1904 / 141 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Overyssel und Limburg gut; in Nordholland ziemlich gut und in G'oningen und Utrecht mäßig. Auf Sandboden_ ist der Stand in Gelderland, Drenthe, Friesland, Südholland, Oestlih-Nordbrabant und Overyssel gut, in Groningen, Nordholland, Westlich- Nordbrabant und Limburg ziemlich gut, in Utreht mäßig. In den Télern und auch auf Moorboden steht der Hafer in Drenthe sehr gut, in Groningen, Friesland und Overyssel gut und in Utreckcht ziemlich gut. Die Sommergerste steht in 'Südholland gut, in Groningen dagegen mäßig. Der Stand der Bohnen ist im all- emeinen zufriedenstellend. Er ist auf Lehmboden sehr gut in See- land, Groningen, Friesland und Overyssel, gut in Südholland und Westlich - Nordbrabant, mäßig in Utredt. Auch bei Erbsen is der Stand im allgemeinen günstig. Auf Lehm- boden ist er in Grouingen sehr gu in Seeland, Südholland, Gelder- land, Friesland, Westlih-Nordbrabant und Oberyssel gut, in Nord- holland ziemlih gut und in Utrecht A Auf Sandboden stehen die Erbsen in Groningen sehr gut, in Südholland, Gelderland, Fries- land, Nordbrabant und Limburg gut und in Nordholland ziemli gut. Sn Tälern und auf Moorboden ist der Stand sehr gut, in Over-

y}sel, Utrecht und Südholland gut. Flachs steht im allgemeinen

nicht ungünstig, obshon der Flahsbrand in einigen Provinzen ziemli stark auftritt und das Gewächs in Friesland durch Nacht- fröste gelitten hat. i

Infolge der \{chlechten Ernteergëbnisse in den beiden leßten Jahren sind Zuckerrüben weniger angebaut worden als in 1903 und 1902, in Seeland wenigstens ein Drittel weniger als im vorigen Jahre. Der Stand ist für den Augenblick günstig, obschon aus verschiedenen Gegenden über Insektenfraß, der zum Umpflügen Anlaß gab, Klagen [aut werden. In Seeland, Groningen, Südholland, Friesland und Westlich- Nordbrabant ist der Stand gut, in Gelderland, Utreht, Overyssel und Limburg ziemlich gut, in Nordholland dagegen nur mäßig. Eß- kartoffeln wurden in diesem Jahre bedeutend mehr angebaut als in den früheren Jahren, da hierzu sowohl die hohen Kartoffel- preise im abgelaufenen Jahre Anlaß gaben, als_auch die Einschrän- kung der Anbauflächen für Zuckerrüben. Der Stand der Kartoffeln ist im allgemeinen nit ungünstig. An einzelnen Stellen, an denen die Kartoffeln infolge Wurmfraßes niht aufgegangen waren, find Zuckerrüben gepflanzt worden. Auf Lehmboden ist der Stand fehr gut in Friesland und Overyssel, gut in Südholland, Seeland, Gelderland und Nordbrabant, ziemli gut in Utrecht. Auf Sandboden ist der Stand sehr gut in Overyssel, gut in Südholland, Gelderland und Ütrecht. Zichorien, die vornehmlich in Friesland angebaut werden, und Zwiebeln stehen gut. E /

Fnfolge der günstigen Witterung im Frühjahre konnte das Vieh sehr früh auf die Weide getrieben werden. Die Wiesen versprehen einen reichlichen Ertrag. Die Berichte lauten bezüglih der Heuernte „gut“ bis „ausgezeichnet“. M

Die Berichte über den Stand des Klees lauten günstig. :

Die Aussichten auf die Fruhternte sind im allgemeinen günstig. Die Aepfel bäume haben prächtig geblüht und versprehen überall einen reichlihen Ertrag. Der E der Birnbäume dagegen hat troß reiher Blüte den gehegten Erwartungen nit entsprohen. Augenscheinlich haben die Blüten durch Negen und Nachtfröste im Mai gelitten. In Nordbrabant und Limburg sind die Aussichten gut, in Westland, der Betuwe, L Ütrecht ziemlich gut und in einzelnen Teilen der

rovinz Südholland mäßig. UÜrteile über die vorausfihtlihen Ernte-

ergebnisse der Pflaumen lauten verschieden. Im Westland, Utrecht, Betuwe und Süd-Beveland ist der Stand fehr gut, in der Bangert ziemlih gut und bei Ysselmonde sehr mäßig. In der Betuwe haben die Maikirschen durh Nachtfröste gelitten sodaß die Ernte nur mäßig auéfallen wird. Jn Limburg ist der Stand ziemli gut, in Südholland sehr gut. Die Aussichten auf den Ertrag der Pfirsihe und Aprikosen lauten durhweg sehr gut; nur bei Yfselmonde ist der Stand sehr \{lecht. Johannisbeeren ver- \prehen einen guten Ertrag, das Gleiche gilt von Stachelbeeren. Die Himbeeren haben durch Wurmfraß gelitten, im übrigen lauten die Berichte ziemlih günstig. Die Erdbeeren versprehen überall einen reihlihen Ertrag: auch der Stand der Nüsse verspricht guten Ertrag. Die Gartengewächse stehen allenthalben zur Zufriedenheit.

Theater und Mufik.

Bellealliancetheater.

Das Tegernseer Bauerntheater, das vor Jahren {on bet uns zu Gaste war, eröffnete eten im Bellealliancetheater eine Reihe von Vorstellungen mit der Aufführung einer Burleske von Richard Manz „Der kleine Kürassier“. Die Fabel des Stücks ist nicht eben neu u. a. kommt fie auch in der Operette „Madame Sherry“ vor —, sie beruht darauf, daß ein flotter Kunstjünger, in diesem Falle ein Maler, nach Hause berichtet hat, er sei seit Jahren glüdcklih verheiratet, während er noch Junggeselle ist. Die plöglih angesagte Ankunft seiner Eltern nôtigt ihn, nun mit Hilfe einiger Freunde den braven Leuten eine Komödie vorzuspielen, an die sie zunächst glauben, bis sich die Täuschung \chließlich ohne ernstere Verwickelungen heraus- stellt und die allgemeine Versöhnung erfolgt. Auch die drollige Figur des „Amerikaseppl“, die Hauptperson einer früher von den bäuerlichen Darstellern aufgeführten Posse, spielt in diesem Stücke die Rolle des Spaßmachers. Gesang und Schuhplattltänze geben neben dem oberbayerishen Dialekt die Lokalfarbe. Gespielt wurde mit jener Frische, die stets bei den Tegernseern wohltuend berührte. Den Abend beschloß ein einaktiger Scherz „Die Automatenalm“ be- titelt, der ebenfalls Richard Manz, den Leiter der Truppe, zum Verfasser hat und viel Heiterkeit erweckte.

Im Königlichen Opernhause gelangt morgen, Sonnabend, „Fidelio“, Oper in zwei Akten von L. van Beethoven, zur Auf- führung; die Damen Dietrich, Reinl, die Herren Bahmann, Möd- linger, Nebe, Philipp und Sommer sind in den Hauptrollen beschäftigt. Kapellmeister von Strauß dirigiert. Zu Beginn wird die Ouvertüre „Leonore“ Nr. 3 gespielt.

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 130. Vorstellung. Fidelio. Oper in 2 Akten von Ludwig van Beethoven. Text nah dem Fran- zösischen von Ferdinand Treitschke. po Beginn: Ouvertüre „Leonore“ (Nr. 3). Ansang 7 Uhr.

Neues Operntheater. Unter Leitung des Di- rektors: Gastspiel des Joss Em enttlel, 28. Vorstellung. Zum ersten Male: Der Herr Professor. Operette in 3 Akten von Victor Lóon. Musik von Béla von Ui: In Siene gefeßt vom Oberregisseur Berthold Glesinger. Dirigent: Kapell- meister Arthur Peisker. Anfang 7F Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 131. Vorstellung. Undine. Romantische Zauberoper in 4 Akten von Albert Lorting. Text nach Fouqués Erzählung frei be“

arbeitet. Anfang 7# Uhr.

Neues Operntheater. Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Die Fledermaus. Komische Operette in 3 Akten nach Meilhacs und Halévys Reveillon“. Bearbeitet von C. Haffner und N. Genóe. Musik von Johann Strauß. Abends 7x4 Uhr: 29. Vorstellung. Der Herr Professor. Operette in 3 Akten von Victor Léon. Musik von

Bóla von Ujj.

Deutsches Theater. Sonnabend: Die ver- -suukeune Glocke. Anfang 7# Uhr.

Gastspiel von

der Elfen.

Fritzchen. Abends 8 Uhr:

Fritzchen.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Rosenmontag. Abends 77 Uhr: Rose Bernd. Montag: Monua Vanna.

Berliner Theater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Mamzelle Nitouche.

Sonntag, Abends 8 Uhr: Mamzelle Nitouche.

Montag, Abends 8 Uhr: Mamzelle Nitouche.

Dienstag, Abends 8 Uhr: Der jüngste Leutnant.

Schillertheater. 0. GuaDE vou einrich Bôtel.

Große Oper in 4 Akten von G. Verdi. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Das Nachtlager in Granada. Abends 8 Uhr: Oberon, König

Montag, Abends 8ZUhr: Der Freischütz.

N. (FriedrichWilhelmfstädtis{ches Theater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Morituri. (Teja. Das Ewig-Männliche.) Von Her- mann Sudermann.

Saa, Nachmittags 3 Uhr:

hr: Morituri. Das Ewig-Männliche.)

Montag, Abends 8 Uhr: WMorituri. Das Ewig-Mäunliche.) Im Garten täglih: Großes Militärkonzert.

Im Neuen Köntglihen Operntheater findet morgen die Erstaufführung M S in Operette „Der Herr Professor“ von Bélá von Ujj statt. Das Werk ist vom Oberregisseur Berthold Glesinger in Szene gesezt. Kapellmeister Arthur Peisker hat die musikalische Leitung übernommen.

Mannigfaltiges.

Berlin, den 17. Juni 1904.

In der gestrigen Sizung der Stadtverordneten nahm vor Eintritt in die Tagesordnung der Stadtverordnete Cassel das Wort, um einige Bemerkungen zu der kürzlih von dem Vorstand und dem Aufsihtsrat der Großen Berliner Straßenbahn in den Zeitungen veröffentlichten Erklärung zu machen. Im übrigen waren die Ver- handlungen der Sitzung im allgemeinen von untergeordneter Bedeutung. Der vom Magistrat beantragte Verkauf des Sportparkgeländes in Friedenau wurde- abgelehnt, weil man einen noch höheren Preis zu er- ztelen gedenkt; dagegen wurde der Magistrat ermächtigt, das Gelände zu eînem Mindestpreise von 2850 000 4A zu verkaufen. Ferner wurde ® eine Vorlage des Magisirats, 5000 für eine Studienreise des Stadtbaurats Krause nah Amerika zur Verfügung zu stellen, angenommen, gleichzeitig aber ein An- trag Buchow einem Ausschusse überwiesen, der dahin ging, noch 5000 6 zu bewilligen, um dem Stadtbaurat Krause noch eine jüngere Hilfskraft beizugeben. Zum Schluß stand eine Interpellation der Stadtvv. Antrick und Genossen auf der Tageéordnung, die ih auf eine Erklärung des Stadtrats Fischbeck bezog, daß E im städtishen Arbeitshause zur Aufbesserung der Verpflegung daselbit ver- wendet werden. Die yon dem Stadtv. Borgmann dagegen erhobenen Bedenken wegen Gefährdung des Etatsrehts der Stadtverordneten entkräftete der Oberbürgermeister Kirschner durch den Hinwe1s darauf, daß es sich dabei gar nicht um Ersparnisse an barem Gelde, fondern um solhe an Mittagsporttonen handele, die durch Abmeldung von Arbeitshäuslern nicht zur Verwendung gelangen. Der Frage- steller erklärte darauf die Anfrage für erledigt.

Die dritte Jahresversammlung der Gutenberg-Gesellschaft findet am Sonntag nah dem Johannisfest, den 26. Sani 1904, Bor- mittags 11 Uhr, im Stadthause zu Mainz statt, mit der durch die Satzung bestimmten regelmäßigen Tagesordnung. Den Festvortrag wird Professor Dr. R. Kausch (Darmstadt) über die graphischen Künste am Mittelrhein zur Zeit Gutenbergs halten.

Homburg v. d. H., 16. Juni. (W. T. B.) Heute vormittag 104 Uhr trafen auf der Saalburg Seine Majestät der Kaiser mittels Automobils und Jhre Majestät die Kaiserin zu Wagen sowie die Damen und Herren des Gefolges ein. Zum Empfange waren u. a. erschienen der Minifter der geistlichen 2c. Angelegenheiten Dr. Studt und der Oberbürgermeister Ritter von Marx. Die Majestäten besichtigten zunächst unter Führung des Geheimen Baurats Jacobi den rekon- struierten Mithrastempel und dann_ eingehend die im altrömischen Stil erbaute Doppeltribüne beim Start und Ziel des „Gordon- Bennett-Rennens.“ Der Herzog von Ratibor und der Freiherr bon Brandenstein übernahmen hier die Führung. Alsdann be- gaben sich die Majestäten in die Saalburg und sahen hier die vom Bildhauer Göß ausgeführten Statuen der rômischen Kaiser Hadrian und Alexander Severus, die vor dem Portal des Sacellums aufgestellt sind. Sodann besichtigten die Majestäten die in der Waffenhalle angebrahte Geden ks tafel für Theodor Mommsen mit der Büste des Gelehrten. Tafel und Büste sind ebenfalls vom Bildhauer Göß, den Seine Majestät heute zum Professor ernannte. Bei der Besichtigung waren zwei Söhne Mommsens zugegen. Die Majestäten begaben Sich darauf auf den Wall des Lagers, wo bei der Porta decumana einige n adh- gebildete ' alte rômishe Wurfgeschüßze aufgestellt waren, die vom Grafen von Zeppelin als Geschenk für die Saalburg seitens der „Gefellshaft für kothringishe Geschichte und Altertumskunde in Metz“ übergeben wurden. Die Ge- chüße wurden durch den Major Schramm vom Sächsischen rtillerieregiment Nr. 12 praktisch vorgeführt; es wurden Pfeile und Kugeln abgeschossen. Schließlih nahm Seine Majestät aus den Händen des Verlegers der „Allgemeinen Automobilzeitung*“ Braunbeck ein Prachtexemplar des offiziellen Führers für das Rennen entgegen. Hierauf fuhren Ihre Majestäten nah Homburg zurück.

Homburg v. d. Höhe, 16. Juni. (W. T. B.) Abends zwischen 6 und 7 Uhr wurde in der Nähe von Dornholzhausen an der Karlsbrücke das von der Saalburg mit großer Geschwindigkeit an- fommende Automobil des Berliner Hoteliers Uhl aus der Brückenkurve ins Feld geschleudert. Uhl und ein zweiter In sasse wurden erheblich verlegt.

Saalburg, 17. Juni. (W. T. B.) Pünktlih um 7 Uhr früh begann, durch LTrompetenfanfaren angezeigt, das Gordon-Bennett- Automobilrennen. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin, Allerhöhstwelhe von dem Herzog von Ratibor empfangen und in die Kaiserliche Loge geleitet worden waren, beobachteten mit großem Interesse den Start, dem auch Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz Heinrich, der Prinz Friedrih Leopold, die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen sowie der Prinz und die Prinzessin Friedrich Carl von Hessen beiwohnten.

_ Usingen (Taunus), 17. Juni. (W. T. B.) An den Folge eines Automobilunfalles, der sich gestern nahmittag zutrug, ist der Baron Leitenberger aus Wien heute früh in dem hiesigen Krankenhause gestorben. Baron Leitenberger verunglückte mit seinem Automobil, in welhem fich auch seine Gemahlin befand, an einer steilen Kurve bei Grävenwiebach. Das Automobil fuhr in einen Chausseegraben und übershlug sch. Der Baron und seine Gemahlin wurden {wer und der Chauffeur sehr {wer verleßt.

Bao ototis Garten.

u vo

bunten Nock. Dienstag: Maria Theresia.

(Wallnertheater.)

Abends 8 Uhr: Der Troubadour.

[f * Sonnabend , will er fich machen

Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Pauline. (Teja. Fritchen.

(Teja.

Königlicher Hofschauspieler.

von Schönthan.

„Konstantin“

Theater des Westens. Kantstr. 12. Bahnhof

er ( Sonnabend, Abends 8 Uhr:

kstümlichen Preisen: Alt-Heidelberg. Sonntag, Nachmittags 23 Uhr : Zu volkstümlichen

Preisen: Alt-Heidelberg. Abends 8 Uhr: Jm

Montag, Abends 8 Uhr: Im bunten Not.

Neues Theater. Sonnabend: Einen Jux Sonntag: Einen Jux wikl er fich machen.

Refsidenztheater. (Direktion : S. Lautenburg.)

L’enfant du Miracle.) Swank in 3 Akten vo da Gayault-und R. Charey. Deutsch von Alfred

alm. Sonntag und folgende Tage: Die 300 Tage.

Pentraltheater. Sonnabend, Abends- 8 Uhr:

Gastspiel von Josefine Dora und Emil Richard, h Der Naub der Sabinerinnen. Schwank in 4 Akten von Franz

Sonntag: Der Raub der Sabineriunen.

Bochum, 16. Juni. (W. T. B.) Auf Schacht 6 der Grube sind drei Gesteinsarbeiter verschüttet worden. Einer ist mit gebrohenen Beinen zu Tage gefördert, die beiden anderen sind noch nicht geborgen; sie find vermutlich tot.

Wien, 17. Juni. (W. T. B.) Der Gouverneur der Boden- kredit-Anstalt, ehemalige Generalintendant der Hoftheater, Freiherr von Bezecny ist heute gestorben.

(Wi: T¿BY

_St. Petersburg, 17. Juni. Die Stadt Minsk wurde dur ein großes Feuer heimgesucht, das im Zentrum der Stadt an dret Stellen ausbrach und sehr bedeutenden Schaden anrichtete.

New York, 16. Juni. (W. T. B.) Fast 600 Fahrgäste von dem durch Brand zerstörten Dampfer „General locum“ (vgl. Nr. 140 d. Bl) werden noch vermißt. 530 Leichen sind bis zuin Abend geborgen worden, davon sind 409 festgestellt. Ueber den Hergang bei dem Brandunglück soll eine eingehende Untersuhung angestellt werden. Von der Besazung des Schiffes is nur ein Mann (ein Stewaärd) umgekommen; die anderen befinden sich in Haft. Es wird erzählt, daß die Nettungs- gürtel niht erreichbar angebraht und überdies ein Teil von ihnen alt und unbrauchbar gewesen sei. Dem Kapitän wird vorgeworfen, daß er nit sofort auf die nächste Uferstelle zugesteuert habe. Was sih eigentlih zugetragen hat, ist \{wer festzustellen, da von den Ueber- lebenden viele immer noch wie von Sinnen sind. Uebereinstimmend wird“ berichtet, daß eine plößlihe Panik ausbrah und ein allgemeines Drängen nach dem hinteren Teile des Schiffes folgte. Infolge dessen zerbrachen die Relings und viele stürzten ohne Rettung8gürtel ins Wasser. Da viele unter den Frauen und Kindern nicht englisch ver- standen, wurde die Verwirrung noch größer. Im mittleren Teil der Oststadt ist kaum eine deutsche Familie, die durch das Unglück nicht einen Angehörigen verloren hat. Der Präsident Roosevelt hat dem in tiefe Trauer verseßten Pastor Haas und der St. Markus- Gemeinde telegraphisch sein herzlihes Beileid ausgesprochen.

New York, 16. Juni. (W. T. B.) Nach einem Telegramm aus Santiago de Cuba hat dort ein Wirbel sturm gewütet, der von heftigen Regengüssen begleitet war. Gegen hundert Menschen werden bisher als getôtet angegeben. Großer Schaden wurde angerichtet. Infolge Zerstörung der Wasserleitung herrscht

Wassermangel. A

New York, 17. Juni. (W. T. B.) Bei dem aus Anlaß des Deutschen Kriegertages veranstalteten Schüßenfest hielt am Donnerstag der deutsche Botschafter Freiherr Speck von Stern- burg eine! Rede, in der er ausführte, der Anblick der Veteranen rufe mächtige Erinnerungen wah an die hehren Gestalten des großen Kaisers und seines großen Paladins Bismark, deren Taten den Geist der Zujammengehörigkeit aller Deutschen wachgerufen hätten. Kaiser Wilhelm I. ruhe jeßt unter dem Heldenlorbeer; aber Gott habe Deutschland ein neues Nüstzeug gegeben: Kaiser Wilhelm 11. habe das Erbe Seiner Väter treu gewahrt. Der Redner bemerkte dann, Seine Majestät der Kaiser Wilhelm habe ihn beauftragt, dem Nationalen Shüßenbund einen deutschen Schüßenadler zu überreichen, der die Brust des jeweiligen Präsidenten {müden solle. Auf Befehl feines Kaiserlichen Herrn lege er dem Präsidenten Kröger das Symbol an. Der Präsident Kröger er- fuhte hierauf den Botschafter, Seiner Majestät den tiefgefühlten Dank der deutsh-amerikanishen Schüßen zu übermitteln, und brachte ein begeistert aufgenommenes dreifahes Hoh auf Seine Majestät den Kaiser Wilhelm aus. S

Tanger, 16. Juni. (W. T. B.) Nach einer Meldung * der „Agence Havas“ hat der Dampfer „Brake“ der Oldenburg- Portugiesishen Dampfschiffsreederei unweit Mazagran Schiffbruch gelitten und ist verloren. Zwölf Personen sind ums Leben gekommen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Dresden, 17. Juni. (W. T. B.) Seine Majestät der König hat eine ruhige Nacht gehabt, das Befinden ist deshalb heute recht befriedigend. Seine Majestät unternahm am gestrigen Nachmittag wieder eine Wagenfahrt.

Paris, 17. Juni. (W. T. B.)- Der Justizminister gab infolge einer von dem Gouverneur von Französish-West- afrika an den Pariser Oberstaatsanwalt gerichteten Depesche den Auftrag, den ehemaligen Generaladministrator Girard zu verhaften. Girard ist beshuldigt, daß er einen Neger, der bei ihm als Dolmetscher angestellt war, er- mordet oder seine Ermordung veranlaßt habe. Girard leugnet entschieden und behauptet, das Opfer der Nachsucht der Ein- geborenen zu sein. Er wird nah Saint Louis (Senegal) ge- bracht, wo die Untersuchung dieser Angelegenheit vorgenommen werden wird.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

Bellealliancetheater. (Unter der Direktion von Jean Kren und Alfred Schönfeld vom Thaliatheater.) Sonnabend, Abends 7} Uhr : Gastspiel der Original- Tegernseer. Der kleine Küraffier. Hierauf: Die Automaten-Alm. (Schuhplattler Zither- vorträge.)

Im Sommergarten: Um 6 Uhr: Konzert von Curt Goldmann.

IREENENT G E FRSCAESEZ FR R Ca E T E A E R O E S: R

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Gabriele Weber mit Hrn. Gerichts- assessor Alfred Hagen (Gera).

Verehelicht: Hr. Rittergutsbesißer Herbert von See mit Frl. Wanda von Baehr (Woeter-

Die 300 Tage. | keim).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Hans von Kliging (Diedartborf bei Vie v

N E L T A E E E NEE S E E S R E E E T G C R R C E S E E D R R a L eia: Ec R R E G S rc P A E E L Sa E

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Oruck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags Anstalt, Berlin SW., Wilhelmsträße Nr. 32,

Acht Beilagen (einshließlich4 Börsen-Beilage).

E E A g

1

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußishen Staalsanzeiger.

M 141.

Berlin, Freitag, den 17. Juni

Berichte von deutshen Fruchtmärkten.

Qualität

gering

mittel | Verkaufte

Marktort

niedrigster Á

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

höchster M. M l Ab. b. P A

Menge

niedrigster | höchster | niedrigster | höchster ¡Doppelzentner

; Außerdem wurden Das am Markttage Ï H übersläglid

z nah übers{chlägliher

1 Doppel- Vats, Sipung verkauft

zentner preis Doppelzentner

A. Mh. A

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wert dem

| (Preis unbekannt)

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Landsberg a. W. . Mal s Hirschberg î. Schl. Matibor . ; Göttingen

Geldern .

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17,00

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Bemerkungen.

16,50 17,00 110

Weizen. 17,00 17,60 18 70 18,00 16,50 17 80 17,20

17,00 17,00 17,00 fo | 16,00 16,40 s

Kernen (enthülfter Spelz, Dinkel, Feseu).

16,80 16 80 s 17,20 17,20 17,60 | 17,60

Roggen. 13,00 13,50 12,60 12,45 12,10 2/20 12.30 12,00 12,40 12,50 12,30 12,80 12,90

13,20 13,30 13,30 13,60 14,60 14,90 14,90 12,60 12,60 13 60 12,40 12,50 12,60 12,70 13,00 13,00 13,25 13,25 13,60 14,00 || R R

G erfte. 13,50 12,20 13,20 13,50

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16,00 17,80 16,20 16,90 16,00

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13,50 12,60 12,45 12,40 13,00 13,40 13,30 13,60 15,20 13,60

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Hafer. 14,00 13,09 ‘| 13,80 12,20 12,89 13,00 12/70 13 50 12 40 11,90

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12,30 13,00 13,00 11.40 11,80 | 12,40 | 13,50 13,75 |

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12.30 13,90 11.40 11,80 12,40 13,75

e Lo 1600 21820 f

17,88 18,05

17,75 16,74

16,80 17,20

13,00

12.45 12,10

12,58 13,25

14,83 13,15

13,00

N NDN D D P

12,00

11,80

197 13,10 68 13,60

369 12,50 6 864 13,20 950 13,57 360 12,00

186 12,40 110 13,75 Ï 5 , 5 | : Í

13,10 13,20

11,73 12 80

13,29 12,00

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Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berechnet.

Ein liegender Stri (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den legten sechs Spalten, daß entsprehender Bericht fehlt.

Deutscher Reichstag. 99 Sigzung vom 16. Juni 1904. 1 Uhr.

Auf der Tagesordnung steht zunächst die im Wortlaut bereits mitgeteilte Jnterpellation der Abgg. Auer und Genossen über den dem preußishen Abgeordnetenhause vor- gelegten Geseßentwurf, betreffend die Ershwerung des Ver- tragsbruchs landwirtshaftliher Arbeiter und des Gesindes. : Me

Ueber den Anfang der Sißzung wurde in der gestrigen Nummer des Blattes berichtet.

Abg. Stadthagen (Soz.) fortfahrend: Der a ver- tößt ferner auch gegen das tasgeseuG, Das Gesey über den unlauteren Wettbewerb bezieht sh sowohl auf gewerblihe wie andere Arbeiter. Das Wesentliche ist aber für mih, daß das Bürgerliche Geseßbuh die Rechtsverhältnisse der ländliden Arbeiter klar und ershöpfend geregelt hat. Die ländlichen Arbeitex sollen Sklaven fein, und der Abg. von Oldenburg hat vor einiger Ait ganz offen gesagt, daß er Arbeiter entlassen habe, weil sie seiner politishen Richtung niht angehören. Auch der Abg. Gamp hat der herzlosen Ausbeutung von Menschen durch Menschen das Wort geredet. Die Vogelfrei- erklärung, die Stellung auf die \{chwarze Liste, verstößt gegen die gute Sitte. Zur Chre des früheren Abg. Freiherrn von Stumm muß ih daran erinnern, daß er in Fällen der s{hwarzen Liste die Schadlos- haltungspflicht anerkannt hat. Der preußische Geseßentwurf ist derselbe Verstoß gegen die gute Sitte. Der Justizminister berief sich auf das Kammergeriht. Ah Gott, man kann einen Strafsenat des Kammer- gerichts so zusammensetzen, daß er sogar die Aufhebung der Reichs- verfassung für legal ertlärt. Aus dem Buche des früheren Ministers Bosse wissen wir ja, wie Bismarck über „zuverlässige“ Richter dachte. 1873 hat der Reichstag, au das Zentrum, einen Geseßentwurf über den Kontraktbruh der gewerblihen und ländlichen Arbeiter abgelehnt. Damals war man also der Meinung, daß dieser Gegenstand zur Kompetenz des Reiches gehört. 1899 Vai der Minister von Miquel denselben Standpunkt vertreten, und der Landwirtschaftsminister von Nane stimmte ihm zu. Ein paar Jahre später kommt das [bgeordnetenhaus und beantragt nun einen Gesetzentwurf gegen die ländlihen Arbeiter. Die Regierung sagt dann: wenn Sie es wollen, so machen wir es. Interessant is, daß selbst der Abg. Oertel seinerzeit \sich für die Gleichstellung der länd- lihen mit den gewerblichen Arbeitern in der Versicherungs- geseßgebung erklärte, um der Landfluht zu begegnen. Gedenkt nun der Reichskanzler etwas dagegen zu machen, daß preußische Minister Schritte tun, die geeignet sind, die Met perfa nung, und die bestehende Gesellshaftsordnung zu untergraben, sodaß die ländlichen Arbeiter Heloten und Sklaven werden müssen? Wird er dem Feldzu gegen die Neichsgeseßgebung Einhalt tun? Am meisten wundert mi

die jetzige Haltung des Zentrums. 1854 lebten die beiden RNeichens- perger noh, und fie lehnten das S über den Kontraktbruh der Arbeiter ab. Dic Abgg. Herold und Klose dagegen erklären fich jeßt für einen solhen Einbruh in die Neich8geseßgebung. Sie spannen den Bogen so scharf, daß Sie Arbeiter geradezu aufreizen zu Gewalt- tätigkeiten gegen diejenigen, die Kontrakte ausarbeiten wie die Land- wirtshaftékammern, die cinem die Schamrôte ins Gesicht treiben müssen. Das find Wucher-, Ausbeutungs- und Hungerlohnverträge. Der ländlihe Arbeiter ist heute hon rechtlos; er hat kein Gewerbe- geriht. Sucht er bei den gewöhnlihen Gerihten Necht, so kann er verhungern, bis ihm Recht gesprochen wird. Redner zitiert ver- schiedene Fälle, die beweisen sollen, daß kranke Arbeiter von ihren Arbeitgebern um ihren Lohn geprellt werden, und fährt dann fort: Solche Fälle machen es begreiflidh), wenn die Arbeiter sich felbst ihr Necht verschaffen. Ein Gutsbesißer hat einem Mädchen den Lohn sech8 Jahre vorenthalten und dann den Verjährungseinwand erhoben. Dieser Kerl, dieser Betrüger, Ausbeuter, Auswucherer würde den Schuß des preußischen Geseßes genießen; das ift die Absicht dieses Entwourfs. Der Arbeiter soll als Vieh behandelt werden. Wie widrig heuchlerisch is es, wenn außerhalb dieses Hauses von Treu und Glauben gegenüber den ländlichen Arbeitern gesproGßen wird; der Großgrundbesißer is es, der in den meisten Fällen den Kontrakt briht. Wenn einem mißhandelten kranken Mädchen von einer anderen Arbeiterin geraten wird, doh nit in den Dienst des barbarishen ODienstherrn zurückzukehren, so kann diese nah dem Entwurf bestraft werden. Dieselben Groß- grundbesitzer, die die Arbeiter unreife, grüne Jungen nennen, haben auch gesagt, man müsse der Bestie den Zaum anlegen. Dieser Geseßz- entwurf ist ein bewußter Einbruch in die Reiclhsgesezgebung. Das Deutsche Reich ist nit allein für den Besißenden da, sondern auch für den Arbeiter. Es muß gegen den Versuch protestiert werden, aus Deutschen Leibeigene zu \{hneiden. Hoffentlich wird jener Geset- entwurf versharrt werden wie seinerzeit das „Zuchthausgesez“. Was gedenkt der Reichskanzler zu tun, um diesem Angriff gegen jedes Menschenrecht entgegenzutreten ?

Darauf nimmt zur Beantwortung der Jnterpellation das Wort -der

Staatssekretär des Reichsjustizamts Dr. Nieberding:

Meine Herren! Die Herren Interpellanten haben in ihrer Inter- pellation die Behauptung aufgestellt, daß bestimmte Reichsgesetze, * die die Interpellation namhaft macht, verleßt seien durch einen im preußishen Landtage eingebrahten Geseßentwurf. Jh werde auf die Darlegungen, die zur Bekräftigung dieser Behauptung der Herr Ver- treter der Interpellation gegeben hat, tes näheren weiterhin ein- gehen, ohne dabei die Uebertreibungen zu berühren, deren ex sih nah

meiner Meinung s{chuldig gemaht hat, ohne auch auf die Spitzen und Persönlichkeiten einzugehen, deren er fich gegenüber dem preußischen Nichterstande und gegenüber denjenigen Herren Ministern \{chuldig gemacht hat, welhe die Verantwortung für den Geseßentwurf. zu tragen haben. Wenn er ins- besondere gesagt hat, daß die preußishen Minister mit dem Be- wußts\ein, einen Einbruch in das Neichsreht zu tun, diesen Gesetzent- wurf eingebracht hätten, fo richtet sich diefer Vorwurf nach meiner Meinung in den Augen des hohen Hauses von selbst. (Lebhafter Beifall. Oh! bei den Sozialdemokraten) Das NRichtigste ift es nah dem Gefühle des hohen Hauses, wie ih es empfinde, wenn ih den Vorwurf als nicht gesprochen ansehe. (Sehr richtig!)

Dann haben die Herren Interpellanten aber an die Behauptunz von der Verlegung gewisser Bestimmungen des Reichsrehts eine Ausführung geknüpft, die nicht mehr rechtlicher Natur ist. Sie haben im zweiten Teile ihrer Interpellation und ich möchte nah der Anordnung, die sie ihrer Interpellation gegeben haben, sagen: in dem wichtigsten Teil gewisse Betrachtungen angestellt über die wirtshaftlihe Natur des im preußishen Abgeordnetenhause eingebrahten Geseßentwurfs, über die Folgen, welhe er insbesondere für die Arbeiterwelt haben kann und haben wird und diese find natürlich nach der Meinung der Herren Interpellanten ungünstige.

Der Herr Reichskanzler geht von der Ansiht aus, daß, wenn er die Beantwortung der Interpellation übernommen hat, er die Beantwortung nur übernehmen fkonnte in den Grenzen seiner verfassungsmäßigen Berechtigung. Ein Urteil über den Jnhalt eines in einem einzelnen Bundesstaate ein- gebrahten Geseßentwurfs, insbesondere darüber, cb dieser Geféy- entwurf in seinen Bestimmungen zweckmäßig ist, welchen Interessen er fördersam, welhen er nahteilig* ist, steht an und für ih dem Herrn Reichskanzler in diesem hohen Hause nicht zu. (Sehr richtig! rechts.) Darüber wird die preußische Staats- regierung und auch der Herr Reichskanzler als Ministerpräsident Preußens im preußischen Landtage Rede zu \stchen Gelegenheit habey, hier im Hause aber muß er jedes Eingehen auf Gesichtspur.te fich, versagen, die niht mit der Fcage zusammenhängen: ist dis pueußi ¿ Regierung berechtigt, diese Gesegentwurf im Landtage einzv® ¡in zen 2 Verleßt er in der Tat Reichsreht? Ist der Herr Rei “kanzler ver-