1855 / 300 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

R E E R

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General Williams , Major Teesôdale , mit einem Schreiben, worin General Williams um Erlaubniß ersuchte, unter Parlamentair= flagge in unser Lager zu einer Besprehung kommen zu dürfen, worauf General Murawief mündlich dem Major Teesdale beauf tragte, General Williams von seiner Bereitwilligkeit, leßteren um Mittagszeit am 25. November zu empfangen, in Kenntniß zu seßen. Zur bestimmten Zeit am 25. November erschien General Williams vor dem Oberbefehlshaber des abgesonderten kaukasischen Corps, als Mer von dem Oberbefehlshaber der anato= lischen Armee, Muschir Wassif Pascha, um zu unterhandeln, Nach erfolgter Feststellung der vorläufigen Capitulationsbedingungen wur- den diese vom General Williams unterzeichnet und vom General Murawie}f bestätigt. General Williams sollte am folgenden Tage Morgens wieder in unserem Lager mit der s{ließlihen Antwort des Muschirs eintreffen z allein die Anordnung aller Geschäfte und die Anzeige der Uebergabe an die Garnison, die von den Besehlshabern mit Aufregung aufgenommen wurde, mach= ten seine Anwesenheit in der Festung nöthig, Um dies mündlich - zu erklären, sandte er seinen Adjutanten, Am selbigen Tage Abends legte Major Teesdale eine schriftli<he Be- glaubigung des Muschir auf den Namen General Williams vor, zum- definitiven Schluß der Kapitulations - Bedingungen, nebst einem Namens-Register der Pascha?s der in Kars zurückgebliebenen anatolis<hen Armee. Am 27, November Nachmittags langte Ge= neral Williams in unserem Lager mit seinem Stabe und drei Pascha?s an, und unterzeichnete {ließli< die Kapitulations - Be- dingungen. Am 28sten sollte, der geschlossenen Uebereinkunft ge-

mäß, der Rest der anatolishen Armee, welche die Besaßung

von Kars bildete, die Festung mit den Waffen unter flingendem Spiel und flatternden Fahnen verlassen: aber auf das Ersuchen der türkischen Befehlshaber selbst legten die Truppen ihre Waffen und Kriegsmunition in ihren Lagern ab, wo kleine türkische Wachen bis zur Ablösung durch die unsrigen zurückgelassen wurden. Wiewohl den Türken vorgeschrieben war, um 10 Uhr Morgens an= zutreten (Front zu machen) bei den Ruinen des Dorfes Giumbett, jo erschienen doch erst um 2 Uhr Nachmittags vor dem General Muravieff der Muschir der anatolishen Armee mit dem General Williams und den englischen Offizieren, Unsere Truppen waren bereits in Schlachtordnung auf beiden Ufern des Kars=Tschai auf= marschirt. Es wurden die türkischen Regiments = Fahnen vor die Front gebra<t und von einem Zuge Karabiniers des Jäger = Regi= ments Tula in Empfang genommen, und gingen unter Musikspiel und lauter „Hurrah“ von Bataillon zu Bataillon, Hierauf wurde ein Theil der türkis<hen Armee, bestehend aus alten, s{<wa<hen, für unbestimmte Zeit Beurlaubten (Re= difs), ebenso die Miliz (Baschi-Bozuks und Lasen), zusammen 6000 Mann, der Convention gemäß in die Heimath unter der Bedingung entlassen, daß sie gegen Se. Kaiserliche Majestät wäh- rend des ganzen Krieges nicht wieder fe<hten würden, unter be- sonderer Escorte na< dem ersten Nachtquartier abgeführt, Nach der Entlassung der Redifs empfing der Oberbefehlshaber eine De- putation der notabelsten Stadtbewohner. Nachdem der General Murawieff die Reihen der regulairen türkischen Truppen, welche sich als Kriegsgefangene ergaben (annähernd 7- bis 8000 Mann), zu Pferde besichtigt hatte, befahl er, ihnen ein Mittagsmahl,

das vorher in den Compagnie - Kesseln bereitet worden war, auf

dem linken Ufer von Kars-Tschai zu reihen, An demselben Tage wurde die Festung dur unsere Garnison, unter Befehl des Ober- sten de Sage, beseßt und auf der Citadelle die russische Flagge aufgezogen. „So sind“, fügt der „Invalide“ hinzu, mit dem Falle von Kars die lebten Ueberbleibsel der anatolishen Armee ver- s<hwunden, deren Zahl im Juni no< 30,000 Mann betrug. Ge= fangener ist der Oberbefehlshaber dieser Armee, Wassif Pascha, außer ihm a<t Paschas, viele Stabs= und Ober-Offiziere und mit ihnen der englishe General Williams sammt seinem ganzen Stabe. In der: Festung werden 130 Geschüße und beträchtliche Waffen- vorräthe gewonnen.

Der „Ruf. Invalide“/ veröffentlicht ferner folgenden von dem General Murawieff an das abgesonderte faufasisc)e Corps erlassenen Tagesbefehl! :

„Station Wladi-Kars, 28. November, Jch wünsche eu<h Glü, meine Mitkämpfer. Als Statthalter des Czaren danke ih euh. Durch euer Blut und eure Anstrengungen liegen die Bollwerke Kleinasiens zu den Füßen des Kaisers. Die russische Flagge weht auf den Wällen von Kars; darin offenbart sih der Triumph des erlösenden Kreuzes. Wie Staub verschwunden ist die ganze 30,000 Mann starke anatolische Armee. Jn Gefangenschaft sind der Oberbefehlshaber derselben mit allen Paschas, Offizieren und dem englishen General, der die Vertheidigung leitete, nebst seinem Stabe. Tausende von gefangenen Türken ziehen nach unserér “Heimath, um von euren Thaten Zeugniß abzulegen. No<h sind die von uns genommenen großen Vorräthe an Waffen und Krongut, die in Kars geblieben sind, nicht re- gistrirt ; aber außer den von euch im Laufe des Feldzugs erbeuteten Geschüßen und Fahnen werden unsere Zeughäuser noch durch 130 Ka- nonen bereichert. Die Menge der Fahnen vershönert die heiligen Kirchen Nußlands zum Andenken an euren standhaften Muth. Noch einmal

wünsche ih eu< Glü> —- vom Höchsten bis zum Niedri mei e qut a I vat Dit fa S M ment iener. Euch habe i< da u verda i Ao avo kann. 7 ; r G O0 (0, Las Déry'bes nd so danket mit mir dem Herrn der Heerschaar in sei unerforschlihen Fügungen uns jeßt einen Tee U E der Heimsuchung, die wir no< vor nicht langer Zeit erfahren haben Der Glaube an die heilige göttliche Vorsehung bewahre in eu< den Geist der Krieger und verdoppele eure Kraft. Mit der Hoffnung auf den Beistand des Allerhöchsten werden wir uns an neue Werke begeben Der Oberbefehlshaber, General-Adjutant Murawieff.“ Berichten aus Riga vom 15ten d, zufolge hatte man dort am 15ten d, Morgens 17 bis 19° Kälte, Aus Moskau und dem A von Rußland berichtet man von 30 bis 35° Reaumur Kälte,

Eine aus Archangel der „Pr. C.“ zugegangene Mitthei= lung bestätigt wiederholt die au<h aus den Umständen sih ergebende Thatsache, daß der Schiffsverkehr auf dem Weißen Meere durch das englis<-französishe Blokade-Geshwader in diesem Jahre bei= nahe gänzlih gehemmt worden. Nur in den engen Zeit= raumen, welche die Nubßbarkeit des Fahrwassers vor dem Beginn wie nah der Aufhebung der Sperr=Maßregeln noch darbot, trafen see- wärts in Archangel Schiffe ein, Die Ankunft der im Herbst eingelaufenen erfolgte so spät, daß die Mehrzahl derselben des Grostes wegen nicht wieder auslaufen konnte und si< nun genöthigt sieht, in dem Hafen zu überwintern. Darunter befinden sich 14 Fahrzeuge unter norwegischer, 11 unter bremer, 4 unter oldenburger, 1 unter nord - amerikanis<her und 1 unter hamburger Flagge.

Telegraphische Depeschen,

Köln, 21. Dezember, 5 Uhr 35 Min. Nachmittags. Die heutige fällige englishe Post vom 20. d. is ausgeblieben, Veran- [assung is unbekannt. :

Düsseldorf, 21, Dezember, 6 Uhr 49 Minuten Nachmittags. Der Zug aus Verviers mit der englischen Korrespondenz hat in Deuß- den Anschluß an den Courierzug Deuß-= Berlin am 21sten Dezember c. nicht erreicht,

Marktrzreise.

Berlin, den.22. Dezember.

Zu Lande: VVeizen 4 Riblr. 27 Ser. G Pf, auch 4 Rtblr. 20 Sgr. Roggen 4 Rihir. 1 Sgr. 3 Pf, auch 3 Rthlr. 15 Sgr. Grosse Gerste 2 Rthlr. 16 Sgr. 3 Pf, auch 2 RthlIr. 13 Sgr. 9 Pf. Kleine Gerste 4 Rihlr, 13 Sgr. 9 Pf., auch 2 Rihlr. 10 Sgr. Hater 1 Kthlr. 22 Sgr. 6 Pf., auch 1 Bthlc. 17 Sgr. 6 Pf. Erbsen 3 Kthlr. 20 Sgr.

Leipzig. 21. Dezember. Leipzig - Dresdener 220 G. Löbau- Zittauer 42% G. Magdeburg - Leipziger 3204 G. Berlin - Anhaltische 164 G. Berlin - Stettiner 165 G. Cöln-Mindener 170 Br. Thüringer 1103 Br. Friedrich - Wilhelms- Nordbahn —. Altona-Kieler 1283 G. Anhalt-Dessauer Landesbank - Actien 1365 G. Braunschweiger Bank- Actien Litt. A. 1274 G.; B. 12614 Br. Weimarische Bank - Actien Litt. A. 1155 G.; B. 1135 Br. Wiener Banknoten 93 G. Oester- reichische Sproz. Metalliques 68% G. 1854er Loose 91 Br. 1854er National - Anleihe 72 Br. Preussische Prämien-Anleihe —.

* Konstantinopel, 6. Dezember. Wechselcourse: Lon- don 3 Monat 145 144%; Paris 229; Marseille 229 228 2275 ; Triest 523; Livorno 195. Geldcours etwas billiger.

Zamburg, 21. Dezember, Nachmittags 2 Uhr 30 Minuten. Schluss-Course: Preussische 4{proz. Staats-Anleihe 100 Br. Pren-

ssiche 3#proz. Prämien - Anleihe 106}. Oezsterreichische Aproz. Loose

1035. 3proz. Spanier 32%. proz. Spanier 202. Englisch - russìische 5proz. Anleihe —. Beclin - Hamburg 112 a 5. Cöln-Mindener 1665. Mecklenburger 495. Magdeburg - Wittenberge 39, Berlin - Hambur- ger 1ste Priorität 1015 G. Cöln-Mindener B3te Priorität —. Fest, Actien geschäftslos. Erhebliche Umsätze in Spaniern.

Getreidemarkt. Weizen unverändert. Roggen sehr fest, 118 bis 119 Pfd. Dänemark 136 einzeln bezahlt. Oel pro Dezember 34, pro Mai 35, pro Oktober 312,

London lang 13 Mk. 3 Sh. not., 13 Mk. 1% Sh. bez., London kurz 413 Mk. 4 Sh. not., 13 Mk. 5 Sh. bez. Amsterdam 36, 15. VVien 832. Disconto 64 pCt. G. u. Br.

Franksurt a. F. 22. Dezember, Nachmittags 1 Uhr 54 Min, (Tel. Dep. d Staats-Anzeigers.) Geringer Umsatz in spanischen Fonds zu medrigen Coursen. Oesterreichische Fonds fest. Eisenbahn-A ctien geschäftslos.

Schlnss - Course: Neneste Prenuss. Anleihe 108. Prenss, Kasseu- scheine 1043. Cöln - Mindener Eisenbahn - Actien —. Friedrich- Wilhelms - Nordbahn 5654, Ludwigsbafen - Bexbach 160. Frankfurt- Hanan 78. Berliner VVechsel 104%. Hamb, Wechsel 885. Londoner VVechsel 1185. Pariser VWVechsel 934, Amsterdamer Wechsel 99Z, Wiener VVechsel 1087. Frankfurt. Bank-Antheile 1195. S3proz. Spanier 34%. Aproz. Spanier 20! Kurhessische Loose 365. Badische Loose 45%. Sproz. Metalliques 66 4¿proz. Metalliques 584. 1854er Loose 87, Oesterreich. National - Anlehen 697. Oesterreich. Bankantheile 978.

Wilen, 22. Dezember, Nachmittags 4 Uhr. (Wolffs Tel. Bur.)

Silber-Anleihe 81. S5proz. Metalliques 74%. 42proz. Metalliques 657 Bankactien 905. Nordbahn 213, 1839er Loose 124. 1854er

2233

Loose 965. National - Anleben 775. Certificate 91. London 10, 49. Augsburg 140%. Hamburg 81. Paris 1285. Gold 14. Silber 12.

Amasaterdams 21. Dezember, Nachmittags 4 Uhr. (WVWVolff’s Tel. Bur.)

Schluss - Course: Sproz. österreichisches National - Anlehen 671, 5proz. Metalliques Lit. B. 735%. S9S5proz. Metalliques 63-. Î2Z¿proz. Metalliques 33. proz. Spanier 21. S3proz. Spanier 341. Sproz. Russen Stieglitz T9 2. Mexikaner 18%. Holländische Integrale 627.

Getreidemarkt: VVeizen und Boggen flau, ohne Umsa'z. Raps pro Frühjahr 1075. Rüböl pro Frühjahr 553.

Paris, 21. Dezember, Nachmittags 3 Uhr. (VVol(fs Tel. Bur.) Consols von Mittags 12 Uhr waren 88% gemeldet. Die 3proz. eröffnete zu 69, hob sich auf 65, 05, wick auf 64, 80, stieg auf 64, 90 und schloss bei geringem Geschäft sehr matt zur Notiz. Auch industrielle VVerthpapiere waren angeboten. Coosols von Mittags 4 Uhr waren unverändert 88% eingetroffen. Die Missstimmung der Börse war durch die weniger friedliche Haltung der neuesten hier eingetroffenen ,„ Inde- pendance belge“ zum Theil hervorgerufen.

Schluss-Gourse: 3proz. Rente 64,75. 47proz. Rente 91, 70. 3proz. Spanier 34%. 4proz. Spanier —. Silberanleihe 822.

London, 21. Dezember, Nachmittags 3 Uhr. (Woltf's Tel. Bur.) CGonsols 88%. 1proz. Spanier 215, Mexikaner 195. Sardinier —. 5proz. Russen 96. Afproz. Russen 88.

Getreidemarkt. In Weizen geringes Geschäft, Preise aller Ge- treidegattungen unverändert

KLiwvergooel, 21. Dezember. (Wolffs Tel. Bur.) Baumwolle: 6000 Ballen Umsatz. Preise gegen gestern unverändert, Der Wochen- Umsatz betrug 36,130, die Einfubr 42,995 Ballen.

Königlicze Schauspiele.

Sonntag, 23. Dezember. Jm Opernhause, (205te Vorstellung.) Oberon, König der Elfen, Romantische Feen-Oper in 3 Abthei= lungen, na< dem Englischen des J. R. Plan<é, für die deutsche Bühne überseßt von Th. Hell. Musik von C. M. von Weber. Ballets vom Königl, Balletmeister Hoguet. Mittel=Preise.

Im Schauspielhause, (246ste Abonnements-Vorstellung.) Das Käthchen von Heilbronn. Historisches Rittershauspiel in 5 Auf- zügen, von H, von Kleist. Für die Bühne eingerihtet von H, Laube, Kleiñne Preise.

Montag, den 24. Dezember, sind die Königl. Theater ges{<lo}sen. |

Dienstag, 25. Dezember. Jm Opernhause. (206te Vorstellung): Euryanthe, Große romantische Oper in 3 Abtheilungen, von Hel= mine von Chez9. Musik von C. M. von Weber. Tanz vom Königl. Balletmeister P. Taglioni, Mittel-Preise.

Im Schauspielhause. 247ste Abonnements-Vorstellung. Emilia Galotti, Trauerspiel in 5 Abtheilungen, von G. E. Lessing. Kleine Preise,

Der Billet-Verkauf zu den Dienstags=Vorstellungen beginnt Montag, den 24. Dezember.

Die eingegangenen Meldungen um Billets sind, soweit es der Raum gestattet, berücksichtigt.

Jm festen Vertrauen auf die kräftige Unterstüßung der geehrten Mitbewohner unserer Stadt, die niemals fehlt, wo es gilt, ein Werk der Liebe zu üben , haben wir in unserer Ansprache vom bten d. M. diese Unterstüßung zu dem bestimmten Zwe>ke erbeten, achtbaren, von der Un- gunst der Verhältnisse betroffenen Familien, dur<h Darreichung guter und twohlfeilerer Nahrungsmittel zu Hülfe zu kommen.

Der bereits begonnene Winter, die nich: verminderte Theuerung der Lebensmittel und des Feuerungs - Materials haben unsere Erwägungen dahin führen müssen, daß diejenige Hülfe allem Anderen vorzuziehen sei, welche dem sorgsamen Arbeiter kräftige Nahrung bietet, ihm die Aus- gahen für Feuerungs - Material erleichtert und den übrigen Gliedern der

_ äWwilie. mehr Zeit zux Arbeit und zum Verdienst gestattet. Deshalb

haben wir beschlossen, in den nachfolgend bezeichneten und eingerichteten Küchen : i: j Steingasse 33. Große Franfkfurterstr. 53. Fischerbrü>ke 241. I SOIODS I O r, Neue Königsstr. 50. Hallesche Communication 5/6. Behrenstr. 11. Wedding. Kottwißsche Anstalt. Moabit. Charlottenstr. 14. H Von dem besten Material unter Hinzunahme angemessener éFleishquan- titäten, gute und kräftige Speisen bereiten und diese vom 2. Januar l. J. ab ‘in Portionen zu; einem Quart mit etw 5 Pfund reinem Noggenbrode für einen Preis von 15 Sgr. darreihen zu lassen, Jn diesem Preise findet die außergewöhnliche Theuerung eine angemessene Ausgleichung. i : : Wir hoffen, daß wir zunächst durch diese Einrichtukg unseren Mit-

S e E RED n EETIE S go ; 2 ; H 5 L M A T S S A R E REE E E T E G E I T EA C S CDE E A E, E A E Taf

Oeffen

[1268] Nothwendiger Verkauf. | No. 576. pag. 489. verzeichnete, dem Fabrif- / l besißer Carl Heinrich Gottlieb Schomburg ge-

Königl, Kreisgericht 1, (Civil-) Abtheilung. Berlin, ven 11, Ul) 1803

lichen Hypothekenbuche von den Umgebungen

tliver Un

5 Sgr., zufolge der nebst Hypothekenschein in

Das zu Moabit belegene, im kreisgericht- unserem V. Büreau einzusehenden Taxe, soll am 16, Februar 1896, Vormittags

Berlins im Niederbarnimschen Kreise, Vol. 1X. L U V,

bürgern die Noth des Winters zu erleichtern im Stande sein werden, wenn uns die rei<lihe Unterstüßung zugeht, um die wir in unserer An- sprache vom 6. d. M. gebeten haben, und die wir hiermit unseren geehr- ten Mitbürgern nochmals vertrauensvoll ans Herz legen.

Die Sammlung von Beiträgen wird in jedem Stadtbezirke dur< Vertrauens8männer bewirkt. E

Die spezielle Leitung und Ausführung der Sache ist einem aus unserer Mitte erwählten Ausführungs-Comité übertragen.

Berlin, den 20. Dezember 1855. ) Brüstlein, Geh. Kommerzienrath, Carl, Geh. Kommerzienrath. Conrad, Stadtältester. Eschwe, Fabrikbesißer. Fähndrich, Stadt- verordneten-Vorsteher. Flottwell, Staatsminister und Ober-Präfident der Provinz Brandenburg. Güterbo>, Banquier. von Hahn, General-Lieutenant und General-Jnspecteur der Artillerie. v. d. Heydt, Staatsminister für Handel und Gewerbe. von Hin>eldey, General- Polizei-Direftor. Hoffmann, General-Superintendent. Hollmann, Stadtältester. Keibel, Stadtältester. Kraus ni>, Ober-Bürgermeister und Geh. Ober-Regierungsrath. von Manteuffel, Minister - Prä- sident, von Massow, Minister des Königlichen Hauses. Mendels- sohn, Banquier. Messershmidt, Wirkl. Geh. Kriegs- Nath und General - Proviantmeister. Naunyn, Bürgermeister und Geh. Ne- gierungs - Rath. Schmüd>ert, General - Post - Direktor. Graf von Redern, Wirklicher Geheimer Nath. Uhden, Staats-Minister und 1ster Präsident des Ober-Tribnnals.

Die Noth des Winters für alle diejenigen Bewohner unserer Stadt, die sonst schon den Oru> derselben {wer empfanden, wird, es is nicht mehr zu verkennen, durch die außerordentlice Theuerung der nothwen- digsten Lebensbedürfnisse außergewöhnlich gesteigert werden. Hiervon durchdrungen, sind die Unterzeichneten zusammengetreten, um durch ihre Bermittelung den bon dieser Ungunst der Verhältnisse mehr als andere betroffenen Familien Mittel zur Linderung dieser Noth herbeizuschaffen. Vorzugsweise soll diese Hülfe während der nächsten Wintermonate durch Darbietung guter und wohlfeilerer Nahrungêmittel gewährt werden. große Mittel sind zur Erreichung dieses Zwe>kes und zu den damit zusammenhängenden sehr umfassenden Einrichtungen nothwendig. Wir wissen es, daß unser Wunsch, der Noth in ihrem Beginnen kräftig zu steuern, dem Wunsche aller unserer Mitbürger begegnet, welche im Stande und bereit sind, na< Kräften zu helfen. Mit dieser Hülfe wollen und werden wir allen denen zur Seîte treten, die niht bereits Gez genstand der regelmäßigen städtis<hen oder kirhli<hen Armenpflege sind, die es au<h ni<ht werden sollen, wenn es uns unter Gottes gnädigem Beistande gelingt, ihnen in dieser Zeit drücken- der Theuerung die {were Last dieses Dru>es zu erleichtern. Mit zuversichtliher Hoffnung wenden wir uns darum an die geehrten Mitbürger nnserer Stadt und bitten, uns durcl reichliche Geldbeiträge die Mittel zu gewähren, die es ermöglichen, jenen Zwe> zu erreichen. Groß sind die Ansprüche, welche von bestehenden Anstalten und Vereinen für deren Zwe>e auch in dieser Zeit an das Wohlwollen unserer stets zum Helfen bereiten Miteinwohner gemacht werden; wir sind aber über- zeugt, daß der von uns bezwe>ten, weitreihenden Hülfe ihre kräftige Unterstüßung nicht entgehen wird und daß sie ihre Gaben mehr nah der Größe des abzuwendenden Uebels als nah dem auch sie mitberührenden Dru> der Umstände bemessen werden. Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb! Die eingegangenen Gaben werden durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht und über ihre Verwendung Nechenschaft gegeben werden. Jeder der Unterzeichneten ist bereit, Gaben in Empfang zu nehmen. Ueberdies werden wir aber dur diejenigen verehrten Mitbürger, welihe unsere besonders ergebende Einladung dazu freundli< aufnehmen wer- den, in den einzelnen Familien die Gaben der Liebe sammeln lassen.

Berlin, den 6, Dezember 18355. : Brüstlein: Cari Conrad. - Es<ye FabndriG. M Giter« bo. von Habn. von HinCeldey, D Soffmann Koll- mann. Keibel, Krausni> von Manteuffel von Massow:

Mendelssohn. Naunyn. Graf von Nedern, Schmüt>ert.

C B der vom 17. bis zum 20. Dezember cr. für den Verein zur Beschaffung guter und wohlfeilerer Nahrungsmittel für die bedürftigen Einwohner

Berlins eingegangenen Beiträge,

Banquier C. D. Oppenfeld 200 Thlr. G. M. Oppenfeld 200 Thlr. Justizrath Gall 10 Thlr. Graf v. Redern Excellenz 300 Thlr. W. B. u: E, 18 Thlr. -W. 6 Thlr. Professor und Hofmaler Krüger 50 Thlr. Fürstin Liegni Durchlaucht 400 Thlr. Kammerherr Graf v d. Gröben 10 Thlr. Minister des königl. Hauses v. Massow Excellenz 200 Thlr. Stadtrath Piper 5 Thlr. Frau Dr. F. 1 Frd’r. Ober - Postrath von Mülier 40/7 hlr A, v. DeL00 r t. 0/0 Sly, eve Von Griesheim 2 Frd'or. Major Freiherr v. Bergh D Dr. ¿Frau b. Nü- diger 10 Thlr. Zusammen 1527 Thlr. und 3 Frd’or. Dazu die bereits gemeldeten 1333 Thlr. Summa 2860 Thlr. und 3 Frd'or.

: Bel Mf qung

Jn der ersten Bekanntmachung stand irrthümlih: Dr. Barnheim

20. Ohl. E JoIL beuen O. G Barnim 20 801r.

o D 4 an ordentlicher Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, subhastirt werden.

[1900] - Nothwendigev: Verkauf. Kreisgericht Meseriß. Das dem Wäérthschafts - Jnspektor Julius Friedrich Poetschke zu Golenczewo gehörige, in

g / hörige Grundstück, abgeschäßt auf 19,987 Thlr. | er |