hat, wird in Ge- mäßbeit der im Aufgebote vom 13. März 1882 enthaltenen Androhung, da Rechte nicht ange- meldet sind, bierdur für kraftlos erkiärt.

V. R W.

44 4 4t (gez.) Harrichausen, Amtêsricbter. Beglanbigt und veröffentlicht: Voß, Sekretär, Gericht#schreiber Königlichen

[29655]

so werden Alle und Jede, welche an dieses Erbe

Kemberg Band V1], Artikel 330 cingetragen ist,

Amtsgerichts Uelzen ATxX,