1885 / 39 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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selbe verweilte längere Zeit bei Jhren Majestäten und nahm bei denselben das Frühftü> ein. Am leßten Mittwoch ist der Präsident des Staats-Ministeriums, Dr. von Mittnacht,

einer Einladung des Königs folgend, von hier nah Nizza ab gereist. Derselbe beabsichtigt, einige Tage daselbst zu verweilen

um Sr. Majestät über den Stand der Staatsgeschäfte Vor-

trog zu erstatten.

Sachsen:Weimar-Eisenach. Weimar, 13. Februar. (Thür. C.) Der Großherzog begiebt si< am 18. d. M. nah Wien und wird dort einige Tage verweilen. Die Rü>-

kehr hierher erfolgt gegen Ende des Monats.

Elsaß-Lothringen. Sträßburg, 13. Februar. (Ldes. s der gestrigen 12.) Plenarsißung des Landesausschusses zweite

(02) Der erste Gegenstand der Tagesordnun

esung des Etats der Allgemeinen Einnahmen und Ausgaben der Finanzverwaltung gab nur zu kurzen Bemerkungen Anlaß. - Der zweite Gegenstand der Tagesordnung, zweite Lesung des Etats der Landwirthschaft, führte zunächst zu einer Debatte über den von der Kommission gestellten Antrag auf Errichtung einer Musterfarm in Lothringen, mit welcher Debatte eine Diskussion über die Getreidezölle verbunden würde. Der Abg. Heusch-Dudrap erklärte, si<h in der Frage der Zoll- erhöhung seinen Kollegen anschließen zu wollen, obwohl er sih wirklichen Erfolg von derselben nur versprehe, wenn der Mehrbetrag direkt für die Landwirthschaft zur Verwendung fomme. Dem Vorschlag der Errihtung einer Muster- farm in Lothringen stimmte Redner zu, do<h mit dem Wunsche, daß au< das Elsaß eine Musterfarm erhalte, wenn si< der Versuh in Lothringen be- währe. Der Unter-Staatssekretär Dr. von Mayr widerlegte einige vom Voredner gegen die Erhöhung des Getreidezolles geltend gemachte Bedenken, so namentli<h den Einwurf, daß derjelbe das Brot vertheuern würde; es sei jeßt wohl nach: gewiesen, daß der Getreidezoll vom Ausland getragen würde. Der Getreidezoll sei ein Schutzoll und ein Finanzzoll zugleich ; der Schutzzoll speziell für die Landwirthschast, der Finanzzoll für die Gesammtheit der Steuerzahlecr. Die Jdee, dur den finanziellen Mehrertrag der Zölle die Landwirthschast zu heben, lasse si< nur indirekt verwirklichen, indem dur< die Mehrung der Reichseinnahmen und die daraus hervorgehenden Mehr- überweisungen an die Einzelstaaten eine Erleichterung der Landwirthschast auf dem Wege der partikularen Steuerreform ermögliht würde. Der Abg. Freiherr Zorn von Bulach, Sohn, betonte ebenfalls den Wunsch einer direkten Verwendung der Mehrerträgnisse der Getreidezöle zu Gunsten der Land- wirthschaft. Was den Vorschlag der Errichtung einer Musterfarm anlange, so zweifle der Redner, ob sich eine geeignete Persönlichkeit zur Leitung derselben finden würde; einen wirklihen Nußen könne wohl nur eine Staatsanstalt bringen, und es wäre viel- leiht zwe>dmäßig, bei der Anstalt in Brumath einen ersten Versuh zu machen. Der Unter-Staatssekretär Dr. von Mayr betonte no< einmal, daß der Getreidezoll in erster Linie ein Schußzoll gegen das Ausland und insbesondere gegen die Spekulations-Einfuhr sei. Ein solher Zoll komme Allen zu Gute. Der Abg. Jaunez erörterte die absolute Nöthwen- digkeit eines erhöhten Getreidezolles grade mit Rücksicht auf die besondere Bedrängniß, in welcher sih die lothringische Landwirthschast befinde. Es werde den Landwirthen gar mancher gute Rath gegeben, fomme aber vorx allem darauf an, fie dur< praktische tintfweisungen zu belehren; das wäre durch die beantragte Errichtung einer Musterfarm möglih; würde auf diese Weise die Landwirthschaft ge- hoben, dann würde au<h die so bedauerlihe Auswande- rung der jungen Leute na< Frankreih aufhören. Die Abgg. Baron von Scauenburg, Freiherr Zorn von Bulach, Vater, und Köchlin, sprachen si< für die Subventionirung eines Privatmannes behufs Einrich- tung einer Musterfarm in Lothringen , gemäß dem Kom- missionsantrage, aus. Der Unter-Staatssekretär Dr. Ledder- hose erklärte, daß auch die Regierung dem Kommissionsantrage sympathisch gegenüberstehe. Der Antrag wurde darauf vom Hause angenommen. Zu Kap. 65, Veterinärwesen, empfahl der Abg. Baron von Schauenburg ein energishes Auftreten gegen die Kurpfuscherci; Kap. 66, zur Förderung der Pferde- zucht, rief eine längere Diskussion hervor, bei welcher die Abgg. Freiherr Zorn von Bulach, Vater, Baron von Scauenburg und Heush ihre Befriedigung über den Stand der Pferdezucht im Lande ausspracen; Seitens der Regierung ertheilten der Unter-Staatssekretär Dr. Ledderhose und der Gestütsdirektor Pasquay die gewünschten Auskünfte. L Kap. 67, Lehr- und Versuchsanstalten, spra<h der Abg. ¿xreiherr Zorn von Bulach, Sohn, den Wunsch aus, die An- stalt in Brumath in ähnlicher Weise wie die von Rujach zu ge- stalten. Eine kurze Diskussion entstand dann wiedex bei Kap. 69, zur Förderung der Landwirthschaft, bei welhem Kapitel die Kommission eine Erhöhung um 15 000 # zur Verbesserung der Rindviehzucht vorgeschlagen hatte. Nach einer kurzen De- batte wurde der Vorschlag der Kommission angenommen, ebenso der Rest des Etats, entsprehend den Vorschlägen der Kommis- sion. Den Schluß der Sißung bildete dann eine kurze, von dem Abgeordneten Frhr. Zorn von Bulach, Vater, ange- regte Debatte über die Behandlung des Berichts übcr die landwirthschaftlihe Enquete. Das Haus stimmte dem Vor- schlage des Leßteren zu, den Bericht über die Enquete gelegent- lih der dritten Lesung des landwirthschaftlihen Etats auf die Tagesordnung zu stellen.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 12. Februar. (Wn. Abdp.) Heute erschien bei dem Finanz-Minister eine Depu- tation der Wiener Börsenkammer in Angelegenheit der Börsensteuer. Der Minister empfing die Vertreter der Kammer freundlich, erklärte jedoch, sih einer meritorishen Antwort enthalten zu müssen, da die Gebührennovelle sih in der parlamentarischen Berathung befinde, und speziell der An- trag, welcher der Wiener Börsenkammer Anlaß zur Entsen- dung der Deputation geboten habe, im Hause bisher nicht eingebracht, daher au seine Motivirung unbekanrt fei,

Im Abgeordnetenhause tagten heute der Fluß- regulirungs-Auss{<uß und der Gewerbe-Ausshuß. Für den Abend is} eine Sißung des Budget-Ausshusses und des Sozialistengeseß:Aus\chusses anberaumt.

Pest, 12. Februar. (Wien. Abop.) Jm Abgeordne- tenhause wurde heute die Debatte über die Reform des Oberhauses fortgeseßt, Die in der gestrigen Sißung eingebrachte Vorlage, betreffend die Pester Landesaus- stellung, verlangt für die Regierung die Ermächtigung, zu

, | De>ung werden.

Der Finanz - Aus\<huß des

im Allgemeinen und Speziellen angenommen.

(Allg. Corr.) Die Rüstungen für starke, nah dem Sudan bestimmte Hülfscorps werden in

Mittwoch beginnen können. General Lieutenant Sir Gerald Graham ist zum Ober-Befehlshaber des Hülfscorps, General-Major Greaves zum Chef des Generalstabes desselben, und General-Major Freemantle zum Befehlshaber der Garde- Brigade, die einen Theil des Exrxpeditionscorps bildet, er- nannt worden. General Graham befehligte das Truppen- Kontingent, welches im vorigen Jahre die Araberstämme unter Osman Digma in ten S(hlachten von El Teb und Tamai in der Umgegend von Suakim besiegte. Das indische Truppen-Kontingent, welhes nah Suakim geschi>t werden soll, wird aus dem 15. Shiks-, dem 17. bengalischen Jnfanterie-Regiment, dem 9. bengalischen Kavallerie-Regiment, Hodfons Reitercorps und einem Sepoy-Regiment aus Bombay bestehen. Den Befehl über das Kontingent wird wahrschein- lih Oberst Hodson führen.

Frankreich. Paris, 12 Februar. (Fr. Corr.) Die Session des Oberraths für die Kolonien wurde gestern von dem Unter-Staatssekretär der Kolonien, Felix Faure, mit einer längeren Rede eröffnet, in welcher derselbe die Arbeiten der Kolonialverwaltung während des verflossenen Jahres Revue passiren ließ, sodann die neuen Territorial-Erwerbungen Frank- reihs in Asien und Asffrika kritisirend beleuchtete. Er be- tonte dabei den hohen Werth derselben für die industrielle und kommerzielle Entwickelung Frankreihs und zählte \{<ließ- lih eine Reihe von Maßregeln auf, welche die Regierung zu treffen gedenke, um die Bande zwischen dem Mutterlande und seinen kolonialen Besißungen immer enger und fruhtbringen- der zu gestalten. Bei der ersten Lesung des Rekrutirungsgeseßes wurde beschlossen, dem Gescß eine vom Kriegs-Ministerium aufzustellende Tabelle derjenigen Civilämter beizugeben, deren JFnhaber im Kriegsfalle als unabkömmlich nicht bei der Mobil- machung mit einberufen wtxden sollen. Früher war die Be- stimmung, wer unabkömml?h sei und wex nit, dem Ermessen der militärishen Behörden überlassen, und es wurde, da man sih sehr na<hsihtig zeigte, die Zahl der „Unabkömmlichen“ auf 140000 geschäßt, meist Landwehroffiziere und -Unter- offiziere, Nun hat der Kriegs - Ministèr General Lewal dem Armee- Auss<uß seine Tabelle mitgetheilt ; dieselbe umfaßt nur 15 009 Stgsllen, so daß der Effektivstand bei eier Mobilmächung um 125 000 Mann stärker als bisher anzunehmen ist. Allein in der Aufstelung sind nur Staats- und Gemeindebeamte inbegriffen, niht auch die Angestellten der Eisenbahngesellshaften und sonstigen, von Privaten betriebenen öffentlihen Verkehrsanstalten, obwohl sih unter diesen Beamten- Kategorien zahlreihe Unabkömmliche befinden. Jn der heutigen Sigzung des Armee-Ausschusses theilte Hr. Ball ue mit, daß er sich mit dem Kriegs-Minister über die beiderseitig angegebene Stärke des jährlihen Aushebungskontingents verständigt habe. Der Minister hatte von der Effektivstärke der Rekruteng: stellung gesprochen und nicht von der Zahl der jährlih dem Heere ein- verleibten, die für das Budget maßgebend ist. Leßtere Zahl wird durch die in Abzug gelangenden Diensttage vermindert, welche zwischen der Entlassung einer Jahresklasse und der Ein- stellung einer neuen verstreihen. Beide Ziffern, die des Ministers und die des Berichterstatters, waren also richtig ; aber die leßtere allein kommt in Betracht, da es sih ja eben um die Frage handelt, um wie viel das Militärbudget bei der völligen Heranziehung des Kontingents zu dem dreijährigen Dienst, so wie er bisher von einem Theil des Kontingents geleistet worden ist (also mit Ausfall einer Anzahl von Tagen), erhöht würde. Ferner theilte Hr. Ballue mit, daß der Minister, wiewohl nur ungern, auf den grundsäßlichen Vorbehalt des vierten Dienstjahres und auf das Recht der Rü>kberufung von Leuten während des lehteren verzichte. Hierauf verlas Hr. Ballue seinen Bericht, der im wesentlichen das Verharren auf der in der ersten Lesung angenommenen Vorlage befürwortet. 13. Februar. (W, T. B.) Der Senat hat heute das Gesey über die rü>fälligen Verbrecher mit mehreren, sachli< aber niht sehr wesentlihen, Abänderungen angenommen. Ueber die Verbannungsorte wurde keine Bestimmung getroffen. Die nähste Sißung wurde auf fommenden Donnerstag anberaumt.

General“ Brière de l’Jsle meldet in einer De- pesche von gestern: Dir Marsch wurde ohne Zwischenfall ausgesührt. Der Feind verließ seine Befestigungen in den Schluchten. Wir trafen am 11, d. M. 10 Uhr Vormittags auf der Wassersheide ein und stiegen in das Thal eines Nebenflusses des Canton-Stromes hinab, wo Fühlung mit den Chinesen genommen wurde. Bis zum Einbruh der Nacht wurde das Gelände von Anhöhe zu Anhöhe von dem zahl- reichen Feinde vertheidigt. Wir sind bis auf se<szehn Kilo- meter gegen Langson vorgerückt und werden voraussichtlich morgen dort eintreffen. Der Verlust in den leßten Ge- sehten auf dem Vormarsh gegen Langson beziffert si< auf 25 Verwundete.

Italien. Rom, 13, Februar. (W. T. B.) Ein Telegramm der „Agenzia Stefani“ aus Massooah meldet: Oberst Saletta habe Befehl erhalten, die Umgegend der Stadt von den dem Mahdi anhängenden Streif- shaaren zu säubern, welhe während der Anwesenheit der kleinen egyptishen Garnison bis an die Thore der Stadt ge: kommen seien. Die Verhältnisse in der Stadt hätten sich seit der Ankunst der italienishen Truppen gebessert.

14. Februar. (W. T. B.) Wie der „Popolo Romano“ schreibt, wird zur endgiltigen Kompletirung der italienishen Garnisonen am Rothen Meere eine dritte Expedition von 1400 Mann, zur Verstärkung der Garnison von Massauah, am 19. resp. 20, d. M. ab-

Zweden dieser Ausstellung einen weiteren Vorshuß von

600 000 Fl. zu gewähren, wel<her aus den Einnahmen der Ausstellung dem Staatsärar zurü>zuerstatten ist. Jnsofern dieser Vorshuß aus den Einnahmen der Ausstellung im Gan- - | zen oder zum Theile nit getilgt werden sollte, wird zu seiner

der Legislative eine besondere Vorlage unterbreitet

1 Abgeordneten- hauses hat die Gesezentwürfe, betreffend den Bau eines Gebäudes zur Unterbringung des Ministeriums für Handel, Gewerbe und A>erbau, im Kostenbctrage von 1 100 000 F[., und betreffs des Staatsvorschusses, von 600 000 Fl. zu Zwe>en der Pester Landesausstellung, nah eingehender Debatte

Großbritannien uud Jrland. London, 12. Februar. das 10000 Mann

Woolwich, Aldershot und den übrigen Militärdepots beschleu- nigt, doh wird die Einschiffung der Truppen erst am nächsten

Expedition war für Assab bestimmt. Die

gegangenen Truppen beträgt mithin 3200 Mann.

Numänien. Bukarest, 13. Februar. h Basil Alexandri, Vize-Präsident des Senats, ist zum Gesandten in Paris ernannt worden.

14. Februar. (W. T. B.) Das neue Ministerium hat si< in folgender Zusammenseßung gebildet: Jean Brag- tiano: Präsidium und Jnneres, Campineano : äußere An- gelegenheiten, Stourdza: Unterricht und Kultus, Lecca: Finanzen, Nacou: Justiz, Stolojan: Handel, General Fal- coyano: Krieg und General Radou Mihai: öffentliche Ar- Sid Teilen neue Ministerium wird heute dem König den

id leisten.

Nußland und Polen. St. Petersburg, 14. Februar. (W. T. B.). Der russischen „St. Petersburger Zeitung“ zufoïge ist das Kapitel der Wilnaer katholischen Eparchie beauftragt worden, für den abwesenden Bischof einen Coagd- jutor zu erwählen.

Amerika. New-York, 12. Februar. (Alg. Corr.) Der Kongreß hat in gemeinschaftliher Sißung beider Häuser Mr. Cleveland und Mr. Hendrid>s als zum Präsiden-

ten und zum Vice-Präsidenten der Vereinigten Staaten erwählt erklärt.

Afrika. Egypten. (Allg. Corr.) Lord Wolseley telegraphirt aus Korti unter dem 11. Februar, 111/, Uhr Nachts, an den Kriegs-Minister in London :

Nachstehendes Telegramm habe ich soeben von dem General Brad>enbury erhalten. Die Jnfel Dulka liegt ungefähr 70 Meilen oberhalb Merawi. Der Angriff war gut geplant und tapfer ausgeführt, und ib erwarte davon die Wirkung, daß ohne weiteren Kampf die Straße nah Berber geöffnet werden kann. Die Depesche beginnt :

Im Lager gegenüber der Dulka- Insel, 10. Februar. Nachdem wir den Feind in ciner Stellung gefunden, wie sie in dem Telearamm vom 9. d. gescildert worden, konzentrirte gestern General Earle hier das Staffordshirer Regiment und die Schwarze Wacwe, rekognoszirte die Stellung und rü>te heute Morgen zum Angriff vor. Der Feind hatte eine hohe Anhöhe und in der Front einige Hügel ganz nabe beim Flusse beseßt. Zwei Compagnien Stafford- shirer und zwei Geschüße wurden unter Oberst Alleyne zurü>gelafsen, um den Feind în der Front zu halten, und wir marschirten mit 6 Compagnien Staffordshirer und 6 Compagnien der Schwarzen Wacbe um den hohen Hügelrücken herum und umgingen auf diese dWeise gänzlih dic feindlihe Stellung, die wir im Rücken angriffen. Der Feind war nicht sehr zahlrei, aber seine Position war äußerst stark und {wer zugänglidb, und er kämpfte mit der entshlossensten Tapferkeit. Die Schwarze Wacbe rückte über Felsen und auf un- ebenem Terrain auf die Hügel vor, und nachdem sie dur thr kalt- blütiges Feuer einen Anprall des Feindes zurückgeschlagen hatte, stürmte fie unter heftigem Feuer die Hauptstellung. General Earle befand sich bei diesem Andriff in der vordersten R.ihe und wurde zum tiefen Leidwesen aller Offi iere und Soldaten auf der Spitze eincs Hügels getödtet. Das Staffordshirer Regiment griff den hoben Rücken an und nahm über das allershwierigste Terrain, das ih vordringendea Truppen nur darbieten kann, die Position ein. Bei diesem Angriff ward ihr tapferer Commandeur, Oberst-Lieutenant Eyre, getödtet. Junischen war die Shwad:on des 19, Husaren- Regiments herum galoppirt und hatte das Lager des Feindes ein- genommen. Unser Erfolg if vollständig, Wir crbeuteten 10 Standarten, und die ganze Stellung des Feindes ist in unseren Händen. Es ist \{<wieria, den Verlust des Feindes zu {ätzen, aber die Todten liegen in Haufen zwischen den Felsen und auf dem freien Felde, wo die Feinde, als sie si<h umzingelt sahen, dur< die Reihen unserer Truppen zu entfliehen versuchten; do< kann kaum einer ent- kommen sein.

Heitungsfstimmen.

Die „Germania“ bespricht die zollpolitishe Debatte in mehreren Artikeln, in denen es heißt: . .. . Hr. Rickert hatte si am S<lusse sciner Rede gegen den bereits von der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gebrauchten Ausdru> „Volksaufrwiegler“ verwahrt und hatte ausgefübrt: .. . . Sie Éöonen uns mit Ihrem Votum, da Sie beute die Macht dazu haben, s{lagen, aber der Tag, an welchem Sie diesen Brotzoll einführen, er wird, das sage ih in Uebereinstimmung mit den früheren Worten Benningsens, das Todeëurtheil sein für diese Borlage und die neue Wirthschaftspolitik !“ Nun, was diese Prophezeiungen von dem Todoesurtheile“ über die neue Wirtbschaftspolitik angeht, so sind sie {on gegenüber manchen Zolisäten und der Schußzollpolitik überhaupt, im Jahre 1879 ausgesprochen worden, und fie haben bis jeßt nirgends Bestä- tigung gefunden. Im Gegentheil, das Verständniß auch des mittleren und leinen Mannes für die Schutzzölle, wel<es von Anfang an nicht fehlte, ift no< geftiegen, er hat keine „Vertheuerung des Brodes“ empfunden, hat nicht gesehen, daß der „Ruin“ so mancher Existenz, welcher {hon damals als Wirkung der Scwutzzollpolitik vorausge‘agt war, eingetreten wäre, hat dagegen gefunden, daß die Arbeit im Lande und damit die Gelegenheit zum Verdienen sich gehoben und daß sogar mancher in Folge des Freihandels in kritisher Lage si befindende Geschäftszweig diese Gefahr überwunden hat. Deshalb konstatirte vor einigen Tagen sogdár die manchesterliche „Vossische Zei- tung“, „neue Zoll- und Steucrvorlagen hätten den Reiz [!} der Ueber- ras{<ung verloren ; fie seienin verhältnißmäßig kurzer Zeit in solcher Zahl auf die Tageéordnung gekommen, daß eine Mehrbelastung des Landes (Anderes sieht das Blatt in einem Schußzolle nicht !) nicht mehr denselben Dru> auf die öffentliche Meinung ausübe, wie früher.“ Das ift ohne Zweifel richtig, obgleich auch früher {on diescr „Dru>“ nit so groß war, als die Manchestermänner ihn gern L Pt und gemacht hätten! Wenn dann aber die „Vossische eitung“ meinte, diese Haltung auch „der ärmeren Bevölkerung", weiche doch von den indireften Steuern am stärksten betroffen werde, erkläre sich daraus, daß diese Bevölkerung „sich mit einer gewissen Resignation ihrem Scid>sal unterworfen zu haben scheine“, so irrt das Blatt ganz gründli<. Diese Bevölkerung sieht eben diese Zölle vom Standpunkte des Schutzes der deutschen Arbeit, ni<t vom Stand- punkte der Besteuerung an, sie versteht es sehr wohl, und es ift ja auch überaus leicht zu verstehen, daß es vor Allem darauf ankommt, Arbeit und Verdient im Lande zu erhalten, daß auch die billigsten

Preise von Nahrung, Kleidung 2c. dem Arbeiter nihts nüßzen, wenn er keine Arbeit oder rur vereinzelt oder nur zu geringem Lohne Arbeit

findet und dann auch nicht einmal zum billigsten Preije bezahlen kann. Zur Blüthe der Gewerbe, zum Beftehen der Konkurrenz trägt

au billige Arbeitskraft bei, und bei vielen Erwerbszweigen ist der

S sogar der wesentlihste Faktor der Preisbestimmung für e

beiter aber versteht , darf, daß sie so hoch gelohnt sein muß, daß u seiner Familie davon leben kann. au

oder Stü>lohn in dieser Höhe davon bezahlt werden kann. Jeder Ar- beiter aber, der diesen Punkt einmal klar hat, versteht au< sofort, daß, wie seine Arbeit, auch die Produkte zu billig sein können. Und damit versteht er

Schußzölle, und der gewerbliche Arbeiter bedarf dann nur noch

Produkte, Jeder gewerbliche

daß seine

und

laydwirths\chaftlihe Ar- Arbeit

nicht zu billig sein er und event. hoh muß also ein Tagelohn

S)

der Preis der Produkte sein, daß

au< sofort die Berechtigung angemessener

gehen. Die am 11. und 12. d. M, abgegangene zweite

des cinfachen Gerechtigkeitsgefühles, daß er das, was er für

; 4 Stärke der ge- sammten bisher an die Garnisonen am Rothen Say T

(W. T. B.)

i eit verlangt, aub der landwirths<aftlihen Arbeit die gewerbe po auch landwirthschaftlibe Schußzölle nah Lage der zugestehen Forstwirthschaft gere<t und nothwendig zu finden. Selt|t Land e überbaupt immer und immer au in dem Umfange, als

M bändler fäls<lid es behaupten, dur die Scbußzölle eine ge-

m theuerung der betroffenen landwirthscaftliden und gewerb- wisse Hr: dukte eintreten würde, selbs dann müßten denjenigen deut- liden Pro ftionszweigen, die dessen bedürfen, angemessene Scutzölle be- erden, sons müßte die Produktion ja zurü>- und allmählich S A die betreffenden Arbeiter hätten dann zunächst unregel- und zu geringerem Lohn Arbeit und zuleßt gar keine Arbeit. : rihtige Erkenntniß aub in den Arbeiterkreisen hätte die „Vossische Zeitung“ doch unter ihren

n in den leßten Jahren oft genug konstatiren Augen, Bei wie vielen Hier ausgebrocenen Streitigkeiten E, Unternehmern und Arbeitern, Meistern und Gesellen i r beitslohn und Arbeitszeit ist nit sofort oder do< schr bald über Lerständigung erfolgt! Und ein Hauptgrund für solche Verstän- res E war dann oft, daß die Arbeitnehmer selbst einsahen und er- dig ie Preise der Produkte seien zu sehr gedrückt, seirn zu niedrig, flarien, kurrenz jei theils zu groß und theils zu unreell, als daß die e A cinen angemessenen Preis erreichen und Jo aub den Ar- ans © ausreichenden Lohn für eine richtig bemessene Arbeitszeit bwerfen könnten, n cin Beweis, daß die Arbeiter einschen, wie die

e T billig sein dürfen, und daß zu niedrige Preise feu vtnid im Interesse der Arbeiter, wie der Unternehmer liegen. G cbar Hr. Ri>ert und seine Freunde auch diese Gedanken ein- Wenn urchdenken und in Volksversammlungen und Zeitungen ver- e wollten und wenn sie dabei offen verkündigten, daß für die i thschaftlicen Gewerbe genau dasselbe gelte, wie für Industrie l andwerk dann würden in allen den Kreisen, auf welche Hr. u art seinen Freunden einwirkt, jene Gefahren für den sozialen A ad bes<hworen werden, von denen Hr. _Riert in dem E blusse seiner Rede so eindringlih sprah. Es ist bis jeßt ans

t gelungen, gegen die Erhöhung der landwirthscaftlichen 30 è O e ein Zehntel der Petitionen zu Stande zu „brigen, Mi che f M Erhöhung eingegangen sind, obaleich die Vossishe Zeitung vor abt Tagen meinte, gegenüber der M O vie rbobung

eyd üalid der Schußtzzölle, „rufe nur n ie Erhöhbu Beriferung Ko Da größere Bewegung hervor, weil die Ver- &r erung des Brotes gar zu große Interessen berühre und IMELIOE Führt man diese „Vertheuerung® auf richtiges Maß rne, ider man die Forderung landwirthschaftlicher Schußzölle nicht als | oiftishe Maßregel zum Schutze der Großgrundbesißer, ln _— nud wenn man die Forderung nicht für nothwendig hâlt doc în ihr wahren Sinne als Scuy deutscher Produktion D eutiber Arbeit, su<t man also den Nertretern land- M ibschaftlicher Schutzzölle aber wenigstens gerecht zu werten, Li Thb die Sozialdemokratie pn L ais g 6 Bundesgenofsen haben in einer Agitation, die n teStT E

Sozi fraten und nit den Deutschfreisinnigen zu G i e ärmere Bevölkerung als Dpfer reicher Cgoisten E Auatentes E scheint sich geradezu etwas einzubilden auf Aus- drüdte, wie : B. vou dem „Prinzip, daß ein zweitausend S E Zweig der nationalen Arbeit der Beförderung durch S o dürfe.“ Und doch kann es faum etwas Naiveres geben, als a je rufung auf diese „zweitausend Jahre“ ! Es genügt die einfache è aae! Mar es vor Einsührung der Eisenbahnen und Dampssciffe auch D möglich, in Berlin Getreide aus dem Innern von Rußland l der der Vereinigten Staaten von Nordamerika zu benußen ? R eg war ni<t mögli<, nur Getreideproduzenten , wele nahe der See oder an günstigen Flußläufen lagen, fonnten weithin zue führen; wo diese A h i in Sali Ves Sicanecio ieri langsam und so heuer, da x De tse r A die jeßt regelmäßig den deutschen Markt beein flussen, kein Getreide Tue N v Trauoporigithtla dieser Umwälzung in den Lrankporiwe n On Ln e

nun den Uebergang von der Natural- zur Ge dei Ban :

i Stei : ( schaftlichen waltige Steigerung der Löhne füc die an bel E E o Arbei ije Steuer- und Mititärlasten, welche - auf D trt oicbaît ruhen, so sind in den [eßten ae T die Lebensbedingungen der E L bein AON s worden, als bis da in zweitaujend Jahren. r jem e

;weitaus ahre der „Nat.-Ztg.“ bere<tigt, in ibrem Sinne E T ieten, wie sie es vor ihrem Gewissen verantwortet, wenn sie vor solhen dur<s{lagenden Thatsachen die O vere ließt, und dann sogar es über fich bringt, Hrn. Bebe E wissem Grade Recht zu geben, wenn er „aus den G, N man erhöhte Kornzölle fordert, die Folgerung 308g, N vie besser wäre, zur sozialistischen Atergenossenschaft Koegenen, ik

„Wenn unsere Großgrundbesißer', sagt die „Nat, Ztg. d ; l Warnungen aufgehalten werden könnten, dann müßte “68 Gaiabr Rede als eine solche wirken.“ Nein, diese Rede hat keine Ge ahr, außer für Diejenigen, welche ohnehin auf Hrn. Bebel [Ten Ne große Masse unseres Volkes, einshließli< der Mehrheit der ge Ge liden und landwirth\<haftlihen Arbeiter, Ut überhaupt gegen i

i 1 fie Bedeutung und Wirkung der SchußzzoUe in Gefahr gefeit, weil sie tung und. ta A der Weise auffaßt, wie wir es gestern schiiderten. ( gen fann eine Behandlung der Kornzölle , _wie sie an Maas „Nat.-Ztg.“ und von anderen liberalen Blättern und Agi L f beliebt wird, allmähli allerdings dabin fübrea, einen kleineren M des Volkes irrezuführen und von diesem Theil wieder A S en fogar den Sozialdemokraten in die Arme zu treiben. E e treffenden links- und mittelliberalen Herren und Blätter dal t Î bedenken, was fie thun, wenn sie die Kornzôlle als N eigenrüßziger -reiher Grundbesiger auf Kosten des grmen A hinstellen, die Kornzölle mit Bebel ais eine „Progressivsteuer auf dîe Armuth“ bezeichnen! .

Di übedische Zeitung“ meldet: L :

De Lacke Verein in Lübe> war am Sonna ju einer außerordentlichen Versammlung zusammengetreten, um Ne den eventuellen Ansluß an eine Petition an den Reihbtag gegen die beabsichtigte Erhöhung der Holzzölle zu berathen. Für A M die Petition wurde von keiner Seite eingetreten, jedo gelang t nas kurzer Diskussion der Antrag „über Anschluß an die beraio DeO i j zur Tagesordnung überzugehen“ mit überwältigender Majori ü zur Annabme. Auss<laggebend war füc die Majorität dec Anwesen uen die Erwägung, daß, wie für den Schuß des heimischen Korns N öhung der Kornzölle, so für den Schuß unserer deutschen ® eine Grhöhung der Holzzölle gere<htfertigr erscheine.

afiger 1 mib O eit diese

en U, vorgedrurE Berlin,

s E M

S blatt für das Deutsche Reich. Nr. 7. In balt: S s Baoateat Bestellung «ines Stations Controleurs. Bankwesen: Status der deutschen Notenbanken Ende Januar 1885, Versicherungswesen: Bekanntmachung, betreffend die An- meldung unfallversicherungspflichtiger Baubetriete. Polizeiwesen : Auswei)ung von Ausländern aus dem Reichsgebiete. i

Centralblatt der Bauverwaltung. N S Js : Amtliches : Personal-Nachrichten. Nichtamtliches: Die E er Sa>s(hleuse in Bromberg. Die Bebauung der Kaiser Wilhelm- Straße in Berlin. (Fortseßung.) Laufkrahn und Be tone ns beim Molenbau in Sunderland. Die Sicherung offener Brücken gegen Auskni>en. Vermischtes: Preiébewerbung für Entwürfe zu einem Lutherdenkmal in Berlin. Preisaus\chreiben für Entwürfe zu einem Rathhause in Oldenburg. Gedächtnißkirhe in Speier. Arcitekten - Verein in Berlin. Technische Hocbschulen in

errei.

Das°

nung des Staats

180 450 M (+4 38 100 61. Die dauernden A

Uebers<uß von 2007541 zunädft 157 399 169 A (+

verbleibende Uebers<huÿ von bahnsc<uld zu verwenden.

(+ 768480 4) ausführunaen bestimmt,

anstalten (600 000 4) und 190 965 124 M

in der Zeit vom 1. P 1 ficbtlih noh<h 552,84 k

mit Rücksiht darauf, aufbört, die gefammie 20 774,60 km ftellt. Direktion Berlin 2869,10, Frankfurt a. M: 1104,58,

daß

Altona 996,96, Main-Ne>ka Bahn 52,57 kw. Wenn

no< um 12500 009

Landtags- Angelegenheiten.

tat der Eisenbahnverwaltung 1885—86, der einen E ias Band von 131 Bogen bildet, erhöht si in den Ein- nahmen (Kap. 29 678 196 505 #) geaen den Etat 1884 —85 um 102 219 165 # Gs atfallen von deng@ verwalteten Bahnen 102 119 028 6), auf die Privateisenbahnen, bei denen der Staat be- theiligt ift, 529 487 6 (+ €2 037 inter 5 a zahlung der Oftpreußishen Südbahn), auf die sonstigen Einnahmen

447 442 381 (+ 75 315 226 A). fo daß si< im Ordinarium ein

bahnschuld zu verwenden und 2200 000 Æ zur Det>ung der Staats- ausgaben des Jahres 188—86 in

Im Extraordinarium sind (Kap. zur Auéführung von D ten (800000 M), von Koniaft

eWeicben- und Signalapparaten (800000 4), von taft- ECIN (200000 M), von kontinuirlichen Bremsen (600 000 #), zur Gasbeleu<htung dec Personenzüge und Herstellung von Fettgas-

Diese außerordentlihen Ausgaben vermindern den Uebershuß auf

Die Gesammtbetriebslänge der für Rechnung des Staats

lteten Eisenbahnen betrug am 1. Upril 18 E iere 1884 dur< Verstaatli<hung 3950,58 km getreten, und

m neue Linien eröffnet werden, wodur< si

Betriebslänge im Etatsjahr 1885 86 Davon entfallen auf die B:zirke der Eisenbahn-

Cöln r. 1871,75, Elberfeld 1303,10, Erfurt 1237,76, Breslau 2661,69,

wendungen im vollen Umfange vergüiet würden, wären die Einnahmen y höher zu E ies en neuverstaatlihten Bahnen nicht wie ge] beben, dite j über in N gestellt wären, sondern tie wirklichen in nabmen, so würden si die Einnahme noch um 8 852 392 M höher stellen und der Uebersbuß (nah Abzug der Betrieb8ausgaben für die neu verstaatlicten Bahnen) 286 060 020 4 mehr betragen als im Jahre 1884—89.

innahmen auf die für Recb- 677468 568 A (+

Á, darunter 56250 4 Rüd-

usgaben (Kap. 23— 33a) betragen 24 M (4+ 26 903 939 MÆ) ergibt, wovon

93 143 619 4) zur Verzinsung der Eisen-

Rechrung zu \telien sind. Der 41 154955 A ift zur Tilgung der Eisen-

4) 9789 000 M Btiu-

von

29 verschiedenen zur weiteren Herstellung

¿zum Diépositionsfonds (1500000 A4).

1884 15 800,55 km; dazu 884 bis 31. März 1885 werden voraus-

mehreren Stre>en der Mitbetrieb

auf i auf

Bromberg 3460,93, Hannover 1946,13, Maadeburg 1503,98, Cöln [. 1759,92,

bahn 6,33, Wilhelmshaven-Oldenburger die für Postzwe>ke zu machenden Auf-

und wenn die Betriebs-

oder nc< 6s 763 317 M.

Dos Februarheft von Alexander Kielland.

Lord Spencer.

Fndische Dorfidylle. Die

Byn Paul Güßfeldt.

Wilhelm Scherer.

Lindner.

rbe nserate. M Die Budt- und

Dialckte) ; Guiechenlands; Gescbichte

Neuzeit; griechische Kirche. und osmanischen Reiche,

sogenannten alten Kefsf

reidend erachtet, vielmehr

vom 4. September 1869)

in den einzelnen Kesselthe

über die

Bei denjenigea alt Doampfspannung und Herk fann,

reichung der erforderli nach sucht.

Depositen: Konto um 537484 M gegen umsaz auf Efekten-Ko 621360 M U.

36 123 6 Es verbleibt

Beschlüsse gefaßt : Zu Abs \tü>s- Konto 2% mit 955

Nacb den von der

Auffichtsrath vorgelegten

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

von Gebr. Pätel, Berlin), hat folaenden Inhalt: Fo1tuna. Roman XII—XV._ ] Von Sir Roland Blennecbalssett.

Albrecht Weber. Reise in den Andes von Chile und Argentinien. Byn X—XI. B Mommsen. Rede auf Jacob Grimm in der tedri-Wilhelms-Universität am 4. Januar L See, Aa bels Berliner Musikleben. ._— Politishe Rundschau. Senne E Literarische Notizen.

r owit in Leipzig bat einen 4 E L de enibit unter der Ueberschrift „Neograeca“, die neugrie<is<e Bibliothek des Prof. Verzeichniß von e A

Pon * G er S c C : L bie Ea dund Lerikographie (eins{l. albanesisch-epirotisce Literaturerzeugnisse, vermischte Scbriften zur K

der Kreuzzüge und des Heiligen Landes.

Gewerbe und Haudel.

i | Mißbräuchen

1 den in neuerer Zeit mehrfach hervorgetretenen Vet} bei eas Verkauf und bei der Wiederanlegung von alten Dampskesseln wirken, erscheint es, | l eid en Ge Präsidiums, vom 10. d. M., erforderlich, bei Neukonzessionirung allerbereits anderweit in Betrieb gewe]ener

folgende Pun ai N ie früheren Betriebêstätten de)jelben, 7] N R überhaupt \<on betrieben worden, sowie über die Gründe, welce seiner Zeit zur Ausrangirung desselben geführt haben.

Gs wird jedo eine solbe Auskunft in der

dem bei der wiederholten Konstruktionsp: Üfung des der allgemeinen Anweisung zur

Ermittelung der Beschaffenheit des verwendeten Materials und der

bohren oder dergl.) vorgenommen werde. u | ? mittelung ist die hô<hste Dampfspannung festzusezen und nah Maß gabe der $8. 11 und 12 der allgemeinen polizeiliden Bestimmungen Anlegung von Dampiîkesseln e V geschriebene Wasserdruckprobe mit besonderer Sorgfalt auszuführen.

die Wiederkonzesstonirung nur ausn [

einer 28 Miu Anleitung e N ausgeführten ÜUntgj d esammten Beschaffenhet i

O ien der Antragsteller selbst die Aufstellung und Be-

Z dcssels beabsichtigt und die Er ierz1 Es Ne A en Vodagen bei der zuständigen

—— Dortmunder Bankverein Lat troß des niedrigen aus as anhaltender Geschäftsftille für das verflossene Jahr

inen Aufs{wung zu verzeichnen. |

63 463 a8 é. betrug, ift derselbe R a 1 e e e ae aen ntokorrent-Konto hat ch um 12 A,

E R t 902 368 (6, auf Giro» (Ched-) Konto um

das

Der S 5528 A

iervon gehen ab: Verwaltungskosten 27 665 M, Steuern } Attareibängan auf ausstehende Forderungen 2930 M,

Hierzu kommt aer : O S F PSidcat bat in Betreff der Verwendung dieses Uebershufses folgende

¡irung des Neservefonds 10?/9 mit 7405 F, zur Vertheilung U E Vloidenn von 69/0 e 59 995 M, zu Tantièmen 6661 H, zur Uebertragung auf neue Rebnung 675

der ‘Deutschen Rundsc{au“ (Verlag

Frland unter Ba M Bon

(Schluß) siebenhundert Sprüche des Hâla.

Britannien. Von Theodor NAola der Königlichen 1885 gehalten von Von Theodor Zur Sprachwissenschaft. Von Bibliographie.

Antiguariatshandlung von Otto Har- - antiquarishen Katalog (109)

De. F. Pio in Kopenhagen, ein Schriften unter folgenden Ru- der griechischen Literatur, Biblio-

ipez. volksthümliche Literatur 2c. ; ulturgeswi<te, Geographie, Archäologie 2c. Griecenlands im Mitielalter und in der Anhang: Zur Geschichte der byzantinischen

nach einer Bekanntmachung des

el thunlih# vollständigen Nachweis über üher den Erbauer des Kessels, über fzrner über die Zeit, während

Regel nicht as A s darauf gehalten roerden, daß außer- o 1s Kessels (Nr. 6 Ausführung der Gewerbeordnung eine innere Untecrsuhung mit genauer

i denen Blechstärken (dur An- n E Erst auf Grund dicser Er-

vom 29, Mai 1871 die vorx- angekauften Dampffkesseln, deren frühere A überhaupt ni<ht nachgewiesen werden ausnahmsweise auf Grund des Kessels und Überdies r

Erlaubniß hierzu unter Ein- b Behörde

Während der Gesammtumsatz 1883

der Mehr- 1883 betrug 111410 M

1883 das

gehoben ; Jahr beträgt

Sahr gegen d Bruttogewinn

nto

Zeig umen demn< ein Reingewinn von 75 286 Gewinn aus 1883 mit 685 M. sodaß von 75971 M ergiebt. Der Auf-

reibungen sind zu verwenden: auf Grund- Mb. Dat Mobilien-Konto 5°%/o mit 280 M,

# inn 149 636 « Der na< Abzug von 28 150 M. Unkosten vera bleibende Reingewinn von 121485 4 wird nebst 5741 M une v vortrag von 1883, in Summa 127 327 M folgendermaßen ven e werden: 5105 Æ zu Abschreibungen auf Konto - Korrent - arm 21 008 &. zu Abschreibungen auf Immobilien-Konto und vorbe m lih der Genehmigung der bevorstehenden Generalversammlung, os r zur Dotirung des geseßlidben Reservefonds, 32 865 M ur S n r E Spezial-Reservefonds, E d“ zu Tantièmen, endli J NBertheilung von 5"/9 Dividende. R E 14. Februar. (W. T. B.) Wie die „Gie, t berichtet. ist der Roheisenmarkt zwar wenig verändert, Lo e pp fester. Die Wocvenproduktion ift um 200 t zurüd>gegangen, da

Hochofen der Redenhütte als reparaturbedürftig gelöst worden ift. s i i i e Î es. lzeisenwerke erhielten neuerdings ziemli belangreiche Ordr Setnbieche erzielten einen guten Absaß, während Grobblehe s{<wa< ) dpreis von 11,00 4 und gingen tür andere Provinzen bis U S É nah der Höhe an ET E SS : fl f wurde eiwas reger umgeseßt; Pretie unveranderI. Zus wae E iee. (0 L D) St. Petersburg, 13. Februar. (W. T. B.) Die Zoll- ne A n betrugen am 1. Dezember 1884 90567 500 Rubel, New-York, 13, Februar. (W. T. B.) Baumwollen- m T Sit, Zufuhren in allen Unionshäfen 69 000 B., Aus - 17 000 B., Vorrath 837 000 B. Verkehrs8-Anftalten. \atia“ der Hamburg-Amerikanischen Pa>etfahrt- U LTaeel [f < Hi ist, von Westindien kommend, beute in Havre, d, heute Mittag in New-York eingetroffen. R T, 13, Februar. (W. T. B.) Der Dampfer

Der Export na den polnischen Filialen ist etwas lebhafter. begehrt waren. Die Walzeisenpreise für Schlesien und Posen hielten der gestrigen

Wollauktion waren Preise unverändert.

gegen 94 284 155 Rbl. des Vorjahres.

fuhr na Großbritannien 66 000 B., Ausfuhr na< dem Kontinent Hamburg, 13. Februar. (W. T. B.) Der Postdampfer

der Postdampfer „Rhaetia“ derselben Gesellschaft, von Hamburg

Belgenland“ der Red Star Line ift hier eingetroffen.

Berlin, 14. Februar 1885. 2

Cöln, 14. Februar, 1 Uhr 40 Min. V. (Tel.) Die englische Po st vom 13. Februar früh, planmäßig in Verviers um 8,21 Uhr Abends, ist ausgeblieben. Grund: Betriebsstörung zwishen Düren und Cöln.

18 neueste Bereiberung der bisher aus Arbeiten von Lenba, uis H. di Angeli, Leon Pohle, G. Gräf, Peter Janssen u. A. bestehenden Porirätsammlung berühmter Zeitgenossen hat Profeffor G. Biermann für die Nationalgalerie in einem Tee Kniestü> das Bildniß des Geheimen Hofraths Professor Dr. Wil- belm Weber in Göttingen vollendet, dessen Verdienste bereits auc dur< eine in der dortigen Universitätsbibliothek aufgestellte, im Staatsauftrage von dem Bildhauer Volkmann în Rom gearbeitete Marmorbüste gechrt wurden. Mit dem sammetbeseßten, weiten, fal- tigen Professorenmantel angethan und mit dem Orden pour le rate ges<müd>t, ist der berühmte Physiker în einem lite Lehnf: m am Katheder {itend dargestellt, mit beiden _Hônden, die au einem voc ihm liegenden Buch ruhen, ein engbeschricbenes Blatt vor fi< haltend und den leicht vorgebeugten Kopf dabei dem Beschauer zuwendend, dem ec direkt ins Auge blidt. Der Fond des Porträts mit einem [leiht angedeuteten, mit Butenschciben verglas"ten Fenster hat in der, gewohnten Weise des Malers, der hier auf cine rcichere Entfaltung foloristisher Mittel, wie man sie in seinen Frauenbildnissen gewöhnt ift, ver- zichten mußte, eine goldig warme Tönung erhalten, von der fich E Gestalt kräftig abhebt. In der Bewegung ‘der leßteren wie in der malerisben Haltung des Bildes is vielleicht der E einer leiten Unruhe nicht ganz überwunden ; sehr <atafteristis{ a E er- scheint der in vollem Licht modellirte weißhaarige Kopf, der nes seincr achtzig Jahre außerordentlich lebendig bli>t und E E jugendliche Frisbe und geistige Beweglichkeit zum Ae E , Bon dem sonst üblichen Brauch abweichend, ist das Bild e G er Veberführung in die National-Galerie zunähst im Salon de Künstlervereins zur Auéstellung gelangt.

n den bis vor Kurzem von der Königl. Porzellan-Manufaktur benutzten Räumen der ersten Etage des Houses Friedrichstr. n SE der Leipzigerstraße, hat die Kunsthandlung von Fris Q E einigen Tagen cine Ausftellung von 29 Gemälden d age: ú fishen Marinemalers I. C, Aiwasowski tirt ge damit dem Berliner Publikum Gelegenheit gegeben, den h Zu Feodosia in der Krim geborenen, în den vierziger und fünfziger E nicht blos in seiner Heimath zu großem Ansehen gelangten A e dem freilich zu gleicher Zeit au der \charfe Wels E nit erspart blieb, zum ersten Mal aus einer größeren Inzah ae Werken seiner Hand kennen zu lernen. Was leßtere bieten, E Schildexungen des Meeres und feiner Uferstättcn în Motiven von E Küsten Italiens und Griechenlands, der Krim und Kleinasiens an den verschiedensten Stimmungen von Licht und Lusk. L i L von befonders imposantem Umfang gesellen dazu E oes episodis<he Vorgänge aus dem Seelecben des Columbus : as S veranfcaulicht die Flotte des Xerxes vor der Schlacht bei F S Yucþ in den verhältnißmäßig wenigen Fällen, in denen ie g schaftliche Scenerie des Festlands id, erner Bien as E e

1 Ï [pri ausnahmt ee in L

U L e n nur zwei Stüdlke, eine

Komposition entscieden d nur zwel_ fe E S iberrascbte und eine bei hoher Sommerhi vom Scneesturm überrasd r ee S s

i Meideplaß } usammendrängende ei Meter E L Gebiet. Iktrer Sg E das gehören die vorgeführten ee M erag E et S S n. In die beiden Jahre 18(9 und die dre A LARS: nur schr wenige Arbeiten reichên po E O Repräsentirt die N E et E „igeattibe R TO Künstlers, sondern zunächst nur die Produllton ereits g & Meisters, H gewährt fie do troßdem eine ln M ae fende Vorstellung von der in den Grundzügen ihres p L ziemli treu gebliebenen künstlerishen Richtung O N ) ta Aiwasowski's. Um dem perföslihen Verdienst des in A a noch rüstigen Meisters nav Gebühr gere<t zu werden, Eh L E nicht vergessen dürfen, daß feine Arbeiten, „ob aa: us e A erst entstanden, do<h in einer bercits abge|<io se late uns liegenden Periode wurzeln. Was damals als ein o rgan frei entwi>elter Technik gelten Pan f npioisen Le E L eines jeden au eatun i S dio: Rad einem vôllig erstorbenen Fe us Entfaltung rei: er koloristischer Wirkungen erschien, E LE Se fahr, als hart und E a uit lo Va E S I Ln zurückgewiesen zu werden. Ver Heu L tere Ee E in eine ganz andere Auffassung der Natur hineingele rEn anderen Anschauungen über das erfüllt ist, was in ihrer Wieder- Die E it Toenebwste Ziel bildet, können somit die Be Aiwasoweki's ni<t mehr den Eindru> maden, den sie Been zeit erzielten. Aber auch ohne sie etwa mit de i u eines Andreas Achenba% oder eines der luüngeren f Cr, die dur< ihn die See haben sehen und lisvera JORS in Vergleich zu stellen, wird man bei einem R Q die hier vorgeführten Leistungen doc rur zu sehr gelte er e erkennung gelangen. Ohne Frage offenbart si in ihnen ein bemer e werthes künstlerishes Talent, das sich dur fleißige Studien genie und befrudtet hat. Dazu geht das in ihnen bewiesene maler

irektion der Zwi>kauer Bank dem Abihluß pro 1884 beträgt der Brutto-

; ; it : iber das Durhschnittsmaß der in Betracht fommenden Ze | tba Hinaus, und nicht selten gelingt es demselben, in der als

L r aud