1904 / 272 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

aber verlieh diesem Abend die Neuaufführung von Werken weier zeitgenössisher Komponisten. Die Sonate für Violine,

p. 114, von Ph. Scharwenka, Frau Irma Saenger-Sethe gewidmet, ist ein Werk, das sih ganz vornehm gibt. Der Komponist wandelt hier weder die ausgetretenen Pfade moderner Epigonen, no< sucht er dur< Häufung entlegener, starker und stärfster Ausdru>smittel titanis<epWirkungen. Es spricht zwar keine starke Individualität aus ihm, und do< weiß er, was er sagt, immer eigenartig und vornehm vorzutragen. Er weiß eine Idee festzuhalten und durhzuführen, gibt Rätsel und sucht sie zu lösen. Der erste Sag, an Form und Gehalt der tiefste, gibt in der Gegenüberstellung der beiden Hauptthemen, von denen das zweite wegen der s{<önen, schnsuhtsvollen Melodie besonders reiz- voll wirkt, die Grundidee des ganzen Werkes: Kampf zwischen stürmisch fordernder Leidenschaft und sehnsuhtsvoller Entsagung. Der zweite Sat, musikalis< weniger bedeutend, schreitet in beruhigteren Bahnen dahin, weiß aber das stürmische Herz niht in Nuhe zu singen. Von neuem echebt sh in dem dritten Saß der Kampf; er wird stürmischer, leiden8voller, <merzliher, immer wieder trilt das Hauptmotiv des zweiten Themas hervor. Aber einen Austrag findet der Kampf nicht. Der Schluß ist kein Sieg, sondern ein Abbruh des Kampfes, der noh< einmal wieder aufgenommen werden foll. Ünverkennbar hat der Genius Johannes Brahms? dem Schöpfer dieses Werkes zur Seite ne So mancher Zug im Charakter und Aufbau der

-Moll-Sonate Nr. 1 für Cello - Piano des großen Johannes trat hier in Erinnerung. Jedenfalls hinterließ das Werk einen guten Eindru>k und fand auch seine wohlverdiente Anerkennung. Auch der zweite Komponist dieses Abends, Hans Hermann, hatte mit den von Heinemann vorgetragenen und von ihm selbst begleiteten Liedern einen \{<ônen Erfolg. Einzelne Lieder, wie: „Auf Wachtposten*, „James Monmouth“ sind “von treffender dramatisher Charakteristik. Der Ausdru>k ist zuweilen stark realistis< gefärbt. „Nachtgesang“ ist eine Perle {öner Melodik und Harmonik, ebenso das an den Volkston anklingende „So i< traurig bin“, das wiederholt werden mußte. Herr Heinemann seßte sein ganzes Können ein und trug zu der günstigen Aufnahme dieser Liederneuheiten an seinem Teile bei. In der Singakademie trug Else Shünemann gleichfalls ‘am Montag Lieder von Schubert, Wolf und Brahms vor. Die \{<öne dunkle Altstimme der Sängerin \priht immer an dur<h die klare, réine Lng und vortrefflihe Bildung. Nur gebriht es dem Organ an Modulationsfähigkeit, weshalb ihm eine reihe Schattierungs- kunst versagt bleibt. Daß der Künstlerin eine gesunde und au< warm- herzige musikalishe Auffaffung innewohnt, tritt genugsam hervor ; denn ein einzelner Liedervortrag gefällt immer dur< den Gehalt an e<ter Empfindung; nur auf die Dauer beginnt \i<h dur< die Un- veränderlihkeit der Klangfarbe eine einförmige Wirkung geltend zu machen. Wenn das Organ an Geschmeidigkeit gewinnen könnte, wären tadellose musikalishe Leistungen von der Sängerin zu erwarten. Von den beiden Damen, die an demselben Abend im Saal Bechstein Lieder und Duette sangen, gebührt der Altistin Virginie Fournier der Vorzug. Ihre Stimme entwi>elte wenigstens einigermaßen Klang und Ausdru>sfähigkeit, wenn au<h an der Schulung no< manches auszuseßen war. Valerie Theumanns Stimme gab sih dagegen scharf und farblos im Ausdru>. Eine Freude war es wenigstens, Herrn C oenraad V. Bos am Flügel begleiten zu hören.

Nach längerer Pause gab Herr Moriß Rosenthal am Dienstag im Beethoven-Saal einen Klavierabend, für den hon aht Tage vorher sämtliche Eintrittskarten vergriffen waren, sodaß ein zweiter Abend für den 22. d. M. angeseßt werden mußte, während auf die Beseßung des Podiums in dankenswerter Weise Verzicht geleistet war. Das Programm dieses ersten Abends, dem wohl allseitig mit Interesse und Spannung entgegengesehen war, be- go mit Beethovens leßter, der großen C-Moll-Sonate. Herr

osenthal spielte sie mit unfehlbarer Technik und, was sehr an- zuerkennen ift, durhaus objektiv. Es waren ni<ht nur Beethovensche Noten, es war Beethovensher Geist, der in den Saiten [lebendig ward. Mehr Gelegenheit zu einer glänzenden Be- tätigung aller feiner i atis fand der Künstler in Chopins H-Moll-Sonate; den feinsten, zartesten und duftigsten Wirkungen des Largo trat die sieghafte Kraft gegenüber, mit der alle Schwierig- keitén des Finale in geradezu triumphierender Weise überwunden wurden. Fast no< erstaunlicher als diese Leistung war der Schluß der Variationen über ein eigenes Thema. Ein an sich ziemlih nihts- sagendes Thema wird meist auf re<t interessante und reizvolle Weise als Arabeske, Arie, Notturno, Tarantella 2c., im ganzen in zehn Variationen verarbeitet; das Finale ist aber aus so gesuhten Schwierig- keiten und Läuferstü>en zusammengeseßt, daß man darüber Al staunen kann, die Freude an der Musik aber verliert. Bei einem ronen Teile der Hörer erregte denn dieses Finale au< Kopfs{hütteln

ei einem anderen Teil löste es stürmischen Beifall aus. Aehnlich war es mit einer anderen Komposition des Konzertgebers, einem nah Motiven von Joh. Strauß gearbeiteten „Wiener Karneval“. Die übrigen Nummern des Programms, kleinere Stü>ke von Chopin, Weber, Schubert, Poldini und eine Sexten-Studie na< Chopin- Brahms, bereiteten in der feinen Ausführung, die sie hier erfuhren, ungetrübte Freude. Nachdem dies reie Programm erledigt war, wi<h ein großer Teil des Publikums ni<ht aus dem Saale und zwang den Künstler no< zu Zugaben. Das zweite Abonnementskonzert des Waldemar Meyer-Quartetts hatte zu derselben Stunde den Saal der Singakademie vollständig gefüllt. Außer einem Streichquartett von Haydn und Beethoven kam 24 Wolfs „Italienishe Serenade“ zu Gehör, die au<h im leßten

ajsic-Grünfeld-Konzert gespielt wurde. Das anmutige, mit liebens- würdigem Humor und frischer Lebensfreude erfüllte Werk gewann ent- schieden beim zweiten Anhören. Die Feinheiten der Instrumentation, die natürliche Lebhaftigkeit der rhythmis<hen Bewegung, die launigen dynamishen Schattierungen, die der Vortrag geistvoll erfaßte, prägten si<h dem Hörer {ärfer und tiefer ein. C8 war ein Genuß, die feinsühligen Quartettkünstler auf den verschiedenen musikalischen Gebieten so fiher und heimis<h zu finden. Emilie Herzog hatte ihre Mitwirkung an dem Konzerte zugesagt und sang außer einer Mozartarie aus „„II1 pastore“ einige Schubertlieder mit der ihr eignen Reinheit der Kinstempfinbung und Schönheit des Klanges. In der Königlichen Boe für Musik bot, glcihfalls am“ Dienstag, der Geiger Joan Manöóén einen Kunstgenuß, wie er in den hiesigen Konzertsälen ni<ht oft zu finden sein dürfte. Mit selbstverständliher Sicherheit überwand er die größten Schwierig- keiten, welhe die von ihm zum Vortrag gewählten Kompositionen aufwiesen. Er weiß Klangwirkungen auf seinem ausgezeichneten Instrument zu erzielen, wie es eben nur bei der ihm eigenen te<nishen Meisterschaft und künstlerishen Auffassung möglich ist. In allen Tonlagen ist sein Spiel edel und zum Herzen \prehend. Wahrhaft ftürmisher Applaus des fast vollbeseßten Saales folgte seinen sämtlihen Darbietungen, von denen „L’abeille“ (Op. 15) von

Schubert derartigen Beifall fand, daß er sih zu einer Zugabe verstand. -

Außer diesem brate der Violinvirtuose no< die Symphonie espagnole von Yalo, Tntroduktion, Adagio und Variationen von Paloffen, eine Serenade (Op. 14) eigener Komposition und die Teufels- trillersonate von Tartini zu Gehör. Die beiden erstgenannten Stücke wurden von dem Berliner Tonkünstlerorhester, die anderen von Herrn I. M. Avellan am Klavier ret gut begleitet. Zum Schluß dankte Herr Manón dem begeisterten Auditorium no<mals dur< mehrere Zugaben, deren Ausführung das vorher Gebotene fast no< übertraf.

Im Königlichen Opernhause beginnt morgen, Sonnabend, cine Gesamtaufführung von Richard Wagners Bühnenfestspiel „Der Ring des Nibelungen" mit dem Vorabend „Das NRheingold“ unter der musikalishen Leitung des Kapellmeisters Dr. Mu>k. Die Herren Bertram (Wotan), Grüning (Loge), Lieban (Mime), Nebe (Alberih), Wittekopf (Fafolt), Berger (Donner), Philipp (Froh), die Damen MNeinl (Fri>ka), Destinn (Freia), Goeße (Erda), Herzog, Nothauser, Pohl (Nhbeintöchter) find in den Hauptrollen beschäftigt. In der Rolle des Fafner gastiert Herr Max Lohfing vom Stadt- theater in Hamburg.

Im Theater des Westens findet morgen na<hmittag die zweite Schülervorstellung statt. Zur Aufführung gelangt „Iphigente auf Tauris“ mit Frau Alwine Wie>ke in der Titelrolle als Gast. Abends gastiert Francesco d’Andrade zum vorletzten Male, und zwar als René in Verdis „Maskenball“.

Am 15. d. M. i} hier das ehemalige Mitglied des König- lichen Opernhauses, Kammersängerin Anna Sachse-Hofmeister verstorben. Sie war am 26. Juli 1851 zu Gumpoldskirhen bei Wien geboren, betrat zuerst 1870 in Würzburg die Bühne, gehörte dann dem Frankfurter und Leipziger Theater an, bis sie 1876 an die hiesige Königlihe Oper berufen wurde. Sie verließ diese Stellung na< ihrer 1878 erfolcten Verheiratung mit dem Schriftführer des Deutschen Bühnenvereins Dr. Max Sachse, um einige Jahre in Dresden ihren Wohnsiß zu nehmen, und weilte 1881 in Bayreuth bei Richard Wagner, um unter feiner Leitung die Rollen der Elsa, Senta u. a. zu studieren. Wagner hatte die Künstlerin gelegentlih der Berliner Nibelungen-Aufführungen kennen und {<äßen gelernt. Im Jahre 1882 wurde fie wieder für die Königliche Oper verpflichtet, der sie ununterbrochen bis zu ihrem Scheiden von der Bühne (bis 1888) angehörte. Ihre hoheitsvolle Erscheinung, der poetishe Zauber ihrer Darstellung und ihr {öner Gesang dürften no<h bei vielen, die sie z. B. als Donna Anna im „Don Juan“ sowie an Niemanns Seite als Sieglinde in der „Walküre“ ge- hôrt haben, in guter Erinnerung stehen.

Mannigfaltiges. Berlin, den 18. November 1904.

Die Stadtverordneten hatten in ihrer gestrigen Sitzung die Wahl von acht unbesoldeten und zwei besoldeten Stadträten, deren Wahlzeit Ende dieses Jahres bezw. am 1. Februar 1905 abläuft, vorzunehmen. Das Ergebnis war die Wiederwahl der Stadt- râte von Friedberg, Kolle, Mielenz, Schaefer, Selberg, Wagner, Dr. Weigert, Bohm und Mugdan. An Stelle des Stadtrats Haak, der cine Wiederwahl abgelehnt hatte, wurde der Baurat Numschöttel gewählt. Der Wahlakt nahm fast drei Stunden in Anspruch und ließ nur no< für die Erlédigung einiger kleiner Vorlagen Zeit. Alle übrigen Gegenstände, unter denen der Bericht des vorberatenden Ausschusses über die Vorlage, betreffend die Einführung der Pflichtfortbildungsshule, der wichtigste war, mußten von der Tagesordnung abgeseßt werden.

Das Fürsorgestellenwesen nah dem Muster der belgish- franzöfishen Dispensaires antituberculeux gewinnt in Deutschland immer mehr an Ausdehnung. Schon länger besteht eine Fürsorge für Tuberkulose in Charlottenburg, die dort der Vaterländische Frauen- verein ins Leben gerufen hat. Sodann hat gleichfalls {hon vor einiger Zeit der Volksheilstättenverein vom Roten Kreuz die Familienfürsorge, die er für die Pfleglinge der Lungenheilstätte am Graborwsee unterbirE zu einer Fürsorgestelle ausgestaltet. Die Beobachtungen und Erfahrungen von Teilnehmern der Studienreise, die im September 1903 das deutsche Zentralkomitee für die Errichtung von Heilstätten für Lungen- kranke veranstaltete, waren die Veranlassung, daß zwei ärztliche Fürsorgestellen in Berlin ins Leben gerufen wurden, eine in der Charité in Verbindung mit der ersten medizinis<hen Charité. poliklinik und eine ¿weite vom Verein der freigewählten Kassenärzte, die als Grundsaß aufgestellt hat, daß die medizinishe Be- handlung der Kranken ni<ht zu den Aufgaben der Für- \sorgestelle gehört, sondern Sache der Aerzte ist. Von der- felben Grundanshauung ausgehend, hat jeßt der Kaufmännische Verband für weibliche Angestellte eine Fürsorgespre<stunde in seiner Geschäftsftelle, Seydelstraße 25, eingerihtet. Die Verbands- eus teilt den Mitgliedern mit: „In der Fürforgespre{hstunde soll den Mitgliedern des Verbandes au< wenn fie ni<ht Mitglieder der Krankenkasse des Verbandes find Nat erteilt werden bei der Wahl von Erholungspläßen, Badeorten usw. ; fie sollen Weisung erhalten zur Erlangung von Ermäßigungen und Freistellen in Badeorten, Genesungsheimen, Heilstätten, zur Erlangung von Invalidenrenten usw. Aerztliße Untersu<hung und Be- handlung findet ni<ht statt; vielmehr s\ollen die kranken Mitglieder si< vorher an einen Arzt der Krankenkasse wenden.“ Leiter dieser neuen Fürsorgestelle ist Dr. med. Jutrosinski. Seit kurzem ift ferner eine Fürsorgestelle für Tuberkulose in Schöneberg in Be- trieb. Vorbereitet wird vom Berlin-Brandenburger Heilstättenverein die Errichtung einer Fürsorgestelle für die aus der Heilstätte Belzi Entlassenen. Auch in Dresden geht man städtischerseits ernfilid an die Einrichtung derartiger Auskunfts- und Fürsorgestellen für Lungenkranke.

Thomas Mann liest am dritten Vortrags8abend des Ver- eins für Kunst, der am 30. d. M., Abends 8 Uhr, im Kün stler- hause Bellevuestraße) stattfindet, außer dem Kunstgespräh aus „Tonio Kröger“ no<h verschiedene ungedru>te Arbeiten vor. Karten und Programmhefte sind in der Amelangschen Kunsthandlung (Kant- straße 164), in den Buchhandlungen von Amelang (Potsdamer Straße 126), Lazarus (Friedrichstraße 66) sowie im Warenhaus Wert-

heim erhältli<h.

In den Anstalten zu Bethel bei Bielefeld wurden während des leßten Jahres beherbergt und gepflegt 2073 Epileptische, 283 eisteskranke, 1309 andere an inneren und äußeren Krankheiten Leidende, darunter sehr viele elende, vers waislé Kinder, 15921 QHDeimatlose von der Landflraße; die m den Kolonnen D. Unnalt dauernde AUf- nahme finden, 195 verirrte jugendliche Zöglinge, im ganzen 5381 Pfleglinge. Diese gehören meist der Klasse der Unheilbaren an und finden sich denn au<h größtenteils unter den mehr als 100 Weih- nachtsbäumen ein, die in der Anstalt für fie aufgestellt werden. Es ist eine große Schar dankbarer Weihnachtsgäste, die mit inniger Freude des reihen Maßes treuer Liebe gedenkt, das ihr bisher aus dem ganzen deutshen Vaterlande, dem sie angehört, zuteil geworden it, und in der Stille au<h zur kommenden Weihnacht auf gleihe Barmherzig- keit hofft. Um ihnen, wie früher, eine Weihnachtsfreude bereiten zu können, wird jede, selbst die kleinste Gabe (au< in Naturalien) mit Dank entgegengenommen. Sendungen sind an Herrn Pfarrer F. von Bodelschwingh in Bethel bei Bielefeld zu richten.

München, 17. November. (W. T. B.) Der D-Zug 21 München—Berlin fuhr, wie die Blätter melden, in der ver- gangenen Naht auf der Station Wiesau auf einen rangterenden Güterzug. Mehrere Güterwagen wurden ni<t unbedeutend be- schädigt; Personen sind nicht verlegt. Der Schnellzug hatte eine zweistündige Verspätung.

Barcelona, 18. November. (W. T. B.) In der Bürger - meisterei erxplodierte gestern eine Bombe. Zwei Personen brachten gegen 6 Uhr Abends dem Pförtner cinen Korb, den sie ge- funden haben wollten. Als der Pförtner Nauh aus dem Korb auf- steigen sah, warf er ihn fort, wodur die Explosion herbeigeführt wurde. Elf Menschen sind verleßt worden, darunter neun |<wer.

Toronto, 18. November. (W. T. B.) Nach einer Meldung des „Reutershen Bureaus" ftieß ein Zug der Grand Trunk- Bahn mit einem Straßenbahnwagen zusammen. Neun Per- fonen wurden getöôtet und neun verleßt.

Wetterbericht vom18 November 1904, 8Uhr Vormittagz,

Witterungs, verlauf der letzten 24 Stunden

Wind- rihtung, Wind- stärke

Name der Beobachtungs- station

Celsius Niederschlag in

K O | | | | Ï | | o|ololololo|a|a|a]a]|u]s]o OIC|=oO È 24 Stunden

Barometerstand auf Meeresniveau und Temperatur in

Schwerein 45° Breite

meist bewölkt NRegens\chauer meist bewsölkt meist bewölff

SW - 3\Dunst NW “*Ibede>t WSW 4 Nebel WSW 3s vede>t

SW dh|bede>t SW sbeded>t WSW ö|Regen WNW 1 bede>t

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Borkum Keitum Hamburg . . Swinemünde

Nügenwalder- münde . . | 764,6

Neufahrwasser| 763,5 Memel 1 760,2 Aachen . TD2 Hannober . . | 771,1 [W 2\beded>t Berlin . . . | 769,1 |W 2\bede>t Chemniy . . | 773,2 |WSW2 Nebel Breslau . . | 770,4 [Windft. [Nebel Bromberg 767,0 |[SW 2lbede>t M 84D 2Nebel Frankfurt, M. | 773,0 |N 2\Nebel Karlsruhe, B. | 773,0 \NW 2|bede>t München . | 772,3 |/SW 3\Nebel

W 2\bede>t WSW2\Nebel SSO 2bede>t NNO 1 wolkig SW heiter SW 1\wolkig SW 2s[bede>t ODSOD 3hheiter 773,1 |D 2 halb bed.

772,5 [WSW 3 bede>t Paris, ¿| (73/5 N 2|Nebel Vlissingen 772,9 |SW 2\Dunst Aer L L S 1|Dunst 9 fi

769,5 772,8 768,9 766,1

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meist bewölkt ziemlich heiter anhalt. Nieders, meist bewölkt meist bewöltt meist bewölft meist bewölf vorwiegend heiter meist bewölt ziemlich beiter vorwiegend heiter vorwiegend heiter vorwiegend heiter (Wilhelmshay,) meist bewölkt (Kiel) meist bewölkt (Wustrow i. M.) meist bewölkt Königsbg., Pr, B Si (Cassel) _— |vorwiegend heiter (Magdeburg) meist bewölkt (GrünbergSgchl,) ziemli beiter (Mülhaus., Els,) 0 [vorwiegend heiter (Friedrichshbaf,) vorwiegend beiter (Bamberg)

Nachts Niederl.

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Stornoway . Malin Head Valentia Scilly . Aberdeen Shields Holyhead Isle d'Aix St. Mathieu Grisnez

767,95

770,3 10,6

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773,7 10,0

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7,6

7,0 —0,3 6,7 9,6 3,2 6,2

77 92 08 9,2 __50 5,0 7,6 6,2

Bodoe . 747,4 |SW bede>t Christiansund | 758,4 [W Regen Skudenes . . | 764,5 NW 4bede>t Skagen . . | 761,8 |WNW 6 |bede>t Vestervig . . | 764,9 |[WNW 2 bededt Kopenhagen . | 764,2 W s Nebel Karlstad . . | 758,5 |Windst. \wolkenl. Stockholm . | 756,5 W wolkig |2 Wisby . . . | 757,9 NW <4heiter | Hernösand | 753,0 |W 2'heiter Haparanda | 743,8 [W 2 wolkig 2,1 Riga . . - | 759,1 SW 1[bede>t | —1,0 Wilna . . . | 764,9 \/(SW 2hbede>t | —6,2 Pinek 770,1 |W 1hbede>t | —8,7

Petersburg . | 751,1 |SSW 2 Regen | 2,0 D... Co Le T4 Prag . | 771,7 |WSW 1 Nebel 2,0 Nom 768,1 |N 3\wolkenl. 2,4 Florenz . . | 759,3 |S 2\wolkent.| —0,6 Cagliari . 768,4 |NNW 4wolkenl. 6,0 Cherbourg . | 773,9 |N 3 bede>t 10,2 Clermont . . | 774,2 |[NW l1heiter | —5,7 Biarriß--. . | 770,8 |O 3\wolkenl.| 5,4 Nijä. 17689 |D - 2heiter 3,8 Krakau . . . | 772,8 |S 1\wolkig | —8,0 Lemberg . | 772,0 |WSW 1 bede>t | —7,1 Hermanstadt | 768,2 |[W 1\wolkig | —5,3 Triest . 767,5 |Windst. heiter | 4,6 Brindifi . . | 764,3 |[WNW 3 bede>t 7,4 Livorno 768,3 |NO 4 wolkenl. 3,6 Belgrad . . | 768,5 NW 2Schnee | —4,8 Helsingfors . | 751,9 |[W 3\wolkenl. 31 Kuopio. _. | 7465 (SW 1 bede>t | 2,8 Zürh .. | 773,1 (S0 1|Nebel | —1,2 Genf 772,5 |S 1/heiter | —2,8 Lugano . . . | 768,5 |NW l1wolkenl.| 1,0 Säntis . . . | 567,2 /NO 6\wolkig | —3,1 Wik . | 766,5 |SW 1 wolkig 7,8 Warschau . . | Portland Bill 4,4

774,1 ¡N

F | |o|o|o|e|o|e]e|-|o|tolelo|o|o]e]aala]o]o]o]s|a]o+<|a]]a]d] id] ile] 1|a]d]s O

T

Ein Maximum von über 772 mm liegt über Südwestdeutsch- land, ein Minimum von unter 744 mm über Lappland. Jn Deutsch-

land ist das Wetter ruhig, vielfa neblig, sonst tro>en, im Norden mild, im Süden kalt. Fortdauer wahrscheinli. Deutsche Seewarte.

Mitteilungen des Aëronautishen Observatcriums des Königlicßen Meteorologishen Instituts, veröffentlißt vom Berliner Wetterbureau.

Drachenaufstieg vom 18. November 1904, 84—9 Uhr Vormittags:

Station Seehöhe .| 40 m [200 m | 500m |1000m | A Temperatur (C L |

46 10) 8 1 81 | Rel. Fchtgk. (0/0) | 91 90 93 92 Wind-Nichtung .| W |WNW|WNW |WNW Geschw. mps 4 10 10 ab-

| nehmend

Wolkende>e zwischen 200 und 900 m Höhe. Bei 300 m Höhe Temperaturzunahme von 3,1 bis 4,5, bei 900 m Temperaturzunahme von 3,7 bis 5,1 °, Jn den Wolken Wirbel.

zum Deutschen Reichsanzeiger und K

M 282.

. Untersuchungsfachen.

* Ünfall- und Invaliditäts- 2c. Versicherung. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 5». Verlosung 2c. von Wertpapieren.

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Aufgebote, Verlust- und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

Dritte Beilage

Berlin, Freitag, den 18. November

———

| Öffentlicher Anzeiger.

óniglih Preußishen Staatsanzeiger.

1904.

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Kommanditgesellshaften auf Aktien und Aktiengefellsch. Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften. . Niederlassung 2c. von Rechtsanwälten. . Bankauswei|e. . Verschiedene Bekanntmachungen.

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1) Untersuhungssahen. |!

0 Steckbrief. A den unten beschriebenen Matrosen der- Reserve Karl Emil Jakob Bielenberg, geb. 24. Jult 1881 zu Glü>ftadt, aus dem Landwehr- bezirk 1 Altona, welcher fih verborgen hält, ist die Untersuhungshaft wegen Achtungsverlezung und Be- harrens im Ungehorsam 2c. verhängt. Es wird er- sucht, ihn zu verhaften und in die Militärarrest- anstalt in Altona oder an die nächste Militärbehörde zum Weitertransport na< Altona abzuliefern. Be- \{reibung : Alter: 23 Jahre, Größe: 1 m 73,5 cm, Statur: \{lank, Haare: blond, Augen: braun, Nase: gewöhnli<h, Mund: gewohnlih, Bart: keinen, Gesicht: oral, Zähne: vollständig, Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: Anker mit Matrosenkopf auf dem linken Unterarm, deutsh-amerikanische Flagge mit Matrofenkopf u. 0. B. auf dem reten Unterarm. Flensburg, den 12. November 1904. Königliches ‘Gericht der 18. Divifion.

108 Pa \ inter dem Steinarbeiter Gustav Neumann

us Striegau unterm 16. Oktober 1903 erlafsene Ste>brief ito hiermit erneuert. D 141/96. Striegau, dea 5. November 1904. Königliches Amtsgericht. 61161 SteÆbriefserledigung. [ Der s den Reservisten Adolf Cafsens wegen Ungehorsams gegen einen Befehl in Dienstsachen unter dem 23. August 1904 erlassene Ste>brief ist rledigt. h Sáunover; den 15. November 1904, Gericht der 19. Division. Der Gerichtsherr: von Lölhöffel, Generalleutnant und Divisionskommandeur.

61159 S f In H Untersuhhungssahe gegen den Füsilier Martin Emil Hoefer der 2. Kompagnie Nieder- rbeinishen Füsilierregiments Nr. 39, wegen Fahnen- fluht, wird auf Grund der $$ 69 ff. des Militär- \trafgesebu<s sowie der $$ 356, 360 der Militär- strafgeri{tsordnung der Beschuldigte hicrdur< für fahnenflüchtig erklärt.

Düsseldorf, den 15. November 1904.

Königliches Gericht der 14. Divifion.

61163 Fahnenufluchtserklärung.

l In a Untersuchungssache gegen den Nekruten Adolf Kahl aus dem Landwehrbezirk Frankfurt a. M., wegen Fahnenfluht, wird auf Grund der S8 69 ff. des Militärstrafgeseßbuhs sowie der 396, 360 der Militärstrafgerihtsordnung der Beschuldigte hier- dur für fahnenflüchtig erklärt.

Fraukfurt a. M., den 14. November 1904.

Gericht der 21. Division. Der Gerichtsherr : Engel, von Kettler. Kriegsgerichtsrat. 160546] Fahnenfluchtserklärung.

In der Üntersuhungsfahe gegen den Rekruten Jgnaß Michalak aus dem Landwehrbezirk Kosten, geboren am 27. Januar 1883 zu Mnichowo (Hufen) Kreis Gnesen, wegen Fahnenflu<ht, wird auf Grund der 8 69 ff. des Militärstrafgeseßbuhs sowie der $8$ 356, 360 der Militärstrafgerihtsordnung der Be- \uldkgte hierdur< für fahnenflüchtig erklärt.

Poseu, den 12. November 1904.

Gezicht der 10. Division.

{61168] ; Pos. 58 300 in Nr, 263 muß es Feldart -Regi-

ment 23 heißen. e Gericht 33. Divtfion.

[61162] S Die gegen den Musketier Friedrih Müller der 4. Kompagnie 2. Nessauischen Infanterieregiments Nr. $88 am 17. Mai 1904 erlassene Fahnenflucht2-

erklärung wird hiermit aufgehoben. Fraufkfurt a. M., ten 15. November 1904.

Gericht d:æe 21. Division. Der Gerichtsherr : von Kettler.

[61166] Verfügung.

In der Untersuchungsfache gegen den Rekruten Hans Mathias Rück aus dem Landwehrbezirk 11 Mülhausen i. E. wegen Fahnenflu<ht wärd die in Nr. 47 pro 1902 des Deutschen Reichsanzeigers ver- öffentlihte Beschlagnahmeverfügung wieder auf- gehoben, da die Gründe derselben weggefallen sind.

Freiburg i. B., den 12. November 1904.

Königliches Gericht der 29. Divifion.

[61164 Beschluß.

Si ai 27. April 1903 gegen den Rekruten Viktor Ringeubach aus dem Landwehrbezirk II Mülhausen i. Els. erlassene Fahnenfluhtserklärung wird gemäß $ 362 M.-Str.-G.-O. aufgehoben.

Freiburg i. B., den 12. November 1904.

Königliches Gericht der 293. Division.

{61165] Verfügung. : In der Untersuchangs\sache gegen den Musketier Wilhelm Hirschmann der 7. Komp. Inf.-Regts. Nr. 112, wegen Fahnenfluht, wird die in Nr. 198 pro 1904 des Deutschen Reichsanzeigers veröffent- lihte Fahnenfluchtéerklärung wieder aufgehoben, da die Gründe derselben weggefallen sind. Freiburg i. B., den 12. November 1904. Königliches Gericht der 29. Division. [61158 Verfügung. Die Z egen den Pionier Karl Erhardt der 1. Komp. ionierbataillons Nr. 8 am 30. Junt 1902 er- assene Fahnenfluchtserklärung wird aufgehoben. Veröffentliht im Deutshen Reichs- und Dr: Staatsanzeiger am 2. Juli 1902 Nr. 153 (30071

der 6. fahr. Batt. Feldartillerieregiments Nr. 15 dur< das unterzeihnete Geriht am 9. November 1904 erlassene Fahnenfluchtserklärung wird hierdur< aufgehoben, da der Genannte zu seinem Truppenteil zurückgekehrt ist.

[59909]

den früheren Musketier Wilhelm Richstein der 2. Komp. Inf.-Regts. Nr. 69 zur Zeit ohne be- fannten Aufenthalt erlassenen Anklazeverfügungen vom 3. Mai, 17. Juni und 19. Juni 1904 werden in Gemäßheit des $ 272 M.-St.-G.-O. hierdur<

61167 Verfügung. Die “eiber den Kanonier Hans Wilhelm Bethge

Straf;burg, den 15. November 1904. Gericht 30. Division.

Bekanntmachung, Die seitens des Gerichts der 16. Division gegen

zurü>genommen. Trier, 10. November 1904. Gericht der 16. Division. Der Gerichtsherr : von Collani, Generalleutnant und Divisionskommandeur.

[61156] Beschluß. j

Die Bes(lagnahme über das Vermögen des Bootsmannsmaaten Theodor Koch der 1. Komp. 11. Matrosendivision wird gemäß $ 362 M.-St.- G.-O. hiermit aufgehoben, da die dem Beschlag- nahmebes{luß vom 20. November 1903 zu Grunde liegenden Vorausseßungen weggefallen find Wilhelmshaven, den 12. November 1904. Kaiserliches Gericht der 11. Marineinspektiion. 61157 Beschluß. : |

l Die Bes@laazabme über das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen des Matrosen Hermann Rudolf Marquard, S. M. S „Amazone*, bezw. 1. Kom- pagnie 11. M.-D., geboren am 20. Dezember 1878 zu Grunau, wird gemäß $ 362 M.-St.-G.-O. hier- mit aufzehoten, da |< kein nahweisbares Vermögen des Beschuldigten Marquard im Deutschen Reiche befindet.

Wilhelmshaven, den 14. November 1904. Kaiserliches Gericht der 11. Marineinspektion.

ain:

9) Aufgebote, Verlusi-u. Fund- sachen, Zustellungen u. dergl.

[60965] Zwaugsversteigerunn Zum Zwe>e der Aufhebung der Gemeinschaft, die in Ansehung des in Berlin, Skalißerstr. Nr. 120, belegenen, im Grundbuhe von der Louisenstadt Band 34 Nr. 1750 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermercks auf den Namen des Tischler- meisters Carl Friedri Fabian eingetragenen Grundstü> mit ‘den Bestandteilen: a. Vorderwohnhaus mit Hof, b. Seitenwohngebäude links, besteht, soll dieses Grund- stü> am 3. März 1885, Vormittags 10 Uhr, dur< das unterzeihnete Gericht, Neue Friedrich- straße Nr. 12/15, Zimmer Nr. 113/115, Ill. Sto>- werk, versteigert werden. Das Grundftü> ist in der Grundsteuermutterrolle ni<ht na<gewiefen, dagegen nah Nr. 10935 der Gebäudesteuerrolle bei einem jährlißen Nutungswert von 6100 A mit einem Jahresbetrag von 235,20 4 zur Gebäudesteuer ver- anlagt. Der Versteigerungsvermerk ist am 4. Oktober 1904 in das Grundbuch eingetragen. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Ein- tragung des Versteigerung8vermerkes aus dem Grund- Bud nicht ersihtlih waren, spätestens im Versteige- rungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten axzumelden und, wenn der Antragsteller wider- spricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots niht berüsichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses den übrigen Rechten nachgeseßt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Ver- fahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes trêtt. 85. K 91. 04. Berlin C. 2, Jüdenstr. 60, den 4. November 1904.

Königliches Amtsgericht 1. Abteilung 85.

[60966] Zwangsverfteigeruug. i Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das in Berlin, Coloniestraße 73, belegene, im Grundbuche von den Umgebungen im Kreise Niederbarnim Band 134 Blatt Nr. 4987 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Fuhr- herrn Willi Groepler und dessen Chefrau, Katharina geb. Peiler, verwitweten Gläsmer, zu Berlin, einge- tragene Gartengrundstü> in einem neuen Termine am 23. Januar 1905, Vormittags 10 Uhr, dur< das unterzeihnete Gericht, Jüdenstraße 60, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 8, versteigert werden. Das 9 a 12 qm große Grundstü> is als Par- zelle 2220/260 usw. von Kartenblatt 24 unter Artikel- nummer 23 363 der Grundfsteuermutterrolle nach- gewiesen und bei einem Reinertrag von 2,13 4 zu 21 S Grundsteuer veranlagt. Der T ertnge, vermerk ift am 20. Juli 1904 in das Grundbuch ein- getragen. | Berlin, den 8. November 1904. Königliches Amtsgericht T. Abteilung 87.

[60967] Zwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das in Berlin, Liebenwalderstraße 40, belegene, im Grund- buhe von den Umgebungen Berlins im Kreise Niederbarnim Bd. 25 Bl. Nr. 1312 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen des Bauunternehmers Hermann Günther zu

Dee Krieg8gerichtsrat.

haus re<ts, Remise re<ts, Stallgebäude re<ts mit Abtrittsanbau, Remise quer, Remise links, Stall- gebäude links, am 9. Januar 1905, Vormittags

10 Uhr, dur das unterzeichnete Gericht, Jüden- straße 60, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 8, versteigert werden. Das 12 a d1 qm große Grundstü>, ent- haltend die Parzelle 364/43 und 365/43 von Karten- blatt 22, hat in der Grundsteuermutterrolle die Artikelnummer 3693, in der Gebäudesteuerrolle die Nr. 23 309 und ist mit 4040 A Nußtzungswert zu 123,60 M Gebäudesteuer veranlagt. Der Versteige- rungsvermerk ist am 28. Oktober 1904 in das Grund- buch eingetragen. Berlin, den 10. November 1904. 4 Königliches Amtsgericht T. _ Abteilung 87.

[60968] Zwangsverfteigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das in Berlin, Lychenerstr. 133, belegene, im Grundbuche von den Nieders<önhausener Parzellen Band 20 Bl. 740 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs8- vermerks auf den Namen der offenen Handels8gesell- haft Deutsche Hutfabrik Berlin, Borgmann & Scierjott eingetragene Grundstü, bestehend aus Borderwohngebäude mit re<tem und linkem Seiten- flügel und Hof, in einem neuen Termin am D. Fe- bruar 1905, Vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Geriht, Neue Friedrihstraße 12/15, 3. Sto>werk (111), Zimmer 113/115, versteigert werden. Das 6 a 87 qm große Grundstü>k Karten- blatt 31 Parzelle 905/12 hat in der Grundsteuer- mutterrolle die Artikelnummer 17 489, in ‘der Ge- bäudesteuerrolle die Nr. 32835 und ist mit einem jährlihen Nuzungswert von 10200 f ju 408 M Gebäudesteuer veranlagt. Der Versteigerungsvermerk ist am 27. April 1904 in das Grundbuch eingetragen. Berlin, den 11. November 1904.

Königliches Amt8geriht T. Abteilung 87.

[80946] i: ; Im Wege der Zwangsvollstre>ung sollen die in den Gemartungen Grottkau, Leuppus<h und Zülzhoff belegenen, im Grundbuche von Grottfauer Aeder Blatt 392 und Leuppush Blatt 16 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes _auf den Namen der Eheleute Stellenbesiger Franz Scholz 11. und Marie Scholz, geb. Nowarra, in Leuppus< ein- getragenen Grundstüke von einer Gesamtgröße von 3 ha 82 a 80 qm mit cinem Reinertrage von 39,91 Talecn und einem Nußungswerte von 834 M. am 23. Januar 1905, Vormittags 94 Uhr, dur das unterzeihnete Gericht, an der Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 1, versteigert werden. Der Verstecige- rungsbermerk is am 19. ODftober 1904 în das Grundbuch eingetragen. Grottfau, den 2. November 1904. Königliches Amtsgericht.

[61241] Aufgebot. Der Arzt Dr. med. Emil Zurhelle zu Aachen hat das Aufgebot der angebli<h abhanden gekommenen Aktien nen 462 und 980 der Vereinigungs- gesellshaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier zu Kohlscheid, lautend über je 1200 4, beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 6. Juni 1905, Vor- mittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht in Aachen, Augustastraße Nr. $9, 111. Etage, Zimmer 26, anberaumten Aufgebotstermine feine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden er- folgen wird. Aachen, den 12. November 1904. Königliches Amtsgericht.

[60353] Ausfgevot. R Der Königliche Schichtmeister Constantin Matthes in Dorotheendorf, als Pfleger des geisteskranken Schichtmeisters Emil Nischke aus Zaborze A, hat das Aufgebot der angeblich verloren gegangenen, auf den Inhaber lautenden Aktie Nr. 0537 der Ober- \<lesishen Chamottefabrik früher Arbeitsstätte Didier Alktiengesellshaft in Gleiwiß über 1000 4 beantragt. Der Inhaber der Aktie wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 21. Juni 1905, Mittags 1S Uhr, vor dem unterzeichneten Ge- rihte, Zimmer Nr. 28, anberaumten Aufgebots- termine jeine Rechte anzumelden und die Aktie vor- zulegen, widrigenfalls deren Kraftloserklärung er- folgen und damit au< der Anspruh aus den no< nicht fälligen Gewinnanteilsheinen auf den Inhaber und aus dem zu der Aktie gehörigen Erneuecungs- scheine erlöschen wird.

Gleichzeitig wird gemäß $ 1019 Z.-P.-O. der Ausstellerin, der OberschlesisWen Chamottefabrik früher Arbeitsstätte Didier Aftiengesells<haft in Gleiwitz, verboten, an den Jnhaber der genannten Aktie eine Leistung zu bewirken, insbesondere neue Dividendenscheine oder einen Erneuerungsschein aus- zugeben. Das Verbot findet auf den Antragsteller, Constantin Matthes, keine Anwendung.

Gleiwitz, den 10. November 1904.

Königliches Amtsgericht.

[59397] Aufgebot. : 9

Nachdem glaubhaft gemaht worden ift, daß die Aktien Nr. 412—421 einshließli< der Aktiengesell- {haft der Schlossershen Liegenshaft in Offenbach a. M. über je 100 Fl., ausgestellt auf den Namen F, I. Schramm dahier, in Verlust geraten sind, wird auf Antrag der Testamentsvollstre>er des Nach- lasses der Johann Jakob Schramm Wwe. zu Bürgel der Inhaber der vorgenannten Aktien aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin Dienstag, deu 11. Juli 1905, Vorm. 9 Uhr, Saal 12, seine Rechte bei dem unterzeihneten Gericht anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Aktien erfolgen wird.

10.

[60924]

[52715]

Aufgebot. A Die von uns auf das Leben des Shmiedes Herrn

Heinri<h Beckex in Reklinghausen, früher in Bram- bauer, unter dem 11. September 1903 ausgefertigte Police Nr. 253348 über #6 3000 ist demselben abhanden gekommen. Der _ ; Police wird hiermit aufgefordert, sich bis zum 5. Jaruar 1905 bei uns zu melden, widrigenfalls die Police für kraftlos erflärt und Herrn Beer eine neve Ausfertigung erteilt wird.

Der jeßige Inhaber obiger

Berlin, den 14. November 1904. Victoria zu Berliu

Allgemeine Versficheruags-Actien-Gesellschaft.

O. Gerstenberg, Generaldirektor.

uns ausgefertigte Versicherungsschein

Der von

Nr. 132 210, ausgestellt am 24. April 1201 auf das Leben des Herrn Julius Goldberger, Bureauchefs in Wien, ist uns als verloren angezeigt worden. Sn Gemäßheit von $ 15 der Allgemeinen Versicherungs8- bedingungen unseres Statuts machen wir dies hier- mit unter der Bedeutung bekannt, daß wir den obigen Schein für kraftlos erklären und an deffen Stelle ein Duplikat ausstellen werden, wenn \i< innerhalb dreier Monate, vom untengescßten Tage ab, ein Inhaber dieses Scheines bei uns nicht melden sollte.

Leipzig, den 18. Oktober 1904. S Lebensversicherungs-Gesellschaft zu Leipzig. Dr. Walther. Riedel. [60926] Aufgebotsverfahren. Nr. 11 578. Die Herren Rechtsanwälte Weil und Kassewiß in Freiburg haben als Vertreter des Agenten Simon Strauß daselbst das Aufgebot zwe>s Kraftloserklärung eines von Karl Merkt in Breisah ausgestellten, von Karl Häspele daselbst afzeptierten und dur Blankoindossament auf Simon Strauß übertragenen Wechsels vom 20. April 1904, lautend auf die Summe von 400 #, fällig am 20. „Juli 1904, beantragt. Aufgebotstermin ist be- stimmt auf Montag, den 3. Juli 1905, Vor- mittags 11} Uhr. Der Inhaber des Wechsels wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin seine Nehte bei dem Gericht anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des\elben erfolgen wird. Breisach, den 10. November 1904. Der Gerichtsschreiber Gr. Amtsgerichts : Birkenmeyer. [60925] Uufgebot. Nr. 9767. Der Credit Anversois in Antwerpen, vertreten dur< Direktor Gustav Snoe> daselbst, dieser vertreten dur< Rechtsanwalt Dr. Reis in Mannheim, hat das Aufgebot des im Wortlaut nachfolgenden Wechsels beantragt : Vorderseite: Anvers le 29 Septembre 1904. B P P 400 Au dix neuf Novembre pr. payez par cette Seconde de Change, la première ne létant, A l’orare de nous-mêmes, la s0mme Quatre Mille Sept Cent Trente Cinq Reichsmark Valeur en nous-mêmes que Ppasserez en compte suivant avis de Comptoir Commercial Anversois Société Anonyme Signature Messieurs Gebr. Zimmern & Co. Mannheim. Payable à la Reichsbankhauptstelle Mannheim. Weiter ist auf der Vorderseite no< folgender Vermerk : Comptoir Commercial Anversois Ancienne Maison J. Wégimont. Société Anonyme Anvers. Angenommen: Gebr. Zimmern & Co., Mannheim. Nückseite: Payez à l’ordre du Crédit Anversois. Valeur en compte. Anvers le 3 Octobre 1904, Comptoir Commercial Anversois Société Anonyme signature, Der Inhaber des Wechsels wird aufgefordert, spätestens in dem auf Mittwoch, den 7. Juni 1905, Vormittags 1k Uher, vor dem unter- zeihneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Wechsels er- folgen wird. Mannheim, 14. November 1904. i Der Gerichts\hreiber Gr. Amtsgerichts, 11: Steffen.

[60929] : I. Zum Zwe>e des Ausschlusses der auf den Grund- buchblättern der ihnen gehörigen Grundstü>e ein- getragenen Gläubiger haben das Aufgebot beantragt : a. der Bâker, jeyt Fabrikarbeiter, Heinri Her- mann Osterhaus in Wüllen, vertreten dur Justizrat Brandis in Ahaus bezgl. der Grundbuch von Wüllen Band 8 Blatt 12 Abt. IlI 1) sub 1 eingetragenen Abfindung von 92 Talern 16 Gr. aus der Schihtung vom 8. April 1826 für die Geschwister Adelheid, Franziska, Heinri<h und Johann OÖsfterhaus Wüllen, eingetragen auf die Grund- stüde Nr. 1, 2, 3, 5 ad decr. vom 24. Mai 1859, 2) des sub 2 eingetragenen Darlehns von 270 Talern nebst 4 9/0 Zinsen aus der Urkunde vom 27. September 1833 für die Geschwister Adelheid, Franziska, Heinrich und Johann Osterhaus in Wüllen ad decr. vom I O 1859 eingetragen auf die ruadstüd>e 1, 2, 3, 4, I des Kötters Johann Theodor Heinri<h Wenker, Kspl. Epe, vertreten durh Justizrat Driever in Ahaus bezgl. des Grundbu} von Cpe Band 13 Blatt 27

Offenbach a. M., 8. November 1904.

Kobleuz, den 14. November 1904, hommandanturgericht Koblenz.

Berlin eingetragene Grundstü, bestehend aus Vorders- wohnhaus mit re<tem Seitenflügel und Hof, Wohn-

Großherzogliches Amtsgericht.

Abt. 111 Nr. 8 auf die Grundstü>e 1—18 inkl. ein- getragenen Darlehns von 49 Talern 15 Silbergr.