1904 / 46 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

_

L. D Prof. Bludau. *Erklärung des 1. Briefes an Timotheus, Ders. }* Seminarübungen, Derf. Kirchengeshichte seit der Reformation, Prof. Pieper. *Alt- siliche Inschriften, Ders. {*Kirchengeschichtliche Uebungen, Ders. ogmengeshihte der neueren Zeit Eo Diekamp. *Dogmen- esi{tlihe Uebungen über den Ab af Ders. *Geschichte der Lei lichen apokryphen Literatur, Der), Allgemeine Religtons- e pad i) Dr. Margreth. *Geschichte des cpottolif@en Glaubens8- bekenntnisses, Prof. Dörholt. L ; Philofophisch-theologische Propädeutik, 1. Teil, Prof. Dörholt. Philosophish-theologi\sche Propädeutik, 11. (metaphysisher) Teil, Ders. *Apologetik : Kennzeichen und Lehramt der Kirche, Prof.

Mausba<. *Erklärung von Tertullians Apologeticum, Dr. Margreth. Die Gnadenlehre, Prof. Renz. *(Fschatologische Dogmen, Ders. +*Dogmatische Uebungen, Ders. Die Lehre vom

Einen und Dreieinigen Gott,

L EeE: *Christliche Apologetik, 1. Teil, Ders. Aügemeine

oraltheologie, Prof. Mausba<h.

4* Seminarübungen, Ders. l : Kirchenre<t, Prof. Hartmann. “Geschichte der kirlidhen Rechtsquellen, Ders. Ehere<t, Dr. Bö>kenhoff. *Cherecht-

lies Praktikum, Derf. : O : | Homiletik, 1. Teil, Prof. Hüls. *Lturgik, I. Teil, Ders. - +*Homiletis{es Seminar, Ders. Handwerkerfrage, Prof. Hiße. *PEnecyclica rerum novarum, Ders. *Genossenschaftswesen, Ders. *#Geshihte der Kirhenmusik des Mittelalters. Die kirliche l Lektor Domtordirektor Cortner. *Einführung in die r<enmusik. Praktische Nebungen, Ders.

I. Rechts- und Staatswissenschaftlihe Fakultät.

Einführung in die Rechtswissens<aft (Uebung ohne \hriftliche Arbeiten), Prof. Krü>mann. *Grundfragen der Nechtswissen- schaft (für Hörer aller Fakultäten), Prof. Schreuer.

System des römischen Rechts (mit Ausnahme des Familtienre<ts) nad Sohms Institutionen, Prof. Erman. Nöômische Rechts- geshi<te, Prof. Krü>kmann. Nömischer Zivilprozeß, Prof. Krü>mann. Römisches Familienrecht, na< Sohms Institutionen, Dr. Langen. *Römisch-rechtliches Seminar, einmal alle 14 Tage, Prof. Erman. Einführung in die Sprache, die Geschichte und den Inhalt der Quellen des römischen Nechts, mit \{riftlihen Arbeiten, Prof. Krüger. Konversatorishe Uebungen über System und Geschichte des römischen Privatrechts, Ders. Uebungen in der Pandektenexegese, Prof. Erman. *Studien im Codex Justinianus, Prof. Krüger.

Deutsches bürgerlihes Net 1, Allgemeiner Teil, Prof. Krüger. Bürgerliches Recht 11, Necht der Schuldverhältnisse, allgem. Teil, Prof. Erman. Recht der Schuldverhältnisse, besonderer Teil (B. G.-B. 11. Buch, Abschnitt 7), Oberlande8gerihtsrat Moder- ohn. Deutsches bürgerlihes Recht II1I (Sachenreht), Prof.

aendrup. Deutsches bürgerlihes Re<ht 1V (Familienre{t), Eref &Faco bi. Deutsches bürgerlihes Recht V (Erbrecht), Prof.

Leer. Uebungen im bürgerlihen Re<t für Anfänger mit [e ftlihen Arbeiten, Prof. Naendrup. Uebungen im bürger- ichen Recht für Vorgeschrittene mit \hriftli<hen Arbeiten (Praktikum). Avßerdem werden fortlaufend einzelne Arbeiten mit ihren Ver- fassern privatissime besprochen werden, Prof. Krüc>kmann. Kon- persatorium über den allgemeinen Teil des B. G.-B., Dr. Langen.

Deutsche Rechtsgeshichte, Prof. Naendrup. *Gewerbe und Besitz, Ders. Uebersicht über die Rehtsentwi>elung in Preußen, Prof. Schreuer. Handelsre<t, Dr. Langen. Wechsel-

re<t. Ders. *Das Recht der Aktiengesellschaft, Prof. Jacobi. *Einführung in das deuts<he Strafreht, Prof. Thomfen.

Deuishes Strafreht, Ders. *Ueber die Neform des Strafen- systems, Prof. R of enfeld. *{Nach besonderer Anmeldung : Anleitung zu wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiete des Straf- xe<ts (mit Vorträgen und Diskussionen, für Vorgeschrittenere), Ders. Strafrechtspraktikum mit schriftlichen Arbeiten, Derf.

Mirasprozerewt, F osenfeld. Zivilprozeß T (ohne Zwangsvollstre>ung), Ders. Zivilprozeß 11. Teil (Zwangsvoll- itre>ung und Konkurs), Prof. Jacobi. Zivilprozeßpraktikum, Prof. Thomsen. *Theorite der freiwilligen Gerichtsbarkeit, Ober- andesgeridtsrat Modersohn. -

Allgemeines deutsches und preußishes Staatsreht, Prof. Schre u e r. Verwaltungsre<t, Prof. von Savigny. Völkerrecht, Regierungsrai Dr. Loß. Staats- und Verwaltungsre<htliche Uebungen mit \<riftlihen Arbeiten, Prof.' von Savigny. “Die Staatsformen, Ders. *Cinführung in das öffentliche Leben in

staats- und verwaltungsrehtliher, sowie politischer Beziehung, Regierungsrat Dr. Lo. Kirchenre<t, Prof. von eb tren s L WAU;

: E Volkswirtschaftslehre (Nationalökonomie Prof. Waentig. Nationalskonomie 11. Teil (praktis<he National- ófonomie), Prof. von He>el. Finanzwissenschaft, Prof. Waentig. Banken und Börse, Prof. von He>el. *Handel und Handels- politik, Ders. +Volkswirtschaftliches Praktikum, Ders. *fUÜebungen im staatswissenschaftlihen Seminar, Prof. Waentig.

Die Fakultät wird dafür Sorge tragen, daß eine unentgeltliche Vorlesung über forensishe Psychiatrie abgehalten wird. E

III. Philosophische und Naturwissenshaftlihe Fakultät. a. Philosophis<-philologis<-historis<he Abteilung. 1) Philosophie und Pädagogik.

Einleitung in die Philosophie, Prof. Spi >er. *Philosophi Disputationen in Verbindung mit geeigneter akt E Psychologie, Prof. Adi>kes. Hauptfragen der Pädagogik und Didaktik, Ders. *{Philosophishe Uebungen im Anshluß-an Schopen- hauers „Welt als Wille und Vorstellung“, Ders. Logik, rof. Kappes. *Geschichte der mittelalterlihen hilosopbie, Be, +* Pädagogisch-didaktishe Uebungen im Ans<luß an Pestalozzi, Ders.

2) Indogermanishe Sprahwissenschaft, Y Klassishe Philologie, e J Lens@as

‘inleitung in die indogermanishe Sprachwifsenschaft rof. Streitberg. *Elementarkursus des C, Ie ip arin flassisher Texte, Ders. Erklärung der Elektra des Sophokles, Prof. Stahl. *Fortseßung der griehi\<en Literaturgeschichte, Ders. *Im philologishen Seminar außer Besprehung der \<riftlihen Arbeiten die Reden des Nikias und Alkibiades aus derm, 6. Buche des Thukydides, Derf. Griehisher Anfangskursus, besonders für Abiturienten der Realanstalten, Prof. Hosius. Horatius? lyrische Gedichte, Prof. Sonnenburg. _T*UVebungen des philologis<en Seminars, 2. Abteilung, Ders. Geschichte der klassischen Philologie in ihren Hauptvertretern, Prof. Hosius. *Römische Privatalter- tümer, Ders. 7*Im philologishen Seminar außer Besprehung der Arbeiten Interpretation von Statius? silvae, Der}. Geschichte und Denkmäler der Akropolis von Athen, verbunden mit Lesen der Periegese

des Pausanias, Prof. Koepp. *Archäologishe Uebungen, Ders.

3) Romanische Philologie.

, Geschichte der französishen Literatur von 1789- 1830, Prof. Andresen. *Uebersiht über die Eniwi>elung der französischen Fabeldihtung und Erklärung des Lyoner Yzopet, Ders. +Pro- venzalische Uebungen, Ders. Lautlehre des Französischen mit Be- rü>sihtigung der provenzalis<hen und italienis<en Lautentwidelung, Dr. Wiese. Erklärung des Polyeucte von Corneille in fran- zösisher Sprache, Lektor Deiters. Vebungen in der französischen Syntax in französisher Sprache, Ders. *Séhriftliche französische Uebungen in französischer Sprache, Ders. Franzôsiihe Sprech- und Vortragsübungen im Anschluß an die Lektüre von Nugier „Leo fils de Giboyer“, LSeftor WVettli *Zégriitlidze französische Uebungen, Ders. *(Srflärung beé 0 von Ariosto,

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Lektor Deiters. *Spanische Uebungen für Aofänger, Ders, 4) Deutihe Philologie

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__ Deutsche Metrik und Poctik, Prof. Sto1> Uebungen, Ders. Geschichte der veutsgen Lileratur

5,

_*Deutsche Zeil, Prof.

Jost es. *AltdeutsWe Ucbungen, Ders. PGermanistisches Seminar, Ders. Geschichte der neuhochdeutshen Schriftsprache, Prof. Shwerin g. Die deutshe Dichtung seit 1870, Ders. *Gottfried von Straßburg, Ders. }*Deutsches Séminar, Ders.

5) Englische Philologie.

Grammatik der angelsächsisGen Sprache, nebst Uebungen, Prof. Streitberg. Geschichte der englischen Literatur im 14. bis 17. Jahrhundert, Prof. Jiriczek. Lektüre ausgewählter Werke

Chaucers (Nah Sweets Second Middle English Primer), rf. FInterpretation angelsä<hsi{er Dichtungen (aus Kluges Lsebuch) zu Nen, Derf,

l und Anleitun / *Phonetishe Uebungen, Lektor Prof. Hase. Englishe Grammatik Ders. Englische Kon-

mit \{riftlihen und mündlihen Uebungen, Machbeth von Shakespeare

verfa T Ders. Erklärung des in englischer Sprache, Lektor Deiters. 6) Geschichte und geshi<htlihe Hilfswissenschaften. Einleitung in das Studium der alten Geschichte. Quellen und neueré Literatur, Prof. Niehues. 3*Gef@hichtliche Uebungen, Ders. - Geschichte des mog d der Reformation, Prof. Erler. Ge- {ite der Verfassung des Deutschen Reichs fcit 1495, Ders. *Geschichte der großen Reformkonzilien des 15. Jahrhunderts, Ders. O Fragen aus der Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, r. Gescbichte des Mittelalters, von den Karolingern bis zum Interregnum, Prof. Meister. Historises Seminar über ausgewählte Fragen zur Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, Ders. Einführung in das Studium der mittelalterlidhen und neueren Geschichte, Prof. Spannagel. Deutsche Geschichte von 1871 bis 1888, Ders. *{Historishes Proseminar (Quellen zur deutschen Geschichte voñ den ältesten Zeiten bis zum Ausgang der Karolingerherrshaft), Ders. HauptepoWhen der cleddiiiken Ge- \hichte, Prof. Koepy. f{*Proseminaristise Uebungen : Lesen aus- gewählter Quellen der Geshichte Athens im fünften Jahrhundert, Ders. Deutsche Wirtschaftsgeschichte der älteren Zeit, Dr. Sh mi y- Ka Le TEE *Nebungen über historise Hilfswissenschaften, Ders. Urkundenlehre des Mittelalters, Prof. Philippi.

7) Kunstgeschichte. Raffael und M Cangelo (uns Lichtbildern), Prof. Ehrenberg. *Die westfälishe und rheinishe Kunst (gemeinsame Besichtigungen und A Ders. f*Uebungen (ftilitti] westfälisher Kunstwerke), Derf.

b. Mathematis<h - naturwissens<aftlich- pharmazeutische Abteilung. : 8).Mathematik und Astronomie.

Analytishe Geometrie, I. Teil, Prof. Killing. Funktionéns- theorie, Ders. F*Uebungen des mathematischen Oberseminars, Ders. Uebungen zur analytishen Geometric, Ders. Analytishe Mechanik, rof. von Lilienthal. Ausgewählte Kapitel der Differentialgeometrie, Ders. ODeterminantentheorie, Ders. -— f Mate ges Unterseminar, Differential- und Integrals re<nung, I. Teil, Dr. Dehn. Algebra, II. Teil, Ders. Uebungen zur Differential- und Integralre{nung, Dr. Dehn. Metbode der kleinsten Quadrate, Lektor Plaßmann. Ueber den Mond, Ders. * Nebungen im astronomishen Beobachten und

Nechnen, Ders. 9) Vbbsir C vil.

_Experimentalphysik I (Allgemeine Physik, Wärme), Prof. He vd- weiller. Einleitung in die theoretishe Physik, Ders. F Physi- falische vsitalt\de Ders. # Wissenschaftlihe Untersubungen, Derf.

e UntersuGung älterer

* Physikalishes und physikalis<h-<emisches Kolloquium, Ders. Thermodynamik, Dr. Reinganum.

10) Reine und angewandte Chemie, Pharmazie, Hygiene.

Organishe Chemie, II. Teil: die cyklishen Verbindungen, Prof. Salkowski. * Die Schwermetalle, Ders. 7 Praktische Uebungen ünd Leitung wissenschaftliher Arbeiten, Ders. Ana- lytishe Chémie (Metalloide), Prof. ni g. *f Uebungen im agri- Lr Mem Res Laboratorium, Ders. * Ueber Gifte und ihren Nachweis in Untersuhungsobjekten, Prof. Kaßner. Pharma- zeutishe Chemie, Teil T, mit Demonstrationen und Erperimenten, Prof. Kaßner. Kolloquium über pharmazeutische Präparate und die Gegenstände des deutshen Arzneibuhs, Ders. Aug8gewählte Kapitel der hemishen Technologie mit besonderer Becücfichtigung der „Zellulose- und Papierfabrikation und Papierprüfung“, Ders. + Torifkologische, pharmazeutis<-<emishe und maßanalytische Uebungen im Laboratorium; Darstellung <emis<her Präparate. Elementar- analyse. ür Vorgerü>ktere Bearbeitung wissenshaftlicher oder teh- nisher Aufgaben, Derf. ¿508 * Herstellung und Untersu<hung von Ge- brauch8gegenständen, Dr. Bömer. *f Repetitorium der Nahrungs- mittelhemie, Ders. Hygiene, Prof. König.

11) Mineralogie und Geologie.

Allgemeine Geologie, Prof. Bu8z. Mineralogisch-Kristallo- graphishe Uebungen, Ders. Die Me En Enten Mineralien, Ders. *fAnleitung zu selbständigen Arbeiten, Ders.

12) Botanik.

Allgemeine Botanik, Prof. Zopf. Mikroskopisher Kursus Ders, —— *Pflanzenbiologisde Demonstrationen, Ders. FWi en- schaftliche Untersuchungen, Ders. Bestimmungsübungen in Ver- bindung mit botanishen Grkursionen, Dr. Bitter.

13) Zoologie.

Zoologie, Fortseßung, Prof. Landois. Insektenkunde, Ento-

mologie, Ders. {*Prafktishe zoologische Uebungen, Ders. 14) Erdkunde.

Allgemeine physische Erdkunde, 111. Teil, Prof. Lehmann. Geographie von Südeuropa, Ders. [lgemeine Einleitung in das Studium der Erdkunde, Ders. *Ausgewählte Abschnitte der Wirt- [haf g gra rA 6 Ders. f*Geographische Uebungen. +*Geogra- phische Exkursionen (nur für Studierende der Erdkunde), Ders.

Münster i. W., den 18. Februar 1904.

Der Rektor der Universität. Zopf.

Deutscher Reichstag. 39. Sißung vom 22. Februar 1904. 1 Uhr.

Tagesordnung: Fortseßung der zweiten Beratung des Reichshaushaltsetats für 1904 bei dem Etat der Neichs- post- und Telegraphenverwaltung, und zwar bei dén Ausgaben für die Betriebsverwaltung.

Ueber den Anfang der Sihung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet. |

Abg. Freiherr von Hodenberg (b. k. F.) bittet um Ausgleich von Härten hinsichtli< der Gewährung von Dienstalterszulagen und fragt an, ob die Versuche mit regendihten Mäntelkragen abge- {lossen sind. /

Abg. von Gerla<h (fr. Vgg.) bringt Sonderwünsche für Berlin vor. Die Rohrpostapparatshaffner beklagten es, daß sie nitht zu den gehobenen Stellen zugelassen würden. Ferner glaubten sie, daß das Kesselreinigen ihnen nicht zu emutet werden könne, oder daß sie wenigstens eine besondere leichte Kleidung und eine besondere Ents \{ädigung dafür erhalten sollten. Das Kesselreinigen brächte für die Beamten auch die Unannehmlichkeit mit si, daß sie doppelte Vor- geseßte hätten, den Maschinenmeister und das Amt, und daß sie, wenn sie Verbesserungen haben wollten, der eine von diesen an den

anderen wiese. Nah den Erklärungen des Staats-

Abg. Singer (So0z.): [ i sekretärs über die Sonntagsruhe, die Arbeits« und die Urlaubszeit der

Postbeamten sind mir eine große Zahl Briefe zuge dienstfreie Zeit auf bestimmten Aemtern auf das Mindestmaß beschränkt it, E Dienstzeit beträgt dort Ri nit unter 70 Stunden Aus dem Postamt 19 ist es Grundsaß, daß ein freier Sonntag, der „mindestens“ alle 4 Wo>en gewährt werden foll, alle 4 Wothen ewährt wird. Ferner ist zur Erlangung von Urlaub eine längere ienstzeit nötig. Der Staatssekretär tut gut, zu prüfen, in welhem GMREEE seinen allgemeinen Verfügungen nachgekommen wird.

Abg. Dr. Müller - Sagan (fr. Volksp.) bemängelt, daß bei neuen Dienstgebäuden die Dienstwohnung nit an die Zentralheizung anges{lossen sei. Es sei au< wünschenswert, einen Baderaum für die Postbeamten herzustellen.

Staatssekretär des Reichspostamts Kra etke:

JIG möchte bezüglich einzelner Punkte des Herrn Vorredners hier folgende Auskunft geben.

Ob in Vppstadt eine Zentralheizung au für die Dienstwohnung des Amtsvorstehers vorgesehen ist, kann ih im Augenbli> nicht sagen. Aber cit einem Jahre sind wir mit Zustimmung des Rechnungshofs und des Reichsschaßzamts dazu übergegangen, wo Zentralheizung für die Diensträume eingerichtet wird, sie au auszudehnen auf die Dienst. wobnungen. Ih habe mi gefreut, daß ih es dur<seßen konnte, Iq) teile völlig den Standpunkt, folche Zentralheizung auszudehnen auf die Dienstwohnungen. Aber ob gerade eine Zentralhelzung immer etwas Erwünsches ist, ist mir sehr zweifelhaft! (Sehr gut!) J wünschte schr, ih bätte keine.

Was die Badeeinrichtung betrifft, so können wir fie felbstver- ständlih niht überall hafen; aber, wo wir große Posthäuser bauen und sich irgendwie Gelegenheit bietet, tragen wir dem Wunsche nah Badeeinrictungen Re<nung. Wir haben das in Berlin, Magdeburg, Straßburg und vielen anderen Orten und sehen sol<e Einrichtungen au weiter für große Posthäufer vor.

Wenn der Herr Vorredner und der Herr Abg. Singer {h darüber wundern, daß sie Zusendungen von Beamten bekommen, fo wundere i mi darüber gar nit. Das ist sehr leiht mögli, daß an diesem oder jenem Pla mal eine halbe oder viertel Stunde mehr zu leisten ist als das vorgesehene Höchstmaß; die Beamten sagen sh dann: wir haben ja die Fürspreher und wollen es dur diese dem Staats- sekretär etwas näher bringen. Jh werde bezügli der angeführten Fälle nahforschen lassen, ob etwa zu weit gegangen ist, möchte aber glei bemerken, daß der Spielraum zwischen 60 und 69 Stunden bei Unterbeamten gerade geschaffen worden ist, weil, wte ih s{<on früher sagte, hier nit schematisiert werden kann. (Sehr richtig!) Die Verhältnisse liegen in den einzelnen Orten ganz vershieden. Was in Ostpreußen nicht zut viel ist, würde bier zu viel sein, daraus dürfen Sie aber nicht {ließen daß nun in Berlin bei jedem Postamte ohne weiteres das Minimum geboten ist. Es ist Ihnen bekannt, daß hier au< Postanstalten sind, wo der Dienst überbaupt oder wenigstens in man<en Stellen den Beamten nit so stark in Anspruh nimmt wie bei «anderen Post anstalten in Berlin und an größeren Aemtern in der Provinz. |

Wenn dann no<mals auf den Sonntagsdienst zurü>gekommen ist, so kann ih nur wiederholen, was i< hier {on angeführt habe, daß die Bestimmung besteht, daß die Beamten von Zeit zu Zeit einen Sonntag, möglichst jeden vierten Sonntag, ganz frei haben, Dabei ist aber au< in Berü>ksichtigung zu ziehen, daß si die Dienst: befreiung nit auf diesen Sonntag allein beschränkt, «sondern daß außerdem von den Zwischen-Sonntagen noch zwei halbe Vormittag bezw. Nahmittag frei sind.

Bei den Ausgaben für Unterbeamte im Landbe stell- dienst, bei denen u. a. das Anfangsgechalt der Landbrief- träger von 700 auf 800 M erhöht ist, führt der

Abg. Bö>ler (Reformp.) aus: Jh möchte Einspru<ß dagegen erbeben, daß der Osten in diesem Falle wieder gewissermaßen als daë Stieffind der Verwaltung bebandelt wird. Gerade dort sind die Verbältnisse für den Landbriefträger, einen Kulturfaktor des Ostens, außerordentlih schwierig. Das stark vertretene pclnische und jüdische Element mit seiner Eigentümlichkeit ers<wert den Verkehrsbeamten den Dienst sehr. Ferner find in bestimmten Gegenden des Ostens beispielsweise im Bromberger Bezirk, die Zustände für die Landbrief- träger insofern unerfreulih, als sie dauernd in solchen Stellen, in denen sie nur ein Höchstgehalt von 1000 Æ erreichen, verbleiben.

_ Abg. Patzig (nl.): Nachdem wir um eine Denkschrift über die Beschäftigungszeir 2c. der Postbeamten nachgesucht haben, wir glaube ih, niht mißverstanden werden, wenn wir uns bei der Spezia beratung vollkommene Zurü>haltunz auferlegen.

An Stellenzulagen an Beamte und Unterbeamte sind 658 000 , an Teuerungszulagen für Unterbeamte 792 300 f ausgeworfen ; ferner neu zu widerruflichen, nicht pensions- fähigen Gehaltszulagen an die in der Provinz Posen und den gemishtsprahigen Kreisen der Provinz West- preußen angestellten mittleren Kanzlei- und Unterbeamten, sowie zu widerruflihen Pensionszulagen für die in diesem Landesteil angestellt gewesenen und dort verbleibenden Beamten dieser. Kategorie 539 100 Æ und zu Erziehungsbeihilfen an höhere Beamte in der Provinz Posen und “den gemischt sprachigen Kreisen der Provinz Westpreußen 6000 6 Die beiden neu eingestellten Titel sind von der Mehrheit der Budgetkommission gestrihen worden. :

Die Abgg. von Normann, von Gerfstorff und von

Staudy (d. kons.) beantragen die unveränderte Bewilli gung, der Abg. Liebermann von Sonnenberg (ririsd

Vag.) will die Widerruflichkeit bei den Gehaltszulagen beseitig!

wissen.

_ Abg. Ei>khoff (fr. Volksp.): Bei Stellenzulagen j Assistenten zu kurz gekommen. Die Stellenzulage sollte im nächsten Jahre entsprechend der Zahl diefer Beamten vermehrt werden. Für die Bureau- und Rechnungsbeamten 11. Klasse in Berlin find nur 600 A Stellenzulage tes ; au diese Summe müßte erhöht werdex-

Referent Abg. Paßtzig berichtet über die Verhandlungen der Kommission über die Ostmarkenzulage. Die Mehrheit habe die Stellen- zulage wesentli<h aus dem Grunde abgelehnt, weil man für eine sol Zulage nit einen gemishtspra<igen Bezirk herausgreifen könne. Ven anderer Seite sei eingewendet worden, die Zulage würde cine kort pierende Wirkung haben. Um der Vorlage den mißliebigen Schein nehmen, sei beantragt worden, das Wort „widercuflih“ zu streiWer- Dieser Antrag sei angenommen, s{ließli< aber die Forderung u 19 gegen 8 Stimmen abgelehnt worden. :

Abg. von Tiedemann (Np.): Ich bitte Sie, die Regierun

angen, nach denen die

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vorlage wiederherzustellen, Ih will keine Polendebattte berr rufen. Es ist das weniger eine politishe, als eine Frage det ausgleichenden Gerechtigkeit. Wir stehen einer vollendeten T2?

sache gegenüber, na<hdem in Preußen sämtlichen Negierungébeamt® Gerichtöbeamten usw. eine solhe Zulage bewilligt worden ist. Bos zwei Beamten, die in demselben Zuge fahren, erhält der eine ‘f Zulage, der andere ni<ht; dem Eisenbahnschaffner wird sie gege dem Posts<haffner wird sie versagt. Die Postbeamten in den kleiner Städten haben es außerorbentli< s{wer, einigermaßen pre? Wohnungen im Osten zu finden. Ih für meine Person hätte nihts dagegen, aber von meinen Freunden ist das Bedenken geg? den Antrag geltend gema<t worden, daß badur< cine Unglei@d@ zwishen den Staats- und Neichsbeamten geschaffen werde- 201

den Antxag Liebermann von Sonnenberg stimmen. Mehrheit für die Wiederherstellung der Position

den Reichskanzler bitten, si< mit dem Prâäsi- darüber zu verständigen, daß die nächstjährigen preußishen Etat

gegen

also geren eine

Sollte i

o möchte ih ari Stcatsministeriums ge für die Postbeamten auf den jhernommen werde.

Inzwischen hat der Abg. Liebermann von Sonnen-

ih Sie,

Abg. Dr. von Jazd immer von Freundlichkeit deuten ni<hts, Maßnahmen zu unterstützen zu allen Zeiten Ausnahmegeseßzgebungen gegen

/

Was die Taten

ewsfki (Pole): Herr von Staudy flieht ür die Polen üb

s

L i wendungen zu bewilligen, bitte | sollte es ih \hen Beamten; ihnen die gleichen Zuwendungen è g e nntilemi

Die Leute gehen vie Gegenden von Liebermann mu stimmen, um die ganze Vorlage 3 Postheamten aber nicht gedient. J E nit nur im Interesse

er, aber seine Worte be- betrifft, so ist er immer der erste alle die: die Polen unterdrücken. Mir haben uns in Preußen machen

t

“beantragt das Wort „widerruflih“ zu streichen. sehen ; die preußische Politik geht ihren Weg, der manchmal we<hselt, Ls Frißzen- Düsseldorf (Bente): Es ift mix schr*fraglih, ob | aber das Ziel der preußischen Politik isl immer dasselbe. Im Reichskanzler dem Wunsche des Abg. von Tiedemann Folge (e preaigen Abgeordnetenhause hat der fonservative Vertreter aus- e e denn es würde damit eine Diskrepanz zroischen dem preußischen | drücklich erklärt, daß er die betreffenden Etatspositionen als h dtage und tem Reichstage herbeigeführt werden, die die nacteiligsten | eine Folge der preußischen Polenpolitik ansehe und als solche Le n haben fönnte. Sn der preußishen Denkschrift für die bewillige; heute will uns Herr von Tiedemann e A

folger lagen in Preußen ist di iti e ¿ußen ist die politis<e Beamten Ti Pren Alle diese Béamten

Notroendigkeit det Maß- ind als aus-

vird den Beamten stets begleiten, wenn er zur Pahl, zur Kirche acht, ebenso bei der Wahl seines Umganges, einen vier Wänden. In_ / : Beamter reiz, mit etner jewissen Schroffheit vorzugehen. j Zu einer Teuerungs- zulage liegt in den dortigen Gegenden au kein Betlirfnis vor. Weine hartei ist ja in der letzten Zeit von der polnischen fel so {arf an- gegriffen worden, daß wir eigentli feinen Grund haben, milde gegen die Polen zu sein, Unsere Haltung entspringt feiner Borliebe für die olen, imdern der Gere tigkeit, Den Vorwurf, daß wir hier einen Mangel an Nationalgefühl zeigen, müssen wir entschieden zurli>weisen.

Bir verlangen, daß die Polen #< jeder großpolnischen Agitation enthalten, fe sollen treue Staatsbürger sein.

ir verlangen aber au<h von der Regierung, daß die Polen nicht als Preußen zweiter Klasse behandelt werden, daß man ihre Mutter) prache,

im Gesvräh, au< in,

ihre Religion, thre Gebräuche <ont. Vie Deutschen dürfen nicht vor ihr bevorzugt werden, Das ntspriht nicht der landesväterlihen Gewalt, die die Regierung über die Polen hat. Die ganze jehige Polenpolitik verlezt dauernd diese Pflicht gegen die Untertanen, die nicht freiwillig zu uns gekommen find,

< hier um e die Herren dur

politik wird nih

9

az des gl einer Stellung Ü olen das Recht der \<ärfster Verletung des gleichen ) Staatsbürgern minderen Rechts machen will. t eher aufhören, als bis die preufisde Neg

von der Dummheit dieser

ine rein wirtschaftliche Frage handle. haus niht folgerihtig,

uns charafterisiert si<h am : Fn der Zulage liegt für die Beamten ein An- pon e tse, Sitweg die Haltung des Zentrums verloten babén, 7 Ly , Ei C zu Stolberg: Ich habe Ihnen, weil Sie weiten Spielraum gelassen, bitte von Zentrum und Polen ni<t zu werden, wie in der Kommiss ) or gegen diese unglü>felige, verderbliche Antipolenpolitik einzulegen. L B Abg. Singer: Die preußische Polenpolitik ift die Politik der Ausnahmegeseßzgebung ge i an dem Grunds j doch zu die den *

gèn die Polen. eichen Rechts

ber die neueste Vorlage in Preußen auslafsen,

weil fie än der Widerruflichkeit

daß wir eine Reihe

besten dadur, von und andere. (Vizepräsident Dr. Graf angegriffea waren, einen

Sie aber, do< das Verhältnis

gründlich zu behandeln.) Wir fion, gegen die Position stimmen, um

unser Botum

Wenn Herr von Staud für alle festhält, so sollte er f

Ansiedelung nehmen und Re unter aller- Rechts au<h na diefer Richtung zu Diese preußische Polen- Regierung fi

Politik überzeugt hat. (Vizepräfident Dr.

Ie e S altgemeinen Polenpolitik E ine E Graf zu Stolberg: Es ift ni<t zulässig, daß Sie hier von der 7 bg. von Staudy: Mit unserem Antrag wollen wir zum ‘Aus- Dummheit der preußischen * olitik R E L E e iru> bringen, daß wir im Gegensaß zu den eben gehörten Aus- unterlagt; Daran t ad wird Ge “t E S Pa itiaten ibrungen dabei bleiben, diese Forderung nicht als etne yolitishe an- lauben. lele Po i 1 muß Jes fr g acioa ‘i E E | ehen zu können. Daß die Ansiedlungspolitik Fiasfo gemacht haben führen, muß die Polen immer S aen Ér Cal Po L \oll, ift do< etwas voreilig geurteilt. Die Ansieblungspolitik ift in ihren \<härferen Gegnern E Negterung un Ne 4E Mag et D E 2 Anfängen ein sehr \{<wieriges Unternehmen, das nur langsam vorwärts | machen. Herr von gi a siti 6 Ghar: E n aittelien émmen kann. Selbst die Herren der polnischen Fraktion werden machen, diese Frage ihres po S c Es E iht behaupten, daß die polnishe Bevölkerung irgendroie dadur ge- Aber hier im Hause teilt do< nter Ee uns ung. D | hädigat wird. Würden die Polen das tun, was Herr Frißzen von von Staudy erfand "ved r gans E ús il Bs 2 ot Gewiß | fnen verlangt, dann gäbe es keinen Streit mehr. Die öffentliche ErGe in Preußen po itisch_ Ie a G Tenden! A Ordnung muß energisch geshüßtzt werden. Im größten Bundesstaat hat diese Vorlage die auêgepr2 ene P ische Tendeny, die | Beamten durch diese widerrufliche Zulage in den Dienst der politi- | i |

Yreußzen sind die Neichsheamten zerstreut, besonders die Postbeamten. Zie find also wesentli<h an der Zulage interessiert. Die Regierung \at mit ihrem Vorschlage nur die staatsre<tli<he Gleichheit für die Beamten herstellen a 9 Wenn die Forderung abgelehnt wird, so zerbre<en wir uns ni<t den Kopf darüber, welchen Weg die Jie- gierung einschlagen wird, um ihre Forderung durchzusetzen. Herr | Friten spricht von einer „Diskrepanz" zwischen Reichstag und Landtag, | die vermieden werden müsse; ih sehe die Sache so an, als ob hier eine | Mehrheit versucht, den preußischen Landtag zu desayouieren. Die fo-

aenannte preußische oen orre auf die man sih in der Kommission

herausgeredet hat, ift eine überaus schwierige Frage; die preußische | Yolitik hat den Polen gegenüber die verschiedensten Wege ein- geschlagen, sie: find alle fruhtlos gewesen. Das Resultat, wenigstens ine annähernde Zufriedenheit herbeizuführen, ist niht erreiht worden. Nicht eine ober\<lesis<e, sondern eine posenshe Zeitung hat ge- | ihrieben, daß die Wahl des Abg. Korfanty ein außerordentlicher

Fausts<lag ins Gesicht des Zentrums gewesen sei. _Mteine Fraktion, | obwobl niht durhaus aus Preußen bestehend, billigt einmütig die | gegenwärtige Polenpolitik der Regierung. Die Regierung hat die | nationale Kultur auf das Panier ihrer Politik geschrieben; dringt

diese Politik dur<, so werden wir Frieten haben im Lande.

d Staatssekretär des Reichspostamts Kra etke:

F< kann mih dem warmen Appell des Herrn für die Post- und Tele-

| î | | Meine Herren ! Vorredners um Bewilligung dieser Summe | graphenbeamten nur anschließen. Bei den Verkandlungen in der | Kommission und bei den Verhandlungen im Landtage ist ja von alle Parteien anerkannt worden, daß die Beamten in diefen Provinzen {ih in s{wieriger Lage befinden, daß es notwendig ift, ein gutes und vor- ¡ügliches Personal dort zu verwenden, daß es notwendig ist, die | Dienstfreudigkeit der Beamten zu erbalten, weil auf diese Weise am | besten allen Gegensäßen entgegengewirkt werden kann. Nun habe i bereits in der Kommission erklärt, daß es si<h bei den Post- und Telegraphenbeamten wirklih niht um politische Beamte | Beamten \ih in einer mindestens so \<wierigen | Beamten, die die Zulage bereits | saziehen. Sie arbeiten vielfah mit diesen Beamten in einem Haufe | bedrü>t fühlen, wenn ste s{le<ter gestellt find. Es | it ia leider in manchen Orten die Zuspizung der Verhältnisse eine | ziemlich große. Ich will die Herren damit nit inkommodieren, hier ‘inzelne Berichte, einzelne Angaben von Beamten vorzulefen, wo zur Sprache kommt, daß zum Teil in den kleinen Orten keine Gelegenheit ift, Finkäufe zu maten, wenn die Frauen nicht polnisch sprechen können, sodaß sie fich die Sachen aus anderen Städten shi>en lassen müssen, alfo Preise zahlen. Das trifft au in den kleineren Orten in bezug Wir sind aber jeßt gerade gezwungen, Amtsvorstehern, die Dienstwohnungen das Mieten von Familien, höhere Be-

handelt, daß diese 40e befinden wie die preußischen

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und müssen sich

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auf die Mietsverhältnisse zu. in kleinen Orten außer den haben, au< Assistenten anzustellen, dieauf wohnungen angewiesen sind, und dabei tritt häufig eine steuerung in die Erscheinung.

schen Richtung zu Polen eins<lägt. zogen, ih-erseits ebe

\chaftlihe Gründe

zwingen, Die Beamten werde1 nfalls zu s{ikanieren. für die Zulage maßgebend wären,

die die preußishe Regierung gegen die dazu gezwungen und er- | Wenn wirkli<h rein wirt- |

ollte der |

Staatssekretär bei seinen Kollegen von der Neichsschatzverwaltung nur cine Zul

Unterbeamten Zulagen gewähren und was sie dienstlih zu leisten haben, und wir der Position mehr zu dienen.

5 2 [ur das,

age für sämtliche Unterbeamten

dur< die Verweigerung

die in den polnischen Landesteilen lebenden Beamten \i< 1 | füblen, der muß mit uns dabin streben, daß die preußische Polenpolitik aufgegeben wird, die in nihts weiter ausartet, | die Person gerichtete wabrt Eure heiligsten Güter ihre Metterfirembe. F i

gegen alles dies aufbaumen.

Nun wird immer gesagt: die Widerruflichkeit sei einer der Haupkt- gründe gegen die Bewilligung. Ja, meine Herren, Sie haben in dieser Sigung und au in den früberen Sigungen fo vielfach zum

warmes Herz für die Post- und Telegraphenbeamten haben ; dier bietet fi< nun eine geeignete Ges legenßeit zux Bekundung, Oie Post+ und L elegraphenbeamten wissen seit länger als einem Fahre, daß die Zulagen threr preußischen Kollegen widerruflich sind, fie haben s in ‘vielen Petitionen an Sie gewandt und haben gebeten: dewilligt uns doch diese Zulagen ! Beamten sfsehen alo selbst in diesex Maßnahme keine Gefahr; sie erkennen felbst an, daß es in keiner für sle \{ädli< sein könnte, und da möchte i Sie doc dringend bitten im Namen der vielen Beamten der Post und Telegraphie, daß Sie in diesem Falle für diesen Ansay stimmen, s bandelt ih bier, wie ih no<mals bervorßbebe, nit um politi\ie Beamte, Die Postdeamten haben unter den glelWhen ungünstigen Verbälinissen zu leiden, wie die preußi-

Ausdru> gebracht, daß Sie ein

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dem

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durhsezen. Wir wollen den ibnen bessere Stellungen bringen glauben, ihnen Wer will, daß zufrieden

als in fleinlihe gegen

Nadelstiche. Da wird ausgerufen: „Deutsche, Aber den Polen nimmt man selbst

*% fann es ihnen na<fühlen, wenn lte nd (nl.); Man kann nit anen, daß diefe

C E A r Ag. Dr. Sattler

vorgeshlagéne | die aber nicht ges tation gerichtet ist. stüßung für eine zustimmen. Regierung ist ebe die jeßige zu Preußen

| preußis ] für ihre Pflicht hält, Ansturm Dadurch, daß \charfen Gegen] zurufen, find di Gegenden dort auch ganz bef ni<t umi Beamte b wir für die für die g

Pflicht

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der

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erhalten.

fowohl werden.

ganz befonder onders tüchtige Leute andelt, <ung der

Maßnahme eine Folge der zegen das Polentum, f Da wir diese Politik nationale Pflicht halten, îo Die jetzige konfeguente und energische Politik der preußischen eine Folge Politik eingeshlagen wurde, ; gegen he Regierung hat ihre \ dafür zu yolnischen Agitation es den Polen gelungen iît, ag zwischen den beiden Teilen der Bevölkerung be die Verhältnisse f 3 \{wierig und unangenehm geworden,

nze Maßnahme ftimmen, weil

preußischen Volenpolitik ift, gegen die volnishe Agis und die Unter-

der Vorlage

londern unter ußen werden wir

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hon lange, Zugehörigkeit

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volnis<hen Agitation, nh gegen Deutshtum geltend gemacht hat. Aufgabe richtig aufgefaßt, indem sorgen, daß das Deutschtum gegenüber aufre<t erhalten bleibt. einen fo außerordentlich

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den betreffenden sodaß wtr haben müfsen. Da es s 5

nicht versezt werden können, werden MWiderruflichkeit eintreten, dann aber

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die

(4 L halten, dort einen befonders tüchtigen Beamtenstand zu Aba. Liebermann von Sonnenberg: Nach dem bishertgen Nerlauf der Beratung mate i< mir keine Sllusion darüber, daß mein Antrag wie die Regierungsvorlage werden Ich kann höchstens no< eine Grabrede Halten. 3 in der Vorlage liegt, wentg!

das Politische, was zweifello

Reichsbeamten beseitigt

lichen Gegensätße f

lage ni

<t dur die

Breigeshma> hat,

Die Zeiten, wo Herr

erward, find himmelweit verschieden von „widerruflih“ nicht gestrichen,

ind im Osten so groß, Widerruflichkeit, die wentger annehmbar darf niht als Prämie auf besondere Dc

r Vor lieg f age ¿t sehen. Die wirtshaftlihen und E z

:weifellos einen unangenehmen F T $s Tis el v ma<en fellte. Die Zuiage

s d E Yy trt ry N Schneidtgteit aufgefaßt werden ; x I Rdrtral von Kosciel2ki sich den Namen Admiraiëtt L 0 d I den jeßigen. Wird das

orden E CeOger e Oi Cr erden wir aegen a4 AniC F

4; V H Ò L H rent Woaterung 2 lage stimmen. Wir wollen gerade der Preuß chen Regierung einen Wink geben, daß sie ebenfalls die Widerruflichkeit bejettigt.

Abg. Gamp (Np.): Da ämtlide Beamte im Osten die Uls

O F _ L nerkitto Lo Ritrdo Zan markenzulage wüns>en, fo werden ne 10 X ten, ihre Würde dur@

den Abg. Singer wahr

die Polen verlangten vo anderen, deshalb et dieje ZU das, was Herr Singer

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taatstekretär hat getagt,

L - : tom Kühors Proto alà Bon nten QOUIere Preife Le « LAR

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Di ano nere Hat D ce K E o

LCYT gereWt\erttgl; das 1 do LeUNCSTCT, D d Wil L A h S

Uu ¡C Vorten Verauëgetorl dai »e Lir

die Reichsbeamten s MWiderruflichkeit nichi notwendig _weil sie jeden Augenbli> von ißrer Stelle entfernt werden 101 en Ich habe ne zu den Pelenkämpskern gevort, die Verßbalitn) legen mir fehr fern, un au sonst eine friedliche Natur. I n gegen / die Ver al ete Verwahrung einlegen, die man m 1 gemischtisprahigen Grenz- gebieten gezogen bat. In den !ra Gen Grenzgedieten And che Dinge gar nicht denkdar, wie L die Polen getrieben haden, die jeden Ortsnamen ins Poly che über)egen, todaß ibn niemand versteben kann. (Widerspruch det den Polen.) Das ist dech vors gestern hier auNührlich desproen worden. _Unfere Neichèdeguien fann man do nit andes als die preußischen behandeln; m Gegenteil baben jene no@d mebr A u) auf die Zulage, weil fi unter der Spracdenmischung dekouders zu leiden baden. Dieje Ves biete sollten die besten Beamten bekommen; warum ou das Reich niht ein gewisses Präzipi dafür zahlen? Wenn das Zentruu no@ immer wut we was großpoluis@e Agitatidu M

stimmen, gleichviel, ob di Wir wollen uns hier nih nit etwa Tevtshland î

do<

und billige

3eamten zu bewilligen.

mehr ten und des Zentrum l lieber na< Weine gen Los als nah dem Osten. Herr a u Falle zu / 1 fann Sie also nur bitten, die

ß do einsehen,

danach s verstehe

Die Hältung berhaupt nicht, ône

erfundigen. ih

dem Westen, wo thnen

ner für seinen Antrag ringen, damit ift ten

die Ge

der niederen, sondern auch der höheren.

Von dem Abg. Liebermann von Sonnenberg ist in-

Abg.

gelehnt. ; Bei den Ausgaben zur De Eigentum der Post dur

n Preußen, sondern

lichkeit der Zulage gegen i der Deutschkonservativen und einiger Neichsparteiler beseittat,

Wir wroerden

zwischen ein Antrag eingegangen, der auch die Widerruflichkeit er Pensionszulage beseitigt roijen will, Dove (fr. Volksp.): e Widerruflichkeit t von Preußen belehren laffen.

gegen die Position bestehen bleibt oder niŸht. Es ift bo Preußen in Deutschland Würde der Beamten in Schon heute vergißt der Beamte

wegen da ift, ni<t das Publifum

daß er der einheitlichen Staats-

und ni<t für jede Unbequemlichkeit etne Ent-

dem Antrag Liebermann von Sonnenberg

die Stimmen

jedo gegen die Stimmen der Deutsch-

nel ausdrücli ede EY ¿f Dafi di Bregel | der Zulage festhalten wollen. Der Staatssekretär kann doch nit / E es e Dage Beo Bone oten 2h, v Mobr | dde d de Poren de sp Bene tee furteens, q | Pete Dg ragt Jet Sen iee ir werden au< im Plenum für die Streichung stimmen, s arben E vem dafür stimmen | g RE Dele oed Miciftems

M, S in Gli r V itl t, die wir ver- | e 1e Forderun im MethSpoie nur ene E P E A F A E E e C25,

weil die Sg aud nicht Que Ie e dinjtwelsen, rote die | preußischen Beschlüsse ist. Wenn eine solhe S in Schul- und [een Er foll sih bewußt sein,

Mt ische Schulpolitik Oberschlesien, das bisher fönigstreu war, dem anderen Fragen gegen uns in Preußen getrieben wird, wenn man tdee zu with

n Een Lager zugeführt hat. Wir haben au< die Politik des Un, | s<ließlih dazu übergeht, den Polen es unmögli zu maGer, fi) atis | 1Mudigung Vertangen,

ae t bekämpft, daf die Polen von den Ansiedelungen fern gehalten zusiedeln, so kann man sich do niht wundern, wenn eine fol<he Politik SGEGt O }

aae f ¿ine Politik, die, wie au< Graf von Kaniß zugegeben, Fiasfo | niht zum Frieden führt. Umfomehr muß | mi< wundern, wenn | gemsy die Widerruf

E gt hat. Mir werden, wie im preußischen Landtage, au) at taudy diese Politik als eine den Frieden bringende ver- er l ]

m egen die Zulage stimmen. Der Gedanke der Iiderruflihfkeit | berrlichte. Allerdings, - wenn man den Gegner vernihtet, dann ift | die so veränderten Titel

hier 968" - Frieden, der Frieden des Kirhhofes, Die Stellung des Zentrums zu | konservativen, der Reichspartei

M

erflärt auf Anregung des Abg. Staatssekretär des Reichspostamts Kraetke: < hätte gar feine Veranlassung gehabt, auf die Bemerkung des

Herrn Abgeordneten am vorigen Sonnabend einzugehen,

und der Nationalliberalen ab-

>ung von Verlusten an

Veruntreuung und Beraubung

Erzberger (Zentr.) der

wenn er nt

seine Rede damit begonnen hätte, zu sagen, die Neichsyostverwaltung gehe

nah seinen Erfahrungen zu rigoros vor,

darauf sei es zurüd>-

und

zuführen, daß der Etatstitel si< nit vermehre. Ih hatte ihm darauf nur zu erwidern, daß unfere Rerwaltung nur dann vorgehe, wenn ein wirkliches Vers<hulden des Beamten vorliegt, und wie

es sehr gefährli< fei,

Nechnungskommisfionen von seiten

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zu in dieser Richtung weiter | der Herr Abgeordnete länger hier dur{gema<ht Nechnungthofes Ueberzeugung au< innegewohnt haben, verwaltung, wie überhaupt bei der Reihsverwal

verfünden, daf

gehe

hetimmten Grundsätzen vorgehen

it ein Justitiar

Die Anführungen, die daran ni<ts ändern ; den

hobe Haus wird nit liegen. (Sehr richtig!)

beschäftigt,

n i< bin ni<t in der

F mio Wenn alio di

antwortli<h gemacht sind, dann

rc Éd o rin Lan Sori kor; IeT o VCTIOTNDECTO DEILL

Augen oder um weniger \{<öne Augen handelt, sonde

Dem

die Reichévostverwaltung

T8 o 4 «C5 P 18 e verbflihtet sel. Wenn im Haufe wäre und {on in den

hätte, welte Ausftellungen dann würde ihm die hei der Reidhévoît- 1m <ône daf man nah

Not jeher Dherbvostdirektion

muff, i jeder Dberpoitdire ole Untersuhungs- und Erfaßz- ¡u begutachten hat, ob Ersaßanspruh nicht.

Abgeordnete beute machte, können und auch das

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