1904 / 273 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten

„Nachrichten für Handel und Industrie“)

Hochofenbetrieb am 1. Oktober, Lage des Eisenmarktes im Oktober in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Im September 1904 ist in den Hochofenwerken der Vereinigten Staaten von Amerika die erwartet Steigerung der Tätigkeit ein- etreten. Allerdings beschränkte diese fich im allgemeinen ‘auf die

ochsfen der Stahlwerke, welhe im September 936 494 Tons Noh- eisen erzeugten gegenüber 747 570 Tons im August, während die für den Verkauf arbeitenden Koks und Anthrazit verwendenden Oefen nur 416 183 Tons anstatt 420 102 Tons herstellten. Jm ganzen stellte sih die Nohbeisenproduktion aller Koks- und Anthrazit-Hochöfen im September 1904 auf 1 352 677 Tons gegen 1 167 672 Tons im August, 1 557 267 Tons im April 1904, 1553 717 Tons im Sep- tember, 1571 126 Tons im August und 1 713 614 Tons im Mai 1903. Im Jahre 1903 war der Mai, im laufenden Jahre bisher der April der Monat mit der größten Roheisengewinnung.

Die Leistungsfähigkeit der im Betriebe befindlihen Koks und

und Anthrazit verwendenden Hochöfen war zu Anfang Oktober 1904 nicht unerhevlich größer als am 1. September; denn sie erreichte im Vergleich mit verschiedenen früheren Monaten folgende Höhe :

wöchentl. wödchentl. Leistungs- Leistungs- fähigkeit fähigkeit Tons Tons . 309 946 ¿»0009142 . 291 593 | 1. September 1903 . 360 197 . August 1904 . 246 097 SUNT 1909 . 388 178 at 1904 . 3683 244 | 1, KOES 1903, 389/839 . Januar 1904 . . 185 636 ezember 1903 . . 244 156.

Die Leistungsfähigkeit erreihte im Jahre 1904 bisher den niedrigsten Stand am 1. Januar, den höchsten am 1. Mai, im Jahre 1903 den nen T en am 1. Dezember, den höchsten am 1. Juni.

8 waren am 1. Oktober 1904 insgesamt 191 mit Koks und Anthrazit arbeitende Hochöfen im Betriebe gegen 182 am 1.-September, die Zahl ter ausgeblasenen Hochöfen dieser Art betrug an den beiden Tagen 170 und 179. 5

Die Roheisengewinnung der Holzkohlen verwendenden Hochöfen, die sih im ersten Halbjahr monatlich auf 35500 Tons ftellte, ist für die leßten Monate noch nit bekannt gegeben worden. Die Erzeugung der Anthrazit und Koks gebrauchenden Oefen belief fich für die ersten drei Viertel des Jahres 1904 auf rund 11,6 Millionen Tons, 1903 auf 12,6 Millionen Tons, also für den Monat im Durchschnitt 1904 auf 1,3 Millionen, 1903 auf 1,4 Millionen Tons.

Die Vorrâte der für den Verkauf arbeitenden Hochöfen erfuhren im September 1904 eine wesentlihe Abnahme, wie aus folgenden

Zahlen zu ersehen ift : Vorräte in Tons

Hochöfen des 1. August 1. September 1. Oktober Ostens. 104 086 104 270 96 397

Zentrums und Nord- westens. 312 873 295 510 269 047 Südens 243 225 253 381 231 021 190 003 Summe . . 620 844 6703400 630 80L 555 447.

Bei der eingeshränkten Tätigkeit dieser Hochöfen ist die Ab- nahme ihrer Vorrâte niht zu verwundern, da die gesteigerte Pro- Pbliege S auf eine Zunahme der Nachfrage

ießen ließ.

Ves der Statistik der Hochöfen war also zu Anfang Oktober \chon eine Aufbesserung der Lage des Eisenmarktes zu erkennen. Wenn der Verbrauch auch nur die Höhe vom Ende September beibehielt, war eine weitere Abnahme der unverkauften Roheisenvorräte dennoch ¡u erwarten. Nah den Meldungen aus den großen Eisenhandels- pläten gestalteten sih aber die Aussichten {hon vor der Mitte des Monats noch günstiger, und es war allgemein vón einem Wieder- erwachen der Kauflust die Rede. Alle Preise zeigten erhöhte Festig- keit, einige sogar eine langsame Steigerung, begleitet von größerer Neigung zu Käufen mit längerer Lieferungsfrist. Die Hochöfen des Südens forderten einmütig etwas erhöhte lee und vermochten zu solhen auch einige gFbere Geschäfte abzuschließen. RN Gießeret- roheisen aus dem Norden trat weder im Mittelwesten, noch im Westen, noch am atlantischen Ozean eine tatsählihe Preisänderung ein; aber auch hierin war die Preislage entschieden fester. Im Markt für fertiges Eifen und Stahl kamen noch keine größeren Abschlüsse zustande, aber es zeigte sich ein lebhafteres Interesse, und kleine Bestellungen liefen in erheblicher Zahl ein. Auch im Ausfuhrhandel steigerte sih die Tätigkeit.

In der Woche vom 13. bis 20. Oktober wurde der Umshwung in der Haltung der Käufer und Produzenten allgemeiner und ent- schiedener, und die Preise für Roheisen wurden auf der ganzen Linie erhöht. Im Osten fanden große Verkäufe von basishem, Puddel- und Gießereiroheisen statt, die man insgesamt auf mehr als 100 000 Tons hätte, und bei denen Preissteigerungen von 25 Cents und mehr für die Tonne dunhgeseßt wurden. Einige Hochöfen forderten \chon 50 Cents mehr als zu Anfang des Monais. Die meisten Abschlüsse wurden mit Lieferungsfrist bis zum Ende des Jahres gemacht, einige aber auch \{hon für das Frühjahr 1905. Im Süden hatten die Hochöfen von Alabama die Preise von 50 zu 59 Cents in die Höhe geshraubt, bis sie auf 11 Doll. für Gießerei- roheisen Nr. 2 ab Birmingham angelangt waren. Zu diesen Preisen, die wesentlih höher waren als die von den Produzenten im Norden (forderten, vermochten die südlihen Oefen allerdings noch wenig

eshäfte abzuschließen. Dagegen verkauften mehrere Hütten an den großen Binnenseen und im Distrikt von Chicago erheblihere Posten mit Preiserhöhungen zur baldigen Lieferung, und A forderten wesentlih erhöhte Säße für 1905 zu lieferndes Roheisen. An der Ostküste zeigten die Käufer eine gewisse Zurückhaltung. Auch die Aussichten für den Handel mit Fertigeisen erfuhren wiederum eine bedeutende Besserung. Bei den Waggonfabriken waren größere Be- stellungen für insgesamt 19 (00 Wagen eingelaufen und weitere Auf- träge zu erwarten. Die Schiffswerften an den Binnenseen erhielten von verschiedenen Seiten neue Schiffe in Bestellung, und der Stahl- trust Ee in den nächsten Tagen den Bau von vier Fahr- zeugen ges ter Dimenfion zu vergeben. ehrere erheblihe Kontrakte für Lieferung von Konstruktions\tahl wurden abgeschlossen. Auch für Gußröbren wurde erhöhte Nachfrage festgestellt, die eine Preisfteigerung von 2 Doll. für die Tonne ermöglihte

In der Woche vom 21. bis 27. Oktober endlih f\eute ih die Befserung im Eisenmarkte energisch fort. Die Nachfrage war ge- nügend groß, um den Hütten im Norden Veranlassung zu geben, ihre cite mit denen der füdlihen Hochöfen auf eine gleihe Stufe zu ringen, und überall erfreute man si erhebliher Geshäftsabshlüsse. Gießereiroheisen Nr. 2 aus dem Süden wurde ab Birmingham mit 12 Doll. für die Tonne berechnet, und selbst zu diesem Preise waren die Produzenten nicht ‘gewillt, größere Bestellungen für 1905 ent- gegenzunehmen. Im Norden wie im Süden glaubten die Hochöfen vorsichtig fein zu müssen mit großen Abshlüssen für das nächste Jahr, weil sie mit Steigerungen der Koks- und Erzpreise für die Zukunft rechneten. ‘Daß Koks im kommenden Frühjahr nit zu den niedrigen res des vergangenen Sommers erhältlih sein wird, nimmt man allgemein an, und die Verschiffungen von Erz an Hütten, die für den Verkauf arbeiten, waren “im laufenden Jahre zu gering,

Monat Monat

. Oktober 1904 . . Oktober 1903

. September 1904 i

1, Sul 96 002

281 617

in seinen Werken täglich 26 000 Tons Ware bestellt würden, d. h. 300%/9 mehr als in der gleihen Zeit des Vorjahrs. Der einzige Zweig des Dage ao, der an dem Aufschwung noch keinen Anteil hatte, war das Schienengeschäft; für dieses ist eine Besserung erst zu er- warten nach Bekanntgabe der neuen Et tencurn ür das kommende T übet' welhe noch keine Einigung erfolgt ist. (Nah The Iron Age.

Neue gewerblihe Unternehmungen in den Staaten Indiana, Kentucky, Ohio und West-Virginia im dritten Vierteljahr 1904.

In den Staaten Indiana, Kentucky, Ohio und West-Virginia wurde im dritten Viertel des Jahres 1904 nur eine verhältnismäßig unbedeutende Zahl neuer gewerbliher Unternehmungen geschaffen. Von denselben erscheinen nach den Angaben zuverlässiger Fachzeitungen folgende beachtenêwert.

In Cleveland in Ohio will die neu gegründete National Clock Company eine Fabrik bauen, in welher Uhren hergestellt werden follen, mittels welcher die Zeit kontrolliert werden kann, während der in den Fabriken tatsächlih gearbeitet worden ist.

Die International Gas Engine Company wird in La Porte in Indiana eine Gießerei, Maschinenbauanstalt sowie Werkstätten und D es mit cinem Kostenaufwande von 150 000 Dollar errichten.

Die Empire Iron and Steel Company wird in Niles in Ohio ein Plattenwerk anlegen.

Mit einem Anlagekapital von 250 000 Dollar bildete fich in Auburn in Indiana die Firma „Model Gas Engine Works“, welche Gasma}|chinen anfertigen wird.

In Matthews in Indiana wurde mit einem Kapital von 50 000 Dollar die Electric Steel Casting Company gegründet.

In Belington 1n West-Virginia wurde mit einem Kapital von 300 000 Dollar die Broomall Jron and Steel Company gebildet, welche daselbst ein Stahlwerk errihten wird. (Bericht des Kaiser- lien Konsulats in Cincinnati.)

Perlenfischerei in Costarica.

Die Perlenfischerei an der pazifishen Küste der Republik Costa- rica ist durch ein Geseß vom Juli 1902 geregelt worden. Sie wird einheimischen Bürgern der Republik sowie Fremden, die seit zwei Jahren in ihr wohnen, gestattet. Die Küste ist in zwei Bes zirke eingeteilt. Im ersten, der sih nördlih vom Kap Vela bis zur Grenze von Nicaragua cure, ist die Perlenfischerei vom Mai bis zum Oktober erlaubt; im zweiten, der vom Kap Vela bis zur Grenze von Panama reicht, sind die Monate von November bis April für die Fischerei freigegeben.

Der Halen s Arenas ist das Zentrum der Perlenfischerei Gostaricas. Alle zu derselben verwendeten Boote werden dort registriert und erhalten dort die nach je 3 Monaten zu ecneuernde Lizenz, Leßtere gibt nur das Recht, an einem von der Behörde bezeihneten Teil der Küste die Fischerei auszuüben. Explosivstoffe dürfen an den Muschelbänken niht verwendet, auch dürfen keine Muscheln mit weniger als 3F engl. Zoll DurWhmesser gefangen werden. Kein Einzelunternehmer und keine Gesellshaft darf mehr als drei Säße Tauchapparate und die entsprehende Zahl von Tauchern pas j für jeden Apparat ist eine Gebühr von 50 Peso pro Monat zu zahlen.

Für Betriebsanlagen und an Betriebskosten hat eine mit zwei Tauhhapparatsäßzen arbeitende Firma nachstehende Ausgaben :

Peso | Peso 2 Segelbote Mundvorrat für 3 Mo- 2 Säße Tauchapparate und [nate Taucheranzüge 3 000 | Lizenzgebühren für 3 Mo- 2 Transportkähne . . 3000 | Löhne für Taucher und Ma- | trosen 1500 | Der Wert der Ausbeute von drei Monaten beträgt ungefähr 7240 Pesos, wovon 5075 Pesos auf Perlen und 2165 Pesos auf Perlmutter entfallen. Der größte Teil der gefundenen Perlen wird von Maklern in O Arenas, die für ausländische Rehnung kaufen, erworben. Die Perlen bester Sorte werden direkt nach Paris ge- \chickt. (Nah Monthly Bulletin of the International Bureau of American Republiecs.)

Salvador.

Zolltarifänderungen. Um ein gleihmäßiges und verein- fachtes Verfahren bei der Eingangsabfertigung von tigen Zylindern mit flüssiger Karbolsäure, flüssigem Sauerstoff usw. herbeizuführen, deren Inhalt bisher nah dem Reingewiht verzollt werden konnte, falls die O A nahweislich in leerem Zustande wieder aus- geführt wurden, hat die Exekutivgewalt unter 1. September d. J. yeriig daß die genannten Waren von diesem Tage ab, wie folgt, verzollt werden follen : Q Ur 1E

Karbolsäure, ug 10

Sauerstoff, flüf E E Schwefelsäure, M bveflige Säure, wasserfrei, oder Hydro- (Mee Bu L E O e f Á Ammoniak, wasserfrei L Die in besonderen Fällen bewilligten Vergünstigungen sind außer Wirksamkeit getreten. (Diario oficial.)

Zwangsversteigerungen.

Beim Königlichen Ame I Berlin standen die nahbezeihneten Grundstücke zur Versteigerung: Watt straße 21, dem Bäckermeister Friß Riebenstahl hier gierig, 4,98 a. Nußzungs- wert 9150 A Mit dem Gebot von 150 000 Æ blieb der Lehrer Friedrich Krüger in Obershöneweide Meistbietender. Liebenwalder- straße 52, dem Fabrikbesißer Nathan Danziger in Zittau gehörig. 4,96 a. Nußungswert 5490 A Mit dem Gebot von 83 000,46 bar blieb Rechtsanwalt Y, d O. Backtkofen in Dresden, Amalienstraße 10, Meistbietender. Aufgehoben wurde das Verfahren, betreffend die Zwangsversteigerung der nahbenannten Grundstücke: Christ iania- straße und Wriezener Straße 42, zu einem Drittel dem Fabri- kanten David Wölbling gehörig. Die Termine am 22. bezw. 25. November fallen fort. Schreinerstraße 17, den Ingn. P. Pleit und H. Riemann gehörig.

Tägliche Wagengestellung [e Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr find am 18. d. M. gestellt 20699, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen. me O

Die Verdingung von rd. 461000 Stück kiefernen | Bahnschwellen sowie kiefernen und eihenen Weichen- \chwellen ift von der preußishen Staatseisenbahnverwal- tung für den 9. Dezember d. J. ausgeschrieben worden. Angebots- bogen und Lieferungébedingungen können im Verkehrsbureau der | Berliner Handelskammer eingesehen werden.

um jenen eine große Ausdehnung them. Produttiqu im Winter zu er- möglihen. An den Käufen von Roheisen beteiligten s\ich die | roßen Gießereien niht unerheblich. Aber dèr Hauptanteil an den- elben entfiel auf die Stahlwerke, vor allem auf die Platten pro- duzierenden; die Bestellungen auf Waggons und Schiffe hatten | eine sehr gesteigerte Nachfrage für Platten im Gefolge. * Auch die Senger kauften erheblihe Posten, und eine Maschinenfabrik bestellte allein 20.000 Tons. Auf Fertigstahl dehnte sich die Zunahme des Geschäfts ebenfalls aus, und der Stahltrust matte ‘bekannt, daß

gewesen. Die Nachfrage belebte sih wesentlih, und sowohl in Stab- eisen, wie in Band- und Feineisen ift eine regere Geshäftstätigkeit zu verzeihnen. Von der Zurückhaltung der Handelskreise, in denen man mit ziemlicher Bestimmtheit ein Nachgeben der Preise für die Winter- eshäfte erwartete, ist heute: H a u merken, vielmehr kehrt das so ange vermißte Vertrauen in die Wiederkehr einer befferen Geschäftslage langsam zurück, was insbesondere darin Ausdruck findet, daß man bestrebt ist, den nähsten Vierteljahrsbedarf durch Abscchlüfse zu decken, die weniger knapp bemessen sind als die Verträge für das vierte Vierteljahr; ferner gilt auch der Umstand als ein günstiges Zeichen, daß der Eingang von Aufträgen eine Belebung erfahren hat und die Vorschrift durchweg auf sofortige Lieferung lautet. Der Druck auf die Preise im gemeinsamen Gebiet is dadur be- seitigt worden, daß die dem deutshen Stahlwerksverbande ange- hörenden Walzwerke vereinbart haben, Stabeisen aus E nit mehr unter 108 G für die Tonne Frau blage Oberhausen und nicht über die erste Hälfte des nähsten Jahres hinaus zu verkaufen. Diesem Vorgehen folgten auh die Bandeisenwerke. Die Verkaufs- stellen halten daran fest, nicht über das erste Vierteljahr 1905 ab- zugeben. Der inländishe Bedarf an Stab- und Handelseisen zeigt im ganzen eine Besserung. In Trägern waren die Abgänge be- sriedigend. Für neue Geschäfte hat sich die Stimmung gefestigt, und wenn auch, infolge der vermfnderten Bautätigkeit die Be- stellungen für sofortigen Verbrauch nachgelassen haben, fo zeigt fich dafür die Aufnahmefähigkeit des Auslands doch wesentli günstiger als im Vorjahr; ferner wirkt der Umstand günstig, daß die Lagerbestände äußerst gering sind. Die Nachfrage für S rübjahrs- lieferung hält in lebhafter Weise an. In den Röhrenwalzwerken hat sich der Beschäftigungsstand gehoben, die Preise find aber un- lohnend, da im gemeinsamen Gebiete der Kampf mit den außenstehenden Werken noch anhält. Die Grobblehwerke haben in Konsiruktions,, Waggonbau- und Shiffsbaublehen noch ausreihend zu tun; aus den Handelskreisen gehen zwar auch regelmäßige Bestellungen ein, im ganzen bewegt si. aber der Verbrauh in Handelsblehen in engen Grenzen. Jn n werden nah wie vor nur kurzfristige Abschlüsse getätigt. Tafelbleche gehen weniger, dagegen beginnt ein lebhafteres Geschäft in Sturz- und Modellblehen sowie in Fabrikationsqualitätsblehen. Der Roh- eisenmarkt hat seine feste Haltung nicht geändert. Die Stahl- und Walzwerke rufen regelmäßig ab, und auch bei den Gießereien blieb tro des eingetretenen Winters ein flotter Bedarf bestehen. In der gestern abgehaltenen Sißung des Auffichtsrats der A. Riebeckschen Montanwerke, UAktiengesellschaft in [le an der Saale, wurde, laut Meldung des „W. T. B.“, vom Vorstand über die Geschäftslage und die Betriebsergebnisse des ersten Semesters des laufenden Geschäftsjahres berihtet. Danach ift der Absaß von Kohlen und Kohlenprodukten bei den gleihen Preisen, wie im Vorjahre, recht befriedigend gewesen, das Gewinnergebnis aber wurde dur höhere Gestehungskosten bei einzelnen Betrieben etwas beein- trächtigt. Jn den Produkten der Teeraufarbeitung blieben die bis- herigen Abnahmen gegen das Vorjahr zurück, doch dürfe vom zweiten Semester ein gewisser Ausgleich erwartet werden. Wie die „Frankfurter Zeitung“ erfährt, sind die Verhand- lungen über die von den deutschen Blechwarenfabriken angestrebte A so weit gediehen, daß das Zustandekommen der Bereinigung mit Bestimmtheit erwartet wind. Der Verkauf solle nah wie vor durch die einzelnen Werke erfolgen, dagegen sei die Er- rihlung eines Bureaus in Cöln geplant, das über die Ginhaltung der Preisvercinbarung zu wachen hätte.

Laut Meldung des „W. T. B.* betrugen die Einnahmen der Ftalienischen Meridional-Eisenbahn vom 1. bis 10. November 1904 im Hauptnetz: 4 454 650 Lire (+ 300 985 Lire), seit 1. Januar 1904: 125 593 159 Lire (4+ 7283 679 Lire). m Ergänzungs- neß betrug die Einnahme seit 1. Januar 1904: 9953 626 Lire t 414 808 Lire). Die Einnahmen der Canadishen Pacific-

ahn in der leßten Woche betrugen 1085 000 Dollars (109 000 Dollars mehr al&i. V.). Die Bruttoeinnahmen der Ortientbahnen betrugen vom 28. Oktober bis 3. November 1904: 424106 Fr. (28 550 Fr. weniger als i. V.). Vom 1. Januar bis 3. November 1904

trugen die Bruttoeinnahmen 12 715 686 Fr. (2 114 903 Fr. mehr als i. V.). Skobélóvo—Nova-Zagora (80 km) 21 263 Fr. (mehr 6457 Fr.), cit 1. Januar 268 020 Fr. (mehr 69 031 fr). Mazedonishe Eisenbahn (Salonik—Monastir) vom 28. Oktober bis 3. November 1904 (Stammlinie 219 km) 55747 Fr. (weniger 6107 Fr.), seit 1. Januar 1 851 720 Fr. (mehr 372.081 Fr.). London, 18. November. (W. T. B.) Dem „Reuterschen Bureau” wird aus Liverpool telegraphiert, die Cunard-Gesellschaft verharre auf ihrem Verlangen nah differentieller Fahrpreisfestsezung für die Dampfer „Umoria" und „Etruria“. Die Verhandlungen seien unterbrohen. Aus Liverpool wird dem „Neutershen Bureau“ weiter gemeldet: Die Verhandlungen wegen der transatlantischen Ell agepreise werden nah der Nükkehr Lord Inverclydes und des eneraldirektors der Cunard-Gesellschaft fortgeseßt werden. London, 19. November. (W. T. B.) Der „Standard* meldet, daß das Ergebnis der Zeichnung auf die japanische Anleihe etwas niedriger ist, als zuerst gemeldet worden war; es find 80 533 800 Ven gezeihnet worden. Die Zahl der Zeichner ist gnoper als an- genommen worden war, nämlich 29 000. Die Zahlen ziehen ih nur auf die in England aufgelegte Hälfte der Anleihe. New York, 18. November. (W. T. B.) Die neue japanische Anleihe i} bedeutend überzeihnet worden; um “wieviel fie ezei ist, lehnen jedoch die Mitglieder des Bankensyndikats ab, zu sagen. Washington, 18. November. (W. T. B.) Staßhsekretär Shaw zieht 25 9/9 der bei den Depositenbanken befindlichen Regierungsfonds ein, 109% find am 15. Januar, 15 %/% am 15. März zahlbar. Dadurh dürften 25 Millionen Dollars dem Schatz zugeführt werden.

Wien, 18. November. (W. T. B.) Ausweis der Oester- S gar ien Bank vom 15. November (in Kronen). Ab- und Zunahme gegen den Stand vom 7. November: Notenumlauf 1 691 578 000 (Abn. 47 436 000), Silberkurant 287 899 000 (Zun. 524 000), Goldbarren 1 169 845 000 S 1 720 000), in Gold zahlb. Wechsel 60 000 000 (unverändert), ortefeuille 428 351 000 (Abn. 41 425 000), Lombard 46 289 000 (Abn. 2 337 000), Hypotheken- darlehne 290 102 000 (Abn. 194 000), Pfandbriefe im Umlauf 288 319 000 (Zun. 149 000), fteuerfreie Notenreserve 223 427 000 (Zun. 49 682 000).

Kursberichte von den Fondsmärktenu.

Hamburg, 18. November. (W. T. B.) (S{hluß.) Gold Barren : das Kllogramm 2790 Br., 2784 Gd., Silber in Barcen. das Kilogramm 79,35 Br., 78,85 Gd.

Wien, 19. November, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B) Ginh. 4% Rente M.'- N. p. Arr. 100,00, Oesterr. 40% Rente in Kr.-W. per ult. 100,10, Ungar. 49/6 Goldrente 118,85, Ungar. 49/0 Rente in Kr.-W. 98,10, Türkische Lose per M. d. M. 1833,00, Buschtierader Eisenb.-Aktien Lit. B —,—, Nordwestbahnaktien Lit. B ult. —,—, Oesterr. Staatsbahn per ult. 650,00, - Südbahrn- ge1ellschaft 87,590, Wiener Bankverein 546,75, Kreditanstalt, Oesterr. er ult. 673,590, Kreditbank, Ung. allg. 800,50, Länderbank 448,00, rüxer Kohlenbergwerk —,—, Montangesellschaft, Oesterr. Alp.

Der Aufsichtsrat der Aktiengesellshaft Siemens u. Halske, Berlin, bes{loß, laut Meldung des ,W. T. B.“, der auf den 20, De- zember d. J. Rer ta ren Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 7 9/6 (gegen 5% im Vorjahre) vorzushlagen und nah den üblihen Abschreibungen den Betrag von 1121 155 #4 auf neue !

Vom obershlesishen Eisenmarkt berichtet die „Schlesische Ztg.“ u. a.: Die erfolgte Bildung des obers{lesishen Stahlverbandes if bereits von merklichem Einfluß auf den Markt

Rechnung vorzutragen.

483,50, Deutsche Reichsbanknoten per ult. 117,62. 2} 9/9 Eg.

London, 18. November. (W. T. B. luß. Kons. 881/;, Plaßdiskont 3, Silber 26"/;. A Paris, 18. November. (W. T. B.) (SWhluß.) 39%/ Franz.

: Rente 98,42, Suezkanalaktien 4548.

Madrid, 18. November. (W. T. B.) Wechsel auf Paris 36,60.

Lissabon, 18. November. (W. T. B) Goa 18,

New York, 18. November. FSGtuß,) (W. T. B.) Die estern bei Schluß der Börse in Erscheinung getretene Erregung ver- timmte die vorsichtigen Spekulanten und bewirkte, daß bei Eröffnung des heutigen Verkehrs eine ausgesprochene Tendenz nicht zutäge trat.

| dito Bauchfleisch

| 18. November 1904.

N Preise; Jungvieh zur Mast langsames Geschäft.

n S | b.

leichtere Zinssay für langfristige Einnahmen der Eisenbahnen eine Werte der Gouldgruppe waren auf Interventionskäufe gut gehalten. Für mexikanishe Werte derrschte gute Nachfrage, die man mit Gerüchten von Gold- währungsplänen in usammenhang brachte. Die Aktien der United States Steel Corporation erholten fich von den anfänglihen Rückgängen auf Berichte über große Bestellungen von Eisenbahn- hedarfêmaterialien. Auf die Aner ginig des Schaßamts, daß Ein- ziehungen der bei den Depositenbanken befindlihen Regierungsfonds am 15. Januar und am 15. März kommenden Jahre3 beabsichtigt seien, wurde die Tendenz während des Nachmittags {chwächer, zumal man auch für morgen einen E Bankausweis erwartete. Die japanishe Anleihe wurde in starkem Maße überzeihnet. Bei Börsen- luß war die Tendenz {wach. Aktienumfaß 1 540 000 Aktien. Geld auf 24 Stunden“ Durchschnittszinsrate 24, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 24, Wechsel auf London (60 Tage) 4h 05, Cable Transfers 4,87,30, Silber Commercial Bars 581. Tendenz für Geld: Leicht. Rio de Janeiro, 18. November. (W. T. B.) Wechsel auf

London 12#.

äterhin begünstigten der E und die guten Aufwärtsbewegung. ie

Kursberichte von den Warenmärkten.

Produktenmarkt. Berlin, den 19. November. Die amtlih eumittelten Preise waren (per 1000 kg) in Mark: Weizen, märkischer und havelländer 175.50—177,00 ab Bahn und frei Müßle, Normalaewiht 755 g 178—177,50—177,75 Abnahme im Dezember, do. 182,75—182,25—182,50 Abnahme im Mai 1305, do. 183—182,50 bis 182,75 Abnahme im Juli 1905 mit 2 4 Mehr- oder Minderwert.

enig verändert. S P E märkisher 138,50 ab Bahn, Normalgewicht 2A 141 Abnahme im Dezember, do. 146,75—146,50 Abnahme im Ma 1905, do. 147,50—147,25 Abnahme im Juli 1905 mit 1,50 „46 Mehr- oder Minderwert. Matter.

Hafer, pommerscher, märkischer, mecklenburger, preußischer, osener, \chlesisher feiner 153—163 frei Wagen, pommerscher, mär- her, medlenburger, preußischer, posener, \{lesischer mittel 147 bis

152 frei Wagen, pommerscher, märkischer, e preußischer, posener, \{lesis{her geringer 142—146 frei Wagen, ru sisher 139 bis 146 frei Wagen, Normalgewicht 450 L Abnahme im De- ember, do. 140,50 Abnahme im Mai 1905 mit 2 #4 Mehr- oder Minderwert. Behauptet. j

M ais, runder 123—127 frei Wagen, amerikan. Mixed 131,00 bis 133 frei Wagen, türkisher Mixed 130—132 frei Wagen, ohne Angabe der Provenienz 120,50—120,75 Abnahme im Dezember. Ruhig. T elt (p. 100 kg) Nr. 00 21,50—23,75. Ruhig.

Roggenmehl (p. 100 kg) Nr. 0 u. 1 17,00—18,30, do. 18,15 Abnahme im Mai 1905. Etwas matter. :

nübdli für 100 kg mit Faß 44,30 Geld Abnahme im lau- fenden Monat, do. 44,40 Geld Abnahme im Dezember, do. 45,30 bis 45,50 Abnahme im Mai 1905. Fest.

Berlin, 18. November. Marktpreise nah Ermittelungen des Königlichen A (Höchste und niedrigste Preise.) Der Doypelztr. für: Weizen, gute Sorte) 17,75 4; 17,73 M Weizen, Mittelforte{) 17,71 4; 17,69 4 Weizen, geringe Sorte{) 17,67 A6; 17,65 A Roggen, gute Sortef) 13,90 A; —,— M Roggen, Mittelsorte#) G Uloggen, geringe Sortef) —,— H; —,— #4. Futtergerste, gute Sorte*) 15,70 4; 14,50 A Futtergerste, Mittelsorte*) 14,40 4; 13,30 A Cut ergae: geringe Sorte*) 13,20 4; 12,10 G Hafer, gute

orte*) 16,40 A; 15,60 A Hafer, Mittelsorte*) 15,590 #4; 14,70 A Hafer, geringe Sorte*) 14,60 46; 13,90 46 Richt- troh 5,00 A; 4,66 A Heu 8,80 4; 7,00 ( Erbsen, gelbe, zum Kochen 40,00 4; 30,00 A Speisebohnen, weiße 50,00 A; 30,00 Linsen 60,00 4; 80,00 A Kartoffeln 9,00 #4; 7,00 M Rindfleisch von der Keule 1 kg 1,80 4; 1,30 M 1 kg 1,40 A; 1,10 A Schweinefleisch 1 Kk

albfleish 1 kg 2,00 4; 1,20 Æ Hammelk-

2 h Butter 1 kg 2,80 M4. 2,00 A

,20 Æ Karpfen 1 kg 2,20 M; 1,20 A ,60 A Zander 1 kg 3,20 MÆ; ,20 Barsche 1 kg 1,80 #4; ; 1,40 A Bleie 1 kg 1,40 M;

e ; 3,00 +) Ab Bahn. *) Frei Wagen und ab Bahn.

Marktberiht vom Magerviehhof in Rinder- und Schafmarkt am Freitag, den

Auftrieb : 531. Ueberstand : . 401 Stück Stüd 41 E 89 F A *

E

0 M

Amtlicher Friedrichsfelde.

Zane u M ies ia Bul Jungvieh und Frefser

C A L Sp : Bettner des Marktes: Lebhafter Handel, für gute Kühe höhere

Es wurden gezahlt : A. Milchkühe und hochtragende Kühe :

4—6 Jahre alt: Li e626 . 430—485 M LUS,: » . 330—390 , . 240-—290 ,„

A 5

. ältere Kühe:

E 4 É ae a BO0= 040: M E C O

. hohtragende Färsen E L

B. Wigos en : I. Qualität 11. Qualität 1IL. Qualität über 12 Ztr. 10—12 Ztr. 9—10 Ztr.

{wer {wer \chwer a. Norddeutsches Vieh (Ost- U. See tpreußen, Pommern, E A dier, Vieh: a. Gelbes Frankenvich, SMEIRTEIDET « 100 D. Dau. ch6 c. SüddeutshesScheckvieh, Simmenthaler, Bay- é an e 435—465

O. s s —— C. Jungvieh : Fi ernng öhenvieh zur Zucht zur Mast zur Zucht zur Mast a ahre alt:

. 180—250 M 150—230 M 260—320 A 190—270 M Iw . 160—180 , 100—140 , 200-270 , 140-—180 , b. 13—2} Jahre alt : a. Bullen und Stiere: Ia. , , 520—710 A 260—310 M 490—580 A 310—330 A Ia. , , 360—400 , 210—240 „, 380-—410 , 250—300 ,„ b. Färsen:

La, « .370—390 M 250— 290 A Mis 0OR M. IIa.. . 275—310 , _- sr s v

A i M

e 400 —495 , 395—420 ,

eus

399—395 ,

M

Ia. ITa.

Mast für bas P Ur a 5 aar

Amtliher Marktberiht vom Magerviehhof in

Fried iDdfeide. Wochenberiht vom Seflügelmarkt für die Zeit vom 11. bis 17. November ee

ufuhren:

; Frits a Mon- Diens- Mitt- Donners- Freitag chend tag E (99 woh tag

11000 12100 15400 20900 11000 11000 14300

Gänse . 1200

ita O E Andere Geld 7 Be des Marktes : Gesamtauftrieb: 95 700 Stück Gänse und 4800 Stück Enten. Geschäft ziemlih lebhaft, Markt wurde meist eräumt. Í : Es wurde gezahlt in Posten nicht unter 300 Stück: A Ma O 2,90—4,00 M b. die Ente . . 1,20—1,60 G, DIE De E d. das Huhn (junge Hühner) / (alte Hühner)

Magdeburg, 19. November. (W. T. B.) Zuerbericht. Kornzucker 8809/6 ohne Sack 13,50—13,65. Nachprodukte 75 9/9 ohne Sack 11,60—11,90. Stimmung: Ruhig. Brotraffinade T ohne Faß 24,00. Kristallzuder 1 mit Sack 23,95. Gem. Raffinade mit Sack 23,70—23,95. Gem. Melis mit Sack 23,20—23,45. Stimmung: Ruhig. Robzucker 1. Produkt Transito f. a. B. Hamburg November 27,80 Gd., 28,009 Br., —,— bez... Dezember 27,80 Gd., 28,00 Br., —,— bez, Sanuar-März 28,00 Gd, 28,15 Br, —,— bez, Mai 28,30 Gd, 98,35 Br.,, —,— bez, August 28,55 Gd., 28,65 Br.,, —,— bez.

Stimmung: Flau. Cöln, B November. (W. T. B.) Nüböl loko 47,50, Mai 47,00. Bremen, 18. November. t T. B.) (Bôörsenschlußbericht.) rivatnotierungen. Schmalz. Ruhig. Loko, Tubs und Firkins 372, Doppeleimer 387, Speck. Stetig. Kaffee. Ruhig. Offizielle Notierung der Bauimnwollbörse. Baumwolle. Ruhig. Upland middl. [loko 507 :

U: as November. (W. T.B.) Petroleum. Stetig. Standard white loko 6,30. :

Hamburg, 19. November. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittags beriht.) Good average Santos Dezember 364 Gd.,, März 37 Gd., Mai 374 Gd, September 384 Gd. Stetig, Zuckermarkt. (Anfangsberiht.) Kübenrohzucker I. Produkt Basis 88 %/9 Rende- ment neue Usance frei an Bord Hamburg November 28,00, Dezember 28,25, Januar 28,40, März 28,60, Mai 28,65, August 28,85. Ruhig. /

"6 udapest, 18. November. (W. T. B.) Raps August 11,10 Gd,, 11,20 Br. 7

" London, 18. November. (W. T. B.) 9 % IJavazucker [oko es p e A 6 d. Verkäufer. Rübenrohzucker loko stetig, 14 h. 1} d. Wert. ;

London, 2 eer E eft B.) (SWhluß.) Chile- Kupfer 663/3, für 3 Monate 8: Gel.

Liverpool, 18. November. (W. T. B.) Baumwolle. Umsay : 8000 B., davon für Spekulation und Export 500 B. Tendenz : Willig. Amerikanische good ordinary Lieferungen: Willig. No- vember 5,25, November-Dezember 5,23, Dezember-IJanuar 5,23, Fanuar - Februar 5,25, Februar - März 5,27, März - April 5,28, April - Mai 5,30, Mai - Juni 5,32, Juni - Juli 5,32, Juli- August 5,22 d. Offizielle Notierungen. (Die Ziffern in Klammern beziehen \fich auf die Notierungen vom 11. d. M.) American good ordin. 5,08 (5,16), do. low middling 5,22 (5,30), do. middling 5,34 (5,42), do. good middl. 5,44 (5,52), do. fully good middl. 5,50 (5,58), do. middl. fair 5,66 (5,74), Pernam fair 5,74 (5,82), do. good fair 6,00 (6,08), Ceara fair 5,68 (5,76), do. good faic 5,90 (5,98), Egyptian brown fair * (*), do. brown fully good fair 85/3 (*), do. brown good 83 (8°/16), Peru rough good fair 10,40 (10,40), do. rough good 10,65 (10,65), do. rough fine 11,00 (11,00). do. moder. rough fair 8,05 (8,20), do. moder. gcod fair 9,00 (9,15), do. moder. good 10,00 (10,00), do. smooth fair 5,46 (5,60), do. smooth good fair 5,70 (5,80), M. &. Broach good 51/33 (53/22), Do. fine 57/16 (54), Bhownuggar good 5 (5), do. fully

00d 5'/ (51/3), do. fine 54 (54), Domra good 5 (5), do. fully good 5!/s (5!/s), do. fine 59/232 (59/25), Scinde fully good 4*/s (45/5), do. fine 42/22 (42/25), Bengal fully good 4/3 (45/8), do. fine 425/32 (43%/;,), Madras Linnevelly good 57/16 (5/16). * nominell.

Manchester, 18. November. (W. T. B.) (Die Ziffern in Klammern beziehen sich auf die Notierungen vom 15. d. M.) 20r Water courante Qualität 8 (8), 30r Water courante Qualität 85/9 (85/;), 30x Water bessere Qualität 93/g (20), 32r Mot courante Quaoalität 9/5 (91/5), 40r Mule gewöhnlihe Qualität 95/z (9/s), 40r, Medio Wilkinson 10 (10), 32r Warpcops Lees 9 (9), 36r Warpcops Rowland 9# (9/s), 36r Warpcops Wellington 9/s (93), 40r Double courante Qualität 10$ (104), 60r Double courante Qualität 13} (131), 32r 116 yards aus 32r/46r 222 (222). Tendenz: Fest.

Glasgow, 18. November. (W. T. B.) (Sthluß.) NRoheifen. Rubig. Mixed numbers warrants 51 h. 9 d.. Middlesborough

46 sh. 67 d. Die Vorräte von Roheisen in den Stores belaufen sih auf 9514 Tons gegen 9999 Tons im vorigen Jahre. Die Zahl der im Betriebe befindlichen Hochöfen beträgt 84 gegen 87

im vorigen Jahre. Paris, 18. November. (W. T. B.) (S{luß.) Rohzudckcher 37}—373. Weißer Zucker fest,

rubig. 8809/9 neue Kondition Nr. 3 für 100 kg November 403, Dezember 41, Januax-April 41"/s, (W. T. B.) Java - Kaffee

März-Junt 423.

Amsterdam, 18. November. goob ordinary 314. Bankazinn 79.

Antwerpen, 18. November. (W. T. B.) Petroleum. Raffiniertes Type weiß loko 194 bez. Br., do. November 194 Br., do. Dezember 193} Br., do. Januar - April 20 Br. Rubig. Schmalz. November 92,00.

New York, 18. Novemder. (W. T. B.) (S{luß.) Baumtvolle-

reis in New York 10,00, do. für Lieferung Januar 9,71, do. fün ieferung März 9,84, Baumwollepreis in New Orleans 92/16

troleum Standard white in New York 7,95, do. do. in Philadelphia ,90, do. Refined (in Cases) 10,65, do. Credit Balances at Oil City 1,60, Schmalz Western steam 7,45, do. Rohe u. Brothers 7,60, Ge- treidefraht nach Liverpool 1, Kaffee fair Rio Nr. 7 83/3, do. Rio Nr. 7 Dezember 6,65, do. do. Februar 6,85, Zucker 41/3, Zinn 29,00 bis 29,17, Kupfer 14,50—14,87. Baumwollen-Wochenbericht. ufuhren in allen Unionshäfen 379 000 Ballen, Ausfuhr nach Groß- ritannien 131 000 Ballen, Ausfuhr nah dem Kontinent 165 000 Ballen, Vorrat 930 000 Ballen.

„Das Gewerbegericht“, E des Verbandes deutsher Gewerbegerihte (Herausgeber: Dr. Jastrow, Privat- dozent und Stadtrat in Charlottenburg-Bcclin, und Dr. Fle) ch, Stadtrat in Frankfurt a. M.; Verlag von Georg Reimer in Berlin), enthält in Nr. 2 des 10. Jahrgangs außer der Recht- (precus deutsher Gewerbe- und Berens (Leipzig, München, arlôrube, Liegniß) und anderer deut]her Gerichte (Amtsgericht Stettin) u. a. Tolaente Beiträge: „Die rechzeitige Einrichtung der Kaufmannsgerihte" von Dr. Ritter, Rat in der aurailFen Justizs verwaltung; „Die Verhältniswahl in dem pre chen Musterstatut für Kaufmannsgerihte“ von Stadtrat Dr. Flesch. Einigungs- ämter: Das Gewerbegeriht Stendal als Einigungsamt; das Ge- werbegericht München als Einigungsamt im Sommer 1904. Nes über Kaufmannsgerihte: Der Entwurf des Ortsstatuts für das Kaufmannsgericht in Kiel; der Statutenentwurf für das Kaufmannsgeriht in Hamburg.

Wetterbericht vom 19. November 1904, 8 Uhr Vormittags.

Witterunç8- verlauf der legten 24 Stunden

Wind- richtung, Wind- stärke

Name der Beobachtungs3- station

Wetter

Temperatur in Celfius ttedershlag in 24 Stunden

0°Meeresniveau und Schwere in 45° Breite J

Barometerstand auf

B

6 |SW_ 4/Dunst 8 [WSW 6 Regen | 764,1 |[WSW d |bedeckt | 762,9 |SW 3|\Negen

Nachts Niederl. Nachts Niederschl. Nachts Niederl.

meist bewölkft

Borkum Keitum

Hamburg . . Swinemünde Nügenwalder-

J D Ri D

| |

J e

S Go!

münde . . | 762,1 |[SSW 3|bedeckt | meist bewölkt _|_ meist bewölft

Neufahrwasser| 761,7 |WSW 3 |bededt | 7,2) 0 |__meist bewölft Z É Vorm. Niederl.

Memel 769,2 |SW ödsbedeckt | 6,7| 1 Aachen . 769,0 |WSW 2 |bedeckt 29 0‘ | mel

t #9) V | meint ewo Hannover . |_766,6 bedeck | 6,8| 1 |_Regenschauer Berlin . . . | 765,8 W 1Regen | 7,2/_ 1 \anhalt. Nieders, Chemniy . . | 768,3 |SSW s|bedeckt | 5,5 1 sanhalt. Niederschl. Breslau . . | 767,3 Nebel |_ 4,8 |_4 Nachm.) tiedersl. Bromberg . | 764,5 2\bededt | 4,9| 1 [anhalt. Niederschl. Meß O E 2 Nebel L 0 ziemlich heiter Frankfurt, M. | 769,5 | 2\bedeckt | 44/0 | meist bewölkt _ Karlsruhe, B. | 769,8 |W s|Nebel | —2,6|_ 0 [vorwiegend heiter München . . | 769,7 \SO 2|Nebel |--5,9| 0 | meist bewölkt | (Wilhelmehav.) Stornoway 3,9 |_ meist bewölkt | (Kiel) Malin Head meist bewölft Valentia Scilly . Aberdeen She. Holyhead . . |

Jolle dr 76

757,0

760,6

N |TWustrow i. M) me | | (Königsbg., Pr.) ___94| jnhalt. Nieders{l. | | (Cassel) halbbed.| 4,4 |_ meist bewölkt E | (Magdeburg) Î|_—-|_meist bewölkt (GrünbergSchl.) mmhbalt. Niederl. (Mülhaus., Els.) ziemlich heiter

(Frioedrichshaf.) meist beroslkt

_768,8 . | 769,6 7587 W 761,4 SW sswolkig |_

_v\wolkig_

OND 3

heiter

St. Mathieu |_ 2\bedeckt | 8 Grisnez M

(Bamberg) _|_meist bewölft

8/bededt_ _1/Nebel |

Dunst | 6,5 o\bedeckt 4sbedeckt | _ BiRegen WNW 9\bedeckt | 7, 3 |[WNW 7 [Dunst | 104] ( 7W 6\wolkig | 9,8 SW A\Nebel | 97 0 747,0 (SW b\wolkig |— Stokholm . | 748,2 [(SW bsbededckt Wisby. _ SW_ 6\wolkig 7 Hernösand | 738,8 S 4bedeckt 28 0" Wilna .__ | 761,9 |[SSW 1 bedeckt | 1,

Helder .

Bodoe . . _| 7 Cbristiansund | 739,6

Skuvenes . Skagen

Vestervig . .

Kopenhagen .

Karlstad .

| | | |

|o|o|o|o|CC|-|-

Pinok _. | 784.8 (SW 1sbedeckt |—09 1 Peteröburg . | 753,5 (WSW2bedecki | 1,7| Wien . _. | 770,1 |Windit. |bedeckt | Prag _. _.| 769,2 |[SW 2\Nebel | 54 Ron. |76881[N Mhalbbed| 22 Florenz .__| 769,6 |SO l1hheiter | 5,4 Cagliari ._. | 768,4 /NW 4woltenl.| 7,0) Cherbourg . | 768,7 (W 2\bedeckt | 10,2| Clermont _ | 771,5 (NW 1 wolkenl.| —5,8| Biarrip ___| 769,1 |SO lU\wolkenl.| 7,5 Nizza . . | 769,2 |ONO 1heiter | 5,5) Krakau .. . | 769,3 [WSW 1/bedeckt | 2,3 Lemberg - . | 767,7 \W 2\bedeckt | 03|_— Hermanstadt | 772,7 /NW 1\bedeckt | —5,5|

[769,6 |[Windst. \bedeckt | 7,5)

. _. [766,8 [NNO 4wolkig | 7,

[768,0 NO 2heiter | 6,0] 0 |

_,_. (772,7 |SSO 1\bedeckt | —3,4\ |-

Helsingfors . | 750,3 |[SSW 6\bedeckt | 45| 0 | Kuopio . . | 746,2 (SW 1|bedeckt | —22 0| 17707 NW 2 Nebel | —1,4| D 09e Vat M 0 _. 769,8 NW 1wolkenl. 00 0 0665 D S M. 759,0 W 6hhalbbed.| 28 —|_ Warschau _. | 765,3 |WSW 1 Nebel | 1,1 Portland Bill | 768,2 |[WNW 4|bedeckt | 10,0| Marxima von 770 mm liegen vor dem Kanal und über Nord- österrei, ein Minimum von unter 732 mm liegt \südlih der Lofoten. In Deutschland ist das Wetter trübe und mild, meist i| Regen ge- fallen. Mildes, windiges Wetter mit Niedershlägen wahrscheinli.

Deutsche Seewarte.

Mitteilungen des Aöronautishen Observatoriums des Königlichen Meteorologischen Instituts,

veröffentlicht vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufftieg vom 19. November 1904, 84 bis 11 Uhr Vormittags:

Station Seehöhbe

40 m Temperatur (C ; 7,6 Nel. Gta (0/0

1000 m | 2000 m | 2500 m | 3000 m | 3240 m

Ba 14 T0601 +08-F 0A 95 97 95 95 62 45 Wind-Richtung .

WSW W W W W W Geschro.mps 3 11 13 13 14 M

Nebel bis 325 m Höhe, darüber Temperaturzunahme von 5,4 bis 6,6 9; obere Grenze der Schichtwolken bei 920 m, darüber Tempe- raturzunahme von 5,0 bis 5,9 9; obere Grenze der Stratocumulus-

wolken bei 2500 m Höhe.