1904 / 255 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Erste Beilage : L zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Freitag, den 28. Oktober

E ———————

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität gering mittel e

Musiker“. Er führte in die darauf folgende Reihe von Wiedergaben Mann hingewiesen zu haben, dem wir die älteste Nahriht über Straußsher Kompositionen in anshauliher Weise ein und | den 1000 jährigen NRosenstock verdanken, und dem Domkapitular wußte die Mcmente für das „Intime“ und Ansprechende in der | Dr. Bertram war es dann vergönnt, auf Grund dieses Hinweiseg Straußschen Musik sowie die stimmungsvolle Wechselwirkung zwishen | diese Nachricht selbst in zwei verschiedenen Handschriften wieder auf, ihtungen und deren Vertonung besonders verständlich zu | zufinden. Der Verfasser dieser Handschriften ist der Jesuitenpater nunmehr gebotenen Proben aus den zahl- | Georg Elbers, geboren 1607 in Osnabrück, gestorben 1673 im des Tondichters fanden daher auh erhöhtes Jesuitenkollegium zu Hildesheim. Elbers hat über die Geschichte Stimmungszauber voll auszuschöpfen. Unter den anderen Mit- | Interesse und wurden mit stürmishem Beifall des bis auf | Hildesheims zwei Werke verfaßt; das eine ist betitelt: „Historia wirkenden find die Damen Sorger, Wendt, Mallinger, Limburg, die Herren | den leßten Plaß gefüllten Saales aufgenommen. Hiervon | Hildesiensis“, Hildesheimsde Geschite, das andere kürzere, eine Schönfeld und Barnowéky, der leßtere auch als Regisseur, mit An- gebührte aber au deren Interpreten ein wohlverdienter Anteil. Als | Art Vorstudie zu dem ersteren: „De civitate Hildesiensi ejusque erkennung zu nennen. An Beifall fehlte es niht, aber er blieb auch | jolhe wirkten Frau Thea Moll -Michelson aus Hamburg | templis“, Ueber die Stadt Hildesheim und ihre Kirchen. In der nicht unbestritten. (Sopran) sowie die Herren Paul Lange (Tenor) und Eugen | Einleitung nun zu diesen Werken wird unser 1000 jähriger Brieger (Bariton) mit. Namentlich gelang es dem leßtgenannten, E nach unserer jeßigen Kenntnis zum ersten Male er- D Drunes (Dastere S ei o E n i Si diesen Angaben von Elbers beruht höchstwahr. ; A N S Cn D not* mit seiner kräftigen, wohllautenden Stimme außerordentli ein- einlich alles, was wir später über den 1000jährigen Rosenstock ge- on eus n N i lg ed 2M gr ry "De drucksvoll zu Gehör zu bringen. Eine Rezitation des Epos | schrieben und gedruckt finden. So die lbe Besbectiuna S M es eet Frä el, Destinn dié Magdalena Frau Goeyé, den „Enoc Arden“ von Tennyson, durch den Königlichen Oberregifseur | Rosenstokes durch den Arzt Cohausen, der 1666 in Hildesheim ge: ra fn elzentner obe a as Ee 2 a E Herr Mèzdlin er, den Söbnovvank Herrn Georg Droescher, bei dem Herr Joss Vianna da | boren war und 1750 in Münster starb. Cobausen war ein Gezahlter Preis für 1 Douro?

Gt R Di / lst der Kavellrueifier von Steaufi. Den Be- Motta die Straußshe musikalische Sllustration am Klavier durch- | Schüler des Jesuitenkollegs, an dem Elbers noch in Cohbausens S | öster niedrigster Hluf e 5 Abends bildet air Sielle bes ursprütiali Zngekündigten führte, war ein Glanzpunkt des Fenuleen Abends und brachte alle | Jugend lehrte. Er nennt den Rosenstock „jenen wobl in der niedrigster | höchster niedrigster | h B s C ia lia“ Ras "ubaütatlide Tan ble Phantasien in Feinhbeiten der Dichtung und deren Fomposition zur vollen Geltung. | ganzen Welt, soweit bekannt, größten und ältesten MRosenstock : | M. M aa t f ha - Na terie e oa E b M sik De Steinmann Die Begleitung der Liedervorträge besorgte Herr Friß Lindemann | în meiner Vaterstadt Hildesheim“. Gleichfalls beruhen auf

remer Natéleler von S. Sraëv, Llu : mit anerkennenswertem Geschi. Elbers die Angaben des oben erwähnten Dombibliothekars, die Weizen.

in Humboldt und Leunis übergegangen sind. Woher Elbers seine 17,00 | Nachrichten geschöpft hat, darüber fehlt bis jegt jede Spur. Elbers 17,00 spricht von dem hohen Alter des 1000 jährigen Rosenstockes „der 17,60 lo viele Jahrhunderte ausdauert* als von etwas, das allen bekannt 16,80 ift und von allen zugestanden wird; er sagt, daß Hezilo ihn {on 16,70 vor fast 600 Jahren vorgefunden habe; er findet es mit seinen Zeit- ¿18,30 genossen durchaus niht auffällig, daß uralte Muttergottesbilder 17,50 | 18.00 aus dem Holze des Rosenstockes geschnizt sein sollen. Seit 16,80 | 16,90 Elbers’ Lebzeiten sind mehr als zwei und ein halbes Jahrhundert J}. 18,00 verflossen; nit viel weniger Zeit darf man wohl vor Elbers für den 18,75 13,75 f E Rofen|tock in Anspruch nehmen, damit Elbers und seine Zeitgenossen 18,90 19,50 | 4A E vom „1000 jährigen Rosenstocke“ so denken und schreiben konnten, wie f : sie gedaht und geschrieben haben. Also ein Alter von 400 bis Kernen (enthülfter Spelz, Dinkel, Fesen). : 1774 | T 18 00 18,00 ÎIZ 17,50 .| L799 17,80 18,09

aber doch zu breit ausgesponnen und zu: arm an Handlung, um auf der Bühne stark zu- wirken. Auch die Darstellung war nicht recht [udlich. Herr Spira wußte mit dem s{hwankenden Charakter des Weoleau nit recht etwas anzufangen und auch Fräulein Teylaff, obwohl offenbar feine unbegabte Schauspielerin, war nicht die den_ | rechte Vertreterin für die Mimi Foy. Die heikle Abschieds]ouper- schildern. Die szene spielte sie mit lobenswertem Geschick, ohne doch ihren lyrishen | reihen Werken

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) na überschläglicher

Schäzung verkau derm Doppelzentner (Preis unbekannt)

Am vorigen Markttage

Durch- shnitts- i preis

i

m Königlihen Opernhause findet morgen, Sonnabend, 3 rung von M. 9 i gut Verkaufte

Menge

böhster [Doppelzentner

M4.

17,09 17,50 18,10 17,00 16,70 18 60 18,09 17,00 18,00

16,50 16,40

17:00 | 18,10 |

17,60 | 17,60 | 1720 | 17,50 | 1500 | 1500

j 16,50 17,00

16,40 18,10 17,50 16,70

Landsberg a. W. .

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Pera i. Sl. B s

Gôttingen . .

Geldern .

Neuß . -.

Döbeln .

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Mat Châüteau-Salins .

20. 10. 20. 10.

16.90 17.50 16,40 18-30

17,28 17,09 18,38 | 17,90 |

18,10 | 18,50

(Der Konzertbericht befindet sih in der Ersten Beilage.) / j

_ Die Sgillingshen Momentbilder aus der deutsc- ostafrikanischen Wildnis, die bis jeßt nur in ges{lossenem Kreise und für wohltätige Zwecke gezeigt wurden, sollen nun auch in einer Reibe von Wiederholungen dem großen Publikum zugänglich gemacht werden, und zwar hat si die Gesellschaft „Urania“ dieter dankenêwerten Aufgabe angenommen. Im alten Gebäude der „Urania“ in der S) r ie 24 das für den Zweck freigemacht ist, werden von Mittwoch, den 2. Ito- vember, an eine Auswahl der besten Schillingshen Tieraufnahmen in einem Projektionsvortrag vorgeführt werden, defsen Text von dem Direktor des Zoologischen Gartens Dr. L. Heck verfaßt ist. Der Verfasser wird den Vortrag am Montag vor geladenem Publikum und am 2. November öffentlich selbst halten.

20. 10. 26. 10.

Mannigfaltiges. Berlin, den 28. Oktober 1904.

Die Stadtverordneten beshäftigten fih in ihrer gestrigen Sitzung faft lediglih_mit einer Vorlage des Magistrats, betreffend den Erlaß eines Ortsfstatuts zur egelung der Sonntagsruhe in Fabrik-, Engros-, Bank-, Versicherungs- und Agentur- geschäften. Nah dem Ortsftatut soll in den genannten Zweigen des Handel8gewerbes die an Sonn- und Feiertagen zu- gelafsene fünfstündige Arbeitszeit auf zwei Stunden, und zwar auf die Zeit von 8—10 Uhr Vormittags, herabgeseßt werden. Der t pes mit Nahrungs- und Genußmitteln und mit dem zur Er- altung der Nahrungs- und Genußmittel dienenden Eis soll aus- genommen sein und das Orts\tatut mit dem 1. Januar 1905 in Kraft treten. In der Debatte trat zunähst der Stadtv. Kollokowski als Angeböriger der Handlungsangestellten für eine völlige Sonntags- rube nit nur in Engros- 2c. Geschäften, fondern auch im Detailhandel ein. Auch hielt er es für wünschenswert, eine Ver- legung der Hauptgottesdienststunden aus eine spâtere Zeit zu erstreben und zu diesem Zwedke liberale Synoden zu schaffen, die nach dieser Richtung hin einen Druck auf das Konsistorium auszuüben vermögen. Eine Aus\hußberatung erachtete er für notwendig. Der Stadtv. Perls glaubte dagegen nit, de für sämtlidhe Engrosgeschäfte die zweistündige Sonntagsarbeit entbehrlich sei. Auh die Handeléangestellten verlangten niht durchgängig völlige Sonntagsruhe, sondern nur eine Beschränkung der Sonntags- arbeit. Der Stadtv. Walla bekämpfte au entschieden diese weitere Beschränkung der Erwerbstätigkeit, während fich der Stadtv. Mommsen auf den Boden der Magistratsvorlage stellte. Der Stadtv. Borgmann begründete die sozialdemokratishe Forderung der völligen Sonntagsrube mit Ausnahme der Nahrungêmittelbranhe. Der Stadtv. Kämpf bielt angesichts der freiwillig erzielten sozialen Fort- ritte ein Ortsftatut für gänzlich überflüssig; sollte aber ein oles erlassen werden, so sei die Arbeitszeit von 8 bis 10 Uhr die allerungünstigste. Eine Verlegung der Kirchenzeit sei ‘zu einer vernünftigen Festseßung der sonntäglihen Arbeitszeit unbedingt erforderli. Nah weiteren Auétführungen der Stadtvv. Hintze, Dove, Rosenow und Cassel wurde die Vorlage \{ließlich einem Aus\{uß überwiesen, Die noch auf der Tageëordnung stehenden Anträge, betreffend das Ortéstatut für die Kaufmannsgerichte und die Einfuhr von Fleis, das nur außerhalb Berlins untersuht worden ift, wurden wegen vorgerückter Zeit vertagt. Auf die öffentliche folgte eine gehcime Sizung.

20. 10. 2). 10.

«aqa aue A

20. 10. 20. 10. 20. 10.

17,70 17,84 16,70

500 Jakbren darf man auf die Angaben von Elbers hin doch wohl dem Rosenstock zusprechen. Ob er das andere halbe Jahrtausend au {on am Dom gestanden hat, darüber wird si geshichtlich {wer etwas nahweisen lassen; wir müssen uns da wobl mit Legende und Sage begnügen.

Kaufbeuren . Stodckah . - Raftatt

15,75 16,00 16,00 Roggen. 1360 | 13,65 12,50 13,30 13,80 13,80 13,60 15,50 14,60 14,00 15,00

15,75

S2

Im Verein für volkstümliche Kurse von Berliner Hocshullehrern beginnt morgen, Abends 85 Uhr, in der Aula des Realgymnasfiums in RNRirdorf (Kaiser Friedrihstraße 210) Herr Professor Dr. Jaekel feinen Bortragskursus „Ueber den Bau und die Geschichte der Erde.“ Eintrittskarten zum Preise von 1 4 für den sechs Abende umfassenden Kursus find noch zu haben bei: G. Belling, Zigarrenbhandlung (Leipzigerstr. 128), A. Schüß (Holjz- marktstr. 60), Chr. Tischendörfer (Sophienstr. 20), F. E. Lederer, Buthandlung (Kurfürstenstr. 70), Bernh. Staar, Buchhandlung (Friedrichstr. 250), in der Bichardtshen Buchhandlung (Nirdorf, Bergstr. 13) sowie in der Zentralstelle für Arbeiterwohßlfahrts- einrihtungen (Defsauerstr. 14, von 8—3 Uhr).

13,60 s 13,5: 13,65 : 12.

12,60 G 13,50 - 14,00 14,00 13,60 15,80 14,60 14,10 15,00

20. 10. 20. 10.

20. 10. 90. 10.

90. 10. 96. 10.

90. 10.

13,00 |

12,20 12,70 13,20

13,00

12,20 12.20 1271

2

WUandsberg a. W. . C Wongrowiß . Dig bberg i. S@C. ir g s R S ae Gôitingen Geldern .

Neuß .

Döbeln

Rastatt . . - Château-Salins

__ Elbing, 27. Oktober. (W. T. B.) In der Elbinger Holz- industrie Wittkowski, Gesellschaft mit beshränkter Haftung, brach heute vormittag aus noch unbekannter Ursahe Feuer aus; das Kesselhaus und das Lagerhaus brannten aus; der Betrieb erleidet eine Unterbrehung von etwa 8 Tagen.

13,38 14,75

15,29 14,50

15,60

14,90 15,20

ta 13,70 1475 | 14 50

Breslau, 28. Oktober. (W. T. B.) Die Oder ist in rashem Steigen begriffen. :

14,00 14,00

erfte. 14,50

14,80 15,50 14,50 15,00 14,30 16,50 17,50

Ueber den berühmten Hildesheimer Rosenstock, der ni@t minder eine botanishe Merkwürdigkeit wie den Stolz der Stadt bildet, die ihn in ihren Mauern birgt, hat der Pastor H. Bank in Ringelheim kürzlih im Verlag von L. Steffen zu Hildesheim eine Schrift erscheinen lassen, die alles Wichtige über den berühmten NRosenstock, der übrigens zur Gattung der wilden Hecken- oder Hunds- rose, nicht der veredelten Rose gehört, zusammengestellt. Ueber das wahrscheinli®de Alter des von der Legende mit den manniafahsten Geshicken ausgestatteten, vor einigen Jahren bekanntli mit der Gefahr des Absterbens bedrohten Stockes teilt die „Mürchner Allg. Ztg.“ die folgenden Angaben mit: Humboldt in seinen „Ansichten der Natur“ gibt an, daß {hon im 11. Jahrhundert unseres Rosenstockes urkundlich Erwähnung geschehe, und zwar durch die Ausgaberegister des Domes, in welchen auch Ausgaben für die Pflege des Nosenstockes vezeichnet seien. Leunis sagt, Bischof Hszilo (1054—1079) habe ihn „als ein merfwürdiges Denkmal der Vergangenheit“ besonders pflegen und ihn, als er den dur die Feuersbrunst zerstörten Dom wieder aufbaute, an der Mauer des Chores hinaufleiten laffen. Von diesen Angaben is jedoch urkundlich nichts nazuweisen. Sie beruhen auf der Aussage eines früheren Dombibliothekars, der seinerseits von einem Mitgliede des alten Domkapitels Kunde über die damals angeblih noch vorhandene Urkunde erhalten baben wollte. Alle späteren Nachforshungen nah dieser Urkunde

14,50

15,50 16,00 15,00 15,00 14,70 17,00 17,50

Gleiwiß, 28. Oktober. (W. T. B.) In der vergangenen Natt stürzte, wie der „Wanderer“ meldet, auf dem Hillebrandt- Schaht der Gottessegengrube in Antonienhütte bei den Schatarbeiten eine hölzerne Bühne ein_ und riß ses Arbeiter auf 20 m mit in die Tiefe. Sämtlihe Arbeiter wurden t ödlich verletzt.

13,00 13,30 13,30 13,80

13,00 90. 10.

13,20 12,80 13,30

S [3,30 13,40 s 13,80 14,30

14,00 14,00 17,29 15,00

Landsberg a. W. . Wongrowiy . ° Breslau . « - - irshberg i. Sl. E e » Göttingen Geldern . Döbeln Rastatt . . Château-Salins

90. 10. 20. 10. 20. 10.

14,00 14,25 | 17,00 |

14,80

14,00 14,30

17,25 15,80

14,00

13,70 70 17,00

17,00

_ Bremen, 27. Oktober. (W. T. B.) Das Feuer auf dem in Livorno liegenden Argo-Dampfer „Africa“ ist gelöst. (Vgl. Nr. 248 d. Bl.) Der Dampfer hat anscheinend nicht un- enene Beschädigungen erlitten. Die Ladungsbe|schädigung ist noh unbekannt.

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14,80 15,00

13,40 13,50 13,20 13,60 14,50 13,20 13,70

14,80 . . 1800 30 444 30 399

90. 10. 90. 10.

90. 10. 20. 10.

20 198. 26. 10.

12, 10.

14,80 | 12,30 |

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14,00

14,80 13,30 13,33 13,50 14,70 13,29 13.97 14 90

14,00 14,60 13,30 12,60 13,20

14,00 14,60 13,20 12,10 13,00

14,80 13,50 13,10 13,40

13,40 14,50 13,50 14 20

Landsberg a. W. . Kottbus . Wongrowih . Breslau . . - Qiriers i. Schl. R

14,80 13,40 1270 13,30

_ E 13,40 | 13,50 14,00 14,00 | S H 13,40 | 13/80

13,70 13,60 13,80 260 15:00 50 735 1 i (

14.20 70 930

E 10 140

83 433 3 510

_ Hamburg, 27. Oktober. (W. T. B.) Nach mehrstündiger an- gestrengter Le gelang es der Feuerwehr, einer weiteren Aus- breitung des Brandes in dem Teillager der Deutschen Vacuum Oil Company in Borgfelde (vergl. Nr. 248 d. Bl) Einhalt zu tun. Man vermutet, daß das Feuer auf Brandstiftung zurückzuführen ist. Ueber 4000 Tonnen Oel sind verbrannt, do er- leidet der Betrieb der Gesellshaft keinerlei Störung.

Dur Vermittelung der Firma Matthias Rohde u. Co., Hamburg, an Angehörige der Schußtruppe für Südwest - afrika abzusendende Weihnachtspakete müssen bei genannter Firma bis zum 6. November d. I. spätestens eingetroffen sein.

Der erste diesjährige „Rathausabend“, den der Verein zur Förderung der Kunst am Mittwoch im Bürgersaal veranstaltete, Ein Vortrag des Musikschrifts den intere})fanten zunächst

war Richard Strauß gewidmet. stelers Rudolf M. Breithaupt Abend und schilderte den Gefeierten

eröffnete

da heißt es aber bereits,

als „intimen

sind vergeblich geblieben. Die unseres 1000 jährigen Rosenstocks findet ih erst im 17. Jahrbundert ; J daß er „hon viele Jahrhunderte aus- gedauert habe“. Der eifrige Erforscher der Hildesheimshen Geschichte, der Dombibliothekar Dr. Kray, hat das Verdienst, zuerst auf den

erste nachweisbare Erwähnung

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 198. Vorstellung. Der Evangelimann. Musikalishes Schauspiel in 2 Aufzügen, nah einer von Dr. Leopold Florian Meißner erzählten wahren Begebenheit, von Wilhelm Kienzl. Phantafien im Bremer Ratskeller. Phantastishes Tanzbild, frei nah W. Hauff, von E. Graeb. Musik von A. Steinmann. Anfang 74 Uhr.

Neues Operntbeater. 177. Vorstellung im Abonne- ment. 109. Billettreservesag. Die Journaliften. Lustspiel in 4 Aufzügen von Gustav Freytag. An- fang 7} Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 199. Vorstellung. Rienzi, der Letzte der Tribunen. Große tragishe Oper in 5 Akten von Richard Wagner. Anfang 7 Uhr.

Neues Operntheater. 178. Vorstellung im Abonne- ment. 110. Billettreservesaßy. Theodora. Drama in 4 Aufzügen (8 Bildern) von Victorien Sardou. Deutsch von Hermann von Löhner. Anfang 7 Uhr.

Deutshes Theater. Sonnabend, Abends 74 Uhr: Zum ersten Male: Dagland.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Lady Wiuder- meres Fächer. Abends 74 Uhr: Daglaud.

Montag, Abends 7} Uhr: Dagland.

Berliner Theater. Sonnabend: Göß von Berlichingen. Anfang 7z Uhr. -

Sonntag: Zapfenftreih. Anfang 74 Uhr.

Montag: Zapfenftreih. Anfang 74 Uhr.

Dienstag: Alt-Heidelberg. Anfang 7F Uhr.

Lessingtheater. (Direktion: Otto Brahm.) Sonnabend: Florian Geyer. Anfang 7# Uhr. Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Die versunkene Glocke. Abends 77 Uhr: Traumulus. Montag: Die Frau vom Meere.

Schillertheater. ©. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Pinne Trauerspiel ix 5 Aufzügen von Franz

rillparzer.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Johannisfeuer. Abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Montag, Abends 8 Uhr: Die Jüdin von Toledo.

_N, (FriedrichWilhelmstädtishesTheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Lustspiel in 5 Akten von G. von Moser und Fr. von Schönthan.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: König Lear. Abends 8 Ubr: Krieg im Frieden.

Montag, Abends 8 Uhr: Die Kreuzelschreiber.

Theater des Westens. (Kantstraße 12. Bahn- hof Zoologischer Garten.) Sonnabend (außer Abonne- ment): Wilhelm Tell. Anfang 7# Uhr.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Wilhelm Tell. Abends 74 Uhr: Zum ersten Male: Die Hugenotten.

Montag: Gastspiel von de Max und Mlle. Ventura. Hamlet.

Dienstag: Gastspiel von de Marx und Mlle. Ventura. Dieu existe.

Uationaltheater. (Direktion: Hugo Becker. Weinberg8weg 12 a—13 b.) Sonnabend: Zum erften Male: Donua Juanita.

Neues Theater. Sonnabend: Die lustigen Weiber von Windsor.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Sonn- abend: Biederleute. Matinee. (Vereins- vorstellung.) Marinemütter.

Refidenztheater. (Direktion: RichardAlexander.) Sonnabend: Eine Hochzeitsnacht. (Une nuit do noces.) Schwank in 38 Akten von H. Kéroul und A. E A Durosel: Richard Alexander.) AnTang Dr.

» idi und folgende Tage: Eine Dochzeits- naht.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Das große Ge- heimnis.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di- reftion : Kren u.Schönfeld.) Sonnabend, Abends 74 Uhr : Der Weiberkönig. Große Ausftattungsposse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Jean Kren, Alfred Schönfeld und Leop. Ely. Musik von Julius Einödshofer. (Guido Thielsher, Lina Abarbanell, Frißz F Josephine Dora in den Haupt- rollen.

Sonntag und folgende Tage: Der Weiberkönig.

Sonntag, Nachmittags 34 Uhr: Charleys Tante.

Bentraltheater. Sonnabend: Zum ersten Male: Der Gepneralkousul. Operette in 3 Akten von Alex Landsberg und Leo Stein. Musik von H. Reinhardt. In Szene geseßt von I. Ferenczy. Dirigent : Kapellmeister A. Peisker. Anfang 7# Uhr.

Sonntag, Nachmittags: Die Puppe. Abends: Der Generalkonsul.

Montag und folgende Tage: Der Generalkonsul.

Dutendbillette, 40 9%/% Ermäßigung, an allen Wochentagen gültig, werden jetzt ausgegeben.

Kellealliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8. Direktion: Kren .u. Schönfeld.) Sonnabend, Abends 74 Uhr: Zum ersten Male: Wer? (Auf der Totenbank.) Drama in 1 Akt. Hierauf: Die Tugendglocke. (Madame laPrésidente.) Vaudeville- posse in 3 Akten von Paul Ferrier, bearbeitet von F. Kren _ und Alfr. Schönfeld. (Bozena Bradsky mit Einlagen von Oskar Straus; u. a.: Duncan- Parodie.) :

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr : Bei kleinen Preisen : Maria Magdalena.

Trignontheater. (Georgenstraße, zwischen

Friedrich- u. Universitäts\traße.) Sonnabend: Gaftons Frauen. Schwank in 3-Akten von Victor de Cottens und Pierre Veber.

Sonntag und folgende Tage: Gastons Frauen.

Birkus Schumann. Sonnabend, Abends präzise 74 Uhr: IV. Grande Soirée High-Lifse. Galaprogramm. U. a.: Die beliebte jugendliche

Sculreiterin Fräulein Dora Schumanu. Herr Albert Carré mit seinen Freiheitêdrefsureun. Consul IL., der menschliche Chimpanse. Chinuko. Billy, der irische Wunderpony. The Juug- manns, Akrobaten. Sisters Cottrell-Powell, Doppel-Jockeiakt. Direktor Albert Schumannus neue und moderne Drefsureu. Ferner: Sämt- liche Spezialitäten. Um 95 Uhr: Das große mimisdbe Drama in 8 Akten: Michael Strogoff- oder: Der Courier des Zaren.

Sonntag: Zwei Vorftellungen. Nachmittags 3F Uhr (ein Kind frei): Marokko, große Aus- stattungspäntomime. Abends 73 Uhr: Der Courier des Zaren. In beiden Vorstellungen: Consul Tx, Billy, Chinko 2c.

Konzerte.

Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Konzert (Klassisher Abend) mit Streichorchester von Willy Burmester.

Beethovensaal. Sonnabend, Abends 8 Uhr:

Konzert von Arrigo Serato (Violine) mit dem Philharmonischen Orchefter (A. Scharrer)-

S I E E M E SRERR A IRCIE E I R E E E R S A

Familiennachrichten.

Verebeliht: Hr. Pastor Carl Luhmann mit r BOOSe E Hugo (Dollenthen bei Sallgast N.-L— Görlitz).

Gestorben: E Major a. D. Robert Friedenthal (Breslau). Anna Baronefse von Dyherrn (Glogau).

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Buchdrukerei und Verlagé- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (eins{hließlich Börsen-Beilage).

14,90 15,25 14,00 E

olle Mark abgerundet mitgeteilt.

14,90 C S S i e : j ie verka S Tzentn d der Verkaufswert auf v t E C E E ie auf Po i die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ift

14,50 14,50

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liegender Strich (—) in

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Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungsmaßregeln. Stand der Tierseuchen in Oesterreich am 21. Oktober 1904. (Nach den is K. K. österreichischen Ministerium des Innern veröffentlichten Au3weisen.) | | | Rotlauf | Schweine-| Rüude | NavsS- Rollen) eist | Blävihen-

| | | Tollwut | | weine- | | Schweine P) | autshlog

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Stand der Tierseuchen in Ungarn am 12. Oktober 1904. (Nah den wöchentlichen Ausweisungen des Königlich ungarischen Ackerbaumintfteriums.)

Roÿ- Maul- Un | an

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Milz» brand | |

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Zahl der verseuchten Orte. . . - - -- N

Bulgarien. i Bon tr werden in den bulgarischen ags Barn A Ceiger ärztlicher Untersuchung

Verdingungen im Auslaude.

Oesterreich-Ungarn.

4. 1904, 12 Uhr. K. K. priv. Kaiser Ferdinands L u: Verkauf von verschiedenen Altmaterialien, sowie

15,25 15 224

, ein Punkt (.) in den legten sechs Spalten, daß entsprechender

1425 | 2. 10.

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten abten berechnet.

ericht fehlt.

Handel und Gewerbe.

Desterreih-Ungarn.

Seitens der österreihishen und der ungarischen Regierung ift hinsichtlich des Verkehrs mit Futtermitteln im Grenzgebiet eine weitere Au8nahmevergün tigung zugela}jen worden. _ nach wird jeßt österreihish-ungarischer]eits _die Ausfuhr von Futter- stoffen unter der Bedingung gestattet, daß sie von einem in Deutsch- land ansässigen, niht über 10 km von der Grenze entfernt wohnenden Landwirt für den eigenen Bedarf, jedoch nur von_ einer gleihfalls nit weiter als 10 km von der Grenze entfernt befindlichen Bezugs- quelle, erstanden worden sind, sodaß sih demgemäß der Verkehr inner- halb einer Grenzzone von je 10 km zu bewegen hat. Den in Betracht fommenden Zollämtern find ertsprehende Weisungen zugegangen. (Vergl. „R.-Anz.“ vom 9. v. M. Nr. 209.)

den im Reihsamt des Innern zusammengestellten G ©" Nachrichten für Handel und Industrie“)

Deutsh-Südwestafrika. ollbefreiung. Laut Verordnung des Gouverneurs von Deustb-Sübdwestafrika vom 10. September d. F. find Gegenftände, die von weißen Bewohnern des Scuggebiets zur Erneuerung ihrer Ausrüstung und Wiederherstellung ihrer Haushaltung als Ersaß für in dem Eingeborenenaufstande vernichtete oder unbrauchbar gewordene Gegenstände eingeführt werden, zollfrei zu laffen. (Deutsh-Südwest-

afrifanishe Zeitung.)

Serbien.

olltarifierung von Waren. Nach einem Erlaß de cérbifäen Finanzministers vom 26. August (a. St.) d. I.-, % Nr.

163, find zu verzollen: . L M R 1 ; als Kurzwaren je nah Beschaffenheit des

Talenipiege ahmen; E S Es Spiegel (Hand-, Reisenecessaire-, Hängespiegel), mit Rahmen aus unedlen Metallen, nah Nr. 142 und 143 des Tarifs zu den allgemeinen bezw. vertragsmaßigen Sätzen von 50 und 75 bezw. 20 und 30 Dinar; ; -

"Spiegel in Rahmen aus besserem Material, nah Be-

enbeit des leßteren ; . i ae CarGüGteiden mit Spiegeln, als Kurzwaren je

5 eit des Materials ; | G D T (Steln, soweit dieselben niht unter den Kurz-

¿uelafsen. Die für Bulgarien beftimmten Reisenden und Waren a wo cdecialis dieser Untersuchung.

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ä tände und alte Fäffer und Gebinde. äheres gy Mng weg Ee n enverwaltang IL, Nordbahnhof und beim

„Reichsanzeiger“.

waren besonders genannt sind, nah Beschaffenheit des Materials und der Art ihrer Herftellung. N