1885 / 79 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Weinberge Jtaliens leiden sehr dur die Reblaus. An neuen Heerden wurden gefunden in den Provinzen Como 34, Mai- land 5, Porto-Maurizio 24, Messina 1467, Caltanisetta 3913, Gir- genti 117; au in der Provi7z Catania fand man 2648 Weinstö>e, in der Provinz Reggio di Calabria 100 ha, in der Provinz Safsari 115 ha angeste>t.

In Ungarn wurde die Reblaus in 48 neven Gemeinden neu entde>t, so daß Ende 1883 130 Gemeinden, in 27 Komitaten, mit 6800 ba, d. h. 1,6% sämmtlider Weinberge infizirt waren, von denen cin Viertel auf obrigkeitlive Anordnung vernictet ist. Am meisten hat die Infektion in der Gemeinde Tahi-Tötfalu um ih gegriffen, wo von 250 ba Weinçärten nur no< 37 ba vorhanden sind.

Bosnien und die Herzegowina find reblausfrei, dagegen hat die Jyfektion im Jahre 1883 weiter um fich gegriffen, sie um- faßte außer der Stadt Belgrad 39 Ortschaften.

In Rumänien is im Distrikt Prabova ein seit 4 Jahren be- stehender Heerd ertde>t worden, in welhem die Reblaus großen Schaden angerichtet hat.

In Kalifornien mat die Reblauskrankbeit troß der ange- wendeten Gegenmittel raîhe Fortschritte, eiwa 1/10 der 109 000 Acres umfassenden dortigen Weinpflanzungen sollen infizirt sein.

In den La Plata-Staaten wurden {on im Fahre 1879 auf mehreren Reben Lurven der Reblaus gefunden.

Aus Oesterrei, Rußland, Griechenland, Großbritannien und Australien liegen neuere Nactrichten über die Reblaus nit vor.

Gewerbe und Handel.

„Vom Berliner Pfandkrief - Institut find bis Ende März 1885 1 035 600 Æ 34%oige, 19 319 700 M 4°/vige, 44 350 800 A 43 °/)oige und 9 383 400 Æ 5 °/gige, zusammen 74 089 500 A Pfand- briefe ausgegeben, wovon noch 1 035 600 M 339/oige, 18 845 400 A 4 9/oige, 33 556 800 41 °%/ige und 6 177900 M 5 V/etge, zusammen 99 615 700 „#4 Pfandbriefe verzinsli< sind. Es sind zugesichert, aber no< nit abgehoben 210 300 Æ, im Laufe des Monats März 1885 angemeldet 2 Grundstü>e mit einem Feuerverficherungswerthe von 202 300 M

In der ordentlichen Generalv-:rsammlung der Bank für Rheinland und Westphalen wurde die Bilanz genehmigt, Decharge ertheilt und die Dividende pro 1884 auf 5 % = 15 M pro Aktie festgeseßt. 0

Aus dem in der Generalversammlung der Frankfurter Lebensversicherungs-Gesellschaft vorgetragenen Geschäfts- bericht ift Folgendes hervorzubeben : Im Jahre 1884 sind mit 1032 Per- sonen Versiberungen im Betrage von 3849 149 Kapital und 6000 6 jährliwer Rente neu abgeschlossen worden und waren am Schlusse des Jahres 1884 überhaupt versichert 11455 Personen mit 46 540 137 M Kapital und 19079 Rente. Die Sterbefälle der auf den Todesfall Versicherten betrugen 207 Perfonen mit netto 681 061 6 Versiherungsfumme. An Leibrenten-Kaufgeldern sind 164438 M cinbezahlt worten, wofür cine jähulihe Rente von 15252 Æ zu entrihten ist. Im Ganzen befinden sh am 31. Dezember 1884 no< die Verträae von 284 Personen in Kraft, an welche eine jährliche Rente von netto 174915 M zu bezahlen ift, Nah Atzug der Ausgaben und Ver- ftärkurg der Reserven verblieb cin Uebersbuß von 185 963 M Die Aktionäre erhalten 16 4 per Aktie, oder 18F ’/a threr Baar Einzah- lungen. Der Gewinn- Antheil der bis Ende 1881 Versicherten be- trägt pro 1884 120% der von ihnen einbezahlten Netto-Prämien. Die Garantie-Mittel der G.sellsbhaft besteten außer dem G'undkapital von 5142840 Æ in der Prämien- und Gewinn - Reserve von 10 021 823 M

Die „New-Yorker Hdls.-Ztg.“ {reibt in ihrem vom 21. März datirten Wochenbericht: Ueber das Geschäft am Waaren- und Produktenmarkt läßt sih ni<ts befonderes Erfreuliches berihten. Weizen, Mais und Hafer haben, unter dem Einfluß friedliherer Berichte von drüben, den in der Vorwoche er- zielten Avanz fast ganz eingebüßt, zeigten aber gegen Schluß neuer- dings festere Preistendenz; in ersterer Getreidesorte is für Export wieder sehr wenig gethan worden, während Mais nach dieser Rich- tung re>dt viel Frage gehabt hat, die si< in den legten Tagen au< auf Hafer erstre>te. Weizenmehl - war till und mit Ausnahme der geringen Sorten ¿* WwelWe rar sind, willig. Das Befrachtunrgsgeschäft läßt nah wie vor zu wünschen übrig. Am Baumwollmarkt wirkte die voraussichtlich friedliche Lösung der englisc-russishen Kontroverse entschieden befestigend, Transaktionen in Terminen sind aber an Umfang hinter der Vor- woche bedeutend z1rü>geblieben. Brasil-Kaffees baben vorübergehend etwas mehr Beachtung gefunden und in Sympathie mit Terminen stetigere Tendenz gehabt, reinshme>ende Sorten waren mäßig begehrt und im Ganzen genommen fest. Rohzu>ker ist bei anhaltend s{leppendem Geschäft no< weiter gewiden Am Theemarkt blicb die Stimmung fest. Schmalz, Schweinefleish und Spe> stellten sih im Werthe niedriger, ohne an Lebhaftigkeit wesentlih gewonnen zu haben. Terpentinöl war fest, Harz rubig und unverändert. Raff. Petroleum fest. Pipe Line Certficates waren gestern und heute in flauer, weichender Tendenz, \{lofsen aber eber fest. Das Geschäft am Metallma rkt entbehrte immer no<h der Regsamkeit, wenn auch für einzelne Artikel ein etwas festerer Ton zur Geltunz gelangt ift. Fremde und einheimishe Manufakturwaaren find ruhig gewesen. Der Import fremder Wibstoffe für die heute beendete Woche beträgt 2 335 603 Doll. gegen 2 592 876 Doll. in der Parallelwoche des Vorjahres.

London, 1. April. (W. T, B.) Wollauktion. Wolle ruhig, kaum behauptet außer Kreuzzudten.

Washington, 1. April. (W. T. B) Die Staats\<{uld L E taten e hat im t März um

30 ou. avaenommen, im Staatsschaße befanden sich ultimo März 484 000 009 Doll. E E E

NewesYovk, 1 April. (W. T. B.) Zwischen der Central- Pacific- und der Southern -Pacific-Eisenbahngesell- \c<aft ist eine Konvention abges{lossen worden, nach welcher die leßtere die Central-Pacificbhahn auf die Dauer von 99 Jahren in Pacht nimmt.

Verkehrs-Anftalten.

Wremen, 1 April, (V. T B) Dex Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Werra“ ift gestern Abend in New-

York eingetroffen. : Bremen, 2 Ahril. (W, L. B.) Der Dampfer des „Hermann“ is gestern in Baltimore

Norddeutschen Lloyd angekommen, i

Hamburg, 1. April. (W. T. B.) Der Dampfer „Rugia“ der Hamburg - Amerikanischen Padetfahrt - Aktien- geren hat, von New - York kommend, gestern Abend

zard passirt. :

Hamburg, 2. April. (W. T. B) Der Postdampfer „Moravia“ der Hamburg- Amerikanischen Padcetfahrts- Aktiengesellschaft ift, von Hamburg kommend, gestern Abend 7 Uhr in New-York eingetroffen.

Soutbampton, 1. April. (W. T. B.) Der Po stdampfer „Gellert“ der Hamburg- Amerikanishen Paletfahbrt- Aktiengesells<a ft, welcher gestern auf der Reise nah New- York mit gebrocener Schraube in Plymouth eingelaufen war, ist qule hier eingetroffen, wird auf Do> gehen und nach beendeter Neparatur die Reise nah New-York fortsetzen.

Port Said, 31. März, Abends. (W. T. B.) Den ganzen besindiid ea Sago dr ider Uen t auf dem Kanal efindlicen Schiffe find in Sicherheit gebracht; die Schiffahrt ist vorsihtshalber eingestellt. As i y

Festtag!

achtunggebietenden

Vaterlandes !*“

verbürgt sei.

entgegenzunehmen, herzog von

Se. Majestät dem

ein größeres Glü> ih geleistet habe,

drei jungen

und der Gräfin Viertelstunde.

Friedenthal ,

der

nabm, wie er sich Liebes dankbar

dürfen,

Jn

nennen sessen hätte. tigen

überbrachten.

lange lebe Se, Kaiser!“ auszebrachte

Aufforderung wurde

Die Nation gedenkt heute in gehobener Stimmung und mit herz- liher Theilnahme des Reichskanzlers.

Sie feiert cin Familienfest mit Jhnen, Einer den Gedanken des neuen Deutschen Reiches gefaßt haben und unserem erhabenen Kaiser mit weisem Rathe find, als es die Einigung der deutschen Fürsten und Völker zu einem

Die Nation beglü>wünsht Ew. Durchlaucht, ‘der Sie seit der Begründung des von Gererationen ersehnten Reiches unter der Aegide des Kaisers und der mit Ihm verbündeten Regierungen die Geschi>e Deutschlands als ein Hort des Friedens leiten den Völkern und unter den verschiedenen Scbicten der Gesellschaft.

An diesem denkwürdigen Tage, am 70. Geburtstage laubt, können auch die Bevollmächtigten zum Bundesrath, von denen so Mancher ein uamittelbarer Zeuge Jhrer Großthaten ifl und in politischer Arbeit feit langer Zeit Freud und L-.id mit Ihnen getheilt hat, es si nit versagen, wünsche darzubringen und der daß es denselben vergönnt Ritter des Reiches und seiner Verfassung, noc lange, in Kraft und Gesunktheit an ihrer Spitze zu sehen.

Möge diese Hoffnung sich erfüllen

Der Reichskanzler antwortete in bewegten Worten, indem er auf die feste Basis hinwies, wel<he das Deutsche Reih in der Bundestreue der deutschen Fürsten habe und in welcher

Während der Fürst beschäftigt war, nen Premier-Minister die eigenhändigen

Baden ein,

Indem Höcwbstderselbe noch Majestät der Kaiser und König gemeldet, der Kanzler bis zur Eingangshalle entgegeneilte. begleitet von Sr. Kaiserlichen-Hoheit dem Kronprinzen und sämmt- liben Prinzen des Königlichen Hauses, i Hoheiten den Prinzen Wilhelm, Heinri, Fttedrih Karl, Leopold, Georg und Alexander, in das Zimmer, in welchem die Fürstin von Bismar> zu empfangen pflegt.

, Se. Majestät sprachen mit bewegter, mehrfac von Nührung unter- brocener Stimme und. danktcn dem Kanzler für die vielen und hohen Verdienste, welche er um Ihn und Sein Haus zuhalten und wünscten ihm eine no< lange Amlszeit. Dann reichten

der Kanzler, selbs aufs Tiefste bewegt, Kaiser ihn umarmte und ihn zweimal Der Fürst erwiderte darauf ungefähr Folg-ndes; «Jch habe nie

dienen, und so wird es au für den Rest meines Lebens sein. Was habe i< nur leisten können welbes Ew, Majestät mir stets geschenkt haben !*

Während dieses Moments war der Kanzler umgeben von seiner Gemahlin, seinen beiden Söhnen, der Gräfin und dem Grafen Rantau und ihren drei Söhnen.

Inzwischen war der Vorhang des Bildes einer Kopie der A. von Wernerschen Gemäldes : welde von Sr. Majestät dem Kaiser zum Geschenk für den Fürsten Bismark bestimmt war, beseitigt worden, und wandten Sich Se. Ma- jesrät der Kaiser der Fürstin Kronp:inz und die Königlihen Prinzen dem Kanzler gratulirten. Se Königliche Hoheit der graphie, auf welber Höchstderselbe, Scine bohe Gemahlin und die i Prinzen dargestellt sind. Prinzessin Wilhelm hatte die Photographie mit einer poetischen Widmung versehen, jüngsten Hohenzollern nicht Der Besuch des Kaisers, welcher den Ranyau die Hand

Nacbdem Sich der Kaiser zurü>gezogen hatten, wurde von Shü- [lern ein Psalm gesungen.

Alsdann erschien das Comité von dem Herzog von Ratibor. unter Andern Graf Fred Frankenberg, ( Graf August Dönhoff , Professor Dr. Gneist und die Geheimen Räthe Delbrü>k und Schwabach. In seiner Anrede hob Herzog von Ratibor hervor, daß, ebenfo wie Reicbe die verlorenen Lande wiedergewonnen, das Comité es für seine Pflicht gehalten habe, aub ihm Stammsitz der Familie Der Fürst war über diese

an: Biemar> - Ae, a

Stiftung darüber werde er Sr. Majestät Vortrag zu halten haben. nob nicht entschlossen, zu welbem Zwe>e Stiftung nur eine nomirelle Bedeutung haben, dagegen s{hwebe ihm vor, eine Stiftung für Unterrichtszwee in indessen habe ¿r no keinen festen Plan,

Um 1 Uhr erschienen Anderen die Fürstin Hohenlohe, Prinzessin Reuß und die Gräfin Frankenberg. Im Laufe d¿s Vor- tationen eingetroffen, Auf Befehl: Sr. Führung des kommandirenden der Infanterie von Pape, feierlihem Zuge zur Gratulation im Saale. Der in seiner Ecwiderung auf den Glü>kwuns<h des Generals von Pape hervor: wie nur die Armee es ihm ermöglicht habe, die Politif des Kaisers durchzuführen. stehen; wenn er au< der Armee nicht aktiy anaehöre, doc in seinem Herzen

Der hierauf folgende zwanglofe dem Fürsten mit folgendem Toast eröffnet:

„Ich habe eine folche bewegende Feier no< nie erlebt und werde sie au nie wieder erleben. sammlung aber finde i den besten Ausdru> für meine Empfindungen, wenn ih Sie auffordere, einzustimmen in den Ruf: Hoch lebe und Majestät unser Begeistert \timmte Hoch ein.

Nach einer Pause ergriff General von Pape das Wort, um in bewegten, warmen, [cbendigen, von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten dem Kanzler ein Hob! auszubringen;

Berlin, 2. April 1885.

zum Gratulationsempfange bei dem Reichskanzler Fürsten von Bismar> erscienen geftern Morgen als die Ersten in großer Zahl die Glieder des Ges<le<ts Derer von Bis- mar>, geführt vom Major a. die Ansprahe an den Reicskanzler ribtete, wobei er ein koftbares Album mit sämmtlichen Porträts des Geshle<ts von Bismar> über- reihte. Mit freudigen Worten dankte der Fürst den Ueberbringern.

Bald darauf erschien in corpore der Bundesrath und das Königlich preußische Staats-Ministerium. Der Königlich bayerishe Staats-Minister Dr. von Luß ergriff für den Bundesrath das Wort zu folgender Rede:

„Ew. Durchlaucht! In allen deutschen Landen ift heute ein

D. von Bismar>, wel<her au

der Sie als der Ersten zur Seite gestanden Alldeutschland galt.

des Friedens unter

Ew. Durch-

Ew Durchlaucht die innigsten Glü>- r Hoffnung lebhaften Ausdru> zu geben, sein möge, Ew. Durchlaucht, den tavferen lange Jahre

zum Heile des geliebten deutschen

feine Zukunft

aus den Händen der etnzel- Screiben ihrer Souveräne trat Se. Königliche Hoheit der Groß- welcher auf das Herzlicste gratulirte. mit dem Kanzler spra, wurde S e.

All-rhöchstwelchem Se. Majestät traten,

Ihren Königlichen

lich dur fein langjähriges, erfolgreies Wirken erworben habe, baten ihn, auch ferner aus- Fürsten unter tiefer Bewegung die Hand, welche zu küfsen versuchte, worauf der unter Thränen küßte.

gekannt, als Ew. Majestät und dem Lande zu

dur< das Vertrauen,

e Die Kaiserproklamation in Versailles“ —,

zu, während Se. Kaiserliche Hoheit der

Prinz Wilhelm überreichte eine Photo-

Ihre Königliche Hoheit die in welcher es heißt, daß an diesem Tage die drei

fehlen dürften. : drei Kindern des Grafen reiten, dauerte etwa eine

für die Ehrengabe, geführt Zur Deputation gehörten Staats - Minister Dr.

der Kanzler dem

den vor fünfzig Jahren verlorenen widerzugeben. r Gabe offenbar sehr erfreut und ausdrü>te, das Geschenk als etwas b. sonders eigentli< hätte er si bisher nicht sondern Bismar> in Schönhausen er nur den fleinsten Theil davon be- welher Weise die ihm zu einer wohlthä- überwiesene Summe zu verwenden fei, 1 Gr seî Für Arbeiter würde diese

höherem Sinne zu bilden;

hohe Damen zur Gratulation, unter die Herzogin von Ratibor, die

und Nachmittags waren zahlreihe Depu - welche dem Fürsten ihre Glü>wüns<e Majestät des Kaisers erschien unter Generals des Garde-Corps, Generals die aktive Generalität Berlins in Reichskanzler hob

Rath und That müßten sich stets zur Seite j so empfinde er stets als preußischer O'fizier.

Frühshoppen wurde von ih Inmitten dieser glänzenden Ver-

Allergnädig'ter König und die zahlreihe Versammlung in das

Im weiteren Verlauf der „Morgensprabe“ wurde von der Studenten schaft ein Salamander auf den Fürften gerieben. er Staats-Minister von Mittnacht toaftete auf die FÜrstin. Studiosus von Z dliß brate ein Hoch auf den Reichskanzler, dem die Jugend ein größeres Verständniß für die großen Thaten von 1864, 186g und 1870 entgegentrage als die ältere Generation, dem die Jugend felsenfest vertraue und folge, au< wenn fie den großen Ideen des erhabenen Staat8mannes niht glei< bis zu ihren Zielen zu folgen vermöge. Fürst Bismar> trank \{ließlid auf das Wohl der Jugend welche ihre Vertreter hierher entsandt habe, als lebendige Zeugen der Generationen, auf welchen die Zukunft des Reichs beruhe.

Ueber die Feier des siebenzigsten Geburtstagez des Reichskanzlers Fürsten von Bismar> liegen ferner Berichte vor aus Mannheim, Liegnitz, Grünberg Sprottau, Hirs{berg, Würzburg, Bamberg, Regenz; burg, Sulzbah, Landshut, Bayreuth, Ansbach Hamburg, Braunschweig, Leipzig, Paris, Bologna U: a? it,

An telegrophisben Beglü>kwünscbungen sind am 1. Arril 1400 eingegangen, ferner Adréssen und Widmungen von der Berliner Universität, von den Studirenden deutscer Kunst, akademien, von dem Düsseldorfer Verein „Malkasten“ von der staatswissenscaftlichen Fakultät der Universi- tät Tübingen, von Mitgliedern der freikonsfervativen Partei, von dem Magistrat und den Stadtverordneten der Stadt Magdeburg, deren Ehrenbürger der Fürst ift, von dem 1]. Jerichowschen Kreise, von den Unterbeamten der Eisenbahnverwaltung, von Angehörigen der Papier- und Schreibwaaren-Industrie, ferner von dem Senat der Stadt Hamburg und der Stadt Bremen.

Zahlreihe CGhrengaben, Widmungen und Gescbenke trafen auh gestern no< aus allen Gegenden des Deutschen Reiches ein.

Die neuesten telegraphisben Berichte melden :

Darmstadt, 2. April. (W T. B.) Zur Feier des Geburts- tages des Reichsfanzlers Fürsten Biémar> fand gestern Abend eine festlihe Vereinigung im Saalbau ftatt, an welcher die Spitzen der Civilbehörden und das Offiztercorps theilnahmen. Die Versammlung wurde von dem Vize- Präsidenten des Land- tags begrüßt, worauf Ober-Bürgermeister Ohiy ein Hob auf den Kaiser, und Geh. Rath Goldmann ein Hob auf den Großherzog auébrahten. Die Festrede auf Bismar> hielt Gymnasial Direktor Nothnagel aus Gießen. Nah Schluß derselben wurde vom Landtags- abgeordneten Osann ein Hoh auf den Reichskanzler ausgebrat, welches mit stürmiscer Begeisterung aufgenommen wurde. Die Feier endete mit dem Gefange eines von Adelberg gedicbteten Bismar> E welbes von der ganzen Versammlung stehend angestimmt wurde.

Weimar, 1. April. (W. T. B.) An dem heutigen Fest- kommers zu Ehren des Reichskanzlers nahmen alle Kreise der Be- völkerung lebhaften Anthcil. Nach begeisterten Hochs auf Se. Majestät den Kaiser ur d den Großherzog bielt Regierungs-Rath G ena st eine mit dem lebhaftesten Beifall aufgenommene Rede, in der er den

Fürsten Reichékanzler feierte.

Eisenach, 2. April. (W. T. B.) Der gestern Abend zur Feier des Geburtstages des Reichskanzlers Fürsten Bismark abge- haltene Kommers is glänzend verlaufen. Dr. Steele bielt die Festrede, wel<e mit Begeisterung aufgenommen wurde. Erneute jubelnde Ho<s wurden auf Se. Majestät den Kaiser und den Fürsten

Bismar> ausgebracht. An Letzteren wurde auch ein telegraphischer

Glü>wunf< abgesandt.

S1. Petersburg, 1. April. @ T B) Zur Feier des Geburtstages des Reichskanzlers Fürsten Bismar> fand beute bei dem deutschen Botschafter General von Scbweinitz ein Diner statt, zu welbem die Gesandten Bayerns und Württembergs, das Personal der Botschaft und des deutschen Konsulats die Mit- glieder des deutshen Comités für die Bismar>kfeier und zahlreiche

Notabilitäten der hiesigen deutschen Kolonie geladen waren.

Internationale Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legirungen in rnberg 1885, Die Arbeiten zur Internationalen Ausstellung schreiten in allen Be- ziehungen rash fort. Der innere und äußere Verpußz des Haupt- gebäudes sowie die dekorative Ausstattung desselben dur Profeffor Pillon, das Restaurationsgebäude, das Kéefselhaus und die übrigen Annexbauten, die Rohrlegung für die Gas- und Wasserleitung sind bereits soweit gefördert, daß man si der sicteren Hoffnung hingeben kann, baß die internationale Ausstellung in Nürnberg 1885 zu jenen selienen Ausftellungen gehören wird, welhe bei ibrer Eröffnung fix und fertig sind. Es konnte daher denn au in den leßten Tage {hon eine perspektivisbe Ansicht des Ausstellungsplatzes und der Gebäude an- gefertigt und im Hauptgebäude mit der Plaßvertheilung begonnen werden. Auch die Ausftellunasgegenstände treffen nunmehr na und nah ein, so ist von dem Kaiserlich deutscen Konsul in Kanton (China), Herrn Travers, eine Reihe von Gegenständen sowohl für die historishe als au für die moderne Abtheilung eingegangen. Für die letztere sind au< {on Sendungen aus Amerika und für jene bocinteressante antike S<mud>- gegenstände angelangt. Die historische Abtheilung, welche in einem pracht- voll dekorirten, sogen. goldenen Saale ihre Aufftellung findet, wird über- haupt einen Glanzpunkt der Ausstellung bilden. Sie wird ohne die verschiedenen größeren Sammlungen, welche über 2000 Gegenstände enthalten werden, mebr als 3000 Kunstwerke von der e. yptischen Zeit bis zum Beginn unseres Jahrhunderts vorführen und so ein hoch- interessantes Bild der Entwicklung der Metallgewerbe geben. Um den Besuchern au< beim Regenwetter na Besichtigung der Auéstellung einen angenehmen und hinreichenden Plat zur Erholung zu s{<affen, wird seitlih von dem Restaurationégebäude noch ein \<ön auêgestattetes, ca. 300 Menschen fassendes Zelt aufgestellt, wozu die Vorarbeiten ebenfalls bereiis erledigt sind.

Krolls Theater. Fr. Amalie Joachim hat für das erfte ihrer diesjährigen Concerte, am Oster-Montag, eine hocinteressante Auswahl von Liedern zum Voitrage gewählt. Schubert ift mit drei Liedern vertreten („An die Leyer“, Ellens zweiter Gesang und das Sclummerlied: „Cs mahnt der Wald“). Aus Schumanns „Dichter- liebe“ bietet das Programm „Im wunders<{önen Monat Mai“, „Aus meinen Thränen spricßen die Rose, die Lilie“, „Wenn i< in deine Augen seh“, „Ic hab im Traum geweinet“, „AlUlnächtlich im Traume“, „Ein Jüngling liebt ein Mädchen“. Bruch ist mit der Serenade, op. 49 Nr. 4, Swolz mit op. 34, 4: „Frühling, Liebster* und C Bohm mit vLiebster Schaß, i bitt di \{ön“ vertreten. Das leßtgenannte Lied ist vollständig neu. Ferner gelangen Webers „Unbefangenheit“, Rubinsteins „Asra* und „Gelb rollt mir zu Füßen“ sowte von Brahms „Der Jäger“ (aus op. 95 und ebenfalls vôllig neu) / zum Vortrage. Die Violinvorträge des Hra. Charles Grigoro- wits< umfassen an diesem Abend Sarasates: , Faust“ Phantasie und- Vieuxtemps' „Rêverie“ und „Bouquet americain“, as Accompagnement der E Joachim hat Frl. Sophie Fernow übernommen, während Hr, Grigorowits< von Hrn, D. Charton begleitet wird. Ueber die bevorstehenden 3 Concerte der Wiener Kapelle, unter Leitung des K. K. Hofball-Masidirektors Eduard Strauß, welche am 11. April beginnen, werden wir später Näheres mittheilen.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S <olz). Dru>: W. Elsner. Fünf Beilagen

Berlin:

auch diefer mit Begeisterung Folge geleistet.

(eins<ließli< Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

M 39.

Berlin, Donnerstag, den 2. April

Lp

|

BekanntmaGung.

; jährigen Frübjahrs-Konirol-Versammlungen der in hiesiger De de ae et wohnhaften Reservisten und Wehrleute werden Ha 8, 9., 10, 11., 13. und 14. April d. J. auf folgenden Pläßen

abgehalten : ¿ s 9 ür die Garde-Mannschaften (F.-M.-A. 1 und 2)

Y E ieehans am Kaiser Franz Grenadier-Playz Nr. 10. :

11. Für die Mannschaften der Provinzial-Infanterie (F.-M.-A. 5, 6, 7, 8, 9 und 10) auf dem Kasernenbofe des

Kaiser Franz Garde-Grenadier- Regts. Nr. 2, Pionierstr. 13 g.

111. Für die Mannschaften der Provinzial-Jäger, Ka- vallerie, Feld- und Fuß- Artillerie, Pioniere, Eisenbahn - Regiment und Eisenbahn - Com- pagnien, Train, Krankenträger, Militär- Bäder, Lazareth-Gehülfen, Unterärzte, Unter- apotheker und Pharmazeuten, mit der Woffe ge- diente und als Apotheker approbirte Personen des Be- urlaubtenstandes, Krankenwärter und Geistliche, Noßärzte und Unter-Roßärzte, Beschlag- und

Fahnenschmiede, Zahlmeister-Aspiranten, Ma-

rine, Dekonomie-Handwerker, Büchsenmacher

und Büchsenmacber-Gehülfen, Arbeitssoldaten

(F.-M.-A. 11, 12, 13, 14, 15) in dem Exerzierhause des 3.

Garde-Reaiments z. F., in der Wrangel\tr. Nr. 102—104. Die einzelnen Jahrgänge versammeln si< auf jedem der 3 .vor-

stehend genannten Plätze in nachstehender Reihenfolge : 1884

18834 am Mittwo<h, den 8. April cr.,, Vorm. 7 Uhr, 1882

1881 Á 8, 9 1880 Donnerstag, 9. 1879 9. 1878 10. 1877 L 10: 1876 Sonnabend, 1. 1875 ä E 1874 Montag, 13, 1873 18

(mit Ausnahme derjenigen Mannschaften, welce in der Zeit vom 1. April bis ultimo September 1873 ein- getreten sind),

1872 am Dienstag, den 14. April cr., Vorm. 7 Uhr. Die Kontrol-Versammlungen der Dffizier-A spiranten finden in dem Ererzierhause am Kaiser Franz Grenadier-

Plaß Nr. 10 statt, und zwar: E x am Mittwoc, den 8. April cr., Vorm. 11 Uhr, für sämmiliche zur Garde, zum Eisenbahn-Regiment und zur Marine gehörigen

Offizier-Asviranten, N am Donnerstag, den 9. April cr., Vorm. 11 Uhr, für diejenigen der Provinzial-Jäger, Kavallerie, Feld- u. Fuß-Artillerie,

Nee 2 M für diejeni ú am Freitag, den 10. April cr., Vorm. zr, für diejenigen der liber M M sti A und zwar: Jahrgänge 1872—1878, am Sonnabend, den 11. April cr., Vorm. 11 Uhr, für diejenigen der Provinzial-Infanterie, und zwar: Jahrgänge 1879—1884. V. Die Kontrol-Versammlung der zur Disposition der Ersaß - Behörden entlassenen Mannschaften findet auf dem Dot E, S S Na gee Kaiser Franz Grenadier-Plat Nr. 12,

am DaiRiikad, den 10, Apel Cr, DOemM: C Uhr att.

Die Jahresfklasse, zu as ein Jeder gehört, ist auf dem Deel

Militär-Passes angegeben. /

E Dic Reservisten E Wehrleute werden hierdur< aufgefordert, auf den vorbezeichneten Pläßen und zu den festgeseßten Stunden vünktlih zu erscheinen. Die früher geschehene Uebersendung von be- sonderen Gestellungs-Decdrcs zu den Frühjahrs-Ko ntrol-Ver- jammlun gen findet in diesem Jahre und für die Folge niht mehr statt, die Beorderung erfolgt vielmehr nur durch die gegenwärtige Bekanntmacunag. j

Die Beorderung zu den Herbst-Kontrol-Versammlungen erfolgt nah wie vor dur Uebersendung besonderer Gestellungs-Ordres.

Wer die Kontrol-Versammlung versäumt, wird mit Arrest und eventuell auf Grund des $. 67 Reichs-Militärgeseßes mit Verseßung in die nächstjüngere Jahresklasse, woraus Verlängerung der Gejammt- dienstyfliht um cin Jahr folgt, bestraft.

Berlin, den 14. März 1885.

Königliches Bezirks-Kommando : des Neserve-Landwehr-Regiments (Berlin) Nr. 35,

Jahrgang

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33% Anlehen der vormals Freien Stadt Frankfurt a. M. N n 5 000 000 FI. vom 12. Mai 1846.

Bei der am 9. d. M. stattgefundenen 32. Verloosung des An- lehens der vormals Freien Stadt Frankfurt a. M. vom 12. Mai 1846 wurden nachverzeihnete Nummern gezogen :

A. Zur Rü>zahlung auf den 1. Juli 1885.

Litt. A 1000 Sl =.1714 M 29 J. Nr. 108 160 202 329 334 336 345 381 384 571 689 771 944 965 1055 1062 1068 1188 1197 1210 1292 1381 1397 1479 1522 1547 1559 1588 1613 1616 1734 1743 = 32 Stüd über 32 000 FL. oder 54 857 4 28 „S.

Litt. E, à SUO R = 857 e 14 S. Nr. 15809 1816 1942 2009 2043 2223 2267 2273 2350 2408 2416 2442 2462 2465 2507 2026 2571 = 17 Stü über 8590 Fl. oder 14571 A 38 A.

Litt. E. à 300 Fl. = 514 M 29 S. Nr. 2858 2870 2878 2907 2972 3000 3245 7 Stück über 2100 Fl. = 3600 M 03 S.

Litt. E. à 100 FI. 171 A 43 4. Nr. 3440 3451 3478 s 3644 3679 3739 3755 = 8 Stü über 800 Fl. oder 1371 M

4 S.

Titt, E. Summa 64 Stü> über 43 400 Fl. oder 74400 ÆM 13 4. B. Zur Rückzahlung auf den 1. Januar 1886.

Litt, Ï à 1000 Fl. = 1714 A 29 S, „Mr, 29 38 93 158 216 278 341 360 393 465 514 529 585 674 (56 775 787 795 827 830 858 929 979 1053 1110 1211 v 1517 1678 1710 = 32 Stü über 32 000 Fl. oder 54 M. S. Ltt. V. &: 500 Fl. ps 857 M4 14 . Nr. 1847 1917 2048 2085 2087 2103 2136 2189 2225 2269 2279 2307 2329 2581 2621 2710 2788 = 17 Stüd über 8500 Fl. oder 14571 M 38 4, Litt,. F, à 300 Fl. = 514 4 29 S. Nr. 2878 2907 2952 3057 3106 3211 3230 = 7 Stü über 2100 Fl. oder 3609 M 3 S. Litt, F, à 100 Sl. = 171 #4 43 H. Nr. 3398 3439 3487 un 3581 3657 3780 3799 = 8 Stü> über 800 Fl. oder D 1 o. 44 A. Litt. F. Summa 64 Stü> über 43 400 Fl. oder 74 400 E

Die Inhaber dieser Obligationen werden hiervon mit dem Bemerken benachri{tigt, daß sie die Kapitalbeträge, deren Verzinsung nur bis zum betreffenden Rückzahlungstermin stattfindet, bei der Königlichen Kreiskasse in Frankfurta. M., bei der König- lihen Staats\<hulden-Tilgungskasse in Berlin, sowie ei jeder Königlichen Regierungs- und Bezirks-

und zwar bei den Obligationen Litt. E mit Zinsscheinen Reihe II Nr. 2 bis 8, bei den Obligationen Litt. F mit den Zinsscheinen Reihe 11 Nr. 3—8 erheben können. l G Der Geldbetrag der etwa fehlenden, unentgeltli< zurü>zugeben- den Zinsscheine wird an dem Kapitalbetrage der Obligation zurü>- behalten. Ai ; 7: Soll die Einlösung von dergleichen Obligationen nit bei der Königlichen Kreiskasse in Frankfurt a. M., oder bei der Königlichen Regierungs-Hauptkasse in Wiesbaden, son- dern bei einer der anderen Kassen bewirkt werden, so sind die be- treffenden Obligationen mit Zinsscheinen und Zins\chein-Anweisung vierzehn Tage vor dem Verfalltermin bei diesen Kassen einzureichen, von welben dieselben vor deren Auszahlung an den Unterzeichneten zur Prüfung einzusenden sind. Rückständig sind no< aus der

17. Verloosung: E. 3798.

22. . 1818.

24. 3645;

2 . 3026.

26. SILT:

L. 000:

28.

¿ 0089,

29. Verloosung : E. 3709. 30. Verloosung: E. 1565. A 31. Verlovsung: E. 2583 3261 3496, F. 1355 1356 2747 2917 3071 3435 3442. ; Die Inhaber dieser Obligationen werden wiederholt zu deren Einlösung aufgefordert. 5 Wiesbaden, den 11. März 1885. Der Regierungs-Präsident.

In Vertretung:

de la SLroirx.

Verloosung: Verloofung : Verloosung: Verloosung : Berloosung : Verloosung:

Centralblatt für die gesammte Unterrichtsver- waltung in Preußen. März-April-Heft. Jhnhalt: Cirkular an die Königl. Regierungs-Präsidenten im Geltungébereiche der Kreis» ordnung, vom 9. Februar 1884, betreffend Abänderung der Instruktion zur Geschäftéführung der Regierungen. Sechste Nachtragsverord- rung, betreffend die Kautionen der Beamten aus dem Bereicbe des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegen- heiten. Vom 23. Juni 1884. Uebertragung der Entscheidung über Verseßung eines Beanmten #1n den Ruhestand, sowie über Festseßung der Pension auf die Provinzialbehörden. 2 Maßregeln zur Verhütung von Scbädigungen älterer Baudenkmäler bei Auss{mü>ung von Kirchen- 2c. Fenstern mit Glasmalereien. Verlagsvertrag; Vereinbarung über Herausgabe neuer veränderter Auflagen; Uebergang der Rechte des Urhebers auf dessen Erben. Geschäftsmäßige Behandlung von Entwürfen 2c. zu Kirchen-, Pfarr- und Sctulbauten , welde nur von Oberauffichtêwegen einer baute<niscen Prüfung unterliegen. Allerhöcbste Bestimmung über den zum Andenken an Schiller gestifteten P cis für Werke der deutschen dramatischen Dichtkunst aus den Jahren 1881/83, Statut der Adolf-Ginsberg-Stiftung. Erfte Konkurrenz bei der Ginbberg- Stiftung für Maler und Bildhauer deutsher Abkunft. Ausleibung von Kunstwerken aus der National-Galerie zu Berlin. Verleihung goldener Medaillen und Zuerkennung der „ehren- vollen Erwähnung“ an Künstler bei Gelegenheit der akademischen Kunstausftellung zu Berlin im Jahre 1884. Verleihung der Mendels\ohn-Bartholdy-Stipendien für Musiker im Jahre 1884. Bestimmungen über die Benußung der Königlichen Universitäts- Bibliothek zu Göttingen. Reglement für die Königliche Universitäts- Biblio1hek zu Göttingen. Instruktion für die Kustoden und Hülfs- arbeiter der Königlichen Universitäts- Bibliothek zu Göttingen. Statuten der Berliner Gesellshaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgescbichte. Nachtrags-Verzeichniß solher höheren Lehr- anstalten, welche zur Ausstellung von Zeugnissen über die wissenschaft- liche Befähigung für den einjährig-frenwilligen Militärdienst berehtigt sind. Anstellung resp. remuneratoriscbe Verwendung der Kandidaten des höheren Schulamtes na< Absolvirung des Probejahres. Die Erholungspausen zwiscben den Lehrsktunden und die Zeitdauer der käuslihen Arbeit der Schüler höherer Unterrichtsanstalten. Feier des hundertjährigen Gedächtnißtages der Geburt von Jacob Gcimm zur Erinnerung an die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm in den böôheren Unterrihtsanstalten. Erläuterungen zu der Ordaung der Entlafsungêsprüfungen an den höheren Schulen. Veröffentlichung der Schulnachrichten in den Programmen der höheren Lehranstalten. Nerwaltung der an den höheren Lehranstalten|bestehenden Bibliotheken.— Aufnahme neuer Zöglinge in die Anstalten zu Droyßig. Vermei- dung der Ueberbürdung der Schülerinnen in Lehrerinnen-Bildungs- anstalten und höheren Mädcenschulen. Die Berechtigung, Ent- lafsungsprüfungen zu halten, foll Privatanstalten für die Vorbildung von Lehrerinnen nicht mehr ertheilt werden, Verordnungen und amtlihe Bekanntmachungen üer das Turnwesen in Preußen. Abhaltung eines Kursus zur Ausbildung von Turnlehrerinnen in der Turnlehrer-Bildungs8anstalt zu Berlin. Befähigungs- zeugnisse aus der Turnlehrerinnen-Prüfung im Herbste 1884. Ort der Prüfung der Lehrer für Taubstummen- Anstalten in der Pro- vinz Hannover im Jahre 1885. Verpflichtung der Lehrer zur Zahlung von 25 9% der Gehaltsverbesserungsgelder an die Glementar- lehrer-Wittwen- und Waisenkafse. Erhebung des Eehaltóver- befserungêgeldes für die EGlementarlehrer-Wittwen- und Waisenkasse bei Erhöhung der Miethsentschädigungea der Lehrer. Heranziehung einzelner Lehrer zu methodologischen Kursen an Schullehrer-Seminaren. Abänderung des Lehrplanes der Forbildungsanstalt für städtische Elementarlehrer in Königsberg. Zulässigkeit der Unterftüßung der Gutsherren aus Staatsfonds bei hren Scbulleistungen zur Ver- meidung von Härten bei der Anwendung des $. 33 Th. IT Titel 12 U L M Bescvulung ni<t getaufter Kinder evangelischer Eltern. Statistishe Nachrichten Über den Betrieb L des Unterrichtes in weiblichen Handarbeiten an den öffentlichen Land- \{hulen der Monar{ie zu Anfang Dezember 1883. Wieder- herstellung der öffentli< re<tlihen Stellung des Gutsherrn zur Ortsshule in den altpreußishen, der westfälishen Zwischen- regierung unterworfen gewesenen Landestheilen der Provinz Sachsen durd das Patent vom 9. September 1814. Anu der gerichtlichen Verfolgung eines Schulunterbeamten wegen Züctigung eines Schulkindes, die ihm von dem vorgeseßten Lehrer aufgetragen ist. Zuständigkeit bei Beschwerden Über Mißbrauch des Züchtigungs8- re<tes. Befugniß des Lehrers zur Ausübung der Schulzuht au aufer ver Schulzeit. Fortdauer der Zugehörigkeit gun Sculverbande naþ dem Austritt aus der Kirce. a stituirung ciner besonderen jüdis<en Schul sozietät “a C E ribtung einer öffentlichen jüdi|den Schule. Ansamm a Nevi Baufonds zur Errichtung einer Schule. Aus\clicßlide Zul än g feit der veranlagenden Behörde für Reklamationen (Bescbwerden un

e

Beseitigung, bezw. Ermäßigung des Schulgeldes bei Volks- s{ulen, fowie der Abschaffung der Einrichtung, na welcher das Schulgeld persönliches Dienstemolument dec Lehrer ist. Umfang der Dienstwohnungen für Lehrer. Ausftattung der Elementarscbulstellen mit Dienstwohnungen für die Lehrer. Räum- libkeiten, welche zu der Dienstwohnung eines Schullehrers gehören, dürfen ohne Zustimmung der die Wobnung gewährenden Gemeinde 2c. Fremden zur Benußung nicht überlaffen werden. Verleihung von Orden und Ehrenzeichen. Perfonalchronik.

Statistische Nachrichten.

Nah dem Bericht des Provinzial-Aus\{usses über

die Verwaltung der Angelegenheiten des Provinzial-Verbandes

von Pommern in dem Zeitraum vom 1. April 1883 bis 31, März

1884 bearbeitete die Centralverwaltung in diesem Zeitraum 38 356 Satben, 709 mehr als im Vorjahr. An Provinzialbeiträgen wurden,

wie tim Vorjahr, 450 000 Æ ausgeschrieben. Die der Vertheilung der- selben zu Grunde gelegte Steuersumme belief si dem Sollauf-

kommen von Staatsfteuern entspre<hend auf 7987 720 M, gegen

7184910 Æ in 1882/83, Das Landarmen- „und Korrigendenwesen erforderte 405 671 MÆ. Kosten, gegen 397 895 4 in 1882/83, 437 259 AÆ. in 1881/82, 429 932 6 in 1889/81, 380463 in 1879/80. Die

Kosten der Armenpflege (274 465 M) {find gegen 1879/80 um 35 573 A

gestiegen, die Beihülfe von Octsarmenverbänden (2774 M.) um 918 Æ; dagegen haben die Kosten für das Korrigendenwesen (128 432 4) um

11283 6 abgenommen. Die Kosten der Armenpflege beliefen sich pro Kopf der Bevölkerung in dem Reg.-Bez. Stettin auf 17,23 3 bei den städtischen, 16,26 4 bet den ländlichen (den Kreisen Demmin 28,31 bezw. 27.61 8, Ue>ermünde 2,84 bezw. 3,13 4), Coeslin 17,36 bezw. 17,32 -Z (in den Kreisen Belgard 25,05 bezw. 26,62 E. Schivelbein 25,10 bezw. 22,31 $, Sthlawe 11,28 bezw. 11,31 5, Rummelsburg 11,71 bezw. 11,25 4), Stralsund 21,02 bezw. 21,04 S (in den Kreisen Greifswald 2847 bezw 28,65 4H, Franzburg 15,78 bezw. 17,56 -$); in der ganzen Provinz 17,81 bezw. 17,34 -Z und mit Hinzure<hnuna der außerhalb der Provinz befindliden Landarmen 18,11 bezw. 17,62 «Z. Die durscnittlibe Zahl der in den 4 Korri- gendenanstaltien tägli verpflegten Korrigenden betrug 1114, die der Pfleglinge 34, gegen 1117 bezw. 35 im Vorjahr. Der reine Arbeits» verdient der Korrigenden betrug in Ue>ermünde pro Kopf und Lag der beschäftigten Häuëlinge 32,12 g, aller Häublinge 25,69 „s; in Neustettin 35,24 bezw. 27,62 -Z. In den 5 Irrenanstalten der Provinz befand si< am St@lusse des Verwaltunaëjahres ein Bestand von 701 Irren, gegen 685 im Vorjahr; die Kosten beliefen sih für den Kranken vro Tag auf 129 81 «5. Den Taubstummenunterriht ge- nossen 279 Kinder, gegen 280 in 1882/83. In Zwangserzichung be- fanden sid am 31. März 1884 586 Kinder. :

Zu Eisenbahnbauten bewilligte der Provinziallandtag bis Ende März 1884 im Ganzen 1 025 000 #4 für Privatbahnen und 460 000 6 für Staatsbahnen. Für Chaussee Lauenburg - Wiershußin sind 730 196 A verausgabt worden. An Prämien zum Chausseebau waren bis Ende März 1884 1 431 246 # gezahlt worden; außerdem waren no<h 516 468 A bewilligt. h : i i

Das Provinzial-Hebammen-Lehrinstitut in Stettin wurde in dem Lehrkursus 1883/84 von 55 Schülerinnen besucht.

Das Vermögen der Provinzial-Hülfskasse von Pommern hat sih im Verwoaltungsjahr 1883/84 von 1 118 299 auf 1164 150 A vermehrt. Das T E des Meliorationsfonds betrug am 31. März 1884 1 780 000 X :

6 Bei dex Altpommerschen Land-Feuerfozietät waren im Jahre 1883 382 005 700 M. Immobilien und 52 960500 M Mobilien versicbert, 7 520 850 6 mehr bezw. 353 100 Æ weniger als im Jahre 1882. Die Feuersozietäts-Direktion der Städte Altpommerns für 1883 hatte am 31. Dezember 1883 einen Versicherungsbestand von 44 829 650 46 für Gebäude und von 8057 920 Æ für Mobilien, 1196 535 A. bezw. 320 534 6 mehr mehr als Ende 1882, Bei der Vorpommerschen Feuerversicherungs-Sozietät für Gebäude waren Ende 1883 81911 810 4 versichert. j

dg e Pferdeversicherungsfonds hatte im Jahre 1883/84 eine Ausgabe von 10 294 #4, der Rindviehversiherungsfonds eine solche von 92142 4 An Beiträgen wurden pro Pferd 20 4, pro Rind 10 - ausgescrieben. :

Unter Aufsicht des Provinzialverbandes stehen das Waisenhaus zu Stargard, das Hospital St. Petri zu Stettin und die vereinigten Hos pitäler St. Spiritus und St. Georg zu Treptow a. T. E

Unterstüßt werden von den Provinzialverbande die Anstalt für Blöd- und S<bwachsinnige in der Kü>kenmühle (188 Zöglinge), die Diakonissenanstalt Bethanien zu Neu-Tornay (153 Schwestern), das Buggenhagen stift zu Ducherow (50 Waisen 2c ), das Stift Salem zu Neu-Tornay (59 Zögl.), die Johanniter Kranfkenanstalt Bethanien zu Polzin, die Hardersche Augenheilanstalt zu Stettin, die Kinderbeils und Diakonissenanstalt zu Stettin, das <hristlicbe Kurhospital Siloah zu Kolberg, das Pommershe Museum, das Provinzial-Museum zu Stralsund, der Vereir für pommershe Geschichte 2c., die Molkereis \{ule zu Calekow, die Bienenzucht, die agrikulturhemische Versuchs station zu Regenwalde, die Fishzucht, die A>erbauschule zu Schellin, die Landwircthschafts\{ulen zu Eldena und Swivelbein und die Handels- und Gewerbeschule für Frauen und Töchter zu Stettin.

Land- und Forstwirthschaft.

8 landwirthschaftlihe Studium auf der Univera- S L betitelt fi eine kleine Scrift, welche der Direktor des Landwirthschaftlichen Instituts daselbst, Prof. Dr. Gu stav Drechsler, im Verlage von Paul Parey hierselbst herausgegeben hat. Der Inhalt der Schrift ift folgender: 1. Aufnahme an der Universität. 1]. Die bestehenden Institute, Vorlesungen und Uebuns- gen für das landw. Studium, mit Angabe der jeßigen Dozenten. 1I1. Kurze Beschreibung der Jastitute und zugehörigen Einrichtungen. IV. Zwe> des Studiums. Studienplan. V. Sonstige „für das landw. Studium in Betracht kommende Cinri®tungen und Verhälts nisse: Verzeichniß der Vorlesungen für jedes Semester. Beginn der Vorlesungen. Anmeldung zu den Borlesungen. nfs Universitätsbibliothek. Literawifhes Museum. Journal für. Landwirthschaft. Preisaufgaben. Prüfungen (für Landwirthe z für Lehrer; Promotion, Habilitation). Landwirthschaftlibe Vers eine. Landw. Genoffenschaften. Landw. Verhältnifse der Provinz Hannover und der Umgegend von Göttingen. Kosten des Studiums in Göttingen. Stipendien. Akademisches Krankenpflege-Justitut.. Tafeln: 1) Situationsplan. 2) Versuchsfeld. 3) Garten deS landw. Instituts. 4) Wirthschaftsgebäude des landw. und "s thierwemischen Jastituts. 5) Hauptgebäude 1. Geshoß. s) Hauptgebäude IL. Geschoß. 7) TLhierklinik.

insprüche) gegen die Heranziehung zu Schulbeiträgen (Abgaben und Seittnaen E ch T) E Zuständigkeit der Verwaltungs- gerihtsbehörden zur Entscheidung im Verwaltungsstreitverfahren auf Klagen gegen den Bescbluß der veranlagenden Behöcde, fowie dei Streitigkeiten zwischen Betheiligten über ihre Verpflihtung zu Abs

Hauptkafse egen Rückgabe der Obligctionen mit den dazu gehörigen nicht Krfallinen Zinss einen und der Zins\chein-Anweisungen

gaben und Leistungen für Volksschulen, Empfehlung der