1883 / 137 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Erste Beilage

mehrt werden, Für die Linie nach New-York soll von dem neuen Unternehmer ein theilweise zum Beginn des Dienstes fertig gestelltes, theilweise nachher periodisch zu ergänzendes, den modernsten Anforderungen entsprechendes und auf fran- zösishen Werften gebautes Schiffsmaterial verlangt werden.

zum Deutscheu Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger Die jährliche durhscnittlihe Fahrgeshwindiakeit sol 14 Kno-

S e 137 ; f A ten betragea. Für die Linien na den Antillen und Mexiko M ° Berlin, Dounerftag, den 14. Juni {S833 werden die Anforderungen niedriger gestellt werden. Die m mi Ÿ i L F

Vergebung soll auf einen Zeitraum von 15 Jahren erfolgen.

Jn debung Q wird befürwortet, die zur Zeit wöchentlichen Deutsches Neich. Literarishe Neuigkeiten und periodisheSchrift

Fahrten zwishen Havre und New-York zu verdoppeln, sowie Lee Tine ce i 1 L i NachGweilung U ; u ] riften.

zur Submission nur französishe Submittenten bezw. franzö: E N ele tempel}teuer im Deutschen Reiche für die Zeit vom 1. April 1883 bis zum Schlusse des Monats Mai 1883. XXIX Band Helt A S A die gus - Stationen

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sishes Kapital zuzulassen. e L 2. 3. 4. 5. gerem Gebraubêwerthe, als die nacióhe Pun jon g (Fortsetzung folgt ) inne le deng Mayer. Mittheilung aus dem landw.-thierhemishen Janstitut der

felben Zeitraume

Universität Breslau. Zur Chemie des Asparagins. Von [

eft voi i D LCTILSAE Stf Zur Chemi aéparagins. Von Dr. B, gangs erwähnten finanziellen Krisis niht unberührt geblieben. des Vorjahres i D Assistent. Aschengehalt der Blä1tcr in Wasserkultur geo Weit mehr aber haben im Berichtsjahre die für die beiden Der gestrige dritte Tag des Sommer-Mecetings (Svalte 4). E G ette. Tes e E E “ans Caen dn u E Haupthandelsartik:l Havres, Baumwolle und Kaffee, ungünstigen | p ¿s "Unionklubs hatte cin so zahlreihes Publikum na M. ß M. | S | Mt. [A M. [ Ä A T « | theile und Eigenschaften einiger Wasse E Bou fe S Konjunkturen auf den hiesigen Plaß gedrückt. Hatte {hon | der Rennbahn zu Hoppegarten hbinausgesührt, wie dies I. Im Reihg-Postgebiet | | G S stadt, Hamburg. Unterfucbung der Blüthe blâtt Le I E der erheblihe Ausfall in der amerifanishen Baumwollernte, | seit Jahren nit der Fall gewesen. Die Tribünen waren überfüllt L! E | tifolia. Von demfelben. Kalk und ‘Magnesia iu d TOTe Von welcher für die Saison 1881/2 auf 11/ Millionen Ballen gegen | und die Pläye vor denselben dicht gedrängt, kurz: die Rennbahn bot E 10 13181 | 60 12478 | 10 25 / 99 | Dr. Senft von Rauner. » Dane as die allerdings abnorm reiche Ernte der Vorjahre angegeben | gestern ein fo belebtcs Bild, wie wir es lange nit gesehen batten. 2) R oa ooo Se D 2206 | 20 290 ; wird, eine beschränktere Zufuhr dieses Artikels herbeigeführt, | Der Grund hierzu war das „Große Armce-Jagdrennea“, welches E 6 12 022 | 30 11 861 | 10 23 883 |

9 885

von Rohprodukten, Bauholz, Häute und Felle, Wolle, Flachs, Mineralien, endli von Halbfabrikaten und Fabrikaten, Eisen und Stahl, chemishe Substanzen, wollene Gewebe, leinene Zwirne, Wollen- und Baumwollengarne, Maschinen und mechanishe Jnstrumente, Seeschiffe und Metallwaaren aller Art betroffen. Die Einfuhr gewisser Artikel war insbesondere zu Anfang des Jahres eine gesteigerte, um noch von den günstizeren Werthzöllen des alten Tarifs zu profitiren. Andererseits weist der Jmport Frankreichs im Berichtsjahre eine Abnahme auch für getrocknete Gemüse und Tafelfrüchte, Wein, Fett und Olivenöl, ferner für Seide, Baumwolle, Oelfrüchte und Körner, Kupfer und Zink, endlich für Scchmuck- federn, Strohgeflechte, seidene und baumwollene Gewebe.

Havre, als Bankplaß ohne Bedeutung, is, wenn auch direkt wenig betheiligt, doch indirekt von den Folgen der Ein-

Konsulatsberichte.

Diesjährige Ernteaussichten; Uebersicht der Getreidepreise pro Monat Mai d. J.

6. Juni s Kowno, den 55 Maj 1883.

Die bis jeßt vorliegenden Nachrichten über den Stand der Wintersaaten in den Gouvernements Kowno, Wilna und Grodno eröffnen recht ungünstige Aussichten bezüglih der diesjährigen Ernte, welche leßtere sich nur in dem Falle theil- weise günstiger gestalten würde, wenn die Sommersaaten und das Wiesenheu recht reiche E-träge liefern würden.

Aus allen 3 Gouvernements lauten die Nachrichten be- züglih der Wintersaaten dahin, daß große Flächen in Folge der zu Anfang des Jahres herr’chenden nachtheiligen Witte- rungsverhälinisse theils ausgefroren, theils ausgewässert sind.

Der Ausfall an Wintergetreide wird verschiedentlib auf 1/, bis zur Hälfte des vorjêährigen Ecnteertrages beziffert. Hierzu tritt der \hwerwiegende Umstand, daß die Kleepflanzen durhweg vernichtet sind und daß damit eine wesentliche Fut- terquelle vernichtet ist. S

Die Frühjahrbestellung is in allen 3 Gouvernements als

beendigt anzusehen.

Einnahme im Monate Mai.

Hierzu Einnahme

in den Vormonaten.| DZufammen.

Ober-Post-Direktions-Bezirke.

25 659 | 508 |

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7 A L Forstlihe Blätter. Heft 6. Inhalt: I. Aufsäte. 9 | Chemische. Analyfen des Kern- und Splintholzes wichtiger Wald- | 80 | bâume, mitgetheilt von Dr. W. Daube. Ueber die neuesten Hohe | 60 wasser- und Cisbeschädigungen der Elbe, vom Forstmeister Schimmek- 10 | fennig. T1. Büchcranzeigen, 11], Mittheilungen. Stenogr 35 | Bericht über die erste Berathung des Gesetzes, betr. die Abänderung | 60 der Holzzölle im Deutschen Reichstag (Fortseßung). Aus Preußen (Anwärter für den Verwaltungsdienst) Der Heilbronner Rinden- 70 markt von 1883. Ergebnisse der diesjährigen Lohmesse zu Boppard 60 am 15, März 1883. Forst- und jagd-recktli wichtige Entscheidungen 0 deutscher Gerichtshöfe (Reich3geribt). Berichte über forftlich beach- 80 | tenêwerthe Arbeiter. auf dem Gebiete der Naturwifsenschaften: Ein- 90 fluß von Parasfiten auf die vegetative Thätigkeit chlorovbvllhaltiger 15 | ellen; Epochen der Vegetation für einen und denselben Baum; Der 79 | Einfluß des intermittirenden Lichtes auf die Chlorophyllbildung ; 90 | Ueber die Wirkung hoher Kältegrade auf die Vegetation; Ueber 10 | Ghlorophylfryftalle; Ueber die Wasserlcitung im Holze; Neber den 10 Wasserverbrauh zweijähriger Erlen unter verschiedenen Beleuchtungs- bedingungen; Veziebungen der RNindenspannung zur Bildung der Zahrringe und zur Richtung der Markstrahlen ; Temperaturerhöhung | des Bodens durch Kondensiren von Dämpfen und Gasen; Beiträge | zur Hypoclorinfrage; Vorkommen und Bedeutung der Ameisensäure und Essigsäure in den Pflanzen; Ueber eine eigenthümliche Form der Sanddünen, Ble Lage des dur einen Schuß verendeten Wildes am Boden, vom Ober-Forstmeister Grunert. Die diesjährigen Hühner- hund-Prüfungssuchen. Personalien (Preußen). i 4 M eitun M 4 Q Versuche mit der | csta [hen Milczentrcifuge. Von W. Fleis{hmann und R. Sacht- | leben. Referent W. Fleis{mann. Verschiedene Mittheilungen. | Deutschland. Magdeburg. Achter deutscher Fleisherkongreß. | Großbritannien. London. Einfuhr von Vieh aus Schleswig-Holstein. | Ausstellungen. Deutschland. Scbaf-Prämiirungen auf Ausftel- | lungen. S Thierschauen im Herzogthum Anhalt. Niederlande. | nternationale landwirthschaftlide Ausstellung, Amfterdam 1884. S _Allgemeine Berichte. Die Pferde- und Viehstandsverhältnifse { Nußlands, (Sluß.) Bullenstationen in der Provinz Sacbsen. | Geräâthe-, Maschinen- und Baukunde. Milchsiebe,. Ginster- j | f ! |

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N A 68 291 | 65670 | 6 3396 E 2971 40 2910 | 70 58 D 5 891 | 10 87 | 11 748 A 6 501 40 8095 | 50 14 596 E 1355 | 1544 | 60 2500| i : : C 3297 | 4905 | 7532 | der Nationalhymne und unter lebhaften Hochrufen der ehrfurtsvol: i i 3902 | 2938 | 90 6041 | grüßenden, um die Tribüne gruppirten Menschenmenge vor der 1 Breslau U 12 441 | 13 868 | 90 26 309 | 28 218 | 50 Kaiserloge vor, | E 6 293 | 7792 | 14 085 3172 | 20 Die einzelnen Rennen, deren gestern 5 gelaufen wurden, waren E e ree E 4 899 | 90 9114| 20 gut beseßt und L my g größter Ordnung und ohne Unfall. Sie 15) D E: 11485 | 12099 | 24 984 | 24 342 | 40 begannen um 4 Uhr mit: : : E D 5 892 | 6 532 | 50 12 42 346 5 L s A : : E Siestorpff- Memorial. Klubpreis 2600 #4. Für R 10 899 | 10 153 | 90 21 053 | 9 58 30 A | im Berichtsjahre Anlaz zur Gründung einer zur Abwielung } 2 jährige inländische und österreichish-ungarishe Pferde. 150 4 Ein- a 6293 | 7468 | 50 13752 | 4 258 | 40 40 der Termgeschäfte bestimmten Bank, Caisse de Liquidation, say, 80 4 Reugeld. Distanz 1000 m. Von den 17 Pferden, 18) E 5510| 5080 | 60 10591 | ? | 40 2% | gegeben, welche im Allgemeinen etne günstige Aufnahme | wele zu diesem Rennen genannt waren, zahlten 9 Reugeld und s 1 620 | 1625 | 90 246 | 3962 | 40 14 | gefunden hat. Wenn diese Schöpfung einerseits das Risiko | 8 erschienen am Pfosten. _ Es siegte na sharfem Kampf des Grafen E 4 3968 | 70 H 9472 90 98 der Termgeschäste bis zu einem gewissen Grade zu beschränken | Ö. aua sen. gr Sl Bidas ae ee o gegen 2% Pitie E 16 245 | 15 895 | 80 30 686 | 80 H: 1 Pa As ; O ; des Mr. Art’,u- F. H. „Ali Baba“, ZYei in. elunden. Em 4189 3663 | 10 6832 | 8

i geen s A sie andererseits der reinen Spekulation Werth des Renacns 3560 M. für eSunrise, 960 M für „Ali Baba“. 2 Cgsues O; 25 612 | 29 804 | 50 46 395 60 6 “Die Schiffahrt Havres weist nah der Tonnenzahl der | Gi Silberner Swild Sr. Majestät des Kaisers und 25) E 6 720 | 16007 | 10 e

: res w der znzah i ild Sr. Majestät des Kaise «N 20 | 3 007 | 10 2834 | ein- und au2gegangenen Schiffe eine leihte Zunahme für das | Staatspreis 10050 4 Für dreijährige und ältere inländische Hengste E rc 2909 | 2 i 10 6 103 40 Berichtéjahr auf. Die Betheiligung der französischen Flagge | und Stuten, 300 Æ Einf., 200 #4 Reug., jedo nur 100 #, wenn L 35186 | 33427 | 40 69471 | an derselben war eine stärkere wie in den Vorjahren, was | das erhöhte Reug. bis 31. März niht nagezahlt wird. Sieger E 2244 | 2362 | 90 40415 | 60 lediglih den in Folge des Schiffsbau- und Schiffahrts- | muß den Schild, desten Besiß er auf tin: Zaxe ere, wu E 30) R 35906 a 0 22809 | 80 Prêmiengef hes im Vorjahre hier angebahnten und im Boris, | m buten Mal gewinne, erbélt ihn als Gigentbum, ‘Bon den as 1h Saule 0 R R S jahre in regelmäßigen Betrieb gelangten neuen R Pla gemeldeten Pferden erschienen 5 am Ablauf. Nah einem sehr E a e, 20 )5 | 40 10 607 / 10 Dampferlinien zuzuschreiben if. Die Hafenverhältnisse Havre interessanten Rennen und heftigen Schlußgefeht siegie mit einer S 0020 565 | 49 60 20911 | 40 haben eine wesentlihe Veränderung im Berichisiahre nicht er- halben Länge des Grafen H. Henckel sen. 4jähr. br. H. „Pancake® 24 U i 30 | 70 560 | 70 40 4445 | 40 fahren. Die Hafengel ühren sind dieselben geblieben. Der | gegen des Trainer G. Johnson 4jähr. br. H. „Brocken®, Zeit 20 de E 24 | 20 2593 | 30 7999 | 60 im JGahre 1880 bereits im Wesentlichen in Wirksamkeit | 2 Minuten 3 Sekunden. Werth des Rennens der Ehrenpreis und A O e a 31 | 40 4627 | 30 7708 | 10 getretene neue Mäklergebührentarif, welcher nicht N u 9 A „Pancake" 1500 # für „Brocken*“. Dem Rennen : 38) 0A i N 8 636 | 20 31 765 | 30

i Frmäßi nthielt, ijt inzwischen in feinem | solgke um » uhr: : N e s L E 59 | 95 d 934 | 20 127 294 | 15 28 557 | d N i u deten A, knappen 111. Staatspreis I. Klasse 3000 s Für Z3jähr. und s 39) Shralbuna E 20 982 | 30 242 | 40 39224 70 135 183 20 ue Ansianblaliing des Hafens verfügbaren Mittel haben | êltere inländisde Hengste T G A e M S i E s 66 5 4 160 | 90 a 8 302 | 90 6 880 | 80 E i S 0 . 1 1, oder II. Klasse gewonnen haben, 180 Ein}., halb Neug. Visfans 495 676 | 65 501 277 | T 953 93 F S

nur die nöthigsten Verbesserungsarbeiten erlaubt. Die Ueber- S900 A S 11 zu diesem Rennen genannten Pferden zahlten n p | m L n 2 2 208 f 955 557 | 80 füllung der O hat N E 9 Reugeld und zwei erschienen nur am Start. Des Ksuigl. Haupt- 20099 10 19 2 15 70 39404 8 E L vielfahen Klagen Anlaß gegeden. Um die Zugänge zU v8 61 69: T1

teugeld und zwei et am S Des 39 404 80 36 686 | l gestüt Gradiy 3jähr. br. St. „Glocke“ führte durbweg und fiegte O A O 5: Hafenbassins zu erleichtern, ist die Einführung hydraur lischer | nach gutec Gegenweh- mit einer Länge gegen des Mr. Ärthur s3jähr. D 0Y 904 121 | “0

an diesem Tage abgehalten werden sollte. .

Um 6 Uhr fuhr der Extrazug in den Bahnhof Hoppegarten ein, welcher Se. Majestät den Kaiser, Se. Kaiserlihe und König- lie Hoheit den Kronprinzen und Se. Königlice Hoheit den Prinzen Wilhelm zur Rennbahn befördert hatte. Wenige Minuten darauf fuhren die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften unter den Klängen

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so war auch hierfür der Absaÿ noch s{hwer, namentlich in Folge der zunehmenden direkten Einfuhr nah dem JFnnern Frankreihs. Auf das Kaffeegeschäft, in das der Markt mit einem außerordentlih hohen Vorrath zu Beginn des Jahres „_| eintrat, drückten die während des ganzen Jahres andauernd 16 | gefallenen Preise dermaßen, daß troß beshränfter Zufuhr die 4 | Vorräthe am Schluß des Jahres diejenigen am {Fahresanfang 94 | noch erheblich überstiegen, während der Absaß großentheils 14 | nur mit Verlust erfolgte. Das namentlich in New-York in 84 ausgedehntem Maße in Aufschwung gekommene Termgeschäft hat sich au am hiesigen Vlaße mehr und mehr eingebürgert und

885 |

Uebersicht : der Getreidepreise für den Monat Mai 1883.

per Pud = 16,38 kg zum Course von 204 # pro 100 Rbl. A. Kowno.

Rbl. Kop. bis Rbl. Kop.

1) Weizen 1 50 5 1 55 2) Roggen 95 1 _— 3) Gerîte 90 —— 95 4) Erbsen 1 1 5 85 s 90

5) Hafer B, Wilna. NdI Kop, bis Nbl. Kop, 1

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1) Weizen 4a 70

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4) Erbsen 30

5) Hafer 96 97 C. Grodno. Nbl, Kop, bis Rbl, Kop.

1) Weizen 1 45 M 1 50 2) Roggen 90 S 3) Gerste 85 S 4) Erbsen 95 f —_ 5) Hafer 80 aa 85

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Handelsberiht aus Havre für das Jahr 1882. Havre, April 1883.

Allgemeiner Theil.

Das Jahr 1882 fand den französishen Geldmarkt in einer dur unsolide finanzielle Vnternehmungen hervorgerufenen kritischen Lage vor, welche mit dem Zusammensturz eines aus- gedehnten Kreditinstituts, der Union Générale, ihren Höhe- puntît erreichte und auch auf die kommerzielle und industrielle Entwickelung des Landes nicht ohne Einfluß bleiben konnte. Zugleich lastete auf dem auswärtigen Handel der Drud der Ungewißheit über den Ausgang der angebahnten Zollverhand-

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quetschmaschine., Biologie. Ueber freie Fettsäuren in frisber Kuh- milch. Ueber spontane süße Molkenbildung. Spret&saal. Hand- Butlterfaß. Wasserstoff{äure als antifeptisches Mittel. Zentri- suge und Käse-Fabrikation. Deutsche Viehzucht- und Herdbuch- Gesellschaft. Internationale landwirtschaftliche Thieraussftellung in Hamburg 1883, Marktberichte. Anzeigen. e

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Summe I. 41 396 U 9 800

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lungen mit dem Auslande. Während es durch Aufwendung außerordentlicher Mittel in verhältnißmäßig kurzer Zeit e: lany, der finanziellen Krisis mehr oder weniger die Spiße ab- zubrechen, haben die neuen Zollverträge Frankreihs des durch den neuen französishen Generalzoütarif verschärste Schuß- zollsystem in geringerem Maße als vielfach erwartet, er- mäßigt. Gleichwohl weißt das Gesammtergebniß des franzd- sishen auswärtigen Handels eine Zunahme von über 143 Vil- lionen Franken für das Fahr 1882 gegen das Vorjahr auj, wovon etwa 1081/, Millionen auf den Fmport und etwa 34!/, Millionen auf den Export fallen. Der Gefammtimport Frankreihs beziffert sich für das Jahr 1882 auf 4 972 070 000 Fr., der Gesammtexport auf 3 596 164 000 Fr. Während hiernach sowohl Fmport als Export eine Zunahme für das Berichtsjahr aufweisen, ruft das steigende Mißver- hältniß des Exportes zum Fmport der Erstere it im Be- rihtsjahr dem Vorstehenden gemäß um fast 1376 Millionen Franken hinter dem Jmport zurückgeblieben immer mehr Klagen und Befürchtungen über den Rückgang des franzd- sischen Exporthandels im Lande wach. Wenn es einerseits faum zu verkennen sein dürfte, daß ein andauernder erheb- licher Ueber shuß des Waarenimports über den Waarencxport den nationalen Reichthum zu schädigen geeignet ist, und mit der Entwickelung des Waarenimports naturgemäß auch die Ausdehnung des Exporthandels Hand in Hand gehen soll, fo genügt andererseits zur richtigen Beurtteilung der Handels- bilanz nicht das bloße Abwägen der statistischen Zahlen über den Waarenimporr und Export. So is es wohl unzweifelhast, daß lange nit die volle Werthdifferenz zwischen dem vorerwähnten Waarenimport und Export Frankreichs im Berichtsjahre als ein dem Nuslande aus dem Natior.alvermögen gezablter Tribut anzusehen ist. Einerseits wird die Schäßung der Exportwerthe als erheblich zu niedrig angefochten, ob mit Recht oder Unrecht mag dahingestellt bleiven. Andererseits hat ein wohl nicht geringer Theil des Jmportübc:shusses dur die im Auslande für den nationalen Seetransport fällig gewordenen Scefrachten, welhe füglih dem Werth der exportirten Waare zuzurehnen sind, Deckung gefunden, ein anderer Theil durch den mit fremdem Gelde im Lande erfolgten Konsum, welcher für Frank- reih bei dem erheblichen ¿Fremdenverftehr niht gering anzu- {lagen ist. Jm Berichtsjahre hat sich denn auch der Waaren- export Frankreichs für eine Reihe von Artikeln günstig ge- stellt, so für Gewebe aller Art, insonderheit für seidene und wollene Gewebe, ferner für Baumwollgarne, präparirte Häute, nes Uhren, Maschinen und mechanische {Fnstrumente, Fayence und Porzellan, chemishe Produkte, Oel von Vel- frühten, Samenkörner, rohe Häute, Schmuckfedern, Scide, Pfcrde, Wein und Butter. Dagegen weist der Export aller- dings einen zum Theil sehr erheblihen Rückgang auf für Getreide und Mehl, Spirituosen, Seefishe, Eier, Baumwolle, Mühlsteine, Bauholz, Kupfer, Steine und Erden und nament- lih für die sogenannten Pariser Artikel, Modewaaren, Möbel und Holzwaaren, Lederarbeiten, Waffen 2c. Die Ursache des RNückganges des Exporthandels wird einerseits in der mangel- haften einheimiscen Bodenproduktion und der übermäßigen Vertheuerung der Arbeitslöhne, andererseits in dem durch die wachsende Konkurrenz beschränkten Absaße naoh Amerika ge- sucht. Die Mehreinfuhr Frankreichs im Berichtsjahre hat in erster Linie diverse Nahrungsmittel wie Getreide, Reis, Sprit

Maschinen zum Oeffnen und Schließen der Schleusenth ire in Aussicht genommen. Die in Folge d:s Prämiengeseß?s in Weafall gekommene Zolfreiheit für die zum Schiffsbau bezw. zu Schiffsreparaturen verwendeten Materialien Wird nament- lih au von der fremden Schiffahrt nachtheilig empfunden. Der immer empfindlicher hervortretende Raummangel für tief- gehende Schiffe, welcher niht nur die größte Sparsamkeit felbst bei Zutheilung fester Anlegepläße an regelméßige Dampfserlinien erheischte, sondern, cine folhe Zutheilune t vielen Fällen gänzlih unn öglih machte, und häufige emx sind- liche Verzögerungen für die den Hafen frequentirenben großeren Schiffe zur Folge haite, hat insbesondere die ¡remde Tampf- \chiffahrt veranlaßt, sich zum Theil von hier w?g und cnderen Häfen zuzuwenden. Die Arbeiten an bdeia unter diefen Um- ständen so nothwendigen neuen, neunten Bassin snd nit mit großer Aktivität gefördert worden und lassen die für 1885 in Aussicht genommene theilweise Fertigstellung nicht mit Sicherheit erwarten. Diese, die weitere Cntwickelung der Schiffahrl ershwerenden Verhältnisse, noch mehr aber die von den Anshwemmungen aus der Seine, wie von der Küste des Calvavos und dem Cap de la Heve gefürchtete Gefahr für die Rhede und die zunchraende Tendenz, immer größere Shiffe mt entsprechend größerem Tiefgang zum Se?transport zu verwenden, welcher gegenüber schon die gegenwärtige Tiefe des den Zugang zum Hafen bildenden Fahrkanals nicht als ousreihend erscheint, haben im Berichtsjahre cine wachsende Be- wegung zu Gunsten weitgehender Umgestaltung bes hiesigen Hafens geschaffen. Das regierungsfeitig ausgearbeitete Projekt der Schaffung einer neuen nördlicher gelegenen Hcfeneinfaht mit einer den Anforderungen dec Neuzeit entsprechenden Fahr- wassertiefe, oerbunden mit der Anlegung eines neuen zehnten Bassirs für tiefsgehende Schiffe hat vielfache Widerfacher ge- funden, welhe ihre Opposition namentli auf die angeblihe Gefahr stüßen, welche die neue den Nord- weststürmen direkt ausgeseßte Einfahrt für die Sciff- fahrt bergen würde. Eine Reihe anderer Projekte, welche im Wesentlichen die gunze oder theilweise Eindämmung der Rhede Havre’'s zum Gegenstande haben und bei der see- männischer. Berölkerung mehr oder weniger starke Sym- pathien erweckten, sind von privater Seite dera obigen Projekte entgegengestellt worden. Eine zur Prüfung aller dieser Projekte im Berichtsjahre von der Regierung eingeseßte nautische Kom- mission hat sich der Schaffung ciner neuen Hasfeneinfahrt, sowie der Eindämmung der Rhede im Prinzip nicht ungünstig gezeigt; zum Abschluß is die für den Hafen äußerst wichtige Angelegenheit auch im Berichtéjahre noch nit gelangt. Der der Compagnie Genérale Transatlantique zur Zeit gegen eine staatlihe Subvention übertragene Postdienst von Havre nach New York und den Antillen bezw. von St. Nazaire nach den Antillen und Mexico geht mit dem Jahre 1885 zu Ende. Die neue Vergebung dieses Postdienstes auf dem Sub- missionswege ist zur Zeit noch Gegenstand eingehender Be- rathungen. Soweit die Leßteren bisher gediehen, ist anzu- nehmen, daß das System der staatlihen Subvention und der Vergevung auf dem Submissionswege beibehalten werden wird, daß die Linie zwishen Havre und New - York von denjenigen zwischen Havre bezw. St. Nazaire un» den Antillen bezw. Mexiko bei der Suv-

F.-St. „Vendetta“ in 1 Minute 48 Sekunden. „Glockte" erhielt 3585 MÆ, „Vendetta* 585 (A Diesem Rennen s{chloß sich um 0% Ubr ant T

IV. Abschicdsrennen. Staatspreis 1500 A Für 3jährige und ältere inländische Hengste und Stuten, die kein Rennen mit einem ausgesetzten Preise von mindestens 2000 46 gewonnen haben. 80 6 Einjas, halb Reugeld. Distanz 1200 m. Das Rennen batte 29 Unterschriften. Für 15 Pferde wurde Reugeld gezahlt urd 7 er- {chienen am Pfosten. Nach scharfem Scblußgefecht si-gte sicher mit einer balben Länge des Grafen Fr. Metternih 3jähr. br. O. „Engelbert“ gegen des Erbprinzen Fürstenberg br. H. „Erstling“. Zeit 1 Minute 34 Sekunden. Werth des Rennens 2080 4 für "Engelbert", 580 4 für „Ecstling“. Den Schluß des Tages und des Meeting bildete um 6 Uhr: f: E /

V, Großes Armee-Jagdrennen. Chrenpreis Sr. Mai. des Kaisers u. 3000 A vom Union-Klub. Für aktive Offiziere det stehenden Heeres der deutshen Armee auf Pferden, welche seit 15, April cr. im Bcsit solcher Offiziere. 25 #4 Eins, ganz Reug. Distanz ca. 5000 m. Es waren zu diesem Rennen 41 Pferde ge- nannt. 24 zahlten Reugeld und 17 erschienen am Ablauf. Nach einem böôcbst \pannenden Rennen traf des Lieut. von Heyden-Linden (Zieten- Hus. Regt.) 5jähr. br. St. „Profitrole“ unter lebhaftem Beifall der Zuschauer als Siegerin ein. Eine Länge hinter derselben landete als zweiter des Lieut. Frerihs (H. Braunscw, Hus. Regt. Nr. 17) 4jähr, br. H. „Melliflor“ (Reiter Besitzer). „Profitrole“ erhielt neben dem Ehrenvreis für den Reiter 22875 4, „Mellifloc“ neben dem Ghren- preis 12875 M : y e

Nachdem die Reiter zurückgewogen waren, wurden dieselben dur den ersten Proponenten, Gencral-Lieut. v. Rauh Sr. Majestät dem Kaiser vorgestellt, Allerhöcbstwelcher ihnen die Ehrenprei]t unter warmen anerkennenden Worten für thre Leistungen cinhändigte. Uater den lebhaftesten Zurufen der die Tribüne dicht umgebenden ZU- \cauer kehrten Se. Majestät sodann unter den Klängen des Hohen- friedberger Marsches zur Bahnkbofsstation zurü.

Sn Grünau wird am Sonntag eine große Ruder-Regatta stattfinden, an welcher von fremden Ruderern dec Cölner Ruderclub sowie die Hamburger „La Favorite Cäcilie" vid „Germania theil} Rehmen werden.

In Krolls Theater tritt Hr. Scaria nur noch zweimal, un® zwar morgen, Freitag, auf vielfachen Wunsch als „Bertram“ in 0! bert der Teufel* und am Sonnabend als „Falstaff U Am Senntag beginnt sodann ein andercs Mitglied der Wiener Hofop(r, der frühere Königlich bayerische Kammersänger Hr. Theodor Reiche mann sein Gastspiel als „Renato“ im „Maskenball". :

Im Belle-Alliance-Theater findet morgen die leßte | Aufführung der Pohlschen Gesangsposse „Der Jongleur“ statt, da übermorgen schon die Posse „In Saus und Braus* von Ed. Jacobson und R. Hahn zum ersten Male in Scene gehen soll. Hr. nee giebt darin die Partie des Theater-Friseurs Nietack, die leßte Ro t in welcher sh der beliebte Künstler vor Antritt seiner Sommerretif von dem Berliner Publikum verabschiedet.

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Jiedacteux: Nied el. Berlag der Expedition (Kessel). Druck: W. Elsner

Drei Beilagen (cinshließlich Böcsen-Beilage).

Berlin:

mission getrennt und die leßteren um eine neue sub:

und Spirituosen, Zucker, lebende Thiere und Fische, ferner

ventionirte Linie zwishen Havre und Mexiko werden ver-

Berlin, im Juni 1883,

Haupt-Buchhalterei des Reichsshatz-Amts.

es

Inserate für den Deutschen Reics- und Königl

Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels-

register nimmt an: die Königlitze Expcditien des Deutschen Reihs-Anzeigers und Königlich

Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin $W., Wilhelm-Straße Nr. 32, Wi

. Steckbriefe und Untersuchunrs-Sachen.

n. dergl,

.- Verkäufe, Verpachtungen, Subrnissionen ete,

. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung N) u. 8, W. von öffentlichen Papieren.

Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen. [26363] S Steckbriefs- Erneucrunz. Der unter dem 20. Ok- tober 1880 hinter den Handlungslehrling Julius Schcinmann in actis R. II, 2676, 80 J. IV a. 390, 30 wegen wiederholter Unterschlagung erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert. Berlin, Alt- Meoab!t 11/12 NW., den 6. Juni 1883. Königliches Amtégericht T., Abtheilung 84.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl,

Kaiserliches Landgericht Straßburg.

[26223] Oeffentliche R s

1) Die Anna Schmitt, ohne Gewerbe zu Herlis- heim, Wittwe des allda verlebten Drechslers Anton Braun und dessen zweite Gattin, handelnd a. eigenen Namens, fowohl wegen der zwischen ihr und ihrem genannten Chemann bestehenden, auf die Errungen- {haft beschränkten Gütergemeinschaft, jedo nur Unter der Nechtswohlthat des Inventars, als auch wegen ihrer Ersaßansprüche und endlich auch als Beschenkte ihres Chegatten zufolge Ehevertrages vor Notar Petitville zu Bischweiler vom 6. Februar 1846, b. Namens und als gesel;lide Vormünderin ihrer nabgenannten, aus der Ebe mit dem verlebten Gatten erzeugten Kinder Joscvh Braun, Franz Braun, alle bei ihrer Mutter domicilirt, in ihrer Agenshaft als Benefiziar-Grben ihres verstorbenen Vaters Anton Braun zu je %, Joseph Braun außer- dem als Venefiziarerben seines verstorbenen Bruders &ranz Braun zu 12/924,

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen

fentlicher Anzeige A ——

Inserate nehmen an: die Annoncen-Erxpeditionen des

. Industrielle Eta»lissements, Fabriken und (Grosshandâel,

. Verschiedene Bekanntmachungen.

. Literarische Anzeigen.

), Theater-Ánzeigen. | in der Börsen-

„Jnvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenstein & Bogler, G. L. Daube & Co.. E. Schlotte, Büttuer & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen - Bureaux.

. Familien-Nachrichtzn, beilage. W

trage: Gerube Kaiserlihes Landgericht, die Theilung und Auscinandersetzung des Nachlasses des am 23, Dezember 1881 zu Heclisheim verstorbenen Drechslers Anton Braun, sowie der Güter- gemeinschaft Braun-Schmitt zu verordnen und den Notar Ehrhardt z1. Weyersheiin mit diefen Operationen zu beauftcagzen, und ladet die Beklagten zur mündlien Verhandlung des Nechksstreits vor die erte Civilkammer des Kaisec- lichen Landgerichts zu Stcaßburg auf den 16, Oktober 1883, Morgens 9 Uhr, mit der Aufforderung, cinen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Nech!8anwalt zu bestellen. Zum Zwece der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. | Straßburg, den 9. Juni 1883. Der Landgerichts-Sekretär : Leue.

[26261] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 7067. Der Landwirth Karl Bechtler zu Stettfeld, vertzeten dur Rebtsonwalt Dr. Fried- berg hier, fíagt gegen den Unterlehrer Wendelin Bechtler in Forbach, zur Zeit an unbekannten Orten abwescnd, aus Darlehn verschiedener Beträge von 500 M, 400 J, und 70 M, jeweils verzinslich zu 9 9/0, ferner auf Einweisung in die Nebte bezahltec Gläubiger für die Beträge von 200 46 und 98 4. 38 «3, mit dem Antrage auf Verurtheilung des Be- klagten zur Zahlung von 1268 M. 38 ,Z nebst 5 %/ Zins aus 500 4 vom 21. Oktober 1881, aus 409 M

2) die Maria Braun, Dienstbote zu Paris, eben- falls unter der Wohlthat des Inventars als Erbin ihres verstorbenen Vaters Anton Braun zu % und thres Bruders Franz Braun zu 12/324,

3) Caroline Braun, ohne Gewerbe zu Herlisheim, L ihrer Eigenschaft als Benefiziarerbin ihres Vaters anton Braun zu %; und ihres Bruders Franz Braun zu **/224, vertreten durch Rechtsanwalt Or. Spalten- 1°In, lagen gegen :

Óacob Braun, ohne bekannten Aufenthaltsort 4 N Amerikc, Vereinigte Staaten, wohnhaft, 2) Amand Braun, ohne bekannten Aufenthaltsort, a angeblich in Paris wohnend, beide handelnd, ner dec Wohlthat des Inventars als Erben ihres verstorbeuen Vaters Anton Braun zu je %& und ihres

vom 6. November 1881, aus 70 /( vom 20. April 1882, aus 86 M. 80 „5 vom 26. Mai 1883 und aus 11 é 58 S vom Klagzustellungstage an, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreites vor die 1II. Civilkammer des Groß- herzoglichen Landgerichts zu Karlsruhe auf: Donnerstag, den 8. November 1883, : Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedahten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieer Auszug der Klage bekannt geiact. Karlsruhe, den 8, Juni 1883.

Amann,

¡torbenen Bruders Franz Braun zu je 3/294, und

Genossen, wegen Theilungsbestätigung wit dem An-

—_—R

| [25910] Oeffentliche Zustellung. Der Schuhmacher GustavHoffmarn in Scchneidemühl, vertreten durch den Justiz-Rath Presso in Schneide- mühl, klagt gegen seine Chefrau Pavline Emilie Hoff- mann, geb. Hoffmann, zu Amcrika, wegen böslichen Berlassens auf Trennung der Ehe, mit dem Antrage, das zwi]chen den Parteien bcstebende Band der She zu trennen, die Beklagte für den allein \{buldigen Theil zu erklären und ihr die Kosten des Nechtsftreits zur Last zu legen und ladet die Beklagte zur münd- lien Verhandlung des MRechtsftreits vonz dèie I. Civilfammer des Königlichen Landgerichts zu Scneidemühl auf

den 17. Oktober 1883, Vormittags 10 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedahten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu besteller.. „, ZUm Zwele der öffentlichen Zustellung wird diescr Auszug der Klage bekannt gemacht.

Schneidemühl, den 5. Juni 1883,

A Klawiter, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[26258]

Aufgebot, betreffend Ablösung von Berechtigungen auf den Bezug - von Brennholz.

„Zufolge der zwischen der Königliben Finanz- direktion zu Hannover und den Besißern der unten- genannten Neihestellen in Ausführung des Gesetzes vom 13. Juni 1873 abgeschlossenen Recesse sind die mit diesen Stellen verbundenen Berechtigungen auf

holz aus fiskalischen Harzforsten gegen dic dabei angegebenen Kapitalentschädigungen abgestellt :

1) Tiscler Friedrich Vollbrecht, Stelle Ne. 32 zu Petershütte, auf 5 Malter =- 10,4 rm für die Inquilinen der Stelle gegen 408 M 44 4; Briefträger Friedrich Bierwis, Stelle Nr. 39 zu Vor-Osterode, auf 10 Malter = 29,7 rm für

: den Hauseigenthümer gegen 841 F.

Auf Antrag der Königlichen Finanzdireltion zu Hannover werden alle Diejenigen, welche an den gedaten Berectiguugen oder an den Ablösungs- summen Eigenthums-, lehnrechtlie, fideikommissa- rische, Pfand- oder andere dinglihe Rechte, ins besondere auch Servituten und Realberechtigungen zu haben vermeinen, oder glauben, der Ablöfung wie der Auszahlung der Ablösungssummen widersprechen zu können, hierdurch aufgefordert, solbe Rechte und

Gerichtsschreiber des Großherzoglichen Landgerichts.

Ansprüche in dem auf

Mittwoch, den 10. Oktober 1883, Vormittags 10 Uhr, im Aumts8gerichtélokale angesetzten Termine anzu- As L 4c J metden und zu begründen, widrigenfalls 1) ihre etwaigen Rechte und Ansprüche im Ver- hältniß zur Königlichen Finanzdirektion in Hans nover als erloshen angenommen und sie damit ausge?chlossen werden, die Legitimation der genanuten Berechtigten zur Ablösung, zum Abschluß der Rezesffe und zunx Gmpfang der Ablösungésumme in jeder Be- ¿telang als erbracht angenommen werden soll. __ Die im Hypothekenbuche eingetragenen Gläubiger und von der Anmeldungspflicht ausgenommen. Osterode, den 8. Juni 1883. Königliches Amtsgericht. LIT, gez. Schwake. : Veröffentlicht : Moriß, Amzgerichtssekretär, Gerihts\chreißer.

26257 ias Aufgebot.

Uuf Antrag des Phitivp Schembs, Scmiede=» meister und Barbara geb, Beer, dessen Ehefrau. in Laubenheim wohnhaft, soll das nachvezrzeihnete, auf den Namen „Peter Becker, Weinolsdcim“ ein» getragene umd im Grundbuch der Gemeinde LWeinolshezn wie folgt beschriebene Immöhbel z

|

Flur VII. Nr. 271,5—550 QMetcr. Cl. 2 R.

j 1 Fl. 28 Kr., Aker vor dem Hohender ¡ebe o 2 , T4 : h . 40 NI, Deer, neben den Bezug der nachbezeichneten Quantitäten Brenn- ; '

Justin Wilh. und Becker Joh. Il. auf ¿hren Namen unter dem Erwerbstitel „Erähßung“ einge- tragen werden.

Antragsteller haden gemäß art. 8 des Ges, betr. Ueberwegung von Grundeigenthum, den Erlaß des Aufgebots beantragt und werden demgemäß alle: Diejenigen, welche an bezeiwnetes Wrundstück Eigens=. thums oder andere dingliche Rechte zu haben ver=ck meinen, aufgefordert, ihre Reczte und Ansprüche \patestens in dem auf

Dien ag, den 18. September 1883, Vormittags 9 Uhx, vor unterzeihnetem Amtsgericht anberaumten Ter=- mia anzumelden, widrigenfalls der Aus\cchluß ihrer Recbte erkannt werden wird. i Oppenheim, 2. Juni 1883. Gr. Hess. Amtsgericht. Fabricius. Metler,