1905 / 16 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Marktort

niedrigster

gering

M.

höchster

C

Qualität

Bua

mittel Gezahlter Preis für 1 Dopp niedrigster

höchster M.

M.

niedrigster

gut

elzentner

höchster M.

Verkaufte Menge

Doppelzentner

Durchschnitt3- prets für 1 Doppel- zentner

M

Am vorigen Markttage

Durch- \hnitts- preis

C

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah überschläglicher Schäzung verkauft Doppelzentner (Preis unbekannt)

dem

Swönau a. K. Halberstadt . Eilenburg Marne Goslar Lüneburg aderborn Met «9 Dinkelsbühl. Stockach Ueberlingen Nostock i Waren Mend C 6 Milan G

Bemerkungen.

pad 99

S D. D S m D. Q. 8 G V

12,60 14,90 14,25 . 13,40 14 50 14,00

13,60

13,80

Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner un Gin liegender Stri (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung,

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Offiziere, Fähnriche 2. : und Versetzungen. Im aktiven Heere. Berlin, Luden dorff, Major im Großen Generalstabe, vom 1. Ende April 1905 zur Dienstleistung beim Ndmiralstabe

kommandiert.

Ernennungen, Beförderungen

17. Januar. Februar bis der Marine

In ibrer Eigenschaft als Bezirkskommandeure verseßt: v. Zych-

linsfi, Oberstlt. z. D., von Crossen nach 11 Bochum JFaski, Major z. D., von Forbach nach Crofjen, z. D., von Kosten na Forbach. v. Pirch, Kommandeur îm 3. Niederschles. Inf. Regt. Nr. 50, lihen Pension zur Disp. gestellt und ¿um Kommandeur Bezirks Kosten, Klauer, 1, und Herwarth von Bittenfeld (1. Westfäl.) Nr. 13, Pension zur Diép. gestellt und zum Hanau, ernannt. | i Versetzt: die Hauptleute und Komp. Chefs: [ Regt. Graf Tauenyien von Wittenberg (3. Brandenburg das ÎÍnf. Negt. von Horn (3. Rhein.) Nr. 29, v. Sul Regt. von Goeben (2. Nhein.) Nr. 28, in das Inf.

Major

Kon v:

Hogrewe, Major

und Bats.

mit der geseh-

des Landw.

Hauptm. und Komp. Chef im Inf. Negt. 13, mit der gesetzlichen Bezirksoffizier beirz Landw. Bezirk

Diercksen im Inf.

) Nr. 20, in er im Inf. Neat. Graf

Kirchbach (1. Niederschles.) Nr. 46, Koettschau im ÎInf. Negt. von

Horn (3. Rhein.) Nr. 29, als aggregiert zum 2. Mafur.

und Ko!

Faski, Hauptm.

Ne. 147: On V: Ettlingen ,

an der Unteroff. Schule in Sl das 1. Oberrhein. Inf. Regt. Nr. 9, L901 und Bezirksoffizier beim Landw. Bezirk Gleiwitz, zum Görliß, v. Schierstädt, 1 in die Maschinengewehrabteil. Nr. 1; die Lts.: Gr. v. im 2. Shle!. Jägerbat.

als

Komp. Thomale, Ha Landw. Bezirk Oberlt. in der Maschinengewehrabteil. Nr. 7, Plettenberg Nr. 6, in die Maschinengewehrabt.

Inf. Negt. ny. Führer Chef in uptm. z. D.

Nr. 4;

v. Radowitz im 2. Schles. Jägerbat. Nr. 6, in die Maschinengeroehr-

Masius

abteil. Nr. 8, sius ed ; in die Maschinengewehrabteil.

Fägerbat. Nr. 14, Nr. 9,

(Friedri ch) im Großherzogl. Mecklenburg.

v. Shüß

îm Gren. Regt. Kronprinz (1. Osipreuß.) Ne. 1, in das Inf. Regt.

Osipreuß.) Nr. 41, v. Hir] in das 1. Masur. Inf. Regt. Magdeburg. Inf. Regt. Nr. G Schule in Etilingen , Doerks im Inf. Negt. ho (7. Oftpreuß.) Nr. 44, zur Ünteroff. Weißenfels; Gr. v. Swlieffen, Oberlt. im Kaiser Nikolaus 1. bon Nußland in das Kür. Regt. von Seydliß die Lts.: v. Stehow im 2. Großherzogl. Nr. 18 und bis 30. September 1905 zur

yon Boyen (9. in Etilingen, i (Wilhelm) im 4.

(Magdeburg. Mecklenburg. Dierstleistung

( das Gardekür. Negt., (Brandenburg.) Nr. 3, in das Drag. Regt. 1 im burg.) Nr. 12; A hlemann, Hauptm. und Battr. Che\ Feldart. Regt. _das 2 i Boettcher, Oberlt. im 2. Hannov. Feldart. ut?gt. Ne. nehmigung feines Abschiedsgesuches mit der geseßliben Disp. gestellt und zum Bezirksoßfizier beim Landw. Bezi ernannî. ö S : Shilling, Hauptm. in der 2. Ing. Insp., mit d Pension zur Disp. gestellt und zum Bezirksoffizier beim zirk Gleiwiß ernannt.

de le Roi, Oberlt. im Luftschifferbat., in das

(Brandenburg.)

v. Shuckmann im Hus. Regt. von D von Arnim (2. Branden-

ch an der Unteroff. Schule Nr. 146, Dieckmann

ur Unteroff. Graf Dön- Schule in Kür: Uet. Nr, 0, ) M C Drag. Negt. bei der Leib-

zendarmerie kommandiert, unter Belassung in diesem Kommando, in

Zieten

im 2. Posen.

Nr. 58, in das Feldart. Yegt. Nr. 71 Groß Komtur.

26, in Ge- Pension zur rf Schleswig

er geseßlichen Landw. Be-

Telegraphen-

bat. Nr. 3, Frhr. v. Zed lig u. Neukirch, Lt. im 2. Lothr. Inf. Regt.

Nr. 131, in das Luftschifferbat., versetzt.

Zur Dienstleistung bis Ende Telegraphenbat. Nr. 1: Die Lo 1 Inf. Regt. Nr. 157, B orchmann im 4. Hannov. Fochmann im 4. Thüring. Inf. Regt. Nr. 72; zum Nr. 2: Hachnel, Li. im 4. Westpreuß. Inf.

Seeger, Hauptm. und Komp. Nr. 14, kommandiert zur Vertretung eines Lehrers an schule in Hersfeld, als Lehrer Lt. im 6. Pomm. Inf. Regt. eines Inspy. Offiziers zur Kriegs\{ule in Mey kommand

Erdler, Hauptm. und

Kalau! v. Doe U

zum Bezirksoffizier beim Landw. Bezirk Pr. Stargardt Crelinger, Lt. als Lt. mit seinem Patent vom bat. Nr. 8 angestellt. Verseßt: Buchholz, Festungsbauoberlt. bei der F

Wilhelmshaven, zur Fortifikation in Straßburg i. E. Herrmann, dec Fortifikation 1n Straßburg i. E., | j | Festungsbault. bei der Fortififation in }

Festungsbault. bei fikation in Mey, Straßburg i. E-,

Dr. Krawießt, aus derselben ausgeshtieden und als 1 Regts. Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30 angestellt.

v. Jena, Rittm. im 2. Gardedrag.

Heinecker, Fest : zur Fortifikation in Wilbelshaven.

Dohna (Ostpreuß.) Nr. 8, unt Stellung als Eskadr. Chef cin einjähriger Moltke (Schles.) Nr. 38, unter Enthebung von der Komp Chef ein neunmonatiger Nachurlaub bewilligt.

Abschiedsbewilligungen. Im aktiven 17. Januar. In Genehmigung ihrer Abschiedsges1 lihen Pension zur Disp. gestellt: die Generalmajore: Kommandeur der 82. Inf. Brig, Hedi e, Brig.,, Nohde, Kommandeur der 58. SSnf.

temberz. Schultze im Inf. Regt.

teile übergeführt: die Lts.: | L im Inf.

(4. Westfäl.) Nr. 17, Matthias (8. Pomm.) L Ulan. Regt, Grillo im fombintierten Jaäzerregt im 2. Rhein. Feldart. Regt. Nr.

September 1905 kommandiert :

Heere.

Auf ihr Gesuch zu den Res. Offizieren der betreffenden T

Nr. 61, v. MWilamowitz-Moellendorff im 3 zu Pferde, Klapp 23, v. Mitshke-Collande im

zum n 4. Ses.

Inf. Negt. Nr. 164, Telegraphenbat. Regt. Nr. 140.

Chef im Bad. Fußart. Regt.

der Kriegcs8-

zu dieser Kriegsschule verseßt. Schulß, | Nr. 49, bis auf weiteres zur Vertretung

iert.

Erster Offizier des Traindepots des 111. Armeekorys, mit der geseßlichen Pension zur Disp. gestelit und ;

ernannt.

und Feldjäger im Reitenden Feldjägerkorps, | 9, Februar 1898 im Rhein. JIäger- | de ) | v. Kropff\ der E

otsdam), v.Sali\ch, E, t. der Landw. Feldart. 2. des Schles. T1 ; | Hauptm. der Landw. Inf. 1. Aufgebots (Görliy), der Eclaubnis zum Tragen der Landw.

der Landw. Inf. 2. der Res. des Gren. Regts. König 7 (Musékau), unter Verleihung Dehmel, Oberlt. der Landw. Inf. teren beiden mit der Erlaubnis zum Schöl zel, Hauptm. der Nes. des

ortififation in ! | Krab 1 Bittner, Ritim. der Res. a: D,), Küttner, leßteren beiden mit __ Post, Haupim. Pietsch, Oberlt.

(2. Westpreuß.) Nr.

Stabta1zt in der Schußtruppe für Kamerun, Bats. Arzt des 3. Bats.

Regt. Kaiserin Alexandra von Rußland, v. Westernhagen, Rittm. im Ulan. Regt. Graf zu l beiden unter Entheb i Urlaub v. Enckevort, Hauptm. im Füs. Negt. General-Feldmarschall Stellung als

Berlin, | uche mit der geseß- Neumann, Kommandeur ter 87. Inf. Brig. (3. Königl. Würt- temberg.), dieser unter Enthebung von dem Kommando nach Würt-

ung von

Graf

12,80 15,05 14,29 13,40 15 00 14,29

13,70

13,00 15,059 14,75 13,50 15,00 14,29

13,70 14,59

13,60

13 80

übergef

der Un Nr. 9 Regt. Ulan.

Lt, im

Nr. 4

Nr. 9 des 2.

meye

(Nast

zur Forti-

I: |

der | bewilligt. ; Graf

ruPpPpen- Barfuß Regt. von der Marwiß f Garde-

| Fried | der 9

| der Res. des 1. Thüring. Felda letzteren beiden mit der Erlau Uniform, Brünig der Landw. F Erlaubnis zum Tra der Res. des Inf. Regts.

Hindersin Auf

uniform, l

Der Abschied mit der _g bewilligt: Leonhardt, (6. Brandenburg.) Nr. 952, zug des Negts. angeitellt.

Auf ihr Gesuch geschieden: Wichmann, derselbe ist zu den Offizieren 1. Großherzogl. Hess. Inf. fizieren des Regts,

im jeß unter W Erlaubnis zum ferneren Tragen von Sparr (3. Westfäl.) l i Braunschweig, zuleßt Abteil. Kommandeur im Altmärk. Feldarkt. Negt. 8 zum ferneren Tragen der Uniform des Feldart. Ne

Zur Res. beurlaubt: Inf. Regt. Nr. 99, Hörder im Nr. 4, Tripmacher im Lehmann, charakteris. Fähnr. Neukauff, (2. Hanseat.) Nr. 76, wegen D eurlaubtenstande. Hauptm. der Rel.

M Mi

Im Beurl schied bewilligt: Reine e, (1 Breslau), 111 Berlin), beid

1. Aufgebots ( Dietert,

der Landw.

16,00

d der Verlaufêwert daß der betreffende

No:

13,20 15,20 14,75 13/50 15,30 14,50

13,80 14/50

13,60

(Pomm.) Nr. 2. sein Gesu zu den Offiz

ährt: Nosérus, U.

ist zu den Res. Of

Mit der gesetzlichen Pen Stabe des Holsteia. Feldart. Regts.

Der Abschied bewilligt: den Lts. : Herwarth von Bittenfeld (1. Westfäl.) Inf. Regt. Nr. 169, Marschall v. Hus. Regt. Nr. 12.

Der Abschied mi! ¿z. D. und Bezirksoffizier b auf Anstellung Uniform des 3. Niederschle

Auf ihr Gesuch mit ihrer Oberstlt. a. D. in Wiesbaden, zuleßt igen Inf. Negt. Herwarth von

0,

Hauptm. der Landw Ff: Erlaubnis r, Oberleutnant Wormit (Eugen), | Regts. Nr. 45 ( gebots (Insierburg),

zu

enburg),

| Nr. 12 (Naugard), Armeeuniform, H (Stargard), Gadebusch, Lt. der Kroß-Komtur ( (Deutsch-Krone uniform ; den

ri Wilh

tes. des 2. Nassau. Inf. Regts. rt. Negts. bnis zum Tragen ihrer bisherigen nf. 1. Aufgebots (1 Berlin), mit der Armeeuniform; den Oberlts. : Lange in.) Nr. 2

Deo, - V

¡ Armeeuniform,

(Ostrowo),

| Wilbelm 1.

| des Charakters als Hauptmann, | 2. Aufgebots (Glogau), leb Tragen der Landw. Feldart. Regts. von Claufewiß Meyer, beiden mit der Erl

Rauch, Lt.

Tes

gebo

Uniform, S

der Landw. Inf. Leibregts.

Hr,

(Düsseldorf), herigen Uniform, (Bielefeld),

Lantw. Armeeuniform, von Sparr (3. Westfäl.) Oberlt. der Landw. Inf. 2. zu Lichtenfels, Oberlt. Daelen, Zacharias, Hauptm. è (11 Hambura), dicsem m

t8

—_—

mit der ats. von Scharnhorst (1. Hannov.) Nr. die Fähnriche: Fußart. Neg Großherzogl. Hes). ] i im Séleswig-Holstein. Pion. Bat. Fähnr. im [ ienstunbrauchbarkeit ausge ieden. Berlin, 17. Januar. Der Ab- des Gardegren. Regts. Nittm. des Gardelandw. en mit der Erlaubnis zum Trazen Wüllenweber, (111 Berlin), Ehlers, rg), diesem mit der

Nitlm.

Oberit.

(Westfäl.) Nr. 4, Eggers, Negt. Nr. 13, beiden mit Nicolai, Lt. im 5.

im Zivildienst und der Erlaubnis zum Tragen der Negts. Nr. M Pension zur Disp. gestellt : Major und

Erlaubni

S

Armeeuniform, Aufgebots des 3. Gardelandw. Negts. 2. Aufzebots (Königsbe

der Landw.

m Tragen de

v. Elbe,

Stettin), V ), diesem mit

elm V, (l

des

mit

der

der Landw.

Rolf

der

chöônba,

L 4600

auf volle Mark abgerundet Preis nicht vorgekommen

Ob

(lef.

charakteris.

Lt. Bartenstein), Lentz, Gutzeit, Nittm. diesem mit der Erlaubnis berlt. der Landw. Kav. 2. Res. des Feldart. Negts. Nr. 71 Lt. der Landw. Kav. 1. Aufgebots der Erlaubnis zum Tragen der Landw. Armece- Hauptleuten: Sl omfka der Nes. des Gren. Neuts. König Pomm.) Nr. 2 (

aberlandt, O

gen der Landw. von Borke (4. Pom Drag. Regts. von Bredow Me ster der Landw. Inf. 2. Auf, ebots (11 Berlin); Aufgebots (1V

Armeeuniform, y t 1. Oberschles.) Nr. 21 ay 1. Aufgebots

Landw. hrer bisherigen Uniform,

aubnis zum Tragen i gebots (Ratibor), Kot he, Lt.

mit He ppe, Lt. der

13,30 15,20 15,50 13,60 15,30 14,50 14,60 13 20 13,90

15,00 14,00 14,00 14,15

Oesterrei, König von Ungarn (Schlesw

Der Abschied mit der geseßlichen Pension Hauptm. und Komp. Chef i der Aussicht auf An iform des Colberg. Gren. | v. Behr, Rittmeister und Esk Nr. 7, mit der Erlaub Negts. Nr. 12, v. Oberniß,

m 1. Oberrhein. Inf. stellung im Zivildienst

Negis.

Oberlt.

erlt.

als halbinvalide mit : Oberlt. im 9. Rhein.

nis zuw Tragen | Oberlt. im Kür. Regt. von Driesen im Schleswig-Holstein. Drag. der Erlaubnis zum Tragen der AÄrmee- Bad. Feldart. eseßlihen Pension aus d im Inf 08 leich ist derselbe bei den Nef.

Hafer.

13.50 15,40 15 50 13 60 15 80 14,70 15,20 14 20 14,00

15,00 14,17 14,50 14,15

9. Shles. Feldart. Regt. Nr. 42, Mannigel im Fußart. Regt. von

ieren der Landw. Kav. 1. Aufgebots im Hus. Regt. Kaiser Franz Joseph von

ig-Holstein.)

und der Erla Graf Gneif

adr. Chef im Westfäl. Drag.

der Uni

Regt.

nf. Regt.

der Landw. Inf. 1. Aufge

Nr

Sn:

(Leibgarde-) übergeführ sion ausgeschieden : 24.

Hey

y. Werde

Nr. 13, Baetgen im 8. Bad.

Bieberste

mit seiner Pension bewilligt: eim Landw. Bezirk Oels,

Nr. 16, Quensfell,

midt,

r Landw. der Ne

Lt.

illnoro,

1. Auf

Inf.

der G Nr. 16 (11

der Landw. Fel

er Res. des 2. it der Erlaubnis zum Tr

Doering,

Enters

In\.

A 2 des S,

Lt. der Landw. Inf. 2 Auf- der Landw. Kav. 2. Aufgebots der Res. des Thüring. Hus. Negts. zum Tragen der Landw. |

Nr. 19

Trainba

9. Aufgebots (Glatz), Schröder, Großherzogin (3. Gro diesem mit der Erlaubnis

f, Hauptm.

der ;laubnis z

Dorimund),

Aufgebots (Deuß), Landw. Kav. 2.

dart. 2. Au

ift, ein Punkt (

bewilligt: Schüler, Regt. Nr. 97, mit

der gesetzlichen Pension aus- Inf. Regt. Nr. 160;

Regt. Nr. 115, derselbe führt. ’[, Hauptm. beim

Bats. Kommandeur Bittenfeld (1. Westfäl.) Nr. 13, egfall der Aussicht auf Anstellung im Zivildienst, mit der der Uniform des Inf. Regts. Freiherr

Regt. Ende (Magdeburg.) Trainbat.

Armeeuniform, ün Aufgebots (Tilsit),

Il Berlin), Frommann Nr. 88 (1 Berlin),

ßherzo„l. Hc.) Nr. 117 zum Tragen sciner bis- Landw. Inf. 2.

Nes. tes Inf. Regts. Freiherr

Nieders{le\. Inf. Regts. Nr. 47 agen seinec bisherigen Hauptleute der Landw. Inf.

200 80 170 280 9

7

9 289 300 6

mitgeteilt.

Nr. 16. ubnis zum Tragen enau (2. Pomm.)

form des Littbau.

Nr. 6.

em aktiven Heere von Alvensieben Offizieren

bots, Jouannec,

r im Inf. Negk. in im Thüring. Fischer, Major mit der Aussicht

Bruns,

Major a. D. in 10. : im 2. Oberrhein. N. 15;

Negt. Hamburg

Trains

Oberlts.

Münch-

Ostpreuß. Inf.

Aufgebots

RNRienaedcker (IV Berlin),

1 (Potédam), (1. Sles ) Nr. 4

Berlin), ts. Nr. 6 (Neusalz

Aufgebots

(1 Breëlau), (Kreuzburg),

Ur

Hauptm. der Ref.

Auf- um Tragen der Grabendörfer, Frhr. v. Dalwigk Aufgebots (Deut), faebots (Neuwied),

9 700

1168 295912 3 820 123 102 135 4 058 4 320

96

Dex Dur@schnittspreis wird . ) in den legten sechs Spalten,

Tragen Landw. der

Nittm.

Landw.

Joseph von Oesterr Nr. 16 (11 Bremen), Krüder, (Bremerhaven), (Kiel), Se Stahl, Leutnant diesem mit der Erlaubnis z Quiehbl, Hauptm. der L Erlaubnis zum Tragen seiner der Landw. Inf. 1. Aufgebots (Freibur Armeeuniform,

(Lörrach),

der Landw.

Inf 2. Landwehrkavallerte Landwehrinfanterie 2. Landwehrtrains 2. Landw. Inf. 1. Aufgebots (Straßburg) Abramowskt, Graf zu Dohna (Osftpreuß.) em mit der Erlaubnis zum Tragen seiner Adolf), Nittm. der Landw. Kav. zum Tragen der des

Leutnant Lienau, ruhe), Wagner, Oberlt. der Nürck, Lt. der Landw. Inf. 2. A der Nef. des Ulan. Negts. Nr. 8 (Deutsch: Eylau), dies bisherigen Uniform, v. Zißewiß( 1. Aufgebots (Stolp), Armceuniform, T! Fnfanterieregiments von Bor Schayer, H j burg. Feldart. Regts. Nr. 60 laubnis zum Tragen der Landw. Inf. 1

Hus. Regts. Lar Nr. 14 (Frankfurt a. M.) bisherigen Uniform, Biskamp,

Hauptmann

(Höchst), Kunz,

(Hannover), (Marienburg); dem (Hannover).

Der Abschied bew (Magdeburg), den Stabsärzten der Dr. Sträter (Aachen), ärzten der Landw. 2. (Oels), Dr. Ar n y (Bonn), Dr. H Dr. Schmidt (Hannover), Dr. Oberärzten der Landw. Dr. Cahn (Straßburg); Dr. Oppenheim (Cöln).

zember.

Offiziere, Mannsbach, L bebufs Uebertritts z 2. Februar

Im Sanitätskorps. ministeriums. 1. im 5 Inf. Regt. Kronprinz Nr. 104, nebmung einer bei dem N vom 1. Januar d. I. zum

Te Saar, 7. Feldart. Regt. Ne. TO, Nr. 103 und Beauftragung offenen Assiït. Arztstelle mi Unterarzt des aftiven Diensistandes ernannt.

mit dem

Durch zember. P Nr. 139, auf den Ruhestand rerseßt.

13,50

14,60 14,78 13,64 13,68 14,50 15,00 14,04 14,40

16/00

1. Aufgebots (1 Altona), Armeeuniform, (1 Hamburg), (St&leswig), Michelsen, Lt. der Nes. des Hus. ei, König von Ungarn

Lt. ter Landw. Inf.

der Leutnant

Hauptmann

Sin),

Bu(ckup, Tönntes, Oberlt. der Landw. Feldart. 2.

Mylord, edorf, Oberlt. der Landr l der Landwehrinfanterie

andw.

Aufgebots

des

der

13,50

14,60 14 86 13,30 14,10

14,66 13,79 14.10

15,42

aus den Gr

11.1.

14.1. 14. 1. 171 L

L 14. 1. 14 1.

K Î exundeten Zahlen berechnet.

daß entsprezender Bericht fehlt.

L D

2A

mt de

Trauthan, de (4. Pomm.) Nr. 21 (Neustadt), Mecklen-

seiner bisherigen Uniform, . Aufgebots (Gießen), Tragen der Landw. Armeeuniform, O andgraf Fciedrih II. von « essen-Homburg (2. Kurhess.) , mit der Erlaubnis zum Tragen Lt. der Landw. Inf. 2. Aufgebots der Reserve des Rhein. Jäger- Bats. Nr. 8 (Hohenfalza), diesem mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw. Ärmeeuniform, 2. Aufgebots (Posen), 1. Aufzebots ( Armeeuniform, gebots (Neusalz a. D.), gebots (Limburg a. L.), der Eisenbahnbrig. (Erfurt), feiner bisherigen Uniform, gebots der Ei Fm Sanitätskorps. Assist. Arzt beim 1. Leibhuf. Sanitätsoffizieren der Nes. überge! orzt, Zweiter Garn. Arzt in Berlin, seinèr bisherigen Uniform, des 3. Bats. Inf. Regts. Abschied mit der geseßlichen Der Abschied mit der Uniform bewilligt: dem den Stabrärzten der Landw. Dr. Engelbrecht (I1 Braun Stabsarzt der Landw.

illigt: den Stabsärzten der Ref. : Dr. ch), Dr. Dumstrey (Lüneburg f (Crefeld), ven Stabs- (Kottbus), Dr. Sche yer ); den Oberärzten der Nef. : Muller (Franz) (Gotha); den Dr. Gloeckner (Guben), fgebots :

Gan

Thönnissen. diesem mit Ouvrier, Oberlt. der Gartelandw. Ritter, Lt. der Landw. Walther, Hauptm. der Landw. 2. Aufgebots “diesem mit der Erlaubnis zum Tragen Hostmann, Oberlt. der Landw. 1. Auf-

Dr. Evers, auf sein Gesuch zu den Or. Pelger, Gen. Ober- mit der Erlaubnis zum Tragen : Stabs- und Bats. Arzt Graf Werder (4. Rhein.) Nr. 30,

Negt.

Dr. Ka

Pensio Erlaub

Stabsarzt der Nes. :

Dr. Winter (Auri Landw. 1. Aufgebots: Dr. Rbeindor Dr. Reck (1 Braunschweig);

. Aufgebots: Dr. Cramer (Eisenach

1. Aufgebots: dem Oberarzt der Landw. 2. Au

Reserve 1 (Frankfurt a. M.), diesem mit der Hauptm. mit der Erlaubnis zum er, Rittm. der Res. des

mit der Erlaubnis zum Tragen der Landw. Oberlt. der Landw. Inf. 2. Aufgebots Aufgebots R À ranz (Schleswig-Holstein.) 2. Aufgebots j 2. Aufgebots andro. Inf. 1. Aufgebots (Göttingen), 2. Aufgebots (Hannover), um Tragen der Landw. Armeeuniform, Inf. 2. Aufgebots (I Cafsel), mit der bisherigen Uniform, Weinert, Hauptm. g), mit der Erlaubnis zum Oberlt. der Oberleutnant

Roder, (Mosbach), Aufgebots (Karls-

Regts. Kaiser

er Landw. Inf.

Neufchaefer, Majer, (Lörrach),

ufgebots Aufgebots

ufgebots (Meg),

x Erlaubnis Leutnant der Reserve

des Großherzogl.

Wiener,

se, Oberlt. der Landw.

enbahnbrig. (Torgau). Berlin, 17, JAanUar:

: Nr. 1, ührt.

ufmann,

n bewilligt. is zum Tragen

Beamte der Militärverwaltung.

Durch Verfügung Schommarßt, laubtenstandes, zu Oberapothekern

des Kriegsministeriums. Schoenbeck, Unterapotheker des Beur-

befördert.

Königlich Sächsishe Armee.

Januar.

Fähnriche 2. t. im 2. Hus. Regt. K ur Kaiserlihen Schußtruppe d. J. aus dem Heere

D

Namshorn,

unter

eat. offcnen

mit Wahrnehmung einer t Wirkung vom 1. Januar d. I. zum

11. Januar. Frhr. v. u.

aus.

unter Beauftragung mit

Verseßung zum 4. Inf.

Beamte der Militärverwaltung.

Berfügung des Kriegsministeriums.

Mehlhorn, seinen Antrag unterm

Zablmstr.

des 3.

Er-

seiner

Jäger Hauptm. der Landw. Fußart. der Eclaubnis zum Tragen der ußart. 2. Auf- ioniere 2. Auf-

der

ibrer bisherigen Dr. Borchert (Stolp); 1. Aufgebots: Dr. Preuß, Dr. B \hweig), Dr. Barczewski 2. Aufgebots: Dr. Berthold

riedri ch

ayer

23. De-

öônigin Carola Nr. 19, s{eidet für Südwestafrika

urch Verfügung des Kriegs®s- Thieme, einjährig-freiwilliger Arzt Wahr- Assist. Arztstelle mit Wirkung Uxrterarzt tes aïtiven Dienststandes ernannt. einjährig-freiwilliger Arzt im Negt. bei dem Negt.

23. De- Bats. 11. Inf. Regts. 1. April 1995 mit Pension in

Tagesor Neichshaus eisenbahnamts.

Deutscher Reichstag.

121. Sißung vom 18. Januar 1905, Nahmittags 1 Uhr.

(Bericht von Wolffs Telegraphischem Bureau.)

dnung: Fortsezung der zwei hultsetats für 1905 bei dem

ten Beratung des Etat des N ei chs-

Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet. Nach dem Abg. Eb ebace (ente) nimmt das Wort der

Abg. Dr. Hieker (nl.): Die Frage der Betriebsmittelgemein- haft hat sich zu einer Frage der N cSadea Vereinheitlihung im deutschen Eisenbahnwesen ausgewachsen. Es ist das eine der aller- ersten wirtschaftlichen Fragen, die heute das nationale Leben bewegen. Fn den einzelnen Landtagen Süd- und Norddeutsclands ist dies verhandelt worden. Im Reichstage ist man in gewisser Verlegen- heit, wenn man sich dazu auslassen will. Wir alle wissen, daß das Reichseisenbahnamt so gut wie machtlos ist; dennoh kann allein bei diesem Etat eine Frage von so einschneidender Bedeutung erörtert werden. J habe als gangbaren Weg schon früher die Schaffung einer Betriebsmittelgemeinshaft bezeihnet; der Gedanke hat in den legten Jahren erheblihe Fortschritte gemacht ; die Berliner Minister- fonferenzen auf Grundlage der Heidelberger Punktationen haben in den leßten Wochen die Idee weiter ventiliert. Von Württemberg aus ist der E erfolgè: der König hat ihn in einem. Briefe an den König von Preußen gegeben, und die so bundesfreundlihe Auf- nahme der Anregung hat große Freude bereitet. Die Frage der Um- leitung n diesem Zusammenhange zu vertiefen, möchte eher eine Störung als eine Förderung der Sache bedeuten. Man hat #ich nicht lediglih auf eine Güterwagengemeinschaft, wie der Vorschlag zuerst formuliert war, beschränkt, sondern eine völlige Betriebsmittel- gemeinschaft ins Auge gefaßt. Diese Wagengemeinschaft führt ganz von selbt zu einer einheitlichen Beschaffung und Grhaltung der Wagen. Darüber, daß eine solche Eisenbahn-Betriebsmittelgemeinshaft die er- heblihsten und segensreih\sten Folgen haben wird, gibt es keinen Zweifel. Die volle Freizügigkeit aller Personen- uad Güterwagen usw. wird auf dem verkehrstechnischen und vor allem auf nationalem Gebiet yon dem größten Vorteil sein. Der Wert der Wagen der einzelnen deutschen Bahnen beläuft sich auf 2 Milliarden Mark. Zur Zeit werden jährlich in Deutschland infolge der Zersplitterung mehr als 4 Milliarden Wagenachsen-Kilometer allein für Güterwagen leer zurügelegt. Die Betriebsmittelgemeinschaft würde in dieser Bes ziehung zu einer großen finanziellen Erfparnis führen. Der Zug der Gegenwart geht überhaupt auf wirtshaftlihe Interessengemein- haft. Der Güterverkehr würde yereinfacht, verbilligt, beschleunigt werden. Wenn die Lokomotiven in ihrer, Konstruktion vereinheit- [iht werden, so ist au für die Technik ein Fortschritt zu erwarten. Für unsere innere wirtschaftliche Frage ist nihts wichtiger als eine fortschreitende Vereinfachung des deutshen Eisenbahnwesens. Das ist au politis von der größten Wichtigkeit. Auf die Auslegung des Artikels 42 der Reichsvecfassung will ih heute nicht näher eingehen. Es kann aber darüber kein Zweifel sein, daß die Begründung einer deutshen Eisenbahngemeinschaft einen großen Schritt zur Verwirklihung des Grundgedankens dieses Artikels bedeuten würde. Es hat uns gefreut, pay ree d ie Po A0 f nicht drängen und treiben wollte. Aber au für Preußen gilt es, in diesem Sinne cin national und wirtschastliles Werk zu schaffen. | S

Stellvertretender Bevollmächtigier zum Bunde des Neichseisenbahnamts3 “R Su f l a wünschte Auskunft über den Stand der Verhandlungen wegen der Umleitungen der Güterwagen. Diese Auskunft ist ihm bereits yoa dem Vorredner in weit beredterer Weise erteilt worden, als ich sie ihm geben könnte. Der Abg. Hieber hat aber auch gleichzeitig betont, daß gegeuwärtig Verhandlungen \{chweben, und über diese ist man am wenigsten in der Lage, eine Auskunft zu erteilen. Ich kann meinerseits nur hinzufügen, daß ih den s{chwebenden Verhandlungen den besten Erfolg wünsche. Der Abg. Erzberger hat dann die Verschiedenheit in der Aufstellung der Statistik, die vom Reichs- eisenbahnamt herausgegeben wird, bemängelt. Ich glaube, daß die Cisenbahnverwaltungen sih faum dazu bereit finden lassen werden, cine nohmalige Ausstellung aller dieser unzähligen Daten zu geben, ih glaube aber au, taß diese Verschiedenheit in den Zeiträum?2n doch die Vergleichbarkeit der Betriebêergebnisse nur wenig beeinträdtigt. Dreiviertel Jahre fallen ja zusammen, vergleihbar sind die Zahlen sehr wobl. Dann hat dec Abgeordnete eine Ausdehnung der Statistik nah verschiedenen Hichtungen, so in Bezug auf die Betuiebsdauer und die Sonntagsruhe gewünscht. Erst im Jahre 1897 ist vom Neichs- eisenbahnamt eine eingehende Revision und Vereinfachung der Statistik erfolgt, und wir haben uns damals mit den beteiligten Regierungen geeinigt über die Materien, die in die Statistik aufgenommen werden sollten. Wir haben damals, einem Wunsche, der zu jener Zeit im Reichs- tage geäußert wurde, entsprechend, zur Erwägung gestellt, ob nit au über die Betriebsdauer Angaben in die Statistik aufzunehmen seien. Dazu schien Ncigung; tatt dessen baben die Regierungen aber vor- geschlagen, in die Berichte ter einzelnen Verwaltungen diejenigen Daten aufzunehmen, die der Abzeordnete wünscht. Jh bin übrigens gern bereit, die Fragen, die der Herr Abgeordnete anger2gt hat, noh- mals einer Erwägung zu unterziehen. Es ist mir dann eine Petition zur Berücksichtigung empfohlen worden, die sich auf den Bau einer Fernpaßbahn vom Lcchtal tas Inntal hinauf, hinunter in das Ctschtal erstrecken soll. Ich glaube faum, taß diese Petition auch bei erneuter Prüfung günstiger zu beurteilen sein würde, als es bisher hon geschehen ist. Es wird von den beteiligten Staaten eine Sub- vention von 150 Millionen Mark gefordert, zu der das Deutsche Neich 50 Millionen beizutragen hätte. Wiz unpraktikabel diefe Linie ift, hat auch der Handels- und Gewerbeverein in Augsburg gezeigt. Ich kann mich seinem Urteil nur anschließen.

Abg. Re ißhau s (Soz.): Der Präsident des Reichseisenbahn- amts bestätigt, daß Verhandlungen wegen einer Betriebamittel- gemeinschaft s{chweben, und wünscht diesen den besten Erfolg. Nun hat das. deutsche Volk {on an sich kein allzu großes Vertrauen in die Neformabsitten, welhe die Regterungen und Eisenbahnverwaltungen hegen, und wenn nun der Präsident des Reiseisenbahnamts diejen mystishen Verhandlungen besten Erfolg wünscht, so sheint dabei für Le vom Volke gewünschten MNeformen niht viel herauszukommen. Es wäre für das Volk doch viel wichtiger, wenn der Präsident erklären könnte, es fei irgend welche Ausficht vorhanden für die Er- füllung der auch vom deutschen Handelstage dringend unterstügten Neformwünshe în bezug auf die Tariffragen. Bis jeßt sind nur schr eigentümlihe Reformen eingesührt worden, so die Beschränkung der Sonntagsfahrkarten. Dringend nctwendig ist die Einrichtung von Nichtraucherabteilungen auch in der 1V. Wagenklasse; die Forde- rung ist um so berechtigter, als die IV. Klasse den Cisenbahnein- nahmen aus dem Personenverkehr den Löwenanteil liefert. Jn den Wartesälen und den Wagenabteilungen follten Spucknäpfe auf- gestellt werden, damit dem Verbot, in den Saal oder Wagen zu [puden, au nachgekommen werden kann. Es hieße den Teufel mit Beelzebub auétreiben, wenn man dem Publikum und den Beamten zumutet, ihren Auswurf in das Taschentuch zu entleeren. Sehr mangelhaft ist es mit den thüringishen Eisenbahnverkehrs- erpaltnifsen bestellt. Die Eisenbahnlinie Sonneberg—Cisfeld, deren s Thüringer Oberland in seinem wirtschaftlichen Interesse dringend A ist noch immer nit in Angriff genommen; ja, man spielt doi Bolfke direkt Komödie vor, indem man die Linie erst absteckt, Bonn aber den Bahnbau selbst liegen läßt. Der Umbau des Bahn- ofes ir a läßt ebenfalls immer noch auf \sih warten, obwohl Ï sich niht mehr um einen kleinen Bahnhof handelt. Die Güter- abfertigung hat darunter und infolge des Personalmangels außer- ordentlich zu leiden. Hier muß das Reichscisenbahnamt die Bahn- perwaltung auf ihre Pflicht aufmerksam machen. Dieses Amt hat a0 niht allein statistishe Aufgaben zu lösen und platonishe Zu- P nwungserklärungen abzugeben, sondern die Eisenbahnen dem deutschen

olke und seinen Interessen dienstoar zu machen. lid Präsident des Neichseisenbahnamts Dr. Schulz: Die außerordent- T e Entwickelung des Verkehrs in Sonneberg hat ein Umbauprojekt zu ede gefördert, dessen Kosten auf 2} Millionen angenommen sind. Da St neue Bahnhof an eine ganz andere Stelle gelegt werden muß und eigungen bon 1 : 16 und 1 : 18 vorhanden sind, so ist die Anlage

räsident rzberger

Meiningen erhoben worden. Ich habe selbst Ermittelungen angestellt und möchte erklären, daß zu berechtigten Klagen ein Anlaß nicht vor- liegt. Das Thüringer Cisenbahnneß is an der Hand der ver- gleihenden Statistik dem deutschen - urchs{chnitt erheblih überlegen. Thüringen ist also ganz gut mit Eisenbahnen bedaht. Es ist dann eine Vernahlässigung des Bahnbaues der Linie von Sonneberg nah Eisfeld behauptet worden. Ich vermag die Gründe, weshalb dieser Bahnkau noch nicht in Angriff genommen ist, noch nicht zu durch- schauen. Jh habe mich mit einer _ Frage an den preußishen Minister gewendet, und der hat mir im September geschrieben, daß die aus- führlihen Vorarbeiten für diese Linie so weit gefördert seien, daß ihre Fertigstellung in schr Kurzem zu erwarten sei.

Abg. Dr. Pachni ke (fr. Vag.): In einer Betriebsmittelgemein- chaft behufs einheitlicher Disposition über die Betriebsmittel würden auc wir einen Vorteil erblicken, wenn auch niht ganz in dem Um- fange, wie cinige der Vorredner. Von dem einheitlihen Wagenpark muß man mit 2 aturwendigkeit auch auf den einheitlichen Werkstätten- dienst übergehen und zuleßt auh zur Herstellung eines einheitlichen Wagentyps gelangen. Sollte es nicht gelingen, die vierte Klasse in Preußen abzuschaffen, dann sollte wenigstens darauf hingewirkt werden, sie derartig auszustatten, daß die oft erhobenen Beschwerden ihre gelegentlide Abstellung finden. Naturgemäß ist das Interesse der kleinen und Mittelstaaten an ciner solhen Betriebsmittelgemeinschaft viel größer, als das Preußens, das 4,03 Rente herauswirtschaftet, während die Renten der anderen bundes\taatlihen Eisenbahnneye viel geringer sind. Preußen drängt also nicht. Auh Mecklenburg empfindet ein Annäherungsbedürfnis an das preußish-hessishe Bündnis, und zwar aus ganz gerechten Gründen; besonders stark find dort die Beschwerden über den Wagenmangel, zumal in der Landwirtschaft gerade in der Zeit, wo die Kartoffeln geerntet werden, die dann wohl oder übel eingemietet werden mußten. Als willklommenes Nebenprodukt des Ganzen muß aber auch die Neform der Tarife bezeichnet werden, Ich will gewiß die {webenden Verhandlungen auch nit stören; so viel darf aber do gesagt werden, daß sich die Eisenbahnverwaltung endlih diesem immer stärker hervortretenden Bedürfnis anpafsen sollte, Selbst die Fachmänner find davon überzeugt: so, wie er ift, könne der Tarif nicht bleiben; es müssen Vereinfahungen und auch Grmäßigungen eintreten, natürli immer mit Rücksicht auf die gegebene Grenze, den Seklbstkostenpunkt. Auch der Minister von Budde hat das Bedürfnis einer Tarifreform anerkannt. Wo bleibt aber die Tat ? Wir müssen zu einem einheitlihen Normaltarif kommen, der der Hâlfte der jeßigen Rückfahrtspreise entspricht. Die jeßigen Ylickfahrtkarten sind nicht aufre@t zu erhalten. Sie führen zu Betrügereien, sie bilden eine Belästigung für das reisende Publikum und für das Dienstpersonal bei Fahrtunterbreungen. Der Brauch, für dieselbe Transportleiftung eine verschiedene Gegenleistung zu geben, findet in feiner anderen Verwaltung statt. Die Be- seitigung der Rüdckfahrtikarten ist wirklih etwas, was zum Schütteln reif ist. Mit der Einführung der 45 tägigen Nückfahrtkarten ist für den übrigen Verkehr kaum etwas übrig geblieben. Diese Forde- rung wird allgemein geteilt; auch der deutsche Handelstag hat fie ausgesprochen. Mit der Vereinfachung darf aber keine Erhohung für Zuschläge bei Schnellzügen und ctwa eine Ershwerung der Gepäckfraht Hand in Hand gehen. Gerade in leßter Beziehung ist eine Erleichterung und Verbilligung notwendig. Im Auslande ist die Gepäkfraht billiger, Auch - die Gütertarife müssen auf ihre Reformbedürftigkeit geprüft werden. Der Minister von Rheinbaben bat sich darauf bezogen, taß eine Ermäßigung der Tarife stattgefunden habe. Es würden 61/6 aller Güter zu Ausnahmetarifen gefahren. Die Tarife des Auslands haben aber einen so wesentlichen Borsprung, daß wir {hon im Konkurrenzinteresse bemüht sein. müssen, eine Ausgleichung herbeizuführen. Dies gilt z. B. in Belgien hin- schtlih der Eisentarife und insbesondere in Nordamerika bei Trans- porten auf weiten Entfernungen. Die Denkschrift muß das fel bft zu- geben. Cine Ermäßigung der Gütertarife vermehrt den Verkehr. Gerate die preußische Verwaltung hätte alle Veranlassung, mit Nes formen auf diesem Gebiete vorzugehen; ihre hohe Rente weist sie darauf hin. Diese hohe Rente ist weiter nichts als eine Verkehrs- steuer. Man sollte wenigstens Zeiten guter Konjunktur dazu henugen, um endlich zu etner Reform zu gelangen.

Abg. Werne r (Reformp.) : Windthorst ift seinerzeit für die Aufhebung des Neichseisenbahnamtes eingetreten. Das Amt hâtte do nur einen Sinn, wenn der Bismarcksche Gedanke ‘der Neichs- eisenbahnen durhgeführt worden wäre. Das Amt hat cinen ganz minimalen Geschäfte betrieb. Fn diesem Etat {ind ganz erhebliche Mehrforderungen für Diäten und Reisekosten enthalten... Das ift begreiflih, wegen der Herstellung eines Bieh- und Pferdekurt buches. Würde die Betriebsmittelgemeinschaft eingeführt, so würde vielleicht der Geschäftskreis des Amtes si erweitern. Jch würde die Errichtung dieser Betrieb8gemeinschaft mit großer Freude begrüßen, nit allein im Interesse des Verkehrs.

Abg. Dr. Wolff (wirtsh. Vgg.): Ich freue mi, daß in dem vergangenen Jahre ein großer Fortschritt durch Einberufung der Konferenz und dur die Berliner Kommission auf dem Gebiete des Verkehrs gemacht worden ist. Auf die Frage der Umleitung und der Betriebsmittelgemeinschaft einzugehen, halte ih für überflüssig. Preußen kann auf diesem Gebiete moralische Eroberungen machen, die ihm bisher auf anderen Gebieten versagt waren. Die einheitlihe Marke würde auch in Württemberg mit Genugtuung begrüßt; das würde au bezügli der Betriebsmittelgemeinshaft gelten, niht etwa mit Nücksicht auf die Finanzfrage. Es wäre nicht richtig, anzunehmen : Wenn das Geld im Kasien klingt, der Schwabe zu der Gemeinschaft springt. Die Verfassung muß endlich auf diesem Gebiete zur Aus- führung gebracht werden.

Abg. Storz (d. Volksp.): Ich hoffe, daß die Einführung der Betrieb2mittelgemeinschaft die Klagen wegen Wagenmangel beseitigen wird; aber cin Allheilmittel ist diese Maßregel doch nicht. Bei einer Betriebsmittelgemeinschaft könnten die kolossalen Kohlenwagez, - die nicht zurückgehen, tn Süddeutschland verwendet werden. Jm vorigen Jahre hat der Präsident des Neichseisenbahnamts3 die Klagen wegen der Umleitung zu entkräften gesucht. Es ift an- zuerkennen, daß in der leßten Zeit eine gewisse Besserung eingetreten ist. Die vorgeschlagene Detrievsmittetge man Gas würde aber vor- derhand niht viel helfen. Es besteht eine Konkurrenz zwischen den Einzelstaaten, dle hödst bedauerlih is. Baden hat si, um einen kleinen Gewinn zu machen, sogar über die Bestimmungen der Verkehrsordnung hinweggeseßt. Es ist cine fundamentale Neuregelung unseres Tarifwesens notwendig, auch der Gütertarife. Besonders zu beklagen ist, daß die inländische Industrie nicht dur billige Kohlentransporte begünstigt wird. In Nordamerika, wo es nur Privatbahnen gibt, sind auf weite Entfernungen wesentli billigere Tarife. Die Privatbahnen treiben also durhaus nationale ROE: Die Verhältnisse werden nur besser werden, wenn wir die isenbahn dem Reiche übertragen. Das weitschihtige Gebiet der Personentarife kann überhaupt nur noch ein Spezialist überbliken. Es herrsht hier eine große Ungleichheit. Eine Vereinfahung und womöglih Verbilligung der Personentarife ist also notwendig. Großherzogli Badischer stellvertretender Bevollmächtigter zum Bundesrat, Staatsrat Scherer: Der Vorredner hat die badi)\che Ver- waltung angegriffen. Es ist son im vorigen Jahre festgestellt, daß nicht allein Baden in der beanstandeten Richtung vorgegangen ist, sondern auch andere Verwaltungen. Es befindet sich in der guten Gesellschaft von Würltemberg. Der betreffende Erlaß der badischen Verwaltung ist inzwischen auf Veranlassung des Reichseisenbahnamts zurückgenommen worden, und dasselbe gilt auch von den anderen Verwaltungen.

Abg. Dr. Pichler (Zentr.): Es is zu erwarten, daß in der Frage der Umleitung durch die Betriebsmittelgemeinshaft eine gründliche Ab- hilfe ‘eintreten wird. Es ist erfreulich, daß alle Redner die Vorteile der Betriebsmittel gemeinschaft, die namentli in einer rationelleren Ausnußung des Wagenmaterials und einer erheblihen Beschleunigung des Verkehrs bestehen, anerkannt habèn. Dagegen bin ih der Meinung, daß die Ses der Eisenbahnverwaltungen aufrecht zu er- halten ist. Neichseisenbahnen würden eine sehr erheblihe Erweiterung

mit großen Schwierigkeiten verknüpft, und eine Verlängerung der auzeit kann nit überrashen. Die Klagen über Vernaclä\figung !

des Thüringer Gebietes sind früher {hon von dem Abg. Müller- |

der Kompetenz des Reichs zum Schaden der Einzelstaaten im Gefolge

bin ich einverstanden; ich habe in dieser Beziehung wenig Hoffnung, wünsche aber, daß wir in Süddeutschland wenigust-ns damit verschont bleiben möhten. Die Forderung der Tarifermäßigung hat immer ihre bestimmten Grenzen. Den Wunsch, daß auch für Elsaß-Lothringen die Kilometerhefte eingeführt werden, teile ih nicht. Solche Aus- nahmemaßregeln führen nur zur Verwirrung. Daß Baden diese Ein- rihtung hat, ist ein großes Hindernis für die Vereinheitlihung. Ih wünsche, daß unsere Verwaltung mit der italienishen Verwaltung \ich ins Benehmen seßen möge, damit dort das einfahe System der zu- sammeiistellbaren Rundreisekarten eingeführt wird. Eine Erweiterung

M e Ge s Be der Volksvertretung

ie Gütertarife wünsche ich wenigstens fo i wir nit Diäten haben. L __ Abg. von Gerlach (fr. Vag.): Hoffenilih werden die mora- lishen Eroberungen, die Preußen nach den Wünschen des Abg. Wolff in Süddeutshland machen soll, niht darin bestehen, daß dort die 1V. Klasse eingeführt wird; ih hoffe, daß die Herren Pichler und Genossen, die im bayerishen Landtage wenn mögli noch mächtiger als im Neichstage sind, ihren ganzen Einfluß dagegen aufbieten werden. Die IV. Klasse ist eine preußishe Einrichtung, die wirklih nicht nahahmungêwürdig ist; Süddeutschland wird doch die Betriebs- mittelgemeinshaft niht mit einem folhen Kulturrükschritt er- kaufen wollen. Die 1V. Klasse stellt eine menschenunwürdige Ein- richtung dar, ih weiß, daß die Herren rechts das bestreiten, weil sie die 1V. Klasse aus eigener Erinnecung- nicht kennen. Wenn einmal Studenten in fideler Stimmung die vierte Klasse benußen, so ist das noch fkein Argument für diejenigen, die sie gewohnheits- mäßig benußen müssen. Ich habe sie oft benuyt, um sie genau kennen zu lernen und weil man da viel Neues zu hôren bekommt und das Volksleben studieren kann, indem man Gespräche mit den Leuten anknüpft. Ein unwürdiger Zustand ist es, daß 5 aller Passagiere stehen müssen, und die Teinperatur in den Wagen ist namentlih im Sommer oft graucnerregend. Die s{limmste Ueber- füllung der Abteile ift tagtäglich an der Tageéordnung; der bescheidene Wursch, daß bei Veberfüllung den Passagieren Wagen dritter Klasse geöffnet werden, wird nicht nur nicht erfüllt, sondern die Passagiere müssen sich auch cine Behandlung gefallen lassen, wie man sie in Preußen Leuten angedeihen läßt, die man nicht für voll ansieht. Wenn die Betriebsmittelgemeinshaft einen Fortschritt bezüglich der Ein- nahmen und Verkchrsverbältnisse darstellt, gut; aber um keinen Preis darf sie ¿zu einem Nükschritt, zur Einführung der 1V. Klasse auf E führen.

Abg. Storz: Fch habe noch nicht das Vergnügen gehabt, in der 1V. Klasse zu fahren; ih hoffe auch, daß eine ee Rolizelfioh nicht gema werden wird. Daß der badische Erlaß zurückgenommen ist, höre id) mit Genugtuung; aber wenn zur Verteidigung gesagt wird, Baden habe nur dasselbe getan, wie Württemberg, so besteht doch ter wesentliche Unterschied, daß Baden angefangen hat. Nach der A M Lp ne Dinge Y Bayern gerommen haben, ist es

el lieber, daß auch für uns die Zentrale nah Berlin, a

sie n E fommt. 3 E

Abg. Dr. David (Soz.): Die Betricbsmittelgemeins{chaft wird im wesentlichen darauf hinauslaufen, den t U A (isen- bahnwesen auf Süddeutschland ganz etkheblih zu stärken; auch die- jenigen, die heute noch auf Hercn Pihlers Standpunkt stehen, werden noch zur Einsicht kommen, daß der Uebergang der sämtlichen Bahnen auf das Neich der einzige wirkliche Ausweg iît. Besser wäre es ge- wesen, die sübddeutshen Staaten hätten eine süddeutshe Eisenbahn- gemeinschaft geschaffen; leider ist es dazu nicht gekommen und wird wohl auch nicht mehr dazu fommen. Die preußisch - hessische

Gemeinschaft war *- der erste Einfluß Preußens in Süddeutsch- land, ote haben _ dagegen vergebens angekämpft. Preußen brachte fo den Schlüssel zu Süddeutschland in seine Hände. Mit der Main-Neckarbaha ist es sogar bis Basel vorgedrungen. Jett wird nichts anderes übriz bleiben, um diese preußische Eisenbabnodberhoheit in Süddeutschland zu beseitigen, als der Uebergang zur Neichseisenbahn. Preußen wird dem Gedanken den stärksten Widerstand leisten, weil der preußische Fiékalismus damit bedroht wird, dennoch, und gerade deshalb, sollten die süddeutschen Verwaltungen für die Ueberführung der Eisenbahn an das Reich eintreten. Preußen ist bezüglih des Tarifwesens der rückständigste Staat und das Bollwerk der RNü- ständigkeit; alle Fortschritte der anderen Staaten find für Preußen Hemmnisse und Hindernisse der Organisation. Ueber die IV. Klasse ließe fih noch viel sagen. Schon für einen gesunden Meuschen ist fie eine Tortur, wenn sie längere Zeit benußt werden muß; es ist eine Ungerechtigkeit fondergleihen, die Minderbegüterten zu zwingen, wenn sie ihren Aufenthaltsort wechseln müssen, sich auf diese Weise bes fördern zu_lassen. Mit welchem Recht schließt man die vierte Klasse von den Schnellzügen aus ? Weshalb werden niht auch für den Durchgangsverkchr Wagen vierter Klasse eingestelt ? Decken doch die erste und ¿weile Klasse, wo die Reisenden die größten Annehmlihkeiten haben, sih nicht selbst, sondern werden erst aus den Ueberschüssen der dritten und vierten gedeckt. Es entspricht durchaus dem ganzen preußischen Geiste, daß jezt Süddeutschland die Bedingung auferlegt wird, dieses Marterinstrument einzuführen. Was es bedeutet, wenn Kinder und Kranke in dieser Klasse befördert werden, davon macea sich die Herren hier \chwerlich eine Vorstellung. Nur ein Teil der Passagiere kann sigen, und niemand kaan sh seinen Play reservieren ; muß cer hinausspringen, um ein Bedürfnis zu be- sriedigen, so geht ihm unterdes sein Play verloren. Fast unglaublich ist die Maßnahme, daß man zu gewissen Zügen Karten vierter Klasse zwar nicht verkauft, aber die Wagen vierter Klass? zu Wagen dritter Klasse umgestaltet, indem man ihnen einen Zettel anhängt: 111. Klasse. Also diese Mißstände könn:n nur durh Reichseisenbahnen beseitigt werden.

_ Abg. Schrader (fr. Vgg.): In bezug auf die Tarife bin ih niht so hoffnungsfreudig wie einige der Vorredner; wenn Preußen niht will, geschieht nihts. Im übrigen möHhte die Betriebsgemein- schaft wohl manch? Vorteile bringen. Preußen hat einen großen Veberfchuß aus seinem Eisenbahnwe!en. Ausdrücklih aber hat sich der Finanzminister dort gegen eine Veränderung der Perfonentarife ver- wahrt, die der Staatskasse eine Einbuße brâähte; für Ermäßigungen is er aljo niht zu haben. Aus demselben Grunde is auch für die H:-bung des Verkehrs seitens der Verwaltung wenig geschehen. Was den Gedanken einer süddeutswen Eisenbahn- gemeinschaft betrifft, so habe ich mich s{hon vor 20 bis 30 Jahren in diejer Richtung bemüht; ader weit eher bringen Sie die größten Gegensäge zusammen, als daß Sie die verschiedenen \üd- deutschen Verwaltungen in dieser Beziehung unter einen Hut bringen. Die allgemeinen Verkehrsinteressen kommen bei dem gegenwärtigen fiskalishen Eisenbahnsystem niht eben gut weg, und dem Neichseisen- bahnamt fehlt jeder Einfluß, diese allgemeinen Interessen mit Nach- druck zur Geltung zu bringen. Im Bundesrat sind jeßt, glaube ich, mehr die Interessen der Einzelstaaten als die der Allgemeinheit ver- treten. Darum würde es nichts nüpen, wenn das Reich die Sache in die Hände nähme. Dann würde eben das Reich die Eisenbahnen fiskalish verwalten. Es kann erst besser werden, wenn überall die Rücksicht auf die allgemeinen Interessen die Oberhand gewinnt.

Abg. Pauli- Oberbarnim (d. kons.): Die Herren machen sich von der 1V. Klasse eine ganz falsche Vorstellung. Jch bin auh 1V. Klasse gefahren, nicht der Ersparnis wegen, sondern um sie zu prüfen, und habe solhe Mißstände nit gesehen. Wenn man mit einem ver- bundenen Arm fährt, so wird man in keiner Klasse ein so freundliches Entgeg-nkommen finden wie in der 1V. Klasse. Ich fand dagegen in der zweiten Klasse Ueberfüllung. Wenn Sie das Volk fragen, ob es auf die vierte Klasse verzichten will, es würde mit „Nein“ antworten, was natürlid) niht ausschließt, daß die Leute lieber dritter Klasse fahren möchten. Nein, so s{chlimm ist die vierte Klasse nicht, und namentli der kleine Gewerbetreibende würde sie nicht aufgeben wollen. Abg. Graf zu Limburg-Stirum (d. kons.): Ich wundere mich, daß ein