1883 / 10 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

AFy A. e: s

ibi

E E Inserate für den Deutschen Reibs- und Königl. ! Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels- regifter nimmt an: die Königliche Expedition

des Deutshen Reihs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staals-Anzeigers : Berlin 8W., Wilhelm-Straße Nr. 32.

Desfentlicher Anzeiger.

1, Steckbriefe und Uniersuchungs-Sachen. 2, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen

u. dergi.

| 5, Industrielie Etablissements, Fabriken : und Grosshande!. | 6, Verschiedene Bekanntmachungen.

3, Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen ete. | 7. Literarische Anzeigen. 4. Verleosung, Amortisation, Zinszahlung | 8. Theater-Anzeigen. ] In der Börsen-

n. s. w. von öffentlichen Papieren.

| 9, Familien-Nachrichten. beilage. M

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des

„Zuvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasensteiu

& Bogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte,

Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen - Bureaux.

Steebriefe und Untersuchungs - Sachen.

Stekbrief. egen die unten beschriebene Köchi “pet: n A g Mg pas x es E E neral-Bevollmäcbtigter des Freiberrn v. welche flüchtig ist, ift die Untersucbungshaft wegen Diebftabls verhängt. Es wird ersudbt, dieselbe zu

Akten J. 1. 3499/80 Könialidbe Staatsanmwaltscaft fred: Alter ca. 42 Iabre, Statur klein, !dmadwbtig, Haare dunfelblond, spärlich aro elirt c 2 c : ca; trägt e E Zopf, Sibae, N Dberkiefer s Normann bat, T: r Be E Le Die Licferung von ungefähr 6 Ctrn. raffinirtem | senden. Die Lieferungébedingungen können im Bÿ- vorn 2 falsde Zäbne, Gesichtäfarbe fris, röthlih. | $0 gegen Franz Smidt da), Dd. IV. Bl. 29 | Dre 2 Es «e Wesiidieaa Se ne, O déi e R Abth. T1]. sub 1 gegen Lorenz Smidt das, Bd. I. | Seife, 14 Ctrn. grüner Seife, 42 Ctrn. Soda, | oder gegen Einsendung dec Kopialien von 1 K bee 3 à Ctrn. Fistbran für die unterzeibnete Anstalt | zogen werden. Beim Einfordern der Bedingungen 2 | und 7# Ctrn. raffinirtem Brennöl, 66 Pfd. Stearin- | ist zu erklären, für wel<he Gegenstände eine nähere liten, 123 Ctrn. weißer Seife, 6 Ctrn. grüner | Beschreibung gewünscbt wird.

unten vollständig getrennte Ohrläppchen.

In der Strafsabe gegen den Militärpflichtigen

1936 S i S den unten besbriebenen Maurer Chri- Swuldner, ftian Schönau von Ernstroda bei Waltershausen, welcber flücbtig ift, ist die Untersuchungshaft wegen E Körperverleßung ige 7 Í

Fs wird ersudbt, denselben zu verhaften und in das | 5. A Amtégerictäacfänzriß zu Sclo5 Tenneberg bei | Reinertrag 228/10 Thlr., Waltershausen abzuliefern.

Schloß Tenneberg, den 8. Januar 1883.

Alter 30 Jahre, Statur klein, unterseßt, Haare blond, Stirn bo, Augenbrauen blond, Nase pro-

portiorirt, Zähne gesund, Gesicht rund, Bart obne, | 7, L*L - ertr - E t n füaung eines kurzen, selbst gescrieb Lebenslaufs j gesund, rund, Bc ; Wi 2 2ung s kurzen, selbst ges{riebenen Lebenslaufs Augen blaugrau, Mund vrovortionirt, Kinn oval, | libe, fideifommifsarisbe, Pfand- und sonftige dingliche

Rechte, insbes ondercServituten und Realbere<tigunzen

esihtéfarte gesund. Besondere Kennzeichen: keine. ; E D Gesichtsfarbe ge Be Kennzeih zu haben vermeinen, werden aufgefordert, selbige im

Cassel, den 9, Januar 1883.

Bl.

Hannover, den 6. Januar 1883.

Hellweg. Die Richtigkeit vorstehender Assistent, Ge-

In

best,

Herzoglib Sacbs. Amtsgericht. Il. Beschreibung :

Subhastationen, Aufgebote, Vor-

[1948]

Der 1) Anton Iosef Be>er und 2) Iohann Cor- nelius Be>ker, Bauunternehmer zu Münster, ver- treten durd Rechtsanwalt Iustizrath Rath T. zu Bonn, klagen gegen die Maria Ursula Be>er, ohne Geschäft und obre bekannten Wohn- und Aufent- baltéort, wegen Theilung, mit dem Antrage auf Bestätigung des von dem Königliden Notar Justizo

mit der Aufforderung, rihte zugelaffenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwe>e der éfentliben Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gematht.

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

Gerichtsschreiber des Königlihen Amtsgerichts I.,

[1778] _____Aufgebot. _ Am 29. Mai 1874 starb bierselb der Handels- | der den Anges&uldigten möglicherweise treffenden e bödbsten Geldstrafe und der Kosten des Ver- Derselbe war der Sohn | fahrens das im Deutshen Reiche befindliche Vermögen des Angeschuldigten mit Beschlag be- legt. Hannover, den 6. Januar 1883. König- liches Landgericbi, Straffammer Ila. gez. Meder. P! 5 i Sr Busse. Hellweg. Die Richtigkeit der Abscbrift be- feine Eb:fcau Anna Gertrud Iosevba Steven. In | glaubiat. Sc<bröôder, Assistent, Gerichtsschreiber Ermangelung von Deêcendenten und Gesbwistern | des Königl. Landgerichts. find zur Erbschaft des Wilbelm Freese die Aëscendenten der vôterliden, wie der mütterliden Linie berufen. Alle Diejenigen, welde Erbansprüche zu haben vers meiner, int besondere etwaige Verwandte des Vaters des Ertlaferê, werden aufgefordert

mann Wilhelm Freese obne Hinterlaffung einer lettwilligen Verfügung. des zu Kafsel auf Rücen, nab einer anderen, aber wokl irrthümliwen Angabe zu Stralsund geborenen und im JIohre 1848 bierselbît verstorbenen Gottlieb Philipp Freese (aub Friedrid Freese genannt} und

ihre Ansprücbe anzumelden unter der Verwarnurg,

daß na< Atlauf obiger Frift die Auéft:llung der

Ertbesbeinizung erfolzen wird. Düsseldorf, den 29. Dezember 1882.

ladungen u. dergl. Oeffentliche Zuftellung.

Donner, [1945]

Nitschke bier, Neue

ung wird dieser Wolff, Amtsgeribts-Sekretär,

Abtbeilung 4.

325

Abth. II]1. sub 1 gegen

52 Abtb. ITIT. sub 2 gegen Dürwald daf., Bd. I. Bl. 62 Abth. III. sub geäen Ebefrau Marx Hücelheim das., und Bd. IV. Bl. 24 Abth. 111. zub 6 gegen Franz Susewind daf. | Seife, 3 Ctrn. Soda und 28 Ctrn. Petroleum Ernst Emil Gustav Maiwald, geboren am | übertragene Post lautenden Hypothekenurkunde vom 12, Iuli 1859 zu Hirschberg in Scblesien, zuleßt in Rinteln aufbaltsam, wird, da der Angeschuldigte des Vergebens gegen S. 140 Absaß 1 Nr. 1 des 3 0 Strafaeseßbuis besculdigt ist, auf Grund der | vor dem unterzeiwneten Gerichte an t : Q 8&8, 480, 325, 326 der Strafvrozeßordnung zur | gebotstermine seine Rebte anzumelden und die Ur- | im Geschäftzzimmer der Anstalt, woselbst die Be De>ung der dem Angaes&uldigten möglicherweise | funde vorzulegen, widricrenfalls die Kraftloserklärung | dingungen und Proben ausgelegt sind, entgegen treffenden bêcbsten Geldstrafe und der Kosten des Verfabrens das im Deutschen Reiche befind- liche Vermögcn des Angeschuldigten mit Be- schlag belegt. e Königliches Landgeriht,Straffammer Ia. gez. Meder. | [1938] Vut?îse Abscbrift beglaubigt: S<{röder, ribtéscbreiber des Königlichen Landgerichts.

13./22. Dezember 1848 beantragt. Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf

den 7. März 1883, Es 10 Uhr,

foll der demselben gehörige, Fo! Fol. 21 Grundbus Nüttermoor registrirte Grund- bestehend as einer Weide, Blatt 9 Parzelle 32 Flurbu<8s Nüttermoor, groß 1 ha 41 a 36 qm,

[1954]

Die Verkündigung des Auss{luß-Urtheils, betref- fend den in Nr. 165/32191 des Anzeigers aufgebote- rath Gansen zu Bonn in Gemäßheit des Urtbeils j nen Wecbsels über 1645 # erfolgt im Termin den der II1. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Bonn vom 8. April 1889 am 18. November 1882 aufgestellten Tbeilungsstatus, und laden die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 2 II. Civilkfammer des Königlichen Landgerichts zu | [1937] Bonn auf

den 15. März 1883, Vormittags 10 Uhr,

[1950] Aufgebot. Der Recbttanwalt Lohmann in Brilon als Ge-

der Urkunde erfolgen wird. Biage, den 23. Dezember 1882.

Königlicbes Amtsgericht.

Verkaufs-Anzeige nebst Ediktalladung.

Zwangéêvollstre>ung#sachen gegen

¿wangéweife in dem dazu auf

Donnerstag, den 8. März 1883, Nachmittags 3 Uhr,

obigen Termine anzumelden und die darüber lauten- den Urkunden vorzulegen, unter dem Verwarnen, daß im Nichtanmeldungsfalle das Ret im Verkbältniß zum neuen Erwerber des Grundstücks verloren gehe. Leer, den 3. Januar 1883.

Ksönizliches Amtsgericht. I. v. Nordheim.

Bekanntmathung.

27. Januar 1883, Vorm. 113 Uhr. Ratibor den 8. Januar 1883. Königliches Amtsgericbt, Abtbeilung IF.

Bekanntmachung.

Das Aufgebotéverfahren bezüglid der Gläubiger p ete, L OSSN Ds 9 Wei- einen bei dem gedachten Ge- | ferêdorf ist dur@ Auss<{lußurtheil beendet. ite Löweuberg, den 4. Januar 1883.

Königliches Amtz3gericht.

In der Montag'scben Aufgebotssache erkennt das Königl. Amtsgericht zu Labiau dur< den Amtsrichter

alle:

[1946] Oeffentliche Fuctaus. Y 1)

Der Sóneidermeister C Grünstraße 14, flagt gegen den Kaufmann Mar Blod>, früher bier wobhnkaft, jeßt seinem Aufent- 2) balte nad unbekannt, wegen feiner Forderung von 172 Æ für im Iabre 1880/1881 gelieferte Kleidungë- stüde beziebungêweise Scbhneiderarbeiten, mit dem Antrage auf Verurtbeilurg des Beklagten zur Zah- | [1944] lung von 172 M nebst 5 Prozent Zinsen seit dem Tage der Klagezustellunz und ladet den Beklagten zur mündlidben Verbandlung des Rechtsstreits vor | Sulz das Körnialihe Amt2geriht T. zu Berlin, Abthei- [ung 4, auf

den 10. März 1883, Vormittags 9; Uhr,

Jüdenstra®e Nr. 69, 1 Trevve, Zimmer 82A.

Zum Zwede der öffentlichen Zustell Auszug der Klage bekannt gemacht.

der Na>la5 des zu Er. Baum verstorbenen

Altsiters und Tischlers Carl Montag wird

dem landes8herrliden Fitkus zugesprochen,

die Kosten des Aufgebotéverfahrens find aus

dem Nacblaß vorweg zu entnehmen. Königliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Zufolge Zurü>nahme des Antrages auf Aufgebot der unbekannten Erben der unverehelihten Ernestine

alias Sul aus Neisse wird der auf den

7. März d. I. vor dem unterzeihneten Amtsgericht anberaumte Aufgebotstermin biermit aufgehoben. Neisse, den 5. Januar 1883.

Königliches Amtsgericht.

In der Strafsache gegen den Militärpflichtigen Wilhelm Christian Georg Rimroth, 8. Februar 1861 îin Heimfeld, zulegt in Hannover aufenthaltsam , wird, da der Angeschuldigte des Vergebens gegen 8. 140 Absatz 1 Nr. 1 des Straf- gesezbubs besculdigt ist, auf Grund der 88. 480,

geb. am

326 der trafprozeßordnung zur De>ung

[1986] bis zum 1. Mai 1883 Winter

Königliches Amtégericht. III. Hartwich.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen 2c. Bekanntmachung.

Die Ciénutung auf der Oberspree von der Ober- baums-Brücke bis zur Berliner Weichbildêgrenze soll anderweitig auf drei hintereinanderfolgende

von jeßt-bis 31, März 1885 im Wege des

Meistgebotes verpachtet werden. Gs ift ¡u diesem Zwe>e ein Termin auf

Montag, den 15. Januar 1883, Vormittags 10 Uhr,

Papen zu

Friedri Wilbelm

Der Inhaber der

eraumten Auf-

Berlin, den 12. Januar 1883. Der Domainen-Rentmeister.

Bekanutmachung.

D

den im Wege der Submission übertragen werden. Versiegelte Offerten werden bis zum 26. Zannar d. J., Vormittags 10 Uhr,

Submittenten geëfnet.

anzuerkennen.

Potsdam, den 9. Januar 1883. Königliches großes Militär-Waisenhaus.

einseben oder gegen Einsendung von 75 -\ frei zu-

Babnhofs-Restauration Stallupönen“ bis Dienstag, den 20. Februar cr., Vormittags 11 Uhr, an uns einzusenden. Jeder Bewerber hat unter Bei-

und etwaiger Zeugnisse als Offerte ein oben er- wähntes Vertrags-Eremplar, in welches die von ibm offerirte Pacht eingetragen ist, mit Vor- und Zunamen deutli unterscrieben, einzureicen, Königsberg i./Pr., den 3. Januar 1883, König- liches Eisenbahn -Betriebs-Amt.

Die Ausführung der Erdarbeiten auf der Eisen- bahnstre>e Ortelsburg-Johanniéburg, und zwar des Looses 20 von Station 835,50 bis Station 1020 iwmiscben NRudczanny und Johannisburg mit 86 761 cbm Boden, 607 a Böschungen und 839 a Rodungs- fläben foll verdungen werden. Submissionstermin am Donnerstag, den 8. Februar 1883, Vor- mittags 11 Uhr, im te{nis<en Bureau N., Vic- toriastraze Nr. 4, bierselst, Zimmer Nr. 14, bis zu wel< m Offerten mit der Aufschrift „Offerte auf Erdarbeiten für die Eisenbahn Allenstein-Jo- hannisburg“ frankirt uns einzureichen sind. ie Bedingungen liegen bei dem Bureauvorsteher Eisen- babn-Sekretär Pasdowsky, Victoriastraße Nr. 4, hieselbst und îin dem Abtheilungs-Baubureau zu Jo- bkanniêturg aus, werden auch von diesen gegen Franko- Einsendung von 3 M abgegeben. Bromberg, den 9. Januar 1883. Königliche Eisenbahn-Direktion.

[1933] Bekanutmachung. Die Lieferung von 2200 Bettungsbokblen, 257 Bettungsrippen, 21 Halbbsljzer, 4 Balken und l 48 Rippenstüdke, sämmtlich von kiefern Holz, soll in öffentliher Sub- mission vergebea werden. Hierzu ist Termin auf Dienstag, den 30. Januar 1883, _ Vormittags 10 Uhr, im diesseitigen Bureau angeseßt, bis zu welchem ver- siegelte Offerten mit der Aufscrift: „Submisfion auf die Lieferung von Bettungs-Hölzeru“ ein- zureiben find. Die Bedingungen liegen im diesseitigen Bureau zur Einsicht aus und können au gegen Einsendung von 1 M abî(riftlib bezogen werden. Artillerie-Depot Thorn.

Bekanntmachung. Die Lieferung der Dekono- mie- und Arbeitêbetriebs-Bedürfnisse für die hiesige Königlide Strafanstalt während der Zeit vom 1. Arril 1883 bis ult. März 1884 foll im Wege der öffentliden Submission vergeben werden. Die Anftalt bedarf circa: 1) 900I kg Gerstenmehl, 2) 1500 kg Weizenmchl, 3) 200 kg Hafergrüte, 4) 4500 kg Buchweizengrütße, 5) 2800 kg Gersten- grüße, 6) 1100 kg gebrannten Kaffee, 7) 12 000 kg Erbfen, 8) 7500 Bohnen, 9) 6700 kg Linsen, 10) 3000 Eg ordin. Graupen, 11) 250 kg feine Graupen, 12) 5900 kg Reis, 13) 2500 kg Sauer- fobl, 14) 350 kg Fadennudeln, 15) 600 kg Butter, 16) 2000 kg Sped>, 17) 1370 kg Nierentalg, 18) 6500 kg Rindfleish, 19) 2800 kg Schweine- fleisd, 20) 359 kg Hammelfleish, 21) 700 kg Kalbfleisch, 22) 150000 Roggenbrod, 23) 8000 kg feines Ee 24) 1500 k

Semmel, 25) 20 kg Zwieba>, 26) 400 kg getro nete Aepfel, 27) 50 kg geba>ene Pflaumen, 28) 32000 1 Milch, 29) 5000 1 Bier, 30) 1800 1 Essig, 31) 909 kg Syrup, 32) 6009 kg Wasseife, 33) 1 kg Oelseife, 34) 1200 kg frystallifirte Soda, 35) 290 kg Chlorkalf, 36) 400 kg Stbrenz- papier, 37) 249 kg Scbuhwise, 38) 60 kg Fisch- thran, 39) 12009 kg Roggenstroh, 40) 100 Stüd>

wollene Lagerde>en, 41) 100 grauen Zmirn,

Brennöl, 3 Citrn. Stearinlicbten, 16 Ctrn. weißer | reau des Oefkonomie-Inspeitors vorber eina

Auéwärtige, binsitli$ ihrer Lieferungsfäbigkeit und ibrer Vermögenéverbältnisse hier unbekannte | toffeln für die in der Zeit vom 1. April 1883 big Unternehmer haben dur eine beizufügende amtlidbe | ultimo Scptember 1883 in Kiel auszurüstenden oder Bescbeinigung ihre Qualifikation zur Lieferung nah- | diefen Hafen anlaufenden Schiffe und Fahrzeuge der i ; i; : Ï ä zuweisen. / den Landwirth Hinderk G. Reinders zu Nüttermoor, | Uellen

N Band 2

Bekanutmahung. Die Bahnhofs - Restau- ans zu Stal!upónen soll vom 1. April La ab anderwetiîg vervatet werden. Interessenten können | vergeben werden. Offerten sind portofrei und ver- den Vertrags-Entwurf bei unserm Bureau-Vorsteher | {lossen mit der Auficbrift :

gesci>t erhalten. Offerten sind portofrei und mit im Foenschen Wirthshause in Nüttermoor | der Aufschrift verfeben : anbecaumten Termine öffentliw versteigert werden. Kausfliebhaber werden damit geladen.

Alle, welche daran Eigenthums-, Näber-, lehnre<t-

im Amtslokale des Königliben Domainen-Rentamts | wollenes Strumpfaarn, 44) 89 kg Fablleder Berlin, Niederwallstraße Nr. 39, anberaumt, zu | 45) 400 kg Soblleder, 46) 60 kg Brandsoblleder a E des S L P L welem E u dem Domes Ee E E Fg niet, 48) 1200 kg W Daus Lode bei Werl hat das Aufgebot der über die | werden, daß die Bedingungen in dem gedadtten | 4 2000 Kk ebrannten Kalk, 50 zu Seemduse von Antfeld Bd. L Bl. 54 in E e N d - i eil j erbaft S 3 as Laudgerichis-Geiänanil . 80 für ihn gegen Peter, jeßt Lorenz Frie- | zur Einsicht ausliegen. B m N d d a, 7 T D burg eingetragene und von da nab Bd. 11. Bl. 36 d / Abtb. 111. sub 2 geaen August Hü>ker und Wittwe

S tinzing. Be- Anton Hü>ker zu Antfeld, naþ Bd. I1. Bl. 37 Ko E ) Maurer Mar Hü>elheim

das, na< Bd. T. Bl. 31 Abth. IIl. sub 3 gegen | [1932]

eizenstärke, Tonnen

Amtélokale an den Wotentagen von 10—2 Uhr | Portland-Cement, 51) 500 kg Leinöl. Oferten os

wie Proben find von den unter Nr. 1—12, 14, 2% 27, 30—33, 36, 37, 38, 40—48, 51 benannten Ge; genständen. portofrei und verfiegelt mit der Auf rift: „Offerte auf Oekonomie- pp. Bedürf- uiffse“ bis zu dem auf den 25. Januar 1883 Vormittags 10 Uhr, anberaumten Termin einzy-

gesehen,

? 1 i: Die Offerten, in r | welben bei den Gegenständen ad Nr. 16—31, 38,

die Arftalt zu Pres für die Zeit vom 1. April | 40—46, 50 die Preise pro Kilogramm, Liter d. I. bis Ende März 1884 foll den Mindestfordern- | bei allen übrigen pro 100 kg anzugeben int

müssen die Erklärung enthalten, daß Submittent die vorgesriebenen Bedingungen Tennt und dana zu liefern bereit ift. Die Verpfleguncs-Gegenstände - {find na< täglihem Bedarf tägli arzuliefern, - | während die übrigen Oekonomie- pp. Bedürfniffe

genommen und in Gegenwart der etwa ersienenen | auf besondere Bestellung zur Anlieferung gelangen.

Celle, den 8. Januar 1883. Königliche Straf-

Die Bedingungen find von den Submittenten zu | anstalts3-Direktion. unterscbriiben, oder in den Offerten als maßgebend

[1934] __ Bekauntmachung. Der Bedarf an friscem Brod, Butter und Kar-

Kaiferlichen Marine, sowie der Bedarf an frischem

Brod und Fourage für die in Kiel, Gaarden und

Friedriêéort stationirten Marinetheile foll im Wege

offentliber Submission am -

„Mittwoch, den 31. Januar cr., Mittags 12 Uhr,“

„Submission auf Liefernng von Fris{hproviant pro x. Semester 1883/84“

„Offerte auf Pacbtung der | an die unterzeibnete Intendantur bier Friedrich-

straïe 11 bis zum Beginn des Termins einzu- 4 E Die Lieferung8-Bedingungen liegen in unserer Registratur, in der Expedition des „Deutsben Sub- misfions-Anzeigers“, Berlin, Ritterstraße 55, und in der Erpedition der Submissions-Zeitung „Cyvclop*, Berlin, Friedristraße Nr. 1 zur Einsicht aus und werden auf portofreies Verlangen gegen Baar- Einsendung von A 1,50 versandt. Kiel, im Jaruar 1883. Kaiserlichc Jntendantur der Marine-Station der Ostsee.

[1929]] Bekanntmachung.

. Von den gekündigten Wehlauer Kreisobliga- tionen sind folgende Nummern bisher zur Einlösung m>t prâsentirt : I. Emisfion Litt. B. Nr. 32 à 200 Thaler, II. Emisfion Litt. B. Nr. 2 4 23 à A0 Thaler, -= C. Nr. 34 35 36 69 70 126 S E à 100 Thaler. Die Inhaber dieser Obligationen werden darauf aufmerksam gemact, daß die Verzinsung mit dem Kündigungstermine aufgehört hat. Die Einlöfung der D ligationen erfolgt nur no< bei der Kreisfommunalfasse in Wehlau. Wehlau, den 8. Ianuar 1883. Der Kreis-Ausschuß des Kreises Wehlau. Dr. Bien ko.

Verschiedene Bekanntmachungen.

Die Kreis-Thierarzt-Stelle des Kreises Neu- stadt O./S., wele dur<þ das freiwillige Aut- scheiden des Königlichen Kreis-Thierarztes Naczynski in Ober-Glogau vacant wird und mit welcber ein etatêmäßiges Gehalt von jährli< 900 # verbunden ist, soll baldigst anderweit beseßt werden. Qualifizirte Bewerber um diese Stelle wollen fi unter Ein- reibung ihres Fähigkeitezeugnisses, eines vollständigen Lebenslaufes und sonstiger Personalpapiere inner- halb 4 Wothen bei mir melden. Die etwaige Verlegung des Wohnsißes des Kreis-Thier arztes nah Neustadt O./S. bleibt vorbehalten. Op peln, den 4. Januar 1883. Der Regierungs-Präsident.

Monats-Uebersicht

[1942] der Communalständischen Bank sür die Preussische Oberlausitz ultimo Dezember 1882.

Activa. a 268,158.— M Wechsel. 12,260,403.— » Effecten . A 205,719.— Contocorrent - Forderungen gegen

Sicherheit s 7,458,455.— s Grundstück- u. diverse ausstehende Forderungen ¿ 227,327T.— »-» Pass8iva.

Stammcapital (S. 4 des Statuts) 4,500,000.— Reserve-Fonds . .., , , 1,125,000.— Depositen-, Giro- und Obligations-

: 7,201,993.— s

Conto . e E Gutbaben von Privatpersonen . 6,981,568.— s Görlitz, 31. Dezember 1882. Communalständisohe Bank für die Prenssisohe Oberlausitz. Redacteur: Riedel. Berlin;

Verlag der Exr)edition (Kess\el.} Dru>: W. Elsner.

Fünf Beilagen

os

42) 40 kg gefärbten Zwirn (dunkelblau), 43) 200 kg

(eins<ließli< Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Auzeiger und Königlih Preußischen Staats-Auzeiger.

„1: 10-

Berlin, Freitag, den 12. Januar

fs.

mm

Nichtamfkli®es.

9 en. Berlin, 12. Januar. Jm weiteren E der gestrigen (30.) Sigung des Reichstags +- bie Berathung des Antrags Liebkneht und Gen., e reseith »ie Aufhebung sämmtlicher im Deutschen t Y bestehender Ausnahmeget]eLe, fortgesezt. Nach dem Antragsteller, Abg. Liebknect,_ nahm der Bevollmächtigte zum Bundesrat, Königlih sähsish2 Gehe:me Rath Held,

wie fo!gt, das Wort: E, Ae © = “saube verstanden- zu baben, daß der Or. Aba. Liebkneßt

“vie Bebaurtung aufstellte, daß na ciner Correspondenz eines

n Len Polizeibeamten mit einem gewisscn Schmid ein Big mit tem Scheunentbor gegeben fei, daß zur Zeit der jüngsten Au-

* 1e Sr. Majestät des Kaisers in Sachen ein Attentat ers M La : zewesen wäre. Ich will zunäcst now meinem Gehör miß- wun S S ersuche den Derrn Abgeordneten um Auskunft, ob ich

Ura erstanden habe. (Der Abg. Liebknedt bejaht es.) Dann r zunädcst zu erklären, deß ih das, was id wünsÞte, X Tbe, id habe nämli den Vorwurf ais bier gesehen fon- S “53 fönnte nun vielleicht angezciat eriweinen, aus den auf a anz wilifürlihen Interpretation beruhenden Vorwurf ¿{m Ausdru> der Entrüstung zu antworten, allei,

: » Herren, zur Entrüstung bringe id es nit. Nach me Tant würde daëjenige, was der Herr Abgeordnete von dem j Ae Elsaß-Lothringen vorbin bebaurtete, mit viel größerem

Se f ieine Behauptung angewendet werden können, Ret LAIS j , E S : t vhroiai daf i; cin 5 Ge nämli mehr als ein PBerbrewen, day le ein das P ORE / E :Zble iv alle Ttejentgen S r it und UntTer Fchler ¿aDiEe an TIe]IeN E N aiicen, welche über das Ziel binauéswießen. Ic balte mi A anericuct, daß die Behauptung als eine úber das Ziel hinau®- Cieied. von dem boben Hause empfunden worden ift. Aber selbft, s dor Herr Abgeordnete das Ziel auß:rhalb des Hau!es nid gefeßt baben ‘¡ellte, fürcte ic von seiner Behauptung keine üble Wirtung;

e eung wird im sächsischen Volk, sie wird in Sr. Majestät M e Me uns au herrlihe Tage einer bogehenden atc wen und edlen Begeisterung nit trüben. 5 A Der Abg. Dr. Windthorst bemerkte, es habe ihn gefreut, as der Abg. Liebkne<t wenigitens einmal versucht have, Ilar- uleger, daß die Sozialdemokratie geneigt set, den Leg der Reforni wieder aufzunehmen und den der Revolution zu ver- lassen. Gelingen werde aber ein folie Versuch e E t als vis die sozialdemokratishen Avgeordncten alle revolutio- nâren Kundgebungen ihrer Partei atfolut desavouirt hätten. Die Geltungszeit des Sozialistenge)eßes 1e! gefeglich ver: längert worden; diese Zeit jet no< nicht abgelaufen; da wäre es bedenkli<, jest plöglih die Aufhevung des Geseves zu beiéließen. Wenn die Sozialdea:okraten in ihren Antrag auh andere Ausnahmegeseve, an denen ibnen thatsächlich nicht viel aeegen sei, aufgenommen ten, fo fei dies nur geschehen, weil diesclven eine Staffage haben_ und Stimmen fischen wollten. Ehe der Reichstag das Sozialisiengefeß E müsse die Sozialdemokratie vor allem eine audere Stelung einzcnommen haben; sie müsse ihre revolutionâren Ziele aufs geben: revolutionäre Ziele bekämpfe man eben nur mit revo- iutionären Mitteln. Die Sozialdemokratie müsse ferner flar und bestinmt jede Gemeinschaft mit dem russi- hen Nihilisomus abschwören , ]2des Liebäugeln „mit ieser verworfenen Gesellschaft aufgeben. Die Nihiliften mögen ja re<t #s{öne Ziele haven, ihre Mittel aber seien Brand und Mord; (Nuf: Sivirien .) allerdings seien diese Viittel so, daß Sibirien als Strafe dajür gerechtfertigt sei. (Nuf: Sibirien war aber son vorher !) Es ci ihm wichtig, daß er durch die Zwischenrufe gewissermaßen eine Bestatigung für seine Vermuthungen erbalte, und das es wirkli Menschen gebe, die jene verwerfl[i<hen Mittel, ret fertigten. Er sage den Sozialdemokraten, wollten dieselben eine Neform auf ruhigem Wege, 19 fônne man diskutiren, wollten sie Gewalt, so werde man diese mit Gewalt zurüd- weisen. Die bestehende Ordnung in der Gesellschast, im Staat, in der Kirche dürfe nicht bescitigt „werden. So lange die Sozialdemokratie die Nihilisten in Rußland und die Kommune in Paris nicht abfolut verleugnet habe, so lange werde sie ihr Ziel nit erreichen, Man müßte aufhören, wie es erst vor Kurzem S hoher Stelle aus gestehen je, ängstili< naczuforscen, 0 nit zu viel barmherzige Schwestern vorhanden seien, gerade diese kämen in die Familien der Armen und seien geeignet, die Sozialdemokratie praktis zu bekämpten. Männer, die so urthe:lten, seien gar nicht fähig, das Staatsleben richtig zu beurtheilen. Mache man die Kirchen frei, dann werde Lin das beste Mittel gegen die Sozialdemokratie haven. Der An- trag enthalte zu heterogene Dinge, als daß derselbe ihm sym- pathish sein könnte; es widerspreche dem gesunden menschlichen Gefühl, die Ausschreitungen der Sozialdemokratie mit den Strafbestimmungen gegen die Geistlichkeit in Verbindung zu bringen. Er werde gegen den Antrag stimmen, ohne damit seiner Abstimmung irgendwie zu präjud1ztren, went es sich einmal um Aufhebung pi im Antrag genannten Ausnahme- bestimmungen handeln solite. f : Der Âbg. Mager erklärte, die Gruppe der Nen werde für den Antrag stimmen, zu dem jie eine dur Qaue 9 é jektive Stellung einnehmen könne, da sie von keinem der nd nahmegeseze bis jegt berührt worden sei. Mit deut 4 Windthorst sei er nun der Meinung, daß die Urhe L n Antrags einen praktischen ernstlichen Âed, wenn üdez aue verfolgt, jedenfalls verfehlt hätten. „Fn seiner Allgeme Le trage der Antrag den Keim des Todes in sich, und es müßen ihm Feinde rets und links erstehen. Aber nahdem der Antrag einmal da sei, müsse man Stellung zu demse e nehmen. Die Antragsteller hätten den gehler gemacht, ihren Antrag niht in eine Reihe von Anträgen zu zerspalten; denn so wäre die Möglichkeit „vorhanden, n um die Abstimmung im Ganzen herumzudrüen. Der Abg. Windthorst habe erklärt, er (der Abg. Windthorst) sei zwar prinzipiell cin Gegner jedes dieser einzelnen Gesege, für e gleichzeitige Aufhebung aber wolle er nicht iri p E er selbst zugestehe, daß das Sozialistengesez unheilvo gewirkt abe. Der Abg. Windthorst verlange vor Beseitigung E usnahmegeseß2s, daß die dadurh Betroffenen gewi}}ernmaben Besserung gelobten und versprähen, mit der ihnen wieder- ährtet 5 i ti U llen. Wenn gewährten Freiheit keinen Mißbrauch treiten zu w09 a E nan auf ein solhes „pater peccavi“ warten woe, Tan

werde man no< lange Zeit kein Ausnahmegescß aufheben können. Aber die Erfolge dieser Geseße seien derart, daß man ihre Beseitigung dringend wünschen müsse. Ueber den Kulturkampf, von dessen Schädlichkeit er überzeugt )el, zu sprechen, fönne er den daran betheiligten Herren über- lassen. Die Verhältnisse in Elsaß-Lothringen seien dur die Diktatur-Paragraphen nit besser geworden, und die Stim- mung, die das Deutshe Reih wünschen müsse, hätten die Diftatur-Paragraphen in Elsaß-Lothringen _ niht zu erzeugen vermodt. Ebenso wirkungslos sei das Sozialistenge)eß gé- wesen. Es sei gerade zu der Zeit erlassen, als die früber rein negative sozialdemokratishe Partei fich hier an der Ge- setzgebung zu betheiligen angefangen habe. Das Sozialistengeseß habe dieser Betheiligung sofort ein Ende gema ; es habe die programmatischen Forderungen schärfer gemacht. Das teten die erkennbaren Wirkungen des Sozialistengesczes. Die Att der Handhabung dieses Gefeßes müsse die Anhänger dieter Partei erbittern. Aver auch das eigene Ansehen des Reichstags im Jn- und Auslande könne nit dadur gehoven werden, daß

‘jedes Polizeiorgan die mitberufenen Vertreter des deutschen

Volkes in der Ausübung ihrer politishen Rette hemmen könne. Die Politik der Ausnahmegesete gehe jeßt schon ins zehnte Jahr. Einmal habe sih der Reichstag ermannt, und mit großer Mehrheit bes{lossen, die Aufhebung des Gesetzes über die unbere(tigte Ausübung der Kirchenämter zu bean- tragen. Die verbündeten Regierungen hätten diesem Antrage ihre Zustimmung versagt. Wer für die Ausnaymege?eße gestimmt habe, seitdem aber erfannt habe, daßhte nicht nüßlich, daß sie ogar schlimm gewirkt hätten, müsse diese seine be}eré Erkenntniß jevt offen auésprecen; eine solhe Erklärung geh? allerdings gegen die Natur des Mens>ken und namentlich gegen die Natur der Regierungen. Es sei kein glü>licher Erfolg der inneren Po- litif, wenn man nah 10—12 Jahren so weit gekommen lei, daß Hunderttausende und Millionen im deutschen, Vaterlande si im Zustande der vollständigsten Unzufriedenheit befänden. Er mißbillige diese Politik der Ausnahmegeseygevbung aus re&tlicen wie auch aus praktis en Gründen ; er wünsche, daß man bald auf den Boden des gemeinen Rechts zurückfehren möge, und in diesem Sinne würden er und setne politischen Freunde für den e D, au< wenn derselbe keine Aussicht auf Annahme habe. S E

9 Bn Aba. iter (Hagen) bemerkte, diese Debatte würde nit unfruchtbar sein, auch wenn sie nichts anderes zu Lage gez fördert hâtte, als die interessante Erklärung Liebknechts über das Verhältniß der Konservativen zu den Sozialisten, in Be- zug auf welches derselbe fo sa<kundig als kompetent 121 und wobei er (Redner) nit wisse, was er mehr bedauern solle: die Abwesenheit des Abg. Stö>er oder des Staats-Ministers von Puttkamer in diesem Saal. Das Programm der Fortscritts- partei, das Gleichheit vor dem Gesez ohne Ansehen des Standpunktes und der Partei fordere, have 1878 seine Fassung mit Rücksicht auf das damals eben erlassene So: zialisiengeseß erhalten ; eine Abstimmung Zu Gunsten desselben würde deshalb mit dem Standpunkt der Fortschrittépartei und der Zugcehörigkeit zu ihr nicht zu vereinigen sein. Er werde gegen die Verlängerung des Gescges stimmen. Er mache teil

Hehl daraus, daß er einen Antrag auf Aufh bung desselben stellen und seine Freunde ersuchen würde, dem Antrage zuzu- stimmen, wenn cine Mehrheit im Hau}e fÜr denselben zu er- langen Aussicht wäre, Der Abg. Windthorst, der Laa nee der Fortschriitsparte! gegen das Geseg gestimmt babe, N e heut: wiederum die Haltung der sozialifischen Redner bei dem Thema der Kommune und des Niyzilismus hecvorgeßoven. Daran habe sich seit damals wentg geändert, höchstens fei ihre Sprache seit dem Sozialistengeseß, das Del ins Feuer gegossen habe, etwas schärfer geworden. Wenn seine Partei aber für die Aushebung desselben sei, so geschehe dies E aus Na<hsiht, Konnivenz oder Sympathie _ für die, Sozial- demokratie, sondern weil seine Partei den Staat zu a Ee kfämpfung für stärker halte ohne jenes Gesetz als mit De E Er sage mit dem Abg. Bennig}en, daß jenes Geseg an 2 gita- tionskraft für die Sozialisten das überrage, was ihrer Agita- tion dur dieses Gesez entzogen sei. Denn n E der Geseßzgebung zur Rechtsungleichheit, und damit zur Un- gerectigkeit und Willkür müße eine solche Bewegung eher hüten und aus der Oeffentlizkeit in das Geheimniß gefähr- licher Vershwörungen zwingen. Habe nicht die Aujlôjung der Versammlung, in welcher der Abg. Kayser mit der Aeußerung M getreten sei, daß er (der Abg. Kayser) fich durch die Gesebe beschrän t sehe, so zu reden, wie er wohl möhte, für die Sozialisten E Reklame gemacht, als die gefährlichste Rede, die der Ldg. Kayser hätte halten können. Das Sozialistenge)es ihaîfe Märtyrer und nüge der Partei mehr, als es ihr {chade. Der Standpunkt der Rechtsgleichheit lasse seiner Partei auch s anderen Fragen eine ganz bestimmte und flare Stellung und schließe den Verdacht aus, daß sie h um eine Frage e drü>en wollte. Denn seine Partei habe zu jedem der C eseße, deren Aufhebung hier verlangt worden, jederzeit Ge ve- stimmte und klare Stellung eingenommen. Gleichwoh Ly der Antrag Liebkneht, so wie derselbe gestellt i nict annehmbar. Dem Prinzip _ der Mebg e eis ohne Unterschied der artei und des Standes e L er N trag weder formell no<h_- thatsählih Auedru>. / n n Standpunkte der allgemeinen Rechtsgleichheit tei da x sondere Militärstrafreht ein viel stärkeres Rusnahmegeies a e manche in diesem Antrag erwähnte Ausnahmege) eze. D habe wieder ein Vorfall der legten Tage gezeigt. y s<limmste Geselle einer endli<h überführten Ran ; ein Baron von S(leinig, habe sih der Haft enaogen, da as Militärprozeßrecht auf denselben Anwendung gefunden habe, u! E es sei ihm gelungen, si<_in das Ausland zu flüchten. Ler Antrag sei in diesem Sinne unvollständig, me N ihn aber vervollständigen, dann würden damit die La auf Annahme desselben no< verringert werden. Je T dieser Geseße habe besondere Freunde; aus ; peidge Sai, le denen Gruppen von Freunden der einzelnen Gesche könne L leiht eine Majorität gegen den Antrag im Ganzen as feßen, welche bei einzelnen Abstimmungen üver S e nicht vorhanden wäre. Der Antrag hätte vom S E N der Aufhebung des Sozialistenge)}eßes gar nicht unzwe>uäßig

gestellt werden können, als wie derselbe gestellt sei. Die Antrag- steller hätten wohl an das Prinzip „do ut des“ gedadt, es gebe ja au< noch eine andere Partei hier im Hause, die daselbe Prinzip in der Gesetzgebung befolge. Die» Speku- lation würde si in erster Reihe auf das Centrum beziehen ; dies habe auch der Abg. Windthorst herausgefühlt und zuerst zu diésem Antrag Stellurg genommen. Derselbe habe den Antrag sehr hart beurtheilt. Aeußerlih fei der Antrag dazu

gemalt, Staffage zu maten, Stimmen zu fischen. Woher die Sozialisten das wohl gelernt haben mögen? Jeden-

falls habe die Rede des Abg. Windthorst jede Hoffnung der Antragsteller vollständig zerjtört. Man gewinne aus dier Rede fast den Eindru>, als ob fie eine veränderte Stelung in dieser Frage allmählich hade einleiten sollen ; jedenfalls stehe sie gar nicht in Uebereinstimmung mit den früheren Reden deS Abg. Windthorst in Bezug auf diese Fragen. Der Abg. Payer halte den Antrag für verfehlt, da der Antrag aver einmal gestellt sei, wolle derselbe für ihn stimmen; das halte er (Redner) für eine faliche Taktik. Der Antrag tole offenbar eine gewisse Aufklärung namentlich der Centrums- partei gegenüber bewirken, und diefen Zwe> habe derjelbe verfehlt ; er glaube, im eigenen Jntcresse der Sozialdemokraten würden die Antragsteller am besten handeln, wenn ne ibren Antrag zurü>zögen. Wenn fie ihn dann in versWiedene Anträge, entsprechend den einzelnen Geseven, zerspalten würden, dann würden seine Freunde zu den einzelnen zxragen Zteäung nehmen können. Er zweifele nit, daß dann die Entiœeidung seiner Partei ausfallen werde, wie es threr früheren Haltung in dieser Beziehung und dem Parteiprogramine der Fort- scritispartei entspreche. i L Der Abg. Grad erklärte Namens seiner Parteigeno)en, er kföónne für den Antrag Liebkneht in dieser „orm nit stimmen, sei aber ein prinzipieller Gegner von Nuênabhme- gesezen, und behalte sich feine Abftimniung für den einzelnen Fall vor, wenn es si< um Aufhebung solcher Gesege handeln Bier Abg. von Magdzineki erklärte gleiWfalls, gegen den Antrag stimmen zu wollen, ohne seinen eventuellen Abjtim- mungen über die Ausnahmegeseße im Einzelnen damit zu äjudiziren. : As Tie Diskussion wurde ges&{lossen. Jm Sthlußworte ver las der Abg. Liebkneht den Brief, auf wilen si seine Be- hauptungen über das Vorgchen der sälsiizzn Polizei hin- sicztlih eines Attentatsfonds stügten, es tel erwieten, Daß die sâchsistze Polizei bestrafte Subjekte als Spione befolde. Er habe seinen Antrag deëhalv auf alle Ausnahmege!ege ausgedehnt, weil dies einfa dur scine Parteistelung bedingt fei, und er jeinen Wählern gegenüber eine Pflicht éz füllen müsse. Der Abg. Windthorst feine die Sozialdemo- fraten für Menschen zweiter Klasse zu halten ; Unrect bleibe aber Unrecht, ob es gegen fatholishe Geistliche oder gegen Sozialdemokraten verübt werde. Die Gemeinschaft mit den Nihiliften könne scine Partei nicht. abs<wören, weil sie solche Gemeinschaft ni<t habe. Das Volk werde die heutige Ab- stimmung zu würdigen wissen, und dana entscheiden, wr Deutschland reformatorish entwi>eln wolle und wer nis. Hicrmit {loß die ertie Berathung des Antrags und pa das Haus, nachdem die Verweisung an eine Kommi}!ion ab- gelehnt war, sogleich in die zweite em. Der Aba. Lipke {lug folgende Resolution vor: „Der Reichstag wolle bescliefen, in Erwägung, daß die fee, deren Aufhebung beantragt wird, nt? 1 harg steben, daß die Aufhebung des einen aud die Aud: andern bedingt und daß die Verbandlung Le : materien in einer und derselben Diéluition 110 nt iber den Antrag Lietknewt und Genonen zur Zageëor jugeben.“ E E Der Antragsteller befürwortete diese Resolution. Wenn im Antrag Liebkneht ein Prinzip liege, so anne es nur das sein, daß Ausnahmege]eße überhaupt nidt g'geden werden sollten. Dies Prinzip aber werde wohl nienand unbeding anerkennen können. Ein weiteres Prinzip fei 1n dem Antrag nitt zu erkennen, und da seine Partet sih an einer bloßen Demonstration der Sozialdemokraten nit betheiligen wolle, so wolle seine Resolution das Haus nur verananetn, über die Sache selbst zur Tagesordnung überzugehen, a Antrag zuzustimmen, 10 welchem die verschiedensten Re materien zusammengeworfen feln, bios um „Stimmen zu fischen.“ L L i s Miaide Der Abg. Dr. Stephani erklärte, feine poli ischen Freun? und er beklagten, daß man in Deutschland anomal® Zustände habe, durh wel<he Ausnahmege)eße bedingt würden. E Partei könne aber diefe Ausnahmegefeße_ nit eher ausheven, als bis die einshlägigen Verhältnijfe 1 gebessert e, andernfalls würde man Gefahren für das drsentlicze S heraufbeshwören. Da diefer Gedanke in der E E e niht Auzdru> finde, seine Partei es aber für nöthig alte, gerade hierauf klar und offen Gewidt zu legen, Er ene Partei gegen diese Resolution stimmen und bitte er das Haus, den Antrag Liebkneht ohne Weiteres abzulehnen. E Der Abg. Freiherr von Minnigerode bemerkte, aus seine politischen Freunde würden vielleicht für einfaWe Ablehnung des Antrags Liebkneht stimmen, um _möglichst ¡charf E drü>en, daß sie alle geseßlichen Meinungen at E Ausschreitungen der Sozialdemokratie aufrecht erbalten 8 s L Allerdings stehe er niht an, zu erklären, daß seine e zum Expatriirungsgeseß no< eben)o stehe e porlen Jahre ; aber es gehöre nicht seinem Husmmenvang N einen Antrag, der sonst einen rein sozialistishen har 5 habe. Auf die Aeußerung Liebknehts, daß es an dr re<hten Seite am lebhajtesten um die Sozialdenm0o rals ; geworben werde, würde er nit eingehen, _wenn a auh der Abg. Richter an diesem Märchen fel i Freude zu haben scheine. Keine Partei sei von A herein, als der Liberalismus noch sehr nes gege h Ie Sozialdemokraten gewesen sei, so {arf in E un ie gegen leßtere aufgetreten, wie die konservative Pa hast E dings habe seine Partei daneben stets eben jo le En Gedanken der sozialen Reform gefördert. Er könne L b dauern, daß so klaren Thatsachen gegenüber der Abg. Richter