1882 / 157 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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L E a E E E E A

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ia Cat E

E Amo zu einer in der Zeit von 1883

Betrag

r bis 1

Tf

Der Tilgungsfonds wird gebildet

fa 915 zu tilgenden 4% Anleihe von 1500000 4

tions-Plan

GHiécden Bleibt Bestand

der _

Zinsen aus 11 % der

der Schuld M Schulden-

4 9%. summe.

| aus | | s dem | | den durch die | r | | 4 [reservirten | Uns Bestande | ersparten Zinsen.

c. d. werden E zur Tilgung der

Summa. ver- Schuld.

an

des Vor- | jahres.

j

Zinsen.

wendet.

[ reservirten

In der

Marschordres

reiten.

S

60 000 59 100 98 164 57 192 96 180 99 128 54 032 52 892 51 708 50 476 49 196 47 864 46 480 45 040 43 540 41 980 40 360 38 676 36 924 35 100 33 204 31 232 29 180 27 048 24 828 22 524 20 124 17 628 15 032 12 336 9 528 6 608 3576

22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500 22 500

dO DD C5 C U H P f D S5

Da die Anleihe im Jahre 1915 getilgt werden foll, so müssen die an 89 400 no< fehlenden 10 380

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und

Medizinal-Angelegenheiten.

Der bisherige Verwaltungs-Jnspektor des hiesigen Augusta-

Ler aus- nspektor der geburtshülflih- gynäkologischen Univerfitätztnee

Sa tos Carl Löffler ist zum ODekonomie- und hierselbst ernannt worden.

Dem Musikdirigenten G. H. Witte zu Essen is der

Titel Königlicher Musik-Direktor beigelegt.

90C

1836

2 808 36

2 820 44

4 872 64

5 968 36

7 108 4

8 292 12

9 524 4 10 804 28 12 136 32 13 520 68 14 960 88 16 460 48 18 020 8 19 640 28 21 324 68

23 076 92 24 900 68 26 796 68 28 768 64 30 820 32 32 952 92 39 172 4 37 476 76 39 876 952 42 372 28

44 968 S

47 664 68

50 472 32

93 392 4 56 424 96

Abgereist: Se, Excellenz

heiten, von preußen ;

nah Ems.

8 28 der Staats-Mini Minister der Oen, Unterrichts- und Medizinal Arte une oßler, auf kurze Zeit nah der Provinz Ost-

Se. Excellenz der Staats- und Finanz-Minister Scholz

/ zu der heutigen Zeichenregister-Be anntmachungen veröffentlicht.

andelsregister:Beilage wird Nr. 27 der

Nichtamtliches.

Deutsches N eich.

Preußen. Berlin, 7. Zuli.

det, heute die Kur fort. Zu dem

Tafelmusik wurde von der egimentsfkapelle ausgeführt,

: O Se. Majestät Kaiser und König seßten, wie „W. T. B.“ et. Ea Je

E gestrigen Diner bei Sr. Maje ät war das Offizier-Corps des Königs-Husaren-Negiments a Maa Die

Abends besuchten Se, Majestät der Kaiser das Theater.

Die auf einem Grundstü> i i s gene Vormerkung zur Erhaltung des Rey etre, auf Eintragung des Eigenthumsüber-

Urtheil des As erihts, lassungsreci

tund-

Auflassung oder ganges sichert na< einem

E ülfssenats, vom 25. Mai d. F, das Au

r den Vorgemerkten jedem anderen Erwerber des

üds, au dem Ersteher des Grundstü>s in der nothwendigen

Subhastation gegenüber. S. M. S. vNiobe“,

10 Geschüße, Kommandant

Kapitän zur See Mensing, ist am 5. Juli cr. in Dartmouth

eingetroffen.

f g g Tr W. e Königin, die Herzogin M

temberg und die meien E. un gegen 1 Uhr mittel dem König in das Sthloß geleitet worden,

_ Oesterreich-Ungarn. Wien, 5. li B Die Großherzogin - Mutter von e Schwerin hat am 2, d. M. lassen

est, 65. Juli. Posi“ cemeldet? Die F

Friedrichshafen, 5. Juli. (St. A. lsa und Olga si «e ja ut ga sind heute trazuges hier eingetroffen d Be

Ztg.)

Me>lenburg- den Kurort Marienbad det

Aus Fiume wird der „Ungarischen iumaner Handelskammer hat Ta uen

gestrigen Plenarsitzung in Folge einer Denkschrift, welche

von 43 Handelsfirmen in Betre für Klasse B. des Zolltarifes ( wurde, beschlossen, es sei das paritätis.

der Aufhebung des Freihafens ehl und Getreide) unter reitet

Vorgehen mit Triest

bei Aufhebung des Freihafens, was it und Umstä , : nde an- weqen strengstens zu wahren, in Anbetracht der tes Lage unseres Getreide- und Mehlhandels jedo<h möge an die nigli< ungarische Regierung das Ersuchen gerihtet werden,

22 500 25-400 24 336 25 344 26 364 27 436 28 504 29 612 30 804 32 028 33 332 34 668 36 088 37 548 39 008 40 528 42 168 43 892 45 668 47 468

49 364

91 332

53 392

95 504

57 676

60 052

62 428

64 900

67 468

70 232

73 004

75 896

79 020

Summa

22 500 23 400 24 300 25 300 26 300 27 400 28 500 29 600 30 800 32 000 33 300 34 600 36 000 37 500 39 000 40 500 42 100 43 800 45 600 47 400 49 300 51 300 53 300 99 500 57 600 60 000 62 400 64 900 67 400 70 200 73 000 75 800 89 400

1 500 000

155

íÆ. zugeschossen werden.

dieselbe möge Verfügungen treffen, daß Fiume bezüglich des Getreide- und Mehlverkehres, sowie dies hn für e der Fall ist, als im Zollgebiete liegend betrachtet werde.

Großbritannien und Îrland. London, 5 i (Allg. Corr.) Jn Dublin wurde gestern in frühester M R ein ord verübt, welcher den Fentern zuge- chrieben 1oird, da der Ermordete dieser Gesellschaft angehört L haben scheint, aber vermuthli<h, weil er den Angeber ge- pielt und der Polizei Aufschlüsse über gewisse aufrührerische Si begungen r e co dem fenishen Vehmgerichte ver-

: Getödtete i i John Kenny | | war ein Doarbeiter Namens n Loughena (Grafschaft Galway) wurden ge

22 Personen in Gemäßheit der Bistsmmungen des Sa zum besseren Schutze der Person und des Eigenthums ver- haftet und nah verschiedenen Staatsgefängnissen abgeführt. Die meisten der Verhafteten sind der Betheiligung an den lüngsten \<weren Agrarverbrechen in der Grafschaft, darunter der Ermordung des Gutsbesißers Bourke und dessen Escorte sowie des Gutsagenten Blake und dessen Dieners verdächtig. Der gefangene Zulukönig Cetewayo wird am 1. August in England eintreffen. Er wird von drei Zuluhäuptlingen begleitet sein und von Mr. Shepstone, dem Sohne Sir Theophilus Shepstone's, nach London geleitet werden. Das Kolonialamt wird dem Zulukönige während seines Aufenthalts in der Metropole einen höheren Beamten beigeben. u M 7. Juli, Vormittags. (W. T. B.) Der „Times“ wird aus

lexandrien von gestern gemeldet: der Kommandant der Garnison von Alexandrien habe den englishen Admiral Seymo ur {riftli< versichert, daß die angeblichen feind- seligen Handlungen nicht unternommen worden seien, no<h stattfinden würden. Die Versicherung {ließt mit der Berufung an die wohlbekannte Humanität des Admirals. Den „Daily News“ wird aus Alexandrien von estern gemeldet, daß die Arbeiten an den Forts eingestellt worden seien, wahr- \heinlih in Folge des Befehls des Sultans. Admiral Sey- mour habe dem Kommandanten darauf wiederholt mitgetheilt daß jeder Wiederaufnahme der Arbeiten mit Nachdru> werde entgegengetreten werden, Zwei Jnfanterie-RNegi- menter gehen morgen nah Gibraltar ab. Das Kri egsamt hat 6000 Fuß abyssinische Brunnenröhren und 40 Taudcerapparate zur Verwendung in Egypten bestellt.

6, Zuli. (W. T. B.) Das erste Erxpeditions- Armee-Corps soll eventuell, wie nunmehr beschlossen ist aus 25 000 Yann bestehen, von denen 15 000 von England, 10 000 von Jndien, von der Station Aden und von den Stationen am Mittelländischen Meere gestellt werden sollen. Das ganze Armee-Corps wird in 3 Divisionen getheilt werden von ey e ne Generalstab erhält. :

em „Keultershen Bureau“ wird aus Alex i

gemeldet: Admiral Seyn1our wird das formelle as nah Einstellung der Arbeiten und der Rüstungen hinaus- schieben, bis alle englischen Staatsangehörigen an Bord der Schiffe sein werden. Dieselben \ciffen si augenbli>li<h in aller Eile ein, Wie verlautet, hätte der Kriegs-Minister Arabi Pascha der eingeborenen Bevölkerung Waffen geliefert. o. Die „Times läßt sih sogar bereits melden, daß Admiral E E Ae natum wegen sofortiger Einstellung der ndrohun öff ien gestellt boy hung der Eröffnung des Bombardements 6, Zuli, Abends. (W. T. V.) Jm Unterhause er- nie heute der Premier Gladstone auf die k Ee Las Anfrage Bourke's : es sei niht die Ab iht der Ne- erung, einen Kredit für Kriegsoperationen in Egypten zu C da gegenwärtig dort kein Zustand vorhanden sei, der ua solche aßregel bedinge. Sollte ein solcher Zustand ein- reten, so halte es die Re terung für ihre Pflicht, das Haus unverzüglih zu benachrihtigen. Jn den erhältnissen in Alexandrien sei keinerlei Aenderung eingetreten. 7. Zuli früh. (W. T. B.) Das Unterhaus beschloß

im Fortgange der Si ung mit 283 gegen 208 Stimmen die Spezialdebatte der Pabtrüastar koi einzutreten. Y

nah Toulon

auf Befehl

keit der dort

Mann ;

Caubet; der Martin; 3)

Panzershif

700 Mann ; Carof, 350

und mit 15 haben wir an

große Transpo

Avisodampfer „Aspic“ und , Wir haben alf

fehl gegeben,

den Kreuzer ersten veillante“ rient Panzer

der vier

in Bereitschaf

Linien-Jnfante

eine isolirte niht über no

niht ohne vor Frankrei verf halb stark und

stimmung auf.

befand si< ein

dere Araber au mußte. Arabi Paschas,

oulon,

bildet ist,

Türkei,

betrachtet, woktei

Frankreich. aris, 3. L Journal „Paris“ L Bu Mitte: militärischen Vorkehrungen machen, welche der Marine-

Minister in Voraussicht einer e i iti racilee ice sich gyptishen Expedition

Das einberufene Effektiv ist beträhtli<. D hat 153 Mann gestellt, Boulogne über 1000, D kirhen je eben so viel.

Mittelmeeres fehlen uns noch nähere Angaben ; aber bei der Dichtig-

Mann, endlich die „Orne“ die 2000 Mann aufnehmen kann. A " 0 L « UU

m Toulon hat der Vize-Admiral Kranß unter seinen Befehlen :

D en „Colbert“, Panzerscifff erster Klasse, Kommandant Dufresne,

mandant Bohic, 700 Mann; erster Klasse, Kommandant Lefèyre, 700 Mann; 5) den

O D L E m weit tragen, 40 K er Tragweite un anonenrevolver Hothkiß. Es Mann ans Land seßen, die mit Repetirgewehren Coba Ln O

den „Etendard“, den „G

Dem „F

Ranges und dén

Marseille, 6. Juli. dem Dampfer „Sarthe“

dort gegen die Lnhaten au

' , Bisher wird nur bei Tage gearbeitet i Marine-Minister auch die Natarbeit gestaltet uin - Griechenland. Athen, 5. Zuli. ol

Regierung konzentrirt ein Corps e 5000 Mare s) einer

eventuellen Auforderung zur T eilnabm in Egypten sofort Folge h hme an der Yutervention

und die Königin haben si< mit Bord der „Amphitrite“ < den Kindern

Venedig zu begeben.

( Konstantinopel, Ein Ministerwechsel wird no< immer als wahrscheinli

: Corr.) Das kann eingehende Mittheilungen über die

Nacht vom Sonnabend zum Sonntag, meldet dieses

Blatt, erging an die Seepräfekten und von diesen i i der verschiedenen Rekrutirungsviertel der Befehl e Seiitilitre

2 f V di für drei Klassen Reservematrosen nach Foles nouube

, Die Mannschaften, welche ihren vierjährigen Di i

absolvirt haben, waren von dieser Stuberufnna nibi Cubge blo Ae Befehl des Admirals Jauréguiberry wurde entsprohen und gestern Abend die Mehrzahl der einberufenen Matrosen mittelst Eisenbahn

dirigirt, An der Küste des Kanal la Manche, in Calais,

in Boulogne, Dieppe, war man eben i i i i Ie aa SeY eben im Begriff, zur großen Fischerei

arken, deren jede mit etwa zwanzig Mann bemannt war, wurde

ewässer zu segeln; die ganze kleine Flotte von der Marinekommissare in den RUO zurückgehalten.

reis E N 4 leppe un üns- Aus den Häfen des Ozeans und des

igen Küstenbevölkerung muß auc sie ein ansehnliches

Kontingent gestellt haben. Im Hafen von Toulon liegen fün 3 iffe und drei Transportschiffe, von denen jedes 2000 Mann U S

ferde befördern kann, zur Ausrüstung bereit, ferner die Panzer- vet „&riomphante“, die eben von Valparaiso zurückgekehrt ift as gepanzerte Küstenwacht\cif „Tonnerre“, die Schulfregatte „Flora“, A Fregatte „«Naïde“, das Kanonenboot „Hyène“ und die Transport schiffe „Mytho“, „Bien-Hoa*, „Tokin“ und Annamite“, von denen N 3000

der Rhede

der „Colbert“ trägt die Flagge des Vize-Admirals

Kranßz; 2) den „Trient“, Panzerschifff erster Klasse, Kommandant

„Trient“ trägt

die Flagge des Contre-Admi

den „Redoutable“, Panzershif erster Klasse, e 4) den „Friedland“, Panzerschiff „Marengo“,

erster Klasse, 700 Mann:

Kommandant Layrle,

den „Ocean“, Panzerschif erster Klasse, Kommandant Condeine,

den „Duguay-Trouin“, Kreuzerschiff, Kommandant

Gadot, 200 Mann R „Desaix“, Kreuzersiff, Kommandant

as Geschwader hat ein Effektiv von 5000 anonen von ge-

Geschüßen von 65 mm ausgerüstet sind. F

den tunesishen Küsten 4 Kanonenböte, i * Vipères ) ladiateur“ und den „Chacal“; endlih das

rts{bifff „Tarus*“. In den Gewässern von Alexandrien

weilen die Panzerkorvette „La Galissonnière“ unter d Admirals Conrad, die Panzerkorvetten , Thétis“ E o

„Bisson“, „Bouvet“ Voltigeur“, „Hirondelle“ Forbin“, die Transport\c<iff, , “uni i die], o vor G O 000 0 E rançais” zufolge hat der Marine-Minister Be- folgende Schiffe auszurüsten, welche ein neues

eshwader von der Stärke des Mittelmeerge waders bi sollen: Jn Cherbourg die Panzerfregatten E E

„Gauloise“, das Panzerschiff ersten Ranges „Fulminant“ und

„Flandre“ und „Jnfernet“, in Vrest das Panzerschi „Dévastation“ , die Panzerfregatte L

Kreuzer „Dupetit- Thouar“, in Lo-

fregatte „Savoie“, Panzerkorvette „Atalante“

und das Kreuzerschiff ersten Ranges „Chateau-R A i „C Renaud

Toulon die Panzerfregatten „Héroine“ und „Revanche“ D

u große TIEnSport a „Aveyron““,

rl, Oorganiiirt man in diesem Augenbli>e eine i

Brigaden bestehende Landungsdivision, ce Be

gade wird aus Marine-Jnfanterie gebildet : Regimenter 8 , und die Obersten

erhalten, je zwei Bataillone mit vier Compagnien à 150 Mann

Wie dasselbe Blatt

Die erste Bri-

dieser Waffe haben Befehl

t zu seßen. Die zweite Brigade wird eben-

falls aht Bataillone von der nämlichen Stärke

: zählen und den vier Zuaven-Regimentern von Tunesien und Algeri

sein. Die dritte Brigade endlich N Butt

t ( soll aus aht Bataillonen rie:Negimentern bestehen, die man ebenfalls aus

Algerien nehmen und dur< Truppen aus si “lot sonen dort erseßen wird. N französischen Garni-

6. Juli. Deputirtenkammer richtete der Deputi i Ler t putirte Lo>ro

An frage an den Minister-Präsidenten de Freycinet betreffs ciunde T N L IEENNS V Ens Le itungen umlaufenden Ge- l ) vertlangle namentli<h Auskunft darü ie Ne- gierung eine Fntervention | I E Moe eines Mandats der Konferenz voraussehe, oder ob Frankreich

(W. T. B.) Jn der heutigen Sißung der

Frankreichs in Egypten auf Grund

Aktion vornehmen solle, Der Minister-

Präsident erwiderte: der Marine-Mini sei mi i ) : - ister sei mit gewi Vorbereitungsmaßregeln vorgegangen, dieselben lia e

thwendige Vorsichtsmaßregeln hinaus. Wenn

eine Jntervention Frankreichs eintreten sollte i i | , was man inde nicht bejahen, no<h au<h nur voraussehen könne, würde e

gängige Zustimmung der Kammern eschehen olge eine Politik der Klugheit und müsse Ks für jede Eventualität bereit sein. Die Kam-

mer nahm die Erklärung des Minister-Präsidenten mit Zu-

O B.) Biter den 355 mit êule eingetroffenen Arabern gewisser Hussein Ben Hassan aus Tunis,

welcher nah dort zurüd>kehren wollte, a ; / der Behörde überliefert wurde, [ fr auerhergebraht und

Kapitän insultirt und mit dem Tode bedroht hatte

weil er auf der Fahrt den

t ui und an- szuwiegeln versuchte, so daß er gefesselt werden

Das Gerücht bezeihnet Hussein als einen Agenten

der UEUIE sei, nah Tunis zu gehen und

uwiegeln.

6. Juli. (W. T. B.) Die Rüstungen

behufs Bildung eines zweiten Verstärkungs i | e werden eifrig betrieben ; sobald ein Pan ersi audcertie ige

wird dasselbe nah den Hyèrischen Znseln zu den U manévern geschidt, bis das ganze Ges wader vollstänbit

ge-

e geben zu können. Der König

t eingeschifft, um si zunä î ns

6, Juli, (W. T. V.)

Server Pascha, Kadri Bey und der jeßige

Minister des Auswärtigen Said Pascha als die für das Prä- fidium in Betracht kommenden Kandidaten genannt werden.

7. Juli. Die gestrige Konferenz ist über die Form der an die Pforte zu rihtenden Einl aduna zur Jnter- vention in Egypten schlüssig geworden. Es herrschte all- seitiges Einverständniß. Wie schon gemeldet, enthält die Ein- ladung die Bedingungen der Aufrechterhaltung des status quo ante wie der internationalen Verpflihtungen und seßt eine beschränkte Dauer der Okkupation voraus.

(Pol.

Bulgarien. Sofia, 5. Juli. Corr.) Die Bildung des neuen Kabinets bis auf das Ministerium des Aeußern, welches zunächst von seinem bisherigen Jnhaber Dr. Vulkowitsh interimistish weitergeführt wird, ist erfolgt. Zum Conseils-Präsidenten wurde Gzneral Sobolew ernannt, welcher das Portefeuille des Jnnern erhielt. General Kaulbars wurde Kriegs-Minister, Natschewitsh Finanz-Minister , Vulkowitsch Minister der öffentlihen Arbeiten (welches Ressort soeben neu

eshaffen wurde), Grekow Justiz-Minister und Teocharow tinister des öffentlichen Unterrichts.

Nußlaud und Polen. St. Petersburg, 6. Juli. (W. T. B.) Die „Neue Zeit“ erfährt: das Domänen- Ministerium habe es für nothwendig erachtet, die bereits früher begonnene Schichtung der a>erbautreibenden Be- völkerung der Judenkolonien durchzuführen, um diejeni- gen Elemente aus derselben auszuscheiden, welhe durch Ver- nachlässigung des Ackerbaus, dur< Verschwinden aus den Kolonien oder dur< Nichtsteuerzahlen der Gemeinde zur Last fallen. Wie verlautet, sollen bereits etwa 1820 solcher Familien ausgeschlossen worden sein.

Afrika. Egypten. Alexandrien, 6. Juli. (W. T. B.) Der Conseils-Präsident Ragheb Pascha erhielt eine Depesche vom Sultan, in welcher gesagt wird: die englishe Flotte würde die Befestigungen von Alexandrien bombardiren, wenn nicht sofort die Arbeiten an denselben eingestellt werden; der Sultan werde den Khedive und die egyptishen Minister für die Folgen verantwortli<h machen. Ragheb Pascha er- widerte: das Ministerium habe {hon na<h Konstantinopel telegraphirt, daß Demonstrationen stattgefunden hätten, in Polge deren das Ministerium den Sultan um die Erlaubniß

itte, die Arbeiten an den Erdwerken wieder aufzunehmen. Bis zum Eintreffen der Antwort würde keine definitive Ent- \<hließung gefaßt werden. : : _—

Heute früh ist eine türkische Yacht mit zwei Offizieren

höheren Ranges hier eingetroffen.

Zeituangsfstimmen.

Die „Berliner Politishen Nachrichten“ haben den neuestens erstatteten Fahresberiht der Aeltesten der Ber- liner Kaufmannschaft einer Prüfung unterworfen und ge- langen dabei zu folgenden Ergebnisscn :

Der Jahresbericht ift geeignet, kritische Bedenken hinsichtlich der lozishen Begründung seiner generellen Argumentation zu we>en. Eigenthümlicherweise stellt der Bericht die Prämisse auf, daß die Wohlfahrt von Industrie und Handel eines jeden Volkes von Jahr zu Jahr in höherem Maße abhängig werde von den wirthschaftlichen Pen anderer Länder um dann mit Bezug auf Deutschland zu

onstatiren, daß das Jahr 1881 dem eifrigen und beharrlichen Streben

des deutshen Gewerbefleißes und Handels endli< mehr gesicherte und mehr lohnende Resultate wieder zugeführt hat. Weiß denn das Aeltestenkollegium nicht, daß die wirthschaftlihen Zustände anderer Länder mit wenigen Ausnahmen auf protektionistisher Grundlage basiren, daß mithin Deutschland nur konsequent richtig gehandelt, als es ebenfalls zu \{ußtzzöllnerishen Maßregeln griff ? Das Aeltesten- Follegium giebt die wirthschaftlihe Besserung im Jahre 1881 be- kanntlih dem ersten, worin die Folgen unserer wirthschaftspolitishen Reform in größerem Umfange hervortraten zu, und gleihwohl tummelt sih das freihändlerishe Ste>kenpferd weiter ?

Einen arakteristishen Beweis für das Vorstehende ergeben folgende wörtliche Citate aus dem erstatteten Bericht :

Spiritushandel. „Das Spiritusgeschäft war im Jahre 1881 ein re<t belebtes und sind die Umsätze in den ersten drei, besonders aber in den leßten vier Monaten sehr bedeutend gewesen."

Spiritusfabrikation. „Dieselbe kann auf das Jahr 1881 als auf ein günstiges zurü>bli>en.“

Branntwein- und Liqueurfabrikation. „Die Lage derselben war 1881 insofern keine ungünstige, als die Spritpreise im Herbst ab- wärts gingen.“

Bierbrauerei. „Nach den Angaben des Kaiserli<h statistischen Amtes haben die deutschen Brauer die Ergebnisse des Etatsjahres 1880/81 selbst als „re<t günstig®* bezeichnet.“

Weinhandel. „Im hiesigen Weinhandel läßt si<, wie dies \eit 1878 von Jahr zu Jahr der Fall war, au<h für das verflossene wiederum eine allmähliche Zunahme des Konsums konstatiren.“

Butter. „Der Verlauf des Geschäfts war für den Handel im Durcbschnitt ein re<t günstiger.“

Schmalz. „Gleich in den ersten Wochen des Jahres 1881 ent- wid>elte sh in dem Artikel etwas Konjunktur mit anziehenden Preisen.“

Baumaterialien: „Die Lage des Geschäfts in Baumaterialien im Jahre 1881 kann im Vergleih zu den jüngsten Jahren als eine im Allgemeinen bessere, wenn au<h no< lange nicht zufriedenstellende, ge- sunde bezeichnet werden.“ :

Ofenfabrikation. „Lebhafte Bauthätigkeit in den besseren Stadt- gegenden rief einen größeren Bedarf an weißen Schmelzöfen hervor.“

Porzellanwaarenfabrikation. „So wenig man von der bisherigen Lage sagen konnte, daß sie hon eine vollgenügende sei, so sehr muß man doc bei einer objektiven Berichterstattung anerkennen, daß si seit Einführung des neuen Zolltarifs, troßdem derselbe der keramischen Branche nur einen mäßig erhöhten Schutz Ta der Geschäfts- gang entschieden gebessert hat.“

Glaéfabrikation und Handel. „Die Fabrikation zeigte im Jahre 1881 einen im Allgemeinen befriedigenden Stand und ein weiteres Fortschreiten gegenüber den Vorjahren.

Handel mit Eisen und anderen Metallen. „Die Aussichten für unsere Eisenindustrie bei Beginn des Jahres 1881 waren keineswegs erfreulih . . . . gegen Mitte des Jahres is eine Besserung der bis dahin re<t unerqui>lihen Verhältnisse eingetreten... . Am Schlusse des Jahres standen die Preise im Allgemeinen um ca. 30 9% höher als in der ersten Hälfte.“

Handel mit Eisenwaaren. „Im August begann der Verkehr \si< bedeutend reger zu gestalten und trug namentli<h die in dieser Zeit s anbahnende Besserung des Eisenmarktes zur Belebung des Ge-

<âftes und Befestigung der Preise der fertigen Waaren bei.“

__ Eisengießerei, Lokomotiven- und Maschinenbau. „Für die Eisen- E ist das Jahr 1881 ein etwas besseres als die vorhergangenen gewesen.“

Kunstschlosserei, Geldschränke. „Jn der Kunstsclosserei war im Jahre 1881 eine Besserung des Geschäftes bemerkbar.“ J

Messingwaaren- Fabrikation. „Das abgelaufene Jahr war für die Mes Are WORRne im Großen und Ganzen kein ungünstiges.“

Bronce-Kunst-Industrie. „Es is sehr erfreulich, dieselbe in

zeugenden Schöpfungen haben, sowie dur die zunehmende Zahl kunst- gebildeter Kräfte für die Ausführung in jedem Jahre weitere Fort- schritte machen zu sehen.“ Zinkindustrie. „Zahlreiche Bauten, insbesondere au< Arbeiten an der Stadteisenbahn, woran die meisten größeren Fabriken bethei- ligt waren, gaben lebhaftere Beschäftigung.“ Droguenhandel. „Fn Medizinal- und gewerblichen Droguen war der gewohnte Absatz.“ Chemische Industrie Berlins. „Für die <hemishe Industrie, die unter den in Berlin vertretenen Gewerben einen hervorragenden Platz beanspruchen darf, arakterisirt si< das Jahr 1881 dadurch, daß, troß der dur<h den Aufs{hwung der Gesammtindustrie bedeutend ge- steigerten Nachfrage für fast alle chemischen Produkte, denno< in Folge der Vermehrung der Produktion im Allgemeinen ein Rückgang der Preise zu bezeichnen ist.“ Fabrikation in wollenen und halbwollenen Stoffen und Plüschen. „Die Fabrikation derjenigen wollenen und halbwollenen Stoffe, welche im vorjährigen Berichte als sogenannte Berliner Fabrikation charak- terifirt wurde, hat im abgelaufenen Jahre an Quantität der gefer- tigten Waaren wiederum zugenommen.“ Fabrikation von Shawls und Tüchern. „Während des verflossenen Iahres hat sih das überseeishe Exportgeschäft in Shawls großer Lebendigkeit erfreut.“ s Konfektion von Damen-Mänteln. „Das Geschäftsjahr 1881 hatte im Allgemeinen günstige Resultate für diese Branche aufzu- weisen, ja es würde sih glänzend gestaltet haben, wenn sie nicht viel- fache Exportgelegenheiten hätte unbenußt vorübergehen lassen müssen.“ Detailhandel in Seiden- und Modewaaren. „Wenn das Vor- jahr unter günstigen Aussichten für das Modewaaren-Detailgescäft im Allgemeinen s{loß, so hat das Jahr 1881 ebenfalls keinen Nü>- schritt zu verzeichnen, da sowohl die Mode wie die Kauffähigkeit des Publikums zur wesentlichen Steigerung der Geschäfte beitrug.“ Export von Manufakturwaaren. „Daß der Erport von Manu- faktur- und anderen Waaren na< überseeischen Ländern im Jahre 1881 ein re<t reger war, geht aus zahlreichen vorangehenden Berich- ten hervor. : Fabrikation von Pußfedern. „Der Fortschritt, den wir {hon seit einer Reihe von Jahren für diese Branche konstatiren konnten, hat auch in dem verflossenen angehalten.“ Papierhandel. „Derselbe ist in stetem Zunehmen bei dem un- aufhörlih si<h vergrößernden Bedarf.“ Nicht minder Erfreuliches meldet der Bericht der Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft u. a. no< über Pappenfabrikation, Tapeten- fabrikation, Handschuhfabrikation, Pelz- und Rauchwaarenhandel, die Möbel- und Bautischlerei, Parquettfabrikation, musikalische Instru- mente, elektro-technische Fabrikation, optishe und mechanische Instru- mente, Gummiwaarenfabrikation, Schirmfabrikation, Goldleistenfabri- kation und endlich über die Kurzwaarenfabrikation, wobei besonders auf die re<t wohlthätigen Nachwirkungen der Berliner Gewerbe- aus\tellung von 1879 hingewiesen ift. i : Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ ent- nimmt dem Fahresbericht der Handelskammer zu Cassel über A des Handels im Allgemeinen im dortigen Bezirk u. A. olgendes:

Das Geschäft 1881 bestätigt in seinen Gesammtresultaten klaut Bericht über die einzelnen Geschäftszweige, daß auch in dem Bezirke unferer Kammer nah der so lang andauernden Zeit des geschäftlichen Nieder- ganges eine Besserung der wirthschaftlichen Verhältnisse, eine erhöhte Thätigkeit in Handel und Industrie bemerkbar ist. Freilich ist diese Besserung no< nit allgemein, auf manchen Gebieten kann der Druck der leßten, langanhaltenden Krisis no< nicht als überwunden be- trachtet werden, aber die größere Mehrzahl der Gewerbetreibenden unseres Bezirks kann von \teïigendem Verkehr und von günstigeren Resultaten als im Vorjahre berichten. R

Wie der „Westfälische Merkur“ mittheilt, hat der westdeutshe Bund selbständiger Handwerker mit allen Lokalvereinen und Jnnungen und dem westfälishen Provinzial- verein selbständiger Handwerksmeister dem Reichskanzler eine mit Tausenden von Unterschriften versehene Vertrauensadresse zugesandt. Jn derselben heißt es:

Ew. Durchlaucht haben die Initiative ergriffen, um auf wirth- \chaftlihem Gebiete mit dem Staat und Gesellschaft gleih {wer \chädigenden Prinzip des freien Gewährenlassens der wirth\chaft- lichen Kräfte zu bre<hen. An die Stelle des vollständigen Frei- handels, welcher uns in eine fur<htbare Abhängigkeit vom Aus- lande gebraht und das Nationalvermögen zum Nutzen einer Minder- heit vergeudete, unsere eigene Industrie lähmte und ihre Cristenz gänzlih in Frage stellte, die Lohnsäße bis aufs Aeußerste zum Sinken brachte und unsere Konsumtions- und Steuerfähigkeit arg beschränkte, ist ein vorsichtig bere&netes und mäßiges Schutzzoll- system getreten, wel<hes troy seiner kurzen Dauer und der Nachwirkungen des bisherigen Freihandelssystems \{<hon be- deutende Besserung der industriellen Verhältnisse erkennen Ee Durch Einbringung eines Innungsgeseßes erkennen wir den wohl- wollenden, wenn au< wirkungslosen Versuch, das bis auf kleine Reste gänzlich heruntergekommene Handwerk wieder zu organisiren und ihm zur treuen und pflihtgemäßen Mitarbeit im Staate wieder Ge- legenheit zu bieten. Das Unfallversiherungsgesey für Arbeiter giebt uns den Beweis, daß Ew. Durchlaucht der Fürsorge für die große Mosse der wirthschaftli< Schwachen Ihre ganze Aufmerksamkeit zuwenden, und erfüllt es uns mit Dank, da dieser Stand durch die Auflösung des selbständigen Handwerks fortdauernd mehr und mehr verstärkt wird. .

So is es uns auch eine große Freude gewesen, daß Se. Majestät, unser Allergnädigster Kaiser, in Seiner landesväterliben Huld no< in leßter Zeit laut und deutli<h Sich übereinstimmend mit Ew. Dur(blauht Peformplänen ausgesprohen. Gegenüber den Angriffen, welden Ew. Durchlaucht e<t nationale Wirthschafts- politik von den verschiedenen Parteien ausgeseßt ist, halten wir es, troß unserer fortdauernden Nothlage, für unsere ani: unser volles Einverständniß mit Hochdero energischen N aßregeln auf wirthschaftlibem Gebiete im Prinzip auszusprehen, und wir hielten diesen Augenbli> für wichtig, weil es den Widersachern dieser wirth- schaftlichen Maßregeln zum Theil gelungen, Ew. Durcblaucht ehrliche Absichten im Lande zu verdächtigen als gefährlid für das Volks- wohl, und man sich anschi>t, dieselben no< fortwährend mit allen Mitteln zu bekämpfen

Darum kommen wir und danken Ew. Durchlaucht von ganzem Herzen! Nicht blos für die vollbrahte Einigung und Stärkung des ganzen deutschen Vaterlandes, sondern auh dafür, daß Er. Durch- laut den Schuß der ehrlihen nationalen Arbeit den Schuß der Produktivstände zuerst als Aufgabe des Staates bezeichnet haben . .

Landtags- Angelegenheiten.

Am 5. d. M. is zu Brunn bei Stettin das Mitglied des MErpo anes, Geheimer Regierungs-Rath a. D. von Ramin ver- torben; aus besonderem Allerhöchsten Vertrauen dur Erlaß vom 20. November 1863 ins Herrenhaus berufen, war derselbe in das Haus am 14. Januar 1865 eingetreten.

Statistische Nachrichten.

Na< Mittheilung des Statistishen Amtes der Stadt Berlin ge bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 25. Juni bis inkl. 1, Juli cr. zur Anmelduflg gekommen : 204 Ebescließungen, 821 Sterbefälle. S —Summarische Uebersicht über die Zahl der Studi- renden auf der Königlichen Rheinischen Friedrich -

Lebendgeborene, 26 Todtgeborene, 646

Berlin dur den Œifer und die asrigteit unserer Gewerbtreibenden, durch die Freude, welche sie an selbst ihren von selbständigem Geshma>k

laut Nachweisung vom 24. November 1881 875. Nach Aufstellung dieser Nachweisung wurden no< immatrikulirt 11, zusammen 886. Davon sind abgegangen 317. Es sind demna< geblieben 569. Dazu sind in diesem Semester gekommen 492. Die Gesammtzahl der immatrikulirten Studirenden beträgt daher 1961. Die fkatho- lish-theologishe Fakultät zählt Preußen 60, Nichtpreußen 1; zu- sammen 61. Die evangelish-theologise Fakultät zählt Preußen 88, Nichtpreußen 8; zusammen 926. Die juristishe Fakultät zählt reußen 267, Nichtpreußen 32; zusammen 299, Die medizinische akfultät zählt Preußen 174, Nichtpreußen 12; zusammen 186. Die philosophische afultät zählt a. Preußen mit dem Zeugniß der Reife 310, b. Preußen ohne Zeugniß der Reife na< $. 3 der Vorschriften vom 1. Oktober 1879 48; zusammen 358, e. Nichtpreußen 61; zusammen 419. Summa 1061. Unter den Immatrikulirten der philosophischen Fakultät befinden si 72 Preußen und 16 Nichtpreußen, zusammen 88, welche der landwirthschaftlichen Akademie zu Poppels- dorf angehören. Außer diesen immatrikulirten Studirenden besuchen die hiesige Universiät als nur zum Hören der Vorlesungen berechtigt, mit spezieller Uns des z. Rektors, 41. Es nehmen mithin an den Vorlesungen überhaupt Theil 1102. i

Bei der städtischen Sparkasse in München war im Jahre 1879 (Dezember 1878—79), wie wir den „Mittheilungen des statistischen Bureaus der Stadt München“ entnehmen, die Zahl der Einlagen namhaft größer als in den unmittelbar vorangegangenen Jahren ; auch die Summe der Einlagen, die seit 1875 in dauernder Abnahme begriffen war, hat \sih bedeutend gehoben. Die Mehrung der Einlageposten beträgt gegen 1879 22,10 °/0, die Mehrung der Cinlagesummen 16,77 9%. Auch die Summen der nicht erhobenen kfapitalifirten Zinsen is um 2,11% gestiegen. Der Kapitalbestand Ende 1879 ist gegen 1878 um 4,25% auf 3190773 A gestiegen und steht höher als in allen Vergleichsjahren seit 1871. Die Gesammtzahl der Sparenden, welche (abgesehen von den Nachzahlungen auf frühere Ginzahlungen) eine erste Einzahlung leisteten, war 1879 2249 (1871 2910, 1873 30941, 1875 2297, 1877 1825, 1878 1869); die Zahl der Sparenden, welche ihre ganze Ein- lage zurüd>zogen, war 1879 1668 (1871 2962, 1873 5270, 1875 1771, 1877 1893, 1878 1828). Die Zahl der Sparer betrug Ende 1879 10653 (Ende 1871 12065, 1873 8675, 1875 9926, 1877 10031, 1878 10072); auf jeden Sparcr entfiel dur<s{nittli< Ende 1879 ein Kapitalsbestand von 299,52 M (1871 181 M, 1873 269 M, 1875 296 MÆ, 1877 306 M, 1878 303 # rot.) Im Jahre 1878/79 belief sih die Zahl der Einlagen auf 7789, der Kapitalbetrag der im Laufe des Jahres gemachten Einlagen auf 762 340 MÆ, die fapitalisirten Zinsen auf 48984 #4, die Zahl der Rücknahmen auf 4238, der Betrag der während des Jahres zurü>- genommenen Einlagen 681 184 #4, der Restbestand der eingelegten und aufgesammelten Kapitalien am Ende des Jahres 3 190 773 A. (im Jahre 1877/78 betrug die Zahl der Einlagen 6379, das Kapital der im Laufe des Jahres gemachten Einlagen 652 843 M, die fapitalisirten Zinsen 47 974 4, die Zahl der Rücknahmen 4337, der Betrag der während des Jahres zurükgenommenen Einlagen 715 611 M, der Restbestand der eingelegten und aufgesammelten Kapitalien am Ende des Jahres 3 060 631 M

Im Iahre 1880 betrug bei der Sparkasse in München die Zahl der Einlagen 9387 A (1879 7789 M, 1878 6379 M) und im Durch- \<nitt der Jahre 1870—80) 6669 4 Die Summen der dadurch erzielten Kapitalanlagen 1 033 624 A. (1879 762340 Æ, 1878 652 843 M. und Durhs{niti 1870—80 775 288 M), die Summe der nicht erhobenen

(1879 48 984 M, 1878 47 974 M, Durchschnitt 1870—80 34693 M). Die Zahl der Rüc>knahmen von Sparkapitalien war 4820 (1879 4238, 1878 4337, Dur(bschnitt 1870—80 4210), der Be- trag der während des Jahres zurü>genommenen Einlagen 690157 M. (1879 681184 M, 1878 715611 M, Durcbschnitt 1870—80 671 594 4). Gegen das Vorjahr betrug in 1880 die Mehrung in der Zahl der Einlagen 20,39, im Betrage derselben 35,59, in der Summe der fkapitalisirten Zinsen 9,68, in der Zahl der Rü>knahmen 13,73, im Betrage der letßteren- 1,32 9%, Der Sparkapitalienbestand belief sih 1. Dezember 1880 auf 3 587 967 M, am 1. Dezember 1879 auf 3190773 Æ, d. i. für 1880 mehr 12,45 9%, gegen den Stand am” Beginne des vollendeten Jahrzehnts (1. Dezember 1870) ergiebt \i<h eine Zunahme um_ 1383877 oder 62,79 9%. - Im Durchschnitt der Jahre 1870—80 betrug der Stand der Sparkapitalien 2811 785 46 Die Zahl der Sparen- den, wel<he vollkommen neue Einlagen machten, war 1880: 2931 (1879: 2249, 1878: 1869, Durcbschnitt 1870—80: 2422); die Zahl der Sparer, welche ihre Einlagen ganz zurü>zogen, war 1880: 1883 (1879: 1668, 1878: 1828, Dur{schnitt 1870— 80: 2463.) Am Sclusse des Jahres 1880 waren im Ganzen 11 701 Sparende (1879: 10 653, 1878 : 10 072, Durchschnitt 1870—80: 10 353 Sparer) ver- zeichnet. Auf je einen Sparer berechnet si< aus dem Kapitalien- bestand am Ende des Jahres 1880 ein Antheil von dur{s{nittli< 306,64 A (1879: 299,52 M, 1878; 303,88 Æ, Durcbschnitt 1870 bis 1880; 271,59 M).

Kunst, WiFenschaft und Literatur.

Durch die’ allgemeine Verfügung vom 24, Mai 1880 (Justiz- Min. Bl. S. 122) sind in Betreff der Geschäftsrevisionen bei den Justizbehörden erster Instanz unter Aufhebung der damals in Geltung befindlihen Bestimmungen anderweite Vorschriften erlassen worden. Eine s\ystematishe Darstellung der in Gemäßheit dieser Verfügung auszuführenden amtsgerihtlihen Geschäftsrevisionen hat der Ober- Landesgerihts-Rath Schmidt zu Hamm î. W. unter dem Titel : „Die Geschäftsrevisionen bei den Amtsgerichten“ heraus- gegeben (Verlag von Franz Vahlen hierselbst. Preis 2 4) Die Schrift, welhe sih dur< eine zwe>mäßige, leiht zu überschende Anordnung auszeichnet, enthält die bei den gedachten Geschäftsrevisionen in Betracht kommenden Bestimmungen von wesentlidem Interesse. Nur die Gefängnißverwaltung und die Ge- \{häftsführung der Gerichtsvollzieher find übergangen, weil die Oberaussiht über die erstere dem Ober - Staatsanwalt zusteht, und die Geschäftsführung der Gerichtsvollzieher thres bedeutenden Umfanges wegen eine besondere Bearbeitung er- fordert. Aus demselbea Grunde ist au das Kosten-Einziehungswesen nur dur< Aufnahme einer Zusammenstellung der diesfälligen Vor- schriften berü>sihtigt worden. ; E :

Fu dem „Willehalm“ Ulrihs von Türheim. Von Dr. O. Kohl, Oberlehrer. Separatabdru> aus der Zeitschrift für deutsche Philologie, Band X1Il. Halle a. d. S., Dru> der Buch- dru>erei des Waisenhauses, 1881, Die im Titel der Schrift (einer vom antiquarish-historishen Verein zu Kreuznach versandten Publi- kation) genannte Dichtung „Willehalm“ oder „Rennewart“ ist dur< verschiedene, seit längerer Zeit veröffentlichte Brub- stü>de bekannt, nit aber ihrem fortlaufenden Jnhalte na. Sie enthält in etwa 36300 Versen der Reihe nah: Rennewarts Thaten zu Ende der Scblat von Alishans, seine Vermäblung mit Alise, der Tochter König Ludwigs, und sein Leben als Fürst von Portipaliart, oder zusammen „Rennewart und Alise“, dann „Renne- wart im Kloster“, darauf Malifers, seines Sohnes, Thaten und end- lid das Mönchsleben Wilhelms, je bis zum Tode von Alise, von Rennewart, von Malifer, von Kyburg und Wilhelm. In der vorlie- genden kleinen Schrift werden zunächst die einzelnen Theile der Dichtung übersihtlid nacerzählt und dann mit den französishen Quellen, soweit dieselben publizirt sind, und dazwishen auc der Anfang mit dem Scluß von Wolframs ,Willehalm“ verglichen. Der Darstellung liegt die Heidelberger Handschrift H zu Grunde. Ganz besonders inter- essant ist aber der zweite Theil der Schrift, in welcher das in nieder- rbeinisder Sprache geschriebene Kreuznocher Fragment des „,Willehalm“ zum ersten Male publizirt wird. Dasselbe befindet si im Besitz des antigquaris{-bistoris<en Vercins für Nahe und Hunsrü>en in Kreuz- na, besteht aus cinem Pergamentdoppelblatt mit zwei Stücken aus dem ersten Theile der Dichtung, wahrsceinlid no< aus dem X111. Jahrhundert, und hat als Urkundenumscblag gedient.

n Wilhelms- Universität zu Bonn im Sommer-Semester 882, Im Wintersemester 1881/82 sind immatrikulirt gewesen

Der Verfasser hat für einen vollständigen genauen Abdru> gesorgt