1883 / 50 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Berlin, 27. Februar 1883.

Die Gesellschaft für Rbeinishe Geschichtskunde in Cöôln, welche si des Hoben Patronats Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin erfreut, hat kürzli ihren zweiten Iabresberit ausgegeben, welcher am 20. Dezember 1882 im Hansa- saale des Cölner Ratbbauses von dem Vorfißenden des Gelehrten- aus\<ufecs, Gebeimrath Prof. Dr Schaefer erstattet worden ift und Über den Fortgang der wißfenscaftlihen Arbeiten der Ge- sellséaft Rechenschaft atlegt. Diesem Beriht iff Nach- slebendes entnommen: Für die Ausgabe der Rheinischen Weis3- thümer, deren Leitung Prof. Loers< und Prof. Crecelius übernommen haben, ift eine nothwendige und wibtige BVorarbeit gema<t worden, nämli ein alphbabetisbes Verzeichniß der Weis- thümer aus den in das Arbeiëgebiet der Gesellschaft fallenden rhei- nischen sowie cinigen angrenzenden Territorien, unter Angabe der vor- andenen Drucke. Diese weit über 1000 Nummern umfassende Ueber- iet ift im Dru fertig gestellt, derselben zur leihteren Auffindung aud eine Karte beigegeben und diese nebst dem Verzeich- niß sotann an die Patrone und Mitglieder vertheilt worden. Was die Sammlunsç der Weisthümer selbst anbetrifft, so sind zu- nâcbst die Trierisen in Angriff genommen worden, und zwar unter Leitung vui Pref. Leersh. Es kommt dabei zunächst darauf an, die außerordentli große Zabl der aus dem Gebiet des vormaligen Kur- staats stammenden, zum größten Tbeil no< ungedru>ten Stücke im König- liden Staatéariv zu Coblenz zu sammeln und, soweit nötbig, zu koviren. Diese mebrere Monate erfordernde Aufgabe hat der Fürstlih Y'en- burgs<e Archivar Dr. Aan der Heyden übernommen. Auch im Uebrigen erfreut sih, wie der Bericht konstatirt, die Weisthümer- Ausgabe der thâtigen Mirkung von Freunden und Mitgliedern der Gesellschaft. Dieselben werden jedo< zur Förderung des Unter- nehmens nocbmals ersubt, alle Aufzeichnungen diefer Art, die sih im Privatbesiy befinden, festzustellen und Mittheilungen darüber zu maden, aub das Interesse für die Arbeit bei den Eigenthümern zu er- wecken, damit die Benußung der Schriftstücke den Bearbeitern der Samms- lung nicht, wie ties gelegentli<h immer ro< vorkommt, versagt werde. Von den beiden Abtheilungen der Rheinischen Urbare oder Hebe- register, deren Ausaabe der Gelehrtenaussbuß im Jahre 1881 be- s<lofsen hat, ist die erste, welche die Erzdiözese Trier umfassen foll, vorläufig zurüdgestellt worden. Die Bearbeitung ist auf Schwierig- keiten gestoßen, die erst beseitigt werden müssen, bevor das Unter- nebmen energis< fortgeführt werden kann. Der Gelebhrtenaus\{u$ bâlt jedo< daran fest und wird si< bemühen, seinen Beshluß bald zur Auéëführung zu bringen. Die zweite Abtheilung, für die Erz- diôzese Côln, deren Edition Prof. Dr. Crecelius in Elberfeld über- | nommen hat, ift im Vorschreiten begriffen. Die Bearbeitung faßt die älteste Klostergründung in ihrer geshictlihen Entwickelung ins Auge. Die Sammlung und Bearbeitung bedarf nur noc einer letzten Revision. Die Herausgabe der Rechnungen der Reichsstadt Aachen aus dem Mittelalter leitet Prof. Loers<. Man hofft, daß der Druck no< im Laufe dieses Jahres werde beginnen können. In Bezug auf das Bu<h Weinéberg sagt der Bericht: „Die fort- gesetzte Beschäftigung mit dem Buche Weinsberg, dessen Edition der Gelehrtenauësbuß dem Dr. Höhlbaum übertragen hat, ist von dur{-

greifender Bedeutung für die rihtige Werthsbäßung des viel genannten, aber wenig erfaßten Werkes gewesen. Es erhob si<h bei der Herstellung der Ausgabe die Frage, in wie weit das Werk dur< die Lebensbeschreibung eines

einzelnen namhaften Mannes für die Erkundung der Gesbichte seiner Vaterstadt und des Vaterlandes von Belang sei. Im Gegensatz zu dem ersten Entde>er des Werks, Stadtarchivar Dr. Ennen von Cöln (7 1850), der dem Bude eine ganz singuläre Stellung und eine durchaus autoritative Bedeutung zuscbrieb, kann die Kritik, die sib mit einer unbefangenen allgemeinen Betrachtung verbindet, vor einer lofalpatriotis<hen Uebershäßung der Chronik und ibres Helden nit eindringli< genug warnen. Was Hermann von Weinsberg gewesen und geleistet, ergiebt sich aus einem Vergleich mit den vorzüglichsten Memoirenwerken seiner Zeit. Gegenüber den Aufzeibnungen der Thomas und Felix Platter uxrd der Biographie des Bartholomäus Sastrow tritt das Bu< Weinsberg troß seinem außerordent- liden Umfang, dur<h den es alle überragt, schr zurü>. Aber fals< wäre es, das Werk deshalb zu verwerfen, die bes<lossene Herauëégabe zu unterlassen oder au< nur abzuändern. Denn das Leben dieses Mannes von mittlerem Maße ist gewissermaßen der Typus dés Durcbschnittsbürgers der Zeit in mancher weit berühmten Stadt des Reichs. Indem man das Lebensbu< Weinétbergs auf- \<lâgt, liest man das Leben des kölnishen Bürgers aus der ersten Hôâlfte des 16. Jahrhunderts. Ein lehrreibes Bild aus der Periode wecltbewegender Geistesfämpfe, freilih ein Bild ohne Wärme und Tiefe. „Der Ausbli> auf die Zustände in Cöln zur Zeit Hermanns ergiebt s zum größten Theil aus den Materialien des Stadtarchivs. Allein sie befinden sh no< im Zustande völligster Verwahrlosung,

Ditsomiähe verbindern also den \<nellen Fortgang. Im Juli v. J. hatte der Gelehrtenauësbuß bes{lofszn, die ältesten Stbreinskarten von Cöln berauszugeben ; die Bearbeitung derselben hat nunmehr Dr. Hoeniger in Cöln unter Dr. Höhlbaums Leitung in Angriff genommen. Die beschlossene Herauëgabe der zu den \o- genannten Sbreins- oder Grundbücbern gebörigen Sbreinsfkarten hat nur die vollständige Wiederg2be des älteren Matèrials im Auge, welches als wichtiger Beitrag zur ftädtishen Verfafsungëgeschichte und dabei als Unterlage für eine ältere Topograpbie der Stadt Cöln von Bedeutung ist. Sodann soll die Edition die Entwi>elung der Ge- sammtverfafsung betrachten, indem sie die Terte der Gildenkarte, der BVürgerverzeichnisse und des Stadtbu3 (Schöffenschreins) ungekürzt niedergiebt. Der Gelehrtenauésbuß hat für die Publikation, welche

man no< im Laufe dieses Jahres in den Dru> zu legen bofft, einen außerordentliden Beitrag von der Stadt Cöln erwirkt, weil die Arbeit für die Geschichte der Stadt von ganz besonderem Interesse ist. Endlich hat es der Gelehrtenauss&buß für seine Aufgabe erachtet, \o- viel in seinen Kräften liegt, auf die Katalogisirung der Trierer Stadtbibliothek hinzuwirken, welhe für die Geschichte der Rhein- provinz eine reibe Ausbeute verheißt. Zu diesem Ende ist er mit den Behörden der Stadt Trier in Verhandlungen getreten; diese sind jede nc< nit abgesblofsen. Insbesondere bat er si< bereit erklärt, die Katalogisirung selbst in die Hand zu nebmen und dieselbe materiell aus den Mitteln der Gesell- saft zu unterstüßen, falls die Stadt Trier für diesen Zwe> ihrer- seits eine Beihülfe von mindestens 2000 4 gewährt. Des weiteren hat der Gelebrtenaus\<uß si bereit erklärt, im Namen der Gesell- schaft das Ministerium der geistliben 2c. Angelegenheiten um Ge- währung einer staatlißen Unterstüßung von mindestens gleichem Betrage zu ersuchen. Die Gesellschast verspribt, diese für die bistorisce Erforschung der Rheinprovinz fo wesentlibe An- gelegenheit ni<t aus den Augen verlieren zu wollen. Bon den in Angriff genommenen wissenschaftliden Arbeiten ist im verflossenen Jabre sona kine ungefördert geblieben; wenn bisher nod keine Publikation abges&lofsen habe voraeleagt werden können, so erklärt der Bericht dies binlänalib aus der Tendenz der Gesellschaft: nur Werke von e<ter Wifsenschaftlichkeit zu Tage zu fördern. —- Sodann wird der dur< Tod cder Austritt auége\ciedenen und der neu eingetretenen Mitglieder der Gesellschaft gedadt. Die Recb- nung8ablage ergiebt ein Vermögen von 11 307,04 #, dem now die Stiftung des Geheimen Kommerzien-Raths Mevifsen im Betrage vo7 3000 M. hinzutritt. Vorsißender der Gefellscaft ift der Ober- Vürgermeister von Cöln, Dr. Beer, Vorsitender des Gelehrten- | auss<uses Geheimer Regierungs-Rath Profcfsor Scäfer in Bonn.

, Kopenhagen, 26. Februar. (W. T. B.) Das Kirchdorf | Hillesta d, eine Meile von Sund (Swooncr) ist dur eine Feuers- | brunfst zerstört worden. Nur 32 Schornsteine stehen noch.

Forstlicwe Blätter. Heft 2. Februar. Inhalt: I. Aufsätze, Der Lichtungsbieb im Unterbau. Von V. Borggreve. 11. Bütber- anzeigen. III. Mittheilungen. Aus Preußen. Beratbung des Forstetats imm Abgeordnetenhause (S{laß). Drei kapitale 20-Ender der Neuzeit. Bitte um lebende Forstinsekten. Personalien (Preußen, Württemberg). Berichtigung.

Weltpost. 4. Heft. Jnbalt: Bericht über die Thätigkeit des deutschen Reichskommifsars für das Auswandererwesen während des Jahres 1882. Die deutschen Kolonien in Tranékaukasien (Fort- seßung). Von Keßler. Bei den Patagoniern. Auf dem Paraná. Von Dr. E. Mewert. Der amerikanis<en Westküste entlang. 3. Von Heinrib Semler. Deutsde Bauern in Dakota. In den Wellen begraben. Nachtrag. Berichte eines deutshen Diamanten- gräbers in Südafrika. 3. Von Otto Uhlemann. Literarishes. Der Welthandel im Jahre 1882, Von A. S({root. Echo aus allen Welttheilen. Briefkasten. JIlluftration: Uebergang über den Cabeza del Mar (Patagonien).

Gesundheit, Zeitschrift für öfentlibe unt private Hygieine. Nr. 2. Inhalt: Originalarbeiten: Der Uebershwemmung na- theilige Folgen, deren Abwehr, und Vorbeugung. Zum Neubau der Scule. Von Prof. Reclam. (Fortseßung) Einfluß der Swbule auf die Gesundheit. Von Dr. Leszner. (Fortsetung.) Uebersicbten: Fäulnißwidrige Eigenschaften der Kohlensäure. Ar- beiterwohnunaen in England, Frankreih und Deutschland. (Fort- seßung.) Meteorstaub. Aus Bâdern und Kurorten: San Remo. Besprechungen neuer Schriften: Handbu<h der Hygieine. Rapport géneral. Feuilleton : Vierte deutshe Verbands-Kochkunst- Ausftellung. Anzeigen.

__Mil<-Zeitung. Nr. 8. Inhalt: Das Steeren der Pferde. Von Aug. Zündel, Landes-Tbierarzt für Elsaß-Lothringen, -— Champion-Spice. Von Dr. M. Stérodt, Vorstand der milcw. Versucbéstation in Kiel, Verschiedene Mittheilungen. Deutscbland. Proskau. Milcbwirth\caftlihes Institut. Oesterreib-Ungarn, Budapest. Hebung des Molkereiwesens. Ausstellungen. Dänemark, Das Prâämiirungésvystem auf den Thiersbauen. Erfahrungen in der Praxis. Schwankungin in dem Fett- und Tro>ensubstarzgehalt bezw. in dem Butterertrag der Mil. Milcherträge von Kühen. Ver- hältniß des Milcbertrages bei den einzelnen Melkzeiten. Geräthes,

Maschinen- und Baukunde. Ei2molkerei nab Bellot. Biolczie, Ueber die Ablagerung von Fett bei gemästeten Thieren. Spre(- saal. Veredlung des Raubfutters. Marktberichte. An- und

Verkäufe von Zuchtvieh. Anzeigen.

Die gefiederte Welt. Zeitschrift für Vogelliebhaber, Züchter und Händler. Herausgegeben von Dr. Karl Ruß. Nr. 8. Inhalt: Zum Vogelsbuz: Gesetlihe Regelung. Die Wasseramsel. Die Vogelwelt und ihr Ursprung (Fortseßung). Die Neueinrichtung und Bevölkerung meiner Vogelstube (S{bluß). Fremdländiste Tauben (Fortseßung). Aus Haus, Hof, Feld und Wald. An- fragen und Auskunft. Aus den Vereinen: München; Altona ; Han- nover; Meerane; Freiberg i. S.; Torgau; Ausstellungen. Die

_ Concetiha us. Auf dem Programm des moraigen Svymphonie- Concerts fteht die 7. Symphonie (A-dur) von Beethoven.

LiterarisheNeuigkeiten und periodisheScriften.

Preußisbes Verwaltungs-Blatt. Nr. 20. Inhalt: Unterstüßungewohnsiß der Militärpersonen während der Dienstzeit und na ihrer Entlassung. Hülfsbedürftigkeit na Aufenthalt im Auslande. Hemmung des Fristenlaufs für Erwerb und Verlust des UnterstütungEswohnsißes durch die von einem äf. Armenverbande geleistete Scbulgeldzahlung. Hülfébedürftigkeit des Dienstboten na der Dierstentlassung. Tarifmäßige Pflegekosten; Kosten für Arztattest. Hülfsbedürftigkeit auf der Reise na dem Unterstütung®- wobnsitße. Tarifmäßige Kurkosten na der Niederkunft der Sbwan- geren ; Zehrgeld auf die Reise. Klagefrist in Wegepoli eisaben. Recht | und Pflicht der Polizeibehörde zur Beseitigung eines mitten im Grundstü über die Flubtlinie hinaus errihteten Spaliers als Neubaues im Sinne des $. 11 Bebauungsgeseßes. Polizeilides Einscbreiten aus S8. 66, 71, $. 27 I. 8 A.L. R. Haftet der Staat (Polizei- und Verwaltungs- 2c. Behörden) für jeden Eingriff in die Privat- re<tssphäre ? Recbtlibe Wirkunaslosigkeit jeder Verpfändung und Anweisung firirter Besoldungen, Emolumente und Pensionen der | Civilbeamten, sowie der Verzichtleistung auf Befreiung vom Arrest- sclage. Verhinderung der Ausübung staatsbürgerliber Redte. Widerstand und Angriff gegen Beamte. Störung einer gottes- dienstliden Verrichtung. Beleidigung einer Kollektiveinbeit. | Strafbare Veranstaltung einer Lotterie dur Ausgabe sog. Antheil- | seine von Loosen einer Staatslotterie. Tödtung fremder umher- |

und der Herausgeber, der die Neuordnung des Archivs gerade begründet, vermag zu den Partien des 16. Jahrhunderts jeßt {wer zu gelangen. Die Natur des Werks und die Art der

laufender Hunde. Forsthüter. Jagdpolizei. Jagdschein. |

| raupe.

| Konzessionen.

Frühjahrs» Thierversteigerung in Antwerpen. Mancberlei. Brief- we<sel. Jahresbericbte.

Isis, Zeitschrift für alle naturwissens<aftlichen Liebhabereien.

erausgegeben von Dr. Karl Ruß und Bruno Dürigen. Nr. 8, JIn-

alt: Zoologie: Scildkröten im Terrarium II1. (Fortseßung). Züchtung der aus- und inländishen Schmetterlinge (Fortseßung).

Meeresthiere. Botanik: Varictäten-Flora des deutshen Sprat- gebiets (Fortsetzung). Anregendes und Unterhaltendes: Einiges über die eleftrishen Fische. Nachrichten aus den Naturansta!ten; Berlin. Vereine und Ausstellungen: Berlin, Müncen, Hannover, BVüder- und Striftenswau. Die Antwerpener Frühjahrs- Thierversteigerung. Thiermarkt. Briefwe]el.

, Selbstverwaltung, Nr. 7. Inhalt: Kompetenzkonflikte. Die Nichtigkeitsbes{werde. Höhere Entscheidungen: IJnanspruc- nahme eines Fußweges für den öffentliben Verkehr, Gastwirth- saft, Entziehung der Konzession wegen Heblerei. Re<t8weg gegen einen Polizeibeamten wegen Handlungen, wel<e cr gelegentlib der Ausübung seines Dienstes beging. Recbtêweg gegen polizeiliche Ver- fügungen. Feldmefserprüfung für Forstaspiranten, Die Erhebung des Pauschquantums im Verwaltungsstreitverfahren. Märkte. Haus- auégánge. Droscbkenfubrgewerbe in Berlin. Die große Kiefern- Polizeilies: Polizeiverordnung betreffend Einrichtung und Benutung von Bierdruävorritungen. Polizeiverordnung betreffend die Anlage und Erribtung von Vorrathshäusern und Räumen für

| Pulver und andere Sprengstoffe, sowie die Aufbewahrung dieser

Fabrikate. Polizeiverordnung, betreffend die Vorlegung gewerblicher onzess Verkehr mit Gefangenen. Bekanntmachung des Königlichen Polizeipräsidiums zu Berlin, Verbot des Einsammeln3

| von Geldern zur Förderung von sozialdemokratishen Bestrebungen | dur den Vertrieb von Loosen betreffend. Prafk: B | ordnung betreffend die Einrichtung von Strafregistern und die wecsel-

Prattischer Dienst: Ver-

seitige Mittheilung der Strafurtheile. Briefkasten.

® J) [Forerar fr r Zanam ma m Deffentlicher Anzeiger. 7 | Serra I aen Se Us U M De c +2 Inserate nehmen an: die Annoncen-Erveditionen des

Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels-

2

register nimmt an: die Königliche Expedition 1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 5, Industrielle Etablissements. Fabriken „Zuvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen und Grosshandel, & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte, : Aa A. : u. dergl. 6, Verschiedene Bekanntmachungen. Büttner & Winter, sowie alle übrigeu größeren Preußischen Staats-Anzeigers: E L 5 A L i 8 ; E s Í 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. (, Literarische Anzeigen. Annoncen - Bureaur Berlin SW., Wilhelm-Straße Nr. 32. f 4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung | 8. Theater-Anzeigen. In der Börsen- E Dn A u. s, wW. von öffentlichen Papieren. 9. Familien-Nachrichten. beilage. A 2

Steekbriefe und Untersuchungs - Sachen. [9235]

Steckbrief. Gegen den unten beschriebenen Agent Friedrich Bohnen, geboren am 21. Oftober 1852 zu Creuzna, welcher si< verborgen hält, ist die Untersuchungshoft wegen Untersblagung in den Akten I. 1b, 131/82 verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Untersuchungs-

betriebe sein, Uebertretung

Gefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, abzu- liefern. Berlin, den 12. Februar 1883. Königliche R óblelken wied Staatsanwaltschaft beim Landgericht 1. Beschrei- S

bung: Alter 30 Jabre, Statur unterseßzt, Haare dunkelblond, Stirn niedrig, Bart dunkelblond,

Last gelegt wird, am 29, und 30. Oktober 1882 zu Dt. Wilmer®sdorf das Schleifergewerbe ausgeübt zu haben, ohne im Besiße des zu diesem Gewerbe- erforderlichen Gewerbescheins gewesen zu

3. Juli 1876, wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts II. hierselbst auf den 1. Mai 1883, Vormittags 10 Uhr, vor das Königliche Shöffen- geribt in Alt Moabit, Portal 111, Zimmer 33, zur Hauptverhandlung geladen. Auch bei unents{uldigtem

werden, Berlin, den 22. Februar 1883, Drabner, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgericts. IL.

mit der Aufforderung,

Auszug der Klage bekannt gemacht. Glogau, den 13, a 1883, Rakette,

gegen S. 18 des Gesetzes vom

[9230] Verkündet am 22. Februar v.-Rekowsfki, alé Gerichtsscreiber.

zur Hauptverhandlung geschritten

Augenbrauen dunkelblond, Augen grau, Nase ge- wöhnli<, Mund gewöhnli, Kinn rund, Gesicht Fn Gesichtsfarbe blaß, Besondere Kennzeichen ehlen.

[9237]

Der hinter den Kaufmann Samuel Jacob Arend, geboren am 4. Januar 1832 in Bernau, wegen Theilnahme an wiederholter Urkundenfälschung in den Akten U. R. 11. Nr. 439 de 1880 unter dem 5. Oktober 1880 erlassene Ste>brief wird hierdur< erneuert.

Berlin, den 16. Februar 1883,

Der Erste Staatsanwalt :

[9238]

Nacblasses, urtheilen,

« I Lippert.

[9236] Ladung. Der Schleifer Herrmann Baay, 36 Jahre alt, dessen Aufenthalt unbekannt ift, und welchem zur

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

Oeffentliche Zustellung.

Der Bauergutsbesißer Andreas Broy zu Kleinit, vertreten du: < den Recbtêanwalt Friedmann zu Glogau, klagt gegen den Arbeiter Christoph Rogos aus Kleinit, dessen jetziger Aufenthaltsort unbekannt ist, als fideifommissarishen Miterben des Halbbauers Andreas Rogosch aus Kleinitß, wegen Ansprüchen aus der Verwaltung des

mit dem Antrage: denselben zu ver- | 2) in Gemeinschaft mit seinen Miterben 2922 Mark 92 Pf. 1. Juni 1876 an Kläger zu zablen, und ladet den - Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechts- streits vor die 1I. Civilkammer des Königlichen | 3) Landgerichts zu Glogau auf

den 16. Mai 1883, Vormittags 10 Uhr,

trag:

erkennt das Königlide Amtsgericht den Amtsrichter Bergmann für Ret :

Erbrecesses vom 9. September belm Janz eingetragenen 152,88 theil wird für fraftlos erklärt;

Andreas Rogosch’schen

nebst 59/9 Zinsen seit dem den Einsassen Christian Lipski los erklärt;

Antragsteller zu 2

i T einen bei dem gedahten Ge- ricte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser

Gerichts\creiber des Königlichen Landgerichts.

m Namen des Königs! Auf den d G

1) des Königl. Steueramts Graudenz, 2) des Besitzers Johann Schulz aus Linsk

1) das Dokument über die im Grundbuche von Jungensand Blatt 9 resp. Jungen Blatt 39 in Abtheilung 1II. Nr. 4 resp. 6 auf Grund des

das Dokument über die im Grundbuhe von Linsk Blatt 18 in Abtheilung III. Nr. 9 für

getragenen 400 Thlr. Darlehn wird für kraft- die Kosten des Aufgebotsverfahrens werden dem

gemeinschaftlid mit den übrigen Verpflichteten aus dem Aus\{lußurtheil

vom 90, Dezember 1882 antkeilêweise auferlegt, die auf das Königl. Steueramt Graudenz fallen- den Kosten bleiben außer Ansaß.

Von Rechts Wegen.

[9239] Oeffentlihe Zustellung.

Die Arbeiterfrau Lisette Plath, geb. Fiebrandt, zu Elbing, große Rosenstraße Nr. 8, vertreten dur den Recbtsanwalt Dr. Gaupp zu Elbing, klagt gegen ihren Ebemann, den vormaligen Eisenbahn- \c<affner Eugen Plath, dessen gegenwärtiger Aufent- halt unbekannt ift, wegen böëliber Verlassung mit dem Antrage auf Trennung der Che und Verurthei- lung des Beklagten für den allein sculdigen Theil und ladet den Beklagten zur mündliben Ver- bandlung des Rechtsstreits vor die Erste Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Elbing auf

, den 25. Mai 1883, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- ribte zugelassenen Anwalt zu bestelle

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Elbing, den 22. Februar 1883.

Baet>er, :

Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

Redacteur: Riedel.

Berlin: Verlag der Expedition (Kessel.) Dru>: W. Elsner.

Sechs Beilagen {cins{ließlih Börsen-Beilage).

1883,

Schwei durch

1876 für Wil- 4 Vatererb-

in Linsk ein-

nach dem Stande am Ende des Monats Januar 1883.

und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

den 27. Februar

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