1860 / 229 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

1824

stance) jede Absicht eines Angriffes gegen die Staaten des Kaisers bon Oesterreich oder gegen jene des Königs von Neapel von si< weise und daß fie den König bon Sardinién zugleich verpflichte, der Abtretung irgend eines italienischen Gebietstheiles zu entsagen, indem natürli<h au< die Insel Sardinien mit in dieses óffentlice Versprechen (publie engagement) begriffen ist. Jch sage: öffentliches Versprehen, da der Graf Cavour in Feiner Note Sie auf feine Rede hinwies, welche er in der Sißung der Deputirtenkammer vom 26. Mai im Namen der Regierung des Königs gehalten hat. i

Allein - obschon Oesterreich, Sagen und England fi<h jeder Ein- mishung in Sicilien oder Neapel enthalten haben, so sind do in Paris sowohl als in Wien Befürchtungen vorhanden, daß der Vereinigung der rômischen und. neapolitanischen Staaten unter dem Königreiche Sardinien ein Angriff italienischer Streitkräfte gegen die venetianischen Besißungen des Kaisers von Oesterreih folgen dürfte. Es ist klar, daß ein sol<her Angriff dur< eine Armee nicht ohne die” Einwilli- gung ‘des Königs von“ Sardinien vor si< gehen könnte. Es ist ebenfalls klar, daß, vom Rechtspunkte aus betrachtet, der König von Sardinien feine Entschuldigung hat, den fo kürzlih Uunterzeich- neten und genehmigten Vertrag von Zürich zu verleßen. Es stand dem Könige von: Sardinien frei, die Präliminarien von Villafranca und den Vertrag von Zürich uicht anzunehmen, Aber nachdem er die Fortseßung des Krieges von si<h gewiesen, nachdem er sein Königliches Wort gegeben hat, in Frieden und Freundschaft mit Oesterreich zu leben, steht es ihm nicht mehr frei, si<h über seine Verpflichtungen hinwegzuseßen und einen muthwilligen (wanton) Angriff gegen einen benachbarten Fürsten zu machen,

Es ist übrigens flar, daß im vorliegenden Falle die Beweggründe des Interesses mit den Geboten der Pflicht zusammentreffen. Ein Angriff auf das hinter starken Festungen aufgestellte österreichische Heer ist kein Unter- nehmen, dessen Gelingen vernünftigerweise erwartet werden darf. Aber wenn ein fol<her Angriff mißlänge, so würde er Oesterreich die vielleicht nicht unangenehme Gelegenheit bieten, die Romagna dem Papste und Tos- cana dem Großherzoge wiederzugeben.

Man hat gute Gründe, zu glauben, daß keine dieser Handlungen von Frankreich als mit dem Vertrage bon Zürich unverträglich angesehen werden dürfte. Dieselben werden aber jedenfalls die Unabhängigkeit Ztaliens und dessen künftigen Frieden den größten Zufällen preisgeben. Und der Kdnig von Sardinien wird zwar die Lombardei , Parma und Modena gewinnen, aber, Savoyen, Nizza und Toskana verlierend, nicht in der Lage sein, Oesterreich Stand zu halten , das für eine gute Sache kämpft, für Erhaltung seines Gebietes und für Wiederherstellung seiner militairishen Ehre. Die einzige Aussicht, welche Sardinien in einem solchen Konflikte bliebe, würde die sein, Frankreich neuerdings ins Feld zu bringen und einen europäischen Krieg zu entzünden. Möge si<h Graf Cabour jedoch keinen so gefährlichen Täuschungen - hingeben. Die Groß- mächte sind entschlossen, den Frieden aufre<t zu erhalten, und Großbritannien hat Jnteressen im Adriatishen Meere, über die es mit großer Sorgfalt wacht.

Die Minister des Königs von Sardinien können Europa vor einer solchen Gefahr dur< genaue Beobachtung der in des Grafen Cavour Depesche vom 30, Mai aus einander geseßten Politik bewahren. Die Regierung Jhrer Majestät verlangt nichts weiter, als die getreue Er- füllung dessen, was diese Note verspricht. Die britische Negierung ist ge- neigt, den Gefühlen und Demonstrationen Rechnung zu tragen, auf welche Graf Cabvour als Uebertretungen des Völkerrechtes anspielt, gegen welche aber die bes{hränkende Gewalt der Munizipal - Behörden nicht ausreicht, wenngleich in den Augen verschiedener Höfe von Europa diese Nachsicht seitens Großbritanniens {on zu weit gegangen ist. Was es nun immer für eine Bewandtniß haben mag mit See - Unternehmungen, welche oft nächtlicher Weile ins Werk geseßt und dur< Schiffe von den Küsten- dôrfern unterstüßt werden, d ist do< hinreichend klar, daß kein Heer die öfterreihishe Grenze ohne einen ausdrüd>lihen Befehl des Königs an- greifen kann.

Diese Betrachtungen scheinen uns die ernstlihe Aufmerksamkeit der sardinischen Regierung zu verdienen.

Sie find angewiesen, dem Grafen Cavour diese Depesche vorzulesen und ihm eine Abschrift davon zu lassen.

_Z<h bin u. st. w. t, S Russell Sir F. Hudson in Turin.

Frankreich. Paris, 25. September. Die internationale Kommission, die sih mit der syrishen Frage beschäftigen soll, hatte hier bei den Verhandlungen, welche der Unterzeichnung des Proto- folls vom 3. August vorangingen, nur im Allgemeinen ihre Be- fugnisse zugewiesen erhalten. Ueber das Genauere hat man sich nun in Konstantinopel geeinigt. Am 10ten d. haben die Gesandten der fünf Großmächte si< mit Ali Pascha, welher während des Großvezirs Ab wesenheit dem Kabinet des Sultans präfidirt, dahin verständigt, daß die Kommission sich nicht nur mit der Untersuchung der Verhältnisse, wel<he der Vertrag Schekib Efendi zwischen Drusen und Maroniten begründet, und mit der Frage, wie die Administration im Libanon zu verbessern sein möchte, beschäftigen , sondern au< den Großherrlihen Kommissarius, ohne sih in dessen M zur Wiederherstellung der Ruhe und zur Bestrafung der Schuldigen einzumishen, auf die Fehler soll «aufmerksam machen dürfen, die möglicherweise bei der Ausführung der von der türkishen Regierung erlassenen Verordnungen vor- tommen würden. Auf diese Weise is die Souverainetät des Sultans vollständig gewahrt, und Europa hat alle gewünschte Bürgschaft, daß alle bestraft werden, welche an den Meßeleien in Syrien Theil genommen haben,

Der „Moniteur“ publizirt heute das Geseh, welhes eine neue

Ausgabe von Bronze-Münzen im Betrage von 12 Millionen Frs,

verordnet und zur Anfertigung derselben einen Kredit von 500,000 : Frs. gewährt; de3gleihen die Geseße, wel<he die Ausführung von È

Waldwegen und die Wiederbewaldung der Gebirge betreffen.

Italíeu. Mailand, 25, September. übergeben, zurü>, ents{lossen, sid aufs Aeußerste zu vertheidigen, Kardinal Sforza, Erzbischof von Neapel, wurde Landes verwiesen, Aus dem Hauptquartier Türr's, St. Maria 19. September, wird geschrieben, daß der Weg von Capua nah Gaeta mehr Zeit und Blut kosten wird, als von Reggio nach Neapel. Garibaldi erließ unterm 19. September in Neapel eine Proclamation, worin es heißt: Unfere Brüder bekämpfen bereits im Herzen Jtaliens die Fremden. Wir wollen uns in Rom ihnen anschließen und dann vereint Venetien befreien. Cialdini ließ die Leiche des Generals Pimodan einbalsamiren und durch den Prinzen de Ligne und Dep des Verstorbenen an dessen Wittwe na< Frankreich enden,

j Neapel, 20. September. Nur der amerikanische Gesandte ist, wie der „A. A, Ztg.“ gemeldet wird, hier geblieben, alle übri- gen sind abgereist. Mazzini is aus der Schneiz dahier ange- fommen. Seine Partei scheint die Oberhand zu gewinnen.

Jm amtlichen „Giornale di Roma“ vom 22sten d. steht ein Bericht Lamoricières vom 15. September, worin der Ober-Befeh1s- haber der päpstli<hen Armee meldet, „daß nirgends insurrectionelle Bewegungen im Kirchenstaate vorgekommen seien, außer wo diesel- ben dur die Mitwirkung der Piemontesen begünstigt worden.“ Lamoricière s{ließt_ seinen Bericht mit dem Wunsche, der fran- zösishe General Goyhon möge Viterbo beseßen “und den Zugang von der negpolitanishen Grenze her vertheidigen. Seit diesem Be- rihte hat Lamoricière nihts mehr von si< hôren lassen, Kardinal Antonelli- hat: die Note: : an: die. Mâchle, - worin er deren Beistand anruft, in seinem amtlihen Tageblatte ver- öffentliht. Ein Bericht des Obersten Mortillier meldet die Wieder- besebung von Pontecorvo dur< päpstlihe Truppen. Jn Rom wurde am 22. auch eine Depesche aus Gaëta von demselben Tage bekannt gemacht, wona<h die Königlichen Truppen am 19. und 21, September die Garibaldianer geschlagen, zwei Jnsurgenten- Generale gefangen genommen, so wie Kanonen und Kriegsmaterial erobert hätten; die Depesche meldet no<, daß die Königlichen Ca- pano wieder besezt hätten, Aus Rom wird ferner berichtet: „Die Masi’shen Freicorps haben die ganze Provinz Viterbo beseßt, Monte Cascone wurde mit 1500 Mann nach einem wüthenden Kampfe genommen, wobei 70 päpstliche Soldaten von 200 getödtet oder verwundet wurden. Viterbo ward ohne Schwertstreich ge- nommen; der Delegat war bereits seit drei Tagen aus der Stadt entflohen. Masi ist bis Ronciglione vorgerü>t. General Goyon hat ein Detachement zum Schuße nah Corneto geschi>t; ein an- deres Detachement geht morgen, 23. September, über Albano nach der neapolitanishen Grenze ab.“ Ronciglione liegt südöstlih von Viterbo, an der Südgrenze der Delegation; eben so Corneto.

Die turiner „Gazzetta“ giebt den Verlust der Piemontesen bei Castel Fidardo an Todten und Verwundeten auf ungefähr 1000 Mann an; darunter 11 Offiziere, 5 Hauptleute todt und ein Major verwundet.

Der „Espero“ sagt: „Wir erfahren aus zuverlässiger Quelle, daß Garibaldi unerschütterli< auf seinem Vorsabße beharrt. Dem Andringen hochgestellter Persönlichkeiten gelang es ledigli, ihn zu bewegen, daß er seinem Angriffe eine Aufforderung an Frankreich zur Räumung Roms vorangehen läßt. „Das ist“ fügt das Jour- nal hinzu „ein großes Unglü>, aber dur< Verheimlichung heilt man das Uebel nicht.“ Die „Opinione“ bemerkt in dieser Beziehung: „Europa staunt mit Recht über die sonderbare Politik, wonach ein General, der im Namen Jtaliens und Victor Emanuel's befehligt, sih anschi>t, Frankrei, dem Verbündeten Jtaliens und Victor Emanuel's, den Krieg zu erklären. Dieser Dualismus kann ohne die traurigsten Folgen nit fortbestehen. Es kann nur ein Programm geben das des Ministeriums Cavour, und der Minister wird es zu vertheidigen und auszuführen wissen. Er wird fest bleiben und seine Politik den Parteien gegenüber aufrecht halten, die Garibaldi irre leiten und Ftalien der Anarchie und dem Verfalle entgegenführen.“

…_ Türkei. Belgrad, 26. September, Heute Vormittag ist Fürst Milos< von Serbien gestorben und wird kommenden Sonnabend dessen Begräbniß stattfinden.

Amerika. Aus Washington schreibt man vom 10ten September, daß England und Frankreich jeden Gedanken an eine ZJntervention in Mexiko aufgegeben hätten. Aus Truxillo meldet man, daß Walker’s Expedition ein Ende hat, Der Commandeur des englischen Kriegsschiffs „Jcarus“ forderte ihn auf, Truxillo zu räumen, was er auch am 1sten that. Auf dem Wege nach der Küste wurde er von den Honduras Leuten stark belästigt. Er

soll viele seiner Leute verloren haben und selbst im Gesichte ver-

d Die heutigé „Per- severanza“ meldet: Lamoricière weist jeden Vorschlag, Aucona zu F

1825

wundet fein.

Tri est, Mittwoch, 26. September, Abends. (Wolff's Tel. Bur.) Der fällige Dampfer aus Alexandrien mit der Ueberland- post ist eingetroffen.

Semlin, Mittwoch, 26. September, Abends, (Wolff's Tel. Bur.) Nach hier eingetroffenen Nachrichten aus Belgrad vom heutigen Tage hat laut einer erschienenen Proclamation Fürst Michael Obrenovich als erbliher Fürst die Regierung Serbiens angetreten. Die Ruhe war ungestört,

Paris, Mittwoch, 26. September, Abends. (Wolffs Tel. Bur.) Nach hier eingetroffenen Nachrichten aus Marseille war in Toulon die Ordre eingetroffen, Vorbereitungen zur Einschiffung einer größeren Menge Truppen zu treffen. Nach Berichten aus Malta erwartete man daselbst drei Schiffe mit Verstärkungen aus England,

Aus Konstantinopel wird vom 19. d. gemeldet, daß der Tresor- am Verfalltage die Rente nicht gezahlt habe und daß in Folge dessen Wechsel-Course um 14 pCt, gestiegen seien.

Mailand, Mittwoch, 26. September, (Wolsf's Tel. Bur.) Die heutige „Perseveranza“ theilt aus Neapel vom 22. d. mit, daß die Garibaldianer die feste Stellung von Cajazzo vor der Uebermacht der Königlichen Truppen haben verlassen müssen.

Turin, Mittwoch, 26. September. (Wolff's Tel, Bur.) Der König wird sich nah Bologna begeben.

Offizielle Berichte vom mittelitalienischen Kriegêshauplahße mel- den, daß die Brigade von Bologna und die Bersaglieri die Forts von Ancona, Pelago und Perlito mit Sturm genommen haben. 1000 gefangene Oesterreiber sollen nah Triest gebracht werden. Aus Neapel wird gemeldet, daß Ledru Rollin si< daselbst

befinde.

Statistishe Mittheilungen.

Nach einer amtlichen Uebersicht über die Beträge, welche von dem zur Ausrüstung von Seeschiffen in den Ostseeprovinzen verwendeten Mund- vorrathe an Mahl - und Schlachtsteuer nebst Kommunalzuschlag, so wie bom Salzdebitspreise , während des Jahres 1859 erstattet worden sind, vetrug die Gesammtsumme der Erstattungen 20,463 Thlr., mithin 4537 Thlr. mehr als 1858. Davon kamen auf Königsberg 1356 Thlr,, auf Memel 4802 Thlr., auf Pillau 491 Thlr., auf Danzig und Neufahrwasser 10,167 Thlr., auf Colbergerminde 91 Thlr , Stralsund 916 Thlr., Wolgast

14 Thlr., Swinemünde 2586 Thlr. Durschnittlich kamen ‘auf jedes Schiff : in Königsberg 4 Thlr. 20 Sgr., in Memel 8 Tblr. 48 Sax. 2 Pf,,n Pillau 7 Thlr. 27 Sgr. 7 Pf. , in Danzig und Neufahrwasser 10 Tblr. 17 Sgr. 9 Pf., in Colbergerminde 6 Thlr. 2 Sgr., in Stralsund 6 Thlr. 29 Sgr. 9 Pf. , in Wolgast 3 Thlr. 15 Sgr. , in Swineminde 6 Thlr. 14 Sgr. 2 Pf. , überbaupt durhs<hnittli< auf jedes Schiff 8 Thlr. 14 Sgr. 11 Pf. Vergütung, d. i. 21 Sgr. 6 Pf. mehr als 1858.

Berliner Geitreidebörse vom 27. September.

Weizen loco 75 88 Thlr. pr. 2100 Pfd. 4A

Roggen loco neu 49—494 Thlr. pr. 2000 Pfd. bez., für alte Waare wurde bis 504 Thlr. pr. 2000 Pfd. geboten, September 487 & Thlr. bez. n. Br., 48! G., September Oktober 484 —4—5 Thlr. bez. u. G., 48% Br., Oktober-November 474 —4—s Thlr, bez. u. G., 475 Br., No- vember - Dezember 46;—47—46% Thlr. bez., Br. u. G., Frühjahr 46— 45% Thlr. bez. u. G., 46 Br. Ï

Gerste, grosse und kleine 40—47 Thlr. pr. 1750 Pfd.

Hafer loco 25—30 Thlr., Lieferung pr. September 26 Thlr. Br., September-Oktober 25% Thlr. Br., 952 G6., Oktober-November 25 Thlr. bez., Novbr. - Dezbr. u. Frühjahr. 25 Thlr. bez.

Erbsen, Koch- und Futterwaare 49—54 Thlr.

Rüböl loco 11% Thlr., September und E E 1117— 11% Thlr. bez. u. Br., 11:7 G., Oktober-November eben s0, November- Dezember 11Z—4; Thlr. bez u. Br:, 113 G., Dezember-Januar 12 Thlr. bez. u. G., 12! Br., April-Mai 125—% Thlr, bez, Br. u. G.

Leinöl loco und Lieferung 11 Thlr. Br. ; Spiritus loco ohne Fass 17%—?% Thlr. bez., September 17%;—%—5 Thlr bez., Br. u. G., September-Oktober 17%—# Thlr, bez. u. G., 173 Br., Oktober-November 175 - 4 Thlr, bez. u. G., 175 Br., November- Dezember und Dezember-Januar 17%--4 Thlr. bez., 17% Br., 1 U, Januar-Februar 174 Thlr. bez. u, Br., 17% G., April-Mai 17%—4 Thlr. bez, Br. u. G. ;

Weizen ohne Aenderung. Roggen loco in aiter guter Waare ziemlich begehrt und fest im Werthe; von neuer bleiben die Offerten zahlreich, ohne genügende HARNLE zu finden. Termine verkehrten zu Anfang in fester Haltung und schlossen nach kleinem Handel matt und etwas niedriger. Gek. 2000 Ctr. Rüböl in fester Haltung obne wesentliche Aenderung. Für Spiritus bleibt die matte Stimmung vor- herrschend und war es heute wiederum damit niedriger bei stillem

Handel, Gek. 50,000 Qrt.

Leipzig, 26. September, Leipzig-Dresdener 2185 G. Löbau- Zittauer Litt. À. 27 G.; do. Litt. B. —. Magdeb. - Leipziger —. Berlin - Anhalter Litt. A., B. u. C. -—. Berlin - Stettiner —. Cöln- Mindener —. Thüringische —. Friedrieh-Wilhelms-Nordbahn 46 G. Altona - Kieler —. Anhalt - Dessauer Landesbank - Actien 195 G. Braunschweiger Bank - Actiea —. Weimarische Bank - Actien —., Oestecreichische Sproz. Metalliques —. 1854er Loose —. 185er National- Anleihe 555 G. Preussische Prämien-Anleihe —.,

Brealau, 27 September, 1 Uhr 25 Minuten Nachmittags. (Tel. Dep. des Staats-Anzeigers.) Oesterreichische Banknoten 7454 Br. Frei- burger Stamm - Actien *3% Br. Oberschlesische Actien Litt. A. u. C. 123% Be. ; do. Litt. B. —. Oberschlesische Prioritäts - Obligationen Litt. D., dproz., 87 Br.; do. Litt. F., 4zproz., 81% Gld.; do. Litt. E., 3&proz., T7445 Br. Kose]-Oderberger Stamin-ÁAetien 385 Br. Neisse- Brieger Actien 52% Br. Oppeln-Tarnowitzer Stamm-Actien —. Preuss. 5proz. Anleihe von 1859 1057 Be. y

Spiritus pr. 8000 pCt. Tralles 1877 Thlr. bez. Weizen, weisser 78—98 Sgr., gelber 74 95 Sgr. Roggen 56 614 Sgr. Gerste 34—60 Sgr. Hater 26—33 Sgr.

Die Börse war matt und geschäftslos und die Course weichend.

Stettüzn, 27. September, 1 Uhr 47 Minuten Nachmittags. (Tel. Dep. des Staats Anzeigers.) Weizen 80—874 bez, Séptember-Oktober 875 bez., 88 Br., Oktober-November 832 G., 84 Br., Frühjahr 815 Br., 81 G. Roggen 465 474 nach Qualität bez., September - Oktober 467 bez., Oktober - November 444 bez., 45 Br., November - Dezember 44 Br., Frühjahr 44! bez., 44 Br. Rüböl 114; Br., September-Okto- ber 115 G., Oktober-November 1147 bez., Aprii-Mai 125 G., 123 Br. Spiritus 152, September 184 Br., September - Oktober 11% G., 18 Br., Oktober-November 174 G., Frühjahr 18 Br., 1745 bez. u. G.

Hambarg, 20. September, Nachmittags 2 Uhr 52 Minuten.

Geschäftslos. | Oesterr. Kredit - Actien 614. Vereinsbank 98,

Schluss - Course: Nórddentsche Bank 805. National - Anleihe 54%. B3proz. Spanier 44. Disconto —.,

1proz. Spanier 37 G. Stieglitz de 1855 —.

Getreidemarkt. Weizen loco etwas besser bezahlt, wenig Um- satz, ab auswärts unverändert. Roggen loco unverändert, ab Königs- berg zu 81—82 eher zu kauf. n. Oel, September 264, Oktober 2T5

bis 27. Kaffee fest, aber ruhig. Zink stille.

Frankfurt a. M., 26. September. (Wolffs Tel. Bur.) Des jüdischen Festtages wegen keine Börse.

Wen , 27. September, Mittags 12 Uhr 30 Minuten. (Wolffs

Tel, Bur.) 5proz. Metalliques 63.25. 44proz. Metalliques 55.00. Bank-Actien National-Anlehen 74.20.

737. Mordbahn 175,80. 1854er Loose 87 25. Staats - Eisenbahn - Actien- Certifikate 252.00 Credit - Actien 164.39. London 133 50. Hamburg 10150 Paris 53.40. Gold —. Elisabeth- bahn 17950. Lombardische Eisenbahn 144.00. Kreditloose 105.75. 1860er Loose 86.75.

Amaterdama, 26. September , Nachmittags 4 Uhr. (Wolfs Tel. Bur.) Geringes Geschäft. /

5proz. österreichische National - Anleihe 52. S5proz. Metalliques Litt. B. 673. 5proz. Metalliques 44. 2{proz. Metalliques 23% 1proz. 5proz. Russen —. 9Sproz. Stieglitz

Spanier 385. 3proz. Spanier —. de 1855 95%. Mexikaner 214. Holländische Integrale 62. i

Getreidemarkt. Weizen pfeishaltend. Roggen 2 FI. höher bei ziemlich lebhaftem Geschäüft. Raps, Oktober 714, November 125, Frühjahr 75. Rüböl, Nevember 413, Frühjahr 425.

London, 26. September, Nachmittags 3 Uhr. (Wolffs Tel. Bur.) Consols 931. 1proz. Spanier 39%. Mexikaner 214. Sardinier 825. 5proz. Russen 1034. proz. Russen 935. : :

Getreidemarkt. Englischer Weizen zu höchsten Montagspreisen gefragter, fremder einen Schilling theurer. Frühjahrsgetreide fest.

Liverpool, 26. September, Mittags 12 Uhr. (Wolfs Tel. Bur.) Baumwolle: 12,000 Ballen Umsatz. Preise gegen gestern unver- ändert.

Paris, 26. September, Nachmittags 3 Ubr. (Wolfs Tel. Bur.) Börse geschäftslos. Die 3proz. begann zu 68.55, wich auf 68.45, stie dann auf 68.65 und sehloss in fester Haltung zu diesem Course. Meh pro September bis Dezember wurde zu 59.50 gehandelt. Consols von Mittags 12 Uhr waren 93% eingetroffen. i j

Schluss-Course: 3proz. Rente 68.65. 4¿proz. Rente 95.50, 3proz. Spanier 47. 1proz. Spanier 395. Oesferreichische Staats-Eisenbahn-

Actien 478. Oesterreichische Credit - Actien —. Credit mobilier- Actien 693.

Königliche Schauspiele.

Freitag, 28. September. Jm Opernhause. (159stte Vor- stellung.) Die Ballnacht. Große Oper. in 5 Akten mit Tanz, nah dem. Französischen des Scribe. Musik von Auber. (Frau Elise Cas\\h: Melanie, als leßte Gastrolle.)

Mittel-Preise. Jm Schauspielhause. (184se Abonnements-Vorstellung.) Der

Zunftmeister von Nürnberg. Schauspiel in 5 Akten, von Osfar Freiherrn von Redwiß.

Kleine Preise. i : Sonnabend, 29. September. Jm Schauspielhause. (185te

Abonnements - Vorstellung.) Wallensteins Tod, Trauerspiel in 5 Abtheilungen, von Schiller.

Kièine Pretis Jm Opernhause. Keine Vorstellung.

Der Billet Verkauf findet nur am Tage der Vorstellung ftatt.