1904 / 33 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

WGründe

@Goischéidung des Könlglldhen Oberverwaltungögerihts vom I d in achen, betue enb die Veo werde bes Gemelndes orstands zu V. wegen Herlegung bed hem a bilshen Wasserwerk ju P fûr bad teuerhabe 1901 guserlegten Gewerbesteuersages in die

auf bie einzelnen Betriebsorte SEE Tellbetx E

Pex Gemeinde B. waren von dem Gewerbesteuersage des Steuers Aeldn bur ben Beschluß des Sttuergusiguies vom 1. Junli 1901 y N überwiesen worden, ohne baß sle Beru ag eingelegt hätte, Jn bor gogenübeyr ber Gemeinde Sch. ergangenen terusungsentsheibung ist ber N neinde H, der Steuersapautell von 7 M belassen worden. Hlerübex beshwert sle sich jeyt und beansprucht anderweitige Ver-

tellung:

Giner Gemelnde, ble fh bei dex ursprilnglichen Zerlegung bee rubigt batte, und deren auf dieser Zerlegun beruhenden Rechte durch elne gegenüber elner anderen (Gemeinde erlassene S Ai nit verkürzt find, kann ein Beschwerdereht überhaupt nicht zuge- da sle elne Benachteiligung durch die Berufungs-

erlitten bat, Dle Beschwerde ist [hon aus diesem i des Gewerbesteuergesezes vom

standen werden

entihetbung nit i l Grunde fkoflenpflichtig 97 Abs, 4 24 Juni 1891) abzuwelen

Minisierium für Landwirtschaft, Domänen

und Forsten.

Der bei der Ansiedelungskommission in Posen Dn ir: Negierungsassessor Wenck it mit der vertretung6weljen Ver viltuas der Spezialkommission 11 in beauftragl worden

Der Spezialkommissar, Kreuzburg O.-Sthl, ift der ijherwiejoen.

Stettin

Negierungsrat Bartenstein in Ansiedelungdkomnmission in Posen

Bekanntma chchung.

Die Königliche Geologische Landesanstalt_ und Bergakademie zu Berlin, Jnuvalidenstraße 44 t er nuhtigi, geologi aaronomische Aufnahmen von trivatgütern auszuführen und amtli che geologische Guiachien sür Privatpersonen abzugeben.

Die Sonderaufnahmen und Gutachten werden unter nach stehenden Bedingungen audgeführt:

1, Bedingungen für bu gorlogt\-amwonommildhr Synmberaufnahme von hue Untersfuhung au das Vorkommen rugbaver Sal. lager und Tonstiger Meliorationdftoffe bur ‘bie | Knlzgkich Proußieht Geologie Lanvetanftalt und Bergakademie zu Brrlin N. 4, SInyaltbeustrage 46 A, Vir cerlogiih-agronomihe S omberaufnayme von lat tm Matistab 1; 10000 : M Ei hir S Ung ver topographti\Wecn Gruntlage werden die Selbstkosten bevehnet

3, Wixd nux hie Eintragung bas Vorkommen mnutiherer Kell unt ‘Mergellagez usw findet diele in don Karten Um Maßstab 1 : 25 000 Nat.

©. Für vie Ausncihmeon fti zu vergüten:

{) ‘Eine Ewischrelbegebllhr von 8 „4 für jedes (But.

9) An Métsekosten pom zjawelligen Wohnort des Grologen:

ü, 9 A für finn Kilometer Giserkahrweg, h), 8 6 r Jjéhun Zu- ub Ubgeng, 6, 0 A fir cinen Kilometer Aae. N

Med ver Geologe am Anfunftübahnhof dureh Fuhrwerk des Gutsbesitzers cihgeholt, fo wird für den Launbweg nichts berechnet; er- folat vie Alholung des Gioolugen an feinem Wohnort dur Fußhr- weil, lo warden keine Retsekosten, ber ine Zue und Abgangügebühr von 8 M in Redhnmmy gettelll

4) An Tagegeldern fr 10hen Rad i und zurück ‘sowie elus{ließtih der Beforderung Mohrgeräate 40 M A

6 Lag, lr wClhen Fageglder geachlt werben, gui bie Zeit von Mitternacht zu WMitierna0t; leber angeiangene Tag wirb als voll berc(uel

1) Dex GButsbesiter hat all Äugraäbungen und ewa während der agronontlshen Unter)hulhungan wert unentgelt) zur Verfügung au ellen t .

j Mird éin kurzes \thrtftliches GutaGton gowitristht, fo tf! dafitr ein wêotterer Lag ut! M in Asay zu Hritugen

b Soll bas Gutathien auer er pon Kaxten, Profllen Lingen 06 burgleichen boll ein belonderet Gelihrerntat zur Boefligung

o, Fir Kallagnalysen weorban 4 M boren

1. Der Betrag der Meinung 1! Jesl gn Die Kosse dexr Kbnigs- liehen Weoologiichen Lainbeoanitalt und Beorgefftbauie ebngulenben

1 Vai fue ind der Koniglichen Geopnlogtichen Landebanite!? und Mergatabemit zu Merlin N, 4, ZFuyaktortrghe 4d j‘dem “Zabre nog D Ende Februgr Gnzreich& Fie Wei iun Lowe bed burd) Cine mi use versehenen Geologen Het

Gütern und und Mergel-

Gütern

ber Untersuhungen der Güter auf gewünscht, so

éinsWließlidh ber Reisen hin urid Benußung derx

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(Vit Zulveseahsl bitten wle zu durchilraihan.)

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werden besonders berechnet; falls diese Koften voraussichtlih besonders

och feln werden, erhält ver Auftraggeber vorher über ihre Höhe

Nachricht, 6) Die Festsegung der Gebührensäße geschieht burch die König- lie Geologi Na rfialt und Bergakademie, welche dem Austrag-

eber besheinigte Rechnung zustellt, s 7) Der Betrag der Rechnung |\ frei an die Kasse der König-

lichen Geologishen Landesanstalk und Bergakademie einzusenden. Berlin, den 830. Januar 1904, Die Königliche Geologische Landesanstalt und Bergakademie. Schmeißer.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich, Preuseu, Berlin, 8 Februar

Seine Majestät der Kaiser und König hat'en heute früh cine Besprechung mit dem Reichskanzler Grafen von Bülow in dessen Wöhnung und hörten dann von 11 Uhr Vormittags an im hiesigen Königlichen Schlosse die Vorträge des Chess des Zivilkabinetts Mirklichen Geheimen Rats Dr. von Lucanus und des Architekten Bodo Ebhardt.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Handel und Verkehr und sür Rechnungswesen hielten heute eine Sigßung.

Mecklenburg-Schwerin, /

Seine Königliche Hoheit der Großherzog ist gestern nahmittag, wie „W. T. B.“ meldet, von Schwerin nach Wien abgerist.

Hamburg,

Der kommandierende Geücral des IX. Armeelorps, Generalleutnant von Volk und Polach inspizierte, wie W. T. B.“ aus Hamburg berichtet, vorgestern nachmittag furz nach 4 Uhr, in Anwesenheit von mehrerea bohen Offizieren sowie Vertretern des Senats und der Woermann-Linie an Metersenkai die für Deutsh-Südwestafrika bestimmten Truppen. Nach ciner Ansprache des Generals an die Truppen, die er mit cinem Hoh auf Seine Majestät den Kaiser schloß, nahm der Transportführer, Hauptmann von B agens!ki das Wort und spra dem General und den Vertretern des Senats für ihr Erscheinen sowie der Stadl! Hamypurc für die den Truppen gespendeten Liebesgaben seinen L ank aus. Nach der Vestchti- aung Tehrten die Truppen an Bord des Dampfers „Lucie Roermann“ zurück, während die Kapelle des 76. Jufanterie- regiments patriotishe Lieder spielte. Um 51/2 Uhr gab der Kapitän des Dampfers Befehl zum Loswerfen, worauf das Schiff langsam den Hafen verließ.

Deutsche Kolonien.

Der KomÏpandant von S. M. S. „Habicht“ berichtet, ciner Meldung ‘des „W. T. B.“ vom 6. Februar zufolge, aus Swakopmund (Deutsw-Südwestafrika): „Die Kompagnie Franke ist nah heftigem Kampf in Dmaruru eingedrungen. Der Feind erlitt große Verluste an Toten, Verwundeten und Großvieh. Es ift ziemli sicher, daß der Häuptling Vichael tot ist. Auf unserer Seite sind tot: Feldwebel Müller, Unteroffizier Otto Gefreiter Linke, Scherrer, Neserviît Seelmand, Landwehrmann Geriß; verwundet: Leutnant Griesbach Wollwarth, Sergeant T Unteroffizier Hecker, Ullrich, Gefrciter Milke, Kaul, Neservist Hoffmann, Lazemann, Wahl. Vermißt wird eine Patrouille von 1 Unteroffizier und 6 Mann Die - Ver- wundeten {cinen außer Gefahr zu sein. Der Feind schließt Jch habe das „Habicht“-Korps und den Obverleutnart ler nah Karibib zurückberufen, von wo aus vorausickchcktli morgen Der Vormar}ch nach Omaruru er- folgt. Die Bahn is bis Windhuk wieder befahrbar.“

Auße: Gefechte bei Omaruru erliitenen Ver- ibermittelt der Kommandant von S. M. S. „Habicht“, iner Meldung des genannten Bureaus vom gestrigen nd einex leßten Zusammenstellung die folgende Gefallen find: Karl Engbart, Gefreiter Troelysh, Leutnant Boysen, Gefreiter Zülott, Gefreiter Rudolf, Neiter Gerwinsky, Unteroffizier Pacch, Reiter Weiß, Lokomotiv- führer Tadext Assist: nt RoC, S Gliepen Freiwilliger Fossati, Pietro, ( Kühnel, die Reservisten Grundmann, Hellige, Unter- Die Moitet Radtete Hiescher, Dormschke, Ser geant Playent, Unteroffizier Gaß, Neiter Nordbruch, Tierarzt x iokamp, Ganehorn. Erm ordet sind: ichard Tausendfreund mit Sohn, Max Ferdinand Dames, Ernst Blohm, Mosenhauer und Hackelberg, und Watermeyer, Farmer Lange mit Kind iu l ¿BVarmen, Kausmann Dieckmann mit Frau und Kind, Bur Unk, Former Cange M Sneyrivier, Ernst Uh ut Frau, Sue, d äudlex Kunße, Ansiedler Bremen und Kux Ansiedler Petcxs Hormounu Ublhorn in ßierstein, Farma Mülltei Leeiug, Hüäudlex Nosenhauer, Bextermann, (Wai elei esl Farmer Zimmermann, Biermausky, Koczerowmaly Gatte. S Mwauwedcker. *treckdenmaártei Vohinauu, Häldler Monter, Frau des Farmers Mülloy, ronewla Too, Max Sehroedor, vou Falkenhausen, Handle Kuotho! Rußordén Werden Uo) 1 VPeronen yermihi

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Neuzeit anpassey Der Redner wies darauf hin, daß das Marine- exfordernis Oesterreich: Ungarns gegenlber dem anderer Staälen ein M Iren unv das jährliche Mehrerfordernis ungewöhnlich gering set.

Großbritannien und Frland.

Der König empfing gestern, wie „W. T. B.“ meldet, Lord Roberts und den Admiral Lord Charles Beresford in Audienz.

Der Großherzog von Hessen ist am Sonnabendabend von London nach dèêm Festlande abgereist.

Nach amtlicher Bekanntgabe sind die Mitglieder des von dem Ausschusse des Kriegsamts vorgeschlagenen neuen Heeresrats ernannt worden. Jhm gehören an der Staats: sekretär des Kriegsamts Arnold Forster, als militärische Mitglieder der Generalleutnant Lyttelton, der (Generalmajor Zorsley Douglas, der Generalmajor Plumet und Dev Beneralmajor Wolfe Murray, als zivile Mitglieder der Unterstaatsselkretär des Kriegsamts Lord Donoughmore und der A Sa des Kriegsamts Bromley-Davenp ort, \chließlih als Sekretär der Oberst Six Edward Ward.

Ueber die britishe Mission in Dibet veröffent- lichte amtlihe Schriftstücke ergeben, daß, infolge der in den Jahren 1900/1901 vom Dalai Lama nah Stk, Petérêz burg gesandien Mission, Großbritannien Rußland und China davon verständigt habe, daß es irgend welchen Maß- nahmen, die darauf gerichtet seien, den bestehenden Zustand in Tibet zu ändern, nicht gleichgültig zusehen könne. Die indische Negierung habe unter dem 8. Januar 1903 die Neichsz regierung benachrihtigt, daß ber anae Weg, der den britischen Juteressen drohenden Gefahr zu begegnen, berjentge sein werde, daß Großbritannien die Juitiative érgreifé und Chinas Vorschläge wegen einer Konferenz annehme. Leßtere solle in Lhasa und im Beisein eines Vertreters der tibetanischen Negierung stattfinden. Die indische Regierung habe nahegeleat, daß die Verhandlungen niht nux bie Frage der (renze von Sikkim, sondern die ganze Frage dckŒœ N EY Ungen zwischen Großbritannien und Tidet zum (Gegenstand haben sollten und daß in Lhasa ein ständiger Berireier Großbritanniens eingesezt werde. Ein russisches Mem orandum vom 2. Fe- bruar 1903 enthalte die Mitteilung, daß Nußland infölge DCS Vorgehens Englands vielleiht Schritte ergreifen könne, um seine Jnuteressen zu hühen. Lord Lansdowne habe daraufhin dem russishen Botschafter mitgeteilt, wenn Rußland irgend welhe Tätigkeit entfalten sollte, werde (Sroßz britannien gezwungen Tin) seinersei!s eine Tätigkeit zu ént- falten, die über diejenige Rußlands hinausgehe. Solange dieser Meinungsaustausch im Gange gewesen sei, habe man es nicht für wünschenswert gehalten, eine Mission nah Lhasa zu senden. Einige Wochen später habe der russtiiche Botschafter eine Darlegung der Anschauungen Rußlands unterbreitet, in der exklärt worden sei, daß, wenn auch Rußland nicht wünsche, sih in Tibet einzumischen, doch irgendwelche Verleßung des 8statns quo in Tibet Nußland zwingen werde, seine Fnteressen in Asien zu s{ühßen. Lord Lansdowne habe erwidert, (Sroß- britannien müsse darauf bestehen, daß Tibet seine Vertrags- verpflichtungen erfülle. Als die britische T E nach Tibet abmarschiert sei, habe Graf Benckendorff ernste Vorstellungen bei Lord Lansdowne erhoben. Dieser habe entgegnet, es scheine ihm über die Maßen sonderbar, daß dieje Einsprüche von einer Macht erhoben würden- die auf der ganzen Welt niemals ge- zögert habe, in die Rechte ihrer Nachbarn einzugreifen, wenn die Umstände dies zu erfordern schienen. Wenn die russishe Regie- rung ein Necht habe, sich darüber zu beklagen, daß Sroß- britannien Schritte tue, um durch Eindringen in tibetanisches Gebiet Ersaß von den Tibetanern zu erlangen, zu welcher Sprache würde dann nicht Großbritannien berechtigt scin an- gesihts der russishen Uebergrifse in der Mandschurci, in Turkestan und in Persien? Ein Telegramm des Vizekönigs von Jndien an den S taatssekretäc für Jndien vom 13. De- zember 1903 besage, daß nach cinem Bericht des Obersten Younghusband russishe Waffen- in Tibet eingeführt würden und daß sih die Tibetaner auf Versprehungen von russischer Unterstüßung verließen.

Frankreich.

Das „Journal Officiel“ veröffentlicht, wie berihtet, die Noten, die am 2. Juni zwischen der Botschaft der Französisch Berlin und dem Unterstaats}ekcretär Dr. als Verireter des deutshen Auswärtigen Ami Konvention zwishen Frankreih und Schuye von Werken der Literatur 19, April 1883 ausgetausht worden tund. Aus Cherbourg wird Pariser Blättern gemeldet, daß ein englischer und ein japanisher Off

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izier in Zivil in Begleitung eines französischen Offiziers ohne Bewilligung des Marineministers das Marinearfenal besihtiagt hätten, und daß der französische Offizier die den Besucdsvorjchriften gemaß beim Eingange abgelegten photographischen wwieDEr an sih genommen habe. Der Seepräfekt hade üder den Vor- gang eine Untersuhung angeordnet. Gerüchtweise und unler Vorbehalt werde hinzugesügt, daz ein _franzöfijer Offizier eines Untersechoots und ein englischer Lsner verl? haftet worden elen,

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Rußland.

Dex gestern erschienene „Regierungs&dote" veröffentlicht, dem „W. T, B,“ zufolge, folgende Zirkulardepeshe des Minlsiers dea Aeußern an die ruhen Vertreter 1m Nuglande vom 6. Fohvuar

Jm Nuftxage seiner Regierung übdergad T 1a Gos a nd te am Allorhöchsion Hose eine Note, die dies Megiorung von dex EntiGoidung Japans sohl, weiteres Vor handlungon Cl ellon Goesandien und das Ae GBotandtsGaft aus Si. Petersburg aduiderusen, Zuogedesen deu ¿s Sommer Majesisi dèm Kaiser, Alt Fu befehlen, Haß her pu e Gefan te In T ois i N gesamten Por nagl dey F aiforli en Mission wnoerzziaglich die Haupifiadi Japans verlas, S derart L ¿ndlungd- weise Hoy Tyfigoy Ring vit cinmal das Eimn- iyosson Hor Dieser Tage? à CIANDN 4 Ao det Kaäferlichen Mogiorung admarieio, Vila t Japan dit ganze Bel? R I g FRF BIO V Av, de dir N Addruh or diplamalisen Boa arn 3d Nes Mühen ent ohe Bn

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Niederlaude.

Angesichts des gespannten Verhältnisses zwishen Rußland und Japan hat, wie „W. T. B.“ berichtet, die nieder- länd ische Regierung angeordnet, den Kreuzer „Fries- land“ für Jndien bereit zu halten, um eine Macht zur See ur Bersugung zu haben, die genüge, um eventuell die Neu- tralität er Niederlande aufrecht zu erhalten.

Türkei.

Das Wiener „Telegr.-Korresp.- Bureau“ meldet aus Konstantinopel, in der Antwort der Pforte auf das Promemoria der Ententemächte vom 28. Januar heiße es bezüglih des Punktes 1, daß die Begleitung der Zivil- agenten durch türkishe Beamte im Junteresse der Sicher- heit der Zivilagenten liege und deren Wirken nicht be- einträhtigen werde. Ein anderes Verfahren würde gegen das Ansehen der Pforte verstoßen, was auch bei den Verhand- lungen des Ministers des Aeußern mit den Botschaftern der Ententemächte besprochen worden sei. Bezüglich des Punkts 2 werde erklärt, daß für die Neorganisation der Gendarmerie ein italienisher Genera! engagiert worden sei und daß cine neue Kompagniecorganisation im richtigen Verhältnis zur Be- vóll'erung erfolgen werde. Zu Punkt 3 werde bemerkt, daß nach Eintritt der Nuhe die neue administrative Untereinteilung den Botschaftern der Ententemächte werde bekannt gegeben werden, zu Punkt 6, daß für die Notleidenden bereits 30 000 Pfund abgeschickt seien, und daß die Zivilagenten über die Verteilung der Beträge würden auf dem laufenden gehalten werden.

Diese Antwort der Pforte werde, besonders bezüglich der Reorganisation der Gendarmerie, für unbefriedigend gehalten, und dürften in dieser Beziehung weitere Schritte er- folgen müssen, um die Pforte zur rihtigen Auffassung einer gründlichen Reorganisation der Gendarmerie im Geiste des Mírzsteger Programms unter Mitwirkung von Offizieren der Großmächte zu veranlassen.

Amtliche türkische Nachrichten besagen, daß sich in Bulgarien rig Ha bewegten, die die Ankunft Sara fo ws erwarteten, um mit. ihm bei der ersten sih bietenden Gelegen- heit die Demarkationslinie zu durchbrechen,

Serbien.

Gruitsch und Protitsh haben cs, dem „W. T. B.“ zufolge, abgelehnt, die Bildung des neuen Kabinetts zu e Der König hat Zivkowitsch in den Konak erufen.

Amerika.

Wie dem „W. T. B.“ aus Montevideo gemeldet wird, sind die politishen Gefangenen auf ber Jsla de Flores fre geaen worden, Nach einer weiteren Meldung solle Saravia sich wieder gegen Norden wenden; mehrere Abteilungen Regierungstruppen seien bemüht, ihn zu umzingeln,

Asien.

Der „Russischen Telegraphen-Agentur“ wird aus Charbin vom heutigen Tage gemeldet, daß unter den dortigen ZJapanern eine Panik herrsche; sie eilten nach Wladiwostok und Jukau, wo für sie Dampfer bereitständen. Die russische Bevölkerung auf dem Territorium der chinesischen Bahn sehe den l'ommenden Ereignissen ruhig entgegen,

Aus Muskden wird berichtet, die russischen Truppen seien am Jalufluß zusammengezogen. Nußlands Friedens- liebe sei durch die zapanischen Forderungen ershöpft. Unter den russishen Truppen herrsche die beste Stimmung. Die Japaner reisten überall eilig in ihre Heimat ab. Gerüchtweise verlaute, daß ein japanishes Geschwader bei Wei-hai-wei stehe, um den russishen aus Europa kommenden Schiffen den Durch- gang zu versperren, während die Japaner andererseits die Absicht hätten, Truppen in Korea zu landen. In Japan sei eine allgemeine Subskription zur Aufbringung von Geld- mitieln für den Krieg eröffnet worden. #

Wie die obengenannte Agentur weiter meldet, hat der Baron Nosen die russishe Antwortnote der japanis{ch Negierung am Freitag überreiht. Diese Note wat 4, Februar dem Admiral Alexezjew telegraphish mitgeteil worden, der sie dann dem Baron Rosen übermittelte. *

Betreffs des gestern in Tokio bekannt gewor bruhs der diplomatischen Beziehungen zwischen Nußland werde dort erklärt, daß durch das über drei währende vergeblihe Warten auf eine Antwort die legte Jjapantishe Note vom _ 13.- Januar d. und den mährend dieser Zeit oftentativ Aufmarsch der russischen Armee fowie dur Be sezung von militärischen Stellungen gegen Korea niht nur die Geduld Japans erschöpft, fondern auch die

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Ueberzeugung erweckt worden sei, daß eine weitere dilatorisce |

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Behandlung dieser Frage nicht mit den Zn

y y teressen Japans zu vereinbaren sei.

Der „Standard“ berichtet aus Tokio, in Japan herrsche |

eine rührige Tätigkeit; die Eisenbahnen schaften mit großer Be- shleunigung“ Truppen nah den Einschiffungshäfen. Die Straßen der Hauptstadt rvimmelten von Soldaten. Die

„Daily Mail“ meldet, der russishe Gesandte Baron von |

Rosen, das Gesandtschaftspersonal und der General-

fonsul in Yokohama würden am Freitag abreisen.

vor der Abreise von dem Kaiser nochmals in Audienz empfangen

werden. Die Vertretung der russischen Juteref}fen | in Tokio soll nah demselben Blatt dem oösterreichisch- |

ungarishen Gesandten übertragen worden sein,

Wie das „Reutershe Bureau“ aus Schanghai meldet, verlautet daselbst, der Dampfer „Kwangping“ werde einen Zeil des in Schanghai liegenden britische: Bataillons nach T\hing-hwang-tau bringen.

Parlamentarische Nachrichteu.

sident Graf von Ballestrem mit der Mitteilung, daß der Abg. Nosenow (Soz.), Vertreter des 20. sähsishen Wahlkreises, MGopaweManienters, 33 Jahre alt, nach langem, {weren Leiden gestern verstorben ist. Das Haus ehrte sein Andenken in der üblichen Weise.

Auf der Tagesordnung steht die Fortseyung der zweiten Beratung des Reichshaushaltsetats für 1904 bei dem Etat des Reichsamts des ZJnnern.

Präsident Graf von Ballestrem: Sle haben den Titel T be- willigt. Nach einem früheren Beschluß bes Reichstags würden wir jet in die Debatte und Beschlußfassung über die zu diesem Titel gestellten Resolutionen eintreten müssen. Hilese Resoluttonen behandeln fast aus{chließliG die sozialpolitishe Gesetzgebung. Ih bin gewiß der letzte, der die Wichtigkeit dieser ¿Fragen verkennt. Die Fort- bildung der sozialpolitishen Gesehgebung wird die Hauptaufgabe der gesetzgebenden Faktoren im 20. Jahrhundert sein, und ih verstehe es vollständig, daß die Mitglieder des ersten, im 20. Jahrhundert aecwählten Reichstags das Bedlirfnis fühlen, fi sowobl vor dem Lande als den verbündeten Regierungen gegenüber über diese Frage gründlih auszusprehen. Ich halte es auch für durchaus notwendig, daß diese Fragen hier zur (Frörterung fommen. Der Neichôtag hat aber aud die Verpflichtung, den Neichshaushaltsetat rechfzeitig fertigzustellen, Wir haben nur ncch 39 Beratuugstage, uny diese würden kaum genügen, den Etat rechtzeitig zu verabshieben, Wenn wir jeßt in die Beratung dieser Resolutionen träten, wsirde die weitere Beratung des Etats in unabsehbare Ferne gerlickt sein. Jch habe nun die Absicht, diese Resolullonen nach dem Reichshaushalt zur Debatte zu stellen, und zwar mit kurzen UntéerbreGungen für andere legiglatorise Arbeiten in forttauernver Folge, Ih Heantrage S diese Resolutionen für heute von der Tagesordnung ab- zuseßyen.

Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Meine politischen Freunde wären an sich geneigt gewesen, die Resolutionen jeyt zur Beratung zu bringen. Sie verkennen aber mit hen übrigen Parteien das Gervicht der Gründe des Präsidenten nicht, und werden deshalb für die Ab- sezung stimmen.

Abg. Bebel (Soz): Auch wir wollen uns diesem Vorschlage nicht widersegen, Ich möchte aber darauf hinweisen, daß wir seinerzeit dem Vorschlag des Zentrums, sämtlihe Jnittativanträge in dieser Sache in die Form von Resolutionen zu verwandeln, entschieden widersprochen haben, Nachbem dies auch andere Parteien getan hatten, sagten wir uns, daf, wenn wir diesem Wege nicht folgen würden, die Beratung unserer Anträge volllomrmnen auéfallen würde, was bei unseren Parteigenossen im Lande einen peinlichen Eindruck hervorrufen worde. Uns kommt es jet nur darauf an, daß unsere Anträge überhaupt beratea werben, Wenn wir die Ver- pflichtung been den Etat rechtzeitig fertigzustellen, so hätte die Regierung vie Verpflichtung gehabt, uns rechtzeitig einzuberufen, denn sie weiß ja, daß bei diesem Etat eine audsgiebige, allgemeine Beratung stattfindet.

Die Abgg. Dr. Sattler (nl.), von Normann (d. konf.) und Dr. Müller-Sagaan (fr. Volksp) erflärea ch ebenfalls für den Vorschlag des Präsidenten.

Abg. Gröber (Zentr.): Herr Bebel Hat keinen Grund, uns einen NBorwurf zu machen. Wir hätten unmögli vie Zeit gehabt, die zahl- reichen SFnitiativantcäge an den „Schwerinstagen“ zu erledigen. Jegt können diefe Anträge in der Form von Resolutionen noch in dieser Session verabschietet werden. Wir sind allerdings durch die späte Etnberufung in eine Zwangslage gebraht worden. Daß die Debatten sich so in die Länge ziehen, liegt an der Diätenlofigkeit des Hauses und an der großen Anzahl der Dauerreden.

Abg. von Kardorff (Ry): Wenn ih ven Abg. Bebel richtig verstanden habe, so beschwerte er fi darüber, daß vie Anträge in Resolutionen umgeroantelt wurden. Meine politishen Freunte haben diesen Weg von vornhercin nicht für richtig gehalten. Wir sahen

denten sind wir im allgemeinea einverstanden.

Abg. Bebel: Ich habe keine Ve-ranlofung, dankbar zu sein, Die Herren werden toch nickt behaupien wolle: fie vorausgesehen haben, wie tie Dinge caben geglaubt, fie würten mit biesem Schritt allei spruz im Zentrum), sind erft Parteien Jhnen nadige zen sind, g i, dem Bor

äsitenten zuzustimmen. Lb sh naher die Berat der Beratung von Z ¿abzuwarten haven. T | r Zeit steller

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Am | Sonntag habe in Tokio eine lange außerordentlihe Stßung | des Kabinetts stattgefunden, Der russishe Gesandte solle |

31. Mai 1897

, Die Schlußberichte über die vorgestrigen Sißungen des | cihstags und des Hauses der Abgeordueten befinden | sich in der Ersten und Zweiten Beilage.

T Die Fend (27,) Sißung des Neichstags, welcher | er Staatssekretär des Junêrn, Staatsminister Dx, Graf | von Posadowsky-Wehner beiwohnte, eröffnete der Prä-

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| nicht aufzußasten

Der Vorschlag angenommen.

Die weiteren Innern werden Das Kapitel 7

mit Ausnahme

stüßung für die Beteilig nationalen Ausftelungen bindung m1

itellung

follen.

Die Kapitel der „Bundesamt für mefsfungsant“ hörden“, „Behörde unfällen“ „SGtattkitdes Fommtutsfion“ werden ohne

(Schluß des Blattes.)

ohn

Duo ttos unerer Sor T L E

Auf der Tagesordnung der Hauses der Abgeordneten Schönstedì und der Miu v:0n Po dhielsi deiyohnten } des Gelegen mant wegen Adänder Gufeges vent

betreffend die Negelung der Nicdtergedältte: Der Gntiwurf bestunint; da für die neu zu \daenden jur Amisgerichtsdinedtauen edenas dos Gehalten Dienstaltersftufeu eingeführt wixd, und regelt Fau Uebertritt mchtrichterüchex höherer Zutigdeamte (Staaten) zu den Richtern Uz dex Weise, dad © uicht: exfo,gb Dieje. Beitunzuauio Mh dadurch voti: 0 worden, daß die. exsten Brauten ciuiger desouders dedeutender landgerichikher Staaigauualtichetea ne pet ge So haliszulage vou hôher ist als die detreffeude

Auf der Tagesordautag

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Auf Antrag des Abg. Meyer- Diepholz (nl.), mit dem sih die Abgg. Roeren (Zentr.) und Himburg (konf.) ein- verstanden erklärtèn, wutden betde Gesehentwürfe gemeinsam zur Beratung gestellt.

Zunächst nahm der Susaminiser Dr. Schönstedt das Wort. An der weiteren Debatte beteiligten sich bis zum Schluß des Blattes außer dem qu minister noch die Abgg. Roeren (Zentr.), Himburg (kon}.), Schiffer (nl.), Vierecck (freikons.), Ca ssel (freis. Volksp.) und Peltasohn (freis. Vgg.).

Graf Hermann Droste zu Vishering von Nessel- rode-Neichenstein, Mitglied des Herrenhauses, ist gestern, wie „W. T. B,“ meldet, auf Schloß Herten gestorben,

Kunst und Wissenschaft.

A. F, Die Februarversammlung der Gesellschaft für Erd- funde wurde vom Vorsißenden, Geheimen Regierungsrat, Professor Dr. Freiherrn von Nichthofen durch Mitteilungen über z. Z. noch niht abgeschlossene arktishe und antarfktishe Expeditionen eingeleitet. Es ist nicht mehr daran zu zweifeln, daß die russische S AN des Bar::ns Toll, die man noch immer auf den nord- ibirischen Inselnaufzufinden gehofft hatte, gänzlich verloren ist. Blükicher cheint die shottishe Südpolarexpedition über Bruce abzulaufen. Sie war nah dem Weddel-Meer gerichtet, das etwa unter dem Meridian der Mitte des Atlantischen Ozeans liegt, ist bis zum 70. Grad vorge- drungen und hat auch hier, vor dem um den Südpol gelagerten Kontinent, gleiche ungeheure Meeresticfen gefunden, wie die deutsche S R vor den dem Indischen Dzean gegenüberliegenden

Professor Dr. A. Philippson aus Bonn spra ierauf über „das westlihe Kleinasien auf G E Reisen und Forschungen": Obwohl Kleinasiea diesen Namen mit Necht deshalb trägt, weil seine Bodengestaltung ein Bild im kleinen von ganz Asien darstellt ausgedehnte Hoch- plateaus im Zentrum und Massengebirge an der Peripherize —, gleiht es, in seinem westlihen Teil zumal, den benatb- barten Formationen. der Balkanhalbinsel aufs genaueste. Die trennenden beiden Meerengen der Dardanellen und des Boéporus unters brechen nur dasselbe RKalkgebirge westlich und öîtlih, das im vorderen Teile Kleinasiens deshalb ganz den gleichen Charakter trägt wie auf der europäischen Seite. Mit Rücksicht auf diese geologisch?n Verhältnisse könnte man- daher von einem Halbasien eher als von einem Kleinasien sprechen, von einem allmähßfhHen Uebergang, den die alten Landschaften Phrygien, .Mysiea, Lydien gegen das allerdings stark verschiedene Innere des Landes hin bilden. Ein Uebergang europäischer zu asiatisher Kultur hat in diesen Teilen Kleinasiens auch allezeit bestanden, bald schärfer hervortretend, wie zur Zeit, als bier griehis{che Koloniecn, später gricchish-makedonishe Reiche blühten, bald mehr zurücktretend, wie seit der osmanishen Herrschäft, unter der nur die Handelsstädte an der Küste und der Inselwelt des Aegäischen Meeres den Uebergang vermiiteln. Kein Land ist im Laufe der Zeit wohl fo viel beschrieben und besprochen worden, wie Klein- asien. Jn neuerer Zeit aber if besonders in Deutschland aus per- schiedenen Gründen ein großes Inter-ffe für dieses Land erwacht. Ein Deutscher war es, der LTroja aus dem Schutt der Jahrtausende aus- grub, ein Deutscher hat uns die Herrlichkeiten von Pergamon ershlossen, und deutshe Ingenieurfuns, von deutshem Kapital gestößzt, i am Werke, einen Schienenweg vom Bosëporus zum Persishen Meerbusen zu legen, der zu einem großen Teil schon fertig ift und auf die alte Asia minor bereits jeinen Einfluß zu üben begiant. Der Bortkragende glaubt aus dieser gegenwärtig be-

lebhaften Teilnahme für Kleinasien {ließen und hoffen zu daß, âufig aud Land und Leute mgen des legten Jahres gegründeten gischen und volfewirtshaftlihen In e cmge2 Snterente erregen werden.

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Suiten not vorhanden und von den feldsdadisden Türken versckSnt war, dîie 20 Iabre früber als Eroberer auftraten. Untxr C 14. Johrbundert datierenden Herrschaft der osmanisden Tinten dat fi die Völkermishung noch um einige Elemente ver- drt; denn zur Bevölkerung des verödeten Landes wurden Zit

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Acmaeniern, Bulgaren, Kurden 2. begünstigt. Diese verichiedenen VoilHplitter halten sich meist voneinander getrennt in beionderea Odrfern destimmten Gepräges und find deshalb äußeriüid hon dem ¿eudten Auge an dem Bau und der Lage der Häuser und an Eizen- talilhFeiten der Tracht erkenntlih. Das Wunderbarste ist die Erhaltung der Höblenwohnungen, die, in mehreren Stockwerken übereinander in den Kaikfelsen angelegt, in tnanchen Teilen "des Innern fh noch in derelden Gestalt vorfinden, wie Herodot in diesen Gegenden die Wodnungen der Troglodvten s{ildert. Am \merzlihften würd der wit den alten, stolzen Erinnerungen des Landes bekannte Meisende dard die auf Schritt und Tritt ibm begegneuden Spuren einstiger diddter Bevölkerung und reichen Anbaues des jet êden Landes dordrt. Bekannt - ist die \chêône landschafrlde Lage don Poergamon. Der Vortragende wies aber au an Bildern anderer äge der ur)prünglih griedishen Anlage, wie z. B. an dem malerish gelegenen Magnesia und an den ipäriüihen Trü der KrGussladt Sardes nad, daß die Griechen den Play für ihre StZdte

| edenso unter praktischen wie unter êstdetischen Geshtäwunktea za