1856 / 275 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Telegraphische Depesche.

Dirschau, 19. November, Wasserstand in der Nogat 8 Zoll, Uebersay beim Zusammenschieben des Grundeises sehr beschwerlich Für Equipagen und Lasten kein Uebersaß. Wasserstand in der Weichsel 6 Fuß 4 Zoll. Personen und Gepäcke werden per Kahn zur Tages- und Nachtzeit übergeseßt, Frachten nur per Spißkahn am Tage. L

Paris, Donnerstag , 20. November. (Wolfs Tel, Bur.) Eine hier eingetroffene Nachricht aus Madrid vom 17ten meldet, daß in Malaga am 16. ein Aufiand stattgefunden habe, Die Aufständischen haben die militairische Besaßung augegrisfen und die Republik proklamirt. Die Truppen haben muthig widerstanden. Die Aufständischen hatten 5 Todte, die Truppen 7 Verwundete. Die Ordnung is wieder hergestellt,

Gestern Abend wurde die 3proz, auf dem Boulevard zu 67, 80 gehandelt.

Königliches statistisches Büreau. Auszug aus dem bten Bande der Tabellen und amtlichen Nachrichten über den preußischen Staat für das Jahr 1849; enthaltend die Tabelle der Fabrications - Anstalten und Fabrik - Unternehmungen aller Art für 1849 und 1852.

(Siehe Staats-Anzeiger Nr. 202 | F. S, 16029) B. Die Gewebe. Antr

Fortseßung.

D e e V Fabricationen, welche mit der Weberei in näherer Verbin- dung stéhen, ohne doch zur eigentlichen Weberei zu gehöôren.

4) Fabriken für Zwirn, Strid-, Stick- und Nähgarn aus Wolle. Baumwolle und Lernen.

Ueber die Vertheilung dieses Jndustriezweiges durch die Provinzen folgt nachstehende Tabelle pro 1852:

Zahl der Anstalten | Arbe iter

_-

Preußen . : bo Posen . aao | Brandenburg | Pommern l C E Sachsen . E i a ate e | M a A t a e Ul fen eiae us 75 H Summa... 148 2209

Die Provinz, in welcher diese Art von Jndustrie am meisten blüht, ist der Rbein, und hier wiederum der Regierungs-Bezirk Düfseldorf mit 67 Fabriken und 1031 Arbeitern, also beinahe die Hälfte des Staats. Die Hauptsize derselben sind die Kreise Crefeld, Gladbach, Kempen und Elberfeld.

Die meisten dieser Fabriken sind in den Städten, nämli von 143 mit 2265 Arbeitern im ganzen Staate 107 mit 1774 Arbeitern in den Städten.

Bei diesen Fabriken werden Kinder und weibliche Personen beschäf- tigt. Die Anzahl der Kinder war 168 bon 2265 Arbeitern, also 7,42 yCt. Weibliche Personen waren 1527, also 67,42 pEt.

2) Seiden-Moulinagen, Seiden-Haspel- und Zwirn- Anstalten.

Die rohe Seide bedarf noch mancherlei Vorbereitung, ehe sie verwebt wird. Es find namentlich die Winder und Winderinnen, die insbesondere bei Crefeld im Orte Hüls dies Geschäft verrichten. Oft werden wohl diese Vorbereitungen bis zur Aufwikelung der Seide auf die Bobinen, die dann dem Seidenweber übergeben werden, als zur Seidenweberei ge- hôrig betrachtet, und bei den Seidenfabrifen als Arbeiter in den Listen aufgeführt. Jndessen bestehen auch eigene Etablissements als Seiden- Moulinagen, Seiden-Haspel- uud Zwirn-Anstalten, bei welchen die Dar- stellung des seidenen Zwirns als eine zu vielen Zwecken unmittelbar zu verwendende Waare zu betrachten ist, von denen eine Uebersicht aus der nachfolgenden Tabelle hervorgebt.

Zabl dev

Jn den Probinzen Anstalten | Arbeiter

Brandenburg... 193

Pommern i 27 3 106 810

1139

Nur in der Stadt Berlin und den Regierungs - Bezirke Liegniß, Erfurt, Arnsberg und Düsseldorf bestanden Ende i859 au 132 Ao, Zat d Wle ü les Der Hauptsiß dieser Judustrie ist in dem Negierungs-Bezi L dorf, hier wurden 1852 in 108 Anstalten 810 Arbeiter beschäftigt 0 Kreise Elberfeld, Geldern, Kempen, Gladbach, Crefeld und Neuß fink Size dieser Anstalten. Auch der Regierungs - Bezirk Arnsberg hat N Anstalt mit 106 Arbeitern. Jun den in Berlin befindlichen 13 Anstalter find auch die Seiden-Moulinagen, die von Heese und Nammlow u anderen errichtet find, in denen die Cocons der gewonnenen Seide abge haspelt werden, mitbegriffen. Je: Auch bei diesen Fabriken werden Kinder und weibliche Personen be- schäftigt. Unter den in 1852 in diesen Fabriken im Staate überbaupt beschäftigten 1139 Arbeitern befanden sich 113 Kinder und 893 weibliche Personen, d. i. resp. 9,92 und 78,40 Prozent. j D Abschnitt, Fabriken meist größerer Art, pelle die Vomebe uber, shiedenem Gebrauch im bürgerlichen Leben weiter verarbeiten.

1) Fabriken für wollene Zeuge.

Es sind die Tuchfabriken und Fabriken für wollene Zeuge getrennt in den Tabellen verzeichnet. Außer dem wollenen Gewebe, wel{es als Nebenbeschäftigung auf dem Lande vorkommt, und eigentlich nur im Re- gierungsbezirke Gumbinnen von Bedeutung is, wird Wolle von gewerh- lihen Tuchmachermeistern zu Tuch und von Wollenwebern zu Fries Jacken, Decken und anderen wollenen Zeugen verarbeitet. Die Gewerbe- tabelle führt die gewerblichen Tuchmacher und die Weber anderer wollenen Zeuge nur summarisch auf. Außer dieser gewerblichen Ver- arbeitung wird nun aber Wolle auch in Fabriken größerer Art weiter verarbeitet. Diese Tuchfabriken überflügeln nah und nach die früher mehr dem gewöhnlichen Handwerker angehörig gewesene Jndustrie in Tuch vollständig, insofern nicht, wie vielfach geschieht, die Tuchmacher in den einzelnen Städten , als Jnnungen vereinigt, zu einer fabrikmäßigen Be- treibung ihres Geschäfts übergehen. Es giebt ferner Fabriken zu wollen Zeug, welches nicht, wie das Tuch, aus Krempelgarn gewebt, festgefilit und gewalkt wird, sondern mehr aus Kammwollengarn allein oder ver misht mit Kameel- oder Leinengarn, Seide oder Baumwolle bereitet, bis- weilen etwas gerauht, geschoren, gewalft wird, wie Natine, Kasimire 2, oder auch einfacher vorbereitet, wie Berkane, Biber, Moltons, Rasche, Friese, Flanelle 2c. so in den Handel kommt.

Es folgt eine Tabelle, welche nach den Provinzen für 1852 die Fabrication in Tuch und wollenen Zeugen getrennt darstellt.

Sonstige Fabriken für wollene und halb- wollene Zeuge.

V Zabl der

Tuch - Fabriken.

s] e f o

Jn den 3

O e

mecha- nischen

dchi S

2ahl der Arbeiter.

Anstalten.

Zahl der Anstalten. Zahl der Arbeiter. Zabl der

eas band ep

UBUIEN 4 rae s A O E 2 48 Brandenburg 288| 4742 Pommern 4 16 S B O 1501 can O B O Westfalen S2. LOON I / M M 200 O 12413810| 9611836

eumme. J] SI9 29,888] 388110,52T] 281] 1871| 092 3834

Zieht man die Stühle ab von denjenigen, die în der Monarchie als in Wolle und Halbwolle gehend angegeben sind, so müssen diejenigen verbleiben, welche gewerbéweise von Webern, Tuchmachern, fleineren Handwerkern betrieben werden.

Diese Verhältnisse stellen sih für 1852 folgendergestalt:

Jn Wolle und Halbwolle gingen gewerbsweise .….... 28,623 Stühle, in Tuchfabriken 10,909 Stüble, in Fabriken anderer Wollen- 2, Waaren 4,724 N C 15,6033 E Bleiben für den handwerkzugehörigen Betri- b 12,990 Stühle.

Es gehen hiernach in Wolle und Halbwolle im preußischen Skaa!e mehr Stühle in Fabriken, als für den kleineren Betrieb einzelner Ve- werbtreibenden.

Tuch fabriken sind pro 1852 819 mit 29,888 Arbeitern angegeben, also im Durchschnitte jede Fabrik mit 36 Arbeitern. Der Hauptsiß U! die Nbeinprovinz, wie besonders an der Arbeiterzahl ersichtlich ik. Bon 99 888 Arbeitern im Staate fallen 21,141, also 70,16 Prozent, auf die MNheinprovinz, Der Durchschnitt der Arbeiterzabl giebt in dieser Provin} auf jede Fabrik 79. Die meisten und bedeutendsten sind mit 127 Fabri- fen und 17,454 Arbeitern im Regierungsbezirk Aachen Es hat hier also jede Fabrik durhchschnittlich 138 Arbeiter. Aachen und Umgegend ist seit Jahrhunderten der Hauptsiy der Tuchfabrication in Deutschiand und jeßt im preußischen Staate. e

Nach der Rheinprovinz sind die bedeutendsten Tuchfabriken n ais Provinz Brandenburg. Es hat dieselbe zwar mehr Anstalten, jede der selben aber hat nah dem Durchschnitt 16 Arbeiter; welches jedo, fih von selbft versteht, nicht ausschließt, daß viele größere zzabriken 7 Tuch eine bedeutend ansehnlichere Zahl von Arbeitern beschäftigk. 0 Regierungsbezirk Frankfurt ist der Durchschnitt größer, es waren! “9s Anstalten mit 2776 Arbeitern, also hatte jede Anstalt im Durchschnit! #0 Arbeiter. Jn Kalau, Sommerfeld, Finsterwalde, Züllichau, Guben ?*

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O 2 C 149 64| 627 | 107

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sind große Tuchfabriken, so wie auch in den Städten Luckenwalde, Neu- Ruppin, Brandenburg des Negierungsbezirks Potsdam. :

Nach Brandenburg kommt in der Tuchfabrication, nach Arbeitern gerechnet, die Provinz Sachsen mit 96 Fabriken nnd 1391 Arbeitern; im Durcbschnitte jede Fabrik 14 Arbeiter. Der Regierungs®bezirk Magdeburg hat die meisten Tuchfabriken, nämlich 70 mit 1192 Arbeitern, und zwar in den Kreisen Jexichow k., Kalbe, Aschersleben, Halberstadt und Werni- rode, P oie Provinz Schlesien hat 26 Tuch fabriken mit 1391 Arbeitern, alfo durchschnittlich jede 25 Arbeiter. Der Regierungsbezirk Breslau hat nur 3 Tuchfabriken, aber U 179 Mtveitern. Zu Negierungsbezirk Liegnihßz ind 31 Fabriken mit 1154 Arbeitern, und im Negierungsbezirk Oppeln 99 Anstalten mit -nur 58 Arbeitern.

(Fortsetzung folgt.)

tishe Mittheilungen

B erlin, 19. November. Wie die amtliche Zusammenstellung der im verflossenen Jahre 1855 zur Einholung der Allerhöchsten Bestätigung bei dem Juftizminister vorgelegenen rechtskräftigen Todes urtheile ergiebt, belief sich die Zahl der leßteren im Ganzen auf 54 (8 mehr gegen 1854). Daton wurden durch Allerhöcbste Entscheidung 39, und zwar 28 im Wege der Bestätigung, 11 im Wege der Gnade erledigt, während im Vorjahre bei nur 25 erledigten Urtheilen in 29 Fällen Bestätigung und nur in 6 Fällen Begnadigung eintrat. Was die übrigen 15 Urtheile des verflossenen Jahres betrifft, so kamen 12 erst im Jabre 1896 zur Erledigung, in 3 Fällen griff natürlicher oder gewaltsamer Tod bes: Verbcers der : Bestätigung“ vor. . Jn 2, Fällen, wo eie Begnadigung eingetreten ist, sind die Juquisiten gänzlich auf freien Fuß geseßt worden; in allen übrigen Fällen ist cine Umwandelung der Todes- strafe in lebenslängliches Zuchtbaus exfolgt. Nach den einzelnen Pro- vinzen kamen 2 bestätigte Urtheile auf Brandenburg, 3 auf Preußen, L auf Pominern, auf Schlesien, 1. auf Sacsen, 3 auf Posen, 6 auf die Nheinprovinz, von den Begnadigungen kamen 1 auf Preußen, 3 auf Schlesien, 1 auf Sachsen, 6 auf Posen; aus der Provinz Wesiphalen hat überhaupt kein Todeëurtheil vorgelegen. Mord (L, 19 dis Qa geseßbuches) lag vor in 22 Fällen aus der Zahl der bestätigten Urtbeile, Todtshlag bei Unternehmung eines Verbrechens oder Vergebens (9. 178 Strafgeseßbuch ), in 6 Fällen; die Begnadigungen betrafen 8 Ae Von Mord, 3 SAUle Von Soda U Oen e: af in 3 dex Provinz Swlesfien und in 1 der Proviuz Preußen angebörigen Fällen das vorliegende Urtbeil die Ermordung leib- lier Kinder aus Motiven der Noth und Verzweiflung. Die auffallende Thatsache, daß der Begnadigung die völlige Freilassung folgte, betraf einen in der Provinz Pesen vorkommenden Fall von Todischlag bei Unternebmung eines Naubes, in welcœem die Verurtheilung von drei Personen als angeblichen Cemplicen erfolgt war. Die Confirmation die- ses Urtheils erftreckte sich nur auf einen derselben, welchem die Haupt- thäterschaft zur Last fiel, während die beiden audern, auf den Antrag des Justizministers, als minder gravirt, zu lebenswieriger Zuchthaus- strafe begnadigt wurden. Auch diese Strafe wurde indeß aufgehoben, nachdem kurz vor der Hinrichtung der eigentliche Delinquent mit aller Vestimmtbeit und zur Reinigung seines Gewissens cin Geständniß dahin ablegte, daß die von ihm als Mitschuldige angegebencn beiden Personen völlig unschuldig und an dem Tage des Verbrechens nicht einmal am Orte des leßteren gegenwärtig gewesen seien.

Jm Negierungs-Bezirk Erfurt sind in der Zeit vom 1. August 1855 bis ultimo Juli d. J. 2050 entgeltliche und 122 unentgeltliche in Summa e Oa Wee ausgefertigt worden.

Lan wir that.

A e L )

desu in ben oben tonen Ca en macht nach Mittheilungen, die wir bon dorther empfingen, neuerdings ganz merkbare Fortschritte. Namentlich zeigt sich eine zunelmende Net- gung zu genossenschaftlichen Ent - und B. wässerungsanlagen. Jm Svep- tember und Oktober d. J. traten 2 größere Wiesen-Meliorationen bon beziehungéweise 500 und 600 Morgen durch Bildung von wei Genossen- chaften in das Stadium der Auéführung und eine dritte, gleich der vor- gedachten von 600 Morgen Fluß-Korrektionen auf längeren Strecten in sich s{chließend, wurde bis zur Vorlegung an die Jutercssenten behufs der Gesellschaftsbildung gefördert. Mehre minder beträchtliche Meliorationen verwandter Ari wurden dur Vereinigung der Betheiligten zur AusS- führung gebracht, und die Orainirungen batten so guten Fortgang, daß in diesem Jahre allein im Waldschen Bezirke über 100,000 Drainröbren gelegt worden. (Pr. C.)

Mig Breélau wixd bee „P“ gemeldet daß in dortiger Gagend die Bestellung der Wintersaaten an Weizen und Roggen bei sebr günstiger Witterung rasch von statten gegangen ist, da die Aecker sich sebr leicht zubereiten ließen. Die Frübsaaten zeigen sich bereits überall sebx gut. Die Kartoffel-Ernte ist reichlich ausgefallen und hat vorzüglich meblreiche Früchte gelicfert. Nur ¿cigr sich bei den Kartoffeln, welche in Kellern, Gruben oder Haufen auflcwahrt werden, oft Neigung zur Fäul- niß, namentlich bei den Kuollengattungen, die auf etwas feuchtem Boden angebaut waren. Die Oelsaaten sind so üppig herborgewachseu, daß im Falle eines sehx feuchten Winters Fäulniß zu besorgen sein würde.

Ban 2 e) E I AOOLIMSN

1 ,

Gewerktes und Handels=Nachrickten.

Hamburg, 18. November. Der Senat hat heute einen der näch-

sten Versammiung Erbges. Bürgerschaft vorzulegenden Antrag publizirt,

welcher den Entwurf einer Verordnung in Betreff des Ab- shreibens in der Bank enthält, Der Entwurf ist das Ergebniß der Beratbungen einer im Laufe diefes Sommers niedergeseßten gemischten Kommission, bestebend aus drei Senatsmitgliedern, zwei Banco-Vürgern

“und zwei Commerz-Deputirten und bezweckt die unmittelbare gegenseitige

Ausgleicung und Sfontirung fämnitlicher an einem Tage fälligen Banco- Zahlungen im Laufe desselben Tages zu effektuiren. Die Kommission hat die Ueberzeugung erlangt, daß sich die Schwierigkeiten, welche der neu

_einzutührende Mechanismus mit fich bringt und die thren Grund in der

großen Anzahl der zu vregutirenden Conten (es find derzeit 1400 Bank-

| Jutercssenten) und in der Kürze der Zeit baben, unter allen Umständen

bewältigen lassen. Der Entwurf der Verordnung is folgender:

g. 1. Der Art. 13 des neu revidirten Vankreglements vom 7. Sep- tember 1710, demzufolge Niemand befugt sein soll, Geld zu assigniren, das nicht zum wenigsten cine Nacht ihm zugeschrieben gestanden , wird aufgehoben, und kann künftig ein jeder Bank-Jnieressent nicht nur über - den Saldo, den sein Conto am Morgen auswies, sondern auch über das- jenige, was im Laufe des Tages zu demselven binzukommt, durch Ab- schreibung am nämlichen Tage verfügen. i i

_Ÿ. 2. Wenn ein Juteressent mebr abzuschreibeu assignirt, als sein Credit, mit Einschluß der im Laufe des Tages hinzukommenden Posten, beträgt, so werden die eingereihten Assignationen (Bankzettel), so weit

das Credit des Contos reicht, ausgeführt, auch wenn dabei eine derselben

| nux zum Theil éxfüllt wird.

um M …… Das Mehrassignirte ist ungültig. §. 3. Um für den im vorigen Paragraphen erwähnten Fall die

| Rangordnung zu besfiimmen, in welcher die Assignationen auszuführen

sind, werden zunäcst sämmtliche an einem Tage eingereichten Zettel, der Bank - Buchführung entsprechend, in zwei Abtheilungen geschieden, je nachdem sie vor oder nah 1 Uhr Nachmittags eingereiht worden sind. a. ia » A L L, s L U E Î j :

Die bis 1 Uhr eingereichten Zettel gehen den nah 1 Uhr eingereichten unbedingt vor. Upvter den Ketteln einer jeden Abtheilung bleibt die Bestimmung der Nangordnung der Bant-Verwaltung überlassen, wofern nicht der assignirende Zniercssent selbst die Neihenfolge, in welcher er seine Zettel berücsihtigt wissen will, durch Numerirung derselben be-

* zeichnet hat, als in welchem Falle allemal der niedrigeren Nummer vor

dexr hôberen der Vorrang gegeben werden muß. Sind die zu einer und

derselben Abtheilung gehörigen Zettel zum Theil numerirt, zum Theil

Lt nume, " numerirten.

"zu entrichten. Dex Artikel 11 des Bank-Neglements vom 7.

so haben die numerirten den Vorzug vor den nicht

Ç. 4. Jeder Junteressent, welcher mehr abzuschreiben assignirt hat,

als der Saldo seines Contos am Morgen, zuzüglich dessen, was von an-

scin Conto abzuschreiben aufs

deren Conten im Laufe des Tages au

| gegeben worden ist, beträgt, hat eine Ordnungsftrafe von 1 pCt. Ert.

von Banco des überschießenden Betrages, mindestens jetech 3 Mark Crt., September 1710 wird demgemäß hierdurch abgeändert.

F. 5 Die Einreichung der Bankzettel kann künftig nur bis 4 Uhr Nachmittags geschehen, und zwar nah 1 Uhr gegen" die bisher übliche Gebühr von 2 Sh. für jeden Zettel.

§. 6. Das große Bank-Kollegium wird ermächtigt, diejenigen Ver-

| fügungen , welche ibm zu Erhaltung besserer Ordnung und Sicherheit in

der Ausführung obiger Vestimmungen annoch erforderlich scheinen möch- ten, nah eingeholter Genehmigung Eines Hochedlen Rathes zu tressen Und {U Pevofentliden (Q. D N

Zu den großartigsten Bau - Unternehmungen, welche gegenwärtig in den Vereinigten Staaten in der Ausführung begriffen find, gehört der Durchbruch eines Eisenbahn- Tunnels durch die in der Nähe der Jersey-Ci1y und New - Yorks belegenen Hügel, Bergen -QULA. Es bandelt fi bier um Verlängerung der New-York- und Eriebahn bis an GBefabren

den East-Niver (Hudson) bei Jersey-City und Vermeidung der

L | und Hindernisse, welche aus dem sich Kreuzen sämmtlicher Züge in dem

auéscließlich für den Uebergang jener Hügelreihe dienenden Terrain - Durchschnitt „Bergen Cut“ für den Verkehr erwuchsen. diesem, ¡Zwette wird, zwei Meilen don Jersey * CUY, auf Stxcckle. von 4900 QUB n p0 bober, 295... Fuß

Tunnel durch festes Felsgestein mittels Pulver gesprengt. Durch Anlegung von 8 senkrechten Scbacbhten sorgt. man für den Lufiwecbfel. Fünf von diesen sind bereits bis auf das Niveau durchgesprengt. Mit- telst Dampfmaschinen werden die abgesprengten Steine berauêg?boben. Der ganze Bau is für 600,000 Dollars in UAktord gegeben und dadurch, daß man an allen Punkten, wo es immer zulässig ist, zugleich arbeitet und Tag und Nacht die Arbeit fortsetzt, hofft man bis zu dem fontrafts- lich festgeseßten Termin, Dezember 1857, das Werk zu vollenden. Zu-

bisber

gleich sind an dem projektirten Endpunkt der Bahn in Jexsey-City groß-

artige Werft-Anlagen in Angriff genommen, um den direkten Güter- und D

Personenverkebr von dort weiter nah New - York mittelst Dampfbooten zu bewerkstelligen. (Pr. E.»

Ï . )? L 2 E November. Leipzig-Dresdener 2943 G. Löbau-

Zittauer Litt. A. 61 G.; Litt. B. —. Magdeburg Leipz1ger M (x, do. I! Em 2347 Br. Berlin-Anlaltische 169 Br. Berlin-Stettiner 14 {5 Cöln-Mindener —. Thüringische 131 Br. Friedrich-ŸY llhelms-Nordhahn —, Aitona- Kieler —. Anhalt-Dessauer Landesbank-ÀA ctien ì it. A. u. B, 437 G. ;- Litt. Gi 124 Br. Braunschweiglsche Rank - Actien alte :40 Br.; do. vom Juli 1856 -—; do. vom Novbr. 1856 —. V enmarische Bank:- Actien Lit, A. u. B 1295 , Wientr Banknoten Nr U. O esterreichische Oproz- Metalliques 785 G. 1854er Loose {854er

National-Anleihe 804 G. Preusslsche Prämien-Anleihe

Leinziges 19,