1905 / 14 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Regierungsreferendare Dr. jur. von Baerensprung aus Danzig, von Lossow aus Koblenz und Dr. jur. de Maizière aus Stettin haben die zweite Staatsprüfung

für den höheren Verwaltungsdiènst bestanden.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M.S. „Stos\ch“ gestern von Neapel in Syrakus angekommen. “S. M.S. „Panther“ ist am 13. Januar in Cienfuegos (Cuba) eingetroffen und gestern von dort nach Habana 1n

Sce gegangen. : L S. M. S. „Seeadler“/ ist am 13. Januar in Tsingtau

angekommen. ;

S. M. S. „ZJltis“ ist am 14. Januar von Nanking abgegangen und an demselben Tage in Tschinkiang ein- getroffen und nah Schanghai weitergegangen. ;

Der Reichspostdamp}er „Preußen“ mit den abgelösten Offizieren und Mannschaften des Kreuzer- geshwaders ist am 11. Januar in Antwerpen ange- fommen und hat am 13. Januar die Heimreise fortgeseßt.

Sachs en-Weimar-Eisenach.

Jhre Königliche Hoheit die Großherzogin Caroline ist heute früh kurz nah 6 Uhr, wie „W. T. B.“ meldet, ver- chieden. Höchstdieselbe war die am 13. Juli 1884 geborene dritte Tochter Seiner Durchlaucht des am 19. April 1902 verstorbenen Fürsten Heinrih XXII. Reuß â. L. und seiner Gemahlin, der am 28. September 1891 verschiedenen Prin- zessin Jda zu Schaumburg-Lippe, und seit dem 30. April 1903 in finderlojer Ehe mit Seiner Königlichen Hoheit dem Groß- herzog von Sachsen vermählt.

Hamburg.

Auf den beiden Dampfern der Wörmann-Linie „Lulu Bohlen“ und „Hans Wörmann“ wurde gestern, wie „W.: T. B.“ berichtet, ein Truppentransport für Deuts ch- i 528 Pferden eingeschifft. Am Abend verabschiedete der General- major von Versen die Truppen mit einer Ansprache, diemit einem Hoch auf Seine Majestät den Kaiser shloß. Die Ab- fahrt der beiden Dakititet die Abends 10 Uhr erfolgen sollte, war wegen des durch stürmischen Ostwind hervorgerufenen niedrigen Wasserstandes unmöglich. Die Schiffe muhen höheren Wasserstand abwarten.

Deutsche Kolonien.

Aus Windhuk in Deutsh-Südwestafrika werden, wie „W. T. B.“ berichtet, folgende weitere Verluste gemeldet : Im Gefecht bei Stamprietfontein am 1. Januar ist noch der Gefreite Leonhard Grimm, geboren am 11. 3. 1883 zu Loben- stein, früher im Königl. bayer. 6. Chevaulegerregiment, gefallen. In den Gefechten bei Groß-Nabas am 2., 3. und 4. Januar sind ferner gefallen: Reit er Martin Fischer, geboren am 27. 11. 1881 zu Holz, früher im K önigl. bayer. 2. Chevaulegerregiment, und Reiter August Menning, geboren am 11. 12. 1881 zu Jastrow, früher im 3. Gardefeldartillerieregiment. Leicht verwundet sind noch: Unteroffizier Adolf Koslowsky, geboren 1879 zu Meiningen i. Th., früher im Ulgnenregiment Nt: 67 Wachtmeister WMêichel Timsries, geboren am 21. f. 873 zu Medischkehmen, früher im eldartillerieregiment Nr. 7; Neiter Franz Hepp, geboren am _°. 10. 1882 zu Bochum, früher im íInfanterieregiment Nr. 16; Sergeant Leonhard Wehninger, ge- boren am 2%. 5. 1876 zu Stuttgart, früher im Königl. bayer. 9. Feldartillerieregiment ; Unteroffizier Jakob Hoffmann, geboren am 16. 6. 1878 zu Sparnedl, früher im Königl. bayer. 3. Trainbataillon ; Reiter Walter Langner, geboren am 830. 3. 1884 zu Breslau, früher im Feldartillerieregiment Nr. 6; MNeiter Tbeodor Olbrich, geboren am 4. 7. 1882 zu Deut‘ch-Nasselwitz, früher im Infanterieregiment Nr. 5l: Reiter Julius Kalau, geboren am 7.4. 1882 zu Kregsvjak (Rußland), früher im Feldartillerieregiment Nr. 1. Vermißt wird der Reiter Ferdinand Bauer, geboren am 9. 6. 1883 zu Leiblfing, früher im Königl. bayer. 20. Infanterie- regiment. ;

Im Gefeht bei Haruchas am 3. Januar ist noh der Ober- leutnant Christian Abrens gefallen (Kopfschuß). Leicht vers wundet wurde der Reiter Josef Kieger, geb. am 6. 2. 1881 zu Weiprs- beim (Elsaß), fcüher im Fnfanterieregiment Nr. 166 (Fleisch{uß in Oberarm). :

Im Gefeht bei Gochas am 5. Januar d. I. fielen: Unter- offizier Hermann Kanthack, geb. am 12. 10. 1879 zu Abbau, Unter- offizier Penkubl, früher im Infanterieregiment Nr. 69 (Her:huß), und Reiter Albert Retlaff, geb. am 21. 4. 1882 zu Barnimsélow, früßer im 1. Gardedragonerregiment (Brustshuß). Schwer verwundeTl wurden : Leutnant Freiberr Heinzih von Malgakn (Schuß in rechten Oberschenkel), Leutnant AlexanRKr Effnert (Streifshuß am Kopf), Oberveterinär Adolf Janz? (Schuß in rechten Oberschenkel), Unter- offizier Heinrich Endreß, geb. am 16. 2. 1880 zu Eberstadt, früher im Königl. württemb. Feldartillerieregiment Nr. 65 (Schuß in rechten Ober- arm), Reiter Eduard Natusch, geb. am27. 9. 1881 zu Neuendorf, früher im 9 Gardeulanenregiment (Schuß in linke Schulter). Leicht ver- wundet wurden : Æutnant Kurt Art, geb. am 24. 3. 1889 zu Neu- fahrwasser, früher im Infanterieregiment Nr. 14 (Streifshuß in redtes Knie), Gefreiter Heinrich Beyer, geb. am 29. 3, 1879 zu Altenfeld, früher im Ulanenregiment Nr. 15 (Fleis{\{chuß in linfen Oberschenkel), Reiter Wilhelm Wintecfeld, geb. am 31. 3. 1883 zu Mathieslust, früher im Fägerbataillon Nr. 4 (Streif- uk in linken Unterschenkel), Reiter Ludwig Kind, geb. am 5. 2. 1881 zu Laubuseshbach, früher im Pionierbataillon Nr. 21 (Schuß

bten Untershenkel), Reiter Julius Oefenscheid, geb. am 26. 8.

2 zu Klein-Drescheid, früher im 1. Gardefeldartillerieregiment.

Im GefeHt bei Gochas am 7. Fanuar d. I. fiel der Reiter Georg Bremer, geb. am 15. 6. 1877 zu Hannover, fcüher im Jäger- bataillon Nr. 10 (Schuß in Unterleib). Schwer verwundet wurde der Oberleutnant Wilhelm Groß (Shuß in rechten Unter- \dhenkel). Leicht verwundet wurde: Reiter Johann Bruneßgki, geb. am 20. 109. 1881 zu Alt-Bukowiy, früher im Husarenregiment Nr. 5 (Fleishschuß in Oberarm).

Sergeant Kaipar Mayer, geboren am 15. 2. 1879 ¿zu Gnodstädt, früber im Königlih bayer. 19. Infanterieregiment, it in der Nacht vom 3. zum 4. Januar auf der Fahrt von Swakopmund nah der Lüderizbuht, wahrschzinlich infolge eigener Unvorsichtigfkeit, über Bord gefallen und ertrunken. Reiter Wilhelm Kersting, geb. am 15. 3. 1883 zu Bigge, früher im Fnfanterièregiment Nr. 144, ift am 14. Januar im Lazarett zu Windhuk an Typhus gestorben. Reiter Franz Kropf, geb. am 12. 6. 1876 zu Elmébagen, früher im änfanterieregiment Nr. 87, und Reiter Richard Schmidt, geb. am 2. 11. 1883 zu Mußzs@{lena, früher im Eisenbahnregimeat

Nr. 1, sind nach Verirrung auf der Jagd tot aufgefunden worden, anscheinend verdurftet.

am 10. 6. j

vg beschlossen, in dem Ministerrat, der morgen unter em

j

Doumer den Tod

v

Cochéry zum

Südwestafrika in Stärke von 1104 Mann mit |&@*

Die Eröffnungssizung wurde, der Einweihung des neuen Der König ernannte dieselben Prä : j präsidenten beider Kammern, wie in der vorigen Session.

Minister C ombes erklärte, er \{ließe sh den Gefühlen der Kammer an. Die Sitzung wurde darauf ges{losen.

gierung, wie geteilt wird, die Frage fangenen bei Japan an,

gehörigkeit der Kategorie hinsichtlich des Ranges und der Waffengattung vorshlug. Die Zustimmun gegangen. drei ru dem Dampfer „Jekaterinoslaw“ gegen drei japanif l l Maru“ und „Sado-Maru“ in nächster Zeit bevor.

in Begleitung von i i vertragsverhandlungen zwischen Jtalien und Ruß-

land führen sollen, gestern von abgereist.

einen Mordansch lag gegen den serbischen Geistlihen Taschko und v Diener. folge,

meldet, ist der Staatssekretär Hay infolge Erkältung an das Haus gefesselt. -

Bezug tralität, sei in der Lage gewesen, dur festzustellen,

redetretärs Hay übex d

Der Ministerpräsident Combes hat, wie „W. T. B.“

Vorsiße des Präsidenten Loubet abgehalten werden soll, in Nüdcktrittsgesuh zu überreihen. Jn dem heute atifindenden Ministerrat wird er dieses Schreiben verlesen. d Fn der Deputiertenkammer zeigte gestern der Prä ident der Mutter des Präsidenten Loubet an und lug

Zeichen der Teilnahme die Sitzung aufzuheben. Der

or, zum

an Stelle Doumers

Budgetkommission wählte orsizenden. E

Rußland. enen Sommer regte ( em „W. T. B.“ aus St. Petersburg mit- der Auswechselung von Ge- wobei sie als Grundlage die Zu- Auszuwechselnden zu derselben

Die

Im vergan die russische Re-

beiderseitig

Japans hierzu ist jegt ein- die Auswechselung von die von den Japanern auf

gefangen genommen wurden,

he von den Transportschiffen „Kinschi-

Demzufolge steht \sishen Offizieren,

Ftalien.

aus Saschetun meldet:

den Rücken der Japaner glüdlich zurüdckgekehrt. Verluste betragen 300 Mann an

14. d. M. ein Gedächtnisgottesdienst

fallenen Japaner abgehalten

e LA ugegen gewesen, en

Nagasaki S tóssel folgenden

erhalten; aber es mag niht unange racht sein, General Stössel jeßt weder Gefangener noch ländisher Gentleman ift, der seinem Ueberdies ist die verwickelte Arbeit der Munition von gezogen hat, so gut erledigt worden, daß sie militärishen Ehre zugute gerechnet zu werden.

SFhrer HochaWhtung. -

Eine Depesche der „St. Petersburger Telegraphenagentur“

Streifzug gegen Die rissen Toten und Verwundeten.

Aus Port Arthur meldet das „Reutersche Bureau“, er Einmarsch der japanishen Armee habe drei Stunden ewährt; die Heeressäule sei drei englishe Meilen lang gewesen. n der Ebene im Norden des Dorfes S chuisch1 I am

für die Geister der ges worden. Es seien Truppen=- die eine Vertretung des ganzen

eeres dargestellt hätten. :

Der General Nogi hat an den Gouverneur von in bezug auf die Behandlung des Generals Brief geschrieben: E Behörden Ihre Instruktionen hier hervorzuheben, daß

Feind, sondern ein aus- Vaterland rühmlich gedient hat. Uebergabe der L und der

Port Arthur, die notwendigerweise sh in die Länge verdient, ihm und seiner

Icch empfehle ihn 16. d. M.

Das Kavalleriedetahement ist von seinem

Sie werden durch die zuständigen

Der „Morning Post“ wird vom aus

Schanghai gemeldet, daß in Japan eine Unterseeboots- flottille fertiggestellt worden sei. ;

Der neue Botschafter am russischen Hofe Melegari ist Kommissaren, die die Handels-

Nom nach St. Petersburg

Türkei. Am 15. d. M. verübten Bulgaren in Kumanowo

In Belgrad soll, dem „W. T. B.“ zu- ierüber große Erregung herrschen.

Schweden und Norwegen. Der \chwedishe Reichstag ist gestern eröffnet worden. A n 9 Ln „W. T. B.“ meldet, mit Neichstagsgebäudes verbunden. identen und Vize-

Amerika.

„Reutershe Bureau“ aus Washington

Wie das

Das „Reutersche Bureau“ meldet aus Washington mit auf die russishe Note über die chinesishe Neu- die Regierung der Vereinigten Staaten ihre Agenten in China daß die Regierung von Peking sih des Bruchs der Neutralitätsverpflihtung nicht schuldi gemaht habe. Dem chinesischen Gesandten in Washington seien nicht nur von amerikanischer, sondern von vielen anderen Seiten anerkennende Aeußerungen in bezug auf dix, Axt, in der China die Note des Staats- é chinesische Neutralität dem Jnhalte nah tet habe, zugegangen. - Es verlaute, Japan werde ènergisch auf die Anschuldigungen antworten, daß es der Verlegung der chinesischen Neutralität Vorschub geleistet habe. Wenn tatsählih Verlegungen vorgekommen seien, so sei dics auf Veranlassung von St. Petersburg, aber nicht von Tokio aus geshehen. Amerika habe nah Empfang der russishen Note die Aufmerksamkeit Chinas auf die An- \huldigungen gelenkt. Der Staatssekretär Hay habe am 16. d. M., Nachmittags, an den amerikanischen Vertreter in Peking telegraphiert, er möge der chinesischen Regierung die Hoffnung aussprechen, daß China den Klagen Rußlands ernst- lihe Beachtung schenken werde. Dem Repräsentantenhause werden zwei Geseß- entwürfe über die Regulierung der Eisenbahnfracht- preise zugehen. Einer der Entwürfe sieht die Errichtung eines | Bundesgerichts vor, das die von der Interstate Commerce Commissíon aufgestellten Tarife nahzuprüfen hat und gegen dessen Entscheidung lediglih Berufung an den obersten Ge- rihtshof zulässig ist. Der andere Entwurf will der Inter- | state Commerce Commission volle Machtvollklommenheit zu- gestehen, die Eisenbahntarife festzuseßen und sofort einzuführen. Die Eisenbahngesellschaften, die gegen die Verfügungen ver- stoßen, sollen mit Strafen bis zu 5000 Dollars täglich belegt werden fönnen.

Der „Standard“ hort,

‘zeoba

daß das provisorishe Ab- Brasilien in dem Streit um

Reichstags und des sih in der Ersten und

von Stengel beiwohnte,

Neichshaushaltsetats | des Reich s\hazamts, und zwar bei dem ersten Ausgabetitel:

Parlamentarische Nachrichteu.

Die Schlußberichte über die Genre Sizungen des auses der Abgeordneten befinden

weiten Beilage.

In der heutigen (120.) Sißung des Reichstags, welcher der Staatssekretär des Reichsshazamts Freiherr wurde die zweite Beratung des für 1905 bei dem Spezialetat

„Gehalt des Staatssekretärs“, fortgese. i Abg. Dr. Hermes (fr. Volksp.): Vie bisberigen Wirkungen des seit etwas mehr als Jahresfrist in Kraft befindlichen Süßstoff- gesetzes geben mix zu einigen Bemerkungen Anlaß. Die Meinung, daß dem Händler ein Nachteil durch das Gese nit erwachse bezw. daß dieser ausgeglichen sei, kann ih nur in beschränktem Maße teilen. Der Schabsekretär ist ja bejtrebt, die Hârten, namentlich gegenüber den kleinen und kleinsten Händlern, zu beseitigen; aber nit diese Kreise allein find von dem Gese betroffen - worden. Allerdings scheinen Erhebungen au bezügli® anderer Interessenten im Gange zu sein. Es handelt sih da vor allem um die Fabriken, denen die Herstellung von Saccharin usw. dur das Geseg untersagt ist, und die dafür angemessen entschädigt werden sollen. Nach § 11 sollte die Entschädigung das Sechsfache des Fahresgewinns nicht übersteigen. Dieser Gewinn ist auf 446 für das Kilogramm angenommen worden; dieser Betrag bleibt hinter dem tatsäcblichen Gewinn er- beblich zurück. Die Abgg. Gamp und Paasche haben seinerzeit die Wünshe der Interessenten unterstüßt, soweit fie als gerechtfertigt herausstellen würden. Das Reih habe an- ständig zu enischädigen, wenn es. einen Betrieb von Reichs wegen unmöglih mathe; auch Herr Speck vom Zentrum erkannte diese Auffassung als zutreffend an. Es ift ja kein Wunder, wenn bei diesem ungewöhnlichen Geseye nicht sofort alles geklappt hat. Eine blühende Industrie wurde lahmgelegt zu Gunsten- einer aller- dings viel mähtigeren Industrie, die jener eine immer steigende Konkurrenz mate. Gebot die Staatsräson die _Unterdrückung der Süfßstoffindustrie, so muß au nah den Grundsäßen der Gerechtig- keit cine anständige Entf \ädigung gewährt werden ; sonst würde das Ansehen des Reiches Schaden leiden. Auch das Verhältnis des Reiches zu der Monopolfabrik von Fahlberg, List u. Co. müßte auf eine andere Basis gestellt werden. Wünschenswert wäre auch eine reichs- geseßliße Entschädigung der Nebengewerbe des Süßstoffes.

Bei Schluß des Blattes nahm der Staatssekretär des Neichsshaßamts, Freiherr von Stengel das Wort.

Das Haus der Abgeordneten seßte in der heutigen (119.) Sizung, welcher der Justizminister Dr. Schönstedt, der Minister der geistlihen, Unterrichts- und Medizinal- angelegenheiten Dr. Studt, der Finanzminister Freiherr von Rheinbaben, der Minister für Landwirtschaft, Domänen und orsten von Podbielski und der Minister für Handel und Gewerbe Möller beiwohnten, die allgemeine Besprechung des Staatshaushaltsetats für das Rechnungsjahr

1905 fort.

Abg. Brust (Zentr.): Fast alle Redner baben die augenblidlide Bewegung der Ruhrbergleute in den Kreis ihrer Erörterung gezogen, und auch der Ministerpräsident und der Handelsminister haben sich darüber geäußert. Ich glaube, jete Partei hat Veranlassung zu prüfen, ob auch sie einen Teil der Schuld an dieser Entwidkelung zu tragen hat. Wir vom Zentrum sind auf diesem Gebiete weit voraus} shauender gewesen als andere Parteten, und ih lasse mir das Necht nicht nehmen, das vor der Ocffentlichkeit zu konstatieren. Wenn der Abg. Fried- berg dieses Bedürfnis für seine Partei nicht empfindet, so ift er ent-

fommen zwishen Peru und das Acre-Gebiet auf scchs

Asien.

Ein Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser vom 15. d. M. bejagt, wie dem „W. T. B.“ aus St. Petersburg mitgeteilt wird:

Am 13. d. M. bei Tagesanbruch griffen unsere Freiwilligen die feindliden Vorposten an. Diese, in Stärke von fast einer Kompagnie Infanterie, wurden zerstreut. Sie verloren 12 wurden gefangen genommen, s darunter sind verwundet. Freiwilligen erbeuteten Waffen und Munition; sie verloren 1 Toten und 2 Verwundete.

Ein weiteres Telegramm des Generals Kuropatkin besagt:

Ih habe zwei Meldungen über Offensivbewegungen unserer Kavallerie erbalten. Am 10. d. M. Abends wurden 14 Kompagnien japanisher Infanterie und eine halbe Schwadron Dragoner vernichtet. In der Naht darauf zerstörten unsere Patrouillen einen Teil der Eisenbahnlinie, wodur cin Zusammenstoß zweier Lokomotiven herbei- geführt wurde. Am 11. Januar wurde Niutschwang von uns besczt. Die japanishe Besaßung, bestehend aus ciner Kompagnie und 2 Schwadronen, räumte nach einem Gewehbrfeuer den Plaß. W3hrcrd dieser beiden Tage erbeuteten wir 500 Wagen mit Vorräten und nabmen 1 Offizier und 14 Mann gefangen. Auf unserer Seite Felen 3 Offiziere und 15 Mann, 10 Offiziere und 49 Mann wurden verwuntet. Am 12. Januar wurde die Babnlinie bei Scheitse, 6 Werst von Inkau, bur unsere Patrouillen beschädigt. Nachmittags 4 Ukr näherte si eine Abteilung Infkau. Unsere Artillerie beschoß den Bahnhof und legte die Devots in Asche. Ein Teil der Abteilung saß darauf ab und griff den Bahnhof an. Die Japaner eröffneten gegen sie ein Gewehr- und Magazingeschüßfeuer. Unfere Soldaten suchten zunächst Schuß in den Gräben und griffen dann von neuem an, muften fi aber schließlich vor der Uebermacht zurüdckziehen. Die

Monate verlängert worden sei.

Gefallenen und Verwundeten wurden fast alle mit zurückgebracht.

12 Mann an Toten, | Unsere !

weder bescheidener, oder er hat na dieser Richtung nihts aufzuweisen. Letzteres scheint mir der Fall zu scin. Von mir als einem Berg- ! arbeiter, der 20 Iabre lang praktische Bergarbeit getrieben hat, wird man es draußen erwarten, daß ih mih mit dieser Frage eingehend beschäftige. Ich hätte gewünscht, daß namentli der Handelsminister | ih etwas eingehender mit den Streitgegenständen befaßt hätte. Er | hat allerdings die amtlichen Pexsonen angewiesen, die Vermittelung zu übernehmen und die Neutralität aufrecht zu erhalten. Letzteres ist für ein Vermittelungëamt allerdings geboten, aber ih er- warte von der Vermittelung nit viel, namentlich nit bezüglich des Entgegenkommens der Arbeitgeber. Dieser Auffafsung wird sich jeßt vielleicht auch ein großer Teil der Mitglieder dieses Hauses nach den lezten Vorgängen anschließen, nahdem es der Verein für die berg- baulichen Interessen, also die Grd er per, abgelehnt haben, mit den Vertretern der Arbeiter über die Streitsragen zu verhandeln. Wenn ein Grubenbesißer wie Hugo Stinnes si noch in der leyten Zeit dahin äußerte: „ich mache mit meinem Eigentum, was ich will“, so ist das jedenfalls sehr bezeihnend sür den Geist, der in den Kreisen der Grubenbesizer herrscht. Jn dem Bericht des Ministers habe ich auß die Angabe der Ursachen des Pplößlihen Ausbruchs des Ausstandes vermißt. Die Hauptursahe ist darin zu sehen daß die Verwaltung der Zeche „Bruchstraße“ der Bele chaft die Brand- oder Deputatkohle, auf die sie Anspruch hatte, vorenthielt. Die Verwaltung hat dieses Vorgehen damit zu entsbuldigen gesucht, daß so viele Wagen Kohlen angefordert seien. Die Zeche „Bruchstraße“ umfaßt rund 1100 Personen, von denen, hoh (renen höchstens 700 Personen Anspruch auf Deputatkohle haben. Sie wird mit den Gestehungéfosten bezahlt, also nicht umsonst ge- liefert. Wenn nun die Verwaltung in vier Tagen.je etwa 200 Wagen von den 1000 abgegeben hätte, so wäre damit kein Schaden entstanden. Es e: auf beiten Seiten Kontraktbruh vor, und zwar der erste auf seiten der Verwaltung der Zehe „Bruchstraße“, die den Arbeitern ohne weiteres die Deputatfohle vorenthielt, ohne daß darüber Bestimmungen in der Arbeitéordnung stehen. Die Grubenbesißer tun aber, als hätten fie neben den Kohlen auch Bildung und nstand in Erbpacht ge-

nommen. Äuf Zee „Bruchstraße® wurde verlängert, und das bedeutet ohne wir 28 dee Seilsabe) der Schiht- und Arbeitszeit um - eine halbe Stunde. Jeder wahre Arbeiterfreund muß es - gerechtfertigt finden, wenn die Arbeiter \sich dagegen zur Wehr seßen. Dazu kamen die Ur- sachen der Verl paerung der Schichtzeit auf der Zehe „Bruch- straße“. Diese Ursachen haben die Arbeiter am allermeisten bedauert. err Stinnes hat im vorigen Jahre die Zehe „Marianne Stein- ank“ angekauft und g ee ferner foll die Grube „Luise Tiefbau“ stillgelegt werden, “obwohl fie noch auf längere Zeit abbaufähig ist. Dafür jollte die Förterung von „Bruchstraße" gesteigert werden. Die Belegschaft wurde vermehrt und konnte nun niht mebr in der bis- herigen Zeit einfahren. Der Abg. Hammacher hat einmal gesagt : wenn die Axbeiter ihre Verhältnisse nit verbessern wollten, wären sie Esel. sage: wenn die Arbeiter“ durch die 'Shicht- eas Eee Gle vershlechtern ließen, wären 4 ; enn früher, wie der Mini i der Verlängerung der Seilfahrt die Arbeiter nicht mr E hätten, so hat man bei den Vereinbarungen von 1889 eben infolge des Fehlens einer starken Organisation nichts durhgeseßzt. Jn dem damals aufgestellten Protokoll, das ein Abgeordneter mitunterzeichnet hat, war in die ahtstündige Normalschicht die Ein- und Ausfahrt mit eingerechnet, und sie sollte in der Regel nicht mehr als eine halbe Que taten B R des Abgeordneten soll ja ) azu gewesen sein, da er Grubenbesißzer diesen fafuen angie G Boer sigenden geben ließ. MALOn sollten nur auf Grund besonderer Vereinbarungen zwischen den Grubenverwaltungen und den Arbeitern stattfinden. Das 1889 öffentlih gegebene Wort aben I R Gallen, Anfangs ging es mit der Sei ; aber es dauerte nicht lange, i Seilfahrt auf der übergroßen Mehrzahl j Me iee E Rud O O, e E T 4 Einrichtung von Ausschüssen st ne s illige für meine Arbeiter. Wenn e Kontraktbruch begangen Pagen E bs imme nicht billigen, und aufs shärfste mißbillige ih es, daß, dem gege aaa e bh Ad Be E anderer Werke ebenfalls in d i ? ind. enn Herr von Zed handle fi anscheinend darum, auch die Brislihe Det in das sozialdemokratische Fahrwasser zu führen, so mag der Versuch dazu vielleicht vorliegen, aber er wird mißlingen; dazu kenne ih die Mot G ub ne D E E werden ihre Selbst- n u ahren und, sobald di ¡utaslge Mah MeriGreen folie, ere eigenen O o issen. der usítan iesen Umfan hat wird es überaus s{chwer sein, ihn L lih, nahdem der Generalausstand beschlossen ist. Dieî Forde- rungen der Arbeiter sind Ihnen bekannt. balte alle diese Forderungen für berehtigt und bei allseitig gutem Willen au für at at An der Spitze steht die Verkürzung der Schichtdauer. Die fnoe Fe Rate Fier, cue Ge e cirzung der Schicht und eine ; g8zeit 7 order uf die lange i Bergara A a ie E jährli G ibe 10 ee rocie w ; ß rbeiter dur{gehends frühzeitig i i Nach der Statistik des Handelsministeriums s E Begebail des Ruhrgebiets 1900 ein Alter von 45,2 Jahren bei Eintritt der Ganzinvalidität und ein Durhschnittsdienstalter von 22 Jahren. Jn a Ta B sinkt es sogar bis auf 18 Jahre i erehnete man das Dienstalter derjeni i 2 M Die vei so würde S schlechteres Mesultet rh geben. telfah eine irrige Anschauung über die itszei der Bergleute. Die Bergverwaltung hätte {hon längst a Stund Lis S oritSen A A gr Arbeitszeit anordnen follen i ren en. Nach einer Polizeiv : bei 29° Celsius nicht länger als 6 Stunden L T eite au 5 gut ist es doch etwas unverständlich, warum bei einer etwas niedrigeren Tems iee ges wir 28 9, eine 8, ja eigentli 9stündige Arbeitszeit besteht as die Forderung eines Tarifvertrages betrifft, so kommt hier alles auf die Verständigung zwischen beiden Teilen an. Was in England mögli ift, follte aud in Deutshland mögli sein. Das Muster eines Tarifvertrages bietet derjenige des Buchdruckerverbandes. Erst jüngst noch hat das „Reichsarbeitsblatt“ über etwa 1000 bestehende Tarifverträge eine Zusammenstellung gebraht. Die Weigerung, über einen solhen Zarifvertrag au nur zu verhandeln, berührt um so A D als das Koblensyndikat, die Verkaufsvereinigung, sich doch a E li Cet ehung fas Kohlenpreise gegenüber den on „dle ersten Konsequenzen hinei tent gemacht bat. Daß die Häuer einen Mindestlohn L Verrat y B angesichts der immer wachsenden Schwere der Arbeit durchaus erehtigt. Beseitigung des Nullens und Einführung anderer Kontroll- maßregeln, Einführung von Mietskontrakéea mit monatlicher Oa für die Arbeitecwohnungen auf den Zehen, humanere ind Veliivas More der Kas (e 0 find alles berechtigte A dene Forderungen. as insbesondere das; W (l betrifft, so ift diese allgemein verhaßte Maßre el Warren ! ber um - werter, als es dem Arbeiter vielfah auch be Crößter Boe ete unmögli ift, reine Kohle zu fördern, zumal wenn sie mittels Sprengschüsse _gewonnen werden muß. Das Verhältnis der Kohle n Nebengestein ist ein durchaus verschiedenartiges, {hon bei D U D U, var v Schachtes und Arbeitsorts : nd, daß das einheitliche Gedinge Berg- mann die größten Ungerechtigkeiten und tagte u ‘Gefol t A Gctina a E E ¿wingen den Bergmann, bei \{chlechtem Se esl hr zu fördern, um nur existieren zu kön E A E v wgs s T e i Sürdee Mrbrite ausf ung der inge mitwirken, dann i Fr Quelle der Unzufriedenheit der Bergleute sofort ründlich Dée: ! opft. Wenn nun die Bergleute verlangen, daß das Nullen fortfallen A Dezahlung wenigstens für das Gewicht der reinen Kohle erfolgen s scheint mir auch diese Forderung bei gutem Willen als leicht ev ar. ¿Da die Grubenbefigßer mit den Vertretern der Arbeitér über- vcielt, vab Mere, S o dee M E, Der Ne verlie y j; errn Johann Effer Cribey ier, Begehnhgung, ber Sebenbesizer) Wem bier or \ ruch t r die Nede ist, so habe i n mißbilligt, aber auch s\{chou darauf Ein a ets E Fife Dies aut Zem „Brutstraße“ ihrer- ; ontraftbru gegen die Arbeit vorgegangen ist. Als Antwort auf diese Erklä bér gorgel t rk er verlese ich eine mir gestern es E Zushriet 5 Fe B ffery, der von Versammlung zu Versammlung geeilt ist, um ad ewegung einzudämmen und zurückzuhalten; in dieser Zuschrift E wer erem. Mee 8 ul Led Zeche „Constantin“ in sammlung festgestellt vate Va j G E aue abe oe Ag R eti au ei einer Temperatur on dic auer 8 Stun An einer anderen Stelle der Zehe müsse in 2 Fus Wasser u 4 50d dart, E au Durs pier iA See fet bie A ortverhältnisse “e Me E n N gens eien, ihre Notdurft um die ri : er Arbeiter, der di ? eldes E brachte, sei entlassen worden. Dem Inhalt dies es Sércibaa r e noch weitere Ungeheuerlihkeiten enthält, will ih nichts Gehe gn: Wenn es auf neuen Zehen und zu diesen gehört die e „Constantin“ {on so aussieht, dann läßt si leiht er- N 8 E es auf den älteren A mag, und wie groß muß der G ein, „wenn der Bergmann nicht den Mut hatte, \ih dagegen | flu ‘pen! Nun hat der Minister für Handel und Gewerbe ¿Mittins ute m dem Minister des Jnnern eine Kommission zur D rfuhu 19 etwaiger Mißstände in das Revier geschickt an die L'nternehmer erklären, daß den Arbeiterführern die Zügel ci; e qn lele ite Et Er gn ihre fortgeseßte Auf- rzu ; aran s{uld. Falls di tbeiteraus\{ü Te einsezgen und ih überbg publi bed

worden. ierauf nim +5 « M M ia E A S der Minister für Handel und Gewerbe (Schluß des Blattes.)

__ Vei der Ersaßwahl zum Reichstag, die am 12 m 7. T Wahlkreise (Oiéblinbura, Áschers: u en, Stadt Kalbe) stattfand, wurden insgesamt 39 409 gültige timmen abgegeben. Es erhielt Albrecht, Schneidermeister L Halle a. d. Saale (Soz.), 19013, Placke, Kaufmann zu S a. E. (nl.), 11785, Rahardt, Tischlermeister zu Berlin (Mittelstandspartei und Bund der Handwerker), 8147, Dr Fleischer, Verbandssekretär in Berlin (Zentr.), 454 Stimmen: zersplittert waren 10 Stimmen. Es ist somit Stichwahl zwishen Albrecht und Plate erforderlich.

Der Rittergutsbesißer von Bran d-Wuyßi : Herrenhauses, ist am 16. d. M. lestoiben Mitglied des

Bei der Ersazwahl zum Hause der Abgeo

: : geordnet M 7. Potsdamer Wahlbezirke (MBeflbavelland-Brandert- urg) wurde der Regierungspräsident z. D. von Branden- stein (kons.) mit 366 Stimmen gewählt.

Statistik und Volkswirtschaft.

Die Prüfungskommission für hshere V , Ses f beamle hatte im Jahre 1904 119 Examinanden p Pt ON un Ges von denen 92 die im Vorjahre begonnene Prüfung noch u eendet hatten und 67 Referendare neu überwiesen worden waren Bd ungenügenden Ausfalls von zwei shriftlihen Arbeiten sind im Jerihtsjahre vier Referendare zur besseren Vorbereitung an eine Re- gierung zurückgewiesen worden, und ein Examinand tourde auf seinen Antrag aus dem Staatsdienst entlassen. Die Zahl der Referendare, welche die mündliche Prüfung abgelegt

haben, betrug im Jahre 1883: 50, im Jahre 1884: 65, 1886: 83

1885: 79 i: 3 1888: 111,

1887: 98; 1889: 102, 1890: 127 1892: 88!

1891: 117, 1893: 107, 1894: 106, 1896: 88;

1895: 81,

897: 93, 1898:

1899: 99, 200: 7 1902: 62,

1901: 56, 1903: 63 und t 1904: 64.

Von den der mündlichen Prüfun i n den der g unterzogenen 64 M Len D A E N ar Dagegen be anden j “Hen : N reichend“ die Pr üfur best as eferendare mit dem Prädikat „aus- eben der mündlihen Prüfung von 64 Referend i : 1904 bei der Prüfungskommission die Beuren Ain M Wine lichen Prüäfungsarbeiten zum Abschluß gelangt. N ras e Ceade N Jahres 1904 waren 90 der Kommission über- tanten. are, deren Prüfung noh nicht abges{lossen war, vor- on den 68 Referendaren, deren Prüfung zum vollstä [Gluß geg Jen f go 86,76 “g O Mgen L i; , d. h. 13,24 v. H., die Prü i haben. Der Prozentsay der Nie dee a jung AERE- esiaiiden im Jahre 1884: 23,00, im Jahre 1885: 21,00 1886: 25,00, , « 1887: 267, 1888: 26,2, 1889: 18,75, 1890: 14,2, 1891: 14,05 1892: 15,22, 1893: 8,33, 1894: 13,76, 1895: 8,64, 1896: 25,27, 1897: 20,41, 1898: 25,29, 1839: 16,50, 1900: 18,75, 1901: 20,00, 1902: 17,91, 1903: 9,09 1904: 13,24. é

m T U A V.D

Zur Arbeiterberoegung.

Die für gestern nahmittag nah Essen einbe i erufene D ¿ns amn T e Rae Feller (ar a. ps E loß, «W. L. B." meldet, nahdem die Vers Sans E Antwort des Bergbaulichen As abrt B p Bar iblac de Gs Les reftung zurückgezogen , | es Vorstand er in der vorigen Woche Gelapten Resolution gemäß, in den allg eute Aus ta. n R B ved ¿O von der Ausstandsbewegung follen diejenigen Dehn e Denen Le Mean ent, daß die Zechenbesizer sie Ï 1 i i eus folgenden s L A ntwort des Bergbaulichen Vereins „Jn Erwiderung Ihrer gedruckten Zuschrift vom 13. d i at na nachstehenden, in unserer heutigen Vollsizung ia getan i E Ag t : A E t Biene P geeile, daß ein großer Teil i ) jat hinreißen lassen, unt "idri E S ncilen E A den Ausstand zu tetéa S ai „Gallen ohne zu wissen, was man 1 Mie weisen E ung gu anen er E i | enste die Behauptung zurück, daf Aar aje irgendwelche unerträglihe oder allgemeine Miblttude Me S ung gegeben hätten. Wir betonen auch nahdrücklich, daß Ver- e n rung auf Grund der Bestimmungen der Arbeitsordnung nur E ache einzelnec Zechenverwaltungen und einzelner Arbeiter sind n A det niemals empfehlen fönnen auf i en enderungen des Arbeit | er gt ei Bal a nett fd, ihre Nah diesen so unerläßlichen Disziplin “fein; Wir MUNAN baber die und i / müssen dab Aa tgene Vermittelung ablehnen und véerteGude uf dés ‘a AR Gt inn des Kerns der “0% ad daß sie sich nicht in Not und Elend

stürzen werden. Glück auf!

Verein für bergbaulihe Int : eiber D E. Krabler. Kirdorf. e en: ai n der elegiertenversammlung wurde ferner den Bergarbeitern S au den Staatszechen beschäftigt sind, empfohlen, nicht in den Fueliano i überlen eir ua orre den- betreffenden

j / . Für den Fall, da

O wollen, müssen sie einen. eigenen A g {l An B ei den betreffenden Behörden vorstelll(n werden. Die ; ergarbeiter der Staatezehen werden nicht durch den Verband ver- reten. Ein gestern abend von Dortmund 4 Uhr 50 Minuten ab- egangenes Telegramm ersuht die Arbeiterdelegierten, heute enstag, Nahmittags 4 Uhr, Vertreter nah dem Oberbergamt zu TEA zur Darlegung ihrer Beshwerden vor einer zu diesem

Qwec 10 bie G Ge Seflfalen Ministerialkommission ekftiven j forderten A riungen S Ren pat. E orer xe

er Ausstand in der Berliner Holzindustri ;

d. Bl) ist beendet. Gestern früh ift, wie die "Voss ZT Mp e Arbeit in den meisten Betrieben der Berliner Holzindustrie wieder

“rganisationsbez. trebungen der Arbeiter geneigt zeigen w ird das Vertrau.!n wieder hergestellt werden, Durch E Poien

aufgenommen worden. Sämtliche Ausftändigen und A t konnten aber nit wtetcr eingestellt werden. Man hofft Nen

Standpunkt der Unternehmer is die Allgemeinheit {wer ges{hädigt ;

Rest dieser Arbeitslosen in den nächs i M et an Arbeit a ächsten Tagen {hon unterzubringen, _Im Tischlergewerbe Cassels hat, wie die „Rh. Westf. Ztg." S eine Lohnbewegung eingefeßt. Die Gesellen ben M Bs e bisherigen Verträge zum 1. April gekündigt. Sie verlangen neunstündige Arbeitszeit und 10—12 9/9 Lohnerhöhung. uf M G tete * oe Gti U : errt. i ( î E C 1 Per Ausstand, \ E E i us St. Petersburg wird dem „W. T. B.“ gemeldet: E derPutiloffshen Werke sind gestern E a eingetreten, weil die Direktion es ablehnte, die Forderung des Verbandes der russischen Arbeiter auf Wiedereinstellung von 4 wegen rex Durebrigles ¡u diesem Verband entlassenen Arbeitern zu L s, eines mißlicbigen Werkfübrers zu erfüllen. e e A vollständig, die Ausständigen verkalten sich ruhig. Fe di en Ausstand wird weiter gemeldet: Die Arbeiter stellten gestern cus ie Arbeit ein und verließen ruhig die Fabrikräume. Gleichzeiti rafen Polizeikommandos und Soldaten und Kosaken ein. Der Direktor ver suchte die Arbeiter zur Wiederaufnahme der A: beit ju verarl-}-n jedoch ohne Erfolg. Die Arbeiter verlangten zur Vermeidung von Unruhen- sofortige Beratung von Delegierten der Arbeiter und der Verwaltun unter Stimmengleichbeit und Zusicherung pecfönlicher Unverleglihkeit, sowie die Aufnahme eines Protokolis über die Beratung das für die weiteren Verhandlungen bindend- fein * solle. Die Vertreter l Arbeiter follten verlangen, daß Streiktage nah dem mittleren [rbeitslohn bezahlt, daß eine gemeinsame Kommission getroffen werde die alle Streitfragen zu entscheiden habe, und daß die ahfkstündige Arbeitszeit eingeführt werde. Bei den am Sonntagabend gepflogenen Verhandlungen waren zahlrei®e Sozialisten ¡uaegen, die feinen Ausstand, sondern cine Petition aller Arbeiter an die Regierun verlangten. In dieser Petition soll Freiheit dec Kerlkimlüne, der Presse und des Wortes, sowie Neuordnung der Fabrikarbeit gefordert werden. Dieser Antrag ter Sozialisten wurde indes abge- lehnt. In einer gestern abend abgehaltenen Versammlung be- schlossen die Arbeiter der Putiloff-Werke, eine Abordnung an die Verwaltung der Werke zu fenden und, falls ihre Forderungen nee binnen drei Tagen bewilligt würden, bewaffnet vorzugehen. Die Neweanng trâgt indes feinen revolutiorären Charakter, aufbebzende e ne Pr Die Arbeiter erklärten, feine Aenderung S rdnung, sondern nur die Verwirckli ines Anf von öfonomisher Gerechtigkeit anzustreben. B S) Ina

Kunst und Wissenschaft.

In der leßten Versammlung der Direktore; if Landesanstalten der deutschen Bindestiacien tis ps 2 ie e Ge, in welcher Weise die wirts{chaftlihen und praktischen R ¿Se Geologischen Landesanstalten auvézubauen

en. Be dieser 9 Gelegenheit entwickelte der Leiter der Geolegischen Landesaastalt und Bergakademie in Berlin, G heimer E Sthweißer, den Arbeitéplan der Berliner An- t a Aus gen Ausführungen fei folgendes wiedergegeben : Las er Saßungen für die genannte Anstalt besagt:

ie Königliche Geologie Landesanstalt hat den Zweck, die geologisch O des preußischen Staatsgebiets auszuführen in Bee s ge nisse in solher Weise zu bearbeiten, daß sie für die Wissenschaft e enfo wie für die wirtshaftlihen Interessen des Landes allgemei zugänglih und nußbringend werden. Ge

f Dar D 3 ordnet an:

E liegèn der Geologishen Lanvesanstalt folgende Auf- ___1) Die Ausarbeitung und Verböffentlihung eine i d : 0508 : er eo ê S L ganzen Staatsgebietes unter O 40 ga dait des Generalstabes im Maßstab 1 : 25 (00 Berat e foll gene vollständige Darstellung der geologischen “ay e Dage n des Vorkommens nuß- ( ine und Y alien enthalten und von erlâ e au Niet sein. 2) Die Auéêarbeitung einer abe E erat aa A BE des Deutschen Reichs im Naßstab 1 : Hs e Bearbeitung monograpbi\ch eolo- Gier Darstellungen einzelner Landesteile oder Mtireealvorlometie T Die Herausgabe an die Kartenwerke sich ansließender Abhand- U le ues S P Sven oder verwandten ! ies Jabrbuches. 5) Die Sawmlun d U bewahrung von Belegstücken zu den Karte! B S Arbeiten. Diese werden mit den Karten rotb Mi -Do a CNITge anderen bildlichen Darstellungen zu dem “Gbvlaai dea Senbidieat R vereinigt. 6) Die Sammlung und Aufbewahrung der im Sanba Ñ fundenen Gegerslände von geclogischem Interesse und der auf solche VezügtieRt Nachrichten. L s E LINE Wahrend nun früher die geologisGe Aufnahm soweit S O nette vorfommen, Leit Eig n Wassersptoae[ reite, hat die Anstalt es in jüngster Zeit für endia aehalte namentlich im norddeutschen Tiefland, gei die A O g Ge, verhältnifse der Seen zur Kartierung zu bringen, weil ja die Ent stchung der dortigen Seen in engster Verbindung steht mit den eig zeitlihen Vorgängen, sodaß ein einbeitliches, wissenscaftlich und 2G technisch brauchbares geologisches Kartenbild nur dur Zuzichung a: der P Le erlangt werden kann. ANRE le industrielle und landwirtschaftliche NußbarmaGung der M gewann in den jüngsten Jahren hohe A Nad L ELUS bestehen 69/0 der preußishen Landesfläche aus Mooren. "Es 1 ; daker erforderli, eine besondere Methode der Mooru nte Zu Dana zu „entwideln, derart, daß durch ein Net von Peilungen ah Voßhrungen die Tiefen der Moore, ihre Arten und Abteilungen festgestellt und Proben des Liegenden der Moore hberaufgebracht werder 1 m au die petrographishe Beschaffenheit dieses unmittelbaren Untergrund 8 zu ermitteln. Einer der Geologen der Arítalt hat besondere in gehende moorbotanishe Studien zur Erledigung der nôti we berden PnanE en Seinen betrieben. iges Aus dem Studium des vaterländishen Bode tehen r i Veamtea der Geologischen Cintediatialt cles N S Son Gr: angen, Diese Erfahrungen werden nußbar cemaht: Zur A ogisch- agronomishen Untersuhung von Domänen und zur zéologiiG agronomishen Untersuhung von Gütern; beides in bezug auf Bod j E u natürliche Meliorationsmitte[. reg ie „__ Herner werden die gemachten Erfahrungen zu Gutachte h L De et rfahrungen zu Gutachten behuf F nG de Staats, größerer Verbände, von Gemeinden id Dri vaten in Fragen der Wasserversorgung und Abwässerbeseitigung und a A hierauf begründeter sanitärer Maßnahmen benußt Diese aa Pergen e cle fe nd in Hand mit der Königlichen Ver- gutaz a Berlin erslatiet, Ur XBvas/server]orgung und Abwässcrbeseiti- __ Weiter werden die Erfahrungen ausg-nußt zur Beurtei Tiefbohrungen und zur Beurteilung bauliiee P erbetteroliriliae S fanaltehnisher oder wassergeseßliher Fragen. Jn leßterer He Gerd i E s Is mit der Landesanstalt ür Ge . Zum Beispiel fand im lett angenen Herbsi pn Untersuchung einzelner Gebiete behufs Feststellung des Ei luffes q petrographischen und geolozishen Verhältnisse auf die atmosphä- rishen Niederschläge und ihre Einzugs- und Abflußverhältnisse statt __ Endlich werden die Erfahrungen nußbar gemacht zur Erschließun j mineralisher Bodenshäße und bei verschiedenen land- und Farstwirés saftlihen Fragen. Jn diefer Beziehung ist von besonderer Bedeutun die Erörterung, in welher Weise die großen Heideflächen Vreufieis forst- und landroirtscaftlich nußbar gemaht werden können. J Der Herr Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten hat daher eine Kommission eingeseßt zur Beratung der ferneren Be- wirtshaftung der nordwestdeutshen Heideflähen und in diese wei Geologen der Anstalt berufen. E d: Hinfichtlih der Tätigkeit der Geologishen Landetanstalt im Interesse der Erschließung der mineralishen Bodenschäge des Vaterlandes muß erwähnt werden, daß die Anftalt niht nur in

einzelnen Fällen Nat erteilt, und zwar immer nur derartig, daß