1885 / 21 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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mit einer Gesammt-Betriebslänge von 31 036,67 km, na<- stehende Daten: :

Eröffnet wurden im Dezember v. J.: am 6. Dezember die Stred>e Bienenmühle—Moldau [nur für Kohlenverkehr] 13,27 km (Königlich sächsishe Staatsbahn) und am 15. De- zember die Stre>e Gebweiler—Lautenbach i. E. 6,21 km (Reichsbahnen in Elfaß-Lothringen).

Die Einnahme aus allen Verkehrszweigen war im Dezember v. J.: a. beim Vergleiche der provisoris< ermittelten Ergebnisse des laufenden Jahres mit dem Definitivum des Vorjahres: bei 2W Bahnen mit zusammen 27 648,95 km höher und bei 13 Bahnen mit zusammen 3387,72 km niedriger, als in demselben Monate des Vorjahres, und auf das Kilometer Betricbslänge bei 27 Bahnen mit zufammen 7551,70 km höher und bei 14 Bahnen mit zusammen 23 484,97 km (darunter 3 Bahnen mit vermehrter Betriebslänge) niedriger, als in demselben Monate des Vorjahres; b. beim Vergleiche der pro- visoris< ermittelten Ergebnisse des laufen- den Jahres mit den im Vorjahre ermittelten

provisorischen Angaben: bei 30 Bahnen mit zusammen”

28 801,11 km böber und bei 11 Bahnen mit zusammen 2235,56 km ntedriger, als in demselben Vonate des Vorjahres, und auf das Kilometer Betriebslänge bei 28 Bahnen mit zusammen 26 517,99 kw höher und hei 13 Bahnen mit zu- jammen 4518,68 km (darunter 3 Bahnen mit vermehrter Be- t vas geringer, als in demselben Monate des Vor- jahres. Die Einnahme aus allen Verkehrszweigen war vom 1. Fa - nuar bis Ende Dezember v. J.: a. beim Vergle1che der provisorisch ermittelten Ergebnisse des lau- fendenczFahres mit dem Definitivum des Vorjahres: bei 26 Bahnen mit zusammen 6251,43 km höher und bei 15 Bahnen mit zusammen 24 785,24 km geringer, als in dem- selben Zeitraume des Vorjahres, un? auf das Kilo- meter Betriebslänge bei 24 Bahnen mit zusammen 6133,78 km höher und bei 17 Bahnen mit zusammen 24 902,89 km (darunter 5 Bahnen mit vermehrter Betriebslänge) eringer, als in demselben Zeitraume des Vorjahres; b. beim ergleiche der provisorisch ermitteltenErgebnifse mit den im Vorjahre ermittelten provisorischen Angaben: bei 32 Bahnen mit zusammen 27 875,34 km höher und bei 9 Bahnen mit zusammen 3161,33 km ge- ringer, als in demselben Zeitraume des Vorjahres, und auf das Kilometer Betriebslänge bei 29 Bahnen mit zusam- men 6364,35 km höher und bei 12 Bahnen mit zusammen 24 672,382 km (darunter 5 Bahnen mit vermehrter Betriebs- länge) geringer, als in demselben Zeitraume des Vorjahres. Bei den unter Staatsverwaltung stehenden Privatbahnen, ausscließlich der vom Staate für eigene Rech- nung verwalteten Bahnen, betrug Ende Dezember v. J. das gesammte konzessionirte Anlagekapital 169 280 000 (54 915 000 /6 Stammaktien, 44595 000/64 Prioritäts-Stamm- aktien und 60 770 000 « Prioritäts-Obligationen) und die Län ge derjenigen Strecken, sür welche das Kapital bestimmt it, 642,82 km, fo daß auf je 1 km 249339 / entfallen. Bei den unter Privatverwaltung stehenden Privatbahnen betrug Ende Dezember, v. J. das gesammte ktonzessionirte Anlagekapital 625849129 M (311 069 650 /6« Stammaktien, 70 914100 # Prioritäts- Stammaktien und 243 865 379 4 Prioritäts-Obligationen) und die Länge derjenigen Stre>ken, für welhe dieses Kapi- es E ijt, 3300,05 km, so daß auf je 1 km 189 648 M entfallen. z

Der General-Lieutenant von Leszczynski, Com- mandeur der 11. Division, ist zur Abstattung persönlicher Meldungen aus Breslau hier eingetroffen.

S. M. Aviso „Loreley“, 3 Geschüße, Kommdt. Kapt.-Lieut. Rittmeyer, ist am 24. Januar cr. in Malta ein- getroffen.

Danzig, 23. Januar. (W. T. B.) Der westpreußische Provinzial-Landtag hat nah zweitägiger Berathung über die Regierungsvorlage, betreffend die Errichtung von Gewerbekammern, die Kommissionsvorschläge angenom- men, welche dahin lauten: der Vorlage zuzustimmen und zu den Kosten auf 3 Fahre hinaus 5000 H jäh:li< aus Pro- vinzialfonds zu bewilligen, wenn für Westpreußen nur eine Gemwerbekammer errihtet und wenn dieselbe aus 32 Mitglie- dern, und zwar 11 Landwirthen, darunter 3 Vertretern des Kleingrundbesißes, 7 Handwerkern, 7 Jndustriellen und 7 Kauf- leuten zusammengeseßt wird. Die Annahme der Komumissions- vorschläge erfolgte mit 35 gegen 20 Stimmen.

Hessen. Darmstadt, 23. Januar. (Köln. Ztg.) Die

Zweite Kammer ist zur Prüfung der Wahlen auf den 26. d. einberufen worden.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 22. Januar. (Wn. Abdp.) Der Budget - Aus\<huß des Abgeordnetenhauses war heute versammelt, um den Etat des Justiz-Ministeriums, dann die Titel „Stempel“ und „Gebühren“ des Voranschlages für das Finanz-Ministerium zu berathen.

Pest, 23. Januar. (W. T. B.) Bei der heute im Unterhause fortgeseßten Berathung des Budgets des Kultus - Ministeriums erklärten si<h der Minister- Präsident Tisza und der Kultus - Minister von Trefort entschieden gegen den Beschlußantrag des Ab- geordneten Ugron, betreffend die Autonomie der katho- lischen Kirche. Der Minister-Präsident Tisza präzisirte seinen Standpunkt in der aufgeworfenen kirchenpolitischen Frage dahin, daß die RNehte und Ueberzeugungen jeder Kirche zu achten, daß aber die Rechte des apostolishen Königs, wenn dieselben angegriffen würden, gegen jede Kirche zu vertheidigen seien. Die Frage der Autonomie könne bei den vorherrschenden widersprehenden Auffassungen noch nit legislatorish geregelt werden. Wenn in irgend einem konfessionellen Verein Jemand Prinzipien aufstelle, welhe ein anderes Mitglied derselben Konfession mißbillige, so könne Leßterer diese Prinzipien in der Presse bekämpfen; aber soglei<h legislatorishe Maß- nahmen provoziren zu wollen, halte er ni<t sür gere<tfertigt. Die Behauptung des A4 Hermann, daß der religiös-sittliche Unterricht im Gegensaß stehe zu dem positiven Wissen, wies der Minister-Präfident zurü>, indem er betonte, daß gerade das religiös-sittlihe Gefühl den Fortshritt der Menschheit be- gründet habe.

der Chicagoer Polizei gegen die exerzirenden Sozialisten nicht ein- gesc<rittex werde.

E E Eci D A X E E E d Pr E

Präsidenten Jules Ferry gehaltenen Ministerraths füllten die Erklärungen des Kriegs-Ministers Lewal übcr sein Rekrutirungssystem für die Armee aus. Der Minister soll morgen mit dem Heeresausschuß der Deputirten- kammer eine Unterredung betr: fs des zur zweiten Lesung gelangenden Rekrutirungsgeseßes haben. General Lewal willigt in die dreijährige Diensizeit, wünscht aber die Beibehaltung der Dauer von vier Jahren für die Kolonial-Armee und die Ka- vallerie, welche er, sofern ihm die Möglichkeit geboten würde, auf drei Jahre beschränken könnte. Er erachtet, daß die Be- dürfnisse des Budgets nicht die Einreihung des ganzen Kon- tingents für drei Jahre zulassen, und ist daher der Ansicht, eine zweite Portion mit kürzerer Dienstzeit beizubehalten. Des Weiteren willigt er in die Beseitigung der Einjährigfrei- willigen und der vorgängigen Dispense, tritt aber für die Beurlaubung derjenigen Mannschasten ein, welche in Folge einer Prüfung na< dem ersten Jahre das nöthige militärishe Wissen gezeigt haben. Der Minister hätte schon am Montag mit dem Heeresausshuß konferiren sollen ; der Lettere war aber nicht in genügender Anzahl versammelt, und es wurde eine neue Unterredung auf morgen anberaumt, welcher kaum mehr Deputirte beiwohnen dürften, weil viele von ihnen in ihren Departements als Senatorenwähler oder Kandidaten, wie beispielsweise der Vorsitzende der Kommission, Oberst Tezenas im Aube-Departement, zurüc>gehal!en find.

Von einer Reihe radikaler. Senatorenwähler wurde der Abg. Gatineau, bekannt als Vertheidiger der Frau Clovis Hugues, als Kandidat für das Seine-Departement aufgestellt, auch hat derselbe diese Kandidatur angenozmen. Die heute Nachmittag auf dem Stadthause gehaltene Generalversamm- lung der Senatorenwähler wird erst über den eigentlichen Kandidaten der Majorität s{lüssig werden.

23. Januar. (W. T. B.) Der Gouverneur von Cochinchina meldet telegraphis<h aus Pnumpenh, von heute: eine französis<he Kolonne habe nah einem forcirten Marsch am 21. d. M. Si votha überrascht, dessen Bande zersprengt: und gegen 20 Personen derselben getödtet Sivotha sei entkommen und foll verwundet sein; die Kolonne verfolge die Flüchtigen.

Jn dem Prozeß gegen die Theilnehmer an der Anarchisten-Versammlung im Saal Levis, bei welcher es zu Ausschreitungen gegen die Polizei kam, wurde einer der Angeklagten vom Shwurgericht wegen Mordversuchs gegen einen Polizeiagenten zu fünf Jahren Zuchthaus, 5 andere Angeklagte wegen Aufreizung zum Morde und zur Plünderung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Zwei der Ängeklagten wurden freigesprochen.

Jtalien. Rom, 237 Januar. (W. T. B.) : In der

Deputirtenkammer wurde von dem Minister-Präsidenten Depretis heute eine Kre ditforderung von 150 000 Lire zur Unterstüßung der von Lawinenstürzen Be- troffenen eingebracht. Die Debatte über -die Kolonialpolitik findet am 25. d. M., diejenige über die Agrarverhältnisse am 1. Februar statt. Wie aus Port Said, unter dem 23., gemeldet wird, war das Pacfetboot „Gottardo“ mit der für Assa b be- rof Garnison am Morgen dieses Tages dort einge- roffen. :

Griechenland. Athen, 23. Januar. (W. T. B.) Dinopulos brachte heute în der Deputirtenkammer eine Jnterpellation betreffs des Vorfalls mit dem englischen Geschäftsträger ein. Der Minister-Prä- sident Trikupis erklärte: die Verantwortlichkeit für die Beilegung des Zwischenfalls, über wel<he man gemäß den Forderungen Englands übereingekommen sei, auf si< nehmen zu wollen. Delyannis verlangte die Mittheilung der offi- ziellen Dokumente. Der Minister-Präsident Trikupis“ ver- weigerte diese jedoh, weil die Schriftstü>ke nux privaten Cha- E hätten, Die Verhandlung wird morgen fortgesetzt werden.

Türkei. Konstantinopel, 23. Januar. (W. T. B.) Der Ministerrath hat die leßten, von dem Baron Hirsch wegen derEisenbahnans<hlüsse gemahten Vorschläge ein- stimmig abgelehnt.

Dánemark. Kopenhagen, 23, Januar. (W. T. B.) «n der heutigen Sitzung des Folkethings beantwortete der Minister des Aeußern im Namen der Regierung die über die Neutralisirung Dänemarks eingebrachte Juterpellation und erklärte: gegenwärtig sei keine Stim- mung in Europa dafür; die Regierung sche au die Neutra- lisirung als nicht unbedingt gut an, da die Aktionsfreiheit des Landes dadurch beschränkt werde. Der Minister könne fi in dieser Angelegenheit an keiner Diskussion betheiligen.

Amerika. Washington, 22. Januar. (Allg. Corr.) Mr. Teller, der Sekretär des Jnnern, ist zum Bundes- senatox für Colorado gewählt worden. Die Sena- toren Vest und Call sind für Missouri resp. Florida wiedergewählt worden.

Ueber eine im Gange befindlihe militärische Organisation der Mostshen Anarchisten wird. dem „Westfälischen Merkur“ aus New-York, u. d. 3. Januar, geschrieben :

Unseren anglo-amerikanis<hen Mitbürgern s{<heinen nun endli au< die Augen aufgehen zu wollen über das Treiben derjenigen unserer Sozialisten, welhe in einein Johann Most ihren Mecssias sehen. Ueber die bluttriefenden Tiraden Mosts u. À. hat man bisher nur gela<t. Wenn man aber, wie jeyt aus Chicago gemeldet wird, erfährt, daß die Anhänger Mofsts \si<h zu militäris<en Organisationen vereinigen und na< preußishem Reglement ecxerziren, fo beginnt man do<, dem Treiben dieser Leute, unter denen die Deutschen leider einen großen Prozentsaß einnehmen, etwas aufmerksamer zu folgen. Bereits am Danksagungs- tage war es in Chicago zu cinem kleinen Putsch gekommen, der aber im Keime ersti>t wurde, und seit jener Zeit werden die Zeughäuser der Miliz in jener Stadt bewaht. Bisher war man in ctner amerikanishen Stadt ni<ht gewöhnt, Soldaten (wenn es au nur Milizsoldatea find) auf Wache ziehen zu u und die Chicagoer „Times“ hat denn auch ganz Recht, wenn fie meint, daß es ein schr unerqui>licher Zustand der Dinge sei, wenn man es nöthig finde, ftädtishe Arsenale gegen Angriffe von Leuten zu be- wachen, die im Geheimen exerziren und deren ausgesprocener Zwe> Plünderung, Raub und Mord sei. Das Blatt ist der An- sit, daß solhe Leute, „die im Geheimen zu ungeseßlichen Zwecken Exrerzitien abhalten, wie Räuber und Mörder, wel<he es auf den Tod eines Bürgers abgesehen haben , behandelt werden sollen. Unsere New-Yorker Polizeibehörde wundert si<, daß von Seiten

„Ich würde hier kurzen Prozeß mit den K—

_Frankreih. Paris, 22. Januar. (Fr. Corr.) Den größten Theil des heute früh unter dem Vorsitz des Ebnscitas l

machen“, meinte etwas derb unser Polizei-Superintendant Walling, Zt os eyes hoben Alters no< cinen jugendlihen Pflichteifer an en Tag legt.

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Ueber die Stärke der armirten Sozialisten mat ein uns aus Cbicago zugehender Bericht nähere Mittbeilung. Die Zabl der si an den militäristen Uebungen betheiligenden Sozialisten {äßt man auf nahezu 2000 Mann! Sie zerfallen in drei Compagnien : den Lehr- und Wehrverein, die böhmisben Scharfshüßen und den Jägerverein. Die größte derselben ift die erste. Eiaer der sozialistischen Führer jener Stadt hat einem ihn interviewenden Reporter gegenüber auêgesagt, daß sie dur das Geseg von 1879, wel<ecs ihnen verbot, öffentli mit ibren Scbießprügeln zu paradiren, gezwungen worden seien, ihre Exerzitien im Gebcimen abzubolten. Um die Polizei irre zu führen, änderten sie regelmäßig den Ort ihrer Zusammenkünfte. Während des verflossenen Jahres sci der Zudrang zu ihren Reihen ein ganz enormer gewesen. Ihr Regiment sei aus dem deutschen, französischen und amerifaniswen System zusammengeseßt. Jeder Mann besitze scine vollständige Ausrüsturg zu Eigenthum uxrd bewahre dieselbe in seiner Wohnung auf Auf die Frage des Reporters, wann es loëgehen solle, gab der ungenannte Führer zur Antwort: „Das ift allerdings eine Frage, die sih {wer beantworten läßt. Wenn aber die Dinge einen solchen Lauf nehmen, wie bither, dann wird cs niht mehc lange auf si warten lassen. Dessen können Sie indeß versichert sein, daß wir nicht wieder müß!g stehen und zusehen werden, wie die Arbeiter in den Straßen gleib wilden Thieren niedergeshossen werden!“ Sie sehen, fügt dieser Correspondent hinzu, daß unser Land in der That cin „free country“ ift.

Afrika. Egypten. (Allg. Corr.) Der Correspondent des Reutershen Bureaus, welcher die Kolonne des Ge- nerals Stewart begleitet, berichtet über das Gefecht bei Abu- Klea unter dem 17.:

„Heute Morgen begann der Feind in zwei staffelförmigen Ab- theilungen, deen jede etwa 5000 Mann zählte, unter Trommel- klang und mit fliegenden Fahnen gegen uns vorzurü>en. Viele waren mit Gewehren bewaffnet. Von Zeit zu Zeit mate er Halt , wie um unsere Formation auszukundshaften. Mittler- weile bereitete sih auch die britishe Streitmacht ebenfalls zum Kampfe vor. Die Truppen formirten ein Carré, die berittene Infanterie halb links im Vordertreffen, die Artillerie im Centrum, die Garde halbre<ts im Vordertreffen, ein anderes Detacement der Garde und ein Theil des Sussex-Regiments auf der rechten Flanke und die s<were und berittene Infanterie auf der linken Flanke, Im Hintertreffen befand sih cine andere Abtheilung der {weren Brigade und die Marinebrigade. Die Gardner-Kanonen befanden sich im Certrum des Carré’s. Jn dieser Aufstellung rü>ten die Truppen gegen die Pebermacht des Feindes vor. Der leßtere hielt ein günstiges Ter- rain beseßt und lo>te uns mit großer Geschi>klichkeit in eine für Operationen s{wierige Stellung. Dur eine geschi>t ausgeführte Bewegung vershwanden die Ketellen fast aus dem Gesicht: kreise, nur ihre Standarten waren fichtbar, und dann tauchte plöglih eine große Masse wieder auf und griff das Vordertreffen unseres Carré's ungestüm an. Außer Stande, das auf sie entladene tödtlihe Feuer auszuhalten, ma<hten die Rebellen eine Schwenkung und griffen das linke Hintertreffen des Carré’s wütbend an. Die {were Jszfanterie wurde dur< den Anprall zurückgedrängt, wodur das Carré sich für einige Augenbli>e auflöste, aber sie sammelte si< ras< wieder und [ieß ih auf ein Handgemenge mit den Arabern, die ihre Reihen dur{brochen hatten, ein. Gleicbzeitig wurde der Feind einem mörderishen Feucr von der Garde und berittenen Infanterie ausgeseßt. Der in dieser Weise auf allea Seiten bedrängte Feind wurde [<ließli< zurü>zeworfen, nachdem er, einem ungefähren Ueber- \<lage zufolge, gegen 1200 Mann an Todten und Verwundeten ein- gebüßt. Dem General Stewart wurde ein Pferd unterm Leibe er- schossen. ‘Die Abu-Klea-Brunnen wurden um 4 Uhr Nachmittags geeoe, Bei Metammeh foll der Feind in beträchtlicher Stärke ehen, |

Der Korrespondent der „Daily News“ im Lager des eas Stewart meldet die na@stehenden weiteren Einzeln-

eilen :

«Wenige unter uns hatten eine Jdee davon, daß der Feind in so großer Stärke uns so nahe war. Man hatte allgemein ange- nommen, daß die Brunnen bei Abu-Klea von einigen Rebellen besetzt seien, die unter allen Umständen daraus vertrieben werden mußten. Gegen Mittag meldete Barrow, daß der Feind die Brunnen besetzt halte. General Stewart rüdte mit seinem Stabe zu einer Rekognoszirung aus; i< folgte. Von einem Hügel an der Thal- enge konnte man unter einer Masse von Mimosen die Streitkraft des Feindes wahrnehmen, dessen ca. 20 Banner im Sonnenlicht wehten. General Stewart hielt es für einen Vorstoß für zu spät am Tage, und beschloß daher, für die Nacht einen Zareba zu formiren. Unser Schlaf war niht der beste; die Mannschaften wurden vor Tagesanbruch dreimal zu dea Waffen gerufen. Nach dem Frühstü> begann das Feuer von den steinernen Brustwehren aus, die während der Nat auf den Höhen zu unserer Rechten und im Rü>ken errichtet worden waren. Doch dies war nur ein Scheinangriff, dem bald von der berittenen Jufanterie eine Ende gema<t wurde. Um 8 Uhr Morgens entwielte der Feind beträchtliche Stärke auf der reten Front, indem er über die steinigen Hügel in guter Ordnung mit fliegenden Fahnen in zwei langen Reihen heranzog. Gleich« zeitig {li< si eine Abtheilung der Rebellen den grasreihen Wady her- auf an unsere linke Front. Doch zwci odec drei Schüsse von der Schraubengeshüy-Batterie geboten ihnen Halt. Um 10 Uhr entschloß si< General Stewart zu einem Gegenangriff. Wir rü>ten unter einem Kugelhagel aus. Die Leute fielen re<ts und links, und der Vormarsh ging deshalb nur langsam von Statten. Es dauerte nahezu eine Stunde, ehe wir das Gros des Feindes zu Gesicht bekamen und uns gegenüber 7000 bis 8099 Feinde befanden. Bald kam die Erschütterung des un- widersteblihen Anpralls der Rebellen gegen unser Carré. Einen Augenbli> lang schien das Gescbi> der ganzen britischen Streitkraft auf dem Spiele zu stehen. Doch die Stetigkeit der Garde, der Marinesoldaten und der berittenen Infanterie siegte; die wilden Feinde retirirten ges{lagen und ließen den Erdboden mit Todten undVerwundeten, Waffen und Bannern wie besäet. Das Sussexr-Regiment, obgleih im Rüen angegriffen, ordnete sich sofort wieder und kämpfte verzweifelt. Die größten Verluste entfallen auf die s{<hwere Sektion des Kameel-Corps, wo 6 Offiziere getödtet und zwei verwundet wurden. Nah der S<hlacht erreichten wir die Brunnen von Abu-Klea und bivouakirten dort die Naht. Unter den ersten Offizieren, die tödtlich verwundet wurden, befand si< Oberst Burnaby, der nahe bei seinen alten Kameraden, den Blues, in heißem Kampfe fiel. Die Hiße war kaum zu ertragen, aber die Mannschaften obglci ohne Nahrung und Wasser betrugen si< bewun- dernswürdig. Die Brunnen von Abu - Klea wurden von den Truppen um 5 Uhr Nachmittags erreiht. Wasser ist reihli< und in ausgezeihneter Qualität vorhanden. Um 8 Uhr Abends entsandte General Stewart einen Theil der Garde und der {weren Sektion des Kameel-Corps sowte der berittenen Infanterie, um Alles aus der befestigten Stellung im Nü>ken herbeizuholen. Um 8 Uhr Morgens kehrten sie zurü>, und erst dann hatten die Truppen die erfte Nah-

rung innerhalb der leßten 24 Stunden.“

Zeitungsftimmen.

Der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung“ schreibt man aus der Ostpriegnitz, u. d. 22. Januar:

Auf die Zustimmungsadresse, welche am Abend des 12, Januar von einer großen Anzahl reihstreuer Wähler der Stadt Prißwalk und der Umgegend einstimmig angenommen und an Se. Durchlaucht den Fürsten Reichskanzler abgesandt worden war, um ibre Miß- billigung gegen den Beshluß des Reichstages vom 15. Dezember

v. I. Ausdru> zu geben, hat der Stadtverordnetenvorsteher Herr Kaufmann Ferdinand Nebert daselbst folgende Antwort erhalten :

1 Gei R E R ote E N

„Berlin, ten 21. Zanuar 1885.

Aus Anlaß des Reichétag#votums vom 15. v. M18. find mir aus allen Theilen des Reiches fo zablreidbe Kundgebungen zugegangen, | þ daß ih außer Standè hin, eine jede derselben besonders zu beant- b worten. Dem Mißtrauensvotum, welches die Mehrheit des Reicbs- tags dur Ablehnung dienstlich unentbeh1licer Mittel mir cr- theilt hat, stehen zahlreihe Beweise des Vertrauens gegen- | h

über, mit welwen das deutshe Volk die von mir vertretene

ärti olitik Sr. Majestät des Kaisers zu unterstüßen bereit E ; lebendigen nationalen Ge-

i n den Kundgebungen der im Volke leb: s S finde ih die Ecmuthigung, au< bei abnehmenden Kräften auszuharren im Kampfe gegen die Parteien, deren Unverträglichkeit unter einander und deren Einmüthigkeit im Widerstande gegen jede ftaatlihe Leitung die Entwi>kelung des Reicbes bemmen und un}ere mit {weren Opfern von der Nation erkämpfte Eiaheit gefährden. Alle Diejenigen, welhe mir in der gegenwärtigen Phase dieses Kampfes ihr Einverständniß und ihren Beistand zugesagt haben, bitte i<, meinen verbindlihsten Dank auf diesem Wege entgegen- nehmen zu een Éi aber von Bismar>“. asjelbe att meldet: i i E A 726 Mitgliedern des landwirtbschaftlichen Bezirks- vereins Mergentheim ist bei dem Reichstage Erhöhung der Zölle auf Getreide und Mehl, sowie Einführung eines ollzolles beantragt worden. Die Petenten machen insbesoïdere geltend, daß troy des seitherigen Zolles die Getreide- und Mehlpreise seit dem Jahre 1879 um 30 ‘/a im Preise gesunken, die Brot- und Mehlpreise dagegen in ganz Württemberg die gleihen geblieben sind, daß die Steuern-, Gemeinde- und Bezirksabgaben si jährli mehren, und daß das Darniederliegen der Landwirthschaft au< die Gewerbe in Mitleiden- e. : ; [haf e (andidirtbscaftliche Centralverein der Provinz Sa@sen hat in einer von 200 Delegirten der landwirthschaftlihen Spezialvereine (darunter viele Bauern) besuchten Versammlung, in welcher die Interessen von über 80009 Landrwirthen vertreten waren, mit allen gegen cine R e eru gefaßt, eine Erhöhung der land- j aftlicen Zölle zu beantragen. | : wirt Ga Ben S 31 Gemeinden des Amts3bezirks Mosba< cine mit 1667 Unterschriften veriehene Eingabe an den Herrn Reich s- kanzler gerihtet, in welWer sie um Erhöhung der Getreidezölle auf 3 M pro Doppelcentner bitten. Jn der betreffenden Petition ißt es: i: . heißt Wir fönnen die ausländishe Konkurrenz ohne einen erhöhten Getreidezoll nicht länger ertragen, da es thatsächli heute son ein- getreten is, daß weder Spekulant, no< Müller oder Bäcker nur nah unseren einheimishen Mehlfrüchten fragt. Ist es doch so weit gekommen, daß jeder Käufer mit Hinweis auf die massen- haften Lagerbestände auéländishen Getreides in Mannheim uns bee merkt, daß er nur aus Gefälligkeit uns unser Getreide abnimmt, und wir uns no< dazu bereit erklären müssen, die Früchte nah An- weisung desselben unentgeltlih an den Verladungs- und Bestimmung8-

D :

s t aen iótigen niht im Entferntesten, das Brot der Arbeiter zu vertheuern, und «s bedarf dieses um so weniger etner Beweis- führung, als wir nur darauf hinzuweisen haben, wie durch Erstellung des Suezkanals, der Eisenbahnen in Indien und Rußland neue Aus- fuhrgebicte erschlossen worden sind, dic mit ihrem jungfräulichen Boden mit den unerschöpflichen a Amerikas in die Ueb- ‘tonkurrenz bercits eingetreten nd. i

A Säeiber. weiden S den Getreidezoll tragen, da ihnen darum zu thun sein muß, ihren Ueberfluß bei den äußerst billigen Frachten eben an den Mann zu bringen. Und hierzu ist, wie seit Fahren bewiesen, Deutschland ein bevorzugtes Absaßgebiet. : i Die „Weimarische Zeitung veröffentlicht die Petition , welche der landwirth})chastliche Verein Belvedere wegen Erhöhung der Getreidezölle an den Reichskanzler und

an den Reichstag zu richten beabsichtigt. Jn derselben eißt es: B : i Mit dem billig produzirenden Auslande kann die deuts<e

andwirthschaft im Hinblick auf die von allen Seiten auf sie herein- an Anforderungen anerkanntermaßen ni<t mebr fonfkurriren, wenn niht dur< Zollmaßregeln ein wirklicher Swuß gegen allzumächtigen Andrang fremder Produkte herbeigeführt wird. Darf nun auch nit entfernt erwartet werden, daß die Höbe des Eingangszolles ein Maßstab für eine daraus resultirende Preis» steigerung für ländlibe Produkte set, weist vielmehr jede objektive Betrachtung der Verhältnisse mit zwingenden Gründen darauf hin, daß der so etwa zu bewirkende Einfluß ‘auf den Preis der vater- ländischen Produkte ein vers<windend geringer sein werde, so wird immerhin eine solche Zollmaßregel als ein Schußwall gegen no< weitergehende Entwerthung des deutshen Grund und Bodens an- gesehen werden müssen, und es werden aus diesem Bewußtsein Ver- trauen und Thatkraft n ausübenden Landwirthes, die so schr ge- eugt, neue Stüßen empfangen. - O G diee Auffafung steht zwar gegenüber die vielfach dem Volke eingeprägte Befürchtung einer Vertheuerung der betreffenden Lebens- mittel per Einheit, welhe der Höhe des Eingang8zolles für dieselbe Einheit entspre<e. Allein wir halten es für erlaubt, darauf hinzu- weisen, daß für solhe Befürchtungen no niemals eine sahlihe Be- gründung, welche über die Bedeutung flacher Behauptungen hinaus- gegangen wäre, au< nur versu<t worden ist, wogegen unsere oben ausgesprochene Auffassung ni<t nur dur alle auf den wirklichen Verhältnissen berubende mensclihe Bere nung, sondern au< dur die thatsächlichen is seit Einführung des jeßigen Getreide- estützt wird. : E glle e Eaüben wir die Gelegenheit geeignet, einen entschiedenen Protest dagegen zu erheben, daß solben, von landrirthschaftlicer Seite ausgehenden Bestrebungen fo oft der Vorwurf unbere{tigter Interessenpolitik gema<ht wird. Der Landwirth hat als freier Gewerbtreibender, der vor anderen keinerlei Vortheile und keinerlei Mehr- oder Minderbere<htigungen, keinerlei Schuß und Existenz- mittel voraus hat, gleih jedem anderen Gewerbtreibenden die Pflicht, seine Existenz zu sichern. Von der immer wieder als aus» gemachte Thatsache vorangestellten Annahme einer erheblihen Ver- theuerung der Lebensmittel ausgehend, wird nun auf der dem Getreidezoll niht wohlgesinnten Seite stets einscitig auf das Interesse der Industrie und Industriebevölkerung hingewiesen, welchen man insbesondere das Brot nicht vertheuern dürfe. Wollten wir nun selbst einen Augenbli> solchen weitgehenden Einfluß der erhöhten Zölle auf die Fruchtpreise zugeben: so fönnten wir au< dann no<h in deren Erstrebung cine unberehtigte Interessenwahrung nicht ein- räumen, sondern müßten dieselbe ledigli als Versuch eines gerechten Auséleihs mit der Induttrie bezeihnen, wel<e, selbst dur ent- sprechende Zölle ges{ütt, in der Lage ist, ihre Arbeiter so zu lohnen, daß geräde dadur< die Kalamität der Landwirthschaft wejentli<h mit verschuldet wird. : HESE Dagegen halten wir jenen von prinzipiellen Gegnern der Korn- zôlle zum Ausgangspunkt ihrer Anschauung genommenen Grund- gedanken, daß es im Interesse der Nation ] ebevöl- kerung selbst auf Kosten einer gedeihlichen heimischen Bodenproduktion nur i iee billiges Brod zu liefern, ni<t nur für ungerecht gegen- über der Landwirthschaft, sondern für einen gefahrbringenden allge- meinen Irrthum, unter dessen Herrschaft die heimishe Scholle ent- werthet, die heimische Produktion ges{<wächt, der Landwirth aber ruinirt, der gesammte nationale Fleiß zulegt um seinen lohnendsten Markt betrogen und die Handelsbilanz der Nation leiht um Hunderte von Millionen vershle<tert werden würde. z Die „Thüringische Correspondenz“ meldet aus Gera: ; : Aus dem Bezirk der hiesigen Konsular-Agentur sind im ver- flossenen Jahre nab den Vereinigten Staaten Waaren exportirk worden im Werthe von 5 160 182 46, d. i. um 1211 357 4 mehr ais im Fahrè 1883. Den Hauptbestandtheil dieses Exports bilden wollene

Reichs-Stempelabgaben, vom

Reih8-Stempelabga dern, folgt konstituirt: f Stellvertreter des Vorsißenden ;

Stellvertreter des Schriftführers ; Buol-Berenberg, Klemm, Kopfer, Dr. Siemens, Singer, von Wedell-Malchow.

rathung des Entwurfs ih wie folgt konstituirt:

Praschma, _von N R: Dr. Swneider, Stellvertreter des Schriftführers; Be>mann,

Bender, Dr. Braun, lac, Günther, Halben, Kalle, Marbe, von Schalscha, Schen, Stolle.

icließli< der : i : La C 1985/86 weist in den Einnahmen (Kap. 32: 2132378 M) ein Minus von 157 622 4. auf, nahme der Einnahmen

erhöhen sh um

tracht : beamten,

liege, der Industriebevöl-

p E Fs T E - e P

Neichstags - Angelegenhciten, : i è ission des Reichstages zur Vorberathung es De N ene on Malbow eingebrachten Gesetzentwurfs,

N h à s Geseßes wegen Erhebung von etreffend Abänderung de \ V S UTI 1881: ‘aub ded M ben

. Dr. Arnsperger und Genossen cingebrahten Gesetzentwurfs,

Y ä des Gesetzes wegen Erbebung von ctreffend Abänderung Ari 1. Juli 1881. bat fb, Ls Graf von Homves<, Vorfißender; Dr. Grimm, “die D Woermann, Sthriftfübrer ; Loewe, Aichbicler, see, G von

von Droste zu Viscbering, Frißen, Gamp, Bro Ratio, Oechelhäuser. Dr. Porsch, Scipio, Graf zu Stolberg-Wernigerode, Trimborn,

Die XII. Kommission des Reichstages zur Vorbe- A E eines Postsparkassengeseßes hat Prinz Handjery, Vorsißender; Graf von Stellvertreter des Vorsißenden; von Reinbaben, Schrift- Dieden, Eysoldt, Fran>e, Dr. Frege, von Ger- Dr. von Lenz, Freiherr von Manteuffel,

Landtags - Angelegenheiten.

C der landwirthschaftlicwen Verwaltung ein- Zin O Cotta des Ministeriums für Landwirth-

was ausscließli< dur< die Ab- der Auseinanderseßungsbehörden veranlaßt wird. Die dauernden Ausgaben (Kap. 99—107: 8436011 M) 985 473 A Es kommen hierbei besonders in Be- Tit. 5: 144000 #4 mehr an Besoldungen der Vermessungê- denen aber Tit. 9 eine glei< hohe Minderausgabe gegen- Die Aenderung wird dur die in Aussicht genommene ander- weitige Regulirung der Dienstbezüge der etatsmäßig angestellten Ver- messungsbeamten bei den Auseinandersetßungébehörden bedingt Lit. 9 treten für die Kassen der General-Kommissionen zu Breélau ur.d Cassel eine Erhöhung von 60€0 bezw. 46 246 4 ein. Der Fonds zur Remunerirung von Hülfsarbeitern 2c. (Tit. 11) ift um 41 980 M, der zu Bureaubedürfnissen (Tit, 12) um 13980 #4, der zu LTage- geldern 2c. bestimmte (Tit. 13) um 32176 H. der zur Förderung der Konsolidationen im Meg.-Bez, Wiesbaden bestimmte (Tir. 15) um 51000 A verstärkt worden. Bei den landwirthschaftlichen Lehr- anstalten (Kap. 102) tritt dur Uebertragung auf andere Titel eine Ersparniß von 4090 Æ ein, bei den Thierarzneischulen (Kap. 103) cia Mehrbedarf von 8665 F, ebenso bei dem Neterinärwésen (Kap. 103) ein solcher im Betrage von 11 065 M Der Fonds zur Remunerirung von Ober-Fischmeistern 2c. (Kap. 104) ist um 5780 M, der zu säcblihen und sonstigen Ausgaben um 4081) bezw. 5550 K verstärkt worden. Für Landesmeliorationen 2c. (Kap. 106) sind 29 702 M mehr ausgeworfen, wovon 3300 / auf eine 13. Me- liorations-Bauinspektorstelle (für die Reg. Bez. Coblenz, Trier, Aachen und die Hohenzollernsden Lande), 10 000 6 auf das Dünen- wesen der Provinz Schleswig-Holstein und 13 000 auf die Sub- ventionirung von Waldgenossenschaften fallen. In den allgemeinen Ausgaben (Kap. 107) sind weitere 15 489 f zur Förderung des Obst- und Weinbaues und 2000 4 zu Unterstüßungen vorgesehen.

Die einmaligen und außerordentlichen Ausgaben (Kap. 11) belaufen si< auf 1287 210 6 (+ 139078 M). Neu eingestellt sind in dieses Kapitel: Zu Um- und Erweiterungêsbauten bei der Lehranstalt füc Obst- und Weinbau in Geisenheim 54 830 M, zur Anlage eines Brunnens in Proskau 18 090 K, zur Reparatur der Ministerialgebäude 50 000 #, zur Erbauung eines Wohnhauses für den Düneninspektor zu Keitum 25 000 H, zur Beschaffung eines Fuhrwerks für die ambulatorishe Klinik der Thierarzneishule in Hannover 3600 # und zum Bau einer dritten S(leuse bei Friedrich- stadt zur Eatwässerung der Treueniederung 248 300 M. i Die Gesammtausgaben betragen 9 723 221 M (+ 424551 M), Der Etat der Gestütverwaltung 1885—86 weist in den Einnahmen (Kap. 33 und 33a: 2026 090 4) 90430 A mehr auf, als der Etat 1884—85, wobei hauptsächli< das Sprung- und Füllengeld bei den Landgestüten in Betracht kommt, woel<es um 85 515 4 höher angeseßt ist, weil das für die Provinz Posen errich- tete zweite Landgestüt Gnesen in Betrieb geseßt und die Zahl der Beschäler in Rastenburg, bei dem Brandenburgischen und Hessen- Nassauischen um 6 bezw. 5 erhöht werden soll.

übersteht.

4011 515 4 (+ 69 065 A6).

bei den Landgestüten 1 323 448 M4 (+ 40 178 4M),

X. 933 995 H (unverändert). : Zu alnmaligen und außerordentlichen

so daß fi eine Gesammtausgabe von 4246 965 ergiebt.

inden, S S D Kap. 2da 3 25 M), u 160 M). Staatsarchive E. Kap. 25b: 9950 M (4+ 110 M) A. Kap. 45: 329 338 A (+ 8727 A). Kommission E. Kap. 25e: 12180 F. (+ 30 201910 A (— 1780 #, Geheimes E. Kay. 25d: 9030 M (+ 130 46), A. Kap. 47: (4- 1360 O o E L E. Kap. 19 300 M (+ M), L davon 58050 Besoldungen und Wohnungsgeldzuschüsse neu anzustellende Beamte und Revisoren) und 52 600 außerordentlich (Kp. 1) zweite und leßte Rate zur Erweiterung de Dienstgebäudes (— 39 900 H). Prüfungskommission höhere Verwaltungsbeamte 7900 H, Disziplinarho

25 e

Konflikte 8400 4, Gejeßsammlungsamt E.

151 600 , sämmtli<h unverändert.

Preußischer Staats-Anzeiger G. Kay. 20 kt

für das Reich 39 657 4 (+ 5637 A6), (+ 11 273 A6).

laufenden Etat 800 000 M bestimmt.

tun g weist

toblen), Hüttenwerke 22076 652 f#Æ (+ 1356532

a P: (5 S1 d ter 41: 5 M. ; (4 62 886 M6), zusammen 107 68384 851 A (+ 5 269 802 M).

Meist in Folge der erhöhten gaben (Kap. 14—22) um 4 985 435

Oeynhausen und 350000 4 für den

und ein Ueber s\<cuß von 17404 348 M4 (4+ 626 367 M) ergiebt. Was die Ergebnisse der einzelnen Verwaltungen betrifft ,

beiragen

Die dauernden Ausgaben (Kap. 108) belaufen si< auf 15 d Bon L en 938 840 M (4+ 11250 A6) und 2604 (+4 M. obnungs- geldzuschüsse, auf andere persönliche Ausgaben 683 326 M (+15 778 M6), auf sachlihe Ausgaben bei den Hauptgestüten 804 539 H (+8108 M),

auf sonstige Aus- gaben 24 764 M (+ 264 A), auf die Kosten der Centralverwaltung

Ausgaben

12) N 35 450 M (—484 120 A), meist für Bauten bestimmt, (Kap.12) find 235 45 ( ) O Irod a)

Fn ten na&benannten Et ats sind meist nur geringe Aenderungen J Bureaux des Staats-Ministeriums Einnahme Ausgabe Kap. 44: 299210

General-Ordens- A), A. Kap. 46: Civilkabinet 124170 M

t. 8 | 35998. 36 375. 36 42

C S 1t\<heidung der Kompetenz- 19770 4, Gerichtshof zur Entsh g a0 R

Deutscher Reichs- und 535 550 M.

- , A. Kap. 53: 456 237 M (+ 23 927 M), Ueberschuß G L RAE T für Preußen 79 313

Für Zwecke der Landesvermessung (Kap. 54) sind wie im

Der Etat derBerg-, Hütten- undSalinen-Verwal- ft an Einnahmen (Kap. 9) auf: Bergwerke 69 883 183 (+ 3 133 032 M, hauptsä<li< in Folge größeren R M T größeren Debits), Salzwerke 7037 950 (+ 616 676 in Folge

6 ifalzproduktion), Badeanstalten 177700 M (+ 15480 6), arößerer Kalisalzproduktion) f Ae A eee Saacbana, Bergwerksabgaben 4459934 M

Produktion haben si< die Aus- 6. auf 89 840 503 M gesteigert, hierzu treten noch 440 000 M (— 342000 M) einmalige und außer-

ntliche ben (90 000 M lebte Rate für das Soolbadehaus in . ordentliche Ausgaben ( ß Bus S baecbe), | 98 898,

so daß sih eine Gesammtausgabe von 90 280 503 M (+ 4 643 435 A6)

D mm O

den för

angelicferten und bezah c. Bei den Salzwerken: gaben 4973 270 M, mithin der Ucbershuß 206

das

K

Fahr

1884/85 1 11 682 395 Æ um den Betrag von 788 967 üb lih in Folge der gesteigerten Stcin b. Bei den Hüttenwerken: Ausgaben 20 936 477 A, mith gegen den pro. 1884/85 veran} des erhebliden Rüdg : i bleibt; dazu kommt, daß im Etat pro 1884/ bütte autnahmsmeise cine Verarbeitung von lien Erzbeständen b

die Einna

an3es der Bleipreise nur um

gegen den pro 1884/85 veranschlagten Bet

40 115 M geringer ist, bauptsähli< in Fol \hädigungen bei dem Salzwerke d. Bei den mit anderen

mithin dgr Uebersbuß 647 1884/85 auf 641 650 Æ veran ten Das Ordinarium überbaupt schlie 107 684851 6 und einer Ausgabe von 89840 503 M mit eixem Ueberschuß von 17 844348 # ab, wona< si< gegen den für Etatsjahr 1884/85 verans{lagten Betrag - von 17 559 981 Mehr-Uebers<huß von 284 367 4. ergiebt. lnen Betricbszweigen geordnet, kommen von dem

Uebersbuß

Ausgaben .

Jen

geseßt.

Eisen in

Nach den einze

Bremen, J Norddeutschen Llovd „General Werder

mittag 10 Uhr in New-York angekommen. Hamburg, „Suevia“ dam! Arten S ist, in New-York eingetr : 5 n Submissionen im Auslande.

Bord der

19, SOrEE, grn Marina del Departamento de Cartagena. K (Voranschlag: 100 kg für 40

5000 Pes.

Bei

den Eisenerzbau

zu Staßfu

verans{blagien Uebers{uß Sie ersteigt, hauptsäch- fohlenförderung.

E E) S - C L L

von

bmen 22076 652 M, die

rt.

auf den Stein- und Braunkohlenbergbau

Kalkitein- und Gyvsbrüce, Phosphorit

bin der Uebers<uß 1 140 175 4, welcher a Betrag von 1 660 820 M tro

A 520645 M urid /85 bei der Friedris-

bereits in Vorjahren erü>sichtigt werden konnte. die Einnahmen 7 037 950 4, die Aus- 4 680 M, welcher rag von 2104795 Æ um ge erhebliher Grundent-

Staaten gemeinscaftli betriebenen erken: die Einnahmen 4049 432 M, die Ausgaben 3402152 M, 280 A, welcher den für das Etatéjahr {lagten Betrag um 5630 6 übersteigt. ßt bei einer Einnahme von

das ein

. 11 46072)

209 5 3917

den Silber- ur.d Bleterzbergbau mit zuge-

hörigen

tenwerken Eisenhütten .

Salzwerke Badeansta

Berawerkésteuern

[ten L

(Tit. 13).

Aufbereitung®anstalten und Hüt-

Sonstige Einnahmen (Tit. 14—17) . Summe

Ferner ab die einma

Bleibt

ligen und außerordentlichen

Bleibt Uebers{uß wie oben

1775 20782

M G a

2 091 909

60 25

32210 4 126 485 229 535

. 20 797 872 A6

Davon die Verwaltungskosten der Ministerial- Bergwerks- Abthcilung, der Ober-Bergämter, der berg- technischen Lehranstalten sowie sonstige Betricbs- „und BVerwaltungsausgaben allgemeiner Natur . S

2953524 ,

. 17 844 348

440000 ,

. 17 404 348

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

A, B SANUAL, g. i S{ulrath Professor Dr. Stoy, ist gestern, an seine tage, einer Lungenentzu

23.

der

Platten

Winkeleisen und T-Cifen ( Bau des Kreuzers „Reina Mercedes“. Näheres an Ort und Stelle,

mandantur zu Barcelona.

, 1-171; Königlich

63 8856,

19 405.

91290. 31072, 313

1} Uhr.

amburg, 23. Januar. i P. der Cen Bank hat die Dividende auf 8 °/o

London, 23. Januar. auktion waren Preise unverändert,

(Th. C.)

ndung erlegen. Gewerbe und Handel. (W. T. B.) Der Verwaltungsrath

Der

verdiente P m 70. Geburts-

ädagog, *

fest-

(W. T. B.) Bei der gestrigen Woll-

Verkehrs-Anstalten. (W. T. B.) Der Dampfer des ist heute Vors

Januar.

23, Januar.

(W. T.

B.) Der Postdampfer

Hamburg- Amerikanischen Padetfahrt-

ofen.

T: CSTalten,

Schiffsbau - Direktion des I. See-

1) 2. Februar, Mittags. Departements in Spezia. 19 980 kg neuen Kupfers. Voran 1150 Lire. 9) 3. Februar, 2 Uhr. ments “9 m Cegr tes e Christofle) und anderen au i h ) lieniscen Kriegsschiffe. sc Kaution: 15 000 Lire. Näheres an Ort und Stelle.

Lieferung

Umguß von

von

von Hamburg kommend, heute Morgen

21 052 kg alten Kupfers in lag: 11 543,20 Lire.

Kaution

Ausrüstungsdirektion des T. Seedeparte-

galvanischen Neusilber]achen

Voranschlag :

II. Spanien.

llo bianco zum Tafelgebrau<h an 150 000 Lire.

Secretaria de.la Capitania general de Lieferung von 106480 ke Pes.) und 36 624 kg Voranschlag: 100 kg für 44 Pes.) zum

Kaution provi. 2590, defin.

Berlin, 24. Januar 1885. PVreußishe Klassenlotterie.

(Ohne Gewähr.) der heute fortgeseßten

au bei der Marine-Kom-

iehung der 4. Klasse

preußischer Kla fenlotterie fielen:

1 Gei 100 45000 é auf r. 41 278 1 Gewinn von 6 auf u. i‘ 4 Gewinne von 6000 é auf Nr. 5147. 17 516. 44 653.

uf Nr. 1877. 2917, 4514.

* 10497. 11513. 16 724. 18 650. 19 241. A e 96 73 34732. 35 095. 36 754.

4. 38923. 41136. 42895, 49 987.

A. Kap. 48: 794918 4 (4 64370 M, 44 Gewinne von 3000 6 a

r | 52053. 52529. 52743. f | 66215. 68058. 68 060.

21 375.

74 889.

18 038. 25 194. 30 912, 40 360. 50 181.

85 705

Kleiderstoffe (4 375 067 #6), dann folgen Glacehandsuhe, musikalische Instrumente, Sämereien, Porzellan u. f. w.

a. Bei den Bergwerken: die Einnahmen 69 883 183 4, die Aus- gaben 57 411 821 Ff, mithin ver Ueberschuß 12471 362 #, welcher

54 837. 62 015. 68 145. 76 277.

22 411.

74 976.

19 892. 25 645. 35 182. 41 850, 51 180, 56 275, 62 373. 68 252. 76 665. 86 351.

25 250.

42 830. 44098. 44 835.

75 211.

20 208. 27 497.

36 202. 42 870. 51 930. 56 659. 62 887. 71 644, 76 903, 87 896.

6 auf Nr. 39 953.

55 032. 56 773. 57 898. 61 602. 78 373. 80 733. 85 078. 85 753.

85 786. 86 347. 89773. 91 626. 37 Gewinne von 1500 6160. 6492. 6978. 9699.

92 650.

4 auf Nr. 1750. 4008. 5302. 16 057. 0463. 21 144. 21 257.

25 492. 27143. 27 450. 29 306.

30 080. 30867. 38016. 39515. 40233. 40 980. 41 649.

45 483. 62862. 66 547. 73 441.

83 527.

10 006. 20 620, 28 205. 38 123.

44 554. 52 008.

57 664

Dresden, 23. Januar. so | Hohendorf bei Del1sniß jc<lagender Wetter stattgefunden; getödtet, unter welchen sid 13 Verheirathete befinden.

63 259. 72 390. 77 993. 88 148.

84 173.

11 329. 20 738. 28 776. 38 905. 46 064. 52 818. 58 033

63 270, 73 622, 81 182. 89 325.

11 711, 22 237. 30 757. 39 0836. 46 712. 53 655, 60 237. 66 295, 74 035. 81 226. 92 609.

82 Gewinne von 550 6 auf Nr. 1454. 2817. 4613. 5168, 5463. 6337. 8872.

16 000. 24 892. 30 864. 40 176. 48 712. 54 398, 60 330. 67 613. 74 955. 85 375. 94 017.

(W. T. B.) iIm Jdaschacht zu hat heute Vormittag eine Entzündung dabei wurden 17 Bergleute

at

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