1856 / 228 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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tern, nimmt natürlich die Aufmerksamkeit der hiesigen Presse in hohem Grade in Anspruch. Die „Times“ spricht heute die Ansicht aus, daß der amerikanishe Norden sich aus seiner Trägheit oder Feigheit aufraffen und dem Süden mit dem Schwerte in der Hand entgegentreten müsse. „Es ist hohe Zeit“, sagt sie, „daß die nóörd- lihen Staaten der Union ihre Stellung begreifen und die Pflichten erkennen, welche die gegenwärtige Krisis ihnen auferlegt. Es ist allerdings niht besonders angenehm, sih zu s{chlagen, und wenn es eine andere Art ‘giebt, eine Streitfrage beizulegen, so ist sie gewiß vorzuziehen, Wenn aber die Macht der Ereignisse dem Norden eine solche Alternative ( Ausscheiden aus der Union, oder Kampf mit dem Süden) aufzwingt, so fragt es sich \ehr- ernstlih, in wiefern er ihr, ohne seinen Pflichten und seiner Selbstachtung zu viel zu vergeben, aus dem Wege gehen kann. Am Ende ist es doh nicht gerade ungewöhnlich, daß Nationen an die physishe Gewalt appelliren, um große politische Prinzipien zu vertheidigen, und die Nationen, welche dieses Verfahren bei der geeigneten Gelegenheit beobahten, fahren am Ende gut dabei und werden für furze Opfer durch dauernden Ruhm und dauerndes Ansehen entschädigt.

E A E notstadt wird ein neues anglikanisches Bisthum gegründet. Außer dem Bischof von London erhalten wir noch einen Bischof von Westminster. Wie diese Neuerung im Publikum auf- genommen worden ist , läßt sich noh nicht recht ersehen. Die „Times“ äußert sich darüber und meint, daß sih die gottlosen Lon= doner überhaupt nicht viel um Bischöfe kümmern.

Frankreich. Paris, 24. September. Der , Moniteur ‘‘ veröffentliht heute das Domainen-Geseb, jo wie ein Dekret , das die Annahme der alten Ein- und Zwei = Sousstücke, #0 wie der Fünf- und Zehn-Centimenstücke mit dem Kopfe der Freiheit in den öffentlihen Kassen vom 41. bis zum 10. Oktober verlängert. Der General-Gouverneur von Algerien, Marschall Randon , hat dem Kriegs-Minister nachstehenden Bericht eingeschickt :

Herr Marschall! Jh meldete Jhnen bereits, daß General ussuf fich mit der unter seinem Befehle stehenden Kolonne, verstärkt durch jene des Generals Gastu , in das Land der Frikat begab. Die so vereinigten Truppen wurden in zwei Brigaden formirt, deren eine aus 2 Bataillonen und 4 Compagnieen des ersten Zuaven-Regiments, einem Bataillon des 68. Negiments und einem Bataillon Jäger zu Fuß unter den Befehlen Gasiu's bestand, während 2 Bataillone des 45. Linien-Regiments und zwei Bataillone des ersten Tirailleux - Negiments unter Oberst Vataille die andere bildeten. Osten durch einen großen Felsen beherrscht, dessen Vertheidigung dem ersten Tirailleur - Bataillon anvertraut war. Die Kabylen, die Wichtigkeit dieser beherrshenden Stellung erkennend, griffen sie in der Nacht vom 11ten auf den 12ten entschlossen an und wiederholten im Laufe des 12ten den Angriff; sie wurden jedesmal kräftig zurückgeworfen. Man durfte keine Zeit verlieren, das feindliche Land heimzusuchen; Ge- neral Jussuf ließ daher noch am nämlichen 12ten die Dörfer im Norden des Lagers durch zwei Bataillone angreifen ; sie wurden ohne allen Wis derstand besegt, obglei zahlreihe Kontingente versammelt und im An- gesihte waren. Am 13ten stieg General Gastu mit fünf Bataillonen in die Dörfer der Frikat hinab und brachte dem Feinde erhebliche materielle Verluste bei, während zahlreihe Gruppen, auf den umliegenden Höhen aufgestellt, blos einige Flintenshüsse mit un- seren Truppen wechselten. Die Kabylen, das Lager entblößt wähnend, griffen, wie Tags zuvor, den Posten des Felsens, und zwar dieses dritte Mal mit großer Erbitterung, an; sie wurden jedoch aber- mals nachdrücklich zurücgeworfen, und da unsere Mannschaften, von ihrer Hitze fortgerissen, theilweise ihre Verschanzungen verlassen hatten, um den Feind zu verfolgen, so eilte Oberst Bataille rash mit neuen Coms pagnieen auf den Kampfplaz. Gleichzeitig rückte Oberst Fenelon mit einer Jäger - Schwadron und unseren Goums auf die Nückzugslinie des Feindes bor, der Hals über Kopf floh und in Unordnung den Schluch- ten zustürzte. Am 1äten besuchte Oberst Bataille mit seiner Kolonne die Dörfer der Frikat, die an das Land der Beni - Smail gren- zen; die Kabylen unterhielten ein lebhaftes Gewehrfeuer mit unseren Tirailleuren, und es bedurfte eines kräftigen Bajonett-Angriffs, um fie zurückzutreiben. Die Truppen kehrten ins Lager zurück, obne ernstlih beunruhigt zu werden. Der Feind muß in diesen Kämpfen sehr empfindlihe Verluste erlitten haben ; wir unsererseits hatten Z Todte und 24 Verwundete; worunter 3 Offiziere zu beklagen. Am 16. wandte sich die Kolonne zu den Beni - Smail der Guechtoulas., General Jussuf hielt es für nüßlih, im eigentlichen Herzen des Landes Stellung zu nehmen, um die mit Dörfern beseßten Höhenkämme zu beherrschen. Die Stellung die er zu Mahallet-Namdan, oberhalb der Zouia bon Sidi-Abderahman, gewählt hat, erfüllt vollständig diesen Zweck Die Kabylen haben große Anstrengungen gemacht, um die Beseßung von Mahallet-Nam- dan zu verhindern, sie mußten sich aber vor dem Ungestüm unserer Soldaten und den guten Anordnungen Jussuf's zurückziehen. (Der Ge- neral-Gouverueur schaltet hier cinen Bericht Jussuf's ein, der am 16. ein fiegreihes Gefecht mit den Kabylen bestand, worin er 2 Todte und 11 Verwundete hatte, und sagt zum Schlusse:)} Nach diesem Berichte, Herr Marschall, glaube ih, daß der Kampf im Lande der Guechtoulas seinem Ende naht; denn die zu Algier, während man die Lebensmittel- Zufuhren sammelte, vereinigten Truppen sind in Bewegung, und gerade heute werden die Spizen der Kolonne auf der Hochebene von Boghni zu erscheinen beginnen.

Wie der „Moniteur“ anzeigt, wird auf Befehl des Kaisers eine Ausstellung von Werken lebender Künstler vom 15, Mai bis

Das vom General Jussuf bezogene Lager ward im.

zum 15. Juni 1857 zu Paris stattfinden. Die Regierung bat beschlossen, daß die Vollendung der zu Arbeiter - Wohnungen he. stimmten Gebäude möglichst beschleunigt werde. Nach der dies= jährigen Zählung betrug die Bevölkerung von Paris 1,174 333 Köpfe. Die Bevölkerung von Havre ist seit 1851 von 56,541 auf 64,137 Köpfe gestiegen. Der Sahwalter der Stadt Paris hat den Eigenthümern von 81 Häusern, die für den Bau des Boulevard von Sebastopol expropriirt werden, so wie 149 Miethwohnern im Ganzen 6,597,422 Fr. als Schadloshaltung angeboten,

Der Unterrichts - Minister hat bezüglich des Hirtenbriefes dez Bischofs von Arras folgendes Schreiben an den Rektor der Akademie von Douai gerichtet: s L;

Jch vernehme, daß die protestantischen, französischen und englischen Familien, die im Departement Pas - de - Calais wohnen, befürchten, daß rhre Kinder künftig in den gemishten Schulen keinen genügenden Schuß für die Ausübung ihrer religiösen Bekenntnisse finden dürften. Es ist nöthig, daß solche Befürchtungen sich nicht beglaubigen. Se. Majestät will alle durch die Verfassung des Reichs gewährleisteten Grundrechte umfassend aufrecht erhalten wissen, Diese Familien können darauf reh: nen , daß die Gewissensfreiheit auch ferner, wie seither, geachtet werden wird, und daß die Kinder, die den verschiedenen bom Staate anerkannten Kulten angehören, bei freier Ausübung ihrer religiösen Bekenntuisse auf richtigen Schuß finden werden. Theilen Sie diefes Schreiben gefälligst den Vorstehern und Direktoren ber gemishten Schulen Jhres Bezirks mit,

25. September. Die heutigen „Débats“ melden, daß Baron von Hübner über Marseille nah Biarriß abreisen werde,

Spauien. Aus Madrid schreibt man unterm 20, Sep- tember: „Dem Rüdcktritte Cantero's wird wahrscheinlich der des ihm gleichgesinnten Baharri folgen. Zwischen O'Donnell und Rios Rosas ist das einen Augenblick durch die Bemühungen der Freunde Cantero?s getrübte Einvernehmen hergestellt, Man beschäftigt sih eifrig mit der Bildung des künftigen Senates, der zunächst aus 140 Mitgliedern bestehen wird, später aber ver- fassungsgemäß durch Ernennungen der Regierung erweitert werden fann. Die Namen der neuen Senatoren werden in vier Serien und in Zwischenräumen veröffentlicht werdenz die erste, jene der Erzbischöfe und Bischöfe, soll schon fertig sein und nicht weniger als dreißig der fünfzig Prälaten Spaniens umfassen.“

Eine Depesche aus Madrid vom 23, September lautet: „Die Ernennung des spanischen Gesandten am russischen Hof ist noch nicht entschieden. Eine Aufrührerbaude, die sih in den Bergen von Toledo gezeigt hat, wird lebhaft verfolgt,“

Türkei. Konstantinopel, 14. September, Die christ lihen Kaimakans in Bulgarien haben eine Bittschrift an den Sultan um Nachlaß der rüdckständigen Steuern eingereiht, und zwar mit Berufung auf die großen Natural-Leistungen, besonderê an Fuhren, Einquartierungen in den leßten drei Jahren, wofür sie feine Entschädigung erhielten. Der Pascha von Skutari hat keinen Auftrag, den bereits abgelaufenen Waffenstillstand von Montenegro zu erneuern. Ein einziger Raubzug der Czernagorzen würde wieder Alles in Frage stellen.

Nufßland und Polen. St. Petersburg, 16, Sep- tember, Aus Moskau meldet man, daß Graf Sollojub, bekannt durch seine Romane, zum Redacteur des offiziellen Berichts über die Krönungsfeierlichfkeiten bestimmt ist. Der artistische Theil dieser Arbeit is unter der Leitung des Fürsten Gagarin, den Herren Blanchard (Mitarbeiter der pariser „Jllustration‘“), Timm, Re- Redacteur tes russishen Kunstblattes, und Zichy übertragen, Der russishe „Invalide“ giebt die Zahl der in Moskau angekommenfn Fremden, mit Ausnahme der 100,000 Mann Militair, auf 60,000 an. Die Angabe, daß sih die Bevölkerung Moskau?s verdoppelt habe, ist also sehr unbegründet, Das Volksfest am 20, September if von dem General-Gouverneur von Moskau, - Grafen Zakrewsk9, offiziell angekündigt worden. Er ermahnt darin die Einwohner, sich zu vergnügen und nach Herzenslust zu essen und zu trinken, aber so zu benehmen, daß sie das Herz des Czaren erfreuen. Der Kaiser wird vor dem Feste mit seiner Suite um alle Tafeln herum reiten und dann das Zeichen zum Beginn geben. Nach dem genannten Blatte, dem die offiziellen Mittheilungen am vollständigstenu zu Oe- bote stehen, beträgt die Länge der Tafeln 105 Werst, also etw 12 Meilez sie sind in einem Kreise aufgestellt , dessen HalbmelE 310 Klafter beträgt. Zur Verspeisung kommen 2496 Pud N Pfund) Schinken, 936 Pud Wurst, 3120 gebratene Hammel, 12,8 gebratene Hühner, 49,920 Pasteten, 24,960 Käsekuchen, 145,08 Weißbrode, 312 Pud Butter, 1252 Eimer Wein und 3120 eA Bier. 3120 Pyramiden sind für die Aufstellung der Hammel, 12% für die Schinken, 2496 für die Pasteten 2c., 14,400 Stück Ln gefäße vorhanden. Der Bau allein kostet 75,425 Rubel.

Amerika. Aus Chicago, 28, August, wird gemelde Dr. Sutter, früher in New-York wohnhaft, kam heute auf by Wege von Lawrence (Kansas) hier durch. Er meldet, daß t! ü Westport von den missourier Grenz-Banditen angehalten, seiner N 2500 Dollars bestehenden Baarschaft beraubt wurde und D bereits Anstalten getroffen hatte, ihn- im Wege Lynchrehten® d

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ersáufen, als er noch durch das Einschreiten eines Menschen, der ihm das Leben verdankte, gerettet wurde. Die Quäker - Nieder=

ung in Kansas, zwischen Westport und Lawrence, ist gänzlich N brochen und alle Bewohner derselben haben sich flüchten missen.“

London, Donnerstag, 25. September. (Wolffs Tel. Bur.) Feldmarschall Hardinge is gestern Abend gestorben, Der Vicekanzler hat die Abwickelung der Geschäfte der „Royal British Bank‘ genehmigt.

Madrid, Donnerstag, 25. September. (Wolff's Tel, Bur.) Ein Dekret verfügt die Einstellung des Verkaufs der Kirchengüter,

Kopenhagen, Donnerstag, 25, September. (Wolffs. Tel. Bur.) Der König hat die Demission des Finanzministers Andrae his jeßt noch niht angenommen, Heute fand eine sehr lebhafte Ministerkonferenz statt. Das ganze Ministerium is in der Auf= lösung begriffen.

Gewerbe=- und Handels-Nachrichten.

Jm Regierungsbezirk König Sberg sind in der Zeit bom 1, Au- gust 1859 bis zum 31. Juli 1856 2590 entgeltlihe und 380 unentgelt- liche, in Summa 2970 Jagd scheine ausgefertigt worden.

Man schreibt der „Pr. C.“ aus Brüssel unter dem 23sten d, Mts.: „Die zweite Sißung des Kongresses für die Zoll-Re- formen, die heute hier stattfand, zeichnete sich dur eine ganz beson- dere Theilnahme, sowohl von Seiten der Mitglieder, wie des Publikums aus. Es waren mehr als sechszehn Redner eingeschrieben, unter denen mehrere Mitglieder des englischen Parlamentes , hervorragende franzöfi- he Gelehrte und Abgeordnete kleinerer Staaten. Männer wie Lamartine, Cobden, Michel Chevalier, Herzog d'Arcourt, der Lord-Mayor von London u, st, w. hatten ihre Abwesenheit entschuldigt und schriftliche Erklärungen abgegeben, daß sie den Bestrebungen des Kongresses beistimmen. Den ersten Vortrag hielt der Abgeordnete der sardinishen Regierung, Herx Scialoja, der ein langes Memoire voll statistisher Angaben vorlas, in welchem er die Fortschritte des liberalen Handels-Systems in Piemont darstellte. Jhm folgte der Graf Arrivabene mit einer furzen Auseinanderschung der tosfanischen Handelsverhältnisse. Darauf eröffnete der bekannte Redacteur des Journals „L'Economiste“, Herr Garnier aus Paris, den Feldzug ge- gen das französische Prohibitiv-System. Seine Rede war geistreich aber wenig parlamentarisch; sie suchte zu beiveisen, daß die Bemühungen der französischen Freihändler die Kaiserliche Negierung endlich dazu gebracht baben, im Prinzipe wenigstens, sich für völlige Abschaffung der Pro- hibition auszusprehen. Herr Garnier meinte, das sei die Hauptsache, da sih Über den Tarif selbst dann weitere Konzessionen erwarten lassen dürften. Jhm folgte der Professor der National - Oekonomie und Akademiker Wolowski aus Paris, der mehr die Einzelzustände der französischen Jndustrie, aber im Ganzen mit gleichen Schlußfolgerun- gen besprah. Herr Molinari griff die Jndustriezölle Belgiens, Herr Vandenbruck dessen Agrifulturzölle an, Beide mit einer entschieden frei händlerishen Tendenz. Vandenbruck konstatirte die Forts&hritte, welche die Freibandels-Partei besonders in Verviers gemacht habe und erklärte, daß diese Stadt allein dem Kongresse 200 Mitglieder zugeschickt habe. Veber den Zollverein und über die Handelsverhältnisse Preußens insbe- sondere sprach Herr Dr. Bamberg aus Paris. Er theilte eine kurze Geschichte des Zollvereins, seine jüngsten Kämpfe und Ausbehnungen mit und machte besonders auf die Wichtigkeit des neuen Vertrags mit Bremen aufmerksam.

Gewerbe im Zollverein nachweisen, und unterstüßte seine Bemerkungen dur statistische Beigaben, welche offenbar aus authentischen Quellen entlehnt waren. Einen eigenthümlichen Gegensay zu diesem objektiv ge- haltenen Vortrage machte die theoretische Nede des Herrn Pascal Duprat, des bekannten ehemaligen Mitgliedes der französishen Linken in der National - Versammlung. Ohne besonders neue Argumente vorzubringen, \Þrah er von den „moralischen Hindernissen“ der Zollreform und ging, bon einigen Beifallsbezeugungen aufgemuntert, so weit, die Phrase aus- zusprechen, „daß heute die Actienbesizer sih selbst nicht mehr angehören.“ Ein Mitglied der Handelskammer von Verviers, Herr Mallendorf, hielt êinen interessanten Vortrag, in welhem er Herrn Duprat und seine An- hänger stark angriff. Darauf trat Herr Olivero, Mitglied des enge lischen Parlamentes, mit gemäßigten Handelsgrundsäßen auf, und eben so der bekannte londoner Buchhändler Bohn. Der Präsident von Brouckère

theilte darauf die unterdessen eingelaufenen sehr zahlreichen Vorschläge |

mit, welche der Kongreß sich aneignen soll, und die wahrscheinlich morgen zur Verhandlung kommen werden.“

_— Wie der „Pr. C.“ aus Cadiz gemeldet wird, sollen nach einer Cirkular-Verfügung vom 26. b. M. Eisenbleche mit Blei -Ueber- zug, welche im spanischen Zolltarif nicht besonders aufgeführt waren, na Artikel 644 des leßteren, d. i. wie Eisenbleh zu Faßreifen, je nach er Einfuhr unter National- oder fremder Flagge mit bezüglich 42 oder d Realen pro Quintal verzollt werden.

: ( Er hob die Thatsachen hervor, welche, den Lehren | cines absoluten Freihandels gegenüber, das Emporblühen von Handel und |

M arktpreilae.

Berlin, den 25. September. s ag L ASa z oann A Rthlr. 15 Sgr., auch 2 Rihlr. 10 Sgr. afer thlr. gr. M h 1 Rthle. 7 Ser. :

2 Rihlr, 3 Spe. 9 auc r gr. 6 Pf. Erbsen Zu VVasser: VVeizen 4 Rthlr. 11 Sgr. 3 Pf, aueh 2 Rthlr. 27 S 6 Pf. Roggen 2 Rthlr. 15 Sgr., auch 2 Rthlr. 5 Sgr. Grosse É nto 5 N is e ga A A 28 Sgr. 9 Pf. Hafer 1 Rthlr. 8 Sgr.

» auc thle. . 3 Pf Erb 2 Rtblr. ; 2 fue 4 00 gr rbsen r. 415 Sgr., auch

Mittwoch, den 24. September.

Das Schock Stroh 7 Rthlr. 10 Sgr., auch 6 Rthlr. 15 Sgr. Der Centner Heo 1 Rthlr., geringere Sorte auch 23 Sgr.

Kartoffeln, der Scheffel 27 Sgr. 6 Pf, anch 20 Sgr., metzenweis 1 Sgr. 9 Pf., auch 41 Ser. 3 Pf.

Die Markt - Preise des Kartoffel - Spiritus, per 10,800 pro Cent nach Tralles, frei hier ins Haus geliefert, waren auf hiesigem Platze am

19. Septbr : 35% u. 35% Rthlr. 20. » 34% u, 347 Rthlr. 34 Rihlr.

20 34% Rthlr.

24 » 35% Riblr. 29» 35% u. 355 Rihlr.

Berlin, den 25. September 41856.

Die Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin.

ohne Fass.

Leipzig, 25. September. Leipzig - Dresdener 284 G. Löbzau- Zittauer Litt. A. 58 Br.; Litt. B. —. Magdeturg - Leipziger 340 Br. Berlin - Anhaltische —. Berlin - Stettiner Cöln - Mindener —. Thüriagische 125 G. Friedrich - Wülheims - Nordbahn —. Aliona- Kieler —. Anhalt-Dessauer Landesbank - Actien Litt. À. u. V. 4140 Br.; Litt. G. 124 Br. Braunschweigische Bank - Actien alte 4172 Br., do. von 1856 —. Weimarische Bank-Actien Litt. À. u. B. 27 G. VViener Banknoten 96; G. Oesterreichische Sproz. Metalliques 785 G. 1854er Loose —. 4854er National - Anleihe 80 Br. Preussische Prä-

mien- Â nleihe —.

WÆrealau, 26. September, 1 Uhr 15 Minuten Nachm. (Tel. Dep. d. Staats-Anzeigers.) Oesterreichische Banknoten 96% Br. Freiburger Actien 158% G., neuer Emission 147; G. Oberschlesische Actien Lit, A. 183 G. Oberschlesische Actien Lit. B. —. Oberschlesische Prio- ritäts - Obligationen D, —. Oberschlesische Prioritäts - Obligatio- nen E. 75% Br. Kosel - Oderberger —, neuer Emission —. Kosel- Oderberger Prioritäts-Obligationen —. Neisse - Brieger Actien 667 Br.

Spiritus pr. Eimer zu 60 Quart bei 80 pCt. Tralles 145 Rihlr. G. Weizen, weiss. 85—108 Sgr., gelb. 85—102 Sgr. Roggen 57—63 Sgr. Gerste 45—52 Sgr. Hafer 28 —31 Sgr.

Die Börse war fest bei sehr geringem Geschäst.

Hamburg, 25. September, Nachmitt. 2 Ubr 30 Minut. 3proz. Spanier 35, 1proz. Spanier 22. Börse sehr aufgeregt und alle Effekten stark angetragen. Disconto 8 Br.

Getreidemarki. Weizen stille und matt. Roggen stlle, ab Königsberg 120 P/d pr. Frühjahr einzeln zu 895 Frage. Oel, pro Oktober 314, pro Mai 294. Zink 2000 Ctr. loco mit Termin 1/49:

Frankfurt a. L, 25. September, Nachzitt. 2 Uhr 50 Min. Abrechnung bei niedrigeren Coursen ohne Anstände von Statten; Geld- verhälinisse drückten.

Schluss - Gaurse : Kassenscheine 4045.

Neueste preussiísche Anleihe —. Prenssische Cöln-Mindener Eisenbahn-Actien —. Friedrict- S ilhelms - Nordbahn —. Ludwigshaten - Bexbach 134. Frankfurt- Hanau —. Berliner Wechsel 1045. Harburger Wechsel &87 Br. Londoner Wechsel 147 Br Pariser Wechsel 925 Br. Ámsterdamer Wectsel —. Wiener Wechse! 113%. Frankturter Bank Antheile —. 3proz. Spanier 385. 1proz. Spanier 23. Kurhessìische Loose 39, Badische Loose 48. proz Betalliques 75. 4iproz. Metalliques 665. 18MAer Loose 993. Oesterreichisches National - Anleben 775.

Oesterrei hische Bank - Antheile 1203.

Wien. 25. September, Nachmittags 12 Uhr 45 Min. (VWoltfs Tel. Bur.) Börse ruhiger. :

Silber-Anleihe 94. proz. Metalliques 79% #Zproz. Metalligues 69k. Bankactien 4068. Bank-Interims-Scheine 340. Nordbahn 261. 1854er Loose 105. National - Anleben 81%. London 10, 12. Harburg 77%. Paris 4122, Gold 8%. Silber 57.

Ameterdam, 25. September, Nachmütt. 4 Ubr. (Wolffs Tel. Bur.) Lebhafstes Gesehäft.

Schluss-Course : Sproz. österreichische National-Anleihe 74. Sproz. Metalliques Litt. B. 81%. Sproz. Metalliques 72%. 2#pror. Metalliques 374. Aproz. Spanier 236 3proz. Spanier 38%. 9proz. Russen Stieg- litz de 1855 925. Mexikaner 207. Londoner Wechsel, kurz 11, 675 Br. Wiener Wechsel, kurz 33 Br. Hamburger Wechsel, kurz 3577. Pe- tersburger Wechsel 1, 815. Holändische Intégrale 615.