1883 / 19 p. 13 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Entscheidungsgrund ist in der einen wie in der anderen Fassung rechts- irrthümlich und unhaltbar.

Indem §. 15 des Gesetzes, betreffend die Wechsel slempelsteuer, vom 10. Juni 1869 „die Nichterfüllung der Verpflichtung zur Entrichtung der Stempelabgabe“ \chlechthin unter Strafe stellt, ohne in subjektiver Beziehung einen strafbaren Vorsah oder cine \{huldhafte Fahrlässigkeit zu erfordern, stellt es sich auf den auch anderen, die Entrichtung der öffentlichen Abgaben regelnden Geseßen genicinsamen Standpunkt, Jedermann zu verpflichten, sich selbst um die prompte Entrichtung der dem Staate s{huldigen Abgaben zu fümmern und die Nichtbeobachtung solcher gesetzlichen Ve Jta S eQts in als strafbare Abgabenhinterziehung zu ahuden. Ob der Einzelne mit der Absicht der Steuerhinterziehung, ob er auch nur mit dem Bewußtsein der Nehtswidrigkeit seines Verhaltens, ob er in s{huldhafter Fahrlässigkeit gehandelt hat oder nicht, ist rectlih bedeutungslos. Der Staat ist gleichmäßig dabei interessirt, daß die ihm zulommenden Abgaben ihm nicht ge- flissentlich entzogen werden, wie daß die Entrichtung derselben nicht aus Nachlässigkeit, Gleichgültigkeit, Unkenutniß und dergleichen Motiven unterbleibt. Deöhalb muß er Art und Umfang der Kon- tributionspflicht als bekanut vorausseßen, und die Einrede, die Abgabe ei aus Unkenntniß, Versehen, Jrrthum oder dergleichen ohne böse

bsicht nicht entrichtet worden, unbeachtet lassen. Wo, wie z. B. im Vereinszollgeset, der Gegenbeweis fehlender Defraudationsabsicht nach- gelassen wird, bleibt denno eine Ordnungéstrafe bestehen (§. 137 Vereinszollgeseß vom 1. Juli 1869). In anderen Abgabegeseßen wird dem fehlenden bösen Vorsaß von verne herein dadur Rechnung ge- tragen, daß der Hinterziehungsstrafe durch die alleinige Androhung von Geldstrafen mit Ausschluß ihrer Umwandlung in Freiheitsstrafen die Natur einer aus Konventional-, Ordnungs- und Defraudationsstrafe gemischten Pön gegeben wird (§. 15 des Gesetzes betreffend die Webselstempelsteuer). Noch schärfer tritt dieser \trafrechtliche Standpunkt fiskalischer Abgabengesete aber da hervor, wo die fragliche Abgabenentrichtung, wie bei der Wechselstempelsteuer, in den ver- wikelten, {wer kontrolirbaren Formen vom Staate gekauster, vom einzelnen Steuerpflichtigen privatim verbrauchter Werthzeichen (Marken sich künstlich vermittelt und vollzicht. Es liegt auf der Hand, da eine solhe Form der Selbstbesteuerung die staatlichen Abgabe- interessen aufs Aeußerste gefährden würde, wenn ihr nicht als Korrelat der Rechtössay zur Seite stände, daß Jedermann bei Strafe der Steuer- hinterziehung verpflichtet ist, sich, jobald er die Form der Selbst- besteuerung wählt, genau über scine formellen und materiellen Ob- liegenheiten zu unterrichten, die bei der Verwendung und Kassirung von Stempelmarken zu beobachten sind, und daß er mit der Ent- \{culdigung der Unkenntniß seiner Verpflichtung in quali seu quanto nicht gehört werden darf. Auf diesem Gedanken ruht die Borschrist der §8. 13 und 14 des Geseßes vom 10. Juni 1869, Die Ver- pflihtung zur Entrichtung der Stempelabgabe wird erfüllt „2, durh Verwendung der erfor derlichen Bundesstempelmarken auf dem Wechsel, wenn hierbei die von dem Bundesrath erlassenen . Vorschriften über die Art und Weis e der Verwendung beobachtet worden sind“, und „Stempelmaiken, welche nicht in der vor- geschriebenen Weise verwendet worden sind, werden als nicht verwendet angesehen“.

Hieraus aber folgt weiter, daß, da der §. 15 des Gesetzes, be- treffend die Wecbselstempelsteuer, weder cin bewußt rechtswidriges, noch ein shuldhaft fahrlässiges Handeln vorausseßt, der §. 59 des Straf- geseßbuchs überall nicht anwendbar i\t. Nur soviel ist zuzugeben, daß, weil immerhin auch die „Nichterfüllung der Verpflichtung zur Ent- rihtung der Stempelabgabe" nicht zu denken ist ohne die freie Handlung einer verantwor lichen Person, die jede strafrechtliche VBer- antwortlichkeit ausschließenden allgemeinen Gründe der §8. 51 f. des Strafgeseßbuchs auch für den Reat \trafbarer Abgabenhinterziehung Berücksichtigung finden können. Gehört aber, wie eben gezeigt ift, die Kenntniß der Steuerpflicht überhaupt nicht zum Thatbestande strafbarer Wech)elsteuerhinterziehung, erfüllt sich dieser Thatbestand vielmehr lediglich dur die Thatsache der Nichtbeobachtung der für die Entrichtung der Steuer gegebenen gesetzlichen Vorschriften, gleich- viel ob solche Unterlassung eine bewußte, eine fahrlässige oder nicht fahrlässige ist, so ist damit auch die Berücksichtigung der Un- kenntniß der Steuerpflicht shlechthin ausgeschlossen, und ijt es rechtlich gleichgültig, ob diese Unkenntniß auf verschuldetem oder unverschuldetem Irrthum beruht.

Vorliegenden Falls kann überdies nicht cinmal von der Fest- stellung eines unvermeidlichen Irrthums in den Entscheidungsgründen der Vorinstanzen gesprochen werden. Es ist lediglich erwogen, daß der Angeklagte, der die seit dem 1, Dezember 1881 eingeführte neue Form von Wechselstempelmarken (Bekanntmachungen des Bundes- raths und des Reichskanzlers vom 16. Juli, resp. 22. November 1881, Reichs-Gesetblatt Seite 245 und 271) uicht kannte, sich eingebildet hat, dic ihm von cinem seiner Korrespondenten übersandten R ei h s- stempelmarken scien die neuen Wechselstempcimarken, und deshalb zur Verwendung für die Wechselstener brauchbar. Dieser Jrrthum aber enthält Nichts mehr als die einfache Unkenntniß des Angeklagten von den ge}eßlihen Verordnungen und Ausführuvygöl estimmungen, welche die Wechselstempelsteuerpfliht regeln. Soiche Unkenntniß und der

darauf ruhende Irrthum ist nicht entschuldbar, geschweige deun un- vermeidlih. Es ist nicht abzusehen, weshalb diese Unwissenheit straf- rechtlich mehr Werth haben soll, als etwa die gänzliche Unwissenheit des Angeklagten von der Steuerpflichtigkeit der Wechsel, oder seine irrthümlihe Annahme, man könne beispielsweise auch Postfreimarken als Wechselstempelmarken verwenden,

Die Zulassung eines derartigen

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Strafausschließunggrundes hieße geradezu für die Hinterziehung der Steuerabgabe cine Prämie auf die Jgnoranz über die Art und Weise der Verwendung von Stempelmarken segen.

Deshalb ift es verfehlt, wenn das Urtheil des Schöffengerichts die Freisprechung des Angeklagten darauf gründet, derselbe habe nicht in strafbarer Fahrläfsigkeit die richtige Verwendung der Stempel- marken unterlassen. Schuldhafte Fahrlässigkeit erfordert, wie con hervorgehoben, §. 15 a. a. O. überall zum Thatbestande strafbarer Wehselstempelsteuer-Hinterziehung niht. Vollends haltlos und die Aufhebung des Urtheils ohne Weiteres rechbtfertigend ist nach allem Grörterten aber der Entscheidungsgrund des Landgerichts, wonach schon der „Glaube“ des Angeklagten, seiner Steuerpflicht genügt zu haben, feine Strafbarkeit ausschließt. Diese Erwägung ruht ersichtlich auf der falschen Recbtsansicht, daß der §. 15 a. a. O. nur die vorsäßliche, die bewußt rechtswidrige Wecbselstempelsteuer-Hinterziehur g strafen wolle. Weder Wortlaut, noch Sinn der Strasvorschrift geben ciner derartigen Auffassung irgend welchen Boden. Steht hiernah der Thatbestand \tra}barer Wechselsteuer-Hinterziehung im Sinne der SS. 6, 7, 11, 13, 14, 15 des Gesetzes vom 10. Juni 1869 fest, und beruht die Annahme cines Strasausschlicßungsögrundes auf Nechts- irrthum, so mußte unter Aufhebung des angefochtenen Urtheils in Gemäßheit des §. 394 der Strafprozeßordnung anderweitig in der Sache selbst entschieden, der Angeklagte der Wechselstempelsteuer- Hinterzichung für schuldig erklärt und zu der abjolut bestimmten Strafe des 8. 15 Absatz 1 a. a. O. verurtheilt werden.

_ Die Entscheidung des Kostenpunktes regelt sih durch §. 497 der Strasprozcßordnung.

über den Grund des An- spruhs. Zulässigkeit solher Entscheidung bei Feststèllungsklagen. Berufung gegen ein vom ersten Richter mit Unrecht für ein durch Recht s- mittel ansehtbares erklärtes Zwischenurtheils Civilprozeßordnung §. 276, §. 472.

Jn Sachen des Kausmanns G. W. K. in B., Klägers

und Revisionsklägers,

Vorabentscheidung

wider die Handelsgesellschast Sp. u. M. daselbst, Beklagte und Revisions- beklagte, hat das NReichsgericht , Erster Civil - Senat, am

21. November 1882 für Recht erkannt : das Urtheil des Sechsten Civil-Senats des K. Pr. Kammer: gerichts vom 20. Juni 1882 wird aufgehoben, die von dem Kläger gegen das Urtheil der Sechsten Kammer für Handels- sachen des K. Landgerichts 1. zu B. vom 11. Oktober 1881 eingelegte Berufung für zulässig erklärt, und die Sache zur weiteren Verhändlung und Entscheidung an das Berufungs gericht zurückverwiesen; die Entscheidung über die Kosten der

«be

Revisionsinstanz wird dem Endurtheil vorbehalten.

Thatbestand.

Der Kläger, welcher aus der beklagten Handelsgesellschaft am 1. Osltober 1876 ausgeschieden ist und seitdem zum Zwecke der Aus- cinandersezung nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrags verschiedene Zahlungen empfangen hat, fordert im gegenwärtigen Nechsöstreit unter Anderem die Feststellung, daß sein verzinsliches Guthaben bei der Be- flagten am 1. Ostober 1880 nicht nur 9228 A 28 „3, sondern 24706 M 67 betrug.

Die Bellagte beziffert das Guthaben des Klägers geringer und fordert nicht allein die Abweisung der Klage, fondern auch wider- flagend die Feststellung, daß Kläger von ihr 2148 M. 73 „Z an Zinsen seines Guthabens zu viel erhalten habe und dieser Betrag an dem Restguthaben des Klägers zu kürzen sei.

Hauptsächblih aber nicht lediglich streiten die Parteien darüber, oh der Kläger die Ausfälle an den bei der Auseinandersetung vor- handen gewesenen Außenständen nur mit 234 Prozent, oder mit 50 Prozent zu tragen habe.

Das Gericht erster Justanz, Kammer für Handelssachen des K. Pr. Landgerichts 1, zu B., hat unter dem 11. Oktober 1881 neben cinem auf andere Streitpunklte bezüglichen Beweisbeschluß ein Urtheil verkündigt, durch welches unter Nr. 2 Beklagte für berechtigt erflärt wird, von den Ausfällen und Verlusten an den ihr beim Austritt dcs Klägers aus dem gemeinschaftlich betriebenen Geschäft überwiesenen Außenständen dem Kläger 50 Prozent und zwar 264 Prozent auf dcssen bei der Auseinanderseßung festgestelltes ver- zinöliches Guthaben in Anrechnung zu bringen.

Am Schlusse des Thatbestands dieses Urtheils ist bemerkt:

„Es erschien der Sachlage angemessen, schon jetzt, ohne vor- läufig auf die weiteren nur einzelne Recbnungöposten be- treffenden und theilweise bestrittenen Behauptungen und Ein- wendungen der Parteien einzugehen, über . .. die streitige Beitragspflicht hei den Auefallen der Außenstände durch Zwischenurtheil zu erkennen, während über die beiderseitigen

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werfenden Beschluß das gegen das unter Mitwirkung des ab- gelehntcn Ricbters ergangene Urtheil zugelassene Rechtsmittel vollen Ersaß gewähren, ungeachtet dadur, wenn das Urtheil erstec Justanz nur mit der Revision angefochten werden kann, die Entscheidung der Revisionsinstanz auch auf die materielle Würdigung der Ablehnungs- gründe, also auf rein thatsächliches Gebiet ausgedehnt wird. Jst hier- nach die obige Beschwerde aus §. 377? der St. P. O. formell zulässig, so entbehrt sie doch sachlih jeden Grundes. Sie leitet die Besorgniß einer Befangenheit der abgelehnten Richter blos aus der den leßteren zugeschriebenen allgemeinen politischen Parteistellung her, ohne irgend ein konkretes Moment auch nur anzudeuten, weshalb be- fürchtet werden müsse, daß die Parteistellung auf die Unparteilichkeit der beiden Richter gerade dem Angeklagten gegenüber nachtheilig ein- wirken könne, ausgenomnen den Um|tand, daß der Angeklagte be- {huldigt worden ist, es sei in seiner Druckerei cin Wahlausruf her-

«stellt worden, der den Kandidaten der politischen Partei der beiden Richter beleidige. Wollte man bei Beleidigungsprozessen alle Richter sür befangen und deshalb sür ablehnbar halten, die mit dem Be- leidigten die nämliche politische Parteirichtung haben, ohne Rücksicht darauf, ob besondere persönliche Umstände die Besorgniß der Be- fangenheit rechtfertigen oder nicht, so würde man zu unhaltbaren Zuständen gelangen; son die nächste Konsequenz würde dahin

sühren, daß auch olle dicjenigen Richter für befangen ge- halten werden müßten, die mit dem Gegner des Bes leidigten die nämlite politishe Partcirihtung haben, |)o-

wie alle diejenigen Nichter, welche einer von der des Beleidigten oder des VBeleidigers abweichenden politischen Parteirihtung angehören. Daß eine leidenscbastlich politische Gegner\chaft auch die Unparteilich- leit der Rechtspflege möglicherweise gefährden kann, läßt sich allerdings nicht bezweifeln und wird durchd die Erfahrung bestätigt; eine solwe Gegnerschast ist aber etwas von bloßen NHieinungédisfcrenzen in politischen Angelegenheiten und von der Be- förderung der Wahl eincs Abgeordneten anderer politischer Richtung wesentlich Verschic) 6, und mehr als eine derartige Meinungs- disferenz und Wahlbejorderung hat der Angeklagke gegen die beiden Richter nicht vorzubringen, geschweige glaubha\t zu machen vermocbt. In der gegenwärtigen Sache ist der Angeklagte Vuchdrucker B. nicht einmal derjenige, von welchem die Bileidigung eines angeblichen poli- tischen Gesinnungsgenossen der abgelehnten Richter ausgegangen sein soll, und es ist auch nihts Greisbares dasür vorgebracht worden, daß er selbst an Politik in einem, der Partei der Richter entgegengese{zten, Sinne sich lebhaft betheiligt habe, da dies unter den hier sestgestellten Umständen blos daraus, daß jener Wahlaufruf in Folge seiner fahr- lässigen Unachtsamkeit in sciner Druckerei hergestellt worden ist, nicht ge\chlossen werden kann. Die erste Nevisionsbeshwerde lann somit zur Aufhebung des Urtheils nicht führen. i

Die zweite Beschwerde leidet an einer Dunkelheit, welche ihr Verständniß ausschließt. Der beleidigte B., der si der öffentlichen Klage als Nebenkläger angeschlossen hatte und sih in dieser Cigen- schast dur den Rechtsanwalt T. vertreten ließ, trat in der Haupt- verhandlung auch als Zeuge auf, wurde als solcher auf die Be- deutung des Eides hingewiesen, entfernte sich darauf mit den übrlgen Zeugen aus dem Sigungösaale, und wurde demnächst, nach Ber- nehmung des Angeklagten und elniger anderen Zeugen, wieder vor- gerufen und vernommen, während fein Vertreter der gauzen Haupt- verhandlung beiwohute. Die Nevisionsschrift sagt uun, der Reben- kläger habe, da er zugleich als Zeuge fungirte, uicht der ganzen Ber- handlung beiwohnen dürfen, sondern nur von der zzeit an, als seine Vernehmung als Zeuge erfolgt gewesen sci; demgemäß ist aber auch verfahren. Die Revisionsschrift sagt ferner, cs köune die geseßliche Vorschrist nicht durch Bestellung eines Vertreters alterirt werden, und die Gesetzesverleßung werde darin erblickt, daß dies dennoch ge- \chehen sei. Was mit diesem Sage gemeint sei, ist unerfindlich. Kaum kann der Sinn desselben ein anderer sein, als der, daß die Vorschrift, wonah jeder Zeuge einzeln und in Abwesenheit der später abzuhörenden Zeugen zu vernehmen ist (§. 58 der Sl. P. D.), alterirt, d. h. verletzt worden sei kdadurch, daß der Zeuge B. als Nebenkläger einen Vertreter bejtellt (§8. 437, 418,440 der St. P O.) und dieser Ber- treter der ganzen Verhandlung beigewohnt habe; aber auch diesen Sinn kaun man dem Satze unmöglich beilegen, denn der Vertreter des Neben- flägers B., Rechtsanwalt T., war doch nicht cin Zeuge und inte besondere nicht identish mit dem Zeugen B., den er vertrat. Die Beschwerde kann daher nicht berücksichtigt werden.

Jn der Hauptverhandlung überreichte der Vertreter des Neben- flägers dem Gericht mit Antrag auf Berlesung eine Abschrift der in cinem and-ren Prozesse von zwei Gutachtern abgegebenen (Gr- klärungen ; das Gericht lehnte die Verlesung ab, der Zeuge B. sagte unter Anderem aus, in jeuer anderen Prozeßsache sei von zwei Generalstabso}fizieren cin Gutachten erstattet worden, und theilte den Jnhalt des Gutachtens mit. Hierin sindet die dritte Nevisions- beshwerde eine Geselzetverleyung, weil das Zeugaiß über den Iuhalt

des Gutachtens unzulässig gewesen sei, da vermöge desselben die Abschrift, deren Verlesung abgelehnt worden, bei der Beweidaufuahme

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Berücksichtigung gefunden habe. die Vernehmung von Zeugen über den Junhalt eines Schriftstülks. Jnsbesondere wird durch solde Vernehmung der Grundsai der Unmittelbarkeit, wie er in den §8. 248—250 der St. P. O. Gesegeskraft erlangt hat, nicht verleßt, denn die Ueber- zeugung, weiche das Gericht dur die Vernehmung eines Zeugen über den Inhalt eines Schriftstüclk8 etwa gewinnt, beruht auf der Aussage des Zeugen, nicht auf dem Schriftstück, gleichgültig, welches der Juhalt des leßteren sein mag, und ob er namentlich in Aeuße- rungen besteht, die von anderen Personen in anderen Prozessen ge- macht worden sind. Das Hauptverhandlungsprotokoll, in welches der Inhalt der Aussage des B. in der eben erwähnten Art aufgenommen worden ist, während es an anderen Auhaltspunkten dafür fehlt, er- giebt jedoh nicht einmal, daß der Zeuge über dasjenige, was in dem vom Vertreter des Nebenklägers überreichten Schriftstücke stand, ver- nommen sei oder ausgesagt habe. Auch diese Beschwerde erweist sich daher als grundlos.

Der Vertheidiger des Angeklagten beantragte in der Haupt- verhandlung, die letztere zu dem Zwecke auszuseßen, um zwei Zeugen über die Autorschast eines Flugblattes vernehmen zu können ; das Gericht leh»yte den Antrag ab, weil es aus mehreren namhaft ge- machten Umständen die Ueberzeugung gewonnen habe, daß der- selbe zu feinem Resultat führen werde und sein Zweck lediglih darin bestehe, eine Aussezung der Verhandlung herbei- zuführen und die Verurtheilung hinzuhalten. Die vierte Be- schwerde bezeichnet diese Ablehnung als eine Verlegung des 8 245 der Strasprozeßordnung, wonach keine Beweiserhebung deshalb abgelehnt werden dürfe, weil das Beweismittel oder die zu beweisende Thatsache zu spät vorgebracht worden sci. Der Sinn dieser Vor- {rist geht dahin, daß eine Beweiserhebung nicht lediglich wegen Verspätung des Vorbringens abgelehnt, (Mot. zu §. 208 des Entw.) nicht dahin, daß die Thatsache späten Vorbringens nicht als Beweismoment für das Vorhandensein anderer Gründe der Ablehnung benußt werden dürfe. Es war insbesondere nicht die Meinung des Geseßes, dem Gerichte die Möglichkeit ab- zuschneiden, einer absichtlicben Vershleppung der Sache durch späte Be- weiganträge mittels der Ablchnung solcher Anträge entgegenzutreten. Aliertings bewirkt die Vorschrift des Abs. 1 dcs §. 245, daß die Verschleppungsabsiht als Ablchnungsgrund in dem Falle niumals wird geltend gemacht werden fönnen, wenn anerkannt werden muß, daß die den Bewcisantrag \tellende Prozeßpartei auch die Absicht hat, den Beweis einer Thatsache zu erbringen, wenn also die ernstliche Absicht der Beweissührung mit der Absicht, die Entscheidung der Sache hinauszuzichen, konkurrirt. Dagegen licgt ein Beweisantrag, wie ihn das Geseß vorausseßt, in Wahrheit überall niht vor, wenn die Prozeßpartei gar nicht auf Konstatirung ciner Thatsache ausgeht, wenn sie beispielöweise sih bewußt is, daß die von ihr benannten Beweismittel nicht existiren oder durch keine dem Gerichte zu Gebot stehende Makfregel herangezogen werden können, sondern wenn sie lediglich den Zweck verfolgt, es für jeßt zu keinem Urtheile ommen zu lassen ; in jolchem Falle stet,t jene Vorschrift des §. 245 überhaupt niht in Frage. Daß das Gericht dieser Vorschrift gegenüber mit Vorsicht verfahren, und seine Ueberzeugung, es handle sich überall niht mchr um den Beweigzweck, sondern nur noÞþ um den Ver- \{leppung8zweck, thatsächlich zu begründen im Stande sein muß, hat man anzuerkennen. Jm gegenwärtigen Falle spricht der Instanzrichter die Ueberzeugung, der Zweck des abgelehnten Beweisantrags bestehe lediglich darin, die Verurtheilung des Angeklagten hinzuhalten, mit Tiaren Worten aus; es läßt sich daher eine rechtsirrthümliche Ver- kennung der zitirten Borschritt des §. 245 nicht annehmen. Demnach be- \{räukt sich die Frage darauf, ob er seinen ablehnenden Beschluß in solcher Art begründet habe, die den prozessualishen Anforderungen an einem Beschluß dieses Juhalts soweit Genüge leistet, daß eine mittels der Revision geltend zu machende Gesetedverlegung nicht ersichtlich wird. Die Frage ist zu bejahen. Die Gründe des Beschlusses halten si auf thatsächlichem Gebiete, stehen mit den Aften im Einklange, und heben hervor, daß das Gericht scinen Aus*pruch, es handle sich nur um Verschleppung, auf die Ueberzeugung }tügt, die beantragte Beweisaufnahme werde zu [keinem führen, und,

Indessen verbietet kein Geseg

Ergebniß wie sich aus der dem Antragsteller zugeschriebenen alleinigen Absicht, die Sache hinzuhalten, ergiebt, zugleich auf die Uecber- zeugung, der Antragsteller sei sih wohl bewußt, daß die beantragte Beweigaufnahme kein Resultat haben würde, oder er bezweke wenigstens mit dem Antrage nicht, cin Beweisergebniß herbeizusühren. Hierin liegt aber gerade das wesentlide Merkmal, welches den unter der Gestalt cines Beweigsantrags auftretenden Verschleppungsversuch von cinein spät vorgebrachten Beweisantraze unterscheidet, und zuglei ein Anhaltspunkt dafür, daß der Justanzrichter die Grenze, innerhalb welcher, nach dem VObigen, selbst eine nachgewiesene Berzögerungs- absicht der Berücksichligung des spät gestellten Beweisantrags nicht würde enlgegengeseßt werden können, richtig erkannt hat. Mithin stellt sich die vierte Beschwerde ebenfalls als unbegründet dar.

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