1860 / 263 p. 7 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Dae Eu uLaft und- Funfzig Thalern

im Dreissig-Thalerfusse, und leiste zur Verfallzeit prompte Zahlung nach Wechselrecht, insofern

dieser Wechsel. binnen funfzig Jahren, Tängstens also bis zum bei dem von mir erwählten Domiciliaten in

räsentirt wird.

(Namensunterschrift , Stand und Wohnort.)

Formular A.2.

Vierzehn Tage nach Vorzeigung zahle ich gegen diesen meinen Wechsel an die Direction der Deutschen Feuer-Versicherungs- Actien -Gesellschaft zu Berlin oder deren Ordre bei

; in Summe von Dreihundert Thalern im Dreissig-Thalerfusse, und leiste zur Verfallzeit prompte Zahlung nach Wechselrecht, insofern dieser Wechsel binnen funfzig Jahren, längstens also bis zum

Förmular B.

bei deim von mir erwählten Domiciliaten in präsentirt wird.

4 Bp Formular A.3.

ierzehn Tage nach Vorzeigung zahle ich gegen diesen mei Wechsel an die Direction der Deutschen Feuer- Vréickbeun ges Actien-Gesellschaft zu Berlin oder deren Ordre bei

Summe von Dreihundert Ga TOnizig Thalern im Dreissig-Thalerfusse, und leiste zur Verfallzeit prompte Zahlung nach Wechselrecht, insofern dieser Wechsel binnen funfzig Jah:en, Tängstens also bis zum .…... bei dem von mir erwählten Domiciliaten in präsentirt wird. \

Actie V.

der Deutschen Feuer-Versicherungs-Actien-Gesellschaft zu Berlin über Ein Tausend Thaler im Dreißig-Thalerfuße.

n Gemäßheit der Statuten der Deutschen Feuer-Versiherungs-Actien-Gesellschaft und der untermz 18. Oktober 1860

erlangten Pendesberrllchen Bestätigung hat si (Name, Stand und Wohnort)

mit bem Betrage von

En Saucen d Thalern

durch baare Einzahlung von Zweihundert Thalern und Unterzeichnung von drei Wechseln nah Höhe von zusammen Achthundert Thalern an dem Grundkapitale dieser Gesellshaft betheiligt. Derselbe unterwirft sih durchgängig deren Statuten, und nimmt nach den Bestimmungen der

leßteren verhältnißmäßigen Antheil an dem Vermögen und Gewinn oder Verluste der Gesellschaft. Eine Besizveränderung dieser Actie erlangt nah $. 13 der Statuten nur na< Genehmigung des Verwaltungsraths der Gesellschaft

Gültigkeit. Berlin, am

Die Deutsche Feuer - Versicherungs - Actien - Gesellschaft,

Der Verwaltungsrath. N

(Unterschrift eines Verwaltungsraths-Mitgliedes.)

(L. S5

Die Direction. N. _N: (Unterschrift eines Direktors.)

NB. Auf den Original-Actien ist der Wortlaut der $$F. 7, 9, 10, 12 bis incl. 19 und 63 der Statuten mit abgedru>t.

Formular (C. Dividen densc.h €:1n, (Vorderseite.)

Am {. Juli 18.. zahlt die unterzeichnete Gesellschaft dem Ueber- bringer die auf die- Actie No. .….......- für das Jahr 18... treffende Dividende.

Berlin, den 18:

Die Deutsche Feuer-Versicherungs-Actien-Gesellschaft,

Der Verwaltungsrath. (L. S.) Die Direction.

(Rückseite.) Die Dividendenscheine, deren Betrag vier Jahre nach deren

Fälligkeit. nicht erhoben ist, werden ungültig und ihr Betrag

E lt (laut $, 59 der Statuten) dem Reservefond der Gesell- schaft.

Ministerium für Fandel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.

Dem Kaufmann J. H. F. Prillwißh zu Berlin, ist unter

dem 3. November c. ein Patent

auf ein Verdi>ungsmittel für den: Zeugdru>, soweit das- selbe für neu und eigenthümlich anerkannt worden ist; und ohne Andere in der Anwendung eines bekannten

Bestandtheils desselbeu zu beschränken,

auf fünf Jahrè, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang

des: peußishen Staats ertheilt worden.

Kriegs - Ministerium.

Der: Geheime- Kriegs Rath: Nausester ist zum Justitiar des

Kriegs-Ministeriums ernannt worden,

_ Angekommen: Der General - Major und Commandeur der 19, Jnfanterie-Brigade, von Zastrow, von Posen.

Der General - Major und Commandeur der 11. Jnfanterie- Brigade, von Nieben, von Magdeburg.

Berlin, 6. November. Se, Königliche Hoheit der Prinz- Regent haben, im Namen Sr. Majestät des Königs, Allergnädigst geruht, den uachbenannten Offizieren und Beamten die Erlaubniß zur Anlegung der von des Kaisers von Nußland. Majestät ihnen verliehenen Orden zu ertheilen, und zivar:

Des Weißen Adler-Ordens: E und Kriegs - Minister , General - Lieutenant von oon; Des St. Wladimir-Ordens vierter Klasse:

dem Adjutanten des General-Feldzeugmeisters Prinzen Karl von Preußen Königliche Hoheit, Hauptmann Miesitsche> von Wischkau, der Westfälischen Artillerie-Brigade (Nr. TF2

dem persönlichen Adjutanten des Prinzeu Albrecht von Preußen Königliche Hoheit, Rittmeister v on Buddenbroc> à la suite des 1. Garde-Dragoner-Regiments-; und

von Malkahn, à la suite des 2. Leib-Husaren-Regi- ments (Nr. 2);

dem Hauptmann von Thile vom General - Stabe des Garde- Corps;

- Des St. Annen-Ordens erster Klasse:

Dem zu Allerhöchstihrer Person kommandirten General - Major von Alvensleben; /

Des St. Annen-Ordens zweiter Klasse:

Dem zur Dienstleistung als Allerhöchstihr persönlicher Adjutant fommandirten Major vow Strubberg, aggregirt der Adsutantur;

Des St, Stanislaus-Ordens zweiter Klasse

mit dem Stern:

Allerhôöchstihrem persönlichen Adjutanten, dem Ohberften von

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Boßen à la suite des 2tenr Bataillons“ (Stettin) 1sten Garßbe- Landwehr-Regiments;

Des S t. Stanislaus-Ordens zweiter Klasse: Hem persönlichen Adjutanten des Prinzen Karl von Preußen Königliche Hoheit Major Baron von Puttkamer; und den Geheimen expedirenden Secretairen im Kriegs - Ministerium, Reclfnungs-Räthen Adam und

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Vichtamtliches.

Preußen. Berlin, 6. November. Se, Königliche Hoheit der Prinz-Regent nahmen heute die Vorträge des Ministers von Auerswald , des General - Majors Freibertn bon Manteuffel und des «mit der Führung der Geschäfte des Ministeriums des Königlichen Hauses beauftragten Wirklichen Geheimen Ober-Finanz- Nath3 von Öbstfelder entgegen und empfingen den General-Adju- tanten Sr. Majestät des Königs, General der Kavallerie, Grafen von der Groeben und den Königlichen Gesandten am Kurfürstlich hessishen Hofe, Wirklichen Geheimen Rath von Sydow. "Se. Königliche Hoheit ließen sih außerdem im Beisein Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich Wilhelm und des General- Majors von der Mülbe durch den Commandeur des Garde-Füsilier- Regiments , Obersten von Löwenfeld , Mannschaften dieses Regi- ments vorstellen,

Hldenburg, 3. November. Auch die Abgeordnetenwahlen in den Fürstenthümern sind jeßt hier bekannt geworden, Vanach trägt der demnächst zusammentretende Landtag des Großherzogthums folgende Phystognomle. Derselbs besteht aus 45 Abgeordneten und zwar aus 25 Landleuten, 4 Gewerbtreibenden 1m engeren Sinne, 2 Anwälten, [1 städtischen Gemeindevorsteher, 1 Lehrer einer höheren Bürgerschule, 12 aftiven Staatsbeamten und 1 Beamten a, D. (Wes. tg.) f 0

Sachsen. Dresden, 4. November. Se. Majestät der König haben von den durch die Kammern vorgeschlagenen Kandi- daten den Kammerherrn Freiherrn von Friesen auf Rötha zum Vice-Präsidenten der Ersten Kammer, den Abgeordneten BVürger- meister Haberkorn aus Zitiau zum Präsidenten der Zweiten Kam- mer und den Abgeordneten Oehmichen auf Choren zum Vice-Prä- sidenten der Zweiten Kammer zu ernennen geruht. Vie beiden Präsidenten der Kammern haben gestern bereits Sr. Viajestät den Eid abgelegt. Am 5. November werden sich die Kammern fkonsti- tuiren, und die feierlide Eröffnung des Landtags durch Se, Ma- jestät den Köuig wird am 6, November, Mittags 12 Uhr, im König- lihen Schlosse stattfiuden. d s :

Gotha, 3. November. Der Verfasser der „Wanderungen eines alten Soldaten“, dexr General von Nhaden, isf gestern hier mit Tode abgegangen. (Leipz. Ztg.) : bats:

Schwarzburg. Sondershausen, 2, November, Die Wahl der Landtags-Abgeordneten aus den allgemeinen Wahlen ist beendet; das Resultat derselben fann man ais ein für die ¿Fürst- liche Regierung günstiges bozeichnen. (L. 3) E

Frankfurt a. ., 5. November. Heute Vormittag hat die geseßzgebende Versammlung der neuen Session eine Sizung gehalten, um sich zu konstituiren. (Fr. Bl.) A

Frankreich. Paris, 4. November. Heute veröffentlicht der „Moniteur“ die beiden Depeschen, welche der Marine-Minister von dem Vice - Admiral Charner, Commandeur des französischen Geschwaders der China - Expedition, erhalten hat. Dieselben sind vom 23, -und 25. August datirt, vom Bord. des „Alarme“, die erstere vom Peiho, die zweite von Tientsin, _— :

Gestern fand die feierlide Eröffnung des Gerichtsjahres statt. Eämmtlice Gerichtshöfe mit ihren Präsidenten, die Advokaten mit ihrem neuerwählten Batonniec Jules Favre an der Spihe wohnten dem von dem Erzbischcf von Paris in der Kapelle des Justiz- Palastes gehaltenem Amte bei. Jn der Eröffnungs-Audienz des Cassationshofes hielt der General-Advokat Guyho eine (heute sieben Spalten des „Moniteur“ füllende) Rede über das Berbältniß des Cassationshofes zu den gegenwärt:gen Jnstikutionen Frankreichs und über dessen Einfluß auf die Entwi>elung der großen sozialen Prinzipien. Die Session des Kaiserlichen Hofes eröffnete der Ge- neral-Advokat Sapcy mit einer Rete über die Familie Seguier, welche seit dem 16. Jahrhundert Frankreih eine Reihe von Vèi- nistern und General-Advokaten geliefert hakt.

Spauien. Madrid, 3, November, Die Regierung hat den Cortes verschiedene Gesezentwürfe vorgelegt, namentlich den über die Aushebung von 35,000 Mann, denjenigen , welcher die

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J Seéstreitmacht für 1861 festseßt, und den , der die Aitributionen 1 der Provinzial-Deputationen ausdehnt, Nach der madrider Gaceta“ | fand eine ziemli lebhafte Diskussiou gelegentlih ciner von Herrn

Bacemeda im Kongreß gestellten Jnterpellation statt, - Dieser De-

* putirte hatte behauptet, daß die Regierung weit mehr, als ne ge | thau, zur Vertbeidigung des heiligen Vaters thun fönne und müsfe. | Ver Minister-Präsident erwiederte, daß die Regierung die Bedräng- | lisse des heiligen Vaters tief beklage;

sie habe gegen die leßten

Ereignisse dur< Zurü>ziehung ihres Gesandten protestirt, könne aber die Gesandtschaft selbst nit zurü&ziehen, und die Regierung wolle weder einen diplomatishen Bruch, noch einen daraus mög- licherweise entstehenden Krieg. Spanien habe geshwiegen , weil man bei ‘der jeßigen Lage Europa's ni<{t wissen könne, ob die ¿Freunde von heute nicht die Feinde von morgen sein werden. Wenn der Kongreß gekommen ‘sein werde (und er müsse früher oder später kommen), werde Spanien ‘alles, was man von einer fatholischen Macht erwarten könne, für den Papst thun.

talien. Aus Rom, 30, Oltober, wird na< marfeiller Depeschen vom 3. November gemeldet, daß Herr v. Kisseleff von Sr, Heiligkeit dem Papste in Privat - Audienz empfangen worden so wie, daß General Lamoricière den ihm von Pius 1X, augebo- tenen Titel eines römischen Fürsten abgelehnt habe, dagegen den eines remis{en Nobile annehmen werde, Der amtliche Bericht über die leßten militairis@en Ereignisse war bis Ende Oktober in Rom immer no< nit erschienen. Die Vilanz der römischen Vank erz gab einen Metallvorrath von 3,200,000 römischen Thalern.

Die ober-i'alienischen Arbeitervereine hielten Ende Oltober in Mailand einen Kongreß. Einstimmig ward der Beschluß gefaßt, den nächsten Kongreß in Rom oder, wenn die ewige Stadt im künftigen Jahre noch nit dem italienis<en Reiche einverleibt sein e in der Nom am nächsten gelegenen italienishen Stadt zu halten.

Genua, 30. Oktober. Das „G. di Genova“ meldet: Man unterrichtet uns so eben, daß in Folge der leßten so formell ge- haltenen sriedlihen Versicherungen der österreichischen Regierung unser Gouvernement sich entschlossen habe, einen Theil unserer Truppen von der venetianischen Grenze zurückzuziehen. Eine Bri- gade hat in dieser Veziehung bereits den Anfang gemacht und ist in ihre Winterquartiere nah Parma geschi>t worden, :

31. Oktober. Morgen triit der hiesige Gemeinderath zur Herbstsizung »zzusammen. Seine Hauptbeschäftigung wird das De- fizit bilden, welches si<h auf 800,000 L. beläuft, Eine Korre- spondenz des „Corr. merc.“ aus Neapel vom 29. sagt: Stellen Sie fih die größte Verwirrung, alle wöglihen Jukonsequenzen, Anomalien und Anarchieen vor, und Sie haben ein Bild von dem jeßigen Neapel. Jn den Provinzen giebt es keine Tribunale mehr und das Volk hält Alles für erlaubt, Schaaren bewaffneter Bauern durchziehen das Land und rauben und morden im Namen des Königs. Die Zahl der Beamten ift ins Unendliche vermehrt, und manchmal machen vier bis fünf Ernuannte einander das gleiche Amt streitig. Ein neues Journal, unter dem bezeichnenden Titel „der babylonishe Thurm“, geißelt die überall berrshende unaus- \pre<hli<e Verwirrung.

Florenz, 30. Oftober. Ricasoli hat ein Cirkular erlassen, wodur< er den Munizipien verbietet, sih fortan mit Politik zu befassen, sie sollen si auf ihre verfassungémäßigen Befugnisse bes \{ränken.

Modena, 31. Oftober. Der „Scrutatore“, ein Blatt, welches zuweilen Opposition machte, kündigt an, daß es zu erscheinen aufhört.

2Aumerita. Der Prinz von

New-York, 21, Oktober, Wales hat sich na eincm Aufenthalt von drei Tagen in Boston gestern na< Portland begeben und von dort die Rückreise nah

England angetreten. Ju Boston wurde ihm unter anderen ein Herr Nalph Farnham, der leßte no< am Leben befindliche Amerikaner, der an dem Treffen von Bunker-Hill im amerikanischen Freiheits- kriege Theil genommen hat, vorgestellt. 0A Morgen werden die Angebote zu einer Anleihe von 10 Mil- lionen Dollars, in zwanzig Jahren rückzahlbar, für die Vereinigten Staaten eröffnet werden. General Paez hat gestern dem Präsi- denten feine Creditive als Gesandter der Nepublif Venezuela über- reiht, " Rách Angabe des Washington - Korrespondenten der New- York Times“ hat der Gesandte von Nicaragua, Herr Molina, der Regierung der Vereinigten Staaten von der Cxristenz eines weit- verzweigten Komplotts in den südlichen Staaten der Union Anzeige gemacht, dessen Zwe> die Unterwerfung Central-Ainerika’s zum Be- hufe der Einführung der Sklaverei ift, Walker soll der Agenk der bei diesem Komplott betheiligten reichen und angesehenen Mánner gewesen sein. L ; Mi s Die „New-York Times“ melden aus Hayti vom 22, Sep- tember, daß man damit umgeht, die Naturalisationsgeseße zu Gunsten derjenigen, wel<he das Bürgerrecht der Republik erwerben wollen,

„zu modifiziren und daß die Regierung Ge‘chwornengerichte ein-

führen will.

Schtveden und Norwegen. Sto>holm, 3. November. Der König hat dem Minister des Kultus, Grafen Hamilton, den Abschied ertheilt und den Justizrath Thhselius zu feinem Nacfol- ger ernannt. An des zum Justizrath ernanuten Staatsrath Almquist Stelle tritt Staatsrath Lagersträle als Minister. des Ju- nern; Expeditionschef Bredberg is zum Staatsrath. ohne Porte-

feuille ernanut. (H. B. H.)