1858 / 160 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Verfugung der ‘Behdórde. Desgleichen hat das Bergamt e E Srtandais aufzuheben , falls Umstände eintreten,

welche das Seilfahren gefährlih machen. : 6. 6. Zu Wärtern, wekche die bei der Seilfahrt benußten

Maschinen lenken , dürfen nur zuverläffige Personen angenommen werden, welche, fih dure ein schriftliches Zeugniß der Revier-Berg- Geschwornen auszuweisen haden. Sie find für die Beachtung der

vorgeschriebenen Sicherheitämaßregeln deim Betriede. der Maschine |

desonders verantwortlich.

Ç. 7. Zum Ein- und Ausfördern von Menschen dürfen nur |

solche Seile benußt werden, wel<e si< in durhaus gutem Zustande

befinden und ein baldiges Reißen nicht befürchten lassen. Das | Seil, dessen Befestigung an das Gefäß und au das leztere müssen | in Beziehung auf ihre Haltbarkeit tägli< vor der Benupung der | Seilfahrt von einer damit betrauten , zuverlässigen und befäbigten | | brauchen, do< wird er sih hauptsäd li< im dberzogliden Schlosse | zu Biberih aufhalten. Der Graf von Chambord befindet fi

Person sorgfältig besichtigt werden, indem vor deren Augen das Seil einmal langsam im Schachte auf- oder abgewunden wird.

C. 8. Es muß bei der Seilfahrt stets ein verständiger und | erfahrener Mann zugegen sein, der für die Ordnung verantwortlich | ift, und dessen Befehlen alle Fahrenden Folge zu leisten haben. Derselbe hat besonders auch das Einsteigen in den Förderkorb oder | in das Fördergefäß zu überwachen, und die erforderlichen Signale | ; ; i | berzog Johann zu empfangen. Heute Nachuuttags 5 Uhr traf C. 9. Es if verboten, auf einem beladenen Fördergefäße | | Palaste sofort empfangen.

zu geben.

ause- oder cinzufahren. : : L C. 10, Es if verboten, in einem und demselben Schacht-

trumme Mens<ben und gleichzeitig Erze, Kohlen oder Berge zu

fördern.

fann niemals Grund zur Entlassung aus der Arbeit sein.

F. 12. Findet si, daß auf einem Bergwerk von der Seil- | fabrung Gebrau gema<t wird, ohne daß die Erlaubniß hierzu |

($. 2.) ertheilt ift, oder ohne daß die bei der Ertheilung der Er- laubniß festgestellten Bedingungen erfüllt, oder endlih obne daß

die in den $$. 6. bis 11. einschließli enthaltenen Vorschriften |

beobachtet worden, so hat der Repräsentant oder Alleinbefizer, so wie au der Betriebsführer dieses Bergwerks, welcher solcbes entweder anordnet oder wissentlih gesehen läßt eine Geldfirafe

von 1—10 Thlr. oder im Unvermögensfalle verhältnißmäßige Ge- |

fängnißstrafe verwirkt. A agdeburg, den 26. Mai 1858. Halle, ven 4. Mai 1858.

Königlih Preuß. Ober-Berg-Amt

Königlihe Regierung, für Sachsen und Thüringen.

Abtheilung des Znnern.

Nichtamtliches.

Hannover, 10. Juli. Die Erfte Kammer hat beute be- blossen, das die Hinausschiebung der Berathung der JZuftiz-Vor-

lagen ni<t genehmigende Regierungsschreiben zu den Akten zu |

nehmen, auf die Verathung der JZuftiz-Vorlage niht einzugehen, sondern mit der Zweiten Kammer darüber: in Konferenz zu treten.

Luxemburg, 0. Juli. Die großberzoglihe Regierung hat ein Konkordat mit Rom abgeschlossen. (Aach. 3.)

Württemberg. Stuttgart, 10. Juli. Nach einer langen Sißung wurde heute in der Zweiten Kammer die Frage wegen der Minister-Besoldungen zu Ende gebracht. Bei Abstimmung wurde der Antrag des Abgeordneten der Stadt Ulm, Schuster, auf Tagesordnung mit 48 gegen 40 Stimmen abgelehnt, die beiden Anträge der fstaatsrechtlihen Kommisfion aber, betreffend Verwahrungen über Verbindungskraft der Normal - Etats und in Betreff des Rechts der Steuerverwilligung, dur einfaches Erheben von den Sißen angenommen. Ein Amendement des Frhrn. von Varnbüler hierzu, welches fih gegen ein Geheimenraths - Reskript und gegen angeblihe verfassungSwidrige Aeußerungen des Kultus- Ministers ausspricbt, erhielt 61 gegen 27 Stimmen. Zum Schlusse legten die 13 rittershaftlien Mitglieder auf den Präsidententisch als Motivirung ibrer Abftimmung eine Erklärung nieder, worin fie sagen, daß sie für die Tagesordnung gestimmt haben, weil fie das verfasffungsmäßige Recht der Krone, die Minifter frei zu ernennen und ihnen eine Besoldung bis zu den Grenzen des Normal-Etats von 10,000 Fl. zu defretiren, anerkennen, das Verfahren der Minifter in dieser Sache aber mißbilligen. (Fr. J.)

Baiern. Tegernsee, 10. Juli. Seine Majestät der König lassen, troß der häufig ungünstigen und regenigten Wits- terung Sich nicht abhalten , regelmäßig des Morgens und zum Theil Mittags, -weitere Fußpromenaden zu unternehmen und machen Nachmittags entferntere Ausflüge zu am.

Gestern (Freitag) hatten Fhre Majeftäten der König

und die Königin nebst nähftem Gefolge wieder eine längere Gondelspazierfahrt auf dem See gemacht und Nachmittag während ¿T7 Promenadenzeit das Bad Kreuth besucht, woselbs#| Allerhöchft-

F. 11. Kein Arbeiter darf gezwungen werden, fich des Seils | ¡um Fahren zu bedienen, und eine Weigerung in dieser Beziehung |

dieselben das „,Königs-Max-:Denkmal“, zur sogenannten , Max-Joseph- Quelle“ befichtigten. Heute maten Seine Majestät die üblihen Morgenpromenaden in Begleitung: des Ober-Schloßhaupt- manns von Meyerin> und des Ober-Hofmarschalls Grafen Keller, so wie des diensthabenden Flügel-Adjutänten und beabsichtigten dem Vernehmen nah Nachmittag einen weiteren Ausflug nah dem Rottaher Wasserfall zu machen, Seine Majestät der“ König von Bayern wird morgen, Sonntag, den 11. d. Mts.,, in Vad „Kreuth“ erwartet und übernachtet heute in Achenthal.

Oesterreich. Triest, 10. Juli. Der König von Griechenland ift auf dem Dampfer „Ottone“ gestern Abends von Venedig bier eingetroffen und hat heute Morgens mittels Eisenbahn die Reise nah Wien fortgeseßt.

Niederlande. Haag, 10. Juli. Der König wird am 18. d. Mts. nah Wiesbaden abreisen, um dort die Kur zu ge-

augenbli>li< bier; er hat bei unserem Herrsherpaare Besuche ab- gestattet, worauf der König im Hotel des Grafen einen Gegen- besu< machte. (Köln. Ztg.)

Belgien. Brüssel, 10. Juli. Diesen MorZen reiste der Herzog von Vrabant nach der deutschen Gränze, um den Erz-

dieser hier auf dem Nord-Bahuhofe ein und wurde vom Könige im Der Graf von Flandern, welcher cine Neise nah Deutschland und Jtalien machen will, reis mit dem beutigen Nachtzuge na Köln. (Köln. Ztg.)

Großbritannien und Jrland. London, 9 Zuli, Jn der gestrigen Oberhaus - Sißgung ging die Eides- (Juden-) Bill dur das Comité mit einigen unwesentlihen Amendements und mit Hinzufügung eines von dem Herzoge von Marlborough beantragten Artikels, welchem zufolge es keinem Juden gestattet sein foll, der Krone bei der Beseßung geistlicher Stellen Nath zu ertheilen.

Jn der Unterhaus «Sißung ftand auf der Tagesort nung die dritte Lesung der indischen Bill. Hankey fragte, wel<he Stellun die oftindische Compagnie als eine mit einem {Freibriefe versehene Gesell, schaft na< dem Durcdgehen der BiU einnehmen werde. Sir E. Perry mißbilligte die Zusammenseßung der Rathskammer und spra<h seine feste Ueberzeugung aus, daß das Projekt keine vier bis fünf Jabre überdauern werde. Lord Palmerston bemerkte, obagleih seine Anfichten binsichtlih der mangeldaften Zusammensezung der Rathékammer no< immer die- selben seien, so werde er do< mit Freuden für die dritte Lesung stimmen, da die Bill ein großes und wichtiges Prinzip bverkdör- pere. Als Antwort auf die Frage HKankey's entgegnete der Solicitor General, die Bill entziehe der oftindishen Compagnie ibre NegierungH$getvalt, lasse aber sont ibre Necbte und Functionen unange- (asl, Rue Ud zog bestig gegen die Vill los, Die Rathskammer bezeichnet er als eine Maschine, mit der fi nit arbeitèn lasse, Sie werde eben nidts weiter als ein Stein des ‘Anftoßes sein. Lord J. Nussell möchte

| nicht gern, daß die Bill mit dem Fluche Roebu>'à belastet zur dritten | Lesung komme, und bemühte fi, zu zeigen, daß fie cinige ganz gute Eigen-

schaften befiße. Auf der anderen Seite glaubte er, die Erfahrung werde lehren, daß fie einer Rebdifion bedürfe. Auch gebe es noch eine Menge wichtiger Fra- gen, den Grundbefiß, das Pachtrecht, das Heer, das Opium, die Sal¡sfteuer und andere Gegenstände betreffend, die später eine gründliche Erwägung er- beishten. Der Schaßykanzler sprach seinen Dank aus für die Aufrichtig- feit, mit welcher das Haus eine Maßregel behandelt babe, die seines Erach- tens eine wohlthätige Wirkung auf die Regierung Jndiens ausüben werde. Die Vill wurde bierauf zum dritten Male verlesen und ging dur<. Sir E. Vulwer Lytton beantragte die zweite Lesung der auf die Regierung don Neu-Caledonien bezüglihen Bill. Es ist dies nicht das auftralische Neu-Caledonien, sondern das ungefähr unter derselben Breite mit Vancouver's Jsland auf dem amerikanischen Festlande zwischen den Roy Mountains und dem Stillen Meere gelegene Gebiet, wo neuerdings reiche Goldlager entde>t wordèên sind. Die Bill egt die Grenzen der Kolonie fest und ermächtigt Jbrer Majestät Regierung auf einen beftimm- ten Zeitraum, d. b. bis zum pahre 1862, für die Verwaltung der Kolonie und die Errichtung eines Lokal-Parlamentes Sorge zu tragen. Wenn man die Wichtigkeit jenes Gebietes und die vagabundirende Gold1äger- Bebölkerung bedenke, so erbelle die Nothwendigkeit, Maßregeln zu treffen, um die so viel verbeißende Kolonie vor Gescylosigkeit und Anarchie zu schüßen. Labouchere erklärte si mit der Bill einderstanden. Noebud> meint, wenn man dem Auffommen des Lynch-Rechtes Einhalt thun wolle, so fônne dies nur mit Hülfe einer starken Truppenmacht geschehen. Lowe billigte den Gefezentwurf im Allgemeinen; do< \<eint es ihm, man bätte einen pafsenderen Namen für die neue Kolonie wählen können. Die Bill wurde s<ließli< mit 125 gegen 66 Stimmen zum zweiten Male verlesen.

_— 10. Juli. Bei Lord Derby war vorgéstern eine Depu- tation, um Vorschläge zur schleunigeren Unterdrü>ung des Sklavenhandels zu machen. Der Premier bemerkte in seiner Erwiderung, daß er mit den Zwe>en und Absichten der Deputa- tion vollkommen einverstanden sei. Er pries die Nedlichkeit, mit welher die brafilishe Regierung ihre vertragsmäßigen Verpflich- tungen einhält, und sprach die Hoffnung aus, daß Spanien den Borstellnngen der britischen Regierung \{ließli< Gehör geben werde, so daß keine Zwangsmaßregeln nöthig sein werden. Er könne ni<t mehr zweifeln, sagte er, daß die französis<he Neger-Ausfubr in Wirklichkeit nihts als Sklavenhandel sei, die Regierung hoffe den franzöfischen Kaiser davon zu überzeugen, und zu dem Wunsche

Napoleon's Ul, die Sklaverei abzuschaffen, hege er vollkom.

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trauen. Die Regierung | bemühe fich, den chinèfishen lis ia Leitisen Kolonien die beftmögliche Behandlung zu En Er sei nit der Meinung , daß die Ausschließung cubams<er ST- zeugnisse vou englis<hen Märkten (vorausgesezt selbst, daß eine

i s erhalten föónnte) le Maßregel die Zustimmung des Parlament | E L _: einen Eindru> machen würde, da jene Produkte dann in erde Reihe von anderen Ländern augekaust und nun dur< die dritte Hand auf den englishen Markt kommen würden, Folgendes gestern 1n j

aufge N e” Bteworanduin giebt vielleicht die Erklärung, weshalb der Agamemnon“ noch nicht in Queenstown angekommen 1f :

i riftli nsiructionen , unter denen der „UAgamemnon“ o e dahin; daß, falls das Kabeltau reihen sollte, nachdem eine Stre>e von 100 Meilen gelegt, die S<iffe zu dem festgeseßten Sammelplaze in der Mitte des atlantishen Viceres zurücfkchren und dork aht Tage auf einander warten sollten. Wahbrsceinli< handelte der „Ugamemnon“ diesen Fnftructionen

f venn er T S "200 "ét antreten. Vermuthliþ waltete irgend ein Vih- vérftändniß binsihtlid des Sammelplayes ob, und daher wird wobl die Rü>kehr des „Niagara“ rühren.“

In der gestrigen Oberhaus-Sipung wurde die indische Bill |

zum ersten Male verlesen und die aweite Lesung auf nächsten Donuerstag

anberaumt. Als Antwort auf eine Frage Lord Truro's erklärte der |

Earl von Malmesbury, die Negierung habe das zux Unterdrüdung

des Sklavenhandels bestimmte Geschwader in den cubanishen Gewässern | vermindert; doch bege fie nicht die Abjicht, das an der afrifamjchen Kuste |

zu gleichem Zwe>e stationirte Geschwader von dort abzuberufen, da die

C1) ) } p A ZALNA A wes Lord Portman hátiakeit desselben eine sehr segensreiche gewelen je1. ( | i 9 ENEPRE vor Echluß der Sesfion eine Bill einzubringen,

eiate « er gedenke no f

S eficatiG. dey Simpite über M Sr Brn in ciner für alle Theile e teise ein Ende machen werde. 5

Erda Ls SIRRKs erklärte der Echaplanzler, die Regierung habe die Absicht, demnächst eine die Reinigung der Dyemje be- treffende Bill einzubringen, Jm Subhidien - Comite wurde hieraus das Budget für den Civildienst berathen V. Ewart fragte, ob irgend ; indung eines Zustiz-Ministertums un Einklang

welche Schritte zur GOrüundu1 : j O A ] mit einer früheren Resolution des Hauses in Aushcht ständen. Blad>-

burn fragte, ob ein Beschluß gefaßt worden sei binnichtlich der den JZudigo« Pflanzern und anderen britischen Kolonisten , deren Eigenthum von den Uufständischen zerstört worden sei, zu leistenden Enmtjchádugung, Eur JZ- Trelawny fragte, ob die Regierung vor Schluß dec Session noch cine die Kirchensteuern betreffende Bill einzubringen gedenke, | S HAERe T lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses darauf, wze unbequem es Ia Ne Session bis tief in die Sommer-Monate hinein zu schleppen, und wn Auskunft darüber zu erbalten, ob die Regierung ae E zu thun, um diesem Uebelstande [ür die Zukunst abzuhelfen. VT

i s j ie le d Bewaffnung |

b 1 6 . Aufmerksamkeit auf die VBetlezdung und Bec Ai Elcho lenkte ‘dic Auf | richtet verschiedene aus diejen | | D | soris< leiten. Gestern ift ein neues Journal unter dem Titel:

H et ¡ppen in Judien , und i C) Ned pee S yages au den KricgSsecretaur. A P eel e gegnete, er habe no< keinen Bericht darüber erhalten, wie A G t ‘3 seit ibrer Ankunft in Judien ergangen 1e. Auch A S : A . G \{hwerden zu Ohren gekommen. Uls Antwort aus L la drn : Mino trag erklärte Lord Stanley, im borigen Dezember jet dèr : E (a verneur Jndiens dahin inftruirt worden, die auf Derariuge Ie es züglichen Data zu sammeln und dann einen Ausschuß zur Prüfung derx- b 1 ernennen. : E raibic Eee Auf die Frage Ewart's erwiderte der C d ay kan ) ler, er vermdge den Grund nicht anzugeben, weshalb das voxige Viinijterwmn keine Schritte gethan babe, um die Rejolution auszujüyren. I man ibm bisher keine genügende Definition des Wukuugskreijes es pro» jektirten Justiz-Departements gegeben. Er könne dcshalb dim Hause dex Gemeinen nicht zumuthen, daß €s

werde er bereit | auf Sir J. Trelawny's Namen der Negierung zu erklären, daß fe die Ub wärtigen Session cine die Kirchenjieuern

berbeizufübhrev, und werde in der nächsten Session die erste i darbielende

9 _ ¿2 La » v1 p d Pr D T E Gelegenheit dazu benußen. Auf Forster's Frage erwiderte erx, oie Nez |

gierung sei bereit, im nächsten Jabre in Erwägung zu ziehen, ob e C> Cc: p : 2 M) \ » % I Y 1 Sesfionen nicht zwe>mäßiger seien, als die gegenwärtige T ie sofortige Neuerung aber habe Vieles gegen si. vord Z. Nuhjell er-

bli>te in der Einführung von Herbst - Sessionen einen ¿zort|<{rut. Uls |

e s d - €/ B s Kto M 11 Fs Antwort auf eine Frage Noebu>'s sagte S. Fißgerald, die Auf

mexkiamkeit der Negierung sei auf die wichtige Frage Les in Gemeinschaft |

mit anderen Etaaten den Fabrifzeichen zu leistenden gegenjeingen ShußesS R Me ( t » : . gelenkt worden, und er gebe die Hoffnung nicht auf, uo< un vauseè Tic]er

Session einen diesen Gegenstand betreffenden Geseßentwurf eingebracht zu | | Forts anzugreifen.

seben. Lord Palmerston zog seme indische Bil, und vode Wing jeine das Etimmrecht in den Grafschaften betreffende Bill zurü>. Frautreich. Paris, 9. Juli. Mit dexr Ausführung des Gesezes vom 28, Mai, welches den Artikel 259 des S krafge}eß- bucbes abándert, wird es uun do< Ernst, Heute veröffentlicht der „Moniteur“ das bereits vom 19. Juni datiite Nundschreiben des Zufriz- Ministers an die General: Prokuratoren der kaiscil <en

die aus einer so langjährigen Nachsicht sich entwidelt habeu, das neue Gescy nut Klugheit und Festigkeit in Vollzug zu bringen,

das that, so konnte er seine Rückreise na | : 1. u ( . veröffentliht) wird der dem Kriegs-Minifterium pro 1858 gewährte

Uuch habe | e A | sagen emen ungünnigen Emdru> macen würden, gestattet, ih ihm | zu náhern, ein Votum abgche. Weng | ? man ibm erst eine solde Definition an die Hand gegeben habe, jo ' Fr bemerfte ex, er sel auper Staude, im | von Wberst Kane erpieilen, a Lun

«rant "Ci ' ,

sicht habe, in der gegen- ; betreffende Bill einzubringen; |

doch gebe sie die Hoffnung nit auf, eine befriedigende Lösung der zzrage |

| fauden si am

| Bur.) | KKopeuhagen E y | und bettätigt sib die Uebernahme des Yiinisteriunms der auswärti- Gerichtshöfe, worin er sie auffordert, „Angesibtis der Thaisacheu, |

Verurtheilungen, die es bewirken könne, als in den Grunbdsäpen, die es aufftelle, und in den Bedenken, die es T ETNIEN ge- eignet sei“, Aus diesen Gründen werden die General-Prokuratoren aufgefordert, „einstweilen dabei stehen zu bleiben, daß fie vor jeder Verfolgung wegen Vergehen gegen Art. 259 si< erst an ihn wenden und besondere Znstructionen einholen sollten“. Das neue Geseg gegen Udels: und Titel - Anmaßungen soll demnah zunächst nur denjenigen seine Schärfe zeigen, denen der Zustiz- Minifter zu

den Assekuranz - Zimmern zu Liverpool | Leibe will; es ift zwar für Alle gegeben, aber ni<t auf Alle an-

wendbar. Uebrigens sollen die General-Profkuratoren darauf achten, daß die Gerichte, Civilfstands - Beamten, Notare und s\onftigen Staats - Beamten in ihren Erlassen, Urtheilen und authentischen Aktenstü>en den Personen nur solhe Titel und Namen beilegen, „wozu fie ihre Berechtigung nachzuweisen im Stande sind“.

Das „Siècle“ zeigt an der Spitze seiner heutigen Nummer an, daß ihm dur< Bescheid vom bten d. der Verkauf auf öffent licher Straße wieder gestattet wurde.

Durch Kaiserkihes Dekret vom 1. Juli (im Gesey - Bulletin

Kredit um 16,568,020 Fr. vermindert, und diese Summe auf das Ministerium Ulgeriens und der Kolonieen übertragen, um für fol gende Zweige des neuen Ministeriums verwandt zu werden: Cen- tral - BWerwaltung (Personal) 217,000 Fr., Central - Verwaltung (Material) 20,000, Gouvernement und Verwaltung von Algier 2,201,800, einbeimischer (arabischer) Dienst in Algier 1,550,000, See-Dienst in Algier 979,000, Finanzwesen in Algier 1,795,750, Expropriationen in Algier 100,000, Colonisation in Algier 2,443,000, Straf - Anstalten in Ulgier 460,000, Civil- Arbeiten in Algier 6,700,670, geheime Ausgaben 100,000 Fr. | 10. Juli. Die Königin von England, so wie der Prinz- Gemahl, werden am 4. August dem Kaiser und der Kazjerin in Cherbourg einen Besuch machen. So lautet im heutigen „Moni-

| teur“ die offizielle Bestätigung dieses Ereignisses.

Jtalien. Nach Briefen aus Rom vom 6. Juli wurde am vorhergehenden Tage, Nachmittags, das Urtheit in dem Prozesse des Marchese Campana gesprochen. Der Marchese wurde wegen Veruntreuungen und Vißbrauchs seiner Amtsgewalt zu 20 Jahren Galeerenstrafé verurtheilt, Derselbe wurde nah dem Urtheils-

| spruche sofort nay dem Gefängniß San Michele gebracht. Einige

Sensatïou erregte es in Rom, daß der Advokat Campaua's auf drei Mouate suspendirt wurde, und zwar zur Beftrafung für

| seine bissigen Replifen und seine zu warme Vertheidigung des Au- | geflagten.

(Köln. Ztg.) Turin, 9. Juli. Während der Abwesendeit des Grafen

Cavour wird General Lamarmora das Ministerium der auswär-

tigeu Augelegenhciten, Lanza das Ministerium des ZJnnern provi-

„Zl Piemonte“ ausgegeben worden. Amerika. New-Vork, 26. Juni. Einem Briefe aus

| Fort Budger zufolge waren 150 Mormonen im Hauptquartier | des Heeres der Veremigten Staateu angekommen, da ihnen Brigham | Young femem- dem Gouverneur Cumming gegebenen Versprechen

Demgemäß sei auch wirklich ein sol<her Uusjuß | gemáp «rlaubt halte, die Sladt zu verlaffen.

Sie sagten aus, wahrend der neulihen Unwesenheit des Gouverneurs Cumming 1mn

| der Stadt am Salzsce sei derselbe streng überwacht worden, und

man habe Niemand, von dem man votnausgeseßt, daß seine Aus-

Uuch hade Brigham Voung ihn nah seiner Abreise mit den gröbsteu Ech1mpfworten uberbäuft, Außerdem habe er den „Heiligen“ anbefohlen, so lange, bis sie fveitere Nachrichten

den. Die lezten Nachrichten widerspre<ben den früheren Angaben über dic friediwe Stimmung der Viormonen. ;

Nacy Berichten aus Teras ift dort Aussicht auf eine der reichsten Getreide: Crutcn vorhanden, deren man si zu erinnern weiß.

Asien. Wie amtlih über Loudon, 11. Zuli, gemeldet wird, batten die Mobamedancr n Dscheddah am 15. Jum den [ran- zöstfchen Consul, den englischen Vice-Conful und 20 Christen niedergemacht. 2b andere Christen waren geflüchtet.

Laut Bericbten aus Kalkutta vom 4. Zun! waren die Eng- länder auf dew Marsch nach der Bergfeske Gwalior begniffen.

Die verbüudetcn Flotten in den cinesiswen Gewäahjern be- ¿9 April im Meerbusen von Petschelt an der BVeüuidung des Peiho, um die am Eingange des ¡Fiusses gelegenen Die Unterhandlungen waren bis dahin erfolg- los geblieben, S

>ambur 7 ( . Zuli, Vormittags. (Wolfs Tel.

Hamburg, Sonntag, 11. Zul, & g Nach einer der „Börsenhalle“ zugegangenen Depesche aus vom heutigen Tage ist die Yiinisterkrisis beendet

gen Angelegenheiten dur deu Conseils « Präfidenten Hall.

| Nab derselben Depesce soll die Antwort der däniscen Regterung

j i A N v0 » r4 k » ï 4 54 ; Lf C « T ) de 1 DET Na F j d i Bund bereits abgegangen sein. Dié Bedeutung dieses (Gefeßes liege ee WCNIGET E E Anza! i DEI | an den deulsä cu l avgrgang