1882 / 254 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

I O R E E E L E E M E E S Se L E

bang d Brieg bei der Kreiskommunolkasse und in Berlin und Breslau

in den vorbezeichneten Blättern bekannt gematen Einlöse- pes und ps in der nah dem Eintritt des R alliofeite-

Mit der zur Empfangnahme des Kapitals eingereihten Sculdver- Pre ung find auch die dazu gehörigen ‘Zinsscheine der späteren Für die fehlenden Srtiteine

) 0 usloofun gur Es bestimmten K italbeträge, welche innerhalb poliRi

ahren nach dem Rückzahlungstermine nicht erhoben werden, fowie die innerhalb vier Jahren vom Ablaufe des Kalenderjahres der Fällig- keit an gereues, nit erhobenen Zinsen verjähren zu Gunsten des

p zwar a ins folgenden Zeit.

älligkeitstermine zurückzuliefern.

wird der“ Betrag vom Kapital abgezogen. Die dur

Kreises Brieg.

__ Das Aufgebot und die Kraftloserklärung verlorener und ver- nihteter Schuldverschreibungen erfolgt nah Vorschrift der §88. 838 und ff. der Civil-Prozeßordnung für das Deutsche Reih vom 30. Jg-

. G. Bl. S. 83 bezw. nah §. 20 des Ausführungs- gr 4 Zentsiden Civil-Prozeßordnung vom 24. März 1879

Zinsscheine können weder aufgeboten noch kraftlos erkläri werden. Doch foll D eiengen, welcher den Verlust von Zins-

nuar 1877 R S. 83

scheinen vor Ablauf der vierjähri verwaltung anmeldet und den durch Vorzeigung der Schuldverschrei

R regen s ¿ e W it dieser uldverschreibung {find zehn halbjährli ins- seine bis zum Schlusse des s i T L Zinsscheine werden für fünfjährige Zeiträume ausgegeben werden.

__ Die Ausgabe einer neuen Reihe von Zinsscheinen erfolgt bei den mit der Zinsenzahlung betrauten Stellen gegen Ablieferung der der älteren Zins\cheinreihe beigedruckten Anweisung. Beim Verluste der Anweisung erfolgt die Aus ändigung der neuen Zinss\cheinreihe an den ta er e Schuldverschreibung, sofern deren Vorzeigung rechtzeitig geschehen ist.

Zur Sicherheit der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen haftet der Kreis Brieg mit seinem gesammten gegenwärtigen und zukünftigen Ao und E d T wie Via d

essen zu unde haben wir diese Ausfertigu t Unterschrift ertheilt. E E e Brieg, den . . ten

Der Kreisaus\{huß des Kreises Brieg.

(& e Mets L g. e Pee ind auer gh den Unter- riften des Landra und zweier itglieder des i8aus s mit dem Siegel des Landraths zu Veielon. SEERNe

Provinz Swclesien. Regierungsbezirk Breslau. Erster (bis...) HiyesGein (1 se) Reihe

zu dem Anleihescheine des Kreises Brie IT, Ausgabe. Buchstabe... . N über e Ma Reichswährung zu vier vom Hundert Zinsen e, Mal... Pfennig. Der Inhaber dieses Zinsscheines empfängt gegen dessen Rückgabe ait ten... i und späterhin die Zinsen des vorbenann- ten Anleihescheines für das Halbjahr vom .. . ten bis j mit (in “l Mark . . . Pfennig bei der Kreiskommunalkasse zu Brieg und bei den bekannt gemachten Ein- lösestellen in Berlin und Breélau. Brieg, den . . ten Y Der Kreisaus\{uß des Kreises Brieg. ¿ : ____ (Uater\{riften.) inne Zineshein E eli Wen E E tes nicht er Fahren na der Fälligkeit, vom Sch{luß des betreffen- den Kalenderjahres an gerechnet, erhoben wird. 6 n Anmerkung. Die Namensunterscriften der Mitgliéder des Kreisaus\husses können mit Lettern oder Facsimilestempeln gedruckt

werden, doch muß jeder Zinsschein mit der eigenhändigen Namens- unterschrift eines Kontrolbeamten versehen werden. N

Provinz Schlesien. 2 ol

Regierungsbezirk Breslau. Anweisung

zum Anleiheschein des Kreises Brieg. II. Ausgabe Buchstabe .…. . Nr über . , Mark Reichswährung. Der baber dieser Anweisung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem Anleihescheine des Kreises Brieg Buchstabe r... . Über ., ., . . Mark Reichswährung zu Vier vom Hundert Zinsen die . te Reihe Zinsscheine für die fünf Jahre vom . . ten 18, bis .. ten 18 ., bei der Kreiskom- munalkasse zu Brieg und bei den mit der Zinsenzahlung betrauten Stellen in Berlin und Breslau, sofern dagegen - Seitens des als

S N Inhabers des Anleihescheins kein Widerspru er- oben ist,

Brieg, den . . ten ; e Der Kreisausschuß des Kreises Brieg. (Untersé{hriften.) „Anmerkung. Die Namensunterschriften der Mitglieder des Kreisausshusses können mit Lettern oder Facsimileftempein gedruckt

werden, doch muß jede Anweisung mit der eigenhändigen Namens- unterschrift cines Kontrolbeamten versehen werden.

Die Anweisung is zum Unterschiede auf der ganzen Blattbreite

unter den beiden leßten Zinsscheinen mit davon abweichenden Lettern in nacstehender Art Eve

. «ter Zinsschein. . „ter Zinsschein.

Anweisung.

Ministerium der geisilihen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

,_ Der Oberlehrer Dr. Thimm vom Gymnasium zu Barten- stein ist in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium zu Tilsit und der Oberlehrer Meckbach vom Gymnasium zu Tilsit in

gleiher Eigenschaft an das Gymnasium zu Bartenstein verseßt worden.

Justiz-Ministerium

Verseßt sind: der Amksgerichte-Rath Brandis in Bas- sum an das Amtsgericht in Hannover, der Amtsrichter Wah- renburg in Diepholz an das Amtsgericht in Einbeck, der Landrichter von Blüinau in Oppeln an das Landgericht in Halberstadt, der Amtêrichter Eyser in Tuchel an das Amts- fert in Marienwerder und der Amtsrichter Sul in

sterode i. Ostpr. an das Amtegericht in Braunsberg.

Der Amtsrichter CzypickLi in Jastrow und der Amts- rihter Eberhardt in Eisleben sind in Folge ihrer Zulassung zur Reileanwaltschast aus dem Zustizdienst non,

Die goenmartis bei dem Amtsgeriht in Wollstein er- ledigte Richterstelle wird bei dicsem Gericht nicht wieder be- seht, sondern zum 1. Januar k. J. auf das Amtsgericht in Gräy bertragon. És

taatêanwalt Schwerdfeger in Elberfeld ist an das Landgericht in Cleve verseßt.

Jn die Liste der Rechtsanwälte sind eingetragen: der Ge-

rigen Verjährungsfrist bei der Kreis- S Besiß der Zinsscheine

ung oder sonst . in glaubhafter Weise darthut, nach Ablauf der Verjährungsfrist der Aera M:

angemeldeten und bis dahin nicht vorgekommenen Zinsscheine gegen

ausgegeben; die ferneren

Dr. Kaehne bei dem Landgericht in Halle a. S. Dem Rechtsanwalt und Notar Gause in Querfurt der Wohnsiß als Notar in Naumburg a. S. angewiesen.

Lauenstein in Diepholz sind gestorben.

bei dem Landgericht 1. in Berlin, der Rehtsanwalt Neu- meister aus Salzungen bei dem gemeinscaftlihen Landgericht in Meiningen, der Gerichtsassessor Schleipen bei dem Land- gericht in Düsseldorf, der Gerichtsassessor Dr. Ben-Jsrael | Bats. Arzt vom 2. Bat. Inf. Regts. Nr. 59, zum bei dem Landgericht in Coblenz, der Gerichtsassessor Ulrich bei dem Landgericht in Torgau und der Gerichtsassessor

Der Landgerichts-Direktor Kaehler in Posen, der Amts- gerihts-Rath Schmig in Wittlih, der Amtsgerichts-Rath

Bats. Arzt vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 111

Regts. Nr. 36, Dr. Mueller, Stabs- und Bats. A

rzt Bat. 4. Garde-Gren. Regts. als Abtheil. Arzt zur 9 tbe

Jäger-Bat. Nr. 8, zum Fuß-Art. Regt. Nr. 5, Dr. R hause in Potsdam, Dr. v. Dirke, Af 1. Kl. vom Gren. Regt. Nr. 8, zum Train-Bat. Nr. 3,

Arzt vom 1. Bat. Gren. Regts. Nr. 3, Dr. Pei pers, Stabs. y

3. Bat.

Abtheil. deg 2. Garde-Feld-Art. Regts., Dr. Kunau, Stabs- und Bats. Att ves

ist | und Bats. Arzt vom Füs. Bat. Inf. Regts. Nr. 93 eis DarE A Arzt 1 R po

Regt. Nr. 37, zum Drag. Regt. Nr. 8, Dr. Overweg, Assift. Füs

rzt e

nd - . . , , u i chirurg. Friedrid-Wilhelms-Institut, Dr. Schulte, "Stabs: dizin.

Schulze in Sorau und der Rechtsanwalt, Justiz-Rath

Angekommen: Se.

Dechend, von Wiesbaden.

Excellenz der Wirkliche Geheime Rath und Präsident des Reichsbank-Direktoriums , T

Bekanntmachungen

auf die Dauer Eines Jahres hiermit untersagt. Schleswig, den 28. Oktober 1882. Königliche Regierung, Abtheilung des Jnnern. von Frank.

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee. Ernennungen, Beförderungen- und Versetzungen. Im aktiven Heere. Baden-Baden, 19, Ortotor! U Marwiß, Hauptm. vom Generalstabe der 25. Div., zum Großen Generalstabe verseßt. v. Weise, Hauptm. u. Comp. Chef vom Gren. Regt. Nr. 110, unter Zurüverseßzung in den Generalstab der Armee, dem Generalstabe der 25. Division überwiesen. 21. Okt o- be r, Frhr. v. Münchhausen, Hauptm. vom Generalstabe des XV. Armee-Corps, zum Großen Generalstabe, v. Einem, Hauptm. vom Großen Generalstabe zum Generalstabe des XV. Armee-Corps, verseßt. Prinz von Pleß, Sec. Lt. v. Garde-Hus. NRegt., à la ulte eses, n E J

ied8bewilligungen. Jmaktiven Heere. Baden- Baden, 19 Oktober. von der Often, Gen. Lt. à la suite der Armee und kommandirt nah Württemberg, in Genehmigung seines Abschied8gesuches, unter gleichzeitiger Entbindung von seinem Kom- mando, mit Pension. zur Disposition gestéllt. 24, Oktober. P LNNGER, Sec. Lk. vom Jäger-Bat. Nr. 9, der Abschied be-

igt.

Im Sanitäts-Corps. Baden-Baden, 14. Oktober. Dr. Duesterberg, Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt vom Inf. Regt. Nr. 115, zum Ober-Stabsarzt 1. Kl., Dr. Reger, Stabs- und Bats, Arzt vom 3. Bat. Füs. Regts. Nr. 36, zum Ober-Stabs- Arzt 2. Kl. und Regts. Arzt des Füs. Regts. Nr. 35, Dr. Grün d- ler, Stabs- und Bats. Arzt vom 2. Bat. Inf. Regts. Nr. 26, zum Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Regts, Arzt des Ulan. Regts. Nr. 12, Dr. Doering, Stabs- und Abth. Arzt von der 2. Abth. des 2 Garde- Feld-Art. Regts., zum Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Regts. Arzt des Kür. Regts. Nr. 2, Dr. Dominik, Stabsarzt vom Kadettenhause zu Potsdam, zum Ober-Stabsarzt 2. Kl, und Regts. Arzt des Drag. Regts. Nr. 2, Dr. Jacob, Assist. Arzt 1. Kl. vom Drag. Regt. Nr, 8 zum Stabês- und Bats. Arzt des 1. Bats. Inf. Regt. Nr. 22, Roedelius, Asfist. Arzt 1. Kl. vom Train-Bat. Nr. 3, zum Stabs- und Bats. Arzt des 2. Bats. Inf. Regts. Nr. 61, Dr. Druffel, Assist. Arzt 1. Kl. vom Inf. Regt. Nr. 15, zum Stabs- und Bats. Arzt des 2. Bats, Inf. Regts. Nr. 29, Meinecke, Assist. Arzt 1. Kl. vom Feld-Art Rgt Nr. 1, zum Stabs- und Bats. Arzt des 1, Bats, Gren. Regts. Nr. 3, Dr. Herrli, Assist. Arzt 1. Kl. vom Drag. Rgt. Nr. 6, zum Stabsarzt bei dem Fuß-Art. Ngt. Nr. 4, befördert. Dr, Wolff, Assist. Arzt 1. Kl. vom Inf. Regt. Nr. 88, zum Stabs- und Bats, Arzt des Füs. Bats. Inf. Regts. Nr. 111, Dr. Mei- singer, Assist. Arzt 1. Kl, von der Unteroff. Schule in Biebrich, zum Stabs- und Bats, Arzt des Jäger-Bats. Nr. 11, Dr. Bauer, Assist. Arzt 1. Kl, der Landw. vom Res. Landw. Bat. Nr. 34, zum Stabsarzt der Landw., mit einem Patent vom 23. September cr., befördert. Die Assist. Aerzte 2. Kl.: Borchert, vom Inf. Regt. Nr. 68, Dr. Hölzer, vom Inf. Regt. Nr. 16, Dr. Sander, vom Train-Bat. Nr. 11, Dr. Koll, vom Hus. Regt. Nr. 7, Dr. Rother, vom Feld-Art. Regt. Nr. 30, Hodann, vom Train- Bat. Nr. 6, Dr. Vehling, vom Feld-Artillerie-Regiment Nr. 22, Dr. Kir {wner, vom Inf. Regt. Nr. 85, Dr, Riedel, vom Feld-Art. Regt. Nr. 14, Dr. Dreising, Niemann, von der Marine, Dr. Krause, vom Jäger-Bat. Nr. 3, Dr. Kleim, vom Inf. Regt. Nr. 97, Dr. Tubenthal, vom 1. Garde-Drag. Regt, Dr. Campe, vom Inf. Regt. Nr. 114, Dr. Mublack, vom Jnf, Regt. Nr. 44, Dr Crux, vom Inf. Regt. Nr. 57, Dr. Dabbert, vom Drag. Regt. Nr. 16, Dr. Kirchner, vom Füs. Regt. Nr. 73, Dr. Scbolz, vom Drag. Regt. Nr. 8, Dr. Kraschußki, vom Hus. Regt. Nr. 5, Dr. Krienes, vom Inf. Regt Ne. L zu Assist. Aerzten 1. Kl., befördert. Dr. Grovpe, Stabtarit von der Marine, ein Patent seiner Charge verliehen, Dr. Wevdener, Ober-Stabsarzt 1, Kl. und Reats. Arzt vom Kür. Regt Nr. 6, mit Wabhrnebm. der divisionéärztl. Funktionen bei der 6, Div. beauftragt. Dr, Pf iger. Assist. Arzt 1. Kl. der Res. vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 43, im aktiven Sanitätscorps, und zwar als Assist. Arzt 1. Kl, mit Pâtent vom 14, Oktober 1882, bei dem Inf. Regiment Nr. 41, angestell, Dr. Schaefer, Ober-Shabs- arn 2. Klasse _ und Regiments - Arzt vom Inf. Regiment Ne. 117, zum Feld-Art. Regt. Nr. 25, Dr. Deininger, Ober- Stabsarzt 2. Kl. und Regts, Arzt vom Kür. Regt. Nr. 2, zum Inf. Regt. Nr. 117, De. Mayer, Stabsarzt vom mediun. chirurg. Ftiedrih-Wilhelms-Institut, als Bats. Arzt zum Füs. Bat. des 4. Garde - Grenadier - Regts. Dr. Wollf, Stabsarzt vom medizin. chirurg. Friedrich- ilhelms-Jnstitut, als Bats. Arzt zum 2. Bat. Inf. Regts. Ne. 59, Dr. Thilo, Stabearzt vom medizin, Sirurg, Friedrih-Wilbelmé-Institut, als Bats, Arzt zum 2, Bat. Inf. Regts. Nr. 26, Dr. Pfahl, Stabtarzt vom medizin. chirurg. riedrih-Wilhelms-Justitut, als Bats. Arzt zum JIäger-Bataillon t. 8, Dr. Steinrück, Stabsarzt vom medizün. cirurg. Friedrih-Wilhelms-Jastitut, als Bats, Arzt um 2 Bat. Garde- Gren. Regts. Nr. 1, Dr, Roch 8, Stabs- und Bats. Arzt vom 2. Bat. Inf. Regts. Nr. 61, Dr. Schwieger, Stabs- und Bats. Arzt

rihtsassessor Gustav Grosse und der Gerichtsassessor Gese

vom 2. Bat. Jnf. Reats. Nr. 29, Dr. Rath, Stabs- und Bats.

auf Grund des Reichsgeseßes vom 21. Oktober 1878.

Nachdem durch die Bekanntmachung des Königlichen Staats-Ministeriums vom 25. d. Mts. die im §. W des Ge- seßes gegen die gemeingefährlihen Bestrebungen der Sozial- f demokratie vom 21. Oktober 1878 unter Nr. 3 vorgesehenen

Anordnungen für die in der Bekanntmachung aufgeführten Theile des hiesigen Regierungsbezirks von Neuem auf Ein Jahr getroffen sind, wird allen denjenigen Personen, welche bei Ablauf der Geltungsfrist der Bekanntmachung vom 2. Oktober 1881 auf Grund des §. 28 des Gesehes vom 21. Oktober 1878 von dem Aufenthalt in den betreffenden Ge- bietstheilen ausgeschlossen find, dieser Aufenthalt fernerweit

Nit

Assist. Auzt 1. Kl. vom Gren. Regt. Nr. 1, zum Ulan. Reat. f verseßt. Dr. Philipp, Stabsarzt vom Bap -et, Regt. Nr. E n Don, Königsdorff, Assist. Arzt 1. Kl. von der 6. Provinzial-

nval. Comp., als S:absarzt mit Pension und seiner bisher. Unif Dr. Kalker, Ober-Stabsarzt 2. Kl. der Landwehr vom 1. Bat. Landwehr-Regiments Nr. 68, mit feiner bisher. Unif Dr. Gleit8mann, Stabsarzt der Landw. vom 2. Bat. Landw’ Regts. Nr. 72, mit seiner bisher. Unif., Dr. Scheele, Stabsarzt der Landwehr vom 1. Bat. Landw. Regts. Nr. 45, Dr. Bertelgs- mann, Assist. Arzt 1. Kl. der Landw. vom 2. Bat. Landw. Regts Nr. 15, Dr. Simons, Assist. Arzt 1. Kl. der Landw. vom Reserye: Landw. Bat. Nr. 39, Dr. Fenbke, Assist. Arzt 1. Kl. der Landw vom 2. Bat. Landw. Regts. Nr. 95, der Abscied bewilligt. Dr Petri, Assist. Arzt 1. Kl. vom Inf. Regt. Nr. 70, unter Uebertritt zu den Sanitäts-Offizn. der Res. des 2. Bats. Landw. Regts. Nr. 93 Dr. Rhein, Assist. Arzt 2, Kl. vom Hus. Regt. Nr. 9, unter Ueber. tritt zu den Sanit. Offizn. der Res. des 1. Bats. Landw. Regts Nr. 70, aus dem aktiven Sanitätêcorps ausgeschieden. :

XTIL. (Königlih Württembergisches) Armee-Corps. Ernennungen, Beförderungen und Verseußungen Im aktiven Heere. 11. Oktober. Schweizerbarth, Sec. (8 im Inf. Regt. Nr. 126, als außeretatsmäß. Sec. Lt. in das Feld: Art. Regt. Nr. 29 verseßt. 21. Oktober. Erpf, außeretatsmäß Sec. Lt. im Pion. Bat. Nr. 13, zum Ing. Offiz. ernannt. i E In e S E rnennungen, eförderungen, Versetzungen Baden-Baden, 19. Oktober. Kuhn, Korv. Kapitän, iter Ver: seßung in den Admiralstab, zur Dienstleist. in der Admiralität kom- mandirt. v. Prittwiß und Gaffron, Kapt. Lt, unter Ver- seßung in den Admiralstab, als 2, Adjut. zur Marinestation der Ostsee kommandirt. v. Kyckbusch, Korv. Kapitän, zum Direktions- offiz. der Marine-Akademie und Schule ernannt. Claussen y, Find, Kapitän-Lt., zum Korv. Kapitän, Breusing, Lt. zur See zum Kapitän-Lt.,, Marx, v. Wahl, Hahn, Unter-Lts. zur See der Res, zu Lts. zur See der Res. Nichter, Unter-Lt. zur See der Seewehr, zum Lt. zur See der Seewchr befördert. Briggs, Uvter- Lt. zur See der Res, der Abschied bewilligt. v. Zitewitz, Kapitän-

Lt. a. D, unter Verleihung des Charakters als Korv. Kapitä Disp. vestellt. g : orv. Kapitän, zur

Nichtamtliches. Deutsches Neich.

Preußen. Berlin, 27. Oktober. Se. Majestät der Kaiser und König begaben Sich, wie „W. T. B.“ aus Lud- wigslust meldet, gestern früh 91/, Uhr mit* Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzog von Mecklenburg-Schwerin und den anderen Fürstlihen Herrschaften zu den bei Jaßniß abzu- haltenden Jagden und kehrten Abends 53/, Uhr im besten Wohlsein von dort nah Ludwigslust zurück. Die Jagd war von prachtvollem Wetter begünstigt. Dem Dejeuner, das in einem Jagdzelte eingenommen wurde, wohnten auch Jhre Königliche Hoheit die Großherzogin von Mecklenburg-Schwerin und die anderen Fürstlihen Damen bei, i

Abends 7 Uhr fand im Schlosse ein Galadiner statt, zu welchem die Minister, die Hofstaaten, die Generalität und die Regiments-Commandeure geladen waren. An das Diner reihte sich um 9 Uhr eine Theater-Vorstellung.

Der Aufbruch zu der heutigen Jagd war auf 91/, Uhr Morgens festgeseßt. h

Der Ausschuß des Bundesraths für Zoll: und Steuerwesen trat heute zu einer Sitzung zusammen.

Die Anordnungen, welche der Justiz- und der Finanz: Minister durch die allgemeinen Verfügungen vom 10. März 1881 und. 7. Februar 1882 zum Zwecke der Ermittelun- gen der Gerichtskosten-Einnahmen in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten sür die Etatsjahre 1881/82 und 1882/83 getroffen haben, sind, nah einer allgemeinen Verfügung der- selben Minister, vom 20. d. M., bis auf Weiteres auch für die folgenden Etatsjahre zu befolgen.

Ein bei dem Betriebe ciner Pferde-Eisenbahn verlegßter und arbeitsunfähig gewordener Pferdebahn-Conducteur kann, nah einem Urtheil des Reichsgerichts, 1, Civilsenats, vom 23. September d. J., bei der Bemessung der ihm zuzu- billigenden Rente als Ecsah für den künftigen Unterhalt be- anspruchen, daß dabei nicht nur sein früheres Gehalt, sondern auch die von ihm erlaubter Weise dur{chschnittlich bezogenen Einnahmen an Trinkgeldern berücksichtigt werden.

Die vor zwei Jahren eingeleitete Neorganisation des Landpostwesens hat nicht allein im Jnlande allseitige Anerkennung gesunden, sondern auch die Aufmerksar:keit des Auslandes auf sich gezogen. „Augenblicklih weilt der dänische Postrath Schuly in Deutshland, um speziell von den diesseitigen Landposteinrihtungen Kenntniß zu nehmen. Der genannte Verkehrsbeamte hat zunächst die Post- und Telegra- pheneinri@tungen der Reichshauptstadt besichtigt und sich dem- nächst zum Studium der Landposteinrihtungen nach Pom- mern, Westpreußen und Medlenburg begeben.

Der Chef der Admiralität, Staats-Minister von

Sto\ch, hat sih zu Jnspizirungen nah Wilhelmshaven und Kiel begeben.

Der Königliche Gesandte am württembergischen Hose, Wirkliche Geheime Legations-Rath von Bülow ist nach

Stuttgart zurückgekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Gesandtschast wieder übernommen. ms E

__ Sachsen-Weimar-Eisenah. Weimar, 27. Oktober. Die „Weim. Ztg.“ schreibt: Jn auswärtigen Blättern finden sich beunruhigende, glücklicherweise aber sehr übertriebene Nach- richten lber das Befinden Jhrer Königlichen Hoheit der Frau Großherzogin in Heinrihau, an deren Krankenlager

E, Medigina ¿Rath Dr. Pfeiffer von hier berufen worden sei.

ir glauben zun mittheilen zu können, daß Hr. Medizinal- Rath Pfeiffer vor der Erkrankung der Frau Großherzogin nah Heinrihau gekommen ist, in lben aber tllerdings

Arzt vom Jäger-Bat. Nr. 11, Dr. Bungeroth, Stabs- und Bats.

dort E i. Dis a eral en aus

Heinrichau konstatiren eine Besserung in dem nden

der hohen Frau, die zu der Hoffnung auf baldige völlige Wiederherstellung berechtigt. N s

(Dr. J.) Aus dem vom Kirchenrath der Synode erstatteten Bericht über den Zustand der Landes- kirche ergiebt sich ein im Ganzen befriedigendes Bild von dem firchlihen Gemeindeleben. Der Besuch der Gotteshäuser nimmt vielsah zu, ebenso an einzelnen Orten die Theilnahme am Abendmahl. Von den neugeborenen Kindern empfangen nur wenige nit die Taufe. Die Angaben s{wanken in den leßten Jahren zwischen 2 bis 4 Prozent, doch würde diese Zahl noch geringer sein, wenn genau nachgewiesen werden könnte, wie viele ungetauft gebliebene Kinder in der Zahl der vor 6 Wochen gestorbenen enthalten sind. Die Zahl der Eheschließungen ohne nachfolgende kirchliche Fraunng nimmt von Jahr zu Jahr ab; im Durchschnitt des Landes betragen dieselben etwa 3 Proz. Jn Apolda beträgt ihre Zahl allerdings 26 Proz. Jn der gestrigen Sißung wurde ein Antrag eingebracht, die Großherzoglihe Staats- regierung um Errichtung eines Lehrstuhls an der Universität Jena zur Verbreitung der Kenntniß vom Wesen der Heiden- mission und ihrer Erfolge zu ersuchen.

Oesterreich-Ungarn. Pest, 27. Oktober. (W. T. B.) Die ungarischen Staatseinnahmen im 3. Quartal des Jahres 1882 belaufen sih auf 75 301 052 Fl., sind dem- nach um 7 493 164 Fl. günstiger als in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ; die Staatsausgaben im 3. Quartale des iau- fenden Jahres stellen sich auf 87 114065 Fl. und demnach

um 794361 Fl. ungünstiger als in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Großbritannien und Jrland. London, 27. Oktober. {W. T. B.) Jn der heutigen Sißung des Unterhauses erwiderte dex Unter-Staatssekretär Dilke auf eine Ansrage

ollands: der Modus zur Aufbringung der Gelder für die cadensersaßleistung in Alexandrien sei längst erwogen, ein Arrangement darüber aber noch nicht vereinbart. Auf eine Anfrage Fitpatriks erklärte Dilke: der englishe Konsul in Siam habe im Oktober vorigen Jahres angezeigt, daß ein chinesisher Beamter mit Vorschlägen zur Wiederherstellung der Beziehungen zwishen Siam und China auf dem früheren Fuße ange- fommen sei, es scheine indeß, daß Siam diese Vorschläge ab- gelehnt habe. Darüber, daß Schwierigkeiten zwischen Frank- rei und China zu befürchten seien, besiße er keine Jnformation. Jn Anam sei eine kleine französishe Streitmacht eingerückt. Davon, daß auch chinesishe Truppen in Anam eingerückt seien, fei ihm nichts bekannt. Jn Beantwortung mehrerer Anfragen Guest's erklärte Dilke: die französische Regierung habe wiederholt und noch in jüngster Zeit ausdrüdcklih jeden Wunsch in Abrede gestellt, die durch den Vertrag mit Tunis vom Jahre 1875 England gesicherten merkantilen Vortheile zu berühren. Was die Errichtung von französishen Gerichts- höfen in Tunis anbelange, so sei die englishe Regierung nicht abgeneigt, in die Aufhebung der Konsulargerichtsbarkeit zu willigen, indem sie sih alle übrigen Rechte, sowohl kom- merzielle wie andere England dur Verträge verbürgte Rechte vorbehalte. Onslow gegenüber wies Dilke nohmals darauf in, daß er nicht gesagt habe, daß England in die Auf- fa der Kapitulationen willigen wolle, sondern viel- méhr, daß es nicht abgeneigt sei, in die Aufhebung der Kon- sulatsgerihtsbarkeit zu willigen. Parnell zeigte an, daß er demnächst die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Hand- abung der Landakte und der Zwangsakte in Frland enken und einen darauf bezüglihen Antrag stellen werde. o wurde die Berathung der Geschäftsordnung ortgeseßzt.

(Allg. Corr.) Aus Durban wird . der „Times“ unterm 24. ds. gemeldet :

Die Transvaal-Republik ist im Kriege mit Mapow. Es ist gewiß, daß er Mampoer, welcher Sekukuni ermordete, be- berbergt. Er hat die Agenten der Transvaal-Regierung und den britiswen Residenten beleidigt; er weigert sih, Steuern zu zahlen oder den Geseßzen Gehorsam zu leisten und beansprubt Gleichheit mit der Regierung. Er giebt zu, daß er Mampoer ein Asyl gewährt. Letzterer behelligt die loyalen E von denen fünf si unter- worfen haben; die anderen haben um Schuh gebeten. Die Boeren- lena hat angeordnet, daß 2000 Burghers aufbrehen, um Mampoer einzufangen, aber Mapoc nicht zu behelligen, falls er nicht der Verhaftung Mampoers Widerstand leistet. Man glaubt, der Feldzug werde kurz und entscheidend sein. Mapoch genießt mättige Ünterstükung. Man vermuthet, daß er an der Spe einer Ver- einigung von Häuptlingen stehe, die sich gebildet hat, um der republikanishen Regierung Widerstand zu leisten.

Frankreih. Paris, 2. Oktober. (Fr. Corr.) Au der heutige Ministerrath hat sich mit der Angelegenheit vonMontceau-:les-Mines beschäftigt, und folgende Note ist über die Berathung desselben den Blättern mitgetheilt worden : Der Minister des Jnnern und der Siegelbewahrer haben dem Ministerrath Mittheilungen über die An- elegenheiten von WMonlceau - les - Mines gemacht und

ziel über die Vertagung des Prozesses vor den wurgerihtehof von Chyhalon -sur- Saone auf eine

andere Session. Diese Maßregel ist durch die gerictlide |

Autorität in ihrer absoluten Freiheit gefaßt worden, und die Regierung ist von der Jnitiative des Generolprokurators erst in dem Augenblick, wo dieselbe bereits geschehen war, in Kenntniß escht worden. Das Vorgehen dieses rih'erlihen Beamten hat die volle Zustimmung des Ministerraths gefunden, nach: dem derselbe die sebr berechtigten Motive, die den Genceral- prokurator geleitet haben, erwogen hat. Der Ministerrath sprach die Vieinung aus, daß es si gezieme, so {nell es die geseßlichen Formalitäten gestatteten, den Urtheilsspruh über die Angeklagten zu beschleunigen , damit deren Präventivhasft nicht verlängert werde.

Das gambettistishe „Paris“ seht seine Enthüllungen über die revolutionäre Föderation fort und giebt feute eine genaue Darstellung der Organisation der anarchisti- hen Gruppen in Paris mit Angabe der Zahl der Affiliirten und der Straße, in der jede Gruppe der verschiedenen Arron- dissements ihren Hauplsiy hat. Darnach umfaßt die anarchi- sische Partei in Paris und dessen Bannmeile 17 229 Mit-

eder, darunter 16, die das Central-Comité bilden, und

88 Gruppenchefs. ¿ 27, Oktober. (W. T. B.) Den Behörden in Macon und dem Direktor des Steinkohlenwerks in Mont - ceau-les-Mincs sind Drohbriefe zugegangen. Das aris Journal veröfsentliht Details über eine vom

milé der Anternationalen Anarchisten - Liga

am 14. August d. J. in Genf abgehaltene Sihung und

über das vom Comité genchmigte, gegenwärtig den föde- rirten Gruppen der Anarchisten in Frankreich, Jtalien, Spanien, Deutschland, Rußland und England zur Prüfung unterbreitete Manifest. Jn diesem Manifest wird erklärt, daß die Anarchisten Feinde des Staats, der Gesege, der Re- ligion, der Arbeitgeber und der Eigenthümer jeien. Der „Temps“ und einige andere Journale rühmen die ent- schlossene Haltung des Kabinets und muntern dasselbe zur nahdrücklichen Unterdrückung der Friedensstörer auf. Der „Temps“ fordert die Kammer auf, nach ihrem Wieder- zusammentritt alle müßigen Diskussionen zu vermeiden und der Aktion der Regierung keine Fesseln anzulegen.

27. Oktober, Nahmittags. (W. T. B.) Eine Note der „Agence Havas“ sagt: Die jüngsten Vorfälle in Montceau-les-Mines und in Lyon haben die öffent- liche Meinung aufgeregt, bis jeßt scheint es jedo, daß es {sich nur um isolirte Thaten handelt. Es steht aber außer allem Zweifel, daß dieselben von einer förmlichen Gesellshaft ausgehen, die ihc Haupt Und ihre hauptsählihsten Führer im Auslánde hat und die sich leider in den legten Jahren in Frankreich hat weiter entwickeln können. Jeßt, wo die Regierung die Umtriebe dieser Gesell- schaft überwacht, hat die öffentlihe Meinung keinen Grund, sih über die Gebühr zu beunruhigen, denn die Regierung ist fest entshlossen, alle verbrecherishen Handlungen mit Energie zu unterdrücken und die Ordnung überall aufrecht zu erhalten, und die Regierung besißt die Mittel dazu.

Tunis, 28. Oktober. (W. T. B.) Der Bey von Tunis ist in der vergangenen Nacht gestorben ; der legitime Nachfolger Ali Bey hat die Regierungsgewalt übernommen.

Türkei. Konstantinopel, 27. Oktober. (W. T. B.) Nach einer Mittheilung des „Vaki!“ hat der Sultan 3 Kommissionen mit dec Ausarbeitung der wich- tigsten Reformen beauftragt. Die eine unter dem Vor- sige des Präsidenten des Staatsrathe3, und unter Zuziehung des Finanz-Ministers und mehrerer Beamten des Finanz- Ministeriums soll sich mit dem Finanzwesen, eine zweite unter dem Vorsiße des Scheik ul Fslam, und unter Zu- ziehung des Justiz-Ministers und von Justizbeamten soll sih mit der Justizreform und eine dritte unter dem Vorsitz des Arbeits-Ministers soll sich mit den öffentlihen Arbeiten und mit den Reformen auf dem Gebiete des Handels und Acker- baues beschäftigen. Die Kommissionen treten bereits morgen zusammen.

Rumänien. Bukarest, 28 Oktober (W. T. B.) Das amtliche Blatt veröffentliht die Ernennung des bisherigen Generalsekretärs im Ministerium-des Aeußern, Ghika, zum Gesandten in Athen, an Stelle von Esarcu, welcher in den Nuhestand tritt.

Nuߧland und Polen. St. Petersburg, 28. Oktober. (W. T. B.) Die Zolleinnahmen betrugen vom 1. Fanuar bis 1. August d. J. 13 800 000 Rubel mehr als in dem gleihen Zeitraum des Vorjahres. Die Einfuhr von Edel- metall steute sich um 2844 000 Rubel höher und die Aus- fuhr um 9961 000 Rubel höher als in der entsprechenden Periode des Jahres 1881.

Amerika. Philadelphia, 24. Oklober. (Allg. Corr.) Die Festlichkeiten zur Feier des 200jährigen Be- stehens von Pennsylvanien wurden aeficen Abend foct- geseßt. Sämmtliche deutschen Gesangvereine, 2500 Mitglieder zählend, zogen durh die Hauptstraßen der Stadt nach der JIndependence Hall, wo sie um Mitternaht das „Hail Co- lumbia“ sowie andere patriotishe Lieder sangen, während zu Ehren der Landung Penns in Pennsylvanien die „Unabhängig- feitsgloÆe“ 200 Shläge abgab, in welhe sich das Geläute sämmtlicher Kirchenglocken Philadelphias mischte. Eine unab- sehbare Volksmenge wohnte dieser Ceremonie bei. Während des Abbrennens eines Feuerwerks fand heute Abend eine Explosion statt, wobei jechs Personen getödtet und mehrere andere lebensgefährlih verleßt wurden.

Afrika. Egypten. Kairo, 27. Oktober. (W. T. B.) Nach hier vorliegenden Nachrithten soll der fal sche Prophet mit seinen Streitkräften nur noch 3 Tagereisen von Khartum entfernt sein.

Zeitungsstinmen.

Dem „Das Ergebniß der Wahlen“ überschriebenen Leitartikel in der heutigen Morgen-Nummer des „Berlin er Börsen-Courier“ entnehmen wir folgende Säte :

No cinen Grund giebt es zur Erklärung des Ausfalls der Wablen, und zwar liegt derselbe in unseren wirthschaftlichen Ver- hältnissen. Wir haben seit Jahren davor gewarnt, die politiscben und wirtbschaftlihen Angelegenheiten mit einander zu verquicken und das Prinzip des Freihandels zu einem Glaubens- artikel in den liberalen Programmen zu machen. Es giebt auf- richtige Liberale, welche keineëwegs den Schutzzoll für unvereinbar mit der politischen Freiheit cines Landes halten und wir selbst zählen zu denselben. Dadur, daß unsere Konservativen sich mit Eifer und Erfolg der wirtbschaftlihea Reformpläne der Regierung angenommen baben, ift es ihnen nit nur gelungen, si der letzteren unentbehrlich

zu machen, sondern au den liberalen Eifer in all denjenigen Kreisen zu dämpfen, in denen alle Interessen mit dem Schutze der heimischen Arbeit vercknüvft waren. Daß die Rückehr wu den wirthschaftlichen An- s{auungen, unter deren Herrschaft Preußens materieller Wohlstand gewachsen ist, die ernsten Gefahren bescitigt hat, die tur die Gel- tung des freibändlerishen Radikalimus hervorgerufen waren, ver- mögen nur Diejenigen wu verkennen, welhe von der Theorie verblendet ihre Augen der Wirklichkeit und den thatsäthlichen Verhältnissen gegenüber absitlih und hartnäckig verschließen. Der Segen, der seit der Geltung der neuen Zollgesete für unsere indu- striellen Kreise zurückgekehrt ist, wirkt über dieselben hinaus und die falsche Taktik der Partei, die von den Gegnern nah besten Kräften ausgebeutet wird, hat sih aufs Empfindlichsle bei den Wablen gerächt. Leider wird dies von den Führern der liberalen

artei nit anerfannt, und soweit es anerkannt wird, beruft man ih auf die Pflicht zur Hocbhaltung der Ideale. In wirthschaftlichen Dingen giebt es aber keine Ideale, sondern nur Interessen, und dies allgemein anerkannt zu sehen, mag der Zukunft vorbehalten bleiben.

Das „Kleine Journal” sagt in einem Artikel über den Ausfall der Wahlen: :

Das preußische Volk hat sich in seiner überwiegenden Mehrheit gegen die liberalen Forderungen ausgesprochen und der rang ein unmweifelhaftes Vertrauentvotum dur die Wahlen ertheilt, welches noch dadur verstärkt wicd, daß von den Minifiern Mabbach zwei Mal, von Kameke, voa Boetticher, Dr, Lucius und von Puttkamer je ciamal gewählt siad.

einem Artikel der „Staatsbürger Zeitung“ über denselben Gegenstand heißt es:

« + « « Wir betonen, daß wir durh die Wahlen zu der Ueber- zeugung ngt sind, daß das sitarre halten der Fortsritttpartei

an der Mancdestertheorie die Zahl ihrer Anhänger gelichliei hat.

Das ift nit allein auf dem platten Lide, sondern au in den großen Städten, ja in Berlin selber der Fall. Denn auch in Berlin hat di? Zahl der Anhänaer der Anti-Manchester-Politik derart ugenommen, daß es des vollen Aufgebots unserer jüdishen Mit- ürger, der ebten Manchestermänner, bedurfte, um die Gegenpartei aus dem Felde zu s{lagen. Denn nicht des Fortschritts wegen halten die Juden zur Fortscrittêpartei, sondern des Manchefterthums wegen, mit dem si die Fortschrittépartei identifizirt hat. Daß aber die Iuden in Berlin bei der Dreiklassenwahl eine große Macht bilden, beweist ein Blick auf die Wahllisten, ein Blick auf die Wahlmänner- versammlungen der vier Wahlkreise A Scbließlih so hoffen wir wird diese Wahl die Führer der Fortschrittspartei davon überzeugen, daß ihre Mancheftertheorie keines- wegs zur Stärkung der Partei beiträgt. Das Volk will den Tanz um das goldene Kalb nicht mehr mitmachen, weil es darin niht einen Fortschritt, sondern einen Rükschritt, einen Niedergang seiner wirthschaftlihen Verhältnisse erblickt.

Die „Magdeburgische Zeiturg“ führt aus dem

von der Handelskammer für Mülhausen, Worbis und H iligen- stadt erstatteten Fahresberiht folgende Stelle an : Wir können als Detailhändler gar niht genug betonen, wie sehr wir mit unseren Geschäftsergebnissen von dem Befinden des Land- mannes abhängig sind, wie die Landbevölkerung immer der große Konsument ist und hoffentlich auch bleiben wird und wie deshalb Alles, was die wahrhaft nationale Politik des Reichskanzlers zum Wohle der Bauern plant, nur dazu angethan ist, den Aufs{hwung des Handels und damit eng zusammenhängend au den der Fabrikation, der Gesammtindustrie zu fördern. Sehr erfreulich sind auch die Erfahrungen, daß si in Folge der neuen Zollgeseßgebung im Ialande die Fabrikation von Artikeln verbessert, welche bisher nur von Eng- land eingeführt wurden.

Die „Verliner Börsen-Zeitung“ theilt die Einleitung des Fahresberihtes der Handelskammer zu Mül- heim a. d. Ruhr mit, der folgende Stellen entnommen sind:

Die Lage der Industrie, des Handels und des Gewerbes unseres Bezirks darf im Allgemeinen für das verflossene Jahr als zu- friedenstellend bezeichnet werden. Die Lohnv+rhältnisse der Arbeiter sind den Vorjahren gegenüber günstiger geworden, während die Preise der Lebensmittel eine Steigerung nicht erfahren haben. Gegenüber den vielfahen Erfahrungen, welche darin zu Tage treten, daß die direkten Steuern mit den darauf lastenden hohen Gemeindeabgaben und den kaum vermeidlihen Erxekutionen für die Arbeiterbevölkerung fast erdrüctend find, müssen wir es wieder- holen, daß nach unserem Dafürhalten die indirekte Besteuerung der allein rihtige Weg is, um einerseits die Ziele und Auf- gaben zu erreichen, welche das Reih nothwendig fordert, andererseits um die Lasten des Steuerzahlers soweit zu min- dern, daß sie erträglich werden, indem nur dadurch die Mittel geshafen werden können, um die Gemeinden in ihren stellen- weise fast unerschwinglihen Kommunallasten wesentli zu erleichtern. Die Montanindustrie, ia welcher im Laufe des Jahres eine ruhige Stimmung vorwaltete, wurde im Herbste etwas lebhafter. . ..

Für die Eisenindustrie sind die zollpolitishen Maßnahmen so günstig einwirkend gewesen, vas die Hüttenwerke fih im vorigen Jahre meistens in voller Thätigkeit befanden. . .. Ó

Der neue Zolltarif hat auch für verschiedene andere Industrie- zweige unseres Bezirks die wohlthätigsten Folgen gehabt. Es steht zu hoffen, daß die vor Einführung des Tarifs eingeführten großen ausländischen Waarenmengen inzwischen absorbirt sind und demnächst das diesscitige Operationsgebiet ein wesentlih erweitertes ist. Eine weitere günstige Beeinflussung der Verhältnisse ist von dem bevor- stehenden Eintritte Hamburgs in den Zollverband zu erwarten, da die Hamburger Exporthäuser, welche früher in verschiedenen Branchen nur ausländische Fabrikate führten, bereits beginnen, sich{ auf die neuen Verhältnisse dadur vorzubereiten, daß sie mit deutschen Werken Verbindungen anzuknüpfen suchen.

Der „Metallarbeiter“ theilt einen Auszug aus dem Jahresbericht der Handelskammer für das Lennegebiet, Ag vy Altena und Olpe, pro 1881 mit, Jn demjelben heißt es:

In Weiß- und Schwarzblechfabrikation und Knopfblech habe die große Ueberproduktion in England hindernd auf die gesunde Ent- widcklung der heimischen Industrie eingewirkt, Die Weißble-Ueber- produktion Englands habe troy der bedeutenden Erhöhung des -eng- lishen Exports nah Amerika angehalten. Den ruinösen Eren Englands gegenüber habe der Schußzzoll seinen guten Einfluß geübt, so daß der englishe Import wiederum etwas ab- genommen habe. Der Bericht konstatirt, daß Konsum und Pro- duktion sih wesentlih gehoben haben und die Arbeit im Allgemeinen cine lohnende geworden ift, und konstatirt ferner, daß ohne die Aende- rung in der deutschen Wirthschaftäpolitik das Erliegen mancher ein- heimischer Industrie an der Spiye die Weißblehfabrikation unausblciblich gewesen wäre. Die Bedeutung dieser Industrie in dem dortigen Bezirke wird durch folgende Zahlen beleuhtet. Es wurden fabrizirt im Bezicke Altena 96 550 Ctr. zum Werthe von 175 350 4, im Bezirke Olpe 188 750 Ctr. Feinblehe zum Werthe von 1671000 A Ofenrobre und diverse Artikel : im Bezirk Altena 27 600 Ctr. zum Werthe von 75 900 4, im Bezirke Olpe 8880Ctr. zum Werthe von 101 000 4 .… . Das Geschäft in Muttern und Schrauben wird, was Aufträge anbe- trifft, im Ganzen als ein befriedigendes bezeichnet; nur seien die Preise im ersten Halbjahr noch sehr gedrücktt gewesen, hätten sich jedo im yweiten Halbjahre mit dem Steigen des Rohmaterials erholt. Ferner komme, was den Absatz anbelange, dem Geschäft nicht unwesentlich zu Gute, daß seit Wiedereinführung des Eisen- ¡jolles das Ausland auf dem deutshen Markte nicht wesentlih mehr mitfkonkurrire, so daß den inländischen Fabrikanten jeyt dieses Absay- gebiet ziemli gesichert sei, und solhes niht mehr den Ablagerungs- play für die ausländische (namentli französishe) Ueberproduktion bilde.

e —Die,Norddeutshe Allgemeine Zeitun g“ {reibt :

Jetzt hat nun auch eiae größere Stadtverwaltung den Math ge- funden. den landläufigen liberalen Ausführungen zum LTroy die Nüulic(hkeit der indirekten Steuern für den Stadthaushalt und zur Entlastung der ärmeren Volksklassen anzupreisen und ihre vermehrte Verwendung für die Zwecke der Kommune zu fordern.

Der Rath zu Dresden hat nämlich, wie wic aus der „Hallischen Zeitung* ersehen, an die Stadtverordneten eine Vorlage gelangen lassen, mittels welcher deren Zustimmung zu der vom Rathe \{lofsenen Erhöhung der indirekten Abgaben nachgesucht wird, deren Mehrerträgnisse verwendet werden sollen nicht nur zu cinec der Ge- sammthecit der Steuerpflichtigen zu Gute kommenden Ermäßigung der direkten kommuaalen aben, sondern insbesondere zur Eclcichterung der untersten Klassen. In letzterer Bezichung sollen die dur Er- höhung einzelner Tarifpositionen und Vermehrung der bantepstde tigen Gegenstände zu erwartendenden Uebershüsse von den Ver runasabgaben, in alias Linie zu ciner weiteren Eatlästung der unteren Klassen der Miethbzintsteuerpflichtigen benuyt werden. e . dung der Mathsvorlage konstatirt den Dg der ent» lien Meinung zu Gunsten der indirekten Abgaben, weist auf deren günstigen Einfluß auf die _ Finanzen in den Theilen des Neichs, nameatlich ia (aß-Lot und Süddeutschland, hin, in welhen sie ih und begegnet dem etwaigen Einwurse ciner Vertheuerung un- entbehrlicher Lebensmittel durch Hinweis darauf, daß die Erfahrung gelehrt habe, daß die Höhe der Preise der Lebensmittel, auch der un- entdehrlichen, von dem Zusammenwirken einer anien Anzahl von Faktoren abhängig sei, unter tenen cine on auf die Dauer cinen meaden Ei 1 auszuüben

Jn dem „Deutschen Tageblatt“

lesen § Die soeben erschieaeneca Feftionen f der K abrifen und Dampfkesiel-Jn für 1881 erie I châfntleben eingetretenen chwung und cine der Arbeiterzabl, wenn auch die Lohnverdältaisßie und die wirth