1905 / 20 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

hebung der Polizeizensur für Meldungen über den Ausstand zu rihten. In legterer Angelegenheit wurde außerdem in einer von Redakteuren der St. Petersburger Zeitungen abgehaltenen Versamm- lung beshlossen, an die Zensur der Hauptverwaltung folgende Anzeige zu richten: „Die Redaktionen der St. Peteréburger Zeitungen bringen zur Kenntnis, daß die Existenz der periodischen Prefse nur unter der Bedingung möglich ist, wenn sie alle Ergebnisse des ge- [esa Lebens mitteilen kann; infolgedessen halten es die Organe ür unm, sih nah den Zensurverboten auf diesem Gebiete zu rihten.“ Die Konferenz beshloß ferner, den Seyern vorzuschlagen, Deputationen zu Verhandlungen mit den Arbeitern zu wählen, um die Wiederaufnahme der typographishen Arbeiten in die Wege zu leiten. Bei der Gesellschaft für elektrishe Beleuhtung, wie auh bei der St. Petersburger Gesell\haft für elektrishe Anlagen und der Socióts Anonyme d'Eclairage Electrique ist bisher alles ruhig, und die Gesellshaften hoffen, den Betrieb ungestört fortführen zu können.

Theater und Musik.

Lessingtheater.

Thomas Otway, der englische Dramatiker, der in der zweiten Hâälste des siebzehnten Jahrhunderts lebte und 1685 als Bettler starb, und zwar, wie Macaulay erwähnt, angebli an einem Bissen Brot erstickte, den er in übermäßigem L unger hinuntershlingen wollte, hat in Hugo von Hofmannsthal einen Bearbeiter gefunden. Dieser hat es unternommen, das Drama „Das gerettete Venedig“ Tas préserved or the plot discovered), ein Stüd, das no m acktzehnten Jahrhundert in deutshen Schauspielhäusern viel gegeben wurde, das Goethe in Leipzig sah und auch später n Weimar aufführen ließ, wiedererstehen zu lassen. Aber dieses „Gerettete Venedig® ist, nach dem Erfolg der Erstaufführung am Sonnabend zu \chliéßen, der Bühne A gerettet, soviel Mühe fich auch Hofmännsthal gegeben aben mag, die blutrünstige Handlung unter eigenem Hinzutun eingehend zu motivieren, die sie tragenden Charaktere psyhologisch zu vertiefen und durch gewählte Diktion zu adeln. Das geringe historische Interesse, das man dem Drama entgegenbringt, «reiht niht hin, um die Aufmerksamkeit fünf Akte lang rege zu erbalten. Wie anders wirkt do da- gegen der einer ähnlihen Geshmaksrihtung seine Entstehung verdankende „Fietco*, der, obzwar eine Jugendarbeit Schillers, das Ergebnis der vereinten Kräfte Otways und Hofmannsthals reichlih aufwiegt. Hier wie dort Vershwörung; bei Schiller gilt sie aber der idealen Sache der Freiheit, bei Otway entspringt sie dem Rachegelüst aus dem Dienst der Republik entlassener Söldner, deren Haupt, der Kapitän Pierre, ebenso selb#!süchtig, nur vielleiht etwas rüd- sihtsloser und verwegener ist, als seine im allgemeinen berzli% gleih- gültigen Genofsen. Diesen Vershwörern, für deren Bestrebungen nit die aeringste Anteilnahme {ih regen kann, führt Pierre feinen Freund Jaffier zu, einen gutartigen aber feigen Schwächling, der nur einmal în seinem Leben den Mut zu einer Tat fand, nämlich als er dem ein- flußreihen Senator fn E die Tochter, Belvidera mit Namen, ent- führte. An eben diesem Senator will er jeyt, auf Pierres Ueber- redung, die Enterbung Belvideras rächen. Aber- die Vershwörer trauen dn Jaffier mit guten Grunde niht, obzwar Pierre für ihn ein- steht, und nehmen ihn erft in ihren Bund auf, als er ihnen sein Weib Belvidera als Pfand seiner Treue überliefert. Belvidera weiß zuerst nit; warum sie in ein fremdes Haus gebracht wird; als sie aber er- ährt, daß es sich um Vershwörung handelt und daß der Anschlag 1h A den Rat von Venedig richtet, also auh das Leben hres Vaters bedroht, weiß fe ihren Mann zu überreden, Nerräter an der Sache zu werden, Venedig zu retten und für \sich und die Mitshuldigen Gnade zu erwirken. So wird denn Venedig gerettet; aber mit den Verschworenen mat man ohne alle Sentimentalität kurzen Prozeß, indem man sie unauffällig beseitigt. Pierre und Jaffier stehen einander bei ihrer Verhaftung noch einmal gegenüber, und bier zum ersten Male \pürt der Zuschauer etwas wie ein menshlihes Rühren bei dem Schiffbruch dieser den Starken und den Schwachen bisher so eng verbindenden, auf der Anziehungékraft der Gegensäße beruhenden Freundschaft. Die weiblichen Personen des Stückes lassen im ganzen ebenso kalt oder wirken ebenso peinlich wie die männlihen: Belvidera, der die Feigheit und Schwäche ihres Mannes nicht zum Bewußtsein kommen, und’ die zu Pierre haltende, typishe Kurtisane Aquilina. Für die Aufführuag war von seiten der Bühnenleitung viel getan worden, cs gab {dne und eigenartige Bühnenbilder, und auch die Darsteller waren mit Eifer um ihre nicht eben dankbaren Aufgaben bemüht. E war f\ogar ein Uebereifer vorhanden, der

treibungen der CGharakterzüge verleitete, die gemildert werden

mußten. Die - beste Leistung war Rittners Kapitän Pierre,

eine fkraftvolle Kondetlieregestatln für die man wenigstens einige Sympathie hegen konnte. Für dié Belvidera vermochte Irene Triesch troy ibrer reifen Kunst nit zu erwärmen, und Else Schiff selang es ebensowenig, die Aquilina glaubhaft zu geslatten Charakteristische Episodenfiguren \chufen Frau Albreht, die Herren Reicher, Grun- wald, Sauer, arx u. a. Der stark bestrittene Beifall rief nach den Aktschlüssen Hugo von Hofmannöthal vor den Vorhang.

Im Königlihen Opernhause wird morgen F. Boieldieus Oper „Die weiße Dame“ unter Leitung des Kapellmeisters Dr. Muck gegeben. Die Damen Herzoa, Goetze, Dietrich, die Herren Naval, Wittekopf, Philipp, Nebe sind Träger der Hauptrollen. In der am Mittwoch stattfindenden Wiederholung des „Roland von Berlin®* wird Herr Jörn erslmalig die Partie des Henning Moller singen. Die Rolle des Melchior hat Herr Philipp übernommen.

Im Neuen Königlichen Operntheater wird morgen, Dienstag, Freytags Lustspiel „Die Journalisten“ in folgender Be- seßung aufgeführt: Oberst: Herr Keßler; Adelheid: Fräulein von Mayburg; Bolz: Herr Christians; Schmock: Herr Vollmer ; Piepenbrinck: Herr Oberländer; Bellmaus: Herr P Lotte: Frau Schramm; Senden: Herr Arndt; Oldendorf: Herr Boettcher ; Blumenberg: Herr Hartmann; Korb: Herr Eichholz.

Im Berliner Theater kann wegen Srtrantut einiger Mit- glieder Hermann Katschs Luftspiel „Modell“ in dieser Woche nicht zur Aufführung gelangen. Die nächste Aufführung wird am Dienêtag, den 31. d. M., stattfinden. ; h

Der Bach- Verein (Professor Dr. H. Reimann) wird im Laufe des nähsten Monats bei Gelegenheit eines der regelmäßigen Donners- tagkonzerte in der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche Liszts Missa Choralis aufführen. Am 31. März folgt dann Bachs Matthäus-Passion nah Robert Franz’ Bearbeitung und am Karfreitag im Nationaltheater Bachs Johannes-Passion zum ersten Male in der neuen Bearbeitung von H. Reimann. Anme dungee neuer Mitglieder werden \{chriftlich erbeten.

Das Leipziger Soloquartett für Kirhengesang, unter Leitung des Kantors Röthig, veranstaltet am Freitag, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, in der Heilandskirhe (Moabit, Thurmstraßz- Thusnelda-Plaß) ein Konzert. Die Gesangsvorträge befassen {ih mit den Meistersingern deutsh-evangelischer Kirhenmufik vom 16. bis 19. Jahrhundert. Einlaßkarten zu 40 H für alle Pläße sind im NVorderkauf in der Geschäftsstelle des Evangelischen Arbeitervereins (Berlin N. 31, Versöhnungéprivatstrafße 1) und am Konzertabend am Eingang der Kirche zu haben. ; :

„Der Lange Kerl“ betitelt sh eine komishe Oper in zwei Aufzügen, deren Dichtung und Musik soeben von Victor von Woikowsky-Biedau, dem Autor der kürzlih mit Erfolg zu Wiesbaden aufgeführten Oper „Helga"“ vollendet wurde. Die Hand- lung spielt in und bei Potsdam und hat eine historische Anekdote aus der Zeit Friedrih Wilhelms des Ersten zum Gegenstand.

Die Konzertdirektion Hermann Wolff kündigt für diese Woche folgende Konzerte an: Dienstag: Saal Bechstein: Konzert (Werke für zwei Klaviere) von Goltfried Galston und Richard Buhlig unter Mitwirkung eines Streichorchesters. Beethoven-Saal: IIl. Lieder- abend von Lula Mysz - Gméiner. Mittwoch: Philharmonie: Konzert von Moriß Rosenthal mit dem Philharmonischen Orchester (A. Scharrer). Saal Bechstein: Konzert zum Besten der unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin stehenden Pflegestation VI der „Frauenhilfe“, Mitw.: Marta Sandal- Bramsen (Ges.), Marta Lehmann (Klav.), Königlich dänischer Kammer- virtuose Puy Bramsen (Violoncello), Joseph Achron (Viol.). Beethovensaal: 11. Liederabend von Therese Behr, Mitw.: Artur Schnabel. Singakademie: 11. Liederabend von Anna Stephan. Donnerstag: Saal Bechstein: 1V. Konzert des Philharmonischen Trios, Vita Gerhard, Anton Witek, Joseph Malkin ; Beethoven-Saal: II. Liederabend von Susan S. Metcalfe; Phil- harmonie: Cinziges Konzert von Pablo de Sarasate_ und Berthe Marx - Goldshmidt mit dem Philharmonish:zn Dichester (A. Scharrer). Freitag: Saal Bechstein: Klavierabend von Louis Edger. Beethovensaal: Leßtes Konzert von Misca Elman mit dem Philharmonischen Orchester (A. Scharrer). Sonnabend, den 28. Januar: Saal Bechstein, 74 Uhr: 111. (leßter) Klavierabend von Ernst von Dolmányi. Béeethovensaal: I1. Klavierabend von Conrad Ansorge. Singakademie: Konzert von Paul Elgers (Viol.) mit dem Philharmonischen Orchester (A. Scharrer).

Mannigfaltiges. Berlin, den 23. Januar 1905.

JIhre Majestät die Kaiserin und Königin verweilte am Sonnabendabend mit dec Prinzessin Viktoria Luise einige auf dem Kolonialfest zu Wohltätigkeitszwecken für Deutsch- Südwestafrika, das die Deutsche Kolonial- Gesellschaft in den Näumen des Neuen Königlichen Operntheaters ver- anftaltet hatte. Dem Feste, das einen glänzenden Verlauf nahm, wohnten auch Seine Kaiserlihe und Königliche Hoheit dec Kron- prinz und Seine Königliche Hoheit der Prinz GEitel-Friedrich bei.

Der Deutsche Verein für den Shußt des gewerblichen. Eigentums hält seine nähste Monatsversammlung am Donnerstag, Abends 8 Uhr, im Saale des Kaiserlichen Patent - amts (Fut lenSe 34) ah. Der Rechtsanwalt und Privat- dozent Dr. Pau Alerander-Kaß- Berlin wird einen Vortrag halten über: „Das ershlichene Patent*. Der Eintritt ist frei.

Die im Kampfe ums Dasein \{chwer ringenden armen Thüringer Handweber bitten um. Arbeit. Sie bieten an: Tischtücher, Servietten, Taschentücher, - Hand- und Küchentücher, Scheuertücher, Nein- und Halbleinen, buntes Schürzenleinen, Bettzeuge, Bett- köper und Matraßendrell, halbwollene Kleiderstoffe, alt- thüringishe und Spruchdecken, Kyffhäuserdeken, Wartburg- deckden x. Sämtlißhe Waren sind Handfabrikate, banerbaît und preiswert; dies wird dur tausende unverlangter Anerkennungs- schreiben bestätigt. Muster und Preisverzeichnifse, die gratis und versandt werden, wolle man dur den Thüringz:r Weberverein, Gotha, beziehen, dessen Vorsißender, der Kaufmann und Landtagsabgeordnete C. F. Grübel, den Verein kaufmännish ohne Vergütung leitet.

Rathenow, 23. Januar. (W. T. B) Beim Eislaufen auf der Havel ift der 17jährige Sohn des Dachdecker- meisters Meienberg vor den Augen seiner Kameraden unter der Eisenbahnbrücke eingebrohen und ertrunken. Kameraden gelang es, sich zu reiten.

_ Ruhrort, 21. Januar. (W. T. B.) Das Treibeis auf dem Niederrhein bat sih in den leßten Tagen fo stark vermehrt, daß die Schiffe den hiesigen Pala aufsuhen. Die „Ruhrorter Zeitung* erklärt, die Benußung dieses Wasserweges durch englische oder belgis Kohlenschiffe sei vorläufig ausgeschlossen.

München, 23. Januar. (W. T. B.) Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent überwies dem Bürgermeister von rscht 10000 M zur Linderung der Not unter den Arbeitslosfen und spra in einem Telegramm die Hoffnung aus, daß die ernftlih Ia zur rechten Zeit Gelegenheit zum Verdienst finden werden.

London, 21. Januar. (W. T. B.) In dem Kohlen- bergwerk bei Gowerton, Giamorganshire, fand heute naht eine Explosion statt, bei der sieben Menschen getötet und 15 verwundet wurden, davon zwei gefährlich.

Athen, 21. Januar. (W. T. B.) In Thessalien haben sih_ die Erderschütterungen wiederholt, ein Dorf wurde zum größten Teil vershüttet; mehrere Personen büßten dabei das Gra, E E Rg 1 verlegt. s In peMEdenen TIS

riedjenlands verur]aten atregen der leßien Tage m:Hhrfa

Schaden, insbesondere in Sparta, wo der Eurotas En den Ufern trat; in anderen Gegenden sind die Verbindungen unterbrohen. Mehrere Dörfer in der Umaegend von Aghia in Thessalien find durch die noch andauernden Erdbeben vollkommen zer- stôrt ; andererseits bedroht das Anschwellen des Penëus den niedrig gelegenen Stadtteil von Larissa. Der flrenge Winter macht die Lage ganz besonders \{chwierig.

(Fortseßung des Nichtamilichen in der Ersten, Zweiten und Dritten Beilage.)

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Erfte Beilage iger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

Berlin, Montag, den 23. Januar

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Theater.

Königliche Schauspiele. Dienstag: Opern- baus. 22. Abonnementsvorstellung, Die weiße Dame. Oper in 3 Akten von Eugòne Scribe. Deutsh von Friederike Ellmenreih. Musik von François Adrien Boieldieu. ‘Anfang Uhr.

Neues Operntheater. 16. Abonnementsvorstellung. Die Journalisten. Lustspiel in 4 Aufzügen von Gustav Freytag. Anfang 7 Uhr.

Mittwoch : Opernhaus. 23. Abonnementsvorstellung. Der Roland von Berlin. Oper in 4 Akten. Dichtung und Musik, unter Benußung des gleich- namigen Romans von Wilibald Alexis, von R. Leoncayallo. Deutsch von Georg Droescher. Anfang 7# Uhr.

Neues Operntheater: Geschlossen.

Deutsches Theater. Diznstag, Abends7# Uhr: Heiden.

Mittwoch, Abends 74 Uhr : Neueinstudiert: Faust. (Erster Teil.)

Donnerstag, Abends 74 Uhr: Das Nachtmahl der Kardinäle. Die große Leideuschaft.

Berliner Theater. Dienstag: . . ., so ih Dir! Anfang 7# Uhr. e: eute von Berlichingen. Anfang r. Donnerstag: . . ., so ih Dir! Anfang 7$ Uhr. Freitag: Jm buúten Rock. Anfang 7# Uhr.

Lessingtheater. Dienstag: Das gerettete Venedig. Anfang 74 Uhr.

Mittwoch: Die Frau vom Meere.

Donnerétag: Das gerettete Venedig.

Schillertheater. 0. (Wallnertheater.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Fuhrmann Henschel. Schauspiel in 5 Akten von Gerhard Hauptmann.

Mittwoch, Abends 8 Ubr: Die Grofstadtluft.

Donnerstag, Abends 8 Uhr: Familie Schierke.

N. (FriedrichWilhelmstädtishes Theater.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Wallenfteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedrih von Schiller.

Mittwoch, Abends s Uhr: Die Haubenulerche.

Donnerétag, Abends 8 Uhr : Wallenfteius Lager. Die Piccolomini.

Theater des Westens. (Kantstraße12. Bahn- hof Zoologischer Garten.) Dienstag (16. Vorstellung im Abonnement): Die neugierigen Fraueu.

Mittwoch (bei aufgehobenem Abonnement): Gast- spiel von Nikolaus Rothmühl. Der Prophet.

Donnerstag (16. Vorstellung im Abonnement): Don Juan.

Freitag (16. Vorst:-llung im Abonnement): Die neugierigen Frauen.

Sonnabend, Nachmittags 2} Uhr: Bei kleinen Preisen: Wilhelm Tell. Abends 74 Uhr: Die ueugierigen Frauen.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen : Die Hugenotten. Abends 74 Uhr: Die neugierigen Frauen.

Nationaltheater. (Direktion: Hugo Becker. Weinbergsweg 12a—13b.) Dienstag: Rigoletto.

Mittwoch: Donna Juanuita.

Donnerstag: Zum ersten Male: Die Jüdin.

Freitag: Zum ersten Male: Gute Nacht, Herr Pantalon. Die Hand. Die schöne Galathée.

Sonnabend: Abschiedsvorstelung von Frances- china Prevosi. La Traviata.

Neues Theater. Dienstag: Die lustigen Weiber vou Windsor. Mittwoch: Der Graf von Charolais. Donnerstag: Dielustigen Weiber von Windsor. Frenag: Der Graf von Charolais. onnabend: Der Graf von Charolais.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Diens- tag, Abends 8 Uhr: Der Familieutag.

Mittwoch bis Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Faámilieutag.

Residenztheater. (Direktion: Richard Alexander.) Dienstag, “Abends 8 Uhr: Herkulespillen. (Les dragées d’Hercule.) Schwank in 3 Aften von “w Bilhaud und M. Hennequin. Deutsch von M. Schönau.

Mittwoh und folgende Tage, Abends 8 Uhr: Herfkulespillen.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Dér Hütten- befitzer.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di- rektion: Kren u. S#&önfeld.) Dienstag, Abends 74 Uhr: Der grofie Stern. Große Ausstattungs- posse mit Gesang und Tanz in 3 Akten von I. Kren und Alfr. Schönfeld. Musik von Einödshbofer.

Mittwoch und folgende Tage: Der große Steru.

Sonntag, Nachmittags 3} Ubr: Charleys Taute.

Dienstag, den 31. Januar: Zum ersten Male: Der Kilometerfresser.

Pentraltheater. Dienstag: Die Geisha. Operette in 3 Alten von Sidney Jones. (Mimosa: Mia Werber.) Anfang 7$ Uhr.

Mittwoch und folgende Tage: Die Geisha.

Sonnabend: Die Juzxheirat. Operette von Julius Bauer. Musik von Franz Lehar.

Bellealliancetheater. (Bellealliancestraße 7/8. Direktion: Kren u. Schönfeld.) Dienstag, Abends 8 Uhr: Lumpacivagabundus. (Schuster FKnie- riem: Josephine Dora.)

Mittwoch und folgende Tage: Lumpacivaga- bundus.

Sonntag, Nahnittags 3 Uhr: Maria Stuart.

Trianontheater. (Georgenstraße, zwischen Friedrih- und Unive1sitätssiraße.) Dienstag: Die glückliche Gilberte. (Heúreuses.) Lustspiel in 3 Akten von Maurice Hennequin und Paul Bilhaud.

Mittwoch und folgende Tage: Die glückliche Gilberte.

Sonntag, Nachmittags: Das elfte Gebot.

Konzerte.

Singakademie. Dienstag, Abends 8 Uhr: Konzert von Helene Obrónska (Klavier).

Philharmonie (Oberlichtsaal). Dienstag, Abends 8 Uhr: Konzert von Else Müller-Göte (Gesang). Mitwirkung: Oscar Zalewski (Klavier).

Saal Bechstein. Dienstag, Abends 74 Uhr: Konzert (Werke für zwei Klaviere) von Gottfried Galston und Richard Buhlig, unter Mitwirkung eines Streichorchesters.

Beethovensaal. Dienstag, Abends 8 Uhr: L). Liederabend von Lula Mysz-Gmeiner.

Zirkus Schumann. Dienstag, Abends präzise 74 Uhr: Die vorzüglichen Programmuummern, Direktor Albert Schumanuns anerkaunt un- erreicht dastehende Originaldrefsureu und der urkomische Originalclowa Jau Clermout mit seinen auf Kommando krähenden Hähnen, klayier- spielendem Pudel 2c. Zum Schluß: Die große mit feenhafter Pracht inszenierte Schumannshe Aus- stattungspantomime: Eine Nordlaudsreise, Jm Strahl der Mitternachtssoune. Komisch-phan- tastishe Pantomime in 7 Akten. Besonders hervor- zußheben: Jm cwigen Eise. Die Bewohner des Nordpols. Die nordische (Schneeorkan) und die shöue Schlufßeapotheose.

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Familiennachrichten,.

Verlobt: Frl. Malwine Bartels mit Hrn. Re- gierungsrat Wilhelm Niemöller (Merfeburg— Magdeburg).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Ritimeister Frhrn. von Malyan (Demmin). Hrn. Land- richter Wesiphal (Bonn).

Gestorben: Hr. Bürgermeister a. D.,, Geheimer Regierungsrat Maximilian von Ysselstein (Breslau). Hr. Mittergutsbesißz-r und Major a. D. Fer- dinand von Ming Gieuvorss Hr. Senats- E a. D.,, Geheimer Oberjuftizrat Fraui

¿ttgau (Groß-Lichterfelde).

Verantwortlicher Redakteur Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Oruck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags» *

Anstalt, Berlin 8SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Neun Beilagen

(einschließli Börsen-Beilage), (15e) wie das S i Deutschen Neichs&- and Pay ry E Preusischen Staals- A

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Kernen (euthülfter Spelz, Dinkel, Fesen).

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17,00 17,09

16,83 17,00

17,61 16/90

17,28 17,60 17,43

17,20

16,83 17,20 16,22

17,80

17,50 19/87

19,20 18,60 19,18 19,33

17,20 17,20

18,70 18,42 19,31 18,20 18,19 18,40

13,00 13,50 12,08

13,70 13,72

13,36 13,30 12,75

13,20 12,60 12,68 13,03 13,00

13,40

13,30 13,00

13,38

13,50

13,79 13:90 14,73

14,50

14,40 13,13 13,97

14,28 13,86 15,09

15,65 17,00

17,20

16,67 16,88

17,20

17,42

17,20

16,80 17,20 17,80

17,85

17,69 19,58

18,57 18,98 19,25

17,12 17,40

18,60 18,29 19,03 18,14 18,14 18,51

13,05 13,50

13,71 13,76

13,26 1330 12,75 13,21 12,80

12,54 13,00

13,40

13,00 13,33

13,65

13,79 13,90 14,75

14,80 14,50

13,24 13,05

13,83 13,28 15,00 |

1905.

(Preis unbekannt)