1882 / 274 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Glauchau, Elberfeld, Barmen, Berlin wohl eine Abnahme G Todesfälle, do ist die Zahl derselben, wie au in Landsberg a. W., Dresden, Zwickau, zig, Frankfurt a. O., Cottbus, St. London, noch immer eine größere. Oft tritt Scharlach mit Diphtherie auf, welche - leßtere in Leipzi Dreéden, Charlottenburg, Hamburg, Han- no Braunsc{weig, Warschau, St. Petersburg, London zahlreihe Opfer fordert. Auch in Königsberg, Elbing, München, Breslau, Magdeburg, Barmen ift die Zahl der Todesfälle noch eine größere, aber doch eine kleinere als in der Vorwoche. Der Keuchhusten rief in Danzig, Breslau, Chemniß mehr, in Berlin weniger Todesfälle hervor. Sterbefälle an Unterleibstyphus waren in Posen und Alexandrien häufiger, in Berlin und Paris seltener. Sterbefälle an Flecktyphus kamen aus London, Warschau. Murcia, Saragoffa je 1, aus Valencia und Granada je 2, „aus Madrid 8, aus deutschen Städten keine zur Anzeige. Aus Danzig wicd 1 Todes- fall an Rückfallsfieber gemeldet. Darmkatarrhe und Brechdurchfälle führten etwas häufiger zum Tode. Todesfälle an Ruhr haben in Alexandrien etwas abgenommen. Podentodesfälle waren in Ârade London, Paris, St. Petersburg, Madrid häufiger, in Wien, Buda- pest, Warschau, Granada seltener. Aus Alexandrien wurden 1, aus Mey 2 Podentodesfälle gemeldet. Der Ausbruch der Cholera unter den Pilgern in Mekka ist amtlich konstatirt.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Aus dem Verlage der Königlichen Hofbuchhandlung von Ernst Siegfried Mittler und Sohn hierselbst liegen weiter noch folgende neu erschienene militäriswe Schriften vor: :

Die ersten 60 Jahre des 2, Garde - Ulanen - Regi- ments. Im Austrage des Regiments zusammengestellt von v. Knebel -Doeberiß, Rittmeister und Escadron - Chef im 2. Garde-Ulanen-Regiment. Preis 8 #& Aus Akten, Parole- und Kriegêtagebüchern sowie aus anderen amtlichen Quellen ist hier den altenKameraden de8Regiments zurErinnerung an die gemeinsam verlebten großen Zeiten ein anschauliches, belebtes Bild entworfen von der Geschichte des Regiments während seines 60 jährigen Bestehens. Der Verfasser scildert mit der Sorgfalt des Chronisten die Formation, die Garnisonen und Kasernen, die Uniform, Bewaffnung und Ausrüstung sowie die Etats und Neuformotionen des Regiments. Ein eigenes Kapitel erzählt „aus dem Offiziercorps“. rößere Theil der Schrift ist alsdann, der Wichtigkeit des Gegenstandes \angemessen, der kriegerischen Thâtigkeit des Regiments gewidmet. Rühmliche Erwähnung verdient auch die reiche Ausstattung des Buches. Außer|zwetien Marschroutenkarten für die Feldzüge von 1866 und 1870/71 em Buche vortrefflich au8geführte JUustrationen beigegeben. Einen würdigen Titelschmuck bilden zwei Portraits Sr. Majestät des Kaisers und Könias, welche nach den von Sr. Majestät dem Regimente geschenkten Originalen gefertigt sind. Das eine Porträt stellt Sr. Majestät als Prinz Wilhelm und Chef der 2. Stamme€cadron Garde-Landwehr-Kaval- lerie-Regiments, jeßigen 1. Eccadron, dar. Das zweite ist ein Porträt Sr. Majestät in der jeßigen Regimentsuniform. An wei- teren Illustrationen enthält das Buch noch folgende: Tableau der Uniformabzeichen der Garde-Landwehr-Kavallericz Uniformen von, 1834 und 1879; Da nete Ernst For erin, gedient vom 9, De-? zember 1825 bis 1. April 1868, auf Pferd Victoria; Ausmarsch 1870 ; Attacke der 4. Escadron bei St, Quentin (19. Januar 1871) 6 Vlatt Lithographien mit 14 Ansichten aus Frankrei.

Das Garde-Schüßen-Bataillon. Ein kurzer Abriß ciner Geschichte von der Stiftung bis zur Jettzeit, bearbeitet im Auftrage und unter Mitwirkung des Bataillons-Kommandos von Arnold _ Freiherrn von der Horst, Seconde-Lieutenant im Bataillon. Mit einem Uniformbilde und 2 Holzschnitten. Preis 1 20 S. ——- Die kleine Schrift giebt in knappem Rahmen ein anschauliches LDild von der Gescbichte des Bataillons nah den Hauptmomenten der- selben in drei Abschnitte gegliedert: die Suftung des Bataillons bis 1864, 1886 und 1870/71. 2

Das Garde-Scchütßen-Bataillon im Feldzuge 1870/71 ist der Gegenstand einer besonderen von dem Major von dem Kneseb eck verfaßten Schrift, welwe eine ausführliche Schilderung der Ereignisse jenes Krieges giebt, wie sie sich im Zusammenhange für das Bataillon ergaben, Der Verfasser hat als Quellen außer den Tage- und Parolebücbern sowie die Akten des Bataillons, eigene An- \chauung und Selbsterlebtes verwertben können, Außerdem ist das Werk des Großen Generalstabes „Der Krieg von 1870/71“ gebührend be- nußt worden. Der Jnhalt ist in fünf Abschnitte getheilt, deren erster vom Beainn der Mobilmachung und dem Ausmarsch über den Einmarsch in Frankreich bis zur Schlacht von St. Privat, über den 18. August und die Tage nach der Schlacht von St. Privat berictet. Der zweite Abschnitt „von Met bis Paris“ umfaßt die Kapitel: von Mey bis zur Schlacht von Sedan; die Schlaht von Sedan, von Sedan bis Paris. „Vor Paris* ist der dritte Abscbnitt be- titelt. Hier werden geschildert: die Cernirung bis zum 30. Oktober; die Vorpostenstelung in Dugnyz die Begebenheiten am 30, Oktober ; von der Erstürmung von Le Bourget bis zu den Gefechten an der Marne; von dea Gesc{ten an der Marne bis zum Ausfallgcfecht gegen Le Bourget; der 21. Dezember; vom 22, Dezember bis zum Beginn der Beschießung von Paris dur sch{chwere Geschüße am 27. Dezember ; Beginn der Beschießung von Paris bis zur Kapitulation. Der vierte Abschnitt ,Scluß des Feldzuges“ érzählt vom Waffenstillstand vnd der Rüdkehr in die Garnison und der Demobilmachung. Der kurze fünfte Abschnitt beschäftigt sib mit der

ormation der Ersatz-Kompagnie und mit der Friedensarbeit, nah arter Kricgsarbeit, das Bataillon nach erfolgter Demobilmachung wieder in die Verfassung zu bringen, daß es neuen Aufgaben ge: wasen, d. h. kriegsbereit sei. An Anlagen \ind dem Buche, das nebenbei bemerkt 3 4 kostet, vier Verlustlisten sowie ein nament- liches Verzeichniß der im Feldzuge 1870/71 dekorirten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften beigefügt, sowie Pläne von den Ge- fehtéfeldern am 18. August 1870, von Sedan, vor Paris und von Le Bourget nach der Befestigung, und eine Karte des nordöstlichen Frankrei mit eingetragenem Vor- und Rückmarsch des Bataillons und Bezeichnung der Kantonnements und Biwakpläyze. Ein Titelbild giebt eine Darstellung des Denkmals im Karlsgarten, (den Schieß- sländen des Bataillons in der Hasenheide bei Berlin) welches das taillon seinen gefallenen Kameraden errichtet hat.

Land- und Forstwirthschaft.

Nath den aus dem Regierungsbezirk Stralsund eingegangenen Nachrichten find die überaus günstigen Ernteaussichten leider nit in vollem Umfange in Erfüllung geaangen, und kann daher die Ernte im Allgemeinen nur als eine Mittelernte bezeichnet werden. Der fast ununterbroene Regen während ter Ernte hat die Güte des cin- gebracten Getreides sowobl in Bezug auf Korn wie auf Stroh schr erheblich verringert, auc entspricbt der beim Erdrusch erzielte Körner- ertrag nicht völlig den, gehegten Ecrcartungen. Die Kartoffeln haben durchweg einen mäßigen Ertrag ergeben und lassen in Bezug auf Güte sehr viel zu wünschen übrig, Die Wiesen lieferten aub im zweiten Schnitt einen reihen Ertrag, welcher bei der günstigen

Sus im September auch zum größten Theil gut eingebracht worden ift.

Dem Landwirthschafstlihen Provinzialverein der rovinz Brandenburg gehörten im verflossenen Jahre 08 Lofkalvercine mit inariemmi 8693 Mitgliedern an. Da- von entfielen auf den Regierungsbezirk Potsdam 69 Vereine mit 6477 Mitgliedern und auf den Regierungébezirk Frank- furt 39 Vereine mit 2216 Mitgliedern. Sämmtliche Lokaloereine ügten über cin Vermögen von 54 891 M, braten 42 390 M an beiträgen auf und führten davon 9121 M an den Central-

n ab. erdeshauen wurden im Vorjahre in der Pro-

11 aboe lten und zwar in Perleberg, Rathenow, Rheins- Straßburg, Preazlau, Gerêwalde, Angermünde, Lenzen, Königs- Arnswalde, Frankfurt. 317 Äneéstellcr füdbrten auf diese en 558 Pferde, 169 Thiere wurden prämiirt und zwar wurden

für die Prämien verwandt 6£09 Æ aus Staatsmitteln und 1020 4 aus VereinEemitteln; 45 ter rämiirten Thiere gehörten Großgrund- besitzern, 121 Kleinbesigern. auen für Rinder, Schafe, Schweine und Geflügel wurden in derselben Bericht8periode gleichfalls 11 abge- halten. 1095 Stück Rindvieb, 467 Schafe, 87 Schweine und 366 Nummern Geflügel wurden von 361 Ausftellern zur Schau gebracht. -Prämiirt wurden 238 Stück Rindvieh, von denen 94 Großgrundbesißern und 144 Kleinbesitzern gehörten, 21 Schafe, 16 Schweine und 20 Num- wern Geflügel mit inêëgesammt 12 036 #4 Außerdem fand, wie bekannt, im Bezirk des Centralvereins die Berliner Mastvieh- auéftellung statt. Bullenstationen und Stierhaltungsgenofsenschaften bestanden 71. Die Gesammtzahl aller dort edeckten Fersen und Kühe betrug 21944. Für das tats- jahr 1882/83 sind dem Provinzialverein 63200 A an Staatsbeihülfen zur Verfügung gestellt, und zwar 10 200 Æ zur Unterhaltung von Ve:suchsstationen, Besoldung von Wanderlehrern, 15000 Æ als Beihülfe für landwirthschaftliche Schulen und Lehrkurse, 8100 # für Zwedte der Pferdezucht, 129C0 M zur Prämiirung von Rindern, 5000 4 zur Errichtung von Bullenstationen und Stierbhaltungsgenofsenshaften, 10000 zur Veranstaltung von Schlachtvieh-Ausfiellungen und 2000 # zur Förderung der Vereinszwecke im Allgemeinen.

Gewerbe un» Fazudel.

In der ordentliden Gezeralversammlung der Berliner Dampfschiffahrts-Gesellschaft wurde nah Verlesung- des Geschäftsberichts der Direktion und dem Aufsihtsrath Decharge er- theilt und die Dividende auf 1 9/6 festgesetzt. E

In der Generalversammlung der Aktionäre der West- fälischen Union, Aktiengesellschaft für Bergbau, Cisen- und Draht-Industrie, wurde der Rechnungsabschluß sowie der Vorschlag des Aufsichtsraths, 6%, Dividende für das mit dem 30. Juni a. c. zu Ende gegangene Geschäftsjahr zu vertheilen, genehmigt und dem Aufsichtsrath und “der Direktion Decharge ertheilt.

Nürnberg, 18. November. (Hopfenberict der „Allg. Br - u. Hopf.-Ztg.*) Die Woche {ließt mit sehr ruhigem aber festem Hopfenmarkte; die Zufuhren der Bahn gleichen den geringen Abzug wieder aus, und Eigner beharren fest auf ihren mitunter allzu hohen Forde- rungen. Die heutigen Notirungen lauten: 1882x Markthopfen Prima 390—395 M, do. desgl. Secunda 380—385 M, do. desgl. Tertia 350 —375 4, do. Spalt Stavt, dortselbst 450— 480 #Æ, do. Spalt. Land, Nebenlagen 400—430 #4, do. do. do. leichte Lagen 380— 400 4, do. Wolnzach-Auer Siegelgut Prima 440—450 4, do. desgl. Secunda 420—435 M, do. Hallertauer Prima 420—430 4, do. desgl. Secunda 410—415 „#, do. desgl. Tertia 390—395 4, do. Ge- birg8hopfen Prima 410—415 M, do. desgl. Secunda 395—400 M4, do. Aischgründer 350—390 4, do. Württemberger Prima 400—410 A, do. desgl. Secunda 380—390 Æ, do. desgl. Tertia 360—370 M, do. Badische fehlen —, do. Elsässer Prima 400—410 #4, do. desgl. Secunda 370—390 M, do. desgl. Tertia 360 365 #4, do. Posener Prima 430— 450 F, 1881er Hopfen 250—280 X, 1880er Hopfen N M, 1879er Hopfen 150—175 #, ältere Jahrgänge 90 a M.

Antwerpen, 20, Novemker. (W. T. B.) Wollauktion. Angeboten 2341 Ballen, davon verkauft 1295 B. Preise unregelmäßig.

Verkehrs-Anstalten.

Triest, 20. November. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Apollo * ist heute Nachmittag mit der ostindishen Üeberlandpost aus Alexandrien bier eingetroffen.

Southampton, 20. November. t T. B.) Der Ham- hurger Postdampfer „Frisia“ ist hier eingetroffen.

Plymouth, 20. November. (W. T. B.) Der Hamburger Postdampfer „Gellert*“ if hier angekommen.

New - York, 20. November. (W,. T. B.) Der Dampfer „Helvetia“ von der National-Dampfschiffs-Compagnice (C. Messingsche Linie) sowie die Dampfer des norddeutschen Lloyd „Oder“ und „Werra“ sind hier eingetroffen.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

Na Inhalt einer Bekanntmachurg des Dänischen Justiz-Mini- steriums vom 16. d. M. sind die Quarantäne-Maßregeln, welche sciner Zeit aus Anlaß der in Malmö und Ystad aus8ge- brohenen Dyssenterie für alle von diesen Orten naw Dänemark kommenden Schiffe angeordnet waren*), nunmehr wieder aufge- hoben worden. 6&5 FSFE ; : n N

*) conf. „R.-A.* Nr. 206 und Nr. 239 de 1882."

Berlin, 21. November 1882.

Am 18. d. M. ist dem um 7 Uhr 9 Minuten Abends auf Bahn- hof Kohlfurt von Wittcnberg eintreffenden Personenzuge der beflagenéwerthe Unfall zugestoßen, daß er beim Passiren des Güter- bahnhofs Koblfurt in Folge einer falsben Weicbenstellung auf ein nah dem Lokomotivschuppen führendes Nebengeleis akbgelenkt wurde, auf welcim eine Reservemaschine stand. Der Zug drüdte die Reservemascbire durch die Wand des Scbuppens. Bei dem Zusammerstoße sind die letzten drei Personenwagen des Zuges und die darin placirten Personen unversehrt e, dagegen hat der vordere Zugtbeil, bestehend aus der Lokomotive nebs Tender, dem Packwagen, dem Postwagen und cinem Wagen 4. Klasse ganz erhebliche Beschädi- gungen erlitten und sind in Folge dessen leider auch 3 Personen (eine Frau, cin Bahnschaffner und ein Postschaffner) s{wer, und $8 Personen (der Lokomotivführer, der Zugführer, cin Schaffner und 5 Passagiere) anscbeinend leit verletzt worden.

Aerztlicbe Hülfe war sofort durch die Bahnärzte aus Bunzlau, Rauscha und Hoy-rêwerda beschafft.

Die drei Scwerrerwundeten sind am 19. d. M. auf ärztliche Anordnung na ihrer Heimath befördert resp. in tem näcbsten Kranken- hause untergebraht worden. w?

Die Untersuchung über die Ursachen dcs Unfalls, welcher an- cheinend dur eine grobe Fahrlässigkeit des mit der Bedienung tec Een Weiche betrauten Weichenslellers herbeigeführt, ist im

ange. Fine Störung des Betriebes ifl durch den Unfall nicht einge- treten.

Heute, am Geburtêtage Jhrer Kaiserlihen und König- lien Hobeit der Frau Kronprinzessin, ist das Kunstgewerbe-Museum vor nunmehr einem Jahre in scinem prächtigen Neubau eröffnet worden. Während die reihen Sammlungen bis dabin nur in ungenügendster Weise sichtbar gemacht werden konnten, war mit dem neuen Hause eine wirllide Stätte des Genusses und der künstlerischen Anregung gesbafsen; das Ivstitut konnte eist auf diesem Boden \cine Wirkiam- eit in umfassender Weise beginnen. Die Theilnahme des Publikums hat fich auf das Erfreulichste bethätigt. Während in dem alten Ge- bäude die Zahl der jährlichen Besucher des Muscums ungefähr 15 000 betrug, ist das Muscum in dem verslossenen Jahre von über 154 000 Personen besuht worden. Hierzu kommt noch die in- tensive ußung durch die Unterrichtsanstalt, an welher W Lehrer thätig sind, von dencn 7 ihr Atelier im Hause haben; die Zahl der ausgegebenen Unterrichtskarten beträgt pro Quartal durch- chnittlih 840, Die Bibliothek ift in dem Jahre von 9300 Lesern

uyt worden. Durchaus bewährt hat sih die Einrichtung, den Besu der Sammlung an 3 Tagen der (Sonntag, Mittwoch und Sonnabend) unentgeltlih zu belassen, dagegen die 3 Tage Dienstag, Donnerstag und Freitag als Studientage zu bestimmen, an welchen der Besucd gegen 4 Eintrittsgeld gestattet ist. Es tann nur auf diese Weise die Ruhe für ernsllihe Arbeiten in der Sammlung geschaffen werden. Für alle Diejenigen, welche berufsmäßig in der Sammlung zu arbeiten haben, etrwächsî

aus dem ay en g keine MelSvernns, da Studienkarten zum un- entgeltlihen Besuch in großer Zahl a eben werden. Alle Lehrer und Scüler unserer künstlerishen und nischen Bildungearstalten, die Mitglicder des Künstlervereins, des Vereins für Kunstgewerbe, sowie weitere Kategorien aller verwandten Berufsarten haben dur- aus freien Eintritt, so daß sib die Gesammtzahl der also Berech- tigten auf etwa 5500 beläuft. Von dem „Führer durch die Samm- lung* find in diesem erften Jahre niht weniger als 3 Auflagen mit 12 500 Exemplaren ausgegeben worden. Es ift soeben die 4. Auflage

erschienen, welhe den inzwischen eingetretenen Veränderungen Rech- nung trägt. :

Die unter dem Protektorat Ihrer S Engen Hoheit der Herzogin Wilbelm von Mecklen urg-Scwerin stehende Kinder-Pflege- Anstalt , Zionshülfe hat heute in den Parterreräumeu des Fürstenhofes einen Bazar eröffnet, der eine Fülle nüßlicher und dem Lurus dienender Gegenstände enthält. Die ,Zions« hülfe“ hat z. Z. 56 Kinder in Pflege.

Der elfte deutsche Handelstag wird am 15. uny 16. Dezember d. I., Vormittags 10 Uhr, im Bürgersaale des Rathhauses, Eingang Königstraße, abgehalten werden. Die Tages- ordnung ift unter Vorbehalt endgültiger Feststellung durch die Plenar- Versammlung, wie folgt, entworfen: 1. Geschäftsbericht über die Thâtigkeit des Handelötages beziehentlich des bleibenden Aus\chu}ses- seit der leßten Plenar-Versammlung. 2. Bildung des Bureau gemäß Art. 7 und 8 der Statuten 3. Die Reform der Wagarenstatistik. Referent: Geheimer Regierungsrath, Professor Dr. Soetbeer-Göttingen ;. Korreferenten: Hermann Schnoor-Leipzig und Geheimer Kommerzien- rath Heimendahl-Krefeld. 4. Ausloosung von 8 Mitgliedern des bleibenden Aus\{u#}ses und Ergänzungöwahl für dieselben gemäß Art. 10" der Statuten. 5. Die Nothwendigkeit der Anlage von Scifffahrts- kanälen in Deutschland. Referent: Dr. Hammacher-Berlin ; Korreferent : Kanzleirath Zwicker-Magdeburg. 6. Einführung des Chequeverkehrs. Referent: Direktor Dr. Siemens-Berlin; Korreferenten: L. Belhke- E a. S. und Chr. Papendieck-Bremen. 7. Einführung der Warrants. teferent; Handelskammer-Sekretär Dr Landgraf-Mannheim. 8. Be- rit des General-Sekretärs über das Adreßbuch deutscher Erportfirmen. Zu Anfang Dezember wird eine Prleaung der im Vorjahre veröffentlichten Darstellung des Verkehrs- und Erwerbslebens des deutschen Volkes, bearbeitet auf Grund der Jahresberichte der Handels- kammern, unter dem Titel „Das deut\che Wirthschaftsjahr 1881" erscheiren, „Das deutsche Wirthschaftsjahr 1881“ erscheint im Selbstverlage des deutschen Handelstages und ist nur von dem Bureau desselben zu beziehen. Der Preis ift für den Umfang von ca. 30 Bogen auf 6 M festgesezt. Bestellungen nimmt das Bureau

des deutshen Handelêtages in Berlin C, Neue Börse, {on jeßt entgegen.

In der Marienkirche giebt der Königliße Mukkdirektor Otto Dienel morgen, Mittwoch, Abends 7 Uhr, zu wohlthätigem Zwecke ein Konzert, zu welbem Fr. Professor Scultzen von Asten, Sr. Clara Bindheff, der Königliche Kammermusiker Jacobowsky, der unter Leitung des Konzertgebers stehende Sängerchor des hiesigen Königlichen Seminars und andere gesäßte Kräfte gewonnen sind. Das interessante Programm nennt außer verschiedenen guten alten Kompositionen cinèên Trauermarsh und eine zum ersten Male zur Aufführung gelangende Orgelsonate des Konzertgebers; ferner wird Frau Professer Schulzen von Asten ein „Ave Maria“ von Joh. Krall und ein Gebetslied von Radecke singen.

Das im Krollschen Theater am näbsten Sonnabend zur ersten Darstellung gelangende und von Elise Bethge-Truhn verfaßte Weihnactsmärchen betitelt G: „Die Reise dur das Märcbenland“. Kapellmeister Lehnhardt hat dazu eine ansprehende Musik komponirt.

Im Ostend- Theater findet morgen eixe Wicderholung des am leßten Sonntag mit so großem Erfolge gegebenen Volfksftüks : „Der Glöckner von Notre-Dame“, und zwar zu halben Kassen- preisen, statt.

Literarische Neuigkeiten und periodisheSchriften.

Die Selbstverwaltuna. Nr. 46. Inhalt: Eine Duplik in Sachen des $. 13 des Gesetzes vom 2. Juli 1875. Rechts- grundsäte des K, Ober-Verwaltungsgerihts über das Schankwesen. (Scluß.) Höhere Entscheidungen: Amtsbezirke. Baukonsenfe. Augenschein. Polizeiliche Mitwirkung bei Anlage von Begräbniß- pläßen. Zwangserzichung verwahrloster Kinder, Polizeiliches, betreffend Verkäufe von Viechbeständen (Landdrostei Lüneburg), Sciffahrt auf dem Rhein (K. Reg. zu Coblenz). Schulangelegen- heiten: Schulbauten. Briefkasten.

Gesundheit, Zeitscbrift für öffentlibe und private Hygieine. Nr. 20. Inhalt: Originalarbeiten: Fünfte Versammlung des Internationalen Vereins in Braunscbweig. Der bygieinishe Kon- greß in Genf, (Schluß: Desinfektion) Uebersichten: Die An- steckung8ursawe des Scharlach. Baumaterialien für Kranken- häuser und andere öffentlide Gebäude. Besprecbungen neuer Schriften : Büchner, Die Mat der Vererbung und ihr Einfluß auf den moralischen und geistigen Fortschritt der Menscbheit. (Schluß. Fragstein, „Was sollen wir brennen?* Entscheidungen des Reichsgerichtes, Feuilleton: Die Pflege der Genesenden. An- zeigen.

llustrirte Berliner Wobenschrift „Der Bär * Nr.8. (1X. Jabrg.) Verlag von Gebrüder Paetel in Berlin W, Inhalt: Meine erste Reise îin Sc{lesiens Berge, Novelle von A. von Senten (Fortseßung). Heinrich von Kleist (mit 2 Zllustrationen, Porträt und Grabstätte am Wannsee) von E, D. Märkische Ortêänamen- forshungen I. von R. Lutter. Das Königliche Stadtschloß in mte vom Polizei-Präsidenten von Engelcken. Gortsedung), omentphotographie der Leipzigerstraße in Berlin. er Name eBerlin*, Zeitungtente. Prinz Wilbelm. Böse Sieben. Kaiser Karolus hat einen Hund. Königliches Schauspiclhaus 2c. Brief- und Fragekasten. Inserate.

Die gefiederte Welt. Zeitschrift für Vogelliebbaber, Züchter und Händler. Herausgegeben von Dr. Karl Ruß. Nr. 47, Inhalt: Unsere Meisen. Ueber die Verwendung von Vögeln zum Frauen- puß (Scbluß). Ein neues Stubenvogel- und Geflügelfutter. Zum Vogeischut. Aus Haus, Hof, Feld und Wald. Briefliche Mittheilungen. Anfragen und Aus nft, Aus den Vereinen : Dresden, Neustadt a. d. Haardt, Breslau, München (Fortsetzung), Nieder-Öderwiß, Altötting, Buchholz; Audstellungen. Büdcder- und Shriftenshau. Briefwechsel.

Isis, Zeitschrift füc alle naturwissenscaftlichen Liebhabercien. erausgegeben von Dr. Karl Ruß und Bruno Dürigen. Nr. 46, ÎIn- lt: Zoologie: Eicbhorne oder Krallenaffen. (Fortsehung) Die isbbrut-Anstalt zu Freudenthal, (Scbluß.) Meine diesjährige chmetterlingezuht. (Scbluß.) Botanik: Ueber das Aufbewahren

der Stubenpflanzen während der Wintermonate. Reisen und For- s{chungen. Jagd und Fischerei, Brieflicde Mittheilungen. Anfragen und Auskunft. Bücher- und Schriftenshau. Man- erlei, Tauschverkehr.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner Vier Beilagen (eins{lichlid Börsen-Beilage), und die Besondere Beilage Ne. 11,

Berlinat

zum Deutschen Reichs-

N 274.

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 21. November

Inserate für den Deutschen Reihs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich

Preußischen Staats-Anzeigers : Berlin 8W., Wilhelm-Straße Nr. 32.

Deffeutlicher Anzeiger. 7

Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

u. dergl.

Verloocsung, Amortisation,

125) U. 8. w. von öffentlichen Papieren.

Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen

1,

2,

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ete. 4. Zinszahlung

Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Auzeiger.

1882.

5, Industrielle Etablissements, Fabriken und Grosshandel, i

6. Verschiedene Bekanntmachungen.

7. Literarische Anzeigen.

8. Theater-Anzeigen. In der Börsen-

9. Familien-Nachrichten. / beilage. 28

2

Inserate nehmen an : die Annoncen-Expeditionen des „Juvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Baogler, G. L. Daube & Co,, E. SŸlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen - Bureaux. 8

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

[49433] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Verkäufer Jo- hannes Fels, am 15, Februar 1854 zu Jauer geboren, welcher sich verborgen hält, ift die Unter- suhungshaft wegen Unterschlagung in den Akten J. I. D, 812/82 verhängt. Es wird ersucht, den- selben zu verhaften und in das Untersucbungs- gefängniß hier, Alt-Moabit Nr. 11/12, abzuliefern. Berlin, den 18. November 1882. Königliche Staats- anwaltshaft 1. Beschreibung: Alter 28 Jahre, Größe 1,68 m, Statur stark, Haare blond, Stirn hoch, Bart blonder Schnurrbart, Augenbrauen blond, Augen blaugrau, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, i vollständig, Kinn oval, Gesicht rund, Gesichts- arbe gesund, Sprache deutsch, Kleidung grau karrirt, \chwarzer Hut.

[49388] Steckbricf.

Gegen die unten beschriebene Ebefrau des Priva- tiers Arthur von Winning, Marie Elisabeth Amalie Friederike Josephine, geb. Gräfin von Ziethen, separirte Freifran vou Zedliy-Neu- kirch, welche si verborgen hält, soll cine durch vollstreckbares Urtheil des Königlichen Landgerichts T. zu Berlin vom 2. Dezember 1881 erkannte Gefäng- nißstrafe von 2 Jahren 2 Monaten vollstreckt wer- den. Es wird ersucht, dieselbe zu verhaften ‘und in das Gerichtsgefängniß des Ergreifung8ortes abzuliefern. Berlin, den 1. November 1882. Königliche Staats- anwaltschaft beim Landgericht 1. Beschreibung : geboren den 3. November 1838, Größe 1,63 m, Statur \{lank, Haare blond mit arau, Stirn ho und breit, Augenbrauen blond, Augen blau-grau, Nase mittel, Mund wes Zähne L Kinn rund, Geficht lang, oval, Gesichtsfarbe blaß. Besondere Kennzeichen: Am linken Unterkiefer eine erbsengroße Warze; kleiner Nabelbruch; die linke Nasenhälfte wenig länger wie die rechte.

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Kürschner Moritz Herbst, geboren am 6. Februar 1852 zu Krotoschin, welcber flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Unterschlagung aus $8. 246, 248 St.-G.-B. in den Akten 88. D. 792. 81. verhängt. Es wird ersucht, denselben "zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß zu Berlin, Alt- Moabit 11/12, abzuliefern. Berlin, den 16. No- vember 1382, Königliches Amtsgericht I1., Abthei- lung 8, Bardua. Beschreibung: Alter 30 Jahre, Statur unterseßt, E \{warz, kraus, Stirn hoc, Bart \s{warzer Vollbart, Augenbrauen \{warz, Augen dunkel, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnli, Zähne vollständig, Kinn rund, Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deuts. Be- sondere Keunzeichen: Jüdishes Aussehen.

Steckbriefs - Erneuernng. Der gegen den Kaufmann Anton Ferdinand Liborins Starck wegen betrügliwen Bankerutts in den Akten 8. 205 de 1867, jeßt U. R. II. 947 de 1882, unter dem 9, März 1868 erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert, Berlin, den 15. November 1882, König- lies Landgeriht 1. Der Untersucbungsrichter : Ferber. Beschrcibung: Alter 46 Jahre, geb. 18, Mai 1836, Geburtsort Coeslin, Größe 5 Fuß 1 Zoll, Haare blond, Augen blau, Augenbrauen blond, Nase stark, Kinn oval, Gesichtäbildung oval, Gesichtsfarbe gesund, Gestalt klein, Sprache deuts.

[49299] Steckbriefs-Erlediguug.

Der gegen den Chemiker Friedrich Boleg wegen Betruges in den Akten J. 1b, 405/82 unter dem 26, Juni 1882 erlassene Steckbrief wird zurüdck- enommen. Berlin, den 14, November 1882. öniglihe Staatsanwaltschaft beim Landgerichte 1.

Steckbriefs-Erledigung. Der gegen den Kellner Carl Streck, wegen {weren Diebstahls, in den Akten U. R. 11. 516, 82, unter dem 6. Juni 1882 erlassene Steckbrief wird zurückgenommen. Berlin, den 17. November 1882, Königliches Landgericht L Der Untersuchungsrichter.

[49291] Steckbrief.

Gegen den Färber Carl Wilhelm Meisen- burg, geb. zu Kettwig a. d. Ruhr am 12, November 1829, zuleßt wohnhaft in Göttingen, welcer flôchtig ist, soll eine dur Strafbefehl des Köniz- lichen Amttgerichts zu Gieboldehausen vom 26. Sep- tember 1882 erkannte Haftstrafe von zwei (2) Tagen wegen Bettelns vollstreckt werden. Es wird ersut, denselben zu verhaften, an demselben die Strafe zu vollstreckea und von dem Geschehenen Nachricht zu den Akten gelangen zu lassen. Gieboldehausen;, den 10, November 1882. Königliches Amtis- geriht L Sachs.

(49300]

Der von mir unterm 14. Juli dicses Jahres gegen den Schmliedegchülfen Johann Érnst Carl Mobert Schödel aus Gesell erlassene Stebrief wird exneuert.

Rudolstadt, den 11, November 1882. Der Ersie E r ar am Landgericht : téner.

[49279] Jn der Strafsache

êen eie ausmann A, ‘de N. Brunshwig aus

wird, da den , weleher i Sinne des $ T18 e Eibe a

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wesend anzusehen, die öffentliche Klage wegen Ver- gehens gegen $. 143 Abs. 2 St.-G.-B. erhoben ift, und da dringende Verdachtsgründe gegen ihn vor- handen sind, auch Haftbefehl gegen denselben er- lassen worden ist, in Gemäßheit des 8. 332 St.-Y.-O. das im Dentschen Reiche befindlihe Vermögen des Angeschuldigten mit Beschlag. belegt und die Veröffentlihung dieses Beschlusses außer in dem Reichs-Anzeiger auch in der Neuen Mülhauser Zei- tung und im Altkirher Kreisblatte verordnet. Mülhausen, den 16. November 1882. Kaiserliches Landgericht, Strafkammer. gez. Are. Hoppé. _Goldenring. Zur Beglaubigung: Der Landgerichts - Sekretär: (Unterschrift.)

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u, dergl.

[49391] Oeffentliche Zustellung.

Die Maria Catharina Hoehn, Schuhmacherin, zu Mey, vertreten durh Rechtsanwalt Dr. Müller daselbst, klagt gegen ihren Ehemann, den Ludwig Stauß, ohne bekanntes Gewerbe und ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort, wegen \{chwerer Beleidi- gung, mit dem Antrage auf Auflösung der zwischen den Parteien bestehenden Ehe, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die erste Civilkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Met auf den 13. Februar 1883, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung , einen bei dem gedahten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

i Me 8 ger, Gerichtsschreiber des Kaiserlichen Landgerichts.

[49337] Oeffentliche Ladung.

Die Maurer8wittwe Marie Kauth in Bruck hat gegen die Erben des verlebten Dienstknechts Anton

uber von Gan8wies Klage auf Löschung eines im

ypothekenbuche Bruck, Band Il. Pol, 253 für ge- nannten Huber eingetragenen Hypothekenkapitals von 125 Fl. = 214 Æ 29 , gestellt, mit dem Antrage:

1) die Beklagten seien \{uldig, die erwähnte Hypothek im Hypothekenbuche löschen zu lassen, widrigenfalls die Klägerin ermächtigt werde, die Löschung auf Kosten der Beklagten dur einen Dritten vornehmen zu lassen.

2) Die Beklagten haben sämmtliche Streits- kosten zu tragen resp. zu ersetzen.

3) Das Urtheil sei für vorläufig vollstreckbar zu erklären.

Nacbdem der dermalige Aufenthalt der Miterben und Mitbeklagten Johann Leithner, Schneiderssohn von Königsbrunn, Amtsgerichts Shwabmüncben, und Anton Leithner, Fabriks{hlossers von Lechhausen, Amtsgerits Friedberg, unbekannt ist, hat das Kgl. Amtsgeriht Bruck durch Beschluß vom 10. und be- ziehung8weise 15. November cr. die öffentliche Ladung gestattet, und wurde Termin zur Klagsverhand- lung auf

Samstag, den 27. Zanuar 1883, Vormittags 9 Uhr, beim K, Amtsgerichte Bru anberaumt.

Die Mitbeklagten Johann und Anton Leitbnex werden zu diesem Termine unter dem Bemerken vor- geladen, daß die betreffenden Schriftstücke auf der Gerichtsschreiberci dahier binterlegt sind.

Brudck, den 16. November 1882, Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts Bruck. Eichhorn,

Königl. Sekretär.

[49341] Offentliche Ladung.

In dem Versahren, betreffend die Vertheilung des Erlôses der am 13, April 1882 auf Ansteben der 1) Nicolaus Butin, Notariatss{hreiber u Remilly, und 2) Victor Gberhard Banquier, zu Metz, Beide als Verwalter der Konkurömafßse Joly in Re- milly, als Gläubiger, gegen den AÄckerer und Maurer Eugen Béa, früher zu Beux, zur Zeit ohne bekannten Wohn- und Aufenthalteort, als Scbuldner, durch den Versteigerungsbeamten, Notar Gandar zu Remilly, vorgenommenen Zwangs- versteigerung ist der Theilungsplan auf der Gerichts- schreiberei, Zimmer Nr. 1, des Kaiserlichen Amts- erichts dahier ofen gelegt und Termin zur Er- ärung über denselben auf

Donn g, den 4. untar 1883, r,

ormittags n Geschäftslokale des Amtsgerichts bierselbst be- mmt.

Der obengenannte Eugen Bóa wird aufgefordert, von dem Theilungtplan EGinsicdt ju nehmen, dem- nächst in dem Termine behufs Ecklärung über den Theilungtplan i exe und spätestens in diesem Termine bei dung des Aussblufscs etwaige

Widersprüche gegen den Plan zu erheben. Mey, den 16, Novem 1882,

Kaiserliches Amtsgericht. gez. D ömling. Zur Beglaubigung:

lediger, Hülfs-Gerichtssctreiber. [49389] Anfgebot. Die Wittwe des Acktermannes

Sénobbel zu Chüttlit hat das Aufgebot des beider Abrecbnungddücher der siüdtishen Sparkasse zu

Nr. 12,969, ausgestellt für ven Ackermann Hein- rid Schnobbel in Chüttlig über 894 4 72 Guthaben nebst Zinsen,

Nr. 14,598, auêgestellt für Heinriß S{hnobbel in S über 1169 4 73 „5 Guthaben nebst

nsen, beantragt. Der Inhaber der Bücher wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 5. Zuni 1883, Vormittags 11 Uhr,

vor dem unterzeihneten Gerichte beim Amtsgerihts- Rath Meinhard anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Bücher vorzulegen, widri- den die Kraftloserklärung der Bücher erfol- gen wird.

Salzwedel, den 11. November 1882.

Königliches Amtsgericht.

[49343] Aufgebot.

_Veber das Leben der nachgenannten Personen be-

züglich deren bei dem unterfertigten Gerichte Ver-

mögenékuratelen anhängig find, ift seit den ange- gebenen Zeiten keine Nachricht mehr vorhanden :

1) Tischner, Anton, geboren am 19. April 1826, Bräumeisters\ohn „und Schreinergehilfe von Freising, vor ungefähr 20 Jahren nach Ungarn ausgewandert, und seitdem ohne Nachricht,

2) Scott, B., angeblich aus Partenkirchen, zuletzt

___ Dienstknecht in Haindlfing, seit ungefähr 30 Jahren verschollen, dessen Geburtszeit, Heimath und Familienverhältnisse sind nicht zu er- mitteln,

3) Schäffler, Thomas, geboren am 21. Dezember 1803, Bauerss\sohn von Kammerberg, im Jahre 1853 na Amerika ausgewandert und seit dem Jahre 1856 ohne Nachricht,

4) Sellmcaier, Johann Ev., geboren am 25. De- zember 1791, Gütlersfohn von Attaching, seit dem nien Feldzuge vermißt,

Kastl, Anton, geboren am 16. Januar 1824, Bauers\ohn von Thurnsberg, im Jahre 1854 nah Amerika ausgewandert und seit dem Jahre 1871 ohne Nachricht,

Wirth, pbaun, geboren am 7. Juni 1828 und Wirth, Maëtin, geboren am 24, Oktober 1835, Gütlers\öhne von Hallbergmoos, Anfangs der fünfziger Jahre nah Amerika ausgewandert und seit dem Jahre 1859 bezw. 1862 ohne Nachricht,

Held, Georg, geboren im Jahre 1809, Gütlers- Sohn von Oberwoblbach, im Jahre 1853 nach Amerika ausgewandert und seitdem verschollen,

9) Limmer, Georg, geboren am 5. Mai 1787 und

10) Limmer, Joseph, geboren am 8. Juni 1789, Westermaierbauerssöhne von Untermarbac, Beide seit dem russischen Feldzuge vermißt,

11) Bartl, Johann, geboren am 16. Jänner 1790, Gütlerssohn von Kammerberg, seit dem russi- schen Heldzuae vermißt.

Bezüglich aller dieser Personen wurde Seitens der betreffenden Kuratoren und bezw. Vermögenssculdner der Antrag auf Zulässigkeitserkläung des Aufgebots- verfahrens und auf Todeserklärung gestellt.

Es ergeht deshalb die Aufforderung:

a, an die vorstehend sub Ziff. 1 mit 11 aufgeführten

Personen, sich spätestens in dem auf

Freitag, deu 5. Oktober 1883, Vormittags 9 Uhr,

dabier bestimmten Aufgebotstermine persönli oder s{riftlich anzumelden, widrigenfalls fie für todt erklärt und über ihr dahier verwaltetes Vermögen im Wege der Verlassenschaftäbehand- lung versBgt werden würde;

. an die Erbbethbeiligten, ibre Interessen im Auf-

gebotsverfahren wahrzunehmen; und

. an alle Diejenigen, welhe über das Leben

der oben aufgeführten Personen Kunde geben können, Mittheilung hierüber an das unterfer- tigte Gericht zu machen.

Freising, den 11, November 1882.

Königliches Amtsgericht. (L, 8.) j Grau, A. R.

» Zur Beglaubigung: Gerichtsschreiberci des K. Amtsgerichts Freising. Strauß,

K. Sekretär.

(49345) Aufgebot. Die Sparkassenbücher der städtischen Sparkasse zu

Nönigtbergt a. Nr. 66475 über 30 M 2 .\, autgefertigt für Johann Lemke, b, Nr. 52930 über 145 M 36 4, ausgefertigt für Rudolf Quoß e, Nr, 83 699 über 17 M 62 A, autgefertigt für Garl Godau, d, Nr. 102365 fiber 154 M 43 44, außgefertigt für Amalie Bauer, fd angebli verloren gegangen und sollen auf den ntrag der Eigenthümer : ju à 2 Kaufmanns Johann Lemke-Dübecke in

zu b, Lo SEE wermeisiers Rudolf Quoß von bier, zu 0, De ERIEO Carl Godau aus War-

d. der Frau Amalie Bauer, geb. Godau, aus ns E E

Zwecke der neuen Ausfertigung amortisirt

werden daher die Inhaber der Bücher auf- Ba im na 10 #3 Gerichte (Zimmer 19) ibe

Rechte anzumelden und die Bücher vorzulegen, widri- genfalls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird. Königsberg i. Pr., den 13. Rovember 1882, Königliches Amtsgericht. VIT.

[49427]

Die in der Strafsache gegen den Optiker und Handlungzfommis Eugeu Theodor Hörtkorn aus Ludwigsburg von der Ferien-Strafkammer. C. des hiesigen Landgerichts verfügte Beschlagnahme des im Dentschen Reiche befindlihen Vermögens 2c. Hörtkorns ist wieder aufgehoben worden.

Leipzig, den 11. November 1882.

/ Königliche Staatsanwaltschaft. (Unterschrift.)

[49293] Kaiserl. Amtsgeriht Brumath i./E.

M. 6/82. In dem Verfahren, betreffend die Ver- theilung des Erlöses der am 11, April 1882 auf Anstehen der Eva Klein, Wittwe Andreas Roth, zu Lampertheim, als Gläubigerin, gegen 1) den Michael Rischmann, früher in Weyersheim, dermalen ohne bestimmten Aufenthaltsort, 2) Philippine Jund, ledig, großjährig, Mo IJund, ledig, groß- jährig, 4) Johann Baptist Jund, letztere drei ¿u Weyersheim wohnhaft und in ibrer Cigenschaft als alleinige Erben ihrer Mutter Josephine Jung, in erster Ehe mit dem Aderer Franz Anton Fund, in zweiter Che mit genanntem Rishmann verehelicht, als Schuldner, durch den Versteigerungsbeamten, Notar Chrhart zu Weyersheim, vorgenommenen

wangsversteigerung ift der Theilungsplan auf der

erihts|chreiberei des Kaiserlichen Amtsgerichts dahier ofen gelegt und Termin zur Erklärung über den- selben auf SOGERL den 23. Dezember 1882, i 4 ormittags 10 Uhr, s Sesthülittorale des Amtsgerichts hierselbst be-

mmt. 4

Zugleich werden Sie aufgefordert, von dem Thei- lung8plan Einsicht zu nehmen, demnächst in dem Termine behufs Erklärung über den Theilungsplan zu erscheinen und spätestens in diesem Termine bei Vermeidung des Aus\{lusses etwaige Widersprüche gegen den Plan zu erheben.

Brumath, den 14. Nevember 1882,

Kaiserliches Amtsgericht. ez. Weber.

An Michael Nischmann, früher in Weyersheim, zur Zeit unbekannten Wohnorts.

Zum Zwecke der Zuftellung an den bezeineten E wird gegenwärtige Aufforderung bekannt gema

Brumath, den 17. November 1882.

Der Gerichtsschreiber : Dirol f.

[49340]

Nachdem bezüglich des im Zwangsversteigerungs- verfahren verkauften, früber der Arbeiterfrau Wiencke zu Schwaan gehörigen Wohnhauses Nr. 333 daselbst das Verfahren aus $8. 73 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Mai 1879, betr. die Zwangsvollitreckung in das unbewegliche Vermögen wegen Geldforderungen, flattgefunden hat, und Erinnerungen innerbalb der zweiwöcigen Frist niht erhoben worden sind, ift von dem Großherzoglichen Amtsgericht Termin zur Abnahme der Rechnung des Seguesters angesevt auf

Mittwoch, den 6. Dezember 1882, Vormittags 11 Uhr, Zimmer Nr. 3 des Amtsgerichtsgebäudes,

Die Rechnung des Sequesters über die Verwal- tung des Grundstücks während des Zwangsversteige- rungêverfahrens ist mit den Belägen an Einücht e LYeNgten in der Gerichtsschreiberei nieder- geleat.

Schwaan, den 16, November 1882,

L Schutte, Ger.-Dtr., int. Gerichtss{reiber des Großherzogl. Mecklenburg- Schwerinschen Amtsgerichts.

[49329] Aufgebots U.

Auf Antrag des Seefahrers Carl Klänhammel in Klockenbhagen, des Schiffszimmermanns Adolph Klänhbammel in Ribniti und der verehel. Joh. Ahrens, geb. Caroline Klänhammel, in Klockenhagen hat das unterzeichnete Gericht beute durch Aus\{luß- urtbeil die beiden Hypothekenscheine vom 14. i 1861 über die in das Grund- und Hypothekenbuch der Büdnerei Nr. 41 zu Klockenhagen Fol. 6 für den Matrosen Joachim Klänhammel und Fol. 7 für die verehelichte Joh. Ahrens, geb. Caroline Klänhammel, ein enen Forderungen auf ein aner und bis

m Ableben der Altentheiler Gbristian Kl hammel- siven Eheleute zu Klockenhagen unkündbares Kapital von {e 33 Thlr. 16 fl. Courant für kraftlos erklärt.

1) den 15, November- 1882.

. Mecklenb. -Sw. Amtsgericht. ur aubigung :

ber : A. Beister, «Geb,

a AutsHlußurtheil des Kulelicden Amte- f Dani 1811 ju (Wedselburg (geb ift der am 4, 1811 Wecbselburg geborene worden. n Rothligz, den 10, November 1882, E Lobe.

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