1904 / 37 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Oesterreich-Ungarn.

Das Befinden des Kaisers ist, wie „W. T. B.“ meldet, | vollständig beruhigend. Die Schmerzen haben ‘ao.chgelassen. Die Nachtruhe war ungestört. Der Kaiser er®,gb sich gestern | morgen zur gewöhnlichen Stunde und erledi ztè wie sonst die | Staatsgeschäfte, wird sih aber noch einic,e Tage Schonung | und Ruhe auferlegen. /

Im Heeresautscchuß der unga {}\chrn Delegation er-

klärte der Kriegsminister, er kön uit sagen, ob das Fallen-

lassen des zweiten Dienstjahres der Cinjährig-Freiwilligen in dem

neuen Wehrgeseß werde vezgesehen twoerden, er könne jedech versichern,

daß mangelbafte Kenntuis der deutschen Sprache bei Atlegung der

Offiziersprüfung nicht ins Gewi?gt falle.

Großbrita anien und Jrland.

Die Königin-M'atter der Niederlande und die Königin von Württemberg haben sih gestern, wie „W. T. B.“ bericht-.t, mit der Herzogin von Albany von

Windsor nach Clo:cemont begeben.

Jn einem ‘gestern abgehaltenen Geheimen Nat unter- zeichnete der V önig die Erklärung, betreffend die Neu- tralität Gnglands im russish-japantishen Kriege. Die Erklä ung ist gestern in der „London Gazette“ veröffent- liht wocden.

Im Oberhause wandt:n sich gestern bei der Besprechung der Frage der Beschaffung von Arbeitern für Transvaal die Liberalen bkestig gegen die Verwendung chinesisher Arbeiter. Der Unte staats\efretär des Kolonialamts Herzog von Marlborough erklärte, die Regierung sei überzeugt, die cinzige Lösung der Frage jet die Einführung chinesisher Arbeiter.

Aus Glasgow wird dem „Reuterschen Bureau“ berichtet, die russishe Regierung habe die Verschiffungen von Kohle nach Ostasien einstellen lassen. Auch aus Cardiff wird gemeldet, alle Verschiffungen von Kohle nach Port Arthur für russishe Rechnung seien bereits eingestellt oder würden es alsbald werden. Die bereits unter- wegs befindlihen Schiffe mit Kohle müßten ihren Kurs ändern, um die Kaperung durh die Japaner zu ver- meiden. Ein Dampfer, der mit Kohle nah Port Arthur

Bulgarien nit gänzlich 4 türkishe Kriegsvorbereitungen und bevorstehende Truppen- transporte aus Kleinasien werden entschieden für unbe- gründet erklärt. Der Verkehr der Zivilagenten mit den Bot- \chaftern und den Konsulaten der drei mazedonischen Wilajets in chiffrierten Depeschen ist bisher von türkischer Seite nicht gehindert worden; in den lezten Tagen waren aber dem russi- schen Zivilagenten wegen einer ciffrierten Depeshe an das Konsulat in Mitrowißza Schwierigkeiten gemacht worden. Der russische Botschafter hat deshalb bei der Pforte Vorstellung er- hoben.

in déñen heftige Nedèn gehalten wurden. Vier Abgeordnete | wurden verhaftet; von der Volksmenge wurden Versuche ge- macht, sie zu befreien. Auch in Barcelona fanden Ver- sammlungen von Republikanern statt, bei denen die Polizei einschreiten mußte.

Schweiz. Dem „W. T. B.“ wird aus Bern mitgeteilt, es verlaute

Dort, Da DIE De er ad tungen zwischen der Schweiz und Jtalien anfangs März in Nom beginnen sollten. Beide Staaten hätten ihre Forderungen in Denkschriften niedergelegt, deren Austausch bereits statt- gefunden habe.

Türkei. Gestern fand in Konstantinopel, wie das Wiener

„Telegr.:Kovrespond.-Bureau“ berichtet, die dritte Sißung der Gendarmerie - Reorganisationskommission in der österreichish-ungarischen Botschaft statt.

Von türkisher Seite wird erklärt, daß die bisherige

Verzögerung der Amnestie durch die bulgarische Re- gierung vershuldet sci; das auf die Amnestie bezügliche Jrade sei bereits fertiagestelt. Die bulgarishe Regierung habe indessen bisher das Verlangen der Pforte, vorher gewisse loyale Zusicherungen zu geben, niht beantwortet, deshalb seien die Ausnahmeregeln gegen den Verkehr aus istiert worden. Die Gerüchte über | in der Mandschurei wichtige Handelsinteressen besaß, deren weitere

Amerika. Der Präsident Roosevelt hat gestern, wie „W. T. B.“

habe gehen sollen, aber jegt von der russischen Negierung | erfährt, die Neutralitätserklärung der Vereinigten

zurückgehalten worden sei, sei zur Fahrt nah Hon gkong von der enaglishen Admiralität gechartert worden, die zur Zeit Umfragen veranstalte nah den Frachtsäßen für den Transport von Kohle für das britishe Geschwader in den chinesischen Gewässern.

Frankreich.

Im Laufe der gestrigen Sitzung der Deputiertenkammer fam es, dem ,W. T. B.“ zufolge, bei der Festseßung des Tages für eine Interpellation zu einem hefiigen Lärm auf der MNechten und im Zentrum. Der Präsident war genötigt, die Sißung einsiweilig auf- zubeben, um die Rube wiederherzustellen. Im weiteren Verlaufe der Sißung nahm die Kammer einen Geseßgentwurf an, betreffend die Reaktivierung verabschiedeter Offiziere. Ein von dem Deputierten Villeneuve eingebrachtes Amendement, nah dem das Geseß feire rückwirfende Kraft haben und Piquard nicht zu gute fommen folle, wurde mit 355 gegen 184 Stimmen abgelehnt.

Der Deputirte Berry berichtete in den Wantelgängen der Deputiertenkammer über eine Unterredung, die er im Laufe des Nachmittags mit dem Minister des AeußernDelcafssó über den ru if if ch- japanischen Konflikt gehabt hatte. Er habe dabei dem Minister mitgeteilt, daß er einen Augenblick daran gedacht habe, den Antrag zu

stellen, daß die Kammer der verbündeten; befreundeten "russischen

Nation ihre Sympathie zum Ausdruck bringen möge; aber er babe aus zwei Gründen davon Abstand genommen : erstens, weil niemnand an den Gefühlen zweifeln könne, die man in Frankrei für Nußland hege; zweitens, weil ein Vorgehen dieser Art zu Auslegungen Beranlassung geben könne, die man besser vermeide zu einer Zeit, in der in anderen Ländern Kundgebungen im entgegengeseßten Sinne her- vorgerufen werden könnten.

Die Torpedobootszerstörer „Pistolet“ und „Javeline“ in Brest und „Mousquet“ und „Fronde“ in Toulon werden nah dem äußersten Ojten entsandt werden.

Rußland. Vor dem Winterpalais zu St. Petersburg fand gestern, dem „W. T. B.“ gemeldet - wird, cine patriotische

wie „W. 4 Kundgebung statt, an der sich auch Studierende in Uniform beteiligten. Die begeisterte Menge brach entblößten YHauptes in Hurrarufe aus und stimmte die Nationalhymne an.

e Jn Kiew fanden auch vorgestern wieder großartige patriotishe Kundgebungen ftatt, an denen sh Studenten, Polytechniker, Schüler der Mittel- und Elementar- \hulen beteiligten, die die Straßen mit Musik und Fahnen durchzogen. Jn der Aula der Universität hielten der Rektor und der Kurator des Lehrbezirks Ansprachen. Auch aus Moskau wird über eine patriotishe Kundgebung be-

richtet, an der sih mehrere tausend Arbeiter beteiligten. i: Ein Erlaß der Kaiserin-Witwe an die Gesellschaft 6

vom Noten Kreuz trägt dieser auf, für die Erleichterung der Leiden der im Kriege Verwundeten zu sorgen. Jn den Sälen der Neuen Eremitage des Winterpalastcs lit cine Nie der lage des Roten Kreuzes eingerichtet worden. Die Anmeldungen anitätsdienst beim Roten Kreuz sind so zahlreich ein- aufen, daß bis auf weiteres neue Anmeldungen nicht mehr gegengenommen werden können. Der Generalstab der Marine macht bekannt, nach ihm zugegangenen Nachrichten hätten bei dem Gefeht vor Port Arthur sechs japanishe Schiffe unwesentlihe Be- shädigungen erlitten, -50 Mann seien getötet, 150 verwundet. Dem Wiener ,„Telegr.-Korre;p.-Bureau“’ wird gemeldet, daß der Truppen- und Kriegsmaterialtransport, er am Sonntag mit einem Schiff der Freiwilligen Flotte von Odessa nah Ofstasien gehen sollte, sowie alle anderen Transporte, infolge des Uusbruchs der Feindseligkeiten r See, sistiert worden seien.

Jtalien.

Die Neutralitätserklärung FJtaliens ist, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern amtlih veröffentliht worden. Der Major Cavigiia wird bei dem Hauptquartier in Tokio den militärishen Operationen folgen, während ein Marince- offizier dem russischen Hauptquartier zugeteilt sein wird.

us Anlaß des 50. JFohrestages der Verkündigung dcs Dogmas von der unbefleckten Empfängnis hat der Papît geftern eine Enc yfklika erlassen, die einen rein religiösen Charafter hat, Sie ermahnt die fkatholishen Christen, zur Jungfrau María zu beten, erläutert das Dogma, emphehlt

istlihe Nächstenliebe und verkündet Ablaß.

Spanien. “estern abend wurden in Madrid, wie „W, T. B.“ meldet, von Rep 4blikanern mehrere Versammlungen abgehalten,

sezung mit Rußland und zur gen Interessen sowohl in Korza wie in der Mandschurei hatte es die japanische Negierung für angezeigt gehalten, Verhandlungen mit der russishea NRegiecung einzuleiten, die auch ihrerseits ein Entgegen- fommen dort fanden.

Staaten unterzeichnet.

Asien. Ein Telegramm des Statthalters Alexejew an den Kaifer

vom gestrigen Tage meidet, dem „W. T. B.“ zufolge:

Die Kriegsschiffe „Zes sarewit\ch" und ,Pallada“ wurden am

9. d. M. auf die innere Neede gebraht; am „NRedwisan * wird zur Zeit ein Leck verstopft. Die Ausbesserung der Pauzerschiffe ist eine fomplizierte Arbeit, deren Dauer sih s{chwer bestimmen läßt. „Pallada* und „Nowik“ werden nacheinander ins Dok gebracht werden. Meiner Meinung nah wird die Reparatur gegen zwei Wochen erfordern. Alle übrigen Schiffe des Geshwaders, die an dem Kamvfe am 9. d. M. teilgenommen und Hayarie erlitten haben, wurden am 10. d. M. auf die innere Neede gebracht, um die Kohlen zu löschen und Reparaturen vorzunehmen, die, wie ih hoffe, in drei Tagen vollendet sein werden, Die in dem Kampfe der Schiffe des Geschwaders leiht Verwundeten, Oberstleutnant der Marinearliillerie Sanontshowski und Fähnrih Petrow, der sich auf der „Aurora“ befand, die am Kampfe nicht teilnahm, gehen ihrer Besse- tung entgegen. Von s{hwerverwundeten Untermilitärs sind vier ge- storben, die übrigen ge!7zn, wie ih mich überzeugt habe, Hoffnung auf Besserung. Der größte Teil der fampfunfähig Gemachten ent- fällt auf den Kreuzer „Pallada*; Gruno hierjür ist die Ver- gistung durch Gase bei der Explosion von Torpedos, die mit Melinit gel:-den waren. Allen Verwundeten und sonst kampfunfähig Gewordenen wurde die aufmerksamste und sorg- fältigste Pflege zuteil. Am 10. d. M. dauerte die Reklognos8zierung | durch Kreuzer fort, wobei keine feindlißen Schiffe entdeckt wurden. Die Nacht verlief bei verstärkter Wache dur Torpedo- und andere Boote ohne Zwischenfälle und ohne Zusammenstoß mit dem Feinde.

trat eine Berzögerung ein, sodaß die russische Antwort erst am 3. Ok« tober v. I. erfolgte. Diese war in der A eines Gegenvorshlags abgefaßt, der auf folgender Grundlage basterte:

Die russische Negierung lehnte es in erster Linie ab, sih bezüglich der Souveränität und territorialen Integrität Chinas zu engagieren ; auch weigerte sie sich, das Prinzip der Gleichberechtigung aller Nationen bezüglich des Handels in der Mandschurei anzuerkennen. Sie forderte vielmehr Japan auf, zu erklären, daß die Mandschurei und deren Küsten zu der Interessensphäre Japans nicht gehöre. Gs wurden auch russischerseits verschiedene Einschränkungen der japanishen Altionsfreißeit in Korea beantragt. Während dem Nechte Japans, Truppen zum Schuße seiner Interessen nach Korea nötigenfalls zu entsenden, Nußland allecdings zustimmte, wurde daran die Bedingung geknüpft, daß Japan für strategishe Zwecke von Gebietsteilen Koreas keinen Gebrau machen dürfe. O Alag Nußkand vor, eine neutrale Zone innerhalb des koreanischen Gebiets, und zwar nörtlih des 39. Breitegrades, zu schaffen. Der japanischen Regierung erschien unter den russishen Gegenvorschlägen am un- erklärlihsten die Weigerung, bezüglih der Mandshurei eine bindende Erklärung abzugeben. In Anbetraht, daß eine \solche Erklärung sh in vollster Uebereinstimmung mit den früher abgegebenen Versicherungen betreffs ihrer Absicht, die Souveränität und territoriale Integutät Chinas zu respektieren, befunden hätte und daher nur eine Wiederholung der russischerseits ausgesprochenen Absicht, die Mandschurei nicht zu annektieren, sein rwoürde, mußte die nunmehr zu Tage tretende Haltung Nußlands die japanische Nes gierung umsomehr befremden und in ihr die Ueberzeugung erwecken, daß gerade diesem Punkte besondere Wichtigkeit beizulegen fet.

(s mußie dabei in Betracht genommen werden, daß Japan bereits

Entroickelung thm am Herzen liegen mußte, während vom politischen Standpunkt aus die Interessen Japans in der Mandschurei durh dessen Beziehungen zu Korea fast noch eine größere Wichtigkeit be- anspruchten.

Unter diesen Umständen war es für die japanishe Regierung eine Unmöglichkeit, die russischerseits gewünschte Erklärung abzugeben, daß die Mandschurei nicht zu threr Interessensphäre gehöre.

Die japanische Regierung verfehlte dahec nicht, der russischen Negierung thre diesbezüglichen Bedenken mitzuteilen und legte ent- sprechende Abänderung8vorschläge zu den russishen Entwürfen vor. Bezüglich der neutralen Zone sprach fie die Ansicht aus, daß, wenn überhaupt eine neutrale Zone adoptiert werden müsse, es besser sei, diese auf beiden Seiten der jeßigen Grenze Koreas zu verteilen und ihr eine Bceite von etwa 50 km zu geben, Nach wiederholten Kon- ferenzen, die in Tokio stattfanden, legte die japanishe Regierung ihre definitiven Abänderungsvorschläge am 13. Oktober v. J. der russischen Regierung vor.

Troy wiederholten Ersuchens um baldige Nückäußerung wurde diese doch bis zum 11. Sanibe y. F. verschoben. Jn der \chließlich von der russischen Regierung eingegangenen Antwort war die Klausel

in betref der Mandschurei vollständig weggelassen. Die abzuschließende

Konvention sollte auf Korea allein beschränkt werden. Bezüglich Koreas wurde die Forderung aufre{t erhalten, daß die japanishe Beseßun foreanishen Gebiets für \trategische Zwecke ausgeschlossen sei, R wurde die neutrale Zone beibehalten. Gs wird selbstverständlich er- \{2inen, daß die Ausschaltung der die Mandschurei betreffenden Fragen mit den von der japanishen egierung ins Auge gefaßten Zwecken nicht hacmonieren konnte, die hauptsächlich die Beilegung sämtlicher Fragen wünschte, die eine Störung in den freundschaftlichen Be- ziehungen beider Nationen veranlassen könnten. Die japanische Ne- gierung ents{chloß sich daher, die russishe Regierung zu ersuchen, diesen Punkt noch einmal in Erwägung zu ziehen. Gleichzeitig äußerte sih die japanische Yegierung bezüglich der Frage der neutralen Zone, daß die von russischer Seite erhobenen Bedenken gegen die Aus- dehnung der neutralen Zone auf das Gebiet der Mandshurei mit Pete Rechte au auf das koreanisch2 Gebiet Anwendung finden müßten.

Die letzte Antwort der russishen Regierung wurde am 6. Ja- nuar in Tokio empfangen. Ihr Inhalt war folgender:

Nußland verlangt, daß Japan die Erklärung abgibt, daß die Mandschurei und deren Küsten außerhalb der japanischen Sphäre liegen, während russischerseits innerhalb dieser Provinz sowohl Japan

| wie den anderen Mächten bezüglich der Ausübung der dur die be- | stehenden Verträge mit China erworbenen Rechte und Privilegien | keine Schwierigkeiten bereitet wird, mit Ausnahme der Errichtung

von fremden Niederlassungen. An dieses russishe Zugeständnis war

Nach einer Meldung des Generalstabs telegraphierte der | aber die Bedingung geknüpft, daß man japanischerseits der Er-

rusfische Militaragent in China, Daß das Kabel | zwischen Wladiwostok und Nagasaki gerissen sei, und | daß ebenso die Telegraphenlinien Söul—Masampho und Söul—Gensan unterbrochen seien.

Ce

Von amtiliher Seite ist, wie „W. T. B.“ meldet, in

Tokio folgende Darstellung über den Verlauf der Ver- handlungen mit Rußland der Oeffentlichkeit übergeben worden :

Die Kaiserli japaniscke Regierung, die sich ter Erkenntnis der

r L

Talsache, daß die Erhaltung der Unabhängigkeit Roreas sowie seiner territorialen Unverleßlihkeit die Hauptbedinzung für dle NRube und Sicherheit des japanishen Reid

8 bilde, niht vershließ:zn fonunte,

id die Anerkennung der japanisch vorberrshenden Intereffen auf

Und Olc

der Halbinsel als notwendig erachtete, hielt es für angezeigt, die

Angelegenheiten in der Mandschurei und Korea euer bestimmten Definition entgegenzuführen, um daturch eine dauernde Befestigung des Frietens in Ostasien herbeizuführen. Insbesondere {ien dies angezeigt, nachdem Nußland im Widerspruch mit seinem Vertrage mit China und cinen ten Mächten gegebenen Versicherungen die Okfkupation des Landes fortseßte und sogar Maßregeln ergriffen hatte, |

velche Korea gegenüber einen betrohlichen Charakter enthielten. Zum Zwecke der Erzielung einer freund|haftlichen Auseinanders

Am 12. August v. J. legte die japanische Regierung durch ihren Vertreter in St. Petersburg der russischen Negierung einen Vertrags

entwurf vor, der folgende Punkte umfaßte:

V torialen Unverleßlichkeit des chinesishen und foreanischen Reichs. 2) Die gegenseitige Anerkennung des Prinzips der Gleich- berechtigung aller Nationen betreffs des Handels und der Industrie in

1) Die gegenseitige Anerkennung der Unakhängigkeit und terri-

diesen Gebieten.

3) Die gegenseitige Anerkennung cinez1seits der vorherrschenden Interessen Japans in Korea, und andererseits der speziellen Rechte Rußlands in bezug auf Eisenbahnen in der Mandschurei. Ferner die Anerkeanung der respektiven Rechte beider Mächte, die zum Schutze obiger Jnieressen nötigen Maßregeln zu ergreifen ohne Verletzung der in § 1 ausgesprochenen Prinzipien,

4) Nussischerseits die Anerkennung, daß Japan aus\shließlich be- rehtigt sei, der foreanischen Regierung die zu staatliden Reformen und dec Einrichtung ciner georoneten Regierungéform nötigen Nat- {läge und Unterstößung zu gewähren.

5) Nussischerseits das Bec|prechen, einer Ausdehnung der korcanischen CGisenbahnen nah dec südlichen Mandschurei sowie einem Anschlusse an die oslhinesiihe Bahn und an die Linie Niutshwang—Schanhaikwan keine Hindernisse in den Weg zu legen.

(5s lag in den ursprünglich:n Intentionen der japanischen Neate- rung, daß die diesbezüglihen Verhandlungen zwischen ihrem Vertreter und der Kaiserlich russishen Regierung in St. Petersburg geführt werten sollten, um auf diese Weise möglichst bald zum Ziele gelan,„en zu können. Allein dieser Vorschlag stieß auf den entschiedenen Wider- spruch der russischen Regierung, die die Reise Seiner Majestät des Kaisers ins Auéland fowie andere ründe vorshob, um eine, Zurück- leitung der Verhanblungea nah Tokio durchzusegen. Infolgedessen

auen Prâäzisierung der respektiven |

richtung einer neutralen Zone zustimmen werde und mit der Beschränkung bezüglich Sicherung der fstrategishen Punkte ein- verstanden sei.

Nach dem russishen Vorschlag würde auh die Zusiherung über die chinesisGe Souveränität und die territoriale Integrität Chinas in Wegfall gekommen fein, wodur) selbstverständlih die ganze völker- rechtlide Grundlage der Handelsverträge mit China erschüttert worden wäre.

Es ist evident, daß die Besißergreitung der Mandschurei dur Nußland die Folge haben würde, daß dadurch alle China, Japan und den Mächten gewährten Vertiagsrechte aufgehoben würden.

Es erschien daher der japanishen Regierung unerläßlich, darauf zu bestehen, daß Nußland die territoriale Integrität der Mandschurei auch ferner anerkenne und auch den Einspruch in betref der fremden Niederlassungen fallen lasse, da letztere bereits in rem supplementaren Handelövertrage zwischen Japan und China ausdrüklih von chinesisher

| Seite konzessioniert worden waren. Bezüglich Koreas sah sich die | 0

japanische Regierung gezwungen, an ihrem früheren Stantpunkte fest- zuhalten, da in bezug hierauf fein Spielraum zu Konzessionen ge- lafsex war.

Am 13. Januar erneuerte daher die japanische Regierung thr (Frfuchen an die russishe Negierung um eine nohmalige Prüfung der Borschläge. Seitdem hat es japanischerseits niht an Versuchen ge- fehlt, die Kaifeclih russishe Regierung zur Abgabe einer Erwiderung zu veranlassen, ohne daß eine solche Japan zuteil geworden wäre; ja selbst das Versprechen der Fixierung eines genauen Datums hierfür konnte nit erreiht werden.

Die japanische Regièrung alaubt durch obige Darstellung den Beweis geliefert zu haben, daß sie von Anfang an mit ebenso viel Mäßigung wie Gerechtigkeit diese Verhandlungen geführt hat. Die japanishen Forderungen hinsihtlich der Mandschurei gingen nicht weiter, als eine Wiederholung der Versprehungen zu erzielen, die Nußland bereits früher den Mächten des öfteren und in \pontaner Weise gemacht hatte.

Die Weigerung Rußlands, nun in Uebereinstimmung mit seinen früheren Erkläcungen, sich Japan gegenüber zu binden, die unerklär- lie BVershleppung der Berhandlungen mit gleichzeitigen ostentativen Nüstungen zu Land und zu Wasser sowie der Aufstellung bedeutender Truppenmassen an ter koreanishen Grenze, mußten endlih die Geduld der japanishen Regierung erschöpfen, die bis dahin von dem auf- richtigen Wunsche beseelt war, den Frieden zu erhalten.

Unter diesen Umständen konnte das Endresultat kein anderes sein, als die Aufgabe jeglicher Hoffnung auf eine versöhnlihe Auseinander- setzung mit Rußland und der unvermeitlih gewordene Abbruch der ‘Berhandlungen.

Die Kriegserklärung ist gestern von dem Kaiser von Japan in folgender Proklamation veröffentlicht worden:

Wir, Kaiser von Japan, erlassen folgende Proklamation an unsere loyalen, tapferen Untertanen. Wir erklären e Rg, den Krieg und befehlen der Armee und der Marine, die Feind]elig- keiten mit aller Kraft zu beginnen.

(Fs ist stets unser dauerndes Ziel gewesen, den friedlihen Fort- hritt unseres Neichs zu fördern, die freundshaftlihen Bande, die uns mit anderen Staaten verlnüpfen, zu stärken, eine Sachlage zu

| vie Rechte und

shaffen, die den Frieden in Ostasien dauernd aufreht erhalten würde | und die zukünftige Sicherheit unserer Herrschaft zu gewährleisten, ohne nteressen anderer Mächte zu verlegen. So war es

| der Arbeiterinteressen zu beschränken. Nichts hat so sehr den

j um die durch Brüche usw. cingetretenen funktionellen Störungen

ac , - , ' E - | Vaß die freie Arztwahl bei den Krankenkassen durchaus notwendig

r e

/ E Abg. Körsten hat gestern in seiner Eigenschaft als Arbeiter- j frelâr bei den Unfallverlezten Hoffnungen erregt, die nicht | erfullt werden können. Es 1st ein Fehler, daß beim Reichs- | versiherungsamt als Spruchbehörde Aerzte niht ständige Mit- Pleder sind. Wäre dies der Fall, so würde eine große Zahl von JcNern vermieden worden sein. Ganz zu vermeiden sind solche | Mbl bei der menslichen Schwäche natürlich nicht. Hin- ies lich der gewerblichen Vergiftungen wäre eine größere Vorsorge um Playe. Die Nechtsprehung über die Bruchschäden dagegen ist geradezu mustergültin, namentlich bezüglih der Bauchbrüdche. Tie Praxis des Reichösversicherungsamts ist in dieser Beziehung gy Jahren konstant und beruht auf Gutachten ärztliher Autoritäten. Ny in bezug auf die Uebergangsrente ist das Reichsversicherungs- : qut ebensowenig arbeiterfeindlih, wie die Schiedsgerichte und die j t, cussgenossenschaften. Die Arbeiter: dürfen andererseits nicht E verführt werden, unberechtigte Ansprüche zu erheben. Daß j iere loziale Geseßgebung nit vollkommen ist, wird keiner leugnen.

E E M A It R:

E D R D aws —D

versezt wurden, die Feindseligkeiten gegen Rußland zu eröffnen.

unmöglih machen würde, die Integrität Chinas aufrecht

s{hüßen wird.

Nichtung auf Söul entsandt worden f

bezogen. Afrika.

behórden erlassen, die folgendes besagen :

Schiffe der beiden kriegführenden Nationen dürfen in ägyptischen Häfen so viel Kohle einnehmen, als genügt, um die nätste Kohlen- station zu erreihen. Sie müssen den Sue¡kanal so {nell als möglich, ohne anzuhalten, pvassieren und dürfen in Port Said oder Suez nicht länger als 24 Stunden bleiben. Schiffe der einen krieg» führenden Partei dürfen die Häfen des Suezkanals erst 24 Stunden nachdem ein Schiff der anderen fkriegführenden Partei abgegangen ist,

verlassen.

Der Dampfer „Zarißza“ der russishen Freiwilligen- : i A | ereiwilligen- flotte und ein russishes Torpedoboot sind gestern in Sie,

eingetroffen.

Der Premierminister der Kapkolonie Sir Gordon N ; A E Sprigg ist bei der Wahl zum Kapparlament in Ea st

London unterlegen.

ganz gegen unsere Erwartung, daß wir unglüclicherweise in die Lage C : ahre rw

Das Bestehen Koreas als besonderer Viacht ist wesentlih für die E Sicherheit unseres Reichs. Rußland hält in Mißachtung eines feier- lihen Vertrages, seiner Verpflihtungen gegenüber China und wieder- bolter Versicherungen gegenüber anderen Mächten ncch immer die Mandschurei beseßt, hat seinen Einfluß auf dieses Gebiet gefestigt und beabsichtigt seine \{chließlihe Annerion. Da diese Mere el es

erhalten, und ¡ur Aufgabe aller Hoffnung auf den Frieden in Ostasien zwingen würde, ents{lossen wir uns, die Frage durch Ver- handlungen zu regeln und machten daher Rußland Borshläge. Nuß- land fam diesen Vorschlägen niemals in versöhnlichem Sinne ent- gegen, sondern zoz die Regelung durch arglistige Verzögerungen bin und suchte, indem es den Frieden befürwortete und dabei doch aus- gedehnte Vorbereitungen im Heeres- und Marinetwesen traf, seine eigenen felbstsühtigen Pläne zu vollenden. Wir können nicht an- erkennen, daß Rußland von Anfang an irgendwie das wirkliche Bestreben der Erhaltung des Friedens gehabt habe. Es wies unsere Vorschläge zurück. Koreas Sicherheit ist gefährdet. Die Interessen unseres Reichs sind bedroht. Garantien für die Zukunft können nur dadurh erlangt werden, daß wir an die Waffen appellieren. Wir hoffen, daß die Loyalität und die Tapferkeit unserer Untertanen bald wieder dauernden Frieden Herstellea und den Ruhm unseres Neichs

glieder Admiral Hollmann Wirklicher Geheimer Rat Dr. vereidigt, sodann vier e Petitionen für zur Ber

im Jahre 1903 gepflogenen Seisenbahnrats und be-

Tarifermäßigung für das infolge der : : ganz rihtig, denn sonst hätte viel olz vom Ausland eingeführt werden müssen. Ueberhaupt halte ih da ja leider unsere Wasserstraßen nur s besteht nun auf der Ostbahn

[lige Holztarife für richtig, von Süden nach Norden gehen. ein Staffeltarif, der in Berlin endet. Holzabsaß im Westen angewiesen. den Staffeltarif für Holz nah dem Westen auszudehnen.

Unterstaatssekretär Fle ck : Diese Frage ist {on aus früheren 6 Aber den Interessen des Ostens stellten ih erhebliche Interessen des Westens entgegen. Da haben wir uns fagen müssen, daß die einmütige Betonung entgegengeseßter Interessen es nit an der Zeit erscheinen läßt, eine Maßregel zu treffen, wie sie Wenn Graf Mirbach neue Gründe für ann, sind wir aber gern bereit, ihn no-

Aus Sóul berichtet die „Agence Havas“ «daß die in T\chemulpo gelandeten japanishen Truppen in der | eien; cine kleine Anzahl habe die Stadt besegt und halte dort die Ordnung auf- recht; das Gros der Kolonne habe in der Umgegend ein Lager

Ich bitte daher die Regierung,

Anläfsen erwogen worden.

Der Khedive hat, wie das „Neutershe Bureau“ aus

N L 6 E „QU bom Osten gerounf i Kairo erfährt, Anweisungen an die ägyptische Hafen- len gewünscht wird,

seinen Wunsch vorbringen k mals zu prüfen. Graf von Mirbach:

: Ein durchs{lagender Grund \chbeint nir in der Disparität der Preise ; i ften

für Fichtenholz im Often und im Westen

Ich möchte die Anregung des e Früher gab es Staffel- l Veute find es nur noch twvenige. Darunter leidet namentlich die Provinz Sachsen, die zwischen E

Ae len, zwishen dem Westen und dem Osten ein die Staffeltarife ganz abschaffen oder aber sie für dieselben Produkte für das ganze Neich bewilligen. I IARD arm mte

“Die Darstellung wird durh Kenntnisnahme für erledigt

Herr von Graß erftattei alsdann den Bericht derselben Kommission zu dem Bericht über die Ergebnisse des Be- triebes der vereinigten preußischen und hessischen Staatseisenbahnen im Rechnungsjahre 1902 und

Graf yon Wedel-Gödens: Herrn Grafen von Mirbach verall

Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die gestrige Sizung des Rei s- tags, der Bericht über die gestrige Sißzung des H erren- hauses und der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befinden sih in der Ersten und

Zweiten Beilage.

08, De I ugdan (fr. Bolksp.): Die Spruchpraxis des Reih83- versiherungsamts it gestern von dem Abg. Körsten hart angegriffen worden. Ich_ halte diese Angriffe für unberechtigt, denn auch von der anderen Seite, von den Berufsgenossenschaften, werden Klagen über diese Nechtspre{ung erhoben; die Entscheidungen werden also durscnittlich das Richtige treffen. Daß das Amt keine „konstante“ Praxis, keine RNechtsprehung nah einem fogenannten „Unfalltarif*“ eintreten läßt, halte ich für einen Vorzug. Zur Erleichterung des Geschäftsgangez würde die Herabsetzung der Mitgliederzahl der Spruchsenate von 7 auf 5 durchaus erwünscht sein. Bei den Sieds- gerichten ilt der Geschäftsgang insbesondere bezüglich der Mitwirkung der Aerzte ganz verschiedenartig. Herr Körsten hat behauptet, die Aerzte weigerten sich vielfah, Unfallverleßzten Atteste au2zus stt llen. Richtig ist, daß zahlreihe Aerzte die Ausftellung solcher Atteste ablehnen, weil fie mit den besonderen Eigenheiten der Be- triebe bezüglich der Unfallgefahr nicht vertraut sind. Daß die Sozial- demokraten auch die Bedeutung der Kranken- und Fnvaliden- versicherung für die Bestrebungen zur Bekämpfung der Tuberkulose herabzuseßen versuhen, kann ih nicht begreifen; ebensowenig daz ne für die Bemühungen der Reichsregierung und maner Cinzelstaaten auf diesem Gebiete kein anerkennendes Wort übrig haben. Vie Peilstättenbewegurg war nur mit der Invalidenversicherung zu machen. Was die Klagen übcr die Vertrauentärzte der Berufägenofsen- [chaften betrifft, lo werden ja kei diesen auch Fehler gemacht. Herr Vavid hat neulih ausgeführt: die Krankenkassen seien keine Pros duktionsunt ernehmungen, die Kcankenkassenvorstände seien die Ner- waiter fremder Gelder im Interesse der Kranken. Genau dasselbe gilt von den Berufsgenossenschaften. Der Abg. Körsten hat E [were Angriffe gegen meine Standesgenossen, gegen die Dertrauen?ärzte und gegen die Aerzte überhaupt, gerichtet. Er hat ionen geradezu den Vorwurf gemacht, daß sie wider besseres Wissen Zeugnisse ausstellen; denn er sagte, wer bezahle, kriege au ein Zeugnis ausgestellt. Dieser Vorwurf ist niht nur fals, jondern auch ganz besonders ungeschickt. (Zuruf des Abg. Stadthagen : Vlasiuz!) Wenn Herr Stadthagen immer Blasius Fbreit, fo fann man doch mit dieser Ausnahme nichts bereisen. Gerade bieraus siebt man, wie fal die Interessen der Arbeitershaft von den Arbeiler- {Uhrern und Arbeitersekretären wabrgenommen werden, die immer die Vilnge parteipolitish behandeln. statt sih lediglich auf die Vertretung

M oe fa 4 «#4 A e : O _ c , _, É Tagen ssenshaften ges{Wadet, wie das Drängen auf intensive Eo H L D » «dw ata das «1g 4 " a a 5 &ellvehandlung der Unfallverleßten in medikomechanishen Instituten,

rasher zu beseitigen und damit die Renten herabzudrücken.

j "4, G Le 4 c 8 ‘i : Ute ¡eltgen gerade dice Fâlle. Nur so haben die Arbeiter bei der nfall- und Invalidenversicherung ten Schuß, dessen sie bedürfen.

beantragt namens der Kommission seine Erledigung durch Kenntnisnahme. T _ Derr Von Graf hrt u @ Sachsengänger den Arbeiterman den Minister die Fr

,_aus, daß die Saifonkarten für ingel im Osten förderten, und rihtet an Î Frage, ob die Erleichterungen, die dem Personal in bezug auf den Dienst gewährt werden, günstig auf die Betriebs- sicherheit eingewirkt hätten, und ob die staatliche Fürsorge dazu bei- getragen habe, das Personal von den Umsturzbestrebungen fernzuhalten. Hierauf nimmt der Minister der öffentli Arbeite Budde das Wort. | 4 E E

Jn der heutigen (31.) Sigung des Reichstags, Ï (Schluß des Blattes.)

welher der Staatssekretär des Jnnern, Staatsminister Dr. Graf von Posadowsky-Wehner beiwohnte, wurde die zweite Lesung des Reichshaushaltsetats für 1904 bei dem Etat des Reichsamts des Jnnern, und zwar bei dem Ausgabekapitel „Reichsversichherungsamt“ fortgeseßt.

: Das Haus der Abgeordneten seßte in der heutigen (17.) Sißung, welcher der Minister für Landwirt- schaft 2c. von Podbielski und der Minister für Handel und G e die zweite Beratung des Staatshaushaltsetats für das Nechnungsjahr 1904 i Gestütverwaltung bei den dauernden Ausgaben fort. _ Abg. Kreth (fonf.): Der Landftallmeister von Oettingen bat die Eigentümlichkeit, das ausjusprehen, was er denkt. Man kann also nicht jedes Wort auf die Wagschale legen. Gegen Herrn von Oettingen at. _ein Kesseltreibea | Weise, das Gestüt zu hebep, hinein herrs{cht Anerk dargestellt, als

beiwohnten,

stattgefunden. Er sucht auf jede _Und bis in die Kreise der Volképartei ennung setner Leistungen. Hier wird es aber o , Mm - "” ,

Berfolger der Lehrer wäre und nur de 1 : \chikanieren und zu knebeln. In der Presse hat man ihm s\ogar vorgeworfen, daß er Staatspferde

: ; ¿u legen. Tor Enal Üolyrs E f i T o i N N G S Ee E E ist in Dstpreußen ein toter Mann; bei der Reicstags- | ih t aD aatoe - a8 ohe Molt E 4 P E E - 5 7 A : wabl sagte zwar das große Weltblatt an der Inster: Der Name auf 32 997 626, für leßteres auf 35 301 346 Personen bere Auf 1000 Einwokner entfielen demnach

soles Gercde ist fein Wert

Nikel allein ist Programm.

C i ie freisinnige Volkspartei ha wohl gute Gründe gz-hatkt, i

i : einen anderen Mann als Kandidaten auf- zustell mit dem Programm -„Nickel“ wäre man nicht weit gekommen. Der Name Nickel war uns {hon vollständig entshwunden. Herrn ; er wieder hervorgebolt ist. Jch bin dort sen und weiß, daß die Lebrer die Art und

Kopsch is es zu danken, les Jahre Landrat gewe wie Nickel gegen Herrn von

j an die Ferse feiner Vorgeseßten heftet, so kann Œ,) man von einem so überlasteten Manne wohl einmal ein Wort bören leib,

: u L Le 4 gleich L t ] l _bezeihnen ist. Der größte Teil der | Yrundbesißzer der Monarchie wäre wohl froh, wenn er solhe Ge bäude wie in Trakehnen besäße. Sie haben sie wohl in der „Woche“ sind wir froh, daß sie

E aux der fleine Schulmeister nihts ausribten, aber canditallmeister hat durch die Prefse in Berlin geradezu Spießruten gegen muß 1ch thy in Schuß nehmen. Wenn er

darf man nicht jed

laufen müssen, und da sonst seine Pflicht tut, legen. Herr Kopsch ift ja au \{ worfen worden, als er de Eine Bemerkung des L leioigt, nämlich, daß meiner Heimat hat d überhand genommen. Eigenart fest, cinen g wegen Häufigkeit von Trunkenbolden unter werden müßten, sind wir do noch nicht. “A Abg. Kop \ch (fr. Volksp.): Tonart des Vorredners einfalle. Angriff noch weiter gegangen, ih überlasse das Urteil der

_Fürchten Sie nicht, daß ih in die Herr Kreth ift in seinem persönlichen als es gestern ‘gegen mich ge\chah ; öffentliden Meinung draußen und bier Er hat von einem RKesseltreiben gegen Herrn von t l Mann, der ein öffentliches | \{lesis{e als Spißtel, als Spion hingestellt. Herr Kreth bat er cinen leisen Tadel ausgesprochen, weil er dem Herrn seiner Schule in temperament-

Amt bekleidet, auch dem Minist Nickel nah dem guten Nevisionsbefund

mir niht beklagen; ih babe T\; » h T z : j Vinge Trakehnen wieder | in Oberwaldenburg

lk8vertretung

sich aber sehr verbessert, und die Erfahrungen der nächste den Mittel an die Hand geben, um sie noh mehr Een Bor einer Ueberstürzung muß geroarnt werden.

(Schluß des Blattes.)

__— Jn der heutigen (4.) Sißung des Herrenhau in welcher der Minister E Fnnern en O stein und der Minister der öffentlihen Arbeiten Bud de ZU- gegen waren, wurden zunächst die neu eingetretenen Mits- , Generaloberst von Wittih und Hinßpeter in der üblichen Weise ines allgemeinen Jnteresses entbehrende Beratung im Plenum nicht geeignet erklärt und darauf Kommissionsberichte entgegengenommen. Oberbürgermeister Hammer berichtet über die Verhand- lungen der Kommission für Eisenbahnangelegenheiten über die Darstellung der Ergebnisse der Verhandlungen des Lande antragt ihre Erledigung durch Kenntnisnahme. _Graf von Mirbach: Die Windbrüche gefallene Holz war

Der Osten is aber auf den

Ich meine: entweder muß man

Charakter hat, daß man

daß sie doch nit o

gegen den allmäcttigen

(F8

die

anerkannt. Auf meine | bat

der Minister aber mit keinem Worte ein- | ut. Polemik die Wendung | gründung

6 j as Tann ich niht obne | in

Benn ein Abgeordneter den Jnstanzenweg er- of B 4 pp t 3 x s

sein Recht, f\ondern feine Vermögen beträgt 9509 &

das Wort zu ergreifen.

Wie kann man diesen Ausdruck Anführun

die ein Abgeordneter macht! i0pfuagen sigen Klagen jung maßgebend drüde „Klatsch“ und „Zwischenträgerei“

Ich habe Tatfachen angeführt, die niem ; ist das Klatsh ? Der Unrfriete im Abgeordnetenhause erzeugt word

gebrauchen,

lieben namentli Landwirtschaft, wenn diese Auf-

der Vertreter der

in demselben Ton ant- des Prâäsidenten ‘mand ju entkräften im- ist nit erst tur die er war längit da. der Herstellung

stande ist;

| Neht wird, Mit der E von Personen, [ r sehr leiht umgegangen worden. öffentlihen Amt steht, wie Herr werden, wie es von Herrn Kreth in Trakehnen wirklih nerv

die sih hier nicht verteidigen können, in Lehrer, der in einem Nickel, durfte hier nicht so behandelt : : Wenn der Apotheker 0s geworden sein follte, so wäre es fein

Ein Lehrer,

geschehen ift.

Hierauf nimmt der Podbielski gen sih bis zum Schluß des enburg (fonj}.), (fr. Volksp.).

Minister für Landwirtschaft 2c. von An der weiteren

Vlattes noch die Abgg. von Dr. Stockmann (freikons.) und Kopsch

Bei der gestrigen W i 7. Posener Wc wie „W. T. B.“ melde (Pole) mit 338 Der freikonservative Gege schaftsrat in Grzybno, erhiel

ahl’ zum Abgeordnetenhause irk (Schrimm— t, der Redakteur Korfanty in Katto: abgegebenen Stimmen gewä!lt. von Günther, Land- t 91 Stimmen.

Wahlbez

chroda) w

«„Veröffentlihungen om 10. Februar, Gesundheitsstand

Sterbefälle im Dezember 190: regeln gegen ansteckende Krankheiten. ra. - - Veedizinalstatistish Sterblichkeit in Mailand, Geheimmittel 2c.

Privatschulen.

RKaiserlihen hat folgenden Inkbalt : und Gang der l 03. Bettweilige Maß- 0A Desgl. gegen Pest. Desgl. Mitteilungen aus Kopenhazen, Gesetzgebung usw. L) Fleishbesau. i T Dl (Schweiz.) Kriegs- Arzneimittel, Gifte 2c. (Dänemark.) Zündbölzer. (Vereinigte Staaten von Amerika. (Neu-Süd-Wales.) Gang der Tierseucben Tierseuchen. benden Körperschaften, Ver- Trinkwasser in Garnisonen. Di Medizinalstatistik, 1902 Sterblichkeit, 1901/02. Geschenkliste. in deutschen Dezember 1903. Desgleiche 28 | Wodhentabelle über die Sterbe- rien mit 40000 und mehr Einwohnern. landes. Erkrankungen roß Desgleichen in d ri Witterung. Beilage: betreffend den Verkehr mit Saccharin, Essig, Kartoffeln, Gurken, Pilze, Spargel,

Gesundheits Personalnachrichten. kranfbeiten.

gegen Cholera.

(Deutsches Neich.) (Sachsen.) sanitätshilfe. (Kant. Zürich ) _Wirtschaftsgesetß. Geflügelcholera.

Nahrungsmittel.

—— Kinderarbeit. Schaffhausen.)

Pennsylyanien). Gesundheitswesen.

Zeitweilige Verhandlungen von gesetzgeb [A (Frankreich. ) (Bayern. Mürchen.)

She 2 Maßregeln gegen einen, Konaressen u. \. tw. - Vermischtes (Niederlande.

Monatstabelle 15 000 und mehr Einwohnern, größeren Städten des Auslandes. falle in deutschen Desgleichen in in Kranfenhäusern deutsher Grofßstätte. und Landbezirken. Entscheidungen, (Honig, Zucker, Nudeln, Hefe).

Amsterdam.)

Sterbefälle

e Gerichtliche Nahrungsmitteln

Statiftik und Volkswirtschaft.

Geburten, Ehescließungen und Sterbefälle in England » Wales Jowie in Preußen 1902.

1 macht die folgenden 3 l r denen îin der „Stat. Korr.“ Ziffern für Preußen gegenübergestellt werden

“ly S 1 \ , C PER h *) O N 4 Im Jahre 1902 wurden ermittelt :

O,

nerairegtsteramt in L

-runasbewegung,

in Preußen . L

+1 A p a Panama . natürlihe Volksvermehrung betrug 978 393 Köpfe E

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: mittlere Bevölkerung die

E

in England und Wales

etilngen vorgegangen ist, miß- | in Preußen

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und Lbale®s gegen * c 9 4 L s es war dader nur

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Wohlfahrt i Der Berein zur Förderung d Klassen in W nburg i. S] jedes Wort auf die Wagschale | ein 25 Som. blie D on einem Parteisherbengeriht unter- s verkappten Antisemitismus beschuldigt wurde. Ninisters hat uns Oftpreußen eigentli be ‘er die Trunksu@t dort bekämpfen müsse. Fn „Fürs deutse le Mäßigkeitsbestrebung allerdings noch nit ( Die Bevölkerung bält noch an der alten \{önen uten Trunk zu pflegen; aber soweit, daß wir | und

D Ds K 30. März d. ©

nah seinem 26. Jahresbericht 6 thnen i Tis v EE

von 9965 Eremvlaren unt Im Auftrage des Verei

aber t belebrenden behördlih2 Aufsiht gestellt | find 112 Vortrags Arbeits\{ulen, ü binderei, Korbimnacherei unterwiefen

19 Lebrern unterrichtet. 20C0 )vergbauhilfskfafse lebung

ge?!eßten rx Meiso foî c af J Ci viel benußte Vereinsbibliotbek wurde vergrößert, die voller Weise jetne Anerkennung ausgesprochen habe. Der Herr Minister | Gartenkultur weitergefördert Gegenwärti R A aas kann si über persönliche Angriffe von l schaftöminister 200 im Gegenteil sein redlihes Bemühen, di

fahlihen Anfragen is Zwischenträ

Widerspru lassen sieht, dann

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unterstellt, ndwirtschaftsminister uf Rechuung des Vereins beste t und war bisher von 492 Mädchen be Waldenburg wurde seit feiner B 1000- Fällen mit meist günstiaemn 8 Veretas beliefen sid en auf 29500

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Das Arbeitersekretariat in

in A : | Die Einnahmen um Jahre 1902/03 auf 31 000 4, die Ausg