1885 / 50 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

om größten sei, sei doch selbstverständlich. Diese Mehrausgabe komme do s{ließlich au dem Staate zu Gute, jedenfalls sei die Entwickelung der Berliner Universität nicht ünstlih gefördert worden. Man habe nachträglih nur immer und zwar in unzureichender-Weise den Bedürfnissen Rehnun getragen. “Dem Abg. Reichensperger könne er bemerken, da auch in Berlin Seminare existirten, freilich müsse die Zahl der Besucher beschränkt werden, wenn die Seminare ihren Zweck erfüllen sollten. : E

Der Abg. Bachem bemerkte, es sei erklärlih, wenn gegen den Berlinismus eine gewisse Reaktion eintrete. Warum würden neue Professuren immer nur in Berlin errichtet ? Warum habe man die Professur für Meteorologie und das zahnärztliche Jnstitut für Berlin bestimmt? Man mache do dadurch Berlin künstlich zum Anziehungspunkt für die Studenten. Und auch die Professoren drängten hierher, weil sie hier eine glänzendere Lebensstellung einnähämen. Dem müsse entgegengetreten werden. Man solle sich vor Allem bemühen, tüchtige Kräfte den Provinzial-Universitäten zu er- halten. Was der Abg. Wagner über die Theuerung in Berlin bemerkt habe, entspreche seinen eigenen Wahrnehmungen nit.

n Bonn lebe man mindestens um ein Drittel theurer. Seiner Bartel sei Berlin allerdings tbeuer, viel zu theuer ! i

Der Abg, Dr. Langerhans entgegnete, man könne doch nicht gegen den Strom s{hwimmen und Lehrkräfste an den Provin- zial-Universitäten anjstellen, wenn keine Schüler vorhanden jeien. Der Minister habe die Berechtigung des Verbots aus den S8. 40 und 41 der Disziplinarvorschriften hergeleitet. Aber dicselben könnten do nicht gegen den jeßigen akademisch- liberalen Verein Play greifen. Der Rektor habe gar kein Recht gehabt, den Eintritt in diesen Verein zu verbieten. Der Abg. Wagner habe gemeint, dem Verein deutshecr Studenten Tönnten antisemitishe Tendenzen niht nachgewiesen werden. Man solle doch nur Berichte über das Auftreten dieses Ver- eins Lesen. Zu behaupten, daß ¿erselbe nicht politische Be- strebungen verfolge, sei ein Streit um Worte. Sein Zweck sei, den nationalen Gedanken zu pflegen. Sei das nicht au eine politische Aufgabe? Er bitte den Minister nochmals, die von ihm erbetene Remedur eintreten zu lassen.

Der Abg. Dr. Windthorst bemerkte, man müsse den Minister allerdings ernstlih bitten, dahin zu wirken, die unge- heure Zunahme Berlins niht noch künstlih zu befördern. Die Gymnasial-Direktoren sollten Aufsäße anfertigen lassen, worin die Vorzüge des Studiums auf den Universitäten der betreffenden Provinzen behandelt würden. Der Zudrang nah Berlin sei geradezu ershreckend. Auch die Beseßung der Pro- fessuren errege Bedenken. Die Professuren für Geschichte wür- den fast überall mit Protestanten beseßt, welche die Geschichte nur von dem einseitig protestantishen Standpunkt aus: vortrügen. Es sei sein dringender Wunsch, daß auch und zwar vor Allem in Berlin Geschichtéprofessoren katholisher Konfession ange- stellt würden. Man könne es katholischen Eltern niht zu- muthen, ihre Kinder in die Vorlesungen kulturkämpferischer Professoren zu schicken.

Der Abg. Dr. Reichensperger (Cöln) behauptete, auf allen Gebieten sei die Tendenz vorherrschend, Berlin zu begünstigen. Er erinnere nur an die Millionen, die hier für Museen aus- gegeben würden. Für Cöln habe man in dieser Beziehung nihts gethan. Man sage, in Berlin hätten die Studenten Gelegenheit, in große Kreise hineinzukommen. Er halte diese Kreise niht für unbedenklich, viel besser sei für die Moralität der Studenten gesorgt, wenn sie in einer kleinen Universität im Kreise von Studiengenossen lebten. Für akademisch könne er den vom Abg. Langerhans erwähnten Verein nit halten; er solle aber noch liberal sein. Es wäre ihm interessant, zu hören, was der Abg, Langerhans unter „liberal“ verstehe. Er (Redner) kenne den Begriff kaum noch, obschon er auch in seiner Jugend zu den Liberalen gehört habe. Was man heute liberal nenne, erinnere ihn kaum noch an das, was er unter liberal verstanden hätte. Den Studenten möchte er noch den gut gemeinten Rath geben, weder liberale, noch nationale, noch antisemitishe Vereine zu gründen, sondern nur der Wissenschaft zu leben. Das Vereinswesen führe in gesährliche Bahnen. Man habe 1848 erlebt, wohin da liberale Vereine geführt hätten. ; : | j

Der. Abg. Dr. Wagner bestritt die Ausführungen des Abg. Bachem, als ob die Berliner Universität ungerecht bevor- zugt würde. Schon das verhältnißmäßig theure Leben in Berlin bedinge größere Kosten der dortigen Universität. Auch komme die Verwendung für Berlin noch am meisten dem

ganzen Lande zu Gute. Von einer Parteilihkeit gegenüber den Katholiken könne keine Rede sein. Der Vermehrung der sogenannten Seminare an den Universitäten ständen große praktische Schwierigkeiten entgegen, Die Ausgaben für die Berliner Universität seien nationalökonomish gute; Berlin sei nun einmal Reichshauptstadt, dementsprehend müsse

“übrigen ; dies, und niht etwa die häufige Abwesenheit eines

auh die Berliner Universität ausgestattet sein. Die Aus- führungen des Abg. Langerhans zeugten wieder von der be- kannten liberalen „Toleranz“. Jeßt bekämpfe man die deutshen Studentenvereine liberalerseits; früher, als die Mehrzahl der Studenten liberale Neigungen gehabt hätten, hade die liberale Presse niht genug jubeln können, wenn einmal ein Student öffentlich aufgetreten sei. Die Liberalen sähen eben, daß ihnen die Bewegung der nationalgesinnten Studenten allmählich das Heft aus der Hand nehme; sie würden mit diefen Studenten später als mit politischen Gegnern zu rehnen haben. Seinetwegen hätte man übrigens den „liberalen Studentenverein“ bestätigen könne; er wolle hier nur die gegen den Verein der deutshen Studenten erhobenen Angriffe zurückweisen.

Der Abg. Dr. Windthorst wiederholte, daß man staailicher- seits die Geschihtss{reibung und Geschichtssorshung der Katho- liken in parteiliher Weise zurüdseße._ j

Der Abg. Dr. Kropatschek erklärte sih mit den Ausführungen des Abg. Wagner völlig einverstanden und befürwortete so- dann die im Etat geforderte neue Professur für Meteorologie, da dieselbe mit der beabsihtigten und sehr dringlihen Re- organisation des meteorologischen Fnstituts in enger Ver- bindung stehe. Besonders wichtig als Beobahtungspunkt sei auch die meteorologishe Station auf dem Brocken, ein besonderes Verdienst des Dr, Aßmann in Magdeburg, der auch persönlich im Winter drei Wochen im Brockenhause zugebracht habe, um Beobachtungen vorzunehmen. Es würde si wohl empfehlen, einen besonderen Beamten, z. B. einen in der Nähe wohnenden Förster, zu Beobachtungszweckten auf dem Brocken zu stationiren, auh eine geeignete Telegraphen- leitung nah der dortigen Station anzulegen. Er bitte den Minister, diese Frage wohlwollend zu erwägen.

Die Position wurde darauf bewilligt, womit der Titel „Universität Berlin“ erledigt war.

Zu Tit. 3 (Universität Greifswald) befürwortete der

Abg. Dr. Bierling einen Antrag, für einen zweiten außerordent- lihen Professor der Theologie, speziel für hebräishe Sprache und alttestamentlihe Theologie, dem Titel noch 2940 M zu- useßen. : Die Budgetkommission beantragte in Uebereinstimmung mit der Regierung, das Mehr für einen ordentlichen Pro- fessor der Botanifï (künftig wegfallend) im Betrage. von 5790 M6 abzusetzen.

Der Antrag Bierling wurde der Budgetkommission über- wiesen , der Titel im Uebrigen nah dem Kommissionsvorschlag bewilligt.

Bei Tit. 6 (Universität Kiel) bat der Abg. Schütt den Minister, künftig in Kiel einen pharmakologishen Lehrstuhl zu errichten.

Der Abg. Schreiber (Marburg) wollte die für einen außerordentlichen Professor der Rechte in Kiel geforderten 3060 6 als künftig wegfallend bezeichnet wissen ; es handele sih darum, für einen im ‘Parlamente thätigen Professor Ab- B zu schaffen ; dieser Zustand werde nur ein vorübergehen- der sein.

Der Regierungskommissar Geh. Reg.-Rath Dr. Althoff er- klärte, die juriftische Fakultät in Kiel sei schwächer besetzt als alle

ordentlichen Professors der Rechte von Kiel fei der Haupt: grund, weshalb die Bewilligung des Extraordinariums er- wünscht werde.

Der Abg. Dr. Hänel bemerkte, diefe Professur beziehe sih nicht auf ein Vertretungsbedürfniß für ihn während seiner dur die Parlamente veranlaßten Abwesenheit von Kiel, \on- dern es handele sich um ein selbständig hervorgetrètenes Be- dürfniß nach ganz bestimmten juristishen Vorlesungen über Encyklopädie und allgemeinere Disziplinen, die von dem Pro- fessor extraordinarius abgehalten würden. Uebrigens würde der Staat im Bedürfnißfall verpflichtet fein, auch für einen Professor während dessen Einberufung ins Parlament für Vertretung zu sorgen.

Der Abg. Büchtemann erklärte, in dex Budgetkommission sei das Motiv der Abwesenheit des betreffenden Professors von Kiel wegen parlamentarischer Geschäfte nicht in den Vor- dergrund gestellt worden.

Der Antrag Schreiber wurde abgelehnt ; der Titel blieb unverändert.

Bei Tit. 9 (Universität Bonn) spra der Abg. von Fürth dem Minister seinen Dank aus wegen dessen mehrfach hervor- ragender Fürsorge für diese Universität, betonte aber sodann, daß immer noch zahlreiche Bedürfnisse gerade bei der Bonner Universität existirten, deren Befriedigung dringend erwünscht sei. Dahin gehöre namentlih die Ergänzung der Bibliothek.

Der Abg. Kauffmann wünschte bessere Unterbringung und bequemere Zugänglichkeit der bei der Bonner Universität be-

Ftanf bemerkte der Staats-Minister Dr. von Goßler eine Herren! Jch bin sehr gern bereit, den Anregungen deg leßten Herrn Vorredners meine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Vorschläge, welche er gemacht hat, bewegen sich * ganz auf dem Gebiete, welches zu kultiviren ih ftets bestrebt gewesen bin: die vor- handenen Kunstsammlungen in jeder zweckmäßigen Weise zu populari- firen. Dazu gehört vor allen Dingen, daß diejenigen Schäte, die im Besiße der Verwaltung sind und in Bonn sind folche glücklicher- weise in reidem Maße vorhanden in angemessener und leiht zu- gänglicher Weise für das Publikum verwerthet werden. Jh werde versuchen, ob mit den vorhandenen etatsmäßigen Mitteln den Wünschen des Herrn Vorredners entsproben werden kann; eventuell werde ih mi nicht scheuen, wenn vielleiht für Unterbeamte eine Erhöhung nöthig ist, die erforderlichen Anträge zu stellen. Was die Wünsche des vorleßten Herrn Vorredners betrifft, so bezogen sie sich soweit id seine Ausführungen verstanden habe auf die Universitätsbibliothek in Bonn. Es ist, wie Sie vielleicht bei der Begründung des im Extraordinarium ausgeworfenen Postens „Zur Ergänzunz der Universitätsbibliotheken“ in der Budgetkommission schon gehört baben, mein dringender Wunsch, die Bibliotheken , eine der wichtigsten Quellen und Grundlagen der Wissenschaft zu fördern, namentlich auch die Lücken in den Universitätsbibliotheken auszufüllen. G8 sind cingehende Untersuchungen darüber angestellt worden. Die Gesammtsumme, welche Seitens der betreffenden Verwaltungen als erforderlich bezeihnet worden ist, ift eine recht erhebliche. Wenn i aber auch nicht in der Lage gewesen bin, in Bezug auf die ganze Summe bereits den Beifall der Finanzverwaltung zu finden und {on im gegenwäctigen Etat die Lücke ganz auszufüllen, so bin ih doch der Finanzverwaltung sehr dankbar, daß sie mir wenigstens die Möglichkeit gewährt hat, 125 000 M zum Zweck der Ausfüllurg der Lücken der Universitätsbibliotheken in den Etat einzustellen. Das ist immerhin eine nicht unerheblihe Summe und ein erfreuliher Anfang. S i S Speziell für Bonn kann ih bemerken, daß die dortige Bibliothek nach meiner Kenntniß zu denjenigen gehört, welche vorzugsweise nah verschiedener Richtung hin einer Auffrishung und einer Ergänzung bedürftig ist. J hoffe, daß wenigstens ein Theil der Wünsche, welche der Herr Vorredner bei mir angebracht hat, auch ihre prak- tishe Durführung und Erfüllung finden werden. Der Titel wurde bewilligt. - Bei der Position für die Universität Münster fprach der Advg. Dr. Kropatschek dem Minister seinen Dank aus, daß Breslau jeßt ein Ordinariat für Geographie erhalten habe, er wünsche auch einen geographischen Lehrstuhl für Münster.

Der Abg. Dr. von Cuny fragte, ob nicht bald in Münster der Lehrsiuhl für neuteftamentliche Exegese beseßt werde.

Der Abg. Dr, Windthorst bat den Minister, bei Beseßung der katholisch:theologishen Fakultäten die kirchlihen Organe gehörig mitwirken zu laffen.

Der Staats-Minifter Dr. von Goßler bemerkte:

Bis zu dem Zeitpunkt, welhen dec Hr Abg. Dr. Windthorst als den erwünschten bezeihnet, wo die Bischöfe auf den preußischen Universitäten die Profefioren der katholisb-theologisben Fakultäten selbständig berufen, müssen die preußishen S1aats-Universitäten na den Geseßen verwaltet und behandelt werden, die dafür von der zuständigen Stelle erlassen sind, Die preußisben Staats- Universitäten beruhen auf den Bestimmungen Sr. Majestät, bezw. Seiner Erlauchten Vorfahren. Die Statuten für die katholischen Fakultäten sind zum Theil unter ausdrückliher Zustimmung des Päpstlichen Stuhles bezw. der Bischöfe, zum Theil unter der ftill- shweigenden Billigung derselben erlaffen, und ib würde mi einer fehr {weren Verantwortung aussetzen, wenn i hier durch cine Er- klärung andeuten könnte, daß eine Verrükung dieses Rechtszustandes möglich wäre. Die Statuten bestimmen ausdrücklib, und danach ist bisher Jahrzehnte lang an allen bestehenden Anstalten verfahren daß die Beseßung von Seiten der Staatsregierung ausgeht, und daß der Bischof nur das Recht hat, Einwendungen über Lehre und Wandel des in Ausficht genommenen Universitätslehrers zu erheben. Das ift ein Zustand, ver für Münster so lange in Geltung und Uebung gewesen ist, als die Akademie unter preußischer Verwaltung sich befindet, und ohne daß früher Schwierigkeiten erhoben find, Hiernach kann die preußisde Staatsverwaltung erwarten, daß der Hecr Bischof eine Antwort ertheilt auf die Frage, ob Bedenken vorhanden sind, und daß er, wenn er eine Antwort ertheilt und Bedenken geltend machen zu müssen glaubt, sie auch motivirt nach der Richtung des Wandels oder der Lehre. Das weiß ih sehr wohl, und das ist ja auch ge- schehen, daß, wenn die Bedenken, welche die Bischöfe erhoben haben, von der Staatsverwaltung nicht geprüft und gewürdigt worden sind, und wenn die Ernennungen gegen die Wünsche und die Meinung der Bischöfen erfolgt sind, die Herren Bischöfe in der faktischen Möglich- keit sib befinden, ihren jungen Theologen, da dieselben nah den Lehrsäße der katholishen Kirwe {on als Studirende vollständig der Disziplin der geistlihen Oberen unterstellt sind, den Besuch der Kollegien der Profefforen zu verbieten. Aber, wenn dies auch der Fall ift, meine Herren, so wird hierdurch an der Rechtsfrage und an der rechtlichen Lage immerhin nichts verändert, und das ist das Wesentliche. So lange aber diese RNectslage besteht, muß ih über derselben wachen und für eine entsprechende Ausführung sorgen.

Der Abg. Dr. Windthorst erklärte, er habe die bestehende Rechtslage nicht bestritten, sondern im Juteresse des kirchlichen Friedens nur eine Aenderung derselben gewünscht.

Nachdem das Kapitel darauf bis zum Schluß bewilligt worden war, wurde die weitere Berathung um 41/, Uhr auf

findlichen Kunstsammlungen.

Freitag 10 Uhr vertagt.

[2x1 P tangie für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Centra!-Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition des Dentschen Reihs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers :

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 9, Industrielle Etablissements, Fabriken und 2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

Grosshandel.

Oeffentlicher Anzeiger.

6, Verschiedene Bekanntmachungen. 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. | 7. Literarische Anzeigen.

„Juvalidendaunk“, Nudolf Mosse, Haasenstein

& Vogler, G. L. Daube & Co.,, E. Schlotte,

Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren Annoncen - Bureaux.

In der Börsen-

Berlin 83W,, Wilhelm-Straße Nr. 32. M

4. Verloosung , „Amortisation, Zinszahlung

e

Subhaftationen, Aufgebote, V ladungen u. dergl.

[67435] Ausgebot.

Iohann Heinrich Haberniann voa Tüttleben, Frau Louise S!yfarth, geb. Habermann, ebendaher und Frau Martha Agneje Rudloff, geb. Habermann, von Reichenbach, haben die Einleitung des Aufgebots- verfahrens hinsihtlich ihres Bruders Heinrich Haber- mann ‘von Tüttleben zum Zweck der Todeserklärung beantragt. Derselbe is vor 15 bis 16 Jahren von TFüttleben: nah Amerika ausgewandert und hat vor etwa 11 Jahren an ‘seine ‘Mutter Anna Mari einank die lezté Nachricht ergehen lassen. Set

ermögen beträgt 342 4

Es, wird: Aufgebotstermin auf

Mittwoch, den 2. September 1885, Mittags 12 Uhr, anberaumt,

“Heinri Habermann und dessen Erben werden biermit geladen, in diesem Termine zu ‘erscheinen, widrigenfalls“ Heinri Habermann für todt erklärt und: fein Vérmögen an die #ch{ Tegitimirendèn Erb- berechtigten j; uud in Ermärtgëlung!! solher an den

or:

Fiskus ohne Kaution überlaffen w-rden wird.

u. s. w. von öffentlichen Papieren.

mit ihren Ansprüchen ausges{lossen werden. Be- theiligte, ‘welche außerhalb des Geri%tssißes wohnen, haben spätestens im Termine bei Verlust ihrer An- sprüche cinen hier wohnhaften Bevollmächtigten zur Annahme künftiger gerihtliher Zufertigungen zu bestellea. - Cine Wiedereinseßung in den vorigen Stand, aegen das im Termin zu ertheilende Aus- \ch{lußurt heil ift unzulässig. Gotha, den 3. Februar 1885. Herzogl. Sächs. Amtsgericht. VII. Jusat,

[46686] Aufgebot. E

Die Wittwe Nitsche} Friederike, geb. Höhnike, zu Niebel bei ¡Lreuenbrießen, ‘hat das Aufgebot der angebli „verbrannten'zwei 5%/oigen Hypothekenbriefe der . NationalzHppotheken-Créedit-Gesellschaft, cinge- tragenen Genossenschaft zu Stettin, Serie D. Nr. 6128“ vom “1, Oftober 1874 und Nr. 13851 vom 1. August 1877 über je 300 #* beantcagt: Der Inhaber-der Urkunde wird aufgefordert, pätestens in! dem: auf

Erbbétecbtigte jedo; die ih nit meien: werbèù

8. Theater-Anzeigen. | 9, Familien-Nachrichten. beilage. 28

vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 53, anberaumten Ausgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunden vorzulegen , widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Stéttin, den 23, Oktober 1883. Königliches Amtsgericht.

[38524] Aufgebot.

Auf Antrag des Rendanten Rautenberg und des Maurermeisters F. Reitmeyer wird der am 30. März 1835 zu Tilsit geborene und im Jahre 1858 nach Rußland ausgewanderte Schlossergeselle Carl August Robert Dürr aufgefordert, \pätestens im Termin den 3. September 1885, Vormittags 11 Uhr, im Zimmer Nr. 16 vor dem unterzeihneten Ge- rihte fich perfönlich oder \{riftlich zu melden, widrigenfalls seine Todeserklärung “ausgesprochen und über seinen Nachlaß in Gemäßheit der S8. 834 ff. an 18 Theil II7 des A. L. R. verfügt werden wird.

Tilfit, den 19. August 1884.

den 18. Jaunar 1887, Vormittags 12 Uhr,

Königliches Amtsgericht. III.

K

[58150] Aufgebot.

Im Hypothekenbech für Frammersbach Bd. V. Seite 284 ist auf dem häuslihen Anwesen der Agatha Brunner, Wittwe allda: Plan-Nr. 31 seit 1. September 1829 eine Herauszahlung von 450 Gulden für Thomas Aull von da eingetragen.

Auf Antrag der Anwesensbesißerin hat das K. Amtsgericht Lohr am 13. Dezember 1884 das Auf- gebotsverfahren beschlo}sen.

Es ergeht deshalb an alle Jene, welche auf fragl, Hypothekforderung ein Recht zu haben glauben, die Aufforderung: ihre Rechte und Ansprüche bis zu oder spätestens an dem auf

Mittwoch, den 1. Juli 1885, Vormitiags 9 Uhr, dahter anberaumten Aufgebotstermine anzumelden und zu begründen, widrigenfalls die bezeichnete For- derung für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöscht würde.

Lohr, 15. Dezember 1884,

Der K, Gerichtsschreiber: Kraus, Sekretär.

N s a E E L at

a v f h Aufgebot. er Einwohner Facob Harms 5 in Doberan, hat das Aufgebot zu Rosto, früher 1) eines Hvpothekenscheins über 600 4 einge- tragen am 9, Februar 1883 für ihn zu 4 9/0 Zinsen in das Grund- und Hypothekenbuch übe: die Häuélerei Nr. 2 zu Meschendorf Fol. 1 Is 2) dne Vupotbekenscheins über 300 „4, einge- ragen [Ur wn zu /e Zinsen e t e ENYAdA Vol. 2 des Grund- uid Dppotbltet u beantragt. Die Inhaber der Urkunden w ; gefordert, spätestens in dem auf E Ten Gu den 25. September 1885, Mittags 12 Uhr vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Auf- at vag mder ihre LeGte ¡anzumelden und die Ur- unden vorzulegen, widrigenfalls die K E der Urkunden erfolgen wird. e Kraftloserklärung Kröpelin, den 19. Januar 1885. Großherzogl. Mecklenburg-Schwerinsches Amtsgericht.

[70183] Aufgebot. 1) Auf denAntrag des Nachlaßpflegers, Rechtsanwalts Fendler in Trebniß, werden die unbekannten Erben der am 7. April 1884 zu Bunkai verstorbenen Chri- JBkte Faude aufgefordert, spätestens im Aufgebots- ermin, den 19. Februar 1886, Vormittags 11 ihre Arsxrücbe und Rechte auf den ae betragenden Naclaß bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, widrigenfalls dieselben mit ihren An- sprüchen auf den Nachlaß werden ausgesch{lossen und der Nachlaß dem sich meldenden und legitimirenden Grben, in Ermangelung desselben aber dem Fiskus wird verabfolgt werten ; der \ih später meldende Grbe alle Verfügungen des Erbschaftsbesitzers an- zuerkennen \chuldig. von demselben weder Rec- nungslegung noch Ersaß der Nutzungen zu fordern berechtigt ift, sich vielmehr mit ter Herausgabe des no a denen e muß. 2) G8 werden auf den Antrag des Vo 1des8 Ferdinand Hirschmann in Massel t A der Stellmachergesell Gottlieb Scneider, boren in Massel am 21. Februar 1836, welcher E Zie C in e e gegangen, und auf den Antrag des Klemprermeis Ulbri zu Lauban: E 2 P dessen Bruder, Klempnergeselle Otto Franz Ulbrich ao S: welcher vor 25 Jahren in die Fremde gegangen und seit 1861 nit hat hören lassen, e n aufgefordert. sich spätestens im Aufgebotêtermin, den 19. Februar 1886, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeibneten Gerichte zu melden, widri- genfalls ihre Todeserklärung erfolgen wird. Trebnitz, den 16. Februar 1885, Königliches Amtsgericht T.

[70187] Aufgebot.

Der in Berlin am 15. August 1884 von Ehrhard Zweig an eigne Ordre gezogene, am 1. Dezember 1884 fällig gewesene und von M. Stneider in Mewe acceptirte Wechsel über 300 ( ift angeblich verloren gegangen.

Auf Antrag des Kaufmanns M. Rosenfeldt zu Culmsee ergeht an den unbekannten Inhaber des be- Gen Wechsels die Aufforderung, spätestens in dem auf den 17. September 1885, Mittags 12 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Wecsels erfolgen wird. F. 1/85,

Mewe, den 23, Februar 1885.

Königliches Amtsgericht.

O) Aufgebot.

Das Sparkassenbuch der städtischen Sparkasse zu Königsberg Vir, 192612 über 117 A 85 9, ausgefertigt __ für den Maurergesell Carl Engel, ist angeblich verloren gegangen und foll auf den Antrag des genannten Eigenthümers zum Zweck der neuen Ausfertigung amortisirt werden. Es wird daher der Inhaber des Buches auf- gefordert, spätestens im Aufgebotstermin, den 17, September 1885, / 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerichte (Zimmer 62) seine Rechte anzumelden und das Buch vorzulegen, widri- genfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Königsberg, den 19. Februar 1885, Königliches Amtsgericht. VIII.

ge-

[70186]

Aufgebot eines Wechsels.

Bei dem unterzeichneten Gericht ist von der Firina Germain & Co. in Malmerspach bei St. Amarin (El\aß) das Aufgebot des von dem Kaufmann D. Behrens in Winsen an der Aller auf G. Mewes in Luckenwalde gezogenen, drei Monate à dato an die Ordre des Ausstellers zahlbaren Primawecfels de dato Winsen, den- 27, August 1884, über 600 M, welcher angebli abkanden gekommen ist, beantragt. Der unbekannte Inhaber des vorgedachten Wechsels wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. September 1885, Vormittags 10 Uhr, vor derm unterzeihneten Geribt anberaumten Auf- gebotétermine seine Rechte anzumelden und den Wechsel vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung deffelben erfolgen wird.

Luckenwalde, den 20. Februar 1885,

Königliches ÄAnitsgericht. [70180] Bekanntmachung.

Das Sparkassenbuch der hiesigen städtisben Spar- lasse Nr. 5891 über 775 #, ausgefertigt für Ernst

ieste in Taura, ist angeblich verloren gegangen und soll auf den Antrag des Dacbdeders Ecnst Sieste in Laura zum Zweck der neuen Ausfertigung amortisirt werden.

Es wird daher der Jahaber des Buches aufge- fordert, [pätestens im Aufgebotstermine den 23, September 1885, Vormittags 10 Uhr, bet dem unterzeichneten Gerichte, im Zimmer Nr. 22, tine Retè anzumelden und das Buch vorzulegen,

widrigenfalls die Kraftloserklärung desselben erfolgen Torgau, den 19. Februar 1885.

(ie 2B Vie Wittwe des Einwohners Philipp Grimmeisen, hilippine, geb. Séleib, zu Oberitein, und ses, berst und Commandeur des 69. Infarterie-Regi-

ments Gustav John von Freyend zu Trier haben as Aufgebot der Antheilscheine der Herzoglich Braunschweigischen Prämien-Anleihe vom 1. März

) Serie 8759 Nr. 29, Serie 4108 Nr. 36, Serie 4621 Nr. 45, Serie 4670 Nr. 1 und Serie R L Î eantrgt.

le Fnhaber dieser Antheils{eine w - fordert, spüteftens io dem 2 E, O

en 25. August cr., Morgens 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte, Pie D 27, ange]eßten Termine ihre Rechte anzumelden und die Antheilscheine vorzulegen, widrigenfalls die Urkunden für kraftlos erklärt werden sollen.

Braunschweig, 19. Januar 1885. Herzogliches Amtsgericht. aber t.

[70194] Im Namen des Königs! Verkündet am 4. Februar 1885.

S Jacobi, Gerihts\c{reiber

Zn Sachen, betreffend das Aufgebot der Post Ab- Feaung I, Nr. Lauf Nr. 46 Sorge erkennt das

ontgltwe Umtsgeriht zu Loewen , ribter Fränkel für Ret: R E

I. Dem Dienstknecht Fohann August Grabisch zu Niewe und dem abwesenden Johann Joseph Grabisch wird der Anspruch auf die bei der Subhastation des Grundftücks Nr. 46 Sorge aus der Abtheilung IIlI. Nr. 1 für die Theresia Grabisch und die Geschwister Johann August, Johann Joseph und Johanne Marie Grabish eingetragenen Post von 2% Thlr. zur Hebung gekommenen und zu einer Spezialmasse genommenen 79 M 87 vorbehalten, 7, Gle unbekannten Interessenten werden mit ihren Ansprüchen auf die vorgedachte Masse ausês- ges{lossen, :

III. die Kosten des Aufgebotsverfahrens sind aus der Masse vorweg zu entnehmen.

Fränkel.

[70189]

Durch Aus\ch{lußurtheil von heute ist die Urkunde vom 24. November 1848 nebst Hypothekenschein, woraus für die Geshwister Nehrt Nr. 44 zu Rothen- uffeln im Grundbu von Nothenuffeln Bd. Il. Bl. 85 rubr. III, eub Nr. 1 auf der Stätte Nr. 44 da- felbst ursprünglih 705 Thlr. nebst Naturalien, jetzt noch für Caroline Nebrt unv Christian Nehrt je 200 Thlr. Bravtschatz, für Erstere 25 Thlr. für ein Ebrenkleid, für Leßteren 30 Thlr. für cin solches, und für Jeden von Beiden ein Kleiderschrayk, Bett- stelle, Koffer, Bette, eine Kuh und 9 Bothen Flachs eingetragen worden, für kraftlos erklärt.

Minden, den 24. Februar 1885,

Königliches Amtsgericht.

I N

A A Bekauntma hung.

In Sachen, betreffend das Aufgebot eines ver- lorenen Hypothekeninstruments hat das Königliche Amtsgericht in Querfurt dur den Amtsrichter Krüger für Recht crkxnnt:

daß das in eiser Ausfertigung der Schuld- und Pfandverscreibuag, 4 d. Querfurt, den 16. No- vember 1833 und dem Hypothekenschein d. 4d. Gerichi8amt Querfurt, den 18. November 1833 bestehende Hypothekeninstrument über das in Band IV. Art. 5 Abthl. I. des Grundbuchs von Querfurt für den Königlichen Lieutenant und Adjutanten Freiherrn Ernst von Danckel- mann eingetragene, zu 5% verzinsliche Dar- lehen von 2000 Thaler für kraftlos zu erklären. Querfurt. den 25. Februar 1885. Königliches Amtsgericht.

[70190] _ Bekanntmachung.

Durch Aussch{lußurtheil vom 16. Februar 1885 ist die Hypothekenurkunde Über 54 Thlr. Iudifikat- forderung und 8 Thlr. Kostenkaution, eingetragen aus dem Erkenntniß vom 21, November 18792 auf Grund des Ersuchens des Prozeßrihters für den Eigenthümer Franz Pawlowéki zu Birnbaum in Abth. II1. Nr. 7 des dem Handelémann Kluge’schen, Eigenthümer Müller'schen und Eigenthümer Helmchen- {en Cheleuten gehörigen Grundstücks Milostowo Nr. 36, gebildet aus der Ausfertigung des vorbe- zeihneten Urtheils und dem Hypothekenbriefe vom 27. Januar 1873 für kraftlos erklärt worden. Birnbaum, den 23. Februar 1885,

Königliches Amtsgericht.

[70018]

Oeffentliche Zustellung und Ladung. Der K. Advokat und Rechtsanwalt Braun dahier hat unterm 9. ds. Mis. praes, 14 c. Namens des Kaufmanns David Neumeyer in Augsburg gegen : a. Marie Stecigleder von Ottmarshausen, ledig,

geisteskrank, vertreten durch ihren Curator,

den Maurer Johann Schuster zu Edenbergen, b, Andreas Steigleder, lcdig, von Ottmars- haufen, c. Vitus Steigleder von dort, leßtere Beide unbekannten Aufenthalts, wegen Wohnungêrecbts bei der 11, Civilkammer de3 K, Landgerichts Augsburg Klage eingereiht, welche den Antrag enthält:

Kgl. Landgericht wolle erkennen :

1) der Vertheilungsplan des K, Amtsgerihts vom 15. Januar 1885 sei dahin abzuändern, daß die Wohnungsrechte unter die Hypothek- forderungen eingeseßt und soweit sie nit durch den Kaufschilling zur Tilgung kommen, ge- [ö\cht werden ;

eventuell, daß der Erlös, soweit er auf die Da hte trifft, dem Käufer zugewiesen werde; die Beklagten haben sämmtliche Kosten zu tragen, sowie die Vorladung der Beklagten zum Verhandlungstermin mit der Aufforderung, einen beim Prozeßgericbt zugelassenen Anwalt zu bestellen. Dieses wird den beiden Beklagten Andreas und Vitus Steigleder in Ottmarshausen, z, Zt. unbe- kannten Aufenthalts, mit dem Bemerken bekannt gegeben, daß Termin zur mündlichen Verhandlung

Königliches Amtsgericht.

dem Antiage auf Chesceidung und ladet den Be-

streits vor die II[. Civilfammer des Königlichen Landgerichts zu Halberstadt auf : E st

mit der Aufforderung , Gerichte zugelaffenen

Auszug der Klage bekannt gemacht.

[70020]

bei Bürgel, Dr. Zeiß Albert Hartmann

p e F S E L D E E

Donnerstag, den 7. Mai 1885, früh 8: Uhr bei der I]. Civilkammer des K, Lobacertbie S burg ansteht. E e 23K Augsburg, den 23. Februar 1885. Gerichtsschreiberei des K. Landgerichts Augsburg. Ullinger, K. Sekretär.

[70022] Oeffentliche Zuftellung. è Die Kauffrau Marie Lescafe, its von Josef Brulfer zu Mörchingen wohnhaft , klagt gegen: 1) Frau Augustine Grosmangin , Dienstmagd zu Dieuze (Saline) wohnhaft, Wittwe des kürzlich im Weiber von Mörcingen ertrunkenen Mau- rers Johann Josef Offroy; sie in eigenem Namen, wie aub Mutter und geseßliche Vor- münderin ihrer minderjährigen, bei ihr domizi- lirten, aus obiger Ehe hervorgegangenen Kinder Elisabeth und Manie Offroy; 2) die aus der ersten Ebe des verstorbenen Fohann Josef Offroy mit der vorverstorbenen Frau Christine Miral hervorgegangenea Kinder, nämli: a, Josef Arnuld Offroy, früber in Reih wohn- haft, jeßt ohne bekannten Wohn- und Auf- enthaltsort abwesend, b, Luise Estella Offroy, ohne Gewerbe, voll- jährig, frühec zu Reich, jeßt zu Paris wohn-

haft, jedo ohne bekannte Adresse ;

Die Kinder des mehrgeraunten verstorbenen 2c. Offroy in ihrer Eigenschaft als Erben ihres Vaters,

auf Zahlung von M 11 36 4 für gelieferte

aaren, mit dem Antrage auf kostenfällige Ver- urtheilung zur Zahlung obiger Summe nebst Zinsen zu 5 9% vom Tage der Zustellung der Klage an ge- rechnet und das zu erlassende Urtheil für vorläufig vollstreckvar zu erklären, und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstceits vor das Kaiserliche Amtsgericht zu Château-Salins auf

Mittwo, den 15. April 1885.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Auszug der Klage bekannt gemacht. / : Doiseau, Gerichtsschreiber des Kaiserlichen Amtsgerichts.

[70004] Oeffentliche Zustellung.

Der Müller Friedri Mosgöller E RNöôdelheim, vertreten durch Rechtsanwalt Dr, Schulz hier, klagt gegen seine mit unbekanntem Aufenthaltsorte abwesende Ehefrau Ursula, geb. Leitner, früher in Weikersheim „wohnhaft, auf Ehescheidung wegen Ehebruchs, mit dem Antrage, die ¿wischen den Par- teien am 5. Septembec 1875 în Mergentheim ge- \{lossene Ehe dem Bande nach zu trennen und die Verklagte als den schuldigen Theil zu erklären, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechts\treits vor die erste Civilkammer des König- lichen Landgerichts zu Frankfurt a. M. auf

den 29. Mai 1885, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. ;

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung dieser Auszug der Klage bekannt gemacbt.

Frankfurt a. M., den 23, Februar 1885, Der Gerichtssc;rciber des Königlichen Landgerichts.

[70008] Oeffentliche Zustellung.

Die Ebefrau des Bergmanns Eduard Scubovius, Karoline, geb. Kobbatßki zu Unseburg, vertreten durch den Rechtsanwalt Frorath zu Halberstadt , lagt gegen ihren genannten Ehemann, den Bergmann Eduard Scubovius ebendaher, wegen böslicher Ver- lassung, mit dem Antrage auf Chetrennung und ladet den Beklagten zur mündliwen Verhandlung des Rechtsstreits vor bie 111. Civilkammer des Köntg- liden Landgeri®ts zu Halberstodt anf den 22. Juni 1885, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelaffenen Änwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug aus der Klage bekaunt gemat. Halberfiadt, den 20. Februar 1885.

L MIOter, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

wird

[70009] Oeffentliche Zustellung.

Die Chefrau des Malers Ludwig Wysocki, Bertha, geb. Garsuh, zu Halberstadt, vertreten dur den Rechtsanwalt Kreis daselbst, klagt gegen den Maler Ludwig Wysocki ebendaher, ihren Chemann, wegen böslicher Verlassung, eventuell wegen selbstver\{ul- deten Mangels an Unterhalt, mit dem Antrage auf Chetrennung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die 111, Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Halber- stadt auf

den 22. Juni 1885, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug aus der Klage bekannt gemacht.

Gerichts\zreiber des Königlichen Landgerichts

[70010] Oeffentliche Zustellung. g Die Ehefrau des Steinsezers Wilhelm Lange, | d Louise, geb. Brandt, zu Croppenstedt, vertreten dur {a den Rechtsanwalt Ruhnke zu Halberstadt, klagt gegen | v ihren Chemann, den Steinseßer Wilhelm Lange aus

Groeningen, wegen böslicher Verlasseng, sowie wegen

liche Wirthschaft herbeigeführten Unvermögens zur Gewährung des Unterhalts für feine Familie, mit

klagten zur mündlichen Verhandlung des Recbts-

den 22. Zuni 1885, Vormittags 9 Uhr, einen bei dem gedachten Anwalt zu bestellen.

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Halberstadt, den 18. Februar 1885. N Richter, Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

Die ledige Therese Merkel zur Zeit in Droschka vertreten turch Herrn Rechtsanwalt

in Jena, klagt gegen den Fleischergesellen

der Sache auf

kannten Aufenthalts,

aus Blankenhain, jeßt unbe- wegen Ansprüchen aus außer-

dahier,

[70007]

Hubert, zu Sarne, vertreten durch Dr. v. Pluciúski zu Liffa, Franz dem

Beklagten für den klären, thm auc die Prozeßkosten zur Last zu legen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhand- lug des Rechtsstreits vor Königlichen Landgerichts zu Lissa,

mit der Aufforderung, richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

(70019)

dieser Auszug der

Halberstadt, den 18. Februar 1885. [70015] Richter, ch Die Anna

und ladet den Beklagten

handlung des Rechtsstreits vor das G i Amtösgerict zu Ober- roßherzoglihe

ey Von St. Johann, Giersberg, gegen Catharina Kundermann, Wirthin, zu St. Johann wohnend, Wittwe des daselbst ver-

eheliber Shwängerung mit dem Antrage auf Ver- urtheilang des Beklagten zur Zahlung von 18 4 Tauf- und Wochenbettékosten, Zahlung eines jähr- lichen Alimentationébeitrags von 72 A von der Geburt des Kindes ab bis zum vollendeten 15. Le- bensjahre in vierteljäßrliwen Vorauszahlungen, sowie Tragung resp. Erstattung des Konfirmations- event.

] des Beerdigungé-Aufwandes und ladet den Beklagten

zur mündlichen Verbandlung des Rechtsstreits vor das Großherzogl. Sächsishe Amtsgeriht zu Jena

auf Dienstag, deu 31. März 1885, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke dec öffentliben Zustellung wird dieser Auëzug der Klage bekannt gemacht.

i Hundertmark,

Setrihts\{reiber des Großberzogl. Säcbsischen

Amtsgerichts, [70023] Oeffeutlihe Zustellung.

Der Kaufmann Carl Cbert zu Jastrow klagt gegen den Bauerhofsbesißer Carl Kohls, früher zu Plietnitz, jeßt unbekannten Aufenthalts, wegen einer Darlehnsforderung von 45,05 A und Zinsen mit dem Autrage, den Beklagten zur Zahlung von 45,05 M. nebst 6%/9 Zinsen seit dem 30. August 1884 zu verurtheilen, auß das Urtel für vorläufig vollstreckbar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlihea Verbandlung des Rechtéstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Jastrow auf

deu 24. Juni 1885, Vormittags 9 Uhr.

Ï Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemabt. C. 54/85.

Zastrow, den 23. Februar 1885,

D Bordt,

Serichts\chreiber des Königlichen Ämtsgerichts.

[700143 Oeffentliche Zustellung.

Der Kgl. Hauptmann a. L. Ludwig von Cancrin dahter, vertreten durch den Kgl. Hauptmann a. D. Herdinand von Cancrin allda, hat gegen den Kgl. Premier-Lieutenant a. D. Ludwig von Cancrin von hier, z. Zt. an unbekannten Orten fi aufhaltend,

Antrag auf CEatmündigung wegen bleibenden Zu-

standes von Gemüths\{wache gestellt. Zur Ver- reomung des zu Entmündigenden gemäß S8. 598

C. P. O, wurde von Großherzoglichem Amtsgericht hierjelbst Termin auf

Moutag, den 13, April 1885, Vormittags 9 Uhr,

bestimmt, wozu derselbe mit dem Anfügen geladen

wird, daß bei seinem Ausbleiben in der Sache nah Lage der Akten weiter erkannt

l ( werden würde. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dies

bekannt gemacht.

Karlsruhe, den 19. Februar 1885, : W. Frank, Gerichtsschreiber dcs Großherzoglichen Amtsgerichts.

( Oeffentliche Zustellung. Die verehelichte Arbeiter Pauline Müller, geb. zen Rechtsanwalt ? Tagt gegen den Arbeiter s unbekannten Aufenthaltes, auf Ghescheidung wegen böslicher Verlassung mit Antrage: das zwischen den Parteien bestehende Band der Che zu trennen und den allein s{uldigen Theil zu er-

Müller ,

die I, Civilkammer des

rovin c den 11, Mai 1885, Boctttitns Le i

einen bei dem gedahten Ge-

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser

Auszug der Klage bekannt gemacht.

Lissa, den 23. Februar 1885. j _MAarpUnsTt, Gerictsshreiber des Königlichen Landgerichts,

Oeffentliche Zustellung. Der Kaufmann F. Weydemann in Mogilno, ver-

treten durch den Rechtsanwalt Levin zu L i Élagt gegen den Gastwirth e Valeria, v M glitergemeinschaftliche CGhefrau , gev, Kamassa, früher in Gembit zt i Parlind, je6t in Polet Mtongge mes ry wegen 120,69 4 und Zinsen, die Beklagten zur Zahlung von 120,69 46 nebft 6% Zinsen seit dem 4, April 1881 sowie zu dea Kosten des Rechtsstreits zu verurtheilen und das Urtheil für vorläufig vollstreckbar zu erflären und ladet die Beklagten zur mündlichen streits vor das Königliche Umtésgericht zu Mogilno auf

und Grundbesitzer Foseph

Polen unbekannten Aufenthalts,

mit dem Antrage:

Verhandlung des Rechts-

den 19, Mai 1885, Vormittags 924 Uhr. Zum Zwedtke der öffentlichen P ttellung 9 wicd Klage bekannt gemacht.

Mogilno, den 21. Februar 1885,

Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

Oeffentliche Zustellung. Maria, geborene Schuck, Ehefrau von Facob Renih 11., Ackerómann, in Sauer-Schwaben-

heim wohnhaft, vertreten durch den Gemeinde-Ein- nehmer Odernheimer in

Ober-Jngelheim, egen den Friedrih Diehl, Ackzrer, e er-Hilbersheim, jeyt unbekannten us einem Kaufoertrag8akte unter om 14, März 1874 twoegen

Élagt früher! in Nie- Aufenthalt8ortes, iter Privatunterscrift Nichtzahlung des Rest-

kaufpreises des in dcr Gemarkung Nkeder-Hi - ( l beim gelegenen Grundstücks j A selbstversculdeten, dur Aus\hweifung und unordent- | 127 qm Aer im Brühl im Betrage von 39 M

nebst Zinsen vom 13. Januar 1877 an, mit dem Antrage auf Auflösung Erklärung der Klägerin als zeichneten Grundstücks, Beklagten zur \otortigen

Flur 111. Nr. 328,

des erwähnten Kaufvertrags, 5 Eigenthümerin des be- sowie auf Verurtheilung des Z Räumung dieses Grund- üds und Tragung der Kosten des Reichsftreites, zur mündliben WVer-

JZugelheim. auf den 29. April 1885, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlicben Zuitellung wird

dieser Auszug der Mage bekannt gemaWt, A Vebus, Gerichts\chreiber des Sroßherzoglicen Amiszerichts,

Oeffentliche Zustellung. E Oeff entlihe

Zustellung.

In der gerichtlichen Theilungssahe der Firma St. George-Neufang'[he Bierbrauerei“ zu Klägerin, vertreten dur Rechtsanwalt