1856 / 263 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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schied Höchsteigenhändig vollzogen, Ständen in Gnaden gewogen.

in der gegenwärtigen bewegten Zeit do Aber er sprach zugleih die Zuversicht elischen Landeskirche, welche alle Anwesende ierigkeiten zu überwinden wissen werde, De welche in den mitgetheilten ien, wie es der Organismus der Lande dem Ober-Kirchenrath nochmals llerhöchsten Besch

stellt worden, zu lösen sei.

Liebe zu der evang dringe, alle Schw wiederholte er, schriften behandelt se mit sich bringe, von alsdann zur A ß es aber au

den gegenwärtigen Landtags-Ab ppelt und verbleiben Unseren getreuen {wer

Gegeben Berlin, den 22. September Friedrich Wilhelm.

von der Heydt. estphalen. von Bodelschwingh. f Waldersee. r die landwirthschaftlichen Angelegenheiten: von Manteuffel.

daß die Fragen,

von Manteuffel. Simons.

von Raumer.

Für den Minister

erwoge lußnahme gebraht werden T )

f Allerhöchsteignem Befehl Sr. Ma wenn dieselben, durch eine s{hriftlihe Begutachtung vor derst noch einer Versammlung dur durch wissenschaftliches Einsehen und tur Kenntniß befähigter Männer zu mündlicher Ye. worden seien. Am Schlusse endli forderte er di, ihre Arbeiten in der Hossnung zu beginnen daß nsihten über Mittel und Wege zuweilen weit auseinandergehen möchten, dennoch die Einigkeit im Geist erhalten bleiben werde durch das Band des Friedens zur Ehre Gottes, zum Segeu der Kirche und zur Freude des Königs. Yn diese Ansprate ie Konstituirung des Büreaus dur die Ernennung der -Direktor Noeldechen, Konsistorialrath Thielen und Superintendent Stiller zu Secretairen Es folgten dann die Borträge des Referenten alrath Liedke) und der Korreferenten (General-Super- Sartorius, Superintendent Shuly und Superintendent Stiller) über die angeregte Revision der Grundzüge einer kirchlithen Gemeinde - Ordnung für die östlichen Provinzen, Königsberg, 4. November. Jn der Iten und 10ten Plenar: Sivung des preußischen Provinzial-Lan geschlossen wurde (S. Nr. 254 d. Bl.), zur Berathung: In der Neunten Plenarsizung :

von W jestät des Kön:

reitet, zuvön lichen Dingen, der provinziellen Zustände rathung vorgelegt Versammlung auf, wenn auch die A

rfahrung in kir.

der geiftlicheri, Unterricüts - umd Zngelegenheiteun.

Lehrer Joseph Kirch u Brühl sind als solche

M inisterium | F edizinal-

hoff zu Kempen

Die Taubstummen - t definitiv an-

und Wilhelm Küppers z gestellt worden. {loß sich d Herren Konsistorial Superintendent König der Konferenz. (Konsistori intendent

Finanz - Vrinisteriua.

Bei der heute fortgesegten Ziehung der Äten Klasse 11 Königlicher Klassen-Lotterie fiel 1 Hauptgewinn zu 10,0

2000 Rthlr. fielen auf Nr. 34,729.

f Nr. 601. 5324. 535. 24,658. 25,852. 27,007. 7329. 37,412. 37,985. 51/494. 54,746. 7. 66,500. 69,457. 70,166. 2) 74/237. 75,657. 81,068.

auf Nr. 1224. 9155. 9271. 25,124. 28,607, 28,759. 916. 49,251.

Rthlr. auf Nr. 37,220. (Pr. C,)

Gewinne zu 38,185. 88,506 und 90,028. 1000 Rthlr.

dtags, welcher am 24, v, M,

45 Gewinne zu kamen folgende Gegenstände

5610. 6901. 7321. 8819. 11,759. 15, 27,043. 28,871. 30,22 37,615. 39,503, 44,559, 44,978, 47,51 597. 58,590. 60,837. 61,797, 64,9 71,185. 72,679. 73,037, 73,99 86,642 und 88,754.

37 Gewinne zu 500 Rthlr. . 13,068, 14,441, 18,871. 24,946. . 35,964, 42,047, 42,846. 44,88 80, 57,699. 58,45 4, 70,680. 76,525. 80,944, 81,7

zu 200 Rthlr. auf Nr. 876. 2490. 2982, 3. 7200. 7584. 7710. 8978. 3, 17,924, 18,054. 18,173. 22, 22,116. 25,761. 28,296. 28,624. 31,992. 32,220. 37,707. 41,541. 51,331. 52,042. 63,723. 64,554. 75,112. 78,846. 85,471. 86,014,

Die Provinzial-Hülfskasse , Nach dem von der Direction der Provinzial-Hülfskasse unter dem 23. September c. an den Landtag abgestatteten Verwaltungs- Bericht beläuft sich das Gesammtvermögen der Provinzial-Hülfskasse auf

Davon gehören: a) dem Fonds der Pro- r. 14 Sgr. 4 Pf., und zwar in Darlehnen zwar in Staatsschuldscheinen 14,875 Rihlr, 14 Sgr. 4 Pf. ; b) dem Fonds zur Prämiirung von Sparkassen- 00 Rthlr. 8Sgr. 2 Pf., undzwar in Darlehnen 69,000 Rthlr, ar in Staatsschuldsheinen 1600 Thlr., baar 8 Sgr. Disposition vorbehal- war in Staatsschuldscheinen en Fonds haben n) und West- [ nah dem

0. 32,454, 36,253. 3

2, 49,802, betreffend.

550,009 Rthlr. 13 Sgr. 9 Pf. vinzial-Hülfskasse 439,145 Rthl 424,020 Rthlr., baar 250 Rthlr. nteressenten 70,6 estand und zw Pf.; c) dem Fonds, welcher dem Landtage zur ten ist 40,263 Thlr. 21 Sgr. 3 Pf., und z 40,250 Thlr., baar 13 Thlr. 21 Sgr. 3 Pf. An dies Ostpreußen (Regierungsbezirke Königsberg und Gumbinne preußen (Regierungsbezirke Danzig und M Verhältniß von 241 Gesammtbetrages) aus Hieraus dro die Staatsschuldscheine zu standen, im Laufe der Zeit a 1853 vis gegen 80 Prozent und zeitweise 1 daher zu der Maßnahme chuldscheinen nach ahlung wie und der Verzin währen, bei Zu des Darlehnsge der Cours der Staatsschuldscheine unter 665 in legterem Falle der Zinsfuß mehr als geseßliche Maximum übersteigen würde. J m Betrage von 219,400 Thlr. gegeben wor Nücksicht auf den besonders nach dem pariser riedens baarem Gelde und auf die demgemä des Zinsfußes den Zinsfuß der

70,453. in Beftand und 4, 45,220. 47,

3. 60471. 62,398. 62,608. 91. 91,972.

50,723. 51,415. 53,0 65,079, 66,104, 69,39 93,415 und 94,488. 80 Gewinne 3356. 3366. 4350. 5330, 5572, 682 9823. 12,1141. 14,918. 16,6 4. 19,899. 20,1 3, 30,198, 31,456. 31,620. 31,836. 731, 34,242. 34,394. 34,521. 34,581. 5. 45,075, 45,374. 45,602. 49,592. 873. 56,504. 56,718. 58,466. 59,151. 70,203. 70,227. 73,561. 75,037. 82,950. 83,079. 84,184. 84,450. 84, 89,350 und 93,314. Berlin, den 6. November 1856. Königliche General-Lotterie-Direction.

arienwerder) Anthei find großen Theils (circa - ded der Staatskasse in Staatsshuldscheinen hergegeben hte dem Jnstitute ein erheblicher Verlust, indem r Zeit ihrer Ueberweisung 93 bis 94 Prozent ber bedeutend sanken, gegen das Ende des Jahres Die Direction ist der Regel nur Darlehne in dem Nominalbetrage unter der Bedingung der der in Staatsschuldscheinen nah dem Nominalbetrage sung mit 4 Prozent jährlich vom Nominalbetrage sicherung solcher Darlehne aber noch die Wiederau {häftes vorzubehalten, falls bis zur Realisirung desselben Prozent sinken sollte, weil nithin das

91. 16,95 zu 159. Die F

18,833. 19,47 29/177. 30, 32/277. 32, 43,961. 44,32 52,183. 54, 65,018. 66,918, 79,552, 81,879,

10 tiefer. gekommen, in

6 Prozent betragen, mil n dieser Weise sind Staatss | den, Ferner hat f

Angekommen: Der Ober - Präsident der Provinz Posen,

von Puttkammer, von Posen, scheineDarlehnei

die Direction mit eingetretenen starken Begehr nach eingetretene allgemeine Steigerung vinzial - Hülfékasse um ein halbes Prozent jährlich höher 9 $$. 9 u. 10 des Hülfskassen - Statuts angenomm Der Landtag hat sih mit diesen Ope zial-Hülfskasse vollkommen einverstanden erklärt , chnungen ertheilt. Der Landtag hat ferner n a) in Betreff des Fonds zur Prämiirun Der vorhandene und der bis zum Er

Berlin, 6. November, Se. Majestät der König haben Aller- st| geruht: Dem Geheimen Finanzrath G 6; Ministerium die Erlaubniß zur Anlegung des von Oesterrei Majestät ihm verliehenen Ritterkreuzes des Leopold- Ordens, und dem Landes-Oekonomie-Rath Wey he zu Bonn zur Anlegung des von des Kaisers der Franzosen Majestät ihm ver- liehenen Offizierkreuzes des Ordens der Ehrenlegion, so wie dem Professor C. Bod zu Aachen zur Anlegung des von des Königs der Belgier Majestät ihm verliehenen Ritterkreuzes des Leopold- Ordens zu ertheilen.

en worden ist.

rationen dex Direction der Pro und die Decharge über achstehende

scheinen des tivs noch anzus

im im Finanz- des Kaisers von

die vorgelegten Ne Beschlüsse gefaßt: kassen - Juteressenten : im $ 24 des Hülfskassen-Statuts verheißenen Regula melnde Bestand dieses Fonds soll der Hülfskasse ü Stammkapital derselben zugeshlagen werden mit der Maßga Theil dieses Fonds, welcher aus der Hälfte des Jahr fasse, besteht, und zwar aus dem Jahre, in welhem werden wird, zur Prämiirung von Sparkassen werden soll; b) i Betreff des dem Landtage zur Fonds: der Bestand dieses Fonds soll, weit darüber disponirt, der Hülfsfasse zur Verstärkung wiesen werden, so daß es der Direction gestattet wird, doch soll dieser Fonds in den

berwieseu und j be, daß nux det innes der Húlfs- egulativemanir! iten verwende

eézinógei das qu. N - Jnteressente

isposition Disposi icht ander:

O R S P Et r 7 ‘oran Z E E E.» V E: R

Ert int

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 6. November. Die Verhandlungen der von des Königs Majestät berufenen kir{chlichen Konferenz sind am 4, d. M. früh 10 Uhr eröffnet worden, faßte der General - Superintendent Bitten und einem von tiefem Ernst und herzlicher Liebe getragenen Ge- begrüßte der Präsident , Versammlung.

insoweit der Landtag n

tei:

ibn zu Hülféfaßel? Büchern und

um ihn immer zur deren resp.

varten steht 4 Pf. ers nd dadur genügen.

rh A B i

Zwecken zu verwenden; nungen abgesondert behandelt werden, des Landtages zu erhalten, höchste Genehmigung erbeten werden soll und zu erl es möglich sein, den bis auf 15,125 Nthlr. 14 Sgr. ansehnlich zu verstärken einigermaßen zu

vorigen Landtages die Provinz

Vor dem Be=- Dr. Sartorius aus Mitglieder

Durch diese Beschlüsse,

dnigsberg Gelöbnisse

Fonds der Hülfskasse

bete zusammén., vielseitigen

Wirkli Geheime Ge

derselben

Anforderungen Beschlusses tung des Meliorationsfonds für

e Bei ßen mit der

Rath von Uechtriy, daß die

Aufgabe ,

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ng der Provinzial-Hülfskasse verbunden worden. Zur Zeit der ewa chie des Meliorations-Fonds Seitens der T Provin lou! gfasse am 1. Nevember 1853, war in demselben ein Bestand von pol Sfandbriefen 33,525 Thlr., b) in baarem Gelde 3899 Thlr. 29 Sgr. a) Bf, c) in ausstehenden Reften 688 Thlr. 23 Sgr. 1 Pf. Gegenwärtig 4 Pf, chi Bestand vorhanden von 24,000 Thlr. in Pfandbriefen. Es E si ergeben, daß das Regulativ in Betreff des Meliorations-Fonds f 14. September 1853 viele Bestimmungen enthält, die den Darlehn- mern viele Weitläufigkeiten verursachen, und ist die Folge davon, daß v. Fonds einen verhältnißmäßig so großen ungenußten Beftand hat. Her Landtag hat daher den Antrag beschlossen, daß der Meliorations- gonds niht nah einem besondern Reglement, sondern nah den Vor- shriften der Provinzial-Hülfskasse für Meliorationen verwaltet, und daß ihm nur ein besonderes Conto und seine Bestimmung für kleinere Grund- jefiger erhalten werde. n der zehnten Plenarsißung wurde der übermäßige Genuß P anntweins als- eines der größten Uebel anerkannt, welches qu die Provinz Preußen heimsuht und dem nicht nur durch Einwir- fung der Moral, als dur Mäßigkeits- und Enthaltsamfeits-Vereine und dergl., sondern auch im Wege der Gesezgebung entgegenzutreten sei. Der Antrag einer eingegangenen Petition , das Kreditiren des Branntweins 4 verbieten , wurde als nicht ausreichend befunden und beschloß der \andtag, in ernster Würdigung des Gegenstandes cine Bitte an Se. Ma- jestät den König zu rihten, in Erwägung, daß die bestehenden Gesetze ch als unzureichend erweisen , dem übermäßigen Branntweingenusse zu ehren , anderweite geseßlihe Bestimmungen zur Abhülfe dieses Uebels gllergnädigst anordnen zu lassen.

Der Antrag, daß bei Feststellung der von der Stadt Graudenz zu atrihtenden Provinzial-Chaussee-Baubeiträge, die in der dortigen Siraf- ind Besserungs-Anstalt befindlichen Gefangenen vom 1. Januar 1857 ab jer Bevölkerung der Stadt nicht weiter zugezählt werden, wurde als be- ¡ründet erachtet und beschloß der Landtag, denselben Sr. Excellenz dem errn Ober-Präsidenten zur geneigten weitern Veranlassung zu übergeben.

Der einmonatliche Betrag der Kla ssen- und Einkommensteuer, velher nah dem Beschlusse des vorigen Landtags und der Allerhöchsten fabinets-Ordre vom 23. Juni 1854 dur einen Zeitraum von funfzehn ahren zum Chausseebau - Fonds der Provinz Preußen aufgebracht wer- dn soll, beträgt im Regierungs-Bezirk Marienwerder jährlih ca. 30,000 sthlr. , also für den | aber bereits durch Kreistags- Beschlüsse und höhere Genehmigung der gau von 125 Meilen Chausseen im Regierungs - Bezirk Marienwerder

des

695,000 Rihlr. in Anspruch nehmen, mithin ergiebt sih ein Defizit bon 175,000 Rthlr. Der Landtag war einig, daß weder eine Verringerung der Prämien unter 5000 Rthlr., noch das Zurückweisen einzelner Anträge auf Prämien eintreten dürfe, daß vielmehr die fehlende Summe aufgebracht

verden müsse und zwar durch die sechs]ährige Zahlung des einmonatlichen |

êteuerbetrages ; fraglih war nur, ob dieser Betrag durch Zahlung der ¡veimonatlichen Steuer durch sechs Jahre oder dur sechsjährige Fort- ahlung der Steuer nach Ablauf der funfzehnjährigen Periode aufzu- bringen sei. Der Landtag entschied sich für die leßte Alternative, be- sonders in Erwägung, daß eine stärkere Heranziehung zu den Staatssteuern möglicherweise eintreten könne, und daß alsdann die Erschöpfung der Steuerkraft vieler Censiten die Folge sein würde, und beschloß: an Se. Majestät den König die Bitte zu richten, die im Negulativ vom 1. Fen 1854 auf 15 Jahre festgesezte Einziehung einer einmonatlichen Klassen- und flassfifizirten Einkommensteuer für den Regierungsbezirk Marienwerder auf fernere sechs Jahre zu genehmigen.

Sachsen. Leipzig, 5. November, Ihre Kaiserliche Hoheit die Frau Großfürstin Helene von Rußland hat heute früh 7 Uhr ihre Weiterreise nah Nizza, wohin sih Höchstdieselbe zu Ihrer Majestät der Kaiserin-Mutter von Rußland begiebt, auf der sihsish-baierishen Staats - Eisenbahn mittelst Extrazuges angetre= tim, Mit demselben Zuge sind Jhre Hoheiten der Prinz Nikolaus und die Prinzessin Sophie von Nassau, welche die Frau Groß- L N bis Nürnberg begleiten werden, von hier abgereist. . 3tg.

Altenburg, 4, November. Sicherem Vernehmen nach wird der Landtag des Herzogthums am 24. November wiederum zusam- nentreten, um einige Geseßvorlagen und finanzielle Angelegenheiten j erledigen. Die Mitglieder der in der vorigen Session nieder- seseßten außerordentlihen Kommission zur Vorberathung eines Orundstückszusammenlegungsgeseßes, sind bereits zum 14. und die Nitglieder der Kommission wegen Revision der Armengeseßgebung uf den 21, November einberufen worden. Baiern. München, 4, November. Se. Majestät der | Knig Otto von Griechenland hat heute Morgen nach längerem Aufenthalte in Mitte der Königlichen Familie, unsere Hauptstadt Wieder verlassen, um über Salzburg, Bruck und Triest nah Athen jurückzukehren. (N. M. Ztg.) / Schweiz. Ne uenburg, 3. November. Der am 12, Ok- B gewählte neue Gemeinderath unserer Stadt hat zu seinem räsidenten Advokat Philippin, zum Vicepräsidenten Ulysses Gi- Ae zu Secretairen Dr. Guillaume und Advokat Eugen Borel " Belgien, Brüssel, 4. November, Heute Morgens 9 Uhr G auf einem englishen Dampfer der Prinz Al fred, jüngerer N der Königin Victoria, in Begleitung seines Gouverneurs zu stende ein und reiste nach Brüssel ab.

de Großbritannien und Jrland. London, 4. November. ! Herzog und die Herzogin von Brabant trafen gestern

Zeitraum von funfzehn Jahren 450,000 Rthlr., es |

Sultan.

Mittags in Windsor ein, und wurden vom Prinzen Albert am Bahnhofe empfangen. Wenige Stunden e trát Prinz Alfred seine Reise nah dem Kontinent an. Der Dampfer „Vivid“/ stand in Dover, wohin ihn der Prinz von Wales begleitet hatte, bereit ihn Bi den ey zu Mae H f e turch den Tod von Sir John Jervis erledigté Ober- rihterstelle des Court of Comon Pleas ist gestern von ord Pal- merston vermittelst des Telegraphen dem Attorney - General, Sir Alexander Cockburn angeboten worden, und dieser foll bereits seine Bereitwilligkeit, den Posten anzunehmen, angezeigt haben.

Frankreich. Paris, 4. November. Aus anitlichen Zu- sammenstellungen ergiebt sich, daß im Oktober d. J. der Mittel- preis des Weizens 29 Fr. 55 C. per Hektokiter betrug, d. h. 3 Fr. 14 C. weniger, als im Oktober 1855. Die erste Strecke der zur Bahn von Bordeaux nah Bayonne gehörigen Zweigbahn von Morcens nach Mont - de - Marsan ist neulich dem Verkehr eröffnet worden, und bald wird diese ganze Zweigbahn bis zum Hauptorte S s E dem s übergeben werden. Die

rbeiten an der Zweigbahn von Narbonne na T Pueee g nach Perpignan werden Das Syndikat der Börse hat dem Finanz-Minister eine Denk= rift gegen das beschlossene Börsen =- Eintrittsgeld überreiht. Nach amtlichen Berichten betrug die Einnahme der vierzehn fran- zösischen Eisenbahnen in den ersten drei Quartalen d. J. 204,121,071 Franken gegen 190,297,180 Fr. im vorigen Jahre.

Spanien. Eine Depeshe aus Madrid vom 4, November lautet: „Die „Madrider Zeitung“ veröffentlicht ein Dekret, das bech züglih der Presse die Geseßgebung von 1844 und 1845 wieder in Kraft seßt. Herr Luis Estrada is zum Direktor der Verwal- tung der Nationalgüter ernannt worden. Der Ministerrath wird in Kurzem seinen Finanzplan vorlegen.“

Italien. Livorno, 1. November. Dem Vernehmen nach habe der König von Neapel ein Amnestie - Dekret unterzeichnet, dessen Vollziehung indeß noch auf unbestimmte Zeit verschoben ist.

Túürkei. Auf dem Landwege erhalten wir eine Post aus Konstantinopel vom 29. v, M.: Die Nachrichten über die da=-

shergestellt, welche an Prämien à 5000 Nthlr. pro Meile die Summe von mals eben im Zuge befindliche Ministerkrisis ersheinen natürlich

verspätet. Lord Stratford nahm dieserhalb sofort Audienz bei dem Eine Konferenz bezüglich der Berufung der Divans ad hoc in den Donaufürstenthümern hatte bei Fuad Pascha stattgefun- den, blieb jedoch ohne Ergebniß.

Nufßland und Polen. St. Petersburg, 29. Oktober. Der Kaiser ist nach Gatschina übergesiedelt, es werden zwischen die- sem Orte und St. Petersburg während des Aufenthaltes Jhrer Majestäten täglih drei Züge hin und drei zurück auf dem War- hau - Petersburger Schienenwege cirkuliren. An gut unterrich= teter Stelle wird behauptet , Rußland läßt sich die Erfahrung des leßten Krieges, der die finnländishe Küste von Schweden her, mit Ausnahme von Hangö, Gustavsvärn und Bomarsund, fast wehrlos fand, zur Lehre dienen, Nicht nur auf Kask® wird eine Seefestung erbaut, die einen tiefen und bequemen Kriegs- hafen haben und Bomarsund beshüßen soll, sondern fünf andere Kriegshäfen und Seefesten werden die 80 Meilen lange Küste am bothnischen Meerbusen vertheidigen. Die Wahl der Orte ist bereits getroffen, Eine von den projektirten, allmälig zu erbauenden See- festungen wird am Nordende des bothnishen Meerbusens, einige Meilen von der Grenzstadt Tornea erbaut, da wo der Fluß Lemielf sich in den Meerbusen ergießt, Die vorspringende Halbinsel San-= wofaari wird, mit Batterieen bedeckt, die Einfahrt zur bequemen Rhede vertheidigen. Aus Kronstadt wird von vorgestern gemeldet, daß der Sturm in der Nacht sehr viele Schiffe beschädigt hat. Ein Transportshi} mit Ladung is gänzlich verloren gegangen, andere sind leck geworden, auf Untiefen, Sandbänke gerathen und mehr oder weniger beshädigt. (H. B. H.)

Amerika. Man schreibt der „Pr. C.“ aus Lima unter dem 12. Juni d. I.: „Leider ist der Zustand des Landes in jeder Beziehung ein fehr trauriger, indem Mangel und Krankheiten, so wie eine sehr mangelhafte Verwaltung es in einen Verfall bringen, von welchem es sich in vielen Jahren, selbst bei günstigeren Verhältnissen, nicht leiht wird erholen können, Fieber und Typhus haben furchtbare Verheerungen im Innern unter der indianishen Bevölkerung an- gerihtet. Ganze Landstriche, Dörfer und Flecken sind ausge- storben und {äßt man die Zahl der Gestorbenen auf 300,000, nah Anderen auf 500,000, so daß also Peru ein Viertheil weni- ger Bevölkerung als vor zwei Jahren hätte. Auch jebt is dic Krankheit noch niht gänzli fort und scheint sich nach Bolivien zu ziehen. Das Fieber an der Küste, welches große Aehnlichkeit mit dem gelben Fieber hat, ist in diesem Jahre sehr bósartig auf- getreten, wovon aber weniger die lángere Zeit hier Lebenden, als neue Ankömmlinge von Chili, von Europa und von dem Junern zu leiden hatten. Seit vierzehn Tagen scheint diese Plage gänzlich verschwunden, Die Theuerung im Lande ist so bedrohlich, daß wahrscheinli der Zoll auf die nothwendigsten Lebensmittel gänzlich aufgehoben wird. Die haupt\sächliche Ursache dieser Theuerung is, daß theils, seit die Neger im vorigen Jahre ihre