1904 / 40 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

im vorigen Jahre rund 14 Million Mark an Steuern, die auf Agio- gewinne erhoben worden waren, an Aktiengesellschaften zurückgezahlt werden mußten. Die Kämmerei ergibt einen Mehrübershuß von rund 10000 Æ(M und unter „Verschiedenen Einnahmen, Dotationen ist eine Mehreinnahme von rund 600 000 / angenommen. Diesen Mehrübershüssen von zusammen 3 275 650 M steht ein Minder- übershuß von 1450 69% A bei den städtishen Werken gegenüber, wodurch der Mehrüberschuß ih auf 1824 975 M. vermindert. Die Gesamteinnahme aus Steuern ist mit 65 651 391 M an- gegeben. Es sind angeseßt die Gemeindegrundsteuer mit rund 214 Millionen Mark, die Gewerbesteuer mit 9 Millionen Mark, die Warenhausfteuer mit 900000 H, die Betriebssteuer mit 280 000 M, die Gemeindeeinkommensteuer mit 311/; Millionen Mark, die Hundesteuer mit 640 000 M, die Umsaßsteuer mit Z Millionen Mark, die Wanderlagersteuer mit 600 und der Brau- malzsteuerzushlag mit 700 000 4 Die Warenhausfteuer ist mit 650 000 Æ weniger als im Vorjahre angeseßt. Die Gesamtanleihe- {huld der Stadt Berlin wird Ende März 1904 \ich auf rund 312 Millionen Mark belaufen, wovon rund 74 Millionen getilgt werden sollen, sodaß 3044 Millionen Mark verbleiben, wozu dann noh 622 Millionen Mark neue Anleihen kommen, dur die sich die städtische Anleiheshuld auf 3674 Millionen Mark erhöht.

Die unter dem Ehrenpräsidium des Reichskanzlers und Präsidenten des Staatsministeriums Grafen von Bülow bestehende Vereint- ung für staatswissenschaftliche Fortbildung (Geschäfts- telle: W. 64, Wilhelmstr. 68 T) hat in diesen Tagen thren Studienplan für einen sechswöchigen Kursus im Frühjahr 1904

veröffentlicht, der für solche Herren bestimmt ist, die verhindert sind, '

an den mehrmonatlichen Semesterkursen teilzunehmen. Danach werden

Ftattfinden: ; Konversatorishe Vorlesungen aus dem Gebiete der Staatswissenschaften und der Technik. e

1) Preußische Verfassungs- undVerwaltungsgeshihte: Or. ÓÖtto Hinte, Professor an der Universität. 10 Stunden, Vor- mittags 9—10 Uhr. l

2) Staatshaushalt, Allgemeine Finanzverwaltung und allgemeine Finanzpolitik in Preußen und im Neich: Geheimer Oberfinanzrat Schwarz, vortragender Nat im Flnanz- ministerium. 8 Stunden, Vormittags 11——1 Uhr. ; /

3) Preußische Staats-und Kommunalsteuerpolitik im 19. Jahrhundert: Geheimer Oberfinanzrak Dr. Strub, vor- tragender Rat im Finanzministerium. 8 Stunden, Vormittags zwischen 9 und 1 Uhr. : i

4) Verfassung der Gemeinden in Preußen: Geheimer Oberregierungsrat Dr. Freund, vortragender Rat im Ministerium des Innern. 6 Stunden, Vorntittags zwischen 10 und 1 Uhr.

5) Ueber soziale Entwickelung (Entstehung der Klas]en, Klafsenkämpfe, Klassenherrschaft und deren Ueberw in- dung): Dr. G. Schhmoller, Professor an der Universität. 12 Stunden, Vormittags 9—10 Uhr.

6) Die Agrarfrage der Gegenwart: Professor an der Univer|. u. Kgl. Landw. Hochschule. ormittags 11—1 Uhr. i : i

7) Förderung der landwirtshaftlihen Technif durch die Verwaltung: Geheimer Oberregierungsrat Dr. T. Müller, vortragender Nat im Ministerium für Landwirtschaft 2c. 6 Stunden, Vormittags 11—1 Uhr.

8) Deutschlands Stellung und Aufgaben im Welt- handel (durch Tabellen erläutert): Dr. jur. u. phil. Fannaf\ch, Vorsitzender des „Zentralvereins für Handelsgeographic“. 6 Stunden, Vormittags zwischen 9 und 11 Uhr. :

9) Industrielle Organisation: Dr. Alfred Weber, Privatdozent an der Universität. 8 Stunden, Vormittags zwischen

10 und 1 Uhr. : :

10) Einführung in die industrielle Tehnik (zugleich als Vorbereitung zu dem mehrtägigen Ausfluge): Dr. Eugen Meyer, Professor an der Technischen Hochschule und an der Unive1sität. 10 Stunden, Vormittags zwischen 9 und 1 Uhr.

11) Förderung des Kleingewerbes mit besonderer Berücksichtigung des gewerblichen Unterrichtswesens: Geheimer Regierungsrat Dr. von Seefeld, vortragender Rat im Ministerium für Handel und Gewerbe, und Regierungs- und Gewerbe- {ulrat Dr. Dunker, im Ministerium für Handel und Gewerbe. 4 Stunden, Vormittags zwischen 9 und 11 Uhr.

12) Bankwesen: Geheimer Regierungsrat Dr. A. Wagner, Professor an der Universität. 6 Stunden, Vormittags 11—1 Uhr.

13) Sparkassenwesen: Oberregierungsrat Evert, Mitglied tee is, vord Statistischen Bureaus. 2 Stunden, Vormittags

x.

14) Verkehrsorganisation und Verkehrspolitik der Gegenwart: Dr. K. Wieden feld, Professor an der Königl. Akademie Poscn. 8 Stunden, Vormittags 11—1 Uhr.

15) Soziale Hygiene: Professor Dr. H. Albrecht. 6 Stunden, Vormittags zwischen 9 und 11 Uhr.

An Exkursionen und Besichtigungen sind folgende ge- plant: An jedem Mittwoch in der Regel Vormittags finden Sea oen statt, ausgenommen Mittwoch, den 11. Mai. Dieser Tag ist für die unter 1—15 verzeichneten Vorlesungen unentbehrlich, da diese am Donnerstag, den 12. Mai (Himmelfahrt), ausfallen müssen. Es werden somit vier Miltwochsexkursionen veranslaltet, und zwar am 13.,, 20.,, 27. April und am 4. Mai. Für die leßte Woche ist ein großer Ausflug in den rheinish-westfälishen Industrie- und Berg- werksbezirk in Ausficht genommen. Abfahrt von Berlin Sonntag, den 15. Mai. Schluß der Exkursion Freitag, den 20. Mai. Das Gxfursionsprogramm wird in der Eröffnungssigung am 6. April zur Verteilung gelangen. h f

Allgemein interessierende Einzelvorträge finden in der Zeit vom 7. April bis 13. Mai an even Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, Nachmittags 5 Uhr, statt und dauern in der Regel 1 bis 14 Stunden. Das Programm der Einzelvorträge wird eben- falls in der Eröffnungsfißgung am 6. April zur Verteilung E :

er vorbezeihnete Fortbildungskursus ist berehnet für Personen, welhe neben der allgemeinen Bildung bis zu einem gewissen Grade au eine staatswissenschaftliche Vorbildung theoretischer oder praktischer Art besißen und eine Erweiterung und Vertiefung ihrer Kenntnisse auf dem Gebiete der juristishen und wirtschaftlichen Staatswifsen- schaften erstreben.

Meldungen zur Teilnahme an dem Kursus sind mündlich oder O an die Geschäftsstelle der Vereinigung (Berlin W. 64,

ilbelmstraße 68 1) zu rihten. Sofern sih nicht aus der Stellung des Meldenden die erforderlihe Vorhildung ohne weiteres ergibt, ift die- selbe in dem Gesuche unter Beifügung von eugnissen näher darzu- legen. Jn der Geschäftsstelle wird jede gewün chte Auskunft mündlich an den Wochentagen von 10 bis 2 Uhr erteilt.

Nach erfolgter Zulassung haben die Teilnehmer an dem Kursus bei der Geschäftsstelle der Vereinigung eine Gebühr von 20 (zwanzig) Mark zu entrihten, wofür ihnen die Teilnahme an 20 sümtlien

Dr. M. Sering, 12 Stunden,

stunden (der Vorlefungen unter 1—15) sowie der Besuch der sämtlichen Einzelvorträge und die Beteiligung an allen Exkursionen und Be- sichtigungen zusteht. Für jede we tere Vortragsstunde if ein Honorar von 1 M zu zahlen, jedoch mit der Maßgabe, daß der Höchstbetrag des Honorars einshließlich der Gebühr von 20 A fh auf 50 M beläuft. Für die über die Zahl 50 hinausgehenden Vortrags- stunden wird somit ein Honorar ni t erhoben. :

Die Einzelvorträge sind, soweit der Play reit, au Nichts teilnehmern nah vorangegangener Meldung zugän lih. Hierfür wird edoch eine Auditoriengebühr erhoben, die für ale Borträge 15 #,

x a S Äofelle dat B Me ebr: via nd eben- alls an die Ge elle der Vereinigung zu richlen.

Zu der Acbiun s\sißung am Mittwoch, den 6. April, Vor- mittags 11 Uhr, im Abgeordnetenhause Prinz Albrecht-Straße 5) (Felsaa, Buer el Süd) werden alle Teilnehmer an diesem

ahrskursus ersucht, si einzufinden. Die Vorlesungen dbe-

ginnen am Donnerstag, den 7. April, Vormittags 9 Uhr, und finden im Abgeordnetenhause statt. Sie schließen Sonnabend finden i, Die lebte Woche ist für die große Exkursion nah Rheinland und Westfalen bestimmt.

In neuerer Zeit ist auf dem Gebiete der Flugtechnik, be- sonders soweit die neu eingeführten Gummiballons in Betracht kommen, eine Umwälzung erfolgt. Die früher erlassene Anleitung zur Behandlung niedergegangener Stüde der zu meteorologischen Negistrierungen entsandten Ballons und Drachen hat daher einer Aenderung unterworfen werden müssen. Die abgeänderte An- leitung wird nachstehend bekannt gegeben: j

Zum Zwecke wissenschaftlicher Erforschung der höheren Lusft- {iten läßt man kleinere oder größere, mit Gas gefüllte Luftballons steigen oder auch Drachen vom Winde emporheben, welche Instrumente tragen, die selbsttätige Aufzeichnungen über. die Temperatur, die Feuchtigkeit, die, Windstärke usw. ausführen. Da diese Ballons usw. zu klein sind, um Menschen tragen zu können, so wird vorausgeseßt, daß sie von verständigen Leuten gefunden in zweckmäßiger Wéise behandelt und aufbewahrt und \{ließlih an den Eigentümer zurückgeshickt werden. i

Zu diesem Zwecke seien folgende Vorschristen gegeben, von deren genauer Befolgung nit nur der Wert der Aufzeihnungen, sondern auch die Hôhe der an den Finder zu zahlenden Belohnung abhängt :

1) Die Ballons sind mit entzündlichem Gase, Wasserstoff oder Leuchtgas, gefüllt und müssen deshalb fern vom Feuer gehalten werden. Besteht die Hülle derselben aus Papier, so zerreiße man sie, um das Gas entweichen zu lassen. Bei Stoff- oder Gummihüllen binde man den Ballon auf, richte die Oeffnung nah oben und erleere das Gas durch Drücken, ohne den Stoff viel zu zerren oder zu reiben; danach wickle man jhn E zusammen. E

Wird ein Ballon bemerkt, der noch in der Luft fliegt, so gehe man ihm nah und suche zunächst den an ihm hängenden Apparat aufzufinden, der in einem Kästchen oder Körbchen steckt, und ihn vor Beschädigungen zu sichern. Besonders vermeide man, den Apparat hart anzufassen oder mit den Fingern in thn hineinzugreifen. Che man ihn abschneitet, sichere man den Ballon gegen das Davonsfliegen, indem man ihn irgendwo festbindet, bis sein Gas entleert ist.

Gummiballons, welhe meist einen Durchmesser von 1 bis 2 m haben, werden entweder einzeln, oder zu ¿welen aneinander qe- kopvelt, zum Aufsteigen gebracht. Im ersteren Falle pflegen die- selben in der Höhe zu plaßen und lassen dann den Apparat mittels eines Fallschirmes zur Erde niedersinken, gewöhnli be- deckt dieser den Apparat, oder er hängt in einem Baume fest, während der Apparat unter ihm hängt oder am Grdboden liegt. Bei dem. Herunterholen i vor allen Dingen ein Herabstürzen des Apparats zu vermeiden. Sind zwei aneinander gefoppelte Ballons aestiegen, so plaßt gewöhnli nur einer, während der andere lang- sam zu Boden fällt und den Apparat vor Beschädigungen bewahrt. Fn den meisten Fällen besißt der zweite, unversehrt gebliebene Ballon noch Austrieb genug, um, wenn der Apparat am Erdboden liegt, fi selber zu tragen. - Er erleichtert dann, als weithin sichtbare ‘Marke, das Auffinden des Apparats. i

Der Apparat is nunmehr unter Vermeidung aller unnötigen Erschütterungen in einem. trockenen, nit zu roarmen Raume auszu- bewahren, bis er entweder abgeholt wird, oder bis eine für seinen Nüktransport mit der Post bestimmte Kiste eintrifft, in der sich nähere Unterweisungen sowie Fragebogen befinden, der tunlih\st genau auszufüllen ist.

An dem Ballon oder am Apparate findet man einen Brief- ums{lag, der die Adresse enthält, an welche sobald als irgend möglich unter genauer Angabe der Nummer des Apparats, des Namens und Wohnorts des Finders sowie des nächsten Postamts eine telegraphische Depesche abzuschicken ist. Eine gleiche Depesche ist an den Direktor des meteorologishen Landesdienstes in Straßburg abzusenden.

Der Finder bezw. der Ablieferer des Apparats erhält eine ênt-

“sprechende Belohnung, deren Höhe gewöhnlih in der dem Apparat

beigegebenen Instruktion angegeben ist. Sie beträgt in der Regel etwa 5 M, in besonderen Fällen, wenn die Bergung besonders schwierig oder zeitraubend war, auch mehr. Außerdem werden alle notwendigen Auslagen erstattet. Im Falle einer mutwilligen Be- \hädigung eines Apyarats oder eines Nersuches, den Schußkasten an irgend einer Stelle zu öffnen, wird nicht nur keine Belohnung gezahlt, sondern auch noch ein Perfahren wegen Sachbeshädigung eingeleitet werden. j

Die Ballons, Apparate und alles Zubehör sind „fiskalishes Eigentum“.

9) Die zu demselben Zweck benußten Drachen haben meist die Gestalt eines viereckigen offenen, aus Holz- oder Metallstäben be- stehenden Kastens, der teilweise mit Stoff bekleidet ist.

Da die Drachen mittels eines dünnen Stahldrahts empcergelassen werden, kommt es gelegentlih vor, daß ein kürzeres oder längeres Stü solchen Drahts an dem Drachen hängt. Befinden si in. der Nähe elcktrische Straßenbahnen mit oberirdisher Stromzuleitung und liegt die Möglichkcit vor, daß der Drachendraht mit dem elektrischen Starkstromdraht in Berührung kommt, so ist jedes Ergreifen des ersteren mit bloßen Händen oder Berühren mit unbedeckten Körper- teilen sorgfältig zu vermeiden; man wickle deshalb ein dides, trodenes Tuch um die Hände, che man den Draht angreift.

Ft der Drachen bei starkem Winde noch in \{neller Bewegung, so versuhe man mit aller Vorsicht, den nachschleifenden Draht s{chnell um einen festen Pfahl oder einen Baum umzuschlingen. Dasselbe gilt auch für einen Ballon, welcher eine Leine oder ein Kabelstück nachs{leift.

Fn dem Falle, daß sih Streitigkeiten über den Anspruch auf die Belohnung oder aus anderen Gründen ergeben, wird die für den Fundort zuständige Kreisbehörde hierüber entscheiden.

Die Polizei- und Gemeindebehörden sind, ersucht worden, der sahgemäßen Ausführung obiger Norschriften die tunUichste Förderun und Unterstützung zuteil werden zu lassen und ganz besonders dur Belehrung und gelegentliches gutes Beispiel dabei mitzuwirken, daß diese wihtigen und von allen Kulturnationen betriebenen Experimente von Erfolg begleitet werden.

Bei den im Laufe des Jahres 1903 in Berlin ausgeführten Maß- und Gewichtsrevisionen wurden 31 089 Gewerbetreibende revidiert, 679 Gegenstände beanstandet und 511 Ucbertretungen fest- gestellt. Von den Beamten des Gewerbekommissariats wurden 15 300 Verkaufsstellen einer tehnishen Revision unterzogen. Bei dieser Gelegenheit wurden 7732 beanstandete Meßwerkzeuge ou und 1211 Strafanzeigen wegen Uebertretungen der Maß- und Gewicht8ordnun erstattet. Ferner wurden von den eamten des Gewerbekommissariais ut den Jahrmärkten, dem Weihnachtsmarkte und in den Markthallen, sowie durch die Sthankgefäß-Revisionskommissionen in Schanklokalen bei vielfachen Revisionen 45 Meßwerkzeuge beanstandet und 24 Veber- tretungen festgestellt. Jm ganzen sind im Sahre 1903 7732 Meß- werkzeuge mit Beschlag belegt und konfisziert worden. Diese waren entweder „geeiht, aber uncidtlgs oder „ungeeiht" oder „mit bereits fassiertem Stempel versehen“.

Der Freiwillige Erziehungsbeirat für \{ulentlassene Waisen hält feine Generalversammlung am 1. März, Abends 8 Uhr, im Bürgersaale des Nathauses ab. Der Oberkonsistorialrat Köhler wird eine Ansprahhe halten und der Geheime Iustizrat, Pro- fessor Kahl über das Thema „Strafrecht und freie Liebestätigkeit“ \sprehen. Gäste sind willkommen.

Die Brockensammlung des Vereins „Dienst an Arbeit- losen" E. V., die zur Beschäftigung obdachloser Jünglinge bis zu deren anderweiten Unterbringung dient, erbietet sich zur kostenlosen Abholung von Bodengerümpel, altem Hausrat, alten leidern, Stiefeln, Papier, Lumpen 2c. und bittet um Aufträge nah M. 31, Ackerstraße 52. i

Elbing, 15. Februar. i f gegenüber Reimann sfelde-

den Molen im

der sih etwa 4800 m entfernt von befindet, ist umgeworfen worden.

Der Leuchtturm auf Panklau, demjenigen auf dem Molenkopf Durch den gewaltigen An-

(W. T. B.)

drang einer Eisfläche von 5800 qm geriet, wie die „Elbinger Zeitung“ meldet, das massive Fundament des Turms ins Wanken ; einige Eis\hollen gingen über das Fundament hinweg und warfen

den Turm um.

Der den vom oberen Haff na

den Weg zu weisen.

Veit,

englische Damp

Warschau, 15. Februar.

15. Februar. herrschte hier ein heftiger Sirokko,

ichtet hat. Auch der deut e Dampf geticues A E Ss erlitten Beschädigungen.

[Er 4

Turm

hatte Blinkfeuer, das dazu diente, ch Elbing und Danzig fahrenden Schiffen

(W. T. B.) In vergangener Nacht der vielfahen Schaden an- er „Morea“. und dex

(W. T. B.) Gelegentlih einer

gestrigen Kundgebung, an der zahlreihe Studenten sowie eine

grobe Volksmenge teilnahmen, f

der fich in der Balkon auf die Menge, zwanzig verwundet wurden.

raf Dembsky,

der irxsinnig gewordene ohnung eingeschlossen hatte, vom wobei drei Personen getötet und Erst nachdem es gelungen war, den

Grafen selbst durch einen Schuß zu verwunden, konnte er festgenommen

werden.

Rom, 15. Februar. (W. T. B.) Heute abend 114 Uhr wurde

eine starke Erdershütterung

Messina verspürt. Zürich,

meldet aus

in Reggio (Calabrien) und in

15. Februar. (W. T. B.) Die „Züricher Zeitung“ Samaden (Oberengadin): St. Moritzer Kurgästen,

Eine Gesellschaft von

vier Herren und zwei Damen, die

Sonntags eine Skitour über die Alþ Laret ins Saluvertal oberhalb Celerina machten, wurde dort zwischen der oberen und unteren

Alp von einem S entrannen der Gefahr.

ch-neeruts\ ch überrascht. 1 Ein Herr Wienands aus Nheydt (Rhein-

Fünf Teilnehmer

land) wurde verschüttet und konnte erst nah mehreren Stunden

durch Rettungsmannschaften von Sk. Moriß dem Schnee hervorgezogen werden.

St. Moriy gebracht.

und Celerina tot aus

Wetterbericht vom 16. Februar 19047 8 Uhx Vormittag9-

Name der Beobachtungs-

station

Mind-

tärke,

Mind- richtung

Wetter

Temperatur

Barometerst a.0° u.Meeres- niveau reduz.

in Celsius,

Stornoway Blacksod Valentia Roche Point Portland Bill

Cherbourg Paris

halb bededckt wolkig halb bededckt bedeckt bedeckt halb bedeckt wolkig bedeckt wolkig Regen bededt wolkig

W WSW SW SSO SSO W

W WSW SSW SSW SW WSW

L PO O O

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M 1 Do t I

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Blissingen Helder Christiansund Bodoe Skudesnaes Síiagen Kopenhagen Karlstad Stoctholm Wisby Haparanda Borkum Keitum

mhburg ckrwotnemünde Rügenwaldermünde Neufahrwafser Memel Riga St. Petersburg

SW SSW ,3 [D

O

halb bededt wolkig heiter halb bedeckt S heiter [NW halb bedeckt WNW 2\[Dunst Windstille |Schnee NO 4/bedeckt N 4bedeckt O 9|bedeckt

SW 3|bedeckt NW 1|\wolkenlos WSW 2\wolkenlos NW 4|bededckt S 1

4

3

…— _

|

O O Ack D b DD DD 5 P I S US TN Ht D D D o D D D

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|

2 S Nebel NW bedeckt 2 |NNW Schnee 7,6 [Windstille |bedeckt |DSO 1|Schnee

Münster (Westf) Be erlin

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Breslau

mim OORmOoORmOOMmNN So

WSW 1\|bedeckt Windstille [halb bedeckt WNW 4lshalb bedeckt [WSW 3\wolkenlos [W Schnee

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bedeckt wolkig bedeckt Schnee bededckt

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Schnee bedeckt wolkenlos

O o

|

Ein Maximum von über

bededckt bedeckt Gewitter

D

5 3 2 6 1 3'heiter 2 5 1 2 1 3

J

759 mm liegt über Südwesteuropa,

ein Minimum von unter 737 mm nordwestlih von Schottland, eln

solches unter 738 mm östlich von Riga. Wetter, bei mäßigen,

meist westlichen

Fn Deutschland ift das inden, im Nordwesten heiter,

sonst trübe und kälter; meist sind Niedershläge gefallen. Weiteres Aufklaren mit Nachtsrösten wahrscheinlich.

Deutsche Seewarte.

Mitteilungen des Aöronautischen Observatorium® des Königlichen Meteorologischen Instituts,

veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 16. Februar 1904, 114 bis 124 Uhr Mittags-

Station

Temperatur (C b Rel. Ft Le (9/0 Wind-Richtung .

Geschw. mps

40 m

3,2 72 W

6,6

| 200 m | 690m ] 750 w |

0,9 | —1,8 | 2,7 73 85 87 W |WNW| NW 8,5 9,6 9,8

| 4

enaufstiege

Untere Grenze der Haufenwolken bei etwa 600 m Er obere a

nit U Von einem. vorangegangenen höheren Dr der Apparat noch in dex Luft.

befindet fi

Die Leiche wurde na

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich

M 40.

Dritte Beilage

Berlin, Dienstag, den 16. Februar

Preußischen Staatsanzeiger.

1904.

(R

hi 8 L OORL R E D H ALE S” C GTA R A 2 Q 0 CIO R L-L R U ADR T IEL E

1904

Februar Marktort

Tag

Berichte von deutschen Fruchtmärkten,

A Cd R

Qualität mittel

gering |

gut Berkaufte

Gezablter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

niedrigster | höchster | niedrigster hohster M K M t

niedrigster

höchster [Doppelzentner

6 M

Durchschnitts» - preis

1 Doppel-

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nach übershlägliher Epe A verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

Am vorigen Markttage

für Durch- \{chnitts- preis

M. Ab.

zentner dem

(00061020.

Mea QtU e Strehlen i. Schl. Steae Löwenberg i. Sl. O e) Aalen i. Wrttbg. . Giengen a. Brenz .

Babenhausen Sllertilen 1, bs Aalen î. Wrttbg. . Giengen a. Brenz Geislingen .

Do. se Dea Strehlen i. Schl. Striegau : Grünberg i. Schl. Löwenberg i. Schl. Oppeln . L d Aalen i. Wrttbg . Giengen a. Brenz

B i Breslau . Í Strehlen i. Schl. Striegau A Löwenberg i. Schl. Aalen i. Wrttbg. . Giengen a. Brenz Niedlingen .

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ps N

m: Q. 0: R

Bemerkungen. Ein liegender Stri (—) in den Spalten für

E E E T C R E RE E P E S I E e es

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner un

14,60 13,50 15,20 15,60 15,90

14,60 13,50 15,40 15,80

15,60 |

|

15,60 | 16,09 |

14,80

16,00 | 14,80 16,00 16,00 15,60 17,20

15,50 15,60 S 17,20

16,90 17,58 16,20

Rog 11,80 f 12,00 11,90 12,30 11,90 12,00 14,00 14,20

16,90 17,00 16,00

16,80 15,80

11,30 10,60 11,40 11,70 11,60

11,60 11,80 12,00 s 14,00

E 14,20

11,0 11,60 11,90 12,10

11,90

10,50 11,90 11,90 12,30 12 50 14,30 13,60 13,00

11:00} 12,60 11,90 12,80 | 12,50 |

10,70 11,00 11,30 12,00

13,00 12/40

14,44 13,60 13,20

10,30 11,00 11,00 12,20 10,60

10,90 11,30 11,40

10,90 11,40 12,20

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11,30 | 11,30 | 11,60 | 10,90 |

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Il | 12,60 |

Weizen.

Kerneu (enthülster Spelz, Dinkel, Feseu)

Gerste.

Haf

volle d der Verkauféwert auf volle Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nit vorgekommen

16,10 | 16,15 16,40 16,40 15,80

16,80 |

16,60 16, 19 16,60 16,40 : 15,80 1838 3

16,80 8

230

16,80 17,00 18,20 17,20 17,00

16,80 | 17,00 - 18,00 17,20 16,40

gen.

12,60 12,40 12,70 11,80 12,20 12,30 14,20 15,20

12,10 12,40 | 1250‘ | 11,80 12,20 12,30 14,20 15,20

13.50 12,80 13,80 13,00 14,60 14,49 13,80

13,20 12,80 13,30 13,09 14,60 14,40 13,60

E L.

11,60 11,60 11,80 12,60 11,00

1:44,90 11,60 |

|

|

11,60 70 12,00 è

12,60 11,00 s 11 60 4 550 12.80 24 11,20 16

12,80 11,20

1500 15,00 |

15,60 | 1746 |

15,69 17,20 16,80

16,40

17,67 16,79 16,41

16,80 17,57 17,20 16,53 11,69 12,00

47 | 12,00 |

12 00 14 06 14,45

12,00 | 14/06 | 14/80

10,75 11,20

12,00 12,00 |

14,75 | 149% | 1294 |

14,44 13,89 13,04

11,30 11,20

11,40 12,36 11,19

11,40 12,52

17

| |

Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berehnet.

ift, ein Punkt (. ) in den legten sechs Spalten, daß entspreGender Bericht feblt.

El Untersuchungssachen.

92, Aufgebote, Verlust- und Suda Ben Bingen u. dergl.

3. Unfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5, Verlosung 2c. von Wertpapieren.

————————————————————————

1) Untersuchungssachen.

{87359] Verfügung.

Fn den Untersuchungssachen gegen nachstehend be- nannte Mannschaften : i

1) den zur Disposition der Erfaybehörden ent- lassenen ehemaligen Füsilter Julius Oswald, ge- boren am 22. Oktober 1867 zu Gmünd,

9) die Rekruten: Heinrich Martin Christian Schüler, geboren am 9. Februar 1880 zu Darmstadt,

3) Friedrich Wilhelm Kollatsch, geboren am 4. November 1881 zu Mangelsdorf,

i Karl Ströbel, geboren am 5. Mai 1883 zu Heilbronn,

sämtlih vom Landwehrbezirk 1 Darmstadt,

5) Christian Pohl vom Landwehrbezirk Gießen, geboren am 14. Januar 1881 zu Mainzlar,

6) den Musketier Johann Dricsbach 10/116, geboren am 17. März 1882 zu Alt-Thann,

7) den Einjährig-Freiwilligen Karl Harth L/116, geboren am 19. November 1881 zu Berleburg, wegen Fahnenflucht, werden auf Grund der §8 69 ff. des Militärcstrafgesepbuhs sowie der P 356, 360 der Militärstrafgerihtsordnung die Be- chuldigten hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Darmstadt, den 12. Februar 1904.

Gericht der Großh. Hess. (26.) Division,

[87363] Beschluf.

Jn der Untersuhungssache gegen den JInfanteristen Adam Baur der 8. Kompa nie K. B. 4. Infanterie- regiments, wegen Fahnenfluht, wird auf Grund der §8 69 ff. des R-M.-St.-G.-B. sowie der §§ 396, 360 der Militärstrafgerihtsordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Meg, 13. Februar 1904.

Geri@ht der 8. Infanteriebrigade.

„Me Stye: Krell

), e 8 h Les "s [87357] Aen a Storr eitenas,

In der Untersuhungssache gegen den Einj.-Freiw. ohann Kvruszynsfi der 1. Komp. 7. Westpr. Inf.- N egts. Nr. 155, wegen Nabe, wird auf Grund er SS 69 ff. des Militärstrafgeseßbuchs sowie der t 396, 360 der Militärstrafgerihtsordnung der Be- Ouldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt.

Posen, den 11. Februar 1904.

e Gericht der 10. Division.

[87460] An Bet irna.

2 n der Untersuhungssache gegen den Ulan Paul udwig Cherrier der 4. Eskadron Ulanenregiments

9 Graf Haeseler (2. Brandenb.) Nr. 11, wegen Fahnenfluht, wird auf Grund der &8 69 ff. des Militärstrafgesezbuchs sowie der §§ 356, 360 der Militärstrafgerißt8ordnung der Beschuldigte hierdurch für fahnenflüchtig erklärt. i

Strafeburg, den 13. Februar 1904. Gericht 30. Division.

[37356] Vermögensbeschlagnahme.

Gegen nachstehende, wegen Verleßung der Wehr- pflicht angeklagte Personen :

1) Iber, Emil, geb. 2. September 1881 zu Gung- weiler, zuleßt daselbst wohnhaft,

2) Bieber, Jacsb, geb. 23. März 1881 zu Pis- dorf, zuleßt daselbst wohnhaft,

3) Dahlet, Nicolaus, geb. 5. August 1881 zu

Weißlingen, zuleßt daselbst wohnhaft, 4) Rinié, Adam, geb. 22. Januar 1881 zu Weiß- lingen, zuleßt daselbst wohnhaft, : _5) Wildermuth, Karl, geb. 9. Dezember 1883 zu Kirrberg, zuleßt daselbst wohnhaft,

6) Frautz, August Albert, geb. 29. Oktober 1883 zu F Sund zuleßt daselbst wohnhaft,

_7) Jung, Nikolaus, geb. 10. Dezember 1883 zu Saarunion, zuleßt daselbst wohnhaft,

8) Stock, Victor, geb. 28. August 1883 zu Saar- union, zuleßt daselbft wohuhaft,

9) Hoffmann, Georg August, geb. 13. Februar 1882 zu Neiningen, zuleßt in Nebing wohnhaft,

10) Vagard, Victor, geb. 14. Oktober 1883 zu Geinslingen, zuleßt daselbst wohnhaft,

11) Eÿyl, Franz. geb. 21. Juni 1883 zu Givry court, zuleßt daselbst wohnhaft,

12) Thiébaut, Julius, geb. 13. Oktober 1883 zu Insmingen, zuleßt daselbst wohnhaft,

—— N ohne bekannten Stand und gegenwärtig ohne bekannten Wohn- oder Aufenthaltêort —, ist zur DeckXung der die Angeklagten möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens auf Grund der L 140 St.-G.-B. und 480, 325 und 326 St.-P.-D. das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen derselben dur) Beschluß der Strafkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Saargemünd vom 2. Februar 1904 mit Beschlag belegt worden. : 7 Saargemünd, den 9. Februar 1903.

er Kaiserlihe Erste Staatsanwalt : s Machenschein.

[87359] Beschluß.

In der Strafsache gegen den Schneider Robert Pinuow aus Nörenberg, zuleßt zu Streliß, jeßt unbekannten Aufenthalts, wegen Uebertretung des

feutlicher Anzeiger.

| [87382]

8 360 Nr. 3 Str.-G.-Bs. wird das im Deutschen Reih befindlihe Vermögen des Angeklagten zur Deckung der gegen ihn erkannten Geldstrafe von 50 M und der entstandenen Kosten mit Beschlag belegt. Strelitz, den 12. Februar 1904. Großherzogliches Amtsgericht. [87358] VBeschlagnahmeverfügung.

Fn der Untersuhungssahe gegen den Musketier Peter Pütz der 1. Kompagnie Infanterieregiments Nr. 69, ‘wegen Fahnenfluht, wird auf Grund der 8&8 69 ff. des Militärstrafgeseßbuhs sowie der S 296, 360 der Militärstrafgeriht8ordnung der Beschukdigte hierdurch für fahnenflühtig erflärt und sein im I Neiche befindliches Vermögen mit Beschlag )ELCAGL.

Trier, den 13. Februar 1904.

Gericht der 16. Division. [87361] Verfügung. Die unter dem 4./2. Februar v. Js. verfügte Be- \{lagnahme dcs Vermögens des Musketiers Gustav Siunhold der 7. Komp. Inf. Regts. Nr. 60 wird, nahdem der Beschuldigte ih freiwillig wieder gestellt hat, bierdurch wieder aufgehoben.

Straßburg, 59 Fo

Hagenau, den 12./9. Februar 1904.

Königliches Gericht der 31. Division. Verfügung.

Die gegen den JInfanteristen Aegidius Gaß: des K. Bezirkskommandos Kitzingen, wegen Fahnenfluht, am 11. November 1903 erlassene und im Reichs- anzeiger vom 14. gl. Vêts. Nr. 269 1. Beilage ver- öffentlichte Beschlagnahmeverfügung wird als erledigt ¡urückgenommen.

Würzburg. 11. Februar 1904.

È en der K. B. 4. Division. Wer Berl 19 err: Meushel

l t B I Graf Dürkheim, Kriegsgerichtsrat.

2) Aufgebote, Verlust-u. Fund- sachen, Zustellungen u. dergl.

[87091] - Zwangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsyollstreckung foll das in Berlin, Prinzenallee Nr. 48 belegene, im Grund- buche von den Umgebungen im Kreise Niederbarnim

Band 87 Blatt Nr. 1868 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des

3. Kommanditgesellschaften auf Aktien und Aktiengesellsch. , Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften. . Niederlafsung 2c. von Rechtsanwälten. 9. ankauswel . Verschiedene Bekanntmachungen.

e.

Weißgerbermeisters August Anders zu Pankow ein- getragene Grundstück am 18. April 1904, Vor- mittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht, Jüdenstraße 60, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 8, ver- steigert werden. Gebäude find für das Grundstück im Kataster nicht nachgewiesen, dagegen ist das Grundstück nah Artikel 6484 der Grundsteuermutter- rolle mit Kartenblatt Nr. 24 Parzellen Nr. 1054/1, 1055/2, 1056/3 bezeihnet und bei einem Flächen-

inhalt von insgesamt 29 a 72 qm und Reinertrag

von 7,65 6 mit einem Jahresbetrage von 0,75 H zur Grundsteuer veranlagt. Der Versteigerung8vermerk ist am 20. August 1903 in das Grundbuch ein- getragen.

Berlin, den 1. Februar 1904.

Königliches Amtsgericht T. Abteilung 87. [87090]

In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des dem Stellmacher Wilhelm Kruse bisher gehörigen Grundstücks Nr. 78 im V. Quartier zu Warnemünde, hat das Großherzoglihe Amtsgericht zur Abnahme der Nechnung des Sequesters, zur Erklärung über den Teilungsplan owie zur Vornahme der Verteilung Termin auf Freitag, den 4. März 1904, Vormittags 103 Uhr, Zimmer Nr. 1, bestimmt. Der Teilungsplan und die Rechnung des Sequesters sind zur Einsicht der Beteiligten auf der Gerichts- [reiberei , Abteilung für Zwangêsvollstreckungen, niedergelegt.

Roftot i. M., den 13. Februar 1904. Gerichts\chreiberei des Großherzogl. Mecklenb.- Schwerinschen Amtsgerichts.

[87092] Zahlungssperre.

Auf den Antrag des Privatiers Louis Briard in Büdingen wird über die Schuldverschreibungen der 34 0/qigen Preußischen konsolidierten Staatsanleihe von 1890: Lit. ® Nr. 155 883 und 156 930 über je 900 « und von 1887/1888: Lit. F Nr. 40 472 und 40 471 über je 200 Æ die Zahlungssperre angeordnet. Der Hauptverwaltung der Staatsschulden in Berlin wird verboten, an den Inhaber der Schuldverschrei- bungen eine Leistung zu bewirken, insbesondere neue Zins- oder Erneuerungsscheine auszugeben.

Berlin, den 5. Februar 1904.

Königliches Amtsgericht 1. Abteilung 84. [87095] Aufgebot.

Die gewerblose Maria Eva Hubertine Habes in Düsseldorf hat als Erbin des am 19. März 1891 in Düsseldorf verstorbenen Ziegeleibesißers Josef Habes das Aufgebot der angebli verloren gegangenen Aktie Nr. 0045 der ehemaligen Aktiengesellschaft Flora-