1882 / 162 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Mrt anni a rigen t gr Lt n L De ag K E 29 Ï

selbständig den Thatbestand der Simulation des Rechtsgeschäfts fest- stellen? Dürfen, wenn die Ehcsche:tung nGEAR aus- gesprochen ist, im Falle des A. L. R. 11. 1 $. 718a. neue Behaup- tungen über die Schuldfrage in der Berufungsinstanz vorgebracht werden? Steht bei dem Vorhandensein von Adoptivkindern den uneheliben Kindern des Adoplivoaters ein Erbrecht in dessen Nach- laß zu? Kann der Aowohner cines Flusses wegen der ihm dur< Erbauung einer Eisenbahn entzogenen Gelegenheit, mit Kähnen an seinem Grundstü>e anzulegen, Entschädigung verlangen? Der Kommanditist kann gegen den Anspru< der Gesellschaft auf Zahlung der Einlage mit einer Gegenforderung an die Gesell- \<aft aufre{nen. 1) Tritt die Auflösung einer Aktiengesellschaft von selbst ein, sobald der Gegerstand des Unternehmens definitiv un- mögli geworden ist? 2) Ift ein Aktionär bere<htigt, wegen Ver- citelung des Zroc>es der Gesellschaft vor eingetretener Liquidation derselben die Zahlung des gezeichneten Afktienbetrages zu verweigern ? —1) Sélicßen die Vorschriften des H. G. B. Art. 182, 183 den Be- wcis aus, daß zwischen den Kontrahenten vereinbart ist, cin Indossa- ment solle nit den Eigenthumsübergang der Ukticn, sondern nur deren Verpfändung bewirken? 2) Beziehen si<h die gedachten Geseße nur auf Aktien und Alktienantheile, oder au< auf Interiméscheine? Kann im Kaufgelderbelegungsverfahren der nacheingetragene Gläubiger geltend machen, die voreingetragene Post sei theilweise dur<h Kompen- sation erloschen? u. \. w.

In dem Abschnitte „Literatur“ bringen au<h die vorliegenden Hefte Besprechungen einer Reihe in jüngster Zeit erschienener Arbeiten auf dem Gebiete der juristischen Literatur.

Der Pränumerationspreis für den Jahrgang von 6 Heften be- trägt 14 4; für den Jahrgang nach vollständigem Erscheinen beträgt der Preis 16 M.

Mtttheilungen aus der historischen Literatur, herausgegeben von der Historischen Gesellschaft in Berlin und in deren Auftrage revidirt von Dr. Ferd. Hi r\<. Berlin 1882, R. Gärtners Verlagsbucbhandlung (Herm. Heyfelder). 10. Jahrg. 3. Heft. Inhalt: Bibliotheca historica 2c. hr8g. von Ehren- feuchter. 29. Jahrg. 1. Hft. Jan.— Juni 1881, Gött. Répertoire des travaux historiques 2c. A. 1882. Nr. 1, Paris 1882, von Sybel, Kleine histor. Schriftea. Duncker, Gesch. des Alterthums. ODrovysen, Athen und der Westen vor der sizilis<hen CErpedition. Lübbert, De amvestia a. 403 a. Chr. n. ab Atheniensibus decreta. Oesterley, Histor.-geograph. Wörterbu< des deutschen Mittel- alters. Gößinger, Reallerikon der deutschen Alterthümer. Cahun, le véritable Attila. Jordanis de origine actibusque Getarum ed. Holder. Kaufmann, Deutsche Geschichte bis auf Karl d. Gr. Arnold, Deutsche Geschichte. Schröder, Die Franken und ihr Recht. Adler, Zur ältesten Geschichte des Welfenstammes. Mcyer, Die Fort}eßer Hermanns von Reichenau. -— Anemüller, Geschichte der Verfassung Mailands in den Jahren 1075—1117, Lindt, Beiträge zur Geschichte des deutshen Kriegswesens in der \staufishen Zeit. Sternfeld, Das Verhältniß des Arelats zu Kaiser und Reih. Pommerellishes Urkundenbuh. Sim. Grunaus Preußishe Chronik. Heidemann, Die Mark Brandenburg unter Jobst von Mähren. Troels-Lund, Das tägliche Leben in Skandinavien während des 16. Jahrh. Wieser, Magalhaes-Straße und Austral-Kontinent auf den Globen des Joh. Schöner. Dalton, Johannes a Lasco. Bekker, Maria Stuart, Darnlcy, Bothwell. Scybergson, Vnderbandlingarna om den evangelisk allians aren 1624—1625. v, SGarauw, die Feldzüge Karls XIT. Herrmann, Peter d. Gr. und der Zarewitsh Alerei. Lehmann, Preußen und die katholische Kirche seit 1640. 2, Bd. Meier, die Reform der Verwaltungs-Organisation unter Stein und Hardenberg, Die „Historische Gesellschaft in Berlin“ liefert dur< ihre „Mittheilungen aus der historishen Literatur“ weder selbsiändige Arbeiten no< eigentliche Kritiken, sondern nur ausführ- liche Berichterstattungen über die neuesten historishen Werke mit möglichster Bezugnahme auf den biéherigen Stand der betreffenden For- schungen. Dies gilt au< von den Berichten über die oben angeführten geschichtlichen Schriften, die sich im 3. Hefte der „Mittheilungen“ finden. Da der Einzelne bekanntlich nicht alles auf dem Gebiete der Geschichte Erscheinende dursehen, ges{weige denn durcharkciten kann, fo leistet die genannte Gesellschast in der That dur<h ihre mehr oder weniger ausführlichen objekliv gehaltenen Inhaltsangaben, die sie über die wichtigeren historishen Schriften, die erscheinen, bringt, allen Freun- den der Geschichte einen nicht unwihtigen Dienst, indem sie dieselben hierdur<h in den Stand seßt, zu beurtheilen, ob für ihren Studien- kreis die eingehende Beschäftigung mit einem Werke nöthig sei oder nicht.

Aus dem Verlage von Orell Füßli u. Co. in Zürich liegen die Hefte 30, 31, 32 und 37 der Europäischen Wanderbilder vor. Die drei erstbezeihneten Hefte schildern die Gotthardbahn, von F. Hard- meyer, mit 48llustrationen von J.Weber und ciner Karte (Preis 1,504). Das treffliche kleine Buch keginnt mit einem Abriß der Geschichte der Gotthardstraße und der Gotthardbahn und schildert dann alle Naturschönheiten und Sehenêwürdigkeiten, welhe die Bahn berührt, Heft 37 ist dem \{önen Freiburg im Breisgau mit seinen herrlihen Umgebungen gewidmet. Den er- klärenden Text von L. Neumann illustriren 31 Ansichten, die ebenso treffli< ausgeführt sind wie alle JUustrationen dieser Samm- lung. Der Preis des 37. Hefts beträgt nur 50 „Z. In demselben Verlage érschien au< eine Vogelschaukarte von der Gott- hardbahn, von J. Weber (Preis 1 4). Man erbli>t die ganze Gotthardbahn mit ihrer Umgebung aus der Vogelperspektive, und zwar für die Nordrampe von einem Punkt im Luftraum über dem Zugerberge, für die Südrampe von einem fsolchen über dem Ursener- thale. Das Bild ist ebenso anschaulich wie sauber ausgeführt.

Æand- und Forstwirthschaft.

Die preußische Staaatsforstverwaltung betrachtet cs als cine ihrer Aufgaben, im Interesse der Landeskultur auf den Holzanbau in den Waldungen der Privaten, Gemein- den 2c. anregend und fördernd au dadur< einzuwirken, daß sie gu- tes Pflanzmaterial zum Selbstkostenpreise denjenigen Waldbesitzern auf Erfordern abgiebt, welche die Gelegenbeit oder die Mittel nicht besitzen, si die erforderliben Pflanzen selbs zu erziehen.

Im Etatsjahre 1. April 1881/82 sind auf diese Weise aus den Staatsforsten abgegeben :

f “Laubbolz- pflanzen

Nadelholz- in pflanzen Summa.

DRRdELTo In der Provinz: de de de 1) Ostpreußen y 314246, 27469261 30611172 2) Wefipreußen 1161/77; 20 299 33 21 461 10 3) Brandenburg 417096} 6141119 65 582/15 4) Pommern 1 998/83 15 185/89 17 184/72 5) Posen 337448) 1992561 23 390 09 6) Slesien 816 69, 1225201 13 068 70 E 1510/59 13 581175 15 092 34 8) Swleéwig-Holstein 79864/ 2062/47 2 861/11 9) Hannover e 8392/75) 6985558) 7824833 10) Westfalen . 1158/11/ 5 944/21 7102/32 11) Hefsen-Nafsau 632082! 1724622] 2356704 12) Rheinprovinz 3 84943 8 390134 12 239/77 In der ganzen Monarchie 36 695/531 273 623[86| 310 319/39 Washington, 11. Juli. (W. T. B) Na dem Berichte des Departements für die Landwirthschast ergeben die aus allen Staaten im Monat Juli eingegangenen Berichte eine Vermehrung des mit Mais bestellten Terrains um 2} Millionen Acres, Der Stand des Mais if in Folge der ungünstigen Witterung ein s{le<ter, obglei er si< im Monat Juni gebessert hat, voraussihtli< wird si<h derselbe im Monat August no< bedeutend bessern, wenn das Wetter andauernd günstig bleibt, Im Allgemeinen ift der Bure ltastaud des Mais 85 gegen 90 im Juli 1881, Der Durcbschnittsstand des Winterweizens ist 104 gegen 83 im Zuli 1881, der Stand des Frühjahrsweizens ist 100 gegen 90 im Juli 1881, der Stand des Hafers ist 103, des Roggens 101, der Gerste 95,

: Gewerbe und Haudel.

Königsberg in Pr., 7. Juli. Während des tieéjährigen Wollmarktes find im As<hhof und der As{hhofêwaage 40 Ctr., vom Wiegeamt . E s d a A 10395 ,„ Dn E E E E

Summa 14 635 Ctr. Wolle gewogen, deren Dur{schnittspreis zu 53 kg si für feine Tuhwolle af... . . . , + -165—180 M, (ganz feine Wolle au darüber), gewöhnliche Tuchwolle auf S Hs ¿

Schmutzwolle auf herausgestellt hat.

Käufer waren nicht so zahlrei< wie in früheren Jahren ver- treten, jedo wurde gute Wäsche {nell zu den angeführten Preisen geräumt. Schleht gewasc{ene Wolle wurde ganz vernachlässigt, und ist ein großer Theil derselben im Lager geblieben.

Die „New-Yorker Hdl. Ztg.“ äußert sih in ihrem vom 30. Juni datirten Wochenbericht über die Geschäftslage fol- gendermaßen: Ueber den Verlauf des Geschäfts ist zu wiederholen, daß dasselbe, gewohnheitêgemäß um diese Jahreszeit, sehr till, außer- dem no< dur<h den fortbestehenden Strike der an den Sracbtdepots der Eisenbahn- und Dampfschiffsgesellshaften an- gestellten Arbeiter gehemmt, und cine Belebung vor Mitte nächsten Monats kaum zu erwarten ist, zumal in der ersten Hälfte kom- mender Woche, des Nationalfeiertags wegen, alle Börsen geschlossen sein werden. Die Strikes und die ungünstigen Betriebsausweise vieler Eisenbahnen haben der Spekulation an der Aktienbörfse einen Däâmpfer aufgeseßt, und dieselbe veranlaßt, sich sehr reservirt zu verhalten; da man aber die Beilegung der Arbeiter-Außenstände in den nächsten Tagen erwartet und auf Grund der aus- gezeichneten Ernteaussihten unseren Transport - Gesellschaften, zumal am 1. Juli ein höherer Frachttarif in Kraft tritt, für die zweite Hälfte dieses Jahres ein ungemein gutes Prognosticon stellt, so hat fich eine entschieden feste Grundtendenz be- hauptet. Der Wechselmar kt hat diese Woche cine entschieden retrograde Nichtung eingesblagen und wird darin voraussichtlich in nächster Zeit verharren. Dem gegenwärtigen Produkteneryort, ob- wohl derselbe befriedigender als bisher ist für leßte Woche 62/10 Millionen von hier und im Total der Haupt- häfen ca, Millionen betragend kann jene Bewegung ni<ht zugeschrieben werden wohl aber den günstigen Aussichten für den Spätsommer- und Herbsterport, gegen welchen \<on jeßt anticipando große Beträge gezogen oder auf Lieferung verkauft werden. Troßdem diese Woche bestes 60 t London zu 4.85, do. kurzer Sicht zu 4.88, also bedeutend unter dem Specie Point zu kaufen war, sind wieder 1400 000 Doll. Gold verschifft worden; es bestätigt das die Unsicht, daß diese Verschiffungen, ohne Nückfsiht auf den Stand unserer Handelsbilanz und der Wechselcourse, auf feste Ordres be- werkstelligt werden und für Italien bestimmt sivd, wie denn auch für die leßten Mittwoh per „Scythia“ verschifften 1 400 000 Doll. die Connoissements auf Genua lauten. Das legitime Geschäft am Waaren- und Produktenmarkt nahm einen stillen Verlauf. Mit Ausnahme von Weizenmchl, welches in matter Haltung verkehrte, sind Brodstoffe bei re<t lebhafter Spekulation in Weizen und Mais höher; für Export ist in den leßtgenannten Getreidesorten nur wenig gethan worden. Der Frachtenmarkt is fes. Baum - wolle in di8ponibler Waare hat im Preise angezogea, fand aber zu den höheren Notirungen weder Seitens einheimischer Spinner noch für Export viel Beachtung; Termine hatten in den letzten Tagen re<t lebhaftes * Gesbäft Vrasil-Kaffees sind höher und für weste und ostindishe Sorten zeigte si< größerer Begehr, Eine vorübergehende Belebung ausgenommen, herrschte am Zuckermarkt suope Ruhe. Schmalz und Schweine- fleis< verkchrten ununterbrohen in steigender Tendenz; Speck war fest und Rindfleisch ill. Terpentinöl und Harz ruhig, aber fest zu den Notirungen. Raff. Petroleum still, jedoch preishaltend. Der Polen war etwas fester. Der Import fremder Web- toffe für die heute beendete Woche beträgt 1912 510 Doll. gegen 1 395 902 Doll. in der Parallelwobe des Vorjahres. “Nürnberg, 12. ZUlk, Beritht. der „Alg. Br. u. Hopf. Ztg,* über Hopfen. Die seitherige regnerishe Witterung is wenig ge- eignet, die Hoffuungen der Landwirthe auf einen reichen Erntesegen zu erhöhen, denn die in unserer Gegend fast durchwegs vielverheißend stehenden Getreide- und Hackfrüchte bedürfen zur Ausreife umsomehr einer tro>nen sonnigen Witterung, als deren Felder dur<hwei<t, in Niederungen fogar unter Wasser stehen. In nicht geringerem Maße ist von diesem anormalen Wetter auch die Hovfenpflanze dur Nässe und Kälte in unseren fränkishen Bezirken in Mitleidenschaft gezogen und dadur<h im Allgemeinen gegen die Vorjahre im Wachsthum sehr zurückgeblieben. Warme fonnige Witterung ift unbedingt nothwendig, wenn das Gewächs eine nur halbwegs befriedigende Ernte geben soll. Demzufolge hat seit aht Tagen im Großen und Ganzen keine weitere Besserung mehr eintreten können, im Gegentheile beklagen die meisten Berichte aus den Produktionsbezirken wieder cinen Stillstand in der Entwidlung der Hopfenpflanze, hervorgerufen dur< die Tag für Tag eintretenden Regengüsse und die dadurch verursachte kühle Witterung. Unter dem Einfluß sol< ungünstiger Auspizien, wie sie si bis zur Stunde für die kommende Ernte eröffnen, verkehrte der Markt seit unserem Sonnabendberiht in animirter Haltung mit steigender Preistendenz, und war sowohl für Export als auch für Kundschaft der Einkauf äußerst rege. Es gingen nämli< Montags und gestern an 450 Ballen 188er und etwa 200 Ballen älterer Hopfen zu wesentliG höheren Coursen ab. Mittel- und geringe Sorten haben verhältnißmäßig am meisten an Werth ge- wonnen, denn während feine und Prima-Waare nur um etwa 5 K gestiegen ift, sind die geringsten Exporthopfen unter 95 M gar nicht mehr erhältlih. An diesem lebhaften Geschäftsverkehr haben \ih zu- meist größere Hopfenhandlungen, welche ansehnlihe Posten über- nahmen, betheiligt. Die jeßt no< am Markte vorhandenen Vor- räthe werden auf 500—700 Ballen ges{häßt, worunter allerdings von Käufern ein großer Theil als gänzli unbrauchbar bezeichnet wird, so daß für den Nest der Saison ein größeres oder umfangreiches Markt- geschäft kaum mehr zu erwarten steht. Der heutige Umsatz betrug bis Mtfttag bei sehr fester Preistendenz ca. 100 Ballen.

Die heutigen Notirungen, meist nominell, lauten: Markthopfen, Prima 95—100 #, Sekunda und Tertia 99—95 #Æ, Gebirgs- hopfen 95— 105 H, Aischgründer, Prima 100—110 4, Sekunda 95— 100 Æ, Württemberger, Prima 110—120 Æ, Sekunda 95—105 M, Elsäfser, Prima 100—110 K, Sekunda 90—95 K, Hallertauer, Prima 110—120 Æ, Sekunda und Tertia 95—105 Æ, Wolnzacber Siegel 115—125 A, Posen 95—110 Æ, Spalter Land, Hauptlagen fehlen, Mittellagen 115—125 M, entf. Lagen 100—110 Æ, 1880er 35—50 M, 1879er und ältere Hopfen 8—20 M

Verkehrs-Anstalten. Plymouth; 12. Juli. (W. T. B.) Der Hamburger Post- dampfer „Vandalia“ ist hier eingetroffen.

Berlin, 13. Juli 1882,

Paris, 12, Juli, (W.T. B.) In der Rue Francois Miron hat heute eine Gasexplosion stattbefunden, bei welcher, dem Ver- nehmen na, 5 Personen getödtet und 35 verwundet worden sind.

Krolls Theater. „Diana von Solanges*, unter den Opern des bekanntli ten hôchsten Kreisen angehörenden Komponisten eine der besten, wird am Sonnabend im Krollshen Theater zum ersten Male gegeben ; für das Berliner Publikum is die Oper vollständig neu. Die Titelrolle befindet sich in den Händen der Frau Basta ; außer dem Münchener Gaste treten in den Hauptrollen Frl. Seeger, sowie die Herren Oberländer und Schütte-Harmsen auf. Eine Wiederholung der gestern mit so glänzendem Erfolge neu in Scene gegangenen „Ent- führung aus dem Serail“ steht für Montag in Aussicht.

Belle-Alliance- Theater. Bei dem morgen stattfindenden Mounstrekonzert wirken im land Theile die 3 Musikcorps (circa 80 Mann) unter Leitung des Königlicben Musikdirektors Hrn. Rusche- weyh vereint und werden die preußische Militär-Festouverture von Fischer, der Krönung8mars< aus „Der Prophet“, ein Potpourri „Norddeutsche Weisen“ von Goldshmidt, Fanfare militaire vow Aidte und der Triumphmarsch und Finale aus „Rienzi* zum Vortrag gelangen.

Literarische Neuigkeiten und periodisheSchriften.

Beiheft zum Militär-Wochenblatt. 6. Heft. Jn- halt : Gottlicb Wilhelm von Platen. Königlich preußischer General- major a. D. Ein Lebensbild aus den Freibeltskriegen, Zufammen- gestellt von Hubert von Platen.

Preußisches Verwaltungs-Blatt. Nr. 41. Inhalt: Gewerbesteuerpfliht der Kredit- und Vorschußvereine, eingetragenen Genossenschaften. Zu 88. 11 und 13 Reichs-Unterstütungéwohn- sitzgeseßes. Kommunalbesteuerung der „eingetragenen Genossen-

schaften“. Cinschätungen in die Klassen- und klassifizirte Ein--

kommensteuer. Diensteid der Beamten. Stempel von Verträgen. zwischen Fiskus 2c. und Privatpersonen. Rauch- und Rußbelästi- gung dur< den BVätereibetrieb. Vollmacht zur Stellung von Strafanträgen. Hausfriedensbrub. Glücksspiel an öffentlichen Orten. Verheimlibung de Glüksspiels. Begriff des Glü>3- spiels, Strafbarkeit der Wetten, des Buchmachens und des Totalisators bei Pferderennen. Vergehen der Ruhe- störung. Verantwortlichkeit des Redacteurs einer periodischen Druckschrift. Theilnahme an gescßwidrigen -Verbindungen. În- halt bezw. Umfang der Untersagung öffentlicher Drukschriftenverbrei- tung auf Grund des Sozialistengeseßes. Drukschriftenverbreitung: durch Verbreitung gedru>ter Wahlzettel. Vorausseßung der Unter- sagung des buchhändlerishen Gewerbebetriebs auf Grund des So- zialistengeseßes. Dampsfreinigung der Bierdru>kapparate. Zur Verhütung von Belästigungen und Unglücksfällen durh Hunde. Schußmaßregeln zur Bekämpfung der Verschleppung von Kontagien.. S Maßregeln zur Verhütung der Weiterverbreitung von Scharlach- fieber und Rachenbräune (Diphtherie) im Kreise Gießen.

Dr. A. Petermanns Mittheilungen. 7. Heft. Inhalt: Die Polarexpedition der „Jeannette“ unter Lieut. De Long, 1879— 82, Die internationalen Polarstationen. Ein vermißter Arktik- forsher. Désiré Charnay’'s Entde>ung der „Phantom City“ im Gebiete der Lacandones. Von Fr. Kofler. Reisen im Osten des Bahr-el-Djebel, März bis Mai 1881. Von Dr. Emin-Bey. 1) Von Gondókoro über Tarráanole nah Agaru. Geographischer Monats- beri<ht. Karten unter Redaktion von B. Hafsenstein.

Deutsche Landwirthschaftlihe Presse. Nr. 54. Inhalt : Ueber eine wirthschaftli&,e Aenderung, dur<h welche in Zu-- kunft der Ertrag der Feldfrüchte gesteigert werden kann. Von Dr. W. Wolf-Döbeln. (Scluß.) Feuilleton. Friedrih der Große und seine Thätigkeit für die Landwirthschaft in der Mark Branden- burg. (Fortseßung.)— Haferspelzen als Verfälschung von Futtermehl, Won Dv, L, Wittma>, Professor an der landw. Hochschule in Berlin. (Mit Abbildungen.) Personalien. Ausstellungen. Versamm- lungen. Fischerei. Aus dem Rechtsgebiet, Miscellen. Ver- unkrautung der Felder. Cocoskuchen. Rundschau. Ernte- ausfihtsberihte. Sprecbsaal. Antworten: Halten Steine den Boden fris<?

Journal fürLandwirthscha ft. XRX. Band. Heft 2. Jn- halt : Originalabhandlungen. Der Atlas der Bodenkultur des Deutschen: Reichs, Von Prof. H. Gruner in Berlin. Zur gewichtsanaly- tischen Bestimmung der Phosphorsäure von Leopold Mayer und Emil von Schmid in Wien. Untersuhunaen über die naturgesetzlichen Grundlagen der Hopfenkultur. Von Prof. Dr. R. Braungart in Weihenstephan. Düngungsversuche mit Kalisalpeter zu Kartoffeln. Von Pr. Edler in Göttingen. Versuche über den Einfluß der Temperatur, des Futters und des öfteren Scheerens auf die Woll- produktion. Von H. Weiske und B. Behmel in Breslau. Ueber Pflanzenvergiftungen. Von Dr. C. Krau in Münster. Ueber die Beziehungen, wel<he zwischen dem spezifishen Gewicht der Milch: einerseits und dem prozentis<hen Gehalt derselben an Fett und Tro>ensubstanz andrerseits bestehen. Von Prof. W. Fleishmann und A. Morgen in Raden, Literatur.

Zeitschrift für Forst- und Jaadwesen. 7. Heft. Inhalt: Abhandlungen: Monstrositäten beim Jagdwilde. Von Prof. Dr. Altum zu Eberswalde. (Mit Abbildungen.) Aphorismen über die preußische Staats-Forstverwaltung. Von Freiherrn von der Re>, Ober-Forstmeister zu Düsseldorf. Mittheilungen : Ober-Forstrath Roth f. Von Ober-Forstmeister Dey. B. Dan>elmann. Die selbst- registrirende Kluppe von Reuß. Von Ober-Forstmeister Dr. B. Dan>el- mann. Ueber den Stickstoffgehalt von Hölzern in gesundem und in theilweise zerseztem Zustande. Von Dr. Councler. Statistik : Lohrindenpreise auf dem Rindenmarkt zu Heilbronn während der 22 Jahre 1861—1882, Von O. Mundt. Die Ausfuhr von Holz, Holzwaaren, Gerb- und Farbstoffen aus dem österreih-ungarischen Zollgebiete na< und über Deutschland während des Jahres 1879. Vom ODber-Forstmcister Dr. B. Dan>elmann. Literatur. Notizen : Spechtbeschädigungen an Telegraphenstangen. Von Dr. B. Dankelmann. Verwerthung und Verwendung von Weymouthskiefern. Von Dr, B. Dan>elmann. Mitglieder des Vereins deutscher forst- liber Versuchsanstalten. Von Dr. B, Dan>elmann. Der Rothfuß- falf (Abendfalk) im gegenwärtigen Frühlinge zabhlreih in Ober- \{lesien. Von Prof. Dr, Altum zu Eberswalde. Dünnschnitte ver- \cbiedencer Holzarten. Von Dr. M. Kieniß. Holzverwerthung in Nordamerika. Von von Alten. Beiträge zu dem Denkmal für den Ober-Landforslmeister von Hagen. (Achte Beitragéliste.) Be- kanntmachung des Direktoriums des Brandversicherungsvereins preu- ßischer Forstbeamten.

Mil - Zeitung. Nr. 28. Inhalt: Nacträgliche Mit- theilung über das Beckershe Aufrahmungsverfahren. Von W. Fleisch- mann und R, Sachtleben. Verschiedene Mittheilungen. Oesterreich- Ungarn. Wien. Ungarische Rindvieh-Rasse, Pest. Hebung der Schweinezucht in Ungarn. Frankrei< Paris. Käsereischule. Reinzüchtung der normännishen Rindvieh-Rasse. Anste>kende Haus- thierkrankheiten. Frankrei. Seuchengeseßh. Großbritannien. Rinderpest in England? Auëstellungen. Deuts{bland. Thierschau in Wilster. Landwirthschaftliche Ausstellung in Wetlar. Neunte Mastvich- Ausstellung in Berlin. -— Oesterreih-Ungarn. Industrielle und landwirthscaftlihe Ausstellung in Triest, Frankrei. Molkerci- Ausstellung in St. Lô, Allgemeine Berichte. Die Wanderversamm- lung bayerisher Landwirthe und die Kreisthiershau in Ansbach (Mittelfranken). Hebung der Mil{wirthschaft in der Schweiz. Erfahrungen in der Praxis. Der Margarimeter. Ueber die Ver- fütterung von Molken an Milckühe. (Sthluß) Amerikanischer Käse aus magerer Milch mit play von Schmalz oder Oleomargarin. Geräthe-, Maschinen- und Baukunde. Ein Apparat zum Butter- prüfen, Neuerungen an Hufeisen für Pferde. Literatur. Herd- Book francais, Spre<saal, Die offizicllen Vieh- und Volkszählungen. Weidegang oder Stallfütterung der Kühe. Internationale landwirthschaftliche Thierauésstellung in Hamburg 1883, Spezial- Programme. Beschi>kung der internationalen landwirthschaftlichen Thierausstellung in Hamburg 1883,

Redacteur: Riedel. Berlini —————___ Verlag der Expedition (Kessel). Dru>: W. Elsner. Drei Beilagen (eins{hließli< Börsen-Beilage),

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„M 1G2.

Erste Beilage zum Deutschen Reihs-Anzciger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 13. Juli

1882.

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Inserate für den Deutshen Reihs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition

des Deutschen Reichs-Anzeigers und fiöniglich Prenßischen Staats-Auzeigers: Berlin $SW., Wilhelm-Straße Nr. 32. M x

1, Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

2, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl,

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u, 8, w. von öffentlichen Papieren.

5

6 7

. Industrielle Etablizsements, Fabriken

und Grosshandel.

. Verschiedene Bekanntmachungen,

. Literarische Anzeigen.

4 Theater-Anzeigen.

. Familien-Nachrichten.

Deffentlicher Anzeiger. aid nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des

„Jnvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Bogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren i : Annoncen-Bureaurx.

In der Börsen-

beilage, M L

Subhaftation: n, Aufgevote, Vor- ladungen u. dergl.

[31665] Oeffentliche Zustellung.

Die verehelichte. Maurer Lindemann, Johanne Friederike, geb. Philipp, zu Jüterbog, vertreten durch den Justizrath Liht zu Potsdam, klagt gegen ihren in unbekannter Abwesenheit lebenden Ehemann, den Maurer Louis Lindemann, zulegt in Jüterbog wohnhaft, dann in der Strafanstalt Plößensee detinirt, wegen unüberwindlicher Abneiguncz und wegen böslicher Verlassung auf Ehescheidung mit dem Antrage:

das zwischen ihr und dem Beklagten bestehende

Band der Ehe zu trennen und den Beklagten

für den allein s{uldigen Theil zu erklären und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Potsdam auf

den 6. Dezember 1582, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- ridite zugelassenen Anwalt zu bestellen. t

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Potsdam, den 6. Juli 1882.

Ramtke, Gerichts\<hreiber des Königlicben Landgerichts. Civilkammer II.

[31666] Oeffentliche Zustellung. : Die verehelichte Zimmergeselle Grimm, Karoline, geb. Thurley, zu Potsdam, Louisenplay 3, vertreten durch den Justizrath Engels zu Potsdam, klagt gegen ihren in unbekannter Abwesenheit lebenden Chemann, den Zimmergesellen Wilhem Grimm, zuletzt in Pots- dam wohnhaft, aus der böslicben Verlassung und wegen Versagung des Lebensunterhalts auf CEhe- scheidung mit dem Antrage: das zwischen ihr und dem Beklagten bestehende Band der Che zu trennen und den Beklagten für den allein {huldigen Theil zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die zweite Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Potsdam auf deu 6. Dezember 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- ribte zugelaffenen Anwalt zu befteUen, / Zum Zwecke der öffentlihen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Potsdam, den 6. Juli 1882. Reimfke, 1 Gerichtsschreiber des Königlichen Landg: richts, Civilkammer II.

[31661] Oeffentliche Zustellung.

Der Rechtsanwalt Görpinghaus zu Barmen, als Prozeßbevollmächtigter der Eheleute August Hengsten- be>, Rentner, und Ida, geborene Matthey, in Honnef wohnend, für welche derselbe bei dem hie- figen Königlichen Landgerichte das Kollokations- verfahren über den Steigpreis der am 8. Oktober v. Is. am Königlichen Amtsgerichte zu Barmen gegen Eheleute Peter Lepper, Anstreicher, und Ca- roline, geborene Monse, Beide früher in Barmen wohnhaft, gegenwärtig ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort, versteigerten Immobilien betreibt, eigt den vorgenannten Eheleuten 2c. Lepper durch

ft vom 1. d. Mts. an, daß der ernannte Richter- Kommissar den provisorishen Vertheilungsplan an- gefertigt habe, und fordert dieselben gleichzeitig auf, binnen Monatsfrist von diesem Plane Einsicht zu nehmen und ibre etwaiaen Einreden gegen denselben zum Protokolle des Richter-Kommissars auf der Gerichtsschreiberei des hiesigen Königlichen Land- gerihts dur< einen Rechtsanwalt vorzubringen.

Gegenwärtiger Auszug wird zum Zwe>ke der öffentlichen Zustellung bekannt gemacht.

Elberfeld, den 10, Juli 1882.

Der Erfle Gerichtsschreiber, Landgerichts - Ober - Sekretär : (gez.) Hoelper.

[31662] Oeffentliche Zustellung. : Armenjsathe.

Die Catharina Imhoff, Ebefrau Adam, Handels- frau, zu Meh wohnhaft, vertreten dur Rechts- anwalt Hevder, klagt gegen ihren Ehemann Johann FriedriÞ Adam, Confiseur, früher zu Mey, jett ohne befannten Wohn- und Aufenthaltsort, wegen grober Beleidigung, Mißhandlung und böswilligen WVerlassens, mit dem Antrage, auf Auflösung der zwischen den Farc am 19, März 1870 zu Pont- à-Mousson abgescblosscnen Ebe, und ladet den Be- flagten zur mündliben Verhandlung des Rechts- \treits vor die I. Civilfkammer des Kaiserlichen Land- gerichts zu Metz auf den 28, November 1882, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- ribte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwed>Le der öffentliben Zustellung wird diejer Auézug der Klage bekannt gemacht.

Mey, den 8, Juli 1882,

Metzger, Landgerichts-Sekretär, Gerichtsschreiber des Kaiserlichen Landgerichts,

Bekanntmachun

D La elan ntmadung echufs öffentlicher Zusellnng.

Die Wittwe des r Werner, Friederike, geb. Tessendorf zu Loig hat wider die Erben des am 12. November 1872 zu Loitz verstorbenen Zim- mermanns Joachim Schröder, nämlich:

1) dessen Wittwe Ernestine, geb. Bart,

2) die in der Ehe mit derselben erzeugten Kinder, Vornamens: g a. Josephine, verwittwete Schiffer Buchholz, b. Kaufmann Johann Schröder, c. Schuhmacher Friß Schröder, d Kaufmann Wilhelm Schröder, sämmtlich früher zu Loitz, jeßt unbekannten Auf- enthalts, wegen 90 4 rüständiger Zinsen eines für sie, die Wittwe Werner, auf der zu Loitz belegenen Besißung Neustadt Nr. 241, Band V. Blatt 245 Abtheilung 111. Nr. 2 des Grundbuchs von Loitz haftenden Kapitals von 600 4 Klage erhoben und die vorgedahten Schröderschen-Grben vor das König- liche Amtsgericht zu Loitz geladen. Termin zur mündliben Verhandlung ist auf Dienstag, deu 19. September 1882, Bormittags 10 Uhr, anberaumt.

Loitz, den 29. Juni 1882. Reichmann, Gerichtsschreiber : des Königlichen Amtsgerichts zu Loiß.

a Verkaufsanzeige

nebst Ediktalladung.

In Sachen des Fabrikanten G. C, Künsemüller in Dsnabrü, Gläubigers,

“gegen den Wirth Fr. Knothe daselbst, Schuldner, soll das dem leßteren gehörige, unter Nr. 1 der Hamburgerstraße hierselbst belegene Wohnhaus mit

217 Hofraum Kartenblatt 136, Parzelle 10 Flur-

bus, mit einem jährlichen Nußzungswerthe von 900 M, zwangsweise in dem dazu auf Mittwoch, den 20. September 1882, Morgens 11 Uhr, / aper anberaumten Termine öffentlich versteigert werden.

Kaufliebhaber werden damit geladen. Die Ver- kfaufsbedingungen liegen 10 Tage vor dem Termine in der Gerichtsschreiberei zur Einsicht aus.

Alle, welbe daran Eigenthums-, Näher-, lehn- rechtliche, fideikommissarishe, Pfand- und f nstige dingliche Rechte, insbesondere Servituten und Real- berebtigungen zu haben vermeinen, werden auf- gefordert, selbige im obigen Termine anzumelden und die darüber lautenden Urkunden vorzulegen, unter dem Verwarnen, daß im Nichtanmeldungsfalle das Recht im Sal zum neuen Erwerber des Grundstü>s verloren gehe.

Osnabrü>, den 6. Juli 1882,

Königliches Amtsgericht, Abtheilung II. Vezin. [31613] Aufgebot.

Die Töcbter des in Clinton, Staat Jowa, Nord- Amerika, verstorbenen Hans Christian Oblsen, näm- lih die unverehelihte Anna Catharina Ohblsen und Lina Best, geb. Ohblsen, wohnhaft in Iowa in Nord- Amerika haben das Aufgebot des auf den Namen „Hans Christian Ohlsen's Kind“ in Amerika lautenden Sparkassenbuches der Niebüller Sparkasse Nr. 598, validirend auf 912 4 20 -Z, welches, wie glaubhaft gemacht, verloren gegangen it, beantragt.

Der Inhaber dieses Sparkassenbuhs wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 3, Februar 1883, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeich- neten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Sparkassen- bus erfolgen wird.

Niebüll, den 30. Juni 1882.

Königliches Amtsgericht, Jürgensen, i. V.

(31659) Aufgebot.

Auf Antrag des Justiz-Raths Egersdorff in Lüne- burg, als Verwalters im Konkurse des Mühlen- besitzers H. C. Findorff daselbst, sollen nahbenannte zwei Grundstü>e des Gemeinschuldners, als: das Wohnwesen sammt Zubehör an der Johannis-Kirche sub C. 6 (alte Nummern 337—339) und das Wohn- wesen sammt Zubehör am Sande Nr. 46 und 47 zwanasweise in dem dazu auf

Donnerstag, den 21. September d, Z., Vormittags 10 Uhr, ; allbier anberaumten Termine öffentli versteigert werden,

Kaufliebhaber werden damit geladen.

Alle, welhe daran Eigenthums-, Näher-, lehn- re<tli<e, fideikommissarishe, Pfand- und sonstige dingliche Rechte, insbesondere Servituten und Real- bere<tigungen zu haben vermeinen, werden aufge- fordert, selbige im obigen Termine anzumelden und die darüber lautenden Urkunden vorzulegen, unter dem Verwarnen, daß im Nichtanmeldungßsfalle das Ret im Verhältniß zum neuen Erwerber des Grundstü>s verloren gehe.

Lüneburg, den 12. Juni 1882,

Königliches Amtsgericht, Abtheilung I Jochmu é.

[31669] Aufgehot. Dem unbekannt wo abwesenden Adam Kohl, z Sohn der Franz Kobl's Cheleute zu Mörlenbach, wird hiermit eröffnet, daß scine Eltern mit Hinter- lassung cines Testaments verstorben sind, wonach er

Bürgermeisters Kohl von Unter-Abt-Steinach auf- gefordert, spätestens im Termin: Mittwoch, den 4. Oktober 1882, Vormittags 9 Uhr, über den Antritt der Erbschaft und die Uebernahme des ihm zufallenden Erbtheils fi< zu erklären, widrigenfalls die fTuratorishe Verwaltung seines Vermögens angeordnet werden wird. Fürth, am 7. Juli 1882 Großherzogliches Amtsgericht Fürth. Krauß. Lindenstruth, Gerichtsschreiber.

[31658] Aufgebot. : Auf den Antrag des Nachlaßpflegers, Justizrath Alscher hierselbst, werden die unbekannten Rechts- nachfolger des am 22. Oktober 1881 zu Königs- berg i./Pr. verstorbenen ehemaligen Gerbereibesitzers Eduard Mehl aufgefordert, spätestens im Aufgebots- termine den 9. Mai 1883, Vm. 10 Uhr, ihre Ansprüche und Rechte auf den angeblich überschulde- ten Nachlaß bei dem unterzeichneten Gericht, Zim- mer 19, anzumelden, widrigenfalls dieselben mit diesen Ansprüchen werden ausgeschlossen werden und der Nachlaß dem si<h meldenden und fic legitimi- renden Erben beziehungsweise dem landesherrlichen O mit den in den 88. 494 bis 499 I. 9 A. L. : N gegevetien Wirkungen ausgeantwortet werden wird.

Königsberg i./Pr., den 5. Juli 1882,

Königliches Amtsgericht. VII.

[31652]

Auf den Antrag des Fuhrmanns Friedri Tiedt zu Neubrandenburg werden hierdurch alle Diejenigen, welche an das zu Bargensdorf sub Nr. 6 belegene, früher von dem Pa Friedrich Tiedt besessene Wohnhaus e. pert. Realre<bte zu haben vermeinen und deren Eintragung in das über dasselbe nieder- zulegende Hypothekenbuch verlangen, aufgefordert, dieselben spätestens in dem auf

Dienstag, deu 19. September d. Js., Vormittags 10 Uhr, L vor dem Großherzoglichen Amtsgerichte hierselbst angesetzten Liquidationstermine anzumelden unter dem Nachtheile, daß ein nit angemeldetes und von der Anmeldungspflicht gesetli<h niht ausgenommenes Realre<t an das gedachte Wohnhaus e. pert. \o- wohl gegen den jeßigen, als die künftigen Besißer desselben erloschen sein soll. i Stargard i./Me>lbg., den 9. Juli 1882. Großherzogliches Amtsgericht. F. Scharenberg.

[31657] Bekanntmachung. 5 Dur Aus\{lußurtheil vom 29. Juni 1882 sind die Hypothekenurkunden : : 1) über 600 M Judikatforderung aus dem Urtheil des Königlichen Stadtgerichts hierselbst vom 3, April 1878 und 36 A 20 -Z Kosten, ein- getragen für den Fleischermeister und Vieh- händler Carl Neumann zu Wehlau in Abtheil, 111, - Nr. 4 des Grundbuchs von Königsberg, Nafsengarten Nr. 132 A,, „F über 426 Tblr. 55 Gr. väterlibe Erbgelder für die Geshwister Carl Gottlieb, Christian Ferdi- nand und Helene Dorothea Schalmann aus dem Erbrezesse vom 19, September 1817, ein- getragen in Abtheil. 111, Nr. 1 des Grundbuchs von Schuditten sub Nr. 5, für kraftlos erflärt. Königsberg i. Pr., den 1. Juli 1882. Königliches Amtsgericht. XI]I,

(31634) / t In Sachen des Kaufmanns Eli Bienheim zu Duingen, Klägers, i wider N den Halbspänner Heinrih Wolff zu Delligsen, Be- klagten, : wegen Hvpothekzinsen 2c. ift nacbezeichnetes Grundstü>k des Beklagten dur Beschluß vom 20. Juni 1882, eingetragen in das Grundbu< am 20. Yuni 1882, behuf der Zwoangs- versteigerung bes{lagnahmt, als: Der sub Nr. ass 74 ju Delligsen belegene Halbspännerhof nebst Zubehör, namentlich : 1) der Plan im Dorfe, Nr. 71 der Karte, zu 26 a1 qm, 2) [der Plan im Hagen, Nr. 358a. b. der Karte, zu 1 ha 82 a 8 qm, 3) der Plan am Jerzer Berge, Nr. 359 a./b. der Karte, zu 3 ha 48 a 1 qm, 4) der Plan im Papenthale, Nr. 386 der Karte, zu 5 ha 4 a 9 qm, 5) der Plan daselbst, Nr. 388 der Karte, zu 3 ha 8 a 9 qm, 7 6) der Plan im Sur er Bruche, Nr. 327 a. b, der Karte, zu 1 ha 48 a 4 qm. Termin zur Zwangöverste! erung ist auf den 27. Oktober 1882, Vormittags 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte im anu Krus- holz f n Gasthause zu Delligsen angeseßt. ie hypothekarishen Gläubiger haben die Hvpo- thekenbriefe im Termine zu überreichen. ; Die Versteigerungsbedingungen, laut wel<er jeder Bieter auf Verlangen eines Betheiligten Sicherheit bis zu 10 Prozent scines Gebotes dur< Baarzablung,

u, A. zum Erkten eingesetzt ist, Derselbe wird auf Antrag scines Kurators Gr.-

Niederlegung coursfähiger Werthpapiere oder geignete

Bürgen zu leisten hat, sowie- der Grundbuchau8zug fönnen innerhalb der leßten zwei Wochen vor dem Versteigerungstermine auf der Gerichts\chreiberei eins geseben, auch die Grundstüc>e selbst besichtigt werden. Greene, den 26, Juni 1882. . Herzogliches Amtsgericht. G. Müller.

[131644] Bekanntmachung.

Bei dem unterzeichneten Gericht ist die nothwendige Zwangsverfteigerung des dem Ritte>tgutsbesißer Louis Wilhelm Ferdinand Carl von Kleist gehörigen, im Grundbubhe der Güter Belgarder Kreises Band IIl. Seite 257 und 425 ff. verzeichneten Rittergutes Siedkow beantragt. Mit Rücksicht darauf, daß dieses Gut ein Lehngut i}, werden die sämmtlichen Lehnberechtigten desselben und die sämmtlichen Agnaten des von Kleistschen Gesle<hts, von denen das Verzeichniß in unserer Gerichts- schreiberei Abtheilung 111. in den gewöhnlicen Dienststunden eingesehen werden kann, auch gegen Zahlung der Kopialien auf Verlangen mitgetheilt werden wird, hiermit öffentli< zur Ausübung ihrer Rechte resp. zur Erklärung darüber vorgeladen, ob sie resp. einer von ihnen das beneficium taxae aus- zuüben beabsihtigen, In diesem Falle müssen die- selben in dem auf den 26. August 1882, V.-M. 12 Uhr, anberaumten Termin vor dem unterzeichneten Ge- richt, Zimmer Nr. 1, erscheinen und foll im bejahen- den Falle die Lehntare aufgenommen werden. Die Agnaten, welche nicht erscheinen, oder das beneficium taxae nit ausüben wollen, werden in dem obigen Termine mit ihren Ansprüchen aus- ge\<{lossen.

Belgard, den 7. Juli 1882.

Königliches Amtsgericht.

[31624] Bekanntmachung. L

Akten des früheren Kreisgerihts hierselb über bürgerliche Nechtsstreitigkeiten, wel{e in den Jahren 1866 bis einscließli< 1871 anhängig geworden sind, sollen vernichtet werden.

Diejenigen, welche an der längeren Aufbewahrung einzelner Akten ein Interesse haben, werden aufge- fordert, dasselbe innerhalb einer Frist von vier Wochen anzumelden und zu bescheinigen.

Coeslin, den 5. Juli 1882.

Königliches Landgericht.

[31642] Bekanntmachung.

Das Hypothekendokument über die auf Pettelkau Nr. 14 Abtheilung 111. Nr. 1 eingetragenen 28 Tblr. 22 Sgr. 6 Pf. ist dur< Aus\{lußurtheil des unter- zeibneten Gerichts vom 29. März cr. für kraftlos erklärt.

Braunsberg, den 14, Juni 1882,

Königliches Amts8gericht. Ik. [31623] i C

Die Ehefrau des Landwirths Friedrih Wilhelm Galander, Amalie Friederike, geb. Elste, adoptirte Zschenker, in Niedereihstedt, hat behufs Löschung das Aufgebot der im Grundbucbe von Niedereich- stedt Band 2 Artikel 40 in der dritten Abtheilung für die verehelihte Friederike Händler, geb. Neidel, in Merseburg, aus dem Kaufe vom 2. April 1846 eingetragenen angebli getilgten Hypothekenpost von 100 Thalern rü>ständige Kaufgelder beantragt.

Die der eren oder dem Aufenthalte na< unbe- kannten Inhaber dieser Hypothekenpost, sowie deren Erben oder Rechtsnacbfolger werden aufgefordert, ihre Ansprüce und Recbte spätestens in dem auf

den 10, November 1882, Vorm. 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsftelle anberaumten Termine an- zumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen auf die Post ausgeschlossen werden, und die Post im Grundbuche gelöst wird.

Mücheln, den 6. Juli 1882.

Königliches Amtsgericht.

[31663] Bekanntmachung, - E

Dur Urtheil vom 5. Juli 1882 if die Hypo- thekenurkunde über die für den Fleischermeister Gottlieb Goerliß zu Ostrowo im Grundbu von Schwarzwald Nr. 261 Abthcilung 111. Nr. 1 ein- getragene Post jetzt, nah Lösung von 300 no< über 180 K validirend, für kraftlos erklärt.

Ostrowo, den 6. Juli 1882.

Königliches Amtsgericht.

[31656] Urtheilsauszug. ä rbeit de e Civilk des

Dur Versäumnißurt er I, Civilkammer de K. Landgericbts zu Met vom 5. Juli 1882 ist die E ¡Raryarelda Wirtz und ihrem Ehemanne Wilhelm Willne>er, Kaufmann, Beide zusammen u Met, Rottenthurmstr. Nr. 3, wohnend, be- tandene Gütergemeins<haft mit Wirkung vom Tage der Klagezustellung, dem 17, Oktober 1881, für auf- elôst erklärt und verortnet wordeu, daß die Parteicn ortan in getrennten Gütern leben sollen. Zur Auseinandersetung ibrer Vermögensansprüche wurden diesclben vor Notar Martloff in Mey verwiesen und der Beklagte verurtheilt, die Kosten des Rechts- streits zu tragen.

Gemäß Ausf. Ges. v, 8./7, 79 publizirt.

Mey, den 10, Juli 1882.

Der Landgerichts-Sckretär:

etger.