1858 / 167 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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E E S 0: Sn i arer

Legen (E an e EUEA immung dieser Landes- | ficheren Urtheil über dieselben zu gelangen; wobei jedo< bemerkt w doxbenen Sitten, die vielleicht \ zung - Rünglinge von ver- f daß eine selche Vorprüfung , deren Ergebniß das Zeugniß d E oder TRAdliE Bi le E me son von anderen Echulen als nußlose | treffenden Gymnasial - Direktors dem Rektor der Gandesfbule a. es be- E t N p H d Nea Eee, dieser Anstalt übergeben ist, nicht maßgebend für die Aufnahme sein kann, daß über diese R E , ur die in ihr stattfindende strenge Zucht auf einen | mehr ledigli der Ausfall der in Pforta anzustellenden P E esseren Weg gebracht zu werden. scheidet zustellenden Prüfung ent. E ar ne gg Mao My gl Ee pn R [0 1 ves B $. 9. Jun Bezug auf diejenigen, welche na< $. 3a nur in Ob aas Been a lche S F ässigien Zöglinge für die Ge- | Tertia oder in Unter-Sekunda aufgamommen werden können, werd Cre aLási2 Táa Wunte ¡u bedenklich, als daß die Aufnabme derselben je | Unforderungen in entsprechender Weise gesteigert Es wird daber Me ( j ° g a y ? ; ( F. 3. Da schon bei der Auf in E verbältnißmäßig größerer Sihexbcit in den $, 4 bezeichneten Renntgif n s F orgors edi k Cingune En n EBungögras des Geistes | und Fertigkeiten no< ün Befoaderen gefördert: O G a uSgeeyl Wir, ei der dg ing einer festen Regel und a) daß fie in der > i i A oi e) O O r deutschen Sprache einige Gewandthe l 4 \ P % . - # c @ j ( l Í ute g ZAGUTIG E A zu folgen vermag, so ist zum Ein- | schriftlichen Aufsäßen und im mündlichen Beticot befißen res Allen a) daß der Gudncibmea das uvdlfte Jab f b) im Lateinischen, daß sie verbältnißmäßig \<were Exercitien aus Alter von 12 bis 14 Fahren st in Tot L vanr zurü>gelegt habe. Das | dem Deutschen ins Lateinische übersezen können und einige Bebuna U ¿ t dp Jahren ift in jeder Hinsicht für die Aufnabme das } der lateinischen Versfkunst befipe f p 2 P accianetste. Nach zurü>gelegtem funfzehnten Lebens i M L zen Versfkunst befißen, und für Unter-Sekunda no< besonders Ey UTUG Cie t ißjahre fann die Auf- | daß fie außer den oben bezeichneten Schr L : 7 2 | E L neten Schriften auch die oren Wo E Byr gun Prien , wenn der Aufzunebmende in der mit ibm j und Briese des Cicero und die Fasten des Ovid s L Dn r wie, Prü ung. (ÿ. 6 und 23) mindeftens für Tertia superior, c) in der Geschichte, daß fie mit der griehiscden und t | s » pl A h 1m Ä T6 d K vis - ' u) 1 0 Q f Î 1 für E De e sedzebnten Lebensjahre nur dann, wenn er mindesteus f Unter-Sekunda aufgenommen werden wollen, au mit der rd nische e D I a inferior reif befunden wird. Ausnahmen bierbon werden | s{<i<te genaner bekannt find; E A C TEEE S 4 7 ram «állen gestattet werden, wo etwa die Verspä- | d) in der Gcograpbie daß fie cine genügende Bekanntschaf s I A er Aus ildung des Aufzunebmenden durh besondere Umstände | den bedeutendsten europäischen und auer etvopäiten s E E ms A t ist; auh bebalten wir uns bor, in diesem Falle die Aufnahme | und politischer Hinficht besißen d E R S PRRERE an L Selanäbe zu fnüpfen; ; E e) in der Matbem atik, aa) für Ober-Tertia, daß fie die L eina Ls esc Ens cal Und normale Beschaffenheit seines Körpers | fangsgründe der Buchstaben-Rechnung und die Blanimetr : bi G e Bld g teil einigt werde; wobei zu bemerken ift, daß Ecdwerhörigkeiut, | bon den Parallelogrammen, mit Ausschluß der Gleis bi A E LLEEE L Et cit, auffallende Schwere der Zunge und Stottern Febler find, | bb) für Unter Sekunda, daß sie die cinf A “Bla derselben, O t f 51 10 r - v - ) W nd s ina en (Ble Mt E in rEaR am wenigsten mit der ganzen Einrichtung der Landesschule ver- | die Rechnung mit entgegengeseßten Zablgrößen wud di D E î ( Î H - 7 M p44 ° M e 5 . N : 5 | Planimetrie von der Gleicd j a eik SUPe cT c) daf er nicht fittlih verwöhnt oder vernachlässigt sei, Ç. 1. 2) | schließlich inne Rios cibflächigkeit bis zum pytbagoreisden Saße cin- ‘ige E E e L E Kenntnisse und Fertigkeiten be- | T) daß fie in ter Religion eine verbältnißmäßig genauere unt E | ine dinlängliche Geübtbeit im Auswendiglernen extwor- fassendere Kenntniß der beiligen Schrift und der witiasten Giaul id f L s u (A 4 v A A wabrbeiten besißen 1 auvenve Es find daber den Gesuchen um die Aufnahn : : Cr b n Ben, ie Aufnobme ($4. 4— b) betgzufügen : C. 6. Die El ) , i 1 C Lu E Q T | gen: | _J. 0. Die Eltern und Vormünder, welche für ei bt fa Es E s E E Ad cin M Attest, s ein ârzt- | erläßlichen Vorkenutnissen ausgerüsteten Knaben E mg Mar ebt rp _ liches L über di erbalb der beiden leßten Jahre an dem | suhen wollen, u (elber s nad y ha ¿ UND E T der i Aufzunehmenden vollzogene Sch ußblattern Impfung oder Nach- | gehenden Prüfun Neben einer der leyteren unmaätelbar poran- Impfung, ohne welches die Aufnahme nicht stattnden kann; 4) cin von | wenigstens d L E Res glauden , haben idre Gesuche b Y [ DT v 4 e g E y f 4 è u B P Onaic dorde E i é ¿t Ar A M „h E Ansta!!, wOoTIR der Knabe bisher erzogen wurde, oder von seinem bis oder den in den folgenden Patagrabbe bet der unterzeineten Vebörde 10 a0 Privatlebrer ausgestelltes ausführliches und ganz bestimmtes Zeug zubringen j atagraphen genannien resp. Kollatoren an n1R v 61 s & ta C z L ; j T EOLe ß über seine Sitten, Anlagen und Kenntnisse. Auch dann, h. 7. Die bei der Lande#sc{ule Pforta gegründet >t cll ind j LAVN u Ft eten Stellen ind:

wenn der Knabe nicht unmittelbar von eine n & df > 0 ; uug mi einer andern Schule na Pforta | A. 40 Freiste ben : j C) f fommt, auf einer solchen aber vor längerer oder kürzerer Zeit gewésen ift | van Tae R a E e En, 69 städtischen, 5 Dom- muß das ibm bei seinem Abgange von dort ausgestellte Zeugniß a | gischen, 5 adeligen Geschlecdtsstellen und der jogeuannten Or« z gan ort ausgestellte Zeugmß mit ein ganistenstelle. B. 20 alte foststelle y é s geicdi>t werden. | 20 Extraneer Stellen S E »PY S 4 t A f N A D ls, x G Sd © P j : via N a gei Be, um Königliche Stellen noch erfordert h. 8. Königliche Stellen, welche vou d j Lee, genie Jy. V, 9, un 4. börde veraebe | M ' & Vo ex unter¡eicdneten VBe- j E i | ôrde vergebe1 ) p \ A; C. 4 Für die Aufnahme in Unter-Tertia werden im Ga diesel» | Kön rgeven werden, find un Ganzen 100. Unter diesen find 4 e o Es e 1 C nzen diesel» öônigliche Freistellen, de Mats ba Í en tenntnisse und Fertigkeiten gefordert, wie auf andern Wymnanen der | von den edem j ellen, deren Kollatur dur den Königlichen Fiékus Monarchie “a nr Klase, alfo: | abgelöst if Ii p Taae Sia berechtigten Königlich Sdcdsichen Etddten a) in der deuts<hen Spra<Me: ri 8 ese ls Pots | 4M . Tiefe sollen, laut Köntgli binets-Ordre von “Qui mdalicbi feste A ÉELA ZI Lg Ne, Sg! Lesen, eine reine, deutliche, | 1840 an solche Individuen aus len B es Ed vom 16, Zuli iu dem Grade, daß der Aufzu d an mit den Negeln der Sprache der unterzeichneten Bebörde halbjährlich d dr n iat d tee A agr i k af S p : f % S G Tui C P m}? ° 7 fre Peters Ada E T en A sei, seine Gedanken | Justiz, des Jnnern und der Finanzen fion A den Ministerien der 1h, grobe Verstôße gegen die Recht nister de 4 Finanzen ufammenzufstellende, von dem Mi {r C | Het pl er der Unter az V genbeite / Ds De Ee i: ) in dem Lat einischeu: Kenntniß der gramnmatischen Formen und | k. 9, Die dhrinen Q L Hauperege'd E fie in der lateinisben Grammatik von Zumpt enthalten | Koll tue d r u G tit I G nele zür find, (mit 6 bder Svntax ibe A ati D L | uh der unterzcicbneten Behörde gebd bere<netes E er Ns U die zzertigkeit, ein auf dieselben | Gnaden - Stellen K pre ms pri M n E E eine leichte Stelle aus bn Cor a An ins Lateinische, und mündli | Kapell-Stellen 3 Famul e As Gnaden -Stellen, 9 Fehler zu überseßen; cin Cornelius, Cásar oder Ovidius, ohne grobe | Rektor das Necht, Subjekte cas LEN, L REM Zeeriw N E G In T as e ARETCL E Vorrath von Wörtern und Be- | insgesammt Freistellen. Dazu “dpa e zusteht. Diese Stellen find gründen der Berstenst: 1 der lateinishen Prosodie und den Anfangs- | 1ährlih ein Koftgeld von 25 Ml. (21 Thlr Koststellen, für welche L : j L C Í ü j F 7, + “a in. | ir. ¿2h Sgr Nf d c) im Griechischen: fertiges, richtiges Lesen: ferti 4H | Schulkasse gezabli witd. Gesuche um diefe Stelle e: 4 L Delliniren und Konjugiren und zw ges Lesen: fertiges und richtiges | borene des Herzogtbums Sachsen gegründe Slellen, welche für Einge- ¡ug und zwar leßteres auf die ganze regelmäßige | zugsweise au Hüljsbedü gegründet find, und unter diesen vor- S Lj ürTlige und Unbegüterte, auf Grund genügender | ! t j |

unmi1tteli aren

Conjugation sowobl der er A Be b L < Gedürfttig

T er Verba Ln la) alé 1H 14 be B l

D - D - R .- a A í C40g0en, Aus dem Mein u 1 er Be ' tj

E usg Griecbische muß Î (T Aufzunebment e leite F 3ke wie û 1g ng 1 irfli eLU Cu I keit , verlieben werden , müßen bet der

unterzeihn f n B bórde unt 4 H eut ü u \ 2 , bn et n » 1 mne f , s g na der beze Ca cl t s

' an zebradt werden . N : 2 L

richtiger eobad ; : b , l L L O î l 1 v í «4 :

ins Deutsche ein leichte torischbes Stü ie fie s pw gate em S Le averícten ta der zweite Kursus des | I wegen der großen Anzahl von (Gesuchen, die nich [ D Ga bér Wes Mil dhe v j en, : | friedigt werden können, no< 20 neuf [2 NCDOY ¿ 2 BUE E BRIIEY Po Siditirialeni 2N ei aer tat Map dur A ¡ener, D der | pee geftiftet , für welche ein R e K LERE I L S T An- brandenburgisch-preußishen Geschicht D E genauere Kenntniß dexr | D ulkasse entrichtet wird. Die VPercivi S E Ey lern jährli an die D ( i e, în déeser, cine allgemeine Le e j b E , Die Percipienten dieser für Eingeborene d der Erdoberflächbe nah ihrer pbysische | ac e Kenutmß | Pro Umg Sachsen vorzugéweise - my gevorene der ) 1 en und politishen Eintheilu d | und steh : e gegründeten Stellen baben sonst alles frei eine genauere Bekanntschaft hir pu t. ug und | und stehen ganz in dem Verhältniss wagt p züglich des preußischen Ségates: der Geographie Deutschlands und. vor- “p M vas werden mit den $. 3 pi: aare rer vet i La 2a: a out e) im der Mathematik: j aa) in der Ari i | VSLDe geriquet. i E keit und Sicberbeit im Numeri Arithmetik: volle Fertig- | F. 11. reistell mah y D l eriren un ç i‘ E T A öreistellen, wovon das Patronats - Neht den S j nei «ieden Magi: de: tri in L us E e soge- | Saar Sachfen zustebt, sind A E ei, R E wie Dezimalbrüchen) einschließlich; bb) in Mm {gemeinen ädte: 1 Belgern, 1 Belzig, 1 Bittexfe Breb E E E Es | : in der Geometrie: F lig L OTE 2 TIDA, ittexfeld, 1 Brehna, 1 Brü>en, 3 D Bekanntschaft mit den in den E etrie: prafktishe | lips<, 1 Düben, 1 Ed>artsb na, 1 Brü>en, 3 De- | Elementen der ebenen Ge | | “pat artsberga, 1 Eilenburg, 1 Freiburg, 1 Gräf menden Linien, Winfeln, Figuren : Ferti eometrie vorkom- | baynchen, 1 Herzberg, 1 Jessen, 1 Kember Mei wer 0s Gras en- x ger pen , Figuren; Fertigkeit in der Angabe ihxer Einthci- | 1 L g, 1 Zessen, 1 Kemberg, 1 Kindelbrü>, 4 Langensal luna, gegenseitigen Verw L P ¡a e t YATET inthci- | audha, 1 Liebeuwerda, 1 s Z ' angen}atga, des @ineals us Pirdis oar Sectieuction LOGSen, e mers un Gebrauche | megk, 1 Osterfeld, 1 Dante G x E 6 f) in der Neligion: S elben Naum-Größen, | 1 Schwiedeberg, 1 Schweiniß, 1 Senftend ‘angerhausen, 1 Schlieben, i : Sicheres Ausweudigwissen der L | 3 Tor Ee weiniß, 1 Senftenberg, 2 Tennstedt, 1 Ü stücke des lutberis<en K i gwissen der Haupt- | 3 Torgau, 1 Uebigau, 1 Wah id, 3 Weißenf frent, 2 AIa Ie 7 1 tecbism us Kenntn d a j « e ga! / Ba renbrüd, 3 Weißenfels e J y 2 91 beweisfstellen e d 4 ( : á 18 er Hau pt- berg 4 3ahna 1 R r j , eentee, 5 Wittens + ristlichen Religionsleh d Bekannts J Jayna, 1 Zôrbig, 9 Zeiß. biblischen Geschichte und d | e R S Pas Ee Wer eine solche Stelle n | er Vedeutung der <hristlichen Fefi ; olche Stelle nahsuchen will, hat sein Ges Anmerkung. J y ns en Feste. bringung der oben $. 3 j D esu, unter Bei- , g. Zn Betreff d , | R en $. 3 gedachten Zeu L v M ba BEL a L E Mae matte ciA Se Maine ies Er Pud | FutDDe einzureichen ; 6 U A Miezel is cusdr0lices Geseh - daß namentli wenn sie weiter en : : e ertretern, | der Eingeborene der Stadt v i i es Gele. da sie ihre Söhne oder Pilegebef nen, gend anzuempfehlen, daß | güterten, der Geschi>ktere vor de : gen, der Arme vor dem Be- Öb legebefoblenen bei einem benachb G A | gu / eshi>tere vor dem weniger Geschi>kten den V ciner vorläufigen Prüfun A achbarten Gymnafium | Die Stadtbehörden haben s i ten den Vorzug hat. gen Prüfung unterwerfen lassen, um auf diese Art zu einem | selben bei dem indie Provinjial-Schul-Koll na Va, : F Kollegium nachzusuchen,

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von welchem sodann au das Erforderliche wegen der Aufnahme ver-

ügá wird. O Sowohl diese wie die in den folgenden Paragraphen aufgeführten reistellen werden den Percipienten fûr ihre ganze Schulzeit S 31), nicht úr cinen willfürlihen Zeitraum, ertbheilki, Auch dürfen die elben, ohne ¡je bei uns nachgesuchte und gewährte Genebwigung, niemals ein halbes Jahx oder noch, länger zu Gunsten einzelner Judividuen unbesept gelassen werden. Jn jedem Falle, wo gegen diese Anoxdnung gefehlt wird, fállt das Besezungsreht einer solchen offenen. Stadt- oder Patronatsstelle der unterzeihneten Bebörde auf die nächsten ses Jahre anheim.

12, Das Domstift zu Naumburg vergiebt 9 Freistellen, und zwar 1 die Ritterschaft, 2 das Domlapitel, 2 die Herrenfreiheit. Daß Eingeborene den Auswärtigen, Bedünstige bei gleicher Qualification den Wohlhabenden vorangehen, i auch bei der Collation dieser Stellen ge- seplich, wie denn übexbaupt die oben $. I und 11 beschriebene Modalität auch bier stattfindet. Z á i

Ç. 13. Adelige Geschlechtsstellen stehen zu: 2 den Grafen von Mar- schall, 2 den von Wolffersdorf, 1 dem Besißer des Nitterguts Groß- fmebleu, und sind ursprünglich für Söhne diejer Familien gestiftet, fie fônnen aber auch anderen qualifizirten Knaben von den Kollatoren ertheilt werden. l 44, Vie erst- später gegründete Organisten-Stelle, deren jedes- maliger Percipieut unter Uufsicht und Leitung des Musikdirektors 1n der Kirche und im Vetsaale die Orgel zu spielen verpflihtet ist, wird von dom Nektor beseßt.

Exspektanzen auf alle vorgenannten Stellen werden nicht ertheilt, son» dern die Collation findet erst einige Monate vor dex zu Ostern und Michaelis eintretenden Erledigung statt. Vergl. G. 10,

C. 15. Die Zahl der Extraneer- >tellen, die als außerordent- lie anzusehen sind, ui auf 20 festgesetzt, unt darf nur mit ausdrü>licher (Henebm!gung des Königlichen Provinzial-Schul-Kollegiums úberschritten werden. Unter den Extraneern werden solche Schüler verstauden, die nur den Unterricht in der Unstalt frei baben, und für Wohnung und Ber- pfleguyg bei cinem Lebrer, nah einem mit demselben zu treffenden Privat- | Ublommcun, bezablen. (Jn der Regel wurden bisber 250 Thlr. jöhrlich |

dafür entrichtet.) Uebrigens stehen sie in Ansehung der Schulzucht den Wumnen gleich, und müssen fic obne Ausnabme allen Gesezen und An- ordnungen der Schule unterwerfen. Wegen Aufnahme eines Extraneers muß die Genehmigung der unterzcichneten Behörde entweder durch die Angebdrigen selbst oder durh denjenigen Lebrer, zu dem der (nabe in Kost fommen soll, eingebolt werden; auch sind dem Gesnche die F. 3 vor- geschriebenen Atteste beizufügen. Nur die dreizehn ordentlichen Lehrer sind berechtigt, junge Leute als Extraneer in Cost zu nehmen, Als Extra- neer fônnen auch Ausländer aufgenommen werden.

C. 16. Me Aufnahme findet in zwei Haupt-Terminen des Jahres, im Frühjahre, Donnerstags und Freitags nach dem Osterfeste, und im Herbste am exsten Montage und Dienstage 1m ODkiober statt, Für den Fall, daß unabwendbare Hindernisse, wie Krankheiten u. dergk, es einem odex dem anderen unmöglich machen, sich zux Zeit der Haupt- Termine cinzustellen, sollen, wenn es nôthig ist, no< zwei Neben - Termine zur Aufnahme und zwar dex Montag nach Jubilate und dex vierte Mon- tag im Oktober abgegeben werdon. Es müssen aber diejenigen, welche sich an den hier genannten Neben - Terminen aufnehmen lassen wollen, dur Zeugnisse die wo mdglih noch vor den Haupt-Terminen, jeden- falls aber thunlichst bald an den Rektor cimusenden sind, hinlänglich besceinigen, daß sie zur Zeit dex Haupt - Termine, durch unbermeidliche Ursachen verbindert, mt eintreffen fonnten. Wenn der Bewerber in dem Termin sih nicht einfindei, auch dexr Rektor eine Anzeige über die Gründe davon nit erbält, wird angenommen werden, der Betbeiuigte verzichte auf die Stelle, und über dieselbe anderweu1g verfügt werden.

C, 17, Da. in dex Negel einzelne Stellen dur Abgang so kurz vor den Aufnahme - Terminen zur Erledigung fommen, daß 1hre neue Verle1- hung vorher nicht mehr möglich ist, da ferner andere Stellen häufig wegen Unreife derer, welchen fie verliehen worden, unbesegt bleiben, da endlich auch nicht selten in der Besepung der nicht Königlichen Stellen eine Ver- zögerung eintritt, welche die Aufnabme an dem nächsten Termine unmÖdg lich macht: so wird von uns dem Rektor vor der Aufnahme ummer ene angemessene Anzahl solcher @naben betreicnet werden, welche für eine Königliche Stelle ($. 8, 9, 10) bestimmt sind, obne daß ihnen zur Zeit eine solche verlichen werden konnte, mt dem Auftrage, dieselben zur Prüfung zu laden und so biele derselben, als no< in Folge der Eingangs des Paragraphen angegebenen Umstände Stellen offen werden, aufiuunebmen. Es versteht sich hiernacd, Faß diejenigen, welche un diejer

Weise geladen werden, auch daun, wenn sie reif sind, nicht mit boller |

Sicherheit auf die Aufnahme renen fönnen.

Die näbere Bestimmung der Stelle, 1n welche die hieruah Aufgenom meuen zunächst eintreten, geschieht auf den Bericht des Nektors durch das unterzeichnete Provinzial-Schul-Kollegium , und es werden dabei vorfom mendon Falls auch diejenigen nicht Königlichen Stellen für das nächste Halbjahr mit verliehen, deren Verleihung durch die betreffenden Kollatur Behörden nicht bis spätestens 8 Tage vor dem Aufnahme-Termine gesche hen und bei uns angezeigt ist. i

F. 18, Die bet dex Aufnahme seit den ältesten Zeiten üblichen Ge bübren besteben in 10 Thlr. 20 Sgr., einem Eintrittsgeschenk an die Kasse der Schulbibliothek (als Minimum 1 Thlr.) und 5 Sgr. für den Aufwär- ter. Sonst findet bei der Aufnadme feine andere Ausgabe statt; nament lich darf demjenigen Obern unter den Schülern, dem der Neuaufkommende zu nácbster Aufsicht und Nachhülfe in den Elementen übergeben wird, kein Geschenk gemacht werden, indem der Obere, wenn er ein solches annimmt, darüber zur Verantwortung gezogen wird.

Die Gebühren, die jeder zu entrichten hat, der zu der geseßlichen Zeit die Schule verläßt, oder früher von ihr abgeht, oder auch entfernt werden muß, betragen 10 Thlr. 12 Sgr. 0 Pf. und füx deu Aufwärter 5 Sgr. Die Gebühren bei der Aufnahme und dem Abgange werden durch

den Tutor an das Schul-Reutamlt abgeführt.

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F, 19: Die jährlichen Ausgaben, welche sih bestimmen lassen, sind:

a) 6, 8, 10, 12 ober 14 Thlr. Beitrag zur Schulfasse. Jeder Vater

und Vormund hat sich soglei<h bei dex Ausnahme seines Sohnes oder Psiegebetohlenen gegen den Nekior zu erklären, welchen von jenen fünferlei eiträgen er na< Maßgabe jeiuer Vermdgensumstände entrichten will.

| Ganz Unbemittelten fann der Beitrag zur Schulkasse, auf Grund des bei-

zubringenden Bedürftigkeits- Attestes, gleich bei ihrem Eintritt vom Nektor erlassen werden; Extraneer dagegen zablen immer 14 Thir. Die ablung selbst geschicht dur die Tutaxen ($. 4b) an das Schul-Nentamt in bier- On Raten, die auc bei dem noch nit vollendeten oder erst an» gefangenen Vierteljahre odér au< in ¡Fällen längerer Abwesenheit eines Köglings zu entrichten find. Diese Anordnung findet auc ihre Auwen- dung auf die unter b, und c. aufgeführten Ld,

b) 6 Thlr. dem Waschmanne für das Reinigen der gewöhnlichen Wäsche. Es ist jedoh gestattet, bei den Eltern und Angehörigen wascheu zu lassen. i

c) 3 bis 4 Thlr. für Wichsen der Schuhe und Stiefeln ;

d) 2 bis 3 Thlr. ungefähr zur Bestreitung fleiner Unkosten, Schei- bengeld, Sömmerung der Betten, Kegelgeld 2c :

Unmerkung, Jn Anschung des Taschengeldes ist es ganz der Be- stimmung dex Eltern und Vormünder überlassen, ob sie es und wie viel fie bewilligen wollen. Uls Maximum ist aber 7 Sgr. 6 Pf. wöchentlich festgestellt, das au bei Extraneern nicht überschritten werden darf. :

Für Privat - Zeichenstunden wird, wenn 5 Schüler zusammentreten, fur 2 Stunden wöchentlich 1 Thlr. vierteljährlih bezahlt. Extraneer zah len das Doppelte. Für Klavierstunden zahit der Alumnus vierteljährli für je eine wöchentliwe Stunde < Thlr., der Extraneer 3 Thlr.

j Jn neueren romanischen Sprachen, mit Ausnahme der franzöfischen, so wie im Klavierspiel und 1n anderer Znstrumentalmufik wird nur pri- vatim, in dex französischen Sprache aber, un Singen, Schönschreiben, Zeichnen und in der Gymnastik öffentlich und unentgeltlih Unterricht ex- theilt und zwar 10, daß sih der Unterricht in der französischen Sprache nur auf die drei oberen Klassen, im Schönschreiben auf die beiden unteren

| Klassen erstredt. Jm Bezug jedoh auf die franzöfishe Sprache findet die

Einrichtung statt, daß, wenn ein Tertianer bet semem Eintritt schon die erforderlichen Vorkenntnisse besigt, er sofort an dem ôffentlichen franzdßfi- {en Unterrichte Theil nehmen fann.

D N Die úbrigen in den vorstehenden Paragraphen nicht aufge- führten Ausgaben können nicht genau angegeben werden, und hängen von dem freien Willen der Eltern und Vormünder ab; ¿s wird indeß den- selben die größte Einfachheit und möglichste Beschränkung in dieser Bo- ziehung, besonders in Hinsicht der Kleidung, zur strengen Pflicht gemacht, und baben- dieselben sich die Schuld lediglich allein beizumessen, 1 enn ihnen bierin cin Mehraufwand zur Laft fällt,

R Verhütung alles unndthigen und zur möglichsten Ev leichterung ded nôthigen Aufwandes ift die Einrichtung getroffen, daß alles zur Bekleidung der Zöglinge gehörige Material, was in Pforta selbt angeschafft werden soll, als Tücher, Sommerzeuge, Halsbinden Täschnerarbeit, nur von bestimmten Kaufleuten und Tâschnern in Naum burg und anderswo, mit welchen die Tutoren ($. 26) fi in Verbindung geseyt haben, nach eingeholtor schriftliher Erlaubniß von Seiten der Ley teren, dur< die Schüler bezogen werden darf. Zun gleicher Absicht is ein Buchhändler verpflichtet worden, den Schülern dur Vermittelung der

| Tutoren die nôthigen Bücher und Karten zu den billigsten Preisen zu liefern, so wie auch in Pforta selbst Unftalten zur Beschaffung des erfor- dexlichen Schreibmaterials getroffen find. Endlich find auch für die Un fertigung und Ausbesserung des Bedarfs der Schüler an Kleidern, Schuh | werk, füv Buchbinderarbeit u. }. w. bewäbrte Handwerker aus der Nähe angestellt und verpflichtet, und zwar in der Regel je zwei jeder Urt, zwischen denen der Schüler zu wählen bat, damit den Uebelftänden der

Nichtkonkurrenz vorgebeugt werde.

Alle Geldzablungen für gelieferte Artikel der Bekleidung, für Bücher und Schxcibmatertal dürfen nur dur< die Hände der Tutoren an die Kaufleute, Lieferanten und Handwerker geben. Eltern oder Vormünder, welche Zöglinge der Anstalt mit Geld zum cigenmächtigen Ankaufe von Kleidern, Büchern und dergleichen verjeben, baben sih allein die Unany- nebmlichkeiten zuzuschreiben, die für idre Söhne oder Pflegebefohlenen daraus bervorgehen fönnen. Dagegen bleibt es Eltern oder Vormünder

unbenommen, und wird selbst dringend einpfohlen, ibre Kinder und Pfleg-

linge während der ¡zerien mit neuen Gleidungsstüden auszustatten, oder ibnen au nach Pforta selbst Tuch, Sommerzeug und dergleichen sowohl verarbeitet, wie unberarbeitet zu übersenden. :

Le Gef, E REN aufzunebmende Zögling muß, außer doppelter Kleidung und doppeltem Schuhwerke, mitbringen: A) eme Matratze nebft Keillisjen und ciner wollenen oder wattirten De>e. Die Matrape darf nicht über 5 Fuß 6 Zoll lang und nit über 2 Fuß 4 Zoll breit sein; auch Ut daxauf Nüdsicht zu nehmen, daß fie niht von übermäßiger Stärke sei damit der Transport von einem Schlafkaale zum andern obne besondere Beschwerde stattfinden könne. Wer seinem Sohne oder Pflegebefohlenen feine Matraße mitgiebt, muß es si) gcfallen lassen, daß eine solche auf Kosten des Neuangekommenen fofort bon dem betreffenden Tutor oder von der Hausverwaltung der Schule angeschafft werde. Federbetten find ün Sommer nicht gestattet; nur für den Winter foll der Gebrauch einer leichten Federde>e vergönnt sein, statt welcher indeß bei denen, die daran nicht gewöhnt sind, auch ene zweue wollene Dede dieuen fann: b} dop pelte Bettitücher und doppelte Ueberzüge; ec) 6 Hemden; d) {) Raa! Strümpfe; e) 4 Servietten : f) 4 Handtücher, g) Schreibzeug;z h) ! Sa or Mit vorstehend angegebenen Effeften foll jeder neuaufzunebmende I ôglina vollständig verschen sein. Ein Mehreres von Kleidung und Wäsche mit

| zubringen, ist Einzelnen nicht verwehrt, Dagegen ist das Mitbringen von | Degen, Nappieren, Schicßgewehr, Feuerzeug, Sporen, Kommoden unk | größeren musifalijchen Znstrumenten verboten. i

h. 23, An Büchern für den Schulunterxricht in den untersten Klasen werden erfordert: 1) eine deutsche Bibel, 2) das neue Dresdner Gesang buch, nebst dem dazu gehörigen Anhange: Sammlung geistliher Lieder