1904 / 235 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

transatlantishen Häfen nah Hamburg belief sich bis zum 30. September im laufenten Jahre auf 1245 Schiffe, von denen nur 3 ihre Reise leer machten; in umgekehrter Rihtung gingen 997 Schiffe ab, von diesen 64 leer. Der europäische Verkehr führte leere Schiffe überwiegend in einkommender Fahrt, nämlich 3639 von insgesamt 10 115 Fahrzeugen ; auêgehend waren von 10 329 Schiffen nur 2674 ohne Ladung.

Theater und Musik.

Deutsches Theater.

Die gestrige Erstaufführung des dreiaktigen Dramas „Maria Friedhammer“ von Heinrich Lilienfein errang beim Publikum einen ftarken Erfolg. Der Inhalt ist zunächst in Kürze folgender : Der protestantishe Schullehrer Friedhammer hat mit seiner katholischen Frau seit zwanzig Jahren in glückliher Ehe gelebt. Da stirbt das jüngfte Kind. In ihrem Schmerz kält die Mutter diesen Todesfall sür eine Strafe Gottes, weil die Che niht von der katholishen Kirche eingesegnet wurde, und wendet sich in ihrer Seelennot beimlich an ihren Bruder, einen fatholischen Kaplan. Dieser, ein junger Eiferer, steigert nicht nur die Gewissenspein der Frau Friedhammer, sondern übt seinen Einfluß in gleiher Weise auch auf deren Tocter Maria aus, fodaß die beiden Frauen in Zerknirshung über ihre Sünden ihre Liebe zu dem einfachen, liebevolen Friedhammer, dessen sonniges Wesen sie sonst stets erfreute, für Unre(t halten. Maria foll zur Sühne Nonne werden, umsomehr, weil in ihrem Herzen eine Neigung zum protestantishen Pfarrer, dem Freund des Vaters, zu er- Geer beginnt, geht aber \{ließlich, da sie keinen Auêweg aus der in ihrem Herzen entstandenen Wirrnis sieht, freiwillig in den Tod. Der künstlerisch Urteilende kann \ich dem allgemeinen Beifall, den das Stück fand, niht uneingeshränkt ans{ließen. Zu Bedenken geben zunächst die Uebertreibungen bei der Ansgestaltung tes Konflikis Anlaß, der Stelzenschritt des Ganzen, ferner die enge von Monologen zur Fortführung der Handlung. Vor allem aber vermißt man eine stärkere Betonung des Liebeëmotivs als Gegen- gewicht zu dem verquälten Dogmatismus, der fast das ganze Drama ausfüllt. Demgegenüber daf aber auh nit ver- {wiegen werden, daß in dieser Erstlingsarbeit dichterisches Talent, auch bühnentechnisches Geshick und viel Intelligenz fs offenbaren. Es ist immerhin troy aller Shwächhen ein wirk- ames Theaterstück. Einzelne Szenen sind sogar von packender Kraft, so besonders der Seelenkampf des Mädchens. Diese Figur wurde au am interessantesten dargestellt; Frävlein Hannemann entwickelte dabei troß aller unverkennbaren Anfängerschaft viel ursprüngliche Bes- gabung. Frau Arnold fand sich als verständige Schauspielerin mit der für sie niht recht geeigneten Rolle der Mutter gut ab. Herr Friedrich hätte als Friedhammer vielleiht Gelegenheit gehabt, noch mehr n zu zeigen. Gut waren ferner Herr Landa als Kaplan und as Sommerstorf àls evangelisher Pfarrer. Die Inszenierung war timmungsvoll.

Lustspielbhaus.

Das Lustspielhaus errang gestern mit dem zweiten neuen Stü, das es seinem Publikum vorführte, „Biederleute“ von Nobert Misch, einen vollen Erfolg. Es ift eine Spibßbubenfomödie, die in ihrer Machart an die „Ledigen Leute“ von Felix Dörmann er- innert, die aber dem Wiener Stück an Wirksamkeit fkeines- wegs nachsteht; eine sehr gescickte Bübnenarkbeit, der es auch an guter Lebenëbeobahtung, \charfer Satire und s{lag- fertigem Wiy nit mangelt. Breithaupt und seine Frau verstehen sich darauf, den Eindruck vershämter Armut hervorzurufen, von allen Wohltätigkeitsanstalten und Vereinen erhalten sie Unterstüßung, dabei borgen sie Geld auf Pfänder, essen zu Hause Gänsebraten und trinken dazu Wein. Alle Genüsse verschwinden aber in Schränke und Ofen- röhren, sobald ein Mitglied der Armenkommission sich sehen läßt, und des Jammerns und Klagens ist dann kein Ende. Von den beiden Breithauptschen Töchtern bringt es Käte, die anständig und \sittsam mit einem armen Shreiber verlobt ist, zu nichts, weil Vater Breithaupt die Verlobung nit zugibt, die jüngere Willy dagegen, ein leihtfertiges Mädchen, Iäßt fich vom Vater mit einem gewissenlosen Armenvorsteher verkuppeln, welchem leßteren nachher eine ansehnlihe Geldsumme als Mitgift für die Verheiratung Willys mit einem jungen Kaufmann, der si etablieren will, erpreßt wird. Mit der Hochzeit des jungen Paares und den Chrungen und Geschenken, die dem gleichzeitig seinen Geburtstag feiern- den unwürdigen Breithaupt der sich auf Schleichwegen auch eine

Anstellung als Küster zu vers{chaffen gewußt hat zuteil werden, {ließt das Stück. Seine Wirkung und die kräftige Hervorhebung seines satirishen Gehalts hatte es in niht geringem Maße der im ganzen wie in allen Einzelheiten vortrefflißen Darstellung zu danken. Allen voran ist der Breithaupt des Herrn Hanns isher zu nennen. Diese Figur war ein Kabinettstück der Charakteristik und wurde in 24 wegung Weise im oftpreußishen Dialekt durchgeführt.

ls Frau Breithaupt führte fich Frau Schneider-Nissen zum ersten Male in einer komischen Mutterrolle ein; der Versu gelang aufs beste. Die beiden Töchter fanden in den Damen Altenberg und Wendt geeignete Vertreterinnen. Jn den anderen Rollen zeihneten si die Herren Schönfeld, Barnowski, Impekoven u. a. aus. Der Verfasser wurde mehrmals mit den Darstellern auf die Bühne gerufen.

Deutsche Volksbühne.

Im Karl Weiß-Tkeater in der Gr. Frankfurterstraße gelangte am Montag das bekannte Lustspiel „Klar zum Gefecht“ von Ad. Kurth und Victor Laverrenz zum Besten der Genoffen- schaft deutscher Bühnenangehöriger zur Aufführung. Wie bereits wiederholt an dieser Stelle hervorgehoben werden konnte, hat sich das Ensemble der Deutschen _Volksbühne unter Herrn Laverrenz’ bewährter Leitung treflich eingespiellt. Es bot au diesmal wiederum Leistungen, die alle Anerkennung verdienen. Abgesehen von den etwas zu sehr ausgedehnten Zwischen- paufen, gewährte die Vorstellung einen ‘recht unterhaltsamen Abend und versetzte das gut besuhte Haus in die heiterste Stimmung. Namentlich führte Fräulein Scaria (Franziska) ihre Rolle mit Geschick und Lebenéfrifche durch. Auch Fräulein Faber gab die feurige Merxi- fanerin mit bestem Erfolge. Ebenso waren die Nollen des Kapitäns und des „Matineshwärmers“ Brömster durch die Herren Wolff und Kühne vortrefflich beseßt. Eine besonders launige Figur {uf Herr Vierten als Bootémann Küppers. Auch Fräulein Vollack (Kadett) wurde im allgemeinen ihrer Aufgabe gerecht, wenn sie auch niht immer den rehten Uebermut dabei zur Geltung zu bringen wußte. Nicht un- erwähnt fei s{ließlich noch der humorvolle Darsteller des Offizier- burschen Petereit, Herr Collot. Allen Mitwirkenden wurde lebhafter Beifall gespendet, und auch Herr Laverrenz konnte wiederholt den Dank des Publikums entgegennehmen.

Im Königlichen Opernhause wird morgen, Donnerstag, „Lohengrin“ von R. Wagner mit Herrn Kraus in der Titelrolle gegeben. Die Elsa singt Fräulein Hiedler, den Telramund Herr Hoffmann, die Ortrud Frau Plaichinger, den König Herr Knüpfer, den Heerrufer Herr Bachmann. Kapellmeister Dr. Muck dirigiert. (Anfang 7 Uhr.)

Die Direktion des Nationaltheaters teilt mit, daß der Beginn der Abendyorstellungen, vielfachen Wünschen entsprechend, auf Uhr festgeseßt wurde.

In der am Sonnabend in Trianontheater stattfindenden Erstaufführung von „Gastons Frauen“ ist nicht nur das gesamte bis- herige Personal des Theaters beschäftigt, sondern mußte eine ganze Reihe von neuen Mitgliedern verpflichtet werden, u. a. die Damen Anny Calice, von Lorée und Elly Salter, die Herren Georg Baselt, oe Flink, Karl Krall, Hermann Litt, Julius Sachs und Hans

enius.

In dem morgen, Abends von 6—7 Uhr, stattfindenden ersten Orgelkonzert in der Kaiser Wilhelm- Gedächtniskirche werden Frau Jeannelte Grumbacher de Jong (Sopran) und Fräulein Clara Funke aus Frankfurt a. M. (Alt) mitwirken. Die Orgel spielt Professor Dr. H. Reimann. Karten zu 50 S sind bei Bote u. Bock und Abends an dem Haupteingang der Kirche zu haben.

Morgen, Donnerstag, Abends 74 Uhr, findet in der Heiligkreuz- kirche das nähste Konzert des Königlichen Musikdirektors Bernhard Irrgang statt unter Mitwirkung von Frau Hertha Geipelt (Sopran), Fräulein Helene Wiegand (Alt), Frau Bianka Becker - Samolewska (Violine) uxrd Herrn Walter Fischer, Organist der neuen evangelischen Garnifonkirhe (Orgel und Begleitung). Der Eintritt ist frei.

Morgen wird im Reichstags8gebäude der zweite Musik - PLd eno ie Kongreß eröffnet. AES den Vormittags 10 Uhr und Nachmittags 4 Uhr abzuhaltenden öffentlihen Sitzungen finden Sontersißungen für die Vertreter des Schulgesangfahs, für die Delegierten und Mitglieder des Musikpädagogischen Verbandes glei- falls im Reichstagsgebäude statt. Sie \chließen ih den Nachmittags- fißungen des Kongresses an.

Mannigfaltiges. Berlin, den 5. Oktober 1904.

In den von den Aeltesten der Kaufmannschaft vor Berlin für das Vierteljahr Oktober/Dezember 1904 veranstalteten rechtswissenschaftlichGen und volkswirtshaftlihen Vor- lefungen beginnen: 1) am Montag, den 17. Oktober, die Vorträge der Herren Landgerihtsrat Dr. Marcus (das 111. Buch des Handels- geseßbuchs: Die Handelsgeschäfte) und Justizrat Dr. Felix Landau (Rechte und Pflichten der Handlungsgehilfen und Handlungélehrlinge) ; 2) am Dienstag, den 18. Oktober, die Vorträge der Herren Dr. Ernst Loe (Entwickelung und E der Großbanken) und Direktor Dr. Otts Knörk (Das britische Weltreih). Die Vorlesungen finden Abends von 8 bis 9 bezw. von 9 bis 10 Uhr im Börsengebäude Eingang von der St. Wolfgangstraße) statt. Anmeldungen werden im Zentralbureau der Korporation der Kaufmannschaft (Neue Friedrichstraße 51 T) ent- gegengenommen.

Die 27. Generalversammlung des „Internationalen Vereins zur Neinhaltung der Flüsse, des Bodens und der Luft“ findet am 15. und 16, Oktober 1904, Nahmittags 4 Ubr, zu Frankfurt a. M. statt.

_ Ueber ein eigenartiges Phänomen im Indischen Ozean ist den „Hamburger Beiträgen“ ein Bericht von dem Dampfer „Numantia“ der Hamburg, Amerika-Linte zugegangen: „Am 6. August in etwa 11Xc n. Br. und 609° s. Lg gegen 8 Uhr Nachmittags färbte sich das Waffer allmählich innerhalb einer Viertelstunde weiß, sodaß man \{ließlich in Milch zu fahren \chien. Diese Färbung des Wassers hielt etwa fünf Stunden bis zum Aufgange des Mondes an. Jch habe bisher erft einmal in meinem Leben eine gleihe Erscheinung bemerkt; es war im August des Jahres 1888 unter der Küste von Java. Damals hatten wir kurz vorher ein Seebeben gehabt und meinten, die Erscheinung rühre daher. Interessant wurde die jeßige Erscheinung au dadur, daß eine Unmasse fliegender Fishe an Bord kam.“

Johannesburg, 4. Oktober. Nach einer Meldung des „Reuter- {en Bureaus" wurde ein geplanter räuberisher Ueberfall auf die African Bank Corporation der Polizei verraten, welcche die Gebäude der Gesellschaft beseßte. Ein Räuber wurde ershossen, zwei andere wurden auf der Flut festgenommen, eine vierte Person wurde als verdächtig verhaftet.

Nah Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

St. Petersburg, 5. Oktober. (Meldung der „Rusfischen Telegraphen-Agentur“.) Der Generalmajor Orlow, der bei Liauzang die 54. Jnfanteriedivision kommandierte, ist abberufen und dem Generalstab zugeteilt worden.

(Fortseßung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Theater. Königliche Schauspiele. Donnerstag: Opern-

haus. 178. Vorftellung. Lohengrin. Romantische Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn-

Freitag, Abends 8 Uhr: König Lear. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Großftadtluft.

Charleys Taute.

Freitag und folgende Tage: Der Weiberkönig. onntag, Nachmittags 33 Uhr: Bei halben Preisen : 74 Uhr: Eliteabend. Galaprogramm. U. a. :

BPirkus Schumann. Donnerstag, Abends präzise

Die größte Spezialität der Gegenwart: Chiuko. Die beliebte jugendliße Schulreiterin Fräulein Dora

Bentraltheater. Donnerstag: Die Puppe. | Shumaun. Herr Albert Carré: Potpourri

Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Musika- | hof Zoologischer Garten.) Donnerstag (5. Vor- Operette in 4 Bildern von Audran. Anfang 7? Uhr, | mit Freiheitspferden. Mons. Pernelett mit

lische Leitung: Professor Schlar. Leiter der Auf- | stellung im Donnerstags-Abonnement): Gaêëparone.

führung: Oberregisseur Droescher. Anfang 7 Uhr. Anfang 7F Uhr. Neues Operntheater. 155. Vorstellung im Abonne-

t. 37. Billettreservesaß. Ein kritisher Tag. | Enrico Carusfo. Q T Eee S R E Shen Sonnabend: Die Fledermaus.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Der Freischütz.

Lustspiel in 3 Akten von 1

gejcßt vom Regisseur Keßler. Anfang 74 Uhr. Freitag: Opernhaus. Mittags 12 Uhr: Sym-

phoniematinee. Abends 7 Uhr: L. Symphonie-

abend der Königlichen Kapelle. Dirigent: | Uationaltheater. (Direktion: Hugo Beer. 12a—13b.) Donnerstag: Der ai R

Belicalliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8. Direktion: Kren u. Schönfeld.) Donnerstag: Gast-

spiel von Auguft Junkermann als Oukel Bräfig. : A ze Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen : R E e ron bird De arren

Herr Kapellmeister Felix Weingartner. Weinbergsweg Neues Operntheater. 156. Vorstellung im Abonne- | Troubadour. ment. 88. Billettreservesazg. Sonderabonnement B

24. Vorstellung. Die Braut von Mesfina, oder: Neues Theater. Dotnerdtag: Zum : ften

Die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit

Chören in 4 Aufzügen von Friedrich von Schiller. | Male: Die Kronuprätendenten. h faûg V d Ÿ reitag: Minna von Barnhelm.

Sonnabend: Die Kronprätendenten. Deborah.

Anfang 7# Uhr.

Deutsches Theater. Donnerstag: Maria Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donners- Trianontheater. (Georgensiraße,

tag: Biederleute. Von Robert Misch. Freitag: Ein wahrhaft guter Mensch.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Lady Winder- Sonnabend: Viederleute.

Friedhammer. Freitag: Kettenglieder. Sonnabend : Maria Friedhammer.

meres Fächer. Abends 7} Uhr: Maria Fried-

hammer. L E Deutsche Volksbühne. (Karl Weiß-Theater, 4 E Große Frankfurter Straße Nr. 132.) Donnerstag: Berliner Theater.Donnerétag: Zapfenstreich. Klar zum Gefecht. Le rel in 3 Akten vou A. Kurth und V. Laverrenz. Anfang 8 Uhr. Freitag: Klar zum Gefecht. Sonnabend: Klar zum Gefecht. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Genoveva. Abends: Klar zum Gefecht.

Anfang 7F Uhr. Freitag: Alt- Heidelberg. Anfang 74 Uhr. Sonnabend: Zapfenstreich. Anfang 74 Uhr. Sonntag: Jm bunten Rock. Anfang 7ck Uhr.

Freitag: Der Vettelftudent.

La Traviata.

s Susfi.

Freitag: Gaftons Frauen.

zweiter Maun. (Second ména 3 Akten von André Sylvane und Deuts von Max Schoenau. Anfang 8 Uhr.

seinen 40 Krokodilen. Der Welthampion Georg Lurih. Große Springkonkurrenz:

Freitag (außer Abonnement): Leßtes Gastspiel von “Bricvtiur a 3 a Mauggrar - Sus. die besteu Springpferde des Marstalls. Die Louis Windhopp. Musik von Viktor Albert. neuesten Monftredrefsuren des Direktors Alb. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen : 2 ] : :

9 - . S ; | Drama in 8 Bildern mit neuen prachtvollen Liht-, Die Geisha. Abends 74 Uhr: Schmuggler Wasser- und tehnishen Effekten : Michael Strogoff,

Schumann. Um 9} Uhr: Das große mimische

oder: Der Courier des Zaren, ca. 200 Mit-

Dußtendbillette mit 400%/, Ermäßi N : : Wo entacen aûltig, gelan Ee R O A wirkende und Truppe Onofri (20 Personen).

C E C E A R Pf I E N ‘E E E t E E S S T I I E à Familiennachrichten.

referendar Guido Reichsfrhrn. von Fürstenberg

(Tolcsva, Komitat Zemplin, Ungarn). Frl.

zwischen Margarethe Tischer mit Hrn. Amtsrichter Bruno Steinbrecher (Blasewitz—Rybnik).

Friedrih- und Universitätsstraße.) Donnerstag: Jhr Ve ; D rehelicht: Hr. Konrad Tessen von Heydebreck- so) Lustspiel in Barzlin mit Frl. Ilse von Kleist (Gr.-Dubberow).

Hr. Oberleutnant Hans-Erih von Stockhausen mit Frl. Magda von Rochow (Berlin—Pförten). Hr. Landrat Fink mit Frl. Ulrike Bot

Konzerte.

(Langenöls). Hr. Leutnant Hugo von Slegell mit Frl. Else Wolff (Rodewisch i. V.). He. Nechnungsrat Franz Mathesius mit Frl. Clara

Singakademie. Donnerstag, Abends 74 Uhr: | Minuth (Königsberg).

Konzert von Rose Loening (S . Mit-| Geboren: Ein Sohn: Hrn. Alb. Schmiy- wirkung : Alfred Ackermann Mv an) Ad (Hübsh bei Mehrhoog). Hrn. Ober-

förster Frhrn. von Maltzahn Me i. M.). Hrn. Oito von Rohr-Wahlen-Jürgaß

i i (Ans.-Gut Summin). AN M mozie S Ssaay), Deoaktnkg, Gestorben: Hr. Si tätorat Dr. Wilbelm Wiener

Lessingtheater. (Direktion: Otto Brahm.) Refidenztheater. (Direktion: RichardAlexander.) | Abends 7x Uhr: Konzert von P. William (Berlin). Hr. Oekonomierat und Oberleutnant

Donnerstag: Traumulus. Anfang 7{ Uhr.

Sretag: Traumulus. naht. (Une nuit de noces.) Swank in | (Bariton).

onnabend: Traumulus. 8 Ubr

Schillertheater. O. (Wallnertheater.)

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Jn Behandlung. Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di- rektion : Kren u.Schönfeld.) Donnerstag, Abends 73Uhr :

Komödie in 3 Aufzügen von Max Dreyer. Freitag, Abends 8 Uhr: Johannisfeuer.

3 Akten von H. Köroul und A. Barré., Anfang Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die 300 Tage.

Saal Bechstein. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Klavierabend von Marc Metschicf,

Beethovensaal. Donnerstag, Abends 74 Uhr:

Donnerstag und folgende Tage: Eine Hochzeits- | Winkler (Cello). Mitwirkung: Eugen Brieger | g. D, Amandus-Dietsh (Schreibersdorf). Hr

Kalkulator Max Frhr. von Czettri - Neuhauf: (Breslau). 07s E

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

onnabend, Abends 8 Uhr: In Behandlung. | Der Weiberkönig. Große Ausftattungspoffe mit | Aufführung eigener Werke von Eduard Vehm | Druck der Norddeutschen Bucdruckerei und Verlagê-

Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg. rollen,

Gesang und Tanz in 4 Akten von Jean Kren,

N. (Friedri WilhelmstädtishesTheater.) | Alfred Schönfeld und Leop. Ely. Musik" von Julius | ile dem Philharmonischen Orchester. Mit- Donnerstag, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: | Einödshofer. (Guido Thielscher, Lina Abarbanell, Kon ertmeister Bernhard Defsg Rer, niglicher Die Grofstadtluft. Schwank in 4 Akten von | Friß Helmerding, Josephine Dora in den Haupt- z au,

Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (einshließlich Börsen-Beilage),

M 23D

Bestände an Zucker in den Zuckerfabriken und amtli Auf Grund der Bestandsübers

Amlliches.

Erste Bêilage zum Deutshen Reichsanzeiger und Köni

Berlin, Mittwoch, den 5. Oktober

Deutsches Rei.

cheu Niederlagen des deutschen Zollgebiets am 31. August 1904. ten, welde von den Fabrifinhabern und Niederlageämtern eingesandt wurden, zusammengestellt im Kaiserlichen Statistishen Amt.

glih Preußischen Staatsanzeiger.

1904,

Bezeichnung und Zahl

der

Lage atten

Kri- | granu- stall- | lierte zucker | Zutker

Kandis

Brot- Stangen-

zucker | Kürfel-

davon

Platten-,

und und

zucker

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|

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Verbrnuchszucker

ges mahlene Naffi- zucker nade

ge- mablener Mehlis

Zu&ckerhaktige - Waren

Ausländischer Zucker

Zuter- Gewicht Ge- des

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Nohs-

| haltenen ¿ucker

Zuckers

|

Ver- | Zucker- | brauhs-

zucker | läufe

ab-

Rübenzuckerfabriken

Zuckerraffinerien und Melasseent- zuckerung8anstalten ohne MNüben- verarbeitung

dckerfabrifen zusammen

effentlihe Niederlagen

Privatniederlagen

Niederlagen zusammen

Ueberhaupt

Dagegen Bestand am 31. August 1903 | !) Darunter 3255 dz Sirup.! i ß 5 Der Sollbestand an inländi 31. August 1904 und abzüglich der Ausfu

148 922| 38 545

64 683] 119 265

13 725|

3 005

dz rein

7442| 30523 6 302!

33 346| 79396] 171737| 11117

23 250

86 687

21 912

87 571

100 869

| |

292 425] 125 722|

814 836| 103 228| 132 990 9648| 1129| 90 474

C351 36 838 803| 41 44|

21 547 3343|

| 202260 17419 4660| 2695| 14398

| 109 937) 22 840 7276|

109 483 18! 11 134

35[!) 140 414

241 283

1,69 69 51216 324,22) 2 215,73

1165| 4790| 3207 70 286| 51859| 3 339

391 812| 135 370|

91 603

8347|

11011 48502) L774l

30 116}

11 152|

69 51216 325,91] 2 216,69

71451| 56 649| 6 546

853 486[1166648| 238 598| 224 593!

37198| 915391 2501762, 35 160

140 053|

120 635|

1) 310 795

6 325,91| 2216,69

71451| 56649| 6 546

0 hem Zucker berechnet sich (in Noh hr fowie des in den freien

zuckerwert) unter Zugrundelegun Verkehr geseßten Zuckers in demselben

Ermittelter Bestand 2149762 ,

1651 589[1381641| 306 823| 156 805| 49 880| 252 750| 262 690| 28882

| 264 813 |

2459 945 dz

also weniger 8310183 dz

des Bestandes am 31. Augu eitraum auf

316 896]5 941,26| 2 543,10]

94 924| 45728| 4944

st 1903 zuzüglih der Erzeugung in der Zeit vom 1. September 1903 bis

Marktort

Verichte von deutschen Fruchtmärkten.

gering

mittel

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

niedrigster | höchster |

M.

niedrigster

M.

böchster | niedrigster

M. M.

höchster

M

Verkaufte Menge

Doppelzentner

DurcWh\chnitts-

für 1 Doppel-

preis

zentner

Mt.

Am vorigen Markttage

Durs schnitts- Preis

M.

E —————————————————————— o E E , j Ua Außerdem wurden | gut am Markttage : ?

(Spalte 1) na überschläglicher Dgung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

%. 6 V. D La A A L ch

Q P h

d ta Me d E a L f 5 L E E E

Allenstein I Marggrabowa . Sn Schneidemühl

nin . P e sg eur i. Sl. .

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Pfullendorf . . Schwerin i. M. . Saargemünd

Günzburg Memmingen . , Schwabmünchen . Waldsee i. Wrttbg. . O e Pfullendorf .

Allenstein

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M e de L Neustadt O.-S. Hannover Emden Pagen i. W.

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Allenstein Goldap . L Marggrabowa .

A Schneidemühl . B a 0a le O Freiburg i. Schl. . E t a 4 Neustadt O.-S. ,

nnover s

O e os. 64% 26 Hagen L 4 A

aldsee i. Wrttbg. , Pfullendorf . P

14,50 13,70

16,09 16,80 16,60 17,00 16,80 17,40 17,00 16,40 15,45 18,00 18,33

18,40 17/50

18,90

18,20 17,60 17,50 17,80

11,60 11,50

12,40 13,20 13,00 12,80 13,00 13.30 13,60 13,30

14,00 |

17,00 |

15,25 15,00 14,10 15,80 16,25 17,40 16,70 17,10 16,80 17,50 17,20 16,50 15,75 18,00 18,61 17,50 18,60 18,00 16,30

Kernen (enthülfter

17,80 18,40 17,80 17,74 18,20 17,00

12,18 12,00 11,50 12,70 12,50 13,20 13,10 12,90 13,00

13,90 13/40

14,50 14,68 13,90 12,75 14,20

12,00 12,50 10,30 12,40 13,20 15,00 13,80 14,80 14,20 14,60 14,50 14,00 11,35 15,50 17,62 16,30

Weizen. 15,25 | 16,50 15,00 | 15,50 15,30 15,30 15,90 16,10 16,25 16,50 17,60 17,60 17,10 17,20 17,30 17,40 17,50 17,50 17,50 17,60 17,30 17,50 16,60 16,80 16,65 16,95 18,50 18,50 18,61 18.89 17,50 18,00 18,60 18,80 18,80 -—— 16,30 16,50

-- 19,20

17,80 | 18,60 1840 | 1870 17,80 | 18/00 1774 | 1780 18/20 | , 1840 1790 E.

Roggen. 12,18 12/70 12,00 12,25 12,00 12,00 12,80 12,90 12,50 12,60 13,40 13,40 13,20 13,60 13,10 13,20 13,50 13,50 13,40 14,00 14,30 13,60 13,80 15,20 15,00 15,00 14,68 15,00 13,90 14,40 12,705 13,00 14,20 14,50

Gerfte. 12,00 | 13,00 12,50 13,00 11,40 11,40 12,60 12,80 13,20 13,40 15,20 15,20 14,30 14.80 15,00 15,10 14,50 14,50 14,60 14,70 14,60 14,90 15,00 16,00 11,35 12,50 16,00 16,00 17,62 17,90 16,70 S

16,50 15,50 15,80 16 20 16,50 17,80 17,70 17,80 17,90 17,60 17,60 17,00 17,75 19,00 18,89 18,00 18,80

16,50 19,50

Spelz, Diukel, Fesen).

18,60 18,70 18,00 17,80 18,40

12,75 12,25 12,50 13,10 12,60 13,60 13,80 13,60 13,90 13,40 14,40 14,00 15,35 15,50 15,00 14,40 13,00 14,60

13,00 13,00 12,09 13,00 13,40 15,40 15,50 15,50 15,00 14,70 15,00 17,00 13,10 16,50 17,90

25 180

50 100

430

60

281 1000

127 635

32 197 108

997

60

100

15,00 14,76 15,93 16,29

17,52 17,31 17,00 18,60 17,91 18,60 18,35

19,18

18,07 18,40 17,80 17,68 18,26 17,45

11,92 12,00 12,82 12,50

13,34 14,00

15,25

14,65 14,32

14,46

12,50 11,39 12,64 13,20

14,60 14,60

12,80

17,62 16,31

15,17 15,25 15,87 16,29

17,35 17,30

17,20

18,60 17,59 18,60 18,16

19,33

17,66 18,40 17,80 17,84 18,34 17,40

12,33 12,12 12,83 12,590

13,15 13,80

15,00

14,65 14,00

14,53

12,50 11,62 12,46 13,10

14,50 14,90

13,00

17,70 16/51