1855 / 253 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

18Sf

Oeffentlicher Nnzeiger.

[1745] Gefundener Leichnam. i

Am 23. Oktober d. J. ist im Thiergarten in der Nähe des Neuen Sees in einem Gesträuch an einem Baum eine unbekannte Mannsperson erhängt gefunden worden. Das Ableben konnte erst kurz zuvor, nah den Zeichen der Vertwe- sung, erfolgt sein.

Der Verstorbene ist von kräftigem Körperbau, A wohl genährt, mag sih in einem Alter von 30 bis 40 Jahren befunden haben und unge- fähr 5 Fuß groß. Die Haare sind dunkelblond, Augen grau, Zähne vollständig mit Ausnahme eines Ba>zahns, der oben fehlt. Der Bart ist schwarz und zwar trug Verstorbener Ba>kenbart, Kinn- und Schnurrbart rasirt, Nase ist kurz und stumpf und die Gesichtsform voll und stark. VBekleidet war der Körper mit 1) einem braunen Tuchoberro> mit s{hwarzem Kamelott gefüttert, 2) einem Paar grün und {warz gestreiften Bukskinhosen mit grauen Gummi-Tragebändern, 3) einer bunten ausgebleichten Sommerweste, &) einem weiß leinenen Hemde, gez. C. R. 10., 5) einer Unterziehja>e von Gesundheits-Flanell, 6) einem weißen Chemisett , 7) einem Paar Halbstiefeln, 8) einem Paar grauen wollenen Strümpfen, sehr gestopft, 9) einer grauen Plüsch- Mügze. Außerdem wurden bei der Leiche ge- funden: 10) ein s{hwarz seidenes Halstuch, 11) ein buntes Taschentuch von Leinenzeug, roth und weiß karirt mit rothem Rande, 12) ein Portemonnaie, worin ein altes 2¿Groschenstü> in der rechten Hosentasche, 13) zwet Taschen- messer, das eine mit Hornschaale > das andere mit einer Schaale von Perlemutter, woran ein Pfropfenzieher, 14) eine Stahlbrille, 15) eine Schnupftabaksdose von schwarzem Holze und einem Bilde, 16) ein Kamm in einem s{warzen Hornfutteral, 17) eine kleine Haarbürste in Holz. Alle, welche den Verstorbenen gekannt oder über dessen Ableben Aufschluß geben können, werden bierdur aufgefordert, entweder sofort \hriftlih oder mündlich dem unterzeichneten Gericht An- zeige zu machen, oder si zu ihrer kostenfreien Vernehmung in dem auf den 17. November d. J., Vormittags

40::uUŸrx,

an Gerichtsstelle anberaumten Termine zu ge- stellen.

Charlottenburg, den 27. Oktober 1855.

Königliche Kreisgerichts - Kommission.

[17410] Bekanntmachung.

Es sollen:

7. das zum Königlichen Domainen- Amte Brüss- sow-Löniß in der U>ermark gehörige,

Z3 Meilen von Prenzlau,

4 Meilen von Stettin,

2 Meilen von Pasewalk und 15 Meilen von Berlin entfernte , we- nige Meilen von der Berlin-Stettiner Eisen- bahn und den nach Berlin führenden Chaus- seen entlegene Vorwerk Caselow mit der demselben beigelegten, früher zum Vorwerke Lö>nitz gehörig gewesenen, sog. Grimmschen Wiese nebst der fiskalis<hen Scheune zu Löcniß.

II, die Befugniß zum Betriebe der Brennerei in dem bisher dazu benußten Gebäude zu Caselow, so weit dasselbe dem Königlichen rue gehört ;

ITI. die fisfalishe Fischerei und Rohrnußung in folgenden zum vormaligen Amte Lö>niß gehörigen Gewässern, nämlich in:

1) dem Lö>niß-See (großen und kleinen See) und der Nandow, so weit in leß- terer dem chemaligen Vorwerke Lö>niß die Fischerei zugestanden ;

2) dem Rüferlingsfee und

3) dem großen und kleinen Kußowsee; nebst dem fiskalischen Fischerhause zu Lô>niß mit 67 (Nth. Baustelle und Garten mit 4 Morgen 22 (]Nuthen Wörde in der bei der früheren Par- zellirung des Vorwerks Lö>niß gebil- deten, dem Fiskus verbliebenen Parzelle Nr. 29 bause dem fiskalischen halben Familienhause zu Lö&nig belegen, fer- ner mit den dem Königlichen Do- mainen - Fiskus bei der Theilung der sogenannten Büxgerkoppel zu Lö>nigß

zugefallenen 5 Morgen 92- (Ruthen

dieses Grundstü>s und mit dem Hüs- 7;

tungsrande am Lö>niß - See von 22

Morgen 40 (]Ruthen, so wie IV. das fisfalishe halbe Familienhaus zu Lö>-

nig mit 123 C]Ruthen Gartenland ;

zusammen von Trinitatis oder den 1. Juni bis Johannis 1856 und von da an auf Achtzehn nach einander folgende Jahre bis Johanni 1874 im Wege der Licitation anderweit verpachtet werden.

Das sub 1. aufgeführte Vorwerk Caselow nebst der Grimmschen Wiese enthält an nuß- baren Grundstücken

Aer... 1413 Morgen 49 []Nuthen, Wöhrden. 15 ¿ 111 4 Wiesen .. 311 : 170 z Hütung... 7 4 63 x Gärten 5 / 118 ut:

Zusammen = 1813 Morgen 151 [JNuthen,

Das Pachtgelder - Minimum für sämmtliche Pachtstü>ke is außer den jährlich 80 Thlr. be- tragenden Zinsen von dem durch den Kaufpreis für das Königliche Saat- und Bestellungs- Jn- ventarium gebildeten baaren Geld-Jnventarium auf 4696 Thlr. 4 Sgr. 5 Pf., inkl. 1560 Thlr. in Gold, festgestellt.

Jeder Pachtbewerber hat ein disponibles Ver- mögen von mindestens Achtzehn Tausend Thalern nachzuweisen.

Die speziellen und allgemeinen Verpachtungs- Bedingungen, die Regeln der Licitation, die Vorwerks karte, das Vermessungs - Register und das Gebäude- Jnvyentarium können vom 29sten d. Mts. an täglich in den Dienststunden, mit Ausnahme der Sonntage, in der Domainen- Negistratur der unterzeichneten Abtheilung ein- gesehen werden.

Der zeitige Pächter, Oberamtmann Schüne- mann zu Caselow, is von uns veranlaßt, die oben bezeihneten Pachtgegenstände den Pacht- bewerbern vorzeigen zu lassen, au<h die ihnen in Bezug auf die örtlichen Verhältnisse wün- \{henswerthe Auskunft zu ertheilen.

Zur Licitation haben wir einen Termin auf den: 24, November: d. J., Vormittags 11 Uhr, vor dem Departements - Nath, Ge- heimen Regierungs - Nathe Bertram, in dem Sißungs - Zimmer der unterzeichneten Regie- rungs-Abtheilung anberaumt.

Pachtliebhaber werden zu demselben mit dem Bemerken eingeladen, daß auf Verlangen unsre Domainen - Registratur Abschrift der \pe- ziellen Pachtbedingungen und der Regeln der Licitation gegen Erstattung der Kosten an Ko- Aas und Postgebühren verabfolgen lassen wird.

Potsdam, den 18. Oftober 1855.

Königliche Regierung. Abtheilung für die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.

[1599] Bekanntmachung. Verpachtung der Königlichen Domaine Hillersleben.

Die im Kreise Neuhaldensleben 1 Meile von Neuhaldensleben und Z Meilen von Magdeburg belegene Königliche Domaine Hillersleben mit der Schäferei Paxförde nebst der dazu gehörigen

ischerei in der Ohre und in zwei Teichen bei

axfôrde , soll auf 18 Jahre von Johannis 1856 bis dahin 1874 im Wege des dentlichen Ausgebots anderweit verpachtet werden.

Das Areal besteht aus

1) 1249 Morgen 25[ Ruthen A>er,

O j M, QNIen, D 6 11 4 Wiesen, O, 157 s Anger,

112 Unland.

Von diesem Areal werden jedo< 22 Morgen 135 CINth. Auger und 4 Mrg. 105 C]1Nth. A>er bei Paxförde, welche an die Königliche Forstverwaltung übergehen, von der Verpach- tung ausgeschlossen. :

Das dem Ausgebote zum Grunde zu legende Pachtgelder-Minimum beträgt 3200 Thlr. ein- \{<ließli< 5 in Golde.

Zur Uebernahme der Pachtung is ein dis- Ui Vermögen von 18,000 Thlr. erfor- erlich.

Die Pachtcaution is auf 1200 Thlr. Cour.

festgeseßt.

Den Lizitations-Termin haben wir auf den Z. Dezember d. J., Vormittags 11 Uhr,

in unserem Sessionszimmer anberaumt und [lg- den zu demselben Pachtbewerber mit dem Be« merken hierdurch ein, daß sich dieselben vor der Lizitation über ihre landwirthschaftliche Qualifi- cation, so wie über den eigenthümlichen Befiß des obengedachten Vermögens vollständig aus- zuweisen haben.

Die Verpachtungs-Bedingungen und die Ne- geln der Lizitation können mit Auss{luß der Sonntage täglich in unserer Domainen-Registra- tur 1. während der Dienststunden, so wie bei dem jeßigen Pächter, Oberamtmann Wiegrebe zu Hillersleben, eingesehen werden. Auch find wir bereit, auf Verlangen Abschriften des Ent- wurfs zum Pacht-Kontraft, so wie die gedru>- ten allgemeinen Verpachtungs - Bedingungen gegen Erstattung der Kopialien resp. der Dru>- kosten zu ertheilen.

Die Karte von der Amts-Feldmark liegt zur Bea auf der Domaine Hillersleben zur Einsicht ofen.

Magdeburg, den 14, September 1859.

Königliche Regierung. Abtheilung für die Verwaltung der direkten Steuern, Domainen und Forsten.

[892] Subhastations-Patent. Das in Wittenberg ¿ub Nr. 164 des Brand- katasters in der Mittelgasse belegene, sub Nr. 147 Vol. 1V. des Hypothekenbuchs bon Wittenberg eingetragene brauberehtigte Wohn- haus des Tischlermeisters Karl Ludwig Julius Seyffert hier, mit Seitengebäuden , Hofraum

| und Garten, abgeschäßt auf

6647 Thlr. 15 Sgxr., laut gerichtlicher, in unserer Registratur nebst Hypothekenschein einzusehenden Taxe, soll am 20. Dezember 1855, Vormittags U Wr, an ordentlicher Gerichtsstelle subhastirt werden. Hierzu werden zugleich alle unbekannten Real- prätendenten bei Vermeidung der Präclusion, ebenso die Erben der am 31. März 1845 zu Wittenberg verstorbenen verwittweten Frau Land- gerichts-Secretair Seyffert, Wilhelmine Auguste geb. Sichler, vorgeladen. Wittenberg, den 14. Mai 1859. Königl. Kreisgericht. 1. Abtheilung.

[1743] Proclama.

Dem Kutscher Friedrich Christian Carl No- senberg hierselbst ist angeblich im Monat Fe- bruar d. J. das ihm zugehörige, auf den Namen „Kutscher Carl Rosenberg“ lautende, im Sep- tember 1854 bei der hiesigen Sparkasse angelegte Quittungsbuch Conto - Nr. 25,026 im Betrage von 30 Thlr. 4 Sar. 2 Pf. entwendet worden.

Auf den Antrag desselben wird daher ein Jeder, welche an das vorbezeichnete Syparkassen- buch irgend ein Anrecht zu haben vermeint, hierdur< aufgefordert, sih bei dem Gerichte, und zwar spätestens in dem auf

den 8. Dezember d. J., Vormittags

11 Uhr,

vor dem Königlichen Stadtgerichts-Rath Herrn Hermanni, im hiesigen Stadtgerichts - Gebäude, Zimmer Nr. 21, anberaumten Termine zu mel- den und sein Recht näher nachzuweisen, widri- genfalls das Buch für erloschen erklärt und dem Verlierer ein neues an dessen Stelle aus- gefertigt werden soll.

Den auswärtigen Juteressenten werden die hiesigen Rechts - Anwälte Goldbe>, Justizrath Hülsen und Regierungsrath Klebs in Vorschlag gebracht. :

Berlin, den 13. September 1855. Königliches Stadtgericht, Abtheilung für Civilsachen, Deputation für Kredit - 2c. und Nachlaßsachen.

[1744] Proclama.

qn dem Nachlasse des zu Frankfurt a. d. O. am 14, Januar 1854 verstorbenen Regierungd- Secretairs a. D. Friedri Wilhelm Weise ist der Rentenbrief der Rentenbank für die Pro- vinz Brandenburg Littr. A. Nr. 1050 über 1000 Thlx. vermißt worden. Auf den rag N

ma

| Kurators der oben bezeichneten Nachla

wird daher ein Jeder, ‘der an diesen Nenten- brief ein Anrecht zu haben vermeint, aufgefor- dert, E binnen Jahresfrist und spätestens in dem au

den 13. Dezember 1856, Vormittags

11 Uhr,

vor dem Königlichen Stadtgerichtsrath Herrn Hermanni im hiesigen Königlichen Stadtgerichts- Gebäude Zimmer Nr. 21 anberaumten Termine u melden, um sein Recht nachzuweisen, widri- genfalls der oben bezeichnete Nentenbrief für er- loschen erklärt und dem Verlierer ein neuer an dessen Stelle ausgefertigt werden wird.

Den auswärtigen Juteressenten werden die hiesigen Rechtsanwälte Justizräthe Kremniß, Marchand und Naudé in Vorschlag gebracht.

Berlin, den 20. September 1859. i

Königliches Stadtgericht.

Abtheilung für Civilsachen. Deputation für

Kredit- 2c. und Nachlaßsachen.

[1673] Konkurs-Eröffnung. Königliches Kreisgericht zu Grünberg. Erste Abtheilung,

den 12. Oktober 1855, Vormittag 115 Uhr.

Ueber das Vermögen des Kaufmanns Franz Peiner zu Grünberg ist der kaufmännische Konkurs eröffnet, und der Tag der Zahlungs- einstellung auf den 11. Oftober c., Mittags 12 Uhx, festgeseßt worden.

Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Justizrath Nödenbe> zu Grünberg bestellt. Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden aufgefordert, in dem auf den 26. Oktober c., Vormittags 11 Uhr, vor dem Kommissar Herrn Kreisgerichtsrath Nosenstiel im Jn- quisitoriatsgebäude hierselbst anberaumten Ter- min ihre Erklärungen und Vorschläge [über die Beibehaltung dieses Verwalters oder die Be- stellung eines anderen einstweiligen Verwalters abzugeben.

Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren , oder anderen Sachen in Besiß oder Gewahrsam haben, oder welche ibm etwas verschulden, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verabfolgen oder zu zablen, viel- mehr von dem Besiß der Gegenstände bis zum 1, Dezember einschließlih, dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Anzeige zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwanigen Nechte, ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern, Pfand- Inhaber und anderè mit denselben gleichberech- tigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben bon den in ihrem Besiß befindlihen Pfand- stü>en nur Anzeige zu machen.

[1746]

L cu E —zaiti-a Königliche Saarbrücker Eisenbahn.

Die Lieferung folgender für die Königliche Saarbrü>er Eisenbahn pro 1856 erforderlichen Schreibmaterialien, circa:

8 Nieß Briefpapier,

6 Rieß Velin-Berichtpapier,

30 Rieß fein Mundirpapier,

40 Rieß ordinair Mundirpapier,

30 Rieß fein Conceptpapier,

40 Rieß ordinair Conceptpapier,

5 Rieß blau Papapier,

50 Quart s{hwarze Dinte, soll im Wege der Submission an den Mindest- fordernden vergeben werden.

Die Lieferungs-Bedingungen können in un- serm Central - Büreau eingesehen, auch gegen Entrichtung der Kopialien mitgetheilt werden.

Lieferungslustige wollen ihre Offerten ver- {lossen mit der Aufschrift:

„Submission auf Lieferung von Schreib-

materialien þro 1856“ unter Anschluß der gehörig bezeihneten Proben und eines mit dex Unterschrift versehenen Exem- plars der Bedingungen, spätestens bis zum 28. Novemberc., Morgens 11 Uhr, sranco bei uns einreichen, wo dieselben in Gegenwart der erschienenen Submittenten eröffnet werden sollen.

Saarbrü>en, den 16. Oktober 1859.

Königliche Direction der Saarbrücker Eisenbahn,

| [1714]

1337

Die Berlinische Lebens-Versicherungs-Gesellschaft

zählte am Schlusse des bLorigen Monats zu ihren Mitgliedern

7908

verfichert waren.

Personen, wel4e mit einm Kapitale von 9,325,000 Thalern

Dieselbe hat au an solchen Orten, in denen epidemische Krankheiten ; B Cholera, herrschten, ihre Geschäfte unverändert fortgeseßt und einen eda Zuwachs

von neuen Versicherungen erhalten.

Sie stellt ihren Interessenten, bei den verschiedensten Versicherungs-Arten,, billi ämi und überläßt ibnen R Wahl zwischen solchen, die am jährlichen Bla E man und solchen, die von Anfang an verhältnißmäßig niedriger sind.

Dieselben können außerdem entweder in gleichmäßigen oder in steigenden oder fals lenden jährlichen, halb - oder vierteljährlichen Raten gezahlt werden und gewähren nach ihrer

Berechnung den Vortheil, daß z. B. bei den

Sparkassen-Versicherungen das 8sa-

pital na< Ablauf der bestimmten Zeit vom Versicherten selbst, wenn dieser dagegen früher sterben sollte, von den Besizern der Police sofort erhoben werden kann.

Die Gesellschaft versichert ferner Nenten und Kapitalien nah den verschiedenen

in dem betreffenden Geschäftsplan mitgetheilten Tabellen und unter den mannigfaltigsten von den Versichernden beantragten Modificationen. Geschäfts-Programme werden stets in unserm Büreau, Spandauerbrü>e Nr. 8, so wie beï

unseren Agenten

in Berlin bei Herrn Hugo Löwenberg, Neue Friedrichsstraße Nr. 40,

t

unentgeltlich verabfolgt. Berlin, den 19. Oktober 1899.

Wilh, Naez, Alte Schönhauserstraße Nr. 23, „C. J. Hofftäadt, Kalsersiräaße Nr. 29;

Direction der Berlinischen Lebens-Versicherungs-Gesellschaft.

16079] G Uttal:-Laoung.

Die Inhaber der vierprozentigen Neuen Schlefischen Pfandbriefe: Serie IV. No. 1046 à 100 Thlr. und Serie Y. No. 221 à 50 Zhlr. werden nah $Y. 28 Regulativs vom 11. Mai 1849 (G. S. S. 183) aufgefordert, mit ihren Ansprüchen daran bis zum Zinstermin Johannis 1856, spätestens in dem am 1. August 18956, Vormittags 11 Uhx, anberaumten Termine in unserem Kassenlokal hierselbst (Ohlauer- straße Nr. 45) si< zu melden, widrigenfalls sie mit allen aus diesen Pfandbriefen herzu- leitenden Ansprüchen werden präkludirt, die Pfandbriefe selbst dur< richterlihen Spruch werden amortisirt, und dem Aufgebots - Extra- henten, Nachtwächter Gottfried Thum bierfelbst an Stelle derselben neue Exemplare oder, insoweit eine Kündigung stattgefunden, die Valuten werden ausgereicht werden.

Breslau, am 10. Oktober 1859.

Schlesische General »- Landschafts - Direction,

M3

Von einem Wohledlen Rathe der Kaiser- lichen Stadt Pernau werden alle Diejenigen, welche wider das, am 15. November d. J. zur gewöhnlichen Sessionszeit allhier zu verlesende offen eingelieferte Testament des weil, Herrn belgischen Konsuls und vors maligen Direktors und Theilhabers der Tuchfabrik zu Zintenhof , Carl Röthgen, protestiren over ihre Rechte als Erben odex Gläubiger wahrnchmen wollen, des=-

4, ,

S mittelst aufgefordert, sih mit solchen ihren

O \ Protestationen und Ansprüchen innerhalb

“(der Frist von Nacht und Jahr a dato dec

S f Verlesung des Testaments, entweder “in Person oder durch gehörig legitimirte Be- vollmächtigte allhier beim Rathe anzugeben und selbige in Erweis zu stellen, bei der Verwarnung, daß nach Ablauf dieser prä- klusivischen Frist Niemand weiter gehört, noch admittirt, sondern ipso facto yrâ- fludirt werden soll. Wonach si< zu achten. Extradit. Pernau, Nathhaus, den 5. Ofk-

tober 1899. (L. S.) Jin Namen und von wegen des Raths

der Stadt Pernau. Der Justiz-Vürgermei ster.

[1742]

Französische Nordbahn.

Direkte Fahrt zwishen Köln und Paris über Namur, Charleroi und St. Quentin.

Die Eröffnung dieser Bahn für den direkten Neise-Verkehr ist am 21. Oktober 1899 erfolgt. Die Ab fahrts- und Ankunfts stunden sind folgende:

Bon Köln

9 15 Morgens, Expretzug 1. Klasse

in Paris 10 25 Abends,

4

11 45 Vormittags, gewöhnlicher Zug 1. u. 11. Klasse ; 5 20 Morgens, 11 30 Abends, Schnellzug 1. Klasse bis Lüttich, I, u. Il. Klasse bis Paris ÿ 3 10 Nachmittags.

Von Paris 9 Morgens, Expreßzug 1. Klasse 12 Mittags, gewöhnlicher Zug 1.

in Köln 10 Abends, u 11, Mane

von Verviers ab nur 1. Klasse i o Morgens,

9 50 Abends, I. u. 1I. Klasse

Z Nachmittags.

H”

Direkte Fahrpreise s zwischen Köln und Paris 1. Klasse 15 Thlr. 27 Sgr, 1. Klafse 11 Thlr. 26 Sgr. Direkte Fahrbillete können außer zu Köln auf der Rheinischen Eisenbahn-Station ebenfalls zu Deug auf der Köln-Mindener Eisenbahn - Station bei Ankunft der korrespondirenden Züge gelöst werden, und wird daselbst auch das Gepä> der Neisenden, welche mit der Rheinischen Bahn weiter

gehen wollen, abgefertigt und in Empfang genom Ebenso können für Personen, ‘welche auf der

men. i Köln-Mindener Eisenbahn weiter reisen wollen,

bei Ankunft dex korrespondirenden Züge auf der Rheinischen Station zu Köln Fahrbillete gelöst

und die Gepästü>ke zur Abferkigung übergeben werden, M M Folgende sind die nunmehrigen Preise auf direkte Fahrbillete nah Paris bei Befahrung der

Stre>e über Namur und St. Quentin:

von Berlin " Leipzig F 39 e? 16 "r " Dresden 89

tr 13 I" M (Unter Mixte-Preise werden die der 1. Klass

der 1. Klasse von Köln bis Paris verstanden.)

I. Klasse 37 Thlx, 11 Sgr., 11, Klasse e Thlr. D 2

Un "Norddeutschen Verbande bis Deut, und

5 Sgr., mixter Preis 30 Thlr. 6 Sgr. G O M S

I 4d

17