1882 / 181 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

795 Oeffentlithe Zustellung. 1 Sucbbalter August Ümbah zu Tae, ver- treten durch Rechtsanwalt Hirs daselbit, t gegen den Lieutenant a. D. Emil von Zychlins aus Lagowiß, Kr. Meseriß, Provinz Posen, jeßt unbekannten Aufenthaltsortes, aus Wechsel vom

Suni 1879, mit dem Antrage auf Verurtheilun des Beklagten zur Zahlung von 300 „# neb 6 Prozent Verzugszinsen vom 1. Juli 1879, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht, Abth. 3, zu Cafsel auf den 20. Oft 1882, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage be! Bun QRR,

rocke

Gerichts\chreiber des Königl. Amtsgerichts, Abth. 3.

30108 i D rbeiter Johann Andreas Friedri Hessen zu Königslutter hat das Aufgebot der von der Braunschweig. e cen a hierselbst am 5. Juli 1851 unter Nummer 716 für ihn aus- gefertigten Lebensversicherungs-Urkunde, der zufolge die Anstalt bei seinem Ableben dem Inhaber 300 4 zahlen wird, beantragt. Der Inhaber dieser Urkunde wird aufgefordert, a estens in dem auf den 31. Januar 1883, Morgens 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte, Zimmer 27, ange- seßten Aufgebotstermine seine Rehte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls diese Urkunde für kraftlos erklärt werden wird. Braunschweig, den 24. Juni 1882 Herzogliches Amtsgericht. IR, L. Rabert.

[34794] Bekanntmathung. In Sahen : Scchwabater, Samuel, Kaufmann in München, ver- treten durch Rechtsanwalt Kilp hier,

Ï gegen ;

Gerstle, Heinrih, ohne Gewerbe, von Fellheim,

wegen Hypothekbereinigung hier, Aufgebot einer

hat bas Kal.” bayerishe Amtsgericht Mem

at da . bayerische Am s

mingen icileri Heutigen nacstehendes Aufgebot

erlaffen:

I. Van Hypothekenbuche für Fellheim Bd. I. Seite 41 Nr. 4 ift auf dem Anwesen Hs. Nr. 75 des Samuel Schwabacher, früher Handelsmann in Fellheim, nun Kaufmann in München, das lebenslängliche Wohnungsrecht für Heinrich Gerstle, ohne Gewerbe, von Fellheim ein- getragen.

Auf Antrag des Anwesensbesißers werden Diejenigen, welhe auf dieses Wohnungsrecht Anspruch zu haben glauben, zur Anmeldung innerhalb 6 Monaten und zwar spätestens im Aufgebotstermine hiermit unter dem Rechts- natheile öffentlich anae pet, daß im aue der Unterlafsung der Anmeldung obiges

echt für erloschen erklärt und im Hypotheken- buche gelöscht würde.

. Der Aufgebotstermin wird am Freitag, den 9. März 1883, Bor trags 8} Uhr, im Sigungszimmer Nr. 15 des gedahten Ge- richts abgehalten.

In Anwendung der F 824, 827 der R. C. A: O., §. 82 des Hyp. Ges. in der # ung des

rt. 123 Abs. 3 des Ausf. Ges. z. R. C. P. O. und K. O. vom 23. Februar 1879.

Memmingen, den 31. Juli 1882.

E ESS des K. Amtsgerichts.

reu.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c.

[34392] Submission.

Die Lieferung und Aufstellung der Eisenkonstruk- tionen für das Dach des dritten Lokomotivshuppens auf dem Bahnhofe Halensee: /

ca. 156 Tonnen Schmiedeeisen und 144 Gußeisen soll im Wege öffentliher Submission verdungen werden. Termin am Dienstag, den 15, August cr., Vormittags 11 Uhr, im Baubureau der Berliner Verbindungsbchn, Köthenerstraße Nr. 61., woselbst die Bedingungen und Zeichnungen einzusehen und Offertenformulare zu entnehmen sind. Berlin, den 29. Juli 1882. Der Abtheilungs-Baumeister : Kiene.

Submission. Die Lieferung von 2230 Mille

intermauerungs-Verblend- und Klinkersteinen zum

au von 5 Beamtenwohngebäuden auf dem Bahnhofe Halensee und eines Lokomotivs{huppens auf dem Bahnhofe Westend soll im Wege öffentliher Submission verdungen werden. Ter- min Dienstag, den 15. August 1882, Bor- mittags 114 Uhr, im Baubüreau der Berliner Verbindungsbahn, Köthenerstraße Nr. 6 1, wo- [eas Bedingungen einzusehen und Offerten- ormulare zu entnehmen sind. Berlin, den 1. August 1882. Der Abtheilungs-Baumeister. Grapow. 34805 Submission.

Die Liefecung der zum Neubau eines gynäkologi- \{en Pavillons auf dem Grundstücke der König- lien Charité hier erforderlichen Maurer-Materialien und zwar :

400 Tauseny Hinidermanernugötlene, 24 Tausend gewöhnliche Klinkersteine, 70 Tonnen Portland-Cement, 350 Kubikmeter \{charfen Mauersand und die erforderliben Verblendvollsteine und Form- steine sollen in öffentliher Submission vergeben

werden.

Offerten nebs Proben sind portofres versiegelt und einzeln mit entspre{ender Aufschrift versehen, bis zum Eröffnungs-Termin am

Donnerstag, den 10. August cr., Vormittags 10 he, an die Bau-Verwaltung, Hauptgebäude der König- lihen Thierarzneis{hule, Louisenstraße 56 1., einzu- reichen, woselbst auch die Bedingungen und An- \{lags-Extrakte gegen Erstättung der Kopialien ent- "erli b ‘Aua 1882 n, den 2, Au k, Der Küniglice Bauinspektor : astrau.

Submission auf Lieferung von: 2 Personenwagen I./lI1. resp. II. Kl, c | 50 do. Il. Kl.,

20 do. Ie 15 Personenzug-Gepäckwagen, b. 222 Normal-Wagen-Achsen, c. 105 Zugvorrichtungen, Mittwoch, den 16. August d. J:, für die Wagen Vormittags 11 Uhr, für die übrigen Theile Vormittags 10 Uhr, in unserem Sitzungssaale hierselbst, Leipziger Platz Nr. 17. Offerten müssen frankirt, versiegelt und mit der Aufschrift: „Submission auf Lieferung von Wagen resp. Achsen odcr Zugvorritchtun- en“ an unser maschinentechnisches Büreau hier- Mbit, Köthenerstraße 24 I., eingereiht werden. Bedingungen und Zeichnungen können in dem- ge- nannten Büreau während der E ein- gesehen werden und werden von demselben gegen aar-Einsendung von 8,50 Æ für solche ad a., von 1,50 für ad b. und von 3 F für Bedingungen ad e. verabfolgt. Berlin, den 2. August 1882. Königliche Eisenbahn-Direktiou.

[34822] E A, i :

Bebufs Verdingung der Dachdeckerarbeiten , sowie der Schmiede- und Schlosserarbeiten zum Neubau einer Isolirbaracke auf dem in der Scharnhorststraße Nr. 11 belegenen Lazarethgrundstück, veranschlagt zu „1709 M 72 4“ bezw. „2229 ÆA 25 S“ ift auf Mittwoch, den 9. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, im Bureau des unterzei{neten Lazareths ein Termin anberaumt.

Die Bedingungen nebst Kostenanschlägen können an derselben Stelle in den Vormittagsstunden ein- gesehen werden und sind vor Abgabe der Offerten von den Submittenten zu unterschreiben.

Berlin, den 3. August 1882.

Königliches 1. Garnison-Lazareth.

[34666] Bekanntmachung.

Die Lieferung der nachbenannten für die Garnison- und Lazareth-Anstalten des Garde-Corps erforder- lichen Wäschestücke und zwar:

474 feine Deckenbezüge, 59 S Ede, 511 Bettlaken, 1950 Handtücher, 2620 ordinäre blaubunte Deckenbezüge, 5060 do. do. Kopfpolsterbezüge, 14 do. weiße Deckenbezüge, 14 do. do. Kopfpolsterbezüge, 7770 do. Bettlaken, 17000 do. Handtücher, 490 ungetheilte Leibmatraßenhülsen, 140 dreitheilige Leibmatratenhülsen, 3875 Kopfpolstersäke, 1340 Halstücher, 10 Hemden, 3470 Strohsäe, 1000 wollene Decken, 2670 Paar baumwollene Socken, 1775 Ünterhosen, d : 14 Schürzen für Lazareth-Gehülfen von grauer Leinewand, : 1515 Krankenhosen von grauem Drillih, 400 Krankenhosen von blau und weiße gestreiftem Drillich, 6 Bademäntel, : soll im Wege der Submission unter den im Ge- \häftslokal der hiesigen Garnison-Verwaltung, Michaelkir{chplatz 17, ausgelegten Bedingungen, sowie nah Maßgabe der ebendaselbst ausgelegten Normal- proben nebst Beschreibung derselben, eventuell dem Mindestfordernden in Entreprise gegeben werden.

Die Bedingungen und die Beschreibung der Nor- malproben sind vor dem Termin von jedem Sub- mittenten zum Zeichen der Kenntnißnahme mit Unterschrift zu versehen. b

Die portofrei und versiegelt bis zum 21. August cr., Vormittags 11 Uhr, an uns einzureichenden mit der Bezeichnung:

„Submission auf die S eenns von Kaser- nen- und Lazareth-Wäsche“, zu versehenden Offerten werden pünktlih zur vor- gedachten Stunde in unserem Büreau, Dorotheen- straße 4, in Gegenwart der etwa erschienenen Sub- Mittenten eröffnet werden.

Offerten, welhe mit Bezug auf besondere, von den Unternehmern vorgelegte Proben 2c. oder sonst mit einem in den Bedingungen nicht begründeten Vor- bebalt abgegeben werden, bleiben unberücksichtigt.

_Offerten auf ordinäre blaubunte Decken- und Kopfpolsterbezüge sind nach .dem Stoffe ob baumwollene oder leinene A abzugeben.

Im Uebrigen machen wir hiermit noch AUEE darauf aufmerksam, daß das Königliche Kriegs- Ministerium dahin Bestimmungen getroffen hat, daß die Verdingung von Kasernen- und Lazareth- Wäsche 2c. in Zukunft für jeden Corpsbereich ge- trennt zu erfolgen hat und werden von uns daher nur Lieferungsofferten für unseren eigenen vorbezeich- neten Bedarf angenommen werden.

Es bleibt dagegen den resp. Unternehmern über- rasen, denjenigen Intendanturen, deren Bedarf die- selben außerdem zur Lieferung übernehmen wollen, ihre Offerten direkt einzureichen.

Berlin, den 31. Juli 1882.

Königliche Jutendantur des Garde-Corps.

Die Lieferung von eisernen und messingenen Char- nieren und messingenen Charnierüberfällen, soll in Son, vergeben werden. Offerten hierauf, welche den im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltungs-Abtheilung ausliegenden und gegen vorherige Einsendung von 0,50 A in baar zu empfangenden Lieferungsbedingungen durcaus ent- sprechen müssen, sind postmäsig verschlossen und mit der Aufschrift „Offerte auf Lieferung vou Char- nieren und Charnierüberfällen“ versehen, bis zum 14. August er., Mittags 14 Uhr, an die

erwaltungs-Abtheilung einzusenden. Danzig, den 3. August 1882. Kaiserliche Werft, Verwaltungs- Abtheilung.

[30278] Domainen-Verpathtung.

Die im Kreise Landsberg a. B belegene Domaine Tornow, welche an Fläche 657,737 ha, darunter 430,647 ha Ader und 60,675 ha Wiesen enthält, soll auf 18 Jahre von Johannis 1883 bis dahin 1901 im Wege des öffentlichen Meistgebots ander- weit verpachtet werden.

Hierzu is ein Termin auf Mittwoch, den 16, August er., Vorm. 11 Uhr, im Regierungs-

ebäude, Junckerstraße Nr. 11, hierselbst vor dem eaierungsassessor Ebmeier anberaumt.

Das Minimum des jährlichen Pachtzinses if auf 9000 M festgeseßt, und zur Uebernahme der Pach- tung ein disponibles mögen von 100000 M erforderli, über dessen Besiß sich die Pachtbewerber vor dem Termine auszuweisen haben. s

Die Verpachtungsbedingungen, von denen wir auf Verlangen gegen Kopialien Abschrift ertheilen, fönnen in unserer Domainenregistratur und bei dem jeßigen Pächter, Herrn Oberamtmann Nicolai zu Tornow, eingesehen werden. :

Die B Sliauna der Domaine nach vorheriger Meldung bei demselben ist gestattet.

Frankfurt a./O., den 1. Juli 1882.

Königliche Regierung, Abtheilung für direkte Steuern, Domainen und Forsten. Bünger.

[34173] Bekanntmachung.

Das am Marktplage hierselb\ belegene bisherige Hauptwach- und Arrestgebäude mit Hof- raum 2c. in der Gesammtgröße von 280 qm soll, höherer Anordnung zufolge, an den Meistbietenden öffentlich verkauft werden.

Hierzu haben wir Termin auf Dienstag, den 15. August cr., Vormitt. 10 Uhr, in unserem Geschäftszimmer , E. Nr. 1, an- beraumt, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eîn- gesehen werden können.

Die Besichtigung des Gebäudes kann jederzeit auf vorherige Anmeldung bei der unterzeihneten Ver- waltung gesehen, auch Abschrift der Bedingungen auf portofreie Anfrage überlassen werden.

Minden i./W., den 28 Juli 1882.

Königliche Garnison-Verwaltung.

[34775] Bekanntmathung.

Die Lieferung des Wäschebedarfs inkl. wollener Decken für die Garnison-Verwaltungen und Lazarethe des diesseitigen Geschäftsbereihs pro 1883/84, be- stehend in:

2000 wollenen Decken, 210 feinen Deckenbezügen, 170 Kopfpolsterbezügen, 180 Bettlaken, 4700 Handtüchern, 1500 ordinären bunten leinenen oder baum- wollenen Deckenbezügen, 2800 ordinären bunten leinenen oder baum- wollenen Kopfpolsterbezügen, 2850 ordinären Bettlaken, 7800 Í Handtüchern, 1070 Leibstrobsêcken, 350 eintheiligen Aalealen Len, 70 eintheiligen Leibmatraßenhülsen zu Bett- stellen mit Drahtmatraten für Kranke, 400 Kopfpolstersäcken, 90 Schürzen für Lazareth-Gehülfen 2c., 2950 Paar baumwollenen Socken, 590 Halstüchern, 1000 Paar Unterhosen, 340 ungefütterten Krankenröen, §10 ungefütterten Krankenhosen, soll im Wege der öffentlihen Submission sicher- geftellt werden, wozu auf den 21. August cr., B. M. 11 Uhr, ein Submissions termin in unserem Geschäftslokal, Königsstraße Nr. 26, Zimmer Nr. 54, anberaumt i]. Die der Submission zum Grunde gelegten Bedingungen liégen nebst den Normalproben der Wäsche bei den Garnison-Verwaltungen hierselbst, in Danzig und in Graudenz zur Einsicht aus. Die ersteren können auch bei uns gegen Einsendung der Kopialienkosten (1 4 50 S) bezogen werden, Ver- spätet eingehende und solhe Offerten, welhe auf Grund eigener Proben oder mit einem in den Bedin- gungen nicht begründeten Vorbehalt abgegeben wergen, bleiben unberüdcksichtigt.

Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß abweichend von dem früheren Verfahren die Offerten aus\{ließlich auf den vorbezeichneten Bedarf zu lauten haben, und daß es denjenigen Unternehmern, welche noch den Bedarf anderer Intendantaren zur Lieferung übernehmen wollen, überlassen bleibt, ihre Offerten den betreffenden Intendanturen direkt einzureichen.

Königsberg, den 29. Juli 1882.

Königliche Jutendantur 1. Armee-Corps,

[34523] Bekanntmachung.

Der Bedarf an Wäsche für die Garnison- und Lazareth - Anstalten im Bereiche des 10. Armee- Corps pro 1. April 1883 bis ulto. März 1884, be- stehend in: :

A. für die Garnisfon-Anstalten : 18 feine Deckenbezüge, 26 feine SOPIPOTNELDEIiN e, 78 feine Bettlaken, 255 feine Handtücher, 2559 ordinäre bunte leinene oder baumwollene __ Deenbezüge, 3449 ordinäre bunte leinene oder baumwollene Kopfpolsterbezüge, 4469 ordinäre Bettlaken, 6616 ordinäre Handtücher, 1543 Leibstrohsäde, 239 gewöhnliche Leibmatratzenhülsen, 993 gewöhnliwe Kopfpolstersäde, B, für die Lazareth- Anstalten: 117 eintheilige Leibmatrayenhülsen zu Bett- ellen mit Drahtmatrayen, 51 dreitheilige Leibmatraßenhülsen zu Bett- stellen ohne Drahtmätraten, 69 Kopfmatratzenhülsen, 37 Krankenröcke Nr. 1, 37 Krankenröcke Nr. 2 689 Paar gewöhnliche Krankenbosen, 1000 Paar Unterhosen, 478 baumwollene Halstücher, 1376 Paar baumwollene Socken, 12 Schürzen für Lazarethgehülfen, soll im Wege der Submission verdungen werden.

Lieferungsunternehmer werden hierdurch aufgefor- dert, ihre Offerten vernegees und auf der Außenseite mit der Aufschrift „Submission auf die Liefe- rung der Kasernen- und Lazareth-Wäsehegegen-

ände“ versehen, unter besonderem Couvert porto-

ei bis zum 21. August d. Js., Vormittags 11 Uhr, an die unterzeichnete Intendantur einzu- senden. Zu dieser Stunde findet die Eröffnung und Vorlesung der cingegangenen Offerten in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten im Zimmer Nr. 54 statt,

Die Bedingungen liegen in unserer Registratur, mer Nr. 23 zur Einsicht aus und werden auf Zunsh gegen Erstattung der Kebhaliengeblihren ab- ees resp. unfrankirt versandt. Jn den Offerten anzugeben, daß Submittent von den Bedingungen Kenntniß genommen und diesélben als für sich rechts- verbindlih anerkannt hat. Offerten, welche einen derartigen Vermerk nicht enthalten, können ohne Weiteres zurückgewiesen werden.

Das bisherige Verfahren, nach welchem den Unter- nehmern überlassen blieb, in den qu. Offerten si auch zu Lieferungen de andere Armee-Corps bereit zu erklären, ist aufgehoben, und \ind die betreffenden Offerten bei jeder Corps-Intendantur direkt ciazu- reichen.

Hannover, den 28. Juli 1882.

Königliche Jutendantur 10. Armee-Corps.

Wochen-Ausweise der deutschen. Zettelbanken.

[34915] Uebersicht der

Sächsischen Bank

zu Dresden am 31. Juli 1882. Activa. Coursfähiges deutsches Geld. M 18,158,993. Reichskassenscheine. . ., 215,540. Noten anderer deutscher 4,963,600.

Bake a isn o »

Sonstige Kassenbestände . d 476,846. 47,960,731.

Wechselbestände . Lombardbestände . 2,571,220. Effectenbestände . 3,153,917, Debitoren und sonstige Activa 3,950,005. Passiva. Eingezahltes Actiencapital 4. 30,000,000. Reservefonds A n 3,694,606. Banknoten im Umlauf . . n 39,848,900, Täglich fällige Verbindlich- Ke e e ea n 2084807, AnKündigungsfrist gebundene Verbindlichkeiten... . »y 4,709,078. —. Sonstige Passiva . e 222.461. —. Von im Inlande zahlbaren noch nicht fälligen Wechseln sind weiter begeben worden: M 2,125,726. 65. Die Direction.

Verschiedene Bekanntmachungen.

Die Kreiswundarztstelle des Kreises Pleschen mit einem jährlichen Gehalte von 600 Æ ist er- ledigt. Qualifizirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse und ihres Lebenslaufs innerhalb sechs Wochen bei uns melden. Posen, den 31, Juli 1882. Age Regierung, Ab- theilung des Junern. Liman.

Die durch Ernennung des bisherigen Inhabers zum Königlichen Kreisphysikus erledigte Kreis- wundarztstelle im Soldiner Kreise, mit dem Wohn- sie in der Stadt Lippehne und einem Jahresgehalt von 600 M soll wieder beseßt werden. Qualifizirte Aa M pen welche sih um diese Stelle zu bewerben beabsichtigen, werden hierdurch al cluitagt sih unter Einreichung ihrer Zeugnisse binnen 6 Wochen bei mir zu melden. Feankfurt a. O., den 28, Juli 1882. I. A.: Rudloff.

Durch den Rücktritt des zum Kreisphysikus er- nannten Dr. Remmets ist das Biusat des Kreises Daun mit dem Wohnsiße, je nah Wahl des Stellen- inhabers in Hillesheim oder Daun, erledigt. Be- werber um diese Stelle wollen sich unter Einreichung der betreffenden Zeugnisse und eines Lebenslaufes spätestens binnen 6 Wochen bei uns melden. Trier, den 26. Juli 1882. KöniglicheRegierung.

Der Regierungs-Präsident.

[34863]

Aubahhthal - Eisenbahn- Gesellschaft. Gemäß §. 23 des Statuts werden die Herren Aktionaire zu einer

außerordentlichen Generalversammlung

auf den 2. September cr., 25 Uhr Nachmittags, nah Haiger, Hotel Stiehl, ergebenst eingeladen. Ü Tagesordnung: Ma bena r dan entsprehend dem Ministerial-

erlaß vom 14. April cr. Haiger, den 3. August 1882, Der Vorstand: E, Bartling.

(34881]

Meeklenburgische Bank, Sehwerin. Status per ultimo Juli 1882.

Activa: Cassenbestand und Bankguthaben A 94919130 Wol s ate an E DDLID Darlehen gegen Unterpfand und reportirte Effecten . . u 2505 543,24 Eigene Effecten. . . .. . . » 457442,04 Nicht eingeforderte 60?/o des Actien- E) n 3 000 000,—

Capitals . 6 Diver e o ip e llvdis ata D DIAOO

M T 376 459,39

Passiva: Actien-Capital (es ; . l. 5 000 000,— Einlagen, Baar - Conto - Corrente und Sparbticher, Bestand am 1. Juli ., , . A 1654008,17 Neue Einlagen, im Juli. __ „861 291,73 Á 2 515 299,90 Rückzahlungen im Juli... 24926959 2266030,31

V «(o e vin 1 399,38 Diverse . . »« 109 029,70 A6 T 316 459,39 Die Direction. Steiner. Frels.

181.

Der Inhalt dieser Beilage, in welcher auch die im §. 6 des Gesetzes über den Markeuschutz, vom 11. November 1876, und die im Patentgesez, vom 25. Mai 1877, vorgeschriebenen Bekanntmachu

Dritte Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Freitag, den 4. August

1882.

vom 30. November 1874, sowie die in dem Gesetz, betreffend das Urheberrecht an Mustern und Modellen ngen veröffentlicht werden, erscheint auch in einem besonderen Blatt unter dem Titel

Central-Handels-Register für das Deutsche Reich. «a. 181)

Das Central Pa - Register für das Deutsche Reih erscheint in der Regel täglich. Das

Das Central - Handels - Register für das Deutsche Reich kann durch alle Berlin auch durch die Königliche Expedition des Deutschen Reichs- und Königlich

Anzeigers, SW., Wilhelmstraße 32, bezogen werden.

I ———

Stuttgart, 28. Juli. (St.-A. f. W.) Erport- musterlager. In den leßten Tagen hat Prinz Her- mann zuSachsen-Weimar, Hoheit, dem jungen Institut die Chre der Uebernahme des Ehren- Präsidiums erwiesen. Das Musterlager wächst in Folge dankenswerther Rührigkeit der Geschäfts- leitung rüstig weiter, es gewann allein in den leßten aht Tagen 23 neue Mitglieder. Im Ganzen sind es jeßt deren 278 und es wird bald eine räumliche Erweiterung des Geschäftslokals nothwendig werden. Das Fremdenbuch weist Besucher und Kunden aus Leipzig, St. Gallen, Costarica, Alexandrien, Buenos-Ayres, Puebla 2c. auf. Sämmtliche besich- tigten das Musterlager eingehend, und sprachen sich ohne Ausnahme sehr günstig, manche ganz entzückt über tas Unternehmen aus. Sie fanden bei ihren Preisnotirungen nur zu bedauern, daß troß allen Monirens manche Mitglieder ihre angemeldeten Gegenstände zum offenbaren Nachtheil der Säu- migen noch nit ausgestellt haben. Für die aus- geschriebene Direktorsstelle liefen bis jeßt nicht we- niger als 92 Offerten ein.

Dem Jahresbericht der Handelskammer für die Kreise Hirschberg und Schönau für das Jahr 1881 sind folgende Mittheilungen entnommen:

Die Handelskammer kann auf Grund ihrer that- sächlihen Mittheilungen über die einzelnen indu- striellen und geschäftlihen Branchen der Wahr- nehmung Ausdruck geben, daß eine, wenn aub nicht bedeutende Zunahme des Verkehrs in den meisten Fabrikationszweigen eingetreten ist, welche aub, \o- weit nicht das günstigere Ernteergebniß von Einfluß gewesen sein mag, auf die allgemeinen Geschäftsver- hältnisse belebend einwirkte. Eine Aufbesserung der Preise ist jedoch nur in einzelnen Fällen und in ge- ringem Maße erfolgt, denen auf fast allen industriellen Gebieten Preisreduftionen gegenüberstehn. Die Lohn- säße sind mit geringen Ausnahmen denen des Vor- jahres gleich geblieben, doc ist es immerhin als ein Fortschritt zu bezeichnen, daß es im Allgemeinen an ausreichender Beschäftigung nibt gemangelt hat. Ucber den Geschäftsgang in der Leinen-Industrie berichtet die Direktion des Erdmannêdorfer Eta- blissements: die Spinnerei wurde im vollen Umfange betrieben und ein sehr hohes Produktions-Quantum erreicht; dies geschah weniger in Folge großen Be- darfs als in der Absibt, die Produktionskosten zu ermäßigen. Die Direktion klagt über die böhmische Konkurrenz, welche ein weiteres Sinken der Garn- preise verursachte. Die Resultate des Weberei- geschästes sind etwas günstiger. Die mechanische Weberei hat gegen frühere Jahre unter der unver- kennbaren Einwirkung des neuen Zolltarifs volle Beschäftigung gefunden, aub hat hierzu die Ein- führung einiger neuen Artikel beigetragen. Die Preise waren äußerst gcdrückt und ergaben troß der billigen Garnnotirungen wenig Nußen.

Der Betrieb der Handweberei hat gegen das Jahr 1880 fast gar keine Aenderung erfahren. Es wurden im Laufe des Jahres verarbeitet 32 700 Ctr. Flachs, gesponnen 27 351 Schok Garn. Die mechanische Weberei fertigte 48 309 Stü diverse Leinen. Die L Md eDeres 9000 Stück diverse Leinen. Die Bleiche

carbeitete 15610 diverse Leinen, 9383 Schock Leinengarn, 36 600 Pfund Baumwollengarn. Die Appreturanstalt 48 320 Stück diverse Leinen. Die Firma F. W. Alberti in Hirschberg konstatirt, daß das verflossene Jahr, namentlich in den leßten Monaten, ein etwas regeres Geschäft ge- bracht habe. Im Allgemeinen si aber das Geschäft hauptsächlich deshalb, weil die baumwollenen Fabrifate durch ibre Billigkeit die Leinwand stark verdrängt hätten, zurückgegangen; nur zu Bettwäsche, Taschentüchern und Tischzeugen werde die Leinwand ter Baumwolle vorgezogen und es habe \sich auch im verflossenen Jahre nach derartigen Artikeln eine fo lebhafte Nachfrage gezeigt, daß die Aufträge aus Mangel an dazu befähigten Arbeitern nicht immer ras ausgeführt werden konnten. Weniger lebhaft war der Absaß in den ordinären, leichten, ge- bleihten und rohen Leinen, wie folche hauptsäcblih in Böhmen gearbeitet werden. Wenn auch die Ein- fuhr von dort seit der Zollerxhöhung im vorigen Jahre gegen früher ehr nachgelassen hat, so hält es doch immer noch sehr {wer, hierin mit dem Auslande fonkurriren zu können. Es wurden 300 Weber be- \cäftigt, welde eine Produktion von 3700 Stück diversen Leinen- und Tischzeugen erzielten. Die Firma W. Fränkel in Hirschberg beritet über sehr ungünstige Geschäftsentwicklung. Srl im Herbst machte sich eine etwas lebhaftere Kauflust geltend ; es wurden 400 Weber beschäftigt, Reduktion der Löhne hat nicht stattgefunden. Bei der Firma Rei- mann u. Klose in Seidorf gestaltete \ih der g der Fabrikate gegen das Vorjahr, namentlih in den Ießten 3 Monaten des Jahres, elwas besser, so daß ein geringer Aufschwung bemerkt wurde. Produ- zirt wurden ca. 2500 Stück Tischzeuge, Hemer und glatte Linen im Gesammtwerthe von 70- bis 80 000 A, 16,9 Arbeiter wurden durch\chnittlich be- \chäftigt; eine »Veränderung dec Lohnsäße hat nicht stattgefunden. i

Eine Bleicherei in Arnédorf, welche nicht ganz 3070 Schock Garn bleichte, beschäftigte unter an- dauernd eingeschrä nktem Betriebe dur(schnittlich 4) Arbeiter bei u werändertem Lohnsap Eine Bleiche vnd Appretu ranstalt in Schmiedeberg hatte von leinenen Waaren fast dasselbe Quantum wie im Jahre 1880 zu bearbei.*en, voa baumwollenen einige

Tausend Stück mehr. Die Konkurrenz mit den großartigen Etablissements ‘tes Elsaß war außerordentlich s\chwierig uxrd es wurden nur unlohnende Preise erzielt. Die (Gewers und Schmidtsche Teppichfabrik in Schmiedebexg berihtet,

ost - Anstalten, für reußischen Staats-

daß die Geschäftslage in dem Hauptartikel „Smyrna“- Teppiche bezüglich des Konsums gegen das Vorjahr keine Einbuße erlitten hat, eine Veränderung doch in soweit eingetreten ist, als der Ausfall im Export durch den vermehrten Bedarf im Inlande erseßt wurde. Gefertigt wurden auf 82 Stühlen 3544 Stück Teppiche in den verschiedensten Größen, und dazu an Materialien verbrauht: 32 144 kg Jute- garn, 95 400 kg Wollengarn, 620 kg Leinengarn. Wesentlich ungünstiger war dagegen die jüngst ver- flofsene Geschäftsperiode für die Fabrikation geringerer Deckenstoffe, und namentlich solher aus der Jutefaser. Gefertigt wurden auf 37 mechanishen und 8 Hand- stühlen 1589 diverse Deckenstoffe in den verschieden- sten Breiten und verbraucht dazu an Materialien : 43564 kg JIutegarne, 3016 kg Wollengarne, 23 887 kg Haargarne, 6248 kg baumwollene Garne, 367 kg Leinengarne. Der Absatz dieser Artikel be- \hränkte sich auf Deutschland und die Schweiz. Die in der leßten Hälfte des Jahres 1880 vermehrten Arbeitskräfte wurden im Laufe des Jahres 1881 zu gleichen Lohnsätzen beschäftigt. Die Plüsch- und Chenille-Fabrik von Weigert & Co. in Schmiede- berg hat cinen Rückgang in dem Absatz ihrer Fabrikate zu verzeihnen. Der Artikel „Plüsche“ lag im vergangenen Jahre günstig und hat es er- möglicht, für die Schmiedeberger Fabrik Beschäftigung zu erhalten. Die Fabrikation hatte einen Werth von 500 000 A Die Durchschnittszahl der beschäf- tigten Arbeiter betrug ca. 250. Die Spiten- industrie hatte im leßten Jahre geringeren Äbsaßz als 1880, Für die Kammgarnspinnerei in Hirschberg war das Jahr 1881 fast durbweg un- günstig, woran die dem Artikel ungünstige Witterung haupt\ählich Schuld war. Wolle wurde gewaschen 216 (00 kg, Kammzug 128 000 kg, Kämmlinge 20 709 kg, Garn gesponnen 170 000 kg. Die Arbeiterzahl betrug 180, Lohnsäße sind unverändert seit 1873. Die von den 9 Papierfabriken des Handelskammerbezirks eingegangenen Berichte sind einstimmig darin, daß es an Auf- trägen für den Papierfabrikanten im Jahre 1881 nicht gefchlt ‘hat. Aber troy der größeren Nachfrage und des umfangreicheren Konsums war an eine Preisaufbesserung niht zu denken; im Gegentheil konnte ein neues Sinken besonders für die geringeren Qualitäten, wie Zeitungspapiere (die das Hauptprodufkt der hiesigen E bilden) kon- statirt werden. Die 9 Papierfabriken des Bezirks haben im Jahre 1881 in Summa ca. 160000 Centner Papier und 5000 Centner Packpappe im Werthe von ungefähr 3 800 000 f produzirt und dabei 1120 Arbeiter beschäftigt. Der Erpor* von Papier, besonders von billigem Druckpapier, p- England hat entschieden wieder zugenommen ; ck“.y ist die hohe Fraht nach Hamburg sehr hindck-“cch Jae die Geschäftsausdehnung. Die Arbeiislöhe blieben im Allgemeinen unverändert. Strohstoff erfreute ih im vergangenen Jaßre. cines regelmäßi- geren Absatzes, als im Jahre 1880; auch in diesem Artikel ist zu konstatiren, daß die Produktion etwas gesteigert werden konnte, weil scit Einführung des Zolles die Einfuhr von Strohstoff aus Holland und Belgien fast ganz aufgehört hat. Das produ- zirte Quantum beträgt 1750 Ctr. und beschäftigte 55—60 Arbeiter. Der s{wunghaftere Betrieb der P hatte auch besseren Absaß des

olz stoffes zur Folge und wurde derselbe in den ersten 9 Monaten dur stets gutes Betriebêwasser unterstützt. In den leßten 3 Monaten trat jedoch sehr trockene Witterung, und daher Wassermangel cin, der Holzstoff - so knapp werden licß, daß einzelnen Papierfabriken bis 12 \ pro 50 kg trocken zahlen mußten gegen 7—7,50 # vorher. Troß der zeitweis hohen Preise ist jedoch den Holzstofffabri- kanten aus denselben kein großer olle erwachsen, denn die meisten hatten feste Abschlüsse und die an- deren konnten zu wenig produziren; doch ist im All- gemeinen ein Aufs{hwung zweifellos zu konstatiren, desgleichen Erweiterung bestehender und Errichtung neuer Anlagen. Die in 1881 produzirten Holzstoff- fabrifate betragen nach der SOAns im Ganzen 4 550 000 kg im Werthe von 800 000 4 Die Ar- beiterzahl betrug 3—400. Der erfreuliche Auf- \{wung der Glasfabrikation, der sich Anlangs des Jahres zeigte, hatte nur kurze Dauer; während des

rößten Theils des Jahres gestaltete sich der Ge- \aäftegang zu einem s{leppenden, da der Verkehr mit England, der früheren Absaßquelle, sehr zurück- gegangen war. Das Geschäft ist ein wesentlich \hwierigeres geworden, eine Pelerung kaum bemerk- bar. Beschäftigt wurden in der Josephinenhütte dur{chs{nittlich 400 Personen zu den Lohnsäßen der Vorjahre. Die niederschlesishe Portland- Cement-Fabrik beklagt cine empfindliche Abnahme des Absatzes in Folge der Konkurrenz der großen Stettiner und Oppelner Fabriken.

Der Jahresbericht der Groterroglis hessishen Handelskammer zu Worms für die Jahre 1880 und 1881 konstatirt, day Iv die Geschäftslage im Allgemeinen in den beiden Be- richtéjahren im Verhältniß zu derjenigen der un- mittelbar vorhergebenden pelt veriode gebessert habe, wenn auch nicht so, daß sie ohne Ausnahme im Einzelnen als zufriedenstellend zu bezeichnen wäre. —— Ueber die neue Zollgeseßgebung bemerkt der Be- rit: „Wohl en ind die Ansichten der inter- éssirten Kreise, sowie die berufenen Autoritäten über eine Frage von so fundamentaler Bedeutung mehr auseinander gegangen, als es bei der Einführung unserer neuen Zollgeseßgetung der Fall war und noch ist. Die Erfahrung hat aber gezeigt, daß weder die (anguniGen Poaungen der cinen Scite, noch die trüben Befürchtungen der anderen bereh-

Abonnement beträgt

tigt waren. Die jeßigen Zölle sind doch nit boch genug, um eine radikale Umwälzung unseres Han- dels und unserer Industrie hervorzurufen, indem die durch sie bedingten Preisdifferenzen in Folge der Schwankungen der Konjunktur meistens nicht zu maßgebenden Wirkungen gelangen können. Von so einschneidender Wirksamkeit wie die amerikanischen, russishen, französishen und österreichischea Zölle ind die deutschen noch weit entfernt, sie können im Ganzen nur einen beschränkten Einfluß auf die wirthschaftlihe Arbeit des deutshen Volkes ausüben. Die ganze Tragweite dieses Einflusses fönnen wir jeßt noch_ nicht beurtheilen. Sie kann erst im Laufe der Jahre in Erscheinung treten, wenn der Veränderungêprozeß, der sich in vielen Brancen vollziehen muß, beendigt ist. So viel tritt aber jeßt hon unzweideutig hervor, daß eine Reihe früher nothleidender Zweige der deutschen Fabrikation jeßt einen S{uß genießt, der eine ent- \chiedene Besserung ihrer Lage unmittelbar hervor- gerufen hat. Namentlich gehören hierher alle Be- triebe, die solhe Halbfabrikate herstellen, welche früher theilweise aus dem AuëLlande bezogen wurden, wie die Cisenhütten und Spinnereien, sowie alle Betriebe, die Halbfabrikate verarbeiten, welche im VFnlande in genügender Menge und Güte hergestellt werden, und deren Ganzfabrikate jeßt auf dem deut- \hen Markte gegen die Konkurrenz der ausländi- schen Ueberproduktion ges{üßt sind, wie ein Theil dec Maschinenfabriken und Webereien. Gerade in diesen beiden Branchen hat sogar der Zollshuß dahingeführt, Etablissements, die früher im Aus- lande für den deutschen Markt arbeiteten, in die Grenzen des Deutschen Reichs zu verlegen , so daß jeßt niht mehr der englische oder {chweizerische Ar- beiter, sondern der deutshe für den inländischen Konsum beschäftigt ift In Summa glauben wir nicht irre zu gehen, wenn wir die Besserung dec allgemeinen Geschäftélage Deutschlands neben dem Einfluß des internationalen Aufshwunges zum guten Theile auch der Aenderung unserer Wirth- \chaftépolitik zuschreiben. Namentlich hat es die letztere bewirkt, daß der Rückgang ün Jahre 1880 an einer bestimmten Grenze stehen blieb und niht in eine allgemeine Deroute ausartete.“ Ueber die dortige Fabrikation von Kunstwolle wird berichtet, daß das Jahr 1881 in dem Kurnsst- wollgeschäft eine Periode großen Verbrauchs markirt habe. Das Geschäst habe einen steten fortschreiten- den Cho-afkter das ganze leßtverflossene Jahr hin- dur® „ewahrt und außer diefer soliden und befriedi- - „en Thatsache sei der Verlauf desselben frei von aotorishen Veränderungen und besonderen Ein- flüssen irgend welcher Art gewesen. Die produzirende Kraft der Maschinen erheblih vergrößert gegen frühere Jahre sei auf das höchstmögliche auêge- nußt gewesen, mehr Waare fabrizirt und zu Neber- stunden habe man bäufiger als font Zuflucht genom- men. Neue Flanell- und Thibetwollen hätten bas Haupt- theil der produzirten Wollen gebildet und beide Gat- tungen sich unausgesetzt guter Nachfrage Seitens der Ak- nehmer erfreut. Ueber den Getreidehandel und die Müllerei sagt der Bericht, daß das Getreideges{äft durch die mit Neujahr 1880 ins Leben getretenen Getreidezölle in den ersten Monaten des Jahres fast gar nicht berührt worden sei. Im März seien die dur Eis verhindert gewesenen, noch zur Einfuhr vor Neujahr bestimmten bedeutenden Sendungen endlih eingetroffen und hätten troß ihrer Ver- theuerung durch den Zoll von 1 (# Anfangs enen nicht unbedeutenden Preitdruck bewirkt. Die Mehlfabrikation und das Mehlgeschäft sei mehr oder weniger den Schwankungen des Produktenhandels gefolgt. In der ersten Hälfte des Jahres sei der Absatz ziemlich s{chwierig und nicht lohnend gewesen; in der zweiten Hälfte des Jahres habe sich dieses gebessert und hätten einige Abschlüsse von Roggenmehlen sogar nach Thüringen und Sasen stattgefunden. Der Absay sei glei lebhaft geblieben, wenn auch in der leßten Zeit Roggen- mehle von Frankrei Weizenmehle namentli aber in den geringeren Sorten in großen Quantitäten von Amerika eingeführt worden seien. Der Import amerikanischer Mehle dauere noch bis zum Augenblick in unges{wächtem "e er fort und sei durch seine Massenhaftigkeit, sowie durch die Verschieden- heit der Qualitäten gegenüber der inländischen Mükhlenindustrie, die für gleihmäßige Qualität, Badckart u. f. w. garantiren müsse, zu einer drücken- den Konkurrenz, fast zu einem Notbstande geworden. Was den Kleesaathandel betrifft, so wird be- richtet, daß die Kleesaaternte von 1880 in der Pfalz und der Hundsrückergegend ein günstiges Resultat gelicfert habe, namentlich sei es die Set der Qualität gewesen, welche mit allen übrigen Pro- duktionsländern erfolgreih in Konkurrenz getreten sei. Die Ausfuhr von Rothsaat nah England und dem Norden habe \ich \{on lebhaft im September ent- wicktelt und die Frage bis zum Scbluß der Kam- pagne weitaus die Produktion überstiegen. D1s Er- gebniß der Luzerne-Ernte sei weniger günstig in Quantität, dagegen in Korn und Farbe D ewesen. Die Preise hätten si für Nothsaat an- änglih in mäßigen Grenzen bewegt, alleia bei der andauernden Exportfrage Valea sie {ließlich bis auf 115 J, Luzerne bis 120 M per 100 kg gegangen. Das Geschäft habe si noch bis über die eigentliche Verbraucbszeit hinaus bewegt, da viel nacgesäet worden fei, dazu sei im Sommer, nachdem die Un- unst der Witterung die Aussichten auf eine gute

ommerernte mehr und mehr habe {winden lassen, die Spekulation getreten, welche sich der billig ofe- rirten 1880er amerifanischen Rothsaat zugewendet und davon große Quantitäten eingeführt habe. Weiter entnehmen wir dem Berichte noch fol-

: 4 50 S für das Vierteljahr. Einzelne Nummern kosten 20 S. Insertionspreis für den Raum einer Druckzeile 30 -.

E S

gende Angaben: Die Zahl der Fabriken des dortigen Bezirks betrug am Sclusse des Jahres 1881 35. Es waren in Betrieb: Lederfabriken und Gerbereien (2 mit Degrasfabr )5, Kammgarnspinnerei 1, Kunst- wollenfabrif 1, Cigarrenfabrifk 1, Wasserglas- und Seifenfabrik mit Wäscherei 1, Degrasfabriken 2, Kaffeesurrogatfabrik 1, Oelfabrik 1, Maschinen- fabriken 3, Chemische Fabriken (Knochenpräparate) 3, Malzfabriken 3, Dampfmühlen (1. mit Nudelfabrik) 4, Bierbrauereien mit fabrikartigem Betrieb 5, Kon- servefabrik 1, Fabrik künstliher Steine 1, Messing- dreherei 1, Dampfziegelei 1. In diesen Fabriken waren beschäftigt 1880 2981 Arbeiter; 1881 3236 Arbeiter und 44, resp. 46 Dampfmaschinen mit 1034 resp. 1068 Pferdekräften im Gang. Die Steuer- fapitalien der Stadt Worms betrugen :

für das Gewerbe- Grund-

Steucrjahr ste E steuer 1880/81

Einkomm.- steuer ; ¿ Fl. 150157 185 238,7 367 625 1881/82 152 974 190 283,1 371 460 1882/83 157133 193 979,1 388 160 Die Brandversicherungskapitalien für Immobilien betrugen zu Ende der Jahre 1879 24 908 910 #, 1880 25 984 470 M, 1881 26 865 480 6 Um das Wachsthum des steuerbaren Einkommens der Be- wohner von Worms zu kennzeihnen, wird angeführt, daß das Einkommensteuerkapital derselben im Jahre 1870 265 055 Fl. betrug und demna in den leßten 12 Jahren um 102570 Fl. oder um 38,7 %/s ge- wachsen ift.

Der Metallarbeiter. Nr. 30. Inhalt: Artikel: Judustrielle Rundshau. Bayerische Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunstauéstellung. Die Explosionsgefahr beim Petroleum. Metall=- waarenfabrikation in Berlin. Vortheile und Nach- theile der verschiedenen Beheizungsarbeiten. Tech- nische Mittheilungen: Aus dem deutschen Patent=- blatte. An den verstellbaren Gaskonsumregula- toren. Der Gasbrenner mit keilförmigem Schnitt. Ein neues Gasglühlicht. Vorshubsmechanis- mus an Bohrern. Technische Anfragen. Tech- nische Beantwortungen. Ausstellungs-Zeitung. Verschiedenes. Bücherschau. Patent- und Markenregister. Eingetragene Zeichen. Brief=- fasten. Inserate.

Deutsche Bauzeitung. Nr. 60. Inhalt: Verband deutscher Architekten- und Ingenieur- Vereine. Die Konkurrenz für Entwürfe zum Hause des deutschen Reichstages (Fortseßung). Üeber alte und neue Glasmalerei im Bauwesen. (Fortseßung). Einsturz des Kirhthurms in Langen- Lipedorf bei Jüterbog. Allerlei aus Rom. Ueber das Verhältniß zwischen der Druckfestigkeit und dem spezifishen Gewiht von Bruchsteinen. Vermischtes: Zum Programm der Delegirten-Ver- sammlung des Verbandes. Der Fortschritt der Kölner Stadterweiterung. Zur Bewässerung der Bäume in Straßen. Zum Kapitel Theaterbrände Wasserfeste flüssige Zeicentusche von H. Kolk in Berlin. Nawfolger Fr. Hißigs. Fachschule für Kleineisen- und Stahlindustrie in Remscheid. Neues in der Berliner Bau-Ausëstellung. Aus der Fachliteratur. Brief- und Fragekasten.

Handels- und Gewerbe-Zeitung Nr. 31. Snhalt: Handels\{ulen. Amtliche Bekannts machuägcn (Postverbindung mit Ost-Indien, China, Sapan und Australien 2c. Einfuhrverbote für Schweden. Abänderung des Verzeichnisses der ges werblichen Anlagen). Reichsgerichts-Entscheidungen (vertragsmäßige Verpflihtung der Ehefrau für den Ehemann. lageabweisung „anugebrahtermaßen“. Provision für Unteragenten. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Ankauf gestohlener Gegenstände.) -— Euiletumgen anderer Gerichtshöfe. (Abflüsse aus Fabrikanlagen. Schuldscheine auf unbestimmte Zeit.) Aus dem Geschäftsleben. (Handelskammern. Reise um die Erde mit Mustern. Export nah Amerika, Falsche C Quittung über Auéhändigung von Postsendungen. Paketverkehr in England. Arbeiten in Strafanstalten. Konkurse in Amerika. Brasilianische Auéstellungen.) Briefs fasten. 112 neu cingetragene Firmen mit An- gabe der Geschäftsbrande. 52 Konkurseröffnun- gen. 94 Patentanmeldungen. 11 Submissionen. Anzeigen. Hotel-Anzciger.

Deutscbe Töpfer- und Ziegler-Zeitung. Nr. 30. Inhalt: Ueber Transporteinrihtungen auf Ziegelcien. Betrachtungen über Maschinen für Ziegeleien. Verfälshung von Portland- Cement. Die bayerische Landes-Industrie-, Ge- werbc- und Kunstausstellung in Nürnberg. Er- fabrungen mit glasirten Ziegeln gur Dathdeckung und Verblendung in der Provinz Hannover. Ver- mis{tes. Marktbericht des Berliner Baumatikts. Submissionen. Anzcigen.

Färberei-Muster-Zeitung. Nr. 26. Ja- balt: Ueber die Beanpung der Seifenrinde und Seifenwurzel zur Wäsche feiner und feinfarbiger Stoffe. Ueber die Nhodanverbindungen als Beize in der Alizarinfärberei und Druckerei. Flecken- reinigungs-Mittel, Ueber das Xylidin-Ponceau und ine Anwendung in der Baumwollfärberei. Darstellung cines blauen Farbstoffes. (Patent der Akt.-Ges. f. Anilinfabr.) Studie über das Färben und die Farben von Decaur. Ueber raubver- zehrende Apparate. Unternchmungélust in Böhmen. =- Inserate.