1925 / 284 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Domänen und Forsten aufzukaufen. So haben wir im Jahre 1925 sieben Domänen mit 2378 Hektar aufgekauft und

haben im Laufe dieses Jahres eine große Reihe von Forstankäufen

vollzogen. Jn den leßten Wochen haben wir no<h in Schlesien einen großen Ankauf mit einem Forstbestande von 80 000 Morgen vorgenommen. Es ist also nit richtig, daß wir aus den Ver- mögensbeständen, die uns zugeflossen sind, niht au< erhebliche Beträge zum Ankaufe von Domänen und Forsten verwendet hätten, wie das der Herr Abgeordnete von Rohr wünschte.

Dann hat der Herr Abgeordnete von Rohr gefragt, warum wir nicht einen Teil der Beträge dazu verwendet hätten, um Vorzugsaktien der Reihsbahn zu kaufen. Die Dinge liegen so, daß nah den Dawes-Gesegen die Länder an dei Stammaktien der Reichsbahn mit einem gewissen Betrag beteiligt werden können. Das Reich hat eine Beteiligung der Länder mit 14 der Stammaktien vorgesehen. Die Vereinbarung, wie diese Beteiligung der Länder durchgeführt werden soll, und in welhem Umfang die Länder an einem etwaigen Gewinn der Reichsbahn beteiligt werden sollen, ist no< niht zum Abschluß gekommen. Wir waren der Meinung, daß es nicht rätlih sei, solange die Beteiligung des preußishen Staates an den Stammaktien no<h nicht zu einer endgültigen Regelung mit dem Reich gekommen ift, Mittel zum Ankauf von Vorzugsaktien der Reichsbahn zur Ver- fügung gzu stellen.

Der Herr Abgeordnete von Rohr hat dann darauf hingewiesen, daß eine Reihe von Titeln des Kap. 24 Leertitel scien und keine Einnahmen auswiesen. Darunter befinden sih au< die Elektri- zitätsgesellshaften. Es ist richtig, daß die Elektrizitätsgesellschaften zurzeit noh keinen Ertrag abwerfen. Aber i< darf darauf hin- weisen, daß die Elektrizitätswirtschaft ein verhältnis- mäßig no<< junges Arbeitsgebiet der preußischen Staatsverwaltung ist, und daß alle die großen Elektrizitätsbetriebe, die von dem preußischen Staat eingerichtet sind, erst in den legten Fahren ein- gerichtet sind und si<h alle no< im Ausbau befinden. Das gilt für Ostpreußen, für Schlesien, das Großkraftwerk Hannover. Das gilt au<h für die Elektrizitätsbetriebe in Hessen-Nassau. Nun darf man aber auch bei allen diesen Werken nicht etwa mit einem Ertrag re<hnen, wie ihn sonst die Privatwirtschaft aufbringt, weil diese Werke zum Teil aus andern Gründen eingerichtet sind. Zum Beispiel ist das Ostpreußenwerk in Angriff genommen und aus- gebaut worden, um der Landeskultur zu dienen und das verhaltnis- mäßig dünn besiedelte Land überall mit elektrishem Strom zu ver- sorgen. Aus einem solhen Betrieb mehr gemeinnüßiger Art kann niht das herausgeholt werden, was das rheinish-westfälische Elek- trizitätswerk aus dem stark besiedelten Westen herausholen fann.

Daß der Bergbau heute keinen Gewinn abwirft, hängt mit der ungeßeuren Absaykrise im Bergbau zusammen.

Den Gesamtbetrag aller Betriebsverwaltungen glauben wir im Jahre 1926 höher ansegen zu können als im Jahre 1925.

Endlich hat der Herr Abgeordnete von Rohr no< darauf hin- gewiesen, daß es unzwe>mäßig set, die landwirt < aftlichen Kredite zurückzuziehen oder höhere Zinsen von der Landiwirt- schaft zu verlangen. Jh habe neulih über die Kredite, die der Staat der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt hat, im einzelnen Auskunft gegeben und darf mich darauf berufen. Jh möchte nur noch das eine hervorheben, daß die Normen über die Kredits gewährung an die Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Landwirtschaftsministerium, der Preußenkasse und der Staatsbank erlassen sind, und daß wir von den landwirtschaftlihen Krediten, die wir zur Verfügung gestellt haben, immerhin einen Betrag von 65 Millionen Mark zunächst gestundet haben und von diesen 65 Millionen wiederum 309 Millionen bis in das Fahr 1926 hinein. (Zurufe bei der Deutschnationalen Volkspartei: Bleibt der Termin vom 23. Dezember bestehen?) Ende Dezember! Die Zahlungen sind vorläufig Ende Dezember zu leisten, vor allen Dingen an die Staatsbank. Die 55 Millionen werden gestundet; davon sind 95 Millionen Mitte Februar fällig und der Rest geht bis November oder Dezember nächsten Jahres hinüber. Ï

Sodann hat der Herr Abgeordnete Dr. Neumann darauf möchte i< no< kurz antworten gefragt, was aus dem Aus- [<uß des Reichs8rats geworden ist, der zur Verein- fahung der Verwaltung, vor allen Dingen der Rechts=- und Verwaltungsbeziehungen zwischen Reih und Ländern, ein- geseßt worden ist. Dieser Ausshuß des Reichsrats ist vor se<s Wochen zu seiner Arbeit zusammengetreten und erledigt nun die einzelnen Abschnitte der Arbeiten, die ihm zugewiesen sind. Die preußishen Ministerien haben zu diesen Arbeiten Stellung ge- nommen, und au<h das preußishe Finanzministerium hat diesem Ausschuß eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet, die nah unserem Dafürhalten dazu führen können, in dem Verhältnis von Reich und Ländern eine gewisse Vereinfahung der Verwaltung und da- dur<h Ersparnisse herbeizuführen.

Abg. M i lbe r g (D, Nat.) wendet sich aegen die Finanzgebarun der Stadt Kiel, die mit den Kräften der Steuerzabler Miikbraucd treibe. Die Stadt Halle habe 1924 mit großen Kosten und auf un- geeignetem Boden einen Flugplaß aweleat, der sh als unbrau<bar erwies. Die Stadt habe dann ein neues Gelände zum Preise von 1000 #4 pro Morgen in der Nähe der Stadt erworben. Halle umd Magdeburg wollten weiter eine neue Stadthalle bauen. Weiter wendet sh der Redner no< gegen die Finanzgebarung der Städte

Altona und Breslau. Ein solches Wüten mit der Steuerkraft könne das deutsche Volk nicht dulden.

i „Abg. Grebe (Zentr.) weist darauf hin, wie man gegenwärtig im Reichstage den Staaten und im Landtage den Gemeinden vonwverfe, daß sie nit spariam genug wirt\schaften. Eine Klarheit in dieser Beziehung würde ih erst ergeben, wenn die Veranwortung der Ge- meinden ausreichend wieder Dann würde richtig gespart werden.

Abg. Ho ff (Dem.) leat dem deutschnationalen Abg. Milbe nahe, ehe er die Fiangebarun der Gemeinden und insbesondere der großen Städte kritisiere, sich erst einmal nach der politischen Richtung der betreffenden Oberbürgermeister zu erkundigen. Insbesondere in Halle würde er da wohl auf einen Parteifreund stoßen. (Sehr richtia! links.

Damit schließt die Generaldebatte.

Berichterstatter Abg. Dr. Wiemer (D. Vp,) betont in seinem Schlußwort, daß dur< Mehrbewilligungen dur das Haus das Elat- déf'zit auf über 258 Millionen festcœstellt werden müßte.

Ja der Einzelderatung bittet Wg. Kauf hold (D. Nat.) den Finanzminister, beim Kapitel „Hauszinästeuer“ endli< einmal die Fvace ter Stundung der Hauszinästeuer und die Verzugszuschläge zu rüfen. Auf beiden Gebieten kämen fortgeseßt Mißgriffe der Be- ônden bor, die namentli< ärmere Bevölkerunoskreije träfen. er Redner überreist dem Finanzminister auf dessen Wunsch das Material für seine Vorhal tungen,

vergestellt werde.

Finanzminister Dr. Höpker-Aschoff: Der Herr Ab- geordnete Kaufhold hat: uns einige Fälle aus seiner Praxis vor- getragen. Jch habe immer gebeten, er möchte uns solche Fälle vor- legen. Jn den meisten Fällen hat sih herausgestellt, daß die Dinge nicht so lagen, wie sie Herr Dr. Kaufhold dargestellt hat. i dankbar, wenn er uns diesen Fall überweisen würde. Wir werden ihn nachprüfen.

Was seine Klage über die Bemessung der Verzugs- zinsen betrifft, jo-sntspricht die Regelung in Preußen durh- aus den Vorschriften des Reiches. Wir halten es für zwe>mäßig, daß wir in Preußen in der Frage der Verzugszinsen niht anders verfahren wie im Reich.

Jm übrigen wird der Etat nach den Vorschlägen des Hauptausschusses bewilligt. U, a. wird dabei bei den dauernden Ausgaben ein neuer Titel eingefügt, der den Gemeinden zwei Millionen Mark als Anteil an der Hauszins- steuer für die mit Beihilfen aus öffentlichen Mitteln aus- geführten Neubauten bewilligt.

Bei dem Titel „Zuschuß für Walde>" weist _

Abg. Bartel d - Hannover (Dem.)_darauf hin, daß Walded> bis heute noh feine freistaatliche Verfassung habe, wie sie in der A für die Länder vorgesehen ist. “Die Landesbeamten, fo get der Redner aus, sind dort heute no< nit von dem Treueid entbunden, den sie dem ehemaligen Fürsten geleistet haben. (Ge- lächter links.) Jch habe bereits im Marz wegen diejer Zustände inter- pelliert und wäre dankbar, wenn diese Anfrage endlich einmal beant- wortet würde. Die Forstbeamten Waldes faßten in einer Ver- sammlung kürzlich den Beschluß, daß sie endlich ihre Bersidigung auf die republikanische Deren verlangen müßten. Der Oberförster erklärte jedo, daß eine Aenderung der Vereidigung nicht nötig sei, weil sich seit 18H in Deutschland nichts wesentliches geändert abe. (Gelächter links.) Die leitenden Beamten in Walde> treiben hier E absichtlih Sabotage. (Zurufe links: Zum Teufel jagen!) Auch die Finanzgebarung m Walde> läßt viel zu wünschen übrig. Es wenten kostspielige Jagdgelage unter Hinzuziehung des ehemaligen Fürsten veranstaltet. Der preußische Finanzminister würde alle Ver- anlassung - haben, diesen Dincen einmal nachzugehen; bier kann der preußziscbe Sbaat sparen. (Beifall links.) :

Das Haus stimmt dann no< dem folgenden trumsSantrag zu: : 28 S : - Das Staatsministerium zu ersu<hen, auf die Reichsregierung einzuwirken, daß 1. die no< rüd>ständigen Steuern aus den ver- flossenen Fahren erlassen werden, soweit sich der Steuershuldner in wirtshaftlicher Not befindet; 2. bei zwangswetjer Beitreibung der Steuern die Betriebseinrihtung unangetastet bleibt; 3. bei eventuell cintretender Steuererleihterung besondere Rü>sicht auf die soziale Lage genommen wird. :

Damit V in zweiter Lesung der Etat der allgemeinen Finanzverwaltung erledigt.

Dann erledigt das Haus eine Reihe kleiner Vorlageu, oie u. a. Aenderung dex Amtsgerichtsbezirke Dorum und Weser- münde-Lehe und Erweiterung des Stadtkreises Cassel, “denen in erster und zweiter Lesung zugestimmt wird.

Der Geseßentwwurf über die Abäuderung des Grundvermögenssteuerg eseges wird dem Haupt- aus\<huß, der über die weitere Gültigkeit des Schußpolizei=- beamtengeseßes dem Beamtenausshuß überwiesen.

Finanzminister Dr. Höpker-Ashoff: Jh möchte nur mit Rücksicht auf das, was Herr Abgeordnetèr Dr. Leidig aus- geführt hat, eine kurze Erklärung abgeben. An und für sih hatten vir gehofft, daß wir das Geseß über die Grundvermögenssteuer nur bis zum 81. März 1926 zu verlängern brauchten, weil wir glaubten, daß dann die Grundvermögenssteuer auf die neue Grund- lage, die dur< das Reichsbewertungsgesey geschaffen ist, gestellt werden könnte. Da aber die Bewertung im Reiche uit bis zum 1. April 1926 durchgeführt sein wird, wird der Reichsfinanzminister von der Ermächtigung Gebrau< machen müssen, die ihm dur 8 82 des Reichsbewertungsgeseves vorbehalten ist. Er wird den Zeitpunkt für das Jnkrafttreten des Reichsbewertungsgeseßes no< um ein Jahr hinausschieben müssen. Mit dieser Möglichkeit ce<nen wir heute. Wir haben aber bis heute vom Reichsfinanz- minister no< keine Erklärung darüber bekommen und haben heute no<hmals daran erinuert und erwarten darauf cine telephonische Auskunft, Wir hoffen, daß diese Erklärung des Reichsfinanz- ministers vorliegen wird, wenn wir an die Ausschußberatung Herangehen. Die Verzögenung der Vorlage liegt eben daran, daß wir nit übersehen konnten, wie shnell sih die Durhführung der Bewertung im Reich vollziehen würde und ob das Reichs- bewertungsgesey am 1. April 1926 in Kraft treten würde. Wie wir beute leider annehmen müsseu, wird aber das Fukrafttreten des Geseßes vom Reichsfinanzminister no< um ein Fahr hinaus- geschoben iverden.

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Dann folgt die zweite Beratung*des Gesetß- entwurfs zur Aenderung des Feld- und Forstpolizeigeseßes. Diese Vorlage bringt gegenüber den bisherigen geseßlihen Regelungen einen wirfksameren Schuß gegen Feldentwendungen, während er bisher bestehende Härten gegenüber dem sonstigen Strafrecht fallen läßt.

Berichterstatter Abg. Ei < hoff (D. Vp.) begründet die Be- \{lüsse des Ausschusses, die u. a. entgegen der Vorlage den Versuch und die Beihilfe zu einer nah diesem Gesebß strafbaren Handlung mit einer milden Strafe belegen wollen.

Die Abstimmung über die Vorlage und die dazu vor liegenden Aenderungsanträge wird ausgeseßt.

Jn der Einzelberatung wurde von Vertretern der Land- wirtschaft auf der Rechten des Hauses die Notwendigkeit eines verstärkten Rechtsschußes für das ungeschüßt daliegende Land betont und dabei verlangt, daß einige strafverschärfende Para- grapheu des ursprünglihen Geseßes, die der Aenderungs- entwurf und S E \<luß streichen, bestehen bleiben. Während der Ausschußbeschluß die gesamten Vorschriften vom 1. Ófktober 1925 ab auch für Helgoland gelten lassen will, will ein interfraftioneller Antrag aller Parteien, mit Ausnahme der Kommunisten, hierfür den 1. April 1926 als Termin einseben.

Abg. Gieseler (vôlf.) wendet si gegen die Strafmilde- rungen beim Porn) . Die Holzhändler und Aufkäufer müßten den Holzdiebstahl besonders in idre Preise einkalkuliercen. Wenn nun die bisher gültigen Strafvershärfung8gründe wegfallen sund, f die in den Ss 2 und 3 des ursprünglihen Gesetzes enthalten ind, würden dadur< die Diebe geshügt. Der Redner begründet einen Antrag auf Wieverherstellung dieser Strafvershärfungs- paragraphen.

Abg. Dr. Rosenfeld (Soz.) tritt für einen sozialdemo- fratishen Antrag ein, dec die neu in der Aenderungsvorlage vorgesehene Bestrafung des Fanges von wilden Kaninchen streichen will.

Damit ist die zweite Beratung der Vorlage beendet. Die dritte Beratung wird im Anschluß daran vorgenommen und ergibt keine Debatte. Die Abstimmungen werden vertagt.

Es folgt dann die Besprehung der Ra ematras <hen großen Anfrage über die bei den nappschafstss-

F< wäre

4nvaliden im Ruhrrevier usw. vorgenommenen

Lohnkürzungen. E Abg. Otter - Bochum (So) begründet die große Anfrage, die u. a. zum Au®dru> bringt, daß in leßter Zeit die Zechenbesiber im Ruhrrevier und au in.anderen Bergrevieren gegen die Knapp- shaftsinvaliden brutal vorgehen. Den- Altersinvaliden, die auf Grund des Reichsknappschaftsgeseßes zu xFnvaliden ges worden sind, haben die nverwaltungen durhweg die Löhne um zwei Mark und ‘darüber hinaus für die Schicht gekürzt. Diese Lohnt- fürzungen bei den JFnvaliden seien au<h dann vorgenommen worden, wenn die Jnvaliden die volle Leistung ihrer Gruppe aufs wiesen, Die Maßnahmen der Zechenverwaltung widersprächen deut vereinbarten Tarifvertrag. Den Juvaliden, die ihr Recht au den Berggewerbegerichten geltend machten, sei mit Entlassung gedroht, um sie dadur zur Zurü>nahme ihrer Klage zu veranlassen. Die Vorsißenden der Berggewerbegerichte gäben den Arbeitgebern in den meisten Fällen ret; die Fnvaliden würden mit ihrer Klage abgewiesen. Die Staaigeegierung wird gefragt, was jie zu tun geren um die Knappschaftsinvaliden vor der Willkür der Zechen sier zu shüßen. Der Redner schildert ausführlich die ru<- raris der zuständigen Gerichte, die den Jnvaliden ihr Ret bea tritten, und fordert von der Staatsregierung Schuß der Bergs arbeiter gegen die Bergverwaltungen. Jn Beantwortung der großen Anfrage erklärt ein Regierungsvertreter, es sei zutreffend, daß der Lohn der Jnvaliden teilweise gekürzt worden jei, jedo< nit in der in der Jnterpellation behaupteten Höhe. Auf einer großen Zahl von Zechen sei ein Einvernehmen mit den Arbeitern über die Kürzungen zustande gekommen. Was die Urteile angehe, so seien die angestrengten Klagen in 204 Fällen als unberetigt zu- rü>gewiesen, in 217 Fällen fi ihnen stattgegeben worden. Es liege fein Grund vor, die Unparteilichkeit der Richter in Frage ju tellen. Zu besonderen Maßnahmen sehe -die Staatsregierung eich8fall8 keinen Anlaß. (Lebhaftes Hört, hört! bei den Sozialdemokraten und Kommunisten.) Hierauf vertagt das Haus die Besprehung dieser Jnuter- pellation auf den 9, Dezember. Außerdem steht die dritte Beratung des Haushalts auf der Tagesordnung.

Schluß 4 Uhr.

Parlamentarische Nachrichten.

Jm Rechtsausschuß des Reichstags wurde gestern die erste Lesung des Geseßentwurfs zur Entlastung des Reichsgerihts forte E Nach dem Bericht des Nachrichten büros des Vereins Deutscher Zeitungsverleger ergab die Abstint- mung, daß im Artikel 1 der $ 2 der Vorlage ab g è lehnt wurde, der ‘nah dem Vorbilde der im $ 349 der Strafprozeßordnung getroffenen Regelung vorsah, daß in den dort bezeihneten Ehe» sachen die Revision ohne vorherige mminetas es Verhandlung dur Beschluß zurü>gewtesen werden fann, wenn der Senat des Reihs- gerichts sie einstimmig für offensichtlih u gründet erachtet. Fm übrigeu wurde die Regierungsvorlage in eter Lesung unverändert angenommen. : _— Der Reichstagsaus\hußfürdiebeseytenGe- biete trat gestern unter dem Vorsiy des Abg. Quessel (Soz) zusammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung entspann sich eine Aussprache über den gegenwärtigen Stand der Besaßungs$- verhältnisse im Rheinlan d. Nah dem Bericht des Nachrichtenbüros des Vereins Deutscher M stellte der Ministerialdirektor Miller tet es tfomme keine Belegung neuer Garnisonen in Frage. Die Besaßung werde, davon eien auch die französischen Militärs jeyt überzeugt, tatsächlih herab- gemindert. «n ilenkirhen werde eine etwaige Mehrbelegung vermutlih niht zu ciner Mehrbelastung des ohnungsmarktes führeñ, weil dort genügend Wohnbara>en zur Ver ügung ständén.

Nach längerer Aussprache wurde einstimmig folgende Ent- \<ließung Esser (Zentr.) angenommen:

„Der Ausshuß- richtet an die Reichsregierung das. dringende Ersuchen, bezüglih der angekündigten Mehrbelastung der Städte und Gemeinden in den beseßt bleibenden Gebieten dur vermehrte Belage von Wohnungen und ländlihen Grundstü>ken mit stärkerem Nachdru> die berechtigten Jnteressen der bedrohten Gebietsteile gegenüber der Besaßungsbehörde zu wahren, ins- besondere dahin, daß jede stärkere Belastung einzelner Städte auc bei dexr Aufhebung von Sat ionen an kleineren Pläßen unter allen Umständen vernrieden wird.“ ;

Generalkommissar S<midt wies darauf hin, daß bisher 184 Garnisonen im beseßten Gebiet bestanden hätten. Die starke Verminderung erfordere Umgruppierungen, die vorübergehend Unbequemlichkeiten für größere Ganisonen bringen würden. Ein- zelne Delegierte würden vermutlih auG ziemlich langsam ihre Geschäfte abwi>eln. Dagegen werde natürtid vorgegangen werden müssen. Bis zur nächsten Sißzung werde wohl das neue Garnison- verzeihnis mit der Zahl der Truppen vorgelegt werden können.

Der Ausschuß trat dann in die Tagesordnung ein. Angenommen wurde ein Antr@æœg Esser (Zentr.) über die. erweiterten Richt- linien für die Entshädigungan Arbeitnehmer und Angestellte aus dem Ruhrkampfe. Es handelt si<

ierbei darum, die Verteilung der no< verfügbaren Mittel vor

eihnachten sicherzustellen. Die Beratung der weitergehenden Anträge wurde vertagt, bis die Auswirkung dieser erweiterten Hilfsaktion ganz zu übersehen sein werde.

_Der Hauptaux Fu des Pren Sen Landtages beschäftigte id na< dem Bericht des Nahrichtenbüros Deutscher Zeitungsverleger in feiner leßten Sißung mit einem deutsh- nationalen Äntrag,- zur Linderung der Notlage der Erwerbslosen und verarmten Bevölkerung in den großen Städten und Fndustrieorten zur Fürsorge für den Winter unverzügli<h Geldmittel den städtishen und kirhlichen Wo e Atr04 4 sowie den Anstalten und Vereinen, die sih mit Wohlfa! reaneee befassen, zur Verfügung zu stellen. Abg. Rüffer (D. Nat.) begründete den Antrag und erklärte, das Wohlfahrtsministerium müsse hier helfend eingzeifen. Nah längerer Aussprahe wurde der Antrag gegen die Sozialdemo- kraten, die darauf verwiesen, daß die O an der hohen Ziffer der Erwerbslosen \culd sei, und daß die Erwerbslosigkeit durch verkürzte Arbeitszeit überwunden werden müsse, sowie gegen die Stimmen der Kommunisten angenommen. ?

Nr. 48 des „Zentralblattes der Bauverwaltung“ vom 2. Dezember 1925 hat folgenden Inhalt: Wirtschaftlichkeit der Mörtelbindestofe. Das Ulmer Münsterhaus. Der Wett- bewerb für die Friedriw-Ebert-Brüde über den Near in Mannheim (Schluß). Die Hauptvertammlung des Deutschen Eisenbaus verbandes in Ka1lsruhe. Rückbli> auf die Leipziger Herbstbaumesse. Vermischtes. Bücherschau.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

NRerantwortlicher Schriftleiter: Direktor Dr. T y r ol, Charlottenburg-

Verantwortlich für den Anzelgewten. ; Mechiungdigerwor Mengering in Berlin,

Verlag der Geschäftéstele (Mengering) in Berlin. Dru> der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstr. 32.

Vier Beilagen (einschließli Böôrsenbeilage.) und Ecste und Zweite Zentral-Handelsregister-Beilage,

Ir. 284.

4

Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger.

——_—

Berlin. Freitag, den 4. Dezember

Nichtamtliches.

(Fortsezung aus dem Hauptblatt.)

Statistik and Volkswirtschaft.

Getreideyreise an deutiwen Börten und Fruchtmärkten in der WoGë vom 23. bis 2 8. November 1929, y

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Berlin, den 3. Dezember 1925.

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Handel und Gewerbe, Berlin, den 4 Dezember 1925. Telegravphbiiche Auszahlung.

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20,392 4,205 0,599 4,2959

169,01 5/51

19,05 80/86 10,58 16,94 745 105,33

21,325 85,78 16,125 12,465 81,04 3,065 59,67

112,39 59,29 5,895

Geld 1,743 4,197 1,818 2/225 20,322 4495 0,59L 4,285

168,66 5,49

19,0L 80/64 10,54 16,905 7,43 104,35

21,275 85,19 16,06 12,415 80,82 3,0955 59,33

119,16 59,16 5/BTT

3, Dezember

Brief

1,747 4,207 1,822 2,235 20,372 4,205 0,993

4,2959

169,08 5,51

19,05 80,84 10,58 16,945 7,49 104,61

21,325 85,41 16,10 12,455 81,02 3,065 59,47

112,44 59,40 9,597

Feststellungen 8) Odenwälder blaue .1,79. 8) Jndustrie.

D bind pra D) fun pas jut prrb perk I D

23.

25. 23,

ad 26 2 24. 28. der Handelskammern. !) Wo mehrere Angaben vor“ 4) Bunte 3,50, ®) Gelb-

29, 27. 23.

23, 29. 28, 20,

26. 28.

225 1,90

1,76 1,90

1,40

Statistisches Reichsamt.

Ausländilche Geldtorten und

2,90

| 1,70

Waage

mann.

2,75 1.75 5) 9,1

2,00 3,00

2,65 8) 2,81 2,20 2,20 8) 1,75 2,08

0

Bantnoten.

Sovereigns 20 Fres.-Stücke Gold-Dolla1s . Amerikaniche: 1000(—5 Doll. 2 und 1 Doll Argentiniîche . Brasiljaninche . Canadi|che . Engli1che: aroße 1 Lu darunter Türkische. . Velgile -. Bulgari]che . . Däninche .. . « Danziger. 6 Finniche. Französitche . . Holländiiche . Stalienitche: über 10 Lire RKugofslavische Norwegi!che RNumäni)che: 1000 Yet unter $00 Lei Schwedi1che . . Schweizer Spanische …. T1checho-skov. : 5000 Fr l000Kr u dar

Oefterreidusche

100 Leva 100 Kr.

100 Fres.

100 Lire 100 Dinar 100 Kr.

100 Let 100 Lei 100 Fr. 100 Frs,

100 Fr 100 Fr.

Ungauitche . . -

100 (Gulden 100 finnl. A

100 Gulden

100 Peteten

100 Schillkng [00 00 Reu.

Gelb 20,55

4,25 4,19

20,30 Dal 18,94 3,0L 104,79 80,40 10,49 16,06 168,23

16,88 7,38 85,29

_——

111,82 80,62

59,25

12,385 12,384

58,97 5,825

4. Dezember

4,179 1,717 0/577 4,167

20,312

Briet 20,65

4,27

4,21 4,199 1,737 0,047 4,187

20,412 90,40 2,25 19,04 3,03 105/31 80,80 10,55 16,14 169,07

16,96

7,42 85,71

112,38 81,02 59,99

E

« t

12,44 (2,444 59,27

I

Geld 20,55 16/20

4/2

4,183 4,174 1717 0/575 4,167

20,282 20,28 2,22 18,95 3,01 104,04 80,45 10,49 16,03 168,25

16,885 7,382 84,94

111,84 80,65 59,10

12,376 12,376 98,98

9,669

¡0:825

3, Dezember

Brief 20,65 16,28

4,27

4,203 4,194 1,737

4,187

20,382 20,38 2,26 19,05 3,03 104,56 80,85 1055 16,14 169,09

16,965 7,422 85,36

112,40 81,05 D940

12,436 12,436

59,28 5,865

| 122,7 Mill.

| fähigen | zugenommen hat. u 4390 v9 | Und de>ungsfähige Devilen zu 98,1 vH (gegen 66 vH in der Vor

ae

I

Wocbenüberticht der Neichsbanfk vom 30. Novembes 19% (in Klammern + und im Vergleich mit der Vorwocbe): Aktiva. NM . Noth nicht begebene Neichsbankanteile . « « « « 177 212 000 (unverändert) O r ian owie a und aus- än toldmünzen, das Pfund fein zu 1392 Reichsmark berechnet . M S E 1 207 262 000 (4 62 000) und zwar: Goldfkassenbestand . . . NM 1 110 657 000

(A 62 000) Golddepot (unbelastet) bet auéländi}chen Zentralnoten- banken

96 605 000 E (unverändert) | . Bestand an de>ungsfähigen Devisen |

M

402 420 000 È | —- Y 424 000) sonstigen Wecbjeln und Sche>s | 1649 735 00 (+ 270 231 000) 65 515 000 (— 2095 000)

e deuts<hen Scheidemünzen - « s

Noten anderer Banken . e # #

{—-

Lombardforderungen , « «

G S d

578 3

sonstigen Aktiven Li 312 907 000)

Pafkfsiva. . Grundfapital: a) begeben

b) no<h nicht begeben . « «. 5

2. Neservetonds: a) geseßli<her Reservefonds . « «

122 788 000 (unverändert) 177 212 000 (unverändert) 25 403 0009 (unverändert) 33 404 000 (unverändert)

b) Spezialreservefonds für künftige Dividendens E e

c) fonsiige Rücklagen . «

e . ® # a * L) o. F

127 000 000 (unverändert) 9 770 882 000 - 347 032 000)

j T L L

î

. Sonstige tägli fällige Verbindlidbkeiten . 586 943 000

« SoRhde Daa » h «s obe 9

380 976 000)

S ‘S D

495 033 000

. Betrag der umlaufenden Noten « « « e «

Snlande zahlbaren

V.

- 11 $56 000)

_ Verbindlichkeiten aus weiterbegebenen, im Wechseln RM 583 590 000 (— 122 738 000).

Von den Abrechnungsstellen wurden im November ab» gere<hnet RM 4216 151 700.

Zu der vorstehendeu Uebersiht teilt „W T. B.“ mit: Nag dem Ausweis der Neichebank vom 30. Novewber bielten sich dié Zablungémittelanforderungen in den an den tonstigen Monatsfclüssen üblihen Grenzen. Es flossen 347,0 Mill, RM MNeichsbanknoten und 157,1 Mill. MM Rentenbank1cheine, zusammèn also òv4,1 Mil RM neu în den Verkehr ab, jo daß si< der Umlauf an Reichébanfnotet entsprehend von 2423.9 Mill. RM auf 2770,9 Mil. RM und dex Umlauf an NRentenbankfiheiven von 1323,2 Mill. NRNM auf 1480.3 Mill. NM erböhte. Ferner wurden. für- 193.4 Mill. NM Nenteubanks<beine den betreffenden geießlihen Bestimmungen enfiprecend im Zusammenhang mit der Abdec>kung pon Pentens bankfrediten getilgt. Die Bestände der Bauk an Nentenbankiceinen nahmen insgefamt um 3505 Mill. RM auf 130,8 Mill. NM ab. Der Wechselbestand erfuhr cine Zunahme un. .270,2 Mill. NM. wovon 147,5 Mill. RM eilungen von privater Seite - und NM auf Rückgabe von trueditkontierten Wechieln ents der gesamte Wechselbestand erreichte somit die Höhe von Mil. RM. Der VLonibardbestan? rhöht sh um 122 Mill. RM auf 23,8 Mill. NM, der ge!amte Wechtel-, Lombard- und * Effektenbesiand um 282,7 Mil. NM auf 1895,2 Mill. RM. An treinden Geldern wurden der Bank im Zua sammenhang mit den Abflüssen an Zahlungsmittelu 381,0 Mill M entzogen, lo daß no<h 5869 Mill. NRM an tolchen Verbindlichkeiten vorhanden sind. Der Bestand an Gold und de>ungstähigen Deviten hat si< um 10,0 Mill NYè aut 16097 Miu. NM erhöht, und zwar entfallen von der Zunahme 9,9 Mill NM auf die de>ungs- Devifen, während der Bestand «an Gold nur unbedeutend Die umlautenden Noten werden durch Gold alleiu 498 vH în der Vorwoche); dur<h Gold

auf El

tallen; 1649 7

(gegen

woche) gedc>t.

Nach ciner Bekanntm ahung des Berliner Börsenvorstands erbält & 27 Absay 2 der „Bedingungen für die Geichäfte an der Berliner Wertpapierbörte“ folgende Neufassung: Wenn bei Beginn der Börie den Kuremakiern keine Aufträge vorliegen, er folgt eine „Strichnotiz“. Unter „Anfangs-" oder „erstem Kurs“ ist sowobl im Verkehr zu fortlaufenden Kursen, wie im Terminbandel der Kurs zu ver1teben, der auf Grund der bei Beginn der Börse det Kurämafklern vorliegenden Aufträge festgestellt wird, nicht jedo der Kurs, der, wenn eine Strichnotiz erfolgt ist, sodann als

| oder „leßten Kurses“ 0,595 | m E

erster zur Notiz gelangt („eite Notiz" oder „erste Notierung“). Unter „S<hluß-" oder „legtem Kurs* ift der Kurs zu verstehen, der um 2 Ühr. Sonnabends um l Uhr, festgestellt wird. Auf die Fest« stellung des Antangs-" oder „ersten Kunles" sowie des „Schiusßz-® finden die gleichen Grundsäye wie auf die Festes Ist eine Strichnotiz ertolgt,

stellung des Einheitskuries Anwendung. die durch die Kurd@e

io lautet bei |päterem Abschluß von Geschäften, matler vermittelt oder im freien Verkehr getätigt sind und gemäß & 31 Abs. 2 Bör) -G. berücksichtigt werden, die Gesamtnotiz: à 100 à 1004 uw. In diesen Fällen gelten die zum Anfangss oder ersten Kurs erteilten Aufträge als erlo1hen, während Autträge zur ersten Notiz oder ersten Notierung zu dem ersten nach dem Strich notierten Kurs auszuführen find, .

London, 3. Dezember. _(W. T. B.) Die Bauk von England erhöhte den Bankdiskont von 4 auf 5 vH,

Wagengestellung für Kohle, Koksund Briketts am 3. Dezember 1925: Nuhrrevier: Gestellt 26 166- Wagen, Oberlichlet isches Nevter: Gestellt —,

memte A

Die Elektrolytfupfternotierung der Vereinigung für deutsde Eleftrolytfupternotiz stellte sih laut Verliner Vieldung des „W, T. B:* am 3. Dezember auf 134,50 6 (aur 2. Dezember auf 135,25 S) für 100 kg,

Berlin, 3. Dezember. (W. T. B,) Preisnokierungen für Nahrungemittel. (Durh]chntttäeinkautspreile déa Lebenämitteleinz elhandels ti je 50 ki, frei Haus

Berlin.) Jn Beichsinark: Ger]lengraupen, loje 49,00 bio“ 22,90 e,

arien mae r - arvantbi--9 “S r Mr c - Fs E R R R H E G A G d Bg ite t i C N RRES O E U E ar N A a E L L E 3 o