1904 / 19 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

ondern sich lediglih damit begnügt, Wagnershe und Offenkachscke Miotive ziemlih planlos und vor allem ohne humoristishe Pointe nebeneinander zu stellen. Aber die Einlage gab wenigstens Gelegen- eit zu abwechslungsreihen Bühnenbildern, in deren Mittelpunkt räulein von Martinowska als Paris der Pantomime \ich besonders auszeichnete. Die Gesamtaufführung fand starken Beifall, der au der tüchtigen Leistung des Orchesters unter des Kapellmeisters Rot umsichtiger Leitung galt. Konzerte.

Der Sternsche Gesangverein unter Professor Friedrich Gern83beims Litung gab am Montag im großen Saal der Philharmonie sein zweites Konzert in dieser Saison. Das Pro- gramm enthielt nur zwei Namen, die aber im stärksten Gegensaß zu f n: den des alten, teutschen I. S. Bach und den des

moder ierers EGnrico Boîsi. Profeffor Dr. Reimann er- ¿fnete tem Abend mit dem Orgelvortrag eines Choralvorspiels von F S. Bach, dem dann desselben Meisters Kantate „Gin? feste Buara* felate. Die Chêre des alten Luthershen Glaubens- wmd Kzcrarfiliedes brausten in ihrer strafen Gliederung mäihtig dur den weiten Raum; geringer im Ausdruck gaben sich die ein- gritrezten Seclecvartien infolge der niht ganz einwandfreien Besetzung. Fräulein Dieß führte zwar ihre Sopranfsoli mit weittragender Stimme HAengschën durch, und auch Herr Jungblut brachte seine Tenorvartie gut zur Geltung; aber die Altistin Fräulein Kayma yr aus Wien versagte gänzli, und auch Herr van Gorkum konnte

mit seiner Stimme nit recht die Klangmafsen durchdringen; da- dur wurde die Wirkung des Chorwerks herabgedrüdt. Das Hauvtwerk des Abends, das früher {on einmal aufgeführte „Canticum canticorum“ (Das Hobe Lied) von Enrico Bossi an ih im Laufe des Abends das wachsende Interesse des Publikums. Nab dem mehr feierlih gehaltenen ersten Teil begann sich die Anteil- nahme der Zuhörer sftärker zu regen, als in den folgenden beiden Teilen eins{meidelnde, Sehnsuht weckende Melodien mit fast sinn- lichen Klangreizen kräftiger hervortraten und sich in wirksamen Gegen- saß zu der ersten Grundstimmung der Kantate stellten. Da die Chöre nicht nur eine tadellose technische Schulung, sondern auch eine un- übertrefflide Geshmeidigkeit im Ausdru entwidckelten, mußte eine große Wirkung erzielt werden, umsomehr, da hier niht nur Pren Dietz, fon- dern auch Herr van Gorkum feine Stimmittel vortrefflih in der Gewalt hatten. Ida NReiter-Reich trat gleihfalls am Montag im Saal Bechstein als Pianistin auf. Sie gehört zu der Kategorie der verständigen, gut geschulten Klavierspielerinnen, die nicht tiefer zu interessiecen vermögen, weil in ihren Vorträgen die Seele zu kurz fommt. Die Sängerin, Magda Set die in dem Konzert mitwirkte, konnte bei der merfbaren Unsicherheit in der Technik und im Vortrag kaum eine günstige Wirkung hinterlassen.

Der zweite, von den Herren Dessau, Gehwald, Könede und Espyenhahn am Dienstag in der Singakademie ver- anstaltete Quartetiabend nahm einen gleich erfreulichen Verlauf wie der vorhbergegangene. Das sichere Zusammenspiel der ges- s{häßten Künstler kam wieder zur vollen Geltung. Ihr feines musikalisches Empfinden und ihr ausdrucksvyoller Vortrag zeigten sich u. a. vornehmlih in dem „Larghetto*“ des Streichquartetts D-Moll (Op. 63) von Taubert sowie in dem „Andante“ des Quartetts Nr. 1V (Es - Dur) von Mozart. Das gleichfalls zu Gehör gebrad;te Klavierquartett Nr. 11 C-Moll (Op. 20) von Professor Friedrich Gernsheim fam unter Mitwirkung des Komponisten au zu recht eindrucksvoller Wirkung. An demselben Tage sand ein Uederabend von Dora Kabi im Saal Bechstein statt. Die Wiedergabe einer Arie aus „La Traviata“ von Verdi ließ zwar einen gut klingenden Sopran erkennen, aber die Schulung reichte für den Ziergesang bei weitem nicht aus und erwies sih auch in den folgenden Liedern nicht immer tadellos. Der noch etwas beengte Vortrag ließ aber verständige Absichten er- kennen, und zeitweise brach sogar eine natürliche, frishe Empfindung durch. Im Beethovensaal gab Leopold Godowsky gleich- falls am Dienstag seinen zweiten und leßten Klavierabend. Es ist immer eine Freude, diesen Künftlec musizieren zu hören. Bei einer bis zur Vollkommenheit ausgereiften Technik läßt er doch nie den fein- finnigen Musiker vermissen und weiß, wie er an diesem Abend wiederum bewies, ebensogut dem Stil Liszts wie dem Chopins gerecht zu werden. Das Publikum wurde nit müde, thm für seine künstlerischen Gaben immer aufs neue Beifall zu spenden.

Antonia Dolores fiel an ihrem Liederabend, dcx am Mitt - woh im Saal Bechstein stattfand, durch ihr ungemein frisches und wohblklingendes Organ auf, das eine besonders s{chöône, glänzende Höhe besizt. Außer dem vortrefflichen Stimmaterial entwickelte die junge Sängerin freilich noch nicht viel rühmen2werte Eigenschaften. Die Seele will \ch im Vortrage noch nicht recht regen, obglei ver- schiedene lebbaftere Schattierungen des Ausdrucks doch Temperament anzudeuten s\chienen. Einen großen und wobhslverdienten Erfolg erziele Alice NRipper mit ihrem gleichzeitig im „Römischen Hof* veranstalteten Klavierabend. Die

junge Dame beherrscht alle teGnishen Seiten ihrer Kunst mit tadel- loser Sicherheit; daneben besißt sie eine Großzügigkeit des Vortrags und eine Kraft und Klarheit der Empfindung, die ibren Leistungen den Stempel echter Kunst aufdrücken. Sie spielte Beethovens C-Dur- Sonate mit einer DurWsihtigkeit in der Tas und einer Tiefe

des Gefühls, die nit weniger überrashte als das feurige Tem- perament, dem fie in der Wiedergabe von Brahms' „Paganini- variationen*“ und Liszts „Tarantella“ freien Spielraum gas —— Mit ihrem an demselben Tage im Beethovensaa ge ebenen e Liederabend erzielte Frau Herher-Deppe künstlerisch einen esseren Erfolg als mit dem ersten. as lag zum Teil wohl an einer besseren Disposition der Sängerin, aber auch an der ihrer Eigenart mehr entsprehenden Wahl der Lieder. Wer freilich nur dem ersten Teil des Abends beiwohnte, dürfte sich keine so günstige Meinung von ihrem Können gebildet haben wie am Schluß. Für die Tiefen Schillingssher Musik ist Frau Deppe nicht die rechte Interpretin, ihr liegt die leichtere, tändelnde Art, wie fe in der getroffenen Auswahl von Liedern Alwine Feists, Mar- châlks,«Humperdincks und Mahlers zum Ausdruck kam, besser, au die mystische Stimmung in Ansorges „Geheimnis* war gut getroffen. idt Alten NIME Zahl erschienene Publikum ließ es an Beifall n ehlen.

Im Königlichen Schauspielhause findet die für morgen angeseßt geen Neuaufführung der beiden Lustspiele „Lästige Schön- heit“ und „Die Schule der Ehemänner" eingetretener Hindernisse wegen erst am Dienstag nächster Woche statt. Morgen werden „Jo- hannisnaht“ von Marx Möller und „Die Schule der Frauen“ von Moliòre zur Darstellung gelangen. Q

Die Direktion des Theaters des Westens sieht sih dur den großen Erfolg der Operette „Die s{chöne Helena“ veranlaßt, mit der Tradition des Hauses zu brehen und „Die {dne Helena* all- abendlih zur Aufführung zu bringen. Nur um den Hauptdarstellern einen Ruhetag zu gönnen, wird am Montag „Martha" zur Auf- führung gelangen. /

Von der unter Leitung der Herren Königliher Musikdirektor Wegener und Köntgliher Chordirigent NRüdel ftebenden Chorshule sind wiederum zwei Damen nach günstigem Ausfall der Prüfung für den Königlichen L Bo engagiert worden. Die Gesamtzahl der aus der Chorschule seit ibrem zweijährigen Bestehen hervorgegangenen Eleven und Elevinnen, die teils hier, teils außerhalb Engagement gefunden haben, beträgt 27. Inzwischen hat \sich die Nachfrage von außerhalb so gesteigert, daß insbesondere dem Bedarf an Herrenchor nicht voll genügt werden konnte. G8 werden daher Meltungen zum jederzeitigen Eintritt noh bei dem Königlichen Musikdirektor Herrn Wegener (Urbanstraße 2) entgegengenommen.

Mannigfaltiges. Berlin, den 22. Januar 1904.

In der gestrigen Sihung der Stadtverordneten erstattete der Stadtv. Cassel namens des Ausschusses zur Vorberatung der Anträge der Stadtvv. Dr. Nathan und Genossen und der Stadtvv. Dr. Landau und Genossen, beide betreffend die Erweiterung des Kaiser und Kaiserin Frkedrich-Kinderkrankenhauses und die Errichtung einer Station für Geschlehtskranke in dem Krankenhause Moabit, Bericht. Der Ausschuß hat in mehreren Sigzungen die Not- wendigkeit einer Erweiterung des Kinderkrankenhauses in Erwägung gezogen und sih {ließlih auf den Antrag geeinigt: den Magistrat zu ersuchen, 1) tunlichst bald eine Vorlage über den weiteren Ausbau des Krankenhauses unter Erseßzung der Magnesit- baraden ohne wesentlihe Vermehrung der Bettenzahl zu machen; 2) tunlichst bald dafür zu sorgen, daß bis zur Er- offnung der Geschlehtskrankenabteilung im Nudolf Virhow-Kranken- hause ohne Verminderung der für andere Pee vorhandenen Bettenzahl in Anlehnung an eines der städtischen Krankenhäuser provisorisch eine Abteilung für Geschlehtskranke unter Vermehrung der bisher hierfür vorhandenen Bettenzahl, und zwar bei Behandlung der Kranken dur einen FeBa Gy vorgebildeten Arzt, eingerichtet werde. Diesen Anträgen stand ein solcher der Stadtvv. Augustin und Genossen gegenüber, dahin gehend, daß die für die Erweiterung des Kaiser Friedrih-Krankenhauses erforderlihen Mittel {on in den nächsten Etat eingestellt und daß die Station für Geschlehtskranke {leunigst aus dem ftädtischen Obdach heraus8genommen werden möge. In der mehrstündigen, zum Teil sehr lebhaften Debatte war die Mehrzahl der Nedner darin einig, daß die Zustände in beiden Heilanstalten einer Besserung bedürfen, daß man aber mit den tatsählihen Ver- bâltnissen rechnen und daher dem Ausschußantrag zustimmen möge. Der Antrag Augustin wurde denn auch abgelehnt, und die Anträge des

Aus\hu}ses gelangten zur Annahme. Zum Schluß stimmte die Ver sammlung der Schaffung der Stelle eines Direktors für die städtischen Nieselgüter, e die der BEONeNor Dr. Balhaus-Königsberg in Aussit genommen ift, zu. Alle übrigen Gegenstände wurden von der Tages ordnung abgesetzt. f

Der Hauptaus\chuß für Berlin und die Mark Bran: denburg des Deutschen Flottenvereins vereinigt in diesem ‘Jahre zum ersten Male Ie Mitglieder, sowie Freunde seiner Be, strebungen zu einer geme aen orfeier des Geburtstagez Seiner Majestät des Kaisers, und zwar durch eine am Montag den 25. d. M., Abends 8F Uhr, in der Viktoriabrauerci (Lüßow: straße 111/112) stattfindende Festversammlun q Außer Vorträgen des Hauptmanns Tanera und des Oberleutnants Nöper is noch iy reihhaltiges Musikprogramm ae die Vorführung von etwa 39 lebenden Photographien ae en. Eintrittskarten sind im Vorverkauf ¡um Fe von 75 & F im Geschäftszimmer des Hau taus\cussez he ai urger Straße 3% T), sowie Abends an der Kasse für 1 4 jy

aben. agi Veberschuß wird Wohltätigkeitsbestrebungen unges{chmälet zugewandt.

In der Deutschen Kolonitialgesellschaft, Abteilung Berlin, wird am Montag, den 25. L AEeA Abends 8} Ubr, im Kolonialheim, Schellingstraße 3, der Stabsarzt Dr. Krause einen Vortrag über „das Chinesentum und die europäische Kultur“ auf Grund eigener Beobachtungen halten. Gäste, nur Herren, haben Zutritt.

Frankfurt a. M., 21. Januar. 1E T. B.) Zu dem gestrigen Unfall imFrielendorfer Braunkohlenbergwerk (vgl. Nr. 18 d. Bl.) teilt die Direktion folgendes mit: Auf der Zeche Frielendorf stürzte eine Koblenwand: von 10 m Höhe ein. Verschüttet wurden vier Bergleute und ein Beamter; drei Bergleute erlitten leite Verleßungen, zwei bliebén tot. Die Bergung der Leichen ist \{wierig. Die „Frankfurter Zeitung" meldet aus New Vork: Unweit von Watertown im Staate New York sißen 250 Passagiere in vier auf den Gleisen angefrorenen Zügen fest und leiden unter Kälte und Hunger. Eine Hilfserpedition is guf Schneeshuhen abgesandt worden. Die Schneewehen liegen bis 20 Fuß hoh.

C ôln, 21. Januar. (W. T. B.) Auf der Strecke Mehlem— NRolands8eck wurden beute nahmittag bei Kilometer 45 zwei Neichstelegraphenarbeiter von dem Zuge 110 überfahren. Der eine Arbeiter war sofort tot, der andere wurde \{chwer verleßt.

__ Trient, 21. Januar. (W. T. B) Lawinenskürze ver- ursahten in Ampezzo und auf dem Monte Baldo je einen tôdlihen Unglücksfall. Auf dem Gardasee sank cin Getreideschiff.

Johnstown (Pennsylvanien), 21. Januar. (W. T. B.) Ein Dampfzylinder in dem Kesselraum der Cambria Steel Company exrplodierte. Etwa 12 Beamte sollen getötet und 2% verleßt scin, unter leßteren viele lebens8gefährlich.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Berlin, 22. Januar. (W. T. B.) Nach heute naht aus Swakopmund eingegangenen telegraphishen Nad- rihten haben die gestern mit der Eisenbahn - entsandten weiteren 29 Mann von? S. M. S. „Qabdi0t mil 1 Maschinengewehr und 1 Revolverkanone Karibib er- reiht. Die Stationsgebäude in Obabis und Habis sind zerstört. Mit der Reparatur der Bahn jenseits von Karibib ist begonnen. Jn einem Patrouillengefecht bei Kubas ist ein Unteroffizier (Name nicht bekannt) verwundet worden. Eine größere Anzahl von Eingeborenèn soll dabei gefallen sein. Aus Omaruru liegen Nachrihten vom 18. Januar vor, wonach die Besaßung dort 50 Gewehre zählt. Sie hat sich gut verschanzt und hofft, sich halten zu können. Ueber die Kolonne Zülow liegt in Swakopmund keinerlei

Nachricht vor.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Neues Operntheater: Keine Vorstellung. Schauspielhaus. 23. Vorstellung. Johannis- nacht. Ein Märchenspiel von Marx Möller. Die zur D gehörende Musik von BEA Hummel. Die Schule der Frauen. Lustspiel | - in 5 Aufzügen von Jean Baptifte Moslière. Ju | e Vorstellung E “wi Bn S Fulda. Regie: Herr | SFna.

erßer. Anfang 7{ Uhr. Be N

Wountog: Neues Operntheater. Vorstellung im D Freischüg. Abonnement (VBillettreservesaß Nr. 15). Samson Va. 16 und Dalila. Oper in 3 Akten und 4 Bildern von M ontag (16. Camille Saint-Saëns. Tert von Ferdinand Lemaire. artha.

Deutsch von Richard Pohl. Ballett von Emil E EO (16. Vorstellung im Abonnement): Die

Graeb. Anfang 74 Uhr. Helena.

Schauspielhaus. 24. Vorstellung. m ftillen “3 Gäßchen. (Qualitxy - Street.) Lustspiel in | \Möne Helena, 4 Aftten von F. M. Barrie. Deutsch von B. Pogson. Anfang 7# Uhr.

Denishes Theater. Sonnabend: Rose Berud. Anfang 74 Uhr.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Die Weber. Abends 74 Vbr: Novella d’Andrea.

Montag: Novella d’Andrea.

Berliner Theater. Sonnabend: Göh von | 7# Uhr.

Berlichingenu. i h Sonntag, Nachmittags 27 Uhr: Ein Winter- märcheu. Abends 74 Uhr: Maria Therefia.

Montag : Alt-Hreibelberg.

Schillertheater. O. (Wallnertheater.) | Anfang 74 Uhr. Sonnabend, Abends 8 Ubr: Die Stüten der Gesell- schast. Schauspiel in 4 Aufzügen von Henrik

sen. Deuts von Wilbelm Lange.

Sonntag, Nacbmittags 3 Uhr: Die Näuber. Abends 8 E: Was ihr wollt.

Montag, Abe Ein Sounenstrahl.

Sonn spiel in 5 Aufzügen von Karl Gußkow.

Montag, Abends 8 Uhr :; Uriel VAcosfta.

Theater des Westens. Kantstr. 12. Babnhof | Zoologisher Garten. (Direktion : A. Pras, Groß- | Das Schwalbennest. l Montag und folgende Tage, Abends 74 Uhr: Das im Abonnement): Die schöne | Schwalbennest.

Sonntag, Namittags 3 Uhr: Zu halben Preisen : -— Abends 75 Uhr: Die schöne

| berzogliher Hoftheaterintendant a. D.) Sonnabend

Mittwoch (15. Vorstellung im Abonnement): Die

Donnerstag (15. Vorstellung im Abonnement) : Die schöue Helena.

Residenziheater. (Direktion: S. Lautenburg.)

Sonnabend: Der keusche Cafimir. Nitouche.) Schwank in 3 Akten von Desvallières | _, und Mars. Deutsh von Max Schönau. Anfang | Hierauf: Der Raub der Sabinerinnen.

Am 25., 27. und 29. Januar: Guido Thielscher

Sonntag und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. | als Hochtourift.

Thaliatheater. Dircktion Jean Kren und Alfred

Schönfeld. Sonnabend und folgende Tage: Der Hochtourist. (Guido Thielscher in der Titelrolle.)

Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Charleys Tante. Am 25, 27. und 29. Januar: Gastspiel Miß | 99€). S O Jsadora Duncan in ihren neuen Täuzen. *

BPentraltheater. Sonnabend, Nahmittags4 Uhr: nds 8 Uhr: Ein Duell. Vorher: Zu halben Preisen“ (jeder Erwachsene ein Kind frei; : jedes Kind einen Extraplagz): Der geftiefelte M P L Ne Im E MEeNTHEC Ier) Kater. Märchenspiel in 4 Bildern mit Gesang

end, Abends s Uhr: Uriel Acofta. Trauer- | und Tanz, Abends 7+ Uhr: Das Schwalben- nest. Operette in 3 Akten von Maurice Ordonneau, | Lamoud (Klavier).

Sonntag, Nahmittags 3 Uhr : Kollege Crampton. | deutsch von“ M. Rappaport. Musik von Henry Abends 8 Uhr: Die Ehre. Herblay.

in 3 Akten von Franz Lehar.

Vorstelung im Abonnement): | dame X. Anfang 8 Uhr. Madame X.

Sonntag, Na

Konzerte.

Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen Friedri- und Univecsitätsstraße.) Sonnabend: Ma-

Meontag bis Sonnabend : Madame X.

Bellealliancetheater. (Unter der Direktion von Jean Kren und Alfred S{chönfeld vom Thaliatheater.) Sonnabend u. folgende Tage : Der reichste Berliner.

Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in Verlobt: Frl. Elsa v it Kavitä Neues Theater. Sonnabend: Der Strom. | 4 Aften (ñach einem älteren Stoff von Ely und | [eutnant Geora Eit- S erng ute Hon Map! gi Zakobsobn), neu E von Fean A und O R, BAREAE l E fred Schönfeld. Musik von CEindödshofer und 1% 4 Ti+HZy3 ¡1 Schmidt. (Gerda Walde und Friß Helmerding in Verehelicht: Hr. Militärintendanturrat Philipp

; den Hauptrollen.) Anfang 74 Uhr. : (Maître Linitiaca d Ube Movüiät: Krebse. | Geboren: Eine Tochter: Hrn. Amtsrichter

Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Konzert von Jrwin Eveleth Hafsell (Klavier) mit dem Philharmenischen Orchefter (O. Marien-

Saal Bechstein. Sonnabend, Abents 74 Uhr: Liederabend vor Marie van Beckum.

Beethovensaal. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

LIV. (leßtes) Abonuemeutskonzert des Böh- mischen Streichquartetts. Mitwirkung: Frederic

BPirkus Schumann. Sonnabend, Abends 74Uhr:

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen Sbiain Die besten dresfierten (in erster Beseßung): Der O LRR I: (e Ster Immer das Original.

¿Mudolf #4 Martin Klein, Carl Schulz.) Abends 7&4 Uhr:

25 Löwen des Herrn Sceth. Dresfierte Tiere des Clowns Gontard. Offene Loop des Mons. Anucillotti. ‘Adolf und Coco, die beften Clownus in Berlin, Babel.GrößteAusftattungs* pantomime der Gegenwart.

Sonntag: In beiden Vorstellungen: 25 Löwen,

Ander,

Sonntag, Nachmittags: Biscotte. Abends: die offene Loop, dressierte Tiere. Nachmittags

ein Kind frei.

(NVWI E S N D N VZT A H P U A “V Familiennachrichten.

Friedrisort). mit Frl. Agnes Windsch (Leipzig).

Boland iten Hrn. Otto von Erxleben Selbelang). Hrn. Leutnant Erich Frhrn. von agern (Hanau).

Gestorben: Hr. Landgerichtsdirektor Jyanovius Cas i. Pr). Fr. Stadtrat Sophie Liebert, geb. Joachimsthal (Berlin). Fr. Clara von Barany, geb. Bartel (Breslau).

Verantwortlicher Redakteur Dr. T yrol in Charlottenburg. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin SW,, Wilhelmstraße Nr. 32. Neun Beilagen (eins{ließli4 Börsen-Beilage).

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e B ei lage : hen Reichsanzeiger und Königlich Preußi)

Berlin, Freitag, den 22. Januar

hen Staatsanzeiger. 1904.

Bemerkungen. Ein liegender Stri

Château-Salins

Die verkaufte Menge wir! ch (—) in den Spalten für Pre

ird auf volle Doppelzentner un ; ise hat die Bedeutung,

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daß der betreffende Preis niht vorgekommen it, ein

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Bilderbeilagen : aben Schwindscher Bilder.

Berlin, 1903. Amtlich

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1904. Berlin, Invalidendank tverkehr. el.

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stätten unterste nementsflottille. i In der Leitung der verschiedenen verwandt. Die Handwerker find fast ar und Goanesen, während als Handlanger Die Verwendung farbiger Billigkeit den Vorteil, da Gehaltsansprüchen, besserer stehenden Verhä 1 brauchbarer Leute der Werft erhalten w Zahl der beschäftigten Arbeiter etwa 60 Van Handlanger ; von diefen antfallen et langer auf die Maschinenwerkitatt, der Die Werkstätten besien 9 Drebbän maschinen, 5 Bohrmaschinen, 3 Blechschere 3 Sthleifmaschinen und 1 Dampfhammer. Gegenstände von 3,5 m Wing arbeiten. Auf den drei Essen lassen U erhitzen und dann unter dem Dampf und Justandseten einer alten, bi 1 Drehbank, 2 1 y und 1 Holzbearbeitungsmaschine mi den Txansmissionen der gearbeitet,

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Gang: gesetzt.

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Bis dahin werd Gz. besteht ferner eine erstere kann Gegenstände bis zu 1000 kg Gewicht produzieren.

stalten. Zu diesem Zweck ist die Gouvernementëêwerft von Jahr zu vervollkommnet worden, sodaß leßt ale Anlage nur möglichen Arbeiten auêgesu hen ebenso wie das Dok

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e und etiva dh Gegenstände bis hammer bearbeiten. llig angekauften en, 1 Bohrwerk, t Dampf getrieben werden. Werkzeugmaschinen

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Duren, E n diese Maschinen dur HauddeT | f x Cisen- und Metallgießerei. Die Gewicht, leptere bis 500 kg Kupferschmiede ist imstande,

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Werkstätten werden Deutsche 18\{ließlich Inder, Eingeborene beschäftigt e hat außer dem Vorzuge größerer ß die Farbigen bei besbeideneren Leben8- r Gesundheit und Zufriedenheit mit den vodurch ein Stamm rd. - Zur Zeit . beträgt d dwerker und 50 eingedborene Handrverker und 40 HYand- Rest auf die Bootswerst

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B.) Die Stadtver aud gatena heutigen Sißung für den Dau e, daß der Beichluß Bedingung gefaBnt fem vor 860. 000 A nicht über) iter l dur Sachverständige die ejeltes ergede, und dal via Llu \Aagötariten für : den Ktual« pbahu, die Abtretung dere Hafenbau untd den

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