1883 / 146 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Die madagassishen Gesandten haben von dem Minister-Präsidenten Ferry vor ihrer Abreise einen Ge- leitsbrief erhalten, um ungefährdet in ihre Heimath zurü>- kehren zu können.

Jtalien. Rom, 23. Juni. (Pr.) Jn Castellamare bei Neapel, wo gegenwärtig die Königinnen von Jtalien und Portugal und die beiden portugiesishen Prinzen verweilen und heute au< der König Humbert eintrifft, wird am Mon- tag der Stapellauf des nach einem Ausrufe der Königin Margherita benannten Schiffes „Avanti Savoia“ statt-

nden, Die vor Gaëta ankernde Kriegsf.otte ist zu dieser eier nah Neapel beordert worden. Die beiden Königinnen bewohnen die dem Meere zugewendeten Gemächer des König- lihen Palastes, vor wel<hem zwei Dampfer zu ihrer Ver- fügung stehen. Von Neapel aus wird sih der Hof nah Monza begeben, und von da aus wird ie Königin Maria Pia ihre Schwester, die Prinzessin Clstilve, in Moncalieri, den Herzog und die Herzogin von Genua “n Aglie besuchen.

Nußland und Polen. St. Petersburg, 23. Zuni. (W. T. B.) Heute Nachmittag verließ der päpstlihe Nun- tius und Krönungsbotschaster Vannutelli St. Petersburg, dessen kirchlichen Fnstituten derselbe während seines hiesigen Aufenthalts große Aufmerksamkcit gewidmet hat. Der Direktor des Departements der fremden Kulte, mebrere diplomatische Vertreter katholisher Mächte und viele Mitglieder der pol- nischen Aristokratie und Geistlichkeit gaben dem Nuntius das Geleit zum Bahnhofe. Mgr. Rannutelli begiebt si<h zu mehr- tägigem Aufenthalt nah Warschau.

Schweden und Norwegen. Christiania, 23. Juni. (W. T. B.) Der Storthing is heute Mittag vom Staats- Minister Selmer ohne Thronrede geshlossen worden.

Dänemark. Kopenhagen, 24. Juni. a D. D) Der König ist heute hierher zurückgekehrt.

Afrika. Egypten. Kairo, 24. Sun T. D) Die Regierung hat von einem Arzt in Damiette tele- graphish die Nachricht erhalten, daß ein bösartiges Fieber während der leßten Tage daselbst gewüthet habe; von 20 Er- k rankungsfällen seien ses tödtlich verlaufen. Die Sanitäts- fommission hat sih in Folge dessen von hier nah Damiette begeben. Einer den „Reuterschen Bureau“ zugehenden Meldung zufolge ist bie Epidemie in Daraiette während der dortigen Messe zun Ausbruch gekommen und sollen bis jeßt bereits 19 Personen gestorben sein, darunter 11 unter dem Verdacht der Cholera.

Zeitungsftimmen. Am Schlusse eines Leitartikels über „die parlanzentarisŸe

Taktik des Reichskanzlers“ sagt die Münchener „Allgemeine

ZLIUTUN d:

Daß durch die Gesammtpolitik des Reichskanzlers ein großer, alles beherrsbender Grundzug geht, der ols das Streben na< Kon- solidirung des Reiches und Stärkung feiner Attraktionékraft zu bezeichnen if, kann kaum von seinen leidenschaftlichen Gegnern bestritten werden; und wer zugiebt, daß dieses Streben no< lange der beherrs<ende Grundzug der deutschen Politif bleiben muß, wird (da unläugbar die Vergangenheit, um mit der „Nordd. Allg. Zte.“ zu reden, eine Präsumtion zu des Reichskanzlers Gunsten statuirt hai) auch geneigt sein, die Leitung der deutschen Politik durch BigZ- mar> oder in Bismar>s Geiste als eîne Nothwendigkeit anzufchen, trotz der mancherlei herben Enttäuschungen, welche die Wünsche selbst ret gemäßigter liberaler Männer erfahren haben. Solche Ent- täus<bungen wären aber den Liberalen vielleicht erspart geblieben, wenn sie in den großen Angelegenheiten der «uf Konsolidirung des Reiches gericteten Politik der Leitung des Reichskanzlers unbedingter hätten folgen mögen.

Jn Vervollständigung des Materials zur Beurtheilung der Frage, ob die Arbeitslöhne qualitativ sich im Steigen be- finden, bringt die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ folgende Angaben über rheinisch:westfälishe Zechen, alío gerade aus demjenigen Gebiete, aus welchem Hr. von Schor- lemer seine Angabe, es sci wohl ein quantitatives, nicht aber ein qualitatives Steigen der Löhne zu konstatiren, begründen möchte :

In der am 5. Juni in Dortmund abgehaltenen Generalversamm- lung der Zeche ver. Westfalia wurde mitgetheilt, daß im abgelaufenen Geschäftsjahr 1882 die Produktion sich um 5 °/o gehoben, daß auch in den vier ersten Monaten cine weitere Steigerung dersclben einge- treten sei, und zwar uin 1009/6 gegen das Vorjahr. Eine Verminde- rung der Selbstkosten ei nicht eingetreten, „weil“, so sagt der Be- rit wörtlich, „die Steigerung der Arbeitslöhne cine sehr bedeutende war. Sie hat von Anf1ng bis zum Schluß des Jahres 15 %% be- tragen, eine Ziffer, welche au< nicht annähernd durch die geringe Besserung der Kohlenpreise ausgegliben werden konnte, Der all- gemein konstatirte wirthschaftliche Aufs{wung ist daher bis heute in erster Linie den Arbeitern zugute gekommen.“

Da neben ciner qualitativen Lohnaufbesserung bis zu 15 % eine Produktionssteigerunz von 5s °/9 herging, inuß, die wirth\chaftliche Lage der Belegschaft fich ganz bedeutend in 1882 gebessert haben.

Die Zeche ver. Schürbank und Charlottenburg bei Alplerbe> giebt in ihrem Verwaltungsberichte pro 1882 an, daß die Förderung an Kohlen von 1649 829 Ctr. in 1881 auf 2 120535 Ctr. in 1882 gestiegen, an Eisenstein von 59 677 Ctr. auf 30 543 gesunken sei; im Ganzen also eine Steigerung von 23,6 °/9. Der Dur{schnittslohn pro Mann und Schicht stieg von 2,24 M. in 1881 auf 2,39 M in 1882, also um 6,7 9%. Dcr Erlös pro 100 Ctr. stieg von 25,34 auf 96,62 M, also um 5,05 %. Auch hier hat also augenscheinlich die Belegschaft ihren Antheil an der Besserung der wirthschaftlichen Gesammtlage auch qualitativ erhalten.

Der Geschäftsbericht der Zeche ver. Hagenbe> pro 1882 fonsta: tirt eine Steigerung der Fördecung gegen das Vorjahr um 28,2 °/o, eine sol<e des Lohnes pro Mann und Schicht von 2,78 auf 2,90 A, also um 4,3°%/. Auch dort mehr Arbeitsgelegenheit bei höheren Löhnen.

Die Bergbaugesellsha# Holland zu Wattenscheid haite in 1882 wegen eines Gestängebruhs der Wasserhaltunasmascbine, der einen Theil der Werke 5 Monate außer Betrieb seßte, etne Minderförde- rung, indem nur 6 425 245 Ctr. gegen 6614 377 in 1881, also minus 1,6% gefördert werden konnten; gegen den Voranschlag blieb die Förderung um 500 000 Ctr. zurü>. Der Durcbschnittslohn pro Mann und Schicht stieg von 2,63 in 1881 auf 2,81 in 1882, also um 6,8 %%. Troß der ungünstigen Förderung stiegen also die Löhne qualitativ.

Die Zee Neu - Iserlohn steigerte ihre Produktion von 6 718 264 Ctr. in 1881 auf 8 134 000 in 1882, also um 21/6. Die Belegschaft belief sih 1881 cuf 1313, dagegen 1882 auf 1488 Arbei- ter, stieg also um 13%. Die Durchschnittslöhne waren 9,78 resp. 7,25 9% höher als im Vorjahre, und 17 9% böher als 1878.

Bei den Kruppschen Gruben stieg im letzten Quartale die Arbeiterzahl von 2959 auf 2986 Mann, also um 1 %/; dagegen stieg die monatlihe Durchscbnittélohnsumme von 161 695,75 F auf 164 912,92 Æ, also um 2/9. Die Differenz zwischen 1% Steige- rung der Arbeiterzall und 29% der Lohnsumme stellt die qualitative Lohnaufbesserung dar, also 1 °/4 pro Monat = 12/6 pro Fahr.

Alle diese Angaben sind den Seschäftsberichten de- betreffenden | In Erwägung, daß eine spezielle Berathung dieser Thesen dur die Gesellschaften entnom:nen, ein Zweifel an deren Richtigkeit kann also | beschränkte Zeit unmögli gemat werde, besloß die Versammlung, faum obwalten. Da nun wohl kaum eine Zeche ihre öhne auf dim | eine Kommission niederzuseten, die auf Grund der Referate dem alten Niveau halten kann, während die benachbarten die ihrigen stei- | nächsten Aerztetage über den Gegenftand Bericht zu erstatten habe. gern, so wird, wie wir es neulih für die oberslesische Montans | Mit der Niedersetzung dieser Kommission wurde der Ausschuß betraut. industrie spezialisirt na<gewiesen haben, auch für die Gesammtheit Der Geheime Regierungs-Rath Dr. Rob. Koch hielt alsdann den der rheinis<-westfälishen Bergwerksarbeiter ni<ht nur vermehrte | angekündigten Vortrag über die neuen Untersuchungsmethoden zum Arheitsgelegenheit, sondern auch qualitative Lohnsteigerung als Effekt | Nahweis der Mikrokosmen in Boden, Luft und Wasser und

der neuen Tarifpolitik zu konstatiren sein.

gab an der Hand zahlreicher Präparate einen Ueberbli> über die dur

Fügen wir nun hieran eine Notiz über industrielle Werke des ihn angebahnten Wege, in den genannten Medien auf \sicbere Weise Regierungsbezirks Düsseldorf. Der Gewerberath (Fabrikinspektor) | Bakterien und Pilze nachzuweisen und ihre Anzahl zu erkennen. Dr. Wolff daselbst hat in seinem Fahresberihte an den Handels- Der Dr. P. Börner gab hierauf der Versammlung einen Ueber-

Minister eine Lohnstatistik über 39 größere Werke des zirks aufgestellt ; Be ergiebt: dns

Arbeiterzahl : 13 899 181

auf einen Arbeiter entfielen täglich Schichten :

303,3 310,1 Summe der Arbeitslöhne: 11 360 000 M 16 490 000 M Zunahme: 5 130 000 M j Durcbschnittslohn pro Jahr und Kopf: 817 M. 909 M

ziemli genau eruiren. Die + 33,8 %% der Arbeiterzahl und + 2,6% der Schichten stellen zusammen mit 36,4 9/0 dle Vermehrung der Arbeitêgelegenheit dar: da die Lohnsumme aber um 4

dortigen Be- | bli> über den Hauptinhalt der Hygiene-Auéstellung als vorläufige

Orientirung für eine Besichtigung derselben, die am Nachmitta unter Leitung der Gruvpenvorstände stattfand. Hr. Gra \sprah sodann den Vertretern der Behörden, die dur

+ 33,8 9/6 | ihre Anwesenheit ihr Interesse an den Verhandlungen des

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Aerztetages bezeugt, den s\tädtishen Behörden Berlins und dem

9,6 9/6 | Berliner Lokalcomité, ferner allen Referenten und Vortragenden den g

Dank der Versammlung aus. Mit einem Ho auf den Leiter der Verhandlungen, Hrn. Graf, trenuten sich die Mitglieder gegen 1 Ubr,

46 9% | um si in die Ausstellung zu begeben, wo nach der Besichtigung um

5 Uhr das Festdiner stattfand.

+ 112 9% Am gestrigen Sonntage wurden die <irurgishen und gynaeko- Hier läßt si< das Verhältniß der quantitativen Lohnaufbesserung | logischen Kliniken sowie die stätishen Rieselfelder besichtigt.

6 9/6 gestiegen Die Erkursion, welche die Anthropologise Gesellschaft

ist, so ist die Differenz zwischen 46 und 36,4, also 9,6%, etwa die gestern na < Tangermünde führte, war auch in Bezug auf die qualitative Lohnaufbesserung; etwa dasselbe Resultat ergiebt si, | wissenschaftli&e Ausbeute eine überaus lohnende. Die Lehrter Bahn wenn die prozentuelle Aufbesserung der Schichten von derjenigen des | hatte dic Theilnehmer, etwa 40 an der Zahl, zunäcbst nah Stendal

Durchschnitts-Jahreslohnes abgezogen wird.

geführt. Hier standen Wagen bereit, welche die Gesellschaft, der si

Aub bei den industriellen Werken wird als richtig gelten müssen, | einige Herren aus Stendal angeschlossen, nah Tangermünde führten. daß nicht das eine oder das andere scine Löhne auf dem alten Nivea1 zu | Man betrat die Stadt dur das berühmte Neustädter Thor, das halten vermag, während benabarte, namentli größere Werke ihre | Friy Werners Künstlerhand so meisterhaft zu fixiren verstanden hat. Lohnsäâgte steigern. Man wird also auch für die industriellen Werke | Das Gräberfeld, dem die Gesellswaft demnächst in angestreng- der dortigen Gegend auf eine steizende Tendenz der Lohnbewegung | tesler Thätigkeit ihre Aufmerksamkeit widmete, liegt südöstlih der schließen dürfen. Daß letzterer Sluß au für die Allgemeinheit | Stadt, etwa } Stunde von ihr entfernt. Man förderte hier cine An- zutreffend ist, zeigt Übrigens au<h tie in Arhbeiterkreisen vorhandene | zahl wohlerhaltener Urnen und in ihnen Leichenbrand sowie Bronze große Neigung, dur< Strikes Lohnaufbesserungea, resp. Herabsezungen | und Eisen zu Tage. Die Urnen wie die sonstigen Funde gehörten

der Arbeitszeit zu erzwingen, wie solcbe gerade in diesen le naten an vielen Orten si<h dokumentirt hut, und ¿war

einem den Arbeitern günstigen Erfolge. .

ßten Mo- | dem sogenannten lausißer Typus, somit also einer s>€on etwas vor- meist mit | gerücteren, weich“iweren Periode an, die, wahrscheinlih {on in dic

diesseitige Zeitre<nung hineinragend, immer aber noch vor der Völker- wanderung liegend, als jene âlteste Eisenzeit sich präsentirt, in der Bronze und Eisen si< wohl berühren, die Geräthe aber

—_—T Gewerbe und Handel.

Nordhausen, 23. Juni, (W. T. B.) Sn déx

Generalversammlung der Nordhaufsen-

do<h no< vorwiegend aus Bronze hergestellt sind. Das Orna- ment des Geräths, wie namentli< au< die vier vorgefundenen Bronzeokrringe glichen genau den Funden, die Pröfessor Dr. Virchow

i heutigen | vor einiger Zei: bei Lichterfelde zu Tage gefördert hat. Jn der Alt- Erfurter Eisenkahn- | mark waren derartige Urnenfelder, die ciner entschieden germanischen

gesells<haft waren 4701 Aktien mit 942 Stimmen dur | Bevölkerung angehören, biéher mit Bestimmtheit no< nit nach- 51 Aktionäre vertreten. Der Jahresberiht wurde genehmigt und die | gewtelen, wie überhaupt die Grenzen diescs großen lausißer Typus Dividende auf 49/9 feltgesett; für die Rebnung pro 1881 wurde na< Westen hin no< nit genau cruirt inv. Erst die gestrige Decharge ertheilt und die ausscheidenden Mitglieder des Verwaltung8- Grfursion hat einiges Licht in d'e für die Prähistorie der Marken hob- rathes, Kumbruch-Kösen, Roßner-Kösen und Dannenberg-Berlin, | wichtigen Frage gebraht. Kurz nah 2 Uhr wurde der Rückweg nach wiedergewählt. Auf Antrag Wöwenfeld-Berlin lehnte die Versamm- der Stadt angetreten und nunmehr diefe selbst unter Führung des lung mit 499 Stimmen den Statutennachtrag auf Uebertragung der | Bürgermeisters Ullrich, des Predigers Wassermann und des Stadt- rüdständigen nothle:denden Coupons ab; der Beschluß vom 1, März verordneten-Vorstehers Neumann eingehend besichtigt. Wohl feine

wird dadur< unausführbar.

Stadt der Marken bietet so vicl des Alterthümlichen wie Tanger-

London, 23. Juni. (W. T. B.) Bei dem Schluß dex gestrigen münde. Stolz ragen no<þ heute die bis 60 Fuß hohen

W ollauktion waren Preise unverändert.

! Mauern empor, die die von König Heinri I. etwa

Glasgow, 23. Juni. (W. T. B.) Die Vorräthe von | 924 angelegte Burg na< der Wasßserseite hin \<{üpen. Robeisen in den Stores belaufen si auf 584 200 Tons gegen | Nächst dem Rathhaus erregte der alte Burgplaß das lebhafteste 637 700 Tons im vorigen Jahre. Zahl der iw Betriebe befindlichen Interesse. Aus der Zeit Heinrichs T. ist nur noch ein fleiner Mauer-

Hochöfen 114 gegen 108 im vorigen Jahre.

rest vorhanden. Auch an den alten Kaiserpalast erinnern nur no<

St, Petersburg, 23. Juni, (W. T. B.) Die Superzividende | die folcssalen Burgmauern und der sogenannte Kapitelthurm. der Kursk-Kiewer Cisenbahn ist auf 6 Rbl. festgeseßt.

Verkehrs-Anstalten.

Bremen, 23 S Q D B) D Dampfer

As ee Sit Kurfürst Friedri< I. rührt jener alte Bau her, der früher fäls<lid als die Kapelle bezeichnet wurde. Alles Uebrige ist von den Schweden im s0jährigen Kriege zerstört und verwüstet worden. Etwas abseiis steht der von Albrecht Achilles er- des | Laute Gefangenenthurm, in dem einst au< Friedrich mit

Norddeutschen Lloyd „Donau“ ist heute irüh 5 Uhr in New- | dex gebissenen Wange geschmachtet hat. Von der Burg

Bork eingetroffen.

ans begaben si<h die Anthropologen an dem Hause vorbei,

__ Hamburg, 24. Su (O R E Postdampfer | in dem einst die Könizin Luise auf der Fluht nach der „Hammonia“ der Hamburg-Amerikanischen Padketfahrt- | SwWlacht bei VJecua eine ruhelose Nacht vollbraht, zu dem Aktiengesells<aft isk, von New-York kommend, gestern Abend | imposanten ünd au arcbitektonis<h hochinteressanten Bau der

11 Ußc in Plymouth anzekommen.

S tephanskirche, von dessen 284 Fuß hohen Thurm man einen präch-

Triest, 20, Juni, (W, L, B.) Der Lloyddampier | tizen Nundbli> genießt. De: älteste Theil der Kirche stammt no< Davhne“ ist heute Morgen mit der ostindifchen Ueberlandpost | ais der Zeit der ersten Askanier. Kurz nah 8 Uhr wurde die Nüdk-

aus Alexandrien hier eingetroffen.

New-York, 23, Juni, (W. S. B) Déx

(C. Messingsche Linie) ist heute hier eingetroffen.

fahrt über Kalbau, den wendishen Vorort Tangermündes, ange-

: ; V _Dampfer | creten. „Span von der National-Dampfs<if#s3-Compagnie E

Berlin, 25. Juni 1883.

Zur Abhaltung der alljährlich im Terrain stattfindenden G e - fe<hts- und Schießübungen verließen heute früh von jedem ver hiesigen Garde-Infanterie-Regimenter mit Ausnahmc tes Kaiser Franz-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 2, von dem 2 Bataillone aus- rückten, je 1 Bataillon für die Dauer der 12 tägigen Uebung der heute formirten Garde-Landwehr-Bataillone die Garnison. Es rüd>-

Die zweite Sitzung des Deutschen Aecrztetages wurde am A S Ratatllo F „Nogat

Son ft Wormitiog d Uhr, vom Borsivenden, Hrn Graf-Elberfeld, | nav" Werneuchen, das, 2, Bataillon des Geade-Füsilier-Regiments eröffnet. Der Vorsitzende theilte zunäcst das Resultat der am Schluß der | ng< Oranienburg und Umgegend, das 1. Bataillon des Kaiser vorigen Sißung vorgenommenen Wahlen zum Auss{uß mik. Mit | Alexander-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 na< Strausberg, das gro'zec Majorität wurden wiedergewählt die Herren: Gras, Heinze- | 9 Bataillon Kaiser Franz-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 9 nah Leipzig, Pfeiffer - Weimar, Brauser - Regensburg, Rintel - Berlir, | By>ow bei Müncheberg, das Füsilier-Bataillon des Kaiser Franz- ablehnenden | Garde-Greradier-Regiments Nr. 2 nah Woltersdorf und Umgegend,

Cohen-Hannover. An Stelle des eine Wiederwaÿl Hrn. Hoffmann - Carlsruhe wurde Hr. Sigzel - Stuttgart

| das Füsilier-Bataillon des 3. Garde-Regiments z. F, nach Königs-

wählt. Alsdann nahm zum ersten Gegenstande der Tagesordnung, 5 5 d aus, woselbst diese Batail » ver Besprehuna des Themas „Säuglingsernöhrung“ als Referent N E E

ver ‘Heheime Medizinal-Rath Prof. Dr. Henoh-Berlin das Wort und faßte scinen Vortrag in folgenden Thefen zusammen: lide Ernäßrung des Kindes (dur die N verdient

anteren Ernährungsmcthoden den Vorzug, weil st

Die natür- E

E O Neisse, 23. Juni. (W. T. B) Die Neisse ist im weiteren - 9 , , , . F .-

heit der Mutter und des Kindes zuträglichste ist. Nur im Falle einer Fallen begriffen. Die Biele in der Stadt ist ohne Wasser, da der

HBiele-Aquädukt zerstört ist; dagegen ist der Wallgraben no< mit

bestimmten Contraindikation oder des Auébleibens der Milsekretion | Wasser angefüllt. In Roßhof, Neisse, Rothhaus und Briesen haben

it ftatt der Mutter eine Amme zu verwenden, Nur bei der Unrndg- lichkeit, die Amme zu halten, darf vie künstliche

Mutter besteht in gewissen Krankheiten oder

Frauenmil< bei der CEraährung der Säuglinge

mehle mit Einschluß der Liebigshen Suppe find großen Gehaltes an Stärkemehl für die Ernà

Dammbrüche stattgefunden. Seit heute früh regnet cs wieder un-

M : e eti Frnährung | unterbrochen.

Platz greifen. Die Kontraindikation gegen das Säugen der Prag, 23. Juni. (W. T. B.) Die Gegend von Pardubit L M _Zrankbafster | ¡ft dur< das Austreten der Chrudimfka in großer Ausdehnung über- Anlage derselben. Die Untersuchung der, Milh einer Säugenden ist | \hwemmt. Das Pardubißer Schloß konnte nur mittelst Kähnen nicht entscheidend für die Resultate der Laktation. Diesen Thesen | erreicht werden. Der Schaden an Feldfrüchten ist groß. Vie des Referenten fügte Hr. ron Dusch-Hetdelberg als Korreferent sol- | [egten Nachrichten aus den übers{wemm!en Gebieten melden übrigens gende weitere Thesen, die er in längerem Vortrage begründete, hirzu: | ein Sinken des Wassers. In Aussig ist die Schiffahrt wegen Eine gute Kuhmil< is} allein gecignet im Allgemeinen die | des Hochwassers eingestellt. i d

zu

liage in den ersten Lebensmonaten ungeeignet. Zudem

erse'zen. C Die Beschaffung einer guten, unzerseßzten Kuhmilh füc diejenigen / Säuglinge. wel<e künstlich ernährt werden müssen, ist cine der | London, 24. Juni, A W. F. : N wichtigsten Aufgaben der Kiaderhygiene. Alle sogenannten Kinder- | cin Zusammenstoß zwischen den Schiffen „Waitrara

wegen ua ; : A hrung der Säug- Neu-Seeland besanden. Die „Waitrara" kenterte, und 25 Personen

ist die | ertranken. Ernährung dur diese Surrogate weit kToftspieligecr als durch die

Abends. (W. T. B) Im Kanal a un

ihres | „Hurunui“ stattgefunden, welche beide sich auf dem Wege nach

theuerste Kuhmil{. In den Fällen, in welchen die Kuhmilh nicht Rom, 2. Juni. (W. T. B.) In dem Theater in Dervio vertragen wird, dürfte auf Grund eigener und fremder Erfahrung das | (Provinz Como) brach gestern Abend während der Vorstellung Feuer fünstlihe Rahmgewenge (Rahmkcnserve) Biederts wohl als das am | gus, in welchem 47 Personen ums Leben kamen und 10 verletzt wurden.

meisten zu empfehlende Surrogat zu bezei<nen sein.

Da jedoch jede

fünstlihe Ernährungêmetbode der Ernährung durch die Muttermilch ita

weit nacsteht, so ist es eine Pflicht der Aerzte, das Stillen der Kinder

dur< die eigene Mutter dur< Belehrung und Ermahnung zu be- Redacteur: Ried el

fördern. Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Kinder- l hygiene, diejenigen ohne Zweifel in der Erziehung Berlia: Lebenêweise gelegenen Ursachen zu ermitteln, wodurch sonst gesunde Frauea wegen mangelnder Milchsekretion hindert werden, ihren ersten mütteclihen Pflichten nachzukommen.

N Verlag der Expedition (Ke sel). Dru>: W. Elsner.

Bere Fünf Beilagen

Nur auf diese Weise wird es gelingen, das in mancher Beziehung (einscbließli<h Börsen-Beilage). (7664)

nicht zu billigende Ammenwesen auf das geringste Maß zu beschränken.

E. L H E D E I E V

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und Königli<h Preußischen Staats-Anzeiger. den 25. Juni 183.

m Staude am Ende des Monats Mai 1[B8BZ. T n 21. m | 8. [2% | %. 1.2%. | 3. i R E c 3 A R

Für 1883 ir 1883 Nah Ver- bis Ende Mai find z. Ver- Für il sind zur In den beiden letzten Gesammtes bis jeßt der Gesellschaft Län E ; : zel : el ge derlausgab. des Ginnahme e fusung wud Ee Jahren sind an Divi- bonjessionirtes nlage-Kapital be das gesammten E ———— ge-Napia Prior. bezw. Verzinsung Ee GUDen _| Anlage- |Anlagekapi- s C o | ; A L J L aus dem Personen- ; berechtigt g Proz. auf d kapital |tals(Sp.28

d dem Güterverkeh G Dblig, und\ —— ——— | auendhue (Sp. 28)\sind z. jähr un aus dem Qutervertehr sonst. Dar- s R: s U . Iahr. Gepäverkehr . Neben aus Priori- orität | verzuste y m Tee | überhaupt | Wf | Betriebs- | Stamm- | täts | Bt Nrioritüls- | gberhaupt | Stamm- | Prioritäts- | Prioritäts- Lepden, u-Pmorli, - Ö s r S s i s | : . . , - „E überhaupt [auf 1 km] überhaupt jauf 1 km S | “Aftien en Aktien ktien Stammaktien, Obligationen streden. Obligat, gr , ordeclich.

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3 349 060 6 926 201 4 509/443 658 907| 288 822 136 775|— + 710396+ 463

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