1856 / 298 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Bekanntmachung vom 5, Dezember 1856, ¡— be- treffend eine neue Auflage der Arzneitaxe.

Unter Berü>sihtigung der eingetretenen Veränderungen in den Einkaufspreisen mehrerer Droguen und der dadur< nothwendig gewordenen Aenderung in den Taxpreisen der betreffenden Arznei- mittel, habe ih eine neue Auflage der Arzneitaxe ausarbeiten las- sen, welche mit dem 1. Januar 1857 in Wirksamkeit tritt.

Berlin, den 5, Dezember 1866.

Der Minister der geistlichen, Unterrichts-

Angelegenheiten.

von Raumer,

und Medizinal=

E E A

Berlin, 17. Dezember, Se. Majestät der König haben Aller - gnädigst geruht: Dem Polizei - Direktor Engel>en zu Potsdam die Erlaubniß zur Anlegung des ihm verliehenen Ritterkreuzes des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Haus-Ordens; so wie dem Seconde- Lieutenant von Rade>e im 1sten Dragoner - Regiment und dem Ob er-Förster Ulri < zu Ibenhorst im Kreise Heydekrug, zur An- legung des ihnen verliehenen Verdienst - Kreuzes dieses Ordens zu ert heilen.

Nichtamtliches.

Berlin, 17, Dezember, Se. Majestät der König nahmen gestern Vormittag die gewöhnlichen Vorträge im Königlichen Schlosse zu Berlin an, beehrten demnächst die Aus- stellung zum Besten des Friedrihs-Stifts mit Allerhöchster Gegen- wart und kehrten zum Diner nah Charlottenburg zurü>l,

Hessen. Kassel, 15, Dezember. Jn der heutigen Sibung der Ersten Kammer wurde nah Erledigung einer als dringlich be- zeichneten Geseßes-Vorlage, betreffend die Expropriation zum Zwed der Erweiterung oder Anlegung von Friedhöfen mit der Berathung der Verfassung, und zwar des Abschnitts vom Staatshaushalt, insowcit derselbe nicht neulih in geheimer Sihung erledigt worden war, fortgefahren, und diente für heute der sehr umfassende Vor- trag des Referenten des Verfassungsausschusses zu den $$. 111 fg. als Einleitung für die Diskussion des wichtigen Kapitels von der Mitwirkung der Stände bei Feststellung des Budgets,

Württemberg. Stuttgart, 14. Dezember. Zu der dem vollen ständischen Aus \<us se verfassungsmäßig obliegenden Prü= fung der richtigen, der Verabschiedung angemessenen Berwendung der bewilligten Steuern sind dur< den engeren Ausschuß die ge= wöhnlich abwesenden Mitglieder auf den 8, Jan. k. J. einberufen wor= den, Ob si an diese Thätigkeit des ständischen Ausschusses ein Land- tag anschließen wird, dürfte davon abhangen, ob die dem Verneh- men nah von der Königlichen Regierung beabsihtigten Vorlagen wegen Eisenbahnbauten, wegen der Entschädigung für die dur die Ablösungen der Grundlasten entstandenen Verluste a. a, m, so bald vorbereitet sein werden. Dem Vernehmen nah ist von Seite des Königlichen Geheimenraths, welchem in der leßteren Zeit die verschiedenen Bankprojekte vorlagen , die Genehmigung einer Banf nicht erfolgt. (Schw, M.)

Niederlande. Amsterdam, 15. Dezember. Jn der heutigen Sißung der zweiten Kammer der Generalstaaten wurde das 12te Kapitel des Budgets, die unvorhergesehenen Ausgaben betreffend, bei der zweiten Abstimmung die erste hatte 32 gegen 32 Stimmen ergeben mit 35 gegen 33 Stimmen angenommen, Der Finanzminister erklärte, daß Belgien den bestehenden Vertrag gekündigt habez er werde daher in der ersten Hälfte des Jahres

Preußen,

Der Minister Simons befindet si< in der Besserung. (Köln, Ztg.) Belgien. Brüssel, 15, Dezember, Die Repräsentanten-

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schaften hat die für die beste Lösung der Aufgabe des Baron F. de Beaujour über die Mitwirkung der Familie beim Unterricht aus. geseßten zwei Preise von 3500 und 1500 Fr. den Herren Barreau und Prevost Parasol zuerkannt, Jn Folge eines gewaltigen Guß- regens in der Nacht auf den 11, Dezember hat si< eine ungeheure Erd- und Felsmasse von dem Gebirge bei Tain losgerissen und die lyoner Eisenbahn auf eine Stre>e von 100 Meter bede>t, Die Bahn wird an dieser Stelle etwa 8 Tage lang unfahrbar sein. Nah Berichten aus Paimboeuf (Bretagne) wurde in der Nacht auf den 2, Dezember die preußische Brigg „Sir R. Peel‘, Capitain Ebert, die mit einer Kornladung nah Marseille unterwegs war während eines hefiigen Sturmes vom Blibe getroffen und so be- \<hädigt, daß sie unterging, Die Mannschaft konnte si< ans Land

retten. Spanien, Eine Depesche aus Madrid vom 12, Dezember lautet: „Der Aufstrih für die Zuschlagung der Anleihe von 300

Millionen Realen ist bestimmt auf den 17, Dezember festgeseßt, Die Schwierigkeiten zwishen Spanien und der dominikanischen Re- publik sind beseitigt und die Sache ist zur Befriedigung der bethei= ligten Parteien geregelt worden, Herr Tasara, der spanische Gesandte für Washington, wird in Kurzem auf seinen Posten ah. reisen, Die Journale versichern, daß er Weisungen bezüglich der mexifanischen Angelegenheit mitnehmen werde. ““

Türkei. Aus Marseille vom 15. Dezember Abends wird die Ankunst von Nachrichten aus Konstantinopel vom 8. Dezember telegraphirt, Feruk Khan und Lord Redcliffe haben si{< über die Mehrzahl der Schwierigkeiten , wel<he zwishen England und Per- sien \<weben, verständigt, und der persishe Gesandte is im Be- griffe, seine Reise nah Paris fortzuseßen. Auf der Rückreise sol- len daun die bis jeßt no< nicht gelösten streitigen Punkte ents schieden werden, Nachrichten aus Teheran vom 7, N- vember berichten über die wegen Herats Einnahme erfolg- ten Festlichkeiten, die jedo<h dur< den Tod des Kron- prinzen getrübt wurden, Der Schah, der no< zwei Söhne hat, ist über den Verlust seines 6jährigen Sohnes sehr betrübt, Das „Journal de Constantinople‘“’ meldet, daß am 22. November der russishe General Philipsen Sudshuk Kale wieder genommen und die Tscherkessen nach einem äußerst hartnä>igen Kampfe vertrieben hat. Am Î23\ten nahm der russische General eine türkishe Brigg und achtzehn andere Fahrzeuge, unter dem Vorgeben, daß die Papiere derselben nicht in Ordnung seien, Einigen dieser Fahrzeuge gelang es jedoch, wieder na< Trapezunt zu entkommen. Die Konsuln statteten Berichte über diese Angelegenheit an ihre entsprechenden Behörden ab. Die persishe Regierung hat eine Proclamation erlassen, worin sie erflärt, daß sie den Krieg, den England gegen sie erflärt habe, annehme. Die englische Expedition hat bereits die Inseln Ormus und Karrak beseßt, Die französishe Vermitte- lung gilt in Konstantinopel für offiziell.

l Nufßland und Polen. Aus den Protokollen des Staats- sekretariats des Königreichs Polen is am 13. Dezember in War- schau folgender Kaiserlicher Ukas, datirt aus St. Petersburg vom 25, November und gegengezeihnet vom Minister-Staatssecre- tair für jenes Königreich, J. Tymowski, publizirt worden:

„Von Gottes Gnaden, Wir Alexander l1. u. È\ w. Jn Erwägung, daß die Paßgebühren für zeitweilige Reisen ins Ausland in Unserem

| Königreich Polen den im Kaiserreich bestehenden ähnlichen Gebühren ent-

| reiche:

sprechend bemessen find, welche durch Unseren Ukas vom 7. September d. J. abgeändert worden, und in Erwägung, daß dieselben Veran- lassungen, welche Uns zur Abänderung dieser Gebübren im Kaiser- reich bewogen, si< eben so auf das Königreich Polen erstre>en, be- fehlen Wir auf Vorstellung Unseres Administrationsraths im König- Art, 1, Die in Art. 1 Paragrany 2 und 2 hes Nlcrboaen

| Ukfases vom 9. Dezember 1851 bestimmte Paßgebühr für zeitweilige

Kammer hat heute das Budget der Wege und Mittel für 1857

einstimmig genehmigt. Der Senat ist für den 22, Dezember zusammenberufen worden.

Frankreich. Paris, 15. Dezember. Der chilenische Ge= sandte, Admiral Blanca =- Encalada, überreichte gestern dem Kaiser ein Schreiben, worin Herr Montt demselben feine Wiedererwäh- lung zum Präsidenten der Republik Chili anzeigt. Durch Dekret vom gestrigen Datum wurden für das Jahr 1857 ernannt: zum Präsidenten des Senates Herr Troplong z zum ersten Vice-Präsidenten

Herr Mesnardz zu Vice-Präsidenten Marschall Baraguay d'Hilliers, |

General Graf Regnault de St, Jean d’Angely und Marschall Pelissier, Der Prinz Friedrih Wilhelm von Preußen empfing gestern mehrere Mitglieder des diplomatishen Corps und wohnte Abends einem großen Diner in den Tuilerieen bei, zu dem die ganze Käiserliche Familie und die Gesandtschaften von Preußen und England eingeladen waren. Der Ball in den Tuilerieen zu Ehren des Prinzen, der am Sonnabend Paris verläßt, ist auf Donnerstag festgeseßt. Am Freitage giebt Lord Cowley dem Prinzen ein Diner. Die hiesige Akademie der moralischen und politischen Wissen-

1857 einen Geseßentwurf zur Regelung der Folgen dieser Kündi- Reisen ins Ausland is aufgehoben, und vom Augenbli> der Publicaton gung, und namentlih zur Abänderung des Tarifs, vorlegen. | gegenwärtigen Ukfases an soll keine der in jenen Paragraphen festgeseßten

Gebühren mehr erhoben werden. Art. 2. An die Stelle obiger Gebühren iverden folgende angeordnet: Für jeden Paß, wie viel auch Personen darin verzeichnet sein mögen, sollen 5 Silberrubel für jedes halbe Jahr, 10 Silberrubel für das Jahr, 15 Silberrubel für anderthalb Jahre und so weiter erhoben werden. Art. 3. Von der auf diese Weise erhobenen Quote sollen 47 Silberrubel von jedem auf ein halbes Jahr lautenden Passe in den Jnvalidenfonds übergehen und 50 Kopeken zur De>kung der Paß-Dru>kosten in den Schaß des Königreichs fließen. Art. 4. Alle andere, dur<h gegenwärtigen Ukas nicht veränderte Paß-Vorschriften ber- bleiben in Kraft. Art. 5." Mit Vollziehung gegenwärtigen Ukases, der in die Geseß-Sammlung aufzunehmen ist , werden Unser Statthalter 1m Königreich Polen, so wie dié Regierungs-Kommissionen , insoweit es eint jede angeht, und der General - Militair - Gouverneur der Stadt Warschau beauftragt.“

Dánemark. Kopenhagen, 15, Dezember. Der kommat- dirende General im 3. Generalkommando-Distrifkt, General-Lieute- nant von Krogh ist, Unpäßlichkeit halber, bis auf Weiteres des Generalkommandos entbunden worden; an seine Stelle tritt interimistis<h der General-Adjutant für den Land-Etat und Chef der Adjutantur des Königs, General-Major T. G. v. Schöller, dem der General-Lieutenants=Charakter beigelegt ist. ;

Flensburg, 15. Dezember. Heute erfolgte die Eróffnung der s{leêswigshen Provinzial-Ständeversammlung dur)

j

Ls a S D A u Im d di Eibe U A i

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den Königlichen Kommissarius, Amtmann v. Holstein. Zum Prä-= denten wurde Probst O en aus Burg (auf Fehmarn), zum Vice=- Präsidenten Agent Senator Jensen aus [Fleasburg erwählt,

h Amerika, Ein von zuverlässiger Seite der „Pr. C.“ zugehen- der Privatberiht aus Santiago de Chile, verbreitet sih mit Anerkennung über die Aufmerksamkeit, welche die dortige Regierung ven verschiedenen Zweigen des öffentlichen Unterrichts wid- met. Jhren Bemühungen is es zuzuschreiben, wenn die Universität yon Santiago im Ganzen genommen zur Zeit eine ebenso hervor- ragende Stellung in Süd=-Amerika besißt, wie sie ehedem die medi- zinish-<irurgishe Fakultät von Caranas durch den Einfluß des be- rühmten Vargas erlangt hatte. Die Lehrstühle sind zum Theil mit einheimishen Gelehrten beseßt, unter denen namentlich der Staatsrechtslehrer Andres Bello angeführt wecden muß; zum Theil befinden sie sich in den Händen intelligenter Europäer. Bon leßteren sind der Preuße Philippi, der Pole Domeyfko und der französische National-Oekonom Courcelle Samuel anzuführen, welcher leztere erst vor Kurzem von der Regierung als Lehrer der Staats= wirthshaft berufen worden is. Auch für das Elementarunter-= rihtswesen is in neuerer Zeit viel geshehen, und der bekannte Sarmiento, welcher, von der Gaucho-Parthei Rosas vertrieben, in Chile eine gastlihe und ehrende Aufnahme fand, hat sih um die Leitung dieses Departements ein nachhaltizes Verdienst erworben. Der Dampfer „Niagara““ ist am 15ten dieses Monats mit Nachrichten aus Bo ston bis zum 3, Dezember in Liverpool an- gekommen. Jn seiner Jahres-Botschaft spricht jih Präsident Pierce im Tone scharfen Tadels über den Eiser der Abolitio-=- nisten aus, welcher die Union zu sprengen drohe. Ueber die P sidentenwahl wird bemerkt: Es is unmöglih, das große Prinzip zu verkennen, welches die Stimmen des Volkes sanctionirt und aufre<ht erhalten haben. Sie haben die constitutionelle Gleichheit der Staaten und der Bürger, in welcher Gegend sie auch immer wohnen mögen, oder wo au< immer ihre Geburtsstätte sein mag, verfohten und ihren Einfluß fund gegeben, die Rechte aller verschiedenen Sectionen der Union zu wahren. Damit haben sie na<hdrü>li< die Jdee verdammt, in den Vereinigten taaten bloße geographische Parteien zu organisiren.“ Die Finanz- lage wird als eine sehr glü>liche geschildert, Die Einkünfte wäh= rend des am 1, Juli 1855 zu Ende gehenden Finanzjahres beliefen sh auf 76 Millionen 918,141 Dollars; rehnet man hierzu die im Staatsschaße no< vorräthige Summe, so ergiebt si< die Gesammt= Summe von 92,250,117 Dollars. Die Ausgaben beliefen sich mit Einshluß von 12,776,390 Dollars, die sür die öffentliche Schuld

gbbezahlt wurden, auf 72,748,792 Dollars. Die National= E<huld is gegenwärtig auf 30,737,129 Douüars reduzirt, Der Ertrag der Zölle belief si< auf 64,000,000 Dollars,

und der Präsident empfiehlt in Folge der Höhe dieser Summe cine Revision der Revenue -= Geseßgebung, dur< welche ver= hindert werden solle, daß der Ertrag der Zölle die Summe von 50,000, Q00 Dollars übersteige. An öffentlichen Ländereien wurden im verflossenen Jahre 9,227,878 Acres zum Preise von 8,821,414 Dollars verkauft. Die Ausgaben des Postamtes beliefen si<h auf

10,407,868 Dollars, während die Einnahme 7,620,801 Dollars be=- |

| Flaue Stimmung in Folge der niedrigeren auswärtigen Notirungen.

Es stellt si< mithin in diesem Departement ein Defizit von |

irug.

Statistishe Mittheilungen.

Einer von der Direction des ftatistis<en Büreau's in Kopenhagen neuerdings veröffentlichten Uebersicht Über den Stand der Sparkassen in der dânishen Monarchie am Schlusse des Jahres 1855 entnehmen wir folgende Angaben: Es bestanden im Königreich 47, im Herzogthum Schleswig 35, im Herzogthum Holstein 66 und im Herzog- thum Lauenburg 5, zusammen 153 Sparkassen. Drei Sparkassen waren erst im genannten Jahre begründet worden, 2 im Königreiche, eine im Herzogthum Holstein. Es kam also in der dänishen Monarchie am Schlusse des Jahres 1855 durchschnittlich auf ungefähr 1600 Einwohner eine Sparkasse. Beim Schlusse des Rechnungsjahres 1854 standen auf den Conto’s der Junteressenten des Königreichs 16,050,014 Rtblr., des Herzogthums Schleswig 2,118,613, des Herzogthums Holstein 9,206,323 und des Herzogthums Lauenburg 427,998, im Ganzen in den Sparkassen der Monarchie 27,802,948 Nthlr. Jm Laufe des leßten Rehnungsjahres wurden in den Kassen des Königreichs 8,194,543 Nthlr. eingeschossen, in denen des Herzogthums Schleswig 665,441, in denen des Herzogthums Holstein 2,674,551 und in denen des Herzogthums Lauenburg 203,469,

in sämmtlihen Sparkassen der Monarchie 11,738,004 Rthlr. Dazu famen im ganzen Staate 712,814 Rthlr., die als aufgelegte Zinsen zugeschrieben wurden. Macht zusammen 40,253,766 Rthlr. Da-

gegen wurden im Laufe des leßten Ne<hnungsjahres zurückgezogen aus den Sparkassen des Königreichs 4,015,596 Rtblr., des Herzogthums Schles- wig 363,948, des Herzogthums Holstein 1,789,315 und des Herzogthums Lauenburg 69,596, im Ganzen aus den Sparkassen der Monarchie also 6,238,455 Nthlr. Folglih standen am Schlusse des Rechnungsjahres 1855 auf den Contos der Jnteressenten 34,015,311 Rthlr. Von dieser Summe gehörten den Jnteressenten in den Sparkassen des Königreichs 20,663,970 Nthlr., des Herzogthums Schleswig 2,457,801, des Herzogs thums Holstein 10,328,068 und des Herzogthums Lauenburg 565,472 Nthlr. Der Zuwachs hat also betragen: im Königreiche 28,7 pCt., in Schleswig 16,0, in Holstein 12,2, in Lauenburg 32,1, und in der ganzen Monarchie 22,3 pCt. (Pr. C.)

Leipzig, 16. Dezember. Leipzig - Dresdener 206;7 G. Löbau- Zittauer Litt. A. 60 Br.; Litt. B. —. Magdeburg - Leipziger 291 G.- do. I. Em 249 Br. Berlin - Anhaltische —. Berlin - Stettiner —, Cöln-#ßindener —. Thüringlsche 134 (. Friedrich - Wilhelms - Nord- bahn —. Altona - Kieler —. Anhalt-Dessauer Landesbank - À ctien Litt. A. u. B. 142 Br.; do. Litt. C. 1247 G. Braunschweigische Bank- Actien, alte 1417 Br.; do. vom Juli 1856 1383 Br.; do. vom No- vember 4856 136 Br. VWeimarische Bank-Actien Litt. A. u. B 131 G, Wiener Banknoten 964 G. Oesterreichische S5proz. Metalliques 793 Br. 1854er Loose —. #1854er National- Anleihe 803 G. Preuss1tsche Prä- mien-Ánleihe —.

Yackhmittags Uhr 3/7 20 Börse fest bei mässigen Um

Wene - 16. Dezember, Sproz. Spanier 39. fproz. Spanier 422. sätzen.

Getreidemarkt. zeln gesucht, ab Auswärts stille. unverändert. De! loco 20, pro Hai 293, rubig, Zink ohne Umsatz.

London lang 12 Mk. 143 Sh. nat., 12 Mk 157 Sh. bez. - kurz 13 Mk 413 Sh. not. 413 Mk 225 Sh. Bes: Amiterdam S6, S ien 805. Disconto 5%, 6 pCt.

Frankfurt a. Ti., 16. Dezember, Nachmitt. 2 Uhr 33 Slinut,

Weizen loco flau und stilie, pr. Frühjahr ein- Roggen loco niedriger, äb Auswärts pro Oktober 27%, Kafiee

London 05,

o

Schluss - Course: DNeueste preuss1sche Anleihe —. PreussIsche

2,787,046 Dollars heraus, Der auf Central S Amerika be- | Kassenscheine —. LGöln - Mindener Eisenbahn - Actien —. Fniedrich- züglichen Verträge mit Großbritannien wird nicht in : eingehender | YVilkelms - Nordbail.n 605, Ludwigshafen - Bexbach 14357. Frankfurt- Weise Erwähnung gethan. Der Präsident begnügt sich, zu be- | Hanau —. Berliner Wechsel 105. Hamburger Wechsel S883, merken , daß genügende Aussicht auch Schlichtung der Zwistigkeiten | Londoner Wechsel 117%. Pariser Wechsel 983. Ams-terdamer vorhanden sei. Die amerikanis<hen Schiffe werden den Sund- | Wechsel —. VViener VVechsel 111%. Frankfurter Bank-Antheile bes zoll unter Protest bis zum Juni 1857 fort entrihten, Die zur | 3proz. Spanier 37. proz. Spamer 22% N ares Loose 384. Reform des Seerehts vorgeshlagenen Maßregeln betra@tet Mde as i r L A e T LENN E Herr Pierce als unzureichend. Die eigenthümliche Lage ter Dinge E E E E E usches Nationa! - Anlehen (#. in Nicaragua, bemerkt er sodann, habe ihu genöthigt, einen | A N ¿ags 4 Uke (Word Vesandten dorthin zu schi>en, Derselbe sei nur iurze Zeit dort | Dai, Bur) Oesterreichische Effekten mehr angeboten bei lebhaftem geblieben, und nach seiner Abreise habe die politische Lage in jener e Uaetiza i Gegend eine ungünstige Wendung genommen. Vor Wieder=- | Schtnes-Gaourese: DProz. Geterrzichieche Jational- Anletbe 74z Ipros. anknüpfung des diplomatischen Verkehrs müsse er den weiteren Ver- | Werailiques Ltt. E 83. proz Metalliques 735 _ ‘tproë. Metalliques lauf der Dinge abwarten, um zu sehen, welches in Wahrheit die | 384. #proz. Spanier 235 Iproz Spamer 3/%. Proz. MGesen SUEg- Ó Menn Neu-Granada an litz 932 óproz. Russen Stieglitz i: 28029 DO-6 Mexikaner i9!%, Loa-

de facto bestehende Regierung sei. der bisherigen Besteuerung des Transportes amerikanisher Er- zeugnisse festhalte, so werde die Regierung der Vereinigten Staaten sh der Erhebung dieser Abgaben widerseßen.

die Regierung gleichgültig gegen die Unsicherheit der Land-

Unmöglich könne

enge von Panama sein, und sie habe deshalb eine Flotten-Abthei-=

lung daselbst stationirt, Zum Schlusse der Botschaft heißt es :

„In unseren auswärtigen Beziehungen müssen wir unsere Macht

der weniger glücklichen Lage anderer Republiken anpassen und uns in dem ruhigen Bewußtsein unserer Würde und unseres Nechtes an die Seite der größten und mächtigsten Reiche Europas stellen. In unseren einheimishen Beziehungen haben wir uns der Er= hütterungen zu erwehren, die aus den Unzufriedenheiten und den ehrgeizigen und regellosen Strebungen entspringen, wel<e die na- türlihe Folge der hohen politischen Stellung, des Selbstvertrauens

| Und des rastlosen Unternehmungsgeistes des Volkes sind,“

| óproz. Russen

doner Wechsel, kurz 11, 065. Hamburger YWVechi. el, kurz 35%. Ho!- ländische Integrale 69.

Paris, (6 Dezember, Nachmittags 2 Uhr. (VVolfi's Tel. Bur.) Die 3proz. begann mit 60, 40, bob sich durch Deckungen der Contre- minc auf 66, 80, wich dann bis auf 66, 25 und' schloss in sehr matter Haltung zur Notiz. Die Medio - Regulirung in Eisenbahn - Äctien war lebhaft. Consols von Mittags 12 Uhr und von Mittags 1 Uhr waren gleichlautend 937 eingetroffen. j : i,

Schuss - Courss : proz. Rente 66, 30. 44proz. Rente 91. S3proz, Spanier 38 41proz. Spanier —. Silber-Anlethe 88>.

London, 16. Dezember, Nachuittags 3 Uhr. Bur. Silber 615 d, Frostwetter. : ;

Consols 93%, 41proz. Spanier 24k. Mexikaner 24I 4064. 4iproz. Bussen 0. r 3 Monat 13 Mk. 63 Sh. Wien 10 FI1l. 36 Kr.

Mittags 2 Uhr. (Wolffs Tel. Bur.)

Preise fest bei guter Nachtrage.

(Wolffs Tel Sardinier 883. Hamburg Liverpool, 16. Dezember,

Baumwolle: 7000 Balien Umsatz.