1882 / 249 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Land- und schaft.

Na den aus dem Regierungsbezirk Merseburg einge- ps Mittheilungen sind die früher so günstigen Ernteaussihten

olge der andauernd nafsen Witterung nur zum Theil in Erfül-

gegangen. Ouantitativ haben Weizen, Gerste, Roggen und er einen großen Ertrag geliefert, indessen läßt die Qualität in olge Auëwu{ses zu wünschen übrig, so daß in diesen Getreidearten

weg eine Mittelernte zu verzeichnen ist. Die Heuernte war im

Allgemeinen gut, die Grummeternte dagegen nur mäßig. Rüben, Dat iQus Zuckerrüben, find quantitativ sehr lohnend, do ist der Zuckergehalt durch bhäufiges Regenwetter und die in Folge dessen ein- getretenen Ueberschwemmungen vermindert worden. Durch die bei den Kartoffeln fich \{chon gueßt bedenklih zeigende Fäukniß dürfte, wenn nit ganz trockenes Wetter eintritt, ein großer Theil der Ernte pernihtet werden. Die Weinernte wird dem Anscheine nah sehr mäßig ausfallen, anch läßt die Obsternte Vieles zu wünschen übrig. Gewerbe und Handel, * Na Mittheilungen aus Jtalien sind von der Artillerie- Direktion des, Bauar-Senals in Turin auf den 8., 9. und 10. November d. J., bis Nachmittags 2 Uhr, Submissionen wegen Lieferung von Holz im Taxwerthe von Lire 38 300, 27515 und 38 900 ausgeschrieben worden.

Ueber die speziellen Bedingungen is das Nähere an Ort und Stelle einzusehen.

Nürnberg, 21, Oktober. (Allg. Br.- u. Hopfen-Ztg.) Der B arte zeigte im Laufe dieser Woche keine geringere Leb-

aftigkeit als in der Hauptsaison der Vorjahre ; indessen erfordern die Abschlüsse heuer bedeutend höhere Summen, und wenn man noch einen Vergleich des diesjährigen Geschäfts mit dem früherer Theuc- rungêjahre in Bezug auf die Qualität der Waare anstellt, so über- zeugt man si, daß es _ nie theureren Hopfen gegeben hat, als eben jeßt. Die allgemeine Stimmung {ließt heute sehr fest; für einzelne namentlich für geringe Sorten wäre, wenn auch zu geminderten Preisen, ein größerer Abzug erwünscht, weil solche in den Marktlagern an Farbe und Gehalt mehr und mehr verlieren und bei Käufern wenig Kauflust erregen, wenn niht für Export stärkere Nachfrage eintritt. Heute ging der Einkauf lebhaft von Statten, und wurde die Landzufuhr von 400 Ballen bis Mittag zu festen Preisen geräumt. Die heutigen Notirungen lauten: 1882r Markthopfen Prima 265— 275 A, do. desgl. Secunda 240—260 M, do. desgl. Tertia 185— 230 #4, do. Wolnzacher Siegelgut Prima 340 - 350 X, do. desgl. Secunda 310—325 4, do. Hallertauer Prima 315—320 M, do. desgl. Secunda 290—305 6, do. desgl. Tertia 240—265 M, do. desgl. Secunda 250—275 M, do. Gebirgshopfen Prima 285—300 Æ, do. Aischgründer 220—280 #, do. Steiermärker 340—3609 4, do. Würt- temberger Prima 315—320 M, do. desgl. Secunda 285—305 M, do. desgl. Tertia 240—265 M, do. Badische 270—300 M, do. EClsässer Prima 290—300 M, do. desgl. Secunda 265—285 4, do. E Prima 310—350 4, do. desgl. Secunda 290—305 1, do.

[tmärker 215—240 #Æ, do. Oberösterr. (transit) 245—255 A, do. Pölißer 250—280 #, 1881r Hopfen 210—235 A, 1880r Pee O M, 1879r Hopfen 90—110 M, ältere Jahrgänge

Karlsruhe, 21. Oktober. (W. T. B.) Der Ertrag der badischen Eisenbahnen vom 1. Januar d. J. bis eins{hließlich September beläuft sich auf 23 763 000 4, mithin ¡gegen die gleiche Periode des Jahres 1881 auf 582 000 4 mehr.

Meiningen, 18. Oktober. (Magdeb. Ztg.) Der Bericht des amerifanishen Konsulats in Sonneberg konstatirt eine erhebliche Zunahme des Exports nach den Vereinigten Staaten. Es gilt dies namentlih von der Puppen- und Spielwaaren- Industrie. Die- selbe exportirte dorthin îm leßten Quartal 1881 für 58, im erften Duartal d. J. für 48, im zweiten aber für 204, im dritten für 257 Tausend Mark.

Wien, 23, Oktober, (W. T. B.) Die Einnahmen der Karl- Ludwigsbahn (gesammtes Netz) betrugen in der Zeit vom 11. bis zum 20, Dftober 333 914 Fl., ergaben mithin gegen die entsprechende Zeit des Vorjahres eine Mehreinnahme von 36 935 Fl. Die Ein- nahmen des alten Neßes betrugen in der Zeit vom 11. bis zum 20. Oktober 262 791 Fl., ergaben mithin gegen die entsprechende Zeit des Vorjahres eine Mehreinnahme von 18 288 F[.

Glasgow, 21. Oktober. (W. T. B.) Die Vorräthe von Roheisen in den Stores belaufen \sih auf 621 500 Tons gegen 602 300 Tons im vorigen Jahre. Zahl der im Betriebe befindlichen

Hocböfen 114 gegen 105 im vorigen Jahre.

register nimmt an: die Königliche Expedition | des Deutschen Reihs-Anzeigers und Königlich Prenßishen Staats-Anzzigers;

M Berlin 3W., Wilhelm-Steafie Nr. 382,

Gételbriefe und Untersuchungs Sachen. | ver 20 rb

halter Hellmuth Heyn, welcer flüchtig ist, ist die

- | den 20. Ofkfober 1882. Königlicßes Amtsgericht 1., Steckbrief, Gegen den unten beschriebenen Bnch- | Abth. 84, Beschreibung: Alter 32 Jahre, Statur

j Verkehrs-Anstalten.

Der zweite für Rechnung des Norddeutschen Lloyd in Bremen auf der Werft der Herren John Elder & Co. in Glasgow neuerbaute Schnelldampfer „Werra“, Kapt. Barre, welcher kürzli in Greenock abgenommen wurde, ist eines der {önsten Dampfschiffe der Welt. Die Länge des Swiffes beträgt 131,15 wm, die größte Breite über den Berzhölzern 14,1 m, die Tiefe des Schiffsraumes im mittelsten Querschnitt 10,65 m. Der Brutto - Raumgehalt beläuft sid nach englisder Messung auf 5109,34 Registertons, der e G? auf 2856,42 Reg.-Tons. Die Maschinen sind na dem Dreicylindercompound-System fkonstruirt. Das Schif führt 4 Doppelkessel mit einer Heizfläche von 17 524 Quadratfuß. Die Schraube hat einen Durchmesser von 22' und eine Steigung von 30. Fach- männer wollen darnach der „Werra“ eine Maximalgeschwindigkeit von mindestens 1727 Knoten zuspre{hen. Solide und reich wie die Aus- stattung der Maschine ist au die des Schiffes. Die Navigirung des- selben geschieht na Ludolphs Normal-Azimuth-Kompaß. Zwei über- einander liegende Oberlihte im Spar- und Brückendeck über den Salons bieten einen freien Lichtschacht. Kurz, das Schiff steht in Konstruktion und Ausrüstung nach dem Urtheil der sachverständigen „Hansa“ auf der Höhe der Zeit.

Berlin, 23. Oktober 1882.

Berliner Rennbahn zu Hoppegarten. Verein für O Herbst-Meeting. Dritter Tag, onntag, 22, Oktober, Nabmitta gs 14 Uhr. Der leßte Tag des Meetings und voraussitlih der Schluß der ganzen Renn- saison auf dem Berliner Rennplaß war vom Wetter in hohem Maße begünstigt, und der prächtige Sonnenschein hatte zahlreichen Besuch nah Hoppegarten hinausgelockt. Die Rennen begannen um 17 Uhr mit: I. Cauls8dorfer Hürden-Rennen. Preis 700 #4 Ver- taufs-Rennen. Für dreijährige und ältere Pferde. 50 4 Einsak, 30 # Reugeld. Distanz 2400 m. 6 Pferde erschienen am Pfosten, von denen des Mr. Adalbert 4jähr. br. St. „Ausgabe“ (1500 4) des Lieut. Neumann a. br. St. „Hymne“ sicher mit 14 Längen \{lug. Werth des Rennens 1500 #, die der Siegerin zufielen, welche in der Auktion für 2600 4 vom Licut. von Oettingen gefordert wurde, \o R: Nennkasse 1100 M zufielen. Es folgte diesem Rennen um

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11. Dffizier-Jagd-Rennen. Preis 800 4 Für Pferde im Besitz von aktiven Offizieren der deutschen Armee und von solchen in Uniform zu reiten. 40 Einsaß, 10 4 Reugeld. Distanz 4000 m. 20 Pferde waren zu diesem Rennen genannt, 7 Pferde er- {ienen am Ablauf. Diesen allen überlegen war des Lieut, Prinz Pleß (Garde-Husaren) sjähr. br. H. „Monsieur Philippe“ (2000 M6), welcher mit weitem Vorsprung die halbe Bahn entlang führte und nah Gefallen mit 5 Längen siegte. Als zweiter landete des Lieut. v. Goßler (Garde-Husaren) a. \{w. W. „Cocffure“. Werth des Rennens 898 M für „Monsieur Philippe“, 294 4 für „Cocfsure“. Der Sieger wurde in der Auktion für 3000 4 von Graf Schmettow gefordert, außerdem ging der a. {wbr. H. Decoy für 400 ( in den Besiß des Rittmstr. v. Tresckow über. Diesem Rennen {loß sich um 2x Uhr an:

IIT. Großes Hürdenrennen. Preis 1800 (A Handicap. Für 3jähr. u. ältere Pferde. 100 Einsaß. 20 A Reugeld. Distanz 4000 m. Das Rennen hatte 34 Unterschriften, ron denen 6 Pferde am Start erschienen. Nah \{önem Lauf siegte sicher mit 25 Längen des Lieut. Frhrn. v. Gayl (18, Huf.) 6jähr. F. St. „Großfürstin“ gegen des Frhrn. v. Cramer 5jähr. {w. H. „Sombrero“. Die Siegerin erhielt 2032 #, „Sombrero“ 690 46 Es folgte dem Rennen um 3 Uhr:

IV. Neuenhagener Jagd-Nennen. Preis 500 4 Geritten von Herren, die noch kein Hinderniß-Rennen im Werthe von min- destens 20/0 H gewonnen haben, auf 3 jährigen und älteren Pferden, im Besitz solcher Herren. 20 #4 Eins., 10 A Reugeld. Distanz 3000 m. Von 27 genannten Pferden erschienen 10 am Pfosten. Es siegte leit - mit 5 Längen des Lieut. Frhrn. von Fuhs-Nordhoff (10. Huf.) 6jähr. \{w. W. „Black King“ gegen des Lieut. Neumann (12. Ul.) a. br. St. „Déesse", Werth des Rennens 574 M für „Black King“, 222 & für Déesse“. Den S({luß des Tages und des Meetings bildete um 3x Uhr:

Stocktrieto nud Unterzzchungs-Sncten | d, ladaxtrelle Etablimenmsrts, B, Subtastationen, Aufyctote. n, dsrgl 3, Verkinte, Vorpucbttungen, Snbmniazionen etc. Verlezoung, Amortisatior, Zinszahlung S 2, a, w, vop AFantlicheu Pupinrru

Vorladnnga und Groaztandei,

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Literarizcho Anus Un Tireater-Anzolyen, FPamilan-Nachrißnhbter

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Fabriken

Varachiedaus Bobtonatizachnng

Montag, deu 8, Jannar 1883, e : E Nachmittags 2 Uhr, \{chlank, mittelgroß, Haare braun, Stirn breit, | im Ratbbause zu Obertiefenbah anberaumt.

Üntersuchungshaft wegen wiederholter s{werer Urkun- | Augenbrauen braun, Augen bellblau, Nase stumpf, | Nastaetten, den 11. Oktober 1882.

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V. Tennyson-Jagd-Rennen. Preis 900 4 Handicay

over Für 3jähr. u. ältere Pferde. 50 4 Einsaß, 30 p eugeld. Distanz 4500 m. Von 21 Unterschriften, wele das aufwies, erschienen 3 Pferde am Pfosten. Des Lieut. v.

Linden 1I. (3. Hus.) 4jähr. br. St. „Prafitrole*“ unter ibrem ehden

hatte die besten Aussichten zu siegen ; nadem sie aber die ganze Bg brillant durlaufen, bra sie am s Hinderniß aus und hatte dadur so viel Terrain verloren, daß ihr Reiter das Rennen aufgah und das Ziel nit mehr passirte. Des Lieut. v. Witte 1, (13. Ü) ähr. hbr. St. „Mascotte“ siegte nah Gefallen mit 20 Ungen, de, P

ferd.

i: Der Verwaltung8aus\{uß des Germanischen Museums in Nürnberg hat am 26. und 27. S-ptember seine diesjährigen Sißungen gehalten. Neben der Prüfung des Zustandes der Anstalt war es vorzugsweise die Baufrage, welche den Gegenstand der Bes rathungen bildete. Es wurde eine Reihe wichtiger finanzieller Be-

\{lüsse gefaßt und cin Nachtragsetat für 1882 sowie die Etats für

1883 festgestellt. Sowohl für die kunst- und kulturgescichtlihen Sammlungen wie für die Bibliothek und das Archiv konnten etwas größere Summen als seither in den Etat eingeseßt werden, obglei fie ihrer Aufgabe gegenüber auc jeßt noch sehr bescheiden zu nennen sind. Daß der Kreis der Freunde des Museums sich fortwährend vergrößert, dafür zeugen niht nur die verzeichneten weiteren Anmel- dungen von Jahresbeiträgen, sondern auch mehrere neue Stiftungen Den Städten, welche die Errichtung eines Saales ber landesfürst: lichen Städte beschlossen haben, ist die Stadt Jena beigetreten.

Die Oktober-Nummer (29, Jahrgangs 1882) des Musfeumsorganz des „Anzeigers für Kunde der deutschen Vorzeit“ (Verlag der literarish-artistishen Anstalt des Germanishen Museums) bringt die 20, Fortseßung der Beiträge aus dem Germanischen Museum zur Geschichte der Bewaffnung im Mittelalter, vom Direktor Essenwein.

en. v. Tepper - Laëki a. br. St. „Lady Mary 11.“ wurde zweite

In derselben werden einige kunstvoll gearbeitete Harniscke beschrieben *

und abgebildet, welche auf Umwegen aus der Stadt Spittal an der Drau in Kärnten in das Museum gelangt find. Die höchst interessante: mit beinahe 200 \ orgfältigen Abbildungen von bemerkenêwerthen Original: waffen nach Handzeichnungen, Miniaturen, Gemälden und Grabfteinen ausgestattete Artikelserie gelangt mit diesem Artikel zum Abschluß, ob- gleich, wie der Verfasser am Sclusse bemerkt, das Material noch lange nicht ershöpft ist. Wenn auch früher schon die Feuerwaffen besprochen sind, so hat die Sammlung do noch des Merkwürdigen genug, das der Veröffentlichung harrt und den Lesern ni&t vorenthalten werden \oll, wie die Bogen, Pfeile, Armbrüste und Köcher, Schwerter, Dolche, Rüstungs- theile, Glasgemälde und Tafelbilder, Grabsteine und andere Skulpturen, Weiter enthält die Nummer cinen interessanten Beitrag über „Ge: richtshände und Richterstäbe“, von Dr. Karl Ritter von Mayerfels auf Schloß Alt-Meersburg am Bodensee (mit Abbildung), urkund- liche Mittheilungen über einen Äärztlißen Charlatan des 16. bis T& Jahrhunderts, von Hans Bösch in Nürnberg, Urkundliches vom Nathhausbau in Heilbronn (1579 bis 82), von Dr. Ewald Wernike N Fleediau und Kunst- und literargeschichtlihe Notizen , von emselben.

Lyon, 23. Oktober. (W. T. B.) Heute früh um 2 Uhr erxplodirten im Nestaurant des Theaters Bellecour 3 Bomben, durch welche 3 Personen {wer und mehrere andere leiht verwundet wurden. Nach den Schuldigen wird recherchirt.

St. Petersburg, 21. Oftober. (W. T. B.) Im Finniswen Meerbusen sind unweit Nargen die Dampfer „Cassius“ und „Una“, bei Fardesund, nördlih von Gothland, der Dampfer „Ville de Lille“, bei Helsingfors der Dampfer „P orthan“ gestrandet

_ St. Petersburg, 23. Oktober. (W. T. B.) In den an der Newa gelegenen großen Gromowschen Holzniederlagen if eine Feuersbrunst ausgebrochen.

Im Belle-Alliance-Theater findet am Freitag die leßte Aufführung der Posse „Kläffer“ statt Bei der gestrigen Sonntags- aufführung derjelben war das Haus wieder ausverkauft. Am Sonn- abend tritt sodann Hr. Direktor Th, Lebrun in dieser Saison zum ersten Male wieder auf, und zwar in einer seiner besten Rollen, als Kommerzien-Rath Scwlegel in G. v. Mofers Ultimo“.

O W FInterate ncdrnen ant dic Annencen-Expeckttiznen des nIuvalidenvan?“, Kudolf Mosse, Huasenfict:

& Vogler, E. L, Daube & Cso,, E. Súichlotte

el: Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Anvanerw-Burz aux,

2) 2 ha 43 a 7 qm von dem Plane „Rodden- föhréwiese 2c.*, Nr. 113a., b. der Karte. Termin zur Zwangsversteigerung ist auf

denfälshung und wiederholten Betruges in den Akten D. R. I. 966, 82 verhängt. Es wird ersucht, den- selben zu verhaften und in das Untersuchungt- gefan niß zu Alt-Moabit 11/12 abzuliefern. Berlin,

lt-Moabit Nr. 11/12 NW,, den 18. Oktober 1882. Der Untersuchungsrichter bei dem Königlichen Land- gerichte 1, Johl. Beschreibung : Alter 20 Jahre, geboren 11, 9, 62 zu Dramburg, Größe 1 m 75— 80 cm, Statur \{chlank, Haare braun, Stirn frei, Augenbrauen dunkel, Augen braun, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnli, Zähne: vorn fehlt oben ein Zahn, Kinn oval, Gesicht länglid, Gesichtsfarbe gesund, Sprache dcutsch.

[45110]

Steckbricf. Gegen den unten beschriebenen Kellzuer Gottlieb Herrmann Schonert, am 20. Juni 1851 zu Topperjorge geboren, welcber flücbtig ist si verborgen bält soll eine dur vollstredbares Ur- theil des Königlichen Landgerichts L der Straf- Tammer 111, J, IV a. 217. 81 wu Berlin vom 14. Juni 1882 erkannte Gefängnifßistrafe von drei Monaten vollstreckt werden. Es wird ersucht, den- n verhaften und in das Amtsgefängniß des

reifungéortes abzuliefern. Berlin, den 14. Oktober 1882, Königliche Staatsanwaltschaft beim Landgericht 1, Beschreibung: Alter 32 Jahre, Größe 1 m 65 em, Statuc untersett, Haare dunkel- blond, Stirn frei, Bart: kl. dunkler Schnurrbart,

enbrauen dunkelblond, Augen dunkel, Nase ge- wöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne vollftändis, Kinn oval, Gesicht oval, Gesichtêta ve gesund, Sprache deutsch. Besondere Kennzeichen fehlen.

Steckbries. Gegen die unten beschriebene unver- M” Mathilde Schmidt, am 19, September 1 in Bromberg geboren, welhe ih verborgen bält, ist die Untersucbungshaft wegen Vergehens gegen die §8. 277, 279 Str. G. B. in actis 84 G. 2709. 82 J. IV a. 210. 81 verhängt. Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften und in das Unter-

8s-Gesängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12

W. abjlictera, Berlin, Alt-Moabit 11/12 NW.,

Mund groß, Zähne vollständig, Gesichtsfarbe ge- qund, Sprache deutsch{.

Steckbricfs - Erledigung. Der gegen den Schlossergesellen Friedrich Dictrih wegen Voll- stredung einer ecinmonatliden Gefängnifistrafe in den Aktien D. 45. 73. 1]. (jett D. 241. 73) unterm 22. Juli 1873 vom ehemaligen Königlichen Stadt- gericht hier erlassene Steckbricf wird bierdurch zu- rüclgenommen. Berlin, den 11, Oktober 1882. Staatsanwaltschaft beim Königlichen Landgericht I.

Subhaftationen, Anfgebote, Bor- ladungen n. dergl.

[45112] Oeffentliche Zustellung.

Die Lotfrau Eva Rafaléki, geb. Niklaß, w Chel- cen, vertreten durch den Rechtsanwalt Doniges zu Lyd, ragt gegen den Loëmann Carl Nafalski, un- bekannten Aufenthalts, wegen böslicher Verlassung, mit dem Antrage auf Ebeschcidung und Veructhei- lung des Beklagten für den allein \{uldigen Theil, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die 11, Civillammer des Königlicheu Landgerichts zu Lyck auf den 16, Dezember 1882, Vormittags 11 Uhr, mit dec. Aufforderung, cinen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Lyd, den 17, Oktober 1882.

E Marder, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[45096] Oeffentliche Zustellung.

Auf Antrag des Landmanns Friedrich Wsl zu Oberticfenbah und auf Grund der am 27. Zuli 1882 erfolgten runs ist die Versteigerung der der Catharine bl, geborene Wöll, gebürtig zu ODbertiesenbah, Regierungsbezirk Wiesbaden, der- malen mit unbekanntem Aufenthalte abwesend, ge-

bôrigen Immobilien in Obertiefenbaher Gemar- kung versügt und wird Texmin zur Versteigerung auf

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[45114] Bekanntmathung. Die Hypothekenurkunde über 89 Thaler 15 Silber-

| groschen väterlihes Erbtbeil, eingetragen aus dem

Erbreceß vom 3. Juni 1852 und der Verpfändungs- urkunde vom 6./22. Februar 1854 zufolge Verfügung vom 4. März 1854 für Dorothee Amalie Auguste Antonie und Gottfried Friedri August Franz, Geschwister Reinstein in Rubrik 111, Nr. 1 des Flurgrundbubs von Cöôlleda vol. 23 Nr. 403 auf dem Grundbesiß der Wittwe Auguste Hommel, geb Kirchheim, gebildet aus der Schuldurkunde vom 3, Juni 1851 und 22. Februar 1854 und dem Hvpotbekenswein vom 12, Juni 1852, ist dur Aussc{lußurtheil vom 14. Oktober 1882 für kraftlos erklärt, Cölleda, den 14, Oktober 1882, Königliches Amtsgericht.

[45115]

Dur Erkenntniß des unterzeichneten Amtsgerichts vom 17, Oktober 1882 ist der Hypothekenschein vom 4, Juli 1821 über Post Rubr. 111, Nr. 1, nämli 35 Tblr. aus der Urkunde vom 3. April 1805, urd Rubr, 111, Ne. 2, nämlich 38 Thlr. aus der Ur- funde vom 16, Januar 1800, eingetragen im Grund- buche von Wattenscheid Vol 1. pag. 531, zu Gunsten des evangelischen Konsistoriums zu Wattenscheid für kraftlos erklärt.

Wattenscheid, den 17, Oktober 1882.

Königliches Amtsgericht.

[45093]

In Sachen des Lohgerbermeiflers August Ochl- mann zu Vorsfelde, Klägers, wider die Ehefrau des Schuhmachers Wilhelm Brinkmeyer, Dorothee, geb. Schulze, zu Velstove, Beklagte, wegen Forderung, sind nacbbezeichnete, zu Velstove resp. auf dortiger

eldmark belegene, Grundstücke der klagten durch

sdluß vom 9, Oktober 1882, eingetragen in das

Grundbuch am 10. Oktober 1882, behuf der Zwangs- verHeigerung besblagnabmt :

1) das Neuanbauerwesen Nr. gas. 27,

Freitag, den 9, Februar 1883, Nathmittags 3 Uhr, im Dürkopschen Gasthause zu Velstove angesett.

Die bypothekarishen Gläubiger baben die Hypo- thekenbriefe im Termine zu überreichen.

Die Versteigerungs-Bedingungen, laut welcher jeder Bieter auf Verlangen eines Betheiligten Sicher- heit bis zu 10 %/% seines Gebotes dur Baarzahlung, Niederlegung coursfähiger Werthpapiere oder gecig- nete Bürgen zu leistea hat, sowie der Grundbud# aus8zug, kônnen innerhalb der letzten zwei Wochen vor dem Versteigerungstermine auf der Geridt&- schreiberei eingeschen, auch die Grundstückte selbsi besichtigt werden.

Vorsfelde, den 10, Oktober 1882.

Herzogliches Amtsgericht. A. Ludewig.

Bochumer Verein für Bergbau und (45105) Gußstahlfabrikation.

Durch Beschluß der Generalversammlung vom 21. d, M. ist die Dividendec für das Geschäftsjahr vom 1, Juli 1881 bis 30. Juni 1882 auf 5% = 15 Mark pro Aktie festgesett.

Dieselbe ist vom L. Januar k. J. an

bei unserer Gesellschaftskasse in Bochum und bei den nacbfolgenden Bankhäusern :

1) A. Schaffhausen'sher Bankverein | ; @sla, 2) Sal. Oppenheim Îr. & Co. j 3) Disconto-Gesellschaft j 4) Deutsche Bank in Berlin,

5) Delbrück, Leo & Co. 6) Th. C. Sprenger in Essen,

7) R. Suermondt & Co, in Aachen gegen Einreichung des Coupons Nr. 28 zahlbar.

Bochum, den 22, Oktober 1882.

Der Verwaltungsrath, dacteur; Riedel. Berlin: Verläg der Expedition (Kessel) Druck: W. Elsner. Drei Beilagen (einschließli Börsen-Beilage). (128)

M. 249.

S Ey o

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Montag, den 23. Oktober

p K Fnserate für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- register immt an: die Königliche Expedition

des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers: Berliu SW., Wilhelm-Straße Nr. 32.

1. Steckbriefe Rnd Untersnchangs-Sachen. 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen U, dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4, Verloegung, Amertisation, Zinszablung

E A) u, 8, Ww. vou öffentlichen Papieren.

Deffentlicher Anzeiger.

1882.

5, Inänstrielle Etablizzgements, Fabriken und Grosshbandel,

6, Verschiedene Bekanntmachungen.

7. Läiterarische Anzeigen,

8, Theater-Anzeigen. | In der Börsen-

B

úInserate nehmen ant die Ännoncen-Expeditionen des „Juvalidendauk“, Nudolf Mosse, Haaseustcin & Baogler, G. L. Daube & Co., E. SŸhlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annonceu-Bureaux. *

9, Familien-Nachrichten. beilage,

Ste&briefe und Untersuchungs - Sachen.

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen früheren Schiff8zimmermann Georg Spoving, welcher flücbtig ist, ist die Untersuhungsha\st wegen wiederholter Unterschlagung in den Akten U. R. II. 865, 89 verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß zu Alt-Moabit 11/12 abzuliefern. Berlin, / Alt-Moabit 11/12 NW,, den 18, Oktober 1882. Der Untersubungs- richter bei dem Königlichen Landgerichte T. Johl. Beschreibung: Alter 24 Jahre, geb. 4. 8. 58 zu Berlin, Größe 1,70 m, Statur kräftig, Haare kurz, blond, Stirn ho, Augenbrauen dunk-lblond, Augen blau, Nase gewöhnli, Mund gewöhnlich, Zähne gut, Kinn rund, Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deuts.

[44930] Stectbrief. 5

Der Swhmicedegeselle Hermann Klöhn aus Dohnafelde, geboren den 24. Januar 1857, ist der vorsäßlichen Körperverleßzung dringend verdächtig. Da sein gegenwärtiger Aufenthaltsort unbekannt ift, wird ersucht, ihn im Betretungéfalle zu verhaften und in das hiesige Gerichtsgefängniß abzuliefern. Schivelbein, den 13, Oktober 1882. Königliches Amtsgericht, I1. Abtheilung.

Der gegen den Schuhmather George Opper- mann aus Hollstein erlassene Steckbrief vom 16, September 1882 wird hiermit aufgehoben. Lichtenau, den 18. Oktober 1882, Königliches Amtsgericht.

Bekanntmachung. Jn der seeamtlichen Unter- subungssahe wegen der verschollenen Galiote „Hinrika“ K. B. G. M. von Jheringsfehn werden alle Diejenigen, welche zu weiterer Auskunft über den Verbleib des in der ersten Hälfte des Monats Oktober 1880 mit einer Ladung Getreide von Windau nach Schiedam in See gegangenen, im Bestimmungs8hafen jedo nicht eingetroffenen, in rnbro bezeihneten Schiffes, sowie die Besaßung desselben im Stande sind, - hierdurch aufgefordert, dem unterzeibneten Seeamte bis zum 20. Novem- ber er., desfallsige Anzeige zu macben. Emden, ten 15. Oktober 1882, Der Borsißende des Königlich Preußischen Secamts, Lohstöter.

Ladung. Nawstehende Personen: 1) der Tucb- macersohn Daniel Adolf Proppe, geboren am 2. Mai 1854 in Donajowice, Gouv. Podolien, in Nuß- land, evangelisch, zuleßt in Zilkow, Kreis Letyschew, Gouv. Podolien, aufhaltsam, Herkunftsort Rogasen, 2) Michael Troczynski, geboren am 19. August 1860 in Bomblin 1., katholis, zuleßt in Bomblin aufhaltsam, 3) der Knecht Johann Buchholz, ge- boren am 13. Mai 1889 în Gosciejewo, Gem. Wernershoff, katholis, zuleßt in Gosciejewo auf- baltsam, 4) der Einliegersobn Johann Szymanialk, geboren am 30, Januar 1860 in Hallberg, katho- lis, zuleßt in Hallberg aufbaltsam, 5) der Tage- lôhnersobn Anton Pater, richtiger Josefiak, ge- boren am 13, Mai 1860 in Langgoslin, katholisch, zuleßt in Langgoslin aufhaltsam, 6) der Arbeitersohn Joseph Przybylski, geboren am 1. März 1860 in Lukowo, katholisch, zuletzt in Lukowo aufhalsam, 7) der Waldwärtersohn Joseph Jankowski, geboren am 22, Dezember 1860 in Lulin, katholi, zuletzt in Lulin aufbaltsam, 8) der Tagelöhnersoha Thomas Konieezny, geboren am 18. November 1860 in Nieschawa Rittergut, katbolis{, zulett in Nieschawa aufbaltsam, 9) der Arbeitersohn (Carl Ferdinand Radke, geboren am 21. April 1860 in Obornik, evangelisch, zuleßt tn Samter aufbaltsam, 10) der Tagelöhnersohn Johann Suza, geboren am 28. Mai 1860 in Ofsowo Alt, katholis, zuleßt in Ossowo Alt aufbaltsam, 11) der Tagelöhnersohn Joseph Urbaniak, geboren am 27. Dezember 1860 in Pacho- lewo, katholis, zuleßt in Pacholewo aufhaltsam, 12) der Arbeitersobdn Joseph Krzyzaniak, geboren am 18, August 1869 în Przeclaw, katholis, zuletzt in Przeclaw aufbaltsam, 13) der Magadsobn Carl August Sommer, geboren am 8. April 1860 in Rogasen, katholis, zulett in Rogasen aufbaltsam, - der Tagelöhnersohn Stanislaus Sommerfeld,

DOTen am 25. April 1860 in Wargowo 1, katho- ch

ulezt in Wargowo aufhaltsam, 15) der

Bâckersohn Theodor Friedrih Wilhelin Giese, 4 en am 16. Juni 1861 in Kirchen-Dombrowka, evangelisch, zuleßt in Pudewiy aufbaltsam, 16) der

Tagelöhnersohn Joseph Plasecki, geboren am L Dezember 1861 iu Kirhen-Dombrowka, katholis, lebt in Bednary aufhaltsam, 17) der Wirthésohn duard Wilhelm Toun, geboren am 26. August 1861 in Grüyendorf, evangelish, zuleyt in Grühen- dorf aufbaltsam, 18) der Tagelöhnersobn Martin

domsfki, gcboren am 9, Oktober 1861 in Lopucbowo, fatbolish, zulett in Marienrode aufhaltsam, 19) der Sctäferiohn Peter Marklewiez, geboren am 28, Juni 1861 in Marscherviec, katholis, zuletzt in Stenschewko aufbaltsam, 20) der Ockonomsohn Joachim Whysocki, geboren am 19, März 1861 in

vowko, katholis, zuleyt in Posen aufhalsam, 1) der Gastwirthsfohn Ignay Liponski, geboren am 31, Juli 1861 îin Studziniec, katholis, zuletzt

Obornik aufbaltsam, 22) der Tagelöhnersohn

ton Nowickli, geboren am 24, Dezember 1862 in Grudna, fatholis{, zuletit in Grudna aufbaltsam, 23) der Tagelöhnersohn Michael Wendlandt, ge- bora am 9, Oktober E ia Krenzoli, angelish, zuleyt in renzoli aufbaltsam, 24) ul Louis Meriinulfe, geborea am 16, Oktober 1858 zu Mittel-Röhrödorf, evan-

gelisch, zuleßt in Polajewo aufhaltsam, werden beschuldigt, als Wehrpflichtige, in der Absicht, sich dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das RNeichsgebiet ip oder nach erreichtem mili- tärpflichtigen Alter sich außerhalb des Reich8gebietes aufgehalten zu haben, Vergehen gegen S8. 140 Abs. 1 Nr. 1 St.-G.-B. Dieselben werden auf den 22. Dezember 1882, Bormittags 9 Uhr, vor die Il. Strafkammer des Königlihen Land- gerichts zu Posen zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentshuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nach §. 472 -der Strafprozeßordnung von den Königlichen Landräthen als Civil-Vorsißende der EGrsaß-Kommissionen zu Obornik und zu Fraustadt über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. Durch Beschluß der T. Strafkam- mer des Königlichen Landgerichts hier vom 21. September 1882 ist auf Grund des §8. 140 des Strafgeseßbuhs und §8. 480, 325, 326 der Straf- prozeß-Ordnung das im Deutschen Reiche befind- liche Vermögen der Angeklagten mit Beschlag belegt worden, was hiermit mit dem Bemerken öffentlih bekannt gemaht wird, daß Verfügungen über dasselbe der Staatskasse gegenüber nichtig sind. Posen, den 3, Oktober 1882. Königliche Staats- anroalts\chaft.

Subhaftation: n, Nufgebote, Bor» ladungen u. dergl.

(449483) Oeffentliche Aeg l

Kgl. Amtsgeriht München XÆ., Abtheilung A.

für Civilsachen. iy

In Sachen der ledigen großjährigen Dienstmagd Cres3cenz Ernst dahier und der Curatel über ihr am 28. April heur. Is. außerehelih gebornes Kind „Franz Xaver“ gegen den Konditorgesellen Theodor Kammerer von Wildenreuth, früher hier, nun un- bekannten Aufenthalts, wird Leßterer zur mündlichen Verhandlung über den fklägerishen Antrag auf fostenfällige Verurtheilung des Beklagten zur An- erkennung der Vaterschaft zu obengenanntem Kinde und Leistung eines monatlich vorauszahlbaren Unter- halts- und Kleidungsbeitrages von 15 , sowie allenfallsiger Kur- und Leichenkosten und der Hälfte des Schul- und Lehrgeldes für dieses Kind im Zeitraum von dessen Geburt bis zum zurükgeleg- ten 14, Lebensjahre, ferner einer Maus und Kind» bettkostenentshädigung von 15 4 in die öffentliche Sigzzung des obengenannten Gerihts vom

Montag, den 18. Dezember 1882, Bormittags 9 Uhr,

Sitzungszimmer Nr. 12 nah erfolgter Be- willigung der öffentlichen Zustellung geladen.

Mündhen, den 20. Oktober 1882.

Der geschäftsleitende Kgl. Gerichtsschreiber : Hagenauer.

Dem Ziegler Peter Krauß V. von Auerbach, ge- boren am 30. August 1803, welcher im Jahre 1836 sib na Amerika begeben hat, ohne daß von seinem Aufenthaltsort oder den hinterlassenen Kindern etwas bekannt geworden ist, bezw. seinen Recht8nachfolgern, wird auf Antrag der Anna Katharina Krauß, Wittwe des Philipp Krauß V. von Auerbach, au gegeben, spätestens im Aufgebotstermin:

Donnerstag, den 1. Februar 1883, Vormittags 10 Uhr,

sich zu melden, sowie Ansprüche und Rechte an ihr im hiesigen Bezirke befindlides Vermögen geltend zu machen, widrigenfalls er Peter Krauß V. für verschollen erklärt und das fraglide Vermögen der Antragstellerin seiner einzigen Tochter und Erbin gegen die erforderliche Sicherheitsleistung überwiesen m O. 12: Gti a

Zwingenberg, 13. Witoder h

D N Grotberzoaliches Amtsgericht.

Scriba.

E Aw _—

[44935] Ju Sahen

der Oldenburgischen Spar- und Leih-Bank zu Oldenburg

wider den Kaufmann Bernhard Trapmann zu

Haselünne - soll pwangôweise das dem Letzteren gehörige, zu Haselünne an der Hasestraße unter Hausnummer 90 a. und b. der Häuserliste belegene

Wohnhaus und Nebenhaus mit Hautgarten, in der Grundsteuermutterrolle unter Art. Nr. 82 als Ktbl. 16 Parz. 311 und 312 verzeichnet und in der Gebäudesteuerrolle unter Nr. 97 cingetragen, in dem auf Mittwoch, den 13, Dezember d, J., Vormittags 10 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle angeseßten Termine öffent- lid meistbietend verkauft werden.

Zugleich werden alle Dicjenigen, welhe an den Grundstücken Eigenthums-, Näher-, lebnrechiliche, fiteifommissarishe, Pfand- und andere dinaliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Real- beretigungen zu haben glauben, aufgefordert, solche spätestens in jenem Termine hier anzumelden, da im Falle der Nichtanmeldung die Rete im Verhältniß zum neuea Erwerber verloren gehen.

Meppen, den 12. Oktober 1882.

Königliches Amtsgericht. IL Börner.

[44932] Procianz. Auf Antrag eines Hypothekargläubigers follen die folgenden der Chefrau des Schmieds Jacob Meister, Christine Clifabeth, geborne Schaake, in Viesebeck gehörigen Grundstücke der Gemarkung Viesebeck: Kartenblatt 13, Parzelle 70, 14,14 a Aer auf dem Schütenberge, E Kartenblatt 11, Parzelle 30, 11,07 a Aer über dem Rottwege, Kartenblatt 11, Parzelle 154, 11,22 a Aker auf dem Hirtentrieschern, Kartenblatt 16, Parzelle 83, 6,46 a Aer, das Engelbrechtzerfeld, Kartenblatt 23, Parzelle 197, 10,30 a Acker daselbst, öffentlih meistbietend versteigert werden.

Hierzu sind folgende Steigerungstermine, erster auf den 2. Januar 1883, zweiter auf den 30. Ja- nuar 1883 und dritter auf den 27. Februar 1883, jedesmal Vormittags bis 12 Uhr, und zwar der erste in das Gemeinderathhaus zu Viesebeck, die beiden leßten in das Sitzungszimmer des unterzeih- neten Amtsgerichts anberaumt. ;

Weitere Hypothekargläubiger haben ihre Forde- rungen unter Vorlage der darüber sprechenden Ur- funden bei Meidung der Nichtberüctsichtigung in diesem Verfahren und des pfandfreien Üeberganges der Grundstücke auf den Erwerber im ersten Steige- rungstermine anzumelden.

Wolfhagen, den 17. Oktober 1882,

Königliches Amtsgericht. Kersting.

[44904] Bekanntmachung. In Sachen Ruf, Bernhardine, Bauerswittwe in Pleß, gegen Kartan, Iohann, Bauerésohn von dort, z. Z. unbe- kannten Aufenthalts, wegen Aufgebots, hat das K. b. Amtsgeriht Memmingen auf kläge- rischen Antrag vom 14. pr. 18. l, M. folgendes Aufgebot erlaffen: L l 1) Im Hypothekenbuche für Pleß Band T. Seite 116 Nr. 4/111. ift auf dem Anwesen Hs. Nr. 41 der Bauerswittwe Bernhardine Ruf in Pleß für den vermißten Johann Kartan, Bauersfohn vón Pleß, Le Verirages vom 7. Mai 1840 ein unverzinsliches elterlihes Vermögen - von einhundert Gulden eingetragen.

Auf Antrag der Anwesensbesißerin werden Diejenigen, welhe auf diese Forderung An- spruch zu baben glauben, zur Anmeldung inner- balb 6 Monaten unter dem Rechtsnacbtheile öffentlih aufgefordert, daß im Falle der Unterlassung der Anmeldung obige Forderung für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöst werde.

Der Aufgebotstermin wird am Freitag, den 23. März 1883, Vormittags 29 Uhr, : im Sitzungszimmer Nr. 15 gedahten Gerichts abgehalten.

In Anwendung der 8&8. 824, 827 der R. C. P. O., L, 82 des Hvp. Ges. in der Fassung des Art. 123 Abs. 3 des Ausf. Ges. zur R. C. P. O. u. K. O. vom 23. Februar 1879.

Memmiugen, 29. August 1882.

Gerichtsschreiberei des K. b. Amtsgerichts. Preu.

Aus\{lußurtheil. JIm Namen des- Königs!

Auf den Antrag des Bergarbeiters Wilhelm Kubenne zu Haar erkennt das Königlihe Amts- gericht zu Hattingen

für Recht:

Der eingetragene Gläubiger oder dessen Rechts- nachfolger werden mit ibren Ansprüchen auf die im Grundbu von Haar Band 1. Art. 9 auf der früber dem Carl Berghoff, jeyt dem Bergarbeiter Wilhelm Kubenne zu Haar gehörigen Grund- besizung in Abtheilung 111. Nr. 1 für den ent- wichenen Kaufmann Hermann Herz von Bochum zuf Ecund des Kaufvertrags vom 10. Juli 1870 eingetragene Kaufgelderforderung von 150 Thalern nebst 5%, Zinsen seit 1. November 1870 aus- geslossen; die Koften des Aufgebotsverfahrens werden dem Antragsteller auferlegt.

Von Rechts Wegen.

Bekanntmachung. Im Namen des Königs!

Auf den Antrag des Rechtsanwalts Block zut Neuenburg als des Abwescnbeitsvormundes des früberen sKorst-Hülféaufsehers Carl Julius Haak erkennt das Königliche Amittgericht zu Konitz durch den Amtsrichter Bender am 22. August 1882

für Recht : 5 der am 14. Februar 1838 geborene, frübere Forst-Hülfsaufseher Carl Julius Haak wird für todt erklärt, die Kosten des Aufgebots aber wer- den dem Vermögen resp. dem Nachlaß des Pro- vokaten auferlegt. Von Rechts Wegen.

Verkündet Konitz, am 22. August 1892,

B:

[44947]

[44941]

o, Gerichtsschreiber.

[44936] Verkündet am 22. September 1882. Willin g, Gerichtsschreiber. Im Namen des Königs! /

Auf den Antrag des Steinhauers Eberhard Ling und Tagelöhners Carl Thoene zu Anröhte erkennt das Königliche Amtsgeriht zu Erwitte durch den Amtsrichter Buddenberg,

da die Antragsteller den Verlust der nachstehend bezeichneten Urkunde und die Berechtigung zum Aufgebotsantrage glaubhaft gemacht haben,

da das Aufgebot nah §. 110 der Grundbuh- ordnung zulässig ift, i:

da das Aufgebot durch Anheftung an die Ge- rit8stafel, sowie durch Einrückung in den Oeffentliben Anzeiger des Regierungs-Amtsblatts vom 15. April 1882 bekannt gemacht ift,

da weder in dem Ausgebotstermine vom 22. September 1882 noch seitdem Rechte Dritter auf die Urkunde angemeldet sind, und die Antrag- f E Erlaß des Auss{chlußurtheils beantragt haben ür Recht: das über die im Grundbuche von Anröchte Bd. IV. Bl. 220 Abth. 111. Nr. 3 für den Pfarr-Memorien und Bruderschaftsfond zu An- röcbte aus der Obligation vom 27. März 1783 auf das Grundstück Fl. TV. Nr. 253 der Steuer- gemeinde Anröchte eingetragenen Post von 20 Thlr., 71 Thlr 21 Sgr. 8 Pf. und 50 Thlr. im Course von 1779 bezw. 1783 gebildete Hy- pothekendokument wird für kraftlos erklärt und werden die Kosten den Extrahenten zur Last gelegt.

gez. Buddenberg.

[44919] i j

Nachstehendes Aus\{lußurtheil:

Jm Namen des Königs !

In der Dyck’schen Aufgebotssache VIII. F. 19/82 erkennt das Königliche Amtsgericht RI. zu Danzig durh den Amtgerichts-Rath Kauffmann für Recht:

I. dem Schmiedemeister Pohlmann zu Dsterwick werden seine Recbte auf die auf Zugdam Blatt 2 Abtheilung 111. Nr. 1 für ;

1) die Anna Elisabeth, verwittwete Peters, geb. Kunack, und deren vier Kinder Georg August, Andreas, Jacob Theodor und Justine Wilhel- mine Henriette Geschwister Peters gemeinschaft- Kd mit. . 4% C E E

2) der Eigner Jacob Knoop zu Zugbam mit «10

zusammen mit 100 Thlr. Sgr. zufolge Verfügung vom 29. Oktober 1844 umge- \chriebene, zu 49% verzinslihe Darlehnsforderung, und zwar als Theil der aus der Urkunde vom 29. April 1791 zufolge Verfügung vom 17. Novem- ber 1797 ursprünglih für die minorennen Kinder des Christian Peters eingetragenen 175 Thaler pr. in 700 Gulden Danziger Courant vorbehalten.

II. Alle übrigen der Person und dem Aufenthalte nach unbekannten Inhaber der gedachten Post resp. deren Rechtsänacfolger werden mit ihren Ansprüchen an die bezeichnete Hypothekenpost ausgeshlofen.

Von Rechts Wegen. Kauffmann.

Verkündet den 14. Oktober 1882, Referendar Degner, Gerichtsschreiber.

wird bierdurch bekannt gemacht. Danzig, den 17. Oktober 1882. Grzegorzewsfki, , ; Gerie&tss{reiber des Königlichen Amtsgerichts, X.

[44939] Verkündet am 12. Oktober 1882. (gez.) Sudhoff, Gerichtsschreiber. Jm Namen des Königs! i

Auf den Antrag der Wittwe des Landwirths Heinrih Gremme und des Oekonomen Heinri Gerstkamp, als Vormund der Minorennen Emma und Lina Gremme, sämmtli zu Pöppinghausen wohnhaft, erkennt das Königliche Amtsgericht zu Castrop durch den Gerichtsassessor Müser

für Recht : E

Der Land- und Stadtgerichts-Direktor Sethe zu Dortmund und dessen unbekannte Rechtsnachfolger werden mit ibren Ansprüchen auf dic im Grundbuch von Psppinghausen Band 1. Art. 19 Abth. 11]. Nr. 1? eingetragene Post ausgeschlossen, der Caroline Scthe, verwittweten Obrist von Wildezeck, der Auguste Sethe, verehelichten Dr. wed. Moriy Rubfuß, zu Hörde, den Kindern des verstorbenen Oker-Staatsanwalts Carl Setbe, nämlich: a. Carl August, geb. den 1. September 1837, b, Maria Christine, geb. den 24. Juli 1839, e. Eduard Chriftian Foilirv, geb, den 24. September 1843, sowie der Ida Sethe, verehelichten Geheimen Ober- Tribunals-Rath Eduard Voßroinkel zu Berlin rderden ihre Ansprüche auf diese Post vorbehalten.

Die Kosten werden den Antragstellern zur Last gelegt. 2

gez. Müser.

[44944] Bekanntmachung.

Durcd Ausschlußurtheil des uaterzeichnetea Gerichts vom heutigen Tage sind die angebli Hrvotheken-Dokumente über die im Grundbucde von Bismark Band 11. S. 37 Ne. 7 in Abth. Nl, Nr. 1 uxrd 2 zuîo gung vom 29. Mai 1 und 19, Oktober 1 für Christian Wolte einae- tragenen Erbtheilen von 28 Thir. 11 Sgr. 9 Pf. und 72 Thble. 19 Sar. 9 Pi. für keastlos erklärt.

ftober 1882.

Stettin, den 14. gs Amtsgericht.

S I E i r