1856 / 175 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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tan in dieser Beziehung gleichgültig {st, ob Jemand einen Strauch

h: ‘Baunt Lt der Wurzel oder ohne dieselbe entwendet hal.

Ju beiden Fällen rift ihn die Strafe des Diebstahls, wenn eine

gewinnsüchtige Absicht anzunehmen ist ; in beiden Fällen die Strafe

einer Uebertretung der Feldpolizei - Ordnung, wenn eine gewinn=- süchtige Absicht nicht E E et. D,

Was -das Verfahren in Feldpolizeisachen betrifft , o kommen für die Fälle, in welchen es sich , wie bei ‘den einfachen Hütungs- freveln nur um die Festseßung von Pfandgeld, Kosten oder Ausmittelung des Schadens | Feldpolizei-Ordnung ($$. h E zur Anwendung.

rt. 0:

Dagegen is für cheidung über die wesentlihe Aenderung der Bestimmungen ($8, 68 und 69) eingetreten.

Nach dem Artikel VIlII geseßbbuch vom 14. April 1851 sieht in : er- suhung und Entscheidung den Einzelnrichtern zu, bei welchen der

Polizeianwalt Anklage zu erheben hat. Diesem haben deshalb rie cute dieses Regiments, zur Dienstleistung | dem Kadettenhause zu Kulm kommandirt.

Lokal-Polizeibehörden von jeder Uebertretung einer feldpolizeilichen Stra fvorschrifst Anzeige zu machen, es |el denn, daß sie von der

ihnen durch das Geseß vom 14. Mai 1852 beigelegten Ermächti=

ung, solche Le A diesem leßteren Fall kommen säße zur Anwendung: Ï 1) der Polizeiverwalter darf wenn wirklich eine Uebertretung, . ndlu vorliegt, welche die Geseße im höchsten Maaße nur mit Ge- fängnißstrafe bis zu ses Wochen oder mit Geldbuße bis zu funfzig Thalern bedrohen 5 handelt es sich um ein Vergehen

oder Verbrechen, wie z. B. Diebstahl, oder böswillige BVeschä- digung ($. 8 a, a. O.), so ist darüber dem Staatsanwalt

des Bezirks Anzeige zu erstatten;

er var keine höhere Strafe als

sich dieser Befugniß nur bedienen,

fünf Thaler Geldbuße oder

er eine höhere Strafe für angemessen, so muß er die Ver- folgung dem Polizei-Anwalt überlassen ($, 1 a. a, N gegen die Strafverfügung des Polizei-Verwalters findet fein

Rekurs an dessen vorgesebte Behörde statt, sondern dem An- innerhalb zehn Tagen, vom Tage bei dem Polizei-Verwal- ter, dem Polizeirihter oder dem Polizei - Anwalt auf gericht-

geschuldigten steht nur srei, der Insinuation der Versügung an,

liche Entscheidung anzutragen ($, 9 a. a, O a3 1948 4) dem Antragenden muß eine Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung kostenfrei ertheilt werden (ebend,) Aut :7. Nach dem Vorstehenden wird auch in den dállen, wo es sich um eine mit Strafe bedrohte Uebertretung handelt, in der Regel

4

Pfändung oder Schadensermittelung hanDelt (Art, 5), Es sih dies Verfahren überall empfehlen, wo der Polizeiverwaiter bei

einer Uebertretung keine höhere Strafe als fünf Thaler Geldbuße Erst in den

oder dreitägiges Gefängniß sür angemessen erachtet. späteren Stadien unterscheidet sch das Verfahren, Der Rekurs gegen die Entscheidung der Polizei-Behörde über

Pfandgeld und Kosten geht nach $. 67 an die Regierung resp.

an das Gericht, welches in den Formen des Civilprozesses entscheidet,

_ Der Einspruch gegen die Straf festseßung des Polizeiverwal= ters geht immer an das Gericht, und zwar an den die Strafsachen entscheidenden Einzelrichter, welcher unter Zuziehung des Polizei=

verwalter® zu erkennen hat.

oder den Schadensersaß beziehen, damit das weitere Verfahren in beiden Richtungen durch die Vereinigung der Akten uicht aufge- halten werde. j

Berlin, den 1. Juli 1856,

Der Justiz - Minister Der Minister des Innern Simons, von Westphalen. Für den Minister der landwirthschaftlichen Angelegenheiten : von Manteuffel.

Bekanntmachung vom 19. Juli 1856, betref- fend das Erscheinen einer amtlihen Ausgabe der Feldpolizei-Ordnung vom 1. November 1847,

handelt, die Bestimmungen der

das Verfahren bei Untersuhung und Ent- mit Strafe bedrohten Uebertretungen eine | der Feldpolizei-Ork nung |

des" Einführungsgesepes zum Siras-ck in solchen Fällen die Unter=

Strafen vorläufig festzuseßen, Gebrauch machen indeß folgende Grund=- |

| Lieutenant, Sannoiv, : - | zum Vyv.:Lt, Kedll,: v, PUbt 010, also eine Handlung u eg R 2 | De | BefòÈrderung zum Can O i / | von dem Kommando als Adjut.

"vont 8,/ Jhf.- Regt Unter

| vom 16. Inf. Negt., zum Sec. Lt, Schulz e, " Regiment ,

M Regt., zum Pr, Ltk.,

A T Iegi.

Mit Rücfsiht auf diese Verschierenheiten aber sind von vorn L A herein die auf die Straffestsebung bezüglichen Schriststücke von den- jenigen getrennt zu halten, welche si auf die Kosten, Pfändung } " Seconde - Lieutenant im 21sten Jufanterie - Negiment, unter Befördert Lt, ins 2. Aufgebot des 2ten Bataillons 2ten Regimen

2, Ba

zum

nathrichtigt, daß von ter Feldpolizei-Ordnung vom 1. Novemh 1847 und den dieselbe abändernden und ergänzenden Geseßen i Verbindung mit der von' dem Justiz-Minister, dem Minister a Innern und dem Ministerium für landwirthshaftlihe Angelegen. heiten erlassenen Instruction vom 1. Juli d. J. eine amtliche Ayz, gabe veranstaltet und im Verlage der Deckerschen Geheimen Obe, Hofbuchdruerei hierselbs| erschienen ist, Der Preis eines Exen. plars dieser amttihen Ausgabe is auf 3 Sgr. festgeseßt. Berlin, den 19. Juli 1856.

Der Justiz-Minister Simons.

Personal - Veränderungen in der Armee,

Dffiziere, Portepee-Fähnriche 2c.

Ernennungen, Beförderungen und Versfezungen, Den 14, Jul, des Bares,

Frhr. v. Wrangel, Sec, F vom 3. Kür. Negt.,, ins Garde - Hus. Regt. verseßt. der Unif. des 25. Jnf. Regts., unter Führung à

theilt. Seconde-Lieutenant vom 9. Jnfanterie-Regimen, |

Unteroff. vom 2. Kür. Negt., zu P. Fähnrs. befor Bar. Schuler v. Senden, Major, zum Commandeur des 3. Bats. Wittich,

Corps, ins 34. Jnf. Negt. verseßt.

Den 16. Juli. v. Barner, Nittm. vom 8. Hus. Negt., einstweilen in seiner bist

Stellung als Adjutant beim Gen.-Kommando des V1. Armee-Corps by” | lassen,

Gr. zu Stolberg-Wernigerode, Pr. Lt, vom Negt. Gand! du Corps, zur Dienstleistung beim Gen.-Kommando des VII, Armee-Cort: fommandirt. Den L Q Bronsart v. Schellendorff, Oberst-Lieut. u. Kommandant ba Wesel, die Genehmigung zum Tragen der Uniform des 3, Jnf. Regt unter Führung à la suite desselben, ertheilt. b. Eichstedt, P. Fähn

17, Jufanterie - Negimnt|

F von

Hummel, Unteroffizier vom Freiherr

Freiherr von Fürstenberg - Vorbe, Vestel, PL'LE Von 11, Hus. Regt,

Sec. Lt. von dems. Regt.,, zum Pr. Lt.,, Baron b. Minnigerode, t

Regis., zum Pr. Lt. à la suite befördert. v. S ch arnhor st, Pr. U vom 3. Hus. Regt., als Adjutant zur 14. Kavall. Brigade fommantdir Prinz zu Bentheim-Steinfurt, Major, aggr. dem 13. Jnf. Regt. f als Commandeur des 7. fomb. Reserve-Bats. kommandirt.

Bei der Lan) E n

Den 44 Ju bt;

v. Großmann, Major u. Commandeur des 3. Bats. 2. Negt.

ins 9. Inf. Regt. verseßt. Fließ, Sec. Lt. vom 2, Aufgeb. des din Bats, 2, Negts, v, Wedell 1., See, Li, vom 1. Aufgeb, des 1, Bais f 9, Regts., de Niem, Sec. Lt. vom 2. Aufgeb. desselben Bats,, : Lts., Frhr. v. Eickstedt, P. Fähnr. vom 2. Bat. 9. Negts, früher F zum See, Lt. beim Train 1. Aufgeb... Wegner, Vit f Feldw. vom 2. Bat. 14 Regts, zum Sec. Lt. 1. Aufgeb., P. Fähnr. von dems. Bat., , der Kavall. 1. Aufgeb. befördert. bv. Hennigs, Pr. Lt. a. D., früyt Pr. Venzmer, Sec. Lt. vom Train 1. Aufgeb. des 1. Bats. 9.,, ins 2. Negts., V'anselow, Sec. Lt. vom 1. Aufgeb. des 2, Bats. 14,

| 3, Bat. 9. Negts., Schmeißer,. bz Skempel,. Sec, Lts. hom 2 Au bes 4. „Bals S ins,,8. Bal, a1 Alegls, elrangiet,

Den 117 Nil,

| Bruno, Sec, Lt. von der Artill. 2, Aufgeb. des 1. Bats. 29, É "41. Bat. 13, RNegts., b. Döring, Pr. Lt. vom 1. Aufgeb. des |' 413,, ins 1. Bat. 15. Regts. v. Morstein, | Aufgeb. des 3. Bats. 14., ins 2, Bat, 17. Regts., | Lt. von den Pion. 2. Aufgeb. ‘des 2. Bats. | 36. Juf. Regts., Bus, Sec. Lt. vom 1. Aufgeb. des | v, Viebahn, Sec. Lt. von der Kav. 2, Aufgeb. des 1, Bats | ins Ldw, Bat. 37. Juf. Negts. einrangirt.

2. Negts, : 2, Bats. 16. Reg 99, Regts

NANbscMte d Sb elg ung en 2 Den 14. Juli.

v. Lüderiß, Oberst-Lieut. vom 9. Jnf. Regt., dit

als Oberst mit

' | Negts.-Unif., Ausficht auf Anstellung in der Gendarmerie und Pens Sämmtliche Gerichte und Justizleamte werden hierdurch be- e Ven

v, Düsterlbo, Hauptm. vom 14. Jnf. Negt., als Major mit der Regt?

E

Pr. Lt. vom 35. Inf. Negt., unter Führung à f als Abtheilungs-Vorsteher h

v, Othegraven E “Oberst u. Commandeur der 6. Jnf. Brigade, die Erlaubniß zum Trag la suite desselben, 4: v. Podewils, Port. Fähnr. vom 2. Inf. Negt., zum Seconde F

Unteroff. vom 14. Jnfanterie-Regt, F

Hauptm. vom 34. Jnf. Negt, untq 2. Ldw. Regti, F Hauptm. vom 20. Juf. Negt., unter Entbinduy ® beim Gen. - Kommando des V. Amt Frhr. v. Falkenhausen, Pr. f Beförderung zum Hauptm, im 2. Juf. Regt, "als Adjut. zum Gen.-Kommando des V. Armee-Corps fommandirt. v. Roell * dreitägiges Gefängniß ausspreheu ($. 1 a. a O )5«spatet Pr. Lt. vom 9. Jnf. Ngt., zum Hauptm. befördert und ins 17. Jnf. Negt. verse *

Unteroff. von demselba\*

und ¡(1M Egloffstein, Unteroffiziere vom 4. Kür. Negt., zu P. Fähnrs., vf unter Entbindung von dem Ker

dieselbe Polizei - Behörde vorläufig die Strafe festseßen fónnen, mando als Adjutant der 14. Kavall.-Brigade, zum Nittm., v. Hymmt

r die E1 dun obald es nur um die Kosten, | r welcher die Entscheidung zusteht , jobald sich en, Lt. vom 5. Ulan. Regt., zum Nittm., v. Vietsch, Sec. Lt. bon den]

Edler v. Hymmen, Sec, Lt. à la suite desselbi

zu V.

t b Tucoll: F früher im 3. Drag. Negt., zum Sec. Lt. i

3, Bait F Sec. Lt, von den Pion F Winterst ein, 2*|ff ins Ldw. N

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der Abschied bewilligt.

cht auf Cibilversorgung und Penfion, Aualo ; n ausgeschieden.

Seconde-Lieutenant vom 4. Ulan. Regt.,

Bei der Landwehr: Den 14. Juli.

Sec. Lt. von der Kabvall. 1. Aufgeb. des 3. Bats.

Sec. Lt. vom 1. Aufgeb. des 1. Bats. 9. RNegts.,

i, UnL net:

p. Eickstedt, / t, Herw1g, E Jasinsfi, Hauptm. vom 1. A 3. 14 Oseiner bisher. Unif, allen dreien der Abschicd bewilligt. M Den 17. Juli.

grd eb, des hewilligf.

1, Vats. 16. Negts,

Militair - Beamte. H urch Verfügung des Kriegs-Ministeriums: Den 11. Juli.

l s Í rat 3 Aufgeb. des 3. Bats. 14. Regts., diesem " momente daraus lassen sich in Kürze folgendermaßen zusammen-

|

j | Î j

rhr. v. Boitlenberg, gen. Schirp, Nittm. vom Train 1. Auf- mit seiner bisher. Uniform, der Abschied | | auf 20,000,000 Pfd. Ertrag | 15,187,953 Pfd.

Kolscher, Intendantur - Rath von der Militair - JZntendantur des

1, Armee-Corps, zu

antendan ( p des 1. Armee-Corps versept. ¡ählige Jntendant.-Secretaire

und des VII. Armee-Corps, zu etatsm. Jntendant.-Secretairen ernannt.

Fi tomitliches8.

Breußeu. Königsberg, 429. Juli. Nadhmittags enkete sanft der Staatsminister a, D.,

Am 23. Ritter

der des VII. Armee-Corps, und dagegen Kausch, | t -Nath von der Militair-Jntendant. des VII, Armee-Corps, zu | Dzialoß, Bruno, bisherige über- | bei der Militair-Jutendant. resp. des 11. |

wurde dem Commandeur en Chef eingeschickt, durch den es der

- Königin zur Bestätigung vorgelegt werden soll, Zwei Andere von

den Meuterern wurden den Civil - Behörden zur Aburtheilung U. ¿

s liegt jeßt der Finanz-Ausweis des verflossenen Jahres (bis 31, Juni gerechnet) gedruckt vor. SU on

stellen: Die Gesammt-Aus gaben betrugen 91,803,191 Pfd. gegen 70,233,778 Pfd. in der entsprehenden Epothe von Ia 1859. Die Mehr-Ausgaben belaufen sih somit "in runder Summe . Unter den RNevenüen steht obenan, ter der (seit dem Kriege erhöhten) Einkommensteuer: : Die Ausgaben zerfallen in drei Haupt- rubrikfen, Die Erste umfaßt die Verwaltung der Staats= huld und deren Interessen, im Betrage von 28,319,173 Pfd. z die zweite umfaßt 400,542 Pfo, für die Civilliste, 339,214 Pfd. für Pensiouen und Jahrgeÿalte, 162,519 andere Gehalte und Diä-= ien, 146,591 Pfd. die Kosten ter Diplomatie z 491,339 Pfd. Ge-

| rihtshófe und 187,507 Pfd, diverse Ausgaben z zusammen 1,727,715

Pfd.

In die dritte Rubrik fallen 21,551,242 Pfd. für das Land=-

heer, 17,113,995 Pfd. sür die Flotte, 8,378,582 Pfd. für das Feld= | zeugamti, 3,000,000 Psd. befonderer Kredit für Heer und Flotte

notirt, 6,879,604 Pfd, für die verschiedenen Civilämter, 4,132,636

Pfd. für Gehalte in den verschiedenen Revenüen - Departements;

d. MNts, des |

Schwarzen Adler-Ordens, Heinrich Theodor von Schoen guf

Arnau, Bis vor wenigen Tagen erschien er noch vollkommen geistes- die Natur (v. Schoen is 1773 geboren) ihren Tribut.

indeß forderte | : y | fühlbare Abnahme seiner Kräfte

Es trat seit einigen Monaten eine ein, welher ) lag. (Königsb. Hart. A Hannover , 24, Juli.

,

zusammen 61,756,292 Pfd. Diesem Ausweise zufolge haben die Ausgaben für Heer und Flotte über 50 Millionen Pfd. betragen. Jn der gestrigen Unterhaus-Sißung überreichte Mr. Gib- son eine Petition von Brer Najundez Waider, gewesenem Najah von

frisch, zeigte für den Lauf der Zeitereignisse die regste Theilnahme z | Coory, mit der Beschwerde, daß die Ostindishe Compagnie ihm den Auf-

enthalt in England verbietet, und der Bitte, daß die Penfion, welche er

| von der Ostindischen Compagnie zu beziehen hat, ihm ungeachtet seines

Zustand sich allmälich steigerte und dem er endlih er=

Die Zweite Kammer entschied sich |

gestern in zweiter Berathung des Geseßes über Beschränkung

der Zuständigkeit der Schwurgerichtshöfe, welche die

$8, 1 bis 7 umfaßte, für den Antrag des Ver fassungs-Ausschusses,

wona leichtere politische und Preßvergehen den untern Justanzen, | i : f d E , j r 3 V N M é Q f L der Obergerichte mit Berufung an den | machen zu wollen, kann er doch nicht anders, als das Arrangement

{were den großen Senaten

Untheilssenat des Ober-Appellationsgerichts, verwiesen werden sollen. |

Sie verwarf mit 70 gegen 15 Stimmen einen auf Beseitigung der doppelten Instanz gerichteten Antrag Danckerts und mit 4A gegen 41 Stimmen

mithin für \chwere politische 2c. Vergehen die Zuständigkeit der S(hwurgerichte begründet bleiben sollte,

Sachsen. Leipzig, 25. Juli, Heute früh ist Se, König- liche Hoheit Prinz Albrecht von Preußen auf der thüringischen Eisenbahn hier angelangt und nah Dresden weiter gereist, (L. Z.)

Franffurt, 24. Juli, Jhre Königliche Hoheit die Prinzes sin Karl von Preußen ist heute von ihrem Besuche in Baden= Baden hier angekommen und hat sich nach Schlangenbad zurück- begeben, um ihre Kur fortzuseßen. (Fr. J.)

Niederlande. Amsterdam, 24, Juli,

einen Antrag Oppermanns, nah welchem die |

allgemeinen Vorschriften der Strafprozeß-Ordnung in Kraft treten, ! 0 0 F " L : , L i | rechnet werden würden, und daß es einen garstigen Eindruck mache, blos

Jm ersten halben |

Jahre dieses Jahres haben die Staatseinkünfte 26,276,857 Gulden | betragen und zwar 2,342,627 Gulden weniger als in derselben

Zeit des vorigen Jahres. Es is dabei nicht zu übersehen, daß die

Steuer auf Tonnengeld und die Mahlsteuer in diesem Jahre nicht erhöht gewesen ist, dagegen der Wein, in- und ausländische Sypiri-=

usse Aufschlagsteuern erlitten haben. Die Veranschlagung der

Einkünfte für dieses halbe Jahr war beinahe 600,000 Gulden

höher, als wirklich eingekommen ist, Gulden abgelöst worden, #o daß auch an Reuten für die Staats=-

Außerdem sind 10 Millionen

huld gespart wird. Prinz Friedrich reist am 15, August zur

Kaiserkrönung nah Moskau. (Düss. Z.) Belgien, Brüssel, 24. Juli. Gestern empfing Se. Majestä der König Leopold in feierlicher Audienz die Gesandten von

Verweilens in England, ausbezahlt werde. Nach einigen Bemerkungen über die Ventilation des Hauses, den Bericht der Chelsea-Krim-Kommission, welcher, wie Mr. Villiers versichert, den Mitgliedern vor der Proro- gation eingehändigt werden soll, und einigen geschäftlichen Kleinigkeiten mehr, fommt die „i#1ishups of London and Durham Kétiverient: BAI® zur De- batte. Sir Will. Heathcote beantragt die Verwerfung, weil die Bill einen gefährlichen Präzedenzfall abgeben würde. Ohne der Negierung oder den Bischöfen selbst den Vorwurf absichtticher Simonie

bei diesem Namen zu nennen. Dem Bedürfniß der beiden Sprengel ab- zuhelfen, hätte man Suffragan- (Weihbischöfe) Bischöfe heranzichen kön- nen. Lord Nob. Cecil sekundirt. Jn derselben Weise treten auch Mr. Noebuck und Sir J. Graham gegen die Maßregel auf; jenex nennt sie einen Skandal für die Kirche; dieser macht bemerklich, daß Kontrakte, wie die vorgeschlagenen , untergeordneten Geistlichen als Simonie ange-

die hochgestellten, reihen und wenig von ihrem Beruf geplagten Kirchen- Lords, blos. die Bischöfe, von den Fesseln des Gesezes zu be- freien. Das Haus versuhe nur, die Bischöfe auf die. Probe zu stellen, und sege. die Penfionen auf 3000 und Z500_ Psd. Ster- ling herab, dann werde man sehen, ob es wirklich UAltersschwäche sei, was die Entlassungsgesuche der Bischöfe motivirt hat. Er wage zu prophezethen, daß man, im Fall das Haus die Pensionen reduzirt, von der Bill nichts mehr hören werde. Sir J. Graham geht außerdem so weit, der Ne- gierung politische Absichten zuzuschreiben, und glaubt, daß fie ihr Stellen- vergebungs-Necht in der Kirche zu erweitern denke. Ferner protestiren Mr. Gladstone, Mr. Henley und Mr. Thom. Duncombe, die Vertreter drei sehr verschiedener Nichtungen, gegen die Maßregel, und namentlich gegen die Aut, wie sie dem Parlament im leßten Augenblick abgenöthigt werde. Für die Bill sprechen, außer Six G. Grey und Lord Palmerston, ebenfalls Mitglieder verschiedener Parteien , der Peelit Cardwell, der Whig Shelley und der Tory Walpole. Die zweite Lesung geht darauf mit 151 gegen 72 Stimmen durch. Frankreich. Paris, 24. Juli. Der „Moniteur“ meldet, daß in zwei kleinen Ortschaften des Bezirks von Thouars ( Departement der Deux Sevres ) unruhige Auftritte stattfanden, jedoch rasch unterdrückt wurden. Jun Folge einer vom Parket

zu Bressuire geleiteten Untersuchung nämlich, waren gegen Ein= wohner von Argenton und Brion, als der Mitgliedschaft einer

Frankreih, Rußland, Preußen und Baiern, welche ihm Glücfwunsch=

Schreiben ihrer Souveraine überreichten. Am heutigen Tage bringt

der „Moniteur“ einen neuen Gnaden-Erlaß, vom 23. d. M. datirt, welher sämmtlichen wegen Polizei-Vergehungen verurtheilten oder in Haft befindlichen Personen ihre Strafe schenkt, Am 27sten | d, M. wird der König sich nah Brügge begeben, wo eine neue Reihe von Festlichkeiten seiner harrt, und alsdann mit nur kurzen | Unterbrechungen das ganze Land durchziehen, da eine jede belgische | Stadt es als einen Ehrenpunfkt betrachtet, den geliebten Monarchen

bei dieser Jubilarfeier in ihren Mauern zu begrüßen, Großbritannien und Jrland.

(Köln. Z)| London, 24, Juli,

Die König in beabsichtigt, wie es heißt, den bei den Ostsee-Feld=-=

zügen betheiligten Flotten-Mannschaften die ihnen entsprechenden Medaillen persönlich einzuhändigen.

Die kriegsrechtliche Untersuchung über die leßte Meuterei der Niliz von Tipperary, ist, wie der „Times‘’ aus Dublin gemeldet wird, am vergangenen Montag geschlossen worden, und sollen vier der Rädelsführer zum Tode verurtheilt worden sein, Das Urtheil

Haftbefehle erlassen wor= beauftragte Gendarmerie Eben #0 wurden in und die Gendarmen

geheimen Gesellschaft angeklagt , den, Die mit Vollziehung derselben von Argenton stieß auf Widerstand, der Gemeinde Briou der Bürgermeister einen Augenblick umringt und zurückgehalten, Der Unter-Präfekt oon Saumur begab sich au Ort und Stelle. Als er mit 12 Gen- darmen zu Brion anlangte, zerstreuten sih die Meuterer und flohen nach allen Seiten, Mehrere Verhaftungen geschahen und die Ruhe ward hergestellt. Die auf die erste Kunde von den Unruhen nach Brion beorderten Truppen erhielten Gegenbefehl. Gestern Abend wurden 45 Verhaftungen im Faubourg St. Antoine vorgenommen.

Spanien. Der pariser „Moniteur“ enthält an der Spite seines nichtamtlichen Theiles folgende Note: „Die lebten Berichte aus Barcelona melden, daß der Kampf daselbst sehr lebhaft gewesen ist, daß jedoch der Erfolg der Königlichen Truppen als vollständig betrachtet werden kann. Das Feuer hat am 18ten von 5 Uhr Nachmittags bis Mitternaht gedauert; am 19ten More . gens fortgeseßt, währte es bis 8 Uhr Abends, am 20sten ebenfalls den ganzen Tag hindurch und am 21sten vom