1885 / 22 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Abgçcordnetenhauses sollte doch wenigstens ebenso konnivent

egen den Reickstag sein, wie dieser gegen das Abgeordneten- aus.

Der Abg. von Eynern sprach die Ansicht aus, daß die unbequeme Situation des Zusammentagens beider Häuser nicht zu vermeiden sci. Jn Anbetracht der besonderen Ver- hältnisse glaube er indessen, daß das Haus heute dem Wunsche der Vertagung Rehnung tragen müsse.

Die Abstimmung über die Vertagung blieb zweifelhaft. Gegen dieselbe stimmten beide Parteien der Rechten, eig Theil der Nationalliberalen und einige Mitglieder, des Centrums. Es wurde daher in der Berathung fortgefahren.

‘Der Abg. Dr. Frhr. von Schorlemer-Alst erklärte : wenn der „Reichs-Anzeiger“ die Aussprüche der Gegner nicht berüsichtige, so könne er au kein Spiegelbild der jeweiligen Lage geben. Gewiß solle das Blatt den Standpunkt der Regierung ver- treten, es dürfe aber nihts Unwahres und Beleidigendes vor- bringen. Wenn man nicht in einer Zeit lebte, wo man selbst auf liberaler Seite über Werth und Würde der Volksvertretung keine besondere Mei- nung hege, dann würden solche Dinge ganz un- mögli sein. Zu dem Beschluß vom 15. Dezember habe si doch nur ein Theil der deutshen Nation geäußert ; wie ja im Allgemeinen je stärker das Geschrei, desto geringer die Zahl derjenigen sei, die es ausstießen, Hätte die Stimme der Nation gesprochen, so wäre es die Pflicht der Staatsregierung, den Reichstag aufzulösen. Der Abg. von Eynern halte dies nicht für nothwendig. Nun, er (Redner) wisse zwar nit, welche Hoffnungen er (der Abg. von Eynern) für seine Partei habe; aber ér glaube, daß ein kleiner Haken dabci fei. Bei den leßten Wahlen hätten die - National- liberalen cine erhebliche Stärkung nicht erfahren. Der Mi- nister habe nuñ die Verantwortung sür den „Reichs-Anzeiger“ so weit übernommen, daß er selbst bedingt sür jene Pariser Depesche vom Abend des 15. Dezember eingetreten sei. Dem sei ja aber fogar von Paris aus widersprochen wor- den, daß: an demselben Abend ein derartiger Spek- takel dort stattgefunden habe. Der Reichstagsbeschluß sci so spät gefaßt worden, daß man ihn an demselben Abend in den Bierhäusern in Paris gar nicht habe feiern können. Die Nachricht hatte ja auch nur die Majorität ver- dächtigen sollen; etwas Zusammenhang mit Frankrei, etwas Vaterlandslofigkeit und ¿Franzosensreundscaft müsse ja immer dabei fein. Gerade diese elenden Mittel zeigten ja, wie krank diese ganze Bewegung sei. Den Vorwurf, daß der Minister diese Debatte provozirt habe, körne Niemand erheben. Wenn er aber für Alles, bis auf die Depesche, eingetreten sei, so habe er sich auch für die Kritiken, die im „Reichs-Anzeiger“ gestanden hätten engagiut; oder er müßte dieselben gründlih desavouiren. Es

handele fih nicht nur um Kritiken, die immer zulässig. seien es handele sich gecadezu um Beschimpfungen und Ver- leumdungen; und dagegen müsse slets und von allen Seiten Einspruch erhoben werden. Wenn die Regierung ihre Meinung äußern wolle, dann solle sie es mit ihrer Unterschrift thun: wenn uber der „Reichs - Anzeiger“ die Qualität eines zzournals mit offiziellen Allüren besie und sich dann die Stimmen der erwähnten Organe aneigne, dann müsse die Regierung die Verantwortung dafür tragen, weil man nicht mehr unterscheiden könne, was von der Regierung herrühre und was nicht. Der Abg. von Minnigerode frage, wer der Gemachte bei der gemachten Agitation gewesen sei. ‘Das jeien Diejenigen, die zu den Unterschristen stellenweise direkt gezwungen worden seien. Wolle man das leugnen? Man wisse doch, daß in den Bureaux von Eisenbahndirektionen einfa die Listen ausgelegt, und di: Leute zu den Unter- christen aufgefordert worden seien; auf einer Zehe in Bochum have man sogar zehn Pfennige pro Mann ‘erhoben das habe ja in allen Blättern gestanden. Von einer spontanen Bewegung aus dem Volke heraus könne man also doch gar nit sprechen. Dem Abg. von Eynern verböten seine gesellschaftlichen Gewohnheiten nah seiner Angabe ein Eingchen auf den Ton des Abg. Bachem; nun, in dieser Be- ziehung brauche er niht so ängstlih zu fein. Wenn er be- lehrend auf den Ton wirken wolle, so möge cr sich vor Allem mit der Presse seiner Partei beschäftigen, die einer Aenderung des Tones sehr bedürfe. Die „in das Land getragene Agitation“ des Abg. von Eynern sei ein sehr unglücklihes Versprechen gewesen; er habe mit seinem Herzen verrathen, wie die Dinge gegangen feien, Ueber die Bewegung selbst sei seine (des Redners) Partei nicht aufgeregt; nichts sei ihr gleichgültiger als sie; nux die Art, wie sie gemacht worden sei, habe man im Auge. Vom Centrum werde Niemand in dr:tter Lesung anders als in zweiter stimmen; es fei nit dessen Gewohnheit, umzufallen, und gerade die National- liberalen sollten gegen dasselbe nicht solhen Vorwurf erheben Was sel denn das für ein deutshes Volk welches dem Reichstage eine Lehre ertheilen wollte? Es sei lediglich das von Ey:ernsche deutshe Volk, die Leute die hinter der „Kölnishen Zeitung“ ständen. Es handele sich nicht 1m eine Belehrung; es sei vielmehr un- geheuer geschimpst worden und es habe sich eine starke Ser- vilität gezeigt. Die Nationalliberalen seien niht der Volks- strômung gefolgt, fondern der Regierungsströmung. Er werfe ihnen das nicht vor, das gehöre ja zu ihren Gewohnheiten. Das sei ja ebcn der Uebelstand, daß durch die Art der Ver- öffentlihung im „Reichs-Anzeiger“ ein böses Beispiel gegeben worden sei. Jn den unteren Regionen habe man dann natür- lih gesucht, die Sache durch die Stärke der Ausdrücke zu heben, Der Bürgermeister in Hörde habe eine Versammlung berufen welche in einer Resolution ihrer tiefen Entrüstung über das shmachvolle Verhalten der aus den heterogensten Elemente

zusammengeseßten Majorität Ausdruck gegeben habe; von nichswürdiger Gehässigkeit und Parteitaktik sei ebenfalls darin die Rede gewesen. Eine Blumenlese aus sonstigen in der Presse veröffentlihten Eingaben und Adressen ergebe folgende \{hm-ichcelhafte Titulaturen: VBissige Köter, s{chwaßende Par- lamentshelden, Reichs\chädlinge, Eselsohren des deutschen Michels parlamentarische Seuche, bacillus parlamentarius, Das sei das deutsche Bolk, das der Abg. von Eynern führe. Hätte das Centrum in den Zeiten bes heftigsten Kulturkampfes nur den zehnten Theil dieser Kraftausdrüdcke gegen die Majorität dieses Hauses gerichtet, welher Schrei der Entrüstung wäre durch das Land gegangen, welche Strafanträge von den Staatsanwälten ge- stellt, welche Urtheile gefällt worden! Und diesmal hätten sich i rue I _der Bewegung gestellt und sih ihres Sue midt geshämt. Das sei die Gerechtigkeit in

Hierauf ergriff der Mini Ö i i M Ves Bct ister der öffentlihen Arbeiten,

machte sei, insofern, als. Adrefsen eingezogen seie g Er bat ausdrüdli mich bestimmt, Þ ¿38 W

a2 hu von Beamtén Ünterschriftein zu diesér A, die gewissermaßen unter eine dabei eine Eisenbahndirektion erwähnt, was ort zu nehmen, wozu ich sonst keinen Anlaß nnere mi, in einem rheinishen Blatt den Vor- ine Eisenbahn-Direktion gefunden zu haben, daß in deren dresse aufgelegt und damit ein gewisser Zwang zur Ich habe Veranlaffung genommen, mi

außen S, : unterzeichne daß dabei aber irgend ein Druck ausgeübt wurde, ift von der be treffenden Behörde auéëdrücklich und amtlich bestritten worden. st Merse T legen von Adressen L Î ige, und da es noch weni illi würde, wenn vor irgend einer Seite auf Beamte ein Dr in vicen Beziehung ausgeübt werden sollte, und darin, meine Herren, glaube stimmung meiner sämmtlihen Kollegen auch für ihre g, chen zu können. er Abg. von Eynern erklärte, er habe gar nicht den Abg. Windthorst irgendwie ecauffiren Sollen dennoch habe derselbe sich echauffiren lassen und hier eine Art Unfehlbarkeit Diese könne seine Partei nicht gung gegen den Beschluß hätten au änge 1 gen Partei mitgemacht. Majoritätsbeshlüsse untergrabe der Reichstag \ selber; wenn das »tisher Männer im für fortführbar anse Heimath an dem Beschlusse gar nit betheiligt, er habe e R fern C weil er voraus- b man daraus gegen seine Partei Kapital s{lagen würde. Wenn seine Partei die Bewegung aber bie lih gemacht hätte, sollte man es ibr do cinmal nahmachen.

e erra berichtet , pezie le Förderung der Strömun egen d Kornzoll übernommen habe, und daß er e hee Reihe von Anti - Kornzollversammlungen sprehen werde. Komischeres sei noch nit dagewesen. Seiner (des Redners) sie mache cine Volksbewegung, l genpartei eine und komme dann und sage : Eine ungeheuere Volksbewegung steht hinter uns! Wenn der Abg. Windhorst meine, man werde in späterer auf ihn sagen, er habe doch Recht gehabt, (Redner), wegen dieses Votums werde die Nachwelt dem Mimen keine Kränze flehten. Bevor er in seinem Thema fortfahre, wolle er erwarten, was die anderen würden, und dann erst den Schluß seiner Rede Dor bg. Nickert bemerkte, er hätte sih in die Diskussion nit gemischt, da er im vorigen Jahre bereits den Gegenstand berührt habe, wenn er nit geradezu provozirt worden wäre. Dem Protest der Abgg. Bachem und Windthorst gegen das ffiziellen und offiziösen Presse könne er si 1 Er halte es niht für würdig, daß ein Re- glerungsorgan von der Majorität der Volksvertretung in einem so gehässigen Tone sprehe und förmlich bemüht sei das Schlechteste aus der Presse herauszugreifen, was gegen das Parlament gesagt worden sei, Es wundere ihn nur, daß der „Staats-Anzeiger niht auch dem s{chönen Ehrentitel, den der Abg. von Schorlemer hier verlesen habe, „bissige Köter 2c.“ gegen die Majorität einen Ehrenplaß in seinen Spalten ein- 1 l Den Abg. von Eynern zu belehren, daran würde er nicht die Mühe wenden, aber er hade hier, angeblich gestüßt auf Thatsachen, das Verhalten seiner Zunächst konstatire er,

rud erfolgten.

wurf gegen y Bureav,- die Unte’, zeichnung

ung ausgeübt sei. informiren,

und habe im Bureau

bekenne aber, daß ic selb in den Bureaux nicht bill

ib, die Ueberein Ressorts aus\pre

des Reichstages proklamirt. anerkennen. Anhänger der freisinni

Die Bewe Durch folche d i eine Achtung so fortgehe, würde eine große Zahl patrio- de die Jnstitution als solche nicht mehr hen können. Er habe \sich in seiner im Gegen-

geséhen habe,

doch habe Correspondenz“

daß der Dr,

der Tret-

Partei werde vorgeworfen, dann mache die Ge

Zeit in Bezug jo glaube er

Herren sagen

Verfahren der 0 nur anschließen,

geräumt habe.

: l, Freunde kritisirt. unächst konstati : daß der Redner der nationalliberalen Partei kein einziges Wort der Mißbilligung über die Me des „Staats-Anzeigers“ habe finden können. anders gewesen ; gegen kein

be Früher sei das heute scheine man für einen O da- Bedürfniß zu empfinden. von Eynern erkärte, die Freisinnigen hätten bereits, durch die Volksbewegung genöthigt, eine andere Haltung in mehreren Fragen eingenommen, jo habe er keine Ahnung von den Vor- gängen im Neichêtage. Für die Mehrforderung für Afrika habe die Mehrheit der Freisinnigen hon in der Kommission vor dem 15. Dezember gestimmt, ebenso vor dem 15. Dezember bie ganze Partei für den Dawpfer sür den Gouverneur in Kamerun, ebenso sei sle on vorher für die Mehrforderungen des Marine:Etats gewesen. Die Behauptung also, die habe E bal eine gänzli haltlose. Diese Bewegung f i We

bis nah Spanien (Ruf E s e a N rihtig, daß durch die unerhörte, der Bedeutung de ländische Minister eine halten hätten, sehr Viele täuscht worden.

der Abg.

Volksbewegung zu anbderen veranlaßt, E ja ae L das sei s verleumderische Darstellun s Beschlusses vom 15. Dezember selbst aud ganz falsche Vorstellung davon er- seien durch diese Darstellungen ge- | DL Habe es sich denn um die Verweigerung der nothwendigsten Kredite gehandelt? Keineswegs! Die ( ob gewisse Geschäfte im Auswärtigen Amt dur einen definitiv angejtellten etatsmäßigen Beamten oder durh Hülfskräfte besorgt werden Etat die Mittel biete. Thatsachen, möchte, daß es sich um eine Mittel handele.

sei einfach die :

erde llen, für welche der Es sei eine gänzliche Entstellung der wenn man E draußen Stehenden überreden ine Berweigerung der nothwendigsten ) l le. Der Reichskanzler selbst habe erflárt, v er diese Hülfskräfte annehmen werde, wiederholt sei unter an- standsloser Genehmigung des Reichstages sogar der für diese Zwecke überschritten worden.

i is ; Viele im Volk die Entrüstung mitgemacht hätten, ele im Volk, welche

1 würden sich darübe sähen, daß man in Deutschland über die ofe rig Mtb Beamter oder provisorisch ein Hülss- B Ra, nas, Ie (des Redners) gung, emacht sei, e y Glaube er denn nicht, daß H leicht N M demonstrationen gegen diese Art der Behandlung des Neichs- shfreisinnige Partei würde fi achen, wenn sie über die

takele, ob ein etatsmäßiger arbeiter? Der Abg. von É Partei solle die

tages zu machen? Die deut A RO lächerlih m ein etatsmäßiger Beamter oder Hülfsarbei t Bewegung herbeiführen wollte, E jeßt wirklih andere wichtigere Di viel zu kümmern. Aufmerksamkeit dad1 den Massen des habe er auch nie vorgeschlagen sei ; Zolltarifnovelle Beamten. Was der Abg. des Reichstages gesagt habe, {limmsten Zeiten von der geleisiet worden sei. Partei als Reichsfeind

Die deutsche Nation habe Mage zu thun, als darum si Manchem würde es freilih bequem sein, die ir von ven zollpolitischen Maßregeln, Volkes drohten, abzulenken. An eine

gegengetreten.

l [ Auflösung geglaubt, wenn sie auch von gewisser Seite auch den Regierungen werde mehr an der als an dem neuen etatsmäßigen Eynern über die Majorität übertreffe das, was in den t „Provinzial-Correspondenz“ darin Es fehlte nur noch, die deutsch-freisinnige zu proklamiren ,

Der Herr Vorredner hat erwähnt, daß die Bewegung eine ge-

| dort, aber noch nicht von dieser Seite (links) habe

man bisher diese Tonart vernommen. Dagegen, daß die Regierung im „Staats-Anzeiger“ ihre Meinung sage, habe er nihts, aber man müsse do von der Volksvertretung mit einem gewissen Respekt sprehen, und nicht die bösesten Dinge über sie aus den Zeitungen heraussuchen. (Redner ging auf

daß die Dinge gar nit so gewesen sein könnten.) Er frage wie gestern son, sei das Patriotismus, wenn Deutsche

die Dinge, welche in Deutschland passirten, darstelle 2? Das sei ein trauriges Zeichen der Partelverbitterune,

# Er möchte rathen, mehr an die großen, in die Zu-

kunft hineinragenden Aufgaben zu denken, als an solche kleinen Dinge, mit welhen manher vielleicht im Augenblick Parteigeschäfte zu machen glaube. Die Zeiten seien zu ernst um sih darüber aufzuregen, ob ein etatsmäßiger Direftor oder ein Hülfsarbeiter. Der Minister werde es zu verantworte.; haben, wenn in so gehässiger Weise durch die offiziellen Or- gane der Parteikampf geshürt werde. Jm Jnteresse des Staates liege es, wenn die Thatsachen richtig und objektiv dargestellt würden. Er könne nur nohmals dagegen protestiren, daß Organe der Regierung dazu benußt würden, den Parteikampf der A E e E n zu mildern, zu verbittern, Zerauf ergriff der Staats:Minister von R fl Puttkamer Wenn der Hr. Abg. Rickert seinem Bedauern über die b bitterung und über die Gehässigkeit des Parteikampfes in Pren Ausdruck gegeben hat, so bat er mir bis auf einen gewissen Grad aus der Seele gesprochen. Ich mötte ihm aber nur anheimgeben, diese Ermahnungen doch ja und zwar recht dringend an seine Parteigenossen und an die anerkannten Preßorgane feiner Partei zu richten. Wir werden ja noch és ist das ja cine beliebte Nedewendung des Hrn. Abg. Rickert Gelegenheit haben, uns mit der Frage zu beschäftigen. Ich versprehe ihm bei der Gelegenheit die gewiß nit ausbleiben wird, den bündigen Beweis dafür zu führen, daß dessen Partei fo wie diejenige, der er si seit einiger ae Ga Ba, raa! va: und Verunglimpfung alles essen, was nit in ihrem Kielwasser fährt, ä , N wER n N A L A AE ___ I möchte also den Herrn Abgeordneten bitten, in dies o S cu S E M E er wird ganz E ke ache damit besser dienen als durch lei fili iatri ) wir A fs von E L baben E ver serner hat der Hr. Abg. Rickert noch beinahe eine förmli Etatêrede für den Reichstag gehalten und daran einige, urs ich Ne bestimmt zu entsinnen, vollkommen thats\ählich unrichtige Anführungen gemacht. Er fagt: es ift ja absolut nit richtig, daß der Reichstag dem Reichskanzler die Mittel verweigert habe, welche derselbe für nothwendig eracktet habe zur Fortführung seiner Geschäfte. Meine Herren, gerade das Gegentheil ist der Fall: der Hr. Abg. Rickert will die Aeußerung des Herrn Reichskanzlers, daß, wenn ihm das Haus diesen zweiten Direktor im Auswärtigen Amte verweigert, er si son würde zu helfen wissen, zur Noth durch Húlfs- organe diese Aeußerung hat er jeßt nun ungefähr so gedeutet als wenn darin ein Verzicht auf das Bedürfniß selbst gelegen bätte. Meine Herren, wenn ein Mann, wie der Fürst Reichskanzler, mit einem solchen Aufwand von überzeugenden Argumenten und mit einer solchen Wärme für eine Sache eintritt, die doch finanziell gewiß eine Kleinigkeit ift, wenn er in dieser Weise sih an den Reichstag wendet mit der Bitte um Bewilligung dieser Summe, die er erwiescner- maßen braucht, um die Geschäfte des Reiches weiter zu führen, und wenn er da. meine Herren, auf Ablehnung ftößt, so ist es kaum zu ver- meiden, daß dies in der Nation als eine kleinliche Rancune gegen ihn aufgefaßt wird, das ist der alleinige Grund derjenigen nationalen eaung, die hier von so vielen Seiten Beifall, von anderen An- B e hat, das fühlen Sie selbst und daher der große Ich bin zufällig, es if ja ein Glücksfall O interessanten Debatte zugegen war, die sich R ie A dee Punkt drehte HYeuge des ganzen Vorganges gewesen und ih muß Ihnen sagen, daß ein unglückliderer Tag für die Majorität die für jenen Beschluß vom 15. Dezember verantwortlich ist, noch nicht da gewesen ist. Sie hat damit sich eine Blôße gegeben, die meiner Ansicht nach noch sehr lange in der Veurtbeilung der Nation in ihren Nachwirkungen fort- leben wird und wenn hier davon die Rede gewesen ist, die Regie- rung bätte die Pflicht gehabt, wenn sie diesem Beschluß ‘solbe Trag- weite beilegte, zur Auflösung zu schreiten, so glaube id meinerseits das wäre ein großer Fehler gewesen, denn die politishe Strömung die E dd R den S den Beschluß vom 15. Dezember ¿iitanden, ift bet vielem günstiger für die Negi i auf B Mee s R bätte sein pp gierung A Ao Ich möchte also zum Scblufse den Hrn. g. Ri i erstens mir nicht den Vorwurf 1 A A E theilungen im „Staats-Anzeiger“ etwas so ganz Exorbitantes und Un- erlaubtes gewesen seien, und zweitens möchte ich den Hrn. Abg Rickert bitten, der Regierung das Urtheil darüber zu überlassen welche Vrgane sie si zu einer legitimen Darlegung ihrer Ansichten wählen will. Sie wird sih darüber keine Vorschriften machen - lassen, und C 2A R Anzeigers, zur Verfügung hen, w e ncht aufhören, in der i eci e davon Gebrau ai n der ihr geeignet {einenden Weise er Abg. Dr. Graf (Elberfeld) drückte sein Bedauern darüb aus, daß diese Diskussion, die. mit dem zur Berathung aben den Titel gar nichts zu thun habe, aufgezwungen werde. Daß die Diskussion vorher präparirt worden sei, zeige die Verlesung gewisser Aktenstücke dur den Abg. von Schorlemer. Wenn der in der Presse eingerissene Ton auch von den Rednern des Centrums bedauert werde, so bitte er die Gegenpartei, bei ihren Organen mit der Besserung den Anfang zu machen. (Ruf un Centrum: Namen!) „Westfälishe Volkszeitung“. (Nuf im Centrum : Vorlesen !) Er habe die Zeitung nicht bei si, man föónne das nit verlangen, von dem Centrum könnte man eher erwarten, daß es seine Leiborgane stets auf dem Herzen

trage. Das Anerkenntniß sei ihm von Anhängern der frei-

sinnigen Partei selbst unter vier Augen direkt

: j ( gemacht worden, daß die Abstimmung als eine Ungeschicklichkeit Vie Partei empfunden worden sei. Die Bewegung sei durchaus eine

spontane, und namentlich die Jugend habe \i egen di Beschlüsse empört. (Rufe im Centrum: Die ntc Nein

nit die unreise, sondern gerade die intelligente heranwachsende

Jugend habe zugestimmt. Seine Partei habe die Bewegung

niht künstlich hercorgerufen, sie sei derselben nur nicht ent-

Die Diskussion wurde geschlossen und nach einer langen

Reihe von persönlichen Bemerkungen der Etat des „Staat : : Cs) 8- Anzeigers“ genehmigt, desgleichen di Tat Buvs der Landesvermessung. Mey 4 MURUa ben Ir vents

Um 31/2 Uhr wurde die Fortseßung der Etatsberathung

auf Dienstag 11 Uhr vertagt,

das Reich

die Depesche aus Paris vom 15. Dezember ein und wies na,

dem Auslande in einer so gehässigen und unwahren Weise -

zuin Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußi)h

N 22.

Zweite Beilage

Berlin, Montag, den 26. Januar

M L [25 Fnserate für den Deutschen Reihs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition 1, Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

des Deutschen Reichs-Anzeigers uud Königlich Preußischen Staats-Anzeigers: Berlin 8W., Wilhelm-Straße Nr. 32.

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung u. s, w. von öffentlichen Papieren.

Deffentlicher Anzeiger.

en Staats-Anzeiger.

18S.

5, Industrielle Etablissements, Fabriken und Grosshandel.

7. Literarische Anzeigen. 8. Theater-Anzeigen. In der Börsen- 9, Familien-Nachrichten. beilage.

Gtecfhriefe und Untersuchungs -: Sachen.

Steckbrief. Gemeindevorsteher Fillbrandt aus Kreis Carthaus bei Danzig, ift drin- sih cines Mordversuchs schuldig ge- ben und ist flüchtig geworden. Es wird exhaften und an das Amts- Fillbrandt eine große,

[64267]

es Menn Fischershütte, gend verdächtig, macht zu ha ersucht, denselben zu v gerit Carthaus abzuli {{chône Persönlichkeit, etwa 40 Jahre alt, brünett mit Volbart, deutsher Sprache, Gardeshüßze ge- wesen, soll die Absicht verrathen haben na Amerika auszuwroandern. Carthans, den 24. Januar 1885. Königliches Amtsgericht.

Steckbrief.

den unten beschriebenen Arbeiter Jacob Kreis Czempin, Pro- ist die Untersuchungs.

[64269] Gegen

Petrowiak aus Piotrkowice, vinz Posen, w-lcher flüchtig ift, 3 haft wegen {weren Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu vechaften und in das Amtsgerichtsgefängniß zu Bitterfeld, abzuliefern. Bitterfeld, den 14, Januar 1885. Königliches Amtsgericht. T.

Größe 1,65 m,

B cibung:t Alter 29 Jahre, Os 4 Gesichtsfarbe

Statur kräftig, Bart Schnurrbart ,

gesund. [64264]

Der agegen fma Adolph Topf wegen betrüglich Akten T. 116 de 1873 unter è 1873 erlassene Stcckbrief wird hierdur erneuert. 21. Januar 1885.

Berlin, den ; e Untersuchungsrichter :

Königliches Landgericht I. Joh

[64263]

Der unterm 1. ter Friedrih Balschukat, 1855 zu Memel, in den erlassene Steckbrief ist erledigt. den 23. Januar 188d.

Berlin, schaft beim Landgericht I.

Königliche Staatsanwalt

Steckbriefs-Erledigung. n den Kellner Otto Theodor Eduard ren am 21. Oftober 1857 zu Bugk, von der Königlichen Staatsanwalt- erselbst in den Akten I. II. E. 1133 de m 10. November 1884 wegen Unter-

\{lagung und Urkundenf{älshung erlassene Steckbrief

den 22. Januar 1885. s waltschaft beim Landgericht I.

Steckbriefs3-Erlcdigung. 1884 hinter aus Breslau ef ist durch dessen Ergreifung erledigt. Potsdam, den 22. Januar 1885. Königliche Staatsanwaltschaft.

Stebriefs-Erledigung. August Kacehnue,

[63935]

Der gege Lehmaun, gebo Krets Beeskow, schaft I. hi 1883 unter de

ift erledigt. Berlin, Königliche Staatsan

[63934]

Der unterm Scbneidergesellen erlassene Stectbri

[64268]

Der gegen den Schmiedegesellen Au Sohn des Zimmermeisters Kaehne, früher zu Plaue, wegen Betruges und einfachen Dieb-

98. Oktober 1884 in den Akten T. 1672. 84 erlassene Steckbrief wird zurückgenommen.

Potsdam, den 23. Januar 1885.

Der Untersuhuugsrichter bei dem Königlichen Landgericht.

Steckbriefs- Erledigung. Der unterm 21. Dezember 187 hinter den Kauf- mann Carl Urban aus Frankfurt a. O.

Steckbrief ist erledigt. Frankfurt a. O., den 20, Januar 1885. Königliche Staatsanwaltschaft.

jeßt domizillos, {tahls untec dem

63933]

[64266] Der am 20.

[64265]

Rings unterm 27. ift erledigt.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

[6397]! 8jpangsversteigerung.

Steckbricfs-Erneuerung. f‘

Kaufmann FriedriÞh Gottlieb en Bankerutts in den dem 11. November

Stebriefs-Erledigung. L

November 1884 hinter den Schläch- geboren am 16. Oktober Kkten I. Ia. 553, 84

Dezember 1884 gegen den Schacht- meistersohn Johann August Doil aus Kolzig er- lassene Steckbrief ift erLedigt.

Grünberg, den 23. Januar 1885.

Königliches Amtsgericht. V.

Steckbrief3-Erlcdiguug.

Der hinter den Militärpflichtigen G Juni 1883 erlassene

IL. M1 254/82.

Danzig, den 21. Januar 1885. Königliche Staatsanwalts

eorg Rudolf Steckbrief

Die Grundftüte sind mit 350 M. Nußungêwerth

zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, die Mitthcilung des Grundbuchrichters, etwaige Abschäßungen und andere die Grundstüke betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichts\creiberei, während der Büreaustundenzeingesehen werden.

Alle Realberechtigten werden aufgefordert, An-

sprüche, welhe nicht von selbs auf den Ersteher übergeben, und den für dieselben behaupteten Rang spätestens im Versteigerungstermin vor der Auffor- derung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der Konkursverwalter widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigensalls die An- sprüche, {soweit dieselben oder deren Rang niht aus den Mittheilungen des Grundbuchrichters hervor- gehen, bei Feststellung des geringsten Gebots nit

berücksihligt werden und bei Vertheilung des Kauf-

zurücktreten.

an“tie Stelle des Grundstücks tritt.

12 Uhr, an Gerichtsstelle verkündet werden. Freiburg a. d. E., den 16. Januar 1885. E I. ust.

(63982) Sjvangsversieigerung. »"

der Seestraße Nr. 22 belegene Grundstück am 16. März 1885, Vormittags 10 Uhr,

steigert werden.

gesehen werden.

sprüche im Range zurücktreten.

Stelle des Grundstücks tritt.

am 16. März 1885, Mittags 12 Uhr, mer Nr. 11, verkündet werden.

Berlin, den 18. Januar 1885. : Königliches Amtsgericht T., Abtheilung 51.

[63983] Zwangsversteigerung.

belegene Grundstü am 20. März 1885, Vormittags 10 U vor dem unterzeichneten Geriht an Ger

versteigert werden.

Auf Antrag des Verwalters im Konkursverfahren | II Treppen, immer 29, eingesehen werden.

über das Verm

manns Carsten Xursmasse gehörigen, im Grundbuche no nit ein- Eee deren Vor

etragenen in Balje belegenen Grundftücke, einge-

n der Ecben des weiland Kauf- a itt zu Balje sollen die zur Kon- | nicht von selbst eris den Ersteher übergehenden An- | andensein oder Betrag aus dem

rundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteige-

ragen in der Grundsteuermutterrolle des Gemeinde- rungsvermerks nicht hervorging, E der-

bezirks Balje unter Artikel Nr. 266 Kartenblatt 34 | artige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- k j Ver- Schöneberg im Mai 1884,

Parzellen 13, 14, 15 in der Größe von 17 s | kehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im

qm

am 7, März 1885, Nachmittags 3 Uhr, vor dem unterzeichneten Geriht im Grotmann- es Gasthause in Balje zwang?weise versteigert erden.

geldes gegen die berüctsichtigten Ansprüche im Range

Diejenigen, welche das Eigenthum der Grund- stüde beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Ver- fahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch

Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 13. März 1885, Vormittags

m Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuche von den Umgebungen im Niederbarnim- schen Kreise Band 16 Nr. 896 auf den Namen der Wittwe des Oher-Finanzraths Mölle, Charlotte, aeb. Taute, in Lichterfelde eingetragene, hierselbst in

vor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle Jüdenstraße 58, 1 Treppe, Zimmer Nr. 11, ver-

Das Grundstück ist, mit 1120 #4 Nußzungs- werth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuertolle, beglaubigte Abschrift des Grund- buchblatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie beson- dere Kaufbedingungen können in der Gerichts- reiberei, Jüdenstraße 58, 11 Tr., Zimmer 29, ein-

Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund? buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks niht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinfen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksihtigt werden und bei Verthei- lung des Kaufgeldes gegen die berüdsichtigten An-

Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Nersteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die

Das Urtheil über die Ertheilung des Zuscblags wird

Das Grundstück ist mit 0,03 F Reinertrag und einer Fläche von 2 a 98 qm zur Grundsteuer, mit 5300 4 1 Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Aus- | oder Eigenthümer folgender Sachen: zug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts etwaige Abshäßun-

en und andere das Grundstück betreffende

steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe 6) eines {warzen Jagdhundes , von Geboten anzumelden und, falls der betreibende S{öneberg am 14. Januar 1884, und Gläubiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu | 7) eines Neufu

Vertheilung des Kaufgeldes gegen die berücksichtigten Ansprüche im Range zurücktreten.

Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nach erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Ansyruch an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 20. März 1885, Mittags 12 Uhr, an Gerichtsstelle, Jüdenstraße 58, 1 Treppe, Zim- mer 11, verkündet werden. Berlin, den 18. Januar 1885.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 51. [63984] In Sachen des Vogelhändlers Adolph Reiche zu Giünenplan, Klägers, wider den Vogclhändler Conrad

wird, nachdem auf Antrag des Klägers die Bescblag- nahme der dem Beklagten gehörigen Grundstüke:

1 Waldmorgen 65 Qu.-Rth. Größe, 2 Waldmorgen 38 Qu.-Rth. Größe, 30 Qu.-Rth. 3 Qu.-F. 10 Qu.-Z. Größe,

Größe

erfolgt ist, Termin zur Zwangéversteigerung auf den 22. Mai 1885, Nachmittags 3 Uhr,

zu überreichen haben. Eschershauseu, den 16. Januar 1885. Herzogliches Amtsgericht. Dony.

[63985]

auf Mittwoch, den 11. März 1885,

Morgens 10 Uhr,

boten.

begründen. Lage, 16. Januar 1885. Fürstlich Lippishes Amtsgericht. Nieländer.

[63986]

hier anzumelden. zur Vertheilung der Kaufgelder wird Termin auf

Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das im Grundbuhe von den Umgebungen Berlins im den 19. Februar 1885, Morgens 11 Uhr,

Niederbarnimschen Kreise Band 48 Nr. 2330 auf den Namen des Bauunternehmers Adolf Müller

eingetragene, in der Havelbergerstraße hierselbst Holzminden, den 19. Januar 1885.

geladen werden. A Herzogliches Amtsgericht.

dts Schönemann. stelle Jüdenstraße 58, 1 Treppe, Zimmer Nr. 11,

[64001] Aufgebot.

zu Treptow am 6. Juli 1884,

am 16. September 1883,

maden, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt werden und bei zember 1883,

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „Juvalidendauk“, Rudolf Mosse, Haaseustein & Vogler, G. L. Daube & Co., E. Schlotte,

6, Verschiedene Bekanntmachungen, Büttner & Wiuter, sowie alle übrigen größeren

Brandes daselbst, Beklagten, wegen Forderung,

1) des sub Nr. ass. 61 zu Grünenplan be- legenen Wohnhauses mit Stallgebäuden und Hofraum zu 15 Qu.-Rth. 21 Qu -F. Größe,

2) des neben dem Hause belegenen Gartens von

3) des unter Nr. 208 am Holzberge bei Grünen- plan belegenen Hudecamps (jeßt Garten) zu

4) der unter Nr. 209 am Swhneppel, Kaierder Forst, belegenen Wiese zu 2 Waldmorgen

5) der am Schneppel sub Nr. 204 belegenen Wiese zu 1 Waldmorgen 118 Qu.-Rth.

zum Zwecke der Zwangêversteigerung dur Beschluß vom 10. Januar 1885 verfügt, aub die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche on demselben Tage

vor Herzoglihbem Amtsgerichte Eschershausen im Strüverschen Gasthause zu Grünenplan angeseßt, in welchbem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe

Lage. Auf Antrag des Kaufmanns Wilhelm Siekmann in Lage, Gläubigers, gegen den Maurer Wilhelm Meßmann daselbst, Schuldner, wird der Zwangsverkauf der Stätte Nr. 189 erkannt und Termin zur öffentlichen meistbiecenden Versteigerung

angesetzt, wozu sih Kaufliebhaber einfinden wollen. Die Kaufbedingungen liegen 4 Wocden vor dem Termine in der Gerichtsschreiberei aus, können von derselben aud gegen Gebühr bezogen werden. Der Zuschlag erfolgt, wenn mehr als F des Taxats ge-

Realrechte an die Stätte und Ansprüche an die Kaufgelder sind bei Meidung der Ausschließung bis spätestens zu dem Termine anzumelden und zu

In der Zwangsvollstreckungssahe der Herzog- lichen L n Cal E ri Va ets ; 7 : o] gegen den Photographen Car ünkel, früher hier, an Gerichtsstelle, Jüdenstraße 58, 1. Treppe, Zim teyt in Münster, Beklagten, wegen Zinsen und Ka- pitalabtrags, werden die Gläubiger aufgefordert, ihre Forderungen unter Angabe des Betrages an Kapital, Zinsen, Kosten und Nebenforderungen bin- nen zwei Wochen bei Vermeidung des Ausschlusses

Zur Erklärung über den Vertheilungsplan, sowie

vor dem unterzeichneten Am18sgerichte anberaumt, wozu die Betheiligten und der Ersteher hiermit vor-

Auf den Antrag der Finder werden die Verlierer 1) Eines Portemonais mit 6 K 32 -Z, gefunden

9) eines Mädcen-Paletots, gefunden zu Weißensee

ahweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen am 16, August 1883, j fönnen in der Geæichts\creiberei, Jüdenstraße 58, | 3) eines Packtets Bütber, enthaltend Jugends\chriften, fowie eines Taschenmessers, gefunden zu Tegel

Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die amm 20. Januar 1883, toe 4) eines goldenen Uhrschlüssels mit gleicher kurzer Augsburg, 11. Januar 1885.

Kette und Medaillon, gefunden zu Schöneberg

Annoncen - Bureaux. 5

8) eines Portemonais mit 30 4 baarem Gelde

und 6 #4 Coupons, gefunden bei Schöneberg im Sommer 1884,

aufgefordert, svätestens im Aufgebotstermine

am 26. März 1885, Mittags 12 Uhr,

vor dem unterzeihneten Gericht, Zimmerstraße 25, Zimmer Nr. 1, ihre Ansprüche und Rechte anzu- melden, widrigenfalls ihnen nur der Anspruch auf Herausgabe des durch den Fund criangten und zur Zeit der Erhebung des Anspruchs noch vorhandenen Bortheils vorbehalter, jedes weitere Ret aber aus8- ges{lossen werden wird.

Berlin, den 16. Januar 1885. Königliches Amtsgericht 11. Abth. IR.

Bee Aufgebot.

Auf Antrag des Färbermeisters Daniel Pfeuffer von Kleinlangheim und der Wittwe Lenz in Kißingen ergeht hiermit an den abwesenden Heinri Wilhelm Koch von Aschbab, geboren am 13. Juli 1825, wel- cer im Jahre 1854 nah Amerika ausgewandert ift, da über sein Leben seit über 10 Jahren keine Nach- rit vorhanden ist, die Anfforderuug, bis zu dem auf Mittwoch, den 18. November 1885, Vormittags 85 Uhr, :

bestimmten Aufgebotstermine, spätestens aber in demselben, persönli oder \riftlich beim Kgl. Amts- gerichte Burgebrach \sih anzumelden, widrigenfalls er für todt erklärt werden wird. Ferner werden die Erbbetheiligten aufgefordert, ihre Interessen im Auf- gebotsverfahren wahrzunehmen. 7 Endlich werden alle Diejenigen, welche über das Leben des verschollenen Heinrih Wilhelm Koch Kunde geben fönnen, ersuht, hierüber Mittheilung bei hie- sigem Gerichte zu machen. Am 17. Januar 1885,

Kgl. bayer. Amtsgeriht Burgebrath, (L. 8.) Dotterweich, Oberamtsrichter. Zur Bealaubigung : Gericts\chreibereï des K. Amtsgerichts Burgebrach. (L. 8.) Störcher, Sekretär.

[63633] Aufgebot. ; Auf den Antrag der als Benefizialerben ihrer im

Fahre 1884 zu Sundern verstorbenen Eltern, der Eheleute Zimmermann Stephan Anton Kayser legitimirten Geschwister :

Stephan Anton, Kayser, vertreten dur ihren

Os: Vormund Stellmacher Anton A Scheffer zu Sundern,

werden sämmtlite Gläubiger und Vermächtniß- nehmer der Eheleute Kayser, resp. ihres Nachlasses aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine deu 20. März 1885, Morgens 10 Uhr, ihre Rehte und Ansprüche anzumelden, widrigen- falls sie ihre Ansprüche gegen die Benefizialerben nur noch insoweit geltend machen können, als der Nachlaß mit Ausschluß aller seit dem Tode der Erblasser aufgekommenen Nußungen durch Be- friedigung dec angemeldeten Ansprüche nicht erschöpft wird. Arnsberg, den 14. Januar 1885. Königliches Amtsgericht.

[63988] Aus3fertiguna.

Aufgebot.

Das unterfertigte Gericht beschließt auf Antraz betheiligter Erben gegen nachstehende Personen: a, Alexander Jobann Karl Pflaum, geboren am 95, März 1814, Sohn des verstorbenen K. Kreis- und Stadtgerichtsraths Gottfried v. Pflaum, zuleßt wohnhaft in Augsburg und scit dem Jahre 1838, wo er sich nach Indien begab, verschollen, b. Franz Michael Holzinger, geboren 14. Oktober 1808, Scneidergeselle, Soha des Gärtners Franz Holzinger von Augsburg und seit dem Fahre 1838, wo er sih nah kurzem Aufent- halte in der Heimath wieder in die Fremde begab, verschollen, für welch beide Personen hierorts nob einiges Vere - mögen pflegamtlich verwaltet wird, die Einleitung des Aufgebotsverfahrens zum Zwedckte der Todes erklärung und beraumt zu diesem Behufe auf Mittwoch, 11. November 1885, Vormittags 9 Uhr, im Geschäftszimmer 16 rechts, den Aufgebotstermin an.

Zugleich ergeht die Aufforderung: L 1) an die obengenannten Versollenen späteftens im Aufgebotstermine persönlich oder \{chriftlih bei Gerichte sich anzumelden, widrigenfalls fie für todt erklärt werden, 2) an die Erbberectigten , ihre Interessen im Auf» gebotsverfahren wahrzunehmen ; 3) an alle Diejenigen, welche über das Leben der Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung bei Gericht zu machen.

Kgl. Amtsgerict Augsburg. Wer Kal. Amtsrichter :

5) eines Portemonais mit 1,19 & Geld, einer Brief- öhnle. marke und einem Pfandschein, gefunden zu

Den Glei{laut vorstehender Ausfertigung mit der Urschrift bestätigt

zugelaufen zu | Augsburg, am 19. Januar 1885.

Gerichtsschreiberei des K. Ami1sgerichts.

ndländer Hundes (s{chwarz mit weißen Der Kgl. Sekretär:

Füßen), zugelaufen zu Reinickendorf am 30. De- (L. 8.) J. Fer.

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