1856 / 275 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Königlichen Finanz - Ministerium und der preußischen Bank abge= \los n Vertrages steht den in die Stammbücher der Bank eingetragenen Bank=-Antheil-Eignern, sobald der Chef der Bank die Vermehrung des Einschuß - Kapitals der E Antheil-Cigner um Fünf Millionen Thaler gegen ein von der Bank- Verwaltung festzuseßendes Aufgeld anordnet, ein Vorzugsrecht in der Art zu, daß denselben auf zwei ihnen gehörige Bank-An- theile gegen Zahlung von 1000 thlr. und des Aufgeldes ein neuer Bank-Antheilschein über 1000 Rthlr. auf ihr Verlangen aus=- E L ebiinin nach $. 61 der Bank-Ordnung vom 5, Okto- ber 1846 (Geseß-Samml. Seite 435) nur die in die Stamm-=- bücher der Preußishen Bank eingetragenen Bank-= Antheil-Eigner Mitglieder der Versammlung der Meistbethei- ligten, des Central - Ausschusses der Bank, so wie der Provinzial- Auéschüsse oder Beigeordnete der Provinzial-Bank-Comtoire fein.

Auf diese Bestimmungen werden Diejenigen aufmerksam ge-= macht, wel<he Bank -Anthe ile erworben, die Cintragung in die Stammbücher der Bank aber no< nicht bewirkt

aben. y Berlin, den 3. November 18956. i Königlich preußisches Haupt-Bank-Direktorium. von L Witt. Meyen, Schmidt. Dechend. Woywod,

Abgereist, Se. Excellenz der General - Lieutenant und kem- mandirende General des 5. Armee-Corps, Graf von Waldersee, nach Posen.

Se. Excellenz der Sten Division, von Wussow, na< Frankfurt a. D.

Der General-Major und Commandeur der 2ten Garde-Kaval= lerie-Brigade, von Shlemüller, nah S(wedt a. 2

Berlin, 20. November. Se. Majestät der König haben Aller= gnädigst geruht: Dem Ober =- Stabs - und Regiments - Arzt Pr.

die Erlaubniß zur Anlegung des von des Kaisers von Rußland

Majestät ihm verliehenen St, Annen - Ordens dritter Mae U |

ertheilen.

Nichtamtliches.

Preußen. Berlin, 20, November, Nachdem Jhre Majestät die Königin gestern bereits früh die Glückwünsche Fhrer Königlichen Hoheit der Großherzogin entgegenzunehmen geruht, erschienen Königin der

Prinzessinnen des und andere

zu Charlottenburg 15 Uhr Ihre Majestät die hier anwesenden Prinzen und Hauses Königlihe Hoheiten

Königlichen Oberst-, Ober- und Hofchargen, General= und Flügel - Adjutanten, die in Charlottenburg in Garnison stehenden Offiziere, die Ber=

Gratulations=-Cour stattfand, Jhre Majestät die Königin anzuneh= men geruhten.

Üm 8 Uhr fand bei Jhren Majestäten eine musikalische Abend= | unterhaltung unter Leitung des General - Musikdirektor Meyerbeer

statt, in welcher die Königlich sächsishe Hof-Opernsängerin Bürde-

Ney, die vier Gebrüder Müller, der junge Klavier=Virtuose Arthur

Napoléon, die Königlichen Sänger Formes und Salomon und der Domhor mitwirkten und zu welcher außer an die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften an die hohe Generalität, die Minister, meh= rere der Herren Gesandten nebst Familien, den Königlichen Hof- staat und einige andere vornehme Personen Einladungen ergangen waren. Dem Konzert folgte ein Souper, na< welchem Ihre Majestäten Sich alsbald zurückzuziehen geruheten.

Stettin, 19. November, Bei dem heute vollzogenen Wahl- Akte eines Abgeordneten für Stettin (an Stelle des Regierungs- Asse}sors v. Ramin auf Günniß) wurde der Medizinalrath Dr. Rhades fast einstimmig gewählt. (St., Z.)

Kempen, 18. November, An Stelle des Appellationsge- ri<ts-Rathes Pet. Reichensperger zu Köln ist der Lantrath Förster zu Kempen zum Abgeordneten für den Wahlkreis Geldern =- Kempen gewählt worden. (Köln. Ztg.)

Braunschweig, 19. November, Das so eben erschienene

Stück der „Br. Anzeigen““ bringt in seinem amtlichen Theile die Ernennung des Kreisgerichts - Direktors von Campe zum Her- zoglichen Geheimenrathe und zum stimmführenden Mitgliede des Herzoglichen Staatsministeriums. _ Hamburg, 19. November. Der Herzog von Dalekarlien, jüngster Sohn des Königs von Schweden und Norwegen, traf vor- gestern hier ein und sehte gestern früh seine Reise über Harburg fort, (H. B. D.)

General - Lieutenant und Commandeur der |

habe, die Verwaltung niederzulegen,

Mißtrauensvotums zurückzuziehen ,

L tungen Wegner des 8, Infanterie-Regiments (Leib-Jnfanterie-Regiments), |

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Sachsen. Dresden, 18, November. Die A Großherzogl. toskanishen außerordentlichen Gesandten Lt des Corfini, zur feierlihen Auwerbung um die Hand Jhrer Königligen Hoheit der Prinzessin Anna sür Se. Kaiserlich Königliche Le den Erbgroßherzog von Toscana is heute Mittag £1 Uhr oe

Se, Kaiserlih Königliche Hoheit der Großherzog Toscana wird morgen und Se, Kaiserlich Königliche Hoheit N Erbgroßherzog [nächsten Freitag am Königlichen Hofe erwartet N

Hessen. Kassel, 18. November. Jn ihrer heutigen öffent lihen Sihung erledigte die Erste Ständekammer in fortgesebter Berathung der Verfassungs=-Angelegenheit die $g, 42-53 inkl, der Verfassungs-Urkunde von 1852, die ersten Paragraphen bis 49 einschließli< jedo< vorerst uur mit dem negativem Ergebniß der vorläufigen Aussezung der Beschlußfassung, theils weil einigen Bestimmungen eine andere Stelle zu geben beliebt wurde, theilz weil bei den bezüglichen Bestimmungen (sie betreffen die Zusam mensezung der Zweiten Ständekammer) diese Kammer in erster Linie betheiligt und darum die vorgängige Abstimmung derselben als maßgebend abzuwarten sei. Nach $. 49 wurde die Aufnahme einer neuen Bestimmung beschlossen, dahin gehend, daß Niemand Mitglied beider Kammern sein, no< in derselben Kammer mehr alz eine Stimme führen könne. Demnächst erfolgte die Abstimmung und Beschlußfassung über die $$. 50—53 nah Maßgabe der Aus- shußanträge, die den Text der Regierungsproposition in einigen

| Punkten modifiziren, und sodann Schluß der Sißung, deren Fort- | seßung auf morgen bestimmt wurde,

19. November. Jn der heutigen Sitzung der Ersten Kammer wnrde die Berathung des 4ten Abschnitts der Verfassungs Urfunde fortgeseßt. |

Luxemburg, 16. November. Das Ministerium macht un- term 12, d, M. die Gründe bekannt, weshalb es keine Veranlassung In dieser Erklärung heißt es: Veranlassung, si< wegen eines welches unter unparlamentarischen Umständen stattgefunden hatte, und welches übrigens auf Behaup- beruhte, welche die dur Se. königliche Hoheit den Prinzen-Statthalter dem Kammer-Präsidenten gemachten Eröffnungen im Voraus widerlegt hatten. Dagegen war die Negierung der Ansicht, daß der zweite Antrag, welcher allerdings eine wiederholte Verwerfung der Negierungsvorlage in sich {loß, glei<wohl aber wenigstens den Anschein

„Die Regierung hat keine

| der Nachgiebigkeit gegen den Wunsch der Krone' darbot, in Erwägung

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| gezogen werden könne, und daß es jedenfalls der Krone anheim gestellt

werden müsse, frei zu wählen zwischen der Beibehaltung des dermaligen

| Ministeriums, welchem die Kammer, implicite, dur ihr Mißtrauensvotum

die Mitwirkung zur Revision verweigerte, und der Bildung eines neuen Ministeriums, twoelches für sich die Aussichten auf einen Erfolg so und so

i | i iv No A e: o 9 V 0G F) aag 45 e“ » T4 D D D e runs C e lo bel fon L A

I ( V G E Q S A t : 5 2 Z , (s 5 S ( ; 4 L ( | Î 9 “E e _ G U , { 45 ICEE cu / Schwerin und Allerhöchstihres persönlichen Hofstaates im R “Statthalters ehrerbietigft anheim gestellt.

Niederlande, die |

Zhre königl. Hoheit wiesen indessen augenbli>li< den Gedanken zurü>, daß die Regierung abdanken könne in einer Zeit, wo die größte Einigkeit, verbunden mit energischer

| Mäßigung, unerläßlich sei, um das monarchische Prinzip unangefochten

Fürstlichkeiten, so |

wie auch die zu den folgenden Dejeuner, Dinatoire eingeladenen | : le zurü | >e<teten es vielmehr für nöthig, tin Jutexesse und. zur Edre

zu erhalten, um die Gutgesinnten zu befestigen und um die aus irgend

einem Grunde Jeregeleiteten zurü>zuführen, Jhre königl. Hoheit er-

5 Des (01:

| stitutionell-parlamentarischen Systems, welches nah Allerhöchstderen An-

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! | |

treter der Stadtbkehörden 2c., deren Glückwünsche, ohne daß eine sicht, um achtungswerth zu bleiben, nicht in ein, dur nicht einzugeste 40 V +7 j

hende Mittel erbaltenes Schaukelsystem ausarten müsse und dürfe, daß die Negierung ausharre und eben dadurch einen offenkundigen Beweis threr

| Ergebenheit für den Landesöherrn und die wirklichen Landesinteressen ablege,

Se. Majestät dex König baben das Votum vom 28, Oktober als eine Ahwei- sung der durch deren vielgeliebten Bruder, den Prinzen-Statthalter, auf die Kammer - Adresse gegebenen Antwort angesehen; diese Adresse selbst aber als dem durch das Haus Oranien gegen die ihm anbertrauten Völker befolgten politischen Dogma entschieden widersprechend erachte, denn: „niemals hat das Haus Oranien gesucht, die Freiheiten der Völker, über welche es herrscht, zu unterdrücken, noch dieselben einem ihren Sil: ten und ihrex Bildungsfstufe widerstrebenden Negimente zu unterwerfen. Und Se. Majestät haben eine wiederholte Veröffentlichung der Antwor! des Prinzen - Statthalters verlangt, um Allerhöchstderen Zustimmung 8 dieser Antwort zu bekunden. Schließlich sind Se. Majestät und deren erlauchter Statthalter der Ansicht, daß die Kammer nicht besser die n dem leßten Votum vom 28. Oktober ausgedrückten Gesinnungen an u Tag legen könne, als dur< eine loyale Untersuchung und Q fussion des im Namen des König - Großherzogs bvorgelegken R visions-Entwurfs. Die Regierung bleibt also. Man hat von Kammer? auflósung, als von einer nothwendigen Folge der Beibehaltung der Ne- gierung gesprochen. Es ist dies ein Jrrthum: gleichwie eine Modisica* tion der Regierung, so ist auch die Kammer- Auflôsung eine Prárogat der Kronez dieselbe ist aber nie obligatorisch, sie fann nicht aufgenöthigt werden. Unter den vorliegenden Verhältnissen mußten übrigens gewe Gründe eine solche Maßregel widerrathen. Eine Regierung, die sich P achtet, und welche, im Gefühl der ihr obliegenden Pflichten, ofen el ine hat, den Deputirten die zur Erwägung des Rebisionsprojektes A Zeit gewähren zu wollen, beantragt nit eine Kammerauflösung. geutet : einleuchtend , daß es fich niht um Personen , sondern um eine sociale g N handelt ; die königlihe Autorität, die Achtung der Verträge i erhaltenden Principen der Gesellschaft stehen einem System gegen el: welches deren Verneinung sein würde: die Wahl kann nicht è elfen; haft sein. Die Abgeordneten werden den Ernst der Lage U die- sie werden die ungeheure Verantwortlichkeit ermessen, welche au

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igen zurü>fallen muß, welche auf die im Namen des Königs gemah- j o ffnungen dur< eine Verweigerung ihrer Mitwirkung antworten M ien: frei von fremden Einflüssen und ohne si<h im Voraus fesseln zu ofen werden fie sich nur dur ihre Ueberzeugung und durch das Be- stsein des wohlverstandenen Landesinteresses leiten lassen. Die Ne- Ming erwartet ruhig die Nü>kehr der Kammer. Sie erwartet dieselbe N er Hoffnung , daß die Abgeordneten, um dem schönen Wort des Prinzen-Statthalters zu entsprechen, stolz an die Pee und Garans- tieen, welche sie der Weisheit ihrer Fürsten verdanken, auch die Loyalität und den Muth haben werden , die unveräußerlichen Nechte und Prâäro- ativen ihres Landesherrn, wie solche garantirt find durch die Traktate d d Grundverträge, denen das Großherzogthum Luxemburg sein Bestehen verdankt, unverlezt aufre<ht zu erhalten und zu ehren.“ j

Niederlande. Haag, 18, November. Ueber die Sund = ¡ollfrage und die Haltung unserer Regierung in Bezug auf dieselbe ist den Generalstaaten Folgendes mitgetheilt worden:

Die zu Kopenhagen eröffneten Unterhandlungen haben zu einem Vorschlage der dänischen Regierung geführt, na< welchem der jährliche Ertrag des Sundzolles kapitalisirt und bon den einzelnen Staaten, je nah ihrem Antheile an der Fahrt, abgekauft werden sollte, entweder durch Bezahlung der Abkaufssumme auf einmal oder in Terminen während 20 Zabre mit VBeiezahiung. . von Zin- ine Dieser Vorschlag wurde von den Konferenz - Bevollmäch- tigten ihren Negierungen mitgetheilt, damit dieselben si< näber darüber erklären und im Falle der Annahme über die Ausführung mit der dänischen Negierung verständigen könnten. griffen , daß bei dieser Gelegenbecit zugleih auch die Transitzölle über das dänische Gebiet geregelt und Garantieen gegen eine eventuelle Er- höhung dieser Zölle erlangt werden müßten. gierung glaubte über das Prinzip dieser Capitalisation (im Betrage von

% Mill. Nigsdalern, worin der niederländische Antheil sich auf 1,408,060 | | d, M, zufolge, welche in Wien den 19tien d. M. eingetroffen sind, 3 19 | | hätten der französis<he Gesandte Hr. v. Thouvenel und der rus=- | der meisten dieser | > S G » " i Y io Ini » i) 5 {+4 : | A A e alt e A “bot bis M wegen der jebt s{hwebenden Fragen an die Pforte gerichtet; lebtere

: ; s : i *_ | hâtte aber darauf ausweichend geantwortet. Ein neuer Minister | des Aeußern is no< nicht ernannt, daber Fuad Pasa diesen " Posten interimistis< verwaltet, Die Börse befand si< in ängst= licher Stimmung.

Rigéd. belaufen würde) nur in Uebereinstimmung mit anderen, no< mehr als Niederland dabei interessirten Staaten eine Erklärung an das dänische Goubernement abgeben zu müssen. Die Meinungen

dem dänischen Kabinet noch keinen Beschluß notifizirt, indem sie vorher no< cinige nähere Aufklärungen über die Zölle beim Transit durch das dánische Gebiet zu erhalten wünscht. Sobald diese eingetroffen sind, wird die Regierung beurtheilen können, unter welchen Bedingungen in dieser Hinficht das von Dänemark beantragte Ablösungsprinzip nieder- lándischerscits wird angenommen werden können.“ (Köln. Ztg.) Großbritaunien und Jrland. London, 18. Novem- her, Es is die Rede davon, daß Lord John Russel nächstens zur Merawuroe erhoben: werden ol, Dur den Rüdiritt des Herzogs von Argyll war seit einiger Zeit der Ehrenposten eines Urd-Rektors der Universität Glasgow erledigt, Ursprünglich waren drei Kandidaten, Sir Edward Bulwer Lyttou, Lord Stanley und Sir John Herschell, aufgestellt worden. Von leßterem - war jedoh später ni<t mehr die Rede, und bei dem am 14. und 15, d, M, stattgehabten Wahlkampfe drehte sih die Entscheidung blos um Bulwer und Stanley.

men erhielt. : Die Armee-Reduction geht ihren Gang, wie er von An= sang an vom Kriegs-Ministerium vorgezeichnet worden war.

soll heute mit einer Abtheilung deutscher Legionaire von Ports= mouth nah dem Cap abgehen. Der „Stamboul““ mate sih gestern mit einer Abtheilung auf den Wegz ihm folgt der „Covenanter““, der ebenfalls {hon einen Trupp an Bord genommen hat.

Heute, so wle gestern, war wieder Ministerrath in: Lord Palmerston?s Amtswohnung. Frantkrei< Paris, 18, November, Der: Maire: von Colmar is hier eingetroffen, um dem Marschall Pelissier und der

Vittwe des Admirals Bruat die von jener Stadt aus Anlaß ter | | | waren, ist am 20. September d,

Einnalme von Sebastopol votirten Ehrendegen zu überreichen. Der General-Insvektor des Aerbaues bereist gegenwärtig Südfrank= reich, um in héherem Auftrage die Ursachen der bedeutenden Unter= hiede der Kornpreise auf den südwestlichen Märkten zu ermitteln, Die Direktoren der pariser Theater waren vorgestern versammelt, um lh bezüglich der stets wachsenden Gage-Forderungen des Sänger- und

<auspieler-Personals über gemeinsame Maßregeln zu verständigen, Endgültige Beschlüsse wurden zwar noch nit gefaßt, wohl aber wurden die Grundlagen einer dem Zwecke entsprechenden Verein- barung festgestellt, Der Generalrath der Meurthe hat den Wunsch ausgesprochen, daß das Bisthum Nancy zum Erzbisthum er=

hoben werde, Der Bischof von Autun hat seiner Geistlichkeit

die Wiedereinführung der römischen Liturgie als mit dem 1, Januar beginnend amtlich angezeigt, Der interimistishe Gouverneur des Senegal, Bataillonschef Morel, hat unterm 18, Oktober aus St, Louis einen langen Bericht an den Kolonial-Minister eingeschi>t, wonach in den leßten 4 Wochen der Hauptfeind der Franzosen im Boudou, Al- )adhi, dur< den Abfall vieler_ seiner Anhänger bedeutend an Ein- verloren hatte, Die Gnidi-Maka hatten Frieden begehrt, der andel am oberen Senegal, und namentli< zu Podor, wo Gummi in Menge eintraf, nahm beträchtlich zu, und der Gesundheitszustand der dortigen französischen Besaßungen war befriedigend, Mehrere

Die niederländische Ne- | E : | zum Civil-Gouverneur von Madrid ernannt,

Bulwer siegte {<ließli< mit einer | Majorität von 108 Stimmen, indim er 242 und Stanley 134 Stim= | | in New - York eine aus mexikanischen Verbannten bestehende revo=- | lutionaire Junta, die unter Anderem den Plan habe, den Don Die | leßten Meinungsverschiedenheiten mit Frankreich haben darauf nicht | den allergeringsten Einfluß ausgeübt. Das Truppenschisf „Vulcan“ | | Marine-Minister Joao Mauricio Wanverley mit dem Posten des Finanz= | ministers , den er bereits tnterimistis<h übernommen hatte, nunmehr | (am 8. v. M.) definitiv betraut worden. Das Marine-Ministerium | wurde einslweilen dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten | da Silva Paranhos übertragen. | das gegenwärtige Ministerium wohl überhaupt vor Beendigung der | bevorstehenden Wahlen nicht erhalten zu sollen. Die diesjährige | Sitzung der gescßgebenden Generalversammlung, die lebte der vier-

leine Expeditionen und Razzia?s der Freiwilligen des Oualo auf dem reten Ufer hatten den besten Erfolg; zwei feindlihe Lager wurden genommen und viele Kameele, Ochsen, Esel, Hammel und Ziegen erbeutet, Ju den dabei vorgefallenen Gefechten büßten die Mauren 46 Todte und 17 Gefangene ein, die nachher hingerichtet wurden z die Freiwilligen zählten nur 5 Todte und 2 Verwundete, Der Seine- Präfekt begab si< heute nah St. Cloud, um mit dem Kaiser über verschiedene Paris betreffende Entwürfe zu ver= handeln, Unter dem Patronate des Kaisers und der Kaiserin wurde eine neue Stiftung „zum Freitags - Brot ‘‘’ gegründet. An diesem Tage sollen in allen Haupt-Pfarrkirchen von Paris Predigten n und Sammlungen veranstaltet werden, um für arme ver- <hâmte Familien Brot anzukaufen, Auf die feierlihe Aufnahme Pousard’s in die Akademie am 4. Dezember soll unmittelbar jene des fast 100jährigen Biot folgen, dem Guizot antworten wird. Die Gesammtlänge der französischen Eisenbahnen beträgt gegen- wártig 11,740 Kilometres. Hiervon stehen 6256 Kilom. im Be-= triebe und 5484 Kilom. sind im Bau begriffen. Die Baukosten pro 1857 auf den verschiedenen Linien werden etwa 300 Millionen

| Fr. betragen.

Spanien. Eine Depesche aus Madrid vom 15. November lautet: „Die Aufhebung des Belagerungszustandes bezieht sih nicht

Sie Vat man be | auf die Provinz Catalonien. Dem Minister der auswärtigen

Angelegenheiien wurde ein außerordentlicher Kredit eröffnet. Wie man mittheilt, wurde Herr Zaragoza zum Mitgliede des föniglihen Rathes und Herr Marfori (ein Vetter von Narvaez)

Türkei.

Nachrichten aus Konstantinopel vom 12ten

sische Gesandte Hr. v. Butenieff eine Interpellation angeblih

(Tel, Dfp,)

Amerika, New=York, 4, November. Jn einigen Städt=

| theilen is es heute zu Ruhestörungen gekommen, und während der " Wahlen wurden vielfache Betrügereien begangen, indem man auf | die Wahlliste die Namen einer großen Anzahl von Leuten geseßt | hatte, die durchaus nicht wahlberechtigt waren. bemerkt der „New-York Herald“ „no< irgendwie des Beweises | bedürfte, daß die Demokraten in Pennsylvanien ein verzweiseltes | Spiel auf Tod und Leben spielen, so brauchten wir blos zu er= | wähnen, daß gestern Theodor Deringer, zweiter Seecuetaur | des Gerichtshofes von Philadelphia, wegen in großartizem Maß= stabe vorgenommener Anfertigung gefälschter Naturalisatienspapiere

„Wenn es‘!

verhaftet wurde.“ Jn der Stadt Mexico geht das Gerede, es tage gegenwärtig

Antonio Corona zum Präsidenten der Republik zu proklamiren.

Nach Mittheilungen, die der „Pr. C. aus Nis de Za=

neiro unterm 14, v. M. zugingen, war der bisherige brasilische O / i

A

Einen definitiven Charakter schien

jährigen Periode, für welche die bisherigen Abgeordneten erwählt

J. vom Kaiser geschlossen worden. Der Senat ließ mehrere ihm obliegende Arbeiten unvollendet. Die Ge= seßesvorlage zur Bewilliguag von 6000 Kontos für Kolonisations= zwede ist jedo in dreimaliger Abstimmung und somit definitiv ge= nehmigt worden. Der Veröffentlichung dieses Gesebves steht daher

" ni<ts mehr im Wege. In Gemäßheit des unterm 19. Septem-

ber v. J, verCffentlihten Waßlgeseßes sind nunmehr sämmtliche Provinzen Brasiliens in Wahlkreise eingetheilt, Die MWahlmänner= Wahlen werden überall am 2, November stattgefunden haben, die Wahlen der Abgeordneten aber am 2, Dezember d. J. vor si< gehen. |

Die „Pr. C,““ erhält Nachrichten aus Montevideo, die bis zum ten v, M. reichen, und welche melden, daß die Regierung dex Republik den auf dem Kongresse zu Paris festgestellten Grundsäßen des Seerechts beigetreten war, Die Quarantaine , die auf dem dortigen Plaße längere Zeit gegen die von Brasilien kommenden Schiffe bestanden hatte, war aufgehoben worden, Die Staats= Einnahmen haben zur Deckung der Ausgaben nicht hingereiht und die finanzielle Lage verursachte der Regierung einige Verlegenheit z bei dem großen Reichthume der Einwohner fürchtete man jedo nicht , daß sür die Republik selbs ernstliche Folgen daraus hervor. gehen könnten.