1904 / 154 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Tlärt, leßtere sehe diese geheimen Verabredungen ungern und suche nah Möglichkeit dahinter zu kommen. Es seien diefe Verabredungen ein niht unwesentlicher Beitrag zur Charakteristik der Kartelle.

Das Haus beschließt darauf nah dem Kommissionsantrage. _ Sodann folgt die Beratung über den Antrag des Staatsministeriums an das Herrenhaus wegen Er- teilung seiner Zustimmung zur Vertagung des Landtags bis zum 18. Oktober.

Berichterstatter Graf Finck von Finckenstein-Schönberg empfiehlt, mit Nücksiht auf das vorliegende geseßgeberishe Matertal, besonders die wasserwirtshaftliden Vorlagen, der Vertagung zuzu- stimmen. Es unterliege freilich keinem Zroeifel, daß die Vertagung nur dadurch notwendig geworden, daß die Etatëberatung im anderen Hause übermäßig ausgedehnt worden sei und die Regierung den Land- tag erst zum spätesten verfassungsmäßig zulässigen Termin cinberufen habe.

Minister des Junern Freiherr von Hammerstein:

Meine Herren! Ich möchte mi gegen den Vorwurf verwahren, als ob dies hobe Haus zu spät einberufen sci. Die späte Einberufung in diesem Jahre, welche, wic der Herr Vorredner ja auh anerkannt Hat, in der geseßlich vorgeschriebenen Zeit erfolgt ist, hatte doch wesentlichß ihren Grund gerade in der Rücksicht auf dieses hohe Hau Œ8 Ihnen allen erinnerlich sein, daß dieses Haus n Dage. Wo eg bezozen wurde,

daß nach den ersten zwei Sitzungen, die hier

Arbeiter wieder sofort einzogen. Wir mußten

ß die Sißungen stattfinden konnten. Außerdem Staatsregierung in diesem Jahre den Wünschen

os bercitwillig darin entgegengekommen ift, daß be-

» wichtige Sesetßentwürfe in erster Linie diefem hohen Hause

y C not ur don G DOTGCLCgT WUTLEN, UND

wird

wenn im Laufe der arbeitsreihen Session gewisse ren Hause erst etwas später formell eingebracht wurden, Berabredungen mit dem Bureau des anderen Hauses, eseße mit Nücksicht auf die Etatberatungen vorher übers

t zur Erörterung kcmmen konnten

Gesetze in

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D, D darauf legen muß, ß gewisse Vorarbeiten, wie der Her riGtig erwähnt bat, bezüglich der wasserwiri\chaftlicGen der Kanalvorlage névorlc ‘vorlog nn die Tagung ie Königliche 1 erteilen, TSgange vom 2 ine Vertagung berbeizufühb aber :) länger \ } 6 4 - (Mv A Oftober, s diescn Gründen erstatter getan bat, zuzustirnmen

darauf hingewiesen hat,

¿, wie es auß Jr H /

Nachdem der Berichterst daß es Sache der maßgebenden L zu sorgen, daß das Gebäude für d gestellt würde,

Den lehten Gegenstand der Tagesordnung bildet die

, R ) «C . E malige Schlußberatung des Antrags des Freiherrn Manteuffel und des Grafen zu Hoensbroech, „die K

s Herrenhaus früßer

Fertia- O A H a anaknit S I0VITCD DIE erlaqui Q genchmiat.

cin- von / i l | e Konig tue Staatsregierung zu ersuchen, Sorge u tragen, daß den Mannschaften der Landarmee und der Marine das Militärgesangbuch bei ihrem Eintritt als Eigentum belassen wird“. Beigegeben ist dem Antrage folgende Be- gründung: Der Antrag bezweckt, den Mannschaften der Land- armee und der Marine sowohl während wie nah der Dienst: zeit vor Augen zu halten, daß mit der Treue gegen den König die Treue gegen Gott Hand in Hand gehen muß, um allen entgegenstehenden Bestrebungen wirksam zu begegnen. Berichterstatter Graf von der Osten cupfiehlt, diesen Jnitiativ- antrag, der si wörtlih mit cinem vom andcre1 y des Grafen Douglas angeiommenen Antrage decke, gleichfalls zunehmen. Gegenwärtig fei das Gesanghuch nit Eiget ! s könne ihm vielmehr nur beim Abgang für geringen Preis von 9 «4 überlassen werden. Es fehr abgegriffen und abgenußt. Darum solle das Buch de chon bei seinem Eintriit in den Dienst als Eigentum werden. Das Budget werde dur den Antrag nur mit etwa 30 0C belastet werden, und diese Ausgabe werde gute Früchte tragen. Begründung des Antrages im anderen Hause dur den Grafen Douglas habe groß:n Eindruck gemacht, sodaß es eincr weiteren Empfehlung wohl nit bedürfe. Alle, die tes Königs No zu trage die Ehre gehabt hätten, wœüfß r il es U

ten, welch licber Begleiter ihnen dieset z in Kriegs- und Friedenszeiten gewesen sei. Als felbitveritändlid nehme er an, daß jeder Offizier sein Gesargbuch aus deu .

aber weiter gchend solle hier

den Frieden mitgenommen habe Mannschaften die Möglichkeit eröffnet werden, dieses dauernd in Händen zu behalten, das werde ibnen tin Lebenslagen zum Segen gereichen. S Freiberr von Manteuffel: Die Militärdtenstzeit ift, Dank, auch heute noch eine Zeit, an die die meisten n zurückdenken, und von der sie mit Begeis renommieren damit gegenüber denjenigen, die niht gedient haben. Das ist gutes Zeichen und ein Beweis dafür, daß sie eine gute Behandlung erfahren haken, wenn sie sich ihrer Dienstzeit mit Freude erinnern, und dazu wird das Gefangbuch fcin Teil beitragen. Wenn auch die Gemeinden dieses Gesangbuch zum Teil nit haben und aus cinem anderen Gesangbuch ihre Lieder singen, so wird das Buch gleihwohl niht weniger wertvoll für den alten Soldaten scin. Bei diesem An- trag haben fi beide Konfessionen einmütig zusammengefunden. Es ist stets mein Bestreben gewesen, konfessionellen Hader zu vermeiden, beide Konfessionen arbeiten und wirken zu lassen zum Segei des Vaterlandes; darum begrüße ich diesen Antcag und feine doppelte Unterstüßung mit ganz besonderer Freude, zumal in einer Zeit, in der von versi denen Seiten vcrsucht wurde, den fonfessionellen ‘Frieden in einer Weise zu stören, die niht zum Segen des Vaterlandes ge- reiht. Nehmen Sie unseren Antrag an. 7 E __ Graf von Zieten-Schwerin: Ih {ließe mich diesen Aus- führungen ai und freue mich, daß dieses neue Bindemittel zwischen den beiden Konfessionen ins Werk geseßt wird. In der Einleitung zum Militärgesangbuh ist gesagt, der Soldat soll dieses Buch als wahren Schay ansehen; dann müssen wir ihm diesen Schaß auch lassen, wenn er aus der Armee scheidet. Jch bitte, daß dann auch das Buch einen sihereren Einband erhält. Wic wollen immer das Gemeinsame hervorheben. Es muß aber au darauf gesehen werden, daß der Soldat, solange er noch jung und leichtsinnig ist, das Buch benußt, es müßte deshalb zu den Kontrollversammlungen mitgebracht werden. Bei patriotischen Feiern haben die Leute jeßt kein gemein- sames Buch; es wird sich dabei außerordentlih bewähren. | Ministertaldirektor von Chappuis: Bereits bei der Beratung im Abgeordnetenhause habe ih namens meines Chefs, des Kultus- ministers, erklärt, daß, wenn auch diefer Jnitiativantrag zunächst das Staatéministerium beschäftigen muß, und deshalb heute noch keine Stellung dazu genommen werden kann, doch mein Chef allen Wünschen, die auf die Förderung wahrer christliher Gesinnung und die Festigung und Förderung des konfessionellen Fricdens abzielen, die wärmsten Sympathien entgegenbringt. Mein Chef wird bereit sein alle die Bestrebungen zu unterstüßen, die zur Erreichung dieses Zieles beitragen. Ich hoffe, daß auch die heutigen Verhandlungen dazu bei- tragen, die im Lande noch bestehenden Gegensäße in konfessioneller Beziehung zu beseitigen und den konfessionellen Frieden zu fördern und

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Gott fei _mit Freude terung prechen; sie

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Damit schließt die Diskussion. Jm Schlußwort bemerkt

Giuaf zu Hoensbroech: Es ift ein erfreulihes Resultat, daß wohl niemand im Hause diesem Antrage sih entgegenstellt. Hierfür spreche ih im Namen aller Antragsteller herzlichsten Dank aus, ebenso auh dem Vertreter der Staatsregierung für die freundlihen Worte. Das Gesangbuc) soll den Mannschaften im Sinne des Friedens beider Konfessionen dienen. Ich wünsche noch, daß diejenigen Lieder besonders zusammengestellt werden, die beiden Konfessionen gemeinsam sind, da- mit sie bei feterlihen Gelegenheiten zusammen gesungen werden können. Der Kamps der einen Konfession mit der andern muß unbedingt zur Schwächung der eignen führen. Die Gewinnung für die cignen An- s{chauungen kann nur erfolgen, wenn man selbst die eigene Ucber- zeugung hoh hält. Die Hochshäßung der fremden Ueberzeugung sollie ein Zeichen des ritterlicßen Volks der Deutschen sein. Während früher der Kampf um die religiöse Ueberzeugung vielfah mit dem Schwert geführt wurde, wird der Austrag jeßt lediglih der Wissen- schaft überlassen. Aber au hier muß der Kampf mit voller Achtung yor der Ueberzeugung und peinlistec Nücksihtnahme auf die religiösen Gefühle der Gegner geführt werden. Leider besteht aber in gewissen Kreifen eine religiöse Verheßzung. Schuld daran trägt, daß man die Fragen in Volksverfammlungen hineinträgt, und daß ein Teil der deutschen Presse es sich angelegen sein läßt, jedes Moment mit einem gewissen Eifer hervorzukehren, um der anderen Konfession etwas am Zeuge zu fliden. Man fsucht RKonfessionsfkandale hervorzukehren und auszu- nußen, was nur zum Schaden beider Konfessionen dienen kann. Wenn es sih dann berausstellt, daß diefe Konfessionsskandale Legenden sind, fo fehlt in der Presse vielfah, ih will nit sagen, der Mut, wohl aber der Anstand, diese Sachen iu ehrenvoller Weise dur offenen Widerruf wieder rückgängig zu machen. Dieser Tief- stand und Defekt in einem Teile unserer Presse ist sehr zu beklagen. Die Konfessionen müssen zusammengehen zur Bekämpfung derjenigen Schäden, die auf unserem öffentlichen Wohle lasten, zur Be- kâmpfung des Umsturzes und zur Erreichung dec fozialen und haritativen Zwecke. Jch bin ja _in dieser Beziehung kein Optimist. In jeder Konfession werden sich Strangschläger finden, aber es wird darauf ankommen, diefe Ecsheinunz mehc und mebr zu isoltieren. In die em Sinne würde ih es mit Freude begrüßen, wenn die beutigen Verbandlungen in das Land hinausgehen und dazu bettragen würden, der konfessicnellen Friedenéliga neue Mitglieder zuzuführen.

Der Antrag wird fast einstimmig angenommen.

Schluß nah 21/2 Uhr. Nächste Sißzung: Sonnabend,

[ Uhr. (Kleinere Vorlagen; Ansiedelungsgeseßentwurf.)

gänzungen 111d vom 23 GI * P e - Xutltker, Felle

Parfümertezwedcken

änderung im Gew Plinimaltarif S) of V L Dynamomaschinen Ahron d \; - N AMinon nr A f "Po on A4 , - 53 de

während solche Maschinen von geringeren Gewicht nah Nr. 634 Tarifs zoUfrei eingelassen werden.

geringeren «Fortschritts der Technik aufgehört haben, lediglih zu wissenschaftlichen Zweden zu dienen, daß sie zur Zeit vielmehr in großem Maßstabe zu häuslihen und gewerblihen Zwecken Verwendung fänden, z. B. Antrieb von Zimmerlüftungs8apparaten, Nähmaschinen, Uhrmacher- drehbänken, anderen kieinen Maschinen usw. : : i

daß er ausmache, einen Prozentsaß, der seinerzeit der Bemessung der Zoll- säße für die Dynamoma]schinen höheren Gewichts zu Grunde gelegt worden sei. i

kommission verwiesen. Einfuhr von Wollwaren nach der Türkei im Jaßre 1903.

bilden Wollwaren. Sintuhr einer niht unerheblihen Steigerung fähig. Einfuhr sertiger öôsterreihisher Konfektionswaren dem Artikel im h einiger Jahre einen stärkeren Abbruch getan hatte, so macht ih jeßt Herstellung des für die Türkei, insbesondere für die inneren Pro- vinzen noch verhältnismäßig neuen europäishen Kostüms von einer größeren woird, was nit auf sich warten lassen dürfte, fo ist anzunehmen, daß alsdann dieser Absay wiederum sehr bedeutend werden wird. Inzwischen mehr

Land- und {Forfiwirtschaft.

(F y A {+4 "n f D 71:7 Grnteaussichten in HNumänten. c Katserliwe Konsul in Bukarest derihtet unterm 22. v vi tor Alt» ey Vi S C Â R D [J L ! der criten Hälfte drt Monats Juni sind Niedershläae, die dem 11 s I 1: at 4 M} + im B PYonats genden Stande des Weizens in Hilfe tommen fTönnen,

"e ì / Pim Tito 0d KGe4EA, e 4A v af JFumänien noch hâtten zu : niht gefallen.

fonnten auf die Entwickelung dieser

Spätere Strichregen Frubtart im Naomot L oft Gin if i Yruchtarl im aulgemeinen e! vesitnimenden Etnsluß mt mebr haben io S AIZE 0 M5st19novpnfto Cnt A H - e r aben, 4e DICSIC)INrige -BEIZENCzNnie vumantens muh E e S C E S A T : T 4 daher, Bon wentgen Teilen in der Violdau und in dem bergigen Teile p QanDdoga aßhaos chor S S Lag io 0a ag an ; des Landes abge ehen, als gefährdet bezeichnet werven. Das aligemeine r ; 8 D rp oprho - ' V 4 Y 4 ho j g (rgebnis dürfte erheblich unter Miiitel zu schäßen sein. Man rechnet lin gesmasliick@en Kret!en aus höchitens 40 9/9 der DOY» Ernteergebnisse an Weizen, das 2597161 hl Lot norm L T Í m9 Y L ; bei cinem mittlere 1 9 kg betrage ha N di (7, nen Sor S 2M 4 G Kg betragen, 998 U, Vie N nrvidelung der M atopstanze hat unler der Vurre zu leiden, fodaß auch die für diefe Fruht {on gehegten Befürdtungen At unbkonrtindo eo N Rid Z D ¿e mcht undegrundeï waren. «Fn den lezten Tagen hat es intellen tot rAnßon T otfo S B: Q [ 2 f+3 , ta einem großen Teile Numäniens recht Trastig geregnet, nur in der Dobrudscha und den angrenzenden Bezirken nit, sowie nur \trihweise in der Oltenia, ]oda} 11h die Hoffnungen auf die Ernte an Mais wteder le Megengüsse find zen sehr gelegen

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besonders auch noch für die anzen seh gekomnen. Die andauernde

len Distrikten bereits einen recht fühlbaren Futter- | Bieh gezeitigt, sodaß die Regierung genötigt gewesen

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Handel! und Gewerbe,

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Der französis Deputi ¿m

n Gesetzentwurf vorgelegt worden, wo in Ab- 924 des Zolltarifs für dyramo ische Masch!nen cht von weniger als 10 kg 100 2: im und von 130 Fr. im Generaltarif für je 100 kg ngewiht eingeführt werden foll. j Nah der genannten Tarifnummer werden im Gewicht von 10 kg und

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TaruUver

Die geplante Einführung eines Zolles für dergleihen Maschinen Gewichts wird damit begründet, daß diese infolge des

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Die Höhe des vorgeschlagenen Zollsaßes entspringt der Erwägung,

ungefähr 10 v. H. vom Wert der fragliGen Maschinen

Die Deputiertenklammer hat den Entwurf zunätst an ihre Zoll-

7) Iy “0t vat 42 E 3 9 c By O L un a9 Ven zweitgrößten Artikel der deutshen Einfuhr na der Türkei

Nach Meinung von Sachverständigen ist diese Wenn auch die

do wieder Nachfrage nah Tuchen geltend. Wenn die

Anzahl einheimischer Unternehmer aufgenommen sein

follte der Markt von den deutschen Tuchfabrikanten

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leiht benannt werden können. Durch Einsendung ein guten Mustersammlung in größeren, j langen Stüdcken der ganzen Stülkbrette würde sovi; die deutschen Preise hier bekannt sind einem unte; richteten Vertreter die Anknüpfung neuer Verbindung: mit ziemlicher Sicherheit ermögliht werden. Ein Hauy artikel der Wollwareneinfuhr find die Army Cloths. Sie kamen h jest aus England, welches außerdem ähnliche Artikel in glatt \hwarzen, blauen oder braunen Tucen in Breiten von 52 h 54 Inches und zum Preise von etwa 1— 3 \h. pro Yard f

In den guten Qualitäten ist England zur Zeit ganz vom Mark verdrängt worden. Der englische Konsularberiht für 1902 widn dieser Tatsache eine längere Beachtung und \{lägt vor allen Ding eine bessere Drganisation des Exporthandels vor, der zu wenig We darauf lege, eigene Vertreter in der Türkei selbst zu halten. Gera) auf dem Gebiete der Wollwaren ist, wie hierbei bemerkt sei, auch (i großer Teil des deutschen Erportgeshäfts wie das englishe in Händ von Einkaufshäusern und Grofsisten im Inlande selbst, eine Tatsas die bezüglih Deutschlands vielleiht zum Teil den zu langsamen For schritt im türkisden Geschäft erklärt, Die direkte Vertretung d Fabrikanten am Bedarfsplaße selbst durch einen mit der Kunds{hq und ihren besonderen Wünschen genau bekannten Agenten ist gera) ein sehr wihtiges Mittel zur Förderung des Absaßes. England h; ih außerdem die Kundschaft der Schneider Konstantinopels zu 6 halten gewußt, denen es seine Coupons liefert. ;

England steht bezügli®ch der Wollwareneinfuhr an zweiter Stel an erster stand aud im Jahre 1903 noch Oesterrei. Alerdin, haben die Bielißtuhe auch 1903 einen Rückgang des Absatzes | fahren; es wurden im Jahre 1902: 17719 dz und 1903 16571 eingeführt.

Dieser Rückgang wird auch in Zukunft anhalten, und zwar dem Maße, wie die ortentalische Kleidung, die si der [chweren, \eide artig glänzenden Bielitztuße mit Vorliebe bedient, zurückgeht und du die europäische ersetzt roird. i

Wird von Bielitztuchen

Bird : ) und den Army-Cloths abgesehen, beherrscht Deutschland in Herrenkleiderstoffen den Markt. Die Pr: beliefen si je nah Qualität auf 3,50 —8 A (130—140 cem breit (58 w glatte und farbige Phantasiestoffe verkauft; au Militärtuh konnte Reichenberg erfolgreiß Tonkurrieren. Frau: fleiderstoffe kamen insbesondere aus Gera und Greiz in Wolle u Halbwolle; nur in den ganz billigen Qualitäten konnten hier Oeste rei und Jtalien konkurrieren. Die öfterreihishen Preise benann: mit 50 Heller, die deutschen mit 80 § und stiegen in besseren Qua! täten bis zu 2,25 A In zweiseitigen, karriert gemusterten Mant stoffen ließen fich zum ersten Male größere Abschlüsse für Deutschla Cndlich wurden Wollflanelle (aus Thüringen) in glatt und Phantasieausführung zum Preise von etwa 60 4 bis 4, (65— 140 cm breit) gebracht. _ Frankreich, noch vor kurzem an zweiter Stelle, ist jezt in vierte gedrängt worden. Seine Cheviots und fassoni-rten Herre stoffe (Noubaix) behaupteten si troß höherer Preise, weil fie in | Farbe dauerhaft sind. Aus Sedan, Elboef wurden Qualität (3—12 Fr.) in Schwarz und Phantasie geliefert. Gerade die fra zösische Einfuhr dürfte aber, wenn ihre Artikel gut und billig imiti werden, mit ihren Preisen nicht länger standhaïten können. i Sechs Proben französisher Wollwaren t 1903 tn S@hwarz und Farbig ch6 schied bestellt wurden, sind gleichzeitig rihte eingegangen und können während Wochen im Reichsamt e (4 Stmmer 1 M}?

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natürlih eine Anzahl anderer Qualitäten derselben

gewählten ware i marktgängigsten. (Nc

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gewinnt Deutschland in dem Handel immer mehr 3 Die besseren englishen und fc Sorten, die mit Vorliebe zur Verarbeitung von Hufnäge wurden, g zurü und tverden dur ] Sorten deutschen und österreihisWen Ursprungs ersetzt. i deutshen Ware nur von Belgien und enz gemacht. ( Zerbraucd zunimmt, ommen ih aus Deutscland, Was eine österreihishe Erportfir 1 bringt, ift zum größten Teil auch deut)cher Proveni-nz _ Bn BDrabiitislen haben 110 die bedeutendsten deutschen, reicis ten und amerifanischWen Produzenten zu cinem Syndikat einigt Einige belgische und italteni]/che Fabrikanten, die außer! bes Syndikats stehen, unterbieten seit einige it mit mind wertiger Ware in Padckung die ckyndi e?nkarten \peziell

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i {chlechtec 9 se und tun dadur iel Abbruch aufeln besteh Ware von ate, in dey Di Mit der Herstellung dec ganz befaßt sich Deutschland nid immer mehr an Boden.

In Shwa rz¿bdled) E herrsdzen Belgien und Engl Kistensta hl brin deutsche Messer-, Bo englishen Fabrikate

Sensen kommen auss{ließlich aus Desterrcich.

Eiserne Defen liefert Deutshland geschmackvoll, gut preiswürdig. Ihr Konsum steigert sih auf Kostea der Porzellan! die von Frankrei, Oesterrei und Deutschland gebraht wert An den deutschen Porzellanöfen wird ihre geringe Dauerhaftig! getadelt. i

Der Absaß von Nähmaschinen, die in der Hauptsache Deutschland kommen, nimmt zu, während nach Fahrrädern we der scleckten Straßenverhältnisse so gut wie gar feine Nachfr besteht.

Terzerole, deren Einfuhr aber neuerdings verboten ist, bra)! Deutschland und Belgien. A

Der Verbrauchß von Emailleges@irr wächst. Deutschl: Frankrei, Oesterreich und Ungarn sind an der Einfuhr beteiligt. _ Landwirtschaftliche Maschinen gehen sehr wenig. einiger Zeit hat man angefangen, einige Sorten einfacher eise: Pflüge tm Lande herzustellen, wozu Deuts(land das Matertal lie! __ Eitsenkurzwaren, wie Bau- und Möbelbeschläge, Koff {lösser, Werkzeuge aller Art, liefert in mittleren und geringen S Deutschland.

Schneidewerkzeuge und billige Feilen bringt Frankrei, Ho und Schrauhzwingen Oesterrei. In Wagenachsen wird Frankr allmählich von Deutschland verdrängt. Brotpfannen, ein Artikel ! sehr großer Nachfrage, werden ausschließliÞh von Frankreich Gngländ geliefert. Jn das Holzshraubenges{äft teilen sich Fr rei), Belgien und Oesterreih, Kurze Viehketten liefern Deutschl: und Desterreih, Schisfsketten sowie die übrigen eisernen Beda! artikel für Schiffahrtszwecke England. Aus Amerika kommen Mö! rollen, Fleischackmashinen und Pumpen. (Nach einein Bericht !

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«r Zweiten Beilaze.)

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zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Pre

M 154.

Zweite Beilage

Berlin, Sonnabend, den 2, Juli

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ußishen Staatsanzeiger.

1904.

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Handel und Gewerbe. (Schluß aus der Ersten Beilage.)

Einfuhr von Papier über Salonik.

An der Einfuhr von Papier über Salonik könnten die deutschen Fabrikanten sich viel mehr beteiligen, wenn sie wie die österreichischen die Türkei regelmäßig von einem Fachmann bereisen Aas Fn Oesterreich \chicken ver\hiedene Fabrikanten gemeinsam einen Reisenden. Soll das Geschäft durch Agenten ohne î eisenden gemacht werden, so kommen die Mengen nicht zusammen, die die deutschen Fabrikanten als Minimalquantum für Sorte und Stärke verlangen. Die oft billigeren beuti@én Preise vermögen den Käufer nicht zu bestimmen, große Posten bestellen. Die österreichischen

abrikanten find hierin weniger anspruchsvoll, wahrscheinli, weil E Reisenden die gleihen Sorten auf den verschiedenen Pläßen ver- kaufen und dethalb den einzelnen Abnehmern auch kleinere Posten eben fönnen. Dies gilt namentlich von Schreib- und, _Drukpapier. Kn Packpapier fehlen Deutschland die viel verlangten billigen Sorten, Stroh- und Schrenzpapier. Auch würde es sich für die deutschen Fabrikanten lohnen, dem billigen Zigarettenpapter, das einen großen Absaß hat, mehr Aufmerksamkeit als bisher zu schenken. Sm Tapetenge\chäf}ft nimmt Deutschland die erste Stelle ein. Spielkarten kommen in der Hauptsache aus Frankreich. (Nach einem Bericht des Kaiserlichen Konsulats in Salonik.)

auf einmal zu

Numänien.

Polizeivorschriften N Den Eintritt von auslän- dischen Reisenden. Unterm 31. März/13. April 1904 ist ein Neglement für den Polizeidienst an den Grenzpunkten, in den Häfen und auf den Bahnhöfen erlassen worden, wonah kein fremder Rei- sender in das Land eintreten darf, wenn er niht einen ordnungs-

{en Konsul oder diplomatischen Vertreter

mäßigen, von dem rumänif al 2rtre an feinem Wohnorte oder am Ausftellungsorte visierten Paß oder

ein solhes Reisepapier best. i . : Der Eintritt in das Land wird indessen ohne dieses Visum auf den Pässen oder Reisepapieren unter anderem gestattet : : 1) Ausländern, welhe aus einer Ortschaft fommen, wo fi kein rumänischer Konsul oder diplomatisher Vertreter befindet ; : 2) den Untertanen der Staaten, mit welchen Numänien Verträge oder besondere Uebereinkommen in dieser Beziehung hat, sowie 3) den Ausländern, welche erklären, daß sie sih im Lande nicht aufhalten, sondern direkt von einem zum anderen Grenzpunfkte gehen wollen; in diesem Falle bescheinigt der Polizeioffizier des Cin- gangspunktes auf den Reisepapieren, daß sie nur für die Durchreise elten. Y Wenn der Paß oder das Neisepapier in Ordnung ist und der ausländishe Reisende niht zu denen gehört, welhen der Eintritt verboten ist, so soll der Polizeioffizier des Punktes dem Reisenden den Eintritt in das Land gestatten, nachdem er das Reisepapier in ein besonderes Register verzeihnet und mit dem Eintrittsvisum vers sehen hat. Die Entbindung von der Formalität des Visums für die aus- ländishen Reisepapiere befreit den ausländischen Reisenden auch von der Zahlung der Visagebühr, in den vorstehend unker 1 und 2 vor- gesehenen Fällen ist indessen, außer wenn Verträge oder besondere Ab- fommen mit ausländishen Staaten in Betraht kommen, die Visa- gebühr zu zahlen, welhe beim Eintritt in das Land erhoben wird. Diese Gebühr beträgt 5 Lei für jeden Paß, und für ausländische Arbeiter, denen der Eintritt in Gruppen gestattet ist, 2 Lei. Für die erhobene Gebühr stellt der Polizetoffizier eine Quittung aus.

Fischereiausstellung in Marstrand (Schweden) 1904. Wie der britis@e Konsul in Gotenburg berichtet, soll in der Zeit vom 9. bis 24. Juli 1904 in der Hafenstadt Marstrand eine Fischerei- ausftellung abgehalten werden. Einen wichtigen Teil der Ausstellung werden vorausfihtlich Motore aller Art bilden, welche beim Fisch-

fang usw. Verwendung finden. (Nah Commercial Intelligence.)

Ausschreibungen.

Vergebung einer Lieferung von drei Kränen für Lokomotiven in Sofia in der Kanzlei der Kreisfinanzkommission: 11. Juli 1904, nahmittag 3 Uhr. Wert der Lieferung: 9000 Fr., Kaution: 5 9%. (Oesterreichischer Zentral-Anzeiger für das öffentliche Lieferungswesen.)

Lieferung von drei elektrishen 3-ton-Laufkränen und zwei elektrishen Lokomotiven für das Londoner Elektrizitätswerk in Greenwich. Frist für Angebote: 12. Juli 1904. (The Electrical Engineer).

Verbesserung des Hafens von Spezia. Das Ministero dei Lavori Pubblici in Rom und die R. Preffettura in Genua nehmen bis zum 20. Juli 1904, vormittags 10 Uhr, Angebote auf Ausführung folgender Arbeiten im Hafen von Spezia entgegen: a. Ausbaggerung eines Zugangskanals zum neuen Handelshafen; Anschlag 240 000 Lire. b. Verlängerung des Hafendammes usw. ; Anschlag 738 470 Lire. Kaution: 45 000 Lire. (Gazzetta Ufficiale del Regno d'’Italia.)

Bau und Betrieb einer Telephonleitung in der Stadt Lórida (Spanien). Angebote werden bis zum 22. Juli 1904, nahmittags 1 Uhr, vom Gobierno civil de la provincia de Lérida und von der Dirección general de Telégrafos in Madrid entgegengenommen. Vorläufige Kaution: 2000 Pesetas, endgültige : 4000 Pesetas. (Gaceta de Madrid.)

Ausbau der elektrishen Straßenbahn in Zaragoza. Die Konzession für die Verlängerung der Torrero-Linie bis zum paseo del Arenal if von der Sociedad Tranvías de Zaragoza in Antrag gebraht worden.

Bau einer Wasserleitung in Antoing (Belgien). Die Verdingung erfolgt am 15. Juli 1904, mittags, im gouvernement provincial in Mons, Frist für Angebote: 13. Juli. Los I: 105 800 Fr., Kaution: 3000 Fr. Los II1: 37 700 Fr., Kaution : 1500 Fr. (Moniteur des Intérêts Matériels.)

Die Nachfrage nach wasserdichtem Deckmaterial im PAEN von Konstanßa zu Zwecken des Schußes von Getreide- endungen ift infolge der Unzulänglichkeit der dortigen Warenf\peicher im Steigen begriffen. (Commercial Intelligence.)

Die Konzession für eine Eisenbahn von San Juan Chapultepec nah Ayoquezco im Staate Oaxaca ist von der Se- cretaría de Comunicaciones in Merifo an die Compañia de los Ferrocarriles Urbano y Agricola de Oaxaca verliehen worden. Der Bau der Bahn ius binnen 6 Jahren fertiggestellt werden. (El

Econotnista Mexicano.)

Zwangs8versteigerungen. Beim Königlihen Amtsgericht T1 Berlin stand das Grundstück Christinenstraße 30, Eke Zionskirhstraße 27, dem Nentier Otto Albin gehörig, zur Versteigerung. 3,90 a. Nußungs-

wert 9900 4 Mit dem Gebot von 10100 4 bar und 163 800 M Hypotheken blieb Kaufmann Benno Conin in Landsberg a. W. Meistbietender. N

Beim Kösöniglihen Amtsgeriht 11 Berlin. Zur Ver- steigerung standen: Alsenstraße in Stegliß, der Frau Ania Mettke gehörig. 9,02 a. Mit dem Gebot von 325 6 bar blies Bankier Marx Kno pf, Lüßowufer 5, Meistbietender. Dorfstraße 85 bezw. Plan 23/24 und im Below in Großbeeren, dem Gastwirt Emil Balke gehörig. 13,39 a bezw. 29,80 a bezw. 96,32 a. Nuzungswert 889 A bezw. 1400 A Mii dem Gebot von 29000 A bar und 8000 M Hypotheken blieb Frau Emilie Primke, Köthener Straße 16, Meistbietende. Bayerische und Düsseldorfer Straße in Dt.-Wilmersdorf, dem Kaufmann Karl Kocehne gehörig. 8,70 a. Mit dem Gebot von 74 500 A bar blieb die Handelsgesellshaft i. F. Zauber u. Lahmann, Weinmeister- straße 9, Meistbietende. Teilung halber ein Grundstück in Dall- dorf, den Jahnshen Erben gehörig. 6,90 a. Nußzungswert 360 M. Mit dem Gebot von 13 000 «4 bar und 4528 M Hypotheken blieb Frau E. Weckwerth in Dalldorf Meistbietende.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Rubr und in VDberschlesien. An der Ruhr sind am 1. d. M. gestellt 17242, nit recht- zeitig gestellt keine Wagen. : : Jn Oberschlesien find am 30. v. M. gestellt 5718, nit recht- zeitig gestellt keine Wagen.

Die Verdingung von 13360 t Braunkohlenbriketts ist,

wie das Verkehrsbureau der Korporation der Kaufmannschaft von Berlin mitteilt, seitens der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin ausgeschrieben worden. Näheres ist im Verkehrsbureau der Korporation der Kaufmannschaft, Neue Friedrichstraße 54 1, zu er- ahren. La Veber den Verkauf alter Eisenbahnlokomotiven find der Handelskammer zu Berlin Bedingungen nebst Angebotbogen zugegangen, die im Verkehrsbureau der Kammer eingesehen werden können.

Laut Meldung des „W. T. B.“ aus Berlin wurde in den Verhandlungen des Kalisyndikats vom 27. Juni bis zum 1. Juli eine Verlängerung desselben auf weitere fünf Fabre bes \chlossen. Die Basis ist im wesentlichen dieselbe geblieben, nur die Werke Hedwigsburg und Hohenfels haben eine kleine Aufbesserung er- fahren. Der 5 Millionenfonds ist aus den Verhandlungen aus- geschieden und wird besonders behandelt werden.

Vom obersclesischen Eisenmarkt berichtet die „Sthlesishe Zeitung* u. a.: Die güustige Geschäftslage auf dem Eisenmarkt blieb sowohl hinsichtli® der Käufe wte der Sorten- aufgaben unverändert, da nah den leßten Ergebnissen der Verhand- lungen in der Verbandsfrage sich die Nachfrage nach Zusaßkäufen steigerte; außerdem wurden die S{hlußreste aus dem zweiten Viertel- jahr durch Lieferungsabrufungen der fontraftmäßigen Abwidelung zu- geführt, und au auf die Käufe für das dritte Vierteljahr wurden Barths erhebliche Mengen aufgegeben. Der Inlandsbedarf trat in er- weitertem Umfange hervor, und obgleich die Werke im Laufe der Frühjahrsmonate sehr umfangreihe Vengen zur Verladung brachten, so ist es doch noch nit mögli, den Wünschen der Kund\haft um schleunige Lieferung nachzukommen, weil es auch auf den Werkélagern an gangbaren Sorten vollständig sehlt. Als ein erfreulihes Zeichen der gesunden Verfassung der Marktlage bezeichnet der Bericht den verstärkten Bedarf der. weiter verarbeitenden Fabriken, insbesondere der Fleineifen- zeuge, Maschinen-, Waggon- und Drahtfabriken sowte Kons\truktions» und Eisenbahnwerkstätten. Die Händler erteilen ihre Lageraufträge ebenfalls in gleichmäßiger Weise. Ein besserer Umsaß in Stab- und Feineisen nah dem Auslande hat sich wohl zu deñ höher gehaltenen Preisen angelassen, doh ist derselbe dem Umfange nah gegen das Vorjahr noch zurück. Die Verbandsgrundpreise blieben auf 1374 bis 1424 für die Tonne frachifrei inländischen Verbrauchs- ort mit den bekannten Vergütungen für Händler und Hafen- bezw. Stapelpläße und 105 bis 115 für die Tonne ab Werk für das Ausland. Träger sind nah wie vor gut gefragl, die Werke haben sämtlich einen flotten Betrieb aufzuweisen, eine Aende- rung der Pretelage ist nicht zu verzeichnen. In Universaleisen und Nohrstrips bessert ih der Arbeitsstand ebenfalls bei fester Preis- rihtung. Schienen sind in allen Profilen flott begehrt. Auf dem Grobble{markte war eine Zurückhaltung der Verbrauchsfstellen in der lezten Woche niht bemerkbar. Auf dem Feinblechmarkt herrs{t Kauflust; Fabrikations- sowie Handelsblehsorten werden gut abgerusen. Die Preislage is fest. Auf dem Drahtmarkte hat die versteifte Preislage eine lebhaftere Nachfrage hervorgerufen. Fn Walzröhren ist der Beschäftigungsgrad befriedigend. Der Nobeisenmarkt hat sich in seiner günstigen Richtung erhalten. In Gie zereiroheisen und Guß- waren erster Schmelzung hat die Nachfrage niht nachgelassen.

Vom rheinish-westfälischGen Eisenmarkt berihtet die „Rhein.-Westf. Ztg.": Der Roheisenmarkt hat eine Besserung noch nicht aufzuweisen. Die Absaystockung dauert fort. Das Aus- landsgeshäft ist unbedeutend. Die Preise sind unverändert. In Luxemburger Roheisen wird der Verkauf schon für das IV. Quartal aufgenommen. Auf dem Schrottmarkte_ macht ih eir einiger Zeit eine alljährlih um diese Zeit eintretende Abshnrächung bemerkbar. Man zahlt heute für gute Dreh- späâne 49 bis 50 4, gewöhrlichen Blehschrott 43 bis 44 Æ, Ia. Martinkernshrott 56—57 M, Werkstattenschrott 58—59 M, Eisenbahnoberbauschrotiî 58—959 M, gebündelie Blech- abfälle 61—63 M, groben Gußbruh 46—48 4, Eifenschienen 73 bis 74 frei Verbrauchestelle. Das Geschäft in Halbzeug ist lebhaft. Die Stahlwerke sind alle gut beseyt. Was die Ausfuhr feit dem vorigen Winter eingebüßt, das hat der gestiegene Jnlandtbedarf mehr gebracht und also ausgeglichen. Doch können die Werke dem Bedarf bei ibrer bedeutenden Leistungsfähigkeit, die noch nit erschöpft ist, voll genügen. Füc Träger und Formeisen ist das Geschäft weiter recht lebhaft und die Werke haben vollauf zu tun. Auch ist hierbei die Autfuhr noch stets mit einem großen Teil des Absatzes beteiligt im Gegenjay zu Halbzeug, in dem die Autfuhr sich beträct- li verringert hat. Für Schienen lagen in der leßten Zeit wieder größere Anfragen aus Japan vor, die bei der starken Konkurrenz der Engländer und Belgier aber nur mit Preisopfern für die deutschen Werke zu gewinnen fein werden. Für das Inland ist die Beschäftigung eine normale. Der Walzeisenmarkt liegt im ganzen befriedigend, doch ist der Verkehr nicht gerade sehr lebhaft. In Flußstabeisen liegt auf den ¡roßen Stahlwerken zu den früheren meist niedrigen Preisen genug Be- beshäftigung vor. Zu den Meuttai besseren Preisen kommt aber noch wenig Arbeit herein, da die Händler durhweg noch von ihren alten billigen Abschlüssen zehren ind noch unter 110 M anbieten. Auf den Werken kommt man unter 112 bis 115 4 niht mehr an. Die mittleren und kleinen Walzwerke können zu diesen Preisen noch Aufträge ut gebrauchen. Das Geschäft in Schweißstabeisen ist gering. Die Preise find unverändert, 125 A für Handelseisen, 132,50 4 für Niet- und Gußstabeisen, frei im engeren Bezirk, Am besten geht noh Qualitäts- eisen. Das Geschäft in Bandeisen ist ill, und die Werke, die sich nicht im Auslande Arbeit holen, sind s{chwach beschäftigt. Der Inlands}aß von 122,50 M bis 127,50 A wird selten erzielt, sondern meist untet-

boten bis 117 M herunter. In Gasrohrstreifen herrscht {wacher Bedarf, da die Nöhrenfabriken selbst mangelhaft beschäftigt find. Die Preise betragen in Schweißeisen 128 #4, in Flußeisen 107 bis 121 M franko. Das Geswdäft in Walztraht im Inlande ist regelmäßig und sichert den Werken ausreichende Beschäftigung. Im Auslande sind die Käufer zurückhaltender - und verlangen Preis- reduktionen. Davon betroffen wird auch der Absaß in gezogenem Draht. Das Geschäft in Drahtstiften ist gut, die Kundschast wendet \ih wieder. mehr dem Verbande zu. Im Röhrengeschäft (Gas- und Siederöhren) klagen die Werke über chwahen Geschäftsgang und über ausländishe Konkurrenz. Die Einfuhr amerikanisher Röhren macht \ih slärker fühlbar und hat bereits zu Pre Se geführt. Die Inlands\ätze betragen 723—764 9/o ab Düsseldorf, 73 bis 77 9/6 ab* Nassau für Gasröhren, 65—69 %/ für Siederöhren. Für Gußröhren ist der Geschäftsgang ein befriedigender. In den Verkaufspreisen ist keinerlei Aenderung eingetreten. Auf dem Stahlformgußmarkte liefen in leßter Zeit die Bestellungen bezw. Spezifikationen wieder flotter cin, sodaß sih der Auftragsbestand bei den Stahlgießereien weiter erhöhen konnte. Die Konsumenten müssen bereits mit längeren Lieferzeiten rechnen und bewilligen {lank die Verbandspreise. Die Nachfrage nah Gußwaren ist ziemli lebhaft, die Lagerbestände dagegen sind gering.

Laut Meldung des ,W. T. B.* betrugen die Bruttocinnahmen der Orientbahnen vom 10. bis 16. Juni 1904: 219 533 Fr. (35,006 Fr. mehr als i. V.). Vom 1. Januar bis 16. Juni 1904 betrugen die Bruttoeinnahmen 6 113 655" Fr. (1248 919 Fr. mehr als i. V.). Sfobélévo—Nova-Zagora, 80 km, 3979 Fr. (mehr 1469 Fr.), sett 1. Januar 122031 Fr. (mehr 25 523 Fr.). Mazedonishe Eisenbahn (Salonik—Monastir) vom 10. bis 16. Juni 1904 (Stammlinie 219 km) 36 469 Fr. (mehr 7941 Fr.), seit 1. Januar 851 740 Fr. (mehr 191 976 Fr.).

New Vork, 1. Jul W..T. B) Der Wert der 11 der vergangenen Woche eingeführten Waren betrug 11 490 000 Dol. gegen 9 570 000 Dol. in der Vorwoche, davon für Stoffe 2010 000 Doll. gegen 1 940 000 Doll. in der Vorwoche.

New Vork, 1. Juli. (W. T. B.) In der vergangenen Woche wurden für 39 009 Dollars Gold und für 5030 Dollars Silber eingeführt. Die Goldausfuhr betrug 31 000 Dollars, die Silberaus- fuhr 700 000 Dollars.

Wasbinaton, 1. Iult. (W. T. B) Die Skaats ]chUld ist im vergangenen Monat um 8 069 860 Dollars angewachsen. Der Barbestand dés Staats\chatzes beträgt 1063 630 669 Dollars.

ult. .(W, T, B) Séevientiehung der 64 97 150 179 271-369 471 664 711 1324 1353 1398 1787 1838 1864 1989 3388 3436 3480 3555 3575 3614 3623 3791 3795 3864 3885 4150 4217 4323 4836 4955 5000 5336 5362 5518 5727 5959 5995 6063 6304 6367 6628 6646 7181 7167 7333 (615 (T2 7879 8131 8540 8636 8738 8748 9359 9033

9558 9708 9904.

9089

Wien, 1. Juli. (W. T. B.) Gewinnziehung der Dester- reihishen Kreditlose von 1858: 300000 Kronen Serie 924 Nr. 16. 60 000 Kronen Ser. 2602 Nr. 32. 30 000 Kronen Ser. 773 Nr. 72. Ie 10 000 Kronen Ser. 2838 Nr. 80, Ser. 4076 Nr. 43. Fe 40C0 Kronen Ser. 773 Nr. 85, Ser. 809 Nr. 49. Je 3000 Kronen Ser. 2199 Nr. 41, Ser. 2838 Nr. 72, Ser. 3211 Nr. 82. Fe 2000 Kronen Ser. 864 Nr. 9, Ser. 924 Nr. 35, Ser. 2534 Nr. 8. Gezogene Serien: 169 205 265 436 444 544 700 768 773 809 864 924 1160 1168 1624 1771 1893 1925 1952 1955 1995 9048 2083 2199 2387 2424 2534 2570 2602 2720 2838 2862

3211 4076.

Iten, 1 Ar. T. B.) Gewinnziehung der ODester- reihischen Kreditlo 1858 (Schluß): Je 800 Kronen : Serie 169 Nr. 80, S Nr. 94, Ser. 265 Nr. 12, Ser. 436 Nr. 44, Ser. 436 Nr. 6 er. 544 Nr. 36, Ser. 544 Nr. 52, Ser. 700 Nr. 61, Ser. 77 . 52 Ser. 773 Nr. 98, Ser. 864 Nr. 43, Ser. 864 Nr. 9 . 61, Sev. 924 Nr 91, Ser. 1160 Nr. 80, Ser. i . 1624 Nr. 44, Ser. 1771 Nr. 36, Ser. 1893 Nr. , 1893 Nr. 71, Ser. 1925 r. (4, Ser. 1952 Nr. 50, Ser. . 22, Ser. 1955 Nr. 85, Ser. 1955 Nr. 91, Ser. 2048 Nr. 2048 Nr. 96, Ser. 2083 Nr. 64, Ser. 2424 Nr. 79, Ser. 2534 Nr. 73, Ser. 2602 Nr. 16, Ser 2538 Nr. 95, Ser. 2862 Nr. 54, Ser. 3211 Nr. 27, Ser. 4076 Nr. 72; Auf alle übrigen in verloster 34 Serien enthaltenen, hier nicht be- sonders aufgeführten 3352 Nummern entfallen je 400 Kronen.

Wien, 1. Juli. (W. T. B.) Lette Serienziehung der 1854er Staatslose: 21 33 48 107 242 370 398 399 442 479 520 639 647 693 716 787 808 811 933 947 951 1089 1114 1219 1222 1343 1345 1411 1451 1453 1483 1504 1506 1520 1613 1748 1778 1819 1845 1846 2015 2049 2102 2126 2146 2172 2201 9915 2290 2293 9315 2336 2343 2464 2517 2548 2550 2593 26458 2732 2743 296 9777 2814 2961 3065 3105 3128 3150 3165 3194 3384 3448 3450 3453 3488 3504 3605 3647 3729 3747 3791 3820 3829. Gewinnziehung am 1. Oktober.

Meiningen, 1. Meininger 7 Fl.-L 704 1066 11390 1294 1 2086 2250 2570 3047 3625 3635 3640 3673 4416 4417 4464 4618 5730 5841 5879 5935 6850 6884 6986 7035 8152 8192 8371 8506

ose: 300

3326 3705 4751 6532 7855 9174

Kursberihte von den Fond8märkten. Hamburg, 1. Juli. (W. T. B.) (S@luß.) Barren: das Kilogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber das Kilogramm 77,75 Br., 77,25 Gd. E Wien, 2. Iuli, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.) Ungar. Kreditaktien 751,00, Oesterr. Kreditaktien 642,50, Franzofen 633,50, Lombarden 79,50, Glbethalbahn 423,00, Oesterreichisde Papierrente 99,25, 49/0 Ungarische Goldrente 118,39, Oesterreihishe Kronen» antelbe 99,25, Ungarische Kronenanleihe 97,10, Marknoten 117,38, Bankverein 512,50, Underbank 426,00, Buschtehrader Ut. B —,—, Türkische Lose 129,00, Brüxer —,—, Alpine Montan 419,50. London, 1. Juli. (W. T. B.) (Só&luß.) 2} 9% Ea. Konf. 901/16, Playdiskont 11/16, Silber 26/s. Bankeingang 23 000

fd. Sterl. Vi ci 1. Juli. (W. T. B.) (Schluß.) 3°/6 Franz. Rente

8 30 Ss laktien 4220

U 3 t t: en 4a : 7 98, uezianaza Wechsel auf Paris 37,979. Goldagio 21. Die Grund-

Madrid, 1. Juli. (W. T. B.

Stan L R V Serub) E New L “Le QUIL « GeRLUR I. V. D:

d 2 | f Anregung für den Verkeht bedürfende Gerüchte über

stimmung der Börse war au heute fest Transportgesellshaften und Vorausfagungen über

aber boten lediglich noch der Bestätigung Vereinigungen von t ; Die Barmittel der Banken erhöhten fich um dagegen wird aber

den Bankausweis.

etwa 7 Millionen Dollars während der Woche, :

eine“ bedeutende Zunahme der Darlehen befürhtet. Die American Car and Foundry-Aktien lagen s{chwach wegen Einstellung der Dividendenzahlung. Amalgamated Copper-Aktien waren behauptet auf bedeutende Kupferausfuhr und die Vorauësage von andauernder euro- väisher Nachfrage. Schluß \{chwerfällig. Aktienumsatz 190 000 Stück. Geld auf 24 Stunden Durchschnittszinsrate 14, Vv. Zinsrate für letztes Darlehen des Tages 14, Wechsel au} London (60 Tage) 4.595, Cable Transfers 4,87,35, Silher, Commercial Bars 574. Tendenz für Geld: Leicht. Die Börse bleibt am 2. und 4. Juli

Gold in in Barren:

geschlossen.