1904 / 89 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Großbritannien und Jrland.

Der Prinz Heinrich von Preußen ist gestern abend, wie „W. T. B.“ berichtet, von Portsmouth wieder in London eingetroffen.

Im Unterhause erklärte gestern der Premierminister Bal - four, die maroktanishe Regierung sei bezüglich des englisch- französishen Abkommens nicht zu Rate gezogen worden. Die britishe Regierung habe mit der spxnishen Regierung Mitteilungen ausgetauscht, deren Veröffentlihung aber nit vorteilbaft sein würde. Auf eine Anfrage, ob durh das english-französische Abkommen die Bestimmungen der Suezkanalkonvention über eine jährliche Versammlung von Vertretern der Signatarmächte aufgehoben würden, führt der Unterstaatssekretär des Auswärtigen Garl Percy aus, die angezogenen Paragraphen blieben infolge der Besignahme Aegyptens durch Großbritannien vorläufig außer Graft. Die Frage, ob eîne dabin gehende formelle Mitteilung den Signatarmächten zu machen sei, werde erwogen werden. Im Laufe der Beratung des Heeres- budgets erklärte der Staatssekretär des Krieges Arnold Forster, die gegenwärtige Organisation der Armeel'orps werde nit beibehalten, sondern durch eine andere Art der Einteilung ersezt werden.

Der in Portsmouth bei einer Uebung aufgelaufene Torpedobootszerstörer „Teazer ist wieder flott geworden.

Frankreich.

Auf die Nachriht vom Verluste des Panzerschiffes „Petro- pawlowsk“ versicherte der Präsident Loubet, wie B L D meldet, den Kaiser von Rußland telegraphisch der lebhaften und aufrichtigen Anteilnahme, die Frankreih für das russische Volk und seine \{chwerbetroffene Marine empfinde. Der Minister des Aeußern Delcassé gab dem Botschafter Nel idow gegenüber den gleichen Gefühlen Ausdruck.

Der nationalistishe Deputierte Arhdeacon hat ange- kündigt, daß er beim Wiederzusammentritt der Kammer den Minister des Aeußern Delcassé über das französish- englishe Abkommen interpellieren werde.

Rußland.

Jn der Kathedrale der Admiralität wurde gestern, wie dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg berichtet wird, ein Trauecgottesdienst für den Admiral Makarow, die Offiziere und die Mannschaften, die an Bord des Schlacht- \chifses „Petropawlowsk“ verunglüt sind, abgehalten. Der Feier wohnten der Kaiser, die Kaiserin-Witwe, der Großfürst-Thronfolger fowie andere Großfürsten und Großfürstinnen bei. Der Kaiser richtete an die Witwe des Admirals Makarow huldvolle Beileidsworte.

Wie die „Nussische Telegraphenagentur“ erfährt, ist zum Nachfolger des ums Leben gekommenen Admirals Makarow der Kommandant der Flotte des Schwarzen Meeres Skr ydlow ernannt worden.

Der Großfürst Wladimir hat seinen Gencraladjutanten, den Grafen Grabbe, mit einem Arzt zu dem verwundeten Großfürsten Kyrill nah Liaojan entsandt. Es heißt, daß die Wunde des Großfürsten dessen Nückkehr nah Rußland erfordere.

Ein Kaiserlicher Ukas befiehlt, daß, nahdem die von dem Minister des Kaiserlihen Hofes gemahten Vor- \chlä ezur Einschränkung des Budgets des Hofressorts vom Kaiser genehmigt worden seien, die dadur erzielten Ersparnisse in Höhe von 1 Million als freie Hilfsquellen der

des Panzerschiffs „Petropawlowsk" habe ih da t mandierenden der Flotte tn Vertretung zeitweilig übernommen, Beim Manövrieren des Geschwaders erhielt das E „Pobeda“ durch eine Mine eine Beschädigung

Das Panzerschiff lief ohne oder verwundet.

fürsten : Alexandrowitsch aus Liaojan vom gestrigen Tage besagt:

nehmen sei, stürzte er im Seite Deck herab, wo dann durch eines Dampfkutters. und wurde dann von dem Torpedoboot , Der Adjutant des Großfürsten Kyrill, Dube, Großfürsten sind umgekommen.

panischer Quelle verlaute, der Angriff vom 183. d. M. auf Port Arthur sei folgendermaßen verlaufen:

zu derselben Zeit legten sie Minen in Hafen, zogen sich dann zurück und vereinigten sh mit dem Haupt- eshwader, das vorging, s ewegen. eine japanische Mine und wurde zerstört

b

„W. T. B.“ zufolge, gestern in Tschifu angekommen.

zufolge, begibt sih der nah Deutschland.

das Amt des Kom-

in der Mitte auf der rechten Seite. Hilfe in den Hafen ein. Niemand tot

Ein Telegramm des Groß-

Amtlich wird gemeldet: e ; Großfürsten Wladimir

Boris an den

Bie aus . den Erzählungen des Großfürsten Kyrill zu ent- Nugenblick der Explosion auf die linke und ließ sich an den Händen auf einer Welle fortgespült wurde. So- in beträhtlihe Tiefe und kam auf das treibende Schußdach ih darauf etwa 10 Minuten lang Besumny“ aufgenommen. und der Diener des

der Kommandobrücke er von im Wasser Anstrengungen Gr bielt

gerte Er

eigene

Das „Reutersche Bureau“ meldet aus Tschifu, aus ja-

Bei Tagesanbruch machten die Torpedoboote eine Demonstration, den äußeren Eingang zum um die russische Flotte zum Heraus3gehen zu Dies geshah, das Panzerschiff „Petropawlowsk“ stieß auf Das österreichishe Kriegsschiff „Aspern“ ist, dem des „Daily Chronicle“ aus Tokio Vicomte Ao ki in besonderer Misston

A)

Einer Meldung

tags, der Bericht über die gestrige Sihung des Herren- hauses und der Schlußbericht über die gestrige Sißung des Hauses der Abgeordneten befinden sih ia der und Zweiten Beilage.

welcher Graf von des Reichsjustizamts Dr. Nieberding beiwohnten, wurde die zweite Beratung des Neichshaushaltsetats für 1904 bei dem Etat für den Reichskanzler und die Reichs- kanzlei fortgeseßt.

in der Seele leid, daß ih unseren verehrten Freund, den Herrn preußi- {en Minister voa Hantmerstein, gestern in seinem heroishen Kampfe gegen als 1olcher, die die Weifen unterstüßen. Er hat vollkommen Recht; wir für edel lieben gegen den König Militäretat, unsere Graf von Posadowsky, verstehen

Parlamentarische Nachrichten.

Der Schlußbericht über die gestrige Sißzung des Reichs-

Ersten

Jn der heutigen (67.) Sizgung des Reichstags, der Staatssekretär des Jnnern, Staatsminister Dr. Posadowsky-Wehner und der Stäatssefkretär

Ubg. Graf von Brudzewo-Mielzynski (Pole): Es tut mir

hier nit an seiner Stelle sehe. Er hat die Welfen auch unser gedacht weil wir die welfishe Gesinnung und unterstüßungswert halten. Er hat ja sogar den Gott zu Hilfe gerufen, um die Welfen zur Treue zu ermahnên. Die Dstmarkenzulage steht im also eine MNeichsfahe, über die zu sprechen und unser Recht ist; die Minister aber, auch es meisterhaft, sch hinter die

untezstüßen die Welfen,

ist Pflicht

Abg. Seydel (ul) die Hilfe des Staats dagegen, daß die Sc{hönkbeit der Kirche Wang im Riesengebirge durch Bebauung eines davor liegenden Grundstücks beeinträhtigt werde.

Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Studt: Ich bin gern bereit, diesem Wunsche näherzutreten. /

Abg. Dr. Lotich ius (nl.) hält eine geseßliche Regelung desg Sqhutes der historishen Baudenkmäler für notwendig.

bg Schmedd ing (Zentr.) bespricht die Tätigkeit des Konser- vators der Provinz Westfalen.

Abg. Eick hoff (fr. Volksp.) tritt ebenfalls für gesetzliche Rege- lung der Erhaltung der bistorischen Baudenkmäler ein, um der jeßigen Verwüstung dieser Denkmäler entgegenzuwirken. Die hessische Kammer habe bereits ein solches Gesetz erlassen. Es müsse verhütet werden, daß historis®e Bauten, z. B. solche, die cinen cyklopenartigen Charakter haben, als Baumaterial zu gewinnsüchtigen Zwecken verzettelt würden. Kaum der vierte Teil dieser Altertümer komme in die offentlichen Sammlungen, ein großer Teil werde von fog. Liebhabern mit- genommen. Die Ausgrabungen müßten von der Genehmigung des Staats abhängig gemaht werden. Wie es heiße, set Professor Dr. Gonwenß vom Kultusministerium mit der Ausarbeitung eines Geseßes zum Schub dec nationalen Denkmäler beauftragt worden. Vielleicht könne dieses Gesey auch auf die Baudenkmäler ausgedehnt werden.

Ministerialdirektor D. Shwarykopff: Wir müssen unsere Bevölkerung daran gewöhnen, daß sie selbst ein Interesse au der Er- baltung der Denkmäler gewinnt. Wir haben ja zum Schuß dieser Denkmäler cinen Landeskonservator und Provinztalkonservatoren,. Sobald diese aber praktis eingreifen, stoßen sie vielfa bei der Be- völkerung auf Widerspruh. Mögen die Mitglieder des Hauscs im Lande das ÎInteresse für die Denkmalspflege wachrufen. Gegen die Tätigkeit der Konservatoren erheben fih Wideritände nit bloß von privater, sondern auch von korporativer und kirchliher Seite. sehen daraus, die Sache doch manche Schwierigkeiten hat. Trotzdem find wir gern bereit, den Geseßzentwurf, von dem die Rede war, weiter auszugestalten, und wir hoffen, in tunlichst kurzer Zeit dabei zu einem günstigen Ergebnis zu gelangen.

Abg. Schwarze (Zentr.) verbreitet si ebenfalls über die Tätigkeit des NProvinzialkonservators von Westfalen, seine Ausführungen bleiben jedoch im einzelnen auf der Tribüne unverständlich, ebenso die Entgegnung eines Negierungskommissars.

Nbg. Dr. Hauptmann (Zentr.) meint, daß im ganzen die Provinzialkonservatoren zu nachgtebig feien ; eine Anzahl von Bauten sei au in der Rheinprovinz abgängig geworden, die der Erhaltung würdig gewesen wären. Handle es sch um [

Sie

daß

historisch wertvolle Baulichkeiten, so müsse der Staat mit seinen Mitteln eingreifen, wenn den Eigentümern die Verpflichtung zur Srhaltung nicht, ohne fe direkt zu \Mädigen, auferlegt werden könne. Der Staat habe es si in dieser Beziehung bisher allzu bequem gemacht.

Das Ordinarium der Ausgaben für „Kunst und Wissen- schaft“ wird darauf bewilligt.

Fm Extraordinarium führung von Ausgrabungen in Milet verlangt und ohne Debatte bewilligt. haltung des Alten Museums am Lustgarten in Berlin werden 176 000 MÆ# zur Errichtung eines Schuppens für das Museum für Völkerkunde in Berlin auf dem Gelände der Domäne Dahlem 108 000 verlangt. Die dem Landtage gleichzeitig vorgelegte Denkschrift, betreffend die Erweiterung des Museums für Völkerkunde zu Berlin, beantragt die Budget: kommission durch Kenntnisnahme für erledigt zu erklären.

bg. Winckler (klons.) stimmt der von der Kommission emvfoblenen Bewillizuing der geforderten Summe zu. Seine Partei sei mit den in der Denkschrift vorgelegten Plänen der Erweiterung des Museums durchaus einverstanden.a¿\ f 1} lte sjagür das unbedingt Richtige, 5

zur Fort: 50 000 ( h, Zur Instand:

werden U Qi

daß die baulihe Erweiterung d& gegenwärtigen Gebäudes dur Heranziehung der benachbarten Grundstüde herbeigeführt werde, und teile voll und ganz die Bedenken gegen den außerdem aufgetauhten Die Errichtung deb

Abg. Dr. Krüger (konf.): Unser technisches Hochschulwesen hat sih bewunderungswürdig entwickelt; das Ausland erkennt dies an, und

E nsere Hochschulen werden von vielen Ausländern besucht. Die Wissen- schaft soll zwar frei und international fein, aber wie die städtischen Schulen von den auswärtigen Schülern höheres Schulgeld verlangen,

ollten au unsere Hochschulen von den Ausländern höhere Kollegtens

gelder nehmen. : 4

M 9bg. Wallbreht (nk.): Wie in bder Kunst, so dürfen auch an

Wen Technischen Hochschulen nicht einzelne Richtungen in der Baukunst D einseitig gefördert werden, Die Anfichten über Schönheit sind ver-

schieden. Ich möchte deshalb die Petition unterstüßen.

A Wirkliher Geheimer Oberregierungsrat Dr. Naumann: Ich fann mich diesen Ausführungen anschließen. Jn Charlottenburg gibt Lg bereits zwei Dozenturen für Basteinrohbau. Die Zahl der Ausländer ist in Charlottenburg bereits zurückgegangen. Höhere Kollegiengelder können wir von thnen aus denselben Gründen wie bei den Úniversitäten nicht „nehmen. è Zur Ausgestaltung des Unterrichts im Eisenhüttenwesen hofft die Regierung im nächsten Etat Vorschläge

S machen zu können. Daß eine Swädigung des Unterrichts durch die

| Privatprazis niht eintritt, darauf rihtet die Verwaltung ihr Augenmerk. L ne Abg. Wallbrecht äußert sch nochmals über den Backsteinbau; es müsse verhindert werden, daß eine Schleuderfabriklation eintritt.

Abg. Fishbeck (fr. Volksp.) bemerkt, daß der eine Dozent in Charlottenburg si gegen die moderne Fabrikationéweise des Backsteins wende. Die modernen wirtschaftlichen Interessen müßten gefördert werden, soweit sie sich mit den künstlerishen Interessen vertrügen.

Die Petition wird der Regierung als Material überwiesen.

Abg. Macco (nl.): Ih habe mit Anderen den Neubau der Mechanisch - technischen Versucheanslalt in Dahlem besuht. Es ist dort eire Anstalt geschaffen, die vortrefflih sich bewähren kann. Da- mit aber die Anstalt ihre Aufgabe erfüllen kann, muß die Personen- rage rihtig geregelt werden. Die Assistenten besonders müssen eine Gehaltszulage bekommen, damit nicht ein häufiger Perfonenwehsel eintritt. i N |

Das Kapitel wird bewilligt.

(Schluß des Blattes.)

Statistik und Volkswirtschaft. Die Konkurse im Deutschen Reiche im Fahre 1903.

M Nach den vorläufigen vierteljährlihen Mitteilungen des Kaiser- lichen Statistischen Amts über die Konkurse im Deutschen Reich E wurden im Jahre 1903 11 805 Anträge auf Konkurseröffnung gestellt E gegen 11 952 im Jahre 1902. 8156 (1902: 8438) Konkursverfahren E wurden eröffnet, 1453 (1902: 1388) Anträge wegen Massemang:1s ab- M gewiesen, so daß 9609 (1902: 9826) Fälle neuer Konkurse gezählt M wurden, unter denen alfo, ohne daß über ihren Umfang etwas be-

15,2% (1902: 14,29/0) ganz schwere zu ver-

M richtet werden kann, 9 0/0 N zeichnen waren. M Die verbleibenden 2196 (1902: 2126) Anträge sind entweder auf andere Weise erledigt worden oder betrafen etnen Gemeinschuldner F dessen wirtschaftlichßer Zusammenbruch bereits als eröffnetes Konkur3- E verfahren oder als wegen Massemangels abgewiesener Antrag auf N Konkurseröffnung zur Zählung gelangt war. Auf 100 Anträge über- E hauyt entfallen im Jahre 1903: 81,4% (1902: 82,2 0/0) wirflid neue Konkurse. E 16740), Ley In nachstehender Uebersicht sind die Zahlen der neuen Konkur F nah Staaten und Landesteilen für die Sahre 1903 und 1902 einand gegenübergeste llt. j 2E

se S

1903 {vorläufige (endgültige Zahlen) Zahlen)

1902 1903 + mehr weniger

Staaten und Landesteile

L Dié Branntweinerzeugung im Betriebsjahre 1902/03 war 4 O geringer als im Verjahr. Im ganzen wurden erzeugt 2 20 0 Alkohol, also gegen die vorjährige Erzeugung (4238908 h1) Bd 1 oder rund 20 v. H. weniger. Der Ausfall betrug bei den an ti ¡haftlichen Kartoffelbrennereien allein 869 123 h1, bei den g a erialbrennereien 17593 hl, während die gewerblihen Kartoffel- S E Me Ae T “ae lametenE daran be- . Eine erhbeblî i atten da Î ide- wel Aft hien S ara iche Zunahme k gegen die Getreide aen den Kartoffelbrennereien wurden tinsgesamt 2 649 952 11 d abo (1901/02: 3519171 h1) erzeugt, davon in gewerblichen Be- di H 7180 hl (1901/02: 7276 hi1); verarbeitet wurden 2 367 175 & artoffeln (1901/02: 3088 308 t). Die Ursachen der Mindererzeu- gung ia in dem \{lechten Ausfall der Kartoffelernte infolge früh pn e Gros und n, der Cn Tang er O ereten zu suchen, die der Zentrale für Spirit ( ange oßen find. i 9 | N )ie Mebhrerzeugung in den Getreidebrennereien, ins8ges : : / n g } : gesamt 31 608 hl Alkohol, entfällt zu fast gleihen Teilen auf die landwirt- schaftlichen (16 586 h1) und gewerblichen (15 022 h1) Brennereien. Während jedoch bei den landwirtschaftlihen Betrieben allein die dick- mwaischenden eine Zunahme, die Hefenbrennereien dagegen cine Ab- nahme der Alkoholerzeugung zeigen, haben umgekehrt bei den gewerb- ien Betrieben allein die Hefenbrennereien eine Zunahme avfzu- weisen. Die Gesamterzeugung in den Getreidebrennereien stieg auf 625 7 N hl Alfohol von 594 177 h1 im Vorjahre. | „, „Be Branntweinerzeugung in den Melassebrennereten hat die vor- A (88 728 h1 Alkohol) nicht ganz erreicht, sie blieb um 604 h1 zuru. Einen starken Ausfall haben die Materialbrennereien infol ¿4 Q sfall H die A ereien infolge der An M O E erlitten; es wurden insgesamt 18 927 Hl Ultobol gegen 1901/02: 36 520 ? l (097 : G A g ) 5920 hl erzeugt, also 17 593 hl (48 v. H.) Der Branntwein verbrauch im Betriebsjabre 1! i Der 2 inverbrauh im jabre 1902/03 berechnet sich ¿m ganzen auf 3631565 hl = 62 1 auf den Kopf (1901/02: 3 909 233 hI a 6,1 I auf den Kopf), wovon 2352 853 Þ1 = 4,011 auf den Kopf (1901/02: 2 399 183 hl = 4,21 auf den Kopf) nah Ver- steuerung bezw. Berzollung in den freten Verkehr gesetzt und 1 278 712 h1 m 22 1 auf den Kopf (1901/02: 1110 000 hl = 1,9 1 auf den Kopf) zu gewerblichen usw. Zwecken steuerfrei abgelassen worden sind. Die A usfuhr von Branntwein und Branntweinfabrikaten be- trug A e Ce E gegen 242 644 hl im Vorjahr. Der Reinertrag an Branntwein steuer belief sih im ganze 141 079 862 (1901/02: 153901 976 46), ddn 10 S2 135 auf die Maischbottichsteuer, 126 726 881 G auf Verbrauchsabgabe und Nag ind o 841 de O den Ueverschuß an Brennsteuer ent- allen. n Uedergangsabgabe für Branntwein aus L | 4 L ( us Luxemburg wurden

Ueber die Verunglückungen (Verluste) deutschGer See- \chiffe in den Fahren 1901 und 1902 i dem ersten Nt ; Statisti s

at iben) A „Vierteljahrshefte jur Statistik des Deutschen eichs" ige Zusammenstellungen veröffentlihßt. Nach diesen find 1901 (die Angaben für 1902 sind noch ni&t voll- ständig) 82 registrierte Schiffe mit einem Raumgehalt von 47 036 Negistertons brutto und 34 149 Registertons netto verloren gegangen, und zwar sind 26 gestrandet, 12 gesunken, 15 infolge pon Zusammenstößen verunglückt, 3 wurden infolge \{werer F eshädigungen von der Besaßung verlassen, 6 für ausbesserungs- unwert erklärt, 2 find verbrannt und 18 verschollen. Dabei büßten von 1081 an Bord gewesenen Menschen (898 Mann Besatzung und 183 Passagieren) 218 Personen (205 Mann Besatzung, 13 Passagiere) ihr Leben ein. Im Vergleih mit dem Bestande der registrierten deutschen Seeschiffe am 1. Januar 1901 beträgt der Sciffsverlust 2,11 V: D. Dagegen bezifferte ih der Verlust in den Fahren 1900, 1899, 1898 und 1897 auf 2,21 v. H., 2,67 v. H., 3,01 v. H. und 2,01 v. H. des Schiffsbestandes am Anfang des betreffenden Sahres. Wird die gesamte Besaßung der deutshen Seeschiffe zum Vergleich

werden in

Aufhebung beschloffen. Sie wollen die Bäckermeisier, die die Focde- rungen nicht bewilligt haben, boykottieren. Die Bäckerinnung bat einen einstweiligen Gerichtsbes{luß erzielt, der dies Verfahren verbietet. Zit Barmen sind demselben Blatte zufolge die Zimmer- Les in eine Lohnbewegun eingetreten. Gefordert wird ein S von 95” für die Stunde bei neunstündiger Arbeitszeit. l e rp AR rie hat beschlossen, erst dann Stellung zu der Lohnfrage zu nebmen, wenn der Schußverband der Bergischen bau- hee Res Tee LeronA worden ist. Sine in Charleroi abgehaltene Versammlung belgischer Glashüttenbesigzer stellte, wie der „Frkf. Zta. eau wird, einen neuen, vom 1. Mai geltenden Lohntarif auf, der eine 20—30prozentige Lohnherabseßung vorsieht. S E Ausstand der Textilarbeiter in Pordenone (val. Nr. 88 d. Bl.) hat nah einem Telegramm der „Voss. Ztg.“ an Ausdehnung zugenommen; mebr als 5000 Arbeiter sind ausständig. Baron Cantoni, der Präsident der venetianischen Baumwollspinnerei die eine Zweigfabrik in Pordenone besißt, wurde von Ausständigen angegriffen und dur) einen Steinwurf verleßt. Karaäbinieri konnten die Bolks- menge nur dur die Drohung, zu feuern, zurückdrängen. Weitere YWruppen]endungen werden erwartet. / |

Kunst und Wissenschaft.

__Das Erdbeben, das a 4. April gegen 11 Uhr Vor- mittags die Länder an der unteren Donau heimsuchte, hat “nach den bisher bei der Kaiserlilen Hauptstation für Erdbebenforschun Gi Straßburg i. E. eingelaufenen Nachrichten zu urteilen, Hie ga ba, deutende Ausdehnung gehabt. Der Ausgangspunkt {eint im Milo, und Nhodopegebirge an der Grenze von Bulgarien, Ostrumelien iti Mazedonien gewesen zu sein, von denen in leßter Zeit {on mehrfach starke Erdbeben gemeldet worden find; wenigstens haben die Ort schaften um das Hilofkloster, wie es heißt, größeren Schaden erlitten. Boa diesem Epizentrum strahlten die Bewegungen nach Nordosten ‘und Nordwesten aus, durhseßten den Balkan und ershütterten die ate rumänische Gbene. _In Bukarest wurden zwei ziemli starke Erdstöße verspürt. Biel stärker hat \ich die Erschütterung in nordwestlicer Richtung fortgepflanzt. In Vranja an der Südgrenze Serbiens sin

ortgepflanzt. 2 Serbiens sind mehrere HVAau]er eingestürzt und Personen verleßt worden. Die Senke des Tales der Morava leitete die Bewegung nah Norden fort; aus allen größeren Ortschaften des Morava- und Nischavatales liegen Nath- richten über Gcdstöße vor. Selbst über Belgrad hinaus fab uo mitten in der ungarischen Tiefebene Stöße wahrgenommen worden Die Zahl der Grdi\töße wird verschieden angegeben. Fn Bukarest sind zwei Stöße verspürt, in Sofia dret, ebensoviel in Belgrad, in Bekes- Csaba (Ungarn) wieder nur zwei. Ebenso \{wanken die Angaben über den Zeitpunkt des Eintreffens der Erdstöße. Besser als die Beobalter an Vrt und Stelle geben uns die seismiscen Apparate bterüber Ausfkunst. Alle Instrumente der Kaiserlichen Hauptstation haben um die angegebene Zeit Störungen registriert und dabei zum Teil ‘dan außerordentlich große Ausschläge gehabt, wie sie nur selten vorkommen. An dem astatischen Pendelseismometer von Wiechert war dite Be» wegung sogar so stark, daß die Schreibstifte von der Registrierwalze abgeworfen wurden. Von allen Apparaten sind in gleicher Weie im ganzen vier Störungen aufgezeihnet worden. Die beiden ersten weisen die größten Amplituden auf und find von fast gleicher Intensität Die erste Störung seßt 11 Uhr 5 Minuten 33 Sekunden ein. Nach Verlauf von einer Minute beginnt um 11 Uhr 6 Minuten 35 funden die Hauptphase, und an diese {ließen sich die charakteristisen langen und flachen Wellen, die das Ende einer jeden feismisGen Störung bilden und bei Fernbeben oft Stunden lang andauern Um 11 Uhr 29 Minuten 5 Sekunden werden diese Wellen dur die zweite Störung unterbrochen, deren Hauvtphase um 11 Uhr 30 Minuten 1 Sekunde anfängt. Die fast bis auf die Sekunde gleich lange Dauer der ersten Phase bei beiden Störungen ist der beste Beweis dafür, daß die Erdbebenwellen aus demselben feism!\cen Herd ftammen und auf dem gleihen Wege zur Beobachtungéstation gelangt find Bemerkenêwert ist, daß bei dieser zweiten Störung au die vertikale

_— Nes i V5

Plan, das Institut nah Dahlem zu verlegen. ( erwähnten Schuppens8 daselbit könne fie dagegen nur billigen. _ Das Haus beschließt nah den Anträgen der Kommi]hon.

Für die Verlegung des Aeronautishen Observatoriums

Ostpreußen Westpreußen en, Brandenburg . Pommern Posen . Schlesien Sachsen O 459 Schleswig-Holstein 298 E e ao A8

268 I ah 260 H 443 F ; 451 220 200

986

Staatsrentei überwiesen werden sollten, wobei die Kredite der leßteren für das Hofressort in dem gleihen Betrage ein- [6

geshränkt würden.

e Frangetogen, verunglückte in den Jahren 1901, 1900, 1899, 1898 9 und 1397 Viann von je 247, 168 100 R Oi Qa ton Kop 12 Besatzung. 1E 2E O 10 E LAV TEMDT O 6 s

Die

Kompo! ente registriert wurde, und zwar weist sie eine ganz bedeutende Amplitude der Bewegung auf. Die beiden letzten Störungen {ind im Verhältnis zu den vorhergehenden als minimal zu bezeichnen sowohl hinsichtlih ihrer Amplitude wie der Dauer. Die dritte in der Reihe der Störungen beginnt um 12 Ubr 14 Minuten 22 Sekunden und endet hon nach 2 Minuten. Das vierte und legte Seismogramm ijt etwas größer und fängt 3 Uhr 54 Minuten ‘90 Sekunden Än erreicht sein Ende aber auh {on nach 5 Minuten. Rechnen ite Für die Fortpflanzung der Grdbebenwellen vom seismischen Zentr1 m bi nach Straßburg etwa 24 Minuten, so ergibt sib daraus die Zeit des Bebens im Nilogebirge. Wir seben ferner, daß es im ganzen vier Erdstöße gewesen sind, welche in der Zeit v ¡1 Uhr Bor- mittags bis 2 Uhr Nachmittags im Schüttergebiet erfolgten o diefem sind in Bukarest und Csaba nur zwei, wohl die beiden ersten von Personen gefühlt worden, weil viese Punkte in größerer Ent- fernung vom Epizentrum liegen. Die drei Erdstöße, von denen in en 1 ‘grad die Rede ist, haben die Störung 1, 2 und 4 unserer feismishen Apparate veranlaßt, denn in der Mitteilung aus B.lgrad heißt es, daß an einzelnen Orten #ch

shüßenden Mauern des preußishen Abgeordnetenhauses zu flüchten, wenn folche unbequemen Materien hier verhandelt werden follen. In Preußen macht man munter drauf los Nusnahmegefeze gegen die ; Polen, wie gegenwärtig ein folhes im Herrenhause zur Beratung j _ Jtalien. g A i Moe Wir “eben dieses Gesey geradezu als der MNeich- C : Fh Ee A 2 Der Kardinal-Erzbishof von Palermo Celesia ist, wie | verfassung entgegenstehend an; wein es auch juristishe Tiftler des _Meteorologischen Jnstituts und zum Neubau „det „W. T. B.“ meldet, gestern gestorben. gibt, welde das wegdisputieren wollen, so steht doch fest, erforderlichen Dienstgebäude nd 458100, zur Au F daß es geradezu gegen den Geist der MNeichsverfassung verstößt. geftaltung Der meteorologischen Beobachtung mm ntere}

Spanien. Das Gesey ist ein ganz brutaler Eingriff in das Privatcigentum | Des Hochwasserwarnungsdienstes in der Provinz Der König ist gestern, wie N eus (Prov. Tarragona) eingetroffen.

cchlejien und die staatsbürgerliche Gleichberehtigung aller Preußen. Die Aus- 15 000, für die magnetishe Landesaufnahme des Königreichs weisungspolitik ist auch ein t1rübes Kapitel in der preußischen

; Die infolge des Anschlags auf den Ministerpräsidenten

Maura in Barcelona verhafteten Personen sind, mit Aus-

Preußen 5000 4 Nachbewilligung und zur Beteiligung des Westfale 27 L 08 Î : fig: / j

Cy , ; I, n T. n C O 0, A055 chDenisazen 434 6? 1208 Balancier- und 685 rotierende Mascinen, ferner an \ol&

Polizeiverwaltung. Bon Zeit zu Zeit werden polnische und russische Meteorologischen Znstituts an den internationalen wissen|catt Hessen-Nafau 980 p S » rotterende Maschin n, ferner an olchen Ausländer als lästig auögewiesen und damit Gristenzen vernichtet, N Ld

nahme einer, gestern wieder in Freiheit geseht worden. Das

Befinden Mauras ist zufrieden|stellend.

Prov. y

45 Bauart der feststebenden D 98 Preußen 1903. 56 i Unter den am 31. März 1903 in Preußen gezählten 79 257 fest- 10 | stehenden Dampfmaschinen*®) befinden sich der „Stat. Kor zufolge 34 au folchen mit rotierender Welle: 69 290 Schubkurbel-, 307 oszillierende,

ampyfmashinen in

V R) S ck ch

Nt

W.-T, B orrährt, in gs 4 y B E He ch hne rotierende Welle: 7517 direkt wirkende und 250 mit Balancie I D nto » tor (rad 21 nAagrAt N heft nd po 6 vi R e 5 N, i s s P il Oalancter is die niemand ctwas zu Leide getan haben, die sch schlecht und recht it C Ao St% N A aps FONS L Lisa E F M4 vai : 92 (3 : iva Ana Hinen. L Nach der Zahl ihrer Zylinder ge- ea Or durh die Welt s{lagen. Ein armer polnischer Vialer, österreichischer Cinge D) m S 1EPA ortum art Ste * ker A Le O F 5, fa L has y L 0 U gas O e 071 einzyindrige, 4319 Zwillings- und 13 867 : “On Untertan, der sich an einer fleinen Ausstellung in Posen mit as ndenberg undg Herzberg um Krel}e Beeskow-Storkow Verte! AOngretd) Preußen 4 974 E G Maschinen. Wagerechte Sylinderlage be- seinen Bildern beteiligen wollte, wurde plöylih als lästiger Aus» Wexden, A Bayern , 966 n 707 E SautpsmasGinen 98 939, fenfrechte 19 925 und ge- länder auégewiesen; ter arme Schlucker mußte das Deutsche Reich Abg. Dr. Wagner (freikon}.): i Sahfen 1 305 Mescinen. Sieber, die Steuerung anlangt, so haben 70029 verlassen, weil es dessen Würde so vorschrieb. Und wohin | gemeinen Inkere}jje nur , begrüßt werden. Die zahlreichen ernslet Württemberg R 0000 Bentil-, 623 Hahn-, 1371 Kolben-, soil diese Polenpolitik ireiben, möchte ih die Agrarier fragen ? Unfalle, die aus der Berührung der Drachendrähte und Ballonkat Baden 1042 gemischte und 199 lonjlige Sleuerung. Unter „gemischter Die Landwirtschaft im Osten int auf die yolnischen, galizischen | mit den Oberleitungen der elektrischen Straßenbahnen sowie dur e E, Ra mehrere Steuerungen versciedener Art, unter „sonstiger | das Erdbeben nach 1 Ühr Nachmittags wiederholte. Das Bebe und russishen Landarbeiter angewiesen bei dem ungeheuren Arbeiter- | Kollisionen mit bemannteu Ballons des Lustscifferbatailons un! Mecklenburg-Schwerin . Se eina E die abi Meyer-, Corliß- oder Lollmann- | welchem die Störung 3 entsyriht, wird “Wozaan Tine p Ab mangel. Schließt man die Grenze ab, so muß die Landwirtschaft mit den Flugkörpern der militärishen _Funkentelezravhie Sachsen-Weimar malGiten ia Dai Die Leistungsfähigkeit der Dampf- | Intensität unbemerkt geblieben sein. Genauere Daten Fönn: et verhungern. Diese Polenpolitik der Regierung muß also son an standen sind, machen die Uaterbringung des ODbservatoriums in einen Mecklenburg-Strelitz mal t u o [aelateo u, @ kg in der Sekunde wurde fest- | gegeben werden, wenn Beobachtungen au von Aub cien E: ihrer wirtshaftlihen Unmöglichkeit scheitern. Die Umkehr muß aber | verkebrsarmnen Gelände notwendig. Ih wünsche nur, daß es belle! Vldenburg : ee i 1513 4318 albinen durch Messung mit dem Indikator | liegenden Stationen vorliegen S möglichst bald erfolgen, wenn noch Rettung mögli fein soll. Die | würde, die Baulichkeiten möglichst zentral zusammenzulegen, un? Braunschweig bri “S S Ga U Messung mit dem Vrems8dynamomecter; von den : Gewaltpolitik der Regierung gegen die polaische Sprache, die darauf | bitte, die Pläne, wenn tunlih, nah dieser Nichtung noch einer Hein Sachsen-Meiningen Ne Div An y ey til inen T Ne bekannt, auf welcher Crmittelungs- E gegründeten Einbrüche der Behöcden in das Bereins- und Versammlungs- | ¿U unterziehen. j j ; 4 Sachsen-Altenburg ? T ANA C D Ner HNE Leistungsfähigkeit beruben. Dte Aus- : Funde recht der polnishen Staa1sbürger schreien zum Himmel. Als eine Die Titel uad der Nest des Extraordinariums werden he Sachsen-Coburg-Gotha ggf O Q H, geichteht bei 69 432 Maschinen ohne und bei : e pf Versammlung polnischer Bürger zur Begründung eines länèlihen | willigt, ebenso die Einnahmen aus Kunst- ‘und wissenscha]? Malt. ; j Z fester E T s „bei 26 294 Viaschinen oûne, bet 14 037 mit Nereins zusammentrat, wurde, obwohl kaum emer der Anwesenden | lihen Anstalten und Unternehmungen. Schwarzburg-Sondershausen Expaafidit 7 mit verstellbarer und bei 24 879 mit selbsttätiger deuts verstand, vom Landrat die Führung der Debatte in deutscher Es folgt dann das Kapitel „T ech nishes Shwarzburg-Nudolstadt : E Sprache verlangt. Als diesem Verlangen nicht nachgekommen wurde, wesen“ B Waldeck x A e drangsalieite er die Versammlung ia unerhörter Weise. Aehnliche L s Reuß älterer Linie Beispiele geradezu geseßwidrigen Verfahrens der Behörden lassen fh | 5 ¿e en Reuß jüngerer Linie unzählige anführen. Das heilige Recht der Muttersprache wird durch Berlin A rate i 7% 4 N Schaumburg-Lippe die Bchöôrde mit Füßen getreten. Einem Beamten droht Abg. Fisch be ck (fr. Volksp ) auf cine Petition von Rother R Me, man an, ihn aus dem Dienst zu ‘jagen, wenn er aufßer- Genoffen in Haynau in Schlesien und anderen Orten namens ® Lübe? dienstlich sich der polnischen Sprache bedienen würde; ein Vereins deutscher Verblendstcin-Terrakotten-Fabrikanten um Errichtun Bremen . Schulin\pektor nennt es eine Unverschämtheit, wenn ein Lehrer | bon Lehrstüblen für Feinziegel - und Terrakottenbau an ao Vanbura, im sagt, daß scine Kinder polnisch sprehen; wel cine | tehnishen Hochschulen hin. Die Kommission have beschlo) Cl\aß-Lothringen / 34: Korruption wird dun die sogenannte Ostmarkenzulage in dem die Petition der Regierung als Material zu Überwel Deutsches Nei ch Ö Beamtentum groß gezogen! Niedrigste Krieherei nah oben, Die Batckfteinindustrie sei iaitiativ an der Erfüllung der Fords A ufi G e. a7 Spionage und ähnlitze höne Früchte wird dieses System zeitigen. der Petition interessiert. Die Megierung habe die Aufgabe, die Ì go: Im Deulschen Reich wurden im Jahre 1903 : 8416 (1902: 8572) Die Methcde, uns mit hübsch zugestugten Zeitungsausscnitten | neueren Richtung tunalichst entgegenzukommen (s würde id eigentld an aiöverfahren beendet, alfo 260 mehr (1902: 134 mehr), als in aus unserer Presse ins Unreht zu seyen, rihtet ih seldjt. empfehlen, die Petition der Regiecung zur Berücksichtigung zu übe MN vemjelben Jahre eröffnet waren. : Hunderte von Millionen, ein Heer von Beamten allein in der An- | wetlen i L x ¿i abi den im Jahre 1903 bcendeten Konkursverfahren wurden Verhandlungen mit den Gefellenautshüssen.* Wie demselben siedelungskommission hat man aufgeboten, um uns auf unserem _ Abg. Macco (nl.): Es ift erfreulich, daß an der Len T, 20 (1992: 5736) nah vorgenommener Schlußverteilung und 1839 Blatte von der Leitung der Vereinigten Gerüstbau- eigenften Boden zu bekämpfen uud auszuräuchern; aber der Erfolg ist Hochschule in Charlottenburg neue Professuren für (Fleftro.c@ (1902: 2059) nah bestätigtem Zwangsvergleich aufgehoben während u nd Lei ha nstalten L. Altmann in Charlotten burg mit- ausgeblieben. Unserem Kolleyen von Chrzanowski sind in einem | Werkzeugmaschinenbau, Bau- “und Konstruktionslehre gesa?! 2% (1902: 199) auf Grund allgemeiner Ein villigung und 575 getcilt wird, forderte am 18. März d. I. der Zentralverband der Polizeir2pport unwahrerweije allerlei ehrearührige Dinge nacgesagt werden; aber die Hochschulen in Pannover und Aachen [int s (1902: 578) wegen Massemangels eingestellt wurden. | HVandels-, Trans port- und Verkehrsarbeiter die Firmen auf worden, jo u. a., daß er sich nach Lemberg begeben habe, um der aus niht in gleicher Weise be1üsichtigt worden. Und doeh hat # on bon i ébffneten Baiibai mit ihm über cinen Lohn- und Arbeitsv.rtrag zu ve ‘handeln. dem Wreschener Fall bekannten Piasecka eine Brosche zu überreichen ; Minister Freiherr von Rheinbaben in seiner Ctatsrede die [ege E Konkurse Cendelen Die Firmen lehnten dieses Ansinnen ab, da ein großer Teil ihrer auch hake er auf offener Straße do:t für Polen demonstriert. Bedeutung unserer Industrie hervorgehoben. Wir n on 7903 Leute dem Verbande nicht angehöre und die Bevormundung 6 856 durch den Verband niht haben wolle. Infolgedessen wurde am 1 066

den Meldungen aus Sofia und Be A 1

Schweiz. Diese Verlegung kann im all

Der Nationalrat hat, dem „W. T. B.“ zufolge, das

Gesch über die Neuordnung der Feldartillerie

(Formierung von 72 Batterien zu je 4 Nohrrücklaufgeschüßen) ebenfalls angenommen.

a)

¿ D) E 4 4 G)

‘Türkei. Alle Walis erhielten, dem „W. T. B.“ zufolge, bereits Mitteilung von der Amnestie, die den Bulgaren gewährt T è a)

«“- wurd

Nordamerika hat in den let von Fofsilien ¿ahlreihe Beiträge zu vergangener Erdperioden Li besondere Raf der Réptilien resten hâufi vertreten, nomenit!ich riesenhafien Dinosaurier. U-?ber - zwei neu dieser Ungeheuer berichtet, wie wir m Lawrence M. Lambe in „The Oitawa Naturalift“ in der Kreideformation im Distrikt Alberta, Größe der Ueberreste dieses Tieres dürfte all dienen, da sie geeignet ist, eine Aeußern und dem Kräftemaß {sener : Die Gesamtlänge des Unterk ‘ferrestes iden Eremplare betrug 97 cm, die größte te 22 m, die Län c des mit Zähnen beseßten Alveolarteiles 90 ecm bei einer Breite von 18,6 cm, die Länge einer der erbaltenen Zahnkroaen 54 cm ibre Breite 2,8 cm und ihre Dicke 1,8 ecm Aus diesen Massen tit zu er sehen, daß man es îin diesem i Teliied- wegs zu verachtenden Gegner zu tun hatte. Daß uns shließlich die Knochenreste fo gewaltiger Niesen “auf den heutigen Tag erhalten geblieben find, wird x wunder- nebmen, wenn man weiß, daß die Medusen, f ganz aus gallertiger Substanz aufgebauten Meeresbewohner, Spucen ihrer einstigen Existenz in Abdrüccken hinterlassen haben, nach denen der Forscher ihre Cinreihung in bestimmte Ordnungen vornehmen kann. Es sind in den leßten Dezennien zahlreihe Zeugen ihvws Daseins aus verschiedenen Perioden entdeckt worden, vor allem in dem feinkörnigen, den obersten Schichten des Jura zugehörigen Kalkschtefer.

G,

Die „Frankfurter Zeitung“ meldet aus Ko-stantinopel

vom gestrigen Tage, daß der aus Vertretern der Pforte und der

- Dette publique gebildete Aus schuß die Ausarbeitung 3 neuen Stempelgeseßes abgeshlossen und den Ent-

dem Ministerrat unterbreitet habe.

Unterrichts CABR 19 . Zur Arbeiterbewegung.

Bur Lohnbewegung der Berliner Bäckergesellen (vgl. Nr. 87 d. Dl.) teilt die „Bos. Ztg.“ mit, daß beide hiesigen Bäckerinnungen in ihren am Dienstag abgehaltenen Quartal8versam1nlungen die Ver- handlungen mit dem Deutschen Bäergesellenverband abgelehnt haben. In der Versammlung der Innung ,Sermanta* wurde fast einstimmig folgende Erklärung angenommen: „Die Versammlung erklärt ih mit der Haltung des Innungsvorstandes gegenüber den Gesellenforderungen einverstanden. Sie konstatiert, daß ein Teil der Forderungen (Bes seitigung von Kost und Logis beim Meister für verheiratete Gesellen und drei Freinächte) zugestanden und zum Teil durchg&ührt ist. Die Versammlung verbietet dem Frnnungsvorstand jede Verhandlung mit den Vertretern des Gesellenverbandes, bevollmächtigt ihn jedoch zu

dor LUL

Y C3 pi pk C pk C

l d I

Ausgaben für die Technishe Hochschule 1

d fb fu N Tam

Nort n.5 ¿S OTIIC 901792

tif anfs ai Î i

—- T

C

n rung

Saurter mit inem

fet

1903 309 732 387

41 140

1902 7134 1014 336 16

(2.

G e wv A Der von der französishen Guilde Internationale zur Förderung des Studiums der französishen und der englischen Sprace nah Paris einberufene Kongreß der Lehrer fremder Sprachen, zu welchem zablreihe Mitglieder der englischen Modern Language Association erschienen waren, wurde, wie „W. T. B.“ meldet, geitern dort unter dem Hor des Ünterrichtsministers Chaumis eröffnet. Chaumis beglückwünschte die beiden Vereine zu dem Verdienste, das sie id um die Sache des Friedens erworbêù hätten, und wies im Namen der Regierung auf die Befriedigung bin, die das fran ösis-englifche Nba kommen bervorgerufen habe. es

leidet. Es muß in jeder Beziehung eine Gleichstellung der technisdd triebe: | Hocschulen mit ten Universitäten erfolgen. teb8jahres 1902/03.

Amerika. Der „Ageace Havas“ wird aus Montevideo gemeldet, die dortige Regierung fahre mit den Barzahlungen für Kricegslicferungen fort. Mit der Zahlung der im März fälligen Beträge sei begonnen worden. Der Dienst der öffent- lichen Schuld funktioniere regelmäßig. Die Arbeiten im Hafen und zur Besserung der sanitären Verhältnisse in der Stadt schritten ununterbrochen fort. Asien. Ein Telegramm des Kontreadmirals Fürsten U Mog den Kaiser aus Port Arthur vom gestrigen Tage be- sagt nach einer Meldung des E D o Am 13. Ayril kenterte in der zehnten Stunde während eines des Geschwaders auf der Reede von Port Arthu 3 der feindlihen Flotte nah Explosion einer Mine VPanzerschif} „Petropawlowsk" das die Flagge des i J betrafen.- n anten füfrte Umgefommen (d: NEY, Ao (Bei Schluß des Blattes spricht der Redner fort.) in den Stand geseyt werden, mit dem Ausland zu konfurrieren. So divfische Personen andant der Flotte und der“ Chef des Stabes; O E i : / : unsere Fabrikation8methoden wie die einzelnen Perfönlichleiten m tahlässe i 5. d. M. durch die Verbandsleitung ein Ausstand in dem Betriebe jerettet wurden: ker Großfürst Kyrill Wladimirowitsch, der A O A e abbecteu tete n ‘der wissenschaftlich weiter ausgebildet werden. Ich hoffe, daß im nädi andel8geselischaften . 0 herbeigeführt und am 10, d. M, die Sperre über das Gn L (ndant Fafkfowlew, die Leutnants Unkowski, Jenisch, Das Haus der geordneten seyte in der | Etat für Hannover und Aachen ebenso gesorgt wird, wie für Charlott Genossenschaften 396 hängt. Das Geschäft ist das größte seiner Art in Berlin und sein die Midshipmen Wladimir Schmidt, Schlippe und heutigen (53.) Sißung, welcher der Minister der geistlichen A. | burg Besonderer Förderung bedarf noch unser Eisenhüttenw" M andere Gemeins E L 31 Vororten und beschäftigt sein Arbeitépersonal R \ Gefunden sind die Leichen des Kapitäns 2. Ranges | Angelegenheiten Dr. Studt beiwohnte, die zweite Beratung | Die Laboratorien an den Ttechnishen Holshulen müssen verde}? ein]quidner G19 64 März bis November. Die Geschäftsleitung zieht Ai nette ‘Arbeits. der So B Akimow gui I E es L G ae L {ür das N I Da gn E a En D UAneA A auf die Wige tr4 ut” d Petebarini E SOEN, gArbeitfuchende Anil: gertug vorbatisben: e Arbeite Bolfkowitf un einiger Matrosen. on en | 1 i Stat des Ministeriums der geistlichen nter- | wenn diese fortfällen soll, müssen fe angemessen en igt B : : ; er Ausstand der cke Riel My 7 ca \ M. auf eine nächtliche Expedition ausgesandten | E, und Ede B i a Imm Ten enheiten Zub ‘zwar im | Es wird über die Behinderung der Dozenten dur ihre Privat, e), „verbrauh und -besteuerung. beendet. Die Arbeitnehmer abei wie bie ‘Fôln. e «elb Ua wurde das “Torpedoboot „Besstratshny“, das | Kapitel „Kunst und Wissenschaft“ fort geklagt; die Unterrichtöverwaltung muß ihr Augenmerk darauf ride Jahrgan, a e B N Is Statistik des Deutschen Reichs“, L : A es \chlechten Wetters von der Abteilung getr-nnt P A j Un arl D / Lie daß die wissenschaftlihe Ausbildung der Studenten ntcht dal? und „bef , bringt u. a. die Statistik über die Branntweinbrennerei D dlichen Torvetobooten umzingelt und ging im Kampfe | Bei den Ausgaben für die Bewachung von Denkmälern Desteuerung im deutshen Branntweinsteuergebiet während des Be- *) S. Nr. 8 des „Reichs- und Staatsanzeigers" vom 11. Ja- Fünf Mann sind gerettet. Nach dem Untergange | und Altertümern erbittet nuar 1904. Ls