1856 / 213 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1748

Königreich Polen maßgebende Handels-Codex unzulänglih erscheint, und daß deshalb eine Revifion und Vervollständigung desselben von Uns an- geordnet ist , daß ferner inzwischen verschiedene Handelsgesellschaften immer größeren Umfaug erreichen , die bestehenden Vorschriften aber weder die Theilnehmer noch diejenigen Personen ficher stellen, welche ihre Kapitalien den Gesellschaften anvertrauen, haben Wir auf Vorlage des Administrationsrathes verfügt: Art. 1. Der im Artikel 37 des Han- dels - Codex enthaltene Vorbehalt, daß ungenannte Gesellschaften nicht anders zusammentreten dürfen, als nah borhergegangener Ermächtigung seitens der Regierung, soll in Zukunft bis zur Veröffentlihung des neuen Handelsgeseßes auch für die Kommañdit-Handelsgesellshaften, deren Ka- pital die Summe von 150,000 Silberrubel übersteigt, maßgebend sein. Art. Il. Der Modus, eine solche Ermächtigung zu erwirken, bleibt der- selbe wie bisher bezüglih der ungenannten Gesellschaften. Art. 11]. Die Ausführung dieser Verfügung und Aufnahme im Gesehbuche befehlen Wir Unserem Verwaltungsrathe im Königreich Polen. Peterhof, 21. Juli 1856. Alexander. (Köln. Ztg.)

Nadthrichten aus Warschau vom 6. September zufolge waren dort alle Vorbereitungen zu den Volfsfestlichkeiten getroffen, welche zur Feier der Kaiserkrönung am nächsten Tage stattfinden sollten. Die warschauer Zeitungen hatten angekündigt, daß sie dieser Feste wegen an den Tagen des 7ten und 8. September nicht erschei= nen würden. :

Dánemark. Kopenhagen, 6. September, Die Abreise Sr. Majestät des Königs und Gemahlin nach Bornholm ist jeyt auf Morgen Nachmittag festgeseßt. In seiner Begleitung befinden sich der Minister des Jnnern, Kammerherr Berling, General-Adju= tant von Schöller 2c. Die Ueberfahrt geschieht mit dem Dampf- {hie „Slesvig‘“, welhes vor einigen Tagen aus dem Dock ge- kommen ist.

Amerika. Der Dampfer „Tamar“/, am 6. September in Southampton angelangt, bringt eine Post aus Buenos Ayres, 2. August. Jn Buenos Ayres stand es \{chlimm. Jn der Provinz Santa hatte Juan Lopez den Gouverneur Cullen abgeseßt und p O E an sich gerissen. Man war auf einen Bürgerkrieg gesaßpt.

Den lehten Nachrihten aus Amerika zufolge, die in London den 8. September eingetroffen sind, herrshte noch fortwährend ein Bruch zwischen dem Präsidenten Pierce und dem Kongreß. Es ging das Gerücht, Campbell bereite eine neue Army- Bill (Heer-Budget-Bill) ohne beschränkendes Proviso vor. Die Annahme eines die Territorial - Geseße von Kansas beschränkenden Gesetßentwurfes hielt man für wahrscheinli. Die Stadt Franklin in Kansas war von den Gegnern der Sklaverei eingenommen worden.

Der hartnäckige Kampf über die Wahl des Sprechers verzögerte bekanntlich 64 Tage lang den Anfang der diesjährigen Session des Kongresses der Vereinigten Staaten, der ersten der 34sten Sißungsperiode. Ein gleihmäßig anomales, bis= her noch nicht dagewesenes Ereigniß arakterisirt den Schluß der= selben, über welchen uns nähere Mittheilungen vorliegen. Beide Häuser vertagten sich am 18ten v. M. ohne vorgängige Bewilli= gung des Militair- Budgets wegen mangelnder Uebereinstim= mung über eine der betreffenden Bill vom Repräsentanten- hause hinzugefügte Amendements-Klausel , und der Präsident hat sich deshalb genöthigt gesehen, durch eine vom Tage der Schluß= sißung datirte Proclamation eine nachträgliche Session auf den 21sten anzuberaumen. Jene Klausel lautet wörtlich: „voraus- geseßt , daß kein Theil der militairishen Streitkräfte, für deren Unterhalt in gegenwärtiger Akte Gelder bewilligt sind, dazu ver= wandt werden soll, irgend welhen Beschluß der sich als Territorial - Legislatur von Kansas gerirenden Körperschaft, ohne vorherige Genehmigung und Bestätigung seitens des Kon= greses, gewaltsam durchzuführen. Doch sfoll dieser Vorbehalt den

räsidenten niht hindern, angemessene Streitkräfte zu entfalten ; nur soll er sie pflihtgemäß dazu verwenden, jede Jnvasion jenes Landes durch bewaffnete Banden nicht darin Ansässiger , welche unter dem Vorwand der Unterstüßung irgend eines der dortigen Territorial-Beamten in der Ausführung eines derartigen Beschlusses geschieht, zu verhindern, so wie auch Personen und Eigenthum in jenem Lande und auf den dahin führenden Heerstraßen gegen un- rechtmäßige Durchsuchung und Beschlagnahme zu {hüßen; auch soll es ferner seine Pflicht sein, wirksame Maßregeln zu ergreifen, um die Rückgabe aller Waffen der Unionsregierung zu erzwingen, welche in dem fraglihen Territorium vertheilt worden sind, so wie jeder ferneren Vertheilung der Art vorzubeugen.‘“ Drei Konferenz= Aus\{üs}sse, aus Mitgliedern beider Häuser, des Senats und des Repräsentantenhauses, bestehend, hatten sich über diese Klausel niht vereinigen können, Der lebte Aus\{hußberiht wurde dem Senate um 103 Uhr präsentirt; das Comité empfahl bei dem früheren Senatsbeshluß, der auf Streichung der Klausel ging, zu beharren. Nach einer sehr lebhaften Debatte trat der Senat mit einer Ma-= jorität von 3 Stimmen gegen 1 diesem Antrage bei, und die Bill ging demgemäß ans Repräsentantenhaus zurück. Die Abstimmung des leßteren rihtete sih zunä auf die Frage, ob bei dem Amen- dement zu beharren sei. Die Majorität erklärte sich dagegen. Die

nächste ordnungsmäßige Abstimmung würde die Frage, ob das Amendement zurücßziehen wolle, betroffen haben, und Faum UT es nach dem vorigen Votum zweifelhaft, daß auch hier die Majorité, auf Seiten des Senates stehen würde. Jnzwischen war jedo u Schluß der Sibßung bis auf eine halbe Stunde nahe gerüdt v es wurde der Antrag gestellt, die Sißung bis 2 Uhr zu verlän A Das Haus aber weigerte sich dessen. Nah5 Minuten vor 12 Uhr gin L Botschaft von Seiten des Senates ein, worin dem Hause angezeigt wur daß derselbe die Verlängerung seiner Sißung bis um 2 Uhr fe! \chlossen habe z die Abstimmung, ob dem beizutreten sei, begann dz neuem, indeß machte mit dem Glocktenschlage 12 der Hammer vie Sprechers allen weiteren Diskussionen ein Ende. Damit blieh die Bewilligung des Militair - Budgets unerledigt. Als Grund zur Berufung der Extra-Session wird in der erwähnten Proclama tion bekanntlih angegeben, daß jene unzeitige Vertagung das Gou- vernement der Mittel beraube, seine Pflicht zur Vertheidigung des Landes und zur Aufrechterhaltung der öffentlihen Sicherheit zy erfüllen, um so mehr, „da Feindseligkeiten mit verschiedenen Indianer: stämmen an entfernten Grenzen herrshen und au in anderer Be. ziehung der öffentlihe Frieden ernsthaft bedroht sei.“ (Pr. C,

Die nach dem Sturz des Diktators Santana in Mexicg in den Besiy der Gewalt gekommene Regierung fährt auf dem von ihr betretenen Wege fort, Reformen im Geiste der liberalen Partei ins Leben zu führen. Sobald der General Alvarez im Oktober v, J. zum interimistishen Präsidenten der Republik bestellt worden, erfolgten mehrere durchgreifende Geseße, unter welchen besonders dasjenige über die Abschaffung der dem Militair und der Geistlichkeit vor dem Civilgeriht seither verbliebenen Präro- gative großes Aufsehen machte und beide Stände mit der Befürchtung weiterer, ihren Interessen niht günstigen Maßnahmen erfüllte. Die Besorgnisse stiegen, als im Dezember der Nahfolger des Prásidenten Alvarez, General Comonfort, dessen Regierung durch eine Verbindung der Liberalen mit den Gemäßigten an Stärke gewann, die Erlasse seines Vorgängers bestätigte und im Sinne der von ihm angebahnten Reformen weiter regierte. Durch Be- theiligung von Militair und Geistlichkeit kam die Revolution unter Haro zu Stande, die indessen mit der Einnahme von Puebla im Monat März unterdrückt wärd. Die an dem Aufstand bethei- ligten Regimenter wurden aufgelöst und die Offiziere verabschiedet; der Bischof von Puebla aber wegen Verabreichung von Geldmitteln an die Aufrührer des Landes verwiesen und die Verwaltung der Einkünfte seiner Diözese unter die unmittelbare Aufsicht der Regie- rung gestellt. Dann erschien unter dem 21, Juni ein Desamortisations - Gese, welhes den geistlihen und well lichen Körperschasten befiehlt , ihr Grundeigenthum zu verkaufen, Der Werth der zum Verkauf bestimmten Grundstücke beläuft si auf etwa 250 Millionen Piaster, - Da der Käufer vom Kaufpreis eine Abgabe von 5 Prozent an die Staatskasse eutrihten soll, so rechnet die Regierung aus dieser Quelle auf eine Einnahme von 12 Millionen. Für die ersten drei Monate is es den seitherigen Pächtern vorbehalten, die gepachteten Grundstücke käuflih zu erstehen, und zwar unter Zahlung des 16ckfahen Betrages der jeßigen Pacht, die als 6 Prozent des Grundwerthes gerechnet wird. Die Geistlichkeit hat fich diesem so tief in ihre Interessen eingreifenden Geseß gegenüber bisher mehr passiv ver- halten und sich auf einzelne Vorstellungen bes{chränkt. Unter den Pächtern finden sich aber wenig Käufer, was sich zum großen Theil wohl aus der Besorgniß erklärt, eine künftige Regierung könnte das Desamortisations - Geseß mit rüc{wirkender Kraft wieder auf- heben. Einer von Anfang August aus Mexiko uns zugegangenen Mittheilung zufolge, war der fonstituirende Kongreß, welcher im Februar sich versammelt hatte, noch fortwährend mit der Bera- thung der neuen Verfassung beschäftigt. Gerade zur Zeit des Abganges dieser Mittheilung fanden sehr lebhafte, in ihrem Resultat noch nicht bekannte Debatten über den 15ten Artikel statt, welcher außer der bisher im Lande aus ließli herrschenden katholischen Religion auch dem Kultus der anderen christlichen Kirchen freie Ausübung verstatten will. Da nach einer vom Minister des Auswärtigen in der Versammlung abgegebenen Erklärung die Regierung selbs der Bestimmung des Artikels ent- gegentritt, so steht allem Anschein nah dessen Verwerfung erwarten. Jn Guadalajara waren kürzli Unruhen ausgebrohen, indem die exaltirten Liberalen sich gegen den ueuen Gouverneu? erhoben. Eine dorthin gesandte Truppen - Abtheilung stellte aber alsbald die Ruhe wieder her. Schwieriger dürfte es sein, N Leon wieder zu beruhigen. Dort hatte der Gouverneur B sich gegen die Regierung aufgelehnt, weil dieselbe seinem Plan widerstrebte, die Provinzen Nuevo Leon und Coahuila in einen einzigen Verwaltungsbezirk zu verschmelzen. (Pr. C)

Nach einer der „Pr. C.“ vorliegenden Privatmittheilung aus Neu-Granada vom 7. August hatte die Regierung dieses süd- amerikanischen Freistaats gegen die von dem Kabinet zu Washington erfolgte Anerkennung der Walker-Rivas?\chen Regierung !" Nicaragua mittelst eines ausführlichen Aktenstückes protestirt, in welchem diese Regierung als eine durchaus illegale und aufgedrungen€ dar

1749

der Präsident des Staats Nicaragua, Patricio Rivas gestelt Ves Sterkzeug der fkalifornishen Abenteurer geschildert f die unter der Führung des General Walker seit Oktober “n Jahres das Gebiet dieses Staates beseht hielten und deren

Le gheil und ganze Haltung, wie die neugranadische Denkschrift

}, allein in der Hoffnung wurzele, daß ihr Beginnen von Lo en der Vereinigten Staaten gutgeheißen und unterstüßt werde. Neu-Granada, zu welchem auch der Jsthmus=Staat Panama ge- Frt, ist dur seine benahbarte Lage natürlich bei dem Zustand t Dinge in Nicaragua nahe interessirt. : Indeß hat jener Protest durch die Veränderung, welche seitdem bereits in Nicaragua vorgegangen ist, einen wesentlihen Theil seiner Grundlage verloren, denn be- juntlich besteht jeßt ein offener Bruch zwischen dem Präsidenten Rivas und dem General Walker, und Ersterer hat durch Anord-

neuer Prásidentenwahlen für die Herstellung eines legalen Gouvernements Sorge getragen, auch mit den Streitkräften der ihrigen central-amerifanishen Staaten zur Austreibung der fkali- fornishen Eindringlinge sich verbunden. Es ist daher die Aussicht yorhanden, daß der Gegenstand des Protestes von Neu - Granada auf diesem Wege scine Erledigung findet.

Statistishe Mittheilungen.

Stockholm, 26. August. Die Zolleinnahmen Schwedens betrugen im Zahre 1855 ungefähr 9,000,000 Rthlr. Banco (5,062,500 Thlr. Deutsch), Branntweinsteuer über 3,000,000 Rthlr. Banco (1,687,500 Thlr. Deutsch), die Post, charta sìgillata u. st. w. ungefähr 1,500,000 NRtblx. Bco. §43,750 Tblr. Deutsch), und die allgemeine Grundsteuer 4,000,000

ble. Bco. (2,250,000 Thlr. Deutsch.)

Gewerbe- und Handels-Nachrichten.

Lübeck, 6. September. Jn der heutigen Sizung des Bürger-Aus- usses wurde ein Antrag des Senats in Betreff Ratification eines am 4, Juni d. J. zwischen den Hansestädten und Mexiko abgeschlossenen Zandelsbertrages zur Annahme empfohlen. Vom Senat wurde heute «ne Bekanntmachung publizirt, der zufolge für die Zeit, während welcher der mit dem Königreiche Schweden und Norwegen am 14. September 1852 abgeschlossene Handels - und Schifffahrtsvertrag in Kraft sein wird und so lange irgend einem anderen Staate angehörige Schiffe dieselbe Gerechtsame genießen werden, den lübeckishen Schiffen die Berechtigung gewährt worden ist, die Küstenschifffahrt zwischen s{wedishen Häfen zu treiben, (Lüb. Ztg.)

Nach Mittheilungen über den Stand der spanischen Eisen- bahnbauten soll auf der Nordbahn die Strecke von Palnuzia nach Alar und von Valladolid nah Burgos in zwei Jahren dem Verkehr übergeben werden. Die Arbeiten werden in ausgedehntem Maßstabe in Angriff genommen , und die Kontrakte zur Lieferung von Schienen sind bereits im Auslande abgeschlossen. Am Z31sten v. M. fand die feierliche Eróffnung der Bahnstrecke von Tarragona nach Reus statt , welche beide Arte auf eine Viertelstunde Entfernung nähert. Die asturishe Koblen» bahn von Sangres nach Guijon ist endlich beendigt und wird dem Ver- fehr in Kurzem übergeben werden. Der elektrishe Telegraph, der Cadiz mit Madrid über Sevilla und Cordova verbinden soll, wird náchstens beendet sein, da man bereits mit Aufstellung der Stangen auf der leyten Station San Fernando bis Cadiz begonnen hat. (Pr. C.)

Marktpreise. Berlin, den 8. September.

Zu Lande: Roggen 2 Rthlr. 21 Sgr. 3 Pf., auch 2 Rthlr. 12 Sgr. 6 Pf, Grosse Gerste 2 Rihlr. 3 Sgr. 9 Pf, auch 2 Rihlr. 1 Sgr. 3 Pf. Hafer 1 Rihlr. 13 Sgr. 9 Pf, auch 41 Rthlr. 6 Sgr. 3 Pf. Erbsen 2 Riblce, 17 Sgr. 6 Pf., auch 2 Rihlr. 15 Sgr. Linsen 3 Bthlr. 15 Sgr.

Zu Wasser: VVeizen 4 Rthir. 11 Sgr. 3 Pf., anch 3 Rthlr, 3 Sgr. 9 Pf Roggen 2 Rthlr. 20 Sgr., auch 2 Rthlr. 8 Sgr. 9 Pf. Grosse Gersie 2 Kthlr. 6 Sgr. 3 Pf, auch 41 Rthlr. 28 Sgr. 9 Pf. Hafer 1 Rihir. 12 Ser. 6 Pf, auch 4 Riblr. 7 Sgr. 6 Pf. Erbsen 2 Riblr. U Sgr. 6 Pf, auch 2 Rihlr. 15 Sgr.

Sonnabend, den 6. September.

Das Schock Strob 7 Rihlr. 15 Sgr., auch 5 Rihlr. 27 Sgr. 6 Pf. Der Centner Heu 4 Rthir., geringere Sorte auch 28 Sgr.

Kartoffeln, der Schettel 27 Sgr 6 Pf., auch 20 Sgr., metzenweis l Sgr. 9 Ps, aich 4 Sgr. 3 Pf.

. LELR- E

, Leipzig, 8. September. Li tauer Litt. A. 67 Br.; Litt. B. 90 Br. erlin - Anhaltische —. Berlin - Stettiner Cöln - Yindener —. Thüringische 130 Br. Friedrich - Wilhe!ms - Nordbahn —. Altona-

Leipzig - Dresdener 291 G. Löbau-

Magdet urg Leipziger 243 Br.

Kieler 130 G. Anhalt-Dessauer Landesbank-Actien Litt. A. u. P. 4144

G.; Litt. G. 1263 G. Braunschweigische Bank - Actien alte 156 L do. von 1856 —. Weimarische Bank - Actien Litt. A. u. B. 140z Br. Wiener Banknoten 995 G. Oesterreichische S5proz. Metalliques 84 Br. 4854er Loose —. 1854er Natioual - Anleihe 855 Br., 85% G. Preussi- sche Prämien-Anleihe —.

* Konstantinopel, 28. August. Wechsel - Cours: Lon- don 3 Monat 121—12173; Paris und Marseille 190—191; Wien 480: Genua 189. Geldcours etwas gestiegen. :

** Summyrma, 29. August. Wechsel-Cours: London 115;—115 Piaster; Frankreich 184 Para ; Triest 450—448 Para.

Hamburg, 8. September, Nachmit:. 2 Ubr 32 Minuten. B3proz. Spanier 27% 1proz. Spanier 237. Börse flau und stille. Disconto 74» s pt.

etr-idemarki. Weizen loco preisshaltend, geringe Zufubren. Roggen loco stille. Oel loco 324 nominell, pro Herbst 315. Kaffee: Riobericht bewirkte keine Veränderung. Zink 1500 Ctr. Lieferung 15. 7% und 8,

Frankfurt a. L, 8. September, Nachmitt. 2 Uhr 55 Min. Die ungünstigen Geldverhältnisse hemmen das Geschäft. Course jedoch wenig verändert, bei unbelebtem Geschäft.

Schluss -Gourse: Nenueste preuss:sche Anleihe 117. Kassenscheine 1045. Cöln-Mindener Eisenbahn-Actien —. Friedrich- WVVilbelr:s - Nordbahn —. Ludwigshaten - Bexbach 1427. Frankfurt- Hanau —. Berlintr YVechsel 1047 Br. Hamburger Wechsel 89 Br. Lon- doner Wechsel 118 Br. Pariser Wechsel 98387 Br. Amsterdamer Weck se] —. Wiener Wechse! 1154 Br. Frankfurter Bank-A ntheile, —. 3proz. Spanier 393. 1proz. Spanier 24%. Kurbessische Loose 40. Badische Loose 48%. Gproz. - Metalliques €0. 4Z#proz. Metalliques ‘05. 1854er Loose 1054. Oesterreïichisches National - Anlehen 81%. Oesterreict ische Bank-Antheile 1255.

Wien, 9. September, Nachmittags 12 Uhr 45 Minut. Tel. Bur.) Börse fest bei geringem Geschäft.

Silberanleihe 89. Sproz. Metailiq. 833. 4tproz. Metalliques 732. Bank - Actien 1087. Nordbahn 2835. 185er Loose 110. Hational- Anlehen 854. Bank-Int.-Scheine 328. London 10, 05. Augsburg —. Hamburg 76%. Paris 1193. Gold 8. Silber 4.

Amsaterdam, 8. September, Nachmittags 4 Ühr. Tel. Bur.) Ungünstige Stimmung.

Schluss- Course : óproz. österreichische National- Anleihe 78 proz. Metalliques Litt. B. 857. S5proz. Metalliques 77%. 2#proz. Metalliques 397. d4proz. Spanier 245. 3proz. Spanier 395. Sproz. Russen Stieg- litz 95. S5proz. Russen Stieglitz de 1855 96%. Mexikaner 22. Wiener Wechsel, kurz 344 Br. Hamburger VVechsel, kurz 355. Holländische Integrale 635.

Getreidemarkt. Weizen stille. pro Herbst 88. Rüböl pro Herbst 505.

London, 8. September, Mittags 1 Uhr. Consols “943. :

Nachm. 3 Uhr. (Wolffs Tel, Bur.) Börse sehr flau.

Consols 945. 1proz. Spanier 25. Mexikaner 225. Sardiniecr 925. 5proz. Russen 109. 43proz. Bussen 985.

Getreidemarkt. Bester englischer Weizen fünf bis sechs Schil- linge niedriger; geringere Sorten unverkäuflich, Fremder Weizen un- Gerste einen bis zwei, amerikanisches Mehl einen Schilling

Preuss1scÌÈ e

(Wolil's

{YS oltfs

Roggen 10 Fl. niedriger. Raps (Wolff’'s Tel, Bur.)

verändert. billiger. Liverpool, Bur.) Bannuwoll-: Sonnabend unverändert.

Faris, 8. September, Nachmittags 3 Ubr. (VVolff's Tel. Bur.) Die Súimmung an der heutigen Börse war eine ziemlich seste. Die 3proz. begann mit 70, 70, wich aus 70, 65, hob sich auf 70, 80 und schloss in ziemlich guter Haltung zur Notiz. Consols von Mittags 12

Uhr waren 943, von Mittags 1 Uhr 94% gemeldet. Schluss - Course: 3proz. Rente 70, 75. 4iproz. Rente 91, 75 coupP- det. B3proz. Spanier 40%. 4proz Spanier 25%. Silberanleihe 88.

: Königliche Schauspiele.

Mittwoh, 410, September, Jm Schauspielhause 160sie Abonnements-Vorstellung. Deborah. Volks-Schauspiel in 4 Auf= zügen, von S. H, Mosenthal. (Fräulein Heusser: Deborah.)

B [ DRle is, Gèlne DaRN

m Opernhause. Keine Dorstelung. Donnerstag, 11. September. Im Opernhause. (149ste Vor= stellung.) Fra Diavolo , oder: Das Gasthaus bei Terracina.

Oper in 3 Abtheilungen, von Scribe, Musik von Auber,

Mittel - Preise. Im Schauspielhause. Keine Vorstellung.

8. September, Mittags 12 Uhr. (WoltPs Tel. 8000 Ballen Umsatz. Preise gegen vergangenen

—_—

Oeffentlicher Anzeiger.

a

effentlihe Bekanntmachung. eie Besißer der bei Marienland belegenen, ler Hypothekenbuche des Kreisgerichts Friede- J N. /M. Vol. 11. pag. 20/208 Nr. 6 ber- Bieten Buschmühle, Mühlenmeister Friedrich (hdr n Albrehtschen Eheleute haben als Ent- in d gung für die Aufhebung der ihrer Mühle er Königlich Wildenower Forst zuständigen

unterzeichneten Re

halten.

Holzberehtigungen nach Juhalt des von ihnen

mit dem Königlichen Forstfiskus unterm 26. März

und 15. Mai v. Y abgeschlossenen, von der 9

Der auf der Buschmühle Rubrica IIlI. Nr. d c. mit einer Hypothek von 245 Thlr. 3 Sgr. ein-

tragene Adolph Eduard Theodor Gentsch ist uh Amerika f lacäidiidet und sein Aufent- haltsort unbekannt; derselbe wird deshalb auf- rdert, sich binnen 6 Wochen und spätestens

erungs- Abtheilung unserm | gefo i 28. Oktober v. J. be tätigten RNezesses ein Ab- in dem auf den 29, Oktober 1856,

lôsungs-Kapital von 1200 Thlr. Courant er-

Vormittags 11 Uhr, im Sizungs- Saale der unterzeichneten Regierungs- Abtheilung vor dêm Regierungs - Rath Beeliß