1904 / 142 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Es folgt die dritte Beratung des Geseßentwurfs, be- treffend die Verpflichtung zum Besuche ländlicher Fortbildungsschulen in der Provinz Hessen-Nassau.

Nach der Vorlage kann durch Ortsstatut für männliche Personen unter 18 Jahren für drei aufeinander folgende Winterhalbjahre die Verpflichtung zum Besuch einer ländlichen Fortbildungsshule begründet werden. Befreit davon sind die- aen, welche die Berechtigung zum einjährigfreiwilligen

ilitärdienst haben oder eine Jnnungs-, Fach- oder andere Fortbildungsschule besuchen oder entsprechenden anderen Unter- riht erhalten. An Sonntagen darf: Unterricht nicht erteilt werden.

Die von der Kommission vorgeschlagene Resolution, die Erwartung auszusprechen, daß die Regierung auf Antrag ciner

Gemeinde bei deren Unvermögen die Kosten der obligatorischen |

Fortbildungsshule ganz oder teilweise übernehmen werde, ist bereits bei der zweiten Lesung angenommen worden.

| „Abg: Cahensly (Zentr) iritt für die Kommissionêvorlage und die Resolution ein und spriht nur sein Bedauern darüber aus, daß

der Antrag seiner Partei auf Einführung einer NReligionsstunde in der !

Woche in den ländlichen Fortbildunas\{hulen abgelehnt worden ift. Geheimer Oberregierungsrat Dr. Mueller erklärt, daß die Staatsregierung bereit sei, wie bisher die Errichtung von Fort-

bildungsshulen dur Staat9szuschüsse zu fördern, und zwar nach den |

Grund|\äten, die in einer Denkschrift niedergelegt seien. Die Ueber- nahme der vollen Kosten könne aber nit in Aussicht gestellt werden.

Abg. Meyenschein (kons.) bittet, das Geseß so {nell zu ratifizieren, daß es noch im Herbst in Nassau eingeführt werden könne.

Nach weiteren Bemerkungen der Abgg. Dr. Lotihius (nl.)

Dr. Schroeder (nl.), Dr. Glattfelter (Zentr.) und des |

Geheimen Oberregierungsrats Dr. Mueller wird die Vorlage unverändert im einzelnen und darauf im ganzen angenommen: auch die Resolution gelangt zur Annahme. j i

Den leßten Gegenstand der Tagesordnung bildet die drifke Beratung der Sekundärbahnvorlage. i

Auf eine Anfrage des Abg. Dr. Lotichius

Minister der öffentlichen Arbeiten von Budde:

Ich kann die Tatsache bestätigen, daß Tariferhöhungen für einzelne Interessenten durch Eröffnung der neuen Mainzer Brücke eingetreten sind. Die Sache verhält sh so: Es hat ein Trajekt bekanntli zwischen Bingerbrük und Rüdesheim bestanden, das im wesentlichen aus Konkurrenzrücksichten eingerihtet war, als die damalige Hessische Ludwigsbahn noch nicht zum preußischen Staatseisenbahnnetz gehörte.

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Damals mußte die preußishe Staatébahnverwaltung, um ihre Güter |

F Az { behandelt |

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aus der Nichtung Koblenz auf eigencr Linie nah dem Main weiter

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führen zu können, oder umgekehrt, bei Bingerbrück cin Trajekt unter- |

halten zwischen der linksrheinishen und rechtsrheinischen Eisenbahn.

Dieses Trajekt wurde nah der Uebernahme der Hessislen Ludwigs- | zwei Nücksihten: | 7, weil es alljährlih hohe Zuschüsse | Bingerbrück ein außer-

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bahn im Jahre 1900 aufgehoben, und aus erstens weil es unwirtschaftlih wa erforderte, und zweitens, weil der Bahnhof ordentlih betriebss{chwieriger Bahnhof ist SFanuar 1900 dort große Verkehrs\ftockungen ist auch ein wesentlicher Grund, heim—Muünster a. St. im Anschluß an die Kaiserbrücke bei Mainz gebaut worden ist, weil der Bahnhof Bingerbrück durch diese Verbindung im Verkehr zwisden der Nahebahn und Kastel-Mainz vermieden wird. Nun wäre es an sich richtig und k

Zwar

und namentli) in

stattfanden.

von 1900 ab cxistierte, daß man damals s{on die Trrife aufhob, die | |

für dieses Trajeki bestanden. Man hat aber damals aus Wohlwollen für die Interessenten einstweilen die Tarife noch nit aufgehoben, weil | man fie niht zu sehr s{hädigen wollte, und weil ja in absehbarer | Zeit die Eröffnung einer neuen, nahe gelegenen Nheinbrücke in Aus- sicht stand. Man hat also im besonderen Wohlwollen den Jnter- | essenten im Nheingau ten Tarif gelassen unmittelbar von Rüdesheim | nach Bingerbrück hinüber, troßdem gar keine Eisenbahn dort bestand. | Als nun die neue Rheinbrücke eröffnet wurde, war es selbst- verständlih, daß das erwähnte Tarifkuriosum abgeschafft und | nicht verewigt wurde. Die Stktaatsbahnverwaltung is aber | dadur, daß sie auf die neue Nheinbrücke keine Tarif-

erhöhung, keinen Brückenzuschlag legte, der sonst bei den süddeutschen Nheinbrücken noch besteht, den Interessenten sehr entgegenkommen; denn dur den Fortfall dieses Brückenzushlages hat die Staatsbahn- verwaltung einen Einnahmeausfall von rund 245 000 6 im Fahre. Dem gegenüber steht nur für einzelne Interessenten eine Tariferhöhung dur Fortfall des Trajekttarifes im Betrage von etwa 50 000 M, Diese Summe verteilt sich nach den Berechnungen, die wir angestellt haben, auf die einzelnen Artikel, wie folgt: auf Wein 10 600, auf Steinkohlen von der Saar 5600, auf Mehl 4980, auf Getreide 1600 A Meine Herren, aus diesen Zahlen geht hervor, nämlich aus den Zahlen der erheblichen Tarifermäßigung, die den Interessenten dur Nichteinführung des Brückenzuschlags gekommen ist und anderer- seits der außerordentlih geringen Tariferhöhung, daß ein allgemeines Verkehrsbedürfnis für eine Tarifausnahme nit vorliegt. Die Staats- bahnverwaltung würde aber ungerecht handeln, wenn sie einzelnen Städten im Rheingau Tarifkuriosa bewilligte, die unter ähn- lien Verhältnissen anderen Städten nicht zugebilligt sind. Ich will hierzu nur anführen, daß z B. die Stadt Linz, wenn sie nah Remagen verfrachtet, au nicht einen Tarif in der Luftlinie hat, sondern es wird die wirklihe Eisenbahnentferuung von 45 km berechnet. Ebenso hat der Verkehr zwishen Andernach und Neuwied gegenüber der Luftlinie mit einer Entfernung von 395 km zu rechnen. Oder im Osten der Monarchie: Zwischen Schwedt a. O. und Königsberg i. d. N. besteht ein Tarifsaß mit

106 km Entfernung oder zwishen Schweß und Kulm mit 81 km. Meine Herren, diese Umwege sind doch nur scheinbare; denn in der Luftlinie erxistiert keine Eisenbahn. Es ist also ein ‘durchaus un- berechtigtes Verlangen, wenn die Interessenten im Rheingau einen Luftlinientarif verlangen, ftatt daß der natürlie Eisenbahnweg be- rechnet wird. Uebrigens sind solhe Tarifkuriosa, die aus den Zeiten der Privatbahnen herübergenommen werden mußten, wie das auch hier der Fall war, allmählich seitens der Staatseisenbahnverwaltung im Interesse der Allgemeinheit abgeshaffft worden. Einer der schärfsten Eingriffe dieser Art war der Fortfall des Trajekts NRuhrort—Homberg. Damals war die große Aktiengesellschaft Phönix beteiligt, und die hat sehr bedeutende Ausfälle gehabt dadurch, daß das Trajekt in Fortfall gekommen ist. In einer Peiition wird meines Wissens auh geäußert, daß die Tariferhöhung diesseits niht aus- reichend publiziert worden wäre, daß sie plöylich eingeführt wäre. Das ist aicht der Fall. N2ch der Vorschrift is eine Veröffentlihungs- frist von sechs Wochen geboten, und die ist au eingehalten worden.

erwidert der |

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| : i | machen, und das Geseß von 1838 verpflichtet die Staatsregierung q

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Das | x , Y p l weshalb die neue Bahn Gaualges- |

/ ntr t+ of f NoR = v E | und nur mit Genehmigung des Herrn Präsidenten drei Punkte vor- | lesen, die genau darlegen, weshalb in dem von ihm behandelten Falle ; V. } ein allgemeines Verkehrsbedürfnis nit konstatie rden konnt . bat ewesen 28 Mo A g ies Verkehrsbedürfnis nicht konstatiert werden konnte, und Bingerbrück und Rüdesheim keine Eisenbahnlinie und kein Trajekt |

j Ich bedauere deshalb, dem Herrn Dr. Lotichius antworten zu müssen, daß ih vom Standpunkt der Gerechtigkeit gegenüber der All- N nicht in der Lage bin, der Petition der Interessenten Folge zu geben.

Abg. Dr. Be cker (Zentr.) spricht der Eisenbahnverwaltung seinen Dank dafür aus, daß für die Rheinprovinz mehrere neue Linien in der Vorlage enthalten sind, und betont gleichzeitig die dringende Not- wendigkeit einer Verlängerung der Bahn von Immekeppel bis Lindlar. Die Strecke sei nur 14 km lang und werde höchstens 2 Millionen Kosten erfordern. Hoffentlich werde der Minister diesen Wünschen endlich entgegenkommen.

L Abg. von Strombeck (Zentr.): Bei den Grundsäßen der Verwaltung für den Neubau von Neben- und Kleinbahnlinien sind finanzielle Interessen im Spiele, gegen die das Zentrum wie auch andere Parteien oft angekämpft haben. Unerläßlihe Vorbedingung | der Staatsunterstüßzung sowohl bei Neben- wie bei Kleinbahnen ist | die unentgeltliche Hergabe des Grund und Bodens. Mit diesem f Prinzip ist in manchen Fällen eine gewaltige Härte verbunden | Und wird es streng durchgeführt, so sind die Notletdenden dabet die | armen Kreife der Beyölkerung. Dieses Prinzip ist auch nicht immer mit den Grundsäßen der Gerechtigkeit vereinbar, namentlich da wo die Gegenden so arm sind, daß sie die geforderten Zuschüsse nit aufs | bringen können, die verlangt werden, wenn der Grund und Boden | niht in natura geliefert wird. Der Redner suht dies in ausführ- lichen Darlegungen an einigen Eisenbahnprojekten in der Provinz

¡ Salsen nachzuweisen.

Minister der öffentlihen Arbeiten von Budde: H Meine Herren! Wenn der Herr. Abg. von Strombeck es für seine Pflicht hâlt, für Bahnen in seinem Wahlkreise einzutreten, \o ist das gewiß für ihn als Abgeordneter verdienstvoll, so ist das gewiß | berechtigt ; wenn aber der Herr Abgeordnete aus der Nichterfüllung | eines Wunsches generelle Schlüsse zieht und der Staatseisenbahn- j verwaltung und der Staatsregierung hieraus Vorwürfe macht, die { meiner Ansicht nah nicht berechtigt sind, dann muß ih dem ent-

gegentreten. |

Die Königlihe Staatsregierung kann nur ihre Ents{ließungen

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j 07T 0Yy S A tr. ck L ( - | über den Bau von Eisenbahnen auf Grund der bestehenden Gesctze

| dazu, daß sie im Einzelfalle prüft, ob ein allgemeines Verkehrs- bedürfnis vorliegt. Wird ein allgemeines Verkehrsbedürfnis nach- | gewiesen, so wird die Bahn eine : bahn; wird das allgemeine Verkehrsbedürfnis aber nicht nachgewtesen, so können lokale Interessen vorliegen, und dann handelt es sih um eine Kleinbahn, dann nach dem Geseße von 1892 L wird, Kleinbahn wird im Bedarfsfalle stets vom Staate unterstüßt, sobald Provinz sich dazu auch bereit erklärt, und ih glaube, das ift ein durhaus gesunder Grundsatz, weil zuerst selbstverständlih die Provinz ein Interesse daran hat, den armen Kreisen der Provinz zu Hilfe zu kommen, und dann springt der Staat auch, wie sie wissen, in einem erhebliGen Umfange bei. Es kann aber sogar vorkommen und is auch geschehen, daß eine Staatshilfe armen Gegenden au. für Nebenbahnen zuteil wird. : Nun hat der Herr Abg. von Strombeck die Befolgung s\olcher Grundsätze in einem Einzelfalle vermißt. Jch will mich kurz fassen

Hauptbahn oder eine Neben -

62 Dte L, wle

die

veshalb fogar die Prnvinz nicht einmal ein lokales Bedürfnis in dem Maße anerkannte, daß sie einé Kleinbahn für bauwürdig hielt. Es heißt in der mir vorliegenden Niederschrift wörtlich: Das Ergebnis der Verhandlungen war, daß die Finanzierung einer Kleinbahn für ausfihtslos erscheint, da

l) die beteiligten Gemeinden nicht durchweg zur kostenlosen Hergabe des Grund und Bodens ents{hlossen sind,

2) der Landeshauptmann die Hoffnungen bezügli der Hebung der Biehzucht sowie der industriellen Neugründungen nicht teilt und nah Lage der Verhältnisse die Unterslüßung des Projekts beim Provinzialars\{chuß nicht zu befürworten vermag,

3) die Kleinbahn fehr {lechte Ertragsausfihten bietet und mögliherweise in der crsien Zeit sogar cinen Betriebsverlust ergibt zu dessen Deckung kein Garant vorhanden ist. |

Meine Herren, das ist das Ergebnis einer eingehenden Unter- suchung, ob das Bedürfnis einer Kleinbahn vorliegt. Wenn nun aber sogar von den örtlich orientierten und berufenen Stellen nit mal dieses Bedürfnis anerkannt wird, dann liegt doch um fo weniger ein allgemeines Verkehrsbedürfnis vor, d. h. das Bedürfnis nah einer Nebenbahn. Die Staatsregierung hat also durhaus im Rahmen der bestehenden Geseße gehandelt, wenn sie dem hohen Hause eine solche Eisenbaha noG nicht vorgeschlagen hat. Meine Herren, eine Eisenbahn, auf der nihts zu fahren ist, das ist keine Eisenbahn (Heiterkeit), und vorläufig ist noch niht der Nachweis ge- liefert, daß auf der Bahn so viel zu fahren wäre, daß es wirt- schaftlich wäre, sie zu bauen. Es ist sogar bestritten worden, daß die Mesliorations8zwecke, die man mit der Bahn beabsichtigt, erfüllt werden können.

Nun hat der Herr Abg. von Strombeck ungefähr ausgeführt: der Fiékus hat die Vorteile und Nachteile einer Eisenbahn, also muß er auch die Kosten tragen. Dem stimme ih im wesentlihen zu; damit entbindet er aber niht den Fiskus von der Verpflichtung, gegen- über dem allgemeinen Interesse zu prüfen, ob denn die Ausgabe dieser Kosten wirtschaftlih ist, im Gegenteil: wenn er diesen Grund- saß aufstellt, dann macht er die Staatsregierung dafür verantwortlich gegenüber der Allgemeinheit zu prüfen, ob es im allgemeinen Inter- esse des Landes richtig ist, die Koslen aufzuwenden. Meine Herren derartige Fragen werden hier beinahe so behandelt, als ob es éin Unrecht wäre, wenn die Staatsregierung die allgemeinen Interessen des Staats vertritt und niht die Interessen jedes Abgeordneten der für seinen Wahlkreis Wünsche, betreffend Eisenbahnen, vorbringt. Wir haben doch hier das allgemeine Staatsinteresse zu ver-

treten und nit lokale Wünsche, bei denen wir niht verantwortey können, Staatsgelder in dem geforderten Umfange zu opfern. Wenn derartige Eisenbahnlinien noch nit einmal für wirtshaftlih gehalten werden von denjenigen, die in der Provinz wohnen, und den verant, wortlißen Provinzialbehörden, dann können wir uns doch nit da entschließen, ohne weiteres dem Wunsche des Abgeordneten ednut zu tragen. N : Ich kann nun aber dem Herrn Abg. von Strombeck au fagen daß die ganzen Ausführungen, die er über den Truppenübungsplag des XI. Armeekorps gemaht hat, mit dem Bahnprojekt, das er befürwortete, in keinerlei Zusammenhang stehen. Von der Wieder, aufnahme des Projekts eines Uebungsplates für das X. Armeck orps im Cichsfelde haben ich und meine Natgeber bis jeßt noch vid gehört. Es soll, wie mir gesagt ist, in den Akten aus früherer Zeit einmal der Truppenübungsplaß erwähnt sein. Also diese ganzen Aus, führungen fallen für die Beurteilung des Projekts fort. J werde mich aber sehr freuen, wenn ein solhes Projekt für das Eichsfeld h: Durchführung kommt; denn dann wird die Wirtshaftlichkeit der Bahn vielleicht nachgewiesen werden können. : 4 Ich habe übrigens {on unter dem 26. Avril d. F. gerade mit Nücksicht darauf, daß es sich hier um eine notleidende Gegend handelt nochmals die Eisenbahndirektion beauftragt, zu erwägen, ob denk niht wirkihß ein Projekt auszuarbeiten dem irgend cit Wirtschaftlichkeit anhaften könnte, auß vom Meliorations- standpunkt aus. Wenn aber die dazu berufenen Stellen min wiederum berihten, daß in der Gegend im wesentliGßen nichts zu fahren ist, und daß die beabsihßtigten Meliorationen auc andes zweifelt werden, - meine Herren, dann würde ih meine Pflicht gegen über der Allgemeinheit verletzen, wenn ich bloß auf Drängen des betreffenden Abgeordneten eine Bahn befürwortete, die in ter Provinz selbst nicht für wirtshaftliß gehalten wird. Ich wiederhole aber: Id habe volles Wohlwollen für die Bahn und habe eine nähere Prüfung {on unter dem 26. April angeordnet. 4 si Abg. Freiherr von Zedliß und Neukirch (fc. kons): J in dem Minister dafür dankbar, daß er eine nochmalige Prüfung des Projekts Mühlhausen—Heiligenstadt in Ausficht 4 gestellt “fat Hoffentlich gelingt cs den Interessenten, den Nachweis zu erbrin Jen, daß, wenn auch keine nennenswerte Rente zu erwatten ift, der Verkehr doch fo groß sein wird, daß der Bau der Bahn sih lohnt Lie Abg. Cikhoff (fr. Volksp.) {ließt sich diesen Ausführungen an. Die Gemeinden haben si keineîwegs geweigert, den Grund und Boden unentgeltlich herzugeben. Die ärmsten Dörfer haben ihre Data E ü E erl l ärt. 4 E O A vate über die MNentak ilität der Wunsch der tere eten bo net erfüllt, N

ware,

Minister der öffentlihen Arbeiten von Budde: Der Herr Abg. Eickhoff hat gesagt, es fei nicht riGtig, was ich angeführt habe in betreff der Hergabe des Grund und Bodens. Der Wortlaut in der Niederschrift heißt: „erstens, die beteiligten Ge- meinden sind nicht durchweg zur kostenlosen Hergabe des Grund und Bodens ents{lossen“. Wenn die Gemeinden sih naher zur Hergabe des Geländes entsck&lossen haben, dann sind eben neue Entschließungen eingetreten; die werden dann jeßt festgestellt werden. Was ich aber mitgeteilt habe, war dur rihtig. auf Grund der mir bis jeßt vorliegenden Untersuchungen. i Damit \chließt die Diskussion. darauf endgültig angenommen. j _ Schluß 4 Uhr. Nächste Sißung Sonnabend, 1 Uhi (Wahlprüfungen und Petitionen.) : E

aus

Der Geseßenlwurf wird

L E G A A s 8 i: e B _Nr. 29 des „Zentralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegebe n im Reichsamt des Innern, vom 17. Juni, hat folgenden Inhalt : 1) Konsulatwesen: Ernennung; Ermächtigung zur Vor nabnie von Bivilstandsakten; Erequaturerteilung. 2) Versichecungs- wesen: L etanntmaung, betreffend die Befreiung von Beamten der Nes Landwirtschaftskammern von der Verpflichtung zur Inva-

0 Ta 5 . M „F 4 ce 2 p E N G0 I, - Bekanntmachung, betreffend die Befreiung von Deamien der Feuer|ozietält des platten Landes des Herzogtums Sachfen und der Magdeburgischen Land-Feuersozietät von der Ver- pflichtung zur Invalidenversicherung; Bekanntmachung, betreffend o, A ./ i "e L V) A ; Z ; die Beaufsichtigung privater Versicherungsunternehmungen dur die Landesbehörde; Berichtigung der abgeänderten Fassung des Muster d ride: S Le gung abgeänderten Fassung des Muster- tatuts ciner Betriebs-(¿Fabrik-)Krankenfkasse. 3) Polizeiwesen: Aus- weisung von Ausländern aus dem Neichsgebiete. i

i Nr. 12 des „Ministerialblatts für Medizinal- und medizinische Unterrihtsangelegenheiten“", herausgegeben im Ministerium der geistlichen, Unterrihts- und Medizinalangelegenheiten bom 15. Junt, hat folgenden Inhalt: 1. Personalien. i [1. All- gemeine Verwaltungssachen : 1) Erlaß vom 1. Mai 1904, betreffend Ausführungsanweisung zur Gewerbeordnung; 2) Erlaß vom 17. Mai 1904, betreffend Gewährung von Reise- und Umzugskosten; 3) Erlaß vom 1. Juni 1904, betreffend die Amtstätigkeit der Kreisärzte. - ITI. Fürsorge für Kranke und Gebrechliche: Erlaß vom 10. Mai 1904, betreffend ViteSringung bedürftiger Lungenkranken in Heilstätten. L Fürsorge für Geisteskranke: 1) Erlaß vom 14. Mai 1904, be- treffend Behandlung geisteskranker Personen in Anstalten mit mehreren Verpflegungéklassen; 2) Erlaß vom 20. Mai 1904, betreffend die L Eer O aus den öffentlichen Frrenanstalten. V. Ceudhenbekämpfung: Nachrichten über den S gemei ihr- Tidher Krenkhoitea, pfung »richten über den Stand gemeingefähr

Nr. 48 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“, heraus- (ea im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, vom I A Las olgenden Inhalt: Die Brücknershe Schnellstromwarmwasserheizung- Wirkung des Windes auf flahe Dächer. Vermischtes: Preis- ausfcreiben zur Erlangung carakteristisher Fassadenentwürfe für die Stadt Baußen. n: Flachbleche oder Buckelplatten zur Fahrbahn- abdeckung eiserner Eisenbahnbrücken. Zur Frage der Automobil- dampfsprißen. Die Kirche in Segeberg. Besuch der Technischen Hochschulen in Hannover, München, Stuttgart, Dresden, Darmstadt

und Braunschweig.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungsmaßregeln. Stand der Tierseuchen in Ungarn am 31. Mai 1904.

(Nah den wöchentlichen Ausweisungen des Königlich ungarishen Ackerbauministeriums.)

Milzs brand Wut 86 |

Zahl der verseuhten Orte. .... . 4 21 |

Noß- und Haut- wurm

60 |

Maul- und Klauens

seuche 81 |

Schweine- seuche

Rotlauf der Schweine

Bläschen-

usslag Näude

Blaîttern

10 | 62 | 567 | 271 | 719.

L

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen

M 142.

Literatur.

Geschichte der deutschen Literatur von den ältesten eiten bis zur Gegenwart. Von Professor Dr. Friedri Vogt und Professor Dr. Max Ko. Zweite, neubearbeitete und yermehrte Auflage. Mit 165 Abbildungen im Text, 27 Tafeln in Holzschnitt, Kupferstih und Farbendruck, 2 Buchdrucktafeln und 32 Fafsimilebeilagen. 2 Halblederbände zu je 10 46 Verlag des Biblio- graphischen Instituts in Leipzig und Wien. Mit dem soeben aus- gegebenen zweiten Band ist die neue Auflage des beliebten Familien- huchs zum Abschluß gelangt. Die Wissenschaftlihkeit des Gnhalts, verbunden mit volfstümlicher und ansprechender Darstellungs- weise, die Fretheit von Einseitigkeit und Voreingenommenheit, die den ersten Band auszeichnen, verleihen auch dem zweiten seinen Wert. Wie gründlih er unter Verwertung _/ der neuesten Forshungs- ergebnisse für die zweite Auflage durchgearbeitet und ergänzt worden ist, beweist \chon äußerlich die Tatsache, daß sein Umfang um mehr denn 150 Druckseiten gewachsen ist. Professor Kochs Darstellung führt von Opig? Reform über Klopsto, Lessing und Hes zu der weimarischen Blütezeit mit Goethe und Schiller als Mittelpunkt, schildert dann Deutschland, den Schwäbischen Dichterkreis und erreiht einen neuen Gipfel in der einzigartigen Verbindung von dihterishem und musikalishem, Genie, wie sie in Richard Wagner zutage trat. Von Interesse ist auch die Behandlung der neuesten Zeit bis auf die Gegenwart. Ein Vorzug des Werkes ist es, daß hier die gsterreichische Literatur cingehend gewürdigt wird, ferner daß Professor Koch bet der Betrachtung der literarischen Zustände auch das Theater, die bildende Kunst und vor allem die Musik zur Bervollständigung des fkulturellen Bildes heranzieht. Lesern, die sich über Einzel- fragen noch eingehendere Belehrung .zu verschaffen wünschen, bietet der ausführliche Literaturnachweis als zuverlässiger Führer die nötigen bibliographishen Angaben in sorgfältiger Auswahl, und ein vraktisch angelegtes Negister macht das Werk zugleih zum nüßlichen Nachschlagebuh. Die Sllustrationen sind in der zweiten Auflage wesentli vermehrt worden; die Tafeln vor allem um die Blätter „Goethes Eltern“, „Schillers Eltern“ und „Deutsche Festspielhäuser“, die Textbilder um eine ganze Reihe von Bildnissen älterer und neuerer Dichter, wie Lenz, Hamann, Rosegger, Heyse, Dahn u. s. f Das Buch kann umsomehr empfohlen werden, als es wissenschaftlich und na der literarischen Würdigung der einzelnen Dichter unstreitig höher steht, als die übrigen Familienbücher dieser Art.

_— Der Natlaß C. F. Meyers wird demnähst in Bulhform bei Wiegand und Grieben in Berlin herausgegeben werden. Er ent- hält u. a. unveröffentlihte Gedichte aus dem Lebensabend des Dichters; dramatishe Skizzen zur „Angela Borgia"; ein Novellen- fragment, das die „Nichterin“ in das Zeitalter Friedrichs ILT. verlegt. Herausgeber ist Herr Dr. August Langmesser, dem von der Witwe Meyers der ganze Nachlaß übergeben worden ist.

„Der Kunstwart.“ Nundschau über Dichtung, Theater, Musik und bildende Künste. Herausgeber Ferdinand Avenarius. Verlag von Georg D. W. Callwey in München. (Vierteljährlih 3 4, das einzelne Heft 60 -Z.) Das zweite Juniheft des „Kunst- wart“ ist in erster Linie Deklev von Liliencron gewidmet. Es ent- hält u. a. folgende Aufsäße usw. : Liliencron. Bom Herausgeber. Bom Harmonium. Von Hans Freimark. Die Wurzeln des Schönen. Lose Blätter: Aus Liliencrons Dichtungen. Rundschau : Namen als Worte. Zu Ehren Liliencrons. Ferner enthält das Heft die üblihen Theater- und Kunstberihte. An Bilderbeilagen : Momme Nissen, Bildnis Detlev von Liliencrons; Hans Holbein d. J., Studie zur Darmstädter Madonna; F. A. von Kaulbach, Zwei Bildnisse dec Shlaftänzerin Madeleine G. :

„Auf der sibirishen Bahn nach China“ von Eugen Zabel, mit 36 Illustrationen und einer Karte. Allgemeiner Verein für deutsche Literatur. Berlin 1904. Eugen Zabel, der Vielbewanderte und Vielgereiste, hatte im vergangenen Sommer den ebenso eigen- artigen wie glücklihen Einfall, seine Ferienreise mit der bis auf die Strecke am Baikalsee in ihrer ganzen Länge eben erst fertig gestellten sibirishen Bahn auszuführen; er konnte auf diese Weise, gewisser- maßen am Vorabend des Krieges zwischen Rußland und Japan, die so wichtige Zufuhrlinie der Russen auf der Hin- und Herfahrt aus eigener Anshauung und Erfahrung recht gründlich kennen lernen. Seine unterhaltsame Art zu erzählen ist ihm bei seiner Schilderung dieser Reise sehr zustatten gekommen. Nirgends verfällt er in den trockenen Ton des Statistikers ;

er versteht es vielmehr, gefällig zu plaudern, ohne dabei wichtige und wissenswerte

Angaben über die Bahn und ihre Entstehung, ihre Zwecke, die technischen Schwierigkeiten, denen dec Bau begegnete, die Art,

die Nomantik, das Junge

wie sih der Verkehr auf ihr ab- wickelt, und ihre Leistungsfähigkeit, ziffernmäßig nahgewiesen, vermissen zu lassen. Eine Reihe geshickt ausgewählter photographischer Moment- aufnahmen ergänzen in sehr dankenswerter Weise das geschriebene Wort. Wie zeitgemäß das Buch ist und wie seht es dem Bedürfnis der deutshen Leser entspricht, die sih von den jeßt heiß umstiittenen Stätten im fernen Osten ein anschaulihes Bild machen möchten, geht {hon daraus hervor, daß es, obwohl vor nit langer Zeit im Buch- handel erschienen, bereits mehrere Auflagen erlebte und voraussihtlich noch erleben wird. E ;

Das Mittelmeer und seine Küstenstädte. Zweite Auflage. 1904. Mit 18 Karten und 42 Plänen und Grundrissen. (Meyers Neisebücher.) In Leinwand gebunden 6 e Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Der Reisende, der zu Schiff die Küsten des Mittelmeeres bestreiht, findet in diesem handlichen Buch alles für die kurzen Ausflüge ins Land hinein Wissens- werte vereinigt; geographisch und geschichtlich wird er über den Charakter der besuchten Stätten aufgeklärt, und praktische wirtschaft- lihe Angaben erleihtern ihm, sich an Ort und Stelle ohne Schwierigkeiten bewegen und den Sehenswürdigkeiten sein Interesse widmen zu können. Die erste Auflage des Buches ist bereits vergriffen, und es hat sih zwei Jahre später nun eine Neuauflage nôtig gemacht, die die Vorzüge der ersten Auflage noch weiter entwickelt und dabei dur Neuaufnahme einer Reihe jeßt von den Reisenden und Tourendampfern noch mitberührter Pläye an Bollständigkeit gewonnen hat. So sind es namentlich die auf der Reise nah dem Mittelmeer häufiger besuchten Kanarischen Infeln, Madeira und der Hafen Oporto, ferner Tanger, Malaga, Barcelona, Korsika und Rhodus, die besondere Kapitel echalten haben, denen eine Neihe von Kärtchen beigegeben sind, wodurch das an sih schon reiche Karten- material noch beträhtlich vermehrt worden ist. Daß die schon vor- handenen Karten ebenso wie der Text bis auf die neueste Zeit ergänzt und berichtigt worden sind, ift selbstverständlih. So wird auch die ¿weite Auflage gewiß allen Mittelmeerfahrern ein willklommener Be- gleiter werden. : .

Das Riesengebirge. Ein Hand- und Neisebuh von Georg Muschner-Niedenführ, herausgegeben im Einverständnis und mit Empfehlung des Hauptvorstandes des Deutschen MNiesengebirgsvereins und des Zentralaus\{usses des Oesterr. Riesengebirgsvereins (Verlags- buchandlung Alfred Schall, Königl. Preus und Herzogl. Bayer. Hofbuchhändler, Berlin W. 30). Preis geheftet 3,90 M, gebunden 4,90 (4 QDas Eintreten der beiden Hauptvorstände des Niesen- gebirgsvereins für dieses mit sehr hübschen Abbildungen und fonstruktiven Tafeln versehene Buch ist seine beste Empfehlung. Der Herauegeber bietet in ihm keinen nüchternen Reiseführer, sondern cinen Abriß der geologischen Verhältnisse und eine \timmungsvolle

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nur noch Summe zurückbleiben.

bestätigten Beschluss d, J, Mr 208 und Schachteln eingeführt wird, zus inneren Schachteln nah Artikel 120 Ziffer 3 des Zirkulars vom Jahre 1894, worden. (Zirkular des Zolldepartements Finanzminister bestätigter Beschluß der besonderen Tariffommission vom 8. upferne Brenner,

becken) eingeführt werden, und zwar die Brenner nah Artikel 1

it eine dankenswerte Ergänzung zu den eigentlichen

Leser die

sochen erschienene

Offizielle Wegekarte vom Im Riesengebirge ist eine farbige Wege-

(lt, daß an sihtbaren Punkten längs der Farbe von einem Ausgangspunkte zu Diese Wegemarkierungen in ihren der ben zeigt die von chischen R.-G.-V. bearbeitete : deutlihster Weise.

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5 farbiger Ausführun

Kurze Anzetgen neu erschienener Schriften, deren Besprehung vorbehalten bleibt.

um die } zur Frauenfrage von Elisabeth Gnau-

Frau

Sterbli

und Mit m-hreren grap

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zur V

Der Kaufmann und die englische zur wirts{aftlihen und kulturellen Förderung des Hand-

Von Hans B

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1904 (der db

hen old

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92 268 000 (+ 14 674 000)

150 000 000 (unverändert) | 51614 009 | (unverändert) | 1 176 881 000 | (— 11 141 000)

Uns

611 012 000 (+105 263 000) 22 080 000

(— 6 067 000)!

Die Metallzunahme war um etwa in der vorjährigen Parallelwoche; der Metallbestand überschreitet die

vorjährige Summe um 31 Millionen bestand 120 Millionen

Mark geringer Verbindlichkeiten infol um 36 Millionen

hauen. Wer die geschilderte Lektüre angenehme Erinnerungen

ße 109) gibt auch die Entfernungen w. längs der Wege in Kilometern an.

nd Staatsanwälte.

Handatlas über alle Teile der Erde.

1: 22000. 0,50 A Berlin, Geograph. Institut von Jul. Straube.

(+ 22 188 000)

Lust erwecken, die Netze des

in Schlesiens neue Ausgabe 1904 von vom Miesengebirge

Jul. Straube im

Die neue g (Verlag Jul. Straube,

Fahrhundertwend e. 3,50 6 Berlin, Otto

chfeitsverhältnisse der Von Professor hischen Tafeln. 4 4 Berlin,

der Grundrente und on Dr. Joseph Ritter von 6,40 A Leipzig, C. L.

Arbeitszeit. Ein

uschmann. Berlin W. 35,

Otto Herkt herausgeg. von herausgeg. von F. Handtke. k. Liefg. 7, 8. Glogau,

In 3 farbiger Ausführung

1902 E

1903 d

1 090 319 000 (+ 9 829 000)

30 528 009 (+ 510 000}

9 389 000

(-++ 1 444 000) 713 640 000 (4+ 11 630 000)

63 478 000 (— 1511 000) 38 780 090

(+- 24 409 000)

78 306 000 (— 2033 000)

952 054 000

31 789 000 (4+ 1 092 000)

9 014 000 (+ 2 049 000) 863 075 000 (— 3 745 000)

65 971 000 (-+- 8 309 000) 1 959 000 (— 5 887 000)

83 772 000 (— 8 483 000)

150 000 009 (unverändert) 44 639 000 (unverändert)

1 129 447 000 (— 18 743 000)

150 000 000 (unverändert) 47 587 000 (unverändert)

1 140 923 000 (— 16 348 000)

680 805 000 (+- 62 846 000) 21 329 000 19 549 000 (+ 427 000)| (+- 175 000). 2 Millionen Mark \tärker als

647 795 000 (-+- 31 444 000)

Mark, dagegen ift der Wechsel- als im Vorjahr, während die ge der erheblich stärkeren Zu- Mark hinter der vorjährigen

s den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie *“.)

Nußla1

Zolltarifierung von Waren. e der besonderen Tarifkommission vom 22. April

kosmetishe Seife, die in Papierumshlägen ammen mit den Umschlägen und Punkt 1 des Tarifs zu verzollen.

ist

April

(Zirkular des Zolldep

die zusammen mit Blechbehältern (Lampens- von leßteren getrennt zu verzollen sind, 49, die Behälter nach Artikel 154

1d. Nach einem vorschriftsmäßig

Nr. 20 969, ist aufgehoben vom 1. Mai 1904, Nr. 12 130.)

Nr. 232, bestimmt, daß

artements vom 1. Mai 1904,

[ländif fernen Osten hat das Zolldepartement im Haupt verwaltung für Posten Abänderung des Zirkulars vom 4. Dezember 1902, Nr. 32414, zeit- weilig vom li 2 bestimmten Postpakete bei den Eingangszollämtern besichtigt werden. (Zirkular des Zolldepartements vom 10. April d. Wi

Einfuhr von Waren Warenanmeldung einzureichen sind. der Stempelabgabe für diejenigen Schriftstücke, welche gemäß Art. 7 und 8 des Geseßes vom 8. Juli 1903 (Bestimmungen fuhr ausländisch:r Waren) Zollämtern das Zolldepartement partements

Staatsanzeiger. 190A

Besichtigung der nach Wladiwostok bestimmten aus- en Postpakete. Infolge der kriegerischen Ereignisse im

invernehmen mit der und Telegraphen angeordnet, daß in

Mai d. F. ab die aus Westeuropa nah Wladiwostok

Nr. 10 076.)

Stempelabgabe für die Schriftstücke, die bei der zur See vom Schiffer mit der Da sich über die Höhe

uber die Ein-

mit der Anmeldung des Schiffers den sind, Zweifel so hat auf Grund eines Gutachtens des De- sür direkte Steuern bekannt gegeben, daß die von den Schiffern zu fertigenden Aufstellungen über den Shiffs- proviant und die Schiffsbedarfsartifel, die Passagierliste, das Ver- zeihnis der vom Schiffer und der Schiffsbesaßung mitgebrachten Gegenstände und die Musterrolle als Urkunden, welche die schriftliche Anmeldung ergänzen und erweitern und daher mit ihr ein einheit- lies Ganzes bilden, ferner das Gesundheitszeugnis auf Grund des Art. 14 des Stempelsteuerreglements ebenso wie die Anmeldungen selbst einer Stempelabgabe von 60 Kopeken für den Bogen unter- liegen. Dagegen unterliegen die der Anmeldung des Schiffers bei- zufügenden Manifeste, Konnossemente und Frachtbriefe als Urkunden, die im geltenden Stempelsteuerreglement besonders genannt sind, gemäß Art. 18 Punkt 2 dieses Reglements einer Stempelabgabe von 10 Kopeken für den Bogen. (Zirkular des Zolldepartements vom 13. April d. J., Nr. 10 300.) . Wiederausfuhr von Gold- und Silberwaren, die von Handlungsreisenden mitgebrahcht sind. Auf die Anfrage eines Zollamts, ob das Zirkular vom 13. Dezember 1903, Nr. 35 391, auch auf die Wiederausfuhr von solchen Gold- und Silberwaren An- wendung findet, die von Geschäftsreisenden ausländischer Firmen als Muster mitgebracht sind, hat das Zolldepartement gemäß einem Gut- achten der Industrieabteilung erklärt, daß ausländische Gold- und Silberwaren, die in den Probieranstalten des Reichs gestempelt sind und für die die Probierabgabe entrichtet ist, ohne Vernichtung der darauf befindlichen Stempel wteder ins Ausland ausgeführt werden fönnen und daher der Vorschrift des genannten Zirkulars nicht unter- liegen, das nur diejenigen aus verschiedenen Gründen zur Wieder- ausfuhr gelangenden Gold- und Silberwaren 1m Auge hat, die zwar in den Probieranstalten gestempelt worden sind, für die aber die Probierabgabe noch_ nicht entrichtet ift. (Zirkular des Zolldepartements vom 16. April d. J., Nr. 10 750.)

einzureichen ergeben haben,

Griechenland.

Nerbot der Einfuhr und des Verbrauchs vonSaccharin und anderen auf technishem Wege hergestellten Süß- stoffen. Durch ein Gesetz vom 28. April d. I. ist die Einfuhr und die Verwendung von Saccharin oder anderen auf tehnishem Wege hergestellten Süßstoffen, die zwar einen höheren Zuckergehalt als das Zuckerrohr, jedoch niht den Nährwert des leßteren baben, für jedweden Gebrau, außer zur pharmazeutischen Zwecken, ver- boten worden. Wer die genannten Stoffe zu Verwendung für Speisen oder Getränke heimlich einführt oder fle wissentlid) bei deren Herstellung verwendet, wird mit einer Strafe von 100 bis zu 1000 Drachmen belegt und außerdem \trafrechtli sowie gemäß den Vorschriften der auf den Schmuggel bezüglichen Geseße verfolgt.

Die Stoffe, deren Einfuhr verboten t}, sowie die aus ihnen be- reiteten Speisen und Getränke werden beshlagnahmt und vernichtet.

Der deut\ch-\chwedische Warenaustausch im Fahre 1903.

Der deutsh-\chwedische Warenaustausch hat im leßten Jahre einen starken Aufshwung genommen. So hatte die Ausfuhr Deutsch- lands nach Schweden nach amtlichen Feststellungen im Jahre 1903 einen Wert von rund 132 Millionen Mark aufzuweisen gegen 119 Millionen im Jahre 1902 und 111 Millionen im Jahre 1901. Die Einfuhr Deutshlands aus Schweden ist auf 90 Millionen gestiegen, von 804 Millionen im Jahre 1902 und 84 Millionen im Jahre 1901. Dieser Aufschwung des verflossenen Jahres macht ih bei einzelnen \{chwedischen Exportartikeln auch im laufenden Jahre bemerkbar, fo betrug z. B. im Januar und Februar d. I. die \hwedis{che Ausfuhr von Pflastersteinen nah Deutschland 103 460 dz gegen 33 371 dz in den zwei gleihen Monaten des Jahres 1903.

Einfuhr von Chemikalien, Farbstoffen und Drogen nah den Vereinigten Staaten von Amertka im Sahre 1903.

Die Einfuhr von Chemikalien, Farbstoffen und Drogen ist im Jahre 1903 wieder erheblich gestiegen. Der Gesamtwert stieg von 39 932 125 Dollars im Jahre 1902 auf 65 607 814 Dollars im Fahre 1903. Die vorgekommenen Veränderungen find im einzelnen

folgende : N E Be : : Säuren: Holzessigsäure: Spezifisches Gewicht bis 1047. und betrug 17 919 Pfund im Wert von

Die Einfuhr nahm zu und Y 1 1018 Dollars. Holzessigsäure: Spezifishes Gewicht über 1047. Wert von

Die Einfuhr nahm ab; sie errêihte nur 108 064 Pfund im 10 605 Dollars. Arsenige Säure: Die Einfuhr hat etwas zu- genommen ; sie betrug 1 655 666 Pfund im Wert von 48 974 Dollars. Benzoesäure: Der Absaß hat sih bedeutend gehoben. Die Einfuhr betrug 466 555 Pfund im Wert von 123 763 Dollars. Borsäure: Die Einfuhr blieb nahezu unverändert und betrug 783 987 Pfund im Wert von 29 651 Dollars. Karbolsäure: Nicht unbeträchtlich ist der Nückgang in Menge und Preis. Die Einfuhr betrug 2254 686 Pfund im Wert von 259 189 Dollars. Chrom- und Milcchsäure: Die Preise sind ganz erheblich gesunken, Die Ein- fuhrmenge hat zugenommen. Einfuhr : 84918 Pfund, Wert 8339 Dollars. Zitronensäure: Die Einfuhr ist noch weiter zurückgegangen und“ betrug nur noch 12 338 Pfund im Wert von 3544 Dollars. Galluss\äure: Die Einfuhr stieg und betrug 14 651 und, Wert 5183 Dollars. P yro gallol: Die Einfuhr nahm der Menge nah erheblih zu; es gingen 40 705 Pfund ein, die Preise fielen; der Wert betrug 44 437 Dollars. Oralsäure: Der Absay ging zürück; die Einfuhr betrug 5 363 646 Pfund, Wert 257 289 Dollars. Phosphorsäure: Die Einfuhr, die eine geringe Abnahme zeigt, beziffert sh auf 18% 209 Pfund im Wert von 27 848 Dollars. Phtalsäure: Die Einfuhr hat sih gehoben. Es gingen 24799 Pfund ein im Wert von 13 494 Dollars. Pikrinsäure: je Einfuhr nahm etwas ab. Der Absaß be- trug 127 927 Pfund, Wert 29 469 Dollars. Salicylsäure: Die Einfuhr betrug nur noch 78 266 Pfund im Wert von 19 012 Dollars. Weinsäure: Die Einfuhr hat zugenommen, ist aber immer noch

sehr unbedeutend; cs gingen 5950 Pfund im Wert von 7482 Dollars