1858 / 178 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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zu legen. Doch lasse fih dessen sofortige Ausführung nit erwar ten. Lord Stratford de Redcliffe bob hervor, daß es wün- scdenswertb set, eben sowobl eine Telegraphen - Verbindung über das Rotde Meer, wie über den persishen Meerbusen zu baben. Lord Stanley von Alderley meinte, man werde wobl daran tbun, wenn die Legung des trangatlantishen Telegraphen abermals ver; unglü>de und der „Agamemnon“ bei seiner Rü>kebr no< eine binläng licde Quantität Kabeltau an Bord babe, dieses Schiff sofort abzusenden, um einen unterseeishen Telegraphen zwishen Malta und Alexandrien zu legen. Es wird bierauf mitgetbeilt, daß das Haus der Gemeinen nicht mebr auf seinem Widerstande gegen die Amendements der Lords zur endiscben Vill verbarre, jedo< deren Amendements zur Ebegeseßz-Bill mißbillige. Das Haus beschloß bierauf, seine Amendements zu der lekt- erwäbdnten Maßregel fallen zu lassen.

Jn der Unterbaus - Sigung gab als Untwort auf eine Frage Lilfon's in Bezug auf die Telegrapben - Verbindung mit Zndien israeli âbnlice Erflärungen ab, wie der Earl von Donougbmore im

Oberbaujfe. j Frage Vernon Smitb's erwidernd, fagte Lord tanley as die Stärke der europäischen Streitkräfte in Judien be- ese, fo detrage, den lezten Berichten zufolge, die Zabl der Königlichen

Truppen, mit Einschluß von 7000 Kranken und von 11,000 unterwegs be findlichen Soldaten, 78,000 Mann. Ziebe man diese 7000 und 11,000 ab, fo erbalte man 60,000 Mann als den Bestand der kamvf- fäbigen Königlichen Truppen in ZJndien. Vie adl der Euro päâer in Dienften der Compagnie sei 15,800. Dieses mache also im Ganzen, die Franken abgere<net, 86,000 bis 87,000 Mann europäiscer Truppen. Er balte es für zwe>mäßig, daß den Vewobnern Hindostans die Uebertragung der Negierung8gewalt in feierlider Weise berkündigt werde. Die Stellung der Regierung zu der Neligion der Eingeborenen anlangend, verliest er eine Stelle aus einer von Lord Ellenborough nah Indien ge sandten Depesche, in welcber gesagt wird, die Regierung müsse in Bezug auf die Religion eine strenge Neutralität beobachten. Er für seine Person tbeile diese Anficht vollklommen. Bei Gelegenheit der feierlichen Verkün digung vom Erlöschen der Regierung8gewalt der oftindischen Compagnie werde man also den Eingeborenen die Verficherung zu ertbeilen baben, daß der Wecbsel der Regierungs8gewalt keinerlei ftdrende Einmischung in die religiösen Anfichten und Bräuche der Landesbewobner zur Folge baben werde. Spooner findet den in Bezug auf die Neligion gebrauchten Ausdru> „ftrenge Neutralität“ anstößig und unklar. Noebu> bebt no- mals dervor, wie gefäbrlih Vekebrungsversuche seien, die von Personen iu amtlicher Stellumg ausgingen. Es werden hierauf die Motive in Er wägung gezogen, dur< welche die Lords ibr Festbalten an ibren Amende- ments zur 1ndi\<en Bill begründen. Nach längerer Debatte bescbließt das aus der Gemeinen, fi< mit den Amendements des Oberbauses ein- berstanden zu erflären.

Frankrei. Paris, 30. Juli. Der Unterrichts- und Kultus - Minister ricbtet folgenden Vortrag an den Kaiser: „Ew. Méeajeftät bescbäftigte sid bäufig mit jener so zablreihen Klasse der Pfarr-Geiftlichkeit, welche unter dem bescheidenen Namen von Desser- vant (Cooperator) der Religion und dem Lande tägli die wich- tigsten Dienste leistet. 1849 konnte man na< dem Alter eine Be soldungs - Erböbung berftellen, welbe es mögli macbte, die drin gendften Bedürfnisse zu erleihtern. Aber dur diese woblwollende Maßregel wurde die Lage der Geistlichen unter 50 Zabren, wel<e bei einer Besoldung von 850 Fr. blieben, nit verbessert. Und den- no< sollte man nit vergessen, daß in den meisten Landgemeinden die fog. fasuellen Einnabmen faft null sind, und daß die Pastoren dieser fleinen Pfarreien, um das Elend erleictern zu können, welches an ibre Thür klopft, den Zebnten der Armen von ibrem geringen Cinfommen nehmen müssen. Sie bätten gewünscht, Sire, con jeßt dem gesammten Klerus ein genügendes Ausfommen fibern zu fön- nen, aber die Zabl selbs der zu gering besoldeten Geiftlichen, die Laften des Budgets, äußerst dringende Bedürfnisse zwangen Ew. Majestät zu Jhrem lebhaften Bedauern, die Verwirklichung eines Jhrer theuerften Wünsche no< binauszuschieben. In der Unmöglichkeit, schon. jeßt für alle Desservants das zu tbun, was Jbre großmüthigen Gefinnungen forderten, wollten Sie wenigstens das Jnteresse bezeugen, welbes Sie für diese würdigen Geistlichen empfinden. Der geseßgebende Körper trat diesem Gedanken bereit: willigt bei, und eine Summe von 856,400 Fr. wurde auf das Budget von 1859 eingeschrieben, um die Besoldung der Desservants, welcbe no< ni<t 50 Zahre alt find, auf O0 Fr. zu erböben. Um die Verwendung dieses Kredits zu reguliren, babe ic die Ehre, folgendes Dekret zu unterbreiten.“ (Folgt das Dekret, wonach die Besoldung der Desservants, welde dur< Dekret vom 11. Prairial Jahr 12 auf 500 Fr. feftgeseßt war und sodann succesfive auf 600 (1816), 700 (1817), 750 (1818), 800 (1830), 850 (1849) vermehrt wurde, auf 9900 Fr. erhöht wird.)

31. Juli. Der „Moniteur“ bringt an der Spitze seincs nichtamtlihen Theiles folgenden Artikel : „Die Regierung des Kaisers und Jhre britishe Majestät baben si mit der Pforte in Betreff der Maßregeln verständigt die zu ergreifen find, um eine Genugthuung zu erlangen, welche die Frevel in Dscheddab er: beischen. _Das Betregen der ottomanischen Behörden am Abend des 15. Zuni wird der Gegenstand einer strengen Untersuchung sein ; alle <duldigen, welches Ranges fie sein mögen, werden die verdiente Strafe erleiden, Entschädigungen, zu leiften von der Stadt, deren Bewohner Theilnehmer an diesem absceulihen Er- | eignisse gewesen find, allen denen bewilligt werden, welche |

an Leib oder Gut zu leiden hatten Ein unmittelbar vom Sultan ausgegangener Befehl, mit seiner Unterschrift versehen, ift an den General-Gouverneur von Yemen gerichtet und scbreibt ibm vor, die Schuldigen aufzusuhen und auf der Stelle zu beftrafen, ohne Berufung auf Konstantinopel. Dieser Fermar wird von einem General überbracht, der selb mit außergewöhnlihen Voll maten ausgerüftet ift. Französische und englische Nommissare wer- den nah Dscheddah geshi>t werden, um in Uebereinstimmung mit der Pforte darüber zu wachen, daß alle Maßregeln, die zwischen der ottomanishen Regierung und den Höfen von Paris und Lon- don vereinbart find, vollständig zur Ausfübrung kommen. Man fann daber versicbert sein, daß die Genugthuung eine solche sein wird, wie fle das Völkerrecht, die Civilisation und die Humanität nah so beflagenswerthen Unbilden erheischen. Die Dampffkorvette „Ducbayla“ geht von Toulon ab, um sid na< Dscheddah zu be- geben, um in Uebereinstimmung mit den NKrieg8s<iffen JZhrer bri tischen Majestät den Kommissaren und eben o dem Beauftragten der ottomanishen Regierung Beistand zu leisten, Se. Majestät der Sultan, den Schritten der Botschafter zuborkommend, hat fi beeilt, ibnen die Betrübniß zu bezeugen, die er persönlich über die Ereignisse in Dscheddab empfindet, und Mabmud Pascha, der ad interim mt dem Ministerium des Auswärtigen beauftragt if, drüt fih, indem er die ersten Maßregeln der türkischen Regierung ankündigt, folgendermaßen aus:

„Hohe Pforte, 17. Juli 1858 „Mein Herr Botschafter! /

T «Mit tiefem Bedauern bat die Negierung von dem verrätberiscen Treubruche gebört, der gegen die Konsuln und die Konsulate von jFFrank- rei und England begangen worden ift, so wie von der Ermordung einer Zabl Personen, die keine Muselmänner sind. Die bobe Pforte wollte feinen Augenbli> verlieren, um die Elenden, welche diesen Verrath began: gen und diese treulosen Pläne gegen die Agenten dieser beiden boben Mächte ins Werk geseßt und so viele Menschen niedergemekelt baben, mit einer furchtbaren Strafe zu treffen, und Se. Majestät hat so eben einen erman erlassen, der den General-Gouverneur von Dscdeddab ermächtigt, eine Untersuchung anzustellen, die Urbeber dieses Aufstandes, die Auf- rübrer, welche ibr Verbrechen eingestanden baben, und die, deren Eculd erkannt ist, derbaften und auf der Stelle binrihten zu lassen. Der General - Lieutenant Jsmail Pascha ift beauftragt, diesen fkaiser lichen Befebl so scnell wie mdgli< na<h Dscbeddah zu Überbrin gen und dessen {nelle Ausfübrung in Uebereinstimmung mit dem Ge neral-Gouverneur zu fichern. zu gleicher Zeit ift ein Staats-Dampfschiff diesem General zur Verfügung gestellt; es wird ibn morgen an Vord nebmen und seinem Bestimmungsorte zufübren. Obgleich es ni<t durchaus nôtbig ist, hat ein Jrade als Vorfichtämaßregel angeordnet daß neue 2ruppen, sowobl aus der Hauptstadt als aus Aegypten, abgesandt werden Zudem ih Sie, mein Herr Botschafter, von den \bleunigen Maßregeln in Kenntniß jeze, welche die Regierung sogleich ergriffen hat, bin i< dur einen Befebl Sr. Majestät beauftragt, Ew. Excellenz die tiefe Mißbilligung und das \{merzli<e Bedauern auszudrü>en, welches die beklagenswerthen Ereignisse er. Majestät verursachen. Zch ergreife die Gelegenheit «. Mahmud Hedim.* L Der „Moniteur“ bringt ferner einen Bericht des Minißers für Algerien und die Kolonieen (er if unterzeihnet: „Der Prinz, beauftragt mit dem Ministerium Algeriens und der Kolonieen, Napoleon [ Zerome]“), worin die Regelung der Verbältnisse zwischen dem neuen Minifteruum und denen der Miinifterien des Krieges und der Marine auseinandergeseßzt i. Der General Gouverneur wird auf den Vorschlag des Prinzen-WMinifters ernannt werden und nur mit diesem korrespondiren, ausgenommen in rein militairis{hen Angelegenheiten. Das amtliche Blatt bringt ferner ein faiserlies Vekret, wodurch die ganze Rechtspflege in Algerien unter gewissen Beschränkungen dem Ministerium des Prinzen zugewiesen wird.

_ Spanien. Madrid, 30. Juli. JZhre Majestäten find im besten Wohlsein in Gijon augefommen. Man wirbt für die na< Meriko zu sendenden Truppen.

_ Italien. Turin, 30. Juli. Aus Neapel wird gemeldet daß die Todesstrafe gegen Nicotera und Genossen nicht voll- zogen, sondern in lebenslänglihe Zuchthausstrafe verwandelt wer den soll, Ein angebli< WMuratiftischer Agent Foret wurde ver haftet. |

Amerika. New - York, 17. Zuli. Naghritdten aus Mexiko zufolge find die Truppen der constitutionellen Partei von Zuloaga gesblagen worden, General Ossolo ift gestorben.

Z Ein bier aus der Havannah angefommener Dampfer hat die Nathridt von dem in Mexiko erfolgten Ausbruch einer Revolution gebraht. Die Haupt-Anftifter derselben waren verhaftet und Ge neral Yanez war zum Oberbefehlshaber ernannt worden. Miramon batte den der constitutionellen Partei angehörigen Degollado ge \{lagen und die Stadt Guadalajara wieder eingenommen. | L Am 22, Juni hat nah der neuen Constitution die Republik Acu-Gran ada aufgebört zu existiren und tritt an dessen Stelle die Granada Confederation, bestehend aus den Staaten Antequia, Bolivar, Boyaca, Canea, Cundinamarca, Magdalena Panama und Santander, ins Leben. i

Asien. Yeb, der in der lezten Zeit ganz vergessen worden ivar, hatte sib, wie der „Friend of China“ mittbeilt, zuleßt an seine europâishe Umgebung so sebr gewöhnt, daß er den In- slerible“, den er mit unverboblenem Widerwillen betreten hatte, nut

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ungern verließ. Er hatte fi< den Offizieren, namentli<h dem Schiffsarzte, Dr. Cotten, allmälig sehr angeschlossen, und seine Fortschritte im Sn en waren bemerkenswerth. Zum Glú> für die Kasse der englishen Regierung war, er mit guten Kreditbriefen ausgerüstet, von Canton abgefahren, so daß er mit Geld überreih

versehen ift

Statiftishe Mittheilungen.

Die amtliche Ueberficht der im Regierungs-Bezirke Stral sund bei Beginn des Jahres 1858 vorbandenen Schank - Anlagen aller Art ergiebt folgende Zablen, welche wir mit denen des Vorjahres in Vergleich stellen Es betrug am 1. Zanuar 1858 die Gesammtzahl : a) der Kleinbandlungen mit Getränken 270, 26 weniger als zu derselben Zeit des Vorjahres; b) der Gastwirtbschaften 289, 21 mehr als zu derselden Zeit des Vorjahres; e) der Schank - und solcher An- lagen, in welchen überbaupt zubereitete Speisen und Getränke zum Genusse auf der Stelle verkauft werden, 267, 14 weniger als zu der- selben Zeit des Vorjahres, d) aller zu a. bis c. borftebend be zeichneten Anlagen #26, gegen 845 am 1. Januar 1857, Mithin waren am 1. Januar 1858 19 Anlagen weniger als zu derselben Zei des Vorjahres vorhanden. Vei Annahme der Bebdbölkerungszabl auf 173,893 Seelen des Negierungsbezirks kommt am 1. Zanuar 18958 durchschnittlich eine Klein- bandlung mit Getränken auf 644, eine Gasftwirtbhschaft auf 602, eine Schank. und solhe Anlage, in welehen überhaupt zubereitete Speisen und Getränke auf der Stelle verkauft werden, auf 651, und von der Gesammtzabl aller der vorbezeihneten Anlagen durhs<nittli< eine auf ¿11 Seelen. (Pr. C.)

Ueber den Zustand der Sparkasse in Trier, der einzigen im be- treffenden Negierungsbezirk, geben folgende aus amtlichen Berichten entnom mene Mittheilungen näberen Aufschluß. Die Sparkasse wurde am 1, Jannar 1836 errichtet Das Minimum der Einlagen if 15 Sgr., das Maximum 100 Thlr. Un Zinsen gewährt die Sparkasse den Einzahlern 3 pCt. und erbált von den außsgeltehenen Kapitalien dur<s{<nittli< 3 pCt Am Schlusse des Zahres 1856 war cin Bestand von 59,505 Tblrn. 13 Sgr. 9 Pf. vorhanden. Während des Zahres 1857 find zu diesem Betrage binzugetreten : a) durch neue Einlagen 21,067 Tblr. 18 Sgr. 6 Pf., b) dur< Zuschreibung bon Zinsen 1699 Thlr. 12 Sgr. 7 Pf. Im Jabre 1857 betrugen die Ausgaben der Sparkasse für zurü>genommene Einlagen 21,212 Thlr. 17 Sgr. 5 Pf., und es verblieb am Schlusse des Jahres 1857 an Einlagen ein Bestand von 61,059 Tblr. 27 Sgr. 5 Pf., so daß fih der Bestand gegen den AbiGluß des Zabres- 1856 um 1554 Tblr. 13 Sgr. 8 Pf. vermehrt bat. Der Vestand des Neservefonds beträgt 2400 Tblr. Von diesem Vermögen der Sparkasse find zinsbar angelegt 375 Tblr. in Hypotheken auf städtishe Grundstü>ke, 14,500 Tblr. gegen Faustpfand, 45,525 Tblr. bei dffentlihen Znftituten und Corporationen und bei Bankhäusern, zusammen 60,400 Thlr. Die Zabl der im- Umlaufe befindlichen Sparkassen - Quittungsbücher betrug: bis zur Einlage von 20 Tblrn. 172 Etü>, desgleichen bon 20 bis 50 Thlr. 301 Stü>, desgleichen bon 50 bis 100 Thlrn. 504 Stü>, desgleichen von 100 bis 200 Thlrn. fein Stü>, desgleichen von 200 Tblrn. und darüber 2 Stü>, in Summa = 982 Gtüd. (Pr. C.)

Nach der amtlichen Nachweisung der in den Häfen des preußi schen Staates im Zabre 1857 ein- und ausgegangenen Seeschiffe, ein scbließlih der Dampfschifffahrt, jedo auss<ließli< der zum Küstenverfebr verwendeten Fahrzeuge, find im gedachten Zabre 1857 eingelaufen: bom Auslande 6573 Schiffe von 656,667 Last (4178 Schiffe mit 458,959 Laft in Ladung, 2345 Schiffe mit 198,108 Last in Ballast), aus preußischen Häfen 19,0 Schiffe von 135,644 Laft (1303 von 53,187 Last in Ladung, 657 von 82,457 Last in Ballast), zusammen 8533 Schiffe von 792,311 Last (gegen 7582 von 668,874 Last im Vorjahre), davon 5481 von 911,746 Last in Ladung gegen 5588 Schiffe von 477,948 Last im Vorjahre, 3052 von 280,565 Laft in Ballaft gegen 1994 Schiffe von 190,925 Laft im Vorjabre. Unter den bom Auslande eingekommenen Schiffen waren 4304 von 377,090 Last fremder Flagge, 2269 von 279,577 preußischer (Flagge, unter den aus preußishen Häfen eingekommenen 255 Schiffe von 34 416 Last fremder Flagge, 1705 von 101,228 Last preußischer Flagge, bon den überbaupt eingelaufenen also 4559 Schiffe von 411,506 Last fremder, 3974 Schiffe von 380,805 preußisber Flagge. Unter den ersteren waren 1058 dänischer, 236 me>lenburgischer, 66 banseatisher, 23 russi- scher, 237 s{hwedisher, 380 norwegischer, 1507 britischer, 342 banndver- scher, 47 oldenburgisher, 630 niederländischer, 2 belgischer, 25 französi \cher, 3 neapolitanisher, 3 nordamerifanisher Flagge. 4

Man schreibt aus Danzig vom 15. d. M. über den Stand des Rhederei-Vetriebes und des Holzbandels: „Sowohl die Holz frachten, als namentlih die Getreidefrachten sind in den Monaten Mai und Juni d. J. entschieden gefallen. Ursache davon find die vielen hier eingehenden Dampfschiffe fremder Flagge, welche aus Mangel an ander- weitiger Ladung eben so billige, ja ôfter noch billigere Frachten anneh men, als Segelschiffe. So batte in einem Fall ein Dampfer von 300 Last eine Ladung Weizen auf Sunderland mit 1 Sh. 4 P. pro Quarter, also etwa 45 Tblr. pro Laft, angenommen, wäbrend in Folge des seichten Wasserstandes in der Weichsel für die Last von Wloczlowe> nah Danzig der vierfahe Say und noch mehr bewillig wurde. Ueberbaupt benach- theiligt der seit langen Jabren nicht in gleidem Grade niedrige Wasser- stand das Geschäft mit Polen im bdhsten Grade und entzieht, beim Mangel eines Scbienenweges, dein biefigen Play fast sämmtliche Ordres auf solhe werthvollere Waaren, die eine Vabnfracht ganz gut tragen

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würden. Trop der niedrigen Frachten bleibt der Holzhandel verhältniß máßig träge. Stromwärts ein gingen in den beiden Monaten Mai und Zuni 35,432 Stú> fichtene Balken und Mauerlatten, 12,070 Stú> Rund- bôlzer, 11,582 Stü> desgl. Eleepers, 12,000 Stü> eichene Planken, 5705 eihene Balken und Krummhölzer. Seewärts verschifft wurden 49 300 Stück fichtene Balken, 3141 Stü> desgleichen Mauerlatten, 3112 Stü> Masten und Spieren, 131,352 Sleepers, 110,589 Dielen, 5290 eichene Balken und Krummhbödljer, 35,992 desgl Planfen , 3865 Scho> Stäbe, 879 Faden fichten Splittbolz, 1106 Scho> fichtene Schiffänägel.

Jm flensburger Hafen sind während des verflossenen Jabres 1857 31 Scbiffe preußis<er „Flagge von zusammen 1423 Last und 121 Mann Besazung eingegangen. Dieselben kamen sämmtli aus preußischen Ostseebâfen mit Holz oder ZFeldfrüchten befrachtet und gingen mit Ballaft na dergleichen Häfen zurü>. Ueberhaupt aus preußischen Häfen find im gedachten Jahre eingegangen 89 Schiffe von 3752 Last gegen 103 9490 Last im Vorjabre, na< preußishen Häfen ausgelaufen 6) > hiffe von 4208 Laft gegen 101 von 5933 Last im V rjahrií (Pr. C

Gewerbe- und Handelsnachrichten

Cöln, 29. Juli. Jn der Wagen tâtte zu Dortnund wurde am 3. Zuni d. J. beim Abziehen der Räder an einer Wagenachse ein kleiner Querbruch im Nabentheil entde>t. Der Querbruch t eine Länge von 1‘ 4‘ und beträgt seine größte Tiefe 4“ e Ÿ e ift fris< und von föôrnig dichtem Gefüge. Die Achse LRatent - Bündel Achse, vom Hörder Vergwerks- untd Zütten-Verein November 1852 im Betriebe und hatte überbaupt 12,102 Meilen lezten Ne- vifion indeß erft 79% Meilen durcblaufen

Leipzig, 1. Juli. Leipzig-Dresdener 263 Br. Löbau-Zittauer Litt. A. 57 Br.; do. Litt. B. 44 Br. Magdeburger-Leipziger I. Emission 246; G.; doe. [I. Kmiss. —. Berlin - Anhalter Berlin - Stettiner —. Cöln-Mindener Thüringische 1127 G. Friedrich-Wilhelma- Nordbahn —. Altona - Kieler Anhalt-Dessauer Landesbank- Aetien $1, Gld. Braunmschweiger Bank-Actien 105, G. Weimarische Bank - Aetien 98 G. Oesterreichisehe Sprez. Metalliques 0, Br. 1854r Loose 1854er National - Aulitle 812 G Preussische

Prämien-Anleihe

Breslan, 2. August, 12 Uhr 55 Mizutez Nachnit, (Tel. Dep. des Staata-Ánreigers.) Uesterreichische Banknoter 47! B:. Freiburger Stamm-AÁctien 91% G. do. dritter Emission V0" Br. Obersehlesische Actien Liitr. A. 138% Br.; do. Littr. B. 128% Br.; do. Littr. C. 1384 Br. Oberachleaische Prioritäts - Obligationen Lit, D. %' Br.; do. Lit. E. 77 Br. Kosel - Oderberger Stamm - Actien hosel - Oder: erger Priorioritäts-Obligationen Neisse-Brieger Stamm-Aetien —.

Spiritus pro Eimer zu t) Quart bei 0 pCt. Tralles S; Thir. G. Weizen, weisser 74--92 Sgr., gelber 6S—K8f bee, Roggen 952—958 Sgr Gerste 10 —48 Sgr. Hafer 39—44 Sgr.

Die Börse war ganz geschäftslos und die Course unverändert.

A

Stettin, 2. August, 1 Ubr 30 Minuten Nachmitt. (Tel. Dep. des Staats-Anzeigers.) Weizen 61—70 bez., August - September 70%, 72 bez., September - Oktober 72 73 bez., Frühjahr 75! 6. s 46, Br., 46—46! bez., August-September 45} bez., September-Oktober 16, —4bz bez, Oktober - November 47! bez., Frühjahr 50 Br. Rüböl 15 bez. u. Br., September-Oktober 15,—'",, bez. Spiritus 18 pCt. Br. August -September 18 bez., Septeber - Oktober 173 pCt., Oktober - No-

vember 1757—% pCt. bez., Frühjahr 17{—}4 pCt. bez. ¡wz

Amuterdan, 1. Juli, Nachmittags 4 Uhr. (Wolfs Tal. Bur.) Fest aber wenig Geschäft. 7

Der Cours der 3proz. Rente aus Paris von Mittags 1; Uhr war 68.10, der des Credit mobilier 617, der der Oesterreichischen Staats- Eisenbahn 629 gemeldet.

Sechlus8-Course: Öproz. österreichische National-Anleihe 1027. IPrez Metalliques Lit. B. £61 S5proz. Metalliques 757. 27proz. Metalliques Z8 14 1proz. Spanier 27; proz. Spanier 387. 9proz. Russen

Stieglitz de 1855 1(02 Mexikanel 19%. Holländische Integrale 647.

London, 31. Juli, Nachaittazs 3 Ubr. (Wolffs Tei. Bur.) Silbe1 VLZ. : - : |

De 1 t SITICgC T hseli »LUTS aut V C Wal 10) F1I 50) K 1 H auft H amn- E E L : | I

Cousols 96; 1proz. Spamer <5 Mexikaner 2()? Sardinier 41 5proy. Ruseena 113. 4¿proz. Russen 100’.

Der erschienene Bank - Ausweis ergiebt einen Notenumlauf ver 20,409,255 Pfd. und einen Metallvorrath von 17,262,806 Pfd